6. Ihr Verhalten ist hinterhältig, sie handeln eigenmächtig und sind diktatorisch, sie halten nie mit anderen Menschen Gemeinschaft und erzwingen von den Menschen Gehorsam (Abschnitt Eins)
Ergänzung: Die Geschichte von Daming und Xiaoming
Bevor wir zum Hauptthema unserer Gemeinschaft kommen, wollen wir zunächst eine Geschichte erzählen. Was nützt es, Geschichten zu erzählen? (Man kann sie sich leicht merken.) Wie viele Geschichten, an die man sich leicht erinnern kann, habe Ich bis jetzt erzählt? (Die Geschichte von Dabao und Xiaobao.) Zuletzt habe Ich „Die Geschichte von Dabao und Xiaobao“ erzählt. (Da war auch „Rattenjagd“ und die Geschichte von den Leiterinnen.) Es wurden schon einige Geschichten erzählt. Warum erzähle Ich Geschichten? Das eigentliche Ziel ist, zu einer entspannteren, leicht verständlichen Form des gemeinschaftlichen Austauschs über einige Wahrheiten überzugehen, welche die Menschen verstehen sollten. Wenn ihr durch die Geschichten, die Ich erzähle, die Wahrheiten versteht, und euch diese Wahrheiten in eurem Alltag bei verschiedenen Aspekten eures Eintritts behilflich sind, dann wurden diese Geschichten nicht umsonst erzählt. Das zeigt, dass ihr die Wahrheiten wirklich versteht, um die es bei diesen Geschichten geht, dass ihr die praktische Seite dieser Wahrheiten begreift, anstatt sie euch nur wie bloße Geschichten anzuhören. Das letzte Mal habe Ich die Geschichte von Dabao und Xiaobao erzählt. Heute werde Ich die von Daming und Xiaoming erzählen. Überlegt beim Zuhören, was diese Geschichte euch wirklich begreiflich zu machen versucht und um welchen Aspekt der Wahrheit es dabei geht.
Daming und Xiaoming sind Vater und Sohn. Vor einiger Zeit haben Daming und sein Sohn Xiaoming Gottes neues Werk angenommen. Ist das gut? (Ja.) Das ist gut. Xiaoming ist jung und kann noch nicht richtig lesen, deshalb liest Daming ihm jeden Tag die Worte Gottes vor und erklärt ihm geduldig die Worte, die Xiaoming nicht versteht. Nach einer Weile versteht Xiaoming eine Reihe von Glaubenslehren darüber, wie man sich verhalten soll, aber auch einiges an Vokabular, das er, bevor er an Gott geglaubt hat, noch nie gehört hatte, wie etwa Unterwerfung, Glaube, Ehrlichkeit, Verlogenheit und so weiter. Daming ist über die Fortschritte seines Sohnes sehr erfreut. Doch vor kurzem hat Daming festgestellt, dass Xiaoming keine Fortschritte in seinem Verhalten und seiner Sprache macht, egal, wie sehr er ihm Gottes Worte vorliest. Daming wird beklommen, entwickelt eine Last und er denkt: „Wie kann ich meinen Sohn dazu bringen, einige Wahrheiten zu verstehen, indem ich ihm Gottes Worte vorlese, damit er sich ändert, damit die anderen ihn gutheißen, die Daumen nach oben recken und ihn als braves Kind loben? Und wegen Xiaomings Leistung könnten sie dann loben, dass es gut ist, an Gott zu glauben, und durch die Veränderungen meines Sohnes könnte das Evangelium anderen gepredigt werden – wie großartig wäre das!“ Nachdem Daming diese Last entwickelt hat, grübelt er weiter: „Wie kann ich Xiaoming gut erziehen, damit er mehr davon versteht, wie man sich verhalten sollte, sodass er eine bessere Leistung zeigt und mit Gottes Absichten in Einklang ist? Wenn Xiaoming schließlich ein gutes Kind wird und jeder ihn lobt, könnte Gott all diese Ehre gegeben werden – wie wunderbar wäre das! Dann würde mir der schwere Stein vom Herzen fallen.“ Ist die Last, die Daming verspürt, vernünftig? Kann man das so betrachten, dass es sich hierbei um eine für ihn angemessene Aufgabe handelt? (Ja.) Aus seiner Sicht ist sein Ausgangspunkt korrekt – er gilt als vernünftig und als angemessene Aufgabe. Ist der Weg, den Daming für Xiaoming gewählt hat, richtig oder falsch? Ist er gut oder schlecht? Das wollen wir feststellen, während wir dies weiterführen. Daming betet oft zu Gott und fleht Ihn in dieser Sache an, und eines Tages hat er schließlich eine „Inspiration“. Was für eine „Inspiration“? Die sogenannte „Inspiration“ in Anführungszeichen. Auf welche Art von Weg könnte Daming sich beziehen, da diese „Inspiration“ in Anführungszeichen steht? Könnt ihr euch vorstellen, was in dieser Geschichte als Nächstes geschieht? Das ist nicht ganz klar, oder? Es ist gewissermaßen unbekannt.
