Wie man nach der Wahrheit strebt (17)

Bei unserer letzten Versammlung haben wir darüber gesprochen, die Bürden loszulassen, die von der Familie herrühren. Dabei wurde das Thema angesprochen, die Erwartungen der Eltern loszulassen. Diese Erwartungen üben auf jeden Menschen eine Art unsichtbaren Druck aus, nicht wahr? (Ja.) Sie sind eine der Bürden, die von Menschenfamilien herrühren. Die Erwartungen deiner Eltern loszulassen bedeutet, den Druck und die Bürden loszulassen, die deine Eltern deinem Leben, deiner Existenz und dem Weg, den du einschlägst, auflasten. Das heißt, wenn die Erwartungen deiner Eltern sich auf den Weg, den du im Leben wählst, die Ausführung deiner Pflicht, deine Reise auf dem richtigen Weg und deine Freiheit, Rechte und Instinkte auswirken, lasten dir ihre Erwartungen eine Art von Druck und Bürde auf. Diese Bürden sind Dinge, die die Menschen im Laufe ihres Lebens, ihrer Existenz und ihres Glaubens an Gott loslassen sollten. Ist das nicht der Inhalt, über den wir zuvor Gemeinschaft gehalten haben? (Doch.) Natürlich berühren diese Erwartungen der Eltern viele Dinge, zum Beispiel das Studium, die Arbeit, die Ehe, die Familie eines Menschen und sogar seine Karriere, Aussichten, Zukunft usw. Aus der Perspektive der Eltern ist jede Erwartung, die sie an ihr Kind haben, logisch, angemessen und vernünftig. Eltern, die keine Erwartungen an ihr Kind haben, gibt es nicht. Sie mögen mehr oder weniger Erwartungen haben, sie mögen höhere oder geringere Erwartungen haben, oder sie haben zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Erwartungen an ihr Kind. Sie hoffen, dass ihr Kind gute Noten bekommt, dass es ihm im Berufsleben gut ergeht, dass es ein gutes Einkommen bezieht und dass in der Ehe ihres Kindes alles reibungslos und glücklich verläuft. Eltern haben unterschiedliche Erwartungen, was die Familie, Karriere, Aussichten usw. ihres Kindes betrifft. Aus der Perspektive der Eltern sind diese Erwartungen alle durchaus rechtmäßig, doch aus der Sicht der Kinder stören diese verschiedenen Erwartungen in starkem Maße dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen, und beeinträchtigen sogar ihre Freiheit und die Rechte und Interessen, die ihnen als normale Menschen zustehen. Gleichzeitig wirken sich diese Erwartungen auch störend darauf aus, von ihrem Kaliber auf eine normale Art und Weise Gebrauch zu machen. Kurz gesagt, egal aus welcher Perspektive wir es betrachten, sei es aus der Perspektive der Eltern oder aus der Perspektive der Kinder – wenn elterliche Erwartungen über den Rahmen dessen hinausgehen, was eine Person mit normaler Menschlichkeit ertragen kann, wenn sie über den Rahmen dessen hinausgehen, was die Instinkte einer Person mit normaler Menschlichkeit erreichen können, oder wenn sie die Menschenrechte überschreiten, die eine Person mit normaler Menschlichkeit haben sollte, oder die Pflichten und Verpflichtungen, die Gott den Menschen gibt, usw., dann sind diese Erwartungen unangemessen und unvernünftig. Selbstverständlich kann man auch sagen, Eltern sollten diese Erwartungen nicht haben und es sollte diese Erwartungen nicht geben. Auf dieser Grundlage sollten Kinder die elterlichen Erwartungen loslassen. Das heißt, wenn Eltern die Sichtweise oder Position von Eltern einnehmen, sind sie der Meinung, sie hätten das Recht zu erwarten, dass ihre Kinder dieses oder jenes tun, einen bestimmten Weg einschlagen und sich für ein bestimmtes Leben, Lernmilieu bzw. einen bestimmten Beruf, eine bestimmte Ehe, Familie usw. entscheiden. Allerdings sollten Eltern als normale Menschen nicht die Perspektive oder Position von Eltern einnehmen, sie sollten ihre Identität als Mutter oder Vater nicht benutzen, um von ihrem Kind irgendetwas zu verlangen, was nicht in den Rahmen seiner kindlichen Pflichten fällt oder was den Bereich menschlicher Fähigkeiten übersteigt. Sie sollten sich nicht in die Entscheidungen ihres Kindes einmischen, und sie sollten ihrem Kind nicht ihre Erwartungen, ihre Vorlieben, ihre Unzulänglichkeiten und Unzufriedenheit oder ihre Interessen aufzwingen. All das sollten Eltern nicht tun. Wenn Eltern Erwartungen hegen, die sie nicht hegen sollten, sollte ihr Kind mit diesen Erwartungen richtig umgehen. Noch wichtiger ist, dass das Kind in der Lage sein sollte, die Natur dieser Erwartungen zu erkennen. Wenn du eindeutig feststellen kannst, dass die Erwartungen deiner Eltern dich deiner Menschenrechte berauben, dass diese Erwartungen im Hinblick darauf, dich für positive Dinge und den richtigen Weg zu entscheiden, eine Art von Einmischung oder Störung darstellen, musst du diese Erwartungen loslassen und sie ignorieren. Du solltest es tun, weil es dein Recht ist, es ist das Recht, das Gott jedem geschaffenen Menschen gegeben hat, und deine Eltern sollten nicht denken, sie seien dazu berechtigt, sich in deinen Lebensweg und deine Menschenrechte einzumischen, bloß weil sie dich zur Welt gebracht haben und deine Eltern sind. Deshalb hat jedes geschaffene Wesen das Recht, zu allen unvernünftigen, unangemessenen oder sogar anstößigen elterlichen Erwartungen „Nein“ zu sagen. Es abzulehnen, irgendwelche Erwartungen deiner Eltern zu akzeptieren oder zu schultern, ist der Weg, um das Loslassen ihrer unangemessenen Erwartungen zu praktizieren.

Welche Wahrheiten sollten die Leute verstehen, was das Loslassen elterlicher Erwartungen anbelangt? Das heißt, weißt du, auf welchen Wahrheiten das Loslassen elterlicher Erwartungen beruht oder welchen Grundsätzen es folgt? Wenn du glaubst, deine Eltern seien die Menschen, die dir in der Welt am nächsten stehen, deine Chefs und deine Leiter, die Leute, die dich zur Welt gebracht und großgezogen haben, dir Nahrung, Kleidung, ein Heim und Transportmittel zur Verfügung stellten, die dich erzogen und die deine Wohltäter sind, wird es dir dann leichtfallen, ihre Erwartungen loszulassen? (Nein.) Wenn du diese Dinge glaubst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du die Erwartungen deiner Eltern aus einer fleischlichen Perspektive betrachtest, und es fällt dir schwer, irgendwelche ihrer unangemessenen und unvernünftigen Erwartungen loszulassen. Ihre Erwartungen fesseln und unterdrücken dich. Selbst wenn du dich in deinem Herzen unzufrieden und unwillig fühlst, hast du nicht die Kraft, dich von diesen Erwartungen zu befreien, und du hast keine andere Wahl, als sie ihren natürlichen Lauf nehmen zu lassen. Warum musst du sie ihren natürlichen Lauf nehmen lassen? Weil du, wenn du die Erwartungen deiner Eltern loslassen und irgendeine ihrer Erwartungen ignorieren oder ablehnen würdest, das Gefühl hättest, du würdest deine Eltern nicht ehren, dass du undankbar bist, deine Eltern enttäuscht hast und kein guter Mensch bist. Wenn du eine fleischliche Perspektive annimmst, tust du alles, was du kannst, um mit Hilfe deines Gewissens die Güte deiner Eltern zu vergelten, sicherzustellen, dass das Leid, das deine Eltern deinetwegen ertragen haben, nicht umsonst war, und du willst auch ihre Erwartungen erfüllen. Du gibst dir große Mühe, alles zu bewerkstelligen, was sie von dir verlangen, sie nicht zu enttäuschen, dich ihnen gegenüber anständig zu verhalten, du beschließt, dich im Alter um sie zu kümmern, damit ihre letzten Jahre glückliche Jahre sind. Du denkst sogar noch etwas weiter voraus, wirst dich um ihr Begräbnis kümmern, und du stellst sie zufrieden, während du gleichzeitig deinen eigenen Wunsch erfüllst, ein Kind zu sein, das seine Eltern ehrt. Während sie in dieser Welt leben, werden die Menschen von unterschiedlichen Arten öffentlicher Meinungen und gesellschaftlicher Stimmungen beeinflusst, von verschiedenen Denkweisen und Ansichten, die innerhalb der Gesellschaft beliebt sind. Wenn Leute die Wahrheit nicht verstehen, können sie diese Dinge nur aus der Perspektive fleischlicher Gefühle betrachten und gleichzeitig können sie diese Dinge nur aus dieser Perspektive handhaben. Während dieser Zeit denkst du, dass deine Eltern viele Dinge tun, die Eltern nicht tun sollten. Das kann so weit gehen, dass du für viele Handlungs- und Verhaltensweisen deiner Eltern und auch für ihre Menschlichkeit, ihren Charakter und ihre Methoden und Weisen, in der sie Dinge tun, tief in deinem Herzen Verachtung und Abscheu empfindest. Trotzdem willst du ein Kind sein, das weiß, was Kindesliebe und Kindespflicht verlangen, um sie zu ehren und zufriedenzustellen, und wagst es nicht, sie auf irgendeine Weise zu vernachlässigen. Einerseits handelst du so, damit die Gesellschaft dich nicht ablehnt, andererseits, um den Bedürfnissen deines Gewissens gerecht zu werden. Alle diese Ansichten sind dir von der Menschheit und der Gesellschaft eingeschärft worden, sodass es dir sehr schwerfällt, mit den Erwartungen deiner Eltern und deiner Beziehung zu ihnen rational umzugehen. Du bist gezwungen, mit ihnen als ein Kind, das seine Eltern ehrt, umzugehen und nicht gegen die Handlungsweisen deiner Eltern zu protestieren; du hast keine andere Wahl, das ist alles, was du tun kannst, und daher ist es noch schwieriger für dich, die Erwartungen deiner Eltern loszulassen. Wenn du sie in deinem Herzen wirklich loslässt, musst du trotzdem eine andere Bürde bzw. einen anderen Druck ertragen, und zwar die Verurteilung durch die Gesellschaft, durch deine erweiterte Familie und deine nahen Angehörigen. Du musst auch die Verurteilung, Anprangerung, Schimpfworte und Verachtung ertragen, die aus den Tiefen deines Herzens kommen, die dir sagen, du bist nichts, du hast keine Kindesliebe, bist undankbar oder sogar Dinge wie „du bist ein gefühlloser, undankbarer Mensch, du bist ein unfolgsames Ding, deine Mutter hat dich nicht gut erzogen“, die die Leute in der säkularen Gesellschaft sagen – mit anderen Worten: alle möglichen unangenehmen Sachen. Wenn du die Wahrheit nicht verstehst, wirst du in eine solche Zwangslage geraten. Das heißt, wenn du die Erwartungen deiner Eltern in den Tiefen deines Herzens auf rationale Weise loslässt bzw. wenn du sie widerwillig loslässt, wächst tief in deinem Herzen eine andere Art von Bürde bzw. Druck; dieser Druck rührt von der Gesellschaft und vom Einfluss deines Gewissens her. Wie also kannst du die Erwartungen deiner Eltern loslassen? Es gibt einen Weg, um dieses Problem zu lösen. Es ist nicht schwierig – die Menschen müssen sich um die Wahrheit bemühen und vor Gott treten, um die Wahrheit zu suchen und zu verstehen, dann wird das Problem gelöst. Welchen Aspekt der Wahrheit musst du also verstehen, um nicht zu befürchten, dass dir die Verurteilung durch die öffentliche Meinung oder die Verurteilung deines Gewissens in den Tiefen deines Herzens oder die Anprangerung und Beschimpfung deiner Eltern aufgebürdet werden, wenn du die Erwartungen deiner Eltern loslässt? (Dass wir vor Gott nur geschaffene Wesen sind. In dieser Welt sollten wir nicht nur unserer Verantwortung gegenüber unseren Eltern nachkommen; wichtiger ist, dass wir unsere Pflichten gut erfüllen und unseren Verpflichtungen nachkommen müssen. Wenn wir das durchschauen können, werden wir vielleicht nicht allzu sehr von unseren Eltern oder der Verurteilung durch die öffentliche Meinung beeinflusst, wenn wir die Erwartungen unserer Eltern zukünftig loslassen.) Will sich noch jemand dazu äußern? (Das letzte Mal hat Gott darüber Gemeinschaft gehalten, dass wir einerseits aufgrund von objektiven Umständen von Zuhause weggehen, um unsere Pflichten auszuführen – wir müssen unsere Eltern verlassen, um unsere Pflichten zu tun, also können wir uns nicht um sie kümmern – es ist nicht so, dass wir beschließen sie zu verlassen, weil wir unserer Verantwortung aus dem Weg gehen. Andererseits verlassen wir unser Zuhause, weil Gott uns dazu aufgerufen hat, unsere Pflichten auszuführen, weshalb wir nicht bei den Eltern sein können, aber wir sind trotzdem um sie besorgt – das ist etwas anderes, als wenn wir unserer Verantwortung ihnen gegenüber nicht nachkommen wollen und nicht wissen, was es heißt, seine Eltern zu ehren.) Diese beiden Gründe sind Wahrheiten und Tatsachen, die die Menschen verstehen sollten. Wenn die Menschen diese Dinge verstehen, wenn sie die Erwartungen ihrer Eltern loslassen, werden sie sich in den Tiefen ihrer Herzen etwas ruhiger fühlen, mehr im Reinen mit sich sein, aber kann das Problem dadurch an der Wurzel behoben werden? Wäre dein Schicksal ohne den Einfluss größerer äußerer Umstände mit dem deiner Eltern verknüpft? Wenn du nicht an Gott glauben, normal arbeiten und deine Tage auf eine normale Art und Weise verbringen würdest, wärst du dann wirklich in der Lage, bei deinen Eltern zu sein? Wärst du wirklich in der Lage, ein Kind zu sein, das weiß, was es heißt, seine Eltern zu ehren? Wärst du wirklich in der Lage, an ihrer Seite zu bleiben und ihnen ihre Güte zu vergelten? (Nicht unbedingt.) Gibt es irgendeinen Menschen, der nur handelt, um sein ganzes Leben lang die Güte seiner Eltern zu vergelten? (Nein.) Menschen, die so sind, gibt es nicht. Deshalb solltest du alles darüber aus einer anderen Perspektive herausfinden und das Wesen dieser Angelegenheit durchschauen. Dies ist die tiefere Wahrheit, die du von dieser Sache verstehen solltest. Es ist auch eine Tatsache, und mehr noch: es ist das Wesen dieser Dinge. Welche sind die Wahrheiten, die du verstehen solltest, wenn es darum geht, die Erwartungen deiner Eltern loszulassen? Zum einen musst du verstehen, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind; zum anderen musst du verstehen, dass deine Eltern nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal sind. Ist das nicht die Wahrheit? (Doch.) Wenn du diese beiden Wahrheiten verstehst, wird es dann nicht leichter für dich sein, die Erwartungen deiner Eltern loszulassen? (Es wird leichter sein.)

Zunächst werden wir über diesen Aspekt der Wahrheit sprechen: „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“. Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger – worauf bezieht sich das? Bezieht es sich auf die Güte, die deine Eltern dir erwiesen haben, weil sie dich großzogen? (Ja.) Deine Eltern haben dir Güte erwiesen, indem sie dich großzogen, daher fällt es dir sehr schwer, deine Beziehung zu ihnen loszulassen. Du denkst, du müsstest ihre Güte vergelten, andernfalls wärst du ein Kind, das seine Eltern nicht ehrt; du glaubst, es sei deine Kindespflicht, ihnen aufs Wort zu gehorchen, jedem ihrer Wünsche und jeder ihrer Forderungen nachzukommen und sie nicht zu enttäuschen – das, so glaubst du, bedeute, ihre Güte zu vergelten. Natürlich haben einige Menschen eine gute Arbeit und ein gutes Einkommen, und sie schenken ihren Eltern materielle Genüsse und bieten ihnen ein tolles materielles Leben, sodass ihre Eltern sich in der Kinder Licht sonnen und ein besseres Leben führen können. Nehmen wir zum Beispiel an, du kaufst deinen Eltern ein Haus und ein Auto, besuchst mit ihnen Luxusrestaurants, um Köstlichkeiten aller Art zu speisen, und du nimmst sie mit auf Reisen zu Touristenzielen und buchst Luxushotels für sie, um sie glücklich zu machen und damit sie diese Dinge genießen. Du tust das alles, um die Güte deiner Eltern zu vergelten, damit deine Eltern denken, dass sie dafür, dich großgezogen zu haben und dich zu lieben, etwas zurückbekommen und du sie nicht enttäuscht. Du tust das alles, damit deine Eltern es sehen, und auch, damit die Menschen um dich herum es sehen, damit die Gesellschaft es sieht, und gleichzeitig tust du dein Möglichstes, um den Bedürfnissen deines Gewissens nachzukommen. Wie du es auch betrachtest, was immer du auch zu befriedigen versuchst – alle diese Handlungen haben weitgehend das Ziel, deinen Eltern ihre Güte zu vergelten, und das Wesen dieser Handlungen ist, die Güte zu vergelten, die deine Eltern dir erwiesen, als sie dich großzogen. Warum also hast du diese Idee, die Güte deiner Eltern zu vergelten? Weil du glaubst, dass deine Eltern dich zur Welt gebracht haben und es nicht einfach für sie war, dich großzuziehen; auf diese Weise werden deine Eltern unmerklich zu deinen Gläubigern. Du denkst, du würdest deinen Eltern etwas schulden und müsstest dich dafür bei ihnen revanchieren. Du glaubst, dass du nur dann Menschlichkeit aufweist und wirklich ein Kind bist, das seine Eltern ehrt, wenn du dich bei ihnen revanchierst, und dass dich bei ihnen zu revanchieren der moralische Standard ist, den ein Mensch haben sollte. Diese Ideen, Ansichten und Handlungsweisen entstehen also im Wesentlichen, weil du glaubst, deinen Eltern etwas zu schulden und dass du dich bei ihnen revanchieren musst; deine Eltern sind weitgehend deine Gläubiger, das heißt, du glaubst, du stündest in ihrer Schuld für die Güte, die sie dir erwiesen haben. Da du jetzt fähig bist, ihnen etwas zurückzugeben und sie dafür zu entschädigen, tust du es – deinen Fähigkeiten entsprechend entschädigst du sie mit Geld und Zuneigung. Stellt dieses Vorgehen demnach wahre Menschlichkeit dar? Ist es ein wahrer Grundsatz der Praxis? (Nein.) Warum sage Ich, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind? Da „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ die Wahrheit ist, und du hältst deine Eltern für deine Wohltäter und Gläubiger und alles, was du tust, ist dazu da, sie für ihre Güte zu entschädigen, ist diese Idee, Sichtweise dann richtig? (Nein.) Wurde dieses „Nein“ nicht sehr widerwillig gesagt? Welche dieser Aussagen ist die Wahrheit: „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ oder „Deine Eltern sind deine Wohltäter und du musst sie entschädigen“? („Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ ist die Wahrheit.) Da „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ die Wahrheit ist, ist dann die Aussage „Deine Eltern sind deine Wohltäter und du musst sie entschädigen“ die Wahrheit? (Nein.) Steht das nicht im Widerspruch zu der Aussage: „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“? (Doch.) Es ist nicht wichtig, welche dieser Aussagen dazu führt, dass dein Gewissen sich verurteilt fühlt – was ist wichtig? Wichtig ist, welche dieser Aussagen die Wahrheit ist. Du musst diese Aussage als die Wahrheit annehmen, auch wenn sich dadurch dein Gewissen unbehaglich und verurteilt fühlt, denn sie ist die Wahrheit. Obwohl die Aussage „Deine Eltern sind deine Wohltäter und du musst sie entschädigen“ dem moralischen Maßstab der Menschen für Menschlichkeit entspricht und auch dem Bewusstsein des menschlichen Gewissens, ist sie nicht die Wahrheit. Auch wenn sich dein Gewissen durch diese Aussage zufrieden und gut fühlt, musst du sie loslassen. Das ist die Haltung, die du haben musst, wenn es darum geht, die Wahrheit zu akzeptieren. Klingt also „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ oder „Deine Eltern sind deine Wohltäter und du musst sie entschädigen“ angenehmer, steht mehr im Einklang mit der Menschlichkeit und dem Gespür deines Gewissens und steht mehr im Einklang mit dem moralischen Maßstab für Menschlichkeit? (Die zweite Aussage.) Warum die zweite Aussage? Weil sie auf die emotionalen Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet ist und diese befriedigt. Sie ist jedoch nicht die Wahrheit, und Gott verabscheut sie. Löst die Aussage „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ also Unbehagen in den Menschen aus? (Ja.) Was fühlen und empfinden die Menschen, wenn sie diese Aussage hören? (Dass es ihr ein wenig an Gewissen mangelt.) Sie haben das Gefühl, dass es ihr ein wenig an menschlichem Gefühl mangelt, nicht wahr? (Ja.) Manche Leute sagen: „Wenn eine Person keine menschlichen Gefühle hat, ist sie dann noch ein Mensch?“ – wenn Leute keine menschlichen Gefühle haben, sind sie dann menschlich? Die Aussage „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ klingt so, als würde es ihr an menschlichem Gefühl mangeln, aber sie ist eine Tatsache. Wenn du rational an deine Beziehung zu deinen Eltern herantrittst, wirst du feststellen, dass die Aussage „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ die Beziehung, die jeder Mensch zu seinen Eltern hat, und das Wesen und die Wurzel zwischenmenschlicher Beziehungen von Grund auf eindeutig erklärt. Auch wenn sie deinem Gewissen Unbehagen verursacht und deine emotionalen Bedürfnisse nicht befriedigt, ist sie dennoch eine Tatsache, und sie ist dennoch eine Wahrheit. Diese Wahrheit kann es dir ermöglichen, rational und richtig mit der Güte umzugehen, die dir deine Eltern dadurch, dass sie dich großzogen, erwiesen haben. Sie kann dir außerdem ermöglichen, mit jeder Erwartung deiner Eltern rational und richtig umzugehen. Natürlich kann sie dir erst recht ermöglichen, mit der Beziehung zu deinen Eltern rational und richtig umzugehen. Wenn du so mit der Beziehung zu deinen Eltern umgehen kannst, dann kannst du rational mit ihr umgehen. Manche Menschen sagen: „Diese Wahrheiten sind gut ausgedrückt, und sie klingen sehr leidenschaftlich. Woran liegt es aber, dass es den Leuten ein Stück weit unmöglich erscheint, sie zu erreichen, wenn sie sie hören? Vor allem, was ‚Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger‘ betrifft – warum haben die Menschen, nachdem sie diese Wahrheit gehört haben, das Gefühl, ihre Beziehung zu ihren Eltern sei zunehmend von Distanz und Entfremdung geprägt? Warum haben sie das Gefühl, zwischen ihnen und ihren Eltern gebe es keine Zuneigung mehr?“ Versucht die Wahrheit absichtlich, den Abstand zwischen den Menschen zu vergrößern? Versucht die Wahrheit absichtlich, die Verbindungen zwischen Menschen und ihren Eltern abzubrechen? (Nein.) Welche Ergebnisse können also durch das Verstehen dieser Wahrheit erzielt werden? (Diese Wahrheit zu verstehen kann uns befähigen, unsere Beziehung zu unseren Eltern so zu sehen, wie sie wirklich ist – diese Wahrheit lässt uns die wahre Natur dieser Sache erkennen.) Das ist richtig, sie befähigt dich, die wahre Natur dieser Sache zu erkennen, rational an diese Dinge heranzugehen und rational mit ihnen umzugehen, und nicht innerhalb deiner Zuneigungen oder deiner fleischlichen zwischenmenschlichen Beziehungen zu leben, richtig?

