Das Wesen des von Gott bewohnten Fleisches

Gott lebte bei Seiner ersten Menschwerdung dreiunddreißigeinhalb Jahre auf der Erde und von diesen führte Er Sein Amt nur dreieinhalb Jahre lang aus. Sowohl während der Zeit Seines Wirkens, als auch bevor Er Sein Werk begann, wies Er normale Menschlichkeit auf; Er bewohnte Seine normale Menschlichkeit dreiundreißigeinhalb Jahre lang. Im Laufe der letzten dreieinhalb Jahre offenbarte Er Sich als der menschgewordene Gott. Bevor Er begann, Sein Amt auszuüben, zeigte Er sich mit einer gewöhnlichen, normalen Menschlichkeit, wies keinerlei Anzeichen Seiner Göttlichkeit auf, und erst nachdem Er offiziell damit begonnen hat, Sein Amt auszuüben, manifestiert sich Seine Göttlichkeit. Sein Leben und Werk während jener neunundzwanzig Jahre zeigten, dass Er ein echter Mensch war, ein Menschensohn, mit einem fleischlichen Leib, denn Sein Amt begann erst richtig, nachdem Er das Alter von neunundzwanzig Jahren erreicht hatte. Die „Menschwerdung“ ist das Erscheinen Gottes im Fleisch; Gott wirkt unter der geschaffenen Menschheit im Abbild des Fleisches. Damit Gott also Mensch werden kann, muss Er zunächst fleischlich sein, ein Fleisch von normaler Menschlichkeit; dies ist die grundlegendste Voraussetzung. Tatsächlich bedeutet Gottes Menschwerdung, dass Gott im Fleisch lebt und wirkt, dass Gott in Seinem eigentlichsten Wesen Fleisch wird, ein Mensch wird. Sein Leben und Wirken als Menschwerdung kann in zwei Phasen eingeteilt werden. Zuerst kommt das Leben, das Er lebt, bevor Er Sein Amt ausübt. Er lebt in einer gewöhnlichen Menschenfamilie, in völlig normaler Menschlichkeit, befolgt die normalen Moralvorstellungen und Gesetze menschlichen Lebens, mit normalen menschlichen Bedürfnissen (Nahrung, Kleidung, Schlaf, Obdach), normalen menschlichen Schwächen und normalen menschlichen Emotionen. Mit anderen Worten, während dieser ersten Phase lebt Er in nicht-göttlicher, absolut normaler Menschlichkeit und beteiligt Sich dabei an allen normalen menschlichen Tätigkeiten. Die zweite Phase ist das Leben, das Er nach dem Beginn der Ausführung Seines Amtes lebt. Er verweilt noch immer in der gewöhnlichen Menschlichkeit, mit einer normalen menschlichen Hülle, ohne äußerliche Zeichen des Übernatürlichen aufzuweisen. Dennoch lebt Er rein für Sein Amt, und während dieser Zeit existiert Seine normale Menschlichkeit gänzlich, um das normale Werk Seiner Göttlichkeit aufrechtzuerhalten, denn inzwischen ist Seine normale Menschlichkeit so weit herangereift, dass Er in der Lage ist, Sein Amt auszuführen. Somit gilt die zweite Phase Seines Lebens der Ausführung Seines Amtes in Seiner normalen Menschlichkeit, wobei es sich sowohl um ein Leben normaler Menschlichkeit als auch eines vollkommener Göttlichkeit handelt. Der Grund, weshalb Er während der ersten Phase Seines Lebens in völlig gewöhnlicher Menschlichkeit lebt, ist, dass Seine Menschlichkeit die Gesamtheit des göttlichen Wirkens noch nicht aufrechterhalten kann, dass Er noch nicht reif ist; erst nachdem Seine Menschlichkeit gereift ist, wird Er fähig, Sein Amt auf Sich zu nehmen, kann Er die Ausführung des Amtes angehen. Da Er, weil Er fleischlich ist, wachsen und reifen muss, ist die erste Phase Seines Lebens die der normalen Menschlichkeit –, während in der zweiten Phase das Leben, das der menschgewordene Gott während Seines Amtes lebt, sowohl ein Leben der Menschlichkeit als auch der vollkommen Göttlichkeit ist, da Seine Menschlichkeit fähig ist, Sein Werk durchzuführen und Sein Amt auszuüben. Wenn der menschgewordene Gott vom Moment Seiner Geburt an ernsthaft mit der Ausübung Seines Amtes beginnen würde und dabei übernatürliche Zeichen und Wunder wirken würde, dann hätte Er kein körperliches Wesen. Deshalb existiert Seine Menschlichkeit zum Zweck Seines körperlichen Wesens; es kann kein Fleisch ohne Menschlichkeit geben, und eine Person ohne Menschlichkeit ist kein Mensch. Somit ist die Menschlichkeit von Gottes Fleisch eine innewohnende Eigenschaft von dem Fleisch des menschgewordenen Gottes. Zu sagen, „wenn Gott Fleisch wird, ist Er vollkommen göttlich und keineswegs menschlich“, ist Gotteslästerung, denn diese Aussage existiert einfach nicht und verstößt gegen das Prinzip der Menschwerdung. Selbst nachdem Er beginnt, Sein Amt auszuführen, lebt Er immer noch in Seiner Göttlichkeit mit einer äußeren menschlichen Hülle, wenn Er Sein Werk vollbringt; es ist nur so, dass Seine Menschlichkeit zu diesem Zeitpunkt einzig dem Zweck dient, es Seiner Göttlichkeit zu erlauben, das Werk im normalen Fleisch zu vollbringen. Somit ist die wirkende Kraft des Werkes die Menschlichkeit, die Seine Göttlichkeit bewohnt. Es ist Seine Göttlichkeit, und nicht Seine Menschlichkeit, die am Werk ist, allerdings verbirgt sich diese Göttlichkeit in Seiner Menschlichkeit; im Wesentlichen wird Sein Werk durch Seine vollkommene Göttlichkeit vollbracht, nicht