Eines Tages fragt Daming, nachdem er Xiaoming Gottes Worte vorgelesen hat, seinen Sohn sehr ernst, ob es gut sei, an Gott zu glauben. Xiaoming antwortet feierlich: „Der Glaube an Gott ist gut. Menschen, die an Gott glauben, tyrannisieren andere nicht, sie treffen nicht auf Unheil, können nach dem Tod in den Himmel kommen und werden nicht in die Hölle geschickt.“ Hat Xiaoming Recht? In Anbetracht seines jungen Alters ist es schon ziemlich gut, dass er das sagen kann. Sein Verständnis vom Glauben an Gott ist sehr schlicht, es ist rudimentär und äußerst oberflächlich, aber für ihn ist es bereits tiefgreifend. Als Daming das hört, ist er erfreut und getröstet, und er sagt: „Gut gemacht, Xiaoming, du hast Fortschritte gemacht. Es scheint, dass dein Glaube an Gott eine gewisse Grundlage hat. Papa ist sehr erfreut und getröstet. Aber ist es wirklich so einfach, an Gott zu glauben?“ Xiaoming überlegt einen Moment und sagt: „Ist das nicht alles, was die Worte Gottes besagen? Was steht da noch?“ Sofort antwortet Daming: „Gottes Anforderungen sind nicht nur diese. Du glaubst so lange Zeit an Gott, und wenn Brüder und Schwestern zu Besuch kommen, weißt du nicht einmal, wie man sie begrüßt. Wenn du ab jetzt ältere Menschen triffst, nennst du sie Großvater und Großmutter; wenn du jüngere Erwachsene triffst, nennst du sie Onkel, Tante oder älterer Bruder und ältere Schwester. So wirst du ein Kind werden, das von allen geliebt wird – und Gott liebt nur Kinder, die von allen geliebt werden. Hör mir von jetzt an zu und tu, was ich dir sage; wenn ich dir sage, du sollst jemanden so nennen, dann nennst du ihn auch so.“ Xiaoming nimmt sich die Worte seines Vaters zu Herzen, weil er spürt, dass das, was sein Vater sagt, richtig ist. Er glaubt in seinem jungen Herzen, dass sein Vater älter ist, mehr als er von Gottes Worten gelesen hat und mehr weiß als er. Darüber hinaus will sein Vater nur das Beste für ihn und wird ihn definitiv nicht vom rechten Weg abbringen, deshalb muss das, was sein Vater sagt, richtig sein. Xiaoming versteht nicht, was die Wahrheit und was Glaubenslehre ist, aber er weiß zumindest, was gut und schlecht, richtig und falsch ist. Nachdem sein Vater gesprochen hat, entwickelt auch Xiaoming eine Last in dieser Sache. Künftig wird Xiaoming, wann immer er mit seinem Vater ausgeht und sie jemanden treffen, und wenn sein Vater ihm sagt, diese Person „Tante“ zu nennen, „Hallo Tante“ sagen; wenn ihm gesagt wird, die Person mit „Onkel“ anzusprechen, sagt er „Hallo Onkel“. Alle Leute loben Xiaoming als gutes, höfliches Kind, und sie loben auch Daming für seine korrekte Erziehung. Xiaoming ist sehr erfreut und denkt: „Was Papa mich lehrt, ist gut; ich werde von allen, denen ich begegne, gemocht.“ Xiaoming fühlt sich innerlich erfreut und ist besonders stolz, weil er denkt, dass der Weg, den sein Papa ihm weist, wirklich gut und richtig ist.
Als Xiaoming eines Tages von der Schule nach Hause kommt, eilt er sofort zu seinem Vater und sagt: „Papa, rate mal, was passiert ist? Der alte Zhang von nebenan hat so einen großen …“ Bevor er zu Ende sprechen kann, unterbricht Daming ihn: „‚Der alte Zhang‘? Wie kannst du das sagen, Xiaoming? Glaubst du noch an Gott oder nicht? Wie kannst du ihn mit ‚alter Zhang‘ ansprechen? Du hast vergessen, was ich dir gesagt habe, du vertraust nicht wirklich auf Gott, du bist kein wahrer Gläubiger. Schau, ich erinnere mich daran; ich kann dir helfen und es dir in Erinnerung rufen. Du solltest ihn mit ‚Großvater Zhang‘ ansprechen, kapiert?“ Xiaoming überlegt: „Ich kann ihn auch mit ‚Großvater Zhang‘ ansprechen.“ Er fährt fort: „Also, Großvater Zhang von nebenan hat einen Fisch gefangen, der so groß war! Die alte Zhang war begeistert!“ „Hast du es schon wieder vergessen?“, fragt Daming. „Du hast es immer noch nicht verstanden, Junge. Ich habe dir doch gerade gesagt, du sollst ihn mit ‚Großvater Zhang‘ ansprechen; also wie sollte dann seine Frau, die zur gleichen Generation gehört, angesprochen werden? Sie sollte mit ‚Großmutter Zhang‘ angesprochen werden. Merk dir das: Sag nie wieder ‚alter Zhang‘ oder ‚alte Zhang‘, sonst lachen die Leute über uns. Wäre das nicht peinlich für uns als Gläubige? Sie würden sagen, dass wir unhöflich und unanständig sind, und nicht wie Gläubige. Das bringt Gott keine Ehre.“ Xiaoming ist anfangs begeistert, seinem Papa von dem großen Fisch zu erzählen, den der alte Zhang gefangen hatte, aber nachdem sein Vater ihn verbessert hat, verliert er das Interesse und will nicht mehr darüber sprechen. Mit dem Rucksack auf den Schultern dreht er sich um und murmelt beim Weggehen: „Du glaubst, du weißt alles, mit all diesem Großvater-Großmutter-Zhang-Zeug. Was hat denn das mit uns zu tun? Als ob du hier der einzige Spirituelle wärst!“ Daming antwortet: „Nun, ich bin in der Tat spirituell! Bei den meisten Menschen kann ich ihre Seniorität bereits an deren Alter erkennen, egal wie alt sie sind, und weiß, wie man sie ansprechen sollte. Ich spreche ältere Menschen mit ‚Onkel‘ und ‚Tante‘ an – warum kannst du nicht einmal eine Anrede richtig hinbekommen? Als Gläubige dürfen wir das nicht vergessen; wenn es um die Generationen geht, dürfen wir die Begriffe nicht durcheinanderbringen.“ Nach dieser Zurechtweisung fühlt sich Xiaoming innerlich nicht so gut, aber tief im Innersten denkt er doch, dass sein Vater im Recht ist; was auch immer sein Vater tut, ist richtig, und er gesteht sich gegen seinen Willen ein, dass er im Unrecht ist. Von da an spricht er den alten Zhang oder die alte Frau Zhang immer mit ‚Großvater Zhang‘ und ‚Großmutter Zhang‘ an, wenn er sie sieht. Xiaoming nimmt sich alles zu Herzen, was sein Vater ihm beibringt und einträufelt. Ist das gut oder schlecht? Soweit scheint das doch eigentlich gut zu sein, oder nicht?