Lasst uns darüber sprechen, wie man „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ interpretieren sollte. Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger – ist das nicht eine Tatsache? (Es ist eine Tatsache.) Weil es eine Tatsache ist, ist eine Erklärung des darin enthaltenen Sachverhalts angebracht. Wir wollen uns die Tatsache, dass deine Eltern dich zur Welt gebracht haben, ansehen. Wessen Entscheidung war es, dich zur Welt zu bringen? Deine oder die deiner Eltern? Wer hat sich für wen entschieden? Wenn man es aus der Perspektive Gottes betrachtet, lautet die Antwort: Keiner von euch hat sich für den anderen entschieden. Weder du noch deine Eltern haben entschieden, dich zur Welt zu bringen. Der Urgrund dafür ist, dass es von Gott so bestimmt wurde. Wir lassen dieses Thema vorerst beiseite, da diese Sache leicht zu verstehen ist. Vor dir aus gesehen, warst du passiv, als du deinen Eltern geboren wurdest, du hattest keine Wahl. Von deinen Eltern her gesehen, haben sie dich durch ihren eigenen, unabhängigen Willen zur Welt gebracht, richtig? In anderen Worten: Wenn man Gottes Bestimmung außer Acht lässt, dann waren es deine Eltern, die alle Macht hatten, als es darum ging, dich zur Welt zu bringen. Sie trafen die Wahl, dich zur Welt zu bringen, und sie hatten bei allem das Sagen. Du hast nicht entschieden, dass sie dich zur Welt bringen, warst passiv bei deiner Geburt, und du hattest in dieser Angelegenheit keine Wahl. Da also deine Eltern die ganze Macht hatten und trafen die Wahl, dich zur Welt zu bringen, unterliegt ihnen die Verpflichtung und Verantwortung, dich großzuziehen, dich zu einem Erwachsenen heranzuziehen, dir eine Bildung zukommen zu lassen, dich mit Essen, Kleidung und Geld zu versorgen – darin besteht ihre Verantwortung und ihre Verpflichtung, und das ist, was sie tun sollten. Wohingegen du während dieser Zeit, in der sie dich großzogen, immer passiv warst, du hattest kein Recht, zu entscheiden – du musstest von ihnen großgezogen werden. Weil du jung warst, warst du nicht imstande, dich selbst großzuziehen, du hattest keine andere Wahl, als dich passiv von deinen Eltern großziehen zu lassen. Du wurdest so großgezogen, wie deine Eltern es beschlossen; wenn sie dir etwas Gutes zu essen und zu trinken gaben, hast du gutes Essen und gute Getränke genossen. Wenn deine Eltern dir ein Lebensumfeld zur Verfügung stellten, in dem du dich zum Überleben von Spreu und wilden Pflanzen ernährtest, dann ernährtest du dich von Spreu und wilden Pflanzen, um zu überleben. Jedenfalls warst du passiv, als man dich großzog, und deine Eltern sind dabei ihrer Verantwortung nachgekommen. Es ist dasselbe, wie wenn deine Eltern sich um eine Blume kümmern. Da sie sich um die Blume kümmern wollen, düngen und gießen sie die Blume und sorgen für Sonnenlicht. Was also die Menschen betrifft, egal, ob deine Eltern gewissenhaft für dich gesorgt oder sich hingebungsvoll um dich gekümmert haben, sie sind lediglich ihrer Verantwortung und Verpflichtung nachgekommen. Unabhängig davon, aus welchem Grund sie dich großzogen, es war ihre Verantwortung – da sie dich zur Welt brachten, sollten sie die Verantwortung für dich übernehmen. Kann man auf dieser Grundlage alles, was deine Eltern für dich getan haben, als Güte ansehen? Das kann man nicht, oder? (Richtig.) Dass deine Eltern ihrer Verantwortung dir gegenüber nachkommen zählt nicht als Güte – zählt es als Güte, wenn sie ihrer Verantwortung gegenüber einer Blume oder Pflanze nachkommen, indem sie sie gießen und düngen? (Nein.) Das ist noch weiter von Güte entfernt. Blumen und Pflanzen wachsen im Freien besser – wenn man sie in den Boden pflanzt, und es gibt Wind, Sonne und Regenwasser, gedeihen sie. Wenn man sie in einen Topf pflanzt und ins Haus stellt, wachsen sie nicht so gut wie im Freien, aber wo immer sie auch sind, sie sind lebendig, richtig? Egal, wo sie sind, es wurde von Gott bestimmt. Du bist ein lebendiger Mensch, und Gott übernimmt die Verantwortung für jedes Leben, befähigt es zum Überleben und dazu, die Gesetze zu befolgen, an die sich alle geschaffenen Wesen halten. Als Mensch lebst du jedoch in der Umgebung, in der deine Eltern dich großziehen, also solltest du in dieser Umgebung aufwachsen und existieren. Dass du in dieser Umgebung lebst, liegt in größerem Rahmen an Gottes Bestimmung; im kleinen Rahmen liegt es daran, dass deine Eltern dich großziehen, richtig? Jedenfalls kommen deine Eltern, wenn sie dich aufziehen, einer Verantwortung und Verpflichtung nach. Dich zu einem Erwachsenen heranzuziehen ist ihre Verpflichtung und Verantwortung, und das kann man nicht als Güte bezeichnen. Wenn man es nicht als Güte bezeichnen kann, ist es dann nicht etwas, was du genießen solltest? (Doch.) Es ist eine Art Recht, das du genießen solltest. Du solltest von deinen Eltern großgezogen werden, denn bevor du das Erwachsenenalter erreichst, ist die Rolle, die du spielst, die eines Kindes, das großgezogen wird. Deshalb kommen deine Eltern dir gegenüber lediglich einer Art Verantwortung nach, die du einfach entgegennimmst, ganz bestimmt aber ist es keine Gunst oder Güte, die du von ihnen entgegennimmst. Kinder zu bekommen und zu umsorgen, sich zu vermehren und die nächste Generation aufzuziehen ist für jedes Lebewesen eine Art Verantwortung. Vögel, Kühe, Schafe und sogar Tiger müssen sich nach der Fortpflanzung um ihren Nachwuchs kümmern. Es gibt keine Lebewesen, die ihren Nachwuchs nicht aufziehen. Es mag einige Ausnahmen geben, aber viele sind es nicht. Es handelt sich um ein natürliches Phänomen der Existenz von Lebewesen, es handelt sich um einen Instinkt, den Lebewesen haben, und kann nicht der Güte zugeschrieben werden. Sie halten sich lediglich an das Gesetz, das der Schöpfer für Tiere und Menschheit erlassen hat. Daher ist es keine Art von Güte, wenn deine Eltern dich aufziehen. Auf dieser Grundlage kann man sagen, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind. Sie erfüllen dir gegenüber ihre Pflicht. Es spielt keine Rolle, wie viel Mühe und Geld sie für dich aufwenden, sie sollten nicht von dir verlangen, sie zu entschädigen, denn als Eltern ist das ihre Verantwortung. Da es ihre Verantwortung und Verpflichtung ist, sollte es kostenlos sein, und sie sollten keine Entschädigung verlangen. Deine Eltern haben dich großgezogen, womit sie lediglich ihrer Verantwortung und Verpflichtung nachgekommen sind, was unentgeltlich sein sollte und kein Geschäft. Das heißt, du brauchst mit deinen Eltern nicht im Sinne der Idee von Entschädigung umzugehen oder deine Beziehung zu ihnen danach auszurichten. Wenn du deine Eltern gemäß dieser Idee behandelst, dich bei ihnen revanchierst und deine Beziehung zu ihnen dementsprechend ausrichtest, dann ist das unmenschlich. Gleichzeitig wirst du dadurch wahrscheinlich von deinen fleischlichen Gefühlen eingeschränkt und gefesselt, und es ist schwierig für dich, aus diesen Verstrickungen herauszukommen, so sehr, dass du vielleicht sogar vom Weg abkommst. Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger, daher bist du nicht verpflichtet, alle ihre Erwartungen zu erfüllen. Du bist nicht verpflichtet, die Rechnung für ihre Erwartungen zu begleichen. Das heißt, sie können ihre eigenen Erwartungen haben. Du hast deine eigenen Entscheidungen und den Lebensweg und das Schicksal, die Gott für dich bestimmt hat und die nichts mit deinen Eltern zu tun haben. Wenn dein Vater oder deine Mutter also zu dir sagt: „Du bist ein Kind, das seine Eltern nicht ehrt. Du bist so viele Jahre lang nicht zurückgekommen, um mich zu sehen, und es sind so viele Tage vergangen, seit du mich das letzte Mal angerufen hast. Ich bin krank, und es ist keiner da, um mich zu pflegen. Ich habe dich wirklich umsonst großgezogen. Du bist tatsächlich ein gefühlloser, undankbarer Mensch und ein undankbares Kind!“, und du die Wahrheit „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ nicht verstehst, ist es sehr schmerzvoll, diese Worte zu hören, wie ein Messer, das dein Herz durchbohrt, und dein Gewissen wird sich verurteilt fühlen. Jedes einzelne dieser Worte wird sich in deinem Herzen verankern, sodass du dich schämst, deinen Eltern gegenüberzutreten, und das Gefühl hast, in der Schuld deiner Eltern zu stehen, und Schuldgefühle dich erfüllen. Wenn deine Eltern sagen, du seist ein gefühlloser, undankbarer Mensch, empfindest du tatsächlich Folgendes: „Sie haben völlig recht. Sie haben mich großgezogen und sich in keiner Weise in meinem Licht sonnen können. Jetzt sind sie krank. Sie haben gehofft, ich würde an ihrem Bett sitzen, ihnen behilflich sein und sie betreuen. Sie wollten, dass ich ihnen ihre Güte vergelte, und ich war nicht da. Ich bin wirklich ein gefühlloser, undankbarer Mensch!“ Du stufst dich als gefühllosen, undankbaren Menschen ein – ist das vernünftig? Bist du ein gefühlloser, undankbarer Mensch? Wenn du nicht von Zuhause fortgegangen wärst, um deine Pflicht woanders auszuführen, und an der Seite deiner Eltern geblieben wärst, hättest du dann verhindern können, dass sie krank werden? (Nein.) Kannst du kontrollieren, ob deine Eltern leben oder sterben? Kannst du kontrollieren, ob sie reich oder arm sind? (Nein.) Woran auch immer deine Eltern erkranken, der Grund dafür ist nicht, dass es sie erschöpft hat, dich großzuziehen, oder dass sie dich vermissen; vor allem bekommen sie nicht deinetwegen irgendeine schwere, schlimme und womöglich tödliche Erkrankung. Es ist ihr Schicksal, und es hat nichts mit dir zu tun. Egal, wie viel Kindesliebe du deinen Eltern entgegenbringst, du kannst allerhöchstens erreichen, ihr fleischliches Leid und ihre Bürden ein wenig zu mindern. Was aber die Frage betrifft, wann sie krank werden, welche Krankheit es ist, wann und wo sie sterben – haben diese Dinge irgendetwas mit dir zu tun? Nein, das haben sie nicht. Wenn du deine Eltern ehrst, wenn du kein gefühlloser, undankbarer Mensch bist und jeden Tag mit ihnen verbringst und über sie wachst, werden sie dann etwa nicht erkranken? Werden sie etwa nicht sterben? Wenn sie krank werden, werden sie nicht so oder so krank? Wenn sie sterben, werden sie nicht so oder so sterben? Stimmt das etwa nicht? Wenn deine Eltern früher gesagt hätten, du seist ein gefühlloser, undankbarer Mensch, du hättest kein Gewissen und seist ein undankbares Kind, wärst du dann bestürzt gewesen? (Ja.) Und wie sieht es jetzt aus? (Jetzt wäre ich nicht bestürzt.) Wodurch wurde dieses Problem also gelöst? (Dadurch, dass Gott Gemeinschaft gehalten hat darüber, dass es nichts mit uns zu tun hat, ob unsere Eltern krank werden oder nicht, ob sie leben oder sterben, und dass all das von Gott bestimmt ist. Wenn wir an ihrer Seite blieben, könnten wir nichts tun. Wenn sie also sagen, wir seien gefühllose, undankbare Menschen, hat das nichts mit uns zu tun.) Unabhängig davon, ob deine Eltern dich einen gefühllosen, undankbaren Menschen nennen, tust du zumindest die Pflicht eines geschaffenen Wesens vor dem Schöpfer. Solange du in Gottes Augen kein gefühlloser, undankbarer Mensch bist, reicht das. Es spielt keine Rolle, was die Leute sagen. Was deine Eltern über dich sagen, ist nicht unbedingt wahr, und was sie sagen, ist nicht nützlich. Du musst Gottes Worte als Grundlage für dich nehmen. Wenn Gott sagt, du seist ein qualifiziertes geschaffenes Wesen, spielt es keine Rolle, ob die Leute dich einen gefühllosen, undankbaren Menschen nennen, sie können nichts erreichen. Es ist nur so, dass solche Beleidigungen die Leute treffen, weil ihr Gewissen sich meldet oder weil sie die Wahrheit nicht verstehen und ihre Größe zu gering ist. Sie sind ein wenig schlecht gelaunt und fühlen sich ein bisschen deprimiert, aber wenn sie vor Gott zurückkehren, wird das alles gelöst und ist kein Problem mehr für sie. Ist das Problem, die Güte seiner Eltern zu vergelten, damit gelöst? Versteht ihr diese Sache? (Ja.) Welche Tatsache müssen die Menschen hier verstehen? Dich großzuziehen ist die Verantwortung deiner Eltern. Sie treffen die Wahl, dich zur Welt zu bringen, weshalb sie die Verantwortung und Verpflichtung haben, dich großzuziehen. Sie ziehen dich zu einem Erwachsenen heran und kommen damit ihrer Verantwortung und Verpflichtung nach. Du bist ihnen nichts schuldig, also musst du sie nicht entschädigen. Du musst sie nicht entschädigen – das beweist eindeutig, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind und du als Gegenleistung für ihre Güte nichts für sie tun musst. Wenn deine Umstände zulassen, deiner Verantwortung ihnen gegenüber ein wenig nachzukommen, dann tu es. Wenn deine Umgebung und deine objektiven Umstände nicht zulassen, deiner Verpflichtung ihnen gegenüber nachzukommen, brauchst du dir darüber keine allzu großen Gedanken zu machen, und du solltest nicht denken, du stündest in ihrer Schuld, denn deine Eltern sind nicht deine Gläubiger. Ganz gleich, ob du deinen Eltern Kindesliebe entgegenbringst oder deiner Verantwortung ihnen gegenüber nachkommst, du nimmst lediglich die Perspektive eines Kindes ein und erfüllst einen kleinen Teil deiner Verantwortung gegenüber den Leuten, die dich einst zur Welt gebracht und großgezogen haben. Das kannst du aber gewiss nicht aus der Perspektive tun, dass du sie entschädigst oder aus der Perspektive von „Deine Eltern sind deine Wohltäter und du musst sie entschädigen, du musst ihre Güte vergelten“.

In der Welt der Nichtgläubigen gibt es dieses Sprichwort: „Krähen revanchieren sich bei ihren Müttern, indem sie sie füttern, und Lämmer knien nieder, um von ihren Müttern Milch zu trinken.“ Es gibt auch dieses Sprichwort: „Ein Mensch, der seine Eltern nicht ehrt, ist niedriger als ein Tier.“ Wie grandios diese Sprüche klingen! Die Phänomene, die im ersten Sprichwort erwähnt werden, gibt es in Wirklichkeit tatsächlich, nämlich dass Krähen sich bei ihren Müttern revanchieren, indem sie sie füttern, und dass Lämmer niederknien, um von ihren Müttern Milch zu trinken, das sind Tatsachen. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um Phänomene in der Tierwelt. Es ist bloß eine Art Gesetz, das Gott für verschiedene Lebewesen erlassen hat und das alle Lebewesen einhalten, einschließlich der Menschen. Die Tatsache, dass alle möglichen Lebewesen dieses Gesetz einhalten, beweist auch, dass alle Lebewesen von Gott geschaffen sind. Kein Lebewesen kann dieses Gesetz brechen, und kein Lebewesen kann es überschreiten. Selbst relativ wilde Fleischfresser wie Löwen und Tiger hegen ihren Nachwuchs und beißen ihn nicht, bevor er ausgewachsen ist. Das ist ein tierischer Instinkt. Ganz gleich, zu welcher Art sie gehören, ob sie wild oder freundlich und sanft sind, alle Tiere besitzen diesen Instinkt. Alle Arten von Lebewesen, einschließlich Menschen, können nur fortbestehen und sich vermehren, indem sie diesem Instinkt und diesem Gesetz folgen. Wenn sie sich nicht an dieses Gesetz hielten oder dieses Gesetz und diesen Instinkt nicht hätten, könnten sie sich nicht vermehren und überleben. Die biologische Kette würde nicht existieren, und auch diese Welt nicht. Stimmt das etwa nicht? (Es stimmt.) Dass Krähen sich bei ihren Müttern revanchieren, indem sie sie füttern, und Lämmer niederknien, um von ihren Müttern Milch zu trinken, zeigt, dass die Tierwelt sich an diese Art von Gesetz hält. Alle Arten von Lebewesen haben diesen Instinkt. Sobald der Nachwuchs auf der Welt ist, werden die Jungen von den Weibchen oder Männchen der Spezies versorgt und gehegt, bis sie ausgewachsen sind. Alle Arten von Lebewesen sind in der Lage, ihre Verantwortung und ihre Verpflichtungen gegenüber ihrem Nachwuchs zu erfüllen, um die nächste Generation gewissenhaft und pflichtbewusst aufzuziehen. Das sollte erst recht bei den Menschen der Fall sein. Die Menschheit bezeichnet Menschen als höhere Tiere – wenn sie sich nicht an dieses Gesetz halten können und ihnen dieser Instinkt nicht innewohnt, dann sind die Menschen niedriger als Tiere, oder nicht? Deshalb taten deine Eltern nur das, was sie im Rahmen der Fähigkeiten eines geschaffenen Menschen tun sollten, egal wie sehr sie dich gehegt haben, als sie dich großzogen, und wie sehr sie ihrer Verantwortung dir gegenüber nachgekommen sind – es war ihr Instinkt. Man braucht sich nur die Vögel anzuschauen. Mehr als einen Monat vor der Paarungszeit suchen sie ständig nach einem sicheren Ort, um ihre Nester zu bauen. Die Vogelmännchen und -weibchen ziehen abwechselnd hinaus und tragen verschiedene Arten von Pflanzen, Federn und Zweigen herbei, um ihre Nester in relativ dichten Bäumen zu bauen. Die kleinen Nester, die von verschiedenen Arten von Vögeln gebaut werden, sind alle unglaublich robust und kunstvoll. Für ihren Nachwuchs bringen Vögel all diese Mühe auf und bauen Nester und Zufluchtsorte. Nachdem sie ihre Nester gebaut haben und es Zeit zum Brüten ist, sitzt in jedem Nest ständig ein Vogel; die Vogelmännchen und -weibchen wechseln sich in Schichten rund um die Uhr ab, wobei sie unglaublich achtsam sind – wenn einer von ihnen zurückkehrt, fliegt der andere kurz darauf los. Nicht lange danach schlüpfen die Küken und strecken ihre Köpfe aus den Schalen, und man kann in den Bäumen hören, wie sie anfangen zu zwitschern. Die Vogeleltern fliegen hin und her, kommen zum Nest, um ihren Küken Würmer zu füttern, dann fliegen sie herbei, um ihnen etwas anderes zu füttern, wobei sie eine unglaubliche Achtsamkeit erkennen lassen. Nach ein paar Monaten sind die Küken ein wenig gewachsen und können am Rand des Nests stehen und mit den Flügeln schlagen; ihre Eltern fliegen hin und her, wechseln sich beim Füttern und Bewachen der Jungvögel ab. In einem Jahr sah Ich einmal eine Krähe am Himmel, die ein Küken im Schnabel hatte. Das Küken schrie herzzereißend, rief quasi um Hilfe. Die Krähe flog vorne weg mit dem Küken im Schnabel, und ein Paar ausgewachsener Vögel jagte ihr hinterher. Diese beiden Vögel gaben ebenfalls jämmerliche Schreie von sich, und am Ende flog die Krähe weit weg. Das Küken wäre wahrscheinlich ohnehin gestorben, ob seine Eltern es nun geschafft hätten, die Krähe einzuholen, oder nicht. Diese beiden ausgewachsenen Vögel, die ihr folgten, schrien und kreischten so sehr, dass die Menschen am Boden aufschreckten – was meinst du, wie jämmerlich ihre Schreie gewesen sein müssen? Tatsächlich hatten sie sicherlich nicht nur ein Küken. Sie hatten bestimmt drei oder vier Küken in ihrem Nest, aber als eines davon weggetragen wurde, jagten sie ihm nach, schreiend und kreischend. So ist es in der Tierwelt und in der biologischen Welt – Lebewesen sind in der Lage, ihre Nachkommen unermüdlich zu umhegen. Vögel fliegen jedes Jahr zurück und bauen neue Nester, sie tun jedes Jahr dasselbe; sie brüten ihre Küken aus, füttern sie und bringen ihnen das Fliegen bei. Während die Küken das Fliegen üben, flattern sie nicht sehr hoch und manchmal fallen sie zu Boden. Wir haben sie sogar einige Male gerettet und sie schnell wieder in ihr Nest gesetzt. Ihre Eltern bringen ihnen jeden Tag etwas bei, und eines Tages verlassen alle diese Küken ihr Nest, fliegen davon und lassen leere Nester zurück. Im nächsten Jahr kommen neue Vogelpaare, um Nester zu bauen, ihre Eier auszubrüten und ihre Küken heranzuziehen. Alle Arten von Lebewesen und Tieren haben diese Instinkte, folgen diesen Gesetzen bestens und setzen sie perfekt um. Das ist etwas, das kein Mensch zerstören kann. Es gibt auch einige besondere Tierarten wie Tiger und Löwen. Wenn diese Tiere ausgewachsen sind, verlassen sie ihre Eltern, und manche Männchen werden zu Rivalen, die, wenn nötig, beißen, streiten und kämpfen. Das ist normal, es ist ein Gesetz. Sie sind nicht sehr liebevoll, und sie leben nicht innerhalb ihrer Gefühle wie die Menschen und sagen: „Ich muss ihre Güte vergelten, ich muss sie entschädigen – ich muss meinen Eltern gehorchen. Wenn ich sie nicht ehre, werden andere Leute mich verurteilen, mich schelten und mich hinter meinem Rücken kritisieren. Das könnte ich nicht ertragen!“ Solche Dinge werden in der Tierwelt nicht geäußert. Warum sagen Menschen so etwas? Weil es in der Gesellschaft und in Gruppen von Leuten verschiedene falsche Vorstellungen und übereinstimmende Meinungen gibt. Nachdem die Leute davon beeinflusst, zersetzt und verdorben worden sind, wird die Eltern-Kind-Beziehung unter ihnen auf verschiedene Weise interpretiert und abgehandelt, und letztendlich behandeln sie ihre Eltern als ihre Gläubiger – Gläubiger, die ihnen einen Kredit gewährten, den sie niemals abtragen können, ihr ganzes Leben lang nicht. Es gibt sogar Menschen, die sich ihr ganzes Leben lang schuldig fühlen, nachdem ihre Eltern gestorben sind. Sie denken, sie seien der Güte ihrer Eltern nicht würdig, weil sie etwas getan haben, worüber ihre Eltern nicht glücklich waren, oder das nicht so lief, wie ihre Eltern es wollten. Sag Mir, ist das nicht übertrieben? Die Menschen leben inmitten ihrer Gefühle, und so werden sie durch verschiedene falsche Vorstellungen, die von diesen Gefühlen herrühren, beeinträchtigt und gestört. Menschen leben in einer Umgebung, die von der Ideologie der verdorbenen Menschheit geprägt ist, weshalb sie durch verschiedene abwegige und absurde Ideen beeinträchtigt und gestört werden, wodurch ihr Leben erschöpfend und weniger einfach ist als das anderer Lebewesen. Weil Gott aber wirkt und weil Er die Wahrheit zum Ausdruck bringt, um den Menschen die wahre Natur all dieser Tatsachen mitzuteilen und um ihnen zu ermöglichen, die Wahrheit zu verstehen, werden diese abwegigen und absurden Ideen und Ansichten dich nicht länger belasten, noch werden sie dir länger als Leitfaden dafür dienen, wie du die Beziehung zu deinen Eltern betrachten sollst. An dieser Stelle wird dein Leben entspannter werden. Ein entspanntes Leben zu leben bedeutet nicht, nicht zu wissen, worin deine Verantwortung und Verpflichtungen liegen – du wirst es weiterhin wissen. Es hängt einfach davon ab, für welche Perspektive und Methoden du dich entscheidest, um an deine Verantwortung und deine Verpflichtungen heranzugehen. Ein Weg besteht darin, die Richtung des Gefühls einzuschlagen und anhand emotionaler Mittel und der Methoden, Ideen und Ansichten, zu denen Satan den Menschen hinführt, mit diesen Fragen umzugehen. Der andere Weg ist der, anhand der Worte damit umzugehen, die Gott die Menschen gelehrt hat. Wenn Menschen diese Angelegenheiten nach Satans abwegigen und absurden Ideen und Ansichten handhaben, können sie nur in der Verstrickung ihrer eigenen Gefühle leben, und sie werden nie zwischen richtig und falsch unterscheiden können. Unter diesen Umständen bleibt ihnen keine andere Wahl, als ständig in Fallen zu laufen und in Dinge verstrickt zu sein wie „Du hast Recht, ich habe Unrecht. Du hast mir mehr gegeben, ich habe dir weniger gegeben. Du bist undankbar. Du gehst zu weit.“ In der Folge sprechen sie zu keinem Zeitpunkt klar und deutlich. Nachdem die Menschen aber die Wahrheit verstanden haben und sich von ihren abwegigen und absurden Ideen und Ansichten und aus dem Netz der Gefühle befreit haben, werden diese Dinge für sie einfach. Wenn du dich an einen Wahrheitsgrundsatz, eine Idee oder eine Sichtweise hältst, die richtig ist und von Gott kommt, wird dein Leben sehr entspannt werden. Weder die öffentliche Meinung noch das Bewusstsein deines Gewissens noch die Bürde deiner Gefühle werden die Art und Weise, wie du mit deiner Beziehung zu deinen Eltern umgehst, länger beeinträchtigen; ganz im Gegenteil, diese Dinge ermöglichen dir, richtig und rational an diese Beziehung heranzugehen. Wenn du gemäß den Wahrheitsgrundsätzen handelst, die Gott den Menschen gegeben hat, wirst du, auch wenn die Leute dich hinter deinem Rücken kritisieren, in den Tiefen deines Herzens ruhig und im Reinen mit dir sein, und die Kritik wird keinen Einfluss auf dich haben. Zumindest hörst du auf, in den Tiefen deines Herzens dich selbst einen gefühllosen, undankbaren Menschen zu schelten, und du spürst die Anklage deines Gewissens nicht mehr, denn du weißt, dass alle deine Handlungen im Einklang mit den Methoden erfolgen, die Gott dich gelehrt hat, und dass du Gottes Worte hörst und dich ihnen unterwirfst und Seinem Weg folgst. Gottes Worte zu hören und Seinem Weg zu folgen ist das Gespür des Gewissens, das die Menschen in erster Linie besitzen sollten. Du bist nur dann ein wahrer Mensch, wenn du diese Dinge tun kannst. Wenn du diese Dinge nicht erreicht hast, dann bist du ein gefühlloser, undankbarer Mensch. Ist es nicht so? (So ist es.) Erkennst du diese Sache jetzt deutlich? Sie deutlich zu erkennen ist ein Aspekt davon; wenn die Menschen diese Sache nach und nach durchschauen und in die Praxis umsetzen, ist das ein weiterer Aspekt. Um diese Sache klar zu erkennen, müssen die Menschen eine Zeitlang Erfahrungen machen. Wenn Menschen diese Tatsache und dieses Wesen klar erkennen und den Punkt erreichen wollen, an dem sie die Dinge den Grundsätzen gemäß handhaben, kann das nicht innerhalb kurzer Zeit erreicht werden; zuerst müssen die Menschen sich vom Einfluss aller möglichen abwegigen und absurden und bösen Ideen und Ansichten befreien. Ein weiterer, wichtigerer Aspekt ist, dass sie in der Lage sein müssen, die Beschränkungen und den Einfluss ihres Gewissens und ihrer Gefühle zu beseitigen; vor allem müssen sie die Hürde ihrer eigenen Emotionen überwinden. Angenommen, in der Theorie erkennst du an, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und dass es richtig ist, und in der Theorie weißt du, dass die abwegigen und absurden Ideen und Ansichten, die Satan den Menschen einflößt, falsch sind, aber du kannst die Hürde deiner Gefühle einfach nicht überwinden; du fühlst dich deiner Eltern wegen ständig schlecht und denkst, sie haben dir so viel Güte gezeigt, so viel für dich aufgewendet, getan und gelitten, und die Schatten von allem, was deine Eltern für dich getan haben, alles, was sie gesagt haben, und sogar jeder Preis, den sie für dich bezahlt haben, sind in deiner Seele immer noch lebendig. Jede dieser Hürden ist für dich ein kritischer Moment, und es wird nicht einfach für dich sein, sie zu nehmen. Die schwerste Hürde, die du überwinden musst, bist tatsächlich du selbst. Wenn du eine Hürde nach der anderen nehmen kannst, wirst du in der Lage sein, die Gefühle, die du für deine Eltern empfindest, von ganzem Herzen und vollständig loszulassen. Ich halte darüber nicht Gemeinschaft, um dich dazu zu bringen, deine Eltern zu verraten, und Ich tue es mit Sicherheit nicht, damit du Grenzen zwischen dir und deinen Eltern ziehst – wir rufen hier keine Bewegung ins Leben, es ist unnötig, irgendwelche Grenzen zu ziehen. Ich halte Gemeinschaft darüber, um dir ein richtiges Verständnis dieser Fragen zu vermitteln und dir zu helfen, eine richtige Idee und Ansicht anzunehmen. Außerdem halte Ich darüber Gemeinschaft, damit du, wenn du mit diesen Problemen zu tun hast, nicht von ihnen gestört oder an Händen und Füßen von ihnen gefesselt wirst. Wenn du mit diesen Dingen zu tun hast, ist das Wichtigste, dass sie die Pflichtausführung eines geschaffenen Wesens nicht beeinträchtigen. Auf diese Weise wird Mein gemeinschaftlicher Austausch sein Ziel erreichen. Natürlich stellt sich folgende Frage: Können Menschen, die im Fleisch leben, den Punkt erreichen, an dem ihr Denken frei ist von diesen Vorstellungen und keine emotionalen Verstrickungen zwischen ihnen und ihren Eltern mehr bestehen? Das ist unmöglich. In dieser Welt haben Menschen, abgesehen von ihren Eltern, auch Kinder – diese fleischlichen Beziehungen sind unter den Menschen die engsten. Es ist unmöglich, die Bindung zwischen Eltern und Kind vollständig zu durchtrennen. Ich versuche nicht, dich dazu zu bringen, formell bekannt zu geben, dass du die Verbindung zu deinen Eltern abbrechen und nie wieder mit ihnen verkehren wirst. Ich versuche dir zu helfen, mit deiner Beziehung zu ihnen richtig umzugehen. Diese Dinge sind schwierig, nicht wahr? Dein Verständnis der Wahrheit wird sich vertiefen, du wirst älter, und die Schwierigkeit wird allmählich abnehmen und nachlassen. Wenn Menschen in ihren 20ern sind, spüren sie einen anderen Grad an Verbundenheit mit ihren Eltern als im Alter von 30 oder 40 Jahren. Wenn sie ein Alter von 50 Jahren erreicht haben, lässt die Verbundenheit noch weiter nach, und wenn Menschen ein Alter von 60 oder 70 Jahren erreichen, ist es unnötig, darüber zu sprechen. Bis dahin ist die Verbundenheit sogar noch schwächer – sie verändert sich mit dem Älterwerden.

