Nur Kenntnis der sechs Arten von verdorbenen Dispositionen ist wahre Selbsterkenntnis

Was ist der Zweck des menschlichen Glaubens an Gott? (Gerettet zu werden.) Rettung ist ein immerwährendes Thema des Glaubens an Gott. Wie kann mal also Errettung erlangen? (Indem man nach der Wahrheit strebt und immer vor Gott lebt.) Das ist ein Weg der Praxis. Was bringt es einem, immer vor Gott zu leben? Was ist das Ziel? (Eine normale Beziehung zu Gott aufzubauen.) (Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, die Wahrheit zu verstehen und wahre Kenntnis von Gott zu erlangen.) Was noch? (Die Wahrheit zu suchen, die Wahrheit zu unserem Leben zu machen.) Diese Dinge werden oft bei Predigten gesagt, es sind geistliche Phrasen. Was noch? (Es zu erfahren, dass Gott uns zurechtstutzt und Sich mit uns befasst, zusammen mit Seinem Gericht und Seiner Züchtigung, Seinen Prüfungen und Seiner Läuterung, damit wir über uns selbst nachdenken, Selbsterkenntnis erlangen und nach der Wahrheit suchen, um währenddessen unsere verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, sowie wahre Kenntnis von Gott zu erlangen und schließlich jemand zu werden, der die Wahrheit und Menschlichkeit besitzt.) Es scheint, als habt ihr viel von den Predigten der letzten Jahre verstanden. Nun, können diese Dinge, die ihr versteht, bei euren Erfahrungen von Nutzen sein, um bestimmte reale Probleme und Schwierigkeiten zu lösen? Zum Beispiel falsche Gedanken und Ideen, gelegentliche Negativität und Schwäche, aber auch gewisse Probleme, die von Auffassungen und Vorstellungen herrühren: Kann man diese Probleme schnell lösen? Manche Menschen mögen in der Lage sein, ein paar kleinere Probleme zu lösen, doch mit großen, grundlegenden Problemen haben sie vielleicht zu kämpfen. Auf der Grundlage eures heutigen Verständnisses der Wahrheiten, würdet ihr standhaft bleiben können, wenn ihr euch mit der gleichen Art von Prüfungen wie Hiob konfrontiert sehen würdet? (Wir wären entschlossen, standhaft zu bleiben, doch wir wissen nicht, was unsere wahre geistliche Größe wäre, wenn uns wirklich etwas widerfahren würde.) Aber solltet ihr eure wahre geistliche Größe nicht kennen, selbst wenn euch nichts passiert ist? So etwas nicht zu wissen, ist gefährlich! Kennt ihr die praktischen Aspekte dieser oft wiederholten geistlichen Redewendungen und Phrasen? Versteht ihr die wahre Bedeutung jeder dieser Phrasen? Versteht ihr denn, welche Wahrheit in ihnen liegt? Wenn du das weißt und diese Dinge erlebt hast, beweist das, dass du die Wahrheit verstehst. Wenn du aber nur in der Lage bist, einige geistliche Redewendungen und Phrasen zu wiederholen, sie dir aber nicht helfen, wenn dir tatsächlich etwas widerfährt, und sie deine Probleme nicht lösen können, beweist das, dass du nach all den Jahren deines Glaubens an Gott die Wahrheit noch immer nicht verstehst und noch keine wirklichen Erfahrungen gemacht hast. Was meine Ich damit, wenn Ich das sage? Die Menschen, die in ihrem Glauben an Gott bis hierhin gekommen sind, verstehen etwas mehr von der Wahrheit als Religiöse oder Ungläubige, sie verstehen einige der Visionen von Gottes Werk und sind in der Lage, sich an einige Vorschriften zu halten, und man kann sagen, dass sie ein gewisses Verständnis von und eine Wertschätzung und einige wahre Einsichten in Gottes Souveränität haben – doch haben diese Dinge eine Veränderung ihrer Lebensdisposition bewirkt? Im Großen und Ganzen kann jeder von euch ein wenig über viel gehörte Wahrheiten reden, die sich auf Visionen beziehen: die Visionen von Gottes Werk, das Ziel von Gottes Werk und Gottes Absicht für die Menschheit; und das Wissen, von dem ihr sprecht, ist weit erhabener als das der Religiösen – aber kann das alles eine Veränderung eurer Disposition oder auch nur eine teilweise Veränderung eurer Disposition bewirken? Seid ihr in der Lage, das zu beurteilen? Das ist von entscheidender Bedeutung.

Kürzlich haben wir darüber Gemeinschaft gehalten, wie genau man den Gott auf Erden kennenlernt, wie man mit dem Gott auf Erden umgeht und wie man eine normale Beziehung zu Gott aufbaut. Sind das nicht die praktischsten aller Fragen? Dies sind alles Wahrheiten, dich sich auf den Aspekt der Praxis beziehen, und das Ziel des gemeinschaftlichen Austausches über diese Dinge ist es, die Menschen wissen zu lassen, wie sie in ihrem täglichen Leben an Gott glauben und wie sie mit Gott umgehen und eine normale Beziehung zu ihm aufbauen können. Was die Wahrheiten, die sich auf die Praxis beziehen, angeht: Sind die Wahrheiten, die ihr gehört und verstanden habt und die ihr in die Praxis umsetzen könnt, in der Lage, eure Disposition zu verändern? Kann man sagen, dass Menschen, die die Wahrheit auf diese Weise in die Praxis umsetzen und sich wirklich um diese Umsetzung bemühen, die Wahrheit praktizieren und dass sie, wenn sie diese Wahrheiten zu ihrer Wirklichkeit gemacht haben, in der Lage sind, Veränderungen ihrer Disposition zu erreichen? (Das kann man, ja.) Viele Menschen sind blind dafür, was Veränderungen der Disposition sind. Sie glauben, wenn man in der Lage ist, viele geistliche Lehren zu wiederholen und viele Wahrheiten zu verstehen, sei das gleichbedeutend mit Veränderungen der Disposition. Das ist falsch. Vom Verstehen einer Wahrheit bis zum Umsetzen dieser Wahrheit in die Praxis und dann weiter zu einer Veränderung der Disposition ist ein langwieriger Prozess der Lebenserfahrung. Was ist euer Verständnis von Veränderungen der Disposition? Bei allem, was ihr bis zu diesem Punkt erlebt hat, gab es da irgendwelche Veränderungen eurer Lebensdisposition? Es kann sein, dass ihr nicht in der Lage seid, diese Dinge zu erkennen, was alles problematisch ist. Das Wort „Veränderung“ in „Veränderung der Disposition“ ist eigentlich nicht sehr schwer zu verstehen, also was ist mit „Disposition“? (Das Gesetz des Menschlichen Daseins, das Gift Satans.) Was noch? (Das, was in einem Menschen von Natur aus existiert, das Wesen des Lebens.) Ihr erwähnt immer wieder diese geistlichen Ausdrücke, aber das sind alles nur Glaubenslehren, grobe Umrisse, die keine Details enthalten. Das ist kein Verständnis des Wesens der Wahrheit. Wir reden oft von Veränderung der Disposition, und solche Themen werden immer gleich zu Beginn des Glaubens der Menschen an Gott besprochen, ob sie nun an einer Versammlung teilnehmen oder sich eine Predigt anhören; das sind die Dinge, über die sich die Menschen im Klaren werden sollten, wenn sie an Gott glauben. Aber was genau Veränderungen der Disposition sind, ob sich ihre Disposition verändert hat und ob es möglich ist, eine Veränderung zu erzielen – über diese Dinge wissen viele Menschen nicht Bescheid und haben weder über sie nachgedacht noch wissen sie, wie sie damit anfangen sollten, darüber nachzudenken. Was ist Disposition? Das ist ein wichtiges Thema. Wenn man du das einmal verstanden hast, wirst du mehr oder weniger auch Fragen verstehen wie ob sich deine Disposition verändert hat, in welchem Ausmaß sie sich verändert hat, wie viele Veränderungen es gab und ob gewisse Dinge, die du erlebt hast, eine Veränderung deiner Disposition bewirkt haben. Um über Veränderungen in der Disposition zu sprechen, muss man zunächst verstehen, was die Disposition ist. Jeder kennt das Wort „Disposition“, jeder ist mit dem Wort vertraut. Doch die Menschen wissen nicht, was Disposition bedeutet. Um klar zu erklären, was genau die Disposition ist, bedarf es mehr als nur ein paar Worte, und man kann sie auch nicht als ein Substantiv erklären, denn das ist zu abstrakt und nicht leicht zu verstehen. Ich werde euch ein Beispiel geben, damit ihr es versteht. Schafe und Wölfe sind beides Tiere. Schafe fressen Gras, und Wölfe fressen Fleisch. Das liegt in ihrer Natur begründet. Sollten eines Tages Schafe Fleisch und Wölfe Gras fressen, hätte sich dann ihre Natur verändert? (Nein.) Wenn ein Schaf kein Gras fressen würde, wäre es sehr hungrig. Gibst du ihm etwas Fleisch, wird das Schaf es essen, doch es wird dir gegenüber noch immer sehr sanftmütig sein. Das ist die Disposition, das Wesen der Natur des Schafes. In welcher Hinsicht zeigt sich die Sanftmütigkeit des Schafes? (Es greift Menschen nicht an.) Das stimmt – das ist eine sanftmütige Disposition. Die Disposition, die ein Schaf an den Tag legt, ist Fügsamkeit und Gehorsamkeit. Es ist nicht bösartig, sondern sanftmütig und freundlich. Wölfe sind anders. Die Disposition eines Wolfes ist bösartig und er frisst alle möglichen Kleintiere. Einem hungrigen Wolf zu begegnen ist sehr gefährlich, er könnte versuchen, dich zu fressen, selbst, wenn du ihn nicht provozierst. Die Disposition eines Wolfes ist nicht sanftmütig oder freundlich, sondern grausam und wild, ohne einen Funken Mitgefühl oder Erbarmen. Das ist die Disposition eines Wolfes. Die Dispositionen von Wölfen und Schafen verkörpern das Wesen ihrer Natur. Warum sage Ich das? Weil die Dinge, die sich in ihrer Natur offenbaren, sich ganz natürlich und in jedem Kontext zeigen, ohne menschliches Zutun oder Anstiftung; sie offenbaren sich ganz natürlich, ohne dass ein zusätzliches menschliches Zutun nötig wäre. Wölfe werden nicht von Menschen dazu gezwungen, grausam und wild zu sein, genauso wenig wie die Freundlichkeit und Sanftmütigkeit von Schafen ihnen von Menschen anerzogen wurde; sie wurden mit diesen Eigenschaften geboren, diese Dinge treten auf natürliche Weise hervor, sie sind ihr Wesen. Das ist Disposition. Habt ihr anhand dieses Beispiels ein gewisses Verständnis davon bekommen, was Disposition ist? (Ja.) Es geht hier nicht um ein Konzept, wir erklären nicht nur irgendein Substantiv. In dieser Sache liegt Wahrheit. Nun, welche Wahrheit verbirgt sich darin? Die menschliche Disposition ist an die menschliche Natur gebunden. Die menschliche Disposition und die menschliche Natur stammen beide von Satan, sie sind widerständig und feindlich gegenüber Gott. Wenn Menschen Gottes Rettung nicht erhalten und sich nicht ändern, dann würden die Menschen ausschließlich Böses, Negatives und Dinge, die gegen die Wahrheit verstoßen, ausleben und auf natürliche Weise offenbaren – daran besteht kein Zweifel.

Wir sprachen gerade über die Dispositionen von Schafen und Wölfen. Das sind zwei völlig verschiedene Tiere: Jedes von ihnen hat seine eigene Disposition und eigene Dinge, die in ihr offenbart werden. Doch was hat das mit der menschlichen Disposition zu tun? Wenn wir anhand dieses Beispiel noch einmal betrachten, was genau die menschliche Disposition ist, welche Arten von verdorbener Disposition gibt es dann? (Wenn wir mit Menschen zu tun haben, können wir im Allgemeinen erkennen, welche Art von Disposition sie haben. Zum Beispiel, während wir mit jemandem reden, haben wir vielleicht das Gefühl, dass er um das Thema herumredet und sich ständig zweideutig ausdrückt, sodass andere nicht sagen können, was er wirklich meint. Das bedeutet, dass er eine abgefeimte Disposition in sich trägt. Aus dem, was er normalerweise sagt und tut, aus seinen Handlungen und seinem Verhalten, können wir uns ein allgemeines Bild machen.) Durch den Umgang mit anderen könnt ihr gewisse Probleme der Disposition erkennen. Mir scheint, dass ihr nach diesem Beispiel eine generelle Vorstellung davon habt, was Dispositionen sind. Welche verdorbenen Dispositionen haben also alle Menschen? Welche Dispositionen sind den Menschen nicht bewusst und können von ihnen nicht gespürt werden, sind aber zweifellos verdorbene Dispositionen? Nehmen wir zum Beispiel an, dass einige Menschen sehr rührselig sind, und Gott sagt: „Du bist sehr rührselig. Wenn es um jemanden geht, den du magst, oder wenn es mit deiner Familie zu tun hat, macht es für dich keinen Unterschied, wer versucht, deren Situation zu verstehen oder herauszufinden, was vor sich geht, du wirst nichts von ihnen preisgeben und sie weiterhin in Schutz nehmen. Das ist Rührseligkeit.“ Sie hören das, verstehen es und bekennen sich dazu, und sie akzeptieren es als Tatsache. Sie erkennen es an, dass Gottes Worte richtig sind, dass Gottes Worte die Wahrheit sind, und sie danken Gott dafür, ihnen das offenbart zu haben. Kann man daraus ihre Disposition erkennen? Ist es erwiesen, dass sie die Wahrheit akzeptieren, die Tatsachen akzeptieren, sich nicht widersetzen und gehorchen? (Nein. Es kommt darauf an, wie sie sich verhalten, wenn sie sich Problemen gegenübersehen, und ob sie auch tun, was sie sagen.) Da liegt ihr nicht weit daneben. Im Augenblick nehmen sie es an – doch später, wenn ihnen so etwas widerfährt, gibt es keine Veränderung in ihrem Verhalten. Das stellt eine Art von Disposition dar. Welche Disposition? Im Augenblick hörten sie zu, dann dachten sie darüber nach und sagten zu sich: „Wie konnte ich mir nach all den Predigten, die ich mir angehört habe, meiner Rührseligkeit nicht bewusst sein? Ich bin rührselig, ja, aber wer ist das denn nicht? Wenn ich meine Familie und die Menschen, die mir nahestehen, nicht in Schutz nehme, wer dann? Selbst ein fähiger Mensch braucht die Unterstützung von drei anderen Menschen.“ Das ist es, was sie wirklich denken. Wenn es an der Zeit ist zu handeln, hängt alles, was sie in ihrem Herzen denken und planen, sowie ihre Einstellung zu Gott, von ihrer Disposition ab. Was für eine Einstellung besitzen sie? „Gott kann sagen und offenbaren, was Er will, und ich werde akzeptieren, was auch immer ich akzeptieren soll, wenn ich vor Ihn trete, doch ich habe meinen Entschluss gefasst und habe nicht vor, meine Gefühle beiseite zu schieben.“ Ist das ihre Disposition? Ihre Disposition hat sich offenbart und sie zeigten ihr wahres Gesicht, nicht wahr? Sind sie Menschen, die die Wahrheit annehmen? (Nein.) Worum handelt es sich hier also? Hierbei handelt es sich um Widerspenstigkeit. Vor Gott sagen sie ja und Amen und tun so, als würden sie es akzeptieren. Doch ihre Herzen bleiben unberührt. Sie nehmen Gottes Worte nicht ernst und betrachten sie nicht als die Wahrheit, geschweige denn, dass sie sie als Wahrheit in die Praxis umsetzen. Das ist eine Art von Disposition, oder? Und ist eine solche Disposition nicht auch eine Offenbarung einer gewissen Art von Natur? (Ja.) Was ist dann das Wesen einer solchen Disposition? Ist es Unnachgiebigkeit? (Ja.) Unnachgiebigkeit: Das ist eine Art von menschlicher Disposition, und sie ist in allen Menschen zu finden. Warum sage Ich, dass es sich hier um eine Disposition handelt? Es ist etwas, das dem Wesen der Natur der Menschen entspringt. Du musst darüber nicht nachdenken, andere müssen es dir nicht beibringen oder deine Gedanken beeinflussen noch muss Satan dich austricksen; es zeigt sich auf ganz natürliche Weise in dir, es entspringt deiner Natur. Es gibt Menschen, die die Schuld immer auf Satan schieben, ganz gleich, was für Übel sie tun. Sie sagen immer: „Satan hat mir die Idee in den Kopf gesetzt, Satan hat mich dazu gebracht, das zu tun.“ Sie schieben alles böse auf Satan und bekennen sich nie zu den Problemen in ihrer eigenen Natur. Ist das richtig? Wurdest du nicht zutiefst von Satan verdorben? Wenn du das nicht anerekennst, wie kann es dann sein, dass sich Satans Disposition in dir offenbart? Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen Satan Störaktionen unternimmt, etwa wenn Menschen überlistet werden oder von jemand bösem oder einem Antichristen zu etwas verleitet werden, oder wenn ein böser Geist in ihnen wirkt und ihnen Ideen in den Kopf setzt – doch das sind nur Ausnahmen; die meiste Zeit werden die Menschen von ihrer satanischen Natur geleitet, und sie offenbaren alle möglichen verdorbenen Dispositionen. Wenn Menschen nach ihren eigenen Vorlieben und Neigungen handeln, wenn sie Angelegenheiten nach eigenem Ermessen erledigen, nach ihren Auffassungen und Vorstellungen, dann leben sie nach ihrer eigenen verdorbenen Disposition, und wenn sie sich in ihrem Leben von diesen Dingen leiten lassen, leben sie nach ihrer eigenen Natur. Das sind unbestreitbare Tatsachen. Wenn Menschen von ihrer satanischen Natur beherrscht werden, wenn sie nach ihrer satanischen Natur leben, ist alles, was in ihnen zum Vorschein kommt, ihre verdorbene Disposition; das kann man nicht auf Satan schieben, man kann nicht sagen, dass diese Gedanken von Satan kommen. Weil die Menschen zutiefst verdorben wurden, gehören sie Satan, und weil die Menschen sich nicht von Satan unterscheiden und lebende Dämonen, lebende Satane sind, darfst du alles Satanische, das sich in dir offenbart, nicht auf Satan schieben. Du bist nicht besser als Satan, und das ist deine verdorbene Disposition.

In was für einem Zustand befinden sich Menschen, wenn sie eine unnachgiebige Disposition haben? Hauptsächlich sind sie stur und selbstgerecht. Sie halten immer an ihren eigenen Ideen fest, denken immer, dass sie recht haben, sind völlig starr in ihrem Denken und rechthaberisch. Das ist die Haltung der Unnachgiebigkeit. Sie sind wie eine kaputte Schallplatte, hören auf niemanden, bleiben unabänderlich auf eine bestimmte Vorgehensweise fixiert und beharren darauf, diese auch durchzuführen, ganz gleich, ob sie damit richtig liegen oder nicht; darin versteckt sich eine gewisse Reuelosigkeit, Buße zu tun. Wie es so schön heißt: „Tote Schweine fürchten kein kochendes Wasser.“ Die Menschen wissen ganz genau, was das Richtige wäre, und doch tun sie es nicht und weigern sich standhaft, die Wahrheit zu akzeptieren. Das ist eine Art von Disposition: Unnachgiebigkeit. Ich welchen Situationen offenbart ihr eine unnachgiebige Disposition? Seid ihr oft unnachgiebig? (Ja.) Sehr oft! Und da du eine Disposition der Unnachgiebigkeit besitzt, begleitet sie dich in jeder Sekunde deines Daseins. Unnachgiebigkeit hält die Menschen davon ab, vor Gott zu treten, es hält sie davon ab, die Wahrheit akzeptieren zu können, und es hält sie davon ab, in die Wirklichkeit der Wahrheit eintreten zu können. Und wenn du nicht in der Lage bist, in die Wirklichkeit der Wahrheit einzutreten, kann sich in diesem Aspekt deiner Disposition etwas ändern? Nur sehr schwer. Gab es bis jetzt irgendeine Veränderung in diesem Aspekt der Unnachgiebigkeit eurer Disposition? Und wie groß was diese Veränderung? Nehmen wir zum Beispiel an, du warst früher extrem stur, doch bis jetzt gab es nur wenig Veränderung in dir: Wenn du auf ein Problem triffst, spürst du dein Gewissen in deinem Herzen und sagst dir: „Ich muss in dieser Angelegenheit etwas Wahrheit praktizieren. Da Gott diese unnachgiebige Disposition bloßgestellt hat – da ich es gehört habe und es jetzt weiß – muss ich mich dementsprechend ändern. Wenn ich in der Vergangenheit einige Male mit solchen Dingen konfrontiert wurde, habe ich meinem Fleisch nachgegeben und versagt, und damit bin ich nicht zufrieden. Dieses Mal muss ich die Wahrheit praktizieren.“ Mit einem solchen Bestreben ist es möglich, die Wahrheit zu praktizieren, und das ist Veränderung. Wenn du eine Zeit lang eine solche Erfahrung hast und in der Lage bist, mehr Wahrheiten in die Praxis umzusetzen, wenn das zu größeren Veränderungen führt und deine rebellischen und unnachgiebigen Dispositionen immer mehr abnehmen, gab es dann eine Veränderung in der Lebensdisposition? Wenn deine rebellische Disposition merklich immer mehr abgenommen hat und deine Gehorsamkeit zu Gott immer größer geworden ist, dann gab es eine echte Veränderung. In welchem Maße musst du dich also ändern, um wahren Gehorsam zu erreichen? Das hast du erst erreicht, wenn es nicht die geringste Unnachgiebigkeit in dir gibt, sondern nur noch Gehorsam. Das ist ein langsamer Vorgang. Veränderungen in der Disposition geschehen nicht über Nacht, sie bedürfen langer Zeiten der Erfahrung, vielleicht sogar ganzen Lebenszeiten. Manchmal ist es notwendig, viele enorme Nöte zu ertragen, Nöte, die dem Tod und der Wiederauferstehung gleichkommen, Nöte, die schmerzhafter und schwieriger sind, als sich Gift aus den Knochen kratzen zu lassen. Gab es also irgendwelche Veränderungen in eurer unnachgiebigen Disposition? Seid ihr in der Lage, das zu beurteilen? (Früher war ich überzeugt, dass gewisse Dinge auf eine gewisse Art erledigt werden sollten. Wenn jemand eine andere Sichtweise hatte, hörte ich nicht darauf, und das änderte sich erst, als ich echte Rückschläge erlitt. Heute bin ich in dieser Hinsicht etwas besser. Ich sträube mich dagegen, wenn andere unterschiedliche Ansichten vertreten, kann später aber etwas von dem, was sie sagen, akzeptieren.) Eine Anpassung der Haltung ist eine andere Art von Veränderung; das bedeutet, dass es eine kleine Veränderung gab. Es ist nicht mehr wie zuvor, wo die eine Person wusste, dass die andere Person recht hatte, das aber ablehnte und sich weigerte, es zu akzeptieren, und immer noch an ihren eigenen Neigungen festhielt; das ist jetzt nicht mehr der Fall. Es fand bereits eine Umkehr der Haltung statt. Wie groß war die Veränderung, wenn sie sich bis zu diesem Punkt verändert haben? Nicht einmal 10%. 10% Veränderung bedeutet, dass ihr, nachdem die andere Person ihren abweichenden Standpunkt dargelegt hat, zumindest keine Ablehnung oder Widerstand empfindet; ihr habt eine normale Einstellung. Obwohl sich in eurem Herzen immer noch etwas dagegen sträubt, habt ihr keine unnachgiebige Einstellung, ihr könnt über die Sache mit der Person sprechen. Es gibt einen gewissen Gehorsam in eurer Praxis, und ihr erledigt die Dinge nicht ausschließlich nach euren eigenen Vorstellungen. Danach gibt es Zeiten, in denen man an den eigenen Vorstellungen festhält, und Zeiten, in denen man das akzeptieren kann, was andere Leute sagen. Veränderungen in der Disposition sind ein auf und ab. Ihr müsst unzählige Rückschläge erfahren, um eine kleine Veränderung zu erreichen, und unzählige Misserfolge, um erfolgreich zu sein, und so ist es nicht leicht, eure Disposition zu ändern, wenn ihr nicht mehrere Jahre der Prüfungen und Läuterung erfahrt. Manchmal, wenn Menschen sich in einem guten Gemütszustand befinden, sind sie in der Lage, es anzunehmen, wenn andere etwas Richtiges sagen, doch wenn sie schlechte Laune haben, suchen sie nicht nach der Wahrheit. Verzögert das nicht alles? Manchmal, wenn du mit deinem Arbeitspartner nicht gut auskommst, suchst du nicht nach den Grundsätzen der Wahrheit und lebst nach Satans Philosophien. Manchmal, wenn du mit andere zusammenarbeitest und sie von besserem Kaliber sind als du, fühlst du dich von ihnen eingeschränkt, und dir fehlt der Mut, die Grundsätze zu befolgen, wenn du mit einem Problem konfrontiert wirst. Manchmal bist du deinen Arbeitspartnern überlegen, und sie verhalten sich dumm, und du schaust auf sie herab und willst mit ihnen nicht über die Wahrheit Gemeinschaft halten. Manchmal willst du die Wahrheit praktizieren, wirst aber von den Emotionen des Fleisches beherrscht. Manchmal begehrst du fleischliche Genüsse, und obwohl du es vielleicht willst, bist du nicht in der Lage, dem Fleisch zu entsagen. Manchmal hörst du dir eine Predigt an und verstehst die Wahrheit, bist aber unfähig, sie in die Praxis umzusetzen. Sind diese Probleme leicht zu lösen? Für dich alleine sind sie nicht leicht zu lösen. Gott kann die Menschen nur Prüfungen und Läuterung unterziehen, sodass sie enorm leiden und schließlich das Gefühl haben, sie seien ohne die Wahrheit in ihrem Inneren leer und könnten ohne die Wahrheit nicht leben. Dadurch werden die Menschen geläutert, um Glauben zu entwickeln, und es gibt ihnen das Gefühl, dass sie nach der Wahrheit streben müssen, dass ihr Herz nicht zur Ruhe kommen wird, bis sie die Wahrheit in die Praxis umsetzen, und dass sie große Qualen erleiden werden, wenn sie Gott nicht gehorchen können. Das ist die Wirkung, die durch Prüfungen und Läuterung erreicht wird. So schwierig ist es, Veränderungen der Disposition zu bewirken. Warum sage ich euch, dass dies nicht leicht ist? Kann es sein, dass ich nicht befürchte, ihr könntet negativ werden? Ich sage es, damit ihr wisst, wie wichtig Veränderungen der Disposition sind. Ich will, dass ihr alle darauf Acht gebt und dass ihr aufhört, nach diesen unrealistischen, heuchlerischen und trügerisch geistlichen Bildern zu streben und diesen abstrusen geistlichen Lehren, Praktiken und Regeln zu folgen; wenn ihr das tut, wird euch das nicht im Geringsten nützen, sondern nur schaden.

