7. Sie sind niederträchtig, heimtückisch und betrügerisch (Teil 2) Abschnitt Zwei
Nachdem die Angelegenheit mit dem Antichristen in der kanadischen Kirche geklärt war, dachten einige Leute: „Diese Leute haben viele Jahre lang ihre Pflicht getan, und doch wurden sie isoliert, weil ein Antichrist aufgetaucht ist und Störungen verursacht hat.“ Sie überkommt ein Krisengefühl und sie denken: „Oh, das ist das erste Mal, dass ich sehe, wie Gott zornig wird und Menschen verflucht. Selbst die Komplizen, Handlanger und Anhänger des Antichristen wurden nicht verschont. Gott kennt da wirklich keine Gnade! Eigentlich wird oft gesagt, dass Gott den Menschen liebt und ihm Barmherzigkeit zeigt, aber Sein Zorn dieses Mal ist wirklich unerträglich!“ Sie fühlen sich angst und bange in ihren Herzen. Sagt Mir: Ist es richtig, dass die Menschen so denken? (Nein.) Warum nicht? Wie sollten die Menschen mit dieser Angelegenheit umgehen? Wie viele Jahre habt ihr euch schon Predigten angehört? Sind es nicht mindestens fünf Jahre? Und sollten wir nicht in der Lage sein, in vielen Angelegenheiten einen Konsens zu erzielen, insbesondere in bestimmten Angelegenheiten, in denen die Grundsätze relativ klar sind? (Ja.) Was bedeutet „Konsens“? Damit ist eine Art stillschweigendes Einvernehmen gemeint. Ich tue etwas, ohne euch den Grund dafür zu nennen, und ihr wisst ganz genau, warum, könnt es verstehen, akzeptieren und aus einem positiven Blickwinkel begreifen – das ist es, was es bedeutet, ein stillschweigendes Einvernehmen zu haben. Wie entsteht dieses stillschweigende Einvernehmen? Angenommen, ihr habt euch viele Predigten angehört und ein gewisses Maß an Verständnis für die Wahrheit erlangt und wir haben uns besser kennengelernt. Ich habe euch viele Dinge erklärt und euch Meine Ansichten, Meine Vorstellungen, Meine Handlungsgrundsätze sowie die Dinge mitgeteilt, die ihr verstehen und tun müsst. Ich habe euch all diese Dinge und Meine Ansichten mitgeteilt, und ihr habt dann Meine Ansichten angenommen und seid dann mit den Dingen, eurer Pflicht, eurem Glauben, eurem Leben und anderen Menschen laut Meinen Ansichten umgegangen. Wäre das stillschweigende Einvernehmen zwischen uns dann nicht immer größer geworden? (Ja.) Haben wir also in Bezug auf den Umgang mit der kanadischen Kirche diese Art von stillschweigendem Einvernehmen erreicht? Wenn Ich die Angelegenheit nicht auf diese Weise hier erklären würde, welchen Grad würde unser stillschweigendes Einvernehmen dann erlangen? „Menschen streng bestrafen, um ein Exempel für andere zu statuieren“ und „Menschen zu einer Warnung für andere machen“ – ist das unser stillschweigendes Einvernehmen? (Nein.) Diese Leute haben sich viele Jahre lang Predigten angehört, wie konnte also Mein Handeln eine solche Reaktion bei ihnen hervorrufen? Sagt Mir: Was fühlte Ich, als Ich solche Ansichten von ihnen gehört habe? Wie tragisch es ist, dass Menschen so etwas sagen können! Ich frage dich: Sollte Ich das gefühlt haben? (Ja.) Warum sagst du das? Weil eine solche Aussage, eine solche Perspektive, ein solches Verständnis und ein solches Begreifen nicht hätten existieren oder aufkommen dürfen. Nun sind sie aufgekommen, und in einem Maße, das weit über Meine Erwartungen hinausging. Sie sind so weit von Meiner Einschätzung und Meinen Erwartungen entfernt, dass Ich mich wegen dieser Sache schäme! Jemand wird dann fragen: „Ist das denn so ernst? Machst Du da nicht aus einer Mücke einen Elefanten?