durch Seine Menschlichkeit. Was das Werk jedoch ausführt, ist Sein Fleisch. Man könnte sagen, dass Er ein Mensch ist und auch Gott, denn Gott wird zu einem Gott, der im Fleisch lebt, mit einer menschlichen Hülle und mit einem menschlichen Wesen, aber auch mit dem Wesen Gottes. Da Er ein Mensch mit Gottes Wesen ist, steht Er über allen erschaffenen Menschen, über jedem Menschen, der Gottes Werk verrichten kann. Und so ist nur Er unter all denjenigen mit einer menschlichen Hülle wie Seiner, unter all denjenigen, die Menschlichkeit besitzen, der menschgewordene Gott Selbst – alle anderen sind erschaffene Menschen. Auch wenn sie alle Menschlichkeit aufweisen, haben erschaffene Menschen nichts weiter als Menschlichkeit, während der menschgewordene Gott anders ist: In Seinem Fleisch weist Er nicht nur Menschlichkeit auf, sondern vor allem Göttlichkeit. Seine Menschlichkeit kann in der äußerlichen Erscheinung Seines Fleisches gesehen werden und in Seinem täglichen Leben, aber Seine Göttlichkeit ist schwer wahrzunehmen. Weil Seine Göttlichkeit nur dann zum Ausdruck kommt, wenn Er Menschlichkeit besitzt, und nicht so übernatürlich ist, wie die Leute es sich vorstellen, ist sie für die Menschen äußerst schwer zu erkennen. Selbst heutzutage bereitet es den Menschen größte Schwierigkeiten, das wahre Wesen des menschgewordenen Gottes zu ergründen. Obwohl Ich so ausführlich darüber gesprochen habe, nehme Ich an, dass es für die meisten von euch immer noch ein Mysterium ist. Eigentlich ist diese Angelegenheit sehr simpel: Da Gott Fleisch wird, ist Sein Wesen eine Kombination aus Menschlichkeit und Göttlichkeit. Diese Kombination wird Gott Selbst genannt, Gott Selbst auf Erden.

Das Leben, das Jesus auf Erden führte, war ein normales fleischliches Leben. Er lebte in der normalen Menschlichkeit Seines Fleisches. Seine Autorität – Sein Werk zu tun und Sein Wort zu sprechen oder die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben, derart Außergewöhnliches zu vollbringen – manifestierte sich größtenteils nicht, bis Er Sein Amt antrat. Sein Leben vor Seinem neunundzwanzigsten Lebensjahr, bevor Er Sein Amt ausübte, war Beweis genug, dass Er nur normale Fleischlichkeit aufwies. Aus diesem Grund und weil Er noch nicht begonnen hatte, Sein Amt auszuführen, sahen die Menschen nichts Göttliches in Ihm, sahen nichts weiter, als einen normalen Menschen, einen gewöhnlichen Mann – genauso wie damals einige Menschen glaubten, dass Er der Sohn Josefs sei. Die Leute dachten, Er sei der Sohn eines gewöhnlichen Menschen, sie konnten nicht erkennen, dass Er Gottes menschgewordenes Fleisch war; selbst als Er viele Wunder vollbrachte, während Er Sein Amt ausübte, sagten die meisten Leute trotzdem, Er sei der Sohn Josefs, denn Er war Christus mit der äußeren Hülle normaler Menschlichkeit. Sowohl Seine normale Menschlichkeit als auch Sein Werk existierten, um die Bedeutung der ersten Menschwerdung zu erfüllen, um zu beweisen, dass Gott gänzlich Fleisch geworden war, dass Er ein absolut gewöhnlicher Mensch geworden war. Seine normale Menschlichkeit, bevor Er Sein Werk begann, war Beweis dafür, dass Er von gewöhnlicher Fleischlichkeit war; und dass Er später wirkte, bewies ebenfalls, dass Er von gewöhnlicher Fleischlichkeit war, denn in Seiner Fleischlichkeit, die normale Menschlichkeit aufwies, wirkte Er Zeichen und Wunder, heilte Er die Kranken und trieb Er Dämonen aus. Dass Er Wunder wirken konnte, lag daran, dass Seinem Fleisch die Autorität Gottes innewohnte, dass es das Fleisch war, mit dem Sich der Geist Gottes kleidete. Er besaß diese Autorität wegen Gottes Geistes und es bedeutete nicht, dass Er nicht fleischlich war. Die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben, war das Werk, das Er in Seinem Amt ausführen musste, es war ein Ausdruck Seiner in Seiner Menschlichkeit verborgenen Göttlichkeit, und welche Zeichen Er auch zeigte oder wie Er Seine Autorität auch erkennen ließ, Er lebte dennoch in normaler Menschlichkeit und Er wies dennoch normale Fleischlichkeit auf. Bis zu dem Zeitpunkt Seiner Wiedererweckung, nachdem Er am Kreuz gestorben war, lebte Er in normaler Fleischlichkeit. Gnade zu schenken, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben, war alles ein Teil Seines Amtes, all das waren Werke, die Er in Seinem normalen Fleisch vollbrachte. Bevor Er ans Kreuz ging, hatte Er nie Sein normales menschliches Fleisch verlassen, ganz gleich, was Er tat. Er war Gott Selbst und vollbrachte Gottes eigenes Werk. Weil Er jedoch das menschgewordene Fleisch Gottes war, aß Er Nahrung und trug Kleider, hatte Er normale menschliche Bedürfnisse, wies Er normale menschliche Vernunft und einen normalen menschlichen Geist auf. Das alles war Beweis dafür, dass Er ein normaler Mensch war, was bewies, dass das menschgewordene Fleisch Gottes fleischlich war, normale Menschlichkeit aufwies, und nicht