Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (10)

Bei unserem letzten Treffen haben wir über den Spruch über moralisches Verhalten „Eine Hinrichtung führt bloß dazu, dass Köpfe rollen; sei nachsichtig, wo immer es geht“ Gemeinschaft gehalten und ihn im Detail analysiert. Habt ihr jetzt ein wirkliches Verständnis für die verschiedenen Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur? Wie unterscheiden sich diese Sprüche über das moralische Verhalten von der Wahrheit? Könnt ihr nun bestätigen, dass diese Sprüche über moralisches Verhalten grundsätzlich nicht die Wahrheit sind und dass sie ganz sicher nicht an die Stelle der Wahrheit treten können? (Ja.) Was beweist es, dass ihr dies bestätigen könnt? (Dass ich eine gewisse Fähigkeit habe, diese Sprüche in der traditionellen Kultur als das zu erkennen, was sie wirklich sind. In der Vergangenheit war mir nicht bewusst, dass ich diese Dinge in meinem Herzen trug. Erst nachdem Gott einige Male darüber Gemeinschaft gehalten und sie im Detail analysiert hat, habe ich erkannt, dass ich die ganze Zeit unter dem Einfluss dieser Dinge stand und dass ich Menschen und Dinge immer auf der Grundlage der traditionellen Kultur betrachtet habe. Ich sehe auch, dass diese Sprüche der traditionellen Kultur wirklich der Wahrheit widersprechen und dass sie alle Dinge sind, die die Menschen verderben.) Nachdem ihr dies bestätigt habt, besitzt ihr zunächst einmal eine gewisse Einsicht in diese traditionellen kulturellen Dinge. Ihr habt nicht nur Wahrnehmungswissen, sondern könnt auch das Wesen dieser Dinge aus einer theoretischen Perspektive erkennen. Zweitens seid ihr nicht mehr von den Dingen der traditionellen Kultur beeinflusst und könnt die Auswirkungen, die Kontrolle und die Fesseln dieser Dinge aus eurem Herzen und eurem Geist entfernen. Vor allem bei der Betrachtung verschiedener Dinge oder der Bewältigung verschiedener Probleme werdet ihr nicht mehr von diesen Ideen und Ansichten beeinflusst und eingeschränkt. Im Allgemeinen habt ihr durch das Halten der Gemeinschaft eine gewisse Einsicht in diese Ideen und Ansichten der traditionellen Kultur gewonnen. Das ist das Ergebnis, das man durch das Verstehen der Wahrheit erreicht. Diese Dinge aus der traditionellen Kultur sind hohle, wohlklingende Sprüche voller satanischer Philosophien, insbesondere die Sprüche über moralisches Verhalten „Eine erwiesene Liebenswürdigkeit sollte dankbar erwidert werden“, „Wenn du andere schlägst, schlag ihnen nie ins Gesicht; wenn du andere bloßstellst, stelle nie ihre Unzulänglichkeiten bloß“ und „Eine Hinrichtung führt bloß dazu, dass Köpfe rollen; sei nachsichtig, wo immer es geht“. Sie beeinflussen, kontrollieren und binden die Menschen ständig durch ihre Gedanken und spielen keine proaktive und positive Rolle für das moralische Verhalten der Menschen. Obwohl ihr jetzt ein wenig Einsicht habt, ist es schwierig, den Einfluss dieser Dinge vollständig aus den Tiefen eures Herzens zu löschen. Ihr müsst euch selbst mit der Wahrheit ausstatten und eine Zeit lang Erfahrungen gemäß Gottes Worten machen. Nur dann könnt ihr ein für alle Mal klar erkennen, wie zutiefst schädlich, falsch und absurd diese heuchlerischen Dinge sind, und nur dann kann das Problem an der Wurzel gelöst werden. Wenn ihr diesen falschen Gedanken und Ideen abschwören und euch von ihrem Einfluss, ihrer Kontrolle und ihren Fesseln befreien wolltet, nur indem ihr einige Lehren versteht, wäre das sehr schwer zu erreichen. Nun, da ihr einigermaßen in der Lage seid, diese Sprüche über moralisches Verhalten als das zu erkennen, was sie wirklich sind, habt ihr in eurer Denkweise zumindest ein gewisses Verständnis erlangt und einige Fortschritte gemacht. Der Rest hängt davon ab, wie man die Wahrheit sucht, wie man Menschen und Dinge nach Gottes Worten betrachtet, und wie man die Zukunft erlebt.

Könnt ihr, nachdem wir über diese Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur Gemeinschaft gehalten und sie im Detail analysiert haben, das Wesen dieser Sprüche klar erkennen? Wenn ihr wirklich klar sehen könnt, dann könnt ihr feststellen, dass diese Sprüche aus der traditionellen Kultur weder die Wahrheit sind, noch die Stelle der Wahrheit einnehmen können. So viel ist sicher, und die meisten Menschen haben dies bereits in ihren Herzen durch gemeinschaftlichen Austausch bestätigt. Wie sollte man also das Wesen all der verschiedenen Sprüche über moralisches Verhalten verstehen? Wenn man sich nicht nach den Worten Gottes und der Wahrheit mit diesem Thema auseinandersetzt, gibt es keine Möglichkeit, es zu erkennen und zu verstehen. Wie edel und positiv diese Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur auf dem Papier auch sein mögen, sind sie wirklich Kriterien für die Handlungen und das Verhalten der Menschen, oder Grundsätze für das Verhalten? (Nein.) Sie sind keine Grundsätze oder Kriterien für das Verhalten. Was genau sind sie dann? Könnt ihr, indem ihr das Wesen jedes Spruchs über moralisches Verhalten im Detail analysiert, eine Schlussfolgerung darüber ziehen, was genau die Wahrheit und das Wesen dieser Sprüche über moralisches Verhalten ausmachen, die unter den Menschen entstanden sind? Habt ihr nie über diese Frage nachgedacht? Lassen wir einmal die Ziele der sogenannten Denker und Moralisten beiseite, die den herrschenden Klassen schmeicheln und ihnen nur zu gern zu Diensten sind, und analysieren wir dies aus der Perspektive der normalen Menschlichkeit. Da diese Sprüche über moralisches Verhalten nicht die Wahrheit sind, geschweige denn die Stelle der Wahrheit einnehmen können, müssen sie trügerisch sein. Sie sind definitiv keine positiven Dinge – so viel ist sicher. Wenn ihr sie auf diese Weise als das erkennen könnt, was sie sind, beweist das, dass ihr in eurem Herzen ein gewisses Maß an Verständnis für die Wahrheit erlangt habt und bereits ein wenig Unterscheidungsvermögen besitzt. Diese Sprüche über moralisches Verhalten sind keine positiven Dinge, sie sind auch keine Kriterien für die Handlungen und das Verhalten der Menschen, und noch weniger sind sie Grundsätze für das Benehmen der Menschen, an die man sich halten sollte, also ist etwas falsch an ihnen. Lohnt es sich, dieser Frage auf den Grund zu gehen? (Ja.) Wenn ihr nur das „moralische Verhalten“ betrachtet und denkt, dass diese Sprüche richtige Ansichten und positive Dinge sind, dann irrt ihr euch, und ihr werdet auf sie hereinfallen und getäuscht werden. Das, was heuchlerisch ist, kann niemals etwas Positives sein. Was die verschiedenen Demonstrationen und Handlungen moralischen Verhaltens angeht, so sollte man unterscheiden, ob sie aufrichtig sind und von Herzen kommen oder nicht. Wenn sie aus Widerwillen, zum Schein oder um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, getan werden, dann gibt es ein Problem mit solchen Handlungen und Demonstrationen. Könnt ihr diese Sprüche über moralisches Verhalten als das erkennen, was sie wirklich sind? Wer kann Mir das sagen? (Satan benutzt Sprüche über moralisches Verhalten, um die Menschen in die Irre zu führen und zu verderben, und bringt sie dazu, sich an diese Sprüche zu halten und sie in die Praxis umzusetzen, um das Ziel zu erreichen, sie dazu zu bringen, Satan anzubeten und ihm zu folgen, und sie von Gott fernzuhalten. Dies ist eine der Techniken und Methoden Satans, um die Menschen zu verderben.) Dies ist nicht das Wesen der Sprüche über moralisches Verhalten. Das ist das Ziel, das Satan erreicht, indem er solche Sprüche benutzt, um die Menschen in die Irre zu führen. Zuallererst, müsst ihr ganz klar wissen, dass jede Art von Spruch über moralisches Verhalten nicht die Wahrheit ist, geschweige denn kann sie die Stelle der Wahrheit einnehmen. Solche Behauptungen sind nicht einmal positive Dinge. Was sind sie dann genau? Man kann mit Sicherheit sagen, dass diese Sprüche über moralisches Verhalten ketzerische Trugschlüsse sind, mit denen Satan die Menschen in die Irre führt. Sie sind in sich selbst weder die Wahrheitsrealität, die die Menschen besitzen sollten, noch sind es positive Dinge, die die normale Menschheit ausleben sollte. Diese Sprüche über moralisches Verhalten stellen Fälschungen, Vortäuschungen, Verfälschungen und Tricks dar – es sind gekünstelte Verhaltensweisen, die keinesfalls dem Gewissen und Verstand des Menschen oder seinem normalen Denken entspringen. Daher sind alle Sprüche der traditionellen Kultur im Hinblick auf moralisches Verhalten lächerliche, absurde Irrlehren und Trugschlüsse. Mit diesen wenigen gemeinschaftlichen Austauschen sind die Sprüche, die Satan in Bezug auf moralisches Verhalten vorbringt, an diesem Tag in ihrer Gesamtheit zum Tode verurteilt worden. Wenn es nicht einmal positive Dinge sind, wie kommt es dann, dass die Menschen sie akzeptieren können? Wie können die Menschen nach diesen Vorstellungen und Ansichten leben? Der Grund liegt darin, dass diese Sprüche über moralisches Verhalten sich so gut mit den Auffassungen und Vorstellungen der Menschen decken. Sie rufen Bewunderung und Zustimmung hervor, daher nehmen die Menschen diese Sprüche über moralisches Verhalten in ihre Herzen auf, und obwohl sie sie nicht in die Praxis umsetzen können, begrüßen sie sie innerlich und huldigen ihnen mit Begeisterung. Und somit nutzt Satan diverse Sprüche über moralisches Verhalten, um die Menschen in die Irre zu führen, um ihre Herzen und ihr Verhalten zu kontrollieren, denn in ihren Herzen huldigen die Menschen allen möglichen Sprüchen über moralisches Verhalten und glauben blind daran. Sie alle würden diese Behauptungen gern nutzen, um mehr Würde, Vornehmheit und Freundlichkeit vorzutäuschen und dadurch ihr Ziel zu erreichen, hoch angesehen zu sein und gelobt zu werden. Kurz gesagt, all die verschiedenen Sprüche über moralisches Verhalten verlangen, dass Menschen irgendein Verhalten oder irgendeine menschliche Eigenschaft im Bereich des moralischen Verhaltens an den Tag legen sollen. Diese Verhaltensweisen und menschlichen Eigenschaften erscheinen recht edel und werden verehrt, daher werden sie von allen Menschen in ihren Herzen sehr stark angestrebt. Was sie jedoch nicht bedacht haben, ist, dass diese Sprüche in Bezug auf moralisches Verhalten überhaupt nicht die Verhaltensgrundsätze sind, die ein normaler Mensch befolgen sollte; sie stellen vielmehr eine Vielzahl heuchlerischer Verhaltensweisen dar, die man vortäuschen kann. Es sind Abweichungen von den Richtmaßen für Gewissen und Vernunft, Abweichungen vom Willen der normalen Menschlichkeit. Satan nutzt falsche und vermeintliche Sprüche über moralisches Verhalten, um Menschen in die Irre zu führen, damit sie ihn und diese heuchlerischen sogenannten Weisen verehren, und dadurch bringt er die Menschen dazu, normale Menschlichkeit und die Kriterien für menschliches Verhalten als gewöhnliche, simple und sogar niedere Dinge anzusehen. Menschen verachten solche Dinge und halten sie für unter aller Würde. Das liegt daran, dass die Sprüche über moralisches Verhalten, für die Satan eintritt, so hübsch anzusehen sind und so gut zu den Auffassungen und Vorstellungen des Menschen passen. Tatsache ist jedoch, dass kein Spruch über moralisches Verhalten, welcher er auch sein mag, ein Grundsatz ist, den Menschen in ihrem Verhalten oder ihrem Umgang in der Welt befolgen sollten. Lasst es euch durch den Kopf gehen – ist das nicht so? Im Wesentlichen sind Sprüche über moralisches Verhalten nur Forderungen, dass Menschen oberflächlich betrachtet ein ehrwürdigeres, edleres Leben führen, was es ihnen ermöglicht, von anderen verehrt oder gelobt zu werden, statt dass sie auf sie herabsehen. Im Kern zeigen diese Sprüche, dass es nur Forderungen danach sind, dass Menschen durch gutes Verhalten ein moralisches Verhalten demonstrieren und somit die Ambitionen und extravaganten Begierden der verdorbenen Menschheit überdecken und in Schranken halten, wodurch die böse und abscheuliche Wesensnatur des Menschen verschleiert werden, so wie auch die Erscheinungsformen verschiedener verdorbener Dispositionen. Sie sollen die Persönlichkeit eines Menschen durch oberflächlich gutes Benehmen und gute Handlungsweisen aufwerten, um das Bild aufzuwerten, das andere von ihm haben sowie die Einschätzung, die die breitere Öffentlichkeit von ihm hat. Diese Punkte zeigen, dass es bei Sprüchen über moralisches Verhalten darum geht, mit oberflächlichen Verhaltens- und Handlungsweisen die inneren Gedanken, Ansichten, Ziele und Absichten des Menschen, ihr grässliches Antlitz und ihre Wesensnatur zu verschleiern. Lassen sich diese Dinge erfolgreich verschleiern? Werden sie dadurch, dass man versucht, sie zu verschleiern, nicht umso offensichtlicher? Doch das kümmert Satan nicht. Sein Ziel ist es, das grässliche Antlitz der verdorbenen Menschheit zu verschleiern, die Wahrheit über die Verderbtheit des Menschen zu verschleiern. Satan lässt die Menschen also die verhaltensbezogenen Erscheinungsformen des moralischen Verhaltens annehmen, damit sie sich verstellen, was bedeutet, dass er die Vorschriften und Verhaltensweisen des moralischen Verhaltens nutzt, um aus dem Erscheinungsbild des Menschen ein hübsches Paket zu machen, wodurch die menschlichen Eigenschaften und die Persönlichkeit eines Menschen aufgewertet werden, damit andere sie wertschätzen und loben können. Im Grunde wird anhand dieser Sprüche über moralisches Verhalten bestimmt, ob ein Mensch aufgrund seiner Ausdrucksform des Verhaltens und seiner moralischen Standards edel oder nieder ist. Ob jemand selbstlos ist, hängt zum Beispiel davon ab, ob er zeigt, dass er seine eigenen Interessen zum Wohle anderer opfert. Wenn er dies gut nach außen zeigt, sich gut tarnt und sich als besonders bewundernswert darstellt, dann wird diese Person als jemand mit Integrität und Würde angesehen, als jemand mit besonders hohen moralischen Standards in den Augen der anderen, und der Staat wird ihr eine Auszeichnung verleihen, weil sie ein Ausbund an Moral ist, von dem andere lernen sollen, den sie verehren und dem sie nacheifern können. Wie sollen die Menschen also beurteilen, ob eine Frau gut oder böse ist? Indem sie prüfen, ob die verschiedenen Verhaltensweisen der Frau in ihrem gemeinschaftlichen Umfeld mit dem Spruch „Eine Frau muss rechtschaffen, freundlich, sanft und tugendhaft sein“ übereinstimmen. Wenn sie in jeder Hinsicht damit übereinstimmt, weil sie rechtschaffen, freundlich und bescheiden ist, den Älteren den größten Respekt entgegenbringt, aus Rücksicht auf das allgemeine Interesse bereitwillig Kompromisse eingeht, äußerst geduldig und fähig ist, Härten zu ertragen, ohne anderen etwas vorzuwerfen oder mit anderen zu streiten, und weil sie ihre Schwiegereltern respektiert und sich gut um ihren Mann und ihre Kinder kümmert, niemals an sich selbst denkt, niemals nach einer Gegenleistung strebt und sich nicht an den Freuden des Fleisches erfreut und so weiter, dann ist sie in der Tat eine rechtschaffene, freundliche, sanfte und tugendhafte Frau. Die Menschen verwenden diese äußerlichen Verhaltensweisen, um das moralische Verhalten von Frauen zu beurteilen. Es ist ungenau und unrealistisch, den Wert, das Gute und das Böse einer Person anhand ihrer oberflächlichen Praktiken und Verhaltensweisen zu messen. Derartige Behauptungen sind auch falsch, trügerisch und absurd. Das ist das wesentliche Problem mit Sprüchen über moralisches Verhalten, das sich bei den Menschen zeigt.

