Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (14)

Wir haben einige Zeit darauf verwendet, über das Thema „Behauptungen zum Moralverhalten in der traditionellen Kultur“ Gemeinschaft zu halten und dieses zu analysieren – habt ihr irgendwelche realen Erfahrungen damit? (Früher erkannte ich nur, dass diese Aussagen zum Moralverhalten nicht der Wahrheit entsprechen, war mir aber nicht im Klaren darüber, wie tief sie die Menschheit verdorben haben. Erst durch Deinen gemeinschaftlichen Austausch und Deine Analyse habe ich begriffen, dass die verschiedenen Aussagen zum Moralverhalten, die den Menschen von Satan eingeflößt werden, in den Augen der Menschen zwar richtig und gut zu sein scheinen, dass sie aber die Gedanken der Menschen verdorben, gelähmt und gefangen gehalten haben, was die Menschen dazu bringt, Gott zu verleugnen und sich Ihm zu widersetzen, und sie immer weiter von Ihm wegführt. Auf diese Weise hat Satan bis zum heutigen Tag die Menschheit Schritt für Schritt verdorben.) Könnten die Leute das selbst erkennen, wenn Ich nicht ausführlich über diese Dinge Gemeinschaft halten würde? Könnten sie das Wesen dieser Aussagen zum Moralverhalten analysieren? (Die Menschen könnten das Wesen dieser Aussagen zum Moralverhalten nicht analysieren oder durchschauen.) Wie sieht es nach längerer Erfahrung aus? (Die Menschen wären in der Lage, zu erkennen, wie problematisch einige dieser Aussagen zum Moralverhalten sind, aber sie wären nicht in der Lage, ihr Wesen klar zu analysieren.) Oft setzen die Menschen bekannte Redensarten aus der traditionellen Kultur mit der Wahrheit gleich und vermischen diese, vor allem, wenn es sich um Dinge handelt, die äußerlich der Wahrheit ähneln oder die mit der menschlichen Moral, den Maßstäben des Gewissens und menschlichen Gefühlen übereinzustimmen scheinen. Alle sind überzeugt, diese Dinge seien positiv und stimmten mit der Wahrheit überein, aber niemand kann sehen, dass sie ihren Ursprung in Satan haben und in Wirklichkeit negativ sind. Ist denn irgendetwas, das Satan den Menschen einflößt, positiv? (Nein.) Diese Dinge haben überhaupt nichts Positives an sich. Im Gegenteil, es sind alles negative Dinge und satanische Gifte. Daran gibt es keinen Zweifel. Habt ihr jetzt also diese negativen Dinge und satanischen Gifte erkannt und ausgegraben? Gibt es irgendetwas in eurem Denken, das diesen von euch für richtig erachteten Dingen aus der traditionellen Kultur ähnelt? Wenn ja, dann ist es eine Geißel, ein Krebsgeschwür! Ihr solltet jetzt gründlich noch weiter darüber nachdenken und dies sorgfältig in eurem täglichen Leben beobachten und darauf achten. Achtet darauf, ob in dem, was andere sagen und was ihr hört, oder in den Dingen, die euch beeindrucken oder an die ihr euch erinnert, oder in den Dingen, die ihr in eure Herzen aufnehmt und als wertvoll anseht, etwas steckt, das dem ähnelt, wofür die traditionelle Kultur eintritt. Wenn es so etwas gibt, müsst ihr es erkennen und analysieren und es dann vollständig aufgeben. Das wird eurem Streben nach der Wahrheit zugutekommen.

Manche Leute bringen den Satz „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ ins Spiel, wenn sie Erfahrungsberichte schreiben – ihr solltet erkennen, ob diese Aussage richtig oder falsch ist, ob sie etwas Positives oder Negatives ist und ob sie mit der Wahrheit, mit Gottes Anforderungen und mit den Grundsätzen zu tun hat, die Menschen im Umgang mit den Dingen besitzen sollten. Ist die Aussage „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ zutreffend? Steht sie in Einklang mit der Wahrheit? Ist sie etwas, das durch die von Gott aufgestellten Gesetze und Vorschriften hervorgebracht wird? Hat sie etwas mit der Tatsache zu tun, dass Gott Herrscher über alle Dinge ist? Was wisst ihr von diesem Spruch und wie versteht ihr ihn? (Ich habe dies auch schon früher gesagt, vor allem beim Organisieren von Arbeiten in der Kirche. Wenn das Personal nicht richtig und in Übereinstimmung mit den Grundsätzen eingeteilt wird, kommt es manchmal vor, dass die Arbeit völlig verpfuscht wird. Wenn das Personal hingegen nach den Grundsätzen eingeteilt wird, kann die Arbeit gut erledigt werden. Damals sah ich die Rolle, die Menschen dabei spielen, als sehr wichtig und bedeutsam an, weshalb ich den Satz zitierte: „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab.“ Heute weiß ich, dass es mir an Verständnis von Gottes Souveränität und Allmacht mangelte. Stets konzentrierte ich mich auf die Rolle der Menschen, für Gott war in meinem Herzen überhaupt kein Platz.) Wer möchte sonst noch seine Gedanken mitteilen? (Die Aussage „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ ist kein Zeugnis für Gott, sondern ein Zeugnis für die Menschen, als ob der Erfolg von menschlichen Anstrengungen abhinge. Sie ist eine Leugnung der Souveränität Gottes und kommt einem Zeugnis für Satan gleich. Wenn diese Aussage in die Herzen der Menschen eingepflanzt wird, werden sie im Laufe der Zeit, sobald sie mit Problemen konfrontiert sind, denken, sie müssten nur die richtigen Leute finden, um erfolgreich zu sein, und sie werden keinen Glauben an Gott haben oder sich auf Ihn verlassen. Daher ist dies eine besonders verzerrte Aussage.) Euer Verständnis dieser Aussage besteht im Wesentlichen darin, dass sie nicht richtig oder positiv ist, und dass sie ganz bestimmt nicht der Wahrheit entspricht. Warum verwendet ihr sie dann? Welches Problem offenbart das, wenn ihr sie verwendet? (Dass es uns in Hinsicht auf diese Aussage an Urteilsvermögen mangelt.) Was ist der Grund für euren Mangel an Urteilsvermögen? Liegt es daran, dass ihr immer noch glaubt, die Aussage habe einen richtigen und gültigen Aspekt? (Ja.) Was ist also falsch an dieser Aussage? Warum sagt ihr, sie sei nicht richtig oder positiv? Zunächst wollen wir uns ansehen, ob sie den objektiven Gesetzen der Dinge entspricht. Oberflächlich betrachtet scheinen es Menschen zu sein, die eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Sie organisieren die Arbeit, sie führen die Arbeit aus und sie verfolgen sie weiter. Bei jedem Schritt spielen sie eine entscheidende Rolle und bestimmen letztlich die Ergebnisse und den Fortschritt der jeweiligen Arbeit. Nach außen hin sieht es so aus, als würden die Ursachen, der Prozess der Entwicklung und alle Ergebnisse von Menschen bestimmt. Aber wer regiert, orchestriert und arrangiert das Ganze in Wirklichkeit? Hat es irgendetwas mit den Menschen zu tun? Nehmen die Menschen die Orchestrierungen des Schicksals und des Herrschers passiv hin, oder nehmen sie alles aktiv selbst in die Hand? (Sie nehmen sie passiv hin.) Die Menschen nehmen Gottes Souveränität, Seine Orchestrierungen und Seine Anordnungen passiv hin. Welche Rolle spielen die Menschen hier? Sind sie nicht Marionetten in den Händen Gottes? (Ja.) Die Menschen sind wie Marionetten, die von Fäden gesteuert werden. Der Faden, der gezogen wird, bestimmt, was sie tun und was sie zum Ausdruck bringen. Wohin die Menschen jeden Tag gehen, was sie jeden Tag sagen und was sie jeden Tag tun – in wessen Händen liegt das alles? (In Gottes Händen.) Es liegt alles in Gottes Händen. Die Menschen akzeptieren passiv Gottes Souveränität. Während dieses ganzen Prozesses bestimmt Gott, was Er tun wird, ob Er jemanden entlarven wird, welche Veränderungen und Fortschritte Er in dieser Angelegenheit herbeiführen wird und wann, wie das Endergebnis aussehen wird und wen Er entlarven oder eliminieren wird; Er bestimmt, welche Lektionen die Menschen durch diese Sache lernen werden, welche Wahrheiten sie verstehen und welche Art von Wissen über Gott sie dadurch erlangen werden, welche Ansichten Er sie dazu bringen wird, zu revidieren, und welche Vorstellungen Er sie dazu bringen wird, loszulassen. Können Menschen all diese Dinge vollbringen, die Gott tut? Können sie das? (Nein, das können sie nicht.) Die Menschen können es nicht. Sie können diese Dinge nicht vollbringen. Während der gesamten Entwicklung einer Angelegenheit tun Menschen nur passiv, bewusst oder unbewusst Dinge, aber kein Mensch kann die Ursachen, den Prozess, die Endergebnisse und die erzielten Erfolge des Ganzen vorhersehen, noch kann irgendein Mensch irgendetwas von diesen Dingen kontrollieren. Wer sieht all das voraus und kontrolliert es? Gott allein! Ob es sich um ein bedeutendes Ereignis im Universum handelt oder um einen kleinen Vorfall in irgendeiner Ecke irgendeines Planeten, es liegt nicht in Menschenhand. Kein Mensch kann die Gesetze, die alles regeln, oder den Prozess der Entwicklung aller Dinge und ihre endgültigen Ergebnisse kontrollieren. Kein Mensch kann die Zukunft von allem vorhersehen oder vorhersagen, was geschehen wird, geschweige denn das Endergebnis aller Dinge kontrollieren. Nur Gott, der Herrscher über alle Dinge ist, kontrolliert und regiert all dies. Die einzige Wirkung, die Menschen haben können, ist das Spielen verschiedener Rollen, die positiv oder negativ sein können, in großen und kleinen Umgebungen und Seite an Seite mit verschiedenen Arten von Menschen, Ereignissen und Dingen, die von Gott beherrscht, orchestriert und arrangiert werden. Das ist die Wirkung, die Menschen haben, und die Rolle, die sie spielen. Wenn etwas nicht erfolgreich ist oder die Ergebnisse nicht so gut erscheinen, wie erwartet, und wenn das Ergebnis nicht das ist, was die Menschen sich wünschen, wenn das Ergebnis sogar große Traurigkeit und großen Kummer mit sich bringt, dann sind auch das Dinge, über die die Menschen keine Souveränität haben, die sie nicht vorhersehen können und die sie ganz bestimmt nicht kontrollieren können. Wenn das Endresultat einer Sache sehr gut ist, wenn es sehr positive und aktive Auswirkungen hat, wenn es überaus erbaulich für die Menschen ist und einen tiefgreifenden Einfluss auf sie hat, dann ist es von Gott. Wenn etwas nicht das gewünschte Ergebnis hat, wenn das Ergebnis nicht sehr gut oder optimistisch ist und wenn es einige negative Auswirkungen auf Leute zu haben scheint, anstatt positive und aktive, dann ist der gesamte Prozess dieser Angelegenheit ebenfalls von Gott orchestriert und angeordnet. Sie wird nicht von einem Menschen kontrolliert. Wir wollen hier nicht über ferne Dinge sprechen, sondern über das, was in der Kirche zu beobachten ist, wie zum Beispiel das Auftreten von Antichristen. Von dem Moment an, in dem ein Antichrist hervortritt und zu handeln beginnt, in die Position eines Leiters oder Mitarbeiters aufsteigt und wichtige Arbeit in der Kirche übernimmt, bis zu dem Punkt, an dem er als Antichrist enthüllt wird, von den Brüdern und Schwestern erkannt und entlarvt und schließlich eliminiert und zurückgewiesen wird – während dieses ganzen Prozesses werden viele Menschen in die Irre geführt, einige folgen dem Antichristen sogar, und einige erleiden durch den Einfluss des Antichristen Verluste für ihren Lebenseintritt und so fort. All das rührt von Satans Störungen her und ist das Werk von Satans Dienern, aber bedeutet das, dass Gott das Auftauchen und die Entwicklung all dieser Dinge nicht sieht? Weiß Gott nicht, welche Folgen das Auftreten eines Antichristen haben wird? Weiß Gott nicht, welchen Einfluss ein Antichrist auf die Kirche und auf die Brüder und Schwestern haben wird? Ist das alles nur das Ergebnis eines von Menschen verursachten Fehlers? Konfrontiert mit dem Auftauchen solcher negativen Dinge, denken die Menschen oft: „Oh nein, da hat Satan einen blinden Fleck ausgenutzt, das war eine Störung durch Satan.“ Soll heißen: „Warum hat Gott die Dinge nicht im Auge behalten? Überwacht Gott nicht alle Dinge? Ist Gott nicht allgegenwärtig? Ist Gott nicht allmächtig? Wo war Gottes Autorität und Kraft?“ Zweifel kommen auf in den Herzen der Menschen. Was ist die Quelle dieser Zweifel? Weil der Ausgang des Ereignisses negativ, unerwünscht und nicht das ist, was die Menschen sehen wollen – geschweige denn, dass das Ergebnis mit ihren Vorstellungen und Ideen übereinstimmt –, wird ihr heiliger Glaube an Gott erschüttert. Die Menschen können es nicht verstehen und denken: „Wenn Gott Herrscher über alle Dinge ist und alles kontrolliert, warum findet dann so etwas wie die Irreführung von Leuten durch einen Antichristen direkt vor unseren Augen statt? Warum geschieht so etwas Unerwünschtes in der Kirche und unter Brüdern und Schwestern?“ Zweifel kommen auf in den Herzen der Menschen, und ihr Glaube, dass „Gott allmächtig und allgegenwärtig ist“, wird in Frage gestellt. Wenn der Glaube der Menschen an Gott in Frage gestellt wird, werden sie, wenn du sie fragst: „Wer ist schuld daran, dass du Vorstellungen von Gott entwickelst?“, zur Antwort geben: „Satan ist schuld.“ Aber da Satan von den Menschen nicht gesehen werden kann, wem sollte diese Verantwortung letztendlich zufallen? Sie sollte dem Antichristen zufallen oder der Gruppe, der er angehört. Einige Leute werden sagen, dass diejenigen, die vom Antichristen in die Irre geführt wurden und deren Leben Schaden genommen hat, es verdient haben, vom Antichristen in die Irre geführt zu werden. Auf welche Aussage läuft das Verständnis, das die Leute in dieser ganzen Sache haben, letztlich hinaus? „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab.“ Das ist die Schlussfolgerung, zu der sie kommen. Welchen Platz räumen sie Gott dabei ein? Sie verstehen nicht, dass Gott Herrscher über alles ist, also führen sie alles, was geschieht, auf die hohle Theorie zurück, dass „Erfolg und Misserfolg der Dinge von den Menschen abhängen“.