übernatürlich war. Seine Aufgabe war es, das Werk von Gottes erster Menschwerdung zu vollenden, das Amt zu erfüllen, das die erste Menschwerdung ausüben sollte. Die Bedeutung der Menschwerdung ist, dass ein gewöhnlicher, normaler Mensch das Werk von Gott Selbst ausführt; das heißt, dass Gott Sein göttliches Werk in Menschlichkeit ausführt und dadurch Satan bezwingt. Menschwerdung bedeutet, dass Gottes Geist zu einem fleischlichen Leib wird, das heißt, Gott wird Fleisch; das Werk, welches das Fleisch vollbringt, ist das Werk des Geistes, der im Fleisch verwirklicht ist, durch das Fleisch zum Ausdruck gebracht wird. Niemand außer Gottes Fleisch kann das Amt des menschgewordenen Gottes erfüllen; das heißt, nur Gottes menschgewordenes Fleisch, diese normale Menschlichkeit – und kein anderer – kann dem göttlichen Werk Ausdruck geben. Wenn Gott während Seines ersten Kommens vor dem Alter von neunundzwanzig Jahren keine normale Menschlichkeit aufgewiesen hätte, wenn Er, sobald Er geboren wurde, hätte Wunder wirken können, wenn Er, sobald Er sprechen lernte, die Sprache des Himmels hätte sprechen können, wenn Er, sobald Er zum ersten Mal Seinen Fuß auf die Erde setzte, alle weltlichen Angelegenheiten erfassen gekonnt hätte, jeden Gedanken und jede Absicht des Menschen wahrnehmen gekonnt hätte – eine solche Person hätte man nicht einen normalen Menschen nennen können und eine solche Fleischlichkeit hätte nicht als menschliche Fleischlichkeit bezeichnet werden können. Wäre dies mit Christus der Fall, dann gingen die Bedeutung und die Essenz der Menschwerdung Gottes verloren. Dass Er normale Menschlichkeit besitzt, beweist, dass Er der menschgewordene Gott im Fleisch ist; die Tatsache, dass Er einen normalen menschlichen Wachstumsprozess durchlebt, beweist zusätzlich Seine normale Fleischlichkeit; außerdem ist Sein Wirken Beweis genug, dass Er das fleischgewordene Wort Gottes, Gottes fleischgewordener Geist ist. Gott wird wegen der Erfordernisse Seines Werkes Fleisch; mit anderen Worten, diese Phase des Werkes muss im Fleisch vollbracht werden, sie muss in normaler Menschlichkeit durchgeführt werden. Das ist die Voraussetzung für „das fleischgewordene Wort“, für „die Erscheinung des Wortes im Fleisch“, und es ist die wahre Geschichte hinter den zwei Menschwerdungen Gottes. Die Menschen mögen glauben, dass Jesus Sein Leben lang Wunder vollbrachte, dass Er bis hin zum Ende Seines Wirkens auf Erden kein Anzeichen normaler Menschlichkeit erkennen ließ, dass Er keine normalen menschlichen Bedürfnisse oder Schwächen oder menschliche Emotionen hatte, die grundlegenden Notwendigkeiten des Lebens nicht benötigte oder keine normalen menschlichen Gedanken hatte. Sie dachten, dass Sein Geist einzig übermenschlich ist, Seine Menschlichkeit überweltlich. Sie glauben, da Er Gott ist, sollte Er nicht denken und leben wie normale Menschen es tun, dass nur eine normale Person, ein echter Mensch, normale menschliche Gedanken denken und ein normales Leben führen kann. Das alles sind menschliche Ideen und menschliche Auffassungen, und diese menschlichen Auffassungen laufen den ursprünglichen Absichten von Gottes Werk zuwider. Normales menschliches Denken stützt einen normalen menschlichen Verstand und normale Menschlichkeit; normale Menschlichkeit stützt die normalen Funktionen des Fleisches; und die normalen Funktionen des Fleisches ermöglichen das normale fleischliche Leben in seiner Gesamtheit. Nur indem Gott in einem solchen Fleisch wirkt, kann Er den Zweck Seiner Menschwerdung erfüllen. Wenn der menschgewordene Gott nur eine äußere fleischliche Hülle besäße, aber keine normalen menschlichen Gedanken hätte, dann würde dieses Fleisch keinen menschlichen Verstand besitzen, geschweige denn echte Menschlichkeit. Wie könnte ein Fleisch wie dieses, ohne Menschlichkeit, das Amt erfüllen, das der menschgewordene Gott ausführen soll? Ein normaler Verstand stützt alle Aspekte des menschlichen Lebens; ohne einen normalen Verstand wäre man nicht menschlich. Mit anderen Worten, eine Person, die keine normalen Gedanken denkt, ist psychisch krank, und ein Christus, der keine Menschlichkeit aufweist, sondern nur Göttlichkeit, kann nicht als Gottes menschgewordenes Fleisch gelten. Wie also könnte Gottes menschgewordenes Fleisch keine normale Menschlichkeit haben? Ist es nicht Gotteslästerung, zu behaupten, dass Christus keine Menschlichkeit hat? Alle Tätigkeiten, mit denen sich normale Menschen befassen, sind auf das Funktionieren eines normalen menschlichen Verstands angewiesen. Ohne ihn würden sich die Menschen abnormal verhalten; sie wären sogar unfähig, Schwarz von Weiß, Gutes von Bösem zu unterscheiden; und sie hätten keine menschliche Ethik oder moralische Prinzipien. Ähnlich wäre es, wenn der menschgewordene Gott nicht wie ein normaler Mensch dächte, dann wiese Er keine echte Fleischlichkeit auf, keine normale Fleischlichkeit. Ein