Wir sprachen gerade über einen bestimmten Aspekt der Disposition: die Unnachgiebigkeit. Oft ist Unnachgiebigkeit eine Art der Einstellung, die tief in den Herzen der Menschen verborgen liegt. Im Allgemeinen ist sie von außen nicht zu sehen, doch wenn sie offensichtlich ist, ist sie leicht zu erkennen, und die Leute werden sagen: „Sie sind widerständig! Sie akzeptieren die Wahrheit nicht im Geringsten – sie sind so unnachgiebig!“ Menschen mit einer unnachgiebigen Disposition beharren auf einer Herangehensweise oder halten an einer Sache fest, und sie lassen nie locker. Ist das also die einzige Seite der Disposition der Menschen? Natürlich nicht – es gibt noch viele andere. Versucht einmal zu erkennen, welche Art von Disposition ich jetzt beschreibe. Manche Menschen sagen: „Im Haus Gottes unterwerfe ich mich niemandem außer Gott, denn nur Gott besitzt die Wahrheit; Menschen besitzen die Wahrheit nicht, sie haben verdorbene Dispositionen, und man kann sich auf nichts, was sie sagen, verlassen, also unterwerfe ich mich nur Gott.“ Ist ihre Aussage korrekt? (Nein.) Warum nicht? Was für eine Art von Disposition ist das? (Eine arrogante und eingebildete Disposition.) (Die Disposition von Satan und dem Erzengel.) Das ist eine arrogante Disposition. Sagt nicht immer, dass es sich um die Disposition von Satan und dem Erzengel handelt, so etwas zu sagen, ist zu weit gefasst und vage. Die verdorbenen Dispositionen von Satan und dem Erzengels sind zu zahlreich. Über den Erzengel, Dämonen und Satan zusammen zu sprechen, ist zu allgemein und für die Menschen nicht leicht zu verstehen. Einfach zu sagen, dass es sich um eine arrogante Disposition handelt, ist spezifischer. Natürlich ist dies nicht die einzige Art von Disposition, die sie offenbaren, nur ist es eben so offensichtlich, wenn sich eine arrogante Disposition zeigt. Wenn man sagt, dass dies eine arrogante Disposition ist, können die Menschen das leicht verstehen, also ist diese Art, darüber zu sprechen, am besten geeignet. Manche Menschen haben gewisse Fertigkeiten, gewisse Gaben, gewisse kleine Begabungen und haben eine Reihe von Angelegenheiten für die Kirche erledigt. Solche Menschen denken Folgendes: „In eurem Glauben an Gott verbringt ihr den ganzen Tag damit, Gottes Wort zu lesen, abzuschreiben, niederzuschreiben und es auswendig zu lernen wie ein geistlicher Mensch. Was soll das bringen? Könnt ihr auch etwas Echtes tun? Wie könnt ihr euch geistlich nennen, wenn ihr nichts tut? Ihr habt das Leben nicht. Ich habe Leben, alles, was ich tue, ist echt.“ Was ist das für eine Disposition? Sie haben einige besondere Fähigkeiten, gewisse Gaben, sie können ein wenig Gutes tun und denken, diese Dinge seien Leben. Das führt dazu, dass sie niemandem gehorchen, keine Zurückhaltung verspüren, absolut jeden zu belehren, und auf alle anderen herabschauen – ist das Arroganz? (Ja.) Das ist Arroganz. Unter welchen Umständen offenbaren die Menschen normalerweise Arroganz? (Wenn sie gewisse Gaben oder spezielle Fähigkeiten haben, wenn sie praktische Dinge tun können, wenn sie über Kapital verfügen.) Das ist eine mögliche Situation. Sind dann also Menschen, die nicht talentiert sind und keine speziellen Fähigkeiten haben, nicht arrogant? (Sie sind auch arrogant.) Die Person, über die wir gerade gesprochen haben, sagt oft: „Ich gehorche niemandem außer Gott.“ Wenn andere Leute das hören, denken sie: „Diese Person ist der Wahrheit so gehorsam, dass sie niemandem außer der Wahrheit gehorcht, was sie sagt, ist richtig!“ Tatsächlich verbirgt sich in diesen scheinbar richtigen Worten eine Art arroganter Disposition: „Ich gehorche niemandem außer Gott“ bedeutet eindeutig, dass sie niemandem gehorchen. Nun frage ich euch, sind Menschen, die solche Worte sagen, wirklich in der Lage, Gott zu gehorchen? Sie könnten Gott niemals gehorchen. Menschen, die geneigt sind, solche Worte von sich zu geben, sind zweifellos die arrogantesten von allen. Oberflächlich betrachtet, mag, was sie sagen, richtig erscheinen – doch in Wirklichkeit ist das die hinterhältigste Art und Weise, auf die sich eine arrogante Disposition zeigt. Sie benutzen die Worte „außer Gott“ als Beweis für ihre Vernunft, doch in Wahrheit ist das, als würden sie etwas Gold vergraben und dann ein Schild darüber stellen, auf dem steht: „Hier ist kein Gold vergraben.“ Ist das nicht töricht? Was glaubt ihr, welche Art von Mensch ist am arrogantesten? Welche Dinge können Menschen sagen, die sie zu den arrogantesten machen? Vielleicht habt ihr schon einige arrogante Dinge gehört. Was ist das arroganteste davon? Wisst ihr das? Gibt es jemanden, der es wagt, zu sagen: „Ich gehorche niemanden – nicht einmal dem Himmel oder der Erde, nicht einmal den Worten Gottes“? Nur der große rote Drachendämon wagt es, das zu sagen. Niemand, der an Gott glaubt, würde so das sagen. Wenn aber Menschen, die an Gott glauben, sagen: „Ich gehorche niemandem außer Gott“, dann unterscheiden sie sich kaum noch vom großen roten Drachen, dann stehen sie mit ihm gleichauf auf Platz eins und sind die arrogantesten von allen. Was denkt ihr: Alle Menschen sind arrogant, aber gibt es Unterschiede in ihrer Arroganz? Wo macht ihr diesen Unterschied? Verdorbene menschliche Wesen haben alle arrogante Dispositionen, doch es gibt Unterschiede in ihrer Arroganz. Wenn die Arroganz eines Menschen einen bestimmten Punkt erreicht hat, hat er jegliche Vernunft verloren. Der Unterschied besteht darin, ob in dem, was jemand sagt, Sinn liegt. Es gibt Menschen, die arrogant sind, aber noch ein wenig Vernunft besitzen. Wenn sie in der Lage sind, die Wahrheit anzunehmen, gibt es für sie noch Hoffnung auf Errettung. Andere sind so arrogant, dass sie keine Vernunft mehr haben – ihre Arroganz kennt keine Grenzen – und solche Menschen könnten niemals die Wahrheit annehmen. Wenn Menschen so arrogant sind, dass sie keine Vernunft mehr besitzen, dann verlieren jedwedes Schamgefühl und sind einfach nur auf törichteste Weise arrogant. Dies sind alles Offenbarungen und Anzeichen einer arroganten Disposition. Wie könnten sie Dinge sagen wie „Ich gehorche niemandem außer Gott“, wenn sie keine arrogante Disposition hätten? Das würden sie mit Sicherheit nicht tun. Wenn jemand eine arrogante Disposition hat, dann legt er zweifellos Anzeichen von Arroganz an den Tag und wird ohne Frage arrogante Dinge tun und sagen, denen jegliche Vernunft fehlt. Manche Menschen sagen: „Ich habe keine arrogante Disposition, doch solche Dinge haben sich in mir offenbart.“ Sind diese Worte plausibel? (Nein.) Andere sagen: „Ich kann einfach nicht anders. Sobald ich keine Acht gebe, kommt mir etwas Arrogantes über die Lippen.“ Sind diese Worte plausibel? (Nein.) Warum nicht? Was ist die Ursache dieser Worte? (Keine Selbsterkenntnis zu haben.) Nein – sie wissen, dass sie arrogant sind. Doch wenn sie hören, wie andere sich über sie lustig machen und sagen: „Wie kannst du nur so arrogant sein? Warum glaubst du, du kannst es dir leisten, so arrogant zu sein?“, schämen sie sich, weshalb sie solche Dinge sagen. Ihr Stolz kann das nicht ertragen, und sie suchen nach einer Ausrede, um die Tatsache zu vertuschen, zu verstecken, sie in ein anderes Licht zu rücken und sich aus der Verantwortung zu entziehen. Ihre Worte sind dementsprechend nicht plausibel. Wenn deine verdorbene Disposition noch nicht beseitigt wurde, dann bist du arrogant, selbst wenn du nichts sagst. Arroganz liegt in der Natur der Menschen, liegt in ihren Herzen verborgen und kann jederzeit zum Vorschein kommen. Solange es also keine Veränderung der Disposition gibt, bleiben die Menschen arrogant und selbstgerecht. Hier ist ein Beispiel. Ein frisch gewählter Leiter kommt in einer Gemeinde an und stellt fest, dass die Leute ihn mit wenig Begeisterung und einem eher skeptischen Gesichtsausdruck betrachten. Er denkt bei sich: „Bin ich hier nicht erwünscht? Ich bin der neu gewählte Leiter, wie könnt ihr mich so behandeln, was ist das für eine Einstellung? Warum seid ihr von mir nicht beeindruckt? Ich wurde von den Brüdern und Schwestern gewählt, also ist mein geistliches Kaliber größer als das eure, oder nicht?“ Folglich sagt er dann: „Ich bin der neu gewählte Leiter. Einige werden mich vielleicht nicht akzeptieren, aber das macht nichts. Wir wäre es mit einem kleinen Wettbewerb, um zu sehen, wer mehr Abschnitte von Gottes Worten auswendig kennt und wer über die Wahrheiten der Visionen Gemeinschaft halten kann? Wer über die Wahrheiten verständlicher Gemeinschaft halten kann als ich, dem überlasse ich meine Position als Leiter. Na, was sagt ihr?“ Was ist das für eine Taktik? Wenn die Menschen ihm gegenüber gleichgültig sind, ist er unzufrieden, will ihnen das Leben schwer machen und sich an ihnen rächen; jetzt, wo er Leiter ist, will er die Menschen beherrschen – er will an der Spitze stehen. Was ist das für eine Disposition? (Arroganz.) Und ist es leicht, eine arrogante Disposition zu beseitigen? (Nein.) Die arrogante Disposition der Menschen kommt sehr häufig zum Vorschein. Manche Menschen können es kaum ertragen, wenn andere über neue Erleuchtungen und ein neues Verständnis Gemeinschaft halten: „Warum kann ich nichts dazu sagen? Das ist nicht akzeptabel, ich muss nachdenken und mir etwas Besseres einfallen lassen.“ Und so rattern sie Unmengen von Glaubenslehren herab und versuchen, andere zu übertrumpfen. Was für eine Disposition ist das? Das ist das Wetteifern nach Ruhm und Reichtum; und auch Arroganz. Was die Disposition betrifft, so kannst du still dasitzen und nichts sagen oder machen, doch deine Disposition wird trotzdem in deinem Herzen und in denen Gedanken präsent sein – selbst dein Gesichtsausdruck könnte das offenbaren. Auch wenn die Menschen versuchen, sich Möglichkeiten auszudenken, es zu unterdrücken oder zu kontrollieren, und bemüht darauf achten, es nicht zu zeigen, bringt das denn etwas? (Nein.) Manche Menschen erkennen es sofort, wenn sie etwas Arrogantes gesagt haben: „Ich habe wieder einmal meine arrogante Disposition offenbart – wie demütigend! Ich darf nie wieder etwas Arrogantes sagen.“ Aber es nützt nichts, sich zu schwören, nie wieder den Mund aufzumachen, denn das liegt nicht an dir, sondern an deiner Disposition. Wenn du also nicht willst, dass sich deine arrogante Disposition zeigt, musst du sie berichtigen. Dabei geht es nicht darum, ein paar Worte oder die Art und Weise, auf die du Dinge erledigst, zu korrigieren, und schon gar nicht darum, sich an irgendeine Regel zu halten. Es geht darum, das Problem deiner Disposition zu beseitigen. Nachdem ich jetzt über das Thema gesprochen habe, was genau eine Disposition ist, habt ihr nun nicht ein tieferes und eindringlicheres Verständnis von euch selbst? (Ja.) Selbsterkenntnis bedeutet nicht, sich über seinen nach Außen gewandten Charakter, sein Temperament, seine schlechten Angewohnheiten oder über Dummheiten und törichte Handlungen in der eigenen Vergangenheit bewusst zu sein. Vielmehr geht es darum, die eigene verdorbene Disposition zu kennen und das Übel, das man im Widerstand gegen Gott zu begehen vermag. Das ist entscheidend. Manche Leute sagen: „Ich bin extrem jähzornig und kann nichts dagegen tun. Wann kann ich diese Disposition ändern?“ Andere sagen: „Ich kann mich nur sehr schlecht ausdrücken, ich bin ein schrecklicher Redner. Alles, was ich sage, führt dazu, dass ich andere Menschen kränke oder ihre Gefühle verletze. Wann wird sich das ändern?“ Sind ihre Aussagen korrekt? (Nein.) Wo liegt ihr Fehler? (Das ist es nicht, was es bedeutet, die Dinge zu erkennen, die in der eigenen Natur liegen.) Das stimmt. Charakter bestimmt nicht die Natur. Es spielt keine Rolle, ob jemand einen noch so guten Charakter hat, er kann trotzdem noch eine verdorbene Disposition besitzen.“

Ich habe gerade über zwei Aspekte der Disposition gesprochen. Der erste war Unnachgiebigkeit, der zweite Arroganz. Über Arroganz brauchen wir keine großen Worte zu verlieren. Jeder Mensch legt viel arrogantes Verhalten an den Tag, und ihr müsst lediglich wissen, dass Arroganz ein Aspekt der Disposition ist. Aber es gibt da auch noch eine andere Art der Disposition. Manche Menschen sagen niemandem die Wahrheit. Bevor sie mit anderen reden, gehen sie in ihrem Kopf alles durch und feilen an ihren Worten. Du kannst nicht erkennen, was von dem, was sie sagen, wahr und was falsch ist. Heute sagen sie dies und morgen das, sie sagen eine Sache zu einer Person und etwas anderes zu einer anderen. Sie geben nur widersprüchliche Dinge von sich. Wie kann man solchen Leuten etwas glauben? Es ist sehr schwierig, den tatsächlichen Sachverhalt herauszufinden, und du kannst ihnen kein ehrliches Wort aus der Nase ziehen. Was für eine Disposition ist das? Das ist Verlogenheit. Ist eine verlogene Disposition einfach zu ändern? Diese Disposition ist am schwierigsten von allen zu ändern. Alles, was mit Dispositionen zu tun hat, bezieht sich auf die Natur eines Menschen, und nichts ist schwerer zu ändern, als Dinge, die die eigene Natur betreffen. Das Sprichwort „Ein Leopard kann seine Flecken nicht ändern“ ist absolut wahr! Ganz gleich, worüber sie reden oder was sie tun, verlogene Menschen haben immer ihre eigenen Ziele und Absichten. Haben sie diese nicht, sagen sie auch nichts. Wenn du versucht, mehr über ihre Ziele und Absichten zu erfahren, verstummen sie. Sollte ihnen aus Versehen doch etwas Wahres herausrutschen, werden sie ihr Möglichstes tun, um ihre Worte zu verdrehen, um dich zu verwirren und zu verhindern, dass du die Wahrheit herausfindest. Was auch immer verlogene Menschen tun, sie werden niemandem die ganze Wahrheit darüber verraten. Egal wieviel Zeit man mit ihnen verbringt, niemand weiß, was wirklich in ihren Köpfen vorgeht. Das ist die Natur von verlogenen Menschen. Ganz gleich, wie viel ein verlogener Mensch auch sagt, andere Menschen werden nie ihre Absichten kennen oder wissen, was sie wirklich denken oder genau erreichen wollen. Selbst ihren Eltern fällt es schwer, das zu erkennen. Verlogene Menschen zu verstehen ist extrem schwierig, niemand kann verstehen, was sie denken. Verlogene Menschen reden und verhalten sich wie folgt: Sie sagen nie, was sie denken oder was wirklich vor sich geht. Ist das nicht eine Art von Disposition? Wenn du eine verlogene Disposition hat, spielt es keine Rolle, was du tust oder sagst – diese Disposition ist stets in dir, beherrscht dich, lässt dich Spielchen spielen und Listen anwenden, Menschen manipulieren, die Wahrheit vertuschen und eine Fassade aufbauen. Das ist Verlogenheit. Was für spezifische Verhaltensweisen legen verlogene Menschen an den Tag? Hier ist ein Beispiel: Zwei Menschen unterhalten sich, und einer von ihnen spricht über Selbsterkenntnis; diese Person redet ohne Pause darüber, wie sie sich verbessert hat, und versucht, die andere Person davon zu überzeugen, doch sie erzählen ihr nicht den tatsächlichen Sachverhalt. Auf diese Weise wird hier etwas verheimlicht, und das deutet auf eine bestimmte Disposition hin – auf die Disposition der Verlogenheit. Lasst uns schauen, ob ihr sie erkennen könnt. Diese Person sagt: „Ich habe in letzter Zeit einige Dinge erlebt, und ich habe das Gefühl, dass mein Glaube an Gott in all den Jahren vergebens war. Ich bin so schlecht und erbärmlich! Mein Verhalten war zuletzt nicht besonders gut, aber ich bin bereit, Buße zu tun.“ Doch während diese Person das sagt, ist in ihnen kein Ausdruck von Buße zu finden. Wo liegt hier das Problem? Das Problem ist, dass diese Person lügt und andere hinters Licht führt. Wenn andere Menschen sie solche Dinge sagen hören, denken sie: „Diese Person hat früher nicht nach der Wahrheit gestrebt, doch die Tatsache, dass sie nun solche Dinge sagen kann, zeigt, dass sie wirklich Buße getan hat. Daran gibt es keinen Zweifel. Wir dürfen sie nicht mehr wie vorher betrachten, sondern müssen sie in einem neuen, einem besseren Licht sehen.“ Diese Dinge gehen den Menschen durch den Kopf, nachdem sie solche Worte gehört haben. Doch befindet sich diese Person wirklich in dem von ihr behaupteten Zustand? In Wirklichkeit tut sie das nicht. Sie hat nicht wirklich Buße getan, doch ihre Worte erwecken den Eindruck, als hätte sie das, als hätte sie sich zum Guten gewendet und sich im Gegensatz zu vorher verändert. Genau das will sie mit ihren Worten erreichen. Welche Disposition offenbart sie, wenn sie auf diese Weise versucht, mit ihren Worten andere zu täuschen? Das ist Verlogenheit – und wirklich heimtückisch. Tatsächlich sind sich solche Menschen nicht im Geringsten bewusst, dass sie in ihrem Glauben an Gott versagt haben, dass sie schlecht und erbärmlich sind. Sie bedienen sich geistlichen Worten und Phrasen, um die Menschen zu täuschen und ihr Ziel zu erreichen, dass andere gut von ihnen denken und eine gute Meinung von ihnen haben. Ist das nicht Verlogenheit? Das ist es, und wenn jemand zu verlogen ist, ist es für ihn nicht leicht, sich zu ändern.