Wenn die Menschen sehen, wie um sie herum relativ gute und positive Dinge geschehen, z. B. wenn der Heilige Geist mächtig wirkt und alle einen starken Glauben haben, wenn Leute selbst inmitten von Verfolgung und Widrigkeiten standhaft bleiben, ohne dass jemand zum Judas wird, und wenn die Besitztümer des Hauses Gottes und das Leben der Brüder und Schwestern keinen Schaden nehmen, sagen die Leute: „Das ist Gottes Schutz. Dieser Erfolg ist nicht auf Menschen zurückzuführen; er ist zweifellos das Werk Gottes.“ Nehmen wir an, dass die Dinge, die die Leute um sich herum geschehen sehen, unerwünscht sind, etwa wenn die Kirche von dem großen roten Drachen unterdrückt wird und Verhaftungen ins Haus stehen und die Güter der Kirche von Satan in Besitz genommen werden. Angenommen, das Leben der Brüder und Schwestern erleidet Schaden, und Gottes auserwähltes Volk ist überall verstreut, vertrieben und kann nicht nach Hause zurückkehren. Stell dir vor, das kirchliche Leben ist ausgelöscht und die Kirchenmitglieder können nicht mehr das gleiche Kirchenleben führen wie zuvor. Stell dir vor, sie können nicht länger ein frohes, glückliches Leben in friedlicher Koexistenz mit ihren Brüdern und Schwestern führen, in dem sie sich versammeln, um Gottes Worte zu essen und zu trinken und ihre Pflichten zu tun, und einige böse Menschen und Nichtgläubige beginnen, Vorstellungen zu verbreiten, um andere in die Irre zu führen, wodurch diese den Glauben an Gott verlieren und in Negativität und Schwäche versinken. In solchen Momenten fangen die Leute unwillkürlich an, sich zu beschweren. Sie wagen es nicht, sich über Gott zu beschweren, also klingt ihre Klage so: „So-und-so ist ein böser Mensch, so-und-so ist Satan, so-und-so ist ein Teufel. Wäre er in den Versammlungen nicht so unvorsichtig gewesen und verhaftet worden, wären wir jetzt nicht in dieser Situation, dass wir nicht nach Hause zurückkehren können. Wenn er nicht gewesen wäre, würden wir immer noch fröhlich das kirchliche Leben leben, Gottes Worte essen und trinken und ganz normal unsere Pflichten tun. Die ganze Sache ist auf eine bestimmte Person, einen bestimmten Teufel, einen bestimmten Satan oder ein bestimmtes satanisches Regime zurückzuführen.“ Obwohl die Menschen es nicht wagen, Gott etwas vorzuwerfen oder Gott die Verantwortung für die gesamte Situation zuzuschreiben, haben sie in diesem Moment ein unerklärliches Misstrauen gegenüber Gott entwickelt, das nicht groß, aber auch nicht unbedeutend ist. Was wird aus diesen misstrauischen Gedanken hervorgehen? Die Leute werden sagen: „Ich habe aus dieser Erfahrung eine Lehre gezogen. Von nun an werde ich alles, was mir begegnet, sorgfältig abwägen und zweimal nachdenken, bevor ich handle. Ich werde nicht unbesonnen sein und niemandem leichtfertig vertrauen. Ich werde in allen Situationen besonders vorsichtig sein und lernen, mich zu schützen.“ Haben sie noch Gott im Herzen? Verlassen sie sich immer noch auf Gott und haben sie Vertrauen in Ihn? Manche Menschen sagen: „Wie könnte es anders sein? In meinem Herzen glaube ich immer noch an Gott, und ich habe immer noch echtes Vertrauen in Ihn.“ Insgeheim jedoch sagen sie sich: „Vertraue den Worten Gottes nicht so leicht. Gott prüft und läutert die Menschen ständig. Auf Gott kann man sich nicht verlassen! Man braucht sich nur anzusehen, was vor unseren Augen geschehen ist. Mitglieder unserer Kirche wurden von dem großen roten Drachen verhaftet. Warum hat Gott uns nicht beschützt? Will Gott, dass die Interessen Seines Hauses Schaden nehmen? Ist Gott apathisch, wenn Er sieht, wie Nichtgläubige die Menschen in die Irre führen? Wenn Gott es tatsächlich sieht, warum kümmert es Ihn nicht? Warum verhindert oder blockiert Er es nicht? Warum klärt Er uns nicht auf, damit wir erkennen können, dass die Person, die uns in die Irre führt, ein böser Mensch und ein Nichtgläubiger ist und damit wir uns so früh wie möglich von ihr distanzieren und all diese Folgen vermeiden können? Warum beschützt uns Gott nicht, wenn der Nichtgläubige die Menschen in die Irre führt? Eine kurze Warnung würde doch genügen!“ Auf all diese „Warums“ erhalten sie keine Antwort – können sie auch nicht erhalten. Am Ende, nach dieser Erfahrung, kommen sie zu dem Schluss: „Ich werde mich auf Gott verlassen, wo ich mich auf Ihn verlassen sollte, und ich werde mich auf mich selbst verlassen, wo ich mich nicht auf Gott verlassen sollte. Ich darf nicht töricht sein. Wir Brüder und Schwestern müssen lernen, uns zusammenzutun, um uns gegenseitig zu wärmen und zu helfen. Was alles andere angeht, so soll Gott tun, was Er will. Wir können es nicht kontrollieren.“ Wenn der große rote Drache Mitglieder von Gottes auserwähltem Volk verhaftet, behindert das massiv die Arbeit der Kirche und das kirchliche Leben, und die Pflichterfüllung der Brüder und Schwestern wird stark beeinträchtigt. In solchen Zeiten treten Nichtgläubige und Antichristen auf, um zu unterbrechen und irrezuführen, indem sie Irrlehren und Irrtümer verbreiten und behaupten, die Verhaftungen seien erfolgt, weil die Leiter und Mitarbeiter gegen Gottes Willen gehandelt hätten, und die Menschen werden von diesen Antichristen und bösen Menschen in die Irre geführt werden. Wenn solche Ereignisse eintreten, die weder den Vorstellungen und Ideen der Menschen noch ihren Gefühlen entsprechen, ziehen die Menschen nie Lehren daraus. Die Menschen lernen nie, Gottes Souveränität, Seine Orchestrierung und Seine Disposition anhand dieser Ereignisse zu verstehen. Die Menschen begreifen niemals Gottes Willen oder verstehen, welche Lektionen Gott ihnen erteilen will, welche Erbauung Er ihnen geben möchte, welche Unterscheidungsfähigkeit Er ihnen anhand dieser Ereignisse vermitteln will. Die Menschen wissen nichts von diesen Dingen, und sie wissen nicht, wie sie solche Dinge erfahren können. Deshalb glauben sie bei allen Dingen, die um sie herum geschehen, wirklich, der Satz „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ sei zutreffend und zudem verlässlicher und realer als die Tatsache, dass „Gott Herrscher über alle Dinge ist, Gott allgegenwärtig ist und Gott alles eingehend prüft“. Tief im Innern glaubt ihr tatsächlich noch immer, der Satz „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ sei realer, die Menschen würden alles bestimmen, und zu sagen, dass Gott alles entscheidet, erscheine etwas vage. Warum halten die Menschen es für vage? Warum halten die Menschen die Aussage „Gott entscheidet alles“ für unglaubwürdig? Theoretisch liegt es daran, dass die Menschen die Wahrheit nicht verstehen und Gott nicht kennen, aber was ist in Wirklichkeit der Grund? (In Wirklichkeit erkennen die Menschen nicht an oder glauben nicht, dass Gott Herrscher über alles ist.) Die Aussage, dass die Menschen nicht daran glauben oder anerkennen, dass Gott Herrscher über alles ist, ist richtig. Doch es gibt noch einen spezifischeren Grund, nämlich dass der Satz „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ die fehlerhafte Perspektive offenbart, aus der Menschen gute und schlechte Dinge betrachten. Die Menschen glauben, Dinge, die ihnen Frieden, Freude, Trost und Glück bringen, seien gut und kämen von Gott. Andere Dinge beunruhigen oder ängstigen die Menschen, bringen sie zum Weinen, lassen sie leiden oder erfüllen sie mit so viel Kummer, dass sie sich wünschen, sie wären tot – manche Dinge machen es den Menschen sogar unmöglich, ein normales Kirchenleben und ein normales Umfeld für die Ausführung ihrer Pflichten sicherzustellen. Solche Dinge werden von den Menschen als „schlechte Dinge“ angesehen. Der Begriff „schlechte Dinge“ muss in Anführungszeichen gesetzt werden. Können „schlechte Dinge“ eine gute Wirkung auf Menschen haben? Die Menschen können diese guten Wirkungen nicht sehen oder spüren, deshalb umfasst in ihrer Vorstellung „alles“, über das Gott Herrscher ist, nur Dinge, die ihnen Frieden, Freude, Sättigung, Nutzen, Erbauung und Gewinn bringen, und Dinge, die ihren Glauben an Gott stärken. Dies sind die Dinge, von denen die Menschen glauben, sie gehörten zu Gottes Herrschaft über alles. Wenn dagegen, oberflächlich betrachtet, einige Dinge das Leben der Menschen zu beeinträchtigen und den Interessen der Kirche zu schaden scheinen, wenn einige Leute in die Irre geführt werden oder sogar ausscheiden, wenn einigen Missliches zustößt und sie einige Schmerzen erleiden, dann glauben die Leute, diese Dinge hätten nichts mit Gottes Souveränität zu tun, sondern seien das Werk Satans. Die Menschen glauben, wenn es das Werk Gottes wäre, träten diese negativen Dinge nicht in Erscheinung, würden nicht existieren; das haben die Menschen so bestimmt. Daher ist ihr Verständnis des Satzes „Gott ist Herrscher über alles“ sehr einseitig und oberflächlich. Es beschränkt sich auf menschliche Vorstellungen, ist mit menschlichen Gefühlen beladen und entspricht nicht den Tatsachen. Ich nenne euch ein Beispiel. Gott hat alle Arten von Insekten und Vögeln geschaffen. Manche Menschen sagen: „Ich glaube, alle Dinge, die Gott geschaffen hat, sind von Bedeutung, es gibt nur nützliche Insekten, und alle sind gut. Bienen wurden von Gott erschaffen, und alle Arten von guten Vögeln wurden von Gott erschaffen. Mücken stechen Menschen und verbreiten Krankheiten, also sind Mücken nicht gut. Vielleicht wurden Mücken nicht von Gott erschaffen.“ Ist das nicht ein verdrehtes Verständnis? In Wirklichkeit hat Gott alle Dinge geschaffen. Es gibt nur einen Gott, den Schöpfer, und alles, was lebt und was nicht lebt, kommt von Gott. In ihren Vorstellungen glauben die Menschen, nur all die nützlichen Insekten, Vögel und andere nützliche Lebewesen stammten von Gott – Fliegen, Mücken, Bettwanzen und fleischfressende Tiere, die von den Menschen als besonders brutal angesehen werden, scheinen nicht von Gott zu stammen, und selbst wenn sie von Ihm stammen, sind sie nichts Gutes. Ist das nicht eine menschliche Vorstellung? In den Ideen und Vorstellungen der Menschen wurden diese Dinge nach und nach systematisch in Kategorien eingeteilt: Alles, was den Menschen gefällt oder ihnen nützt, gilt als positiv und von Gott geschaffen, während alles, was den Menschen missfällt oder ihnen schadet, als negativ und nicht von Gott geschaffen gilt. Es wurde möglicherweise von Satan erschaffen oder von der Natur hervorgebracht. In den Köpfen der Menschen herrscht oft unbewusst der folgende Glaube: „Fliegen, Mücken und Wanzen sind nichts Gutes, sie wurden nicht von Gott geschaffen. Gott würde so etwas bestimmt nicht erschaffen.“ Oder sie denken: „Löwen und Tiger fressen immer Schafe und Zebras, sie sind zu grausam. Das sind keine guten Dinge. Wölfe sind unheimlich, gerissen, wild, brutal und grausam. Wölfe sind schlecht, aber Kühe und Schafe sind gut, und Hunde sind noch besser.“ Ob etwas, das Gott geschaffen hat, gut ist oder nicht, lässt sich nicht an menschlichen emotionalen Bedürfnissen oder Geschmacksvorlieben messen – so werden diese Dinge nicht gemessen. Gott hat alle Arten von Tieren geschaffen, darunter Zebras, Rehe und verschiedene Arten von Pflanzenfressern, aber eben auch wilde Fleischfresser wie Löwen, Tiger, Leoparden und Krokodile, die besonders brutal sind, darunter auch Raubtiere, die ihre Beute mit einem einzigen Biss töten. Unabhängig davon, ob diese Tiere in den Augen der Menschen gut oder böse sind, wurden sie alle von Gott geschaffen. Manche Menschen sehen einen Löwen, der ein Zebra frisst, und denken: „Oh nein, das arme Zebra. Löwen sind so bösartig, weil sie Zebras fressen.“ Wenn sie einen Wolf sehen, der ein Schaf verschlingt, denken sie: „Wölfe sind so grausam und schlau. Warum hat Gott Wölfe erschaffen? Schafe sind so niedlich, freundlich und sanft. Warum hat Gott nicht nur sanfte Tiere erschaffen? Wölfe sind die natürlichen Feinde der Schafe, warum hat Gott also sowohl Wölfe als auch Schafe erschaffen?“ Sie verstehen das Geheimnis dahinter nicht und hegen immer menschliche Vorstellungen und Einbildungen. Wenn es Vorfälle gibt, in denen Antichristen die Leute in der Kirche irreführen, sagen manche: „Wenn Gott Mitleid mit dieser Menschheit hat, warum hat Er dann Satan geschaffen? Warum lässt Er zu, dass Satan die Menschheit verdirbt? Wenn Gott uns auserwählt hat, warum lässt Er dann zu, dass Antichristen in der Kirche auftauchen?“ Ihr versteht das nicht, oder? Das ist Gottes Souveränität. Auf diese Weise herrscht Gott über alle Dinge, und nur wenn Er auf diese Weise über sie herrscht, können alle Dinge normal innerhalb der Regeln und Gesetze existieren, die Er festgelegt hat. Wenn Gott dich beschützen und verhindern würde, dass Antichristen in der Kirche auftauchen, würdest du dann wissen, was Antichristen sind? Würdest du wissen, wie die Disposition eines Antichristen aussieht? Wenn man dir nur einige Worte und Glaubenssätze über das Erkennen von Antichristen nennen würde, ohne dass du jemals einem Antichristen begegnest, wärst du dann in der Lage, Antichristen zu erkennen? (Nein.) Definitiv nicht. Wenn Antichristen und böse Menschen nicht in Erscheinung treten dürften, würdest du immer wie eine Blume im Gewächshaus sein: Sobald es einen abrupten Temperaturwechsel gibt, würdest du unter einem plötzlichen Kälteeinbruch verkümmern und der Kälte nicht standhalten können. Wenn die Menschen die Wahrheit verstehen wollen, müssen sie daher alle Umgebungen und alle Menschen, Ereignisse und Dinge, über die Gott herrscht und die Er orchestriert, akzeptieren und sich ihnen unterwerfen. „Alle Menschen, Ereignisse und Dinge“ umfassen das Positive und das Negative, sie umfassen Dinge, die mit deinen Vorstellungen und Ideen übereinstimmen, und solche, die damit nicht übereinstimmen. Sie beinhalten Dinge, die du als positiv ansiehst, und negative Dinge, die du nicht magst. Sie beinhalten Dinge, die mit deinen Gefühlen übereinstimmen, und sie beinhalten Dinge, die nicht mit deinen Gefühlen oder deinem Geschmack übereinstimmen. Du musst all diese Dinge akzeptieren. Was ist der Zweck davon, all diese Dinge zu akzeptieren? Es geht nicht nur darum, dein Wissen zu erweitern und deine Erfahrungen zu vermehren, sondern darum, dass du Gottes Worte auf praktischere und konkretere Weise kennenlernen, die Wahrheit verstehen und die Wahrhaftigkeit und Genauigkeit von Gottes Worten durch diese Tatsachen erfahren kannst. Am Ende wirst du bestätigen, dass Gottes Worte die Wahrheit sind, du wirst Lehren aus verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen ziehen, die es dir ermöglichen, mehr Wahrheiten zu verstehen, viele Dinge zu durchschauen und dich selbst reicher zu machen. Das Endergebnis, das dadurch erreicht wird, ist, dass du durch das Erscheinen und die Entwicklung verschiedener Menschen, Ereignisse und Dinge Wissen über den Schöpfer erlangen kannst. Du wirst Seine Disposition und Sein Wesen verstehen lernen und begreifen, dass Er über alle Dinge regiert und sie orchestriert.

