Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (27) Abschnitt Fünf

J. Wankelmut

Die zehnte Äußerungsform ist: „Wankelmut.“ Welche spezifischen Äußerungsformen zeigen Menschen, die wankelmütig sind? Zunächst einmal sind die größten Zweifel, die diese Menschen in Bezug auf den Glauben an Gott haben, folgende: „Existiert Gott wirklich? Gibt es das geistliche Reich? Gibt es eine Hölle? Sind diese von Gott gesprochenen Worte die Wahrheit? Die Leute sagen, diese Person sei der menschgewordene Gott, aber ich habe keinen Aspekt gesehen, der sie wie den menschgewordenen Gott erscheinen lässt! Wo genau ist dann der Geist Gottes? Existiert Gott nun tatsächlich oder nicht?“ Sie können diese Fragen niemals für sich klären. Sie sehen, dass viele Menschen an Gott glauben, und denken: „Gott muss existieren. Wahrscheinlich existiert er. Ich hoffe, er existiert. Der Glaube an Gott hat mir jedenfalls keinen Verlust eingebracht; niemand hat mich schlecht behandelt. Ich habe gehört, dass man durch das Ausführen einer Pflicht Segnungen und einen guten Bestimmungsort erhalten kann und dass ich in der Zukunft nicht sterben werde. Also werde ich wohl einfach mitmachen und glauben.“ Nachdem sie eine Zeit lang geglaubt haben, sehen sie, dass manche Menschen Prüfungen und Widrigkeiten erleben, und sie kommen ins Grübeln: „Sollte der Glaube an Gott nicht eigentlich Segnungen mit sich bringen? Manche Menschen sind schwer krank geworden und gestorben, manche sind vom großen roten Drachen verhaftet worden und seine Verfolgung kostete sie ihr Leben, und andere sind bei der Ausführung ihrer Pflicht krank geworden oder ihren Familien ist währenddessen ein Unglück widerfahren. Warum hat Gott sie nicht beschützt? Existiert Gott nun wirklich oder nicht? Wenn er existiert, hätten diese Dinge nicht geschehen dürfen!“ Einige wohlmeinende Menschen halten mit ihnen Gemeinschaft über die Wahrheit und sagen: „Gott herrscht über alle Dinge, und das Schicksal der Menschen wird von Gottes Hand orchestriert. Die Menschen sollten diese Angelegenheiten von Gott annehmen und sich Gottes Orchestrierung ausliefern. Alles, was Gott tut, ist gut.“ Darauf erwidern diese wankelmütigen Personen: „Ich sehe nicht, was daran gut sein soll! Unglück zu erleiden – ist das gut? Schwer krank oder unheilbar krank zu werden – ist das gut? Tot zu sein ist sogar noch schlimmer. Existiert Gott nun oder nicht? Ich weiß es nicht.“ Sie sind stets voller Zweifel an Gott. Wenn sie sehen, dass viele Menschen ihre Pflicht tun, dass das Werk des Hauses Gottes immer weiter wächst und dass die Kirche von Tag zu Tag mehr aufblüht, dann denken sie, dass Gott existieren muss. Besonders wenn sie hören, wie die Brüder und Schwestern Zeugnis von den Zeichen und Wundern ablegen, die Gott gezeigt hat, und von der Gnade, die sie von Gott empfangen haben, wächst die Überzeugung dieser wankelmütigen Personen sogar noch mehr: „Gott existiert definitiv! Obwohl die Menschen den Geist Gottes nicht sehen können, wurden die Worte, die der menschgewordene Gott gesprochen hat, von den Menschen gehört, und ich habe auch gehört, wie so viele Menschen über Gottes Worte Gemeinschaft gehalten und Gottes Worte erfahren haben. Also muss Gott definitiv existieren!