Sind diese Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur in Anbetracht der oben genannten Aspekte wirklich Grundsätze für das eigene Verhalten? (Nein.) Sie werden den Bedürfnissen normaler Menschlichkeit nicht im Geringsten gerecht und stehen im kompletten Gegensatz zu ihr. Was sie der Menschheit bieten, sind weder Verhaltensgrundsätze noch Grundsätze für Handeln und Verhalten. Im Gegenteil, sie verlangen von den Menschen, sich zu verstellen, sich zu verbergen und sich vor anderen auf bestimmte Art und Weise zu benehmen und zu verhalten, damit sie hohes Ansehen und Lob erhalten, aber nicht mit dem Ziel, den Menschen beizubringen, wie man sich richtig benimmt oder sich richtig verhält, sondern um die Menschen dazu zu bringen, mehr im Einklang mit den Auffassungen und Einbildungen anderer zu leben und ihr Lob und ihre Anerkennung zu erlangen. Das entspricht überhaupt nicht dem, was Gott verlangt, nämlich dass die Menschen sich gemäß den Wahrheitsgrundsätzen verhalten und handeln, ohne sich darum zu kümmern, was die anderen Menschen denken, und sich stattdessen nur darauf zu konzentrieren, Gottes Anerkennung zu erlangen. Bei den Sprüchen über moralisches Verhalten geht es eher darum, von den Menschen zu verlangen, dass sie in ihrem Verhalten, in ihrer Praxis und dem Erscheinungsbild, das sie präsentieren – auch wenn es eine Fassade ist –, anständig und edelmütig sind, als darum, Probleme zu lösen, die mit den Gedanken und Ansichten der Menschen oder mit ihrer Wesensnatur zu tun haben. Mit anderen Worten: Die Anforderungen, die die Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur an den Menschen stellen, begründen sich nicht auf dem Wesen des Menschen, geschweige denn, dass sie berücksichtigen, was Gewissen und Vernunft erreichen können. Gleichzeitig widersprechen sie der objektiven Tatsache, dass die Menschen verdorbene Dispositionen haben und allesamt egoistisch und verachtenswert sind, und zwingen die Menschen in Bezug auf ihr Verhalten und ihre Praxis, dies und jenes zu tun. Daher können sie, egal aus welcher Perspektive sie Anforderungen an die Menschen stellen, die Menschen nicht grundlegend von der Knechtschaft und Kontrolle verdorbener Dispositionen befreien, noch können sie das Problem des Wesens der Menschen lösen – mit anderen Worten, die Probleme, die mit den verdorbenen Dispositionen der Menschen zu tun haben, können sie nicht lösen. Aus diesem Grund können sie weder die Grundsätze und die Ausrichtung des Benehmens der Menschen ändern, noch können sie ihnen verständlich machen, wie sie in positiver Hinsicht sich benehmen sollen, andere behandeln sollen oder mit zwischenmenschlichen Beziehungen umgehen sollen. Aus einer anderen Perspektive betrachtet, stellen Sprüche über moralisches Verhalten nur eine Art Vorschrift und Verhaltensbeschränkung dar, die den Menschen erteilt wird. Obwohl sie allem Anschein nach recht gut sind, beeinflussen diese Dinge unbewusst das Denken und die Ansichten der Menschen, schränken sie ein und binden sie, mit dem Ergebnis, dass die Menschen weder die richtigen Grundsätze noch den richtigen Weg für ihr Verhalten und Handeln finden. Unter diesen Bedingungen können die Menschen nichts anderes tun, als widerwillig den Einfluss traditioneller kultureller Ideen und Ansichten zu akzeptieren, und unter dem Einfluss dieser trügerischen Ideen und Ansichten verlieren sie, ohne es zu merken, die Grundsätze, Ziele und die Ausrichtung ihres Verhaltens. Dies führt dazu, dass verdorbene Menschen der Dunkelheit verfallen und das Licht verlieren, so dass sie nur noch Ruhm und persönlichem Gewinn hinterherjagen, indem sie sich auf Fälschungen, Vorspiegelungen und Listen verlassen. Wenn du zum Beispiel einen hilfsbedürftigen Menschen siehst, denkst du sofort: „Angemessenes Verhalten bedeutet, Freude daran zu haben, anderen zu helfen. Das ist ein fundamentaler Grundsatz und moralischer Maßstab für das Verhalten der Menschen“, und so wirst du dieser Person unbewusst helfen. Nachdem du ihr geholfen hast, hast du das Gefühl, dass dich dieses Verhalten edelmütig gemacht hat und du ein wenig Menschlichkeit besitzt, und unbewusst lobst du dich sogar als einen edelmütigen Menschen, als jemanden mit einem edelmütigen Charakter, jemand mit Würde und Integrität und natürlich als jemanden, der Respekt verdient. Wenn du anderen nicht hilfst, denkst du: „Leider bin ich kein guter Mensch. Immer, wenn ich jemandem begegne, der Hilfe braucht, und darüber nachdenke, ihm zu helfen, denke ich nur an meine eigenen Interessen. Ich bin so ein egoistischer Mensch!“ Du wirst unbewusst die ideologische Sichtweise „Habt Freude daran, anderen zu helfen“ verwenden, um dich selbst einzuschätzen, dich einzuschränken und zu beurteilen, was richtig und falsch ist. Wenn du diesen Spruch nicht in die Praxis umsetzen kannst, wirst du dich selbst verachten oder auf dich herabsehen und dich etwas unwohl fühlen. Du wirst bewundernde und anerkennende Blicke all jenen zuwerfen, die Freude daran haben können, anderen zu helfen, und das Gefühl haben, dass sie edelmütiger und würdevoller sind als du und über mehr Charakter verfügen. Wenn es jedoch um solche Fragen geht, hat Gott andere Anforderungen. Gott verlangt, dass du dich an Seine Worte und die Wahrheitsgrundsätze hältst. Wie sollten die Menschen in Bezug auf moralisches Verhalten praktizieren? Indem sie sich nach den traditionellen moralischen und kulturellen Sichtweisen richten oder indem sie sich an Gottes Worte halten? Diese Wahl muss jeder Mensch treffen. Bist du dir jetzt über die Wahrheitsgrundsätze im Klaren, die Gott die Menschen lehrt? Verstehst du sie? Wie gut hältst du dich an sie? Welche Gedanken und Ansichten beeinflussen und behindern dich dabei, dich an sie zu halten, und welche verdorbenen Dispositionen kommen zum Vorschein? Auf diese Weise solltest du über dich selbst nachdenken. Wie viel vom Wesen der Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur kannst du wirklich in deinem Herzen klar erkennen? Hat die traditionelle Kultur noch einen Platz in deinem Herzen? Das alles sind Probleme, die die Menschen lösen müssen. Wenn deine verdorbenen Dispositionen beseitigt sind und du absolut und kompromisslos in der Lage bist, dich der Wahrheit zu unterwerfen und dich an Gottes Worte zu halten, dann stimmt das, was du praktizierst, vollständig mit den Wahrheitsgrundsätzen überein. Du wirst nicht mehr durch verdorbene Dispositionen eingeschränkt oder durch moralische Vorstellungen und Ansichten der traditionellen Kultur gebunden sein und kannst Gottes Worte exakt in die Praxis umsetzen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen handeln. Das sind die Grundsätze, die das Verhalten und die Handlungen der Gläubigen bestimmen sollten. Wenn du in der Lage bist, gemäß Gottes Worten zu praktizieren, dich an Gottes Worte zu halten und dich in deiner Praxis nach den Wahrheitsgrundsätzen zu richten, wirst du nicht nur jemand mit gutem moralischen Verhalten sein, sondern auch jemand, der dem Weg Gottes folgen kann. Wenn du die Wahrheit und die Grundsätze des Benehmens praktizierst, besitzt du nicht nur Maßstäbe für moralisches Verhalten, sondern dein Benehmen wird auch Wahrheitsgrundsätze aufweisen. Gibt es einen Unterschied dazwischen, ob man sich an die Wahrheitsgrundsätze hält oder an die Kriterien des moralischen Verhaltens? (Ja.) Worin liegt der Unterschied? Sich an die Anforderungen des moralischen Verhaltens zu halten ist nur eine Praxis und ein Ausdruck von Verhalten. Das Praktizieren gemäß den Grundsätzen der Wahrheit hingegen scheint von außen betrachtet zwar auch nur eine Praxis zu sein, aber diese Praxis hält sich an die Wahrheitsgrundsätze. Wenn man sich also an die Wahrheitsgrundsätze hält, bezieht sich das aus dieser Perspektive auf das Verhalten der Menschen und den Weg, den sie beschreiten. Das heißt, wenn du die Wahrheit praktizierst und dich an die Wahrheitsgrundsätze in Gottes Worten hältst, dann gehst du den richtigen Weg. Wenn du andererseits die Anforderungen an moralisches Verhalten der traditionellen Kultur befolgst, legst du lediglich eine Verhaltensweise an den Tag, als würdest du Vorschriften befolgen. Es hat nichts mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun und auch nichts mit dem Weg, den die Menschen beschreiten. Verstehst du, was Ich sage? (Ja.) Hier ist ein Beispiel: Der Spruch über moralisches Verhalten „Opfere deine eigenen Interessen zum Wohle anderer“ verlangt von den Menschen, dass sie „das geringere Selbst ablegen und das größere Selbst verwirklichen“, und zwar jederzeit und in jeder Situation. In den Augen der Nichtgläubigen zeugt dieser Stil von einem edelmütigen Charakter und standhafter Integrität. „Lege das geringere Selbst ab und verwirkliche das größere Selbst“ – welch grandiose Rhetorik! Es ist wirklich schade, dass es nur wie ein Stil klingt, der von edelmütigem Charakter und standhafter Integrität zeugt, aber es ist kein Wahrheitsgrundsatz, an den sich die Menschen halten sollten. Tatsache ist, wenn Menschen den Spruch „Lege das geringere Selbst ab und verwirkliche das größere Selbst“ benutzen oder versuchen, Leute dazu zu bringen, ihre eigenen Interessen zum Wohle anderer zu opfern, ist es in Wirklichkeit letztendlich ihr Ziel, sicherzustellen, dass andere ihnen dienen. Vom Standpunkt der Ziele und Absichten der Menschen aus betrachtet, hat dieser Spruch einen starken Beigeschmack von satanischer Philosophie und den Charakter eines Tauschgeschäfts. Kannst du auf dieser Grundlage feststellen, ob in dem Spruch „Lege das geringere Selbst ab und verwirkliche das größere Selbst“ Wahrheitsgrundsätze zu finden sind? Auf keinen Fall! Hier handelt es sich absolut um keinen Verhaltensgrundsatz, sondern um nichts anderes als eine satanische Philosophie, denn das Ziel von Menschen, die ihr geringeres Selbst ablegen, ist es, ihr größeres Selbst zu verwirklichen. Unabhängig davon, ob eine solche Praxis edelmütig oder vulgär ist, ist sie nur eine Vorschrift, die die Menschen bindet. Sie scheint vernünftig zu sein, aber im Grunde ist sie lächerlich und absurd. Ganz gleich, was dir widerfährt, verlangt diese Regeln von den Menschen nur, dass sie ihre eigenen Interessen zum Wohle anderer opfern. Egal, ob du dazu bereit oder dazu in der Lage bist, und unabhängig von der Situation, sie verlangt nur, dass du deine eigenen Interessen zum Wohle anderer opferst. Wenn du nicht in der Lage bist, „das geringere Selbst abzulegen“, dann ist die Formulierung „das größere Selbst zu verwirklichen“ dazu da, dich in Versuchung zu führen, sodass du, selbst wenn du deine eigenen Interessen nicht zum Wohle anderer opfern kannst, trotzdem nicht davon ablassen willst. Die Menschen werden von dem Gedanken verführt, „das größere Selbst zu verwirklichen“. Unter solchen Umständen ist es schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Ist es also ein Verhaltensgrundsatz, seine eigenen Interessen zum Wohle anderer zu opfern? Kann man damit positive Ergebnisse erzielen? Jeder Mensch verbirgt sein wahres Ich sehr gut und zeigt ein Höchstmaß an Edelmut, Würde und Charakter, aber was ist am Ende das Ergebnis? Man kann nichts anderes sagen, als dass nichts dabei herauskommen wird, denn damit gewinnt man nur die Anerkennung anderer Menschen, aber nicht die Zustimmung des Schöpfers. Wie ist es dazu gekommen? Ist dies das Ergebnis davon, dass sich jeder an die Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur hält und sich nach satanischen Philosophien richtet? Wenn jeder die Worte Gottes akzeptiert, korrekte Ideen und Ansichten annimmt, sich an die Wahrheitsgrundsätze hält und die von Gott vorgegebene Richtung im Leben verfolgt, dann wird es den Menschen leicht fallen, den richtigen Weg im Leben zu gehen. Ist es besser, auf diese Weise zu praktizieren, als seine eigenen Interessen zum Wohle anderer zu opfern? Auf diese Weise zu praktizieren bedeutet, sich an die Wahrheitsgrundsätze zu halten und laut Gottes Worten im Licht zu leben, anstatt Satan auf dem Weg der Heuchelei zu folgen. Nur wenn man satanische Philosophien sowie all die verschiedenen Ideen aufgibt, die durch Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur vermittelt werden, und wenn man die Wahrheit akzeptiert und in Übereinstimmung mit Gottes Worten lebt, kann man wirklich das Abbild eines Menschen ausleben und Gottes Zustimmung gewinnen.