solches nicht denkendes Fleisch wäre nicht in der Lage, das göttliche Wirken zu übernehmen. Er könnte sich nicht auf eine normale Art und Weise mit den Tätigkeiten normaler Fleischlichkeit befassen, geschweige denn, zusammen mit Menschen auf der Erde leben. Und so wäre die Bedeutung der Menschwerdung Gottes, die eigentliche Essenz dessen, dass Gott in das Fleisch kommt, verloren gegangen. Die Menschlichkeit des menschgewordenen Gottes existiert, um das normale göttliche Wirken im Fleisch aufrechtzuerhalten; Sein normales menschliches Denken stützt Seine normale Menschlichkeit und all Seine normalen körperlichen Tätigkeiten. Man könnte sagen, dass Sein normales menschliches Denken existiert, um Gottes ganzes Werk im Fleisch aufrechtzuerhalten. Würde dieses Fleisch keinen normalen menschlichen Verstand besitzen, dann könnte Gott nicht im Fleisch wirken, und was Er im Fleisch tun muss, könnte nie vollbracht werden. Obwohl der menschgewordene Gott einen normalen menschlichen Verstand besitzt, ist Sein Werk nicht durch menschliche Gedanken verfälscht; Er führt das Werk in Menschlichkeit mit einem normalen Verstand aus, unter der Voraussetzung, Menschlichkeit mit einem Verstand aufzuweisen, nicht durch das Ausüben des normalen menschlichen Denkens. Ungeachtet dessen, wie erhaben die Gedanken Seines Fleisches sind, Sein Werk ist von Logik oder Denken unbelastet. Mit anderen Worten, Sein Werk wird nicht von dem Verstand Seines Fleisches erfasst, sondern ist ein unmittelbarer Ausdruck des göttlichen Wirkens in Seiner Menschlichkeit. Sein ganzes Werk ist das Amt, das Er erfüllen muss, und nichts davon wird von Seinem Gehirn erdacht. Zum Beispiel waren das Heilen von Kranken, die Austreibung von Dämonen und die Kreuzigung keine Erzeugnisse Seines menschlichen Verstands und hätten von keinem Menschen mit menschlichem Verstand vollbracht werden können. Desgleichen ist das heutige Werk der Eroberung ein Amt, das vom menschgewordenen Gott ausgeführt werden muss, jedoch ist es nicht das Werk eines menschlichen Willens, es ist das Werk, das Seine Göttlichkeit vollbringen soll, ein Werk, zu dem kein fleischlicher Mensch fähig ist. Also muss der menschgewordene Gott einen normalen menschlichen Verstand besitzen, muss normale Menschlichkeit besitzen, denn Er muss Sein Werk in Menschlichkeit mit einem normalen Verstand durchführen. Dies ist Essenz des Werkes des menschgewordenen Gottes, die Essenz des menschgewordenen Gottes.

Bevor Jesus Sein Werk vornahm, lebte Er nur in Seiner normalen Menschlichkeit. Niemand konnte erkennen, dass Er Gott war, niemand fand heraus, dass Er der menschgewordene Gott war; die Leute kannten Ihn nur als einen ganz gewöhnlichen Menschen. Seine äußerst gewöhnliche, normale Menschlichkeit war der Beweis, dass Gott im Fleisch Mensch geworden war und dass das Zeitalter der Gnade das Zeitalter des Wirkens des menschgewordenen Gottes war, nicht das Zeitalter des Wirkens des Geistes. Sie war Beweis dafür, dass der Geist Gottes vollkommen im Fleisch verwirklicht war, dass im Zeitalter der Menschwerdung Gottes, Sein Fleisch das gesamte Werk des Geistes ausführen würde. Der Christus mit normaler Menschlichkeit weist eine Fleischlichkeit auf, in der der Geist verwirklicht ist, und besitzt eine normale Menschlichkeit, einen normalen Verstand und menschliche Gedanken. „Verwirklicht zu sein“ bedeutet, dass Gott Mensch wird, der Geist Fleisch wird; um es deutlicher auszudrücken: Wenn Gott Selbst einen fleischlichen Leib mit normaler Menschlichkeit bewohnt und durch diesen Sein göttliches Werk zum Ausdruck bringt – dann bedeutet das, verwirklicht oder menschgeworden zu sein. Während Seiner ersten Menschwerdung musste Gott die Kranken heilen und Dämonen austreiben, denn Sein Werk bestand darin, zu erlösen. Um die gesamte Menschheit zu erlösen, musste Er barmherzig und vergebend sein. Das Werk, das Er tat, bevor Er gekreuzigt wurde, war die Heilung der Kranken und die Austreibung von Dämonen, was Seine Erlösung des Menschen von Sünde und Unreinheit ankündigte. Weil es das Zeitalter der Gnade war, musste Er die Kranken heilen, und dadurch zeigte Er Zeichen und Wunder, die für die Gnade in jenem Zeitalter kennzeichnend waren – denn das Zeitalter der Gnade drehte sich um das Schenken von Gnade, die durch Frieden, Freude und materialistischen Segen symbolisiert wurde, was alles Zeichen für den Glauben der Menschen an Jesus sind. Das heißt, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben und Gnade zu schenken, waren natürliche Fähigkeiten des Fleisches Jesu im Zeitalter der Gnade; sie waren das Werk, das der Geist im Fleisch verwirklichte. Während Er jedoch ein solches Werk ausführte, lebte Er im Fleisch und Er überschritt das Fleisch nicht. Ganz gleich, welche Heilungen Er vollbrachte, Er wies dennoch normale Menschlichkeit auf, lebte dennoch ein normales menschliches Leben. Der Grund, warum