“ Lasst Mich euch sagen: Es ist keine riesige Angelegenheit, aber auch keine geringfügige. Von dem Moment an, in dem du anfängst, an Gott zu glauben, du anerkennst, dass Gott dein Gott und dein Herr ist, und du Gottes Worte essen und trinken, Gott folgen, Seine Orchestrierungen und Fügungen annehmen und dich allem unterwerfen willst, was Gott von dir verlangt – von diesem Tag an hast du eine Beziehung zu Gott aufgebaut. Sobald du diese Beziehung aufgebaut hast, existiert ein äußerst wichtiges Problem zwischen dir und Gott. Welches Problem ist das? Wenn du die Dinge, die Gott tut, und die Art und Weise, wie Gott sich verhält, nicht annehmen kannst, wenn du diese Dinge nicht verstehen kannst und nicht die Initiative ergreifen kannst, zu suchen und sie zu begreifen, dann wird sich deine Beziehung zu Gott jeden Augenblick in einer Krise befinden. Und was bedeutet dieser Krisenzustand? Egal, wie viele von Gottes Worten du isst und trinkst, egal, wie du planst, dich Gott zu unterwerfen: Solange dieser Krisenzustand auch nur einen Tag lang besteht, können die Tatsache, dass du dir wünschst, Gott zu folgen, und dein Verlangen, Seine Rettung anzunehmen, zerstört werden, nicht mehr tragbar sein und zu einer reinen Wunschvorstellung werden. Warum sage Ich das? Solange deine Beziehung zu Gott nicht normal ist und dieser Krisenzustand andauert, wie könntest du da eine normale Beziehung zu Ihm aufrechterhalten? Was für eine Beziehung wirst du dann zu Gott haben? Wird es eine Beziehung der Vereinbarkeit sein? Eine familiäre Beziehung oder eine Beziehung zwischen Kollegen? Was für eine Beziehung wird es denn genau sein? Solange sich deine Beziehung zu Gott in einer Krise befindet, wirst du fähig sein, Gottes Taten und Verhalten jederzeit und an jedem Ort zu verurteilen und falsch zu verstehen, und du wirst sogar fähig sein, dich den Dingen, die Gott tut, zu widersetzen und dich zu weigern, sie anzunehmen. Wärst du dann nicht in Gefahr? Wie entsteht diese Gefahr? Sie entsteht, weil du Gott nicht verstehst. Wir wollen das nicht von der positiven Seite betrachten, sondern eher von der negativen. Zum Beispiel betrachtest du Gott immer auf eine bestimmte Art und Weise, und du denkst, dass Gott ein König auf Erden ist, ein äußerst wichtiger Beamter, eine überragende Person, die auf Erden Macht ausübt. In deiner Vorstellung denkst du immer, dass Gott jemand in einer solchen Position ist – welche Perspektive wirst du auf dieser Grundlage in Bezug auf die Dinge einnehmen, die Gott tut und sagt? Lasst Mich euch ein paar Beispiele geben, und dann könnt ihr vielleicht verstehen, welche Perspektive Ich meine. Es gibt diesen Spruch draußen in der Welt: „Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu schlafen.“ Gibt es denn irgendwelche Leute, die diesen Spruch auf ihre Beziehung zu Gott anwenden? (Ja.) Solche Menschen gibt es, und viele Menschen betrachten Gott aus dieser Perspektive. Dann gibt es den Spruch, den wir vorhin erwähnt haben: „Menschen zu einer Warnung für andere machen.“ Stellt das Gott nicht auch als einen König auf Erden oder jemanden mit Einfluss und Status dar? (Ja, das tut es.) Sie haben dieses Verständnis von Gott, weil sie diese Ansicht von Gott haben, und weil sie diese Art von Beziehung zu Gott haben, weil sie Ihn auf diese Weise sehen, weil sie so Seine Identität und Seinen Status verstehen, betrachten sie Gott auf die gleiche Weise, wie sie jemanden mit Status in der Welt betrachten würden – das ist ganz normal. Es gibt noch einen anderen Spruch, der lautet: „Wie kann man es dulden, dass jemand in den eigenen Einflussbereich eindringt?