Es gibt noch eine andere Art von Mensch, die nie auf schlichte Weise oder offen reden. Ständig verstecken und verheimlichen sie Dinge, sammeln bei jeder Gelegenheit Informationen über andere Menschen und loten sie aus. Sie wollen immer die ganze Wahrheit über andere Leute erfahren, sprechen aber selbst nicht aus, was in ihrem Herzen liegt. Niemand, der mit ihnen zu tun hat, kann auch nur darauf hoffen, die ganze Wahrheit von ihnen zu erfahren. Solche Menschen wollen nicht, dass andere von ihrem Plänen wissen, und sie teilen diese niemandem mit. Was ist das für eine Disposition? Es ist eine verlogene Disposition. Solche Menschen sind äußerst gerissen und können von niemandem durchschaut werden. Wenn jemand eine verlogene Disposition besitzt, ist er zweifellos ein verlogener Mensch und in seinem Wesen und in seiner Natur verlogen. Streben solche Menschen in ihrem Glauben an Gott nach der Wahrheit? Wenn sie vor anderen Leuten nicht die Wahrheit sagen, können sie das dann vor Gott tun? Mit Sicherheit nicht. Ein verlogener Mensch sagt nie die Wahrheit. Sie mögen an Gott glauben, aber ist ihr Glaube echt? Was für eine Einstellung haben sie zu Gott? Sie werden sicherlich eine Menge Zweifel in ihrem Herzen tragen: „Wo ist Gott? Ich kann Ihn nicht sehen. Welche Beweise gibt es dafür, dass Er echt ist?“ „Gott herrscht über alles? Wirklich? Satans Regime unterdrückt und verhaftet wie wild all jene, die an Gott glauben. Warum zerstört Gott es nicht?“ „Wie genau rettet Gott die Menschen? Ist Seine Rettung echt? Das ist nicht wirklich klar.“ „Kann jemand, der an Gott glaubt, nun in das Königreich des Himmels eintreten oder nicht? Ohne eine Bestätigung ist das schwer zu sagen.“ Können sie sich mit so vielen Zweifeln über Gott aufrichtig für ihn aufwenden? Das ist nicht möglich. Sie sehen all diese Menschen, die alles aufgegeben haben, um Gott zu folgen, die sich für Gott aufwenden und ihre Pflichten erfüllen, und sie denken: „Ich muss etwas zurückbehalten. Ich darf nicht so töricht wie sie sein. Wenn ich alles für Gott aufopfere, wie werde ich dann in Zukunft leben können? Wer wird sich um mich kümmern? Ich brauche einen Plan B.“ Du kannst sehen, wie „clever“ verlogene Menschen sind, wie weit sie vorausdenken. Wenn gewisse Menschen sehen, wie andere bei Versammlungen offen und ehrlich über ihre Kenntnis ihrer Verdorbenheit reden, die Dinge, die in ihren Herzen verborgen liegen, in gemeinschaftlichem Austausch preisgeben und ehrlich zugeben, wie oft sie Unzucht getrieben haben, denken sie: „Du Dummkopf! Das sind persönliche Angelegenheiten. Warum würdest du so etwas anderen sagen? Selbst mit Prügel könnte man solche Dinge nicht aus mir herausbekommen!“ Genau so denken verlogene Menschen – sie würden eher sterben, als ehrlich zu sein, und sie erzählen niemandem die ganze Wahrheit. Manche Menschen sagen: „Ich habe Verfehlungen begangen und ein paar schlimme Dinge getan, und es ist mir ein bisschen peinlich, vor anderen Leuten darüber zu sprechen. Das sind immerhin persönliche Dinge, und sie sind beschämend. Doch ich kann sie nicht vor Gott verstecken oder verheimlichen. Ich sollte Gott von diesen Dingen erzählen, offen und unverhüllt. Ich würde mich nicht trauen, anderen Leuten von meinen Gedanken oder persönlichen Angelegenheiten zu erzählen, doch Gott muss ich diese Dinge sagen. Vor wem ich auch sonst Dinge verheimliche, vor Gott darf ich keine Geheimnisse haben.“ Das ist die Einstellung, die ein ehrlicher Mensch gegenüber Gott einnimmt. Doch verlogene Menschen sind vor jedem auf der Hut, sie vertrauen niemandem und sind niemandem gegenüber ehrlich. Sie erzählen niemandem die ganze Wahrheit, und niemand wird aus ihnen schlau. Das sind die verlogensten Menschen von allen. Jeder Mensch hat eine verlogene Disposition; der einzige Unterschied besteht darin, wie ausgeprägt sie ist. Auch wenn du dein Herz öffnest und in Versammlungen über deine Probleme Gemeinschaft hältst, bedeutet das, dass du keine verlogene Disposition hast? Nein, das heißt es nicht, auch du hast eine. Warum sage ich das? Hier ist ein Beispiel: Du magst in der Lage sein, in gemeinschaftlichem Austausch offen über Dinge zu reden, die deinen Stolz oder deine Eitelkeit nicht verletzen, Dinge, die nicht beschämend sind, und Dinge, wegen denen man dich nicht zurechtstutzen und sich mit dir befassen wird – doch wenn du etwas getan hättest, dass gegen die Grundsätze der Wahrheit verstößt, etwas, das jeder verabscheuen und über das sich jeder empören würde, wärst du dann in der Lage, in Versammlungen offen darüber Gemeinschaft zu halten? Und wenn du etwas Unaussprechliches getan hättest, wäre es nur noch schwerer, dich zu öffnen und die Wahrheit darüber zu enthüllen. Würde sich jemand die Sache genauer anschauen und versuchen, jemandem die Schuld dafür zuzuweisen, würdest du jedes dir zur Verfügung stehende Mittel einsetzen, um es zu verbergen, und du hättest panische Angst davor, dass die Sache ans Licht kommen würde. Du würdest ständig versuchen, es zu vertuschen und damit durchzukommen. Ist das nicht eine verlogene Disposition? Vielleicht glaubst du, solange du es nicht aussprichst, wird niemand davon erfahren, und selbst Gott könne dir nichts anhaben. Das ist falsch! Gott blickt ins Innerste der Menschen. Wenn du das nicht erkennen kannst, dann verstehst du Gott nicht im Geringsten. Verlogene Menschen führen nicht nur andere hinters Licht – sie wagen es sogar zu versuchen, Gott zu täuschen und sich Ihm mit betrügerischen Mitteln zu widersetzen. Können solche Menschen Gottes Rettung erlangen? Gottes Disposition ist heilig und gerecht, und nichts verabscheut Er mehr als verlogene Menschen. Verlogene Menschen haben es also am schwersten, Errettung zu erlangen. Menschen mit einer verlogenen Disposition sind die Menschen, die am meisten lügen. Sie belügen sogar Gott und versuchen, Ihn zu täuschen, und sie weigern sich stur, Buße zu tun. Das bedeutet, dass sie Gottes Rettung nicht erlangen können. Wenn Menschen nur hin und wieder eine verdorbene Disposition an den Tag legen, wenn sie lügen und andere täuschen, aber schlicht und offen Gott gegenüber sind und vor Ihm Buße tun, dann haben solche Menschen noch Hoffnung, Rettung zu erlangen. Wenn du wirklich ein Mensch mit Vernunft bist, solltest du dich Gott gegenüber öffnen, mit Ihm von Herzen sprechen und über dich nachdenken und dich selbst kennen. Du solltest Gott nicht mehr anlügen, du solltest niemals versuchen, Gott zu täuschen, geschweige denn, etwas vor Ihm zu verheimlichen. Fakt ist, dass es gewisse Dinge gibt, über die andere Menschen nicht Bescheid wissen müssen. Solange du mit Gott offen über diese Dinge sprichst, ist das in Ordnung. Egal, was du tust, du solltest keine Geheimnisse vor Gott haben. Du kannst Gott all die Dinge sagen, bei denen es nicht angebracht wäre, sie anderen Menschen zu erzählen. Jemand, der sich so verhält, ist ein kluger Mensch. Auch wenn es gewisse Dinge gibt, über die er sich anderen gegenüber nicht öffnen möchte, sollte man das nicht als Verlogenheit bezeichnen. Verlogene Menschen verhalten sich anders: Sie glauben, dass sie alles verheimlichen sollten und dass sie anderen überhaupt nichts erzählen können, ganz besonders, wenn es um persönliche Angelegenheiten geht. Wenn sie keinen Nutzen daraus ziehen können, bleiben sie still, sie sagen nichts, nicht einmal zu Gott. Ist das nicht eine verlogene Disposition? So ein Mensch ist in der Tat verlogen! Wenn jemand so verlogen ist, dass sie Gott nicht die Wahrheit sagen und alles vor Gott verheimlichen, ist das dann überhaupt jemand, der an Gott glaubt? Hat so jemand wahren Glauben an Gott? So jemand ist ein Mensch, der an Gott zweifelt, und in seinem Herzen glaubt er nicht an Ihn. Ist sein Glaube dann nicht falsch? Er ist ein Ungläubiger, ein falscher Gläubiger. Gibt es Zeiten, in denen ihr an Gott zweifelt und vor Ihm auf der Hut seid? (Ja.) Was für eine Disposition ist das, an Gott zu zweifeln und vor Ihm auf der Hut zu sein? Das ist eine verlogene Disposition. Jeder Mensch besitzt eine verlogene Disposition, es kommt nur auf die Schwere an. Solange man die Wahrheit akzeptieren kann, wird man in der Lage sein, Buße zu tun und sich zu ändern.

Es gibt Menschen, die eine verdorbene Disposition offenbaren, wenn ihnen etwas widerfährt, sie haben Auffassungen und Vorstellungen, sind anderen Leuten gegenüber voreingenommen und kritisieren und untergraben sie hinter deren Rücken. Sie sind in der Lage, über sich selbst nachzudenken und in diesen Dingen vollkommen offen zu sein, doch wenn sie bestimmte schändliche Dinge tun, wollen sie diese für sich behalten und sie auf immer in ihren Herzen wegsperren. Sie weigern sich nicht nur, mit anderen über diese Dinge zu sprechen, sondern erzählen auch Gott nichts davon, wenn sie beten. Sie versuchen sogar, sich alle möglichen Unwahrheiten auszudenken, um diese Dinge zu vertuschen und zu verbergen. Das ist eine verlogene Disposition. Wenn du solche Gedanken hast, wenn du in einem solchen Zustand lebst, solltest du über dich selbst nachdenken und dir darüber klar werden, dass du keine ehrliche Person bist, dass nichts von dem, was Gott einer ehrlichen Person zuschreibt, in dir zum Ausdruck kommt und dass du wirklich und wahrhaftig ein verlogener Mensch ist – und daran ändert sich auch nichts, wenn du dumm, einfältig und von schlechtem Kaliber bist. Das heißt es, sich selbst zu kennen. Das Mindeste, was du bei deiner Selbsterkenntnis erreichen solltest, ist es, in der Lage zu sein, die offensichtliche Verdorbenheit, die du offenbarst, zu erkennen und zu verstehen, und in der Lage zu sein, die Wahrheit zu suchen, um deine Verdorbenheit zu beseitigen. Wenn du deine eigene verlogene Disposition wirklich erkannt hast, solltest du oft zu Gott beten, über dich selbst nachdenken, deine verlogene Disposition erkennen und analysieren und ihr Wesen verstehen; dann gibt es für dich Hoffnung, deiner Disposition der Verlogenheit zu entkommen. Manche Menschen können den Unterschied zwischen verlogenen und ehrlichen Menschen nicht klar erkennen – was bedeutet, dass sie von schlechtem Kaliber sind. Manche Menschen bringen ihr schlechtes Kaliber, ihr törichtes Verhalten, ihre Ignoranz, ihre mangelnde Wortgewandtheit, ihre Unbeholfenheit und ihre Anfälligkeit, hinters Licht geführt zu werden, als Beweis ihrer Ehrlichkeit an. Ständig erzählen sie anderen: „Ich bin zu ehrlich, weswegen ich oft am schlechtesten wegkomme, ich weiß nicht, wie man andere Leute ausnutzt – aber Gott mag mich, weil ich ein ehrlicher Mensch bin.“ Sind diese Worte korrekt? Solche Worte sind lächerlich, ihr Zweck ist es, die Menschen zu täuschen, sie sind unverschämt und schamlos. Wie können Menschen, die töricht und dumm sind, ehrlich sein? Das sind zwei verschiedene Dinge. Die Dummheiten, die du begangen hast, als Ehrlichkeit zu betrachten, ist ein großer Fehler. Jeder kann sehen, dass auch Narren dazu neigen, arrogant und eingebildet zu sein, viel von sich selbst zu halten. Ganz gleich, wie ignorant die Menschen sind und wie schlecht ihr Kaliber ist, sie können trotzdem noch andere belügen und täuschen. Sind das alles keine Tatsachen? Ist es wirklich so, dass Narren und Menschen von schlechtem Kaliber nie etwas Böses tun? Haben sie wirklich keine verdorbenen Dispositionen? Die haben sie ganz sicher. Manche Menschen behaupten auch, sie seien ehrlich, und offenbaren anderen ihre Lügen, doch sie wagen es nicht, offen über die schändlichen Dinge, die sie tun, zu reden. Wenn sich die Kirche mit ihren Problemen befasst, können sie das nicht akzeptieren und weigern sich absolut, sich zu unterwerfen. Stattdessen ziehen sie es vor, hinter den Kulissen herumzustochern und behebe die Wahrheit herauszufinden. Diese Art von verlogenen Menschen nimmt die Wahrheit überhaupt nicht an und fügen sich in keiner Weise, doch halten sich selbst trotzdem für ehrlich. Ist das nicht absolut schamlos von ihnen? Das ist pure Dummheit! Solche Menschen sind absolut nicht ehrlich und auch nicht arglos. Dumme Menschen sind dumme Menschen; Narren sind Narren. Nur arglose Menschen, die nicht verlogen sind, sind ehrlich.

Wie kann man verlogene Menschen erkennen? Was sind die Verhaltensmuster von verlogenen Menschen? Es spielt keine Rolle, mit wem sie Umgang pflegen oder sich zu tun haben, wenn jemand versucht, herauszufinden, was wirklich in ihnen vorgeht, lassen sie das nicht zu; sie sind anderen gegenüber immer misstrauisch, machen immer Dinge hinter dem Rücken der Menschen und sagen nie, was sie wirklich denken. Vielleicht reden sie manchmal ein bisschen darüber, sich selbst zu kennen, doch die entscheidenden Punkte oder Schlüsselworte erwähnen sie dabei nicht, und sie haben schreckliche Angst davor, dass ihnen etwas herausrutschen könnte. Wegen ihrer Angst, dass andere ihre Schwächen erkennen könnten, sind sie für diese Dinge sehr hellhörig. Das ist eine Art von verlogener Disposition. Manche Menschen bauen auch gezielt eine Fassade auf, um andere denken zu lassen, sie seien arglos, könnten Schmerz ertragen, ohne sich zu beschweren, oder seien geistlich und würden nach der Wahrheit streben und sie lieben. Es ist offensichtlich, dass sie keine solchen Menschen sind, aber sie beharren darauf, anderen das vorzuspielen. Das ist auch eine verlogene Disposition. Hinter allem, was verlogene Menschen sagen und tun, steckt eine bestimmte Absicht. Wenn sie keine Absicht verfolgen würden, würden sie weder etwas sagen noch handeln. Eine Disposition in ihrem Inneren bringt sie dazu, dies zu tun, und das ist die Disposition der Verlogenheit. Wenn Menschen eine verlogene Disposition haben, ist es leicht, das zu ändern? Wie sehr habt ihr euch geändert? Habt ihr den Pfad des Strebens nach Ehrlichkeit betreten? (Ja, das ist die Richtung, auf die wir hinarbeiten.) Wie viele Schritte seid habt ihr genommen? Oder steckt ihr immer noch in der Stufe fest, in der ihr es tun wollt? (Es ist immer noch etwas, das wir tun wollen. Manchmal erkennen wir erst, nachdem wir etwas getan haben, dass unser Handeln eine Täuschung beinhaltete, dass wir versucht haben, den Leuten einen falschen Eindruck zu vermitteln; erst dann erkennen wir, dass wir verlogen waren.) Ihr habt erkannt, dass ihr Verlogenheit gezeigt habt – doch wart ihr auch in der Lage, das als eine Art von verdorbener Disposition zu erkennen? Und woher genau kommen diese verlogenen Dinge? (Von unserer Natur.) Das stimmt, von eurer Natur. Und behindern euch diese verdorbenen Dinge? Es ist schwer, von ihnen loszukommen, sich mit ihnen zu befassen und ihnen zu entfliehen – schwer und auch sehr lästig. Was macht sie lästig? Was an ihnen verursacht euch Schmerzen? (Wir wollen uns ändern, doch wenn wir es nicht schaffen, leiden wir sehr darunter.) Das ist ein Aspekt, aber als lästig zählt er nicht. Wenn eine Person von einer verlogenen Disposition beherrscht wird, kann sie immer und überall andere belügen und betrügen, und egal, was ihr widerfährt, sie wird darüber nachdenken, wie sie andere belügen kann, um sie zu betrügen und zu täuschen. Selbst wenn sie sich beherrschen will, schafft sie das nicht, sie tut das ganz unbewusst. Da liegt das Problem. Das ist ein Problem der Disposition. Auf wie viele Arten kann sich eine verlogene Disposition offenbaren? Durch Auskundschaften, Täuschung und Vorsicht, aber auch durch Misstrauen, Vorspiegelung und Lüge. Die Disposition, die sich in solchen Verhaltensweisen zeigt, ist Verlogenheit. Nachdem Ich nun über diese Themen Gemeinschaft gehalten habe, habt ihr ein besseres Verständnis der verlogenen Disposition? Gibt es unter euch noch jemanden, der behauptet: „Ich habe keine verlogene Disposition, ich bin kein verlogener Mensch, ich komme einem ehrlichen Menschen nahe“? (Nein.) Es gibt viele Menschen, die nicht ganz verstehen, was genau ein ehrlicher Mensch ist. Manche sagen, dass diejenigen ehrliche Menschen sind, die arglos und direkt sind, die überall schikaniert und ausgegrenzt werden oder einfältig sind und anderen immer einen halben Schritt hinterherhinken, wenn sie etwas sagen oder tun. Auch manch ein Narr und Unwissender, der so viele Dummheiten begeht, dass andere auf ihn herabschauen, beschreibt sich selbst als einen ehrlichen Menschen. Und all die ungebildeten Menschen aus den unteren Schichten der Gesellschaft, die sich für minderwertig halten, behaupten auch, dass sie ehrliche Menschen seien. Worin liegt ihr Fehler? Sie wissen nicht, was ein ehrlicher Mensch ist. Was ist die Ursache für ihren Irrtum? Der Hauptgrund ist, dass sie die Wahrheit nicht verstehen. Sie glauben, dass die „ehrlichen Menschen“, von denen Gott spricht, Narren und Dummköpfe sind, ungebildete, einfältige und nicht wortgewandte Menschen, die schikaniert und unterdrückt werden und leicht zu täuschen und zu betrügen sind. Das legt nahe, dass die Zielpersonen von Gottes Rettung die hirnlosen Menschen in der untersten Schicht der Gesellschaft sind, die oft von anderen schlecht behandelt werden. Wen wird Gott retten, wenn nicht diese niederen, verarmten Menschen? Das ist es doch, was sie glauben, nicht wahr? Sind das wirklich die Menschen, die Gott rettet? Das ist eine irrtümliche Interpretation von Gottes Willen. Gott rettet die Menschen, die die Wahrheit lieben, die von gutem Kaliber sind und ein gutes Verständnis der Dinge haben. Das sind alles Menschen, die über ein Gewissen und Vernunft verfügen, die in der Lage sind, Gottes Auftrag an sie zu erledigen und ihre Pflicht gut zu erfüllen. Es sind Menschen, die die Wahrheit akzeptieren und sich von ihren verdorbenen Dispositionen befreien können, und es sind Menschen, die Gott aufrichtig lieben, Gott gehorchen und Gott verehren. Obwohl die meisten dieser Menschen aus den untersten Gesellschaftsschichten stammen, aus Arbeiter- und Bauernfamilien, sind sie definitiv nicht wirr im Kopf, einfältig oder Taugenichtse. Im Gegenteil, es sind kluge Menschen, die in der Lage sind, die Wahrheit zu akzeptieren, zu praktizieren und sich ihr zu unterwerfen. Das sind alles gerechte Menschen, die weltlichen Ruhm und Reichtum aufgeben würden, um Gott zu folgen und die Wahrheit zu erlangen – sie sind die weisesten Menschen von allen. Das sind alles ehrliche Menschen, die aufrichtig an Gott glauben und sich wirklich für Ihn aufwenden. Sie können Gottes Gunst und Segnungen erhalten, und sie können zu Seinem Volk und zu den Säulen Seines Tempels vervollkommnet werden. Sie sind Menschen aus Gold, Silber und Juwelen. Es sind die verwirrten, törichten und absurden Menschen, die Taugenichtse, die verstoßen werden. Welche Ansicht haben die Nichtgläubigen und die absurden Menschen von Gottes Werk und seinem Führungsplan? Sie halten sie für eine Müllhalde, nicht wahr? Diese Menschen sind nicht nur von schlechtem Kaliber, ihr Verhalten ist auch absurd. Ganz gleich, wie viele Worte Gottes sie lesen, sie können die Wahrheit nicht verstehen, und ganz gleich, wie viele Predigten sie hören, sie können nicht in die Wirklichkeit eintreten – wenn sie so töricht sind, können sie dann trotzdem noch gerettet werden? Könnte Gott solche Menschen wollen? Es spielt keine Rolle, wie viele Jahre sie schon gläubig sind, sie verstehen immer noch keine Wahrheiten und reden immer noch Unsinn, und doch halten sie sich selbst für ehrlich – haben sie denn keine Scham? Solche Menschen verstehen die Wahrheit nicht. Ständig legen sie Gottes Willen falsch aus, und doch hören sie nicht auf, sich über ihre Fehlinterpretationen auszulassen, predigen sie als Wahrheit und sagen den Menschen: „Es ist eine gute Sache, ein bisschen schikaniert zu werden, die Menschen sollten hin und wieder verlieren, und sie sollten ein bisschen töricht sein – das sind alles Zielpersonen von Gottes Rettung, und sie sind die Menschen, die Gott retten wird.“ Wer solche Dinge sagt, ist abscheulich; es erniedrigt Gott zutiefst! Das ist so ekelhaft! Die Säulen von Gottes Königreich und die Überwinder, die Gott rettet, sind alles Menschen, die die Wahrheit verstehen und weise sind. Das sind die Menschen, die am himmlischen Königreich teilhaben werden. All jene, die töricht und unwissend, schamlos und ohne Vernunft sind, die keinen Funken der Wahrheit verstehen, die Einfaltspinsel und Narren sind – sind sie nicht alle Taugenichtse? Die ehrlichen Menschen, von denen Gott spricht, sind diejenigen, die wenn sie die Wahrheit verstanden haben, sie in die Praxis umsetzen, die weise und klug sind, die sich auf schlichte Weise Gott gegenüber öffnen und die sich gemäß den Grundsätzen verhalten und Gott absolut gehorchen. Diese Menschen haben alle ein gottesfürchtiges Herz, sie konzentrieren sich darauf, alles im Einklang mit den Grundsätzen zu erledigen und sie alle streben nach absolutem Gehorsam gegenüber Gott und lieben Gott in ihrem Herzen. Nur sie sind wirklich ehrliche Menschen. Wenn jemand nicht weiß, was es bedeutet, ehrlich zu sein, wenn er nicht erkennen kann, dass das Wesen ehrlicher Menschen darin besteht, Gott absolut zu gehorchen, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden, oder dass ehrliche Menschen ehrlich sind, weil sie die Wahrheit lieben, weil sie Gott lieben und weil sie die Wahrheit praktizieren – dann ist so jemand wirklich töricht und hat weder Einsicht noch jegliches Urteilsvermögen. Ehrliche Menschen sind absolut nicht die arglosen, verwirrten, unwissenden und törichten Individuen, die die Leute sich vorstellen; sie sind Menschen mit normaler Menschlichkeit, die ein Gewissen und Vernunft besitzen. Was ehrliche Menschen so klug macht, ist, dass sie auf Gottes Worte hören und ehrlich sein können, und deshalb sind sie von Gott gesegnet.

Nichts ist von größerer Bedeutung als Gottes Forderung an die Menschen, dass sie ehrlich sind – Er verlangt, dass die Menschen vor Ihm leben, Seinen prüfenden Blick annehmen und in Seinem Licht leben. Nur ehrliche Menschen sind wahre Mitglieder der menschlichen Rasse. Leute, die nicht ehrlich sind, sind Bestien, Tiere, die in menschlicher Kleidung herumlaufen, und keine menschlichen Wesen. Um ein ehrlicher Mensch zu sein, musst du dich gemäß Gottes Anforderungen verhalten; du musst gerichtet und geläutert werden, und man muss dich zurechtstutzen und sich mit dir befassen. Erst wenn deine verdorbene Disposition gereinigt wurde und du in der Lage bist, die Wahrheit zu praktizieren und laut Gottes Worten zu leben, wirst du ein ehrlicher Mensch sein. Leute, die ignorant, töricht und arglos sind, sind definitiv keine ehrlichen Menschen. Indem Gott fordert, dass Menschen ehrlich sein müssen, verlangt Gott von ihnen, dass sie eine normale Menschlichkeit besitzen, ihre Verlogenheit und ihre Masken ablegen, andere nicht belügen oder betrügen, ihre Pflicht treu erfüllen und in der Lage sind, Ihn wirklich zu lieben und Ihm wirklich zu gehorchen. Nur diese Menschen sind das Volk von Gottes Königreich. Gott verlangt, dass die Menschen gute Soldaten Christi sind. Was genau macht gute Soldaten Christi aus? Sie müssen über die Wirklichkeit der Wahrheit verfügen und mit Herz und Geist eins mit Christus sein. Sie müssen überall und jederzeit in der Lage sein, Gott zu verherrlichen und zu bezeugen, und müssen die Wahrheit nutzen können, um mit Satan Krieg zu führen. Sie müssen in allen Dingen auf Gottes Seite stehen, Zeugnis ablegen und die Wirklichkeit der Wahrheit ausleben. Sie müssen Satan demütigen und wunderbare Triumphe für Gott erringen können. Das bedeutet es, ein guter Soldat Christi zu sein. Die guten Soldaten Christi sind Überwinder, sie sind es, die Satan überwinden. Indem Er von den Menschen fordert, ehrlich und nicht verlogen zu sein, verlangt Gott nicht von ihnen, dass sie Narren sind, sondern dass sie sich ihrer verlogenen Dispositionen entledigen, es schaffen, Ihm zu gehorchen, und Ihm Ehre erweisen. Genau das kann man erreichen, wenn man die Wahrheit praktiziert. Dabei geht es nicht darum, sein Verhalten zu ändern oder mehr oder weniger zu reden, noch um die Art und Weise, wie man handelt. Vielmehr geht es um die Absicht, die hinter den eigenen Worten und Taten, Gedanken und Vorstellungen und Ambitionen und Wünschen steht. Alles, was zu Manifestationen von verdorbener Disposition und fehlerhaftem Verhalten gehört, muss an der Wurzel bekämpft und geändert werden, sodass es mit der Wahrheit übereinstimmt. Um eine Veränderung der Disposition zu erreichen, muss man in der Lage sein, das Wesen von Satans Disposition zu erkennen. Wenn du das Wesen einer verlogenen Disposition erkennen kannst, dann ist das Satans Disposition und das Gesicht des Teufels. Wenn du Satan hassen und dem Teufel den Rücken kehren kannst, wird es dir ein Leichtes sein, deine verdorbene Disposition abzulegen. Wenn du nicht weißt, dass in dir ein verlogener Zustand existiert, wenn du die Äußerungen einer verlogenen Disposition nicht erkennst, dann wirst du nicht wissen, wie du die Wahrheit suchen musst, um diese zu beseitigen, und es wird dir schwer fallen, deine verlogene Disposition zu ändern. Zuerst musst du erkennen, was für Dinge aus deinem Inneren nach außen treten, und welchen Aspekt einer verdorbenen Disposition sie darstellen. Wenn die Dinge, die du offenbarst, von einer verlogenen Disposition herrühren, wirst du diese in deinem Herzen verabscheuen? Und wenn ja, wie solltest du dich ändern? Du musst dich mit deinen Beweggründen befassen und deine Ansichten korrigieren. Zuerst musst du in dieser Sache die Wahrheit suchen, um deine Probleme zu lösen, danach streben, Gottes Forderungen zu erfüllen und Ihn zufriedenzustellen, und zu jemandem werden, der weder Gott noch andere Menschen zu betrügen versucht, selbst jene, die ein bisschen töricht oder unwissend sind. Jemanden betrügen zu wollen, der töricht oder unwissend ist, ist sehr unmoralisch – es macht dich zu einem Teufel. Um ein ehrlicher Mensch zu sein, darfst du niemanden betrügen oder belügen. Den Teufeln und Satan gegenüber musst du allerdings mit deinen Worten vorsichtig sein; bist du das nicht, besteht die Gefahr, dass du von ihnen zum Narren gehalten wirst und Schande über Gott bringst. Nur wenn du vorsichtig mit deinen Worten bist und die Wahrheit praktizierst, wirst du Satan überwinden und beschämen können. Menschen, die unwissend, töricht und stur sind, werden nie in der Lage sein, die Wahrheit zu verstehen; ihnen bleibt nur das Los, von Satan getäuscht und manipuliert und von ihm mit Füßen getreten zu werden, bis er sie letztendlich verschlingt.