Ich sage, dass das Fleisch im Zeitalter der Menschwerdung Gottes das ganze Werk des Geistes durchführte, ist, dass Er ungeachtet dessen, welches Werk Er vollbrachte, Er dies im Fleisch tat. Doch wegen Seines Wirkens hielten die Menschen die Essenz Seines Fleisches nicht für völlig fleischlich, denn dieses Fleisch konnte Wunder vollbringen und in gewissen besonderen Momenten konnte es Dinge vollbringen, die über das Fleischliche hinausgingen. Natürlich fanden diese Ereignisse alle statt, nachdem Er Sein Amt begonnen hatte, als Er beispielsweise vierzig Tage lang auf die Probe gestellt wurde oder auf dem Berg verklärt wurde. Somit war bei Jesus die Bedeutung der Menschwerdung Gottes nicht abgeschlossen, sondern wurde nur teilweise erfüllt. Das Leben, das Er im Fleisch führte, bevor Er Sein Werk begann, war in jeder Hinsicht völlig normal. Nachdem Er das Werk begonnen hatte, behielt Er einfach die äußere Hülle Seines Fleisches. Da Sein Werk ein Ausdruck von Göttlichkeit war, übertraf es die normalen Funktionen des Fleisches. Immerhin unterschied sich Gottes menschgewordenes Fleisch von den Menschen aus Fleisch und Blut. Natürlich benötigte Er in Seinem täglichen Leben Nahrung, Kleidung, Schlaf und Obdach, Er brauchte alles normale Lebensnotwendige, hatte den Verstand eines normalen Menschen und dachte wie ein normaler Mensch. Die Leute hielten Ihn weiterhin für einen normalen Menschen, nur dass Sein Werk übernatürlich war. Tatsächlich lebte Er, was Er auch tat, in einer gewöhnlichen und normalen Menschlichkeit, und soweit es Sein Wirken betrifft, war Sein Verstand besonders normal, Seine Gedanken besonders klar, mehr als jene eines anderen normalen Menschen. Der menschgewordene Gott musste ein solches Denken und einen solchen Verstand aufweisen, denn das göttliche Werk musste von einem Fleisch ausgedrückt werden, dessen Verstand sehr normal und dessen Gedanken sehr klar waren – nur so konnte Sein Fleisch das göttliche Werk zum Ausdruck bringen. Während der ganzen dreiunddreißigeinhalb Jahre, die Jesus auf der Erde lebte, behielt Er Seine normale Menschlichkeit bei, doch wegen Seines Wirkens während Seines dreieinhalbjährigen Amtes dachten die Leute, dass Er sehr überweltlich war, dass Er viel übernatürlicher war als vorher. In Wirklichkeit blieb Jesu normale Menschlichkeit vor Seinem Amt und nachdem Er es begonnen hatte, unverändert; Seine Menschlichkeit war die ganze Zeit über dieselbe, doch wegen des Unterschieds vor Seinem Amt und nachdem Er es begonnen hatte, kamen zwei verschiedene Ansichten bezüglich Seines Fleisches auf. Ganz gleich, was die Menschen dachten, der menschgewordene Gott behielt Seine ursprüngliche, normale Menschlichkeit die ganze Zeit bei, denn da Gott Mensch geworden war, lebte Er im Fleisch, dem Fleisch, das normale Menschlichkeit aufwies. Ungeachtet dessen, ob Er Sein Amt ausübte oder nicht, die normale Menschlichkeit Seines Fleisches konnte nicht gelöscht werden, denn Menschlichkeit ist das Grundwesen des Fleisches. Bevor Jesus Sein Amt ausübte, blieb Sein Fleisch ganz normal, befasste sich mit allen gewöhnlichen, menschlichen Tätigkeiten; Er schien nicht im Geringsten übernatürlich zu sein, zeigte keine wundersamen Zeichen. Zu jener Zeit war Er einfach ein sehr gewöhnlicher Mensch, der Gott anbetete, obwohl Sein Streben aufrichtiger und ehrlicher war als das eines jeden anderen. Auf diese Art und Weise zeigte sich Seine ganz normale Menschlichkeit. Da Er vor Seinem Amt in keiner Weise wirkte, war sich niemand Seiner Identität bewusst, niemand erkannte, dass Sein Fleisch sich von dem aller anderer unterschied, denn Er wirkte kein einziges Wunder, führte kein bisschen von Gottes eigenem Werk aus. Allerdings behielt Er, nachdem Er begonnen hatte, Sein Amt auszuüben, die äußere Hülle normaler Menschlichkeit bei und lebte weiterhin mit menschlicher Vernunft. Doch weil Er begonnen hatte, das Werk von Gott Selbst zu vollbringen, das Amt Christi anzutreten und ein Werk zu vollbringen, zu dem sterbliche Wesen, Menschen aus Fleisch und Blut, nicht imstande waren, nahmen die Leute an, dass Er keine normale Menschlichkeit hätte und keine ganz normale Fleischlichkeit aufwies, sondern eine unvollständige. Aufgrund Seines Wirkens sagten die Menschen, Er sei ein Gott im Fleisch, der keine normale Menschlichkeit besitze. Ein solches Verständnis ist falsch, denn die Menschen begriffen die Bedeutung der Menschwerdung Gottes nicht. Dieses Missverständnis kam durch die Tatsache auf, dass das von Gott im Fleisch ausgedrückte Werk das göttliche Werk war, das durch eine Fleischlichkeit mit normaler Menschlichkeit zum Ausdruck gebracht wurde. Gott war in Fleisch gekleidet, Er lebte im Fleisch und Sein Wirken innerhalb Seiner Menschlichkeit verbarg die Normalität Seiner Menschlichkeit. Aus diesem Grund glaubten die Menschen, dass Gott keine Menschlichkeit aufwiese, sondern nur Göttlichkeit.