“ Damit werden weltliche Könige und Menschen mit Status und Einfluss beschrieben. Einige von euch kennen vielleicht solche Leute oder hatten früher mit ihnen zu tun, und vielleicht wendet ihr diesen Spruch auch auf Gott an. Das heißt, wenn Gott etwas tut oder sagt, könntest du diese Sprüche mit Ihm in Verbindung bringen und Gott auf diese Weise betrachten. Wenn du Gott auf diese Weise betrachtest und diese Perspektive von Ihm hast, wie genau wird dann deine Beziehung zu Gott aussehen? Es wird eine gegensätzliche Beziehung sein. Egal, wie sehr du den Gott in deiner Vorstellung bewunderst und fürchtest, wie gehorsam du sein kannst und wie sehr du dich ihm ergeben kannst, und egal, wie deine Haltung ihm gegenüber ist: Deine Beziehung zu Gott wird dennoch eine gegensätzliche sein. Ihr mögt denken, dass Meine Worte, wenn Ich auf diese Weise spreche, ein wenig abstrakt klingen, aber wenn ihr sie sorgfältig überdenkt, seht ihr dann nicht, dass es genau so ist? Nachdem Ich die Angelegenheit mit dem Antichristen in der kanadischen Kirche geklärt hatte, habe Ich euch die Lage weder genau und im Detail erklärt noch euch Meine Gründe dafür genannt, dass Ich Mich um diese Leute gekümmert habe, und so machten sich viele Menschen Sorgen um ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal. Woher kam diese Sorge? Daher, dass die Menschen Gott missverstanden haben und keine Gotteskenntnis hatten – das war die eigentliche Ursache! Wenn euer Verständnis von Gott mit Gottes Wesen übereinstimmt – zum Beispiel, wenn dein Verständnis von Gottes Gerechtigkeit, Autorität und Weisheit im Einklang mit der Wahrheit ist –, wirst du Ihn dann, was auch immer Gott tut, missverstehen, selbst wenn du weder die Gründe noch Gottes Absichten verstehst? Auf keinen Fall. Nachdem Ich die Angelegenheit mit der kanadischen Kirche geklärt hatte, sagten einige Leute: „Das geschah, um sie zu einer Warnung zu machen und um uns einzuschüchtern.“ Was ist ihr Problem? Steht das, was sie sagten, im Einklang mit der Wahrheit? Zeigt das, dass sie es richtig verstanden hatten? (Nein.) Warum nicht? Lasst Mich euch etwas ganz Einfaches sagen: Ihr Verständnis entsprach nicht der tatsächlichen Situation, so sahen die Tatsachen nicht aus, und sie haben es missverstanden. Ist das nicht eine simple Aussage? (Ja.) Warum also bemüht ihr euch so sehr, diese Angelegenheit zu erklären? Ich habe das nie gedacht, und Ich wollte nie jemandem Angst machen. Die meisten Menschen haben ihre Effektivität bei der Ausführung ihrer Pflicht im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert. Tun sie daher ihre Pflicht heute auf eine Weise, die dem Standard entspricht? Nein, das tun sie nicht, aber dennoch sind diese Menschen auf dem Weg dahin, ihre Pflicht dem Standard entsprechend zu tun, und wenn es kleinere Probleme gibt, lasse Ich diese durchgehen. Während dieses Prozesses mögen einige Menschen Störungen verursachen, einige mögen zaudern, oder bei einigen bestimmten Leuten können kleinere Probleme auftreten; aber insgesamt machen die Menschen ihre Sache ziemlich gut. Eines solltet ihr jedoch nicht vergessen: Ihr seid hier, um eure Pflicht zu tun. Egal, wie hart ihr arbeitet, wie sehr ihr leidet oder wie sehr ihr zurechtgestutzt werdet, ihr solltet Gott danken. Gott hat euch diese Gelegenheit gegeben, damit ihr alle möglichen Situationen erleben und alle möglichen persönlichen Erfahrungen sammeln könnt. Das ist etwas Gutes, und es geschieht alles, damit ihr die Wahrheit verstehen könnt. Also, worüber macht ihr euch Sorgen? Vor wem seid ihr auf der Hut? Es gibt keinen Grund, sich so zu verhalten. Strebe einfach normal nach der Wahrheit, finde deinen richtigen Platz und tu deine Pflicht und die Arbeit, die dir zufällt, gut; das ist genug. Das verlangt euch nicht viel ab.