Seid ihr auf der Grundlage dessen, worüber wir oben Gemeinschaft gehalten haben, zu irgendwelchen Schlussfolgerungen über das Wesen von Sprüchen über moralisches Verhalten gekommen? All diese verschiedenen Sprüche über moralisches Verhalten sind nur Vorschriften und Konventionen, die die Gedanken, Ansichten und das äußere Verhalten der Menschen einschränken. Sie sind überhaupt keine Grundsätze oder Kriterien für das Verhalten, und sie sind keine Grundsätze, an die sich die Menschen halten sollten, wenn sie allen möglichen Menschen, Angelegenheiten und Dingen begegnen. An welche Prinzipien sollten sich die Menschen also halten? Sollten wir darüber nicht Gemeinschaft halten? Manche Leute sagen: „Welchen Unterschied gibt es zwischen den Wahrheitsgrundsätzen, an die sich die Menschen halten sollten, und den Vorschriften und Konventionen der Sprüche über moralisches Verhalten?“ Sagt Mir, gibt es da einen Unterschied? (Ja.) In welcher Hinsicht gibt es einen Unterschied? Sprüche über moralisches Verhalten sind nur Vorschriften und Konventionen, die die Gedanken, Ansichten und Verhaltensweisen der Menschen einschränken. In Bezug auf all die verschiedenen Angelegenheiten, die den Menschen widerfahren, haben sie ihnen Anforderungen auferlegt, die ihr Verhalten einschränken und ihnen Hände und Füße binden, so dass sie dies und jenes tun müssen, anstatt sie nach den richtigen Grundsätzen und den richtigen Wegen suchen zu lassen, um mit den verschiedenen Menschen, Angelegenheiten und Dingen umzugehen. Die Wahrheitsgrundsätze hingegen sind anders. Die vielfältigen Anforderungen, die Gottes Worte an die Menschen stellen, sind keine Regeln, Vorschriften oder Konventionen, und schon gar nicht sind sie verschiedene Sprüche, die das Denken und Verhalten der Menschen einschränken. Vielmehr teilen sie den Menschen die Wahrheitsgrundsätze mit, die sie in allen möglichen Situationen und wann immer ihnen etwas widerfährt verstehen und befolgen sollten. Was genau sind nun diese Grundsätze? Warum sage Ich, dass nur Gottes Worte die Wahrheit, bzw. die Wahrheitsgrundsätze sind? Weil die verschiedenen Anforderungen, die Gottes Worte an die Menschen stellen, alle mit normaler Menschlichkeit erfüllt werden können, insofern als sie von den Menschen verlangen, dass sie sich nicht von ihren Empfindungen, Wünschen, Ambitionen und verdorbenen Dispositionen beeinflussen und kontrollieren lassen, wenn ihnen etwas widerfährt, sondern dass sie sich nach Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen richten. Dies ist ein Grundsatz, an den sich die Menschen halten können. Die Wahrheitsgrundsätze der Worte Gottes zeigen die richtige Richtung und das Ziel auf, dem die Menschen folgen sollten, und sie sind auch der Weg, den die Menschen gehen sollten. Die Grundsätze der Worte Gottes sorgen nicht nur dafür, dass das Gewissen und die Vernunft der Menschen weiterhin normal funktionieren, sondern sie fügen dem Fundament, das aus dem Gewissen und der Vernunft der Menschen besteht, natürlich auch die Grundsätze der Wahrheit hinzu. Dies sind die Standards der Wahrheit, die Menschen mit Gewissen und Verstand erfüllen können. Wenn die Menschen sich an diese Wahrheitsgrundsätze der Worte Gottes halten, ist das, was sie gewinnen, weder die Stärkung ihrer Moral und Integrität noch der Schutz ihrer Menschenwürde. Vielmehr haben sie den richtigen Weg im Leben eingeschlagen. Wenn eine Person diese Wahrheitsgrundsätze der Worte Gottes befolgt, besitzt sie nicht nur das Gewissen und die Vernunft eines normalen Menschen, sondern auf der Grundlage des Gewissens und der Vernunft kommt sie dazu, weitere Wahrheitsgrundsätze im Hinblick darauf zu verstehen, wie sie sich verhalten sollte. Einfach ausgedrückt: Solche Menschen verstehen allmählich die Grundsätze des Verhaltens, sie wissen, welche Wahrheitsgrundsätze sie anwenden müssen, wenn sie Menschen und Dinge betrachten und wenn sie sich selbst verhalten und handeln, und sie werden nicht mehr von ihren eigenen Empfindungen, Wünschen, Ambitionen und verdorbenen Dispositionen kontrolliert und beeinflusst. Auf diese Weise leben sie vollständig das Abbild eines normalen Menschen aus. Diese von Gott aufgestellten Wahrheitsgrundsätze lösen grundlegend das Problem, dass verdorbene Dispositionen die Menschen kontrollieren und sie daran hindern, sich von der Sünde zu befreien, so dass die Menschen nicht mehr in ihrem alten Leben leben, welches von Empfindungen, Wünschen, Ehrgeiz und verdorbenen Dispositionen kontrolliert wird. Und was tritt an die Stelle von all dem? Es sind die Kriterien der Worte Gottes und die Wahrheitsgrundsätze, die zum Leben des Menschen werden. Allgemein gesagt, wenn die Menschen anfangen, sich an die Wahrheitsgrundsätze zu halten, an die sich die Menschheit halten sollte, leben sie nicht mehr in den verschiedenen Schwierigkeiten des Fleisches. Genauer gesagt, die Menschen leben nicht mehr unter der Irreführung, dem Betrug und der Kontrolle Satans. Insbesondere leben sie nicht mehr unter der Knechtschaft und Kontrolle der Vielzahl von Ideen, Ansichten und Philosophien für weltliche Angelegenheiten, die Satan den Menschen einflößt. Stattdessen leben sie nicht nur mit Würde und Integrität, sondern auch frei und mit dem Anschein eines Menschen, der das wahre Ebenbild der geschaffenen Wesen unter der Herrschaft des Schöpfers ist. Dies ist der wesentliche Unterschied zwischen den Worten und der Wahrheit Gottes und den Sprüchen über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur.

Das Thema der heutigen Gemeinschaft ist leicht tiefgründig. Nachdem ihr es euch angehört habt, solltet ihr eine Weile darüber nachdenken, es sacken lassen und sehen, ob ihr versteht, was gesagt wurde. Habt ihr auf der Grundlage dieser Gemeinschaft den Unterschied zwischen Sprüchen über moralisches Verhalten und der Wahrheit vollständig verstanden? Sagt es Mir in den einfachsten Worten: Was ist das Wesen der Sprüche über moralisches Verhalten? (Sprüche über moralisches Verhalten sind nur Vorschriften und Konventionen, die das Denken und Verhalten der Menschen einschränken, sie sind keine Grundsätze und Kriterien für das Verhalten.) Gut gesagt. Es gibt in der traditionellen Kultur eine Erzählung über Kong Rong, in der er auf größere Birnen verzichtet. Was denkt ihr: Ist jemand, der nicht wie Kong Rong sein kann, kein guter Mensch? Früher dachten die Menschen, wer so sein könne wie Kong Rong, sei von edlem Charakter und standhafter Integrität und würde seine eigenen Interessen zugunsten anderer opfern – ein guter Mensch. Ist Kong Rong aus dieser historischen Erzählung ein Vorbild, dem jeder gefolgt ist? Hat diese Figur einen bestimmten Platz in den Herzen der Menschen? (Ja.) Es ist nicht sein Name, sondern es sind seine Gedanken und Methoden, seine Moral und sein Verhalten, die einen Platz in den Herzen der Menschen einnehmen. Die Menschen schätzen solche Methoden und heißen sie gut, und innerlich bewundern sie Kong Rongs moralisches Verhalten. Wenn du also jemanden siehst, der nicht in der Lage ist, seine eigenen Interessen zum Wohle anderer zu opfern, jemanden, der nicht die Art von Person ist, die auf die größeren Birnen verzichtet, wie Kong Rong es tat, wirst du dich innerlich über ihn ärgern und eine niedrige Meinung von ihm haben. Sind dein Ärger und deine niedrige Meinung also gerechtfertigt? Sie müssen auf etwas beruhen. In erster Linie denkst du: „Kong Rong war so jung und konnte trotzdem auf die größeren Birnen verzichten, während du erwachsen und immer noch so egoistisch bist“, und innerlich hast du eine schlechte Meinung von der Person. Beruhen deine schlechte Meinung und dein Ärger also auf der Geschichte von Kong Rong, der die größeren Birnen aufgibt? (Ja.) Ist es richtig, Menschen auf dieser Grundlage zu betrachten? (Nein.) Warum ist es nicht richtig? Weil der Ursprung deiner Basis für die Betrachtung von Menschen und Dingen falsch ist, und weil dein Ausgangspunkt völlig falsch ist. Dein Ausgangspunkt ist es, Kong Rong, der die größeren Birnen aufgibt, als Maßstab für die Beurteilung von Menschen und Dingen zu nehmen, aber dieser Ansatz und diese Methode der Beurteilung sind falsch. Inwiefern sind sie falsch? Sie sind insofern falsch, als dass du glaubst, dass die Idee, die hinter der Geschichte von Kong Rong steht, richtig ist, und du nimmst sie als einen positiven ideologischen Standpunkt, von dem aus du Menschen und Dinge beurteilen kannst. Wenn du auf diese Weise urteilst, kommst du zu dem Ergebnis, dass die große Mehrheit der Menschen keine guten Menschen sind. Sind die Ergebnisse dieser Beurteilung genau? (Nein, sie sind nicht genau.) Warum sind sie nicht genau? Weil dein Maßstab der Beurteilung falsch ist. Wenn man die Methoden und Grundsätze anwendet, die Gott gegeben hat, wie sollte man dann eine solche Person beurteilen? Indem man berücksichtigt, ob die Person sich für die Interessen des Hauses Gottes einsetzt, ob sie auf der Seite Gottes steht, ob sie ein gottesfürchtiges Herz hat und ob sie in ihrem Tun den Wahrheitsgrundsatz sucht: Nur eine Beurteilung, die auf diesen Aspekten beruht, ist am genauesten. Wenn diese Person, wann immer ihr etwas zustößt, betet, sucht und mit allen darüber spricht, und wenn sie – auch wenn sie manchmal nicht in der Lage ist, selbstlos zu sein, und in geringem Maße ein wenig egoistisch ist – wenn das, was sie tut, im Grunde angemessen ist, wenn man es an den von Gott geforderten Aspekten misst, dann ist das jemand, der die Wahrheit akzeptieren kann, eine Person, die im Recht ist. Worauf stützt sich diese Schlussfolgerung? (Sie stützt sich auf Gottes Worte und Anforderungen.) Ist diese Schlussfolgerung also richtig? Sie ist viel genauer, als wenn du die ideologische Perspektive von Kong Rong, der die größeren Birnen aufgibt, als Maßstab nehmen würdest. Die ideologische Sichtweise der Geschichte von Kong Rong bewertet das vorübergehende Verhalten und die vorübergehenden Praktiken der Menschen, aber Gott verlangt von den Menschen, das Wesen dieser Person zu beurteilen sowie was genau die Haltung dieser Person gegenüber der Wahrheit und gegenüber Gottes Anforderungen ist. Du benutzt Sprüche über moralisches Verhalten, um das flüchtige Verhalten einer Person zu beurteilen, oder ihre Handlungen oder flüchtigen Offenbarungen während eines Vorfalls. Wenn du sie verwendest, um die inneren Qualitäten einer Person zu messen, wird das nicht genau sein, weil das Messen der inneren Qualitäten einer Person anhand von Sprüchen über moralisches Verhalten bedeutet, sie nach den falschen Grundsätzen zu beurteilen, und das Ergebnis, zu dem du kommst, wird ungenau sein. Der Unterschied liegt nicht in ihrem äußeren Verhalten, sondern in ihrer Wesensnatur. Daher ist es grundlegend falsch, Menschen anhand von Sprüchen über moralisches Verhalten zu messen. Richtig ist es nur, die Menschen anhand der Wahrheitsgrundsätze zu beurteilen. Verstehst du, was Ich sage?

Das Wesen von Sprüchen über moralisches Verhalten besteht darin, dass sie Vorschriften und Konventionen sind, die das Verhalten und die Gedanken der Menschen einschränken. Bis zu einem gewissen Grad beschränken und kontrollieren sie das Denken der Menschen und schränken einige der korrekten Gedankenäußerungen und normalen Anforderungen der normalen Menschlichkeit ein. Natürlich kann man auch sagen, dass sie bis zu einem gewissen Grad einige der Überlebensgesetze der normalen Menschlichkeit verletzen und auch normale Menschen ihrer menschlichen Bedürfnisse und Rechte berauben. Der klassische Spruch „Eine Frau muss rechtschaffen, freundlich, sanft und tugendhaft sein“ greift zum Beispiel gewaltsam in die Menschenrechte der Frauen ein und zerstört sie. Welche Rolle spielen die Frauen dadurch in der gesamten menschlichen Gesellschaft? Die Rolle der Versklavten. Ist dies nicht der Fall? (Doch.) Unter diesem Gesichtspunkt haben die Vorschriften und Konventionen dieser Sprüche über moralisches Verhalten die menschlichen Gedanken zerstört, die normale Menschlichkeit ihrer verschiedenen Bedürfnisse beraubt und gleichzeitig den Ausdruck der verschiedenen Gedanken der normalen Menschlichkeit durch die Menschen eingeschränkt. Diese Sprüche über moralisches Verhalten sind im Grunde genommen nicht auf der Grundlage der Bedürfnisse normaler Menschen und auch nicht auf der Grundlage von Standards, die normale Menschen erfüllen können, geschaffen worden, sondern sie sind alle auf der Grundlage der Einbildungen, Ambitionen und Wünschen der Menschen entstanden. Nicht nur, dass diese Sprüche über moralisches Verhalten die Gedanken der Menschen einengen und einschränken sowie ihr Verhalten einschränken, sie bringen die Menschen auch dazu, falsche und imaginäre Dinge zu verehren und diesen nachzujagen. Aber die Menschen können sie nicht erreichen, und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst zu beschönigen und zu verschleiern, damit sie ein anständiges, edles Leben führen können, ein Leben, das sehr würdevoll erscheint. Aber Tatsache ist, dass das Leben unter diesen Ideen und Ansichten über moralisches Verhalten bedeutet, dass die Gedanken der Menschheit verzerrt und eingeschränkt sind und dass die Menschen unter der Herrschaft dieser abwegigen und absurden Ideen und Ansichten abnormal und pervers leben, nicht wahr? (Ja.) Die Menschen wollen nicht so leben, und sie wollen das nicht tun, aber sie können sich nicht von den Zwängen dieser ideologischen Fesseln befreien. Alles, was sie tun können, ist, widerwillig und unfreiwillig unter dem Einfluss und der Begrenzung dieser Ideen und Ansichten zu leben. Gleichzeitig haben sie aufgrund des Drucks der öffentlichen Meinung und dieser Ideen und Ansichten in ihrem Herzen keine andere Wahl, als ein unwürdiges Dasein in dieser Welt zu fristen und eine Maske der Heuchelei nach der anderen zu tragen. Das ist die Konsequenz der Sprüche über moralisches Verhalten für die Menschheit. Habt ihr das verstanden? (Ja.) Je mehr wir über diese Sprüche über moralisches Verhalten Gemeinschaft halten und sie im Detail analysieren, desto klarer können die Menschen sie erkennen, und desto eher spüren sie, dass diese verschiedenen Sprüche in der traditionellen Kultur nichts Positives sind. Sie haben die Menschen über Tausende von Jahren in die Irre geführt und ihnen geschadet, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass die Menschen, selbst nachdem sie Gottes Worte gehört und die Wahrheit verstanden haben, sich immer noch nicht vom Einfluss dieser Ideen und Ansichten der traditionellen Kultur befreien können und sie sogar anstreben, als seien sie etwas Positives. Viele Menschen benutzen sie sogar als Ersatz für die Wahrheit und praktizieren sie als die Wahrheit. Habt ihr durch die heutige Gemeinschaft ein besseres und genaueres Verständnis dieser Sprüche über moralisches Verhalten in der traditionellen Kultur erlangt? (Ja.) Da ihr nun ein gewisses Verständnis von ihnen habt, lasst uns über weitere Sprüche über moralisches Verhalten Gemeinschaft halten.