Eines Tages sehen Xiaoming und sein Vater bei einem Spaziergang ein altes Mutterschwein mit einem Wurf Ferkel. Die Beziehung zwischen der Sau und ihren Ferkeln ist sehr eng. Xiaoming denkt, dass alles, was Gott geschaffen hat, gut ist; ob Schwein oder Hund, sie alle haben Mutterinstinkte und sollten respektiert werden. Dieses Mal sagt Xiaoming nichts Unhöfliches oder bezeichnet das Tier nicht unbesonnen als eine ‚alte Sau‘. Aus Angst, einen Fehler zu machen und seinen Vater zu verärgern, fragt er leise: „Papa, wie alt ist dieses Mutterschwein? Es hat schon so viele Ferkel zur Welt gebracht, wie soll ich es nennen?“ Daming überlegt einen Moment: „Wie könnten wir es nennen? Das ist schwierig.“ Als er sieht, dass sein Vater in Gedanken versunken ist, ohne eine Antwort zu finden, beschwert sich Xiaoming: „Hast du nicht viele von Gottes Worten gelesen? Du bist doch auch älter als ich; wieso weißt du das denn nicht?“ Damit provoziert Xiaoming Daming, der etwas beklommen wird und sagt: „Wie wäre es, wenn wir es ‚Großmutter‘ nennen?“ Bevor Xiaoming das Schwein ruft, denkt Daming noch einmal nach und sagt: „Wir können es nicht ‚Großmutter‘ nennen; das würde es in dieselbe Generation wie deine Großmutter von mütterlicher Seite setzen, nicht wahr? Es Oma ‚Schwein‘ zu nennen, wäre noch schlimmer, denn das würde es in dieselbe Generation wie meine Mutter setzen. Da es so viele Ferkel zur Welt gebracht hat, können wir seine Identität oder seinen Status nicht vernachlässigen, und wir dürfen seine Generation nicht falsch zuordnen. Wir sollten es ‚Tantchen Schwein‘ nennen.“ Als Xiaoming das hört, verbeugt er sich respektvoll vor dem Schwein und ruft: „Guten Tag, Tantchen Schwein.“ Die Sau erschrickt und galoppiert vor Schreck mit allen Ferkeln davon. Als Xiaoming das sieht, fragt er sich, ob er sie vielleicht falsch angesprochen hat. Daming sagt: „Das Schwein muss glücklich und froh sein, wenn es so reagiert. Wenn wir also in Zukunft wieder in solche Situationen kommen, sollten wir uns weiterhin so verhalten, egal was andere sagen oder tun. Sei höflich und halte dich an die gesellschaftlichen Normen; selbst Schweine werden sich darüber freuen.“ Aus diesem Erlebnis lernt Xiaoming etwas Neues. Was genau lernt er? Er sagt: „Gott hat alle Dinge erschaffen; solange alle Wesen einander respektieren, höflich sind, den altersbedingten Rang verstehen, die Älteren respektieren und die Jungen lieben, können alle Wesen harmonisch zusammenleben.“ Xiaoming versteht diese Glaubenslehre jetzt. Als sein Vater das hört, lobt er Xiaoming als einen überaus gelehrigen kleinen Jungen. Von da an wird Xiaoming noch wohlerzogener und höflicher. Wo immer er hingeht, benimmt er sich gut und hebt sich von der Masse ab. Ist er nicht ein „braver Junge“? Er ist ein „braver Junge“ in Anführungszeichen. Und das bringt uns zum Ende der Geschichte.
Was haltet ihr von dieser Geschichte? Ist sie nicht ziemlich amüsant? Wie ist diese Geschichte entstanden? Sie leitet sich davon ab, wie Menschen im Alltag sprechen, handeln, sich verhalten, denken und die Dinge betrachten – dies wurde in dieser kleinen Geschichte kompakt zusammengefasst. Um welches Thema geht es in dieser Geschichte? Welche Probleme könnt ihr bei Daming in der Geschichte erkennen? Was ist mit Xiaoming? Was ist das Wesen von Damings Problemen? Überlegt euch zunächst einmal Folgendes: Hat das, was Daming zusammengefasst und praktiziert hat, auch nur teilweise mit der Wahrheit übereingestimmt? (Nein.) Was hat er dann praktiziert? (Auffassungen und Vorstellungen.) Woher kamen diese Auffassungen und Vorstellungen? (Aus der traditionellen Kultur.) Die Wurzel ist die traditionelle Kultur; seine Auffassungen und Vorstellungen waren das Ergebnis der Infizierung, Prägung und Erziehung durch die traditionelle Kultur. Er nahm das, was er für das Beste, das Positivste, die Quintessenz der traditionellen Kultur hielt, verpackte es neu und machte daraus das, was er für die Wahrheit hielt, die sein Sohn praktizieren sollte. Kann diese Geschichte als einleuchtend und leicht verständlich gelten? (Ja.) Lasst hören, was ihr verstanden habt und was ihr begreifen konntet, während ihr dieser Geschichte gelauscht habt. (Nach dem Zuhören hatte ich das Gefühl, dass Damings Problem darin bestand, dass er zwar an Gott glaubte, sich aber nicht viel um Gottes Worte bemühte. Er glaubte an Gott auf der Grundlage der traditionellen Auffassungen der Menschen und dachte, dass Gott zufrieden wäre, wenn er diese oberflächlichen Normen befolgen würde. Er suchte weder in Gottes Worten noch dachte er anhand dieser darüber nach, was Gott tatsächlich von den Menschen verlangt und wie sie eine normale Menschlichkeit ausleben sollten.) Wonach lebte Daming? (Nach Auffassungen und Vorstellungen.) Nach Auffassungen und Vorstellungen zu leben, ist eine leere Phrase; tatsächlich lebte er nach der traditionellen Kultur und betrachtete die traditionelle Kultur als die Wahrheit. Er lebte nach der traditionellen Kultur – welche Einzelheiten sind damit verbunden? Warum wollte er, dass Xiaoming die Menschen mit bestimmten Anreden anspricht? (Oberflächlich betrachtet sagte er, es ginge darum, Gott durch diese guten Verhaltensweisen Ehre zu bringen, aber in Wirklichkeit wollte er seine eigene Eitelkeit befriedigen und dafür gelobt werden, imstande zu sein, sein Kind gut zu erziehen.) Ja, das war seine Absicht. Seine Erziehung bestand nicht darin, seinem Kind die Worte Gottes und die Wahrheit verständlich zu machen; sie bestand darin, sein Kind dazu zu bringen, Dinge zu tun, die ihm selbst Ruhm einbrachten, um seine persönliche Eitelkeit zu befriedigen. Auch das ist ein Problem. Ist es ein Problem, wenn man sich immer darauf konzentriert, sich durch sein Verhalten zu schmücken und zu verpacken? (Ja.) Dies deutet auf ein Problem mit