Bei Seiner ersten Menschwerdung schloss Gott das Werk der Menschwerdung nicht ab; Er vollendete nur den ersten Schritt des Werkes, den Gott im Fleisch tun musste. Um also das Werk der Menschwerdung zu beenden, ist Gott noch einmal ins Fleisch zurückgekehrt und lebt die ganze Normalität und Wirklichkeit des Fleisches aus, das heißt, Er lässt Gottes Wort sich in einem völlig normalen und gewöhnlichen Fleisch manifestieren und schließt somit das Werk ab, das Er im Fleisch unerledigt ließ. Im Wesentlichen ist die zweite fleischliche Menschwerdung wie die erste, aber sie ist sogar noch wirklicher, sogar noch normaler als die erste. Demzufolge ist das Leid, das das zweite menschgewordene Fleisch erträgt, größer als das des ersten, doch dieses Leid rührt von Seinem Amt im Fleisch her, das sich vom Leid des verdorbenen Menschen unterscheidet. Es rührt auch von der Normalität und Wirklichkeit Seines Fleisches her. Da Er Sein Amt in völlig normaler und realer Fleischlichkeit ausführt, muss das Fleisch sehr viel Not erdulden. Je normaler und realer dieses Fleisch ist, desto mehr wird Er beim Ausführen Seines Amtes leiden. Gottes Werk wird in einer sehr gewöhnlichen Fleischlichkeit ausgedrückt, einer, die keineswegs übernatürlich ist. Weil Seine Fleischlichkeit normal ist und Er darin zudem das Werk, den Menschen zu retten, auf sich nehmen muss, leidet Er in einem noch größeren Ausmaß, als im Falle einer übernatürlichen Fleischlichkeit – und all dieses Leid rührt von der Realität und Normalität Seiner Fleischlichkeit her. Am Leid, das die beiden fleischlichen Menschwerdungen bei der Ausübung Ihrer Ämter durchlebt haben, kann man das Wesen des menschgewordenen Fleisches erkennen. Je normaler die Fleischlichkeit ist, desto größer ist die Not, die Er während Seines Wirkens erdulden muss; je realer die Fleischlichkeit ist, in der das Werk vollbracht wird, desto heftiger sind die Auffassungen der Menschen und desto mehr Gefahren drohen über Ihn hereinzubrechen. Und dennoch, je realer die Fleischlichkeit ist und je mehr die Fleischlichkeit die Bedürfnisse und die ganze Vernunft eines normalen Menschen aufweist, desto fähiger ist Er, Gottes Werk im Fleisch zu übernehmen. Es war das Fleisch Jesu, das ans Kreuz genagelt wurde, Sein Fleisch, das Er als Sündopfer aufgab; anhand einer Fleischlichkeit, die normale Menschlichkeit aufweist, besiegte Er Satan und rettete den Menschen vollständig vor dem Kreuz. Und in völliger Fleischlichkeit führt Gott bei Seiner zweiten Menschwerdung das Werk der Eroberung durch und besiegt Satan. Nur eine völlig normale und reale Fleischlichkeit kann das Werk der Eroberung in seiner Gesamtheit durchführen und ein kraftvolles Zeugnis ablegen. Das heißt, die Eroberung des Menschen wird durch die Realität und Normalität von Gott im Fleisch wirkungsvoll gemacht, nicht durch übernatürliche Wunder oder Offenbarungen. Das Amt dieses menschgewordenen Gottes ist, zu sprechen und dadurch den Menschen zu erobern und zu vervollkommnen; mit anderen Worten, das Werk des im Fleisch verwirklichten Geistes, die Pflicht des Fleisches, ist, zu sprechen und dadurch den Menschen vollständig zu erobern, zu offenbaren, zu vervollkommnen und zu beseitigen. Und so geschieht es während des Werkes der Eroberung, dass Gottes Werk im Fleisch vollständig vollbracht wird. Das anfängliche Erlösungswerk war nur der Anfang des Werkes der Menschwerdung; das Fleisch, das das Werk der Eroberung ausführt, wird das gesamte Werk der Menschwerdung abschließen. Vom Geschlecht her ist die eine männlich und die andere weiblich, wodurch die Bedeutung der Menschwerdung Gottes vervollständigt wird und die Auffassungen des Menschen über Gott beseitigt werden: Gott kann sowohl männlich als auch weiblich werden, und der menschgewordene Gott ist im Wesentlichen geschlechtslos. Er schuf beides, Mann und Frau, und für Ihn gibt es keine Unterteilung in Geschlechter. In dieser Phase des Werkes wirkt Gott keine Zeichen und Wunder, damit das Werk seine Ergebnisse anhand von Worten erzielt. Der Grund dafür ist darüber hinaus, dass das Werk des menschgewordenen Gottes diesmal nicht darin besteht, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben, sondern den Menschen durch Sprechen zu erobern, was bedeutet, dass die angeborene Fähigkeit, die dieses menschgewordene Fleisch Gottes besitzt, ist, Worte zu sprechen und den Menschen zu erobern, und nicht, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben. Sein Werk in normaler Menschlichkeit ist nicht, Wunder zu wirken, nicht, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben, sondern zu sprechen, und so erscheint die zweite fleischliche Menschwerdung den Menschen viel normaler als die erste. Die Menschen erkennen, dass Gottes Menschwerdung keine Lüge ist; jedoch unterscheidet Sich dieser menschgewordene Gott von dem menschgewordenen Jesus, und obwohl Sie beide der menschgewordene Gott sind, sind Sie nicht komplett ein und dasselbe. Jesus besaß normale Menschlichkeit, gewöhnliche Menschlichkeit, aber Er wurde von vielen Zeichen und Wundern begleitet. Bei diesem menschgewordenen