Die Wahrheit von „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ ist der richtige Grundsatz der Praxis, den die Menschen verstehen müssen, wenn es darum geht, wie sie mit ihren Eltern umgehen. Was ist der andere Grundsatz der Praxis? (Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal.) Ist „Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal“ im Vergleich zu „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger“ nicht leichter zu verstehen und loszulassen? Nach außen hin scheint es, als hätten deine Eltern dein fleischliches Leben zur Welt gebracht und als seien es deine Eltern gewesen, die dir das Leben geschenkt haben. Doch aus Gottes Perspektive und vom Kern der Sache her betrachtet, wurde dir dein fleischliches Leben nicht von deinen Eltern geschenkt, denn Menschen können kein Leben erschaffen. Einfach ausgedrückt: Kein Mensch kann den Atem eines Menschen erschaffen. Das Fleisch kann zu einem Menschen werden, weil dieser Mensch den Atem hat. In diesem Atem liegt das Leben der Menschen, und er ist das Merkmal eines lebendigen Individuums. Die Menschen haben diesen Atem und dieses Leben, und die Quelle und der Ursprung davon sind nicht ihre Eltern. Menschen wurden hervorgebracht, indem ihre Eltern sie zur Welt brachten, das ist alles – im Grunde aber ist es Gott, der den Menschen Atem und Leben gibt. Deshalb sind deine Eltern nicht die Gebieter über dein Leben, der Gebieter über dein Leben ist Gott. Gott schuf die Menschheit, Er schuf das Leben der Menschen, und Er gab den Menschen den Lebensatem, Ursprung des Lebens der Menschen. Ist also der Satz „Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben“ nicht leicht zu verstehen? Dein Atem wurde dir nicht von deinen Eltern gegeben, schon gar nicht sorgen sie dafür, dass dein Atem fortdauert. Gott kümmert sich um jeden Tag deines Lebens und herrscht über ihn. Deine Eltern können nicht entscheiden, wie jeder Tag deines Lebens verläuft, ob jeder Tag glücklich ist und reibungslos abläuft, wen du jeden Tag triffst oder in welcher Umgebung du jeden Tag lebst. Gott kümmert sich jeden Tag durch deine Eltern um dich, das ist alles – deine Eltern sind einfach die Menschen, die Gott gesandt hat, um sich um dich zu kümmern. Als du zur Welt kamst, waren es nicht deine Eltern, die dir das Leben schenkten. Haben dir deine Eltern danach das Leben geschenkt, sodass du bis jetzt leben konntest? Auch das haben sie nicht. Der Ursprung deines Lebens liegt nach wie vor in Gott und nicht in deinen Eltern. Angenommen, deine Eltern brachten dich zur Welt, aber als du ein Jahr oder fünf Jahre alt warst, entschied Gott, dir das Leben zu nehmen. Konnten deine Eltern irgendetwas dagegen tun? Was würden deine Eltern tun? Wie würden sie dein Leben retten? Sie würden dich ins Krankenhaus bringen lassen und dich den Ärzten anvertrauen, die dann versuchen, deine Krankheit zu behandeln und dein Leben zu retten. Das ist die Verantwortung deiner Eltern. Hätte Gott aber gesagt: Dieses Leben soll enden, und diese Person soll nicht leben, und du sollst in einer anderen Familie wiedergeboren werden, dann hätten deine Eltern nicht die Macht bzw. die Mittel, dein Leben zu retten. Sie könnten nur zusehen, wie dein kleines Leben diese Welt verlässt. Wenn ein Leben verloren ist, sind sie machtlos – alles, was sie tun können, ist, ihrer Verantwortung als Eltern nachzukommen und dich den Ärzten anzuvertrauen, die versuchen, deine Krankheit zu behandeln und dein Leben zu retten. Die Entscheidung, ob dein Leben weitergeht oder nicht, liegt jedoch nicht bei deinen Eltern. Wenn Gott sagt, dass du weiterleben darfst, dann lebst du. Wenn Gott sagt, dein Leben darf nicht weitergehen, dann wirst du dein Leben verlieren. Können deine Eltern irgendetwas dagegen tun? Sie können sich nur mit deinem Schicksal abfinden. Um es klar auszudrücken: Sie sind bloß gewöhnliche geschaffene Wesen. Nur aus deiner Perspektive haben sie eine besondere Identität – sie haben dich zur Welt gebracht und großgezogen, sie sind deine Chefs und deine Eltern. Doch aus Gottes Perspektive sind sie nur gewöhnliche Menschen, sie sind nur Mitglieder der verdorbenen Menschheit, und an ihnen ist nichts Besonderes. Sie sind noch nicht einmal die Gebieter über ihr eigenes Leben, wie könnten sie also die Gebieter über deines sein? Obwohl sie dich zur Welt gebracht haben, wissen sie nicht, woher dein Leben kam, und sie konnten nicht entscheiden, zu welcher Zeit, zu welcher Stunde und an welchem Ort dein Leben ankommen würde oder wie dein Leben sein würde. Sie wissen nichts davon. Was sie betrifft, warten sie einfach passiv ab, warten auf Gottes Souveränität und auf Seine Anordnungen. Ganz gleich, ob sie darüber glücklich sind oder nicht, ob sie es glauben oder nicht, all dies ist trotzdem orchestriert und geschieht durch Gottes Hände. Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben – ist diese Sache nicht leicht zu verstehen? (Doch.) Deine Eltern haben dein Fleisch zur Welt gebracht, aber sie haben nicht das Leben deines Fleisches zur Welt gebracht. Das ist eine Tatsache. Sind deine Eltern überhaupt in der Lage, zu beeinflussen, wie groß du wirst, wie deine körperliche Konstitution beschaffen ist, welche Farbe dein Haar hat oder wie dicht es ist, welche deine Hobbys sind usw.? (Nein.) Deine Eltern können nicht entscheiden, ob deine Haut gut oder schlecht ist oder was für Gesichtszüge du hast. Manche Eltern sind dick und bringen Kinder zur Welt, die dünn und kleingewachsen sind, mit kleinen Nasen und Augen. Wenn die Leute sie sehen, denken sie: „Wem sehen diese Kinder ähnlich? Sie sehen ganz sicher nicht wie ihre Eltern aus.“ Eltern können noch nicht einmal entscheiden, wem ihre Kinder ähnlich sehen, nicht wahr? Manche Eltern haben einen sehr kräftigen Körperbau und bringen sehr dünne und schwache Kinder zur Welt; manche Eltern sind sehr dünn, haben einen schwachen Körper und bringen unglaublich kräftige Kinder hervor, die so stark sind wie Ochsen. Manche Eltern sind so ängstlich wie Mäuse und bringen Kinder zur Welt, die außerordentlich wagemutig sind. Manche Eltern sind vorsichtig und zurückhaltend und bringen Kinder zur Welt, die sehr ehrgeizig sind, und am Ende werden einige davon Herrscher, andere werden Präsidenten und wieder andere Anführer von Gruppen von Banditen und Schurken. Manche Eltern sind Bauern, aber die Kinder, die sie hervorbringen, werden hohe Beamte. Es gibt auch Eltern, die betrügerisch sind, aber gesittete und arglose Kinder zur Welt bringen. Manche Eltern sind Nichtgläubige oder beten vielleicht sogar Götzen und Teufel an, und sie bringen Kinder zur Welt, die an Gott glauben wollen, die ohne ihren Glauben an Gott nicht weiterleben können. Manche Eltern sagen ihren Kindern: „Ich werde euch auf die Universität schicken“, und die Kinder sagen: „Nein, ich bin ein geschaffenes Wesen, ich muss meine Pflicht ausführen!“ Daraufhin sagen die Eltern: „Du bist jung, du brauchst keine Pflicht auszuführen. Wir führen ein Stück weit unsere Pflichten aus, weil wir alt sind, und wir haben keine Zukunftsaussichten; wir werden in Zukunft einige Segnungen für unsere Familie erlangen, also brauchst du es nicht zu tun. Du musst fleißig studieren, und nach deinem Abschluss musst du ein hoher Beamter werden, damit wir uns mit dir im Licht sonnen können.“ Ihre Kinder antworten: „Nein. Ich bin ein geschaffenes Wesen, meine Pflicht auszuführen ist das Allerwichtigste.“ Selbstverständlich gibt es auch Eltern, die an Gott glauben, ihrer Familie entsagen und ihre Karriere aufgeben, während ihre Kinder sich weigern, jemals an Gott zu glauben. Ihre Kinder sind Nichtgläubige, und wie man diese Kinder und ihre Eltern auch betrachtet, sie haben keine Ähnlichkeit mit einer Familie. Obwohl sie ihrer Erscheinung, ihren Lebensgewohnheiten und sogar einigen Aspekten ihres Charakters nach einer Familie gleichen, sind sie ihren Hobbys, Interessen, Bestrebungen und dem Weg, den sie einschlagen, nach völlig verschieden. Sie sind einfach zwei unterschiedliche Arten von Mensch, die zwei verschiedene Wege gehen. Es gibt also Unterschiede im Leben der Menschen, und diese werden nicht von ihren Eltern bestimmt. Eltern können nicht entscheiden, welche Art von Leben ihre Kinder haben oder in welche Art von Umgebungen ihre Kinder hineingeboren werden. Deine Eltern sind weder die Gebieter über dein Leben noch die Gebieter über dein Schicksal. Das Leben wird den Menschen nicht von ihren Eltern geschenkt – ist das Schicksal eines Individuums bedeutender oder unbedeutender als sein Leben? Für die Menschen ist beides von großer Bedeutung. Warum? Weil es sich dabei nicht um Dinge handelt, die die Menschen erfassen, vollbringen oder kontrollieren können, indem sie ihre Instinkte, ihre Fähigkeiten oder ihr Kaliber zum Einsatz bringen. Das Schicksal der Menschen und der Verlauf ihres Lebens werden von Gott entschieden, und Er herrscht darüber. Kein Mensch kann, was Leben und Schicksal betrifft, irgendwelche Entscheidungen treffen. Weder du noch deine Eltern können sich aussuchen, in welcher Familie du geboren wirst oder welche Eltern du in diesem Leben haben wirst. Auch deine Eltern waren passiv, als sie dich zur Welt brachten. Somit können deine Eltern nicht entscheiden, wie die Bahn deines Schicksals aussehen wird; sie können nicht entscheiden, ob du sehr wohlhabend und reich im Leben sein wirst oder arm und niedrigstehend oder einfach ein Durchschnittsmensch; sie können nicht entscheiden, wohin du in diesem Leben gehen wirst, an welchem Ort du leben wirst oder wie deine Ehe sein wird, wie deine Kinder sein werden oder in welcher Art materieller Umgebung du leben wirst usw. Es gibt Menschen, deren Familien es gut ging, bevor sie ein Kind zur Welt brachten, die Kleidung, Nahrung und mehr Geld, als sie ausgeben konnten, hatten. Als das Kind erwachsen war, verschleuderte es das ganze Vermögen seiner Familie, und wie viel Geld die Eltern auch verdienten, sie konnten all das von ihrem verschwenderischen Kind vergeudete Geld nicht ausgleichen. Es gibt auch Menschen, die arm waren, und sie brachten ein Kind zur Welt, und ein paar Jahre später blühte ihr Familiengeschäft auf, ihr Leben wurde besser, alles lief immer reibungsloser, und auch ihre Umgebung wurde immer besser. Mit all dem hatten diese Eltern nicht gerechnet, nicht wahr? Eltern können das Schicksal ihrer Kinder nicht entscheiden, und natürlich haben sie auch nichts mit dem Schicksal ihrer Kinder zu tun. Welche Art von Weg du gehst, wohin du gehst und welche Menschen du in diesem Leben triffst, wie vielen Katastrophen du dich gegenübersiehst, wie viele großartige Dinge und wie viel Reichtum auf dich zukommen – das alles hat nichts mit deinen Eltern oder mit ihren Erwartungen zu tun. Alle Eltern wünschen sich, dass ihr Kind es zu etwas bringt in dieser Welt, aber geht dieser Wunsch immer in Erfüllung? Nicht unbedingt. Manche Kinder bringen es zu was in der Welt, wie ihre Eltern es sich gewünscht haben, und sie werden hohe Beamte, werden reich und leben gut, aber ihre Eltern werden krank und sterben binnen weniger Jahre, ohne dazu gekommen zu sein, etwas von diesem Glück zu genießen oder sich irgendwie in diesem Licht zu sonnen. Hat das Schicksal eines Menschen irgendetwas mit seinen Eltern zu tun? Nein. Es ist nicht so, als ob du alles erreichen könntest, was deine Eltern von dir erwarten. Das Schicksal eines Menschen hat nichts mit seinen Eltern zu tun, und die Eltern eines Menschen können nicht über sein Schicksal entscheiden. Auch wenn deine Eltern dich zur Welt gebracht haben und auch wenn sie viel getan haben, um den Grundstein für deine Aussichten, deine Ideale und dein zukünftiges Schicksal zu legen, können sie nicht darüber entscheiden, wie dein Schicksal oder dein zukünftiger Lebensweg aussehen wird – diese Dinge haben nichts mit ihnen zu tun. Deshalb sind deine Eltern nicht die Gebieter über dein Schicksal, und sie können nichts an dir ändern. Wenn es dir vom Schicksal bestimmt ist, reich zu sein, dann spielt es keine Rolle, wie arm oder unfähig deine Eltern sind; du wirst trotzdem den Reichtum erlangen, der dir bestimmt ist. Wenn du dazu ausersehen bist, ein armer Mensch, eine gewöhnlicher oder eine niedrige Person zu sein, ist es egal, wie fähig deine Eltern sind, sie werden dir nicht behilflich sein können. Wenn du von Gott auserwählt wirst, dann bist du einer von Gottes auserwähltem Volk. Das heißt, wenn Gott dich dazu vorherbestimmt hat, können deine Eltern, egal wie mächtig oder fähig sie sind, deinen Glauben an Gott nicht behindern, selbst wenn sie es wollen. Da du dazu ausersehen bist, ein Mitglied des Hauses Gottes und einer von Seinem auserwählten Volk zu sein, kannst du dem nicht entkommen. Das Schicksal eines Menschen hängt nur mit Gottes Souveränität und Gottes Bestimmung zusammen; es hat nichts mit den Wünschen und Erwartungen seiner Eltern zu tun. Natürlich hat es auch nichts mit den Interessen, den Hobbys, dem Charakter, den Bestrebungen, dem Kaliber oder den Fähigkeiten dieses Individuums zu tun. Wie solltest du also, basierend auf der Wahrheit „Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal“, mit den Erwartungen deiner Eltern umgehen? Solltest du sie gänzlich akzeptieren, sie ignorieren oder vernünftig mit ihnen umgehen? Was die Sache mit deinem Leben bzw. deinem Schicksal betrifft, sind deine Eltern nur normale Menschen, sie können erwarten, was immer sie wollen, und sie können sagen, was immer sie wollen. Lass sie sagen, was sie wollen, und mach einfach dein eigenes Ding. Es ist unnötig, mit ihnen zu streiten, denn wie auch immer etwas wirklich ist, so wird es sein. Das ergibt sich nicht aus Debatten, und es verändert sich nicht nach dem Willen des Menschen. Du kannst dein eigenes Schicksal nicht entscheiden, geschweige denn deine Eltern! Ist es nicht so? (Ja, so ist es.) Auch wenn deine Eltern die Älteren sind, sie haben trotzdem keine Beziehung oder Verbindung zu deinem Schicksal. Deine Eltern sollten nicht versuchen, dein Schicksal zu diktieren, nur weil sie so viele Jahre älter sind als du und dir eine Generation voraus sind. Das ist irrational und verabscheuungswürdig. Daher solltest du es ruhig und rational angehen, wann immer deine Eltern etwas über den Weg, den du im Leben gehst, oder ihre Erwartungen an dich sagen, denn sie sind nicht die Gebieter über dein Schicksal. Sag ihnen: „Mein Schicksal liegt in Gottes Hand – kein Mensch kann es ändern.“ Kein Mensch kann sein eigenes Schicksal oder das eines anderen kontrollieren, und auch deine Eltern sind dazu nicht qualifiziert. Deine Vorfahren sind dazu nicht qualifiziert, geschweige denn deine Eltern. Wer allein ist qualifiziert? (Nur Gott.) Nur Gott ist qualifiziert, über das Schicksal der Menschen zu herrschen.