dem Weg hin, auf dem er sich befand, und das ist das schwerwiegendste Problem. Welches Ziel wird verfolgt, wenn man sich immer darauf konzentriert, sein Verhalten zu verpacken? Das, die Bewunderung der Menschen zu gewinnen, sie dazu zu bringen, einem zu schmeicheln und Komplimente zu machen. Was ist das Wesen hiervon? Es ist Heuchelei, es ist die Herangehensweise der Pharisäer. Diejenigen, die sich auf äußerlich gutes Verhalten konzentrieren, die sich darauf konzentrieren, ihr Verhalten zu verpacken, die sich viel Mühe mit ihrem Verhalten geben – verstehen sie die Wahrheit? (Nein.) Sie lesen viele der Worte Gottes und geben sich viel Mühe, warum verstehen sie dann die Wahrheit nicht? Sie verstehen nicht, dass Gottes Führung und Errettung der Menschheit darauf abzielen, die Menschen die Wahrheit verstehen zu lassen, die Menschen zu vervollkommnen und sie dazu zu bringen, eine Veränderung ihrer Disposition zu erfahren – sie verstehen es nicht. Sie denken: „Egal, wie ich Gottes Worte lese, ich werde einige Sprechweisen, Handlungen und Verhaltensweisen zusammenfassen, die für die Menschen leichter annehmbar sind, die sie schätzen und denen sie zustimmen werden, und dann werde ich im wirklichen Leben diese Dinge ausleben und daran festhalten. Das ist, was ein wahrer Gläubiger tun würde.“
Habt ihr ähnliche Probleme wie Daming? Gibt es abgesehen von den offensichtlichen Aspekten, die wir gerade besprochen haben – wie das Befolgen gesellschaftlicher Normen, die Beachtung des altersbedingten Rangs, der Respekt vor Älteren, die Fürsorge für die Jungen sowie die Aufrechterhaltung einer angemessenen Rangordnung zwischen den Älteren und den Jungen – noch andere ähnliche Verhaltensweisen, Gedanken, Sichtweisen oder Verständnisse? Wisst ihr, wie man diese Probleme eingehend untersucht und im Detail analysiert? Wenn zum Beispiel in der Kirche jemand älter ist oder schon viele Jahre an Gott glaubt, versucht ihr immer, sein Ansehen zu wahren. Ihr lasst ihn ausreden und unterbrecht ihn nicht, selbst wenn er Unsinn redet. Und auch wenn er etwas falsch macht und zurechtgestutzt werden muss, bemüht ihr euch immer noch, sein Ansehen zu wahren, und vermeidet es, ihn vor anderen zu kritisieren. Ihr denkt, dass, egal wie unvernünftig oder schlimm seine Handlungen auch sein mögen, jeder ihm dennoch vergeben und ihn tolerieren muss. Außerdem bringt ihr oft anderen Leuten Folgendes bei: „Wir sollten das Ansehen älterer Leute wahren und ihre Würde nicht verletzen. Wir sind die Jüngeren.“ Woher stammt dieser Begriff „Jüngere“? (Aus der traditionellen Kultur.) Er stammt aus der Denkweise der traditionellen Kultur. Darüber hinaus ist in der Kirche eine gewisse Atmosphäre entstanden, in der Menschen, sobald sie älteren Brüdern und Schwestern begegnen, sie warmherzig mit „Großer Bruder“, „Große Schwester“, „Tante“ oder „Älterer Bruder“ ansprechen, als ob alle eine große Familie wären; diesen älteren Menschen wird besonderer Respekt gezollt, was unbewusst dazu führt, dass die jüngeren Menschen einen guten Eindruck bei anderen hinterlassen. Diese Elemente der traditionellen Kultur sind tief in den Gedanken und im Mark und Bein der chinesischen Menschen verwurzelt, so sehr, dass sie sich im Kirchenleben ständig verbreiten und dessen Atmosphäre prägen. Weil Menschen oft durch diese Konzepte eingeschränkt und kontrolliert werden, befürworten sie diese nicht nur persönlich und arbeiten hart daran, in diese Richtung zu handeln und zu praktizieren, sondern billigen es auch, wenn andere dasselbe tun, und weisen sie an, es ihnen gleichzutun. Traditionelle Kultur ist nicht die Wahrheit – das steht fest. Doch reicht es aus, wenn die Menschen lediglich wissen, dass sie nicht die Wahrheit ist? Dass sie nicht die Wahrheit ist, ist ein Aspekt; warum sollten wir sie im Detail analysieren? Was ist ihre Wurzel? Wo liegt das Wesen des Problems? Wie kann man diese Dinge loslassen? Die traditionelle Kultur im Detail zu analysieren, dient dazu, dir ein völlig neues Verständnis der Theorien, Gedanken und Sichtweisen dieses Aspekts tief in deinem Herzen zu vermitteln. Wie kann dieses völlig neue Verständnis erreicht werden? Zunächst einmal musst du wissen, dass die traditionelle Kultur von Satan stammt. Und wie trichtert Satan den Menschen diese Elemente der traditionellen Kultur ein? In jeder Epoche benutzt Satan einige berühmte und große Persönlichkeiten, um diese Gedanken, diese sogenannten Sprüche und Theorien zu verbreiten. Dann werden diese Ideen allmählich systematisiert und konkretisiert und nähern sich immer mehr dem Leben der Menschen, bis sie schließlich unter ihnen geläufig sind. Schritt für Schritt werden diese satanischen Gedanken, Sprüche und Theorien in die Köpfe der Menschen eingepflanzt. Nachdem sie damit indoktriniert wurden, betrachten die Menschen diese Gedanken und Theorien, die von Satan stammen, als die positivsten aller Dinge, die sie praktizieren und an die sie sich halten sollten. Satan nutzt diese Dinge dann, um den Verstand der Menschen gefangen zu halten und zu kontrollieren. Eine Generation nach der anderen wurde unter solchen Umständen erzogen, geprägt und kontrolliert – bis zum heutigen Tage. Alle diese Generationen haben geglaubt, die traditionelle Kultur sei richtig und gut. Niemand analysiert im Detail die Ursprünge oder die Quelle dieser sogenannten guten und richtigen Dinge – genau das macht das Problem so gravierend. Selbst einige Gläubige, die schon viele Jahre Gottes Worte gelesen haben, halten diese Dinge immer noch für richtig und positiv, und zwar in dem Maße, dass sie glauben, sie könnten die Wahrheit und die Worte Gottes ersetzen. Mehr noch, manche denken: „Egal, wie viel wir von Gottes Worten lesen, wenn wir unter Menschen leben, können wir die sogenannten traditionellen Ideen und traditionellen Elemente der Kultur – wie die Drei Gehorsamkeiten und Vier Tugenden sowie Konzepte wie Güte, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Vertrauenswürdigkeit – nicht verwerfen, denn sie wurden uns von unseren Vorfahren, den Weisen, überliefert. Wir können nicht gegen die Lehren unserer Vorfahren verstoßen, nur weil wir an Gott glauben, und wir können die Lehren unserer Vorfahren und dieser alten Weisen nicht abändern oder ihnen den Rücken kehren.