“ Wenn die Kirche aufblüht, bei ihr alles reibungslos verläuft und ihr Werk immer weiter wächst, und besonders wenn die Brüder und Schwestern einige besondere Umstände und Ereignisse erleben und dadurch Gottes Schutz, Herrschaft und Führung sehen, dann erkennen sie, dass Gott existiert und dass Gott wahrhaft gut ist. Nach einer gewissen Zeit kommen jedoch vielleicht Frustrationen auf und sie machen schwierige Phasen durch. Manche erleben Misserfolge und Rückschläge, oder das Haus Gottes mustert einen Teil der Menschen aus; diese Dinge, insbesondere letzteres, stehen komplett im Widerspruch zu ihren Auffassungen und sind nicht das, was sie erwartet haben. Sie denken: „Wenn Gott existiert, wie konnten diese Dinge dann geschehen? Sie sollten nicht geschehen! Es ist normal, dass diese Dinge unter Nichtgläubigen geschehen, aber wie konnten sie auch im Haus Gottes geschehen? Wenn Gott existiert, sollte er diese Angelegenheiten regeln und verhindern, dass diese Dinge geschehen, denn er ist allmächtig und hat Autorität und Macht! Existiert Gott nun tatsächlich oder nicht? Die Menschen können Gottes Geist nicht sehen. Was die vom menschgewordenen Gott gesprochenen Worte betrifft, so sagen alle, dass sie die Wahrheit und der Weg sind und das Leben der Menschen sein können. Aber warum habe ich nicht das Gefühl, dass sie die Wahrheit sind? Ich höre mir schon so lange Predigten an, aber mein Leben hat sich überhaupt nicht verändert! Ich habe so viel gelitten – was habe ich gewonnen?“ Sie beginnen, an Gott zu zweifeln, und ihre Begeisterung für das Ausführen ihrer Pflicht lässt nach und flaut ab. Dann denken sie darüber nach, das Haus Gottes zu verlassen, um zu arbeiten und Geld zu verdienen, um ein gutes Leben zu führen – solche regen Gedanken kommen in ihnen auf. Sie denken bei sich: „Wenn der Gott, an den ich glaube, nicht der wahre Gott ist, dann wäre es ein so großer Verlust, dass ich all die Jahre, in denen ich an Gott glaubte, nicht gearbeitet oder Geld verdient habe! Nein, so zu denken ist falsch. Ich muss weiterhin richtig glauben. Ich habe Leute sagen hören, dass man, wenn man mehr von Gottes Worten liest, die Wahrheit verstehen, alle Probleme lösen und nicht mehr schwach sein wird. Aber ich habe Gottes Worte gelesen und die Wahrheit immer noch nicht verstanden. Warum fühle ich mich immer noch negativ? Warum habe ich immer das Gefühl, dass mir die Energie fehlt, meine Pflicht zu tun? Gott wirkt nicht in mir! Ich habe so viele Schwierigkeiten, aber Gott hat mir keinen Ausweg eröffnet. Existiert Gott denn nun tatsächlich oder nicht? Wenn das der wahre Weg ist, sollte Gott diejenigen, die ihre Pflicht tun, mit Frieden, einem reibungslosen Ablauf und Normalität segnen. Warum gibt es also immer noch so große Schwierigkeiten, wenn Leute das Evangelium predigen und ihre Pflichten ausführen? Obwohl ich weiß, dass die religiöse Welt zurückgeblieben ist und man durch den Glauben an den allmächtigen Gott ins Zeitalter des Königreichs eintritt, warum habe ich nicht gesehen, wie der Heilige Geist wirkt?“ Was sind das für Menschen? Das sind Menschen ohne geistliches Verständnis. Sie lesen Gottes Worte, verstehen aber die Wahrheit nicht. Ganz gleich, wie viel Wahrheit der gemeinschaftliche Austausch enthält, sie können ihre Bedeutung nicht erfassen. Sie betrachten die Dinge immer auf der Grundlage ihrer Auffassungen und Einbildungen und sind ständig voller Zweifel an Gott. Wie könnte so jemand je die Wahrheit verstehen? Manche Menschen sehen, dass das Predigen des Evangeliums ziemlich schwierig ist, und denken daher: „Wenn das der wahre Weg wäre, würde der Heilige Geist gewaltig wirken. Egal, wo die Brüder und Schwestern hingingen, um das Evangelium zu predigen, es würde alles reibungslos und ohne Probleme ablaufen. Mehr noch, auch Regierungsbeamte würden anfangen zu glauben und für alles grünes Licht geben. Das wäre wirklich das Tun des wahren Gottes. Aber wenn man sich die Fakten ansieht, ist das ganz und gar nicht so. Nicht nur, dass Präsidenten und Beamte in verschiedenen Ländern der Welt nicht an Gott glauben, sie unterstützen