Unabhängig davon, ob die Ereignisse, die um dich herum geschehen, von den Menschen als gut oder schlecht wahrgenommen werden, ob sie das sind, was du willst oder nicht, ob sie dir Freude und Glück oder Kummer und Schmerz bringen – du solltest sie als Menschen, Ereignisse und Dinge betrachten, die Lektionen enthalten, die es zu lernen gilt, und Wahrheiten, die es zu suchen gilt, und du solltest sie als Dinge betrachten, die von Gott kommen. Sie geschehen nicht zufällig, sie sind nicht auf Menschen zurückzuführen, sie werden nicht von irgendeiner Person verursacht, und sie sind nicht etwas, das irgendeine Person kontrollieren kann. Vielmehr ist es Gott, der über all diese Dinge herrscht; Gott orchestriert all diese Dinge und ordnet sie an. Das Auftreten eines jeden Ereignisses hängt nicht vom menschlichen Willen ab; es ist nicht so, dass irgendein Mensch ein Ereignis kontrollieren kann, nur weil er es möchte. Gott herrscht über und orchestriert den gesamten Prozess des Erscheinens, der Entwicklung und der Umwandlung aller Menschen, Ereignisse und Dinge, bis sie ihr endgültiges Ergebnis erreichen. Wenn du das nicht glaubst, solltest du versuchen, die Dinge nach den Worten und Grundsätzen zu erfahren und zu beobachten, von denen Ich gesprochen habe. Seht, ob das, was Ich sage, wahr ist. Seht, ob die Aussage „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“, die ihr für richtig haltet, richtig ist, oder ob die Aussage „Gott herrscht über und orchestriert das Erscheinen und die Entwicklung aller Menschen, Ereignisse und Dinge, bis sie ihr endgültiges Ergebnis erreichen“, richtig ist. Prüft, welche dieser beiden Aussagen richtig ist, welche den Tatsachen entspricht, welche den Menschen Erbauung und Nutzen bringt und welche es den Menschen ermöglicht, Gott zu erkennen und echten Glauben an Ihn zu haben. Wenn du alles, was um dich herum geschieht, unter dem Gesichtspunkt und mit der Einstellung erlebst, dass Gott über alles herrscht und alles orchestriert, wird deine Sicht und Perspektive auf die Dinge eine völlig andere sein. Wenn du daran festhältst, alle Dinge und Angelegenheiten aus der Perspektive der Redensart „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ zu betrachten, dann wirst du dich, gelinde gesagt, wenn dir etwas widerfährt, ganz natürlich und unwillkürlich in die Idee von richtig oder falsch verstricken, du wirst versuchen, Menschen zur Rechenschaft zu ziehen, und du wirst die Ursachen verschiedener Vorfälle, die Faktoren, die zu nachteiligen Folgen in diversen Angelegenheiten geführt haben, usw. analysieren, anstatt auf der Basis Seiner Worte nach den Wahrheitsgrundsätzen und nach Gottes Willen zu suchen. Je mehr du an die Redensart „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ glaubst, desto mehr wirst du von den Ansichten der Nichtgläubigen beherrscht werden. Dann werden die Endergebnisse von allem, was du erlebst, zunehmend im Widerspruch zur Wahrheit stehen, und dein Glaube an Gott wird nur noch eine Glaubenslehre oder ein Slogan sein. An diesem Punkt angelangt, wirst du dich in einen totalen Nichtgläubigen verwandelt haben. Mit anderen Worten: Je mehr du an die Aussage „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ glaubst, desto mehr wirst du dich als Nichtgläubiger erweisen. Wenn du Gott oder Gottes Worte nicht in deinem Herzen trägst, wenn du Gottes Worte, Wahrheiten oder positive Dinge absolut nicht anerkennst oder akzeptierst, wenn sie überhaupt keinen Platz in deinem Herzen haben, dann ist deine Seele bis in die Tiefen vollständig von Satan besetzt, sie ist mit den Gedanken und Ideen von Evolution und Materialismus gefüllt, alles teuflische Worte des Teufels und Satans. Du glaubst an all die Tatsachen, die du mit deinen Augen siehst, aber du glaubst nicht, dass der Eine, der über alles im Universum herrscht, der Eine, der von keinem Menschen gesehen werden kann, wirklich existiert. Wenn du alles aus der Perspektive „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ betrachtest, bist du nicht anders als Satan und die Materialisten. Wenn du aber alles aus der Perspektive „Alles in der Welt wird von Gott beherrscht und angeordnet“ betrachtest, wirst du, auch wenn du nicht in der Lage sein wirst, einige Dinge klar zu sehen, in der Lage sein, in Gottes Worten nach Antworten im Hinblick auf bestimmte Ereignisse, die um dich herum geschehen, nach der Wurzel des Problems und nach dem Wesen und der Wahrheit des Problems zu suchen. Du wirst nicht untersuchen, wer Recht hatte und wer Unrecht, du wirst nicht einfach nur versuchen, jemanden verantwortlich zu machen; stattdessen wirst in der Lage sein, die Sache mit Gottes Worten zu vergleichen, die Wurzel des Problems zu suchen, den Kern des Problems zu identifizieren und zu erforschen, wo Leute versagt haben, was ihnen fehlte, welche verdorbenen Dispositionen sie offenbarten, wie sie rebellisch waren und welche ihrer Aspekte im Laufe der ganzen Angelegenheit mit Gott unvereinbar waren. Du wirst in der Lage sein, herauszufinden, welche Absichten und Ziele Gott mit diesen Dingen verfolgte, was Er bei den Menschen erreichen wollte, welche Ergebnisse Er erzielen wollte, welche Vorteile Er den Menschen bringen wollte und welche Grundsätze die Menschen befolgen sollten. Wenn du ein bestimmtes Ereignis unter diesen Gesichtspunkten wahrnimmst und betrachtest, wird sich dein innerer Zustand ändern. Deine Sichtweise der Dinge wird unbewusst von Gottes Worten geleitet und gelenkt werden. Du wirst unbewusst Erleuchtung und Orientierung in Gottes Worten finden, ebenso wie die Wahrheitsgrundsätze der, an die du dich halten und die du praktizieren solltest, wenn dir solche Dinge widerfahren. Wenn du wirklich in die Wahrheitsgrundsätze eintrittst, wirst du echten Glauben an Gott haben und dich wirklich auf Ihn verlassen, du wirst aufrichtig beten und flehen, du wirst echte Unterwerfung haben, und du wirst in der Lage sein, im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren – was wird das Endergebnis davon sein? Du wirst während des gesamten Ereignisses die Wahrheit klar erkennen, du wirst Lektionen lernen, du wirst in der Lage sein, alles, was dir widerfährt, richtig zu verstehen, und du wirst sehen können, dass es von Gottes Anordnungen stammt und Gottes Wohlwollen enthält. Und auf diese Weise wirst du, wie die Leute oft sagen, „aus etwas Schlechtem etwas Gutes machen“, du wirst natürlich in der Lage sein, jedes Ereignis, das die Menschen verurteilen, verabscheuen und hassen, als etwas Positives zu betrachten, und du wirst anerkennen können, dass Gott darüber herrscht und es angeordnet hat und dass du es von Gott annehmen solltest. Du wirst es als etwas sehen, das Gottes akribische Mühen, Seinen Willen und Seine Erwartungen enthält. Im Laufe dieser Erfahrung wirst du unbewusst verstehen, welche Absichten Gott mit der Orchestrierung der ganzen Sache verfolgte. Ohne dir dessen bewusst zu sein, wirst du Seinen Willen verstehen und begreifen, und sobald das geschieht, wirst du unbewusst die Wahrheiten darin verstehen und in der Lage sein, alle Menschen und Dinge, die an dem ganzen Ereignis beteiligt sind, klar zu erkennen. Wenn du während des gesamten Ereignisses das Problem aus der Perspektive „Alles in der Welt wird von Gott beherrscht und angeordnet“ betrachtest, wirst du sehr viel daraus gewinnen. Du wirst die Wahrheit, echten Glauben an Gott und ein Verständnis von Gottes Souveränität über alle Dinge gewinnen. Du wirst Gottes Willen und Seine guten Absichten in dieser Sache verstehen. Natürlich wirst du auch den Satz „Gott ist allgegenwärtig“, der bisher nur in deinem Bewusstsein existierte, verstehen lernen und erfahren. Wenn du während des gesamten Ereignisses das Problem aus der Perspektive „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ betrachtest, wirst du dich beklagen, Gott missachten und das Gefühl haben, Gott sei sehr weit weg und vage. Das Wort „Gott“, die Identität Gottes, das Wesen Gottes und alles, was mit Gott zu tun hat, werden dir so weit entfernt und hohl vorkommen. Du wirst glauben, das Auftreten, die Entwicklung und das Ergebnis des gesamten Ereignisses hingen von menschlichen Manipulationen ab und menschliche Faktoren würden die Angelegenheit von Anfang bis Ende durchdringen. Deshalb wirst du ständig über diese Dinge grübeln und dich fragen: „Wer hat in dieser Phase den Fehler gemacht? Wer war in dieser Phase so unvorsichtig und hat einen Schaden verursacht? Wer hat diese Phase behindert, gestört und ruiniert? Ich werde dafür sorgen, dass er dafür bezahlt.“ Du wirst auf Personen und Dinge fixiert sein und ständig in der Welt von „richtig oder falsch“ leben, während du Gottes Worte, die Wahrheit, die Verantwortlichkeiten, die Pflichten und Verpflichtungen, die geschaffene Wesen erfüllen sollten, und die Standpunkte und Positionen, die du vertreten solltest, völlig außer Acht lässt. Gott wird keinen Platz mehr in deinem Herzen haben. Während des gesamten Verlaufs des Ereignisses wird es weder eine Beziehung zwischen dir und Gott noch zwischen dir und den Worten Gottes geben. Das heißt, wenn du mit einer Situation konfrontiert bist, wirst du dich auf Menschen und Dinge versteifen. Du wirst nicht in der Lage sein, ein einziges Wort zu finden, das mit der Wahrheit übereinstimmt, oder eine Aussage der Wahrheit, die von Gott kommt, um diese mit der Sache zu vergleichen; du wirst nicht in der Lage sein, sie als Grundlage für eine Analyse der Situation zu verwenden; du wirst keine Lehren aus der Situation ziehen oder Urteilsvermögen gewinnen; du wirst deinen Glauben nicht stärken oder Gott kennenlernen. Nichts von alledem wirst du tun. Während des gesamten Ereignisses wirst du dich an den beliebten Spruch halten: „Erfolg und Misserfolg hängen von den Menschen ab“, was, genauer gesagt, ein Argument und eine Sichtweise der Nichtgläubigen ist. Nehmen wir hingegen an, dass du das Geschehen von Anfang an aus der Perspektive eines erschaffenen Wesens akzeptieren kannst, ohne zu prüfen, ob irgendein Individuum Recht oder Unrecht hat, ohne eine Person oder Sache übermäßig zu analysieren und ohne dich auf Menschen oder Dinge zu fixieren. Nehmen wir an, du suchst stattdessen aktiv nach Antworten in Gottes Worten, trittst proaktiv vor Gott, um zu beten und auf Ihn zu vertrauen, und suchst Gottes Erleuchtung und Führung, indem du Gott erlaubst, zu wirken und zu orchestrieren. Angenommen, deine Haltung ist die der Furcht und der Unterwerfung unter Gott, des Dürstens nach der Wahrheit und der aktiven Zusammenarbeit mit Gott – nicht der Standpunkt und die Haltung eines Nichtgläubigen, sondern der Standpunkt und die Haltung, die ein wahrer Jünger Gottes haben sollte. Mit einer solchen Sichtweise und Haltung wirst du unbewusst etwas gewinnen, was du zuvor noch nie erfahren hast, nämlich die Wahrheitsrealitäten, die du zuvor nicht besessen hast. Diese Wahrheitsrealitäten sind tatsächlich die Wirkungen, die Gott durch Seine Souveränität über das gesamte Ereignis in dir erreichen und erzielen will. Wenn Gott das vollbringt, was Er zu vollbringen beabsichtigt, dann hat Er nicht vergeblich gehandelt, denn Er hat Seine gewünschten Wirkungen in dir erzielt. Was sind diese Wirkungen? Gott möchte, dass du siehst, was tatsächlich vor sich geht, dass nichts zufällig geschieht und auch nicht von Menschen verursacht wird, sondern dass Gott die Kontrolle hat. Gott möchte, dass du Seine wirkliche Existenz erfährst und die Tatsache Seiner Souveränität und Seiner Orchestrierung des Schicksals aller Dinge verstehst und dass dies eine Tatsache und keine leere Behauptung ist.

Wenn du durch deine Erfahrungen am Ende wirklich die Tatsache erkennst, dass Gott über alles herrscht und die Geschicke aller Dinge orchestriert, wirst du in der Lage sein, wie Hiob zu sagen: „Ich hatte von Dir mit den Ohren gehört; aber nun hat Dich mein Auge gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche“ (Hiob 42,5-6). Ist das eine gute Aussage? (Ja.) Es tut so gut, diese Aussage zu hören, und sie ist bewegend. Wollt ihr die Wahrhaftigkeit dieser Aussage erfahren? Wollt ihr verstehen, wie Hiob sich fühlte, als er diese Worte sprach? (Ja.) Ist es nur ein normaler Wunsch oder ein starker Wunsch? (Ein starker.) Kurz gesagt, du hast diese Art von Entschlossenheit und Verlangen. Wie also kann dieser Wunsch erfüllt werden? Es ist so, wie ich vorhin sagte. Du musst die Perspektive eines erschaffenen Wesens einnehmen und alle Menschen, Ereignisse und Dinge, die dir widerfahren, aus der Perspektive der Erkenntnis betrachten, dass Gott der Herrscher über alle Dinge ist und dass alles von Ihm gelenkt und orchestriert wird. Du musst daraus Lehren ziehen, Gottes Willen in allem, was Er tut, verstehen und erkennen, was Gott in dir erreichen und vollbringen will. Wenn du das tust, wirst du eines baldigen Tages, in nicht allzu ferner Zukunft, das gleiche Gefühl haben wie Hiob, als er jene Worte sprach. Wenn ich euch sagen höre, dass ihr wirklich erleben möchtet, wie Hiob sich fühlte, als er diese Worte sprach, dann weiß ich, dass über 99 Prozent der Menschen solche Gefühle noch nie erlebt haben. Warum ist das so? Weil ihr noch nie so wie Hiob aus der Perspektive eines geschaffenen Wesens die Tatsache erfahren habt, dass der Schöpfer über alles herrscht und regiert. All das ist auf menschliche Unwissenheit, Torheit und Aufsässigkeit sowie auf die von Satan verursachte Irreführung und Verderbnis zurückzuführen, die die Menschen dazu bringen, unwillkürlich alles, was ihnen widerfährt, aus der Sicht eines Nichtgläubigen zu messen und anzugehen und sogar alles, was um sie herum geschieht, mit Hilfe einiger der üblicherweise von Ungläubigen verwendeten Methoden und theoretischen Grundlagen zu identifizieren und anzugehen. Die Schlussfolgerungen, zu denen sie schließlich gelangen, haben nichts mit der Wahrheit zu tun, manche stehen sogar im Widerspruch zur Wahrheit. Das hindert die Menschen langfristig daran, die Tatsache, dass der Schöpfer über alle Dinge herrscht und alle Dinge lenkt, und das Gefühl, das Hiob hatte, als er jene Worte sprach, zu erfahren. Wenn du ähnliche Prüfungen wie Hiob durchgemacht hast, ob große oder kleine, und du durch sie bereits gespürt hast, wie Gottes Hand am Werk ist und dass durch sie Gottes Souveränität herrscht; wenn du auch Gottes besondere Absichten bei der Herrschaft über diese Dinge und der Orchestrierung dieser Dinge erkannt hast, sowie den Weg, dem die Menschen folgen sollten, dann wirst du am Ende in der Lage sein, unter anderem die positiven Wirkungen zu erleben, die Gott während der gesamten Ereignisse in dir erzielen wollte, sowie Gottes gute Absichten und Erwartungen für dich zu erfahren. Du wirst all dies erfahren. Wenn du all das erfährst, wirst du nicht mehr nur glauben, dass Gott die Wahrheit sprechen und dich mit Leben versorgen kann, sondern du wirst auf greifbare Weise erkennen, dass der Schöpfer tatsächlich existiert, und du wirst auch die Tatsache begreifen, dass der Schöpfer alle Dinge geschaffen hat und über sie herrscht. Während du all diese Dinge erlebst, wird dein Glaube an Gott und dein Glaube an den Schöpfer wachsen. Gleichzeitig wirst du dadurch die Tatsache begreifen, dass du mit dem Schöpfer auf reale Weise interagiert hast, und es wird deinen Glauben an Gott, dein Vertrauen in Gott, wie du Gott folgst sowie die Tatsache, dass Gott über alles herrscht und allgegenwärtig ist, spürbar und vollauf bestätigen. Wenn ihr diese Bestätigung und Erkenntnis empfangt, glaubt ihr, euer Herz wird dann mit Freude und Glück oder mit Schmerz und Trauer erfüllt sein? (Freude und Glück.) Es wird ganz bestimmt Freude und Glück sein! Ganz gleich, wie viel Schmerz und Kummer du vorher erfahren hast, sie werden sich wie eine Rauchwolke auflösen, und dein Herz wird vor Freude jauchzen, du wirst jubeln und Freudensprünge machen vor Glück. Wenn du siehst, dass die Tatsache der Souveränität Gottes über alle Dinge in dir wahrhaftig bestätigt und erfahren wurde, ist das gleichbedeutend damit, dass du Gott wirklich von Angesicht zu Angesicht begegnest, Ihm entgegentrittst und mit ihm interagierst. Zu diesem Zeitpunkt wirst du dasselbe empfinden wie Hiob. Was sagte Hiob zu dieser Zeit? („Ich hatte von Dir mit den Ohren gehört; aber nun hat Dich mein Auge gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.“) Nach außen hin drückte Hiob durch das Verhalten und die Handlungen, mit denen er sich selbst verabscheute und bereute, seinen Hass auf die Vergangenheit aus, aber tief in seinem Herzen war er froh und glücklich. Warum? Weil er unerwartet das Antlitz des Schöpfers geschaut hatte, war er Ihm von Angesicht zu Angesicht begegnet, und er hatte Gott in einem Ereignis angetroffen, in einem unauffälligen und unabsichtlichen Ereignis. Sagt Mir, welches geschaffene Wesen, welcher Anhänger Gottes sehnt sich nicht danach, Gott zu sehen? Wenn eine solche Situation eintritt, wenn so etwas passiert, wer wäre dann nicht glücklich, wer wäre nicht begeistert? Jeder wäre aufgeregt, jeder wäre erfüllt von Aufregung und Freude. Es wäre etwas, das sie, solange sie leben, nicht vergessen würden, eine erinnerungswürdige Sache. Überlegt mal. Bringt das nicht viele Vorteile mit sich? Ich hoffe, ihr werdet in der Zukunft dieses Gefühl wirklich erleben, diese Art von Erfahrung machen und solche Begegnungen haben. Wenn ein Mensch das Antlitz Gottes wirklich schaut und wirklich in der Lage ist, die gleichen Gefühle zu erleben, die Hiob empfand, als er Gott Jehova begegnete, wird es zu einem Meilenstein in seinem Glauben an Gott. Das ist so eine wunderbare Sache! Jeder Mensch freut sich auf ein solches Ergebnis und eine solche Situation, und jeder hofft, sie zu erleben und eine solche Begegnung zu haben. Da du solche Hoffnungen hast, solltest du den richtigen Standpunkt und die richtige Haltung einnehmen, während du alles erlebst, was um dich herum geschieht, alles so erlebst und begreifst, wie Gott es lehrt und anweist, und lernst, alles von Gott anzunehmen und alles nach Gottes Worten zu betrachten, mit der Wahrheit als deinem Maßstab. Auf diese Weise wird dein Glaube immer weiter wachsen, ohne dass du es merkst, und die Tatsache, dass Gott Herrscher über alle Dinge ist und über alles regiert, wird nach und nach in deinem Herzen bestätigt und bekräftigt werden. Wenn all das in dir bestätigt wird, wirst du dir dann noch immer Sorgen machen, dass deine Größe nicht wächst? (Nein.) Aber es ist normal, dass du dir jetzt ein wenig Sorgen machst, weil deine Größe so gering ist und es viele Dinge gibt, die du nicht durchschauen kannst – es wäre unmöglich für dich, dir keine Sorgen zu machen; das ist etwas, dass du nicht vermeiden kannst. Das liegt daran, dass es viele Dinge im Menschen gibt, die vom Wissen, vom Menschen, vom Satan, von der Gesellschaft und so weiter herstammen. All diese Dinge haben einen großen Einfluss auf die Sichtweise, mit der die Menschen an Gott herantreten, und auf die Perspektive und Haltung, die sie einnehmen sollten, wenn sie verschiedene Erfahrungen machen. Daher ist es keine leichte Aufgabe, die richtige Haltung und Perspektive einzunehmen, wenn einem Dinge widerfahren. Erforderlich dafür ist, nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen zu machen. Wenn du das Wesen dieser negativen Dinge erkennst und verstehst, wirst du weitere Lektionen lernen und Gottes Handlungen sowie Seine Allmacht und Weisheit, mit der Er über alle Dinge herrscht, verstehen lernen.