“ Solche Gedanken und dieses Bewusstsein finden sich in den Herzen aller Menschen. Unbewusst werden sie alle immer noch von diesen Elementen der traditionellen Kultur kontrolliert und gebunden. Wenn zum Beispiel ein Kind sieht, dass du in deinen Zwanzigern bist und dich mit „Onkel“ anspricht, bist du darüber erfreut und fühlst dich zufrieden. Wenn es dich jedoch direkt mit deinem Namen anspricht, fühlst du dich unwohl, denkst, das Kind sei unhöflich und müsse zurechtgewiesen werden, und deine Haltung ändert sich. Tatsächlich hat es keinerlei Auswirkung auf deine Integrität, ob es dich mit „Onkel“ oder deinem Namen anspricht. Warum bist du also unzufrieden, wenn es dich nicht mit „Onkel“ anspricht? Weil du von der traditionellen Kultur beherrscht und beeinflusst wirst; sie hat sich bereits tief in deinem Verstand verwurzelt und ist zu deinem grundlegendsten Maßstab für den Umgang mit Menschen, Ereignissen und Dingen sowie für deine Bewertung und Beurteilung aller Dinge geworden. Wenn dein Maßstab falsch ist, kann dann die Natur deiner Handlungen richtig sein? Auf keinen Fall. Wenn du diese Angelegenheit anhand der Wahrheit bewertest, wie würdest du damit umgehen? Würde es dich kümmern, wie andere dich ansprechen? (Nein.) Es sei denn, sie würden dich beleidigen oder demütigen – dann würdest du dich definitiv unwohl fühlen; das ist ein normaler Ausdruck von Menschlichkeit. Wenn jedoch dein Bewertungsmaßstab Gottes Worte, die Wahrheit oder die von Gott stammende Kultur ist, dann würdest du unabhängig davon, ob man dich mit deinem Namen, „Onkel“ oder „Bruder“ anspricht, absolut keine Reaktion zeigen. In dieser Angelegenheit kannst du dich an die örtlichen Gepflogenheiten halten. Wenn dich in China zum Beispiel jemand „Onkel“ nennt, hast du das Gefühl, dass derjenige dir gegenüber respektvoll ist. Würdest du jedoch in ein westliches Land reisen und es würde dich dort jemand mit „Onkel“ ansprechen, wäre dir das unangenehm; dir wäre es lieber, mit deinem Namen angesprochen zu werden, was du als eine Form von Respekt empfinden würdest. In China jedoch wärst du sehr unzufrieden, wenn dich jemand, der viel jünger ist als du, direkt mit deinem Namen ansprechen würde. Du würdest es als Missachtung des altersbedingten Rangs empfinden, dich zutiefst gedemütigt fühlen, wütend werden und diese Person vielleicht sogar verdammen. Beweist das nicht, dass es ein Problem mit dieser Denkweise gibt? Genau dieses Problem möchte Ich ansprechen.
Jedes Land und jede Ethnie haben jeweils ihre eigene traditionelle Kultur. Kritisieren wir alle traditionellen Kulturen? Es gibt eine Kultur, die nicht kritisiert werden sollte. Könnt ihr sagen, um welche Kultur es sich handelt? Ich gebe euch ein Beispiel. Gott schuf Adam; wer gab Adam einen Namen? (Gott.) Gott schuf also den Menschen, und wenn Er mit ihnen in Kontakt tritt, wie redet Er die Menschen dann an? (Er spricht sie mit ihren Namen an.) Richtig, Er spricht sie mit ihren Namen an. Gott gibt dir einen Namen, und dieser Name hat in Gottes Augen eine Bedeutung; er dient als Bezeichnung, als Anrede. Wenn Gott dir eine Bezeichnung gibt, nennt Er dich bei dieser Bezeichnung. Ist das nicht eine Form des Respekts? (Ja.) Es ist die beste Form des Respekts, ein Respekt, der am ehesten mit der Wahrheit übereinstimmt und am positivsten ist. Es ist der Maßstab für den Respekt gegenüber Menschen, und er kommt von Gott. Ist das nicht eine Form von Kultur? (Das ist es.) Sollten wir diese Kultur befürworten? (Ja.) Das kommt von Gott; Gott spricht einen Menschen direkt mit dessen Namen an. Gott gibt dir einen Namen, gibt dir eine Bezeichnung und verwendet diese Bezeichnung dann, um dich zu repräsentieren und dich zu rufen. So behandelt Gott die Menschen. Als Gott eine zweite Person schuf, wie behandelte Er sie? Gott ließ Adam ihr einen Namen geben. Und Adam nannte sie Eva. Hat Gott sie mit diesem Namen angesprochen? Ja. Also ist das eine Kultur, die von Gott kommt. Gott gibt jedem geschaffenen Wesen eine Bezeichnung, und wenn Er diese Bezeichnung ausruft, wissen sowohl die Menschen als auch Gott, wer damit gemeint ist. Das nennt man Respekt, das nennt man Gleichheit, das ist ein Maßstab, an dem man messen kann, ob eine Person höflich ist und ob ihre Menschlichkeit einen Sinn für Anstand aufweist. Ist das korrekt? (Ja.) Das ist in der Tat korrekt. In der Bibel, ob darin nun bestimmte Ereignisse oder die Ahnenreihe einer Familie aufgezeichnet sind, haben alle Figuren Namen, sie haben eine Bezeichnung. Da ist jedoch eine Sache, bei der Ich Mir nicht sicher bin, ob ihr da etwas bemerkt habt: Die Bibel verwendet keine Anreden wie Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, älterer Onkel, ältere Tante usw.; sie verwendet einfach die Namen der Personen. Was könnt ihr daraus entnehmen? Was Gott für die Menschen festgelegt hat, ist, ob es sich nun um Regeln oder Gesetze handelt, in menschlichen Begriffen ausgedrückt, eine Art Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Und worin besteht diese Tradition, die von Gott weitergegeben wurde? Es ist etwas, woran sich die Menschen halten sollten: Es gibt keine Notwendigkeit für hierarchische Anreden. In Gottes Augen gibt es diese verworrenen Anreden innerhalb der Familie nicht, wie beispielsweise Großvater, Großmutter, älterer Onkel, jüngerer Onkel, ältere Tante, jüngere Tante und