In der Theorie erkennen manche Menschen folgende Tatsachen durchaus an: „Meine Eltern können nicht in mein Schicksal eingreifen. Sie haben mich zwar zur Welt gebracht, aber sie haben mir nicht mein Leben geschenkt, es wurde mir von Gott geschenkt. Alles, was ich habe, wurde mir von Gott geschenkt. Gott hat mich durch sie nur zu einem Erwachsenen herangezogen und mir ermöglicht, bis jetzt zu leben. Eigentlich war es Gott, der mich großgezogen hat.“ Sie äußern diese Worte recht gut und klar, aber es gibt besondere Umstände, unter denen sie ihre Zuneigungen nicht überwinden oder die Aussage: „Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal“ akzeptieren können. Unter diesen besonderen Umständen werden die Menschen von ihren Gefühlen beherrscht und geraten in Versuchung oder werden schwach. Da sie die Verfolgung und Verurteilung durch die Regierung und die religiöse Welt erlitten haben und verhaftet und ins Gefängnis geworfen wurden, fassen einige Menschen, die an Gott glauben, den Entschluss, nie zum Judas zu werden und niemals jemanden unter ihren Brüdern und Schwestern zu verraten oder niemals irgendwelche Informationen über die Kirche preiszugeben, egal welche Folter sie erleiden – sie würden eher sterben, als zum Judas zu werden. Und so werden sie so sehr gefoltert und gequält, dass sie nicht mehr wie ein Mensch aussehen. Ihre Augen sind zu Schlitzen geschwollen, sie können nicht mehr deutlich sehen. Ihre Ohren sind taub, ihre Zähne ausgeschlagen, ihre Mundwinkel reißen ein und bluten, ihre Beine funktionieren nicht richtig. Ihr ganzer Körper ist geschwollen und von Blutergüssen übersät. Doch wie schlimm sie auch gefoltert werden, sie versuchen nicht, der Folter durch Verrat zu entkommen – sie sind entschlossen, nicht zum Judas zu werden und in ihrem Zeugnis standhaft zu bleiben. Bis dahin scheinen sie ziemlich stark zu sein und Zeugnis zu haben, nicht wahr? Sie haben Folter und Einschüchterung durchlitten, ohne zum Judas zu werden, und wurden viele Tage und Nächte lang auf diese Weise gequält. Wenn der Teufel einen solchen Menschen sieht, denkt er: „Das ist wirklich ein harter Typ, man hat ihn ganz schön stark vergiftet. Man hat ihn wirklich fromm gemacht. Er ist so jung, und er wurde dermaßen gequält, dass er jetzt in einem solchen Zustand ist, ohne auch nur ein Wort zu verraten. Was werde ich dagegen tun? Dieser Typ ist anscheinend eine wichtige Figur, er muss viel über die Kirche wissen. Wenn ich ein paar Informationen aus ihm herauspressen kann, können wir eine Menge Leute verhaften und viel Geld machen!“ Dann fängt der Teufel an, sich Gedanken zu machen: „Wie kann ich ihn dazu bringen, dass er den Mund aufmacht und Informationen preisgibt und Leute denunziert? Starke Menschen haben alle ihre Schwachstellen – wie Leute, die Kung-Fu praktizieren. Egal wie gut jemand im Kung-Fu ist, am Ende hat er trotzdem eine Achillesferse. Jeder Mensch hat eine Schwachstelle, und seine sollten wir jetzt gezielt angehen. Was ist seine Schwachstelle? Ich habe gehört, dass er ein Einzelkind ist und seine Eltern ihn seit seiner Kindheit verwöhnen. Ich habe gehört, dass sie sich wirklich um ihn kümmern und ihn sehr lieben, und dass er seine Eltern ehrt. Wenn ich seine Eltern hole und sie dazu bringe, ihn psychologisch zu bearbeiten, werden ihre Worte vielleicht etwas ausrichten.“ Dann lässt der Teufel die Eltern holen. Rate mal, was passiert, sobald der Gefangene seine Eltern sieht? Bevor er sie sieht, denkt er: „O Gott, ich bin entschlossen, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Ich werde auf keinen Fall zum Judas werden!“ Aber in dem Moment, in dem er seine Eltern erblickt, bricht ihm fast das Herz. Sein erster Gedanke ist: „Ich habe meine Eltern im Stich gelassen, es muss ihnen sehr wehtun, mich so zu sehen“, und dann bricht er zusammen. In seinem Herzen sagt er sich weiterhin beharrlich: „Ich werde nicht zum Judas werden, ich muss in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Ich habe nicht den falschen Weg eingeschlagen, ich folge dem richtigen Weg im Leben. Ich muss Satan demütigen und Gott bezeugen.“ Im Herzen ist er standhaft und beharrt immer wieder darauf, aber gefühlsmäßig kann er es nicht ertragen, und sein Herz ist nah dran zu brechen. Was empfinden deiner Meinung nach seine Eltern, wenn sie sehen, in welchem Zustand ihr Sohn ist und wie schlimm er gefoltert wurde? Von seinem Vater will Ich nicht sprechen, aber das Herz seiner Mutter bricht. Wenn sie sieht, dass ihr Kind derart gequält wurde, dass es nicht mehr wie ein Mensch aussieht, empfindet sie tiefe Bestürzung, Unbehagen und Schmerz, und sie zittert, während sie auf ihn zugeht. Wie würdest du in so einer Situation reagieren? Du würdest es nicht wagen, hinzusehen, oder? Schau, du sagst nichts, deine Eltern sagen nichts, aber du brichst zusammen, unfähig, deine Gefühle zu überwinden. Du denkst: „Meine Eltern sind alt, es geht ihnen körperlich nicht besonders gut, und sie sind voneinander abhängig, um über die Runden zu kommen. Sie haben ein Kind wie mich zur Welt gebracht, und ich habe bis jetzt keine ihrer Erwartungen erfüllt, und ich habe ihnen so viel Ärger bereitet. Ich habe sie so sehr beschämt, und sie mussten sogar herkommen, um zu sehen, in welchem Zustand ich bin und wie ich leide.“ Unmerklich würdest du tief im Herzen das Gefühl haben, ein Kind zu sein, das seine Eltern nicht ehrt, dass du deine Eltern weh getan und sie enttäuscht hast und sie in Sorge gestürzt und im Stich gelassen hast. Sowohl du als auch deine Eltern stehen Höllenqualen aus, aus unterschiedlichen Gründen. Deine Eltern deshalb, weil du ihnen leid tust und sie es nicht ertragen können, dich so leiden zu sehen. Du, weil du gesehen hast, wie traurig und schmerzerfüllt deine Eltern sind, und es nicht ertragen kannst, sie so traurig und so besorgt um dich zu sehen. Rührt beides nicht von Gefühlen her? Bis zu diesem Moment kann alles noch als normal betrachtet werden und es beeinträchtigt dich noch nicht darin, in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Angenommen, deine Eltern sagen: „Früher warst du so gesund und stark, und jetzt bist du so schlimm geschlagen worden, dass du in so einem Zustand bist. Seit deiner Kindheit bist du unser Augapfel. Wir haben dir nie ein Haar gekrümmt. Wie konntest du zulassen, dass dir das passiert? Wir wollten dich nie schlagen; wir haben dich immer geschätzt und geliebt: ‚Hätten wir keine Angst, du könntest schmelzen, wiegten wir dich in unseren Mündern, hätten wir keine Angst, du könntest zerbrechen, hielten wir dich in unseren hohlen Händen.‘ Wir lieben dich so sehr, aber das reicht nicht. Es ist in Ordnung, wenn du dich nicht um uns kümmerst, aber jetzt weigerst du dich, Informationen weiterzugeben, und du leidest so sehr und gibst nicht auf, obwohl du dermaßen gequält wirst, dass du jetzt in einem solchen Zustand bist, weil du an Gott glaubst und Zeugnis für Ihn ablegen willst. Wie kannst du nur so stur sein? Warum beharrst du darauf, an Gott zu glauben? ‚Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt‘. Verhältst du dich uns gegenüber anständig, wenn du zulässt, dass dir das hier geschieht? Wenn dir wirklich etwas zustoßen würde, wie sollen wir beide dann weiterleben? Wir erwarten nicht von dir, dass du dich um uns kümmerst, wenn wir alt sind, oder dass du unser Begräbnis organisierst. Wir wollen nur, dass es dir gut geht. Du bist unser Ein und Alles, wenn es dir nicht gut geht, wenn es mit dir vorbei ist, wie können wir dann leben für den Rest unseres Lebens? Wen, außer dir, haben wir noch? Welche anderen Hoffnungen bleiben uns?“ Jedes Wort dieser Rede trifft dich genau dort, wo es wirklich wehtut, befriedigt deine emotionalen Bedürfnisse und stimuliert deine Gefühle und dein Gewissen. Bevor deine Eltern diese Worte aussprachen, hast du noch an deiner Überzeugung und an deiner Haltung tief in deinem Herzen festgehalten, aber wird die Abwehrlinie in den Tiefen deines Herzens nicht brechen, nachdem sie diese Vorwürfe ausgesprochen haben? „‚Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt.‘ Du hast deinen guten Job gekündigt, du hast auf großartige Zukunftsaussichten verzichtet, und du hast ein gutes Leben aufgegeben. Du bestehst darauf, an Gott zu glauben, und du hast zugelassen, dass man dich so zurichtet – verhältst du dich uns gegenüber etwa anständig?“ Kann irgendjemand nach dieser Rede die Tränen zurückhalten? Kann irgendjemand aufhören, sich Vorwürfe zu machen, nachdem er diese Worte gehört hat? Kann er das Gefühl unterdrücken, seine Eltern im Stich gelassen zu haben? Ahnt irgendjemand, dass es sich dabei um Satan handelt, der ihn in Versuchung führt? Ist irgendein Mensch in der Lage, sich davon zwar gefühlsmäßig beeinflussen zu lassen, aber trotzdem rational damit umzugehen? Kann irgendjemand seinen Glauben an die Aussage, „Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal, und sie sind nicht deine Gläubiger“, aufrechterhalten, nachdem er solche Reden gehört hat? Kann irgendjemand sich davon zurückhalten, seine Pflicht und Verpflichtung aufzugeben und das Zeugnis, bei dem ein geschaffenes Wesen standhaft bleiben sollte, obwohl er vom Gefühl her schwach ist? Was davon könntet ihr bewältigen? Wenn du, was deine Gefühle betrifft, nur ein wenig bestürzt bist, sogar ein paar Tränen vergießt und deine Eltern dir leidtun, doch du glaubst immer noch an Gottes Wort und hältst an dem Zeugnis fest, bei dem du standhaft bleiben solltest, und hältst immer noch an deiner Pflicht fest, die du ausführen solltest, ohne das Zeugnis, die Verantwortung und die Pflicht zu verlieren, die ein geschaffenes Wesen vor dem Herrn der Schöpfung hat, dann bist du standhaft. Wenn du aber siehst, wie deine Mutter dir unter Tränen Vorwürfe macht, und du dich tief in deine Gefühle fallen lässt und denkst, du würdest deine Eltern nicht ehren, du hättest die falsche Wahl getroffen, und du fühlst dich reumütig, ohne den Willen weiterzumachen, willst das Zeugnis, über das ein geschaffenes Wesen verfügen sollte, und die Pflicht, Verantwortung und Verpflichtung, die ein geschaffenes Wesen erfüllen sollte, aufgeben und an die Seite deiner Eltern zurückkehren und ihre Güte vergelten und sie davor bewahren, deinetwegen zu leiden oder besorgt zu sein – dann verfügst du über kein Zeugnis und bist nicht würdig, Gott zu folgen. Was hat Gott zu denen gesagt, die Ihm folgen? (Hat Er nicht gesagt: „So jemand zu Mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht Mein Jünger sein“ (Lukas 14,26)? Dieser Satz steht in der Bibel.) Wenn deine Liebe zu den Eltern deine Liebe zu Gott übersteigt, dann bist du nicht würdig, Gott zu folgen, und du gehörst nicht zu Seinen Anhängern. Wenn du nicht einer Seiner Anhänger bist, kann man sagen, dass du kein Überwinder bist – Gott will dich nicht. Durch diese Prüfung bist du entlarvt worden, du bist in deinem Zeugnis nicht standhaft geblieben. Du hast Satans Folter nicht nachgegeben, aber ein paar Vorwürfe deiner Eltern waren genug, damit du nachgibst. Du bist rückgratlos und hast Gott verraten. Du bist nicht würdig, Gott zu folgen, und du bist nicht Sein Anhänger. Eltern sagen oft: „Ich werde nichts anderes von dir verlangen, ich werde nicht verlangen, dass du sehr wohlhabend wirst. Ich hoffe nur, dass du in diesem Leben glücklich und in Sicherheit bist. Es reicht, wenn ich sehe, dass du glücklich bist.“ Wenn du gefoltert wirst, wirst du also das Gefühl haben, deine Eltern enttäuscht zu haben: „Meine Eltern verlangen nicht viel von mir, und trotzdem habe ich sie enttäuscht.“ Ist dieser Gedanke richtig? Hast du sie enttäuscht? (Nein.) Ist es deine Schuld, dass Satan dich verfolgt hat? Ist es deine Schuld, dass du schwer geschlagen, gefoltert und brutal verfolgt worden bist? (Nein.) Du hast dich nicht selbst ins Verderben gestürzt, es war Satan, der dich verfolgt hat. Du gehst den richtigen Weg, und du bist ein wahrer Mensch. Deine Entscheidungen und alle deine Handlungen bestanden darin, Zeugnis für Gott abzulegen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen. Das sind die Entscheidungen, die jedes geschaffene Wesen treffen sollte, und der Weg, den jedes geschaffene Wesen einschlagen sollte. Es ist der richtige Weg; es bedeutet nicht, sich selbst ins Verderben zu stürzen. Obwohl dein Fleisch gefoltert und brutal und unmenschlich behandelt wurde, geschah das alles für eine gerechte Sache. Es bedeutet nicht, den falschen Weg einzuschlagen, es bedeutet nicht, sich selbst ins Verderben zu stürzen. Dass dein Fleisch leidet, gefoltert und so gequält wird, bis du nicht mehr wie ein Mensch aussiehst, bedeutet nicht, dass du deine Eltern im Stich lässt. Du brauchst ihnen keine Erklärung abzugeben. Es ist deine Entscheidung. Du bist auf dem richtigen Weg im Leben, sie verstehen es einfach nicht, das ist alles. Sie haben die Perspektive von Eltern, und sie wollen dich ihrer Gefühle wegen ständig beschützen. Sie wollen nicht, dass du körperliche Schmerzen leidest. Was kann ihr Wunsch, dich zu beschützen, erreichen? Können sie an deiner Stelle Zeugnis ablegen? Können sie an deiner Stelle die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen? Können sie an deiner Stelle den Weg Gottes befolgen? (Nein.) Du hast die richtige Entscheidung getroffen, und solltest an ihr festhalten. Die Worte deiner Eltern sollten dich nicht betören oder irreleiten. Du bringst dich nicht selbst ins Verderben; du gehst den richtigen Weg. Mit deiner Beharrlichkeit und allen deinen Handlungen hältst du an der Wahrheit fest, unterwirfst dich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen, legst vor Satan Zeugnis für Gott ab und bringst dem Namen Gottes Ehre. Das Leid, das du erduldest, ist nur die brutale Verfolgung deines Fleisches, das ist alles. Ein solches Leid sollten Menschen ertragen; es ist, was Menschen dem Herrn der Schöpfung opfern sollten, und es ist der Preis, den sie zahlen sollten. Dein Leben stammt nicht von deinen Eltern, und deine Eltern haben kein Recht, über den Weg zu entscheiden, den du gehst. Sie haben kein Recht, darüber zu entscheiden, wie du deinen eigenen Körper behandelst oder welchen Preis du zahlst, um in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Aufgrund der Bedürfnisse ihrer fleischlichen Gefühle und der Tatsache, dass sie alles aus der Perspektive fleischlicher Gefühle betrachten, wollen sie nur nicht, dass du körperliche Schmerzen leidest, das ist alles. Aber als geschaffenes Wesen solltest du es ertragen, wie sehr dein Fleisch auch leidet. Menschen müssen auf viele Weisen einen Preis zahlen, um Rettung zu erlangen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut auszuführen. Das ist die Verpflichtung und Verantwortung des Menschen und das, was ein geschaffenes Wesen dem Herrn der Schöpfung widmen sollte. Da das Leben der Menschen von Gott kommt und auch ihr Körper von Gott kommt, ist es Leid, das die Menschen ertragen sollten. Was das Leid betrifft, das die Menschen ertragen müssen, brauchst du deinen Eltern daher keine Erklärungen abzugeben, egal welche physischen Schmerzen dein Körper erleidet. Deine Eltern sagen: „Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt“, ja und? Obwohl Menschen von ihren Eltern zur Welt gebracht und großgezogen werden, heißt das noch lange nicht, dass ihnen alles, was sie haben, von ihren Eltern gegeben wurde. Es bedeutet nicht, dass die Menschen in Hinsicht auf den Weg, den sie gehen, und den Preis, den sie zahlen, dem Zwang und der Einschränkung ihrer Eltern unterliegen sollten. Es bedeutet nicht, dass die Menschen die Erlaubnis ihrer Eltern einholen müssen, um den Weg des Strebens nach der Wahrheit zu gehen oder um die Pflicht eines geschaffenen Weses vor dem Herrn der Schöpfung auszuführen. Aus diesem Grund brauchst du deinen Eltern keine Erklärung abzugeben. Der Eine, dem du eine Erklärung abgeben solltest, ist Gott. Unabhängig davon, ob du leidest oder nicht, solltest du alles Gott übergeben. Außerdem wird Gott, wenn du dem richtigen Weg folgst, jeden Preis, den du gezahlt hast, akzeptieren und sich an ihn erinnern. Da Gott sich an ihn erinnern und ihn anerkennen wird, hat es sich gelohnt, diesen Preis zu zahlen. Dein Fleisch wird einige körperliche Schmerzen erleiden, aber dieser Preis wird dich befähigen, in deinem Zeugnis am Ende standhaft zu bleiben, Gottes Anerkennung zu bekommen und Rettung zu erlangen, und Gott wird sich an ihn erinnern. Nichts anderes kann dafür eingetauscht werden. Die so genannten Erwartungen deiner Eltern oder die Worte der Kritik, die sie dir sagen, sind verglichen mit der Pflicht, die du ausführen solltest, und mit dem Zeugnis, das du vor Gott ablegen solltest, unbedeutend und nicht erwähnenswert, weil das Leid, das du erträgst, so kostbar und bedeutsam ist! Aus der Perspektive eines geschaffenen Wesens handelt es sich dabei um die bedeutendste und kostbarste Sache im Leben. Deshalb sollten die Menschen wegen der Worte ihrer Eltern nicht schwach und deprimiert werden oder in Versuchung geraten, und sie sollten aufgrund dessen, was ihre Eltern gesagt haben, auf keinen Fall Reue oder Schuld empfinden oder der Meinung sein, sie hätten ihre Eltern im Stich gelassen. Die Menschen sollten sich durch das Leid, das sie erduldet haben, geehrt fühlen und sagen: „Gott hat mich auserwählt und meinem Fleisch ermöglicht, einen solchen Preis zu zahlen und so heftig von Satan misshandelt zu werden, sodass ich die Gelegenheit bekommen konnte, Zeugnis für Ihn abzulegen.“ Es ist eine Ehre für dich, dass Gott dich unter Seinen zahlreichen Auserwählten auserkoren hat. Du solltest deswegen nicht traurig sein. Wenn du in deinem Zeugnis standhaft bleibst und Satan demütigst, ist das für ein geschaffenes Wesen die größte Ehre im Leben. Unabhängig davon, welche Gebrechen dein Körper nach brutaler Verfolgung aufweist, welche Nachwirkungen es hat oder wie sehr es deine Familie und deine Eltern schmerzt, dich so zu sehen, du solltest dich weder schämen noch bestürzt sein. Du solltest auch nicht denken, du hättest deshalb deine Eltern im Stich gelassen, denn alles, was du getan hast, war, den Preis für eine gerechte Sache zu bezahlen, und das ist eine gute Tat. Kein Mensch hat Anspruch darauf, deine guten Taten zu kritisieren, niemand hat Anspruch darauf oder hat das Recht, unverantwortliche, kritische Bemerkungen oder Urteile darüber zu äußern, dass du an Gott glaubst, Gott folgst und deine Pflicht ausführst. Nur der Herr der Schöpfung hat Anspruch darauf, dein Verhalten, den Preis, den du gezahlt hast, und die Entscheidungen, die du getroffen hast, zu beurteilen. Niemand sonst hat Anspruch darauf, zu urteilen – keiner dieser Menschen, einschließlich deiner Eltern, ist berechtigt, dich zu kritisieren. Wenn es sich um Menschen handelt, die dir am nächsten stehen, sollten sie dich verstehen, ermutigen und trösten. Sie sollten dich dabei unterstützen, beharrlich zu sein und in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben, Satan nicht nachzugeben oder dich ihm zu beugen. Sie sollten stolz sein und sich für dich freuen. Da du es geschafft hast, bis jetzt durchzuhalten und Satan nicht nachzugeben, damit du in deinem Zeugnis standhaft bleiben kannst, sollten sie dich ermutigen. Sie sollten dich nicht zurückhalten, und sie sollten dir auf keinen Fall Vorwürfe machen. Wenn du etwas falsch gemacht hättest, wären sie berechtigt, dich zu kritisieren. Wenn du den falschen Weg eingeschlagen, Gott gedemütigt, an positiven Dingen und der Wahrheit Verrat begangen hättest, wären sie berechtigt, dich zu kritisieren. Da aber alle deine Handlungen positiv waren und Gott sie akzeptiert und sich an sie erinnert, ist der Grund für ihre Kritik, dass sie zwischen Gut und Böse nicht unterscheiden können. Sie sind diejenigen, die sich irren. Sie regen sich darüber auf, dass du an Gott glaubst, den richtigen Weg gehst und ein guter Mensch bist – woran liegt es, dass sie nicht Satan kritisieren, wenn er dich verfolgt? Der Grund, dass sie dich kritisieren, sind ihre eigenen Gefühle – was hast du falsch gemacht? Hast du es nicht gerade geschafft, nicht zum Judas zu werden? Du bist nicht zum Judas geworden, du hast dich geweigert, mit Satan zu kooperieren oder Kompromisse mit ihm einzugehen, und du hast diese Folter und unmenschliche Behandlung erlitten, um in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben – was ist falsch daran? Du hast nichts Falsches getan. Aus Gottes Perspektive freut Er sich mit dir, Er ist stolz auf dich. Und trotzdem schämen deine Eltern sich für dich und kritisieren deine guten Taten – wird hier nicht Weiß mit Schwarz verwechselt? Sind das gute Eltern? Warum kritisieren sie nicht Satan und die bösen Leute und Teufel, die dich verfolgen? Du empfängst nicht nur keinen Trost, keine Ermutigung oder Unterstützung von deinen Eltern, im Gegenteil, sie kritisieren und schelten dich, während sie Satan nicht verurteilen oder verfluchen, egal welches Übel er begeht. Sie wagen nicht, ihn auch nur mit einem Wort zu beschimpfen oder ihm Vorwürfe zu machen. Sie sagen nicht: „Wie konntet ihr einen guten Menschen dermaßen quälen, sodass er jetzt in einem solchen Zustand ist? Alles, was er getan hat, ist, an Gott zu glauben und den richtigen Weg zu gehen, oder nicht? Er hat nichts gestohlen und niemanden ausgeraubt, er hat kein Gesetz gebrochen. Warum habt ihr ihn also derart gequält? Ihr solltet solche Leute ermutigen. Wenn jedes Mitglied der Gesellschaft an Gott glauben und den richtigen Weg gehen würde, dann brauchte diese Gesellschaft keine Gesetze, und es gäbe keine Verbrechen.“ Warum kritisieren sie ihn nicht auf diese Weise? Warum wagen sie es nicht, die Satane und Teufel zu kritisieren, die dich verfolgt haben? Sie machen dir Vorwürfe, weil du den richtigen Weg gehst, wenn aber böse Leute böse Taten begehen, billigen sie sie einfach stillschweigend. Was hältst du von solchen Eltern? Sollten sie dir leidtun? Solltest du ihnen Kindesliebe entgegenbringen? Solltest du sie im Herzen lieben? Sind sie deiner Liebe und deines Respekts würdig? (Nein.) Sind sie nicht. Sie können Richtig und Falsch bzw. Gut und Böse nicht unterscheiden. Sie sind Wirrköpfe. Von Gefühlen abgesehen verstehen sie nichts. Sie verstehen nicht, was Gerechtigkeit bedeutet, oder was es heißt, den richtigen Weg zu gehen, sie verstehen nicht, was negative Dinge oder was böse Mächte sind, sie verstehen nur, ihre Gefühle und ihr Fleisch zu bewahren. Abgesehen von diesem äußerst oberflächlichen Niveau fleischlicher Beziehungen, beinhaltet ihr Herz nur folgende Idee: „Solange meine Kinder sicher sind und es ihnen gut geht, bin ich sehr glücklich und dankbar.“ Das ist alles. Wenn es um den richtigen Weg im Leben, gerechte Anliegen oder die kostbarste und bedeutsamste Sache geht, die ein Mensch in diesem Leben tun kann, verstehen sie nichts davon. Sie verstehen diese Dinge nicht, und sie schelten dich dafür, dass du dem richtigen Weg folgst – sie sind wirklich unglaublich verwirrt. Was hältst du von solchen Eltern? Sind sie nicht alte Teufel? Du musst im Herzen Folgendes überlegen: „Diese zwei alten Teufel – ich habe bis jetzt so viele Schläge und so viel Folter durchlitten. Ich habe während dieser Zeit Tag und Nacht zu Gott gebetet, und Er hat über mich gewacht und mich behütet, deshalb war ich in der Lage, bis jetzt zu überleben. Ich bin in meinem Zeugnis mit großer Mühe standhaft geblieben, und ihr habt es mit ein paar Worten vollständig zurückgewiesen. Ist es falsch, dass ich den richtigen Weg gehe? Ist es falsch, dass ich die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführe? Es ist doch mit Sicherheit nicht falsch, dass ich nicht zum Judas geworden bin? Diese zwei alten Teufel! ‚Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt‘ – alles, was ich habe, kam eindeutig von Gott, habt ihr ihn mir demnach geschenkt? Es ist nur so, dass Gott bestimmt hat, dass ihr mich zur Welt bringt und großzieht, mich mit euren Händen aufzieht. Ihr fühlt euch meinetwegen nur betrübt, gequält und bestürzt, um eure emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen. Ihr habt Angst, dass keiner da sein wird, um sich im Alter um euch zu kümmern oder um euer Begräbnis zu organisieren, wenn ich sterbe. Ihr habt Angst, dass die Leute lachen werden und denken, ich hätte euch beschämt.“ Wenn du ins Gefängnis kommst, weil du ein Verbrechen begangen hast, weil du etwas gestohlen oder jemanden beraubt, getäuscht oder betrogen hast, kämpfen sie vielleicht für dich und sagen: „Mein Kind ist ein gutes Kind, es hat nichts Böses getan. Es hat keine schlechte Natur, es ist gut und freundlich. Es ist nur so, dass die bösen Trends dieser Welt einen schlechten Einfluss auf mein Kind haben. Ich hoffe, dass die Regierung nachsichtig mit ihm sein wird.“ Sie kämpfen für dich in diesem Fall, aber weil du den richtigen Weg des Glaubens an Gott gehst, verachten sie dich aus tiefstem Herzen. Inwiefern verachten sie dich? „Sieh nur, in welchen Zustand du dich gebracht hast! Verhältst du dich uns gegenüber anständig?“ In deinem Herzen solltest du denken: „Was meinen sie mit, ‚Sieh nur, in welchen Zustand du dich gebracht hast‘? Ich gehe nur den richtigen Weg im Leben – das nennt man, ein wahrer Mensch zu sein! Das nennt man gute Taten und Zeugnis aufzuweisen; das ist Stärke. Nur solche Menschen haben Gewissen und Vernunft und sind keine Feiglinge, Nichtsnutze oder Judasse. In welchen Zustand ich mich gebracht habe? Das ist das wahre Abbild eines Menschen! Nicht nur, dass ihr euch nicht für mich freut, ihr macht mir sogar Vorwürfe – was für Eltern seid ihr? Ihr seid unwürdig, Eltern zu sein, ihr solltet verflucht werden!“ Wenn du so denkst, wirst du dann noch weinen, wenn deine Eltern sagen: „Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt, wie konntest du dich so zurichten lassen?“? (Nein.) Was würdest du denken, nachdem du diese Rede gehört hast? „Was für ein Haufen Schwachsinn! Sie sind zwei alte Dummköpfe! ‚Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt‘ – ihr wisst noch nicht einmal, wer euch euren Körper geschenkt hat, und ihr benutzt diese Worte, um mir Vorwürfe zu machen, wie verwirrt ihr seid! Wie könnt ihr Schwarz und Weiß verwechseln und mich stattdessen kritisieren? Habe ich das Gesetz gebrochen? Habe ich irgendetwas gestohlen oder irgendwen ausgeraubt, habe ich irgendwen getäuscht oder betrogen? Welche Gesetze habe ich gebrochen? Ich habe keine Gesetze gebrochen. Weil ich dem richtigen Weg folge, wurde ich von Satan verfolgt, deshalb bin ich in einem solchen Zustand. Bis jetzt habe ich kein einziges Wort verraten, ich bin nicht zum Judas geworden – wer sonst hat eine solche Stärke? Nicht nur, dass ihr mich lobt oder ermuntert, ihr tadelt mich auch. Ihr seid Teufel!“ Wenn du so denkst, wirst du nicht weinen oder schwach werden, nicht wahr? Deine Eltern können Richtig und Falsch nicht unterscheiden, sie verwechseln Weiß und Schwarz, weil sie nicht an Gott glauben, und sie verstehen die Wahrheit nicht. Du verstehst die Wahrheit, also solltest du dich nicht durch diese teuflischen Worte und Trugschlüsse, die sie äußern, beeinflussen lassen. Stattdessen solltest du weiterhin an der Wahrheit festhalten. Auf diese Weise wirst du in deinem Zeugnis wirklich standhaft bleiben. Ist das nicht der Fall? (Doch.)

