Das tägliche Wort Gottes | „Bezüglich der Bibel (4)“ | Auszug 275

Die Bibel ist eine historische Aufzeichnung des Werkes Gottes in Israel, und belegt sowohl viele der Verheißungen vorzeitlicher Propheten, als auch einige der Aussagen Jehovas über Sein damaliges Werk. Deshalb wird dieses Buch von allen Menschen als heilig betrachtet (da Gott heilig und groß ist). All dies ist natürlich das Resultat ihrer Ehrfurcht gegenüber Jehova und ihrer Anbetung Gottes. Die Menschen bezeichnen dieses Buch nur deswegen so, weil die Geschöpfe Gottes ihren Schöpfer so verehren; es gibt sogar welche, die dieses Buch ein himmlisches Buch nennen. Tatsächlich handelt es sich nur um eine menschliche Aufzeichnung. Es wurde weder persönlich von Jehova mit diesem Namen versehen, noch überwachte Jehova persönlich seine Entstehung. Anders ausgedrückt war nicht Gott der Verfasser dieses Buches, sondern der Mensch. Die Heilige Schrift ist nur der respektvolle Titel, den die Bibel vom Menschen erhalten hat. Jehova und Jesus haben diesen Titel nicht nach einer gemeinsamen Besprechung gewählt; er ist nichts weiter als eine menschliche Idee. Denn dieses Buch wurde nicht von Jehova geschrieben, und noch viel weniger von Jesus. Es handelt sich stattdessen um eine Ansammlung von Berichten seitens zahlreicher altertümlicher Propheten, Apostel und Seher, die von späteren Generationen zu einem Buch alter Schriften zusammengetragen wurden, welches den Menschen besonders heilig zu sein scheint, ein Buch, das, wie sie glauben, unergründliche und tiefgreifende Mysterien beinhaltet, welche nur darauf warten von zukünftigen Generationen entschlüsselt zu werden. Als solches, sind die Menschen sogar noch bereitwilliger zu glauben, dieses Buch sei ein himmlisches Buch. Durch die Ergänzung der Vier Evangelien und der Offenbarung des Johannes, unterscheidet sich die Haltung des Menschen ihm gegenüber auf besondere Art und Weise von der gegenüber irgendwelcher anderer Schriften, und somit wagt es niemand das himmlische Buch zu zergliedern – da es zu heilig ist.