Von dem Moment an, als der Antichrist in der kanadischen Kirche auftauchte und anfing, Störungen zu verursachen, bis zu dem Punkt, an dem diese Leute heute angelangt sind, wie lange habe Ich sie ertragen? Ich war nicht völlig ahnungslos, was mit ihnen los war, Ich habe das lange Zeit ertragen. Wie viel habe Ich ertragen? Lange Zeit waren sie nicht in der Lage, vollendete Werke abzuliefern, sie machten keine Fortschritte in ihrer Arbeit, und keiner von ihnen kümmerte sich um seine eigentlichen Angelegenheiten; sie waren alle willkürlich und rücksichtslos, ausschweifend und hemmungslos, und man hätte sich schon vor langer Zeit um sie kümmern sollen. Wenn ihr auch in der Lage seid, willkürlich und rücksichtslos zu sein und euch nicht um eure eigentlichen Angelegenheiten zu kümmern, dann wartet nicht darauf, dass Ich Mich um euch kümmere. Ergreift stattdessen die Initiative und legt eure Arbeit nieder; das wäre würdevoller. Wäre das die richtige Entscheidung? Nein, das wäre auch nicht das Richtige. Denkt nicht weiter darüber nach, wegzugehen, ihr müsst hier zielstrebig Wurzeln schlagen und eure Pflicht gut erfüllen. Egal, ob ihr eure Pflicht gut tun könnt oder nicht, seid zumindest mit ganzem Herzen dabei und sorgt dafür, dass ihr am Ende alle eure Aufgaben erfüllt habt. Seid keine Deserteure. Manche Menschen sagen: „Mein Kaliber ist schlecht, ich bin nicht sehr gebildet und habe kein Talent. Ich habe Fehler in meiner Persönlichkeit und stoße bei meiner Pflichtausführung immer auf Schwierigkeiten. Was soll ich tun, wenn ich meine Pflicht nicht gut tun kann und entlassen werde?“ Wovor hast du Angst? Kann denn diese Arbeit von dir allein erledigt werden? Du hast lediglich eine Funktion übernommen, es wird nicht von dir verlangt, die ganze Angelegenheit zu übernehmen. Übernimm einfach die Dinge, die du tun solltest, das ist genug. Hast du dann nicht deine Verantwortung erfüllt? Es ist so einfach; warum bist du immer so misstrauisch? Du hast Angst, dass dich herabfallendes Laub am Kopf trifft und ihn aufbrechen könnte, und du denkst zuerst und vor allem an deine eigenen Notfallpläne – bist du nicht ein Taugenichts? Was bedeutet „ein Taugenichts sein“? Es bedeutet, dass man nicht versucht, Fortschritte zu machen, dass man nicht bereit ist, alles zu geben, dass man immer nur eine Freikarte für eine Mahlzeit haben und gute Dinge genießen will – solche Menschen sind Abschaum. Manche Menschen sind zu kleingeistig. Wie können wir solche Menschen beschreiben? (Sie sind extrem kleinlich.) Ein extrem kleinlicher Mensch ist ein gemeiner Mensch, und jeder gemeine Mensch kann den Charakter eines edlen Menschen an seinen eigenen gemeinen Maßstäben messen und ihn für genauso selbstsüchtig und verachtenswert halten, wie er es selbst ist. Diese Menschen sind Taugenichtse, und selbst wenn sie an Gott glauben, wird es für sie nicht einfach sein, die Wahrheit zu akzeptieren. Woran liegt es, dass ein Mensch zu wenig Glauben hat? Es liegt daran, dass er die Wahrheit nicht versteht. Wenn du zu wenige Wahrheiten verstehst und dein Verständnis von ihnen zu oberflächlich ist, kannst du folglich nicht jedes Werk, das Gott wirkt, alles, was Gott tut, und jede Anforderung, die Gott an dich stellt, verstehen. Wenn du dieses Verständnis nicht erlangen kannst, dann werden in dir alle möglichen Verdächtigungen, Vorstellungen, Missverständnisse und Auffassungen in Bezug auf Gott entstehen. Wenn dein Herz mit nichts als diesen Dingen gefüllt ist, kannst du dann wahren Glauben an Gott haben? Ihr habt keinen wahren Glauben an Gott, und deshalb fühlt ihr euch immer unwohl und macht euch Sorgen, dass ihr nicht wisst, wann ihr entlassen werden könntet. Ihr habt Angst und denkt: „Gott könnte jederzeit herkommen, um eine Inspektion durchzuführen.