Versteht ihr nun vollends, dass die Aussage „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ falsch ist? (Ja, das tun wir.) Hat die Aussage auch Aspekte, die zutreffen? Gibt es irgendwelche gültigen Elemente? (Nein, es gibt keine.) Überhaupt keine? (Keine.) Es ist richtig zu verstehen, dass es überhaupt keine gibt. So sieht das Verständnis in der Theorie aus. Im wirklichen Leben, wirst du dann durch Beobachtung und Erfahrung feststellen, dass die Behauptung „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ falsch und absurd ist und den Standpunkt des Nichtgläubigen darstellt. Wenn du diese Tatsache entdeckst und anhand von Fakten den Irrtum dieser Behauptung nachweisen kannst, wirst du sie vollständig aufgeben und ablehnen und sie nicht mehr verwenden. Diesen Punkt hast du noch nicht erreicht. Obwohl du das, was ich gesagt habe, akzeptiert hast, wirst du später, wenn du mit Situationen konfrontiert bist, grübeln: „Damals dachte ich, an der Behauptung ‚Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab ‘ sei nichts richtig, warum denke ich jetzt, sie sei doch ein bisschen richtig?“ Du fängst an, mit dir selbst zu ringen und erlebst wieder Widersprüche. Was solltest du also tun? Zunächst musst du deinen Standpunkt ändern. Lasse alle Gedanken und Standpunkte los, die sich aus dem Festhalten an dieser Aussage ergeben. Lass alle Handlungen los, die aus dieser Aussage herrühren. Versteif dich nicht auf Menschen oder Dinge. Trete zuerst im Gebet vor Gott und suche dann nach der Grundlage und den Grundsätzen in Gottes Worten. Im Prozess des Suchens wirst du unwissentlich Erleuchtung erlangen und die Wahrheit verstehen lernen. Ganz allein nach den Grundsätzen zu suchen ist vielleicht eine Herausforderung für dich. Rufe daher alle zusammen, die mit der Sache zu tun haben, und suche gemeinsam mit ihnen nach der Grundlage und den Wahrheitsgrundsätzen in den Worten Gottes. Betenlest dann die entsprechenden Worte Gottes, haltet Gemeinschaft darüber und prüft sie zum Zweck des Vergleiches. Akzeptiert nach dem Vergleich mit Gottes Worten die richtigen Sichtweisen, und die falschen werden auf natürliche Weise fallengelassen. Von da an solltest du Probleme nach diesen Grundsätzen lösen und behandeln. Wie klingt diese Methode? (Gut.) Bei der Suche nach der Wahrheit solltest du die Handlungen loslassen, die aus der Sichtweise von „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ resultieren. Finde die entsprechenden Worte Gottes und löse und behandle Probleme auf der Grundlage von Gottes Worten. Indem du nach der Wahrheit suchst und Probleme auf diese Weise löst, werden deine abwegigen Sichtweisen aufgelöst werden. Wenn du die Dinge auf der Grundlage von Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen handhabst, werden sich deine Richtung und deine Herangehensweise an die Dinge entsprechend ändern. Dadurch wird sich das Ergebnis der ganzen Sache in eine günstige Richtung entwickeln. Wenn du jedoch die Perspektive und die Sichtweise von „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“ einnimmst, um Probleme zu lösen und Dinge zu handhaben, werden sie sich in eine schlimme Richtung entwickeln. Wenn zum Beispiel Antichristen Leute in der Kirche in die Irre führen, und die Leute suchen nicht nach der Wahrheit, sondern konzentrieren sich bloß auf Menschen und Dinge, diskutieren über Recht und Unrecht und machen Menschen verantwortlich, dann wird das Endergebnis darin bestehen, dass man sich mit einigen wenigen Individuen befasst und damit die Angelegenheit als erledigt ansieht. Einige sagen vielleicht: „Du hast gesagt, es würde sich in eine schlimme Richtung entwickeln, aber ich habe keine schlimmen Ergebnisse gesehen. Die Antichristen wurden ausgeschlossen, damit ist das Problem doch gelöst, oder? Wo ist das schlimme Ergebnis?“ Haben alle eine Lehre aus dieser Erfahrung gezogen? Haben sie daraus die Wahrheit verstanden? Können sie Antichristen klar erkennen? Verstehen sie den Willen Gottes? Haben sie die Souveränität Gottes erkannt? Keine dieser positiven Wirkungen ist eingetreten. Im Gegenteil, die Menschen leben weiterhin nach satanischen Philosophien, misstrauen einander, sind voreinander auf der Hut und schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Wenn sie mit einer Situation konfrontiert sind, schützen sie sich schnell; es geht ihnen nur um Selbsterhaltung. Sie haben Angst davor, Verantwortung zu übernehmen und dass man sich mit ihnen befasst. Sie lernen keine Lektionen und nehmen nichts von Gott an, geschweige denn, dass sie Gottes Willen suchen. Können Menschen auf diese Weise im Leben wachsen? Letztlich wissen die Leute nur, was sie vor den Augen ihrer Leiter tun können und was nicht, was sie sagen und tun müssen, um ihre Leiter glücklich zu machen, und was sie sagen und tun müssen, um die Leiter dazu zu bringen, sich über sie zu ärgern und sie abzulehnen. Das führt dazu, dass Leute voreinander auf der Hut sind, sich abkapseln, sich verstellen, und niemand sich öffnet. Sind die Menschen so verhüllt, so zurückhaltend und so verstellt vor Gott getreten? Nein, das sind sie nicht. Nach vielen Erfahrungen lernen die Menschen, Situationen zu vermeiden, und sie fürchten sich davor, mit anderen in Kontakt zu treten und auf Probleme zu stoßen. Am Ende schotten sie sich völlig ab, öffnen sich niemandem gegenüber, und Gott ist nicht in ihren Herzen. Ein solcher Glaube an Gott basiert vollständig auf satanischer Philosophie. Ganz gleich, wie viele Erfahrungen sie machen, sie können keine Lehren daraus ziehen, sich selbst nicht kennen und schon gar nicht ihre verdorbene Disposition ablegen. Können sie auf diese Weise lernen, die Wahrheit zu verstehen und Gott zu kennen? Können sie wahre Reue empfinden? Nein, das können sie nicht. Stattdessen lernen sie, vor anderen auf der Hut zu sein, sich selbst zu schützen, die Worte und Äußerungen anderer sorgfältig zu beobachten und ihr Fähnlein nach dem Wind zu hängen. Sie lernen, Tricks anzuwenden, taktvoller zu werden und besser mit Streit und Auseinandersetzungen umzugehen. Wenn sie mit Problemen konfrontiert sind, vermeiden sie es, die Verantwortung zu übernehmen und schieben sie stattdessen auf andere. Sie haben keine Beziehung mehr zu Gott, zu Seinen Worten oder zur Wahrheit. Ihre Herzen entfernen sich immer weiter von Gott. Ist das nicht eine bösartige Entwicklung? (Ja.) Wie kam es, dass die Entwicklung so eine bösartige Richtung nahm? Wenn Leute andere Menschen und Dinge betrachten und sich dabei in Übereinstimmung mit Gottes Worten verhalten und danach handeln und die Wahrheit zu ihrem Grundsatz machen würden, wenn sie bei Problemen Gottes Worte als Grundlage suchen würden, wenn sie in Seinen Worten nach Antworten suchen würden, wenn sie die Wurzel des Problems anhand von Gottes Worten identifizieren und es damit vergleichen würden und wenn sie Seine Worte benutzen würden, um alle Probleme und Schwierigkeiten zu lösen, dann würden Gottes Worte einen Weg nach vorne weisen, sodass die Menschen in diesen Angelegenheiten nicht behindert werden, ins Stolpern oder in eine Falle geraten. Am Ende würden sie die Grundsätze der Praxis verstehen, die Gott in solchen Angelegenheiten verlangt, und hätten einen Weg, dem sie folgen könnten. Wenn alle bei Herausforderungen vor Gott treten, alles von Gott annehmen und lernen würden, sich auf Gott zu verlassen, und die Wahrheitsgrundsätze als Basis für die Suche fänden, würden die Menschen dann immer noch voreinander auf der Hut sein? Würde irgendjemand noch immer die Frage nach Recht und Unrecht verfolgen, ohne sich mit der Wurzel des Problems zu befassen? (Nein, das würden sie nicht.) Selbst wenn es jemanden gibt, der die Wahrheit nicht praktiziert und immer noch solchen Dingen nachgeht, ist er ein Außenseiter, der von allen abgelehnt wird. Wenn Leute Dinge von Gott annehmen können, wenn sie ihnen begegnen, wird sich die Situation in eine gute Richtung entwickeln. Die Menschen werden schließlich Gottes Worte verstehen und kennenlernen und die Wahrheit erlangen. Was die Menschen praktizieren, ist die Wahrheit, und was sie erreichen, ist das richtige Ziel, die Wahrheit zu erlangen und für Gott Zeugnis ablegen zu können. Ihr Glaube wird zunehmen, ihr Verständnis von Gott wird wachsen, und sie werden ein gottesfürchtiges Herz entwickeln. Ist das nicht eine gute Richtung der Entwicklung? (Ja.) Wie kommt es zu solchen Ergebnissen? Liegt es daran, dass die Menschen in allem die richtige, mit der Wahrheit übereinstimmende Perspektive und Position einnehmen? (Ja.) Einfach und geradeheraus gesagt, bedeuten diese Perspektive und Haltung, dass man Dinge von Gott annimmt, was natürlicherweise zu einer guten Entwicklungsrichtung und guten Entwicklungsschritten führt und das Ergebnis, die Wahrheit zu verstehen und Gott zu kennen, auf natürliche Weise erreicht. Wenn die Menschen jedoch die Dinge nicht von Gott annehmen, sondern sie stattdessen aus der menschlichen Perspektive und mit satanischen Philosophien angehen, bei der Betrachtung der Dinge immer noch auf satanische Philosophien vertrauen und sich auf Menschen und Dinge versteifen, wird alles, was entsteht, bösartig sein. In letzter Konsequenz heißt das, dass niemand die Wahrheit verstehen und davon profitieren wird. Das ist die Folge davon, nicht zu wissen, wie man das Werk Gottes erfahren soll. Deshalb herrscht in einigen Kirchen eine unharmonische Atmosphäre unter einigen Leuten, die Pflichten erfüllen. Sie sind immer misstrauisch gegeneinander, auf der Hut voreinander, beschuldigen sich gegenseitig, konkurrieren und streiten miteinander. In der Tiefe ihrer Herzen tragen sie insgeheim Kämpfe aus. Das bestätigt eines: In dieser Gruppe gibt es niemanden, der nach der Wahrheit sucht, niemanden, der die Dinge von Gott annimmt, wenn er mit ihnen konfrontiert wird. Sie sind alle Nichtgläubige und streben nicht nach der Wahrheit. Umgekehrt gibt es in einigen Kirchen einige Menschen, die, obwohl sie von geringer Größe sind und nicht viel von der Wahrheit verstehen, fähig sind, die Dinge von Gott in jeder Situation, ob groß oder klein, aufrichtig anzunehmen und dann gemäß den Worten Gottes zu praktizieren und Erfahrungen zu machen und in die Realität der Worte Gottes einzutreten. Obwohl diese Menschen, die ihre Pflichten gemeinsam erfüllen, manchmal zanken, debattieren und sich streiten, herrscht unter ihnen eine Stimmung, die man unter Ungläubigen nicht findet. Wenn sie zusammenkommen, um etwas zu tun, ist es besonders harmonisch, wie in einer Familie oder unter Verwandten, ohne dass es eine Kluft zwischen ihren Herzen gibt, und die gemeinsame Arbeit vereint sie. Dass eine solche Harmonie herrscht, zeigt, dass zumindest die Vorgesetzten oder einige Schlüsselpersonen beim Auftreten von Problemen nach der Wahrheit suchen und die Dinge richtig handhaben und dass sie durch die Umsetzung des Grundsatzes, „alles von Gott anzunehmen“, wirklich Ergebnisse erzielt haben. Es gibt viele Menschen, die an Gott glauben, doch weil sie nicht nach der Wahrheit streben oder Gottes Worte ernst nehmen, glauben sie viele Jahre lang an Gott – ohne Lebenseintritt. Egal, was ihnen widerfährt, sie nehmen es nicht als von Gott kommend an und verlassen sich immer auf menschliche Vorstellungen und Einbildungen, um die Dinge wahrzunehmen. Sie können das Wirken Gottes nicht erfahren. Wenn es in einer Kirche einige wenige Individuen gibt, die geistliches Verständnis besitzen und sehen können, dass viele Dinge von Gott angeordnet und vorbestimmt sind, können sie sich auf Gott verlassen, aktiv nach der Wahrheit suchen, die Wahrheit praktizieren und die Dinge nach den Wahrheitsgrundsätzen handhaben. In einer solchen Kirche erwächst eine Atmosphäre, die vom Wirken des Heiligen Geistes geprägt ist. Mit Sicherheit können die Menschen diese besonders angenehme, harmonische Atmosphäre spüren, und ihre geistige Haltung ist natürlich im besten Zustand. Genauer gesagt, herrscht unter den Leuten ein gegenseitiges Verständnis, ein geteilter Anspruch, ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Motivation für das Streben tief in ihren Herzen. Aus diesem Grund können sie miteinander vereint sein. In einer solchen Kirche kannst du eine besonders harmonische Atmosphäre erleben. Diese Atmosphäre erfüllt die Menschen mit Zuversicht und motiviert sie, Fortschritte zu machen. Sie fühlen sich im Herzen gestärkt und haben das Gefühl, die Kraft, die sie für Gott aufwenden können, sei unerschöpflich. Dieses Gefühl ist sehr erfreulich. Jeder, der an Versammlungen in dieser Kirche teilnimmt, kann diese Atmosphäre genießen und das Gefühl der Zuversicht erleben. In einer solchen Zeit haben sie das Gefühl, in Gottes Umarmung zu leben, als seien sie jeden Tag in Seiner Gegenwart. Das ist eine ganz andere Erfahrung. In den Kirchen, in denen der Heilige Geist nicht am Werk ist, streben die meisten Menschen nicht nach der Wahrheit. Sie sind unfähig, Dinge von Gott anzunehmen, wenn sie mit Situationen konfrontiert sind, und sie verlassen sich auf menschliche Wege und Mittel, um alles zu kontrollieren. In einer solchen Gemeinde sind die Gefühle zwischen den Menschen anders, und auch die Beziehungen zwischen den Menschen und die erzeugte Atmosphäre sind anders. Du spürst weder die Atmosphäre des Wirkens des Heiligen Geistes noch die Atmosphäre gegenseitiger Liebe. Stattdessen spürst du nur eine Kälte. Das heißt, die Menschen sind einander gegenüber kalt. Sie sind auf der Hut voreinander, streiten miteinander, konkurrieren heimlich miteinander und streben danach, sich gegenseitig zu übertreffen. Keiner unterwirft sich dem anderen, und sie unterdrücken sich sogar gegenseitig, schließen sich gegenseitig aus und bestrafen sich gegenseitig. Sie sind wie Ungläubige am Arbeitsplatz, in der Geschäftswelt und in der Politik, sodass du Abscheu, Hass und Angst empfindest und kein Gefühl von Sicherheit hast. Wenn du solche Gefühle in irgendeiner Gruppe von Menschen erlebst, wirst du die Richtigkeit der Aussage „Die Menschheit ist zutiefst von Satan verdorben“ erkennen, und das wird dich das Werk des Heiligen Geistes noch mehr lieben lassen. Ohne das Wirken des Heiligen Geistes, das heißt, wenn Menschen, Satan, Wissen oder Nichtgläubige herrschen, ist die Atmosphäre völlig anders. Du wirst dich unwohl und freudlos und bald auch eingeengt und deprimiert fühlen. Dieses Gefühl rührt von Satan und von der verdorbenen Menschheit, das ist richtig. Damit ist unser gemeinschaftlicher Austausch zu diesem Thema abgeschlossen.