Also zergliedere Ich heute die Bibel, was nicht bedeutet, dass Ich sie hasse oder ihren Wert als Referenz abstreite. Ich erläutere den innewohnenden Wert und den Ursprung der Bibel, um zu vermeiden, dass du in der Dunkelheit gefangen gehalten bleibst. Denn die Menschen haben so viele Ansichten in Bezug auf die Bibel, und die meisten davon sind falsch; die Bibel auf diese Weise zu lesen hält sie nicht nur davon ab, das zu erfassen, was sie sollten, sondern viel schlimmer, sie behindert die Arbeit, die Ich zu tun gedenke. Für das Zukunftswerk bedeutet dies eine gewaltige Beeinträchtigung, und bietet nur Nachteile und keinerlei Vorteile. Deshalb ist das, was Ich dich lehre, das Wesen und die eigentliche innere Geschichte der Bibel schlechthin. Ich verlange von dir nicht, die Bibel nicht zu lesen, oder dass du umhergehst und verkündest sie sei wertlos, jedoch, dass du ein korrektes Wissen und angemessene Ansichten bezüglich der Bibel pflegst. Sei nicht zu einseitig! Obwohl die Bibel ein von Menschen geschriebenes Geschichtsbuch ist, belegt sie auch viele der Prinzipien, nach denen die altertümlichen Weisen und Propheten Gott dienten, und auch die jüngsten Erfahrungen der Apostel, wie Gott zu dienen ist – all diese wurden tatsächlich von diesen Menschen gesehen und waren ihnen bekannt den Menschen dieses Zeitalters beim Begehen des wahren Weges als Referenz dienen. So können die Menschen durch das Lesen der Bibel auch viele Wege zum Leben erfahren, so wie sie in anderen Büchern nicht zu finden sind. Diese Wege sind Wege zum Leben nach dem Werk des Heiligen Geistes, erfahren durch Propheten und Apostel der vergangenen Zeitalter, und viele der Worte sind wertvoll und können den Menschen zur Verfügung stellen, was sie brauchen. Aus diesem Grund lesen alle Menschen gerne in der Bibel. Da in der Bibel so viel verborgen liegt, wird sie vom Volk anders angesehen, als die Schriften großer geistiger Persönlichkeiten. Die Bibel ist eine Niederschrift und Sammlung von Erfahrungen und der Kenntnisse der Menschen, die Jehova und Jesus im alten und neuen Zeitalter dienten, und so konnten spätere Generationen viel Erleuchtung und Erhellung daraus beziehen und Wege zu ihrer praktischen Anwendung finden. Der Grund warum die Bibel über den anderen Schriften jeglicher großer geistlicher Persönlichkeiten steht ist, dass alle ihre Niederschriften aus der Bibel entnommen wurden, ihre Erfahrungen von der Bibel stammen und sie alle die Bibel erklären. So kommt es, dass die Menschen, obwohl sie von den Büchern jeder beliebigen spirituellen Persönlichkeit Nahrung für die Seele beziehen könnten, trotz allem der Bibel huldigen, weil sie ihnen so erhaben und tiefgründig erscheint! Obgleich die Bibel einige der Schriften über die Worte des Lebens vereinigt, wie etwa die Paulus- und Petrusbriefe und obwohl die Menschen aus diesen Schriften Unterstützung und Führung erfahren können, sind diese Bücher dennoch veraltet, sie gehören weiterhin zur alten Epoche und ganz egal wie gut sie auch sein mögen, sind sie doch nur für ein bestimmtes Zeitalter angemessen und sind nicht unvergänglich. Denn Gottes Werk entwickelt sich stets weiter und kann nicht einfach zu der Zeit von Paulus und Petrus enden, oder auf Ewigkeit im Zeitalter der Gnade, in dem Jesus gekreuzigt wurde verweilen. Somit eignen sich diese Schriften nur für das Zeitalter der Gnade und nicht für das Königreich der Endzeit. Sie eignen sich lediglich dazu, die Gläubigen im Alter der Gnade zu versorgen, jedoch nicht die Heiligen des Zeitalters des Königreiches, und so gut sie auch sein mögen, sie sind doch obsolet. Ebenso verhält es sich mit Jehovas Werk der Schöpfung oder seinem Wirken in Israel: Ganz gleich wie groß Sein Werk war, es bleibt dennoch veraltet, und der Moment seiner Vergänglichkeit würde früher oder später erreicht sein. Mit Gottes Werk verhält es sich genauso: Es ist mächtig, aber es wird eine Zeit kommen, in der es endet; es kann weder ewig inmitten des Schöpfungswerkes, noch unter dem Kreuzigungswerk verweilen. Egal wie überzeugend das Kreuzigungswerk war, egal wie effektiv es im Besiegen Satans war, ein Werk bleibt ein Werk und die Zeitalter bleiben trotz allem Zeitalter; Arbeit kann nicht immer auf derselben Grundlage verharren, noch können die Zeiten jemals unverändert bleiben, denn es gab die Schöpfung und es muss die letzten Tage geben. Dies ist unvermeidbar! Somit sind die Worte des Lebens des Neuen Testaments – die Apostelbriefe und die Vier Evangelien – heutzutage zu historischen Büchern geworden, sie wurden zu alten Almanachen, und wie könnten alte Almanache die Menschheit in das neue Zeitalter führen? So sehr auch Almanache dazu dienen den Menschen Leben zu spenden, so sehr sie die Menschen auch zum Kreuz zu führen vermögen, sind sie nicht dennoch veraltet? Sind sie nun ihres Wertes nicht beraubt? Deshalb sage Ich dir, dass du diesen Almanachen nicht blind glauben sollst. Sie sind zu alt, sie können dich nicht zu dem neuen Werk führen, sie vermögen es nur dich zu belasten. Nicht nur, dass sie dich an das neue Werk und zum Neubeginn nicht führen können, sondern bringen dich außerdem in die alt-religiösen Kirchen – und wenn dem so ist, bedeutet das dann nicht, dass du in deinem Glauben an Gott zurückfällst?

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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