“ Entspannt euch einfach. Solange ihr die Arbeit, die Gottes Haus euch anvertraut, gut tut, werde Ich es euch sogar durchgehen lassen, wenn es bei eurem Streben nach der Wahrheit und dem Lebenseintritt noch etwas mangelt. Was eure Teilnahme an Versammlungen und wie ihr euch dort Predigten anhört angeht sowie euer Kirchenleben und euer Essen und Trinken von Gottes Worten, so werde Ich diese Dinge nicht überwachen, und in Bezug auf eure Arbeit werde Ich euch nicht stören. Warum werde Ich euch nicht stören? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen seid ihr mit verschiedenen Fachkenntnissen vertrauter als Ich. Im Laufe der Arbeit der letzten Jahre solltet ihr euch im Hinblick auf eure Erfahrung oder eure Fachkenntnisse verbessert und eine Vorgehensweise für eure Arbeit entwickelt haben. Ob schriftlich oder mündlich, ihr solltet einige Regeln und Vorschriften zusammengefasst haben. Ich kenne eure Arbeitsweise nicht, und Ich möchte eure Arbeitspläne und Arbeitsmethoden nicht durcheinanderbringen. Ihr könnt eurem eigenen Stil, euren Mustern oder Regeln und Vorschriften folgen und die Arbeit auf die Weise tun, die für euch am einfachsten und bequemsten ist, die jedem das Gefühl gibt, frei und befreit zu sein, und die zu einer hohen Effizienz führt. Das heißt, Ich gewähre euch volle Freiheit bei eurer Arbeit. Obwohl Ich manchmal in den Kirchen umhergehe, mache Ich einen Bogen um euch, sodass ihr Mich nicht seht – Ich tue, was Ich kann, damit ihr euch frei und befreit fühlt. Warum tue Ich das? Keiner von euch ist mit den Fachkenntnissen besonders vertraut; ihr müsst euch im Laufe des Lernprozesses nach und nach herantasten. Ob Menschen nun Fachkenntnisse erlernen oder in die Wahrheit eintreten: Jeder hat sein eigenes Tempo, was den Fortschritt betrifft, und seine eigene Effizienz. Man kann Menschen nicht zu Dingen drängen, die ihre Fähigkeiten übersteigen. Die Menschen müssen einen Prozess durchlaufen, Misserfolge und Rückschläge erleben oder einige Lektionen aus ihren Fehlern lernen und dann allmählich in allen Bereichen eine Vorgehensweise für sich zusammenfassen und bestimmte Grundsätze meistern. Dann werden sie Fortschritte machen. Ihr habt euren eigenen Arbeitsstil und eure eigenen Methoden – es wäre für Mich nicht angemessen, euch in dieser Hinsicht zu stören. Deshalb beteilige Ich Mich sehr selten an Diskussionen über diese Angelegenheiten, die eure Arbeit betreffen. Das ist der Grund, der mit euch zu tun hat. Es gibt auch einen primären Grund, der mit Mir zu tun hat. Wenn Ich mal ehrlich bin: Was ihr sehen könnt und euer Denkvermögen, sei es in Bezug auf Fachkenntnisse oder Kunst oder erst recht in Bezug auf die Wahrheit, erscheint Mir alles sehr oberflächlich. Wäret ihr in der Lage, es zu ertragen, wenn Ich versuchen würde, bei euch schnelleren Fortschritt zu erzwingen? Nein, das wäret ihr nicht. Wenn Ich unter euch so handeln würde, wie Ich es gerne hätte, dann würden Meine Anforderungen an euch euer tatsächliches Niveau an Fachkenntnissen derzeit und eure tatsächliche