Sag Mir, ist es einfach, in seinem Zeugnis standhaft zu bleiben? Erstens musst du dich von deinen Gefühlen befreien, zweitens musst du die Wahrheit verstehen. Nur dann wirst du keine Schwäche verspüren, unter diesen besonderen Umständen in deinem Zeugnis standhaft bleiben und von Gott anerkannt und akzeptiert werden können; erst dann wird Gott dich als Überwinder und Seinen Anhänger anerkennen. Wenn du dich behauptest, wenn du Gott nicht enttäuscht, statt deine Eltern nicht enttäuschen, wirst du imstande sein, alle Erwartungen loszulassen, die deine Eltern an dich haben, nicht wahr? Die Erwartungen deiner Eltern sind nicht wichtig, sie spielen keine Rolle; Gottes Erwartungen gerecht zu werden und in deinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben ist das Wichtigste, diese Haltung und Bestrebungen sollte ein geschaffenes Wesen haben. Ist es nicht so? (Doch.) Wenn du dich schwach fühlst, wenn du vom Weg abkommst, vor allem, wenn Satane dich bedrängen und verfolgen, während du dem richtigen Weg folgst, oder die Menschen der säkularen Welt dich verschmähen, verspotten und ablehnen, werden jene um dich herum – deine Verwandten, Freunde und Bekannten – denken, du hättest etwas Beschämendes getan, und niemand wird dich verstehen, ermutigen, unterstützen oder trösten. Erst recht wird dir niemand helfen, dir den Weg zeigen oder dir den Weg der Praxis weisen. Auch deine Eltern nicht. Da du nicht an ihrer Seite bist und deine Kindespflicht ihnen gegenüber nicht erfüllst oder da du sie nicht darin unterstützen kannst, ein gutes Leben zu führen, oder ihnen ihre Güte nicht vergelten kannst, weil du an Gott glaubst und deine Pflicht ausführst, verstehen sie dich nicht. Ihre Perspektive ist die gleiche wie die der Leute in der säkularen Welt – sie denken, du hättest sie beschämt, dass sie nichts dafür zurückbekommen haben, dich großgezogen zu haben, dass du ihnen keine Vorteile gebracht hast, ihre Erwartungen nicht erfüllt hast, sie enttäuscht hast und dass du ein gefühlloser undankbarer Mensch bist. Deine Eltern verstehen dich nicht, und sie können dir keinerlei positive Anleitung geben, von deinen Verwandten und Freunden ganz abgesehen. Nur Gott ermutigt, unterstützt, tröstet und versorgt dich unermüdlich, während du den richtigen Weg gehst. Wenn du im Gefängnis gefoltert und gequält wirst, werden nur Gottes Wort und der Glaube, den Er dir gegeben hat, dich jede Sekunde, jede Minute und jeden Tag hindurch erhalten. Wenn du also sehr schlimm verprügelt wirst, bist du aufgrund der Worte Gottes und des Glaubens, den Gott dir gegeben hat, in der Lage, in deinem Zeugnis für Gott weiterhin standhaft zu bleiben, dich weiterhin davon zurückzuhalten, zum Judas zu werden, und dem Namen Gottes weiterhin Ehre bringen und Satan zu demütigen zu wollen. Einerseits bist du aufgrund deiner Entschlossenheit dazu imstande; andererseits, was wichtiger ist, aufgrund von Gottes Anleitung, Obhut und Führung. Wenn du am meisten Trost und Hilfe brauchst, denken deine Eltern hingegen immer noch nur an sich selbst und sagen, du seist ein gefühlloser undankbarer Mensch, dass sie in diesem Leben nie auf dich zählen können und dich umsonst großgezogen haben. Noch immer vergessen sie nicht, dass sie dich großgezogen haben, dass sie wünschen, auf dich zählen zu können, um sie darin zu unterstützen, ein gutes Leben zu haben, um ihren Vorfahren Ehre zu bringen, und damit sie vor ihren Verwandten und Freunden erhobenen Hauptes dastehen und stolz auf dich sein können. Eltern, die nicht an Gott glauben, fühlen sich niemals geehrt oder schätzen sich glücklich, weil du an Gott glaubst. Im Gegenteil, sie machen dir oft Vorwürfe, weil du keine Zeit hast, sie zu besuchen oder dich um sie zu kümmern, weil du an Gott glaubst und damit beschäftigt bist, deine Pflicht auszuführen. Nicht nur, dass sie dir Vorwürfe machen, sie schelten dich oft, nennen dich einen „gefühllosen undankbaren Menschen“ und ein „undankbares Kind“. Hast du nicht das Gefühl, dass es schwer für dich ist, den richtigen Weg zu gehen, wenn sie dich so schlecht machen? Fühlst du dich nicht ungerecht behandelt? Brauchst du, während du diese Dinge durchlebst, nicht die Unterstützung, Ermutigung und das Verständnis deiner Eltern? Hast du nicht oft das Gefühl, deine Eltern im Stich gelassen zu haben? Das hat zur Folge, dass einigen Menschen sogar dumme Gedanken durch den Kopf gehen: „In diesem Leben ist es mir nicht vorherbestimmt, meine Eltern zu ehren oder mit ihnen zu leben. Also werde ich sie in meinem nächsten Leben ehren!“ Ist das nicht ein dummer Gedanke? (Doch.) Solche Gedanken solltest du nicht haben; du solltest sie an der Wurzel ausreißen. Du gehst den richtigen Weg, du hast dich entschieden, die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen und vor den Herrn der Schöpfung zu treten, um Gottes Rettung anzunehmen. Das ist der einzige richtige Weg in dieser Welt. Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Wie sehr diejenigen, die nicht glauben, einschließlich deiner Eltern, dich auch missverstehen oder von dir enttäuscht sind – es sollte keinen Einfluss auf deine Entscheidung haben, den Weg des Glaubens an Gott zu gehen, oder auf deine Entschlossenheit, deine Pflicht auszuführen, noch sollte es deinen Glauben an Gott beeinträchtigen. Du solltest ausharren, denn du gehst den richtigen Weg. Erst recht solltest du die Erwartungen deiner Eltern loslassen. Sie sollten nicht zur Bürde für dich werden, während du den richtigen Weg gehst. Du folgst dem richtigen Weg, du hast die korrekteste Entscheidung in deinem Leben getroffen; wenn deine Eltern dich nicht unterstützen, wenn sie dich immer als gefühllosen und undankbaren Menschen beschimpfen, dann solltest du umso mehr ihnen gegenüber Urteilsvermögen beweisen und sie auf emotionaler Ebene loslassen und dich nicht von ihnen einschränken lassen. Wenn sie dich nicht unterstützen, ermutigen oder trösten, wird bei dir trotzdem alles in Ordnung sein – du wirst nichts gewinnen oder verlieren – mit diesen Dingen oder ohne sie. Am wichtigsten sind Gottes Erwartungen an dich. Gott ermutigt, versorgt und leitet dich. Du bist nicht allein. Du kannst ohne die Erwartungen deiner Eltern dennoch die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllen, und auf dieser Grundlage wirst du trotzdem ein guter Mensch sein. Die Erwartungen deiner Eltern loszulassen bedeutet nicht, dass du deine Ethik und Moral verloren hast, und es bedeutet mit Sicherheit nicht, dass du deine Menschlichkeit oder deine Sittlichkeit und Rechtschaffenheit aufgegeben hast. Du bist den Erwartungen deiner Eltern nicht gerecht geworden, weil du dich für positive Dinge entschieden hast und dafür, die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen. Daran ist nichts falsch, es ist der korrekteste Weg. Du solltest durchhalten und fest bei deinem Glauben bleiben. Womöglich wirst du die Unterstützung deiner Eltern nicht bekommen und mit Sicherheit nicht ihren Segen, weil du an Gott glaubst und die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführst, aber das spielt keine Rolle. Es ist nicht wichtig, du hast nichts verloren. Das Wichtigste ist, dass Gott, als du dich dazu entschieden hast, den Weg des Glaubens an Gott zu gehen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen, anfing, Erwartungen an dich zu haben und große Hoffnungen in dich zu setzen. Wenn sich Menschen in dieser Welt von ihren Freunden und Verwandten abwenden, können sie trotzdem gut leben. Natürlich können sie auch gut leben, wenn sie sich von ihren Eltern abwenden. Nur wenn sie sich von Gottes Führung und Segnungen abwenden, stürzen sie in Finsternis. Im Vergleich zu Gottes Erwartungen an die Menschen und zu Seiner Führung sind elterliche Erwartungen einfach unbedeutend und nicht erwähnenswert. Egal, welche Art von Mensch du den Erwartungen deiner Eltern nach auf emotionaler Ebene sein solltest oder welches Leben du ihren Erwartungen nach auf emotionaler Ebene leben solltest, sie führen dich nicht den richtigen Weg oder den Weg der Rettung. Deshalb solltest du deine Sichtweise umkehren und die Erwartungen deiner Eltern in den Tiefen deines Herzens und auf emotionaler Ebene loslassen. Du solltest aufhören, eine derartige Bürde zu schultern oder dich deinen Eltern gegenüber überhaupt schuldig zu fühlen, weil du entschieden hast, die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen. Du hast nichts getan, was irgendjemanden im Stich lässt. Du hast dich entschieden, Gott zu folgen und Seine Rettung anzunehmen. Damit lässt du deine Eltern nicht im Stich, im Gegenteil, deine Eltern sollten stolz sein und sich geehrt fühlen, dass du entschieden hast, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun und die Rettung des Schöpfers anzunehmen. Wenn sie das nicht tun können, sind sie keine guten Menschen. Sie verdienen deinen Respekt nicht, noch weniger verdienen sie deine Kindesliebe, und deine Besorgnis verdienen sie natürlich erst recht nicht. Ist es nicht so? (Doch.)

Welche Menschen verdienen in dieser Welt den meisten Respekt? Sind es nicht diejenigen, die den richtigen Weg gehen? Worauf bezieht sich „der richtige Weg“ hier? Bezieht es sich nicht darauf, nach der Wahrheit zu streben und Gottes Rettung anzunehmen? Sind jene, die den richtigen Weg gehen, nicht Menschen, die Gott folgen und sich Ihm unterwerfen? (Doch.) Wenn du ein solcher Mensch bist oder dich bemühst, es zu sein, und deine Eltern dich nicht verstehen und dich ständig beschimpfen – wenn sie es nicht nur unterlassen, dich zu unterstützen, zu trösten oder zu ermutigen, wenn du dich schwach, deprimiert und verloren fühlst, und oft verlangen, dass du zurückkommst und ihnen gegenüber deine Kindespflicht erfüllst, dass du viel Geld verdienst und dich um sie kümmerst, sie nicht im Stich lässt, ihnen ermöglichst, sich mit dir im Licht zu sonnen und mit dir ein gutes Leben zu leben – sollten solche Eltern dann nicht beiseite geschoben werden? (Doch.) Verdienen solche Eltern deinen Respekt? Sind sie würdig, dass du ihnen gegenüber deine Kindespflicht erfüllst? Verdienen sie es, dass du deiner Verantwortung für sie nachkommst? (Nein.) Warum nicht? Weil sie positiven Dingen abgeneigt sind. Ist das nicht eine Tatsache? (Doch.) Weil sie Gott hassen. Ist das nicht eine Tatsache? (Doch.) Weil sie es verachten, dass du den richtigen Weg gehst. Ist das nicht eine Tatsache? (Doch.) Sie verachten Menschen, die sich einer gerechten Sache widmen; weil du an Gott glaubst und deine Pflicht ausführst, verachten sie dich und schauen auf sie herab. Was sind das für Eltern? Sind sie nicht verachtenswerte und abscheuliche Eltern? Sind sie nicht egoistische Eltern? Sind sie nicht niederträchtige Eltern? (Doch.) Wegen deines Glaubens an Gott wurdest du vom großen roten Drachen auf die Fahndungsliste gesetzt und gejagt, du warst auf der Flucht, konntest nicht zurück nach Hause, und manche Leute mussten sogar ins Ausland gehen. Deine Verwandten, Freunde und Klassenkameraden sagen alle, du würdest von der Polizei gesucht, und aufgrund von Gerüchten und Klatsch von außen denken deine Eltern, dass sie wegen dir ungerechterweise leiden mussten und du sie beschämt hast. Nicht nur, dass sie dich nicht verstehen, unterstützen oder mit dir mitfühlen, nicht nur, dass sie den Leuten, die diese Gerüchte verbreiten und dich verachten und diskriminieren, keine Vorwürfe machen, deine Eltern hassen dich auch und sagen die gleichen Dinge über dich wie diese Leute, die nicht an Gott glauben, und jene, die an der Macht sind. Was hältst du von diesen Eltern? Sind sie gut? (Nein.) Hast du also immer noch das Gefühl, in ihrer Schuld zu stehen? (Nein.) Wenn du deine Familie gelegentlich anrufst, denken sie, es sei so wie einen Anruf von einem polizeilich Gesuchten zu bekommen. Sie halten das für eine große Demütigung, und du sollst es ja nicht wagen, je wieder nach Hause zu kommen, wie eine gejagte Ratte. Sie finden es beschämend, dich als Kind zu haben. Verdienen Eltern wie diese Respekt? (Nein.) Sie verdienen keinen Respekt. Was also ist die Natur ihrer Erwartungen an dich? Sind sie es wert, dass ihr ihnen Beachtung schenkt? (Nein.) Was ist das Hauptziel ihrer Erwartungen an dich? Wollen sie wirklich, dass du den richtigen Weg gehst und am Ende Rettung erlangst? Sie hoffen, du würdest den gesellschaftlichen Trends folgen und in der Welt aufsteigen, dass sie stolz auf dich sein können, dass du ihnen ermöglichst, der Welt mit Würde entgegenzutreten, und ihr ganzer Stolz bist. Was noch? Sie wollen sich zusammen mit dir im Licht sonnen, gut essen und trinken, schöne Markenkleidung tragen und vor Gold und Silber nur so triefen. Sie wollen auf luxuriösen Kreuzfahrtschiffen in alle Länder der Welt reisen. Wenn du in der Welt aufsteigst, in dieser Welt Ruhm und Geld hast und es ihnen ermöglichst, sich mit dir im Licht zu sonnen, werden sie deinen Namen überall erwähnen und sagen: „So-und-so, das ist mein Sohn, das ist meine Tochter“. Erwähnen sie jetzt etwa deinen Namen? (Nein.) Du gehst den richtigen Weg, aber sie erwähnen deinen Namen nicht. Sie denken, du seist mittellos und notleidend, würdest sie blamieren, und dass von dir zu sprechen gleichbedeutend wäre, Schande über sie selbst zu bringen, also erwähnen sie dich nicht. Worauf zielen die Erwartungen deiner Eltern also ab? Darauf, sich mit dir im Licht zu sonnen, sie gelten nicht nur deinem eigenen Wohlergehen. Sie sind nur dann glücklich, wenn sie sich in deinem Licht sonnen können. Jetzt, da du vor den Herrn der Schöpfung zurückgekehrt bist und Gott, Seine Rettung und Seine Worte angenommen hast, jetzt, da du die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausgeführt und den richtigen Weg im Leben eingeschlagen hast, bringst du ihnen weder Nutzen noch Vorteil, und sie denken, sie hätten das Nachsehen dafür, dich großgezogen zu haben. Es ist, als hätten sie ein Geschäft gemacht und dabei einen Verlust erlitten. Deshalb sind sie voller Bedauern. Manche Eltern sagen oft: „Dich zu erziehen ist schlimmer, als einen Hund zu erziehen. Wenn man einen Hund erzieht, ist er sehr freundlich und versteht es, mit dem Schwanz zu wedeln, wenn er seinen Herrn sieht. Was kann ich von dir erwarten dafür, dich großgezogen zu haben? Du verbringst den ganzen Tag damit, an Gott zu glauben und deine Pflicht auszuführen, du machst keine Geschäfte, du gehst nicht zur Arbeit, du willst noch nicht einmal ein sicheres Einkommen haben, und am Ende haben alle unsere Nachbarn damit angefangen, uns auszulachen. Was habe ich durch dich hinzugewonnen? Ich habe keine einzige gute Sache von dir bekommen oder mich überhaupt irgendwie im Licht gesonnt.“ Würdest du den bösen Trends der säkularen Welt folgen und bestrebt sein, in der Welt erfolgreich zu sein, würden deine Eltern dich wahrscheinlich unterstützen, ermutigen und trösten, wenn du leidest, krank oder traurig bist. Und dennoch freuen sie sich nicht und sind nicht glücklich über die Tatsache, dass du an Gott glaubst und die Chance hast, gerettet zu werden. Ganz im Gegenteil, sie hassen und verfluchen dich. Wenn man von ihrem Wesen ausgeht, sind diese Eltern deine Gegner und deine geschworenen Feinde, sie sind nicht vom gleichen Menschenschlag wie du, und sie gehen nicht denselben Weg wie du. Obwohl ihr nach außen hin eine Familie zu sein scheint, sind sie, beruhend auf eurem Wesen, euren Bestrebungen, euren Vorlieben, dem Weg, dem ihr folgt, und den verschiedenen Einstellungen, mit denen ihr positiven Dingen, Gott und der Wahrheit entgegentretet, nicht vom gleichen Menschenschlag wie du. Egal, wie oft du sagst: „Ich habe Hoffnung auf Rettung, ich habe den richtigen Weg im Leben eingeschlagen“, sie bleiben ungerührt und freuen sich nicht für dich oder jubeln deinetwegen. Stattdessen schämen sie sich. Auf emotionaler Ebene sind diese Eltern deine Familie, aber basierend auf ihrer Wesensnatur, sind sie nicht deine Familie, sondern deine Feinde. Überleg einmal: Wenn Kinder Geschenke und Geld mitbringen, wenn sie nach Hause kommen, und ihren Eltern ermöglichen, gut zu essen und schön zu wohnen, sind ihre Eltern überglücklich, sie freuen sich so sehr, dass sie nicht wissen, was sie sagen sollen. In ihrem Herzen sagen sie: „Meine Kinder sind so toll. Ich habe sie nicht umsonst großgezogen und geliebt. Sie sind vernünftig, verstehen es, uns zu ehren, und wir haben einen Platz in ihrem Herzen. Es sind gute Kinder.“ Nehmen wir an, du kommst mit leeren Händen nach Hause, ohne irgendetwas gekauft zu haben, weil du an Gott glaubst und deine Pflicht ausführst. Angenommen, du hältst mit deinen Eltern über die Wahrheit Gemeinschaft, sprichst über Gottes Wort und sagst, dass du den richtigen Weg des Strebens nach der Wahrheit eingeschlagen hast. Sofort denken deine Eltern: „Was redest du da? Ich kann dich nicht verstehen. Ich habe dich all diese Jahre großgezogen, und du hast keine meiner Erwartungen erfüllt. Endlich bist du uns besuchen gekommen, du hättest uns wenigstens ein Paar Socken oder etwas Obst mitbringen können. Du hast nichts mitgebracht, du bist einfach mit leeren Händen gekommen.“ Deine Eltern sagen nicht: „Wenn ich die Dinge höre, die du sagst, kann ich sehen, dass du dich sehr verändert hast. Vorher warst du jung und arrogant, aber jetzt hast du dich wirklich verändert. Ich kann sehen, dass alles, worüber du sprichst, ernsthafte Angelegenheiten sind. Du hast Fortschritte gemacht. Du bist vielversprechend, und es gibt Hoffnung für dich – du bist imstande, den richtigen Weg zu gehen, Gott zu folgen und Rettung zu erlangen. Du bist ein gutes Kind. Du hast da draußen gelitten, ich sollte dir etwas Leckeres zu essen machen. Wir halten ein paar Hühner, die wir eigentlich nicht schlachten wollen, stattdessen warten wir darauf, ihre Eier essen zu können. Aber jetzt bist du zu Hause, also werde ich ein Huhn schlachten und Hühnersuppe für dich kochen. Du hattest recht mit der Entscheidung, diesen Weg zu gehen, du wirst Rettung erlangen können. Ich freue mich so für dich! Wir haben dich in den letzten Jahren sehr vermisst. Wir hatten keinen Kontakt, aber jetzt bist du uns besuchen gekommen, und ich bin erleichtert. Du bist erwachsen geworden. Du bist reifer und vernünftiger als vorher. Alles, was du sagst und tust, sind ernsthafte Angelegenheiten.“ Wenn Eltern feststellen, dass ihr Kind den richtigen Weg geht und die korrekten Gedanken und Ansichten hat, können auch sie Nutzen daraus ziehen und ihr Wissen erweitern. Da ihr Kind imstande ist, eine Pflicht auszuführen und nach der Wahrheit zu streben, sollten diese Eltern es darin unterstützen. Wenn ihr Kind in der Zukunft Rettung erlangt und in das Himmelreich eingeht und seine satanischen, verdorbenen Dispositionen ihm keinen Schaden mehr zufügen, dann wäre das eine wunderbare Sache. Auch wenn diese Eltern alt sind, die Wahrheit nur langsam erfassen und diese Dinge nicht ganz verstehen, denken sie: „Mein Kind ist imstande, den richtigen Weg zu gehen, das ist großartig. Es ist ein gutes Kind. Keine hohe Anstellung bei der Regierung und kein Maß an Reichtum sind so gut oder kostbar wie das.“ Sag Mir, sind das gute Eltern? (Ja.) Verdienen sie Respekt? (Ja.) Sie verdienen deinen Respekt. Wie solltest du ihnen also Respekt zeigen? Du solltest für sie von Herzen beten. Wenn sie an Gott glauben, solltest du dafür beten, dass Gott sie führt und behütet, sodass sie bei Prüfungen und Versuchungen in ihrem Zeugnis standhaft bleiben können. Wenn sie nicht an Gott glauben, solltest du ihre Entscheidung respektieren und hoffen, dass ihr Leben stabil sein wird, dass sie nichts Schlechtes tun und immer weniger böse Taten begehen werden. Im besten Fall werden sie dann nach ihrem Tod weniger bestraft werden. Außerdem solltest du dein Möglichstes tun, um mit ihnen über positive Dinge, Gedanken und Ansichten Gemeinschaft zu halten. Das nennt man Respekt, und man kann es auch die beste Art nennen, seine Kindespflicht zu erfüllen, und als die beste Art, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Kannst du das erreichen? (Ja.) Biete ihnen auf geistlicher und psychologischer Ebene deine Ermutigung und Unterstützung. Tu auf physischer Ebene dein Bestes, um ihnen zu helfen, einige Arbeiten zu erledigen, während du zu Hause bist, und halte über einige Dinge, die du verstehst und die deine Eltern verstehen können, Gemeinschaft. Hilf ihnen, die Dinge ruhig angehen zu lassen, sich nicht zu sehr abzuhetzen, nicht zu viel Aufhebens von ihren Finanzen und allen anderen Angelegenheiten zu machen und den Dingen ihren Lauf nehmen zu lassen. Das nennt man Respekt. Behandle deine Eltern als gute, anständige Menschen, komm deiner Verantwortung ihnen gegenüber nach. Ehre sie und erfülle deine Verpflichtungen ihnen gegenüber. Das nennt man Respekt. Nur Eltern, die deinen Glauben an Gott auf diese Weise verstehen und unterstützen, verdienen Respekt. Außer ihnen verdienen keine anderen Eltern Respekt. Abgesehen davon, dich dazu zu bringen, Geld zu verdienen, wollen sie, dass du in der Welt aufsteigst, dir einen Namen machst und dieses oder jenes tust. Diese sind Eltern, die sich nicht um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, und sie verdienen keinen Respekt.