Gott werden menschliche Augen keine Zeichen oder Wunder sehen, weder dass Er die Kranken heilt oder Dämonen austreibt, noch dass Er auf dem Wasser geht, noch dass Er vierzig Tage lang fastet … dass Er nicht dasselbe Werk vollbringt wie Jesus, liegt nicht daran, dass Sein Fleisch sich im Wesentlichen nicht von dem Jesu unterscheidet, sondern daran, dass es nicht Sein Amt ist, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben. Er reißt nicht Sein eigenes Werk nieder, stört nicht Sein eigenes Werk. Da Er den Menschen durch Seine realen Worte erobert, besteht keine Notwendigkeit darin, ihn mit Wundern zu überwältigen, und somit dient diese Phase dazu, das Werk der Menschwerdung abzuschließen. Der menschgewordene Gott, den du heute siehst, ist ganz und gar fleischlich und an Ihm ist nichts übernatürlich. Er wird krank wie andere auch, benötigt Nahrung und Kleidung wie andere auch; Er ist völlig fleischlich. Wenn der menschgewordene Gott dieses Mal übernatürliche Zeichen und Wunder vollbrächte, wenn Er die Kranken heilte, Dämonen austriebe oder jemanden mit einem einzigen Wort töten könnte, wie könnte dann das Werk der Eroberung durchgeführt werden? Wie könnte das Werk unter den heidnischen Völkern verbreitet werden? Das Heilen der Kranken und das Austreiben von Dämonen war das Werk des Zeitalters der Gnade, es war der erste Schritt im Erlösungswerk, und jetzt, da Gott den Menschen vom Kreuz gerettet hat, führt Er dieses Werk nicht länger aus. Wenn während der letzten Tage ein „Gott“ genau wie Jesus erschiene, einer der die Kranken heilte, Dämonen austriebe und für den Menschen gekreuzigt würde, wäre dieser „Gott“, obgleich mit der Beschreibung Gottes in der Bibel identisch und für den Menschen leicht zu akzeptieren, im Wesentlichen nicht das von dem Geist Gottes getragene Fleisch, sondern ein böser Geist. Denn es ist das Prinzip von Gottes Werk, niemals zu wiederholen, was Er bereits vollendet hat. Somit unterscheidet sich das Wirken von Gottes zweiter Menschwerdung von dem Wirken der ersten. In den letzten Tagen verwirklicht Gott das Werk der Eroberung in einer gewöhnlichen, normalen Fleischlichkeit; Er heilt nicht die Kranken, wird nicht für den Menschen gekreuzigt werden, sondern spricht einfach Worte im Fleisch und erobert den Menschen im Fleisch. Nur eine solche Fleischlichkeit ist das menschgewordene Fleisch Gottes; nur eine solche Fleischlichkeit kann Gottes Werk im Fleisch beenden.

Egal ob der menschgewordene Gott in dieser Phase Bedrängnis erleidet oder Sein Amt ausführt, Er tut dies, um die Bedeutung der Menschwerdung zu vervollständigen, denn dies ist Gottes letzte Menschwerdung. Gott kann nur zwei Mal Mensch werden. Es kann kein drittes Mal geben. Die erste Menschwerdung war männlich, die zweite weiblich, und so ist das Bild von Gottes Fleisch im Geist des Menschen vervollständigt; darüber hinaus haben die beiden Menschwerdungen Gottes Werk im Fleisch bereits beendet. Das erste Mal besaß Gottes Menschwerdung normale Menschlichkeit, um die Bedeutung der Menschwerdung zu vervollständigen. Dieses Mal besitzt Er auch normale Menschlichkeit, doch die Bedeutung dieser Menschwerdung ist anders: Sie ist tiefer und Sein Werk ist von tiefgreifenderer Bedeutung. Der Grund, warum Gott erneut Fleisch geworden ist, ist die Bedeutung der Menschwerdung zu vervollständigen. Wenn Gott diese Phase Seines Werkes völlig beendet hat, wird die gesamte Bedeutung der Menschwerdung, das heißt, Gottes Werk im Fleisch, abgeschlossen sein, und es wird kein Werk mehr geben, das im Fleisch vollbracht werden muss. Das heißt, von nun an wird Gott nie wieder in das Fleisch kommen, um Sein Werk zu tun. Nur um die Menschheit zu retten und zu vervollkommnen, vollbringt Gott das Werk der Menschwerdung. Mit anderen Worten, es ist keineswegs üblich, dass Gott fleischlich wird, außer um des Werkes willen. Indem Er im Fleisch kommt, um zu wirken, zeigt Er Satan, dass Gott fleischlich ist, eine normale Person, eine gewöhnliche Person – und trotzdem triumphierend über die Welt herrschen, Satan bezwingen, die Menschheit erlösen, die Menschheit erobern kann! Das Ziel von Satans Wirken ist, die Menschheit zu verderben, während Gottes Werk als Ziel hat, die Menschheit zu retten. Satan fängt den Menschen in einem bodenlosen Abgrund, während Gott ihn aus diesem rettet. Satan bringt alle Menschen dazu, ihn anzubeten, während Gott sie Seiner Herrschaft unterwirft, denn Er ist der Herr der Schöpfung. Dieses ganze Werk wird durch die beiden Menschwerdungen Gottes erreicht. Im Wesentlichen ist Sein Fleisch die Vereinigung von Menschlichkeit und Göttlichkeit und weist normale Menschlichkeit auf. Somit könnte Gott ohne Gottes menschgewordenes Fleisch die Ergebnisse der Errettung der Menschheit nicht erzielen, und ohne die normale Menschlichkeit Seines Fleisches, könnte Sein Wirken im Fleisch diese Ergebnisse weiterhin nicht erzielen. Das Wesentliche der Menschwerdung Gottes ist, dass Er normale Menschlichkeit besitzen muss; wenn dem nicht so wäre, würde dies Gottes ursprünglicher Absicht der Menschwerdung zuwiderlaufen.