Als Nächstes werden wir über folgenden Spruch über moralisches Verhalten Gemeinschaft halten: „Erwidere die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle.“ Wie ihr seht, ist jeder dieser Sprüche über moralisches Verhalten so aufgeblasen und weltbewegend, als ob jeder von einer Art heldenhafter Gesinnung und den Eigenschaften großer Persönlichkeiten durchdrungen sei und von einem unscheinbaren oder gewöhnlichen Menschen nicht erreicht werden könne. „Erwidere die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle“ – welch ungeheure Toleranz das erfordern würde! Was für einen gütigen, wohlwollenden und großen Charakter man haben müsste, um das zu tun! „Ein Wassertropfen“ entspricht „einer sprudelnden Quelle“, aber gleichzeitig erweckt diese Übereinstimmung den Eindruck, dass zwischen beiden eine unermessliche Kluft und ein gewaltiger Unterschied bestehen. Das bedeutet, dass du sogar die Gunst eines Wassertropfens erwidern musst, aber womit? Sie sollte mit einer sprudelnden Quelle, mit einer großen Anzahl von Handlungen oder Verhaltensweisen oder mit enormer Aufrichtigkeit und großer Bereitschaft erwidert werden, anstatt vergessen zu werden. So viel ist nötig, um die Gunst eines Wassertropfens zu erwidern, und wenn du sie mit weniger erwiderst, giltst du als gewissenlos. Ist nach dieser Logik nicht derjenige, der Gunst gezeigt hat, auch derjenige, der am Ende ungerechtfertigt profitiert? Dieser Wohltäter profitiert mit Sicherheit reichlich von seiner Gunst! Die Wohltäter zeigen Gunst, indem sie einen Wassertropfen geben, und erhalten im Gegenzug eine sprudelnde Quelle. Das ist ein sehr lukratives Geschäft und eine Möglichkeit, auf Kosten anderer reichlich zu profitieren. So ist es doch, oder? In diesem Leben wird jeder Mensch die Gunst eines Wassertropfens annehmen. Müssten die Menschen es mit einer sprudelnden Quelle zurückzahlen, bräuchten sie ihr ganzes Leben, um es zu erwidern, sodass sie nicht in der Lage wären, ihren familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen, geschweige denn über ihren eigenen Lebensweg nachzudenken. Wenn du die Gunst eines Wassertropfens genießt, sie aber nicht mit einer sprudelnden Quelle erwiderst, wirst du von deinem Gewissen und der Gesellschaft verurteilt und als Rebell, Schurke, undankbar und unmenschlich angesehen. Was aber, wenn jemand diese Gunst mit einer sprudelnden Quelle erwidern könnte? Er würde sagen: „Es gibt niemanden, der gewissenhafter ist als ich, denn ich kann die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle erwidern. Auf diese Weise kann derjenige, der mir einmal geholfen und etwas Gutes getan hat, sehen, was für ein Mensch ich bin und ob es sich für ihn gelohnt hat, mir zu helfen oder nicht. Auf diese Weise wird er es nie vergessen und sich sogar schämen. Außerdem werde ich nicht aufhören, es ihm zu erwidern. Da ich die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle erwidern kann, heißt das nicht, dass ich ein Mensch von edelmütigem Charakter bin? Bin ich nicht ein Gentleman? Bin ich nicht eine große Persönlichkeit? Habe ich nicht Bewunderung verdient?“ Alle loben ihn und spenden ihm Beifall, was ihn sehr emotional werden lässt, sodass er sagt: „Da ihr mich als gütigen Menschen, als jemanden mit edelmütigem Charakter, als Vorbild unter den Menschen und als Beispiel für die Moral der Menschheit lobt, solltet ihr mir nach meinem Tod ein Denkmal errichten und Folgendes auf mein Grab: ‚Dieser Mensch war ein Inbegriff für die Maxime „Erwidere die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle“, und kann als Paradebeispiel für die Moral der Menschheit bezeichnet werden.‘“ Aber selbst nachdem das Denkmal errichtet wurde, meint er, man solle auch eine Tonstatue nach seinem Bildnis anfertigen und sie in den Tempel stellen, und sie dann mit seinem erlesenen Namen versehen: „Schrein des Gottes So-und-so“, und darunter einen Weihrauchaltar aufstellen, auf dem jeder ihm Weihrauchopfer darbringen muss, damit er ständig für ihn brennt. Außerdem müssen die Menschen kleine Figuren von ihm in ihren Häusern haben, Weihrauch verbrennen und dreimal am Tag vor ihm niederknien und ihre Kinder und Enkelkinder und die jüngeren Generationen dazu erziehen, genauso zu sein wie er, und ihren Söhnen und Töchtern sagen, dass sie jemanden wie ihn heiraten müssen, jemanden, der die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle erwidern kann – ein Paradebeispiel und ein Vorbild für die Moral der Menschheit. Der traditionelle Erziehungsansatz der Chinesen besteht darin, ihren Kindern beizubringen, gute Menschen zu sein, und legt Wert darauf, eine erwiesene Gunst zu würdigen und sie nach Möglichkeit zu erwidern. Wenn du die Gunst eines Wassertropfens erhältst, musst du sie mit einem Leben harter Arbeit erwidern, sprich, mit einer sprudelnden Quelle. Wenn die Kinder dann heranwachsen, erziehen sie auch die nachfolgenden Generationen auf dieselbe Weise, und so wird es immer wieder weitergegeben, von einer Generation zur nächsten. Wenn ein solcher Mensch in der Lage ist, die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle zu erwidern, dann hat er auch sein letztendliches Ziel erreicht. Welches Ziel hat er erreicht? Von weltlichen Menschen und der Gesellschaft anerkannt und gewürdigt zu werden. Natürlich ist das nur zweitrangig. Das Wichtigste ist, dass die Menschen sein Foto an ihre Wände hängen und seiner Statue Opfergaben darbringen, dass er sich von Generation zu Generation am brennenden Weihrauch dieser Welt erfreuen kann und dass seine geistige Haltung und seine Ideen in der Welt weitergegeben werden und das Lob künftiger Generationen von Menschen bekommen werden. Was wird letztendlich aus ihm, nachdem er sich am brennenden Weihrauch dieser Welt sattgefressen hat? Er wird ein Teufelskönig, und dann hat er sein Ziel endlich erreicht. Das ist die letzte Konsequenz von Satans Verderben der Menschheit. Zu Beginn akzeptieren die Menschen nur eine einzelne Idee der traditionellen Kultur über moralisches Verhalten, wie Gutmütigkeit, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Vertrauenswürdigkeit. Später befolgen sie die Anforderungen dieser Idee und etablieren sich als Vorbild für andere, indem sie sich kompromisslos an diese Idee und diese Anforderungen halten und sie in die Praxis umsetzen. So erreichen sie ihr Ziel, ein moralisches Vorbild und Paradebeispiel für den Rest der Menschheit zu werden. Nach ihrem Tod lassen sie dann einen guten Ruf zurück, der über Generationen weitergegeben wird. Schließlich bekommen sie, was sie wollten, nämlich sich viele Jahre lang am brennenden Weihrauch dieser Welt zu erfreuen und ein König der Dämonen zu werden. Ist das eine gute Sache? (Nein.) Warum sagst du, dass es nicht gut ist? Das ist das höchste Ziel, das ein Nichtgläubiger im Leben anstrebt. Die Ungläubigen stimmen Ideen über ein bestimmtes moralisches Verhalten zu und gehen dann mit gutem Beispiel voran, indem sie es sich zur Aufgabe machen, die Anforderungen dieser moralischen Verhaltensweise umzusetzen, bis sie schließlich den Punkt erreichen, an dem sie von allen als guter, freundlicher, und erhabener Mensch und als Mensch mit edelmütigem Charakter gelobt werden. Ihr Verhalten und ihre Taten sprechen sich unter der ganzen Menschheit herum, und ihr Verhalten und ihre Taten werden von Generationen von Menschen studiert und verehrt, bis diese Person schließlich zum Vorbild für eine ganze Generation wird, und natürlich auch zum König der Dämonen für eine ganze Generation. Ist das nicht der Weg, den weltliche Menschen beschreiten? Ist dies nicht das Ergebnis, das weltliche Menschen anstreben? Hat das etwas mit der Wahrheit zu tun? Oder mit Gottes Errettung? Nicht im Geringsten. Das ist das Endergebnis, das Sprüche über moralisches Verhalten für die Menschen bereithalten. Wenn jemand all die verschiedenen Ideen der traditionellen Kultur vollständig akzeptiert und sich ganz an sie hält, dann ist der Weg, den er geht, zweifellos der Weg der Dämonen. Wenn du den Weg der Dämonen ein für alle Mal eingeschlagen hast, dann hast du überhaupt keine Verbindung zu Gottes Werk der Rettung der Menschen und absolut nichts mit Errettung zu tun. Wenn du also trotz der Grundlage des Verständnisses der Wahrheit immer noch von den Ideen der traditionellen Kultur eingeschränkt und beeinflusst wirst und gleichzeitig unter dem Einfluss dieser Ideen stehst, dich an ihre Gesetze hältst und diese Anforderungen und Sprüche befolgst und dadurch nicht in der Lage bist, gegen sie zu rebellieren oder sie loszulassen, und die Anforderungen Gottes nicht akzeptieren kannst, dann wirst du am Ende dem Weg der Dämonen folgen und ein König der Dämonen werden. Das verstehst du doch, oder? Keine Theorie und kein Spruch der Welt, nicht einmal die höchsten moralischen Standards der Welt, können den Weg der Rettung ersetzen, den Gott der Menschheit gegeben hat. Wenn die Menschen den richtigen Weg, den Weg der Rettung, einschlagen wollen, dann können sie nur dann Gottes Zustimmung erlangen, wenn sie vor Gott treten, wenn sie Gottes Worte sanftmütig und standhaft annehmen, all Seine verschiedenen Ansprüche und Forderungen akzeptieren und sich in ihrem Verhalten und ihrem Handeln an den Maßstab von Gottes Worten halten. Andernfalls haben die Menschen keine Möglichkeit, den richtigen Weg im Leben einzuschlagen, und können nur den Philosophien Satans auf dem Weg ins Verderben folgen. Manche Menschen fragen: „Gibt es einen Mittelweg?“ Nein, du folgst entweder dem Weg Gottes oder dem teuflischen Weg Satans. Es gibt nur zwei Wege. Wenn du nicht Gottes Weg folgst, dann hältst du dich zweifellos an die verschiedenen Ideen, die dir von Satan vermittelt wurden, und an die verschiedenen teuflischen Wege, die diese Ideen hervorgebracht haben. Wenn du einen Kompromiss eingehen willst, indem du einen Mittelweg oder einen dritten Weg einschlägst, diese Möglichkeit besteht nicht. Ist dieser Punkt klar? (Ja.) Ich werde nicht weiter auf den Spruch „Erwidere die Gunst eines Wassertropfens mit einer sprudelnden Quelle“ eingehen, weil er dem Spruch, über den wir zuvor Gemeinschaft gehalten haben – „Eine erwiesene Liebenswürdigkeit sollte dankbar erwidert werden“ – mehr oder weniger ähnlich ist. Diese beiden Sprüche sind in ihrem Wesen nahezu identisch, sodass es nicht nötig ist, näher darauf einzugehen.