so weiter. Warum sind Menschen so besorgt über diese hierarchischen Anreden und Benennungen? Was bedeutet das? Gott verabscheut diese Dinge am meisten. Es sind immer die von Satans Schlag, die viel Aufhebens darum machen. Was diese traditionelle Kultur betrifft, gibt es im Hinblick auf Gott eine sehr reale Tatsache: Gott hat die gesamte Menschheit erschaffen und Er weiß genau, wie viele Familien und Nachkommen eine Person haben kann; es besteht keine Notwendigkeit für eine Hierarchie. Gott sagt einfach, dass ihr fruchtbar sein und euch mehren sollt, eure Familie gedeihen lassen sollt – das ist alles, woran ihr euch erinnern müsst. Wie viele Nachkommen jede Generation hat und wie viele Nachkommen diese Nachkommen wiederum haben – das ist alles, was es dazu zu sagen gibt. Eine Hierarchie ist nicht erforderlich. Spätere Generationen müssen nicht wissen, wer ihre Vorfahren waren, und sie müssen auch keine Ahnensäle oder Tempel bauen, geschweige denn ihnen Opfer darbringen oder sie verehren. In der Bibel steht, dass alle, die an Gott glauben und Ihm folgen, alle, die an Jehova glauben, Opfergaben am Altar darbringen. Jedes Familienmitglied tritt vor Gott hin und bringt Ihm Opfergaben dar. Dies ist anders als bei den Chinesen, wo jede Familie eine Ahnengalerie mit Gedenktafeln für Ururgroßväter, Urgroßväter und Urgroßmütter hat. An dem Ort, an dem Gott anfangs Sein Werk begann, gibt es diese Dinge nicht. Andere Orte, die weit entfernt von der Wirkstätte Gottes liegen, werden jedoch von Satan und bösen Geistern kontrolliert. In den buddhistischen Ländern florieren diese satanischen Praktiken. Dort müssen die Menschen ihre Vorfahren verehren und alles muss der Familie berichtet werden, alles muss den Vorfahren der Familie übermittelt werden; selbst wenn die Asche der Vorfahren nicht mehr vorhanden ist, müssen spätere Generationen immer noch Weihrauch opfern und ihre Häupter neigen. In der heutigen Zeit sind manche Menschen, die westlicheren und neueren Ideen ausgesetzt gewesen sind und sich von den traditionellen Fesseln der Familie gelöst haben, nicht bereit, in solchen Familien zu bleiben. Sie fühlen sich von solchen Familien streng und rigoros kontrolliert, wobei die Familienältesten in fast alle Belange eingreifen, insbesondere wenn es um das Heiraten geht. In China sind solche Dinge nicht ungewöhnlich. Satan bringt die Menschen dazu, sich auf den altersbedingten Rang zu konzentrieren, und dieses Konzept scheint von den Menschen bereitwillig akzeptiert zu werden, die glauben: „Jede Generation hat ihren Rang; diejenigen an der Spitze sind unsere Vorfahren. Sobald das Wort ‚Vorfahren‘ fällt, sollten die Menschen niederknien und sie wie Götter verehren.“ Schon als Kind wird man durch seine Familie auf diese Weise beeinflusst, geprägt und erzogen; eine Sache wird den jungen Köpfen eingeflößt: dass man in dieser Welt nicht ohne Familie leben kann und dass es ein moralisch verwerfliches Vergehen ist, die Familie zu verlassen oder sich von den Fesseln der Familie zu lösen. Was bedeutet „moralisch verwerfliches Vergehen“? Es bedeutet, dass du, wenn du nicht auf deine Familie hörst, ein Kind bist, das keine kindliche Pietät zeigt, und keine kindliche Pietät zu zeigen, heißt, kein Mensch zu sein. Daher wagen es die meisten Menschen nicht, diese familiären Ketten zu sprengen. Chinesen sind stark durch Hierarchien sowie durch Konzepte wie die Drei Gehorsamkeiten und Vier Tugenden sowie die Drei grundlegenden Bindungen und Fünf beständigen Tugenden geprägt, beeinflusst und kontrolliert. Jungen Menschen, die Menschen, die älter als sie sind, nicht richtig mit „Onkel“, „Tante“, „Großvater“ oder „Großmutter“ ansprechen, wird oft angelastet, unverschämt und kulturlos zu sein. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass du in dieser ethnischen Gruppe, in dieser Gesellschaft als minderwertig angesehen wirst, weil du dich nicht an die sozialen Normen hältst, dass du unkultiviert und wertlos bist. Andere sind gut gekleidet, sind geschickt darin, sich zu verstellen und drücken sich sowohl manierlich als auch anmutig aus; ihre Zungenfertigkeit ist honigsüß, während du nicht einmal weißt, dass du jemanden mit „Onkel“ oder „Tante“ ansprechen sollst. Die Leute werden sagen, dass du unkultiviert bist, und auf dich herabschauen, wo auch immer du hingehst. Das ist die Art von Ideologie, die den Chinesen eingeimpft wird. Manche Kinder, die nicht wissen, wie man Leute anspricht, werden von ihren Eltern heftig gescholten oder sogar geschlagen. Während sie sie schlagen, sagen einige Eltern: „Du bist unverschämt, wertlos und unkultiviert; ich könnte dich genauso gut zu Tode prügeln! Du bringst mich nur in Verlegenheit und lässt mich vor anderen das Gesicht verlieren!“ Nur weil das Kind nicht weiß, wie man andere anspricht, würden Eltern das Problem um ihrer eigenen Ehre willen aufbauschen und das Kind heftig schlagen. Was ist denn das für ein Verhalten? Das ist völliger Unsinn! Würden euch diese Dinge bewusst werden, wenn Ich diesen gemeinschaftlichen Austausch nicht halten würde? Kannst du durch Phänomene, die du im täglichen Leben beobachtest, oder durch das Lesen der Worte Gottes oder durch deine eigenen Erfahrungen allmählich und schrittweise diese Angelegenheiten durchschauen und dann die Richtung deines Lebens wechseln, die Richtung des Weges ändern, auf dem du dich befindest? Wenn nicht, fehlt euch die Einsicht. In allen Belangen ist der richtigste Ansatz, Gottes Worte, Gottes Werk und Gottes Forderungen als Maßstab zu nehmen, und er weist keinen einzigen Fehler auf – daran besteht keinerlei Zweifel. Alles, was von Satan kommt, ist nicht die Wahrheit, sondern eine Fälschung, ganz gleich, wie sehr es mit menschlichen Auffassungen oder Vorlieben übereinstimmt, und ganz gleich, wie anständig es erscheint.