Lasst uns nun über die vierte Art der Disposition sprechen. Bei Versammlungen können manche Menschen ein wenig über ihre eigenen Zustände Gemeinschaft halten, doch wenn es um das Wesen von Problemen geht, um ihre persönlichen Beweggründe und Vorstellungen, werden sie ausweichend. Wenn man sie dafür bloßstellt, Beweggründe und Absichten zu haben, scheinen sie es zu bejahen und zuzugeben. Doch wenn man versucht, etwas Tiefergehendes bloßzustellen oder zu analysieren, können sie es nicht ertragen, stehen auf und gehen. Warum verschwinden sie genau im entscheidenden Moment? (Sie nehmen die Wahrheit nicht an und sind nicht bereit, sich ihren eigenen Problemen zu stellen.) Das ist ein Problem der Disposition. Wenn sie nicht willens sind, die Wahrheit zu akzeptieren, um so die Probleme in sich zu lösen, bedeutet das nicht, dass sie der Wahrheit überdrüssig sind? Welche Art von Predigten wollen manche Leiter und Gemeindearbeiter am wenigsten hören? (Predigten darüber, wie man Antichristen und falsche Leiter erkennt.) Korrekt. Sie denken: „Dieses ganze Gerede darüber, Antichristen und falsche Leiter zu erkennen, und über Pharisäer – warum redet ihr so viel darüber? Ihr bereitet mir Stress.“ Wenn sie hören, dass über das Erkennen von falschen Leitern und Gemeindearbeiter gesprochen werden wird, nutzen sie jede mögliche Ausrede, um zu gehen. Was ist hier mit „gehen“ gemeint? Damit ist gemeint, dass sie sich wegschleichen, sich verstecken. Warum versuchen sie, sich zu verstecken? Wenn andere Menschen Fakten nennen, solltest du zuhören: Zuhören ist für dich von Nutzen. Notiere dir Dinge, die dir hart erscheinen oder die du nur schwer akzeptieren kannst. Dann solltest du oft über diese Dinge nachdenken, sie langsam verinnerlichen und dich langsam ändern. Warum also verstecken? Solche Menschen glauben, diese Worte der Kritik seien zu hart und es sei nicht leicht, sie sich anzuhören, und so entwickeln sie Widerstand und Feindseligkeit. Sie sagen sich: „Ich bin doch kein Antichrist oder ein falscher Leiter – warum reden sie ständig über mich? Warum reden sie nicht über andere Leute? Redet darüber, wie man böse Menschen erkennt, und nicht über mich!“ Sie werden ausweichend und widerständig. Was ist das für eine Gesinnung? Wenn sie sich weigern, die Wahrheit zu akzeptieren, und immerzu diskutieren und argumentieren, um sich zu verteidigen, gibt es hier bei ihnen dann nicht ein Problem mit einer verdorbenen Disposition? Das ist die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Leiter und Gemeindearbeiter tragen diese Art von Zustand in sich, aber was ist mit gewöhnlichen Brüdern und Schwestern? (Bei ihnen ist es genauso.) Wenn sich die Leute zum ersten Mal treffen, sind alle so liebevoll und plappern freudig Glaubenslehren nach. Alle scheinen sie die Wahrheit zu lieben. Doch wenn es um persönliche Probleme und echte Schwierigkeiten geht, verstummen viele Menschen. Manche Menschen werden zum Beispiel ständig von ihrer Ehe eingeengt. Irgendwann weigern sie sich, eine Pflicht zu erfüllen oder nach der Wahrheit zu streben, und ihre Ehe wird zu ihrem größten Hindernis und ihrer größten Belastung. Wenn alle bei Versammlungen über diesen Zustand Gemeinschaft halten, vergleichen sie die Worte des gemeinschaftlichen Austauschs der anderen mit sich selbst und denken, die anderen reden über sie. Sie sagen: „Ich habe kein Problem damit, wenn ihr über die Wahrheit Gemeinschaft haltet, aber warum erwähnt ihr mich dabei? Habt ihr denn keine Probleme? Warum redet ihr nur über mich?“ Welche Disposition ist das? Wenn ihr euch versammelt, um über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, müsst ihr echte Probleme analysieren und jedem erlauben, über sein Verständnis dieser Probleme zu sprechen; nur dann werdet ihr euch selbst kennen und eure Probleme lösen können. Warum können die Menschen das nicht akzeptieren? Welche Disposition ist das, wenn Menschen weder die Wahrheit annehmen können noch es akzeptieren, wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst? Solltet ihr das nicht klar erkennen können? Das sind alles Anzeichen davon, der Wahrheit überdrüssig zu sein – der Kern des Problems. Wenn Menschen der Wahrheit überdrüssig sind, fällt es ihnen sehr schwer, die Wahrheit zu akzeptieren – und wenn sie die Wahrheit nicht akzeptieren können, kann dann das Problem ihrer verdorbenen Disposition beseitigt werden? (Nein.) So ein Mensch, jemand, der nicht in der Lage ist, die Wahrheit zu akzeptieren – kann so jemand die Wahrheit erlangen? Kann er von Gott gerettet werden? Auf keinen Fall. Glauben Menschen, die die Wahrheit nicht akzeptieren, aufrichtig an Gott? Definitiv nicht. Der wichtigste Aspekt von Menschen, die wirklich an Gott glauben, ist die Fähigkeit, die Wahrheit zu akzeptieren. Menschen, die die Wahrheit nicht akzeptieren können, glauben auf keinen Fall aufrichtig an Gott. Sind solche Menschen in der Lage, während einer Predigt still zu sitzen? Können sie etwas daraus lernen? Das können sie nicht. Der Grund dafür liegt darin, dass Predigten die verschiedenen verdorbenen Zustände der Leute entlarven. Durch das Analysieren von Gottes Worten erlangen die Menschen Wissen und erhalten dann, indem sie daraufhin über die Grundsätze der Praxis Gemeinschaft halten, einen Weg der Praxis. Auf diese Weise wird eine Wirkung erzielt. Wenn solche Menschen hören, dass der Zustand, der entlarvt wird, sich auf sie selbst bezieht – dass es ihre eigenen Probleme betrifft – treibt sie ihre Scham zu einem Wutausbruch, und sie stehen vielleicht sogar auf und verlassen die Versammlung. Auch wenn sie nicht gehen, kann es sein, dass sie sich innerlich gereizt und ungerecht behandelt fühlen, und dann macht es für sie keinen Sinn mehr, an der Versammlung teilzunehmen oder sich die Predigt anzuhören. Sollte das Anhören von Predigten nicht dazu dienen, die Wahrheit zu verstehen und die echten Probleme, die wir haben, zu lösen? Wenn man immer befürchtet, dass die eigenen Probleme bloßgestellt werden, wenn man ständig Angst davor hat, dass von einem gesprochen wird, warum dann überhaupt an Gott glauben? Wenn du in deinem Glauben die Wahrheit nicht akzeptieren kannst, glaubst du auch nicht wirklich an Gott. Wenn du immer in Angst davor lebst, entlarvt zu werden, wie willst du dann das Problem deiner Verdorbenheit lösen? Wenn du das Problem deiner Verdorbenheit nicht lösen kannst, warum dann überhaupt an Gott glauben? Der Zweck des Glaubens an Gott ist es, Gottes Rettung anzunehmen, die eigene verdorbene Disposition abzulegen und das Ebenbild eines echten menschlichen Wesens auszuleben, und all das wird durch die Akzeptanz der Wahrheit erreicht. Wenn ihr die Wahrheit überhaupt nicht annehmen könnt, und auch nicht, wenn man sich mit euch befasst und euch bloßstellt, habt ihr keine Möglichkeit, Gottes Rettung zu erlangen. Also, sagt Mir: Wie viele Menschen in jeder Gemeinde können die Wahrheit annehmen? Sind es viele, die die Wahrheit nicht annehmen können, oder wenige? (Viele.) Existiert diese Situation wirklich unter den auserwählten in den Kirchen, ist dies ein echtes Problem? Alle, die weder die Wahrheit annehmen können noch in der Lage sind, es zu akzeptieren, wenn man sich mit ihnen befasst und sie zurechtstutzt, sind der Wahrheit überdrüssig. Der Wahrheit überdrüssig zu sein ist eine Art von verdorbener Disposition, und wenn sie diese Disposition nicht ändern können, können sie dann gerettet werden? Sicherlich nicht. Heutzutage fällt es vielen Menschen schwer, die Wahrheit zu akzeptieren. Das ist keineswegs ein einfaches Unterfangen. Um dieses Problem zu lösen, muss ein Mensch etwas von Gottes Gericht und Züchtigung, von Seinen Prüfungen und Seiner Läuterung erfahren. Nun, was sagt ihr: Welche Disposition ist es, wenn Menschen es nicht annehmen können, wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst, wenn sie sich nicht an Gottes Wort messen oder mit den Zuständen vergleichen, die in den Predigten entlarvt werden? (Eine Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein.) Das ist die vierte verdorbene Disposition: der Wahrheit überdrüssig zu sein. Wie sehr sind sie der Wahrheit überdrüssig? (Sie wollen Gottes Worte nicht lesen oder sich Predigten anhören, und sie wollen nicht über die Wahrheit Gemeinschaft halten.) Das sind die offensichtlichsten Erscheinungsformen. Wenn jemand zum Beispiel sagt: „Du hast wahren Glauben an Gott. Du hast deine Familie und deine Karriere zurückgestellt, viel gelitten und über die letzten Jahre einen hohen Preis bezahlt. Gott segnet solche Menschen. Gottes Wort besagt, dass jene, die sich aufrichtig für Gott aufwenden große Segnungen erhalten werden“, dann sagst du Amen und akzeptierst solche Wahrheiten. Wenn diese Person dann aber sagt: „Doch du musst weiterhin nach der Wahrheit streben! Wenn die Menschen immerzu Beweggründe in ihrem Handeln haben und sich immer nach ihren eigenen Absichten ungezügelt auslassen, dann wird es nicht lange dauern, bis sie Gott kränken und Seine Abscheu ernten“, dann kannst du das nicht annehmen. Wenn du die Wahrheit in gemeinschaftlichem Austausch hörst, bist du nicht nur unfähig, sie zu akzeptieren, sondern wirst auch wütend, und in deinem Kopf konterst du: „Ihr verbringt den ganzen Tag damit, über die Wahrheit Gesellschaft zu halten, doch bis jetzt habe ich noch keinen von euch in den Himmel gehen sehen.“ Was ist das für eine Disposition? (Der Wahrheit überdrüssig zu sein.) Wenn dann über die Praxis geredet wird, wenn die Leute ernst mit dir werden, zeigt sich in dir die größtmögliche Abneigung, Ungeduld und Widerstand. So zeigt es sich, wenn man der Wahrheit überdrüssig ist. Und was sind die hauptsächlichen Erscheinungsformen dieser Art von Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Man weigert sich, es anzunehmen, wenn man zurechtgestutzt wird und sich jemand mit einem befasst. Es nicht anzunehmen, dass man zurechtgestutzt wird und sich jemand mit einem befasst, ist einer der Zustände, die durch diese Art von Disposition auftreten. In ihren Herzen widerstrebt es solchen Leuten ganz besonders, wenn man sich mit ihnen befasst. Sie denken: „Ich will das nicht hören! Ich will das nicht hören!“ oder „Warum befasst ihr euch nicht mit anderen Leuten? Warum hackt ihr auf mir herum?“ Was bedeutet es, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Wenn jemand der Wahrheit überdrüssig ist, hat er überhaupt kein Interesse an allem, was mit positiven Dingen, der Wahrheit, Gottes Forderungen und Gottes Willen zu tun hat. Manchmal haben sie eine Abneigung gegen diese Dinge, manchmal stehen sie ihnen distanziert gegenüber, manchmal sind sie respektlos und gleichgültig, betrachten diese Dinge als unwichtig und behandeln sie nicht mit der nötigen Aufrichtigkeit oder der nötigen Mühe oder übernehmen keine Verantwortung für sie. Das Hauptmerkmal davon, der Wahrheit überdrüssig zu sein, ist nicht nur eine Abneigung dagegen, wenn Menschen die Wahrheit hören. Dazu gehört auch, nicht bereit zu sein, die Wahrheit zu praktizieren, davor zurückzuschrecken, wenn es an der Zeit ist, die Wahrheit zu praktizieren, als ob die Wahrheit nichts mit ihnen zu tun hätte. Manche Menschen wirken sehr lebhaft, wenn sie bei Versammlungen Gemeinschaft halten, wiederholen gerne Phrasen der Glaubenslehre und machen hochtrabende Aussagen, um andere zu täuschen und sie für sich zu gewinnen. Sie scheinen dabei voller Energie und bei bester Laune zu sein und reden endlos weiter. Andere Menschen wiederum sind jeden Tag von früh bis spät mit Glaubensangelegenheiten beschäftigt, lesen Gottes Worte, beten, hören sich Hymnen an und machen sich Notizen, als könnten sie keinen Augenblick von Gott getrennt sein. Vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung sind sie mit der Erfüllung ihrer Pflicht beschäftigt. Lieben diese Menschen denn wirklich die Wahrheit? Tragen sie nicht die Disposition in sich, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Wann kann man ihren wahren Zustand erkennen? (Wenn es an der Zeit ist, die Wahrheit zu praktizieren, suchen sie das Weite, und sie weigern sich, es anzunehmen, wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst.) Könnte das daran liegen, dass sie nicht verstehen können, was sie hören, oder wollen sie die Wahrheit nicht akzeptieren, weil sie sie nicht verstehen? Die Antwort ist weder das eine noch das andere. Sie werden von ihrer Natur beherrscht. Das ist ein Problem der Disposition. In ihrem Herzen wissen diese Menschen sehr wohl, dass Gottes Worte die Wahrheit sind, dass sie etwas Positives sind und dass die Wahrheit zu praktizieren, Veränderungen in der Disposition bewirken kann und sie in die Lage versetzt, Gottes Willen zu erfüllen – doch sie nehmen sie nicht an und setzen sie nicht in die Praxis um. Das heißt es, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Bei wem habt ihr die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, gesehen? (Bei den Nichtgläubigen.) Die Nichtgläubigen sind der Wahrheit überdrüssig, das ist ganz klar. Gott hat keine Möglichkeit, solche Menschen zu retten. Was die Gläubigen an Gott betrifft, in welchen Belangen habt ihr dort Menschen gesehen, die der Wahrheit überdrüssig waren? Vielleicht sind sie nicht aufgestanden und weggegangen, als ihr mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten habt, und als der Gemeinschaftliche Austausch ihre Schwierigkeiten und Probleme ansprach, haben sie sich diesen auf korrekte Weise gestellt – und doch besitzen sie noch immer die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Woran kann man das erkennen? (Sie hören sich oft Predigten an, setzten die Wahrheit aber nicht in die Praxis um.) Menschen, die die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzen, besitzen zweifellos die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Manche Menschen sind gelegentlich in der Lage, ein wenig der Wahrheit in die Praxis umzusetzen. Haben sie denn auch die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Eine solche Disposition findet sich auch in Menschen, die die Wahrheit praktizieren, nur eben in unterschiedlichem Maße. Dass du in der Lage bist, die Wahrheit zu praktizieren, bedeutet nicht, dass du nicht die Disposition besitzt, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Nur weil du die Wahrheit praktizierst, heißt das nicht, dass sich deine Lebensdisposition umgehend verändert hat – das ist nicht der Fall. Du musst das Problem deiner verdorbenen Disposition beseitigen, das ist der einzige Weg, eine Veränderung deiner Lebensdisposition zu erreichen. Einmal die Wahrheit zu praktizieren bedeutet nicht, dass du keine verdorbene Disposition mehr hast. Du kannst in einem Bereich die Wahrheit praktizieren, aber das heißt nicht unbedingt, dass du sie auch in anderen Bereichen praktizieren kannst. Der Kontext und die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber worauf es aber ankommt, ist, dass es eine verdorbene Disposition gibt, die die Wurzel des Problems darstellt. Wenn sich also die Disposition einer Person geändert hat, dann sind all ihre Schwierigkeiten, Vorwände und Ausreden, die mit dem Praktizieren der Wahrheit zu tun haben – all diese Problem sind gelöst, und all ihr Ungehorsam, ihre Mängel und Fehler sind beseitigt. Wenn die Dispositionen der Menschen sich nicht ändern, wird es ihnen immer schwer fallen, die Wahrheit zu praktizieren, und sie werden immer Vorwände und Ausreden haben. Wenn du in der Lage sein willst, die Wahrheit zu praktizieren und Gott in allen Dingen zu gehorchen, musst du zuerst deine Disposition ändern. Nur dann wirst du Probleme an der Wurzel bekämpfen und beseitigen können.

Was ist hauptsächlich gemeint, wenn von der Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, gesprochen wird? Sprechen wir zunächst über eine Art von Zustand. Manche Menschen haben großes Interesse daran, sich Predigten anzuhören, und je mehr sie sich gemeinschaftlichem Austausch über die Wahrheit anhören, desto heller wird ihr Herz und desto freudiger werden sie. Ihre Einstellung ist geprägt von Positivität und Eigeninitiative. Beweist das, dass sie nicht die Disposition besitzen, der Wahrheit überdrüssig zu sein? (Nein.) Wenn zum Beispiel Kinder im Alter von sieben oder acht Jahren Interesse zeigen, wenn sie vom Glauben an Gott hören, und stets das Wort Gottes lesen und ihre Eltern zu Versammlungen begleiten, sagen manche Menschen: „Dieses Kind besitzt keine Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, es ist sehr klug, es wurde geboren, um an Gott zu glauben, es wurde von Gott auserwählt.“ Es kann gut sein, dass es von Gott auserwählt wurde, aber diese Aussage ist nur zur Hälfte richtig: Denn das Kind ist noch jung und die Richtung seines Strebens und seiner Lebensziele muss sich erst noch entwickeln. Wenn sich ihre Ansichten auf das Leben und die Gesellschaft noch nicht geformt haben, kannst du zwar sagen, dass ihre jungen Seelen positive Dinge lieben, aber du kannst nicht behaupten, dass sie keine Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, besitzen. Warum sage ich das? Sie sind noch jung. Ihre Menschlichkeit ist noch unreif, es fehlt ihnen an Erfahrung, ihr geistiger Horizont ist beschränkt, und sie haben nicht das geringste Verständnis davon, was die Wahrheit ist. Sie haben lediglich eine Vorliebe für positive Dinge. Du kannst nicht behaupten, dass sie die Wahrheit lieben, geschweige denn, dass sie die Wirklichkeit der Wahrheit besitzen. Außerdem haben Kinder keine Lebenserfahrung, weshalb niemand sehen kann, was in ihren Herzen verborgen liegt, welche Natur und welches Wesen sie besitzen. Nur weil sie Interesse am Glauben an Gott zeigen und sich Predigten anhören, schließen die Leute daraus, dass sie die Wahrheit lieben – was ein Zeichen von Unwissenheit und Dummheit ist, denn Kinder haben kein Wissen darüber, was die Wahrheit ist, also kann man eigentlich nicht einmal die Frage stellen, ob sie die Wahrheit mögen oder ihr überdrüssig sind. Der Wahrheit überdrüssig zu sein bedeutet hauptsächlich fehlendes Interesse und eine Abneigung gegenüber der Wahrheit und positiven Dingen. Der Wahrheit überdrüssig zu sein bedeutet, dass Menschen zwar in der Lage sind, die Wahrheit zu verstehen, und wissen, was positive Dinge sind, aber trotzdem noch der Wahrheit und positiven Dingen mit einer Einstellung und in einem Zustand gegenüber stehen, die widerständig, leichtfertig, ablehnend, ausweichend und gleichgültig ist. Das zeichnet die Disposition aus, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Tragen alle Menschen diese Art von Disposition in sich? Manche Menschen sagen: „Obwohl ich weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist, mag ich es trotzdem nicht und will es nicht annehmen – oder zumindest kann ich es jetzt gerade nicht annehmen.“ Wo liegt hier das Problem? So zeigt es sich, wenn jemand der Wahrheit überdrüssig ist. Die Disposition in ihrem Inneren erlaubt es ihnen nicht, die Wahrheit zu akzeptieren. Wie äußert es sich konkret, wenn man die Wahrheit nicht akzeptiert? Manche sagen: „Ich verstehe alle Wahrheiten, doch ich kann sie einfach nicht in die Praxis umsetzen.“ Das offenbart, dass diese Person der Wahrheit überdrüssig ist und dass sie die Wahrheit nicht liebt, weshalb sie keine Wahrheiten in die Praxis umsetzen kann. Andere sagen: „Dass ich so viel Geld verdienen konnte, habe ich Gott zu verdanken. Gott hat mich wirklich gesegnet, Gott ist so gut zu mir gewesen, Gott hat mir großen Reichtum geschenkt. Meine ganze Familie ist gut gekleidet und gut genährt, und es fehlt ihnen weder an Kleidung noch an Essen.“ Wenn sie sehen, dass sie von Gott gesegnet wurden, danken diese Menschen Gott in ihrem Herzen. Sie sind sich bewusst, dass dies alles von Gott bestimmt wurde, und wären sie nicht von Gott gesegnet worden – wenn sie sich nur auf ihre eigenen Talente verlassen hätten – hätten sie niemals all dieses Geld verdient. Das ist es, was sie wirklich in ihren Herzen denken, was sie wirklich wissen, und sie sind Gott wirklich dankbar. Doch eines Tages geht ihr Geschäft pleite, die Zeiten sind für sie hart und sie sind arm. Warum ist das so? Weil sie sich nach Bequemlichkeit sehnen und keinen Gedanken daran verschwenden, wie sie ihre Pflicht angemessen erfüllen können. Sie verbringen ihre ganze Zeit damit, Reichtum hinterherzujagen, und sie werden zu Sklaven des Geldes. Dies beeinträchtigt die Erfüllung ihrer Pflichten, weshalb Gott ihnen diese Dinge nimmt. In ihren Herzen wissen sie, dass Gott sie mit so vielen Dingen gesegnet und ihnen so viel geschenkt hat, und doch verspüren sie nicht den Wunsch, Gottes Liebe zu vergelten, und sie wollen nicht in die Welt hinausgehen und ihre Pflicht erfüllen. Sie sind zaghaft und befürchten ständig, verhaftet zu werden, und haben Angst, sie könnten all diese Reichtümer und Genüsse verlieren, und das führt dazu, dass Gott ihnen diese Dinge nimmt. Ihre Herzen sind so klar wie ein Spiegel, sie wissen, dass Gott ihnen diese Dinge genommen hat und dass sie von Gott gezüchtigt werden, also beteten sie zu Gott und sagen: „Oh Gott! Du hast mich schon einmal gesegnet, also kannst Du mich auch noch ein zweites Mal segnen. Dein Dasein ist ewig, und ewig sind auch Deine Segnungen für die Menschheit. Ich danke Dir! Was auch immer geschieht, Deine Segnungen und Dein Versprechen werden sich nicht ändern. Wenn Du von mir nimmst, werde ich Dir noch immer gehorchen.“ Doch aus ihrem Mund klingt das Wort „gehorchen“ unglaubwürdig. Ihr Mund behauptet zwar, dass sie gehorchen können, doch wenn sie später darüber nachdenken, stört sie etwas daran: „Es lief alles so gut. Warum hat Gott mir das alles genommen? War es nicht dasselbe, wenn ich meine Pflicht von Zuhause aus erfüllt habe, als auf die Straßen zu gehen und sie dort zu erfüllen? Was habe ich denn verzögert?“ Sie schwelgen immerzu in Erinnerungen. Sie empfinden eine Art Groll und Unzufriedenheit gegenüber Gott und sind ständig deprimiert. Tragen sie Gott noch in ihren Herzen? Was sie wirklich in ihren Herzen tragen ist Geld, materielle Annehmlichkeiten und die Erinnerung an diese „guten Zeiten“. Gott hat absolut keinen Platz mehr in ihren Herzen, Er ist nicht mehr ihr Gott. Obwohl sie wissen, dass „Gott hat’s gegeben, und Gott hat’s genommen“ eine Wahrheit darstellt, mögen sie die Worte „Gott hat’s gegeben“ und hassen die Worte „Gott hat’s genommen.“ Ihre Akzeptanz der Wahrheit ist offensichtlich selektiv. Wenn Gott sie segnet, nehmen sie das als Wahrheit an, doch sobald Gott ihnen etwas nimmt, können sie das nicht akzeptieren. Sie sind nicht in der Lage, solche Anordnungen von Gott anzunehmen, sondern wehren sich dagegen und werden unzufrieden. Wenn sie aufgefordert werden, ihre Pflicht zu erfüllen, sagen sie: „Das werde ich, wenn Gott mir Segnungen und Seine Gnade schenkt. Mit meiner Familie in Armut und ohne Gottes Segnungen – wie soll ich da meine Pflicht erfüllen? Nein, ich will nicht!“ Was ist das für eine Disposition? Obwohl sie in ihrem Herzen wissen, dass sie Gottes Segnungen am eigenem Leib erfahren haben und dass Er ihnen so viel geschenkt hat, sind sie nicht bereit, es zu akzeptieren, wenn Gott ihnen etwas nimmt. Warum? Weil sie nicht von ihrem Geld und ihrem bequemen leben ablassen können. Vielleicht haben sie nicht viel Aufheben darum gemacht, haben Gott keine bettelnde Hand hingestreckt und nicht versucht, ihr früheres Vermögen aus eigener Kraft zurückzubekommen, so sind sie doch von Gottes Handeln enttäuscht und komplett unfähig, es anzunehmen, und sie sagen: „Es ist wirklich rücksichtslos, dass Gott so etwas tut. Es ist mir unbegreiflich. Wie kann ich weiterhin an Gott glauben? Ich will Ihn nicht mehr als Gott anerkennen. Wenn ich Ihn nicht als Gott anerkenne, ist Er auch nicht Gott.“ Ist das eine Art der Disposition? (Ja.) Satan besitzt diese Disposition und verleugnet Gott auf diese Weise. Diese Art der Disposition ist eine, die der Wahrheit überdrüssig ist und sie hasst. Was ist die Folge, wenn Menschen der Wahrheit so sehr überdrüssig sind? Es führt dazu, dass sie sich gegen Gott stellen und sich Gott bis zum bitteren Ende widersetzen – und das bedeutet, dass es für sie keine Rettung mehr gibt.