Im Hinblick auf die Aussagen zur moralischen Lebensführung in der traditionellen Kultur hielt Ich beim letzten Mal Gemeinschaft über den Satz: „Jeder Mensch teilt die Verantwortung für das Schicksal seines Landes“. Heute möchte Ich Gemeinschaft halten über den Spruch: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.“ Genau wie der vorhergehende Spruch „Erfolg und Misserfolg der Dinge hängen von den Menschen ab“, über den Ich Gemeinschaft gehalten habe, handelt es sich auch bei diesem Spruch offenkundig um die Sichtweise von Nichtgläubigen. Der Standpunkt von Nichtgläubigen ist unter den Menschen weit verbreitet und überall zu hören. Von dem Moment an, in dem Menschen zu sprechen beginnen, lernen sie alle möglichen Sprichwörter und Sprüche von den Leuten, von Nichtgläubigen, von Satan und von der Welt. Es fängt mit der frühesten Erziehung an, wenn den Menschen von ihren Eltern und Familien beigebracht wird, wie sie sich verhalten sollen, was sie sagen sollen, welche Moral sie besitzen sollen, welche Gedanken und welchen Charakter sie haben sollen und so weiter. Selbst nachdem sie in die Gesellschaft eingetreten sind, akzeptieren Menschen unbewusst die Indoktrination durch verschiedene Lehren und Theorien Satans. „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ wird jedem Menschen von seiner Familie und der Gesellschaft als eine der moralischen Verhaltensweisen, die die Menschen besitzen müssen, eingeflößt. Wenn du diese moralische Verhaltensweise besitzt, sagen die Leute, du seist edelmütig, ehrenhaft und integer, von der Gesellschaft geachtet und hoch angesehen. Da der Satz „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ von den Menschen und von Satan kommt, wird er Gegenstand unserer Analyse und Beurteilung, und mehr noch, Gegenstand unserer Ablehnung. Warum beurteilen wir diesen Satz und lehnen ihn ab? Zunächst wollen wir untersuchen, ob der Satz richtig ist und ob ein Mensch, der ihn befolgt, recht hat. Ist es wirklich edelmütig, jemand von moralischem Charakter zu sein und „sein Bestes zu tun, um alles ihm Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Besitzt ein solcher Mensch die Wahrheitswirklichkeit? Verfügt er über die Menschlichkeit und die Verhaltensgrundsätze, die geschaffene Wesen laut Gott haben sollten? Versteht ihr alle den Satz „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Erklärt zunächst in euren eigenen Worten, was der Satz bedeutet. (Er bedeutet, dass du, wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, keine Mühen scheuen darfst, um sie zu erledigen.) Sollte das nicht der Fall sein? Wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, hält er doch viel von dir, oder? Er hält viel von dir, glaubt an dich und findet dich vertrauenswürdig. Was immer andere Leute von dir verlangen, du sollst ja sagen und es gut erledigen, ganz und gar gemäß ihren Anforderungen, damit sie glücklich und zufrieden sind. Wenn du das tust, bist du ein guter Mensch. Daraus folgt, dass die Zufriedenheit desjenigen, der dich mit einer Aufgabe betraut, darüber entscheidet, ob du als guter Mensch angesehen wirst. Kann man es so erklären? (Ja.) Es ist also ganz einfach, in den Augen anderer als guter Mensch zu gelten und von der Gesellschaft anerkannt zu werden, nicht wahr? (Ja.) Was heißt das: es ist „einfach“? Es bedeutet, dass der Maßstab dafür sehr niedrig ist und mitnichten von Edelmut zeugt. Wenn du die moralische Norm „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ erfüllst, giltst du in solchen Belangen als jemand von moralischem Charakter. Es impliziert, dass du es verdient hast, dass die Menschen auf dich zählen und sie dir Aufgaben zur Erledigung anvertrauen und dass du ein ehrenwerter Mensch und ein guter Mensch bist. Das ist die Bedeutung dieser Aussage. Findet ihr das nicht auch? Habt ihr Einwände gegen die Beurteilungs- und Bewertungsmaßstäbe des Satzes „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Wenn ihr ein Beispiel anführen könnt, das diese Aussage widerlegt und die in ihr enthaltene Widersinnigkeit entlarvt, d. h. anhand eines konkreten Beispiels beweisen könnt, dass sie falsch ist, dann hat diese Aussage keinen Bestand. Nun, theoretisch betrachtet, könntet ihr bereits davon überzeugt sein, dass diese Aussage definitiv falsch ist, weil sie nicht der Wahrheit entspricht und nicht von Gott stammt. Wie kann man diese Aussage anhand von Fakten widerlegen? Wenn du zum Beispiel heute zu viel zu tun hast, um einkaufen zu gehen, kannst du deinen Nachbarn damit betrauen. Du kannst ihm genau sagen, welche Lebensmittel er kaufen soll, wie viel er kaufen soll und wann er sie kaufen soll. Der Nachbar kauft die Lebensmittel nach deinen Wünschen ein und liefert sie pünktlich ab. Gilt das als „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Gilt es als vertrauenswürdig? Man macht dabei ja kaum einen Finger krumm. Ist man in den Augen der Leute von hohem moralischem Charakter, wenn man jemandem hilft, einzukaufen? (Nein.) Wenn es um die Frage geht, ob jemand schlechte Dinge tut oder nicht und wie sein Charakter beschaffen ist, hat das irgendetwas damit tun, ob er „sein Bestes zu geben, um alles ihm Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ kann? Wenn ein Mensch sein Bestes tun kann, um eine Kleinigkeit zu erledigen, mit der andere ihn betraut haben, verfügt er dann über ein angemessenes Niveau moralischen Charakters? Ist die Bewältigung einer so kleinen Aufgabe ein Beweis dafür, dass dieser Mensch wirklich von hohem moralischem Charakter ist? Manche sagen: „Dieser Mensch ist sehr vertrauenswürdig. Wann immer man ihn bittet, etwas zu holen, egal was oder wie viel es ist, kommt er damit zurück. Er ist zuverlässig und von gutem moralischem Charakter.“ So werden solche Menschen von anderen wahrgenommen und eingeschätzt. Ist eine solche Einschätzung angemessen? (Nein, ist sie nicht.) Ihr beide seid Nachbarn. Nachbarn wenden sich im Allgemeinen nicht gegeneinander oder schaden sich gegenseitig, weil sich ihre Wege ständig kreuzen. Wenn es Konflikte gibt, wird der Umgang miteinander schwierig. Vielleicht hat der Nachbar dir aus dieser Überlegung heraus geholfen. Vielleicht war es für ihn ein Leichtes, dir diesen kleinen Gefallen zu tun, es war keine schwierige Aufgabe, und er hat keinen Verlust erlitten. Zudem hat er damit einen guten Eindruck hinterlassen und sich einen guten Ruf erworben, was ihm zugutekommt. Außerdem: Wenn er dir mit kleinen Gefälligkeiten aushilft, ist es dann nicht auch leichter für ihn, dich in Zukunft um einen Gefallen zu bitten? Vielleicht bittet er dich in Zukunft um einen großen Gefallen, und du wirst dich verpflichtet fühlen, ihm diesen Gefallen zu tun. Hält er sich seine Optionen offen? Wenn Menschen einander helfen, miteinander verkehren und umgehen, dann dient das einem Zweck. Wenn die besagte Person dich als nutzlos erachtet und nicht vorhat, später um deine Hilfe zu bitten, wird er dir diesen Gefallen womöglich nicht tun. Vielleicht hast du Ärzte, Anwälte, Regierungsbeamte oder Menschen mit sozialem Status in deiner Familie, die für die besagte Person in irgendeiner Weise von Nutzen sind. Es könnte sein, dass sie dir nur hilft, um sich ihre Möglichkeiten offen zu halten. Vielleicht wird sie in Zukunft Gebrauch von dir machen oder es zumindest praktisch finden, sich Werkzeuge von dir auszuleihen. Manchmal bittest du sie um einen kleinen Gefallen, und nach ein paar Tagen kommt sie bei dir vorbei, um sich etwas zu leihen. Menschen rühren keinen Finger, wenn sie nicht selbst etwas davon haben! Wie bereitwillig dieser Mensch doch zugestimmt hat, als du ihn um einen Gefallen gebeten hast, mit einem Lächeln auf dem Gesicht und scheinbar ohne zu zögern; in Wirklichkeit stellte er aber in Gedanken sorgfältige Berechnungen an, denn die Gedanken der Menschen sind nicht schlicht. Einmal ging ich in einen Laden, um Meine Kleider ausbessern zu lassen. Die ältere Dame, die Kleider flickte, hatte eine Tochter, die in ihr Heimatland zurückkehren wollte. Der Nachbar hatte ein Auto, und so bat ihn die ältere Dame, ihre Tochter zum Flughafen zu bringen, damit sie sich das Taxi sparen konnte. Der Nachbar willigte ein, und die ältere Dame freute sich sehr. Aber dieser Nachbar war nicht so einfach gestrickt. Er wollte es nicht umsonst tun. Nachdem er ja gesagt hatte, blieb er stehen, zog langsam ein Kleidungsstück heraus und sagte: „Glaubst du, dass meine Kleider geflickt werden können?“ Die ältere Dame war verblüfft, und ihr Gesichtsausdruck schien zu sagen: „Warum nutzt dieser Mensch eine solche Kleinigkeit gleich aus? Er hat so bereitwillig zugestimmt, und dann stellt sich heraus, dass er es nicht umsonst machen will.“ Die ältere Dame reagierte schnell und sagte nach ein oder zwei Sekunden: „Okay, leg es dort drüben hin, und ich werde es für dich flicken.“ Von Geld war zu keinem Zeitpunkt die Rede. So wird eine Bitte, dass jemand eine einfache Sache für jemand anderen erledigt, durch das Flicken eines Kleidungsstücks aufgewogen. Heißt das nicht, dass niemand verliert? Sind zwischenmenschliche Interaktionen einfach? (Nein.) Nichts ist einfach. In dieser menschlichen Gesellschaft denkt jeder wie ein Geschäftsmann, alle machen Geschäfte. Alle Menschen stellen sich gegenseitig Forderungen, und alle wollen auf Kosten anderer profitieren, ohne selbst Verluste zu erleiden. Manche sagen: „Unter denen, die ‚ihr Bestes tun, um alles ihnen Anvertraute gewissenhaft zu erledigen‘, gibt es auch viele, die nicht versuchen, auf Kosten anderer zu profitieren. Sie wollen einfach ihr Bestes geben, um etwas gut zu erledigen, diese Menschen besitzen wirklich diese Tugend.“ Diese Aussage ist falsch. Auch wenn sie nicht nach Reichtum, materiellem Besitz oder irgendeinem Vorteil streben, so streben sie doch nach Ruhm. Um was für eine Art von „Ruhm“ handelt es sich hier? Um folgende: „Ich habe das Vertrauen der Leute angenommen, die mir von ihnen gegeben Aufgaben zu erledigen. Unabhängig davon, ob die Person, die mich beauftragt hat, anwesend ist oder nicht, solange ich mein Bestes gebe, um die Aufgabe gut zu erledigen, werde ich einen guten Ruf haben. Es wird zumindest ein paar Leute geben, die wissen werden, dass ich ein guter Mensch bin, ein Mensch von hohem moralischem Charakter und jemand, der es wert ist, dass man ihm nacheifert. Ich kann meinen Platz unter den Menschen einnehmen und mir einen guten Namen in einer Gruppe von Leuten machen. Und das ist es wert!“ Andere sagen: „‚Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen‘, und da Leute uns etwas anvertraut haben, ob sie anwesend sind oder nicht, müssen wir ihre Aufgaben gut erledigen und bis zum Ende dranbleiben. Selbst wenn wir kein dauerhaftes Vermächtnis hinterlassen, können sie uns wenigstens nicht hinter unserem Rücken kritisieren und sagen, wir seien nicht glaubwürdig. Wir dürfen nicht zulassen, dass künftige Generationen diskriminiert werden und diese Art von krasser Ungerechtigkeit erleiden.“ Wonach streben sie? Sie streben immer noch nach Ruhm. Manche Menschen legen großen Wert auf Reichtum und Besitz, andere auf Ruhm. Was bedeutet „Ruhm“? Was sind die konkreten Bezeichnungen für „Ruhm“ unter den Menschen? Man wird als guter Mensch und als jemand von hohem moralischem Charakter, als Vorbild, als tugendhafter Mensch oder als Heiliger bezeichnet. Es gibt sogar Menschen, die, weil es ihnen gelungen ist, „ihr Bestes zu tun, um alles ihnen Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, und weil sie diese Art von moralischem Charakter haben, für immer gepriesen werden und ihre Nachkommen von ihrem Ruhm profitieren. Wie du siehst, ist das viel wertvoller als die wenigen Vorteile, die sie gegenwärtig herausschlagen können. Dementsprechend ist der Ausgangspunkt eines jeden, der sich an die sogenannte moralische Norm „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, hält, keine so einfache Angelegenheit. Es geht ihnen nicht nur darum, ihre Pflichten und ihre Verantwortung als Menschen zu erfüllen, sie befolgen diese Norm entweder für persönlichen Gewinn oder Ansehen, entweder für dieses Leben oder fürs Jenseits. Natürlich gibt es auch solche, die vermeiden wollen, dass man sie hinter ihrem Rücken kritisiert und sie in Verruf bringt. Kurz gesagt, der Ausgangspunkt für Menschen, die so etwas tun, ist keine simple Angelegenheit, er entstammt weder der Menschlichkeit noch der sozialen Verantwortung der Menschen. Betrachtet man die Absicht und den Ausgangspunkt von Leuten, die solche Dinge tun, so ist das Ziel, das jene Menschen verfolgen, die an dem Satz „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, festhalten, keineswegs als unkompliziert zu beschreiben.

Wir haben gerade die Aussage über moralische Lebensführung: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ auf der Grundlage der Absichten und Ziele von Menschen in ihrem Handeln sowie ihrer Ambitionen und Wünsche analysiert. Das ist der eine Aspekt. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, birgt „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ einen weiteren Fehler. Welchen Fehler? Die Menschen halten ein Verhalten wie „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ für unendlich edelmütig, doch sie wissen nicht, dass sie nicht unterscheiden können, ob die Dinge, mit denen andere sie betrauen, gerecht oder ungerecht sind. Wenn die Aufgabe, mit der dich jemand betraut, eine ganz gewöhnliche ist, etwas leicht zu Erledigendes, etwas, das nicht der Rede wert ist, dann spielt Gewissenhaftigkeit keine Rolle, denn wenn Menschen mit anderen zu tun haben und sich verstehen, ist es normal, sich gegenseitig mit Aufgaben zu betrauen. Man muss dafür kaum einen Finger krummmachen. Die Frage, ob der moralische Charakter eines Menschen edelmütig oder minderwertig ist, stellt sich nicht. Soweit kommt es nicht. Wenn jedoch die Aufgabe, mit der dich jemand betraut, von großer Bedeutung ist, eine wichtige Aufgabe, bei der es vielleicht um Leben und Tod, das Schicksal oder die Zukunft eines Menschen geht, und du sie dennoch wie eine gewöhnliche Angelegenheit behandelst und ohne Einsicht darüber dein Bestes tust, um sie gut zu erledigen, können Probleme auftreten. Welche Art von Problemen? Wenn die Aufgabe, mit der du betraut wurdest, angemessen, vernünftig, gerecht und positiv ist und sie anderen keinen Schaden oder Verlust zufügt oder sich negativ auf die Menschheit auswirkt, dann ist es in Ordnung, wenn du die Aufgabe annimmst und dein Bestes gibst, um sie gewissenhaft zu erledigen. Das ist eine Verantwortung, die du erfüllen solltest, und ein Grundsatz, an den du dich halten solltest. Ist die Aufgabe, die du annimmst, jedoch ungerecht und fügt anderen oder der ganzen Menschheit Schaden zu, verursacht eine Störung oder bringt Zerstörung oder sogar den Verlust des Lebens mit sich, und du gibst dennoch dein Bestes, um sie gewissenhaft zu erfüllen, was um alles in der Welt sagt das dann über deinen moralischen Charakter aus? Etwas Gutes oder etwas Schlechtes? (Etwas Schlechtes.) Inwiefern etwas Schlechtes? Sagen wir, jemand schließt sich einem ungerechten Menschen an oder freundet sich mit ihm an, und die beiden sehen sich als enge Freunde. Es ist ihm egal, ob dieser Freund gut oder böse ist; wenn es sich um eine Aufgabe handelt, mit der ihn dieser Freund betraut hat, tut er sein Bestes, um sie gut zu erledigen. Wenn dieser Freund ihn bittet, jemanden zu töten, tötet er ihn; wenn er ihn bittet, jemandem zu schaden, schadet er ihm; und wenn er ihn bittet, etwas zu zerstören, zerstört er es. Solange es sich um eine Aufgabe handelt, mit der er von seinem Freund betraut wurde, tut er sie, ohne sie zu beurteilen oder darüber nachzudenken. Damit, so glaubt er, erfüllt er den Anspruch von: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.“ Was sagt das über seine Menschlichkeit und seinen moralischen Charakter aus? Sind sie gut oder schlecht? (Sie sind schlecht.) Auch schlechte Menschen können „ihr Bestes tun, um alles ihnen Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, doch die Aufgaben, mit denen andere Menschen sie betrauen und die zu erledigen sie ihr Bestes geben, sind allesamt böse und negativ. Wenn das, womit andere Menschen dich betrauen, darin besteht, Menschen zu verletzen, zu töten, das Eigentum anderer zu stehlen, Rache zu nehmen oder gegen das Gesetz zu verstoßen, ist das in Ordnung? (Nein, das ist es nicht.) Das sind alles Dinge, die anderen schaden, es sind böse Taten und Verbrechen. Wenn dich jemand mit einer bösen Aufgabe betraut und du dennoch an dem Grundsatz der traditionellen Kultur, „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, festhältst und sagst: „Du hast mich damit betraut, und das zeigt, dass du mir vertraust, dass du eine hohe Meinung von mir hast und mich wie einen deiner Leute, wie einen Freund und nicht wie einen Außenseiter behandelst. Deshalb werde ich mein Bestes geben, um alles, womit du mich betraust, gewissenhaft zu erledigen. Ich schwöre bei meinem Leben, dass ich das, womit du mich betraust, gut erledigen werde. Niemals werde ich mein Wort brechen“ – was für ein Mensch ist das dann? Ist so ein Mensch dann nicht ein richtiger Schurke? (Doch, ja.) Ein großer Schurke. Wie solltest du also mit solchen „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“-Angelegenheiten umgehen? Wenn dich jemand mit einer einfachen Aufgabe betraut, mit etwas sehr Alltäglichem unter Menschen, sagt das nichts darüber aus, ob du einen edelmütigen moralischen Charakter hast, auch wenn du die Aufgabe erledigst. Wenn dich jemand mit einer sehr wichtigen und großen Aufgabe betraut, musst du beurteilen, ob sie positiv oder negativ ist und ob sie etwas ist, dem deine innere Qualität gewachsen ist. Wenn es nicht etwas ist, dem du gewachsen bist, tust du, was du kannst. Handelt es sich um eine negative Aufgabe, eine Aufgabe, die gegen das Gesetz verstößt, die Interessen oder das Leben anderer schädigt oder sogar die Aussichten und die Zukunft anderer zerstört, und du hältst noch immer an dem moralischen Standard „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ fest, dann bist du ein Schurke. Unter diesen Gesichtspunkten sollte der Grundsatz, dem Menschen folgen sollten, wenn sie Aufgaben annehmen, mit denen sie betraut werden, nicht lauten: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.“ Diese Aussage ist nicht korrekt, sie bietet große Schlupflöcher, hat erhebliche Probleme und stellt eine enorme Irreführung der Menschen dar. Nachdem sie diese Aussage akzeptiert haben, wenden sie viele Menschen bedenkenlos an, um das moralische Verhalten anderer zu bewerten und natürlich auch, um sich selbst zu bewerten und ihr eigenes moralisches Verhalten einzuschränken. Doch sie wissen nicht, wer in der Welt würdig ist, andere mit Aufgaben zu betrauen? Wie viele Menschen betrauen denn andere mit Aufgaben, die gerecht, positiv, vorteilhaft für andere und wertvoll sind und der Menschheit Wohlstand bringen? Im Grunde genommen keine. Wenn man also die Qualität der Moral eines Menschen nach dem Maßstab „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ bewertet, gibt es nicht nur zu viele Zweifel und Probleme, damit dies Bestand hat – hinzu kommt, dass den Menschen falsche Konzepte, falsche Grundsätze und eine falsche Ausrichtung für den Umgang mit solchen Angelegenheiten eingeimpft werden, was das Denken der Menschen in die Irre führt, lähmt und fehlleitet. Egal, wie man diese Aussage auswertet oder analysiert, sie hat keinen Wert, sie ist nichts, was die Menschen praktizieren sollten, und sie nützt den Menschen in keiner Weise.