Der Zweck, diese Geschichte zu erzählen, besteht darin, euch zur Erkenntnis kommen zu lassen, euch verstehen zu lassen, was die Wahrheit ist, was Menschen durch den Glauben an Gott gewinnen und was es bedeutet, wenn Gott Menschen dazu bringt, ihre Dispositionen zu ändern und die Wahrheit zu erlangen, und ob die von Gott gesprochene Wahrheit und Seine Forderungen irgendwie damit zusammenhängen, was man sich vorstellen könnte, oder mit den Gedanken, Sichtweisen und verschiedenen Erkenntnissen, die durch die Bildung und Prägung durch das nationale und soziale Umfeld entstehen. Ihr solltet diese Belange auch selbst im Detail analysieren. Unser Beispiel heute hat nur einen Aspekt davon behandelt. Tatsächlich gibt es im Herzen eines jeden Menschen keinen Mangel an Dingen aus der traditionellen Kultur. Manche Menschen sagen: „Wenn wir Hierarchien ablehnen sollen, heißt das auch, dass ich meine Eltern mit ihren Vornamen ansprechen könnte?“ Ist das in Ordnung? Bedeutet, wenn man zu seinen Eltern „Mutter“ und „Vater“ sagt, dass man sich dann noch an die Hierarchie hält und wieder in die traditionelle Kultur zurückgefallen ist? Nein. Eltern sollten immer noch so angesprochen werden; sie mit „Mama“ und „Papa“ anzusprechen, ist die Art und Weise, wie Gott möchte, dass die Menschen sie ansprechen. So sollten sie angesprochen werden; es verhält sich genauso wie damit, dass deine Eltern dich „Kind“, „Sohn“ oder „Tochter“ nennen. Was sollt ihr also in erster Linie verstehen, wenn Ich euch diese Geschichte erzähle? Welches Problem wird hauptsächlich angesprochen? (Unser Standard, nach dem wir Dinge beurteilen, muss sich ändern; alles sollte nach den Worten und Anforderungen Gottes beurteilt werden.) Ganz genau. Erfindet nicht blindlings selbst irgendetwas. Die Menschen wollen sich immer ihre eigene „Wahrheit“ schaffen. Immer wenn sie etwas tun wollen, warten sie mit einer Reihe von Argumenten und Theorien auf und dann mit einer Reihe von Methoden, und setzen sie um, unabhängig davon, ob das richtig ist. Sie praktizieren dies jahrelang und halten verbissen daran fest, unabhängig davon, ob es zu Ergebnissen führt, und denken dennoch, dass sie wohlwollend, gerecht und gütig sind. Sie denken, dass die Dinge, die sie ausleben, gut sind und dass sie dafür Lob und Bewunderung erhalten; und am Ende halten sie sich zunehmend für großartig. Die Menschen machen sich nie Gedanken darüber, versuchen nie zu ergründen oder danach zu suchen, worin Gottes Anforderungen zu jeder Angelegenheit bestehen, welche Grundsätze für das Handeln in jeder Sache gelten und ob sie Treue zu Gottes Auftrag bei der Ausführung ihrer Pflicht bewiesen haben. Sie machen sich über diese Dinge keine Gedanken; sie machen sich nur Gedanken über die verzerrten und niederträchtigen Belange – bedeutet das nicht, dass sie sich auf ein niederträchtiges Verhalten einlassen? (Ja.) Wer immer nach außen hin sanft ist, sich anständig benimmt, gebildet ist und gesellschaftlichen Normen folgt, wer viel Gerede von Güte, Gerechtigkeit, Anstand, Weisheit und Vertrauenswürdigkeit von sich gibt und sich mit feiner Eleganz ausdrückt und wohlklingende Dinge äußert – achtet bei solchen Personen darauf, ob sie die Wahrheit praktizieren oder nicht. Wenn sie die Wahrheit nie praktizieren, dann sind sie nichts als Heuchler, die vortäuschen, gut zu sein; sie sind genau wie Daming und unterscheiden sich kein bisschen von ihm. Was für Menschen sind das, die sich nur darauf konzentrieren, sich gut zu benehmen, und dies nutzen, um andere durch Täuschung dazu zu bringen, sie zu loben und zu bewundern? (Heuchler.) Weisen diese Menschen spirituelles Verständnis auf? (Nein.) Können Menschen, die kein spirituelles Verständnis haben, die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Warum nicht? (Sie verstehen nicht, was die Wahrheit ist, daher halten sie einfach ein nach außen hin gutes Verhalten und Dinge, die die Leute als gut ansehen, für die Wahrheit und praktizieren diese.) Das ist nicht der entscheidende Punkt. Egal, wie wenig sie von der Wahrheit verstehen, kennen sie nicht trotzdem einige offensichtliche Grundsätze dazu, wie man vorgehen sollte? Wenn du ihnen sagst, wie sie ihre Pflicht tun sollen, können sie das nicht verstehen? Solche Menschen haben eine bezeichnende Eigenschaft: Sie haben nicht die Absicht, die Wahrheit zu praktizieren. Egal, was du sagst, sie werden nicht auf dich hören; sie werden einfach tun und sagen, was ihnen gefällt. Wir haben in letzter Zeit häufig über die verschiedenen Erscheinungsformen von Antichristen gesprochen. Sieh dir die Menschen um dich herum an: Wer hat sich verändert und wessen Verhalten und Grundsätze zu dessen Vorgehensweise haben sich überhaupt nicht geändert? Die Herzen welcher Menschen bleiben unberührt, egal, worüber du mit ihnen Gemeinschaft hältst? Wer ändert sich immer noch nicht oder beabsichtigt nicht, sich zu ändern, und geht weiterhin so vor, wie es ihm gefällt, selbst wenn er in der Lage ist, den Inhalt deines gemeinschaftlichen Austauschs mit sich selbst in Verbindung zu bringen? Sind euch solche Menschen begegnet? Bestimmt, oder? Warum werden manche Leiter und Mitarbeiter entlassen? Der Grund ist, dass sie die Wahrheit nicht praktizieren, sie tun keine echte Arbeit. Sie verstehen alle möglichen Glaubenslehren und beharren auf ihren eigenen Wegen. Unabhängig davon, wie du den gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheitsgrundsätze hältst, haben sie immer noch ihre eigene Reihe von Regeln, klammern sich an ihren eigenen Ansichten fest und hören auf niemanden. Sie tun einfach, was sie wollen – du sagst das eine, sie tun das andere. Leiter und Mitarbeiter wie diese sollten entlassen werden, richtig? (Richtig.) Das sollten sie in der Tat. Auf welchem Weg befinden sich diese Menschen? (Auf dem Weg eines Antichristen.) Wenn sie den Weg eines Antichristen beschreiten, werden sie mit der Zeit selbst zu Antichristen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn sie die Wahrheit nicht akzeptieren, egal, wie du mit ihnen Gemeinschaft hältst, und sich überhaupt nicht ändern, dann ist das wirklich problematisch, und sie sind bereits zu Antichristen geworden.