Was genau ist die Natur der Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Menschen, die der Wahrheit überdrüssig sind, hegen keine Liebe für Positives oder jegliche Dinge, die Gott tut. Nehmen wir zum Beispiel Gottes Werk des Gerichts in den letzten Tagen: Niemand will dieses Werk annehmen. Nur wenige Menschen sind bereit, sich Predigten anzuhören, in denen Gott Menschen entlarvt, verurteilt, züchtigt, prüft, läutert, zurechtweißt und diszipliniert. Sie sind jedoch gerne bereit davon zu hören, wie Gott Menschen segnet und ermutigt, sowie von Seinen Versprechen an die Menschen – diese Dinge lehnt niemand ab. Wie im Zeitalter der Gnade, als Gott wirkte, um den Menschen zu vergeben und zu verzeihen, sie zu segnen und ihnen Seine Gnade zuteilwerden zu lassen, als Er die Kranken heilte und Dämonen austrieb und den Menschen Versprechen machte – die Menschen waren willens, all das zu akzeptieren, sie alle priesen Jesus für Seine große Liebe zu den Menschen. Doch jetzt, wo das Zeitalter des Königreiches angebrochen ist und Gott das Werk des Gerichts vollbringt und viele Wahrheiten zum Ausdruck bringt, interessiert sich niemand dafür. Es spielt keine Rolle, wie Gott die Menschen entlarvt und richtet, sie nehmen es nicht an und sagen sogar bei sich: „Könnte Gott so etwas tun? Ich dachte, Gott liebt die Menschen?“ Wenn man sich mit ihnen befasst und sie zurechtstutzt, oder sie gezüchtigt und diszipliniert werden, hegen sie sogar noch mehr Auffassungen und sagen bei sich: „Wie kann das die Liebe Gottes sein? Diese Worte des Gerichts und der Verdammnis sind überhaupt nicht liebevoll, ich werde sie nicht annehmen. So dumm bin ich nicht!“ So zeigt sich die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Wenn sie die Wahrheit hören, sagen manche Menschen: „Welche Wahrheit? Das ist doch nur eine Theorie. Sie wirkt sehr nobel und mächtig und heilig – aber das sind nur wohlklingende Worte.“ Zeigt sich da nicht die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Doch, hier zeigt sich die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Tragt ihr die Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, in euch? (Ja.) Welchen Zustand habe ich gerade erwähnt, dem ihr am ehesten erliegt, den ihr am häufigsten seht und mit dem ihr am vertrautesten seid? (Wir wollen bei der Erfüllung unserer Pflichten nicht auf Probleme stoßen, wollen von Gott nicht gerichtet und gezüchtigt werden, und wollen, dass alles reibungslos abläuft.) Gottes Herrschaft, Gottes Disziplinierung und Seine Züchtigung abzulehnen und zu wissen, dass Gott mit diesen Dingen Gutes bewirkt, sich ihnen in eurem Herzen aber trotzdem zu widersetzen: Das ist eine Erscheinungsform. Was noch? (Uns zu freuen, wenn wir unsere Pflicht wirksam erfüllt haben, und passiv, schwach und unfähig zu sein, unseren Beitrag zu leisten, wenn wir das nicht getan haben.) Was ist das für eine Erscheinungsform? (Unnachgiebigkeit.) Ihr müsst euch da ganz sicher sein. Lasst euch nicht verwirren und dazu verleiten, blindlings Behauptungen aufzustellen. Manchmal sind die Zustände der Menschen extrem komplex; es handelt sich dabei nicht nur um eine Art, sondern um eine Mischung aus zwei oder drei verschiedenen. Wie kannst du diese dann erkennen? Manchmal offenbart sich eine Disposition in zwei Zuständen und manchmal in drei, doch auch wenn es unterschiedliche Zustände sind, handelt es sich letztendlich doch nur um eine Art der Disposition. Ihr müsst diese Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, genau verstehen, und ihr solltet euch kundig machen, was die Erscheinungsformen sind, wenn jemand der Wahrheit überdrüssig ist. Auf diese Weise werdet ihr in der Lage sein, diese Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein, wirklich zu verstehen. Du bist der Wahrheit überdrüssig. Du weißt ganz genau, dass etwas richtig ist – es müssen nicht unbedingt die Worte Gottes oder die Grundsätze der Wahrheit sein, manchmal sind es positive Dinge, richtige Dinge, Worte oder Vorschläge – und doch sagst du: „Das ist nicht die Wahrheit, dies sind lediglich die richtigen Worte. Darauf will ich nicht hören – Ich will nicht auf die Worte von Menschen hören!“ Was ist das für eine Disposition? Hier zeigt sich Arroganz, Unnachgiebigkeit und jemand, der der Wahrheit überdrüssig ist – all diese Arten der Disposition sind hier vorhanden. Jede Art von Disposition kann viele verschiedene Zustände hervorbringen. Du musst dir darüber im Klaren sein, von welche Art von Disposition diese Zustände hervorrufen. So wirst du in der Lage sein, die verschiedenen Arten von verdorbener Disposition zu erkennen.

Von den vier verdorbenen Dispositionen, über die wir gerade Gemeinschaft gehalten haben, ist jede einzelne Grund genug, um jemanden zum Tode zu verdammen – gehe Ich zu weit, wenn Ich das sage? (Nein.) Wie kommen die verdorbenen Dispositionen der Menschen zustande? Sie stammen alle von Satan. Die Menschen werden von all den Ketzereien und Irrtümern erfüllt, die von Satan, Teufeln und berühmten und bedeutenden Persönlichkeiten verbreitet werden, und so entstehen diese verschiedenen verdorbenen Dispositionen. Sind diese Dispositionen positiv oder negativ? (Negativ.) Auf welcher Grundlage sagt ihr, dass sie negativ sind? (Auf Grundlage der Wahrheit.) Weil diese Dispositionen gegen die Wahrheit verstoßen, sich gegen Gott stellen und in feindseliger Opposition zu Gottes Disposition und allem, was Gott hat und ist, stehen. Wenn Menschen also eine dieser verdorbenen Dispositionen in sich tragen, werden sie zu Personen, die sich Gott widersetzen. Wenn alle dieser vier Dispositionen in einer Person festgestellt werden, dann ist das sehr besorgniserregend, und sie werden zu einem Feind Gottes und sind dem sicheren Tod geweiht. Ganz gleich, um welche Disposition es sich handelt, wenn du sie mit Hilfe der Wahrheit bewertest, wirst du erkennen, dass das Wesen, das jede von ihnen an den Tag legt, gegen Gott gerichtet ist, sich Gott widersetzt und Gott feindlich gegenübersteht. Wenn sich also deine Dispositionen nicht ändern, wirst du nicht mit Gott im Einklang stehen können, wirst die Wahrheit hassen und zu einem Feind Gottes werden.

Lasst uns nun über die fünfte Art der Disposition sprechen. Ich werde euch ein Beispiel geben, und ihr könnt versuchen, herauszufinden, um welche Art von Disposition es sich handelt. Stellt euch Folgendes vor: Zwei Personen unterhalten sich, und die eine Person ist sehr direkt in dem, was sie sagt, was dazu führt, dass die Person sich gekränkt fühlt. In ihrem Kopf denkt sie sich: „Warum greifst du meinen Stolz so sehr an? Glaubst du, ich lasse andere Leute auf mir herumhacken?“ Und so entwickelt sich Hass in ihr. In Wirklichkeit ist es leicht, dieses Problem zu beseitigen. Wenn eine Person etwas gesagt hat, um eine andere zu verletzen, wird die Angelegenheit beigelegt werden, solange sich die erste Person bei der zweiten entschuldigt. Sollte die gekränkte Partei die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen können und der Meinung sein, dass es „für einen Ehrenmann nie zu spät ist, Rache zu nehmen“, was ist das für eine Disposition? (Böswilligkeit.) Richtig – hier handelt es sich um Böswilligkeit, und dies ist eine Person mit einer bösartigen Disposition. In der Kirche werden manche Menschen zurechtgestutzt und man befasst sich mit ihnen, weil sie ihr Pflichten nicht angemessen erfüllen. Wenn eine Person zurechtgestutzt wird und man sich mit ihr befasst, beinhaltet das auch oft, dass sie zurechtgewiesen und vielleicht sogar gescholten wird. Das wird diese Person mit Sicherheit verärgern, und sie wird nach Ausreden suchen und widersprechen wollen. Sie wird dann Dinge sagen wie: „Als du dich mit mir befasst hast, hast du zwar Dinge angesprochen, die korrekt sind, aber einiges von dem, was du gesagt hast, war wirklich kränkend, und du hast mich gedemütigt und meine Gefühle verletzt. Ich habe all diese Jahre an Gott geglaubt und hart gearbeitet, auch wenn ich nie meinen Beitrag leistete – wie kann es sein, dass ich so behandelt werde? Ich kann das nicht akzeptieren, und ich lasse das nicht mit mir machen!“ Ist das nicht eine Art von verdorbener Disposition? (Doch.) Diese verdorbene Disposition äußert sich nur durch Beschwerden, Ungehorsam und Feindseligkeit. Sie hat ihren Höhepunkt, ihren Zenit, noch nicht erreicht, zeigt aber bereits einige Erscheinungsformen und nähert sich schon dem Punkt, an dem sie durchbrechen wird. Wenn das passiert ist, wie sieht bald darauf die Einstellung solcher Menschen aus? Sie sind widerspenstig, gereizt und aufsässig und fangen an, aus Trotz zu handeln. Sie beginnen, ihre Einstellung zu rationalisieren: „Die Leiter und Gemeindearbeiter haben nicht immer recht, wenn sie sich mit Leuten befassen. Ihr mögt das vielleicht akzeptieren können, aber ich kann das nicht. Und ihr könnt das nur akzeptieren, weil ihr dumm und feige seid. Ich werde es nicht akzeptieren! Lasst uns die Sache ausdiskutieren und sehen, wer im Recht ist.“ Dann halten die Leute mit ihnen Gemeinschaft und sagen: „Unabhängig davon, ob es richtig oder falsch ist, zuallererst muss du gehorchen. Glaubst du wirklich, dass du deine Pflicht makellos erfüllst? Machst du alles richtig? Selbst wenn du alles richtig machst, kommt es dir trotzdem zugute, wenn man sich mit dir befasst! Wir haben mit dir so oft über die Grundsätze Gemeinschaft gehalten, doch du hast nie auf uns gehört und stattdessen blindlings getan, was du für richtig hieltst, was zu Störungen der Gemeindearbeit und enormen Verlusten führte. Wie sollte man dich da nicht zurechtstutzen und sich mit dir befassen? Es mag sein, dass ein paar harte Worte dabei fallen und dass man so etwas ungern hört, aber das ist doch ganz normal, oder? Warum fängst du dann hier eine Diskussion an? Sollten wir dir einfach erlauben, böse Dinge zu tun, ohne dass sich andere mit dir befassen dürfen?“ Aber werden sie akzeptieren können, dass man sich mit ihnen befasst, nachdem sie das gehört haben? Das werden sie nicht. Sie werden weiterhin Ausreden vorbringen und sich widersetzen. Was für eine Disposition offenbaren sie? Teuflisches Verhalten; das ist eine bösartige Disposition. Was sie eigentlich meinten war: „Ich dulde es nicht, wenn mich andere Leute nerven. Niemand sollte versuchen, mir auch nur ein Haar zu krümmen. Wenn ich dir klar mache, dass man sich mit mir nicht anlegen sollte, wirst du es nicht wagen, dich in Zukunft noch einmal mit mir zu befassen.“ Nun, was sagt ihr? Diese Disposition wurde entlarvt, nicht wahr? Es ist eine bösartige Disposition. Menschen mit einer bösartigen Disposition sind der Wahrheit nicht nur überdrüssig – sie hassen die Wahrheit! Wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst, versuchen sie entweder, der Sache zu entfliehen, oder sie ignorieren es – in ihren Herzen sind sie unglaublich feindselig. Es geht dabei um viel mehr, als nur Ausreden hervorbringen. Sie haben eine komplett andere Einstellung. Sie sind unnachgiebig und widerspenstig und widersprechen sogar wie eine Harpyie. In ihren Herzen denken sie: „Ich verstehe, dass du mich demütigen und absichtlich in Verlegenheit bringen willst, und auch wenn ich mich nicht traue, dir ins Gesicht zu widersprechen, werde ich einen Weg finden, mich an dir zu rächen! Du glaubst also, du könntest dich mit mir befassen und mit mir machen, was du willst? Ich werde alle anderen auf meine Seite ziehen, dich anprangern und es dir dann mit gleicher Münze heimzahlen!“ Genau so denken sie in ihren Herzen; ihre bösartige Disposition ist endlich zum Vorschein gekommen. Um ihre Ziele zu erreichen und ihrem Trotz Luft zu machen, tun sie ihr Möglichstes, um sich Ausreden auszudenken, mit denen sie sich rechtfertigen und alle auf ihre Seite ziehen können. Erst dann sind sie glücklich und zufrieden. Ist das nicht böswillig? Das zeugt von einer bösartigen Disposition. Bevor man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst, sind solche Menschen wie kleine Lämmer. Doch wenn man sie dann tatsächlich zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst, oder wenn ihr wahres Gesicht bloßgestellt wird, verwandeln sie sich in einem Augenblick von einem Lamm in einen Wolf, und ihr wolfartiges Verhalten kommt zum Vorschein. Ist das nicht eine bösartige Disposition? (Doch, das ist es.) Warum ist sie dann die meiste Zeit nicht zu sehen? (Weil diese Menschen noch nicht provoziert wurden.) Richtig, sie wurden noch nicht provoziert und ihre Interessen noch nicht bedroht. Das ist wie bei einem Wolf: Wenn er keinen Hunger hat, wird er dich nicht fressen – könntest du also behaupten, dass er kein Wolf ist? Wenn du warten würdest, bis er versucht, dich zu fressen, um ihn als einen Wolf zu bezeichnen, wäre es doch zu spät, oder? Auch wenn er noch nicht versucht hat, dich zu fressen, solltest du immer wachsam sein. Dass der Wolf dich nicht frisst, bedeutet nicht, dass er dich nicht fressen will, sondern nur, dass es noch nicht an der Zeit ist – ist die Zeit dann gekommen, schlägt seine wölfische Natur zu. Jede Art von Mensch wird entlarvt, wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst. Manche Leute denken bei sich: „Warum befasst man sich nur mit mir? Warum hacken immer alle auf mir herum? Halten sie mich für ein leichtes Ziel? Ich bin nicht jemand, mit dem man sich anlegen sollte!“ Was ist das für eine Disposition? Wie könnte es sein, dass man sich nur mit diesen Menschen befasst? Das entspricht nicht den Tatsachen. Wer von euch hat es noch nicht erlebt, dass man sich mit ihm befasst und ihn zurechtgestutzt hat? Das habt ihre alle schon erlebt. Manchmal kommen Leiter und Gemeindearbeiter vom rechten Weg ab und handeln bei ihrer Arbeit rücksichtslos oder erledigen sie nicht gemäß der Arbeitsregelungen – und die meisten von ihnen werden zurechtgestutzt und man befasst sich mit ihnen. Dies geschieht, um die Gemeindearbeit zu schützen und um zu verhindern, dass die Leute von den Grundsätzen abweichen, nicht um bestimmte Personen ins Visier zu nehmen. Was sie sagen, ist offensichtlich eine Verzerrung der Tatsachen, und auch das stellt eine Erscheinungsform einer bösartigen Disposition dar.

Auf welche Arten äußert sich eine bösartige Disposition sonst noch? Welche Verbindung besteht zwischen ihr und dem Zustand, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Wenn sich das der Wahrheit überdrüssig sein auf eine ernste Weise äußert und die Verhaltensmerkmale von Widerstand und Kritik zeigt, offenbart das nämlich eine bösartige Disposition. Der Wahrheit überdrüssig zu sein umfasst eine Reihe von Zuständen, die von einem Mangel an Interesse an der Wahrheit bis zur Verachtung der Wahrheit reichen, was sich dann zu Kritik an Gott und Seiner Verurteilung entwickelt. Wenn das der Wahrheit überdrüssig sein einen gewissen Punkt erreicht hat, neigen die Leute dazu, Gott zu verleugnen, zu hassen und sich gegen Ihn zu stellen. Bei diesen verschiedenen Zuständen handelt es sich um eine bösartige Disposition, oder? (Ja.) Dementsprechend befinden sich diejenigen, die der Wahrheit überdrüssig sind, in einem noch ernsteren Zustand, und das zeugt von einer Art von Disposition: einer bösartigen Disposition. Zum Beispiel akzeptieren manche Menschen, dass Gott über alle Dinge herrscht, doch wenn Gott ihnen etwas nimmt und ihre Interessen darunter leiden, zeigen sie zwar äußerlich keinen Groll oder Feindseligkeit, doch innerlich nehmen sie es nicht an und unterwerfen sich nicht. Ihre Einstellung ist es, passiv dazusitzen und auf ihren Untergang zu warten – ein klares Zeichen des Zustandes, der Wahrheit überdrüssig zu sein. Es gibt aber auch noch einen anderen, weitaus ernsteren Zustand: Wenn sie nicht nur passiv dasitzen und auf ihren Untergang warten, sondern sich den Anordnungen und Orchestrierungen Gottes widersetzen und sich widersetzen, wenn Gott ihnen etwas nimmt. Auf welche Art widersetzen sie sich? (Indem sie die Gemeindearbeit stören und behindern, oder indem sie Dinge sabotieren und versuchen, sich ihr eigenes Königreich aufzubauen.) Das ist eine Art und Weise, wie es sich äußert. Nachdem sie abgelöst worden sind, stören und behindern manche Leiter in ihrem Gemeindeleben ständig die Gemeinde, sie gehorchen den neu gewählten Leitern nicht, widersetzen sich allem, was sie sagen, und versuchen, sie hinter deren Rücken zu untergraben. Was ist das für eine Disposition? Das ist eine bösartige Disposition. Was sie wirklich denken ist Folgendes: „Wenn ich nicht Leiter sein kann, dann wird niemand anderes diese Position einnehmen, ich werde sie alle davonjagen! Wenn ich dich aus dem Amt dränge, habe ich wieder das Sagen, genau wie früher!“ Das ist mehr, als nur der Wahrheit überdrüssig zu sein, das ist bösartig! Um Status, Revier und die eigenen Interessen und den eigenen Ruf zu ringen, alles in seiner Macht zu tun, all seine Fähigkeiten einzusetzen und alles Erdenkliche zu versuchen, um den eigenen Ruf, Stolz und Status zu retten oder um seinen Wunsch auf Rache zu befriedigen – als das sind Äußerungen von Bösartigkeit. Einige Verhaltensweisen, die von einer bösartigen Disposition herrühren, zeichnen sich dadurch aus, das bei ihnen viel gesagt wird, was aufdringlich und störend ist; andere dadurch, dass man viele böse Dinge tut, um die eigenen Ziele zu erreichen. Ob nun in Wort oder Tat, alles, was solche Menschen tun, steht im Widerspruch zur Wahrheit und verstößt gegen die Wahrheit. Manche Menschen können diese Dinge nicht erkennen. Wenn die falschen Worte und das falsche Handeln nicht offensichtlich sind, können sie ihre wahre Natur nicht erkennen. Doch für Menschen, die die Wahrheit verstehen, ist alles böse, was böse Menschen sagen und tun, und es könnte nie etwas Richtiges beinhalten oder mit der Wahrheit übereinstimmen; was diese Menschen sagen und tun, kann man als 100% böse bezeichnen, und es handelt sich dabei um Erscheinungsformen einer bösartigen Disposition. Was sind die Beweggründe böser Menschen, bevor sie ihre bösartige Disposition offenbaren? Was für Ziele verfolgen sie? Wie können sie solche Dinge tun? Könnt ihr das erkennen? Hier ist ein Beispiel: Bei jemandem zu Hause passiert etwas. Die Person wird vom großen roten Drachen unter Überwachung gestellt und kann nicht nach Hause zurück, worunter sie sehr leidet. Sie wird von einigen Brüdern und Schwestern beherbergt, und wenn sie sieht, wie schön alles im Haus ihrer Gastgeber ist, denkt sie bei sich: „Wieso ist mit deinem Zuhause nichts passiert? Wieso ist mit meinem Heim etwas passiert ist? Das ist nicht fair. So geht das nicht, ich muss einen Weg finden, damit etwas mit deinem Heim passiert, damit du auch nicht mehr nach Hause kannst. Ich sorge dafür, dass du genauso leiden musst wie ich.“ Unabhängig davon, ob sie etwas tun oder nicht, ob dies Wirklichkeit wird oder nicht, oder ob sie ihre Ziele erreichen, diese Absicht hegen sie trotzdem. Das ist doch eine Art von Disposition, oder? (Ja.) Wenn sie kein gutes Leben führen können, lassen sie es auch nicht zu, dass andere das können. Was für eine Disposition ist das? (Böswilligkeit.) Eine bösartige Disposition – diese Person ist bösartig! Sie ist, wie es so schön heißt, durch und durch faul. Was ist die Natur einer solchen Disposition? Versucht einmal, durch eine Analyse herauszufinden, welche Beweggründe, Absichten und Ziele eine solche Person hat, wenn sich diese Disposition zeigt. Woher kommt diese Disposition, wenn diese Person sie offenbart? Was will sie erreichen? In ihrem Zuhause ist etwas passiert und sie war im Haus ihrer Gastgeber gut versorgt – warum also sollte sie das riskieren? Ist sie nur zufrieden, wenn sie ihren Gastgebern Probleme bereitet, damit etwas in ihrem Zuhause passiert und sie auch nicht mehr nach Hause können? Um ihrer selbst willen sollte diese Person ihre Unterkunft beschützen und verhindern, dass es dort Probleme gibt, anstatt ihren Gastgebern zu schaden, denn wenn sie ihren Gastgebern schadet, schadet sie auch sich selbst. Was genau bezweckt sie also mit ihrem Bestreben? (Wenn es nicht gut für sie läuft, will eine solche Person nicht, dass es anderen gut geht.) Das nennt man Bösartigkeit. Solche Menschen denken: „Mein Zuhause wurde vom großen roten Drachen zerstört, und jetzt habe ich kein Dach mehr über dem Kopf. Doch du kannst immer noch in ein schönes warmes Heim nach Hause gehen. Das ist nicht fair. Ich hasse es zu sehen, dass du noch nach Hause gehen kannst. Ich werde dir eine Lektion erteilen. Ich sorge dafür, dass du auch nicht mehr nach Hause kannst, dann geht es dir genau wie mir. Dann wird es sich gerecht anfühlen.“ Wenn man so etwas tut, ist das nicht vorsätzlich böswillig? Welche Natur zeigt sich hier? (Bösartigkeit.) Alles, was böse Menschen sagen und tun, dient einem Ziel. Was für Dinge tun sie normalerweise? Was für Dinge tun Menschen mit bösartigen Dispositionen am Häufigsten? (Sie stören, behindern und sabotieren die Gemeindearbeit.) (Sie versuchen sich bei Menschen beliebt zu machen, wenn sie ihnen gegenüberstehen, doch untergraben die Leute dann hinter deren Rücken.) (Sie attackieren Menschen, sind rachsüchtig und greifen Menschen böswillig an.) (Sie verbreiten Gerüchte und Verleumdungen.) (Sie lästern, kritisieren und verurteilen andere.) Die Natur dieser Handlungen ist es, die Gemeindearbeit zu stören und zu ruinieren, und sie sind alle Ausdrücke des Widerstands und der Auflehnung gegen Gott, und alle offenbaren sie eine bösartige Disposition. Wer in der Lage ist, solche Dinge zu tun, ist zweifellos ein böser Mensch, und jeder, der gewisse Erscheinungsformen einer bösartigen Disposition an den Tag legt, kann als böser Mensch bezeichnet werden. Was ist das Wesen eines bösen Menschen? Sein Wesen ist das des Teufels, das Wesen von Satan. Ich übertreibe hier nicht. Seid ihr in der Lage, diese Dinge zu tun? Welche dieser Handlungen könntet ihr tun? (Über andere zu urteilen.) Du würdest es also wagen, andere zu attackieren oder dich an anderen zu rächen? (Manchmal habe ich solche Gedanken, aber ich wage nicht, sie in die Tat umzusetzen.) Ihr habt nur solche Gedanken, aber ihr wagt es nicht, sie umzusetzen. Wenn jemand von geringerem Status sich dir gegenüber verletzend verhält, würdest du es wagen, dich zu revanchieren? (Manchmal würde ich das, ich bin fähig, solche Dinge zu tun.) Wenn diese Person wirklich respekteinflößend wäre – wenn sie sehr wortgewandt wäre, und sie dich verletzt hätte – würdest du es wagen, an ihr Rache zu nehmen? Es mag sein, dass nur wenige Menschen nicht vor so etwas zurückschrecken würden. Solche Menschen, Menschen, die auf Schwächeren herumtrampeln, sich aber vor Stärkeren fürchten, besitzen sie eine bösartige Disposition? (Ja.) Es spielt keine Rolle, um welche Art von Verhalten es sich handelt und gegen wen es sich richtet, wenn du fähig bist, die böse Tat der Vergeltung an anderen Brüdern und Schwestern zu begehen, beweist das, dass du eine bösartige Disposition in dir trägst. Diese bösartige Disposition scheint von außen betrachtet nicht allzu anders zu sein, doch du musst sie unterscheiden können und in der Lage sein, zu unterscheiden, gegen wen du dich richtest. Wenn du Satan gegenüber erbittert bist und in der Lage bist, ihn zu bezwingen und zu demütigen, ist das dann eine bösartige Disposition? Nein, das ist es nicht. So setzt man sich für das ein, was richtig ist, und tritt seinem Feind furchtlos gegenüber. Das zeugt von einem Sinn für Rechtschaffenheit. Unter welchen Umständen würde man das als eine bösartige Disposition betrachten? Wenn du gute Menschen oder Brüder und Schwestern schikanieren, mit Füßen treten und Demütigen würdest, dann wäre das eine bösartige Disposition. Also musst du über Gewissen und Vernunft verfügen, Menschen und Angelegenheiten gemäß den Grundsätzen angehen, böse Menschen und den Teufel erkennen können und einen Sinn für Rechtschaffenheit haben. Du musst tolerant und geduldig gegenüber Gottes auserwähltem Volk und deinen Brüdern und Schwestern sein, und du musst im Einklang mit der Wahrheit praktizieren. Das bedeutet es, vollkommen richtig zu handeln und Gottes Willen zu entsprechen. Menschen mit einer bösartigen Disposition behandeln andere nicht gemäß solchen Grundsätzen. Wenn jemand, ganz egal wer, etwas tut, das ihnen schadet, versuchen sie, sich zu rächen – das ist Bösartigkeit. Im Handeln böser Menschen finden sich keine Grundsätze. Sie suchen nicht nach der Wahrheit. Ob sie nun aus persönlicher Bosheit handeln oder auf Schwächeren herumtrampeln und sich vor Stärkeren fürchten oder es wagen, sich an egal wem zu rächen – all diese Dinge gehören zu einer bösartigen Disposition, und alle diese Dinge stellen eine verdorbene Disposition dar. Daran besteht kein Zweifel.