Jetzt versteht ihr alle, was es heißt, elterliche Erwartungen loszulassen, und ihr könnt die Erwartungen eurer Eltern loslassen. Was noch könnt ihr nicht loslassen? Welche Dinge sind dir am wichtigsten, was das Leben deiner Eltern oder deine Eltern selbst betrifft? Das heißt, von welchen Dingen kannst du dich auf emotionaler Ebene am schwersten trennen bzw. bei welchen hast du die größten Schwierigkeiten, sie loszulassen? „Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger; deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Leben oder Schicksal“ – sind wir im Grunde nicht fertig damit, über dieses Thema Gemeinschaft zu halten? Versteht ihr es? (Ja.) Deine Eltern sind nicht deine Gläubiger – das heißt, du solltest nicht ständig darüber nachdenken, dass du dich bei ihnen revanchieren musst, nur weil sie so viel Zeit damit verbracht haben, dich großzuziehen. Wenn du es ihnen nicht vergelten kannst, wenn du nicht die Möglichkeit hast oder sich dir nicht die richtigen Umstände bieten, um es ihnen zu vergelten, wirst du immer traurig sein und Schuldgefühle haben, und zwar in dem Ausmaß, dass du sogar traurig bist, wenn du jemanden siehst, der bei seinen Eltern ist, sich um sie kümmert oder Dinge tut, um seine Eltern zu ehren. Gott hat festgesetzt, dass deine Eltern dich großziehen, dir ermöglichen, zu einem Erwachsenen heranzuwachsen, aber nicht deshalb, damit du dein Leben damit verbringst, es ihnen zu vergelten. Du hast Verantwortungen und Verpflichtungen, denen du in diesem Leben nachkommen musst, einen Weg, den du gehen musst, und du hast dein eigenes Leben. In diesem Leben solltest du nicht deine ganze Energie darauf verwenden, deine Eltern für ihre Güte zu vergelten. Es handelt sich hierbei einfach um etwas, das dich in deinem Leben und auf deinem Lebensweg begleitet. Im Sinne von Menschlichkeit und emotionalen Beziehungen ist es etwas Unvermeidliches. Aber im Hinblick darauf, welche Art von Beziehung dir und deinen Eltern vorherbestimmt ist, ob es dir möglich sein wird, den Rest deines Lebens mit ihnen zusammenzuleben oder ob ihr getrennt werdet und es euch nicht vom Schicksal bestimmt ist, miteinander verbunden zu sein, hängt von Gottes Orchestrierungen und Anordnungen ab. Wenn Gottes Orchestrierungen und Anordnungen vorhersehen, dass du in diesem Leben an einem anderen Ort als deine Eltern lebst, dass du sehr weit weg von ihnen bist und du nicht oft bei ihnen sein kannst, dann ist es nur eine Art von Bestreben, deiner Verantwortung ihnen gegenüber nachzukommen. Wenn Gott angeordnet hat, dass du in diesem Leben ganz in der Nähe deiner Eltern lebst und an ihrer Seite bleiben kannst, dann gehört es zu dem, was du in diesem Leben tun solltest, deiner Verantwortung deinen Eltern gegenüber ein Stück weit nachzukommen und ihnen ein wenig kindlichen Respekt entgegenzubringen – daran ist nichts auszusetzen. Wenn du aber an einem anderen Ort lebst als deine Eltern und nicht die Möglichkeit hast oder sich dir nicht die richtigen Umstände bieten, um sie zu ehren, dann darfst du das nicht für beschämend halten. Du solltest dich nicht schämen, deinen Eltern gegenüberzutreten, weil du sie nicht ehren kannst, es ist nur so, dass die Umstände es nicht zulassen. Als Kind solltest du verstehen, dass deine Eltern nicht deine Gläubiger sind. Es gibt viele Dinge, die du in diesem Leben tun musst, und bei allen handelt es sich um Dinge, die ein geschaffenes Wesen tun sollte, die dir vom Herrn der Schöpfung anvertraut wurden, und sie haben nichts damit zu tun, deinen Eltern ihre Güte zu vergelten. Deine Eltern zu ehren, dich bei ihnen zu revanchieren, ihre Güte zu vergelten – diese Dinge haben nichts mit deiner Mission im Leben zu tun. Man kann auch sagen, es ist unnötig, die Eltern zu ehren, sich bei ihnen zu revanchieren oder irgendeinem Teil deiner Verantwortung ihnen gegenüber gerecht zu werden. Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn die Umstände es erlauben, kannst du das alles ein wenig tun und deiner Verantwortung ein bisschen nachkommen; wenn nicht, brauchst du nicht darauf zu beharren. Wenn du deiner Verantwortung nicht nachkommen kannst, um deine Eltern zu ehren, dann ist das nichts Schlimmes, es läuft nur ein wenig deinem Gewissen, deiner menschlichen Moral und deinen menschlichen Auffassungen zuwider. Wenigstens aber läuft es nicht der Wahrheit zuwider, und Gott wird dich dafür nicht verurteilen. Wenn du die Wahrheit verstehst, wird sich dein Gewissen deshalb nicht getadelt fühlen. Fühlt sich euer Herz nicht gefestigt an, da ihr diesen Aspekt der Wahrheit jetzt verstanden habt? (Doch.) Manche Leute sagen: „Auch wenn Gott mich nicht verurteilen wird, kommt mein Gewissen trotzdem nicht darüber hinweg, und ich fühle mich nicht gefestigt.“ Wenn das auf dich zutrifft, dann ist deine Größe zu gering, und du hast die Sache nicht verstanden oder ihr Wesen nicht durchschaut. Du verstehst das menschliche Schicksal nicht, du verstehst Gottes Souveränität nicht, und du bist nicht bereit dazu, Gottes Souveränität und Anordnungen zu akzeptieren. Du hast stets einen menschlichen Willen und eigene Gefühle, und diese Dinge treiben dich an und beherrschen dich; sie sind zu deinem Leben geworden. Wenn du dich den menschlichen Willen und deine eigenen Gefühle wählst, dann hast du dich nicht die Wahrheit gewählt, und du praktizierst weder die Wahrheit, noch unterwirfst du dich ihr. Wenn du dich für den menschlichen Willen und für deine Gefühle entscheidest, begehst du Verrat an der Wahrheit. Deine Umstände und dein Umfeld lassen eindeutig nicht zu, dass du deine Eltern ehrst, doch du denkst ständig: „Ich stehe in der Schuld meiner Eltern. Ich ehre sie nicht. So viele Jahre haben sie mich nicht gesehen. Sie haben mich umsonst großgezogen.“ Tief in deinem Herzen kannst du diese Dinge nie loslassen. Das beweist eins: Du akzeptierst die Wahrheit nicht. Was die Glaubenslehre betrifft, erkennst du zwar an, dass Gottes Worte richtig sind, aber du akzeptierst sie nicht als die Wahrheit bzw. nimmst sie nicht als Grundsätze für deine Handlungen. Somit bist du, was deinen Umgang mit deinen Eltern betrifft, zumindest kein Mensch, der nach der Wahrheit strebt. Das liegt daran, dass dein Handeln in dieser Sache nicht auf der Wahrheit basiert, deine Praxis richtet sich nicht nach Gottes Worten, stattdessen befriedigst du bloß deine emotionalen Bedürfnisse und die Bedürfnisse deines Gewissens, wobei du deine Eltern ehrst und ihnen ihre Güte vergelten willst. Obwohl Gott dich nicht dafür verurteilt, diese Entscheidung zu treffen, und es deine Entscheidung ist, bist am Ende du derjenige, der das Nachsehen hat, vor allem in Hinsicht auf das Leben. Du bist durch diese Sache immer gebunden und denkst ständig, du würdest dich zu sehr schämen, deinen Eltern gegenüberzutreten, und dass du ihre Güte nicht vergolten hast. Eines Tages, wenn Gott sieht, dass dein Wunsch, die Güte deiner Eltern zu vergelten, zu stark ist, wird Er sofort anfangen, eine Umgebung für dich zu orchestrieren, und dann kannst du einfach nach Hause gehen. Denkst du nicht, dass deine Eltern höher stehen als alles, höher als die Wahrheit? Um sie zu ehren und die Bedürfnisse deines Gewissens und deiner Gefühle zu befriedigen, würdest du lieber Gott verlieren, die Wahrheit aufgeben und auf deine Chance, Rettung zu erlangen, verzichten. Nun, das ist in Ordnung, es ist deine Entscheidung. Gott wird dich nicht dafür verurteilen. Gott wird eine Umgebung für dich orchestrieren, Er wird dich von Seiner Liste streichen, und Er wird dich abschreiben. Wenn du dich dafür entscheidest, nach Hause zu gehen, um deinen Eltern Liebe und Respekt entgegenzubringen und deine Pflicht nicht auszuführen, dann läufst du davon und lässt die Pflicht im Stich, die Gott dir anvertraut hat. Du kehrst dich von Gottes Auftrag und Seinen Erwartungen an dich ab, du kehrst dich von der Pflicht ab, die Gott dir gegeben hat, und gibst deine Chance auf, eine Pflicht auszuführen. Wenn du nach Hause gehst, um dich wieder mit deinen Eltern zu vereinen, um die Bedürfnisse deines Gewissens zu befriedigen und die Erwartungen deiner Eltern zu erfüllen, ist das in Ordnung; du kannst dich dafür entscheiden, nach Hause zu gehen. Wenn du deine Eltern wirklich nicht loslassen kannst, kannst du die Initiative ergreifen und sagen: „Ich vermisse meine Eltern zu sehr. Mein Gewissen fühlt sich jeden Tag angeklagt, ich kann meine Gefühle nicht befriedigen, und mein Herz tut weh. Ich habe Sehnsucht nach meinen Eltern und denke andauernd an sie. Ich habe Angst, dass ich, wenn ich nicht zurückkehre, um meine Eltern in diesem Leben zu ehren, nie mehr noch eine Chance dazu haben werde, ich habe Angst, dass ich es bereuen werde.“ Dann kannst du nach Hause gehen. Wenn deine Eltern dir Himmel und Erde bedeuten, wenn sie dir wichtiger sind als dein eigenes Leben, wenn sie dir alles bedeuten, kannst du dich dazu entscheiden, sie nicht loszulassen. Niemand wird dich zwingen. Du kannst wählen, nach Hause zu gehen, um sie zu ehren und sie zu begleiten, um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen und um ihre Güte zu vergelten. Allerdings musst du dir das gut überlegen. Wenn du heute diese Entscheidung triffst und am Ende deine Chance verpasst, Rettung zu erlangen, dann musst allein du dieses Ergebnis tragen. Niemand anders kann eine solche Konsequenz für dich tragen, du musst sie selbst tragen. Verstehst du? (Ja.) Wenn du die Chance, eine Pflicht zu tun und Rettung zu erlangen, aufgibst, nur damit deine Eltern deine Gläubiger sein können und damit du deine Schulden bei ihnen abbezahlen kannst, dann ist das deine Entscheidung. Niemand zwingt dich. Angenommen, jemand in der Kirche bringt eine Bitte vor und sagt: „Es ist zu hart, nicht zu Hause zu wohnen. Ich vermisse meine Eltern zu sehr. Ich kann sie in meinem Herzen nicht loslassen. Ich träume oft von ihnen. In meinem Kopf und in meinem Herzen kann ich nur an ihre Schatten denken, und ich fühle mich immer mehr schuldig wegen allem, was sie für mich getan haben. Jetzt, da sie älter werden, habe ich erst recht das Gefühl, dass es für Eltern äußerst schwierig ist, ein Kind großzuziehen, und dass ich es ihnen vergelten sollte, ihnen etwas Freude bereiten und sie für den Rest ihres Lebens mit meiner Anwesenheit trösten sollte. Ich würde lieber auf meine Chance verzichten, gerettet zu werden, damit ich nach Hause gehen und sie ehren kann.“ In diesem Fall kann er einen Antrag einreichen mit folgendem Inhalt: „Ich melde mich zur Stelle! Ich will nach Hause gehen, um meine Eltern zu ehren, ich will meine Pflicht nicht ausführen.“ Die Kirche sollte es genehmigen, und keiner braucht so jemanden zu überreden zu versuchen oder Gemeinschaft mit ihm zu halten. Noch etwas zu ihm zu sagen wäre töricht. Wenn Menschen rein gar nichts verstehen, kannst du noch etwas länger mit ihnen sprechen und über die Wahrheit Gemeinschaft halten, bis die Sache klar ist. Wenn du nicht klar darüber Gemeinschaft gehalten hast und sie deshalb die falsche Entscheidung treffen, dann bist du dafür verantwortlich. Wenn sie allerdings, was Glaubenslehren betrifft, alles verstehen, braucht niemand sie zu überreden zu versuchen. Es ist so, wie manche Leute sagen: „Ich verstehe alles, du brauchst mir nichts zu sagen.“ Das ist perfekt, du brauchst keine Worte an sie zu verschwenden und kannst dir ein wenig Mühe ersparen. Du solltest solchen Leuten erlauben, unverzüglich nach Hause zurückzukehren. Erstens, halte sie nicht auf; zweitens, unterstütze sie; drittens, spende ihnen ein wenig Trost und Ermutigung, indem du sagst: „Geh nach Hause und ehre deine Eltern. Verärgere sie nicht und beunruhige sie nicht. Wenn du sie ehren und dich bei ihnen revanchieren willst, dann musst du ein Kind sein, das seine Eltern ehrt. Bereue es aber nicht, wenn du am Ende keine Rettung erlangen kannst. Ich wünsche dir eine gute Reise, ich hoffe, alles wird gut gehen!“ In Ordnung? (Ja.) Wenn jemand nach Hause gehen will, um seine Eltern zu ehren, dann ist das in Ordnung. Er sollte es nicht in sich hineinfressen. Eine Pflicht auszuführen ist etwas Freiwilliges, und niemand wird darauf pochen, dass du es tust. Du wirst nicht verurteilt, weil du keine Pflicht ausführst. Ist es gesagt, dass du Rettung erlangen wirst, wenn du eine Pflicht ausführst? Nicht unbedingt. Es ist nur eine Frage der Einstellung zu deiner Pflicht. Wirst du demnach vernichtet werden, wenn du keine Pflicht ausführst? Das hat niemand gesagt. Jedenfalls wird deine Hoffnung auf Rettung wahrscheinlich verloren sein. Manche Menschen sagen: „Ist es gut oder schlecht, seine Eltern zu ehren?“ Ich weiß es nicht. Wenn du deine Eltern ehren willst, dann tu es. Wir werden das nicht beurteilen, das wäre sinnlos. Es geht hier um Menschlichkeit und Gefühle. Es geht darum, die Art und Weise deiner Existenz zu wählen. Es hat nichts mit der Wahrheit zu tun. Wer nach Hause gehen und seine Eltern ehren will, kann frei entscheiden. Gottes Haus wird nicht darauf beharren, dass jemand bleibt, und Gottes Haus wird sich nicht einmischen. Die Kirchenleiter und die Leute um sie herum sollten niemanden davon abhalten, nach Hause zu gehen. Sie sollten so jemanden weder zu überreden versuchen noch Gemeinschaft über die Wahrheit mit ihm halten. Wenn du nach Hause gehen willst, dann geh! Jeder wird sich von dir verabschieden, ein paar Teigtaschen mit dir essen und dir eine gute Reise wünschen.