Größe in Bezug auf den Lebenseintritt übersteigen. Ich möchte das nicht tun, denn es wäre für Mich sehr anstrengend, und für euch wäre es sehr mühsam. Es würde uns gegenseitig in eine peinliche Situation bringen, und das wäre nicht gut; das ist nicht, was Ich sehen möchte. Das sind Meine Gedanken zu dieser Angelegenheit, und so sieht es aus. Ich habe das aus zwei Gründen so gehandhabt: Einer hat mit euch zu tun, und der andere sind Meine eigenen Gedanken zu dieser Angelegenheit. Das auf diese Weise zu handhaben, ist für euer schrittweises Wachstum geeignet. Was den Lebenseintritt betrifft, so habt ihr Bücher mit Gottes Worten, es gibt alle möglichen Versammlungen und Predigten, und es gibt auch Leiter und Mitarbeiter, die euch bewässern und unterstützen; es gibt so viele Dinge, von denen ihr essen, trinken und Versorgung empfangen könnt. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Prozess des Lebenswachstums eines Menschen einem Samen gleicht, der in die Erde gesät wird, bewässert und gedüngt wird und dann allmählich keimt und wächst, bis er schließlich Früchte trägt. Es ist ein sehr langsamer Prozess. Natürlich ist der langsame Prozess, den ihr durchlauft, möglicherweise sogar noch langsamer als das Wachstum eines Samens von der Keimung bis zur Fruchtbildung. Warum ist das so? Dafür gibt es viele praktische und objektive Gründe, die sich in Menschen finden lassen. Einer davon ist, dass die Menschen verdorbene Dispositionen haben, aber darüber sprechen wir jetzt nicht. Ein weiterer ist, dass Menschen träge sind und oft negativ werden. Sie sind faul, und sie sind gefühllos und schwerfällig, wenn es um die Wahrheit und positive Dinge geht. Darüber hinaus lieben die Menschen positive Dinge nicht. Wenn Menschen also versuchen, in die Wahrheit einzutreten und Lebenseintritt zu erlangen, ist das für sie ein steiniger Weg, ein Rudern gegen den Strom. Wenn Menschen mit dem Strom schwimmen, ein Schmarotzerleben führen, die säkulare Welt anstreben und Trends folgen, ist das für sie, als würden sie sich von der Strömung mitziehen lassen – das ist einfach, und aus subjektiver Sicht wollen sich die Menschen wirklich so verhalten. Nach der Wahrheit zu streben, das zu tun, was gerecht ist, und Menschen mit einem Sinn für Gerechtigkeit zu sein, die sich um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern können, ist für sie jedoch sehr anstrengend. Sie müssen sich gegen ihre subjektiven Sehnsüchte, ihre eigenen Gefühle und ihre eigenen Auffassungen auflehnen, und sie müssen sich auch gegen ihre Faulheit und andere derartige negative Dinge auflehnen. Wenn sie mit Menschen, Arbeitspartnern oder Umgebungen konfrontiert werden, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen, oder sogar wenn sie verletzende oder unangenehme Dinge hören, müssen sie sich auf das Beten verlassen, um das zu überwinden, und so stoßen sie auf dem Weg des Strebens nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott auf gewaltigen Widerstand. Besonders wenn sie willensstark sind und mit unglaublicher Energie nach der Wahrheit streben, werden sie nach ein oder zwei Jahren Erfahrung einige Fortschritte sehen. Andernfalls, wenn sie tun, was ihnen gefällt, und die Dinge einfach ihren natürlichen Lauf nehmen lassen, werden sie sehr langsam Fortschritte machen. Vielleicht werden sie nach einiger Zeit ein besonderes Ereignis erleben, eines, das für sie eine außergewöhnliche Bedeutung hat, und sie werden eine Lektion lernen, zurechtgestutzt werden, und tief in ihrem Herzen werden sie