Wie äußert es sich am deutlichsten, dass jemand eine bösartige Disposition besitzt? Wenn er auf eine arglose Person trifft, die leicht zu schikanieren ist, und er anfängt, sie zu schikanieren und mit ihr zu spielen. Das kommt häufig vor. Wenn ein Mensch, der relativ gutherzig ist, eine arglose und feige Person sieht, wird er Mitgefühl für sie empfinden, und auch wenn er ihr nicht helfen kann, wird er sie nicht schikanieren. Wenn du siehst, dass jemand unter deinen Brüdern und Schwestern arglos ist, wie behandelst du diese Person dann? Schikanierst oder hänselst du sie? (Ich würde wahrscheinlich auf sie herabschauen.) Auf Menschen herabzuschauen ist eine Art, sie zu sehen, sie zu betrachten, eine gewisse Mentalität, aber wie du mit ihnen redest und dich ihnen gegenüber verhältst, hat mit deiner Disposition zu tun. Sagt Mir, wie verhaltet ihr euch gegenüber Menschen, die zaghaft und feige sind? (Ich kommandiere sie herum und schikaniere sie.) (Wenn ich sehe, dass sie ihre Pflicht falsch erfüllen, diskriminiere ich sie und grenze sie aus.) Was ihr da erwähnt, sind Erscheinungsformen einer bösartigen Disposition, die die Dispositionen der Menschen betreffen. Von diesen Dingen gibt es noch viele andere, also brauchen wir sie nicht im Detail zu erläutern. Seid ihr jemals so einem Menschen begegnet, jemandem, der allen, die ihn kränken, den Tod wünscht und sogar zu Gott betet und Ihn darum bittet, sie zu verdammen und vom Angesicht der Erde zu tilgen? Auch wenn kein Mensch über solche Macht verfügt, in ihren Herzen denken solche Leute darüber nach, wie wundervoll es wäre, wenn sie solche Macht doch hätten, oder sie beten zu Gott und bitten Ihn, es zu tun. Hegt ihr auch solche Gedanken in euren Herzen? (Wenn wir das Evangelium weitergeben und auf böse Menschen treffen, die uns angreifen und der Polizei melden, empfinde ich ihnen gegenüber Hass und denke Dinge wie: „Der Tag wird kommen, an dem ihr von Gott bestraft werdet.“) Das ist ein ziemlich objektives Beispiel. Du wurdest angegriffen, du hast gelitten, hast dich verletzt gefühlt, deine persönliche Integrität und Selbstachtung wurden mit Füßen getreten – unter solchen Umständen würde es den meisten Menschen schwerfallen, darüber hinwegzusehen. (Manche Leute verbreiten im Internet Gerüchte über die Kirche und stellen viele Anschuldigungen auf, und es macht mich wirklich wütend, wenn ich das lese, und mein Herz ist voller Hass.) Handelt es sich dabei um Bösartigkeit, Hitzköpfigkeit oder ganz normale Menschlichkeit? (Das ist normale Menschlichkeit. Dämonen und Gottes Feinde nicht zu hassen, das ist keine normale Menschlichkeit.) Das stimmt. Das ist die Offenbarung, Erscheinungsform und Reaktion einer normalen Menschlichkeit. Wenn Menschen negative Dinge nicht hassen oder positive Dinge nicht lieben, wenn sie keine moralischen Maßstäbe, sind sie keine Menschen. Was für Dinge können Menschen unter solchen Umständen tun, um eine bösartige Disposition zu entwickeln? Wenn sich dieser Hass und diese Abscheu in ein bestimmtes Verhalten verwandeln, wenn du jegliche Vernunft verlierst und dein Handeln eine gewisse Grenze der Menschlichkeit überschreitet, wenn du sogar bereit bist, zu töten und das Gesetz zu brechen, dann ist das Bösartigkeit und ein hitzköpfiges Handeln. Wenn Menschen die Wahrheit verstehen, böse Menschen erkennen können und Frevel verachten, dann ist das normale Menschlichkeit. Doch wenn Leute Angelegenheiten auf eine hitzköpfige Art und Weise erledigen, handeln sie nicht gemäß den Grundsätzen. Ist das etwas anderes, als Böses zu tun? (Ja.) Da gibt es einen Unterschied. Wenn ein Mensch extrem schlecht, bösartig, frevelhaft und unmoralisch ist und du ihm gegenüber Abneigung empfindest, und diese Abneigung den Punkt erreicht, an dem du Gott bittest, diesen Menschen zu verfluchen, dann ist das in Ordnung. Doch ist es auch in Ordnung, wenn Gott nichts tut, nachdem du zwei- oder dreimal zu Ihm gebetet hast, die Sache selbst in die Hand zu nehmen? (Nein.) Du kannst zu Gott beten, deine Ansichten und Meinungen äußern und danach nach den Grundsätzen der Wahrheit suchen, dann wirst du in der Lage sein, Angelegenheiten richtig zu handhaben. Doch du solltest nicht von Gott verlangen, oder versuchen, Ihn dazu zu zwingen, deine Rache für dich zu nehmen, geschweige denn dich von deiner Hitzköpfigkeit verleiten lassen, etwas Dummes zu tun. Du solltest rational an diese Angelegenheit herangehen. Du solltest geduldig sein, auf die Zeit Gottes warten und mehr Zeit damit verbringen, zu Gott zu beten. Schau dir an, wie weise Gott mit Satan, dem Teufel, umgeht – so kannst du geduldig sein. Rational zu sein bedeutet, all diese Dinge in Gottes Hände zu legen und Gott handeln zu lassen. So sollte sich ein geschaffenes Wesen verhalten. Lass dich nicht von deiner Hitzköpfigkeit leiten. Aus Hitzköpfigkeit zu handeln ist für Gott nicht akzeptabel, es wird von Gott verdammt. In solchen Augenblicken offenbart sich die Disposition der Menschen nicht als menschliche Schwäche oder vorübergehende Wut, sondern als eine bösartige Disposition. Wenn man erst einmal festgestellt hat, dass es sich um eine bösartige Disposition handelt, steckst du in Schwierigkeiten und wirst wahrscheinlich nicht gerettet werden. Denn wenn Menschen eine bösartige Disposition besitzen, laufen sie Gefahr, gegen ihr Gewissen und ihre Vernunft zu handeln, und sie neigen dazu, das Gesetz zu brechen und gegen die Verwaltungsverordnungen Gottes zu verstoßen. Wie kann das also vermieden werden? Zunächst einmal gibt es drei Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen: Die erste ist, nichts zu tun, was gegen Gewissen und Vernunft verstößt; die zweite ist, nicht das Gesetz zu brechen; und die dritte ist, nicht gegen Gottes Verwaltungsverordnungen zu verstoßen. Außerdem solltest du nichts Extremes tun oder etwas, das die Gemeindearbeit stört. Hältst du dich an diese Grundsätze, ist zumindest deine Sicherheit garantiert, und du wirst nicht verstoßen werden. Wenn du dich aber verbissen dagegen wehrst, wenn man dich aufgrund all der verschiedenen bösen Taten, die du begangen hast, zurechtstutzt und sich mit dir befasst, ist das sogar noch gefährlicher. Dann wirst du wahrscheinlich direkt Gottes Disposition kränken und aus der Gemeinde entfernt oder verstoßen werden. Die Bestrafung dafür, Gottes Disposition zu kränken, ist weitaus schwerwiegender als für einen Verstoß gegen das Gesetz – es ist ein Schicksal schlimmer als der Tod. Wer gegen das Gesetz verstößt, wird höchstens zu einer Gefängnisstrafe verurteilt; ein paar harte Jahre, und du bist wieder draußen, das war’s. Wenn du aber Gottes Disposition kränkst, wirst du auf ewig bestraft werden. Wenn also Menschen mit böser Disposition keine Rationalität besitzen, befinden sie sich in großer Gefahr, sind anfällig, Böses zu tun, und werden mit Sicherheit bestraft werden und Vergeltung erfahren. Wenn Menschen ein bisschen Rationalität besitzen, in der Lage sind, nach der Wahrheit zu suchen und sich ihr zu unterwerfen, und es vermeiden können, zu viel Übel zu begehen, dann gibt es für sie Hoffnung, gerettet zu werden. Entscheidend ist, dass man Rationalität und Vernunft besitzt. Jemand, der Vernunft besitzt, kann die Wahrheit wahrscheinlich annehmen und angemessen damit umgehen, wenn man ihn zurechtstutzt und sich mit ihm befasst. Jemand ohne Vernunft ist in Gefahr, wenn er zurechtgestutzt wird und man sich mit ihm befasst. Nehmen wir zum Beispiel an, dass jemand sehr wütend ist, nachdem ihn ein Leiter zurechtgestutzt und sich mit befasst hat. Am liebsten würde er Gerüchte verbreiten und den Leiter angreifen, traut sich aber nicht, weil er Angst hat, Ärger zu verursachen. Doch diese Art der Disposition existiert bereits in seinem Herzen, und es ist schwer zu sagen, ob er sich von ihr leiten lassen wird oder nicht. Solange sich diese Art von Disposition im Herzen eines Menschen befindet, solange solche Gedanken existieren, schwebt er bereits in Gefahr. Wenn die Umstände es zulassen, und sich ihm eine Chance bietet, kann es gut sein, dass er es tun wird. Solange seine bösartige Disposition besteht, solange sie nicht beseitigt wird, wird dieser Mensch früher oder später Übel vollbringen. Welche anderen Situationen gibt es noch, in denen Menschen eine bösartige Disposition offenbaren? Nun, was sagt ihr? (Ich war bei meiner Pflicht nachlässig und erzielte keine Ergebnisse, wurde dann gemäß den Grundsätzen von meinem Leiter ersetzt, wogegen ich mich etwas sträubte. Als ich dann sah, dass er eine verdorbene Disposition zeigte, dachte ich darüber nach, ihn in einem Brief zu melden.) Kommt einem eine solche Idee aus heiterem Himmel? Ganz und gar nicht. Sie wurde von deiner Natur erzeugt. Früher oder später kommen die Dinge, die in der Natur der Menschen liegen, zum Vorschein, und man weiß nie, in welcher Situation oder welchem Kontext sie sich offenbaren und ausgelebt werden. Manchmal tun Menschen gar nichts, doch das liegt daran, dass es die Situation nicht erlaubt. Wenn es sich aber um jemanden handelt, der nach der Wahrheit strebt, kann diese Person nach der Wahrheit suchen, um dieses Problem zu lösen. Wenn es sich nicht um jemanden handelt, der nach der Wahrheit strebt, wird diese Person machen, was sie will, und sobald es die Situation erlaubt, werden sie Böses tun. Wenn eine verdorbene Disposition also nicht beseitigt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Menschen sich selbst in Schwierigkeiten bringen, und dann werden sie ernten, was sie gesät haben. Manche Menschen streben nicht nach der Wahrheit und sind bei der Erfüllung ihrer Pflichten ständig nachlässig. Sie akzeptieren es nicht, wenn man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst, tun nie Buße und schließlich werden sie isoliert, um über sich selbst nachzudenken. Manche Menschen werden aus der Gemeinde entfernt, weil sie ständig das Gemeindeleben stören und zu „faulen Äpfeln“ wurden; andere Menschen werden verstoßen, weil sie alle möglichen Übel begehen. Es spielt also keine Rolle, um welche Art von Mensch es sich handelt, wenn jemand ständig eine verdorbene Disposition an den Tag legt und nicht nach der Wahrheit sucht, um diese zu beseitigen, ist es wahrscheinlich, dass er Böses tut. Die verdorbene Disposition der Menschheit besteht nicht nur aus Arroganz, sondern auch aus Frevel und Bösartigkeit. Arroganz und Bösartigkeit sind nur häufige Faktoren.

Wenn man also eine bösartige Disposition offenbart, wie sollte man dieses Problem lösen? Die Leute müssen erkennen, welche Art der verdorbenen Disposition sie besitzen. Manche Menschen haben eine besonders bösartige, böswillige und arrogante Disposition, und sie sind ohne jegliche Skrupel. Das ist die Natur der Frevler, und das sind die gefährlichsten Menschen von allen. Wenn solche Menschen Macht haben, hat der Teufel diese Macht, hat Satan diese Macht. In Gottes Haus werden alle Frevler entlarvt und verstoßen, weil sie alle möglichen Übeltaten begehen. Wenn man versucht, mit Frevlern über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten oder sie zurechtzustutzen und sich mit ihnen zu befassen, ist Wahrscheinlichkeit groß, dass sie einen angreifen, kritisieren, oder sich sogar an einem rächen, was alles darauf beruht, dass ihre Disposition so böswillig ist. Das ist tatsächlich sehr häufig der Fall. Es kann zum Beispiel sein, dass zwei Leute, die sich gut miteinander verstehen, sehr rücksichtsvoll und verständnisvoll miteinander umgehen, sich schließlich wegen einer einzigen Sache, die ihre Interessen betrifft, zerstreiten und den Kontakt zueinander abbrechen. Manche Menschen werden sogar zu Feinden und versuchen, sich an dem anderen zu rächen. Sie sind alle extrem bösartig. Was Menschen betrifft, die ihre Pflicht erfüllen, habt ihr bemerkt, welche Anzeichen, die sie an den Tag legen, zu einer bösartigen Disposition gehören? Es besteht kein Zweifel, dass es diese Dinge gibt, und ihr müsst sie ausmerzen. Das hier wird euch helfen, diese Dinge zu erkennen und zu verstehen. Wenn ihr nicht wisst, wie ihr solche Dinge ausmerzen und erkennen könnt, werdet ihr nie in der Lage sein, böse Menschen zu erkennen. Nachdem sie von Antichristen getäuscht wurden und unter ihre Kontrolle geraten sind, nimmt das Leben mancher Menschen Schaden, und erst dann verstehen sie, was Antichristen sind und was eine bösartige Disposition ist. Euer Verständnis der Wahrheit ist zu oberflächlich. Euer Verständnis der meisten Wahrheiten erstreckt sich nur bis zur gesprochenen oder geschriebenen Ebene, oder ihr versteht nur die Worte der Glaubenslehren, und diese stimmen nicht im Geringsten mit der Realität überein. Wenn ihr euch viele Predigten angehört habt, scheint es, als gäbe es ein Verständnis und eine Erleuchtung in euren Herzen; doch wenn ihr mit der Realität konfrontiert werdet, könnt ihr die wahre Natur der Dinge dennoch nicht erkennen. Rein theoretisch wisst ihr alle, welche Erscheinungsformen eines Antichristen es gibt, doch wenn ihr dann tatsächlich einem echten Antichristen gegenübersteht, könnt ihr ihn nicht als einen solchen erkennen. Der Grund dafür ist, dass es dir an Erfahrung fehlt. Wenn du mehr Erfahrungen gesammelt hast, wenn du genug unter Antichristen leiden musstest, wirst du wirklich in der Lage sein, ihre wahre Natur zu erkennen. Heutzutage hören zwar die meisten Menschen bei Versammlungen den Predigten gewissenhaft zu und wollen nach der Wahrheit streben, doch wenn sie sich die Predigt angehört haben, verstehen sie nur die wörtliche Bedeutung, ihr Verständnis erstreckt sich nicht weiter als bis zur theoretischen Ebene, und sie sind unfähig, die Wirklichkeit der Wahrheit zu erfahren. Dementsprechend ist ihr Eintritt in die Wirklichkeit der Wahrheit nur sehr oberflächlich, und das bedeutet, dass sie Frevler und Antichristen nicht erkennen oder durchschauen können. Antichristen haben das Wesen von Übeltätern, doch haben neben Antichristen und Übeltätern nicht auch andere Menschen bösartige Dispositionen? In Wirklichkeit gibt es keine guten Menschen. Wenn alles gut läuft, haben sie ein Lächeln auf dem Gesicht, doch wenn sie mit etwas konfrontiert werden, das ihren eigenen Interessen schadet, zeigen sie ihre hässliche Seite. Das zeugt von einer bösartigen Disposition. Diese bösartige Disposition kann jederzeit zum Vorschein kommen; es passiert unbewusst. Was genau passiert hier also? Handelt es sich hier um eine Besessenheit durch böse Geister? Handelt es sich um eine dämonische Reinkarnation? Sollte es sich um eines dieser beiden Dinge handeln, dann besitzt diese Person das Wesen eines Übeltäters, und ihr kann nicht mehr geholfen werden. Wenn sie nicht das Wesen eines Übeltäters besitzt, sondern nur diese verdorbene Disposition, dann kann sich ihr Zustand noch zum Guten wenden, und wenn sie die Wahrheit annehmen kann, besteht noch Hoffnung für sie, gerettet zu werden. Wie also kann man eine bösartige, verdorbene Disposition beseitigen? Erstens musst du oft beten, wenn etwas passiert, und über deine Beweggründe und Wünsche nachdenken. Du musst Gottes prüfenden Blick akzeptieren und dein Verhalten unter Kontrolle halten. Zudem darfst du keine bösen Worte sprechen oder böses Verhalten zeigen. Wenn ein Mensch falsche Absichten und Böswilligkeit in seinem Herzen feststellt und böse Dinge tun will, muss er die Wahrheit suchen, um diese zu beseitigen, er muss die passenden Worte Gottes finden, um dieses Problem zu verstehen und zu lösen, er muss zu Gott beten, um Seinen Schutz bitten und Gott einen Schwur leisten, und wenn er die Wahrheit nicht annimmt und Böses tut, muss er sich selbst verfluchen. Auf diese Weise mit Gott Gemeinschaft zu halten schenkt einem Schutz und hält einen davon ab, Böses zu tun. Wenn einem Menschen etwas passiert und böse Absichten zum Vorschein kommen, er dies aber ignoriert und sich von diesen Absichten leiten lässt oder davon ausgeht, dass er sich genau so verhalten sollte, dann ist das ein böser Mensch, der nicht wirklich an Gott glaubt oder die Wahrheit liebt. So ein Mensch will aber immer noch an Gott glauben und Ihm folgen, von Ihm gesegnet werden und in das Königreich des Himmels eintreten – ist das möglich? Das ist nur ein Wunschtraum von ihnen. Die fünfte Art der Disposition ist Bösartigkeit. Dieses Problem hängt ebenfalls mit verdorbenen Dispositionen zusammen, und das war es mehr oder weniger mit diesem Thema.