Der Satz „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ birgt noch einen weiteren Fehler. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, bietet dieser Satz bösen Menschen, die andere ausnutzen, manipulieren und kontrollieren wollen, Menschen, die eigennützige Interessen haben, und Menschen, die über Status und Macht in der Gesellschaft verfügen, eine Gelegenheit, andere auszubeuten, und einen Vorwand, sie zu benutzen, zu manipulieren und zu kontrollieren. Er ermöglicht es ihnen, Menschen strategisch auszunutzen, um Dinge für sie zu erledigen. Wer keine Aufgaben für sie erledigt oder nicht sein Bestes für sie gibt, wird als jemand abgestempelt, dem andere nichts anvertrauen können und der nicht sein Bestes tut, um Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Solche Menschen werden als Personen von minderwertigem moralischem Charakter eingestuft, die keines Vertrauens würdig sind, es nicht verdienen, geschätzt oder respektiert zu werden, und die in der Gesellschaft wenig Status haben. Solche Menschen werden links liegen gelassen. Wenn dein Vorgesetzter dich zum Beispiel mit einer Aufgabe betraut, denkst du: „Da der Chef damit an mich herangetreten ist, muss ich zustimmen, was es auch ist. Egal, wie schwierig es ist, selbst wenn es mich durch die Hölle führt, muss ich es tun.“ Also sagst du ja. Zum einen ist er dein Chef, und du wagst es nicht, nein zu sagen. Zum anderen setzt er dich oft unter Druck, indem er sagt: „Nur wer sein Bestes gibt, um alles ihm Anvertraute gewissenhaft zu erledigen, ist ein guter Kollege.“ Dieses Konzept hat er dir schon früh eingeflößt, es dir quasi im Vorhinein eingeimpft, um dich geistig vorzubereiten. Sobald er eine Bitte äußert, fühlst du dich verpflichtet, sie zu erfüllen, und kannst dich nicht weigern, sonst wird das für dich kein gutes Ende nehmen. Deshalb musst du deine ganze Energie darauf verwenden, Sachen für ihn zu erledigen. Auch wenn etwas nicht einfach ist, musst du einen Weg finden, es zu erledigen. Du musst Beziehungen nutzen, durch die Hintertür schleichen und Geld für Geschenke ausgeben. Am Ende, wenn die Aufgabe getan ist, darfst du das ausgegebene Geld nicht erwähnen oder irgendwelche Forderungen stellen. Und du musst sagen: „‚Jeder sollte sein Bestes tun, um alles ihm Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.‘ Sie haben eine hohe Meinung von mir und schätzen mich, also muss ich mein Möglichstes tun, um diese Aufgabe gut zu erledigen.“ In Wirklichkeit weißt nur du, wie viel Mühsal und Ärger du ertragen hast. Wenn du es schaffst, werden die Leute sagen, du seist von hohem moralischem Charakter. Wenn du aber versagst, werden die Leute auf dich herabsehen, dich verachten, und du wirst unter ihrer Verachtung leiden. Egal, welcher sozialen Klasse oder ethnischen Gruppe du angehörst, solange dich jemand mit einer Aufgabe betraut, musst du dein Bestes geben und keine Mühen scheuen und darfst dich nicht weigern. Warum ist das so? Es ist, wie die Leute sagen: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.“ Da du die Aufgabe, mit der dich jemand betraut hat, angenommen hast, musst du sie bis zum Ende gewissenhaft ausführen und sicherstellen, dass die Aufgabe erfolgreich, gut, vollständig und zur Zufriedenheit des anderen erledigt wird, bevor du ihm dann Bericht erstattest. Auch wenn der andere wegen der Sache bei dir nicht nachfragt, darfst du keine Mühe scheuen, sie zu erledigen. Es gibt Menschen, die im Grunde keine wirkliche Beziehung zu dir haben, etwa entfernte Verwandte in einer Großfamilie. Sie sehen, dass du einen guten Job in der Gesellschaft hast, Status und Prestige oder irgendein Talent, also betrauen sie dich mit diesem oder jenem. Ist es okay, so etwas abzulehnen? Tatsächlich ist das völlig in Ordnung, aber aufgrund der komplexen sozialen Beziehungen zwischen den Menschen und des Drucks der öffentlichen Meinung, die unter dem Einfluss der Idee „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ steht, musst du alles tun, um was so jemand, zu dem du im Grunde keine Beziehung hast, dich bittet, für ihn zu erledigen. Natürlich kannst du dich dafür entscheiden, es nicht zu tun. Auf diese Weise kränkst du nur einen Menschen, ruinierst vielleicht die Beziehung zu ein paar Verwandten oder wirst von ein paar Verwandten geächtet. Aber wie gesagt, was macht das schon? Im Grunde spielt es keine Rolle. Du lebst nicht mit ihnen zusammen, und dein Schicksal liegt nicht in ihren Händen. Warum kannst du dich also nicht einfach weigern, es zu tun? Einer der unvermeidlichen Gründe ist, dass du an die öffentliche Meinung – „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ – gebunden bist und von ihr unterdrückt wirst. Das heißt, dass du in jeder gesellschaftlichen Gemeinschaft eine Geisel der moralischen Norm und der öffentlichen Meinung – „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ – bist. Wenn du dein Bestes tust, um Aufgaben gewissenhaft zu erledigen, geht es nicht darum, soziale Verantwortung zu übernehmen oder die Pflichten und Verantwortlichkeiten eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Stattdessen bist du eine Geisel der Behauptungen moralischer Normen und der unsichtbaren Ketten der gesellschaftlichen Meinung. Warum bist du anfällig dafür, von diesen Dingen gefangen gehalten zu werden? Zum einen, weil du nicht unterscheiden kannst, ob diese von deinen Vorfahren überlieferten moralischen Aussagen richtig sind und ob man sich daran halten sollte. Ein weiterer Aspekt ist, dass du nicht die Kraft und den Mut hast, dich von dem sozialen Druck und der öffentlichen Meinung, die durch die traditionelle Kultur hervorgebracht werden, zu befreien. Deshalb kannst du dich nicht von ihren Ketten und ihrem Einfluss auf dich lösen. Ein weiterer Grund ist, dass die Mitglieder jeder gesellschaftlichen Gemeinschaft oder Gruppe von anderen als moralisch integer, gut, zuverlässig und vertrauenswürdig angesehen werden wollen und als jemand, der würdig ist, dass man ihn mit Aufgaben betraut. Sie alle wollen ein solches Image aufbauen, das ihnen Respekt verschafft und andere überzeugt, dass sie würdevolle Menschen aus Fleisch und Blut mit Gefühlen und Loyalität sind und nicht kaltblütig oder fremdartig. Wenn du dich in die Gesellschaft integrieren und von ihr akzeptiert und anerkannt werden willst, musst du zunächst dafür sorgen, dass die Leute dich als jemand von hohem moralischem Charakter und mit Integrität und Glaubwürdigkeit anerkennen. Egal, was sie von dir verlangen, du tust dein Bestes, um sie zufriedenzustellen, sie glücklich zu machen und dann von ihnen gelobt zu werden, dass du eine vertrauenswürdige Person von hohem moralischem Charakter bist und die Menschen gern mit dir verkehren. Auf diese Weise hast du das Gefühl, dass du in deinem Leben beachtet und geschätzt wirst. Wenn du von der Gesellschaft, von der Masse, von deinen Kollegen und Freunden anerkannt wirst, hast du ein besonders nährendes und befriedigendes Leben. Wenn du jedoch anders lebst als sie, wenn deine Gedanken und Ansichten sich von den ihren unterscheiden, wenn dein Lebensweg anders ist als der ihre, wenn niemand sagt, du seist von hohem moralischem Charakter, vertrauenswürdig und man könne dich getrost mit Dingen betrauen oder du Würde hättest, und wenn sich alle von dir abwenden und dich ausgrenzen, dann führst du ein deprimiertes und trauriges Leben. Warum bist du deprimiert und traurig? Weil es ein Schlag für dein Selbstwertgefühl ist. Woher kommt dein Selbstwertgefühl? Es kommt von der Anerkennung und Bestätigung der Gesellschaft und der Massen. Wenn sie dich überhaupt nicht akzeptieren, wenn du keine Anerkennung bekommst, wenn sie dich nicht loben oder schätzen und wenn sie dir keine bewundernden, liebevollen oder verehrenden Blicke zuwerfen, dann hast du das Gefühl, dein Leben sei ohne Würde. Du fühlst dich enorm wertlos und als ob du gar nicht da wärst. Du weißt nicht, wo dein Wert liegt, und am Ende weißt du nicht, wie du leben sollst. Du wirst ein deprimiertes und gequältes Leben führen. Du versuchst immer, die Menschen dazu zu bringen, dich zu akzeptieren, versuchst, dich in die Masse und in die Gesellschaft zu integrieren. Deshalb ist die Einhaltung der moralischen Norm „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ eine sehr wichtige Angelegenheit für jeden, der in einem solchen sozialen Umfeld lebt. Sie ist auch ein wichtiger Indikator für den moralischen Charakter eines Menschen und dafür, ob er von anderen akzeptiert wird. Aber ist diese Norm richtig? Absolut nicht. Man kann sie sogar als absurd bezeichnen.

Die Aussage zur moralischen Lebensführung „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ muss noch unter einem weiteren Aspekt beurteilt werden. Wenn die Aufgabe, mit der du betraut wurdest, nicht zu viel von deiner Zeit und deiner Energie in Anspruch nimmt und dein Kaliber ihr gewachsen ist oder das Umfeld und die Bedingungen stimmen, kannst du aus menschlichem Gewissen und menschlicher Vernunft heraus Dinge für andere nach bestem Können erledigen und ihre vernünftigen und angemessenen Forderungen erfüllen. Wenn jedoch die Aufgabe, mit der du betraut wurdest, einen erheblichen Teil deiner Zeit und deiner Energie in Anspruch nimmt, viel von deiner Zeit raubt, bis zu dem Punkt, an dem du dein Leben opferst und deine Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen in diesem Leben und deine Pflichten als erschaffenes Wesen zunichte gemacht und dadurch ersetzt werden, was wirst du dann tun? Du solltest dich weigern, denn es ist weder deine Verantwortung noch deine Verpflichtung. Was die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen im Leben eines Menschen angeht, abgesehen davon, sich um seine Eltern zu kümmern, seine Kinder zu erziehen, und gesellschaftliche und gesetzliche Verantwortlichkeiten zu erfüllen, ist das Wichtigste, dass ein Mensch seine Energie, seine Zeit und sein Leben darauf verwendet, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, anstatt von irgendjemandem mit einer Aufgabe betraut zu werden, die seine Zeit und Energie beansprucht. Denn Gott erschafft einen Menschen, schenkt ihm Leben und bringt ihn in diese Welt, und es ist nicht seine Aufgabe, für andere Leute Dinge zu tun und ihre Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Was die Menschen vor allem anderen annehmen sollten, ist das, womit Gott sie betraut. Nur ein Auftrag von Gott ist ein echter Auftrag, und einen Auftrag von Menschen zu akzeptieren bedeutet, deine eigentlichen Pflichten nicht auszuführen. Niemand hat das Recht, von dir zu verlangen, deine Loyalität, deine Energie, deine Zeit oder sogar deine Jugend und dein ganzes Leben den Aufgaben zu widmen, mit denen sie dich betrauen. Gott allein ist berechtigt, von den Menschen zu verlangen, ihre Pflicht als geschaffene Wesen zu tun. Warum ist das so? Wenn eine Aufgabe, mit der du betraut wurdest, einen erheblichen Teil deiner Zeit und deiner Energie fordert, hindert sie dich daran, deine Pflicht als erschaffenes Wesen zu tun, und auch daran, dem richtigen Weg im Leben zu folgen. Sie verändert die Ausrichtung und die Ziele deines Lebens. Das ist nichts Gutes, sondern ein Fluch. Wenn eine Aufgabe einen beträchtlichen Teil deiner Zeit und Energie verschlingt, dich vielleicht sogar deiner Jugend beraubt, dir die Möglichkeiten nimmt, die Wahrheit und das Leben zu erlangen, stammen sie und ähnliche Aufträge von Satan und nicht einfach von irgendeinem Menschen. Man kann die Sache auch so verstehen: Wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, die viel von deiner Zeit und Energie verbraucht und vergeudet, dich vielleicht dazu bringt, ihr deine Jugend und dein ganzes Leben zu opfern, und dir die Zeit stiehlt, die du mit der Ausführung deiner Pflicht als erschaffenes Wesen verbringen solltest, dann ist diese Person jemand nicht nur kein Freund, sondern kann sogar als dein Gegner und dein Feind gesehen werden. Neben der Ausführung deiner Verantwortung und Verpflichtungen gegenüber deinen Eltern, Kindern und der Familie, die Gott dir gegeben hat, solltest du in deinem Leben alle Zeit und Energie der Ausführung deiner Pflicht als erschaffenes Wesen widmen und dafür aufwenden. Niemand hat das Recht, unter dem Vorwand, dich mit irgendeiner Sache zu betrauen, deine Zeit und Energie zu beanspruchen und dir wegzunehmen. Wenn du diesen Rat nicht befolgst und es annimmst, dass dich jemand mit etwas betraut, das einen beträchtlichen Teil deiner Zeit und Energie in Anspruch nimmt, dann wird die Zeit, die dir für die Ausführung deiner Pflicht als erschaffenes Wesen zur Verfügung steht, dementsprechend weniger werden, von dieser Sache beansprucht werden oder du wirst ihr ganz beraubt. Was bedeutet es, wenn du der Zeit und Energie beraubt bist, deine Pflicht zu tun? Es bedeutet, dass du weniger Möglichkeiten hast, nach der Wahrheit zu streben. Wenn du weniger Möglichkeiten hast, nach der Wahrheit zu streben, heißt das nicht auch, dass sich deine Chancen, gerettet zu werden, verringern? (Doch, ja.) Ist das ein Segen oder ein Fluch für dich? (Ein Fluch.) Zweifelsohne ein Fluch. Es ist wie bei einem Mädchen, das einen Freund hat, und der Freund sagt zu ihr: „Du kannst an Gott glauben, aber du musst warten, bis ich erfolgreich, wohlhabend und einflussreich bin und bis ich dir ein Auto, ein Haus und einen großen Diamantring kaufen kann, dann werde ich dich heiraten.“ Das Mädchen sagt: „Dann werde ich in diesen Jahren weder an Gott glauben noch meine Pflichten ausführen. Zuerst werde ich mit dir hart arbeiten und warten, bis du reich wirst, eine Position als Manager hast und all deine Wünsche erfüllt werden, dann werde ich meine Pflichten ausführen.“ Ist dieses Mädchen klug oder töricht? (Töricht.) Sie ist so töricht! Du hast ihm geholfen, Erfolg zu haben, reich und mächtig zu werden und Ruhm und Vermögen zu erlangen, aber wer wird dir die Zeit wiedergeben, die du verloren hast? Du hast deine Pflicht als erschaffenes Wesen nicht ausgeführt, wer wird diesen Verlust ausgleichen; wer wird ihn dir erstatten? In den wenigen Jahren, seit du an Gott glaubst, hast du nicht die Wahrheit erlangt, die du hättest erlangen sollen, und du hast nicht das Leben gewonnen, das du hättest gewinnen sollen. Wer wird dich für die Wahrheit und das Leben entschädigen? Manche Menschen glauben an Gott, doch sie streben nicht nach der Wahrheit. Stattdessen verbringen sie mehrere Jahre ihrer Zeit damit, eine Aufgabe, mit der sie betraut wurden, einen Wunsch oder eine Forderung, die andere an sie stellen, zu erfüllen. Am Ende haben sie nicht nur nichts gewonnen, sie verpassen auch die Gelegenheit, ihre Pflicht zu tun und die Wahrheit zu erlangen. Gottes Anerkennung erhalten sie nicht; der Verlust ist zu groß und der Preis zu hoch! Ist es nicht töricht, den Glauben an Gott und die Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens aufzugeben, nur um das Vertrauen anderer nicht zu enttäuschen, damit andere Gutes über einen sagen, um als Mensch von hohem moralischem Charakter, als seriös und vertrauenswürdig zu gelten und um erfolgreich „sein Bestes zu tun, um alles ihm Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Es gibt auch solche, die gerne beides hätten: Einerseits wollen sie Leute zufriedenstellen, andererseits verwenden sie etwas Energie darauf, irgendeine Pflicht auszuführen; sie wollen anderen Genüge tun, gleichzeitig aber Gott gefallen. Was passiert am Ende? Du gefällst vielleicht den Leuten, doch deine Pflicht als geschaffenes Wesen ist nicht erfüllt, du hast nicht das geringste Verständnis der Wahrheit, und du verlierst so viel! Obwohl du dein Bestes getan hast, um Dinge für andere gewissenhaft zu erledigen, und von ihnen gelobt wurdest – du würdest immer dein Wort halten und seist ein Mensch von hohem moralischem Charakter – hast du weder die Wahrheit von Gott gewonnen, noch hast du Gottes Anerkennung oder Akzeptanz erhalten. Denn sein Bestes zu tun, um Dinge gewissenhaft für andere Leute zu erledigen, ist nicht das, was Gott von der Menschheit verlangt, und es ist auch keine Aufgabe, mit der Gott dich betraut hat. Wenn du dein Bestes tust, um Dinge gewissenhaft für andere Leute zu erledigen, bist du auf dem Holzweg, du versäumst dadurch, dich um deine eigentlichen Pflichten zu kümmern, und es hat keinerlei Wert oder Bedeutung. Nicht im Geringsten handelt es sich dabei um eine gute Tat, die es wert wäre, in Erinnerung zu bleiben. Du hast einen großen Teil deiner Energie und Zeit in andere investiert. Das hat nicht nur dazu geführt, dass Gott sich nicht an dich erinnert, du hast auch die beste Gelegenheit verpasst, nach der Wahrheit zu streben, und kostbare Zeit verloren, deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun. Wenn du dann umkehrst und nach der Wahrheit streben und deine Pflichten gut tun willst, bist du alt, hast keine Energie und dein Körper ist schwach und von Krankheiten geplagt. Ist es das wert? Wie kannst du dich für Gott aufwenden? Es ist erschöpfend, deine verbleibende Zeit zu nutzen, um nach der Wahrheit zu streben und deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun. Dein Körper ist nicht stark genug, dein Gedächtnis lässt nach, und du hast wenig Energie. In Versammlungen schläfst du oft ein, und wenn du versuchst, deine Pflicht zu tun, hast du immer körperliche Gebrechen und Schwierigkeiten. Spätestens dann wirst du es bereuen. Was hast du dadurch gewonnen, dass du „dein Bestes getan hast, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Du kannst höchstens andere bestechen und ihre Komplimente einheimsen. Aber was nützt das Lob der Menschen? Kann es als Zeichen von Gottes Anerkennung stehen? Nicht im Geringsten. Demnach ist das von einem Menschen ausgesprochene Lob wertlos. Lohnt es sich, so große Schmerzen zu ertragen, nur um gelobt zu werden, dabei aber die Chance auf Rettung zu verlieren? Was müssen die Menschen also jetzt verstehen? Wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, ganz egal was es ist, solange es nicht die Ausführung deiner Pflicht als geschaffenes Wesen betrifft oder etwas, mit dem Gott dich betraut hat, hast du das Recht, nein zu sagen, denn du bist dazu nicht verpflichtet, geschweige denn, dass es deine Verantwortung ist. Manch einer mag nun sagen: „Wenn ich mich weigere, werden die anderen behaupten, ich sei unmoralisch, oder ich sei kein guter Freund oder nicht loyal genug.“ Wenn du dir deswegen Sorgen machst, dann tu dem anderen ruhig den Gefallen – danach wirst du sehen, was es für Konsequenzen hat. Es gibt auch Leute, die noch nicht damit fertig sind, etwas für jemanden zu erledigen, aber nicht damit weitermachen können, weil sie ihre Pflichten ausführen. Sie überlegen: „Es ist nicht gut, dass ich diese Aufgabe nur halb erledigt habe. Als Mensch muss ich glaubwürdig sein. Man muss die Dinge, die man anfängt, auch zu Ende bringen und darf nicht stark beginnen und schwach enden. Wenn ich jemandem versprochen habe, eine Aufgabe zu erledigen, und ich erledige sie dann nur zur Hälfte und lass den Rest liegen, dann kann ich das vor anderen nicht rechtfertigen, das zeigt einen Mangel an Integrität!“ Wenn du solche Gedanken im Kopf hast und deinen Stolz nicht loslassen kannst, dann los, geh und erledige Aufgaben für andere, und wenn du damit fertig bist, kannst du sehen, was du gewonnen hast und ob es sich lohnt, dein Wort zu halten und diese Art von Integrität zu haben. Verzögert man damit nicht eine wichtige Angelegenheit? Wenn es dich von der Ausführung deiner Pflichten abhält und dich bei der Erlangung der Wahrheit behindert, ist das doch gleichbedeutend damit, dein Leben zu riskieren, nicht wahr? Wenn du diese Aussagen und Anforderungen an eine moralische Lebensführung für wichtiger hältst als die Ausführung deiner Pflicht als geschaffenes Wesen und das Streben nach der Wahrheit, dann kannst du dich nicht aus der Knechtschaft und von den Ketten dieser Aussagen befreien. Wenn du sie klar erkennen kannst und ihr wahres Wesen begreifst, dich entschließt, sie aufzugeben und nicht nach diesen Dingen zu leben, dann besteht für dich Hoffnung, dass du dich aus der Knechtschaft und von den Ketten dieser Aussagen zur moralischen Lebensführung befreien kannst. Du darfst auch darauf hoffen, deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen und die Wahrheit zu gewinnen.