gewaltigen Schmerz erleiden und davon stark betroffen sein, und erst dann werden sie in der Lage sein, sich in Bezug auf ihren Lebenseintritt ein bisschen zum Guten zu wenden. Kann diese Wende zum Guten sie dazu befähigen, Fortschritte zu machen? Nein, das kann sie nicht. Ihr Fortschritt hängt davon ab, wie sie in dieser Zeit nach der Wahrheit suchen. Wenn sie Menschen sind, die nur Ausreden machen können, die sich fleischlichen Annehmlichkeiten hingeben und die die Wahrheit nicht wirklich lieben, dann werden sie aus diesem Ereignis nichts weiter als eine oberflächliche Lektion ziehen, und sie werden kein Verständnis der Wahrheit erlangen. Entsprechend eures langsamen Lebensfortschritts wahre Ich diesen Abstand in Meinem Umgang mit euch und wähle diese Methode. Haltet ihr das für angemessen? (Ja.) Das ist für euch von großem Nutzen; zumindest seid ihr entspannt. Ich werde euch keine zusätzlichen Lasten aufbürden, euch nicht den ganzen Tag beobachten und im Auge behalten, euch 24 Stunden am Tag keine Ruhe gönnen und euch nicht dazu zwingen, emsig und unermüdlich zu arbeiten. Ich werde das nicht auf ausgeklügelte Weise bewerkstelligen, sondern lasse die Dinge bei euch ihren natürlichen Lauf nehmen. Bedeutet das, dass ihr in Hemmungslosigkeit versinken könnt? (Nein.) Wie kann Ich also voller Zuversicht diese Entscheidung treffen, euch nicht zu überwachen? Weil es die genaue Prüfung des Heiligen Geistes gibt. Außerdem: Wenn jemand nach der Wahrheit strebt, dieses Bedürfnis hat und tief in seinem Herzen bereit ist, nach der Wahrheit zu streben, dann wird er, selbst wenn du ihn nicht überwachst, immer noch nach der Wahrheit streben – er ist ein anständiger Mensch, der sich um seine eigentlichen Aufgaben kümmert. Wenn er kein anständiger Mensch ist, dann nützt es auch nichts, wenn du ihn im Auge behältst. Wenn du ihn beobachtest, zeigt er dir nur eine Fassade, um dich oberflächlich abzuspeisen, und wenn du einen Moment nicht hinsiehst, verfällt er wieder in seine alten Muster und verhält sich wie sonst auch. Das Streben nach der Wahrheit ist nichts, was Menschen überwachen können. Das ist etwas, das Ich gründlich verstehe, und deshalb wähle Ich diese Methode für Meinen Umgang und Meinen Kontakt mit euch. Es ist vollkommen angemessen, dass Ich das tue.
Ist die Sache mit der kanadischen Kirche jetzt nicht klar und deutlich erklärt worden? Und habt ihr durch diese Angelegenheit einige Wahrheiten verstanden? Wenn ihr euch in Zukunft wieder einer solchen Angelegenheit gegenüberseht, werdet ihr dann immer noch sagen, dass hier Menschen streng bestraft werden, um für andere ein Exempel zu statuieren, und dass man aus ihnen eine Warnung für andere macht? Vor dieser Sache dachtest du, dass niemand deine Beziehung zu Gott zerbrechen könnte und dass du bereits mit Gott vereinbar wärst. Als du jedoch mit dieser Angelegenheit konfrontiert wurdest, wurde das kleine Bisschen an Größe, das du besitzt, offenbart. Was für eine Größe? Du dachtest, dass du schwere Lasten tragen und leiden könntest, dass deine Entschlossenheit und dein Glaube größer seien als zuvor und dass du bald vervollkommnet würdest; diese falsche Sichtweise hast du in deinem Herzen gehegt. Und was denkst du jetzt? Du warst in deinen Ansichten etwas vorschnell! Schaut Mich an: Das ist nach außen hin meine Erscheinung, man kann Mich berühren und sehen – kann Meine Persönlichkeit als offen und aufrichtig betrachtet werden? Nach Meiner Persönlichkeit zu urteilen, bin Ich nicht jemand, der hinter eurem Rücken etwas unternimmt, wenn ein Problem auftaucht, und euch nichts sagt, der heimlich handelt und euch dann raten lässt, was Meine Absichten sind. So ein Mensch bin Ich nicht. Ganz gleich, welches Problem auftaucht, Ich erkläre es euch immer klar und deutlich, und doch seid ihr immer noch in der Lage, eine ganze Reihe von Theorien zusammenzufassen und zu sagen: „Das ist mein höchstes Verständnis von Gott.