Ihr solltet auch mit der sechsten Art der verdorbenen Disposition vertraut sein: Frevel. Betrachten wir zuerst Menschen, die das Evangelium predigen. Manche Menschen offenbaren eine frevelhafte Disposition, wenn sie das Evangelium predigen. Sie predigen weder gemäß den Grundsätzen noch wissen sie, welche Menschen die Wahrheit lieben und Menschlichkeit besitzen; sie sind immer nur auf der Suche nach einem Mitglied des anderen Geschlechts, bei dem sie gut ankommen, das sie mögen und mit dem sie sich verstehen. Menschen, die sie nicht mögen oder mit denen sie sich nicht verstehen, predigen sie nicht. Für sie spielt es keine Rolle, ob jemand den Grundsätzen für die Verbreitung des Evangeliums entspricht – wenn es sich um jemanden handelt, an dem sie interessiert sind, geben sie diese Person nicht auf. Vielleicht wird ihnen von anderen gesagt, dass diese Person nicht mit den Grundsätzen für die Verbreitung des Evangeliums übereinstimmt, doch sie beharren trotzdem darauf, ihr zu predigen. Eine Disposition in ihrem Inneren kontrolliert ihr Handeln und bringt sie dazu, ihre lüsternen Begierden zu befriedigen und unter dem Deckmantel der Verbreitung des Evangeliums ihre eigenen Ziele zu erreichen. Das ist nichts Geringeres als eine frevelhafte Disposition. Manche Menschen wissen sogar ganz genau, dass es falsch ist, so etwas zu tun, und dass sie dadurch Gott kränken und gegen Seine Verwaltungsanordnungen verstoßen – und doch hören sie nicht damit auf. Ist das nicht eine Art von Disposition? (Doch.) Das ist eine Erscheinungsform der frevelhaften Disposition, doch es ist nicht nur das Äußern von lüsternen Begierden, das als frevelhaft beschrieben werden sollte; Frevel umfasst so viel mehr als nur die Fleischeslust. Denkt mal darüber nach: Welche anderen Erscheinungsformen einer frevelhaften Disposition gibt es? Da es sich dabei um eine Disposition handelt, geht es um mehr als nur eine Verhaltensweise, es umfasst viele verschiedene Zustände, Erscheinungsformen und Äußerungen, genau das macht diese Disposition aus. (Weltlichen Trends zu folgen und nicht von den Dingen, die mit weltlichen Trends zusammenhängen, ablassen zu können.) Nicht von frevelhaften Trends ablassen zu können ist eine Form davon. An den frevelhaften Trends der Welt zu hängen, ihnen nachzujagen, von ihnen besessen zu sein und sie voller Leidenschaft zu verfolgen. Manche Menschen können diese Dinge nie loslassen, ganz gleich, wie oft man ihnen im gemeinschaftlichen Austausch die Wahrheit mitteilt, ganz gleich, wie oft man sie zurechtstutzt und sich mit ihnen befasst; es geht soweit, dass sie komplett vernarrt in diese Dinge sind. Das ist Frevel. Wenn Menschen also bösen Trends folgen, welche Anzeichen deuten darauf hin, dass sie eine frevelhafte Disposition besitzen? Warum lieben sie diese Dinge so sehr? Was haben diese bösen weltlichen Trends an sich, das ihnen psychologische Befriedigung gibt, das ihre Bedürfnisse, ihre Vorlieben und ihre Begierden zufriedenstellt? Nehmen wir zum Beispiel an, sie mögen Filmstars: Was hat es mit diesen Filmstars auf sich, das diese Besessenheit schürt und sie dazu bringt, zu ihren Anhängern zu werden? Es ist das Elan, der Flair, das gute Aussehen und die Berühmtheit dieser Leute sowie ihr extravagantes Leben, nach dem sie sich sehnen. All diese Dinge, mit denen sie einhergehen und denen sie nacheifern – sind all diese Dinge frevelhaft? (Ja.) Warum sagt ihr, sie seien frevelhaft? (Weil sie der Wahrheit und allem Positiven zuwiderlaufen und nicht mit Gottes Forderungen übereinstimmen.) Das ist die Glaubenslehre. Versucht doch einmal, diese Berühmtheiten und Filmstars zu analysieren: ihren Lebensstil, ihr Verhalten und auch ihr öffentliches Image und ihre Kleidung, die alle so bewundern. Warum führen sie ein solches Leben? Und warum inspirieren sie andere, ihnen nachzueifern? Sie stecken eine Menge Mühe in diese Dinge. Sie haben Visagisten und persönliche Stylisten, um ihr Image zu kreieren. Welches Ziel verfolgen sie, wenn sie so ein Image für sich selbst schaffen? Die Menschen anzulocken, sie in die Irre zu führen und sie dazu bringen, zu ihren Anhängern zu werden – und davon zu profitieren. Ob die Menschen nun den Ruhm dieser Filmstars anbeten, ihr gutes Aussehen oder ihren Lebensstil, was sie da machen, ist wirklich dumm und absurd. Wenn ein Mensch Vernunft besäße, wie könnte er dann Teufel anbeten? Teufel sind Wesen, die Menschen täuschen, betrügen und ihnen schaden. Teufel glauben nicht an Gott und besitzen absolut keine Akzeptanz der Wahrheit. Alle Teufel sind Anhänger Satans. Was sind die Ziele jener, die Teufeln und Satan folgen und sie anbeten? Sie wollen diese Teufel nachahmen und sie zum Vorbild nehmen, in der Hoffnung, dass sie eines Tages auch ein Teufel werden, genauso schön und sexy wie diese Teufel und Berühmtheiten. Dieses Gefühl genießen sie gerne. Es spielt keine Rolle, welche Berühmtheit oder bedeutende Persönlichkeit jemand verehrt, das letztendliche Ziel dieser Stars ist dasselbe – die Menschen zu täuschen, sie anzulocken und sie dazu bringen, sie zu verehren und zu ihren Anhängern zu werden. Ist das nicht eine frevelhafte Disposition? Das ist eine frevelhafte Disposition, wie sie offensichtlicher nicht sein könnte.

Frevelhafte Dispositionen äußern sich auch auf eine andere Art und Weise. Manche Menschen sehen, dass bei den Versammlungen in Gottes Haus immer Gottes Wort gelesen wird, dass man über die Wahrheit Gemeinschaft hält und über Selbsterkenntnis und die richtige Erfüllung von Pflichten spricht und darüber, wie man im Einklang mit den Grundsätzen handelt, Gott fürchtet und das Böse meidet, wie man die Wahrheit versteht und praktiziert, sowie verschiedene andere Aspekte der Wahrheit. Nachdem sie diesen Dinge all die Jahre zugehört haben, werden sie davon immer angefressener, je mehr sie sie hören, und sie fangen an, sich zu beschweren: „Ist es nicht der Zweck des Glaubens an Gott, Segnungen zu erhalten? Warum reden wir immer über die Wahrheit und halten über Gottes Wort Gemeinschaft? Hört das denn nie auf? Mir reicht’s!“ Doch sie wollen auch nicht in die säkulare Welt zurückkehren. Sie denken sich: „An Gott zu glauben ist so eintönig und langweilig – wie kann ich meinen Glauben ein bisschen interessanter gestalten? Ich muss mir etwas Interessantes suchen.“ Und so fragen sie die Leute: „Wie viele Gläubige an Gott gibt es in der Kirche? Wie viele Leiter und Gemeindearbeiter gibt es? Wie viele wurden abgelöst? Wie viele von ihnen sind junge Universitätsstudenten und Doktoranden? Kann mir jemand eine Zahl nennen?“ Sie halten diese Dinge und diese Daten für die Wahrheit. Was ist das für eine Disposition? Das ist Frevel, was im Allgemeinen als „Niedertracht“ bezeichnet wird. Sie haben so viele Wahrheiten gehört, doch keine davon hat in ihnen ausreichende Aufmerksamkeit oder Konzentration geweckt. Sobald aber jemand etwas Klatsch oder interne Neuigkeiten hat, spitzen sie sofort die Ohren und haben Angst, etwas zu verpassen. Ist das nicht Niedertracht? (Doch.) Was macht niederträchtige Menschen aus? Sie haben nicht das geringste Interesse an der Wahrheit. Sie interessieren sich nur für Äußerlichkeiten und sind unermüdlich und unersättlich auf der Suche nach Klatsch und Tratsch und Dingen, die weder etwas mit ihrem Lebenseintritt noch der Wahrheit zu tun haben. Sie glauben, dass sie, wenn sie all diese Dinge, all diese Informationen, herausfinden und sie in ihrem Kopf behalten, die Wirklichkeit der Wahrheit besitzen, dass sie wirklich ein Mitglied des Hauses Gottes sind und dass sie sicher von Gott gelobt werden und in Gottes Königreich eintreten können. Glaubt ihr, dass dem wirklich so ist? (Nein.) Ihr könnt das erkennen, doch viele neue Gläubige an Gott können das nicht. Sie sind auf diese Informationen fixiert, sie glauben, diese Dinge zu wissen macht sie zu einem Mitglied von Gottes Haus – doch in Wirklichkeit verachtet Gott solche Menschen am meisten, denn sie sind die eitelsten, oberflächlichsten und unwissendsten aller Menschen. Gott ist in den letzten Tagen im Fleisch erschienen, um das Werk des Gerichts und der Reinigung der Menschen zu verrichten, und gibt dadurch den Menschen die Wahrheit als Leben. Doch wenn die Menschen sich nicht darauf konzentrieren, Gottes Wort zu essen und zu trinken, und sich ständig darum bemühen, Klatsch und Tratsch und mehr über die internen Angelegenheiten der Kirche herauszufinden, streben sie dann nach der Wahrheit? Sind das Menschen, die wirkliche Arbeit verrichten? Meiner Meinung nach sind das frevelhafte Menschen. Es sind keine Gläubigen. Solche Menschen könnte man auch als niederträchtig bezeichnen. Für sie geht alles immer nur um Gerüchte. Das befriedigt zwar ihre Neugierde, aber sie werden von Gott verachtet. Das sind keine Menschen, die wirklich an Gott glauben, geschweige denn Menschen, die nach der Wahrheit streben. Kurz und knapp gesagt, sind sie Diener Satans, deren Ziel es ist, die Gemeindearbeit zu stören. Mehr noch: Menschen, die Gott ständig hinterfragen und untersuchen, sind Diener und Lakaien des großen roten Drachens. Gott hasst und verachtet solche Menschen mehr als alle anderen. Wenn du an Gott glaubst, warum vertraust du Gott dann nicht? Wenn du Gott hinterfragst und untersuchst, suchst du dann nach der Wahrheit? Hat die Suche nach der Wahrheit etwas damit zu tun, in welche Familie Christus hineingeboren wurde oder in welchem Umfeld Er aufwuchs? Menschen, die Gott ständig unter die Lupe nehmen – sind solche Menschen nicht abstoßend? Wenn du ständig Auffassungen über Dinge hast, die mit der Menschlichkeit Christi zu tun haben, solltest du mehr Zeit damit verbringen, nach dem Wissen in Gottes Worten zu streben; nur wenn du die Wahrheit verstehst, wirst du in der Lage sein, das Problem deiner Auffassungen zu lösen. Wird es dir erlauben, Gott zu kennen und zu verstehen, wenn du den familiären Hintergrund von Christus oder die Umstände Seiner Geburt untersuchst? Wird dir das erlauben, das göttliche Wesen Christi zu entdecken? Definitiv nicht. Menschen, die wirklich an Gott glauben, verschreiben sich Gottes Worten und der Wahrheit – nur das trägt dazu bei, das göttliche Wesen Christi zu verstehen. Doch warum verhalten sich jene, die Gott ständig hinterfragen, immerzu niederträchtig? Diese schäbigen Menschen, die kein Verständnis von geistlichen Dingen haben, sollten so schnell wie möglich aus Gottes Haus verschwinden! Es wurden so viele Wahrheiten zum Ausdruck gebracht und über so viel in Versammlungen und Predigten Gemeinschaft gehalten – warum musst du Gott noch immer hinterfragen? Was bedeutet es, wenn du Gott ständig hinterfragst? Es bedeutet, dass du enorm frevelhaft bist! Es gibt sogar Menschen, die glauben, dass sie, wenn sie all diese trivialen Informationen lernen, daraus Kapital schlagen können, und sie geben damit vor anderen an. Und was passiert dann am Ende? Sie sind verachtenswert und abstoßend vor Gott. Sind das überhaupt Menschen? Sind sie nicht lebende Dämonen? Wie kann man solche Menschen Gläubige an Gott nennen? Sie widmen all ihre Gedanken dem Bösen und dem falschen Weg. Als würden sie denken, je mehr Gerüchte sie wissen, desto mehr gehören sie zum Haus Gottes und desto mehr verstehen sie die Wahrheit. Solche Leute sind völlig absurd. Im Haus Gottes wird niemand mehr verachtet als sie.

Manche Menschen konzentrieren sich in ihrem Glauben ständig auf unrealistische Dinge. Zum Beispiel stellen manche Menschen immerzu Nachforschungen über die Natur des Königreichs an und darüber, wo der dritte Himmel ist, wie es in der Unterwelt aussieht und wo die Hölle ist. Ständig befassen sie sich mit Geheimnissen, anstatt sich auf den Lebenseintritt zu konzentrieren. Das zeugt von Niederträchtigkeit, das ist böse. Egal, wie viele Predigten und gemeinschaftlichen Austausch sie hören, es gibt Menschen, die noch immer weder verstehen, was die Wahrheit ist, noch wissen, wie man sie in die Praxis umsetzt. Wann immer sie die Zeit finden, untersuchen sie Gottes Wort, studieren den Wortlaut und suchen nach irgendeiner sensationellen Entdeckung, und sie prüfen auch ständig, ob sich Gottes Worte erfüllt haben. Wenn ja, dann halten sie es für Gottes Werk, und wenn nicht, leugnen sie, dass es sich um Gottes Werk handelt. Ist das nicht absurd? Ist das nicht niederträchtig? Sind Menschen immer in der Lage zu erkennen, wann sich Gottes Worte erfüllt haben? Menschen sind nicht unbedingt in der Lage zu erkennen, wann sich Gottes Worte erfüllt haben. Manche Seiner Worte erscheinen für Menschen nicht so, als ob sie sich erfüllt hätten, doch in Gottes Augen haben sie das. Menschen haben keine Möglichkeit, diese Dinge klar zu erkennen; sie können sich glücklich schätzen, wenn sie auch nur 20% davon verstehen können. Manche Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, Gottes Wort zu studieren, schenken aber dem Praktizieren der Wahrheit oder dem Eintreten in ihre Wirklichkeit keine Beachtung. Stellt das nicht eine Vernachlässigung ihrer Pflichten dar? Sie haben so viele Wahrheiten gehört und verstehen sie trotzdem noch nicht, und sie suchen immerzu nach Beweisen, dass Prophezeiungen erfüllt wurden, sehen darin ihren Lebensinhalt und ihre Motivation. Dann gibt es Menschen die, wenn sie Beten, zum Beispiel Dinge sagen wie: „Gott, wenn Du willst, dass ich das tue, wecke mich morgen früh um sechs Uhr auf; willst Du das nicht, lasse mich bis sieben Uhr schlafen.“ Sie verhalten sich oft auf diese Art, machen es zu einem ihrer Grundsätze und praktizieren es, als wäre es die Wahrheit. Das nennt man Niederträchtigkeit. In ihrem Handeln verlassen sie sich immer auf ihre Gefühle, konzentrieren sich auf das Übernatürliche und stützen sich auf Gerüchte und andere unrealistische Dinge; sie investieren ihre Energie ständig in niederträchtige Dinge. Das ist Frevel. Ganz gleich, wie du mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, sie glauben, dass die Wahrheit keinen Nutzen hat und nicht so zutreffend ist, als sich auf die eigenen Gefühle zu verlassen oder etwas durch einen Vergleich zu bestätigen. Das ist Niederträchtigkeit. Sie glauben nicht daran, dass Gott über die Schicksale der Menschen herrscht und sie anordnet, und obwohl sie behaupten, sie würden Gottes Worte als die Wahrheit anerkennen, nehmen sie in ihren Herzen die Wahrheit dennoch nicht an und sehen die Dinge nie durch die Linse von Gottes Worten. Wenn jemand Bekanntes etwas sagt, halten sie es für die Wahrheit und schließen sich dieser Meinung an. Wenn ein Wahrsager ihnen erzählt, dass sie nächstes Jahr zum Manager befördert werden, glauben sie ihm. Ist das nicht Niederträchtigkeit? Sie glauben ausschließlich an Weissagungen, Wahrsagerei und Übernatürliches, und an diese niederträchtigen Dinge. Es ist genauso, wie wenn manche Leute sagen: „Ich verstehe alle Wahrheiten, ich kann sie nur nicht in die Praxis umsetzen. Ich weiß nicht, wo das Problem liegt.“ Jetzt haben wir eine Antwort auf diese Frage: Solche Menschen sind niederträchtig. Es macht keinen Unterschied, wie du mit solchen Menschen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, es wird nicht zu ihnen durchdringen, und du wirst auch keine Wirkung sehen. Diese Menschen sind der Wahrheit nicht nur überdrüssig, sie besitzen auch eine frevelhafte Disposition. Was ist die wichtigste Erscheinungsform der Disposition, der Wahrheit überdrüssig zu sein? Das ist, wenn jemand die Wahrheit versteht, sie aber nicht in die Praxis umsetzt. Er will sie nicht hören, widersetzt sich ihr und hegt einen Groll gegen sie. Er weiß, dass die Wahrheit richtig und gut ist, doch setzt sie nicht in die Praxis um, ist weder bereit, diesen Weg zu beschreiten, noch will er leiden oder einen Preis bezahlen, geschweige denn Verluste erleiden. Frevelhafte Menschen sind anders. Sie glauben, dass frevelhafte Dinge die Wahrheit seien, dass das der richtige Weg sei, und jagen diesen Dingen hinterher und versuchen sie nachzuahmen, und sie konzentrieren all ihre Anstrengungen auf sie. Gottes Haus hält oft über die Grundsätze des Betens Gemeinschaft: Die Menschen können beten, wann und wo sie wollen, es gibt dabei keinen Zeitdruck; sie müssen einfach nur vor Gott treten, die Worte in ihrem Herzen sprechen und nach der Wahrheit suchen. Diese Worte sollten oft gehört und leicht verstanden werden, doch auf welche Weise setzen böse Menschen sie in die Praxis um? Jeden Morgen, wenn der Morgengesang erklingt, wenden sie sich ohne Ausnahme gen Süden, knien sich hin, legen beide Hände auf den Böden und fallen vor Gott im Gebet nieder, so gut sie können. Sie glauben, dass Gott nur in solchen Momenten ihre Gebete erhört, weil Er zu dieser Zeit nicht beschäftigt ist, weil Er Zeit hat und deshalb zuhört. Ist das nicht lächerlich? Ist das nicht niederträchtig? Andere Leute behaupten, dass man am besten um ein oder zwei Uhr nachts beten sollte, wenn alles ruhig ist. Warum sagen sie das? Auch sie haben ihre Gründe. Sie sagen, dass um diese Zeit alle anderen Leute schlafen; Gott kann Sich nur Zeit für ihre Angelegenheiten nehmen, wenn Er nicht beschäftigt ist. Ist das nicht absurd? Ist das nicht niederträchtig? Ganz gleich, wie du mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, sie weigern sich, es anzunehmen. Sie sind die absurdesten aller Menschen und unfähig, die Wahrheit zu verstehen. Andere Menschen sagen: „Wer an Gott glaubt, muss gute Taten vollbringen und gütig sein und darf nicht töten oder Fleisch essen. Fleisch zu essen bedeutet zu töten, zu sündigen, und Gott will nicht, dass die Menschen das tun.“ Gibt es eine Grundlage für diese Aussage? Hat Gott jemals etwas Derartiges gesagt? (Nein.) Wer hat das dann gesagt? Das wurde von einem Ungläubigen gesagt, von jemand absurdem. Tatsächlich ist es nicht unbedingt so, dass die Leute, die das sagen, kein Fleisch essen – oder sie essen vielleicht kein Fleisch vor anderen, aber wenn sie alleine sind, essen sie eine Menge. Solche Menschen sind wirklich gut darin, sich zu verstellen, und wo sie auch hingehen, verbreiten sie Irrtümer. Das ist Frevel. Solche Menschen sind so niederträchtig. Sie betrachten diese Irrlehren und Irrtümer als Gebote und Regeln, und sie praktizieren sie sogar und halten sich an sie, als ob sie die Wahrheit oder Gottes Forderungen wären, und lehren andere schamlos und voller Energie, es ihnen gleichzutun. Warum sage Ich, dass das Verhalten dieser Leute, ihre Formulierungen und die Mittel, mit denen sie streben, frevelhaft sind? (Weil diese Dinge nichts mit der Wahrheit zu tun haben.) Ist dann also alles, was nichts mit der Wahrheit zu tun hat, frevelhaft? Eine solche Auslegung ist sehr problematisch. Viele Dinge im Alltag der Menschen haben nichts mit der Wahrheit zu tun. Würde man nicht die Tatsachen verdrehen, wenn man behauptet, diese Dinge seien frevelhaft? Was von Gott nicht verurteilt wird, kann nicht als frevelhaft bezeichnet werden, sondern nur das, was von Gott verurteilt wird. Es wäre ein großer Fehler, alles, das keine Verbindung zur Wahrheit hat, als frevelhaft einzuordnen. Die Einzelheiten, die für unser Leben notwendig sind – wie Essen, Schlafen, Trinken und sich auszuruhen zum Beispiel – haben diese Dinge mit der Wahrheit zu tun? Sind diese Dinge frevelhaft? Das sind alles ganz normale Bedürfnisse, sie gehören zum täglichen Tagesablauf der Menschen und sind nicht frevelhaft. Warum also wurden die Handlungen, die Ich gerade genannt habe, als frevelhaft eingestuft? Weil diese Verhaltensweisen die Menschen auf einen falschen und lächerlichen Pfad führen – sie führen sie auf den Pfad der Religion. Indem sie auf diese Weise praktizieren und anderen lehren, sich auch so zu verhalten, führen sie die Menschen auf den Pfad des Bösen. Das ist das unvermeidliche Resultat. Wenn Menschen böse weltliche Trends verehren und den Pfad des Bösen beschreiten, was passiert mit ihnen am Ende? Sie werden verkommen, verlieren die Vernunft, haben keine Scham, werden schließlich voll und ganz von den Trends der Welt mitgerissen und gehen in ihr Verderben, genau wie die Ungläubigen. Manche Menschen betrachten diese Irrlehren und Irrtümer nicht nur als Regeln, die es zu befolgen gilt, oder Gebote, denen man gehorchen sollte, sondern halten an ihnen fest, als wären sie die Wahrheit. Das sind absurde Menschen, denen es an jeglichem geistlichem Verständnis fehlt. Am Ende können sie nur verstoßen werden. Könnte der Heilige Geist in jemandem wirken, dessen Verständnis der Wahrheit so verzerrt ist? (Nein.) Der Heilige Geist wirkt nicht in solchen Menschen – wenn das der Fall ist, wirken in ihnen böse Geister, denn sie beschreiten den Pfad des Bösen, laufen mit großen Schritten den Pfad der bösen Geister entlang, und spielen damit diesen bösen Geistern in die Hände. Und das Ergebnis? Diese Menschen sind von bösen Geistern besessen. Vorhin sagte ich: „Der Teufel Satan geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht nach Menschen, die er verschlingen kann.“ Wenn Menschen den krummen und bösen Pfad beschreiten, werden sie unweigerlich von bösen Geistern aufgegriffen. Gott braucht dich den bösen Geistern nicht übergeben. Wenn du nicht nach der Wahrheit strebst, wirst du keinen Schutz erhalten, und Gott wird nicht an deiner Seite stehen. Gott wird sich nicht um dich kümmern, wenn Er dich nicht für Sich gewinnen kann, und die bösen Geister werden diese Gelegenheit nutzen, um sich einzuschleichen und von dir Besitz zu ergreifen. Das ist die Folge, nicht wahr? All jene, die der Wahrheit überdrüssig sind, ständig das Werk von Gottes Menschwerdung verurteilen und weltlichen Trends folgen, die Gottes Wort und die Bibel in eklatanter Weise falsch auslegen, die Irrlehren und Irrtümer verbreiten – all diese Dinge, die sie tun, haben ihren Ursprung in frevelhaften Dispositionen. Manche Menschen streben nach Spiritualität, und weil ihr Verständnis verdreht ist, denken sie sich eine Vielzahl von Irrlehren aus, um Menschen in die Irre zu führen, und sie werden zu Utopisten und Theoretikern, was auch eine Erscheinungsform von Niederträchtigkeit ist. Sie sind Frevler. Wie die Pharisäer: Alles, was sie taten, war Heuchelei, sie praktizieren nicht die Wahrheit und verleiteten die Menschen dazu, zu ihnen aufzuschauen und sie zu verehren. Als der Herr Jesus erschien, um zu wirken, haben sie ihn sogar gekreuzigt. Das war böse, und sie wurden letztendlich von Gott verflucht. Heutzutage kritisiert und verurteilt die religiöse Welt nicht nur das Erscheinen und das Werk Gottes, sondern – und das ist am Abscheulichsten – stellt sich auf die Seite des großen roten Drachens und macht gemeinsame Sache mit bösen Mächten, um die Auserwählten Gottes zu verfolgen und zusammen Gott als Feind gegenüberzustehen. Das ist frevelhaft. Die religiöse Gemeinschaft hat die frevelhaften Mächte Satans nie gehasst, und sie hasst den Frevel des Landes des großen roten Drachens nicht, sondern betet für es und segnet es. Das ist frevelhaft. Jegliches Verhalten, das mit Satan und bösen Geistern in Verbindung steht oder ihnen zuträglich ist, kann insgesamt als frevelhaft bezeichnet werden. Die Wege der Praxis, die wahrhaft abartig, böse, extrem und maßlos sind, sind auch frevelhaft. Manche Menschen verstehen Gott ständig falsch, und ganz gleich, wie man mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hält, diese Missverständnisse können nicht ausgeräumt werden. Sie predigen immer ihre eigenen Ansichten und beharren auf ihren eigenen Irrtümern. Zeugt das nicht auch von etwas Frevel? Gewisse Menschen hegen Auffassungen über Gott; Nachdem man ihnen die Wahrheit mehrfach in gemeinschaftlichem Austausch mitgeteilt hat, behaupten sie, dass sie es verstanden hätten und ihre Auffassungen beseitigt wären, und doch beharren sie danach weiter auf ihren Auffassungen, sind immer negativ und halten an ihren Ausreden fest. Auch das ist eine Art des Frevels. Zusammengefasst, ist jeder, der etwas Unvernünftiges getan hat und dies nicht akzeptieren will, egal wie man mit ihm auch über die Wahrheit Gemeinschaft hält, niederträchtig und auf eine Art auch frevelhaft. Es ist nicht leicht für jene Menschen, die eine frevelhafte Disposition besitzen, von Gott gerettet zu werden, weil sie die Wahrheit nicht annehmen können und sich weigern, von ihren frevelhaften Irrtümern abzulassen; solchen Menschen ist wirklich nicht zu helfen.