Warum sage Ich, dass die Bedeutung der Menschwerdung mit dem Werk Jesu nicht vervollständigt wurde? Weil das Wort nicht vollständig Fleisch wurde. Was Jesus tat, war nur ein Teil von Gottes Werk im Fleisch; Er vollbrachte nur das Erlösungswerk und vollbrachte nicht das Werk, den Menschen vollständig zu gewinnen. Aus diesem Grund ist Gott in den letzten Tagen noch einmal Fleisch geworden. Diese Phase des Werkes wird ebenfalls in gewöhnlicher Fleischlichkeit vollbracht; sie wird von einem völlig normalen Menschen ausgeführt, einem, dessen Menschlichkeit nicht im Geringsten überweltlich ist. Mit anderen Worten, Gott ist zu einem kompletten Menschen geworden; Er ist eine Person, deren Identität die von Gott ist, ein kompletter Mensch, ein komplettes Fleisch, das das Werk ausführt. Menschliche Augen sehen einen fleischlichen Leib, der keineswegs überweltlich ist, eine ganz normale Person, die die Sprache des Himmels sprechen kann, die keine wundersamen Zeichen zeigt, keine Wunder wirkt, geschweige denn die eigentliche Wahrheit über Religion in großen Sitzungssälen enthüllt. Den Menschen erscheint das Werk des zweiten menschgewordenen Fleisches völlig anders als das der ersten, so sehr, dass die beiden nichts gemeinsam zu haben scheinen, und nichts von dem Werk des ersten kann dieses Mal gesehen werden. Obwohl das Werk des zweiten menschgewordenen Fleisches sich von dem des ersten unterscheidet, beweist das nicht, dass Ihr Ursprung nicht ein und derselbe ist. Ob Ihr Ursprung derselbe ist, hängt von der Natur des Werkes ab, das beide im Fleisch vollbringen, nicht von Ihren äußeren Hüllen. Während der drei Phasen Seines Werkes ist Gott zweimal Mensch geworden und beide Male eröffnet das Werk des menschgewordenen Gottes ein neues Zeitalter, leitet ein neues Werk ein; die Menschwerdungen ergänzen sich einander. Für menschliche Augen ist es unmöglich zu erkennen, dass die beiden im Fleisch tatsächlich vom gleichen Ursprung kommen. Es versteht sich von selbst, dass dies jenseits der Fähigkeit des menschlichen Auges oder des menschlichen Geistes liegt. In Ihrem Wesen sind sie jedoch gleich, denn Ihr Werk kommt von demselben Geist. Ob die beiden fleischlichen Menschwerdungen aus demselben Ursprung hervorgehen, kann nicht nach der Ära und dem Ort, an dem sie geboren wurden, beurteilt werden oder nach anderen solchen Faktoren, sondern nach dem göttlichen Werk, das Sie zum Ausdruck bringen. Die zweite fleischliche Menschwerdung vollbringt nichts von dem Werk, das Jesus tat, denn Gottes Werk hält sich nicht an Konventionen, sondern eröffnet jedes Mal einen neuen Weg. Die zweite fleischliche Menschwerdung beabsichtigt nicht, den Eindruck des ersten Fleisches in den Köpfen der Menschen zu vertiefen oder zu verfestigen, sondern, ihn zu ergänzen und zu vervollkommnen, die Gotteskenntnis des Menschen zu vertiefen, alle Regeln zu brechen, die in den Herzen der Menschen bestehen, und irreführende Abbilder Gottes in ihren Herzen auszulöschen. Man kann sagen, dass keine einzelne Phase von Gottes eigenem Werk dem Menschen ein komplettes Wissen von Ihm geben kann; jede vermittelt nur einen Teil, nicht das Ganze. Auch wenn Gott Seine Disposition voll und ganz ausgedrückt hat, bleibt die Gotteskenntnis des Menschen wegen seines begrenzten Begriffsvermögens weiterhin unvollständig. Es ist unmöglich, anhand von menschlicher Sprache die Gesamtheit der Disposition Gottes zu vermitteln; wie kann außerdem eine einzelne Phase Seines Werkes Gott vollständig zum Ausdruck bringen? Er wirkt im Fleisch, unter der Hülle Seiner normalen Menschlichkeit, und man kann Ihn nur anhand der Ausdrucksformen Seiner Göttlichkeit erkennen, nicht anhand Seiner leiblichen Hülle. Gott wird fleischlich, um es dem Menschen zu erlauben, Ihn mittels Seiner verschiedenen Werke zu kennen, und keine zwei Phasen Seines Werkes sind sich gleich. Nur auf diese Weise kann der Mensch ein vollständiges Wissen von Gottes Werk im Fleisch haben, und nicht auf eine einzelne Facette begrenzt. Obwohl das Werk der beiden fleischgewordenen Menschwerdungen anders ist, sind die Essenz Ihrer Fleischlichkeit und der Ursprung Ihres Werkes identisch; es ist nur so, dass sie existieren, um zwei verschiedene Phasen des Werkes durchzuführen, und in zwei verschiedenen Zeitaltern erscheinen. In jedem Fall teilen die fleischlichen Menschwerdungen Gottes dasselbe Wesen und denselben Ursprung – das ist eine Tatsache, die niemand leugnen kann.

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