Die größten Erwartungen, die Eltern an ihre Kinder haben, bestehen zum einen in der Hoffnung auf ein gutes Leben für ihre Kinder, zum anderen in der Hoffnung, ihre Kinder würden im Alter bei ihnen sein und über sie wachen. Wenn zum Beispiel ein Elternteil krank wird oder auf Schwierigkeiten im Leben stößt, hoffen Eltern, ihre Kinder würden in der Lage sein werden, ihre Sorgen und Schwierigkeiten zu vertreiben und diese Bürde gemeinsam mit ihnen zu tragen. Sie hoffen, dass ihre Kinder an ihrer Seite sein werden, wenn sie diese Welt verlassen, sodass sie sie noch ein letztes Mal sehen können. Normalerweise sind das die zwei größten Erwartungen, die Eltern an ihre Kinder haben, und sie loszulassen ist schwer. Wenn die Eltern krank werden oder Schwierigkeiten haben, und der Sohn oder die Tochter erfährt nichts davon, kann es sein, dass diese Dinge ohne ihr Eingreifen gelöst werden. Wenn die Kinder aber von solchen Angelegenheiten erfahren, fällt es ihnen in der Regel sehr schwer, sie zu bewältigen, vor allem wenn ihre Eltern schwer erkranken. In diesen Zeiten fällt es den Leuten noch schwerer loszulassen. Wenn du tief in deinem Herzen spürst, dass deine Eltern noch in derselben Verfassung sind, in der sie vor zehn oder zwanzig Jahren waren, was ihren Körper, ihr Leben und ihre Arbeitsfähigkeit angeht, dass sie sich selbst versorgen und normal leben können, dass sie noch gesund, jung und rüstig sind, und wenn du den Eindruck hast, dass sie dich nicht brauchen, wirst du dir in deinem Herzen keine so großen Sorgen um sie machen. Wenn du aber erfährst, dass deine Eltern alt geworden sind, ihr Körper schwach ist und dass sie jemanden brauchen, der sich um sie kümmert und bei ihnen ist, und du dann woanders bist, wird dich das wahrscheinlich bestürzen und treffen. Einige geben sogar ihre Pflicht auf und wollen nach Hause, um ihre Eltern zu besuchen. Manche gefühlvollen Menschen treffen sogar noch unvernüftigere Entscheidungen und sagen: „Wenn ich es könnte, würde ich meinen Eltern zehn Jahre meines Lebens schenken.“ Es gibt auch solche Leute, die darauf erpicht sind, sich um Segnungen für ihre Eltern zu bemühen. Sie kaufen ihren Eltern alle möglichen Gesundheitsprodukte und Nahrungsergänzungsmittel, und wenn sie erfahren, dass ihre Eltern ernsthaft krank sind, können sie nicht anders, als in ihren Gefühlen gefangen zu sein, und wollen sofort an die Seite ihrer Eltern eilen. Manche sagen: „Ich wäre bereit, die Krankheit meiner Eltern auf mich zu nehmen.“ Dabei denken sie nicht an die Ausführung ihrer Pflicht und missachten Gottes Auftrag. Deshalb werden Leute unter diesen Umständen leicht schwach und geraten in Versuchung. Würdet ihr weinen, wenn euch die Nachricht erreicht, eure Eltern ernsthaft seien erkrankt? Zum Beispiel erhält jemand einen Brief von zu Hause, in dem steht, die Ärzte hätten bereits ihren endgültigen Bescheid gegeben. Was bedeutet „den endgültigen Bescheid gegeben“? Dieser Satz ist leicht zu interpretieren. Er bedeutet, dass die Eltern dieses Menschen in wenigen Tagen sterben werden. In solchen Momenten denkst du: „Meine Eltern sind erst in ihren Fünfzigern. Das sollte nicht passieren. Was fehlt ihnen?“ Und wenn die Antwort „Krebs“ lautet, denkst du sofort: „Wie haben sie Krebs bekommen? Ich war all die Jahre weg, sie haben mich vermisst, und ihr Leben ist so hart – sind sie deshalb an Krebs erkrankt?“ Dann würdest du dir eiligst die ganze Schuld zuschreiben: „Das Leben meiner Eltern ist so hart, und ich habe ihnen nicht geholfen, ihre Last zu tragen. Sie haben mich vermisst und sich Sorgen um mich gemacht, und ich bin nicht an ihrer Seite geblieben. Ich habe sie im Stich gelassen, und sie haben gelitten, weil sie mich vermissten. Meine Eltern haben so viel Zeit damit verbracht, mich großzuziehen, und wofür? Ich habe ihnen nur Leid gebracht!“ Je mehr du darüber nachdenkst, desto mehr glaubst du, du hättest sie im Stich gelassen und stündest in ihrer Schuld. Dann denkst du: „Nein, das stimmt nicht. Ich glaube an Gott, führe die Pflicht eines geschaffenen Wesens aus und vollende den Auftrag Gottes. Ich habe niemanden im Stich gelassen.“ Aber dann denkst du: „Meine Eltern sind so alt, und es sind keine Kinder bei ihnen, die sich um sie kümmern. Welchen Sinn hat es also gehabt, dass sie mich großgezogen haben?“ Du überlegst hin und her und bist außerstande, diese Sache zu bewältigen, wie sehr du auch darüber nachdenkst. Du weinst nicht nur, sondern verstrickst dich auch völlig in den Gefühlen, die du für deine Eltern hegst. Ist das Loslassen unter diesen Umständen leicht? Du sagst: „Meine Eltern haben mich zur Welt gebracht und mich großgezogen. Sie haben nicht von mir erwartet, dass ich sehr reich werde, und haben nie übertriebene Anforderungen an mich gestellt. Sie haben nur gehofft, ich würde an ihrer Seite sein, wenn sie krank werden und mich brauchen, sie begleiten und ihr Leid lindern. Noch nicht einmal das habe ich getan!“ Du weinst von dem Tag an, an dem du die Nachricht erhältst, dass deine Eltern schwer krank sind, bis hin zu ihrem Tod. Wärt ihr traurig, wenn ihr in eine solche Situation geraten würdet? Würdet ihr weinen? Würdet ihr Tränen vergießen? (Ja.) Würden deine Entschlossenheit und dein Bestreben in diesem Augenblick schwanken? Hättest du das Verlangen, überstürzt und leichtsinnigerweise an die Seite deiner Eltern zu eilen? Würdest du tief in deinem Herzen denken, du seist ein gefühlloser undankbarer Mensch und deine Eltern hätten dich umsonst großgezogen? Würdest du dich immer noch schämen, deinen Eltern gegenüberzutreten? Würdest du dich an die Güte erinnern, die deine Eltern dir dadurch entgegengebracht haben, dass sie dich großgezogen haben, und daran, wie gut sie zu dir gewesen sind? (Ja.) Würdest du deine Pflicht aufgeben? Würdest du alles versuchen, um durch Freunde oder die Brüder und Schwestern die neusten Nachrichten über deine Eltern zu erfahren? Solche Äußerungsformen gelten für alle Menschen, nicht wahr? Ist es also einfach, diese Angelegenheit zu lösen? Wie solltest du solche Belange verstehen? Welche Sichtweise solltest du haben, wenn deine Eltern krank werden oder ihnen ein großes Unglück zustößt? Wenn du es durchschauen kannst, wirst du imstande sein, die Sache loszulassen. Wenn nicht, dann wirst du sie nicht loslassen können. Du glaubst immer, alles, was deine Eltern durchgemacht und erlitten haben, habe etwas mit dir zu tun und du solltest diese Lasten mit ihnen teilen; immer schreibst du dir die Schuld zu, denkst immer, diese Dinge hätten etwas mit dir zu tun, willst dich immer darin einmischen. Ist diese Idee richtig? (Nein.) Warum? Wie solltest du diese Dinge betrachten? Welche Äußerungsformen sind normal? Welche Äußerungsformen sind nicht normal, irrational und nicht im Einklang mit der Wahrheit. Wir wollen zunächst über die normalen Äußerungsformen sprechen. Alle Menschen werden von ihren Eltern zur Welt gebracht; sie sind fleischlich und haben Gefühle. Gefühle sind Teil der Menschlichkeit, und niemand kann sie vermeiden. Jeder Mensch hat Gefühle – sogar kleine Tiere haben welche, erst recht die Menschen. Allerdings sind die Gefühle mancher Leute ein wenig stärker ausgeprägt, während die Gefühle mancher Leute etwas schwächer ausgeprägt sind. Aber alle haben Gefühle, unabhängig von den Umständen. Ob es von ihren Gefühlen, von ihrer Menschlichkeit oder ihrer Rationalität herrührt, alle Menschen sind bestürzt, wenn sie hören, dass ihre Eltern erkrankt sind, ein großes Unglück über sie gekommen ist oder dass sie leiden müssen. Jeder Mensch wäre bestürzt. Bestürzung ist ganz normal, sie ist ein menschlicher Instinkt, sie ist etwas, was der Menschlichkeit und den menschlichen Gefühlen innewohnt. Es ist ganz normal, dass sich so etwas in den Menschen äußert. Wenn Eltern schwer erkranken oder auf ein großes Unglück stoßen, ist es normal, traurig zu sein, zu weinen oder sich unterdrückt zu fühlen, zu überlegen, wie diese Probleme gelöst werden können, und die Bürde mit ihren Eltern zu teilen. Bei manchen Menschen wirkt es sich sogar auf ihren Körper aus – sie können nichts essen, sie spüren einen Knoten in der Brust und sind den ganzen Tag lang niedergeschlagen. Bei all dem handelt es sich um Äußerungsformen von Emotionen, die alle ganz normal sind. Die Leute sollten dich wegen dieser normalen Äußerungsformen nicht kritisieren, du solltest nicht versuchen, diese Äußerungsformen zu vermeiden, und du solltest mit Sicherheit nicht hinnehmen, dass irgendjemand sie kritisiert. Wenn sich diese Äußerungsformen bei dir zeigen, dann beweist das, dass deine Gefühle für deine Eltern echt sind und du jemand bist, der sich seines Gewissens bewusst ist, dass du ein normaler, gewöhnlicher Mensch bist. Niemand sollte dich kritisieren dafür, diese emotionalen Ausströmungen oder diese emotionalen Bedürfnisse zu haben. Diese Äußerungsformen sind im Rahmen von Rationalität und Gewissen. Welche Äußerungsformen sind also nicht normal? Abnormale Äußerungsformen sind die, die über die Rationalität hinausgehen. Davon ist dann die Rede, wenn Menschen, sobald ihnen diese Dinge widerfahren, impulsiv werden und sofort alles aufgeben wollen, um an die Seite ihrer Eltern zurückzukehren, wenn sie sich sofort selbst die ganze Schuld zuschreiben und ihre Ideale, Bestrebungen und die Entschlossenheit, die sie einmal hatten, und sogar die Schwüre, die sie vor Gott geleistet haben, aufgeben. Diese Äußerungsformen sind abnormal und gehen über die Rationalität hinaus, sie sind alle zu impulsiv! Wenn sich die Menschen für einen Weg entscheiden, ist es nicht so, dass sie sich in einem Anfall von Hitzköpfigkeit für den korrekten und richtigen Weg entscheiden können. Dass du dich dafür entscheidest, den Weg der Pflichtausführung zu gehen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens auszuführen, ist keine simple Angelegenheit, und es ist etwas, das durch nichts ersetzt werden kann. Es handelt sich mit Sicherheit nicht um eine Entscheidung, die man in einem Anfall von Hitzköpfigkeit treffen kann. Außerdem ist es der richtige Weg – du solltest deine Entscheidung, den richtigen Weg im Leben zu gehen, nicht wegen der Umgebung, Menschen, Ereignisse und Dinge um dich herum ändern. Das ist die Rationalität, die du haben solltest. Ob es sich um deine Eltern oder um irgendeine große Veränderung handelt – die wichtigste Sache, nämlich, dass du die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführst, sollte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Das ist die eine Seite. Was aber Fragen betrifft, wie deine Eltern sich eine Krankheit zuziehen, wann sie anfangen, daran zu leiden, und welche Folgen die Krankheit haben kann, – sind das Dinge, die du entscheiden kannst? Vielleicht sagst du: „Vielleicht ist es passiert, weil ich kein Kind bin, das seine Eltern ehrt. Hätte ich all die Jahre damit verbracht, fleißig Geld zu verdienen und zu arbeiten, und wenn es mir finanziell gut ginge, hätten sie diese Krankheit früher behandeln lassen können, und sie wäre nicht so schlimm geworden. Es liegt daran, dass ich kein Kind war, das seine Eltern ehrt.“ Ist dieser Gedanke korrekt? (Nein.) Wenn Leute Geld haben, ist es dann gesagt, dass sie in der Lage sein werden, Gesundheit zu kaufen und das Krankwerden zu vermeiden? (Nein.) Werden die reichen Leute in dieser Welt niemals krank? Ab dem Moment, in dem ein Mensch das Gefühl hat, dass er krank wird, bis er erkrankt und bis er schließlich stirbt, ist alles von Gott vorherbestimmt. Wie könnte ein Mensch darüber entscheiden? Wie könnte ein Vorhandensein oder ein Mangel an Geld es bestimmen? Wie könnte die Umgebung eines Menschen es bestimmen? Das alles ist durch Gottes Souveränität und Anordnungen festgesetzt. Daher musst du die Sache, dass deine Eltern schwer erkranken oder auf irgendein großes Unglück stoßen, nicht übermäßig analysieren oder untersuchen, und du solltest ganz bestimmt keine Energie darauf verwenden – denn das wird nichts nützen. Dass Menschen geboren werden, altern, krank werden, sterben und auf verschiedene große und kleine Probleme im Leben stoßen, sind ganz normale Geschehnisse. Wenn du erwachsen bist, solltest du eine mündige Denkweise haben und ruhig und richtig an diese Angelegenheit herantreten: „Meine Eltern sind krank. Einige Leute sagen, sie sind krank, weil sie mich so sehr vermisst haben, kann das sein? Sie haben mich bestimmt vermisst – wie könnte jemand sein eigenes Kind nicht vermissen? Ich habe sie auch vermisst, warum bin ich dann nicht krank geworden?“ Wird irgendjemand krank, weil er seine Kinder vermisst? Das ist nicht der Fall. Was ist also los, wenn deinen Eltern Bedeutsames zustößt? Man kann nur sagen, dass Gott diese Art von Geschehnissen in ihrem Leben orchestriert hat. Es wurde von Gottes Hand orchestriert – du darfst dein Augenmerk nicht auf objektive Gründe und Ursachen richten – es war vorhergesehen, dass deinen Eltern diese Sache zustößt, wenn sie ein gewisses Alter erreichen, es war vorhergesehen, dass diese Krankheit sie heimsucht. Hätten sie es vermeiden können, wenn du da gewesen wärst? Wenn Gott nicht angeordnet hätte, dass es Teil ihres Schicksals ist, krank zu werden, dann wäre ihnen nichts passiert, selbst wenn du nicht bei ihnen gewesen wärst. Wenn es für sie vorherbestimmt war, in ihrem Leben ein solches großes Unglück zu erleben, welchen Einfluss hättest du darauf gehabt, wärst du an ihrer Seite gewesen? Sie hätten es trotzdem nicht vermeiden können, richtig? (Richtig.) Denk an jene Menschen, die nicht an Gott glauben – ist ihre ganze Familie nicht beisammen, Jahr um Jahr? Wenn diesen Eltern ein großes Unglück widerfährt, sind die Mitglieder ihrer Großfamilie und ihre Kinder doch alle bei ihnen, oder? Wenn Eltern krank werden oder die Krankheit sich verschlimmert, liegt es dann daran, dass ihre Kinder sie verlassen haben? Das ist nicht der Fall, es ist vorherbestimmt. Es ist nur so, dass du als ihr Kind aufgrund dieser Blutsbande mit deinen Eltern bestürzt bist, wenn du hörst, dass sie krank sind, während andere Menschen nichts empfinden. Das ist ganz normal. Wenn deinen Eltern ein derartiges großes Unglück widerfährt, bedeutet das allerdings nicht, dass du es analysieren und untersuchen oder darüber nachdenken musst, wie du es loswerden oder lösen kannst. Deine Eltern sind erwachsene Leute; sie haben das Gleiche mehr als ein paar Mal in der Gesellschaft erlebt. Wenn Gott eine Umgebung anordnet, um das Problem aus der Welt zu schaffen, wird es früher oder später vollständig verschwinden. Wenn das Problem für sie eine Hürde im Leben ist, die sie meistern müssen, dann liegt es an Gott, wie lange es dauert. Sie müssen die Hürde meistern, und sie können sie nicht umgehen. Wenn du dieses Problem eigenhändig lösen willst, den Ursprung, die Ursachen und die Folgen dieses Problems analysieren und untersuchen möchtest, ist das ein törichter Gedanke. Es nützt nichts, und es ist überflüssig. So solltest du dich nicht verhalten: analysieren, Untersuchungen anstellen, deine Klassenkameraden und Freunde kontaktieren, um sie um Hilfe zu bitten, wegen deiner Eltern das Krankenhaus kontaktieren, die besten Ärzte kontaktieren, das beste Krankenhausbett für sie organisieren – du brauchst dir nicht den Kopf zu zerbrechen und all das zu tun. Wenn du wirklich überschüssige Energie hast, solltest du die Pflicht, die du zu der Zeit tun solltest, gut ausführen. Deine Eltern haben ihr eigenes Schicksal. Niemand kann dem Alter entkommen, in dem er sterben soll. Deine Eltern sind nicht die Gebieter über dein Schicksal, und ebenso wenig bist du der Gebieter über das Schicksal deiner Eltern. Was kannst du dagegen tun, wenn es vorherbestimmt ist, dass ihnen etwas zustößt? Welche Wirkung kann dadurch erreicht werden, dass du besorgt bist und nach Lösungen suchst? Dadurch kann nichts erreicht werden; es hängt von den Absichten Gottes ab. Wenn Gott sie wegnehmen möchte und dir ermöglichen will, deine Pflicht ungestört auszuführen, kannst du dich dann einmischen? Kannst du mit Gott über die Bedingungen sprechen? Was solltest du zu diesem Zeitpunkt tun? Dir den Kopf zerbrechen, Lösungen finden, Nachforschungen anstellen, analysieren, dir selbst die Schuld geben und dich schämen, deinen Eltern gegenüberzutreten – sind das die Gedanken und Handlungsweisen, die ein Mensch haben sollte? Das alles sind Äußerungsformen mangelnder Unterwerfung unter Gott und die Wahrheit; sie sind irrational, unklug und rebellisch gegenüber Gott. Menschen sollten keine derartigen Äußerungsformen aufweisen. Verstehst du? (Ja.)

Manche Menschen sagen: „Ich weiß, ich sollte nicht anfangen, zu analysieren oder nachzuforschen, wenn meine Eltern krank werden oder ihnen ein schlimmes Unglück widerfährt. Mir ist klar, dass es sinnlos ist und dass ich beruhend auf den Wahrheitsgrundsätzen damit umgehen sollte, aber ich kann mich nicht zurückhalten, zu analysieren und nachzuforschen.“ Lasst uns also das Problem der Zurückhaltung lösen, damit du dich nicht länger zurückhalten musst. Wie kann man das schaffen? In diesem Leben bekommen körperlich gesunde Menschen im Alter von fünfzig oder sechzig Jahren plötzlich Beschwerden: Ihre Muskeln und Knochen bauen ab, sie verlieren an Kraft, können nicht gut schlafen oder nicht viel essen, und sie haben nicht genügend Energie, um zu lesen, zu arbeiten oder irgendeine Aufgabe zu erledigen. Plötzlich brechen in ihrem Inneren alle möglichen Krankheiten aus wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzleiden, kardiovaskuläre Krankheiten, zerebrovaskuläre Krankheiten usw. Diejenigen, die bei etwas besserer Gesundheit sind, können trotz solcher Alterserscheinungen tun, was sie tun müssen, und die Symptome beeinträchtigen sie nicht darin, normal zu leben und normal zu arbeiten. Das ist gut. Weniger gesunde Menschen werden durch diese Symptome beeinträchtigt, sodass sie nicht normal arbeiten und leben können, und manchmal müssen sie ins Krankenhaus, um einen Arzt aufzusuchen. Manche bekommen Erkältungen und Kopfschmerzen; andere bekommen eine Darmentzündung oder Durchfall und müssen nach jedem Anfall von Diarrhoe ein oder zwei Tage im Bett bleiben. Manche Leute leiden an hohem Blutdruck, und ihnen wird so schwindelig, dass sie nicht mehr gehen, kein Auto fahren und sich nicht weit von ihrer Wohnung entfernen können. Es gibt auch Leute, die unter Harninkontinenz leiden. Es ist beschwerlich für sie, ihr Haus zu verlassen, weshalb sie selten ausgehen oder mit Verwandten und Freunden verreisen. Bei anderen treten beim Essen ständig allergische Reaktionen auf. Manche schlafen schlecht und finden an lauten Orten keinen Schlaf. Sobald sie woanders hinziehen, schlafen sie noch schlechter. Das alles hat schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben und die Arbeit dieser Menschen. Es gibt auch Leute, die nicht länger als drei bis vier Stunden hintereinander arbeiten können. Und dann gibt es schlimmere Fälle, in denen Menschen im Alter von fünfzig oder sechzig Jahren unheilbar erkranken, an Krebs, Diabetes, rheumatischer Herzkrankheit, Demenz oder Parkinson usw. Ob diese Krankheiten durch etwas, das sie gegessen haben, oder durch verschmutzte Umwelt, Luft oder Wasser verursacht werden, das Gesetz, dem das Fleisch des Menschen unterliegt, ist, dass Frauen ab dem 45sten und Männer ab dem 50sten Lebensjahr körperlich immer mehr abbauen. Jeden Tag klagen sie, dieser Körperteil verursache ihnen Beschwerden, jener Körperteil tue weh. Sie gehen zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen, und es stellt sich heraus, die Ursache ist Krebs im Endstadium. Schließlich sagt der Arzt: „Gehen Sie nach Hause, das kann man nicht behandeln.“ Alle Menschen werden diesen Krankheiten des Fleisches begegnen. Heute sind sie es, morgen seid ihr es, dann wir. Dem Alter entsprechend und in dieser Reihenfolge werden alle Menschen geboren, sie altern, werden krank und sterben – von der Jugend gehen sie ins Alter über, im Alter werden sie krank, und vom Kranksein sterben sie – das ist das Gesetz. Es ist nur so: Wenn dich die Nachricht erreicht, deine Eltern seien krank geworden, bist du nicht in der Lage, diese emotionale Hürde zu überwinden, weil sie die Menschen sind, die dir am nächsten stehen, um die du am meisten besorgt bist und die dich großgezogen haben. Du denkst: „Wenn die Eltern anderer sterben, empfinde ich nichts, aber meine Eltern dürfen nicht krank werden, weil mich das traurig machen würde. Ich kann es nicht ertragen, es tut mir im Herzen weh, ich kann meine Gefühle nicht überwinden!“ Nur weil sie deine Eltern sind, denkst du, sie sollten nicht altern, krank werden und schon gar nicht sterben – ergibt das Sinn? Das ergibt keinen Sinn, und es ist auch nicht die Wahrheit. Verstehst du? (Ja.) Jeder Mensch ist damit konfrontiert, dass seine Eltern altern und krank werden. In manchen schweren Fällen sind die Eltern gelähmt und ans Bett gefesselt, und einige fallen in einen vegetativen Zustand. Die Eltern mancher Leute leiden an hohem Blutdruck, sind teilweise gelähmt, erleiden Schlaganfälle oder ziehen sich eine schwere Erkrankung zu und sterben. Jeder Mensch wird den Prozess, wie seine Eltern altern, krank werden und dann sterben, persönlich miterleben, sehen oder davon erfahren. Manche Leute erfahren eher davon, wenn ihre Eltern in ihren Fünfzigern sind; einige Menschen erreicht diese Nachricht, wenn die Eltern in den Sechzigern sind; und andere erfahren es erst, wenn die Eltern achtzig, neunzig oder hundert Jahre alt sind. Aber es spielt keine Rolle, wann diese Nachricht dich erreicht, eines Tages, früher oder später, wirst du, als Sohn oder Tochter, diese Tatsache akzeptieren. Wenn du ein erwachsener Mensch bist, solltest du eine mündige Denkweise und die richtige Einstellung zu der Tatsache haben, dass Menschen geboren werden, altern, krank werden und sterben, und nicht impulsiv sein; wenn dich die Nachricht erreicht, dass deine Eltern krank sind oder das Krankenhaus ihnen mitgeteilt hat, ihr Zustand habe sich verschlechtert, solltest du nicht unfähig sein, es zu ertragen. Geboren werden, altern, krank werden und sterben sind Dinge, die jeder Mensch akzeptieren muss – auf welcher Grundlage bist du unfähig, es zu ertragen? Es ist das Gesetz, das Gott für die Geburt und den Tod des Menschen bestimmt hat, warum willst du dagegen verstoßen? Warum akzeptierst du es nicht? Was ist deine Absicht? Du willst deine Eltern nicht sterben lassen, du willst nicht, dass sie nach dem Gesetz von Geburt, Altern, Krankheit und Tod leben, das Gott festgesetzt hat, du willst verhindern, dass sie krank werden und sterben – was würde das aus ihnen machen? Wären sie nicht Menschen aus Plastik? Wären sie dann noch Menschen? Deshalb musst du diese Tatsache akzeptieren. Bevor dich die Nachricht erreicht, dass deine Eltern alt werden, krank oder gestorben sind, solltest du dich in deinem Herzen darauf vorbereiten. Früher oder später wird jeder Mensch eines Tages altern, schwach werden, und er wird sterben. Da deine Eltern normale Menschen sind, warum können sie dann diese Widrigkeit nicht erleben? Sie sollten diese Widrigkeit erleben, und du solltest richtig damit umgehen. Ist diese Sache damit geklärt? Kannst du mit solchen Dingen jetzt rational umgehen? (Ja.) Wenn deine Eltern ernsthaft krank werden oder ihnen in Zukunft irgendein großes Unglück widerfährt, wie wirst du dann an diese Sache herantreten? Sie zu ignorieren ist auch falsch, und die Menschen werden sagen: „Bist du eine Kröte oder eine Schlange? Wie kannst du so kaltblütig sein?“ Du bist ein normaler Mensch, deshalb solltest du darauf reagieren. Du solltest dir Folgendes überlegen: „Das Leben meiner Eltern ist hart gewesen, und sie haben in jungen Jahren diese Krankheit bekommen. Sie haben keine Segnungen genossen und sind in ihrem Glauben an Gott nicht gewissenhaft gewesen. So war ihr Leben. Sie haben nichts verstanden, sie gingen nicht den richtigen Weg und strebten nicht nach der Wahrheit. Sie haben einfach in den Tag hineingelebt. Es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen und Tieren – es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen und alten Kühen und alten Pferden. Jetzt sind sie ernsthaft krank geworden und müssen sich eben allein durchschlagen. Ich hoffe aber, dass Gott ihr Leid ein wenig lindern kann.“ Bete in deinem Herzen für sie, das genügt. Was kann ein Mensch ausrichten? Wenn du nicht bei deinen Eltern bist, kannst du nichts ausrichten; selbst wenn du an ihrer Seite bist, was kannst du ausrichten? Wie viele Menschen haben persönlich miterlebt, wie ihre Eltern vom Jungsein ins Alter übergingen, vom Alter dazu, verschiedene Krankheiten zu erleiden, vom Erleiden verschiedener Krankheiten zur Vergeblichkeit ärztlicher Behandlung, dann für tot erklärt und in die Leichenhalle geschoben wurden? An ihnen mangelt es nicht. Alle diese Kinder bleiben bei ihren Eltern, aber was können sie ausrichten? Sie können nichts ausrichten; sie können nur zusehen. Wenn du diesen Prozess nicht miterlebst, erspart dir das ein wenig Ärger; es ist besser, ihn nicht mitzuerleben; mitzuerleben, wie er vonstatten geht, wäre nicht gut für dich. Ist das nicht der Fall? (Doch.) Was diese Sache betrifft, musst du einerseits die Tatsache verstehen, dass Geburt, Altern, Krankheit und Tod der Menschen einem von Gott festgelegtem Gesetz folgen; andererseits musst du die Verantwortung, der die Menschen nachkommen sollten, und ihr Schicksal, klar erkennen. Du darfst nicht irrational sein und darfst keine impulsiven oder törichten Dinge tun. Warum sollst du keine impulsiven oder törichten Dinge tun? Weil sie, selbst wenn du sie tust, nichts nützen, und stattdessen deine Torheit entlarven. Schlimmer ist, dass du gegen Gott rebellierst, wenn du törichte Dinge tust, und Gott gefällt das nicht, Er verabscheut es. Was die Glaubenslehre betrifft, sind dir alle diese Wahrheiten klar und du verstehst sie alle, aber du klammerst dich immer noch an deinen eigenen Weg und tust einige Dinge in eigensinniger und absichtsvoller Weise, weshalb Gott dich nicht mag. Er verabscheut dich. Was verabscheut Er an dir? Er verabscheut deine eigensinnige Torheit und deine Aufsässigkeit. Du glaubst, du hättest menschliche Gefühle, Gott aber sagt, du seist eigensinnig und töricht – du bist eigensinnig, töricht, dumm und uneinsichtig, und du akzeptierst weder die Wahrheit, noch unterwirfst du dich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen. Gott hat dir das Wesen, den Ursprung und die spezifischen Grundsätze der Praxis, die diese Angelegenheit beinhaltet, deutlich mitgeteilt, dennoch willst du mit all dem anhand deiner Gefühle umzugehen, deshalb mag Gott dich nicht. Wenn Gott deinen Eltern ihre Krankheit nicht nimmt, werden sie letztendlich schwer erkranken und sterben, wenn es das ist, was ihnen widerfahren soll. Kein Mensch kann diese Tatsache ändern. Wenn du sie ändern möchtest, beweist das bloß, dass du Gottes Souveränität eigenhändig und mit eigenen Methoden ändern willst. Das ist die größte Aufsässigkeit, und du widersetzt dich Gott. Wenn du erfährst, dass deinen Eltern diese Dinge widerfahren sind und du dich Gott nicht widersetzen willst, solltest du gelassen sein und einen Ort finden, an dem du allein sein kannst, um zu weinen, nachzudenken und zu beten, oder bring deine sehnsüchtigen Gefühle vor deinen Brüdern und Schwestern zum Ausdruck. Das ist alles, was du tun musst. Du darfst nicht daran denken, etwas zu ändern, und du darfst auf keinen Fall etwas Dummes tun. Bete nicht zu Gott, um Ihn zu bitten, deinen Eltern ihre Krankheit zu nehmen und sie noch ein paar Jahre leben zu lassen oder dir zwei Jahre deines eigenen Lebens zu nehmen und sie ihnen zu geben, nur weil du an Gott glaubst, oder mit der Begründing, du hättest deiner Familie entsagt und deine Karriere aufgegeben, um so viele Jahre lang deine Pflicht zu erfüllen. Tu so etwas nicht. Gott wird derartige Gebete nicht erhören, Er verabscheut solche Gedanken und Gebete. Verstimme und verärgere Gott nicht. Es ist Gott zuwider, dass Menschen jemandes Schicksal manipulieren wollen, dass sie die Tatsache der Herrschaft Gottes über das Schicksal eines Menschen ändern wollen oder Tatsachen, die Gott vor langer Zeit festgelegt hat, oder den Lauf des Schicksals der Menschen ändern wollen. Das verabscheut Gott am meisten.