Was den Spruch „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ betrifft, habt ihr nach all diesem gemeinschaftlichen Austausch nun ein wenig Einsicht in diese Aussage und diesen Maßstab, mit dem die Moral eines Menschen beurteilt wird? (Ja.) Um zusammenzufassen: Unter wie vielen Aspekten sollten wir beurteilen, ob dieser Spruch richtig oder falsch ist? Erstens liegt es auf der Hand, dass diese Aussage nicht der Wahrheit oder den Worten Gottes entspricht und kein Wahrheitsgrundsatz ist, an den sich die Menschen halten sollten. Wie solltest du also mit dieser Frage umgehen? Egal, wer dich mit einer Aufgabe betraut, du hast das Recht, sie abzulehnen und zu sagen: „Ich will dir nicht helfen; ich bin nicht verpflichtet, dir gegenüber solche Treue zu zeigen.“ Wenn du die Aufgabe, mit der dich jemand betraut hat, seinerzeit akzeptiert hast, aber jetzt, wo du die Sache verstehst, nicht helfen willst und meinst, es bestünde keine Notwendigkeit oder Verpflichtung, dann ist die Sache damit erledigt. Ist dies ein Grundsatz der Praxis? (Ja.) Du darfst „nein“ sagen und ablehnen. Zweitens: Was ist falsch an der Aussage: „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“? Wenn dich jemand mit einer einfachen Aufgabe betraut, die leicht zu erledigen ist, ist das eine ganz normale Sache im zwischenmenschlichen Umgang. Es sagt nichts darüber aus, ob du treu oder von hohem moralischem Charakter bist, es kann nicht als Maßstab für die Moral einer Person verwendet werden. Wenn jemand einem anderen bei einer Sache hilft, die nur sehr wenig Mühe erfordert, zeigt das dann, dass er moralisch ist und Glaubwürdigkeit besitzt? Nicht unbedingt, denn dieser Mensch kann hinter den Kulissen viel Schlechtes getan haben. Wenn er viel Schlechtes getan hat und dann jemand anderem mit etwas hilft, das sehr wenig Aufwand erfordert, gilt das dann als ein Zeichen von hohem moralischem Charakter? (Nein.) Deshalb stößt dieses Beispiel die Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ komplett um. Sie ist nicht korrekt und kann nicht als Maßstab für den moralischen Charakter eines Menschen verwendet werden. So sollte man mit Angelegenheiten umgehen, aber wie solltest du mit speziellen Angelegenheiten umgehen? Wenn dich jemand mit einer besonders wichtigen Aufgabe betraut, die deine Fähigkeiten übersteigt, und sie ist für dich so anstrengend und mühsam, dass du dazu nicht in der Lage bist, kannst du ablehnen und brauchst dich nicht schlecht zu fühlen. Insbesondere wenn Leute dich mit etwas beauftragen, das unvernünftig oder illegal ist oder den Interessen anderer schadet, solltest du es nicht für sie tun. Wenn dich also jemand mit einer Aufgabe betraut, was ist das Wichtigste, das du erkennen und beurteilen musst? Zum einen musst du beurteilen, ob die Aufgabe deine Verantwortung oder Verpflichtung ist und ob du sie annehmen solltest. Andererseits musst du dich, nachdem du sie angenommen hast, dann fragen, ob du sie erledigen sollst oder nicht, ob du sie gut oder schlecht erledigst, und ob sie mit Treue und der Moral eines Menschen zu tun hat. Das ist der Schwerpunkt der Beurteilung. Ein weiterer Aspekt, den es zu beurteilen gilt, ist die Art der übertragenen Aufgabe, ob sie vernünftig, legal, positiv oder negativ ist. Anhand dieser drei Aspekte kannst du die Aufgabe beurteilen. Denkt nun das, worüber wir eben Gemeinschaft gehalten haben, nach, fasst es zusammen und diskutiert eure Meinungen und Ansichten. (Was die moralische Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ betrifft, so sind die Menschen erstens nicht verpflichtet, etwas für andere zu tun; sie können sich weigern, das ist das Recht eines jeden. Zweitens: Selbst wenn du eine Aufgabe annimmst, mit der dich jemand betraut hat, hat die Frage, ob du sie erfüllst oder nicht, ob du sie gut oder schlecht machst, nichts mit Moral zu tun und kann nicht als Maßstab für den moralischen Charakter eines Menschen herangezogen werden. Zudem muss gesagt werden, wenn die Aufgabe, mit der jemand betraut wird, illegal und ein Verbrechen ist, darf er sie wirklich nicht ausführen. Tut er es dennoch, bedeutet das, Böses zu tun, und er wird bestraft. Mit diesen Argumenten können wir den Standpunkt hinter dem Spruch „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ tatsächlich widerlegen.) Der wichtigste Punkt ist, dass die Aussage falsch ist. In welchen Belangen ist sie falsch? Erstens ist der Grundsatz falsch, den sie den Leuten für die Behandlung und den Umgang mit solchen Dingen aufzwingt. Darüber hinaus ist es falsch, mit Hilfe dieses Satzes den moralischen Charakter einer Person zu beurteilen. Und es ist falsch und eine Art Kaperung, mit Hilfe dieses Satzes den moralischen Charakter eines Menschen zu messen, ihn zu binden und zu kontrollieren, ihn zu benutzen, Dinge für einen zu erledigen, und ihn dazu zu bringen, seine Zeit und seine Energie zu opfern und einen Preis für die Ausführung von Aufgaben zu zahlen, für die sie nicht verantwortlich sein sollten oder die sie nicht übernehmen wollen. Diese wenigen Probleme reichen aus, um den Wert und die Richtigkeit der Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ zu widerlegen. Fassen wir es noch einmal kurz zusammen. Erstens sagt der Satz „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ den Leuten, wie sie mit Aufgaben, die ihnen übertragen wurden, umgehen sollen. Das heißt, wenn jemand dich mit einer Aufgabe betraut, egal ob sie vernünftig ist oder nicht, ob sie gut oder schlecht ist, ob sie positiv oder negativ ist – solange du mit dieser Aufgabe betraut wurdest, musst du dein Wort halten. Du bist verpflichtet, die Aufgabe gut und vollständig auszuführen, um den anderen zufrieden zu stellen. Nur diese Art von Mensch kann glaubwürdig sein. Dieser Satz bringt die Menschen dazu, eine Aufgabe auszuführen, ohne Einsicht über sie zu haben, was vor allen Dingen ein Unrecht ist, ein Unrecht, das gegen die Grundsätze verstößt. Zweitens wird der Maßstab, ob Menschen „ihr Bestes tun können, um alles ihnen Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, als Grundlage für die Bewertung ihres moralischen Charakters verwendet. Wird mit diesem Maßstab nicht ein weiteres Unrecht begangen? Wenn jeder sein Bestes tut, um schlechte oder böse Aufgaben, die ihm übertragen wurden, gewissenhaft zu erledigen, wird die Gesellschaft dann nicht auf den Kopf gestellt? Wenn diese Aussage außerdem immer wieder als Maßstab für den moralischen Charakter von Menschen herangezogen wird, schafft sie selbstverständlich eine gesellschaftliche Atmosphäre, eine öffentliche Meinung und einen sozialen Druck, der die Gedanken der Menschen bindet und einschränkt. Welche Folgen hat das? Aufgrund der Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ und des Vorhandenseins einer solchen öffentlichen Meinung stehst du unter sozialem Druck und bist gezwungen, in entsprechenden Situationen in dieser Weise zu handeln. Dein Verhalten ist nicht freiwillig, liegt nicht im Rahmen deiner eigenen Möglichkeiten und du kommst damit nicht deinen Verpflichtungen nach. Du wirst dazu gezwungen, und es ist weder ein Anspruch aus der Tiefe deines Herzens noch ein Anspruch normaler Menschlichkeit, und es ist auch keine Anforderung, um deine emotionalen Beziehungen zu pflegen. Es wird durch sozialen Druck ausgelöst, der auf eine moralische Kaperung. Wenn du die Aufgaben, die du für andere übernommen hast, nicht erfüllst, werden deine Eltern, Familie, Kollegen und Freunde dich kritisieren und sagen: „Was glaubst du, was du da tust? Wie heißt es so schön: ‚Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen.‘ Du hast schließlich eingewilligt, warum hast du es dann nicht zu Ende gebracht? Wenn du zugestimmt hast, es zu tun, hättest du es gut machen müssen!“ Du hörst das und glaubst, du seist im Unrecht, also führst du die Aufgabe gehorsam aus. Doch während du sie ausführst, willst du das immer noch nicht; dir fehlen die nötigen Fähigkeiten, du kommst damit nicht zurecht, aber du musst trotzdem die Zähne zusammenbeißen und es erledigen. Am Ende hilft dir die ganze Familie dabei, es kostet dich viel Geld, Energie und Leiden und wird gerade so mit Müh und Not zu Ende gebracht. Die Person, die dich mit der Aufgabe betraut hat, ist glücklich, aber du hast im Herzen sehr gelitten und bist erschöpft. Obwohl dein Herz sich dagegen sträubt und du es nur unwillig tust, gibst du nicht auf, und wenn du das nächste Mal in eine solche Situation gerätst, handelst du wieder genauso. Warum ist das so? Weil du deinen Stolz haben willst, weil du in Eitelkeit verliebt bist und weil du den Druck der öffentlichen Meinung nicht aushalten kannst. Selbst wenn niemand etwas an dir auszusetzen hat, kritisierst du dich selbst und sagst: „Ich habe eingewilligt, etwas für andere zu erledigen, und habe es nicht getan. Was mache ich eigentlich? Ich verachte mich sogar selbst. Ist das nicht unmoralisch?“ Du kaperst dich sogar selbst. Ist dein Verstand bereits hinter Gittern? (Ja.) Tatsächlich hat diese Aufgabe nicht das Geringste mit dir zu tun. Es bringt dir keinen Nutzen und ist für dich nicht erbaulich, wenn du sie ausführst. Es ist völlig in Ordnung, es nicht zu tun, und es wird nur ein paar Leute geben, die dich kritisieren werden. Und was macht das schon für einen Unterschied? Es wird dein Schicksal nicht im Geringsten ändern. Was immer die Menschen von dir verlangen, solange es nicht den Anforderungen Gottes entspricht, darfst du nein sagen. Wenn du die Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ anhand dieser drei Punkte analysierst, verstehst du dann ihr Wesen? (Ja.)

Wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, welche Grundsätze solltest du befolgen? Muss es nicht Grundsätze für die Ausführung der Aufgabe geben? Was ist die Grundlage dafür hinsichtlich der Wahrheit? Vorhin habe ich den wichtigsten Punkt angesprochen, nämlich dass man zu Lebzeiten, abgesehen von der Unterstützung der Eltern, der Kindererziehung und der Erfüllung seiner gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten im Rahmen des Gesetzes, nicht verpflichtet ist, Beauftragungen von irgendjemandem anzunehmen oder für irgendjemanden zu arbeiten, und dass man den Angelegenheiten von jemandem oder den Aufgaben, mit denen man betraut wurde, nicht sein Leben verschreiben braucht. Der Wert und der Sinn des menschlichen Lebens können nur in der Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens gefunden werden. Davon abgesehen hat es nicht den geringsten Sinn, Dinge für irgendjemand anderen zu tun; es ist alles nutzlose Arbeit. Daher ist die Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ etwas, das den Menschen von Menschen auferlegt wird und das keinen Bezug zu Gott hat. Diese Aussage ist definitiv keine von Gottes Forderungen an die Menschen. Sie stammt von Menschen, die dich ausbeuten, dich moralisch kapern und dich kontrollieren und binden. Sie hat nicht den geringsten Bezug zu Gottes Auftrag oder zur Ausführung deiner Pflicht als geschaffenes Wesen. Versteht ihr? (Ja.) In dieser Welt, im gesamten Universum, gibt es nichts und niemanden, der deiner Treue würdig ist; das einzige, was zählt, ist die Treue zu Gott und Seinem Auftrag sowie die Treue zu deiner Pflicht als ein geschaffenes Wesen. Es ist offensichtlich, dass „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ kein Verhaltensgrundsatz ist. Dieser Spruch ist falsch und verstößt gegen Grundsätze. Wenn dich jemand mit einer Aufgabe betraut, was solltest du tun? Wenn die Aufgabe, mit der du betraut wirst, nur eine ganz geringe Anstrengung erfordert, bei der du einfach nur etwas sagen oder eine Kleinigkeit tun musst, und du dafür ausreichend qualifiziert bist, kannst du aus Mitgefühl und aus deiner Menschlichkeit heraus helfen; das wird nicht als falsch angesehen. Dies ist ein Grundsatz. Wenn jedoch die Aufgabe, die dir übertragen wird, einen erheblichen Teil deiner Zeit und deiner Energie in Anspruch nimmt oder du damit sogar einen beträchtlichen Teil deiner Zeit vergeudest, hast du das Recht, sie abzulehnen. Selbst wenn es sich um deine Eltern handelt, hast du das Recht, nein zu sagen. Du brauchst ihnen nicht treu zu sein oder zu akzeptieren, womit sie dich beauftragen, das ist dein Recht. Woher kommt dieses Recht? Es ist dir von Gott verliehen worden. Das ist der zweite Grundsatz. Der dritte Grundsatz lautet: Wenn dir jemand eine Aufgabe überträgt und die Möglichkeit besteht, dass sie, auch wenn sie nicht viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt, die Ausführung deiner Pflicht stört oder beeinträchtigt oder deinen Willen, deine Pflicht auszuführen, sowie deine Treue zu Gott zerrüttet, solltest du sie ebenfalls ablehnen. Wenn dich jemand mit etwas betraut, das sich auf dein Streben nach der Wahrheit auswirkt, deinen Willen, nach der Wahrheit zu streben, und dein Tempo beim Streben nach der Wahrheit stören und dich dazu bringen kann, auf halbem Wege aufzugeben, dann solltest du es erst recht ablehnen. Du solltest alles ablehnen, was sich nachteilig auf die Ausführung deiner Pflicht oder dein Streben nach der Wahrheit auswirkt. Das ist dein Recht; du hast das Recht, „nein“ zu sagen. Es besteht keine Notwendigkeit für dich, deine Zeit und Energie zu investieren. Du kannst alles ablehnen, das für die Ausführung deiner Pflicht, für dein Streben nach der Wahrheit oder für deine Rettung sinnlos, wertlos, nicht erbaulich, nicht hilfreich und nicht nützlich ist. Kann man das als Grundsatz betrachten? Ja, das ist ein Grundsatz. Wenn ihr also diese Grundsätze als Maßstab verwendet – woher können die Aufgaben, mit denen Menschen betraut werden und die sie in ihrem Leben annehmen sollten, kommen? (Von Gott.) Das ist richtig, sie können nur von Gott kommen. Die Worte „von Gott“ sind relativ nichtssagend und vage, also was genau soll diese Beauftragung sein? (Unsere Pflicht auszuführen.) Das ist richtig, es bedeutet, seine Pflicht in der Kirche auszuführen. Es ist unmöglich für Gott, dir persönlich zu sagen: „Du sollst das Evangelium verbreiten“, „Du sollst die Gemeinde leiten“ oder „Du sollst Textarbeit machen“. Es ist unmöglich für Gott, es dir persönlich zu sagen, aber Gott hat dich bereits mit deiner Pflicht beauftragt, indem Er die Erschaffung von Gottes Haus arrangiert hat. Alle Anordnungen des Hauses Gottes stammen von Gott und kommen von Gott, muss Gott es dir also persönlich sagen? Du hast bereits all die Menschen, Ereignisse und Dinge von Gottes Herrschaft und Orchestrierung erfahren, und du hast echte Gefühle. Was du erfahren hast, bezieht sich auf Gottes Werk, die Wahrheit und Seinen Führungsplan. Das bedeutet es doch, die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen, oder? Das ist unter dem Aspekt betrachtet, die Beauftragung anzunehmen. Zum anderen gibt es, abgesehen von dem, womit Gott ihn betraut hat, nichts, dem der Mensch treu sein sollte. Nur Gott verdient unerschütterliche Treue, die Menschen sind derer nicht würdig. Niemand ist würdig, auch nicht deine Vorfahren, Eltern oder Vorgesetzten. Warum? Die höchste Wahrheit ist, dass es vollkommen normal und gerechtfertigt ist, dass geschaffene Wesen dem Schöpfer treu sein sollen. Muss man diese Wahrheit analysieren? Nein, denn alles, was die Menschen betrifft, kommt von Gott. Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass geschaffene Wesen dem Schöpfer treu sein sollen. Dies ist eine allerhöchste Wahrheit, die die Menschen stets bedenken sollten! Die zweite Wahrheit, die die Menschen verstehen sollten: Alles, was die Menschen von Gott gewinnen, wenn sie Gott treu sind, sind die Wahrheit, das Leben und der Weg. Ihre Gewinne sind reichlich und üppig, von besonderer Fülle und überströmend. Wenn Menschen die Wahrheit, das Leben und den Weg gewinnen, wird ihr Leben einen Wert bekommen. Wenn du also Gott treu bist, werden deine Zeit, deine Energie und deine Kosten, die du geopfert hast, positiv belohnt werden, und du wirst es niemals bereuen. Es gibt Menschen, die Gott seit zwanzig oder dreißig Jahren nachfolgen, und andere, die Gott seit drei bis fünf oder seit zehn Jahren nachfolgen. Ich glaube, dass die meisten von ihnen nichts bereuen und in gewissem Maße Gewinne gemacht haben. Diejenigen, die die Wahrheit lieben, spüren, je mehr sie Gott nachfolgen, dass es ihnen an zu vielem mangelt und dass die Wahrheit kostbar ist. Ihr Wunsch, nach der Wahrheit zu streben, wächst, und sie haben das Gefühl, Gott zu spät angenommen zu haben; hätten sie Ihn bloß drei bis fünf Jahre oder zehn Jahre früher angenommen, wie viel Wahrheit sie dann schon verstanden hätten! Manche Menschen bedauern, Gott zu spät angenommen zu haben, bedauern, mehrere Jahre lang an Gott geglaubt zu haben, ohne nach Wahrheit zu streben, und so ihre Zeit verschwendet zu haben, und bedauern, mehrere Jahre lang an Gott geglaubt zu haben, ohne ihre Pflicht gut auszuführen. Kurz gesagt: Unabhängig davon, wie lange jemand an Gott glaubt, alle gewinnen etwas und spüren, dass das Streben nach der Wahrheit unglaublich wichtig ist. Das ist die zweite Wahrheit: Wenn sie Gott treu sind, ist alles, was Menschen von Gott gewinnen, die Wahrheit, der Weg und das Leben, und sie können gerettet werden und leben nicht mehr unter Satans Macht. Die dritte Wahrheit ist: Wenn Menschen ewige Treue zu Gott erreichen können, was wird dann ihr endgültiger Bestimmungsort sein? (Gerettet zu werden und zu verweilen, um in Gottes Königreich einzutreten.) Wenn Menschen Gott folgen und am Ende gerettet werden, ist der Bestimmungsort, der ihnen zuteilwird, nicht ins Verderben zu stürzen und zerstört zu werden, sondern als neuer Mensch zu verweilen und weiterleben zu können. Wenn die Menschen weiterleben, können sie darauf hoffen, Gott zu sehen. Was für ein Segen das ist! Was die Treue zu Gott betrifft – reicht es aus, wenn die Menschen diese drei Wahrheiten verstehen? (Ja.) Welche Vorteile hat es, wenn Menschen anderen folgen und ihnen treu sind? Wenn du anderen treu bist, sagen die Leute, du wärst sehr moralisch. Du hast einen guten Ruf, aber alles, was du gewinnst, ist nur dieser kleine Vorteil. Hast du die Wahrheit und das Leben erlangt? Nicht im Geringsten. Was können dir Menschen geben, wenn du ihnen treu bist? Du kannst höchstens davon profitieren, dass du dich während ihres raschen beruflichen Aufstiegs in ihren Kreisen bewegst, das ist alles. Was hat das für einen Wert? Ist das nicht komplett bedeutungslos? Dinge, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben, sind nutzlos, egal wie viel man davon erwirbt. Außerdem kann es Konsequenzen haben, wenn du Menschen folgst und ihnen treu bist. Du wirst vielleicht zu einem Opfer, zu einer dargebrachten Opfergabe. Wenn die Leute, denen du treu bist, nicht den richtigen Weg gehen, was passiert dann, wenn du ihnen folgst? Wirst du den richtigen Weg gehen? (Nein.) Wenn du ihnen folgst, wirst auch du nicht den richtigen Weg gehen; du wirst dich ihnen sogar anschließen, um Böses zu tun, und wirst in die Hölle kommen, um bestraft zu werden, und dann ist es aus mit dir. Wenn du einem Menschen treu bist, wirst du Gottes Anerkennung nicht erlange, auch wenn du noch so viele gute Taten vollbringst. Wenn du den Teufelskönigen, Satan oder Antichristen treu bist, wirst du zum Komplizen und Handlanger Satans. Das einzig mögliche Ergebnis ist es dann, an der Seite Satans begraben zu werden, eine Opfergabe für Satan zu sein. Ungläubige sagen: „Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu liegen.“ Ganz gleich, wie treu du den Teufelskönigen bist, am Ende, wenn sie dich aufgebraucht haben, verschlingen sie dich und machen dich zum Opfer. Dein Leben wird immer in Gefahr sein. Das ist das Schicksal all jener, die den Teufelskönigen und Satan treu sind. Teufelskönige und Satan werden dir niemals die richtige Lebensausrichtung und den richtigen Zweck für dein Leben weisen und dich nicht auf den richtigen Lebensweg führen. Von ihnen wirst du niemals die Wahrheit oder das Leben gewinnen. Deine Treue zu ihnen wird entweder damit enden, dass du mit ihnen untergehst und ihre Opfergabe wirst oder dass du von ihnen gefangen, verstümmelt und verschlungen wirst; all diese Dinge führen letztendliche dazu, dass man in die Hölle kommt. Das ist eine unbestreitbare Tatsache. Deshalb ist niemand – egal, wie berühmt und bedeutend, und egal, was für ein hohes Tier er ist – kein einziger Mensch ist würdig, dass du ihm treu bist und dein ganzes Leben für ihn opferst. Er ist es nicht wert, und er hat nicht die Macht, dein Schicksal zu bestimmen oder zu manipulieren. Reicht das Verständnis dieses Wahrheitsgrundsatzes aus, um Probleme, wie etwa Menschen zu folgen und Menschen treu zu sein, zu lösen? (Ja.) Es gibt drei Grundsätze, die befolgt werden müssen, wenn es um Aufgaben geht, mit denen dich andere betrauen; und wir hielten über drei Grundsätze Gemeinschaft, die den Wert und die Bedeutung der Treue der Menschen zu Gott betreffen – habt ihr alle diese Grundsätze klar verstanden? (Ja.) Kurz gesagt: Der Zweck der Analyse der Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ besteht darin, euch zu helfen, ihre Absurdität und Falschheit klar zu erkennen, sodass ihr von ihr ablassen könnt. Von ihr abzulassen allein reicht jedoch nicht aus; ihr müsst auch die Grundsätze der Praxis, die die Menschen haben sollten, sowie Gottes Willen in solchen Dingen verstehen und begreifen. Was die moralische Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ betrifft, so ist das im Grunde ihr Hauptinhalt. Ich habe gerade die Grundsätze der Praxis, die Gott den Menschen offenbart hat, unter verschiedenen Aspekten und von verschiedenen Standpunkten aus analysiert und darüber konkret Gemeinschaft gehalten – und darüber, was Gottes Wille ist und welche Wahrheiten die Menschen verstehen sollten. Wenn die Menschen diese Punkte verstanden haben, sollten sie von Grund auf begreifen, wie sie die moralische Aussage „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ beurteilen sollten.

Das Thema des Spruchs „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“ im Detail zu analysieren ist eigentlich eine ganz einfache Angelegenheit, und die Menschen können dieses Thema leicht richtig beurteilen und verstehen. Der Satz ist auch eine Aussage, die von Moralisten vorgebracht wird, um die Menschen zu lähmen, ihre Gedanken in die Irre zu führen und normale Denkweisen zu stören. Er basiert nicht auf einem normalen menschlichen Gewissen, auf der Vernunft oder normalen menschlichen Bedürfnissen. Solche Ideen werden von so genannten Denkern und Moralisten ausgeheckt und als tugendhaft vorgeschlagen. Sie sind nicht nur unbegründet und unsinnig, sie sind auch unmoralisch. Warum betrachtet man sie als unmoralisch? Weil sie nicht den Bedürfnissen einer normalen Menschlichkeit entspringen, weil sie nicht im Rahmen der menschlichen Möglichkeiten erreicht werden können und weil sie keine Verpflichtung oder Pflicht sind, die ein Mensch ausführen sollte. Die so genannten Moralisten nehmen diesen Satz, „Tu dein Bestes, um alles dir Anvertraute gewissenhaft zu erledigen“, als Maßstab für das Verhalten, das sie von anderen strikt einfordern, und schaffen damit eine Art gesellschaftliche Atmosphäre und öffentliche Meinung. Die Menschen werden dann durch diese öffentliche Meinung unterdrückt und gezwungen, danach zu leben. So werden die Gedanken der Menschen unmerklich an diese Art von satanischem Denken gebunden. Wenn die Gedanken eines Menschen an etwas gebunden sind, sind natürlich auch seine Handlungen an diese Aussage und die öffentliche Meinung gebunden. Was bedeutet es, an etwas gebunden zu sein? Es bedeutet, Menschen können nicht wählen, was sie tun, können den Wünschen und Forderungen der Menschlichkeit nicht frei nachgehen und können den Forderungen ihres Gewissens und ihrer Vernunft, das zu tun, was sie tun wollen, nicht Folge leisten. Stattdessen sind sie an eine verzerrte Denkweise, an eine Art ideologische Theorie und gesellschaftliche Meinung, die die Menschen nicht differenzieren und von der sie sich nicht befreien können, gebunden und werden von diesen Dingen eingeschränkt. Ohne sich dessen bewusst zu sein, leben die Menschen in einem solchen sozialen Umfeld und in dieser Atmosphäre, und können sich nicht befreien. Wenn die Menschen die Wahrheit nicht verstehen, wenn sie die Verdrehungen und Fehler in diesen Aussagen nicht klar verstehen können und wenn sie den Schaden und die Konsequenzen, die diese Dinge, an die ihre Gedanken gebunden sind, verursachen, nicht erkennen können, werden sie niemals in der Lage sein, sich von den Zwängen, Ketten und dem Druck zu befreien, die ihnen die traditionelle Kultur und die gesellschaftliche Meinung aufbürden. Sie werden nur ein Leben führen können, indem sie sich auf diese Dinge stützen. Der Grund, warum sich die Menschen in ihrem Leben auf diese Dinge stützen, liegt darin, dass sie weder wissen, was der richtige Weg ist oder was die Ausrichtung und der Zweck ihres Verhaltens sind, noch die Grundsätze kennen, nach denen sie sich verhalten sollen. So werden die Menschen auf natürliche und passive Weise von den verschiedenen moralischen Aussagen in der traditionellen Kultur irregeführt und von diesen falschen Theorien fehlgeleitet und kontrolliert. Wenn Menschen die Wahrheit verstehen, fällt es ihnen leicht, diese Irrlehren und Trugschlüsse zu erkennen und zurückzuweisen. Sie werden nicht mehr durch die öffentliche Meinung, die gesellschaftliche Atmosphäre und die soziale Umgebung, die von Satan geschaffen wurden, gebunden, gekapert oder ausgebeutet. Auf diese Weise werden die Ausrichtung und der Zweck ihres Lebens völlig verändert, und sie können im Einklang mit Gottes Anforderungen und Gottes Worten leben und existieren. Sie werden nicht mehr von den verschiedenen satanischen Theorien und den verschiedenen Trugschlüssen der traditionellen Kultur in die Irre geführt und sind nicht mehr an sie gebunden. In dem Augenblick, wenn die Menschen die verschiedenen Aussagen der traditionellen Kultur zur moralischen Lebensführung vollständig aufgeben, befreien sie sich ganz und gar von Satans Verdorbenheit, Irreführung und Knechtschaft. Wenn du die Wahrheit und die Grundsätze der Praxis verstehst, die Gott von den Menschen verlangt und die Er ihnen gibt, wird dein Lebenszweck auf dieser Grundlage gründlich umgewandelt und du ein neues Leben erhalten. Wenn du ein neues Leben hast, bist du ein neugeborenes menschliches Wesen und ein neuer Mensch. Denn die Gedanken, die in deinem Kopf gespeichert sind, sind nicht mehr voll von den verschiedenen Irrlehren und Irrtümern, die dir von Satan eingeflößt wurden. Stattdessen ist die Wahrheit an die Stelle dieser satanischen Dinge getreten, und danach wird dann unter der Führung von Gottes Worten die Wahrheit in den Menschen zu ihrem Leben, leitet sie und bestimmt, wie sie andere Menschen und Dinge sehen, wie sich verhalten und wie sie handeln. Sie beschreiten den rechten Weg des menschlichen Lebens und können im Licht leben. Ist das nicht wie eine Wiedergeburt durch Gottes Worte? Und damit wollen wir unseren gemeinschaftlichen Austausch abschließen für heute.

2. Juli 2022

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