Lasst uns nun über den nächsten Spruch über moralisches Verhalten reden – Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu. Dieser Spruch sollte sehr leicht zu beurteilen sein, oder? Vergleicht man ihn mit den Anforderungen der Sprüche über moralisches Verhalten, über die wir zuvor gesprochen haben, so ist auch dieser Spruch eindeutig eine unflexible Regel, die Menschen bindet. Obwohl er auf dem Papier großartig und beeindruckend aussieht und es an ihm scheinbar nichts auszusetzen gibt, als handele es sich bloß um einen simplen Grundsatz für den Umgang mit Menschen. Wenn es aber darum geht, wie man sich selbst verhält oder andere Menschen behandeln soll, ergibt dieser simple Grundsatz keinen Sinn. Auch was das Verhalten eines Menschen oder sein Streben nach dem Leben betrifft, ist er nicht von Nutzen. Es handelt sich weder um einen Grundsatz, den die Menschen in ihrem Verhalten und Benehmen befolgen sollten, noch um einen Grundsatz, der den Menschen hilft, die richtige Richtung und das richtige Ziel im Leben anzustreben. Selbst wenn du dich nach dieser Anforderung richtest, hält sie dich nur davon ab, im Umgang mit Menschen etwas Unvernünftiges zu tun, aber das bedeutet nicht, dass du die Menschen wirklich liebst oder ihnen wirklich hilfst, und noch weniger beweist es, dass du im Leben auf dem richtigen Weg bist. Im wörtlichen Sinne bedeutet „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“: Wenn du etwas nicht magst oder nicht tun willst, dann solltest du es auch anderen Menschen nicht aufzwingen. Das scheint klug und vernünftig zu sein, aber wenn du diese satanische Philosophie in jeder Situation anwendest, wirst du viele Fehler machen. Es ist wahrscheinlich, dass du Menschen verletzt, in die Irre führst oder ihnen sogar schaden wirst. Das ist so wie bei manchen Eltern, die selbst nicht gerne lernen, aber ihre Kinder zum Lernen antreiben und immer versuchen, ihnen gut zuzureden, und sie dazu drängen, fleißig zu lernen. Wenn man hier die Forderung „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ anwenden würde, dann sollten diese Eltern ihre Kinder nicht zum Lernen anhalten, weil es ihnen selbst keinen Spaß macht. Es gibt andere Menschen, die an Gott glauben, aber nicht nach der Wahrheit streben; dennoch wissen sie in ihrem Herzen, dass der Glaube an Gott der richtige Weg im Leben ist. Wenn sie sehen, dass ihre Kinder nicht an Gott glauben und nicht auf dem richtigen Weg sind, drängen sie sie dazu, an Gott zu glauben. Auch wenn sie selbst nicht nach der Wahrheit streben, wollen sie doch, dass ihre Kinder nach ihr streben und gesegnet werden. Wenn sie sich in dieser Situation an den Spruch halten würden „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“, dann sollten diese Eltern ihre Kinder nicht zum Glauben an Gott anhalten. Das wäre zwar im Einklang mit dieser satanischen Philosophie, aber es hätte auch die Chance ihrer Kinder auf Errettung zerstört. Wer ist für dieses Resultat verantwortlich? Schadet der traditionelle Spruch über moralisches Verhalten, anderen nicht das zuzufügen, was man sich selbst nicht wünscht, den Menschen nicht? Hier ist ein weiteres Beispiel. Manche Eltern geben sich nicht damit zufrieden, ein pflichtbewusstes, gesetzestreues Leben zu führen. Sie wollen nicht als Bauern schuften oder zur Arbeit gehen, um ihre Familie zu versorgen. Stattdessen betrügen und schwindeln sie gerne und gehen ins Kasino, um mit unlauteren Mitteln ein Vermögen zu machen, damit sie in Saus und Braus leben, Spaß haben und die Freuden des Fleisches genießen können. Sie mögen es nicht, ehrliche Arbeit zu verrichten oder den rechten Weg zu gehen. Das stimmt doch, dass sie das nicht wollen, nicht wahr? Sie wissen in ihrem Herzen, dass das nicht gut ist. Wie sollten sie unter diesen Umständen ihre eigenen Kinder erziehen? Normale Menschen würden ihren Kindern beibringen, fleißig zu lernen und sich ein Handwerk anzueignen, damit sie später eine gute Arbeit finden können, und sie würden ihre Kinder dazu bringen, den richtigen Weg einzuschlagen. So erfüllt man doch seine Verantwortung als Vater oder Mutter, nicht wahr? (Ja, das stimmt.) Das ist richtig. Aber wenn sie sich an den Spruch „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ halten, dann sagen sie: „Mein Sohn, schau mich an. Ich kann alle möglichen Dinge im Leben tun, fein essen gehen, Prostituierte besuchen und im Kasino um Geld spielen. Ich komme im Leben zurecht, ohne studiert oder ein Handwerk erlernt zu haben. Du wirst in Zukunft mit mir lernen. Du brauchst nicht zur Schule zu gehen und fleißig zu pauken. Lerne zu stehlen und zu betrügen und schau, dass du dich mit Glücksspiel auskennst. So kannst du trotzdem für den Rest deiner Tage ein bequemes Leben führen!“ Ist es richtig, das zu tun? Hat irgendjemand hier seine Kinder auf diese Weise erzogen? (Nein.) Das bedeutet „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ doch, nicht wahr? Haben diese Beispiele dieses Sprichwort nicht gründlich widerlegt? Nichts daran ist richtig. Es gibt zum Beispiel Menschen, die die Wahrheit nicht lieben, die die Annehmlichkeiten des Fleisches begehren und Wege finden, es bei der Erfüllung ihrer Pflicht langsamer angehen zu lassen. Sie sind nicht bereit, zu leiden oder einen Preis zu zahlen. Sie sind der Meinung, dass das Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ es gut ausdrückt, und sagen den Menschen: „Ihr solltet lernen, Spaß zu haben. Ihr müsst eure Pflicht nicht ordentlich ausführen, kein Elend hinnehmen und keinen Preis zahlen. Wenn ihr es langsamer angehen lassen könnt, dann lasst es langsamer angehen; wenn ihr euch durch etwas durchwursteln könnt, dann wurstelt euch durch. Macht es euch nicht so schwer. Schaut, ich lebe so – ist das nicht großartig? Mein Leben ist einfach perfekt! Ihr laugt euch selbst aus, wenn ihr so lebt! Ihr solltet von mir lernen.“ Erfüllt dies nicht die Anforderung von „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“? Wenn du so handelst, bist du dann ein Mensch mit Gewissen und Verstand? (Nein.) Wenn eine Person ihr Gewissen und ihre Vernunft verliert, fehlt es ihr dann nicht an Tugend? Das nennt man einen Mangel an Tugend. Warum nennen wir das so? Weil diese Menschen sich nach Bequemlichkeit sehnen, sich durch ihre Pflichten wursteln und andere dazu anstiften und beeinflussen, sich ihnen anzuschließen, ebenfalls oberflächlich zu sein und sich nach Bequemlichkeit zu sehnen. Wo liegt das Problem dabei? Oberflächliche und unverantwortliche Pflichterfüllung ist ein Akt der Täuschung und des Widerstands gegen Gott. Wenn du weiterhin oberflächlich bist und nicht Buße tust, wirst du entlarvt werden und ausscheiden. Viele Menschen werden auf diese Weise aus der Kirche entfernt. Ist das nicht eine Tatsache? (Doch.) Wenn sie sich also nach diesem Spruch richten und alle dazu anstiften, es ihnen gleichzutun, sodass die Menschen ihre Pflichten nicht gewissenhaft erfüllen, sondern stattdessen Gott täuschen und betrügen, schadet das nicht den Menschen und stürzt sie ins Verderben? Sie selbst sind faul und aalglatt, zudem hindern sie andere daran, ihre Pflichten zu erfüllen. Wird dadurch nicht die Arbeit der Kirche gestört und unterbrochen? Wiedersetzen sie sich damit nicht Gott? Können solche Menschen im Haus Gottes bleiben? Angenommen, jemand, der in einem Unternehmen mit Nichtgläubigen arbeitet, stachelt die anderen Mitarbeiter dazu auf, ihre Arbeit nicht richtig zu tun. Wird die Chefin ihn nicht entlassen, wenn sie das herausfindet? Sie wird ihn auf jeden Fall rauswerfen. Wenn jemand also so etwas tun kann, während er seine Pflicht im Haus Gottes erfüllt, ist er dann jemand, der an Gott glaubt? Er ist ein böser Mensch und ein Ungläubiger, der Gottes Haus unterwandert hat. Er muss entfernt werden und ausscheiden! Nachdem ihr diese Beispiele gehört habt, seid ihr nun einigermaßen in der Lage, das Wesen von „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“, das Wesen dieses Spruchs über moralisches Verhalten, zu erkennen? (Ja, das sind wir.) Welche Schlussfolgerung habt ihr daraus gezogen? Ist diese Forderung ein Wahrheitsgrundsatz? (Nein.) Ganz offensichtlich nicht. Was ist sie dann? Das ist nur ein verworrener Spruch, der oberflächlich betrachtet nett klingt, aber in Wirklichkeit keine praktische Bedeutung hat.

Seid ihr ein Verfechter des Spruchs über moralisches Verhalten „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“? Wenn jemand ein Verfechter dieses Satzes wäre, würdet ihr ihn für groß und edel halten? Manche würden sagen: „Sieh mal, sie drängen sich nicht auf, sie machen es anderen nicht schwer und bringen sie nicht in eine schwierige Lage. Sind sie nicht wunderbar? Sie sind immer streng mit sich selbst, aber tolerant gegenüber anderen; sie sagen niemandem, er solle etwas tun, was sie selbst nicht tun würden. Sie lassen anderen viel Freiheit und geben ihnen das Gefühl von Wärme und Akzeptanz im Überfluss. Was für ein toller Mensch!“ Aber ist das wirklich der Fall? Der Spruch „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ bedeutet, dass man anderen nur das weitergeben oder zur Verfügung stellen sollte, was man selbst mag und woran man Freude hat. Aber welche Dinge mögen verdorbene Menschen und woran haben sie Freude? Verdorbene Dinge, absurde Dinge und extravagante Begierden. Wenn du den Menschen diese negativen Dinge weitergibst und zur Verfügung stellst, wird dann nicht die gesamte Menschheit immer verdorbener? Es wird immer weniger positive Dinge geben. Ist dies nicht eine Tatsache? Es ist eine Tatsache, dass die Menschheit zutiefst verdorben ist. Verdorbene Menschen streben gerne nach Ruhm, Gewinn, Status und fleischlichen Genüssen; sie wollen berühmt, mächtig und übermenschlich sein. Sie wollen ein bequemes Leben und sind harter Arbeit abgeneigt; sie wollen, dass ihnen alles auf einem Silberlöffel serviert wird. Nur sehr wenige von ihnen lieben die Wahrheit oder positive Dinge. Was wird passieren, wenn die Menschen ihre Verdorbenheit und ihre Vorlieben an andere Menschen weitergeben und ihnen zur Verfügung stellen? Es ist genau so, wie du dir es vorstellst: Die Menschheit wird nur immer verdorbener werden. Diejenigen, die den Gedanken „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ vertreten, fordern, dass die Menschen ihre Verdorbenheit, ihre Vorlieben und ihre extravaganten Wünsche an andere weitergeben und sie ihnen zur Verfügung stellen und andere Menschen dazu bringen, das Böse, den Komfort, das Geld und den Aufstieg zu suchen. Ist das der richtige Weg im Leben? Es liegt auf der Hand, dass „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ ein sehr problematisches Sprichwort ist. Die Lücken und Fehler darin sind unübersehbar offensichtlich; es lohnt sich nicht einmal, es zu analysieren und zu beurteilen. Bei der geringsten Prüfung sind seine Fehler und seine Lächerlichkeit klar zu erkennen. Dennoch gibt es viele unter euch, die sich leicht von diesem Spruch überzeugen und beeinflussen lassen und ihn ohne ihn zu beurteilen akzeptieren. Im Umgang mit anderen benutzt ihr diesen Spruch oft, um euch selbst zu warnen und andere zu ermahnen. Dadurch denkt ihr, dass euer Charakter besonders edel ist und dass euer Verhalten sehr vernünftig ist. Aber ohne dass du es merkst, haben diese Worte den Grundsatz, nach dem du lebst, sowie deine Haltung zu bestimmten Themen offenbart. Gleichzeitig hast du andere in die Irre geführt und dazu irregeleitet, mit der gleichen Sichtweise und der gleichen Haltung an Menschen und Situationen heranzugehen wie du. Du hast dich wie jemand verhalten, der es allen recht machen will, und voll und ganz den Mittelweg eingeschlagen. Du sagst: „Egal, um welches Problem es sich handelt, es gibt keinen Grund, es ernst zu nehmen. Mach es dir und anderen nicht schwer. Wenn du anderen die Dinge schwer machst, dann machst du sie auch dir selbst schwer. Wenn du freundlich zu anderen bist, bist du auch freundlich zu dir selbst. Wenn du hart zu anderen Menschen bist, dann bist du auch hart zu dir selbst. Warum solltest du dich selbst in eine schwierige Lage bringen? Anderen nicht das zuzufügen was man für sich selbst nicht wünscht, ist das Beste, was man für sich selbst tun kann, und das Rücksichtsvollste.“ Dies ist offensichtlich eine Haltung, bei der man es mit nichts genau nimmt. Du hast keine richtige Haltung oder Perspektive zu irgendeinem Thema; du hast eine verworrene Sicht auf alles. Du bist nicht akribisch und drückst einfach ein Auge zu. Wenn du schließlich vor Gott stehst und dich verantworten musst, wird es auch ein großes Durcheinander sein. Warum ist das so? Weil du immer sagst, dass man anderen nicht das antun sollte, was man sich selbst nicht antun möchte. Das ist sehr tröstlich und erfreulich für dich, aber gleichzeitig wird es dir große Schwierigkeiten bereiten und dazu führen, dass du in vielen Dingen keine klare Sicht oder Haltung einnehmen kannst. Natürlich macht es dich auch unfähig, klar zu verstehen, was Gottes Anforderungen und Maßstäbe für dich sind, wenn du in diese Situationen gerätst, oder welches Ergebnis du erreichen solltest. Diese Dinge passieren, weil du bei allem, was du tust, nicht sorgfältig bist; sie werden durch deine verworrene Einstellung und Sichtweise verursacht. Ist es die tolerante Haltung, die du gegenüber Menschen und Dingen haben solltest, wenn du anderen nicht zufügst, was du dir selbst nicht wünschst? Nein, das ist sie nicht. Es ist nur eine Theorie, die von außen betrachtet richtig, edel und freundlich erscheint, in Wahrheit aber eine durch und durch negative Sache ist. Ganz eindeutig ist sie erst recht kein Wahrheitsgrundsatz, an den sich die Menschen halten sollten. Gott verlangt nicht, dass die Menschen anderen keine Dinge aufzwingen, die sie sich selbst nicht wünschen würden, sondern Er fordert die Menschen auf, sich über die Grundsätze im Klaren zu sein, die sie im Umgang mit verschiedenen Situationen beachten sollten. Wenn es richtig ist und mit der Wahrheit in Gottes Worten übereinstimmt, dann musst du daran festhalten. Und du musst nicht nur daran festhalten, sondern auch andere ermahnen, überreden und mit ihnen Gemeinschaft halten, damit sie genau verstehen, was Gottes Absichten sind und was die Wahrheitsgrundsätze sind. Das ist deine Verantwortung und Verpflichtung. Gott fordert dich nicht auf, den Mittelweg einzuschlagen, und Er fordert dich erst recht nicht auf, zu zeigen, wie groß dein Herz ist. Du sollst dich an das halten, wozu Gott dich ermahnt und was Er dich gelehrt hat, und an das, wovon Gott in Seinen Worten spricht: die Anforderungen, die Kriterien und die Wahrheitsgrundsätze, an die die Menschen sich halten sollen. Du musst nicht nur an ihnen festhalten, sondern du musst für immer an ihnen festhalten. Du musst diese Wahrheitsgrundsätze aber auch praktizieren, indem du mit gutem Beispiel vorangehst und andere davon überzeugst, sie beaufsichtigst, ihnen hilfst und sie anleitest, an diesen Wahrheitsgrundsätzen festzuhalten und sie zu befolgen und sie zu praktizieren, so wie du es tust. Gott verlangt von dir, dass du dies tust – das ist es, womit Er dich betraut. Du kannst nicht einfach Anforderungen an dich stellen und andere ignorieren. Gott verlangt von dir, dass du den richtigen Standpunkt zu Fragen einnimmst, dich an die richtigen Kriterien hältst und genau weißt, was die Kriterien in Gottes Worten sind, und dass du genau herausfindest, was die Wahrheitsgrundsätze sind. Auch wenn du das nicht kannst, auch wenn du es nicht willst oder magst, wenn du Vorstellungen hast oder dich dagegen wehrst, musst du es als deine Verantwortung, als deine Verpflichtung behandeln. Du musst mit den Menschen über die positiven Dinge Gemeinschaft halten, die von Gott kommen, über Dinge, die richtig und korrekt sind, und sie nutzen, um anderen zu helfen, sie zu beeinflussen und zu leiten, so dass die Menschen davon profitieren können und erbaut werden und den richtigen Weg im Leben gehen können. Das ist deine Verantwortung, und du solltest nicht stur an dem Gedanken „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ festhalten, den Satan dir in den Kopf gesetzt hat. In Gottes Augen ist dieser Spruch nur eine Philosophie für weltliche Belange; es ist eine Denkweise, die Satans Trickserei enthält; es ist absolut nicht der richtige Weg, noch ist es etwas Positives. Alles, was Gott von dir verlangt, ist, dass du ein aufrechter Mensch bist, der genau weiß, was er tun und lassen sollte. Er ruft dich nicht dazu auf, ein Jasager zu sein, oder jemand, der es allen rechtmacht; Er hat dich nicht dazu aufgerufen, den Mittelweg zu gehen. Wenn eine Angelegenheit die Wahrheitsgrundsätze betrifft, musst du sagen, was gesagt werden muss, und verstehen, was verstanden werden muss. Wenn jemand etwas nicht versteht, du aber schon, und du kannst ihm Hinweise geben und helfen, dann musst du dieser Verantwortung und Verpflichtung unbedingt nachkommen. Du darfst nicht einfach daneben stehen und zusehen, und schon gar nicht solltest du dich an die Philosophien klammern, die Satan dir in den Kopf gesetzt hat, wie zum Beispiel, dass du anderen nicht das zufügst, was du dir selbst nicht wünschst. Verstehst du das? (Ja.) Was richtig und positiv ist, bleibt richtig und positiv, selbst wenn es dir nicht gefällt, du nicht bereit bist, es zu tun, du es nicht tun oder erreichen kannst, du dich dagegen sträubst oder du Vorstellungen dagegen entwickelst. Das Wesen der Worte Gottes und der Wahrheit ändert sich nicht, nur weil die Menschheit verdorbene Dispositionen und bestimmte Emotionen, Gefühle, Wünsche und Vorstellungen hat. Das Wesen der Worte Gottes und der Wahrheit wird sich nie und nimmer ändern. Sobald du Gottes Worte und die Wahrheit kennst, verstehst, erfährst und erreichst, ist es deine Pflicht, mit anderen über deine Erfahrungszeugnisse Gemeinschaft zu halten. Damit wird es noch mehr Menschen ermöglicht, Gottes Absichten zu verstehen, die Wahrheit zu erfassen und zu erreichen, Gottes Forderungen und Normen zu verstehen und die Wahrheitsgrundsätze zu begreifen. Auf diese Weise werden diese Menschen einen Weg der Praxis finden, wenn sie in ihrem täglichen Leben mit Problemen konfrontiert sind, und sie werden weder verwirrt noch durch die verschiedenen Ideen und Ansichten Satans eingeschränkt. Das Sprichwort über moralisches Verhalten „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ ist in Wirklichkeit ein gerissener und raffinierter Plan Satans, um den Verstand der Menschen zu kontrollieren. Wenn du dich immer daran hältst, dann bist du jemand, der nach satanischen Philosophien lebt; ein Mensch, der völlig in einer satanischen Disposition lebt. Wenn du Gottes Weg nicht folgst, dann liebst du die Wahrheit nicht und strebst nicht nach ihr. Was auch immer geschieht, der Grundsatz, dem du folgen solltest, und das Wichtigste, das du tun musst, ist, den Menschen zu helfen, so gut du kannst. Du solltest nicht praktizieren, was Satan sagt, was bedeutet, anderen nicht das zuzufügen was du dir nicht selbst wünschen würdest oder ein „schlauer“ Jasager zu sein. Was bedeutet es, den Menschen zu helfen, so gut du kannst? Es bedeutet, dass du deinen Verantwortungen und Verpflichtungen nachkommst. Sobald du siehst, dass etwas zu deinen Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen gehört, solltest du gemäß Gottes Worten und der Wahrheit Gemeinschaft halten. Das bedeutet, deinen Verantwortungen und Verpflichtungen nachzukommen. Hat euch dieser gemeinschaftliche Austausch grundsätzlich Klarheit über den Spruch über moralisches Verhalten „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ verschafft? Habt ihr ihn verstanden? (Ja.) Dieser Spruch ist relativ leicht zu beurteilen, und man muss nicht groß nachdenken, um zu erkennen, was daran falsch ist. Er ist schlichtweg zu absurd, sodass es nicht nötig ist, tiefergehend darüber Gemeinschaft zu halten.