Ich habe den gemeinschaftlichen Austausch zum Thema, welche Einstellung, welche Gedanken und welches Verständnis die Menschen in Bezug auf das Erkranken ihrer Eltern haben sollten, abgeschlossen. Was den Tod der Eltern betrifft, sollte man in gleicher Weise eine korrekte und rationale Einstellung haben. Manche Leute leben seit vielen Jahren von ihren Eltern getrennt, waren nicht an ihrer Seite, und wenn sie erfahren, dass ihre Eltern plötzlich verstorben sind, versetzt ihnen das einen schweren Schlag, und sie haben das Gefühl, das sei doch alles unglaublich plötzlich gekommen. Weil diese Menschen so viele Jahre nicht bei ihren Eltern gewesen sind bzw. nicht bei ihnen gelebt haben, kreisen ihre Gedanken und ihre Auffassungen immer um eine falsche Vorstellung. Welche falsche Vorstellung? Als du deine Eltern verlassen hast, waren sie lebendig und wohlauf. Wenn du so viele Jahre von deinen Eltern getrennt warst, bleiben sie in deinem Kopf immer im gleichen Alter, in der gleichen körperlichen Verfassung und den gleichen Lebensumständen, wie du sie in Erinnerung hast. Das richtet Chaos an. Dann glaubst du, deine Eltern würden niemals alt werden und in ihrem Leben noch viele Geburtstage feiern. Das heißt, sobald ihre Gesichter in deinem Herzen abgespeichert sind, sobald ihr Leben, ihre Worte und ihr Gebaren einen Eindruck und eine Prägung in deinem Kopf und in deiner Erinnerung hinterlassen haben, denkst du, deine Eltern würden für immer so sein, würden sich nicht verändern, nicht alt werden und mit Sicherheit nicht sterben. Was ist hier mit „nicht sterben“ gemeint? Einerseits ist damit gemeint, dass ihre physischen Körper nicht verschwinden werden. Andererseits bedeutet es, dass ihre Gesichter, ihre Gefühle für dich usw. nicht verschwinden werden. Das ist eine falsche Vorstellung, und sie wird dir eine Menge Ärger bereiten. Deshalb spielt es keine Rolle, in welchem Alter deine Eltern sind, ob sie an Altersschwäche sterben oder wegen einer Krankheit oder irgendwelcher Vorfälle, es wird dir einen Schlag versetzen und dir sehr abrupt vorkommen. Weil deine Eltern in deinem Kopf noch leben und wohlauf sind und dann plötzlich nicht mehr da sind, denkst du: „Wie können sie nicht mehr da sein? Wie kann ein lebendiger Mensch einfach zu Staub werden? In meinem Herzen habe ich ständig das Gefühl, dass meine Eltern noch leben, dass meine Mutti immer noch in der Küche steht und kocht, ständig auf Trab ist und dass mein Papa jeden Tag draußen arbeitet und erst abends heimkommt.“ Diese Szenen aus ihrem Leben haben in deinem Kopf Eindrücke hinterlassen. Also hegst du in deinem Bewusstsein etwas, was du nicht solltest, und zwar die Überzeugung, deine Eltern würden für immer in deinem Herzen leben. Daher glaubst du, dass sie nicht sterben sollten, und unter welchen Umständen deine Eltern auch sterben, du empfindest es als schweren Schlag und hast das Gefühl, es nicht akzeptieren zu können. Es wird einige Zeit brauchen, diese Tatsache zu überwinden, nicht wahr? Wenn deine Eltern krank werden, ist das bereits ein großer Schock für dich, und der Tod deiner Eltern ist ein noch größerer Schock. Wie solltest du also den unerwarteten Schlag bewältigen, der dir damit versetzt wird, sodass er die Ausführung deiner Pflicht oder den Weg, den du gehst, nicht beeinflusst, beeinträchtigt oder stört? Wir wollen zunächst einen Blick darauf werfen, was es mit dem Tod genau auf sich hat und worum es beim Sterben eigentlich genau geht – bedeutet es nicht, dass ein Mensch diese Welt verlässt? (Doch.) Es bedeutet, dass das Leben eines Menschen, das physisch vorhanden ist, aus der materiellen Welt, die die Menschen sehen können, entfernt wird und verschwindet. Daraufhin geht dieser Mensch dazu über, in einer anderen Form in einer anderen Welt zu leben. Dass das Leben deiner Eltern aus dieser Welt geht, bedeutet, dass die Beziehung, die du zu ihnen hast, sich aufgelöst hat, dass sie verschwunden und beendet ist. Sie leben in einer anderen Welt, in einer anderen Form. Was die Frage betrifft, wie ihr Leben in jener anderen Welt weitergehen wird, ob sie in diese Welt zurückkehren, dir wieder begegnen oder irgendeine fleischliche Beziehung zu dir haben oder emotionale Verstrickungen zu dir bestehen, diese Dinge werden von Gott vorherbestimmt und haben nichts mit dir zu tun. Kurz gesagt bedeutet ihr Tod, dass ihre Mission in dieser Welt vorbei ist und ein Schlusspunkt hinter sie gesetzt wurde. Ihre Mission in diesem Leben und in dieser Welt ist vorbei, also ist auch deine Beziehung zu ihnen vorbei. Ob sie in der Zukunft wiedergeboren werden oder ob sie es mit irgendeiner Strafe oder Einschränkung zu tun haben werden oder mit Handhabungen oder Anordnungen in der anderen Welt – hat das irgendetwas mit dir zu tun? Kannst du das entscheiden? Es hat nichts mit dir zu tun, du kannst nicht darüber entscheiden und wirst, was das betrifft, keine Neuigkeiten bekommen können. Zu diesem Zeitpunkt endet deine Beziehung zu ihnen in diesem Leben. Das heißt, das Schicksal, das euch miteinander verbunden hat, als ihr zehn, zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre lang Seite an Seite gelebt habt, ist dann zu Ende. Danach sind sie sie, und du bist du, und es gibt zwischen euch überhaupt keine Beziehung. Selbst wenn ihr alle an Gott glaubt, führten sie ihre eigenen Pflichten aus, und du führst deine aus; sie haben die Mission, die Gott ihnen anvertraut hat, ganz einfach schon beendet. Was also die Verantwortung betrifft, der sie deinetwegen nachgekommen sind, so endet sie an dem Tag, an dem du anfängst, unabhängig von ihnen zu existieren – du hast nichts mehr mit deinen Eltern zu tun. Wenn sie heute sterben, fehlt dir einfach auf emotionaler Ebene etwas, und du hast zwei geliebte Menschen weniger, nach denen du dich sehnen kannst. Du wirst sie nie wieder sehen, und du wirst nie wieder irgendwelche Neuigkeiten über sie erfahren können. Was danach mit ihnen passiert und ihre Zukunft, das hat nichts mit dir zu tun, es gibt keine Blutbande zwischen euch, du bist noch nicht einmal mehr dasselbe Wesen. So ist das. Der Tod deiner Eltern ist einfach die letzte Neuigkeit, die du in dieser Welt über sie erfährst, und die letzte der Hürden, die du siehst oder von der du hörst, was ihre Erfahrungen damit, geboren zu werden, zu altern, zu erkranken und in diesem Leben zu sterben, anbelangt – das ist alles. Weder nimmt dir ihr Tod irgendetwas, noch gibt er dir etwas, sie sind einfach gestorben, ihre Reise als Menschen ist vorbei. Was also ihr Sterben betrifft, ist es egal, ob es sich um einen Unfalltod, einen normalen Tod, Tod durch Krankheit usw. handelt – ohne Gottes Souveränität und Anordnungen, könnte ihnen jedenfalls kein Mensch oder keine Macht ihr Leben nehmen. Ihr Tod bedeutet nur das Ende ihres physischen Lebens. Wenn du sie vermisst und dich nach ihnen sehnst oder dich wegen deiner Gefühle schämst, solltest du keine dieser Empfindungen haben, und sie zu haben ist unnötig. Sie haben diese Welt verlassen, also ist es überflüssig, sie zu vermissen, nicht wahr? Wenn du denkst: „Haben meine Eltern mich all die Jahre vermisst? Wie viel haben sie gelitten, weil ich so viele Jahre lang nicht an ihrer Seite gewesen bin und ihnen nicht die Liebe und den Respekt eines Kindes erwiesen habe? In all diesen Jahren habe ich mir immer gewünscht, ein paar Tage mit ihnen zu verbringen. Nie hätte ich erwartet, dass sie so bald sterben. Ich bin traurig und fühle mich schuldig“, so ist es unnötig, so zu denken; ihr Tod hat nichts mit dir zu tun. Warum hat er nichts mit dir zu tun? Weil es sich dabei nicht um die Verpflichtung oder Aufgabe handelt, die Gott dir gegeben hat, selbst wenn du ihnen Liebe und Respekt erwiesen oder sie begleitet hättest. Gott hat vorherbestimmt, wie viel Glück und wie viel Leid deine Eltern durch dich erfahren – es hat überhaupt nichts mit dir zu tun. Sie werden kein längeres Leben haben, weil du bei ihnen bist, und sie werden kein kürzeres Leben haben, weil du weit weg von ihnen bist und nicht oft bei ihnen sein konntest. Gott hat vorherbestimmt, wie lange sie leben, und es hat nichts mit dir zu tun. Wenn dich daher im Laufe deines Lebens die Nachricht erreicht, deine Eltern seien verstorben, solltest du dich nicht schuldig fühlen. Du solltest richtig an die Sache herantreten und sie akzeptieren. Wenn du bereits viele Tränen vergossen hast, als sie schwer krank waren, solltest du dich freuen und frei fühlen, wenn sie sterben; nachdem du sie verabschiedet hast, besteht kein Grund zum Weinen. Du hast deine Verantwortung als ihr Kind bereits erfüllt, hast für sie gebetet, warst ihretwegen traurig und hast ihretwegen unzählige Tränen vergossen, und natürlich hast du über alle möglichen Lösungen nachgedacht, ihre Krankheit zu behandeln, und hast dein Möglichstes getan, um ihr Leid zu lindern. Du hast bereits alles getan, was du als ihr Kind tun kannst. Wenn sie sterben, könntest du nur sagen: „Euer Leben war ziemlich hart. Als euer Kind hoffe ich, dass ihr in Frieden ruht. Wenn ihr in diesem Leben viele Dinge getan habt, die Gott verletzen, werdet ihr im Jenseits bestraft. Wenn Gott euch, nachdem ihr bestraft worden seid, die Möglichkeit gibt, in dieser Welt als Menschen wiedergeboren zu werden, hoffe ich, ihr werdet euer Bestes tun, euch anständig zu benehmen, und den richtigen Weg gehen. Tut nicht noch mehr Dinge, die Gott verletzen, und strebt danach, im nächsten Leben nicht bestraft zu werden.“ Das ist alles. Ist das nicht gut ausgedrückt? Das ist alles, was du tun kannst; sei es für deine Eltern oder für einen anderen deiner geliebten Menschen, es ist alles, was du tun kannst. Selbstverständlich ist es unnötig, traurig zu sein, wenn deine Eltern schließlich sterben und du nicht bei ihnen sein oder ihnen ein letztes Mal Trost spenden kannst. Denn tatsächlich verlässt jeder Mensch diese Welt allein. Selbst wenn ihre Kinder bei ihnen sind und dann ein Bote kommt, um sie abzuholen, können nur sie ihn sehen. Wenn sie gehen, werden sie von keinem Menschen begleitet, ihre Kinder können sie nicht begleiten und auch ihr Lebenspartner nicht. Wenn Menschen diese Welt verlassen, sind sie immer allein. In seinen letzten Momenten muss jeder Mensch sich dieser Situation, diesem Prozess und dieser Umgebung stellen. Wenn du an ihrer Seite bist und sie dich direkt anblicken, wird es daher trotzdem nichts nützen. Wenn sie gehen müssen und deinen Namen rufen wollen, können sie es nicht tun, und du kannst es nicht hören; wenn sie ihre Hand ausstrecken und deine Hand fassen wollen, haben sie nicht die Kraft dazu, und du kannst es nicht spüren. Sie sind allein. Das liegt daran, dass jeder Mensch allein auf diese Welt kommt und sie am Ende auch allein verlassen muss. Das ist von Gott vorherbestimmt. Die Existenz solcher Dinge ermöglicht den Menschen, noch deutlicher zu erkennen, dass ihr Leben und ihr Schicksal und dass sie geboren werden, altern, erkranken und sterben, alles in Gottes Händen liegt und das Leben jedes Menschen unabhängig ist. Obwohl alle Menschen Eltern, Geschwister und geliebte Menschen haben, aus Gottes Sicht und aus der des Lebens, ist das Leben jedes Einzelnen unabhängig, Leben wird nicht in Gruppen zusammengefasst, und kein Leben hat einen Partner. Aus der Sicht geschaffener Menschen ist jedes Leben unabhängig, aber aus Gottes Sicht ist kein von Ihm geschaffenes Leben allein, weil Gott jedes einzelne davon begleitet und nach vorn zieht. Es ist nur so: Wenn du in dieser Welt bist, wirst du deinen Eltern geboren und denkst, deine Eltern seien die Menschen, die dir am nächsten stehen, tatsächlich aber erkennst du, wenn deine Eltern diese Welt verlassen, dass deine Eltern nicht die Menschen sind, die dir am nächsten stehen. Wenn ihr Leben endet, bist du noch am Leben, und dass ihr Leben endet, nimmt deines nicht weg, und es hat mit Sicherheit keine Auswirkungen auf dein Leben. Du hast all die Jahre fern von ihnen verbracht und lebst trotzdem ein gutes Leben. Woran liegt das? Daran, dass Gott über dich wacht und dich führt; du lebst unter Seiner Souveränität. Wenn deine Eltern diese Welt verlassen, wird dir dadurch sogar noch mehr bewusst, dass du im Laufe dieser Jahre ohne die Begleitung, Versorgung, Fürsorge oder Erziehung deiner Eltern, vom Heranwachsen, ins Erwachsenenalter, ins mittlere Alter, ins hohe Alter gekommen bist und unter Gottes Führung in deinem Leben mehr und mehr verstanden hast und dass deine Richtung und dein Weg nach vorn zunehmend deutlich wurden. Deshalb sind die Menschen in der Lage, ihre Eltern zu verlassen. Die Existenz ihrer Eltern ist nur während ihrer Kindheit notwendig, aber nachdem sie herangewachsen sind, ist die Existenz ihrer Eltern eine reine Formsache. Ihre Eltern sind lediglich ihre emotionale Nahrung und Stütze, und es besteht keine Notwendigkeit für sie. Natürlich werden dir diese Dinge immer klarer, und du wirst noch mehr spüren, dass das Leben der Menschen von Gott kommt und dass die Menschen, ohne sich auf Gott zu stützen, ohne Gott als ihre geistige und geistliche Nahrung und als Nahrung für ihr Leben nicht leben können. Wenn deine Eltern von dir gehen, wirst du sie nur auf emotionaler Ebene vermissen, gleichzeitig aber wirst du emotional und auf anderen Ebenen befreit sein. Warum wirst du befreit sein? Wenn deine Eltern noch leben, bereiten sie dir Sorgen und sind eine Belastung. Sie sind Menschen, bei denen du dich eigensinnig verhalten kannst, und sie geben dir das Gefühl, dich nicht von deinen Gefühlen befreien zu können. Wenn deine Eltern sterben, wird das alles gelöst sein. Die Menschen, von denen du gedacht hast, sie stünden dir am nächsten, sind fort, und du musst dir keine Sorgen mehr um sie machen oder dich nach ihnen sehnen. Wenn deine Eltern diese Welt verlassen und du diese abhängige Beziehung zu deinen Eltern durchbrichst, tief in deinem Herzen durch und durch das Gefühl hast, dass deine Eltern bereits fort sind, und spürst, dass du deine Blutsbande mit deinen Eltern bereits überwunden hast, wirst du wirklich reif und unabhängig werden. Denk über Folgendes nach: Egal, wie alt jemand ist, wenn seine Eltern noch da sind und er vor einem Problem steht, denkt er: „Ich werde meine Mutter fragen, ich werde meinen Vater fragen.“ Es ist immer emotionale Nahrung für sie vorhanden. Wenn Menschen über emotionale Nahrung verfügen, haben sie das Gefühl, ihr Dasein in dieser Welt fließe über vor Wärme und Glück. Wenn du dieses Gefühl von Glück und diese Wärme verlierst, aber nicht das Gefühl hast, allein zu sein oder das Glück und die Wärme verloren zu haben, dann bist du reif, und du bist wirklich unabhängig, was deine Gedanken und Gefühle betrifft. Die meisten von euch haben diese Dinge wahrscheinlich noch nicht erlebt. Wenn ihr sie erlebt, werdet ihr es verstehen. Überleg mal: Egal, wie alt Menschen sind, ob sie vierzig, fünfzig oder sechzig Jahre alt sind, wenn ihre Eltern sterben, werden sie sofort viel reifer. Es ist, als würden sie in einem Augenblick von einem naiven Kind zu einem vernünftigen Erwachsenen. Von heute auf morgen verstehen sie Dinge und sind unabhängig. Somit stellt der Tod der Eltern für jeden Menschen eine große Hürde dar. Wenn du mit deiner Beziehung zu deinen Eltern richtig umgehen und richtig an diese herangehen kannst und gleichzeitig an die verschiedenen Erwartungen deiner Eltern an dich bzw. an die Verantwortung, der du auf emotionaler und ethischer Ebene nachkommen solltest für deine Eltern, richtig herangehen kannst, richtig damit umgehen und sie loslassen kannst, dann bist du wirklich gereift und wirst zumindest vor Gott ein Erwachsener sein. Zu einem solchen Erwachsenen zu werden, ist nicht einfach. Vor allem im Hinblick auf deine fleischlichen Gefühle musst du einiges an emotionaler Verwüstung und Qual durchleiden sowie den Schmerz, wenn die Dinge nicht gut laufen, nicht so laufen, wie erhofft oder wenn sie unglücklich verlaufen usw. Wenn du diesen ganzen Schmerz erlebt hast, wirst du einen etwas besseren Einblick in diese Dinge gewinnen. Wenn du sie mit den Wahrheiten verknüpfst, über die wir diese Themen betreffend Gemeinschaft gehalten haben, gewinnst du einen etwas besseren Einblick in das menschliche Leben und Schicksal, die Gott vorherbestimmt hat, und in die Zuneigung, die zwischen den Menschen besteht, und zwar auf gründliche Art und Weise. Wenn du Einblick in diese Dinge gewinnst, wird es dir leichtfallen, sie loszulassen. Wenn du diese Dinge loslassen und richtig mit ihnen umgehen kannst, wirst du in der Lage sein, richtig an sie heranzutreten. Du trittst an sie nicht auf der Grundlage menschlicher Glaubenslehren oder der Maßstäbe des menschlichen Gewissens heran; du trittst an sie heran im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen. Was bedeutet „im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen“? Es bedeutet, dass du dich Gott unterwerfen kannst. Wenn du dich Gott und Seinen Orchestrierungen unterwerfen kannst, ist das ein gutes Zeichen und ein gutes Omen. Wofür ist es ein Omen? Dass du Hoffnung auf Rettung hast. Wenn es deshalb um die Erwartungen deiner Eltern geht, egal, ob du jung, mittleren Alters, betagt oder im Greisenalter bist, und unabhängig davon, ob du es noch nicht erlebt hast, du es gerade erlebst oder bereits erlebt hast, besteht das, was du tun musst, nicht bloß darin, deine Gefühle loszulassen oder die Beziehung zu deinen Eltern zu beenden und deine Verbindung zu ihnen abzubrechen. Es bedeutet, dich um die Wahrheit zu bemühen und danach zu streben, diese Aspekte der Wahrheit zu verstehen. Das ist das Allerwichtigste. Wenn du diese verschiedenen, komplexen Beziehungen verstehst, kannst du von ihnen befreit werden, und sie werden dich nicht länger einschränken. Wenn sie dich nicht mehr einschränken, fällt es dir viel leichter, dich Gottes Orchestrierungen zu unterwerfen, und du stößt auf weniger Hindernisse und kleinere Behinderungen. Dann wird es weniger wahrscheinlich sein, dass du gegen Gott rebellierst, richtig?

Kannst du jetzt alle diese wichtigen Angelegenheiten, die mit deinen Eltern zu tun haben, durchschauen und auflösen? Denkt in eurer Freizeit über die Wahrheit nach. Wenn du in Zukunft oder bei den Dingen, die du jetzt erlebst, diese Dinge mit der Wahrheit verbinden und die Probleme auf der Grundlage der Wahrheit lösen kannst, wirst du mit weitaus weniger Ärger und Schwierigkeiten konfrontiert sein, und du wirst ein sehr entspanntes und freudiges Leben leben. Wenn du an diese Dinge nicht auf der Grundlage der Wahrheit herantrittst, wirst du auf eine Menge Ärger stoßen, und dein Leben wird sehr qualvoll sein. Das ist das Ergebnis. Ich werde an dieser Stelle aufhören, heute zum Thema elterliche Erwartungen Gemeinschaft zu halten. Auf Wiedersehen.

29. April 2023

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