“ Was haltet ihr von diesem Verständnis? Ihr habt jetzt eure Lektion gelernt, nicht wahr? Kann man nicht sagen, dass es sich hierbei um euer größtes Versagen in eurem Verständnis von Gott handelt? Ihr könnt die Worte hören, die Ich spreche, und Mein Äußeres sehen, und Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut, den man berühren und sehen kann. Ich habe diese Vorgehensweise gewählt, und keiner von euch konnte sie ergründen, und wir konnten keinen Konsens erzielen – wir hatten nicht einmal dieses Fünkchen eines stillschweigenden Einvernehmens. Du bist so weit von Gott entfernt! Du bist noch weit davon entfernt, Gott zu verstehen! Das sind wahre Worte; das ist die tatsächliche Situation. Nur weil du ein wenig deine Pflicht tun kannst, seit vielen Jahren an Gott glaubst und einige Glaubenslehren besprechen kannst, solltest du nicht denken, dass du Gott verstehst. Ich sage dir: Da bist du vorschnell in deinen Ansichten! Denk nicht, dass du wirklich das ein oder andere weißt. In Wirklichkeit bist du noch weit davon entfernt, Gott zu verstehen; du bist nicht einmal in die Nähe dieses Verständnisses gekommen. Menschen können im Laufe einer jeden Angelegenheit offenbart werden, und einige Menschen wurden dadurch offenbart, wie mit dieser kanadischen Kirche umgegangen wurde. Die Menschen müssen durch diese verschiedenen Situationen und Ereignisse immerzu wachsen und kontinuierlich sich selbst und Gott verstehen lernen, um mehr von Gottes Taten und Seiner Disposition zu erfahren, um ihre Aufsässigkeit zu verstehen und genau zu verstehen, was ihre Beziehung zu Gott ist, und um klar zu erkennen, auf welcher Ebene sich ihr Verständnis und ihre Kenntnis der Wahrheit und ihr Verständnis von Gott genau befinden. Durch diese Angelegenheiten werden deine wahre Größe und dein wahrer Zustand bemessen. Habt ihr dieses Mal eine Lektion gelernt? Bemüht euch, das nächste Mal die Dinge nicht auf diese Art zu verstehen. Das ist so verletzend, das Ganze ist kaum zu glauben! Meint ihr, diese Angelegenheit war es wert, so lange erklärt zu werden? Das hätte nicht notwendig sein sollen. Warum sage Ich, es hätte nicht notwendig sein sollen? Gemäß den Worten und Glaubenslehren, die ihr begriffen habt, hätte diese Angelegenheit für euch kein Hindernis darstellen dürfen; indem ihr selbst darüber nachdenkt und alle gemeinsam darüber Gemeinschaft haltet, hättet ihr in der Lage sein sollen, es auf relativ reine Weise zu verstehen, ohne ein so extremes Verständnis zu entwickeln. Aber wie sich herausstellt, hat sich ein extremes Verständnis entwickelt, und es ist für Mich notwendig geworden, über bestimmte Einzelheiten Gemeinschaft zu halten. Sind eure Herzen jetzt nicht heller, nachdem ihr diese Gemeinschaft gehört habt? Ihr solltet jetzt keine weiteren Vorstellungen von dieser Angelegenheit haben, richtig? Also: Haltet ihr die Art und Weise, wie Ich mit diesen Leuten umgegangen bin, für übertrieben? (Nein.) Dann lasst uns hier die Diskussion über diese Angelegenheit beenden, und Ich werde nun mit dem gemeinschaftlichen Austausch über das Hauptthema beginnen.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?