Kommen wir nun zum nächsten Spruch über moralisches Verhalten: Für einen Freund ist kein Opfer zu groß. Eine scheinbar grandiose Aussage, die unter den Menschen sehr verbreitet ist. Vor allem Menschen, die Gefühle schätzen und Wert auf Brüderlichkeit legen, nehmen sich diesen Spruch als Maxime, um sich viele Freunde zu machen. Unabhängig von der Epoche oder der ethnischen Gruppe, in der er angewendet wird, hat dieser Spruch über moralisches Verhalten, „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“, durchaus seine Berechtigung. Das heißt, sie stimmt relativ gut mit dem Gewissen und der Vernunft der Menschheit überein. Genauer gesagt, entspricht dieser Spruch dem Konzept der „Brüderlichkeit“, an dem die Menschen in ihrem Gewissen festhalten. Menschen, denen Brüderlichkeit wichtig ist, wären bereit, sich für einen Freund zu opfern. Ganz gleich, wie schwierig und gefährlich die Situation ihres Freundes ist, sie würden vortreten und sich an seiner Stelle opfern. Es verkörpert die Einstellung, die eigenen Interessen zum Wohle anderer zu opfern. Der Spruch über moralisches Verhalten „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“ flößt den Menschen im Grunde eine Wertschätzung für Brüderlichkeit ein. Brüderlichkeit zu schätzen ist der Maßstab, dem die Menschen laut diesem Spruch gerecht werden müssen: Das ist die Essenz dieses Spruchs. Was bedeutet dieses Wort, „Brüderlichkeit“? Was ist der Maßstab für Brüderlichkeit? Dass man in der Lage ist, seine eigenen Interessen für einen Freund zu opfern und alles zu tun, um ihn zufriedenzustellen. Was auch immer dein Freund benötigt, du hast eine moralische Verpflichtung, ihm jede nötige Hilfe anzubieten, und wenn du dafür dein Leben riskieren musst, dann soll es eben so sein. Das heißt es, ein echter Freund zu sein, und nichts anderes kann man als wahre Brüderlichkeit bezeichnen. Eine andere Interpretation von Brüderlichkeit ist die Bereitschaft sein Leben für einen Freund zu riskieren, zu opfern oder aufs Spiel zu setzen, und das ohne Rücksicht auf Leben oder Tod. Eine solche Freundschaft übersteht lebensbedrohliche Feuerproben, ist eine Freundschaft auf Leben und Tod. Das ist wahre Brüderlichkeit. Das ist laut den Anforderungen von moralischem Verhalten die Definition eines Freundes: Um als echter Freund zu gelten, musst du bereit sein, dich anstelle deiner Freunde zu opfern; das ist das Kriterium für moralisches Verhalten, das ein Mensch im Umgang mit seinen Freunden einhalten sollte, und das ist die Anforderung an das moralische Verhalten der Menschen, wenn es darum geht, Freunde zu finden. Der Spruch über moralisches Verhalten „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“ wirkt besonders heldenhaft und gerecht, besonders großartig und edelmütig und erweckt in den Menschen Bewunderung und Zustimmung; er lässt sie glauben, dass alle, die dazu in der Lage sind, unsterbliche Wesen und nicht von dieser Welt sind, die aus dem Nichts auftauchen, und dass diese Menschen besonders gerecht sind, wie Ritter oder Schwertkämpfer. Deshalb werden solche simplen und direkten Ideen und Ansichten von den Menschen nur zu gerne angenommen und dringen mit Leichtigkeit tief in ihre Herzen vor. Habt ihr ähnliche Meinungen über den Spruch „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“? (Ja.) Obwohl es heutzutage nicht viele Menschen gibt, die sich anstelle eines Freundes opfern würden, hoffen die meisten Menschen, dass ihre Freunde bereit wären, sich für sie zu opfern, dass sie loyale Menschen und gute Kumpel sind, dass sie ihnen in Zeiten der Not ohne Zögern oder Bedingungen die helfende Hand reichen würden, und dass ihre Freunde alles für sie tun würden, egal, wie schwierig oder gefährlich es auch sein mag. Wenn du ähnliche Anforderungen an deine Freunde stellst, könnte das zeigen, dass du noch immer noch von der Vorstellung beeinflusst und eingeschränkt wirst, bereit zu sein, für einen Freund ein großes Opfer zu bringen? Würdest du sagen, dass du immer noch nach dieser alten, traditionellen Denkweise lebst? (Ja.) Heutzutage klagen die Leute oft über „den Verfall der heutigen öffentlichen Moral, die Menschen weisen nicht mehr die gleiche Mentalität auf wie ihre Vorfahren, die Zeiten haben sich geändert, Freunde sind nicht mehr, was sie einmal waren, die Menschen legen keinen Wert mehr auf Brüderlichkeit, haben ihre Herzlichkeit verloren und gehen in zwischenmenschlichen Beziehungen immer mehr auf Distanz“. Obwohl heutzutage nur noch wenige Menschen Brüderlichkeit bei ihren Freunden schätzen, erinnern sich die Menschen immer noch gern an die ritterlichen und warmherzigen Menschen früherer Zeiten, die ihr Leben für einen Freund opfern würden, und verehren die Lebenseinstellung, die sie ausstrahlen. Nimm zum Beispiel einige der überlieferten Geschichten über Menschen, die in früheren Zeiten ihr Leben für einen Freund geopfert haben, insbesondere Geschichten aus der Welt der Kampfkünste, in denen es um Menschen geht, die für Brüderlichkeit eintreten. Selbst heute noch verspüren die Menschen, wenn sie diese Geschichten in Filmen und Fernsehserien sehen, eine Woge von Gefühlen in ihren Herzen und hegen die Hoffnung, in eine Zeit voller Herzlichkeit zurückzureisen, in der die Menschen Brüderlichkeit schätzten. Was zeigen diese Dinge? Zeigen sie, dass diese Idee, sich für einen Freund zu opfern, in den Köpfen der Menschen als etwas Positives verehrt wird und dass sie als ein hoher moralischer Standard für alle gilt, die gute Menschen sein oder werden wollen? (Ja.) Obwohl die Menschen heutzutage nicht wagen, so etwas von sich selbst zu verlangen und es selbst nicht erreichen können, hoffen sie immer noch, solche Menschen in ihrem sozialen Umfeld zu treffen, mit ihnen zu verkehren und sich mit ihnen anzufreunden, sodass, wenn sie selbst in Schwierigkeiten geraten, ihr Freund sich für sie opfern kann. Wenn man sich die Einstellungen und Ansichten der Menschen zu diesem Spruch über moralisches Verhalten ansieht, wird deutlich, dass diese Ideen und Ansichten, die Brüderlichkeit schätzen, einen großen Einfluss auf die Menschen ausüben. Da die Menschen von solchen Ideen und Ansichten beeinflusst werden, die sie ermutigen, eine Geisteshaltung der Brüderlichkeit anzustreben und zu befolgen, ist es natürlich sehr wahrscheinlich, dass sie sich in ihrem Leben danach richten. Infolgedessen neigen die Menschen dazu, von solchen Ideen und Ansichten kontrolliert und beherrscht zu werden, und dementsprechend andere Menschen und Dinge im Licht solcher Ideen und Ansichten zu betrachten und sich in ihren Handlungen und ihrem Benehmen nach ihnen zu richten. Gleichzeitig neigen sie dazu, solche Ideen und Ansichten zu verwenden, um Menschen zu beurteilen, indem sie sich fragen: „Schätzt dieser Mensch Brüderlichkeit? Wenn er Brüderlichkeit schätzt, dann ist er ein guter Mensch; wenn nicht, dann ist er es nicht wert, sich mit ihm abzugeben, und kein guter Mensch.“ Natürlich neigst auch du dazu, dich von diesen Vorstellungen über Brüderlichkeit beeinflussen zu lassen, wenn es darum geht, dein eigenes Verhalten zu bestimmen, einzuschränken und zu beurteilen, und nimmst sie als Kriterien und Richtlinien in deinem Umgang mit anderen. Unter dem tiefsitzenden Einfluss solcher Ideen und Ansichten misst du zum Beispiel alles, was du tust, an deinem Gewissen, wenn du mit Brüdern und Schwestern zu tun hast. Was bedeutet dieses Wort, „Gewissen“? Tatsächlich bedeutet es in den Tiefen des menschlichen Herzens nichts anderes als Brüderlichkeit. Manchmal hilft man seinen Brüdern und Schwestern aus Brüderlichkeit, und manchmal führt Brüderlichkeit dazu, dass man mit ihnen Mitleid empfindet. Es kommt vor, dass alle der folgenden Handlungen – die Erfüllung der eigenen Pflicht und symbolische Bemühungen in Gottes Haus, sich aufzuwenden oder kurzzeitige Entschlossenheit zu besitzen – von derartigen Ideen motiviert werden, die Brüderlichkeit schätzen. Zeigen diese Phänomene nicht klar und deutlich, dass die Menschen von solchen Ideen und Ansichten enorm beeinflusst werden und bereits von ihnen gefesselt und assimiliert worden sind? Was meine Ich mit „gefesselt“ und „assimiliert“? Kann man sagen, dass solche Ideen und Ansichten, die Brüderlichkeit schätzen, nicht nur in der Lage sind, das Verhalten der Menschen zu kontrollieren, sondern dass sie darüber hinaus bereits zur Daseinsphilosophie und zum Leben der Menschen geworden sind und dass die Menschen sich an sie klammern und sie als etwas Positives betrachten? Warum sage Ich, dass sie sie als etwas Positives betrachten? Das bedeutet, wenn die Menschen Gottes Worten lauschen, Seine Worte in die Tat umsetzen und sich Ihm unterwerfen, ihre Pflicht erfüllen, ohne oberflächlich zu sein, einen höheren Preis zahlen und Gott treu sind, wird all dieses Verhalten zu einem großen Teil von der Idee der Brüderlichkeit bestimmt und von diesem Element der Brüderlichkeit verfälscht. Manche Leute sagen zum Beispiel: „Wir müssen uns gewissenhaft verhalten, wir können uns nicht durch unsere Pflicht wursteln! Gott hat uns so viel Gnade zuteilwerden lassen. In einer so gefährlichen Umgebung, mit all dieser um sich greifenden Unterdrückung und Verfolgung durch den großen roten Drachen, beschützt uns Gott und bewahrt uns vor dem Einfluss Satans. Wir dürfen unser Gewissen nicht verlieren, wir müssen unsere Pflicht ordnungsgemäß erfüllen, um Gottes Liebe zu erwidern! Unser Leben wurde uns von Gott gegeben, also müssen wir Ihm treu sein, um Seine Liebe zu erwidern. Wir dürfen nicht undankbar sein!“ Andere Menschen, die sich einer Aufgabe gegenübersehen, die Risiken birgt und für die sie einen Preis bezahlen müssen, sagen: „Wenn sich sonst niemand dafür meldet, werde ich es tun. Ich fürchte mich nicht!“ Jemand fragt: „Warum fürchtest du dich nicht?“ Und sie antworten: „Findet sich in deinem Benehmen wirklich nicht die geringste moralische Integrität? Das Haus Gottes behandelt mich gut, und Gott ist gut zu mir. Da ich mich entschlossen habe, Ihm zu folgen, sollte ich meinen Teil dazu beitragen und diese Risiken auf mich nehmen. Ich muss diese Geisteshaltung der Brüderlichkeit aufweisen und Brüderlichkeit schätzen.“ Und so weiter und so fort. Werden diese Phänomene und diese Offenbarungen der Menschen in gewissem Maße von solchen Ideen und Ansichten beherrscht, die Brüderlichkeit schätzen? Beherrscht von solchen Ideen und Ansichten, haben die Urteile und Entscheidungen, die Menschen treffen, und einige der Verhaltensweisen, die sie an den Tag legen, meistens nichts damit zu tun, die Wahrheit zu praktizieren. Es handelt sich hier nur um einen momentanen Impuls, einen kurzzeitigen Geisteszustand oder ein vorübergehendes Verlangen. Da dies nicht den Wahrheitsgrundsätzen entspricht und nicht dem subjektiven Wunsch einer Person entstammt, ihre Pflicht zu erfüllen, und da es nicht aus Liebe zur Wahrheit und zu positiven Dingen geschieht, kann diese Brüderlichkeit zwischen den Menschen oft nicht von Dauer sein, kann nicht mehr als ein paar Mal auftreten und kann auch nicht besonders lange andauern. Nach einer Weile geht den Menschen die Energie aus, wie einem platten Ball. Manche Menschen sagen: „Warum hatte ich vorher so viel Energie? Warum war ich so willens, diese gefährlichen Aufgaben für Gottes Haus zu übernehmen? Warum ist diese Energie jetzt verschwunden?“ Zu der Zeit war es nur ein vorübergehender Impuls, Wunsch oder Entschluss deinerseits, und wurde zwangsläufig durch ein Element der Brüderlichkeit verfälscht. Apropos, was genau bedeutet „Brüderlichkeit“? Einfach ausgedrückt, handelt es sich um eine vorübergehende Stimmung oder Gemütsverfassung, sprich, um eine Stimmung, die Menschen in bestimmten Umgebungen und Situationen entwickeln. Eine solche Stimmung ist sehr heiter, sehr optimistisch und sehr positiv, was dazu führt, dass du positive Urteile und Entscheidungen triffst oder großspurige Aussagen machst, und sie erzeugt eine gewisse Bereitschaft, sich anzustrengen, aber diese Art von Bereitschaft ist kein echter Zustand der Wahrheitsliebe, des Verstehens der Wahrheit oder des Praktizierens der Wahrheit. Es ist nur eine Stimmung, die unter der Herrschaft Ideen und Ansichten entsteht, die Brüderlichkeit schätzen. Das ist eine einfache Erklärung. Wenn man es tiefgehender betrachtet, ist Brüderlichkeit aus Meiner Sicht tatsächlich eine Woge von Impulsivität. Was meine Ich mit „Woge von Impulsivität“? Wenn Menschen zum Beispiel gerade glücklich sind, können sie den ganzen Tag und die ganze Nacht durchhalten, ohne zu essen oder zu schlafen, und fühlen sich dennoch nicht hungrig oder müde. Ist das normal? Unter normalen Umständen sind Menschen hungrig, wenn sie nichts essen, und lustlos und lethargisch, wenn sie die ganze Nacht nicht gut schlafen. Aber ist es nicht abnormal, wenn sie spontan in einer guten Stimmung sind und sich weder hungrig noch müde oder erschöpft fühlen? (Doch, das ist es.) Ist das eine natürlich auftretende Offenbarung der Lebensdisposition? (Nein.) Wenn es sich nicht um eine normale Offenbarung handelt, was ist es dann? Impulsivität. Was bedeutet Impulsivität sonst noch? Dass Menschen aufgrund abnormaler Emotionen wie momentaner Freude oder Wut einige extreme Verhaltensweisen zeigen, während sie sich in einem irrationalen Zustand befinden. Um was für extreme Verhaltensweisen handelt es sich hier? Wenn sie glücklich sind, verschenken sie manchmal die wertvollsten Dinge in ihrem Haus an andere, oder töten in einem Anfall von Wut jemanden mit einem Messer. Ist das nicht Impulsivität? Das sind Verhaltensweisen, die fast schon extreme Züge annehmen und auftreten, wenn Menschen sich in einem irrationalen Zustand befinden: Das ist Impulsivität. Manche Menschen sind besonders glücklich, wenn sie gerade anfangen, ihre Pflicht auszuführen. Sie sind nicht hungrig, wenn es Zeit zum Essen ist, und sie sind nicht müde, wenn es Zeit zum Ausruhen ist. Stattdessen rufen sie: „Wenden wir uns für Gott auf, bezahlen wir für Gott den Preis und ertragen wir alle Mühsal!“ Wenn sie unglücklich sind, wollen sie nichts tun, jeder, dem sie begegnen, ist ihnen zu wieder, und sie denken sogar daran, ihren Glauben aufzugeben. All das ist Impulsivität. Wie kam es zu dieser Impulsivität? Ist sie durch die verdorbenen Dispositionen der Menschen entstanden? Die Grundursache ist, dass die Menschen die Wahrheit nicht verstehen und nicht in der Lage sind, die Wahrheit zu praktizieren. Wenn Menschen die Wahrheit nicht verstehen, werden sie von verschiedenen verdrehten Gedanken beeinflusst. Unter dem Einfluss verschiedener verdrehten und negativer Gedanken entwickeln sie verschiedene irrationale und abnorme Stimmungen. Während sie sich in diesen Stimmungen befinden, führt das zu allen möglichen hitzköpfigen Urteilen und Verhaltensweisen. So läuft das doch, oder? Was ist das Wesen des ideologischen Standpunkts des Spruchs „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“? (Impulsivität.) Das ist richtig, Impulsivität. Findet sich in „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“ also überhaupt Rationalität? Entspricht der Spruch den Grundsätzen? Ist er eine positive Sache, an die man sich halten sollte? Ganz offensichtlich nicht. Diese Sache, sich anstelle eines Freundes zu opfern, ist irrational, hitzköpfig und impulsiv. Man muss sich mit dieser Angelegenheit rational auseinandersetzen. Ist es in Ordnung, wenn dir Brüderlichkeit nicht so wichtig ist, dass du dich für einen Freund opfern würdest? Ist es in Ordnung, deinen Freunden nur im Rahmen deiner Möglichkeiten zu helfen? Wie macht man es richtig? Warum sind Ideen und Ansichten wie „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“, die scheinbar besonders viel Wert auf Brüderlichkeit legen, so falsch? Was ist falsch an ihnen? Diese Frage muss geklärt werden. Wenn diese Frage geklärt ist, werden die Menschen von solchen Ideen und Ansichten voll und ganz ablassen. Tatsächlich ist es eine ganz simple Angelegenheit. Könnt ihr es klar und deutlich erklären? Ihr habt keine Meinung zu diesem Thema, habt nichts dazu zu sagen. Das bestätigt eines: Vor meiner detaillierten Analyse des Spruchs „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“, habt ihr euch alle an diesen Spruch gehalten oder ihn enorm verehrt und alle jene Menschen beneidet, die sich anstelle eines Freundes selbst opfern. Zudem wart ihr auch neidisch auf jeden, der es geschafft hatte, sich mit einem solchen Menschen anzufreunden, und ihr glaubt, dass es eine Freude und eine Ehre ist, solche Freunde zu haben. Das stimmt doch, nicht wahr? Was denkt ihr über diese Angelegenheit? (Ich denke, mit Menschen nach dem Motto „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“ umzugehen, fehlen jegliche Grundsätze und es stimmt nicht mit der Wahrheit überein.) Was haltet ihr von dieser Antwort? Kann sie euch von den Fesseln und Ketten befreien, die euch solche Ideen und Ansichten auferlegen? Kann sie die Methoden und Grundsätze ändern, laut denen du mit solchen Angelegenheiten umgehst? Kann sie deine abwegigen und absurden Ansichten über solche Dinge korrigieren? Wenn sie das nicht kann, worum handelt es sich dann bei dieser Antwort? (Um Glaubenslehre.) Welchen Nutzen hat es, Glaubenslehren aufzusagen? Sprich nicht über Glaubenslehre. Wie entsteht Glaubenslehre? Sie entsteht, weil du das Wesen solcher Ideen und Ansichten nicht klar erkennst und du nicht vollständig verstehst, wie negativ und schädlich sich solche Ideen und Ansichten auf deine Sichtweise auf Dinge und Menschen und auf dein Verhalten und deine Handlungen auswirkt. Du weißt nicht, was an ihnen falsch ist, also bleibt dir nichts anderes übrig, für eine Antwort und eine Lösung für dieses Problem zu oberflächlicher Glaubenslehre zu greifen. Das letztendliche Ergebnis ist, dass Glaubenslehren dein Problem nicht lösen können, und du weiterhin unter der Herrschaft und dem Einfluss solcher Ideen und Ansichten lebst.

Was ist falsch an Ideen und Ansichten wie „Für einen Freund ist kein Opfer zu groß“? Das ist eigentlich eine ganz simple Frage und nicht schwierig. Kein Mensch, der auf der Welt lebt, taucht einfach aus dem Nichts auf. Jeder hat Eltern und Kinder, jeder hat Verwandte, niemand in dieser menschlichen Welt existiert eigenständig. Was will Ich damit sagen? Ich meine, dass du in dieser menschlichen Welt lebst, und du hast deine eigenen Verpflichtungen zu erfüllen. Erstens musst du deine Eltern unterstützen, und zweitens musst du deine Kinder erziehen. Das ist deine Verantwortung innerhalb der Familie. In der Gesellschaft hast du auch gesellschaftliche Verantwortungen und gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen. Du musst eine Rolle in der Gesellschaft spielen, z. B. als Arbeiter, Landwirt, Geschäftsmann, Student oder Intellektueller. Von der Familie bis zur Gesellschaft gibt es viele Aufgaben und Verpflichtungen, die du erfüllen solltest. Das heißt, neben Nahrung, Kleidung, Wohnung und Beförderungsmitteln gibt es viele Dinge, die du tun musst, und auch viele Dinge, die du tun solltest, und viele Verpflichtungen, die du erfüllen solltest. Abgesehen von diesem richtigen Weg des Glaubens an Gott, den die Menschen beschreiten, hast du als Individuum viele familiäre Verantwortlichkeiten und gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen. Du existierst nicht eigenständig. Die Verantwortung, die auf deinen Schultern lastet, besteht nicht nur darin, Freunde zu finden und dich zu amüsieren, oder jemanden zu finden, mit dem du reden kannst und der dir wenn nötig hilft. Die meisten – und wichtigsten – deiner Verantwortlichkeiten finden sich in der Familie und in der Gesellschaft. Nur wenn du deine familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen gut erfüllst, wird man dein Leben als Mensch als vollständig und perfekt betrachten. Was sind nun die Aufgaben, für die du in der Familie verantwortlich bist? Als Kind deiner Eltern solltest du ihnen gegenüber Achtung erweisen und sie unterstützen. Wenn sie krank sind oder Schwierigkeiten haben, solltest du tun, was du kannst. Als Elternteil musst du schwitzen und dich verausgaben, dich anstrengen und Mühsal ertragen, um die ganze Familie zu versorgen, und die schwere Verantwortung übernehmen, ein Elternteil zu sein, deine Kinder zu erziehen, sie auf den richtigen Weg zu führen und ihnen die Grundsätze richtigen Benehmens zu vermitteln. Du hast also zahlreiche Verantwortlichkeiten in deiner Familie. Du musst deine Eltern unterstützen und die Verantwortung für die Erziehung deiner Kinder übernehmen. Es gibt viele solcher Dinge, die getan werden sollten. Und was sind deine Aufgaben in der Gesellschaft? Du musst dich an die Gesetze und Vorschriften halten, du musst Grundsätze für den Umgang mit anderen haben, du musst dein Bestes bei der Arbeit geben und deine Karriere erfolgreich lenken. Achtzig oder neunzig Prozent deiner Zeit und Energie müssen auf diese Dinge verwendet werden. Das heißt, unabhängig davon, welche Rolle du in deiner Familie oder in der Gesellschaft spielst, unabhängig davon, welchen Weg du gehst, unabhängig davon, welche Ambitionen und Wünsche du hast, hat jeder Mensch Verantwortlichkeiten zu tragen, die für ihn persönlich sehr wichtig sind und die fast seine gesamte Zeit und Energie in Anspruch nehmen. Was ist aus der Perspektive der familiären und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten der Wert deines Lebens und von dir als Person, wenn du in diese menschliche Welt kommst? Er besteht darin, die Aufgaben und Missionen zu erfüllen, die dir vom Himmel auferlegt wurden. Dein Leben gehört nicht dir allein, und natürlich gehört es auch nicht den anderen. Dein Leben existiert für deine Missionen und Aufgaben, und für die Verantwortlichkeiten, Verpflichtungen und Missionen, die du in dieser menschlichen Welt erfüllen sollst. Dein Leben gehört nicht deinen Eltern, nicht deiner Frau (deinem Ehemann) und selbstverständlich auch nicht deinen Kindern. Noch weniger gehört es deinen Nachkommen. Wem gehört also dein Leben? Aus der Sicht eines weltlichen Menschen gehört dein Leben den Verantwortlichkeiten und Missionen, die dir von Gott übertragen wurden. Aber aus der Sicht eines Gläubigen sollte dein Leben Gott gehören, denn Er ist es, der alles in Bezug auf dich anordnet und über alle Dinge, die dich betreffen, herrscht. Deshalb solltest du als Mensch, der in der Welt lebt, dein Leben nicht willkürlich anderen versprechen, und du solltest dein Leben nicht willkürlich für jemanden um der Brüderlichkeit willen opfern. Das heißt, du solltest dein eigenes Leben nicht herabwürdigen. Für alle anderen ist dein Leben wertlos, insbesondere für Satan, diese Gesellschaft und diese verdorbene Menschheit, aber für deine Eltern und Verwandten ist dein Leben von größter Bedeutung, denn es besteht eine untrennbare Beziehung zwischen deinen Verantwortlichkeiten und ihrem Überleben. Noch wichtiger ist natürlich, dass es eine untrennbare Beziehung zwischen deinem Leben und der Tatsache gibt, dass Gott über alle Dinge und über die gesamte Menschheit herrscht. Dein Leben ist unverzichtbar unter den vielen Leben, über die Gott herrscht. Vielleicht schätzt du dein Leben nicht so hoch ein, und vielleicht solltest du dein Leben nicht so hoch einschätzen, aber Tatsache ist, dass dein Leben für deine Eltern und Verwandten sehr wichtig ist und du mit ihnen eng verbunden bist und zu ihnen eine untrennbare Beziehung hast. Warum sage Ich das? Weil du eine Verantwortung ihnen gegenüber trägst und sie Verantwortung dir gegenüber. Zudem trägst du eine Verantwortung gegenüber dieser Gesellschaft, und deine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bezieht sich auf deine Rolle in dieser Gesellschaft. Die Rolle eines jeden Menschen sowie jedes Lebewesen sind für Gott unverzichtbar, und alle sind unverzichtbare Elemente von Gottes Herrschaft über die Menschheit, diese Welt, diese Erde und dieses Universum. In Gottes Augen ist jedes Leben noch unbedeutender als ein Sandkorn und verächtlicher als eine Ameise; doch weil jeder Mensch ein Leben ist, ein lebendiges und atmendes Leben, ist er als Teil von Gottes Herrschaft dennoch unverzichtbar, auch wenn er keine kritische Rolle spielt. Wenn man es also unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, ist es dann nicht falsch, wenn eine Person bereit ist, sich für einen Freund zu opfern und nicht nur darüber nachdenkt, sondern auch bereit ist, das jederzeit zu tun, und ihr eigenes Leben zu opfern, ohne Rücksicht auf ihre familiäre Verantwortung, ihre gesellschaftliche Verantwortung und sogar auf die von Gott gegebenen Missionen und Pflichten, die auf ihren Schultern lasten? (Ja, so ist es.) Das ist eine verräterische Handlung! Das Kostbarste, was Gott dem Menschen schenkt, ist dieser Atem, den man Leben nennt. Wenn du dein Leben leichtfertig einem Freund versprichst, von dem du denkst, du könntest es ihm anvertrauen, stellt das nicht eine verräterische Handlung gegenüber Gott dar? Ist das nicht eine Missachtung des Lebens? Ist das nicht ein Akt der Rebellion gegen Gott? Ist das eine Handlung des Verrats an Gott? (Ja.) Damit kehrst du eindeutig der Verantwortung, die du in deiner Familie und in der Gesellschaft wahrnehmen solltest, den Rücken und flüchtest vor den Missionen, die Gott dir auferlegt hat. Das ist eine verräterische Handlung. Die wichtigsten Dinge im Leben eines Menschen sind nichts anderes als die Verantwortung, die man in diesem Leben übernehmen sollte – familiäre Verantwortung, gesellschaftliche Verantwortung und die Missionen, die Gott dir gegeben hat. Diese Verantwortlichkeiten und Missionen sind die wichtigsten Dinge. Wenn du dein Leben verlierst, weil du es aufgrund eines flüchtigen Gefühls der Brüderlichkeit und eines Augenblicks von Impulsivität für einen anderen aufgibst, bestehen deine Verantwortlichkeiten dann noch? Wie kannst du so von Missionen sprechen? Offensichtlich ist für dich das Leben, das Gott dir geschenkt hat, nicht das Kostbarste. Stattdessen versprichst du es leichtfertig anderen, gibst dein Leben für andere auf und vernachlässigst dabei völlig deine Verantwortungen gegenüber deiner Familie und der Gesellschaft, was unmoralisch und ungerecht ist. Was will ich euch hier gerade sagen? Ihr solltet euer Leben nicht leichtfertig für andere aufgeben oder es ihnen versprechen. Manche Menschen sagen: „Kann ich es meinen Eltern versprechen? Wie wäre es, wenn ich es meinem Liebhaber verspreche, ist das in Ordnung?“ Das ist nicht in Ordnung. Warum ist das nicht in Ordnung? Gott schenkt dir das Leben und erlaubt, dass es weitergeht, damit du deine Verantwortung gegenüber deiner Familie und der Gesellschaft wahrnehmen und die Missionen erfüllen kannst, die dir von Gott anvertraut wurden. Es steht dir nicht zu, dein eigenes Leben wie einen Witz zu behandeln, indem du es leichtfertig anderen versprichst, es anderen auslieferst, es für andere aufwendest und es anderen widmest. Wenn ein Mensch sein Leben verliert, kann er dann noch seine familiären und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten und seine Missionen erfüllen? Kann er das noch tun? (Nein.) Und wenn die familiären und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten einer Person nicht mehr bestehen, wie steht es dann um die gesellschaftlichen Rollen, die sie erfüllt hat, bestehen diese noch? (Nein.) Wenn die gesellschaftlichen Rollen, die eine Person wahrgenommen hat, nicht mehr bestehen, bestehen die Missionen dieser Person dann noch? Nein, das tun sie nicht. Wenn die Missionen und gesellschaftlichen Rollen einer Person nicht mehr bestehen, besteht das, worüber Gott souverän herrscht, dann noch? Die Dinge, die Gott souverän beherrscht, sind Lebewesen, lebende Menschen, und wenn ihre gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten und ihr Leben nicht mehr bestehen und ihre gesellschaftlichen Rollen zunichte gemacht werden, stellt das einen Versuch dar, die Menschheit, über die Gott souverän herrscht, und Gottes Führungsplan zunichte zu machen? Wenn du das tust, ist das nicht eine verräterische Handlung? (Ja.) Das ist es in der Tat. Dein Leben existiert nur für deine Verantwortlichkeiten und Missionen, und der Wert deines Lebens kann nur in deinen Verantwortlichkeiten und Missionen widergespiegelt werden. Außerdem ist es nicht deine Verantwortung und Mission, sich für einen Freund zu opfern. Als eine Person, der Gott Leben geschenkt hat, solltest du die Verantwortlichkeiten und Missionen erfüllen, die dir von Gott anvertraut wurden. „Sich für einen Freund zu opfern“ ist hingegen keine Verantwortung oder Mission, die dir Gott übertragen hat. Vielmehr ist es eine Handlung deinerseits, die einem Gefühl der Brüderlichkeit entspringt, es ist dein eigenes Wunschdenken, deine unverantwortliche Denkweise über das Leben, und natürlich ist es auch eine Denkweise, die Satan den Menschen einflößt, um ihr Leben mit Hohn und Spott zu überschütten und mit Füßen zu treten. Also, egal, wann die Zeit kommt, egal, welche Art von Busenfreund du gefunden hast, selbst wenn deine Freundschaft mit ihm lebensbedrohliche Situationen überstanden hat, versprich ihm nicht willkürlich, dich an seiner Stelle zu opfern, und denk nicht einmal leichtfertig an so etwas, denk nicht daran, ihm dein ganzes Leben, deine Existenz zu widmen. Du hast keinerlei Verantwortung oder Verpflichtung ihm gegenüber. Wenn ihr ähnliche Interessen habt, ähnliche Persönlichkeiten, und den gleichen Weg geht, könnt ihr einander helfen, über alles Mögliche miteinander reden und enge Freunde sein, aber diese enge Freundschaft basiert weder auf dem Fundament, sich für den anderen zu opfern, noch auf der Wertschätzung von Brüderlichkeit. Du musst dich nicht für andere opfern, ihnen nicht dein Leben opfern oder auch nur einen Tropfen Blut für sie vergießen. Manche Leute sagen: „Was nützt mir dann mein Sinn für Brüderlichkeit? In meiner Menschlichkeit und in meinem Herzen möchte ich immer Brüderlichkeit zeigen, was soll ich also tun?“ Wenn du wirklich Brüderlichkeit zeigen willst, dann solltest du der anderen Person die Wahrheiten sagen, die du nun verstanden hast. Wenn du siehst, dass die andere Person schwach ist, dann unterstütze sie. Sieh nicht tatenlos zu; wenn sie den falschen Weg einschlägt, ermahne sie, gib ihr Ratschläge und hilf ihr. Wenn du die Probleme der anderen Person erkennst, bist du dazu verpflichtet, ihr zu helfen, aber du musst dich nicht an ihrer Stelle opfern, du musst ihnen nicht dein Leben versprechen. Deine Verantwortung ihnen gegenüber besteht nur darin, ihnen zu helfen, sie zu unterstützen, sie zu ermahnen, ihnen Ratschläge zu geben oder manchmal ein wenig Vergebung und Toleranz walten zu lassen, aber nicht darin, dein Leben für sie aufzugeben, geschweige denn, ihnen diesen sogenannten Sinn für Brüderlichkeit entgegenzubringen. Für Mich ist Brüderlichkeit nicht mehr als Impulsivität und gehört nicht zur Wahrheit. Verglichen mit dem Leben, das Gott den Menschen schenkt, ist Brüderlichkeit zwischen Menschen nur Müll. Sie ist eine Art von Impulsivität, die Satan den Menschen einflößt, ein gerissener Plan, der die Menschen dazu bringt, um der Brüderlichkeit willen viele impulsive Dinge zu tun, Dinge, die sie nur schwer hinter sich lassen können und für den Rest ihrer Tage bereuen werden. Das ist nicht zu empfehlen. Deshalb solltest du dich von dieser Idee der Brüderlichkeit verabschieden. Richte dich in deinem Leben nicht nach Brüderlichkeit, sondern stattdessen nach der Wahrheit und nach Gottes Worten. Als absolutes Minimum solltest du in Übereinstimmung mit deiner Menschlichkeit, deinem Gewissen und deiner Vernunft leben, mit allen Menschen und allen Dingen vernünftig umgehen und dich in allem, was du tust, angemessen und im Einklang mit deinem Gewissen und deiner Vernunft verhalten.

Nachdem ich nun über so viele Sprüche und Meinungen über Verantwortung und das Leben Gemeinschaft gehalten habe, habt ihr diese moralische Forderung, „sich für einen Freund zu opfern“ nun durschaut? Und da ihr nun eine solche Einsicht besitzt, kennt ihr auch die richtigen Grundsätze, um mit so etwas umzugehen? (Ja.) Was würdest du tun, wenn jemand dich wirklich bitten würde, dich für ihn zu opfern? Was würdest du antworten? Du würdest sagen: „Wenn du verlangst, dass ich mich für dich opfern soll, dann bist du es, der mir mein Leben nehmen will. Wenn du mir das Leben nehmen willst, wenn du so etwas von mir verlangst, dann nimmst du mir das Recht, meine familiären und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Damit beraubst du mich auch meiner Menschenrechte und, was noch wichtiger ist, du beraubst mich der Möglichkeit, mich Gottes Herrschaft zu unterwerfen und meine Pflicht gut zu erfüllen. Wenn du mir auf diese Weise meine Menschenrechte nimmst, wird das mein Ende sein! Du nimmst mir so viele Rechte und lässt mich für dich sterben. Wie egoistisch und verachtenswert kannst du denn sein? Und trotzdem bist du noch mein Freund? Offensichtlich bist du nicht mein Freund, sondern mein Feind.“ Ist es richtig, das zu sagen? (Ja.) Das ist in der Tat die richtige Antwort. Hast du den Mut, das zu sagen? Hast du das wirklich verstanden? Wenn einer deiner Freunde dich immer wieder bittet, dich für ihn zu opfern und dein Leben einfordert, dann solltest du dich bei der ersten Gelegenheit von ihm distanzieren, denn er ist kein guter Mensch. Glaub nicht, dass er dein Freund sein sollte, nur weil er bereit ist, sich für dich zu opfern. Du sagst: „Ich habe dich nicht gebeten, dich für mich zu opfern, du hast dich freiwillig dazu bereit erklärt. Selbst wenn du dich an meiner Stelle opfern würdest, denke nicht einmal daran, mich zu bitten, mich für dich zu opfern. Du bist irrational, aber ich verstehe die Wahrheit, ich bin rational, und ich werde mit dieser Angelegenheit rational umgehen. Egal, wie oft du dich für mich geopfert hast, ich werde mich nicht impulsiv an deiner Stelle opfern. Wenn du in Schwierigkeiten steckst, werde ich mein Bestes geben, um dir zu helfen, aber ich werde auf keinen Fall die Verantwortlichkeiten und die Missionen aufgeben, die mir von Gott in diesem Leben anvertraut wurden, um nur für dich zu leben. In meiner Welt gibt es nichts anderes als Verantwortlichkeiten, Verpflichtungen und Missionen. Wenn du dich mit mir anfreunden willst, dann bitte ich dich, mir beizustehen und mir dabei zu helfen, meine Verantwortlichkeiten mit dir zusammen zu erfüllen und meine Missionen mit dir zusammen abzuschließen. Nur dann bist du mein wahrer Freund. Wenn du mich immer wieder bittest, mich an deiner Stelle zu opfern, und mich immer wieder dazu bringst, ein solches Versprechen zu geben, mein Leben für dich zu opfern, dir mein Leben zu versprechen, dann solltest du dich sofort von mir distanzieren. Du bist nicht mein Freund, ich will mich nicht mit jemandem wie dir anfreunden, und ich will kein Freund von jemandem wie dir sein.“ Was hältst du davon, das zu sagen? (Das wäre gut.) Inwiefern ist es gut? Wenn du keinen solchen Freund hast, befreit dich das von Druck und Sorgen, du musst dir keine belastenden Gedanken machen und wirst nicht von Ideen wie der Wertschätzung von Brüderlichkeit gebunden. Wenn jemand tatsächlich sagen würde: „Menschen wie du, die sich für einen Freund nicht opfern würden, sind es nicht wert, dass man mit ihnen verkehrt, und können niemandes Freund sein“ – wärst du traurig, das zu hören? Würden dich diese Worte treffen? Wärst du traurig und negativ, würdest du dich von den Menschen im Stich gelassen fühlen, als ob du gar nicht da wärst und ohne Hoffnung in deinem Leben? Das mag sein, aber wenn du die Wahrheit verstehst, wirst du in der Lage sein, ein gründliches Verständnis dieser Angelegenheit zu erlangen, und diese Worte werden dich nicht einschränken. Von heute an musst du lernen, diese Dinge der traditionellen Kultur loszulassen, du musst diese Lasten nicht mehr auf dich nehmen. Nur so kannst du den richtigen Weg im Leben gehen. Wirst du dies in die Praxis umsetzen? (Ja.) Natürlich geht das nicht so schnell, von so etwas loszulassen. Die Menschen müssen zuerst ihren Geist vorbereiten, Schritt für Schritt darüber nachdenken und die Wahrheit suchen, es Schritt für Schritt verstehen und es dann Schritt für Schritt gemäß den Wahrheitsgrundsätzen in die Praxis umsetzen. Das bedeutet, mit Hilfe der Wahrheitsgrundsätze mit Beziehungen und Kontakten zu Menschen umzugehen. Zusammenfassend möchte Ich euch ein paar letzte Worte mit auf den Weg geben: Schätze das Leben und deine Verantwortlichkeiten; schätze die Gelegenheit, die Gott dir gegeben hat, um deine Pflicht zu erfüllen, und schätze die Missionen, die Gott dir auferlegt. Das verstehst du doch, nicht wahr? (Ja.) Ist es kein Grund zur Freude, dass du ein gründliches Verständnis für diese Angelegenheit erlangt hast? (Doch, das ist es.) Wenn du nicht durch diese abwegigen und absurden Ideen und Ansichten eingeschränkt und gebunden wirst, wirst du dich entspannt fühlen. Momentan bist du aber noch nicht wirklich entspannt. Erst wenn du künftig den Weg des Strebens nach der Wahrheit einschlägst und nicht mehr von diesen Dingen beunruhigt wirst, wirst du dich wirklich entspannt fühlen. Nur wer sich in seiner Betrachtung von Menschen und Dingen, in seinem Verhalten und in seinen Handlungen voll und ganz nach Gottes Worten richtet und die Wahrheit als seinen Maßstab nimmt, fühlt sich wirklich entspannt und wohl, erfährt Frieden und Freude, lebt und verhält sich gemäß der Wahrheit und wird nie etwas bereuen. Und damit wollen wir den heutigen gemeinschaftlichen Austausch beenden.

7. Mai 2022

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