Wir haben gerade über insgesamt sechs Dispositionen Gemeinschaft gehalten: Unnachgiebigkeit, Arroganz, Verlogenheit, der Wahrheit überdrüssig zu sein, Böswilligkeit und Frevel. Hat euch die Analyse dieser sechs Dispositionen neue Erkenntnisse und ein neues Verständnis für Veränderungen der Disposition vermittelt? Was genau ist eine Veränderung der Disposition? Bedeutet sie, einen bestimmten Makel zu beseitigen, ein bestimmtes Verhalten zu korrigieren oder eine bestimmte Charaktereigenschaft zu ändern? Ganz und gar nicht. Habt ihr jetzt ein etwas besseres Verständnis davon, auf was sich die Disposition bezieht? Kann man diese sechs Dispositionen als die verdorbenen Dispositionen des Menschen, als die Natur und das Wesen des Menschen bezeichnen? (Ja.) Sind diese sechs Dispositionen positive oder negative Dinge? (Negative Dinge.) Sie sind schlichtweg die verdorbenen Dispositionen des Menschen. Keine einzige dieser verdorbenen Dispositionen steht Gott und der Wahrheit nicht feindlich gegenüber, und keine einzige von ihnen ist etwas Positives. Diese sechs Dispositionen sind also sechs Aspekte, die zusammen als verdorbene Disposition bezeichnet werden. Verdorbene Dispositionen liegen in der Natur und im Wesen des Menschen. Wie kann man „das Wesen“ erklären? Das Wesen bezieht sich auf die Natur des Menschen. Mit der Natur des Menschen sind die Dinge gemeint, auf die sich der Mensch für sein Dasein stützt, die Dinge, die sein Leben bestimmen. Der Mensch lebt gemäß seiner Natur. Es spielt keine Rolle, was du auslebst, welche Ziele du verfolgst und welche Richtung du einschlägst oder nach welchen Regeln du lebst, deine Natur und dein Wesen werden sich nicht ändern – das ist unwiderlegbar. Wenn du also die Wahrheit nicht besitzt und dich für dein Leben auf diese verdorbenen Dispositionen verlässt, richtet sich alles, was du auslebst, gegen Gott, gegen die Wahrheit und gegen Gottes Willen. Folgendes solltest du jetzt beantworten können: Können Menschen gerettet werden, wenn sich ihre Dispositionen nicht ändern? (Nein.) Das wäre unmöglich. Wenn sich also ihre Dispositionen nicht ändern, können sie dann mit Gott vereinbar sein? (Nein.) Das wäre enorm schwierig. Wenn es sich um diese sechs Dispositionen handelt, ganz gleich, welche davon es ist und in welchem Ausmaß sie sich äußert oder in dir zum Vorschein kommt, wenn du dich nicht von den Fesseln dieser verdorbenen Dispositionen befreien kannst, dann spielt es keine Rolle, welche Motive und Ziele hinter deinem Handeln stehen, und ob du absichtlich handelst oder nicht, die Natur all deiner Handlungen wird unweigerlich gegen Gott gestellt sein und unweigerlich von Gott verurteilt werden – was eine äußerst ernste Konsequenz darstellt. Von Gott verurteilt zu werden, ist das, was sich jeder Gottgläubige letztendlich wünscht? (Nein.) Da das also nicht das Ergebnis ist, das sich die Menschen wünschen, was ist das Wichtigste, was sie tun sollten? Sie sollten ihre eigene verdorbene Disposition und ihr verdorbenes Wesen kennen und die Wahrheit verstehen, und dann sollten sie die Wahrheit akzeptieren – und sich nach und nach, Schritt für Schritt in den von Gott für sie geschaffenen Situationen von diesen verdorbenen Dispositionen befreien und Vereinbarkeit mit Gott und der Wahrheit erlangen. Das ist der Weg, eine Veränderung der eigenen Disposition zu erwirken.

Früher gab es Menschen, die eine Veränderung ihrer Dispositionen für sehr einfach und unkompliziert hielten. Sie glaubten, dass „solange ich mich dazu zwinge, nichts zu sagen, was sich gegen Gott richtet, und nichts zu tun, was die Gemeindearbeit stört oder behindert, und solange ich die richtige Sichtweise und die richtige Einstellung in meinem Herzen habe, und ich etwas mehr von der Wahrheit verstehe, mich etwas mehr anstrenge, etwas mehr leide und einen größeren Preis zahle, dann werde ich nach ein paar Jahren definitiv in der Lage sein, eine Veränderung meiner Disposition zu erreichen.“ Sind diese Worte zutreffend? (Nein.) Wo liegt der Fehler dieser Menschen? (Sie kennen ihre verdorbenen Dispositionen nicht.) Was ist das Ziel davon, die eigene verdorbene Disposition zu kennen? (Sie zu ändern.) Und was ist das Ergebnis dieser Veränderung? Die Wahrheit zu erlangen. Um zu bewerten, ob es eine Veränderung in deiner Disposition gab, muss man betrachten, ob deine Handlungen mit der Wahrheit übereinstimmen oder gegen sie verstoßen, und ob sie von menschlichem Willen herrühren, oder von dem Wunsch Gottes Willen zufriedenzustellen. Um zu erkennen, inwieweit sich deine Disposition geändert hat, musst du prüfen, ob du über dich selbst nachdenken kannst, ob du deinem Fleisch, deinen Beweggründen, deinem wilden Ehrgeiz und deinen Wünschen entsagen kannst, wenn du eine verdorbene Disposition zeigst, und ob du dabei gemäß der Wahrheit und Gottes Worten praktizieren kannst. Wie groß die Veränderung deiner Gesinnung ist, zeigt sich daran, inwieweit du in der Lage bist, in Übereinstimmung mit der Wahrheit und Gottes Worten zu praktizieren, und ob deine Praxis in völligem Einklang mit den Anforderungen der Wahrheit stehen. Das steht im Verhältnis zueinander. Nehmen wir zum Beispiel die unnachgiebige Disposition: Anfangs, als sich deine Disposition noch nicht verändert hatte, hast du die Wahrheit nicht verstanden und warst dir auch nicht bewusst, dass du eine unnachgiebige Disposition besitzt, und als du die Wahrheit gehört hast, dachtest du bei dir: „Wie kann die Wahrheit immer die Narben der Menschen bloßlegen?“ Nachdem du sie gehört hast, dachtest du, dass Gottes Worte richtig sind, doch wenn du sie dir nach einem oder zwei Jahren noch nicht zu Herzen genommen hast, wenn du keine davon akzeptiert hast, ist das dann nicht Unnachgiebigkeit? Wenn es nach zwei oder drei Jahren noch keine Akzeptanz und keine Veränderung in deinem Zustand gab, wenn dein unnachgiebiger Zustand weder beseitigt noch auch nur im Geringsten vermindert wurde, und das obwohl du bei der Erfüllung deiner Pflichten nicht in Rückstand geraten bist und viel gelitten hast, gab es dann überhaupt eine Veränderung in diesem Aspekt deiner Disposition? (Nein.) Warum hetzt du dich dann ab und arbeitest? Unabhängig von dem Grund, warum du das tust, hetzt du dich blindlings ab und arbeitest, weil du dich bereits so viel abgehetzt und so viel gearbeitet hast, und es dennoch nicht die kleinste Veränderung in deiner Disposition gab. Und das wirst du bis zu dem Tag, an dem du plötzlich denkst: „Wie kommt es, dass ich nicht in der Lage bin, auch ein Wort eines Zeugnisses zu sprechen? Meine Lebensdisposition hat sich überhaupt nicht verändert.“ In diesem Moment spürst du, wie ernst dein Problem ist, und du denkst dir: „Ich bin wirklich rebellisch und unnachgiebig! Ich bin niemand, der nach der Wahrheit strebt! Gott hat keinen Platz in meinem Herzen! Wie könnte man was ich tue Glauben an Gott nennen? Ich glaube seit mehreren Jahren an Gott und lebe dennoch nicht das Abbild eines Menschen aus, und mein Herz steht Gott nicht nahe! Ich habe mir auch Gottes Worte nicht zu Herzen genommen, noch mache ich mir Vorwürfe oder verspüre den Drang, Buße zu tun, wenn ich etwas Falsches mache – ist das nicht Unnachgiebigkeit? Bin ich nicht ein Jünger der Rebellion?“ Du fühlst dich besorgt. Und was bedeutet es, dass du dich besorgt fühlst? Es bedeutet, dass du Buße tun willst. Du bist dir deiner Unnachgiebigkeit und deiner Aufsässigkeit bewusst. Und in diesem Augenblick beginnt sich deine Disposition zu verändern. Ohne es zu merken, finden sich in deinem Geist gewisse Gedanken und Wünsche, die dich dazu bringen, dass du dich ändern willst, und dein Verhältnis mit Gott steckt nicht mehr in einer Sackgasse fest. Du stellst fest, dass du deine Beziehung zu Gott verbessern und nicht mehr so unnachgiebig sein willst, dass du in der Lage sein willst, Gottes Worte in deinem täglichen Leben in die Praxis umsetzen und sie als die Grundsätze der Wahrheit zu praktizieren – dieses Bewusstsein hast du. Es ist gut, dass du dir dieser Dinge bewusst bist, aber bedeutet das, du kannst dich sofort ändern? (Nein.) Du musst mehrere Jahre an Erfahrung sammeln, in denen das Bewusstsein in deinem Herzen immer klarer wird, und du wirst ein starkes Bedürfnis verspüren, und in deinem Herzen wirst du dir denken: „Das ist nicht richtig – ich muss aufhören, meine Zeit zu verschwenden. Ich muss nach der Wahrheit streben, etwas Richtiges und Angemessenes tun. Früher habe ich meine eigentlichen Pflichten vernachlässigt, nur an materielle Dinge wie Essen und Kleidung gedacht und strebte nur nach Ruhm und Gewinn. Folglich habe ich überhaupt keine Wahrheit erlangt. Das bedauere ich, und ich muss Buße tun!“ An diesem Punkt begibst du dich auf den richtigen Weg des Glaubens an Gott. Solange die Menschen anfangen, sich auf das Praktizieren der Wahrheit zu konzentrieren, bringt sie das nicht einen Schritt näher an eine Veränderung ihrer Disposition? Es spielt keine Rolle, wie lange du schon an Gott glaubst, wenn du deine eigene Verworrenheit spüren kannst – dass du immer nur dahingetrieben bist, dass du, nachdem du dich mehrere Jahre hast treiben lassen, nichts daraus gewonnen hast und dich immer noch leer fühlst – und wenn du dich dabei unwohl fühlst und anfängst, über dich selbst nachzudenken, und du das Gefühl hast, du würdest deine Zeit verschwenden, wenn du nicht nach der Wahrheit strebst, in diesem Moment wirst du erkennen, dass Gottes Worte der Ermahnung Seine Liebe für den Menschen darstellen, und du wirst dich selber dafür hassen, dass du nicht auf Gottes Worte gehört hast und dass es dir so sehr an Gewissen und Vernunft mangelt. Du wirst Reue empfinden, und dann wirst du dich anders verhalten, und um wirklich vor Gott zu leben, wirst du zu dir sagen: „Ich darf Gott nicht mehr verletzen. Gott hat so viele Dinge gesagt, und jedes einzelne Wort war zum Wohle der Menschheit und um die Menschen auf den rechten Weg zu führen. Gott ist so voller Liebe und so würdig, von den Menschen geliebt zu werden!“ Und so beginnt die Verwandlung der Menschen. Das zu schätzen zu wissen ist eine wirklich gute Sache! Wenn du so abgestumpft bist, dass du nicht einmal diese Dinge weißt, dann steckst du wirklich in Schwierigkeiten, nicht wahr? Die Menschen erkennen heutzutage, dass der Schlüssel zum Glauben an Gott darin besteht, mehr von Gottes Worten zu lesen, dass das Verständnis der Wahrheit wichtiger als alles andere ist, dass es entscheidend ist, die Wahrheit zu verstehen und sich selbst zu kennen, und dass sie nur den richtigen Weg des Glaubens an Gott betreten können, wenn sie in der Lage sind, die Wahrheit zu praktizieren und die Wahrheit zu ihrer Wirklichkeit zu machen. Was glaubt ihr, wie viele Jahre an Erfahrung muss man haben, um dieses Wissen und dieses Gefühl im Herzen zu tragen? Menschen, die klug und einsichtig sind, die ein starkes Verlangen nach Gott haben – solche Menschen können sich vielleicht in ein oder zwei Jahren zum Guten wenden und mit dem Eintritt beginnen. Aber Menschen, die wirr im Kopf und stumpfsinnig und einfältig sind, denen es an Einsicht fehlt – an denen werden drei oder vier Jahre vorbeiziehen, als ob sie benommen wären, und sie werden nicht einmal merken, dass sie nichts gewonnen haben. Wenn sie ihre Pflichten mit Eifer erfüllen, können sie mehr als zehn Jahre in dieser Benommenheit verbringen, ohne offensichtliche Fortschritte zu machen oder in der Lage zu sein, Erfahrungszeugnisse abzulegen. Erst wenn sie weggeschickt oder verstoßen werden, erwachen sie endlich aus ihrer Trance und denken sich: „Ich verfüge tatsächlich über keine Wirklichkeiten der Wahrheit. Ich habe wirklich nicht nach der Wahrheit gestrebt!“ Kommt ihr Erwachen zu diesem Zeitpunkt nicht ein bisschen zu spät? Es gibt Menschen, die sich in ihrer Benommenheit treiben lassen und ständig auf den Tag Gottes hoffen, aber überhaupt nicht nach der Wahrheit streben. Das führt dazu, dass mehr als zehn Jahre vergehen, ohne dass sie irgendwelche Fortschritte machen oder anderen Zeugnisse weitergeben können. Erst wenn man sie zurechtstutzt, sich streng mit ihnen befasst und sie warnt, dringen Gottes Worte in ihre Herzen durch. Sie sind in ihren Herzen so unnachgiebig! Wie kann es in Ordnung sein, dass sie nicht streng diszipliniert werden? Was muss man tun, um sie wachzurütteln, damit sie reagieren? Wer nicht nach der Wahrheit strebt, wird keine Träne vergießen, bis er vor seinem Sarg steht. Erst wenn solche Menschen eine Menge böser und dämonischer Dinge getan haben, erkennen sie ihre Situation, und sie sagen sich: „Ist mein Glaube an Gott vorbei? Will Gott mich nicht mehr? Wurde ich verdammt?“ Sie fangen an, nachzudenken. Wenn so jemand in Negativität verfällt, glaubt er, dass all die Jahre seines Glaubens an Gott umsonst waren, ist voller Groll und geneigt, sich selbst als einen hoffnungslosen Fall abzuschreiben. Doch wenn er wieder zur Besinnung kommt, erkennt er: „Schade ich mir hier nicht nur selbst? Ich muss mich wieder aufrappeln. Mir wurde gesagt, dass ich die Wahrheit nicht liebe. Warum wurde mir das gesagt? Inwiefern liebe ich die Wahrheit nicht? Oh nein! Nicht nur, dass ich die Wahrheit nicht liebe, ich kann nicht einmal die Wahrheiten, die ich verstehe, in die Tat umsetzen! Das ist ein Anzeichen davon, dass ich der Wahrheit überdrüssig bin!“ Bei diesem Gedanken empfindet er eine gewisse Reue und auch etwas Angst: „Wenn ich so weitermache, werde ich sicherlich bestraft werden. Nein, ich muss umgehend Buße tun – ich darf Gottes Disposition nicht kränken.“ Hat sich seine Unnachgiebigkeit zu diesem Zeitpunkt verringert? Er kann etwas spüren – als ob eine Nadel die Schale seines Herzens durchstochen hat. Und wenn du dieses Gefühl hast, ist dein Herz wachgerüttelt, und du fängst an, dich für die Wahrheit zu interessieren. Warum hast du dieses Interesse? Weil du die Wahrheit brauchst. Ohne die Wahrheit, kannst du dich nicht unterwerfen, wenn man dich zurechtstutzt und sich mit dir befasst, du kannst die Wahrheit nicht akzeptieren und du kannst nicht standhaft bleiben, wenn du auf die Probe gestellt wirst. Würdest du zu einem Leiter werden, wärst du dann in der Lage, kein falscher Leiter zu sein und nicht den Pfad des Antichristen zu beschreiten? Das wärst du nicht. Kannst du Status und das Lob anderer überwinden? Kannst du die Situationen meistern, in die du gebracht wirst, und die Prüfungen, die dir gestellt werden? Du kennst und verstehst dich selbst nur zu gut, und du wirst sagen: „Wenn ich die Wahrheit nicht verstehe, kann ich das nicht alles meistern – ich bin Abfall, ich bin zu gar nichts fähig.“ Was ist das für eine Einstellung? Das ist das Bedürfnis nach der Wahrheit. Wenn du in Not bist, wenn du dich am hilflosesten fühlst, wirst du dich nur auf die Wahrheit verlassen wollen. Du wirst das Gefühl haben, dass du dich auf niemand anderen verlassen kannst und dass du nur, wenn du dich auf die Wahrheit verlässt, deine Probleme lösen kannst, dass es dir ermöglichen wird, es zu ertragen, wenn man dich zurechtstutzt und sich mit dir befasst und wenn du auf die Probe gestellt und in Versuchung geführt wirst, und dass es dir dabei helfen wird, jede Situation zu überstehen. Und je mehr du dich auf die Wahrheit verlässt, desto mehr wirst du spüren, dass die Wahrheit gut, nützlich und von größter Hilfe für dich ist und dass sie all deine Schwierigkeiten lösen kann. In solchen Augenblicken wirst du dich nach der Wahrheit sehnen. Wenn Menschen diesen Punkt erreichen, beginnt dann ihre verdorbene Disposition zu schwinden oder sich Schritt für Schritt zu verändern? Wenn sie anfangen, die Wahrheit zu verstehen und zu akzeptieren, verändert sich die Art und Weise, wie die Menschen die Dinge betrachten, woraufhin sich auch ihre Disposition zu ändern beginnt. Das ist ein langsamer Prozess. Im Anfangsstadium sind die Menschen nicht in der Lage, diese kleinen Veränderungen wahrzunehmen; doch wenn sie die Wahrheit wirklich verstehen und sie praktizieren können, gibt es wesentliche Veränderungen, und diese Veränderungen können sie spüren. Von dem Punkt, an dem Menschen Sehnsucht und Hunger nach der Wahrheit verspüren und nach der Wahrheit suchen wollen, bis zu dem Punkt, an dem sich etwas bei ihnen ändert und sie, abhängig von ihrem Verständnis der Wahrheit, in der Lage sind, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen und Gottes Willen zufriedenzustellen und nicht nach ihrem eigenen Willen zu handeln, sie in der Lage sind, ihre Beweggründe zu überwinden und ihre eigene Arroganz, Aufsässigkeit und Unnachgiebigkeit und ihr verräterisches Herz zu meistern, wird die Wahrheit dann nicht Stück für Stück zu ihrem Leben? Und wenn die Wahrheit zu deinem Leben wird, hören die arroganten, rebellischen, unnachgiebigen und verräterischen Dispositionen in dir auf, dein Leben zu sein und können dich nicht mehr beherrschen. Und was leitet dein Verhalten in dieser Zeit? Die Worte Gottes. Wenn die Worte Gottes zu deinem Leben werden, hat dann eine Veränderung stattgefunden? (Ja.) Und je mehr du dich danach veränderst, desto besser wird es. Das ist der Ablauf, durch den sich die Dispositionen der Menschen verändern, und diese Wirkung zu erreichen, braucht viel Zeit.

Wie lange Veränderungen der Disposition dauern, hängt von der Person ab; es gibt dafür keinen festen Zeitrahmen. Wenn es sich um jemanden handelt, der die Wahrheit liebt und nach ihr strebt, dann werden sich in sieben, acht oder zehn Jahren Veränderungen in seiner Disposition zeigen. Wenn es sich um jemanden von durchschnittlichem Kaliber handelt, der zudem gewillt ist, nach der Wahrheit zu streben, wird es ungefähr 15 oder 20 Jahre dauern, bis Veränderungen in seiner Disposition zu sehen sind. Der Schlüssel liegt darin, wie entschlossen die Person ist, nach der Wahrheit zu streben, und wie einsichtig sie ist; das sind die entscheidenden Faktoren. Jeder Art von verdorbener Disposition ist in jedem Menschen in unterschiedlichem Maße vorhanden, sie liegen alle in der Natur des Menschen und sind alle tief verwurzelt. Doch wenn man nach der Wahrheit strebt und sie praktiziert und Gottes Urteil und Züchtigung akzeptiert, wenn sich mit einem befasst und man zurechtgestutzt wird und man die Prüfungen und die Läuterung Gottes annimmt, kann man bei jeder Disposition einen unterschiedlichen Grad von Veränderung erwirken. Manche Menschen sagen: „Ist in diesem Fall eine Veränderung der Disposition dann nicht nur eine Frage der Zeit? Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich wissen, was Veränderungen der Disposition sind, und ich werde eintreten können.“ Ist das so? (Nein.) Ganz und gar nicht. Wenn es nur Zeit bedarf, um eine Veränderung der Disposition zu erwirken, dann hätten all die Menschen, die ihr ganzes Leben an Gott geglaubt haben, automatisch Veränderungen in ihrer Disposition erreichen müssen. Doch ist das wirklich so? Haben diese Menschen die Wahrheit erlangt? Haben sie Veränderungen in ihrer Disposition erwirkt? Nein, haben sie nicht. Menschen, die an Gott glauben, sind so zahlreich, wie Sand am Meer, doch Menschen, die ihre Disposition verändert haben, sind so selten wie Einhörner. Damit sich die Dispositionen der Menschen wirklich ändern, müssen sie sich auf das Streben nach der Wahrheit verlassen, um dies zu erreichen; indem sie sich auf das Werk des Heiligen Geistes verlassen, werden sie vervollkommnet. Veränderungen der Disposition werden durch das Streben nach der Wahrheit erreicht. Einerseits müssen die Menschen einen Preis bezahlen, sie müssen einen Preis bezahlen, wenn es um das Streben nach der Wahrheit geht, und um die Wahrheit zu erlangen, ist keine Menge an Mühsal ist zu gering. Zudem müssen sie Gottes Siegel und Zustimmung als ein Mensch erhalten, der ein gutes Herz hat und der Gott wirklich liebt, damit der Heilige Geist wirken und sie vervollkommnen kann. Die Mitarbeit der Menschen ist unerlässlich, doch das Wirken des Heiligen Geistes zu erlangen ist von noch größerer Bedeutung. Wenn die Menschen nicht nach der Wahrheit streben oder sie nicht lieben, wenn sie nicht wissen, wie man Gottes Willen befolgt, geschweige denn wie man Gott liebt, wenn sie keinen Drang verspüren, eine Last für die Gemeindearbeit auf sich zunehmen, und keine Liebe für andere hegen – und vor Allem wenn sie keine Hingabe bei der Erfüllung ihrer Pflichten haben – dann werden sie von Gott nicht geliebt und können nie von ihm vervollkommnet werden. Die Menschen dürfen also keine blinden Behauptungen aufstellen, sondern müssen den Willen Gottes verstehen. Unabhängig davon, was Gott sagt oder tut, müssen sie sich unterwerfen können, und um die Gemeindearbeit zu schützen, müssen sie ein gutes Herz besitzen, und nur dann kann der Heilige Geist wirken. Wenn die Menschen danach streben wollen, von Gott vervollkommnet zu werden, dann müssen sie ein Herz besitzen, das Gott liebt, das Gott gehorcht und das Gott fürchtet, und wenn sie ihre Pflicht erfüllen, müssen sie Gott treu sein und Gott zufriedenstellen. Nur dann werden sie in der Lage sein, das Wirken des Heiligen Geistes zu erlangen. Wenn der Heilige Geist in Menschen wirkt, werden sie erleuchtet, wenn sie Gottes Worte lesen, haben einen Weg, die Wahrheit und die Grundsätze bei der Erfüllung ihrer Pflicht zu erfüllen, werden von Gott geführt, wenn sie in Schwierigkeiten geraten, und ihre Herzen sind voller Freude und Frieden, egal wieviel sie leiden. Wenn sie sich zehn oder zwanzig Jahre auf diese Weise vom Heiligen Geist führen lassen, werden sie sich verändern, ohne es zu bemerken. Je eher sie sich verändern, desto eher werden sie Frieden finden; je eher sie sich verändern, desto eher können sie glücklich werden. Nur wenn sich die Dispositionen der Menschen ändern, können sie wirklich Frieden und Freude finden, nur dann können sie wirklich glückliche Leben führen. Wer nicht nach der Wahrheit strebt, wird weder geistlichen Frieden noch Freude finden, und seine Tage werden immer leerer und schwerer zu ertragen sein. Wer an Gott glaubt, aber nicht nach der Wahrheit strebt, dessen Tage werden von Schmerz und Leid erfüllt sein. Deshalb ist für Menschen, die an Gott glauben, nichts wichtiger, als die Wahrheit zu erlangen. Die Wahrheit zu erlangen bedeutet das Leben zu erlangen, und je eher man die Wahrheit erlangt, desto besser. Ohne die Wahrheit ist das Leben der Menschen leer. Die Wahrheit zu erlangen bedeutet, Frieden und Freude zu finden, vor Gott leben zu können und durch das Wirken des Heiligen Geistes erleuchtet, angeleitet und geführt zu werden. Die Herzen der Menschen werden sich immer weiter erhellen, und ihr Glaube an Gott wird immer größer werden. Ist euch nun die Wahrheit über die Veränderungen der Disposition klarer geworden? (Ja, wir verstehen es jetzt.) Wenn euch das jetzt wirklich klar ist, dann wurde euch ein Weg aufgezeigt, und ihr wisst jetzt, wie ihr effektiv nach der Wahrheit streben könnt.

28. April 2017

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