Was ist die größte Inspiration, die ihr aus der heute erzählten Geschichte gewonnen habt? Dass es für Menschen leicht ist, vom Weg abzukommen. Warum ist es für Menschen so einfach, abzuirren? Erstens haben Menschen verdorbene Dispositionen; zweitens sind Menschen, unabhängig von ihrem Alter, in ihren Gedanken und tief in ihrem Herzen keine unbeschriebenen Blätter. Welche Hinweise gibt euch diese Geschichte also? Menschen kommen leicht vom Weg ab – das ist der erste. Zweitens neigen Menschen dazu, an dem festzuhalten, was sie für gut und richtig halten, als wäre es die Wahrheit, und behandeln biblisches Wissen und spirituelle Glaubenslehren wie Worte Gottes, die es zu praktizieren gilt. Nachdem ihr diese beiden Probleme verstanden habt, welche neuen Erkenntnisse, Ideen oder Pläne habt ihr für den Weg, den ihr in Zukunft gehen solltet, und für jede Aufgabe, die ihr in Zukunft ausführen müsst? (Wenn wir in Zukunft etwas tun, sollten wir nicht nach dem handeln, was wir für richtig halten. Zuerst sollten wir überlegen, ob unsere Gedanken mit dem übereinstimmen, was Gott wünscht, und ob sie Gottes Anforderungen entsprechen. Wir sollten Grundsätze für die Praxis in Gottes Worten finden und dann fortfahren. Nur so können wir sicherstellen, dass wir die Wahrheit praktizieren und dass der Weg, den wir in unserem Glauben an Gott gehen, der richtige ist.) Ihr müsst euch in Bezug auf die Worte Gottes anstrengen. Hört auf, eigene Vermutungen aufzustellen. Du hast kein spirituelles Verständnis; dein Kaliber ist dürftig; und wie großartig die Ideen auch sein mögen, die dir einfallen, sie sind nicht die Wahrheit. Selbst wenn du davon überzeugt bist, dass das, was du getan hast, fehlerlos und korrekt ist, solltest du es dennoch den Brüdern und Schwestern zum gemeinschaftlichen Austausch und zur Überprüfung vorbringen oder es mit relevanten Worten Gottes vergleichen. Kannst du auf diese Weise hundertprozentige Fehlerfreiheit erreichen? Nicht unbedingt; du kannst in deiner Praxis immer noch abweichen, es sei denn, du hast die Wahrheitsgrundsätze und die Quelle dessen, was Gott gesagt hat, voll und ganz begriffen. Das ist der eine Aspekt. Was ist der zweite? Wenn Menschen von Gottes Worten abweichen, können sie die Wahrheit nicht ersetzen, egal, wie rational oder zusagend ihre Handlungen auch erscheinen mögen. Nichts, was die Wahrheit nicht ersetzen kann, ist die Wahrheit, noch ist es etwas Positives. Wenn es nichts Positives ist, was ist es dann? Es ist definitiv nichts, was Gott gefällt, noch stimmt es mit der Wahrheit überein; es ist etwas, was Gott verurteilt. Was sind die Konsequenzen, wenn du etwas tust, was Gott verurteilt? Du wirst Gott dazu bringen, dich zu verabscheuen. Alle Dinge, die nicht von Gott kommen, sind negative Dinge; sie kommen von Satan. Manche Menschen verstehen das vielleicht nicht; lass es allmählich geschehen, während du Erfahrung sammelst.
Heute haben wir eine Sache ernsthaft kritisiert. Was kritisieren wir hier? Die Sache mit dem alten Mutterschwein, das man Tantchen Schwein nennt, richtig? Ist es schändlich, ein Schwein „Tantchen Schwein“ zu nennen? (Ja.) Es ist schändlich. Die Leute wollen immer einen ehrenvollen Titel haben. Woher kommt diese „Ehre“? Was hat es mit „Ehre“ auf sich? Hat das etwas mit dem altersbedingten Rang zu tun? (Ja.) Immer als ein Ältester angesehen werden zu wollen, den altersbedingten Rang immer in den Mittelpunkt zu stellen – ist das gut? (Nein.) Warum ist es nicht gut, den altersbedingten Rang in den Mittelpunkt zu stellen? Du solltest analysieren, welche Bedeutung es hat, den altersbedingten Rang in den Mittelpunkt zu stellen. Es schlicht folgendermaßen zu sagen, ist so einfältig: „Gott erlaubt es den Menschen nicht, sich auf den altersbedingten Rang zu konzentrieren, also warum diskutierst du sinnlos darüber? Du redest Unsinn, während du vorgibst, zivilisiert zu sein. Du denkst nie an die Interessen von Gottes Haus, während du deine Pflicht tust, und verrätst sie ständig. Wenn etwas deine eigenen Interessen betrifft, zögerst du nicht, die Interessen des Hauses Gottes zu verraten. Wen versuchst du dadurch zu täuschen, dass du dich wie ein guter Mensch verhältst? Bist du es wert, als gut zu gelten?“ Wäre es akzeptabel, wenn du es so sagen würdest? (Ja.) Was sollte man sagen, um es noch zu verschärfen? „Was faselst du da? Du bist nur ein dummes Schwein, ein Dummkopf, der überhaupt nichts von der Wahrheit versteht. Für wen gibst du dich aus? Du bist gebildet, kultiviert und glaubst an Gott. Du hast so viele der Worte Gottes gelesen und denkst immer noch, dass dein Glaube an Gott ziemlich gut ist. Aber am Ende weißt du nicht einmal, was es bedeutet, die Wahrheit zu praktizieren. Bist du nicht einfach ein dummes Schwein, ein Vollidiot?“ Das ist alles zu dieser Geschichte. Kommen wir nun zum Hauptthema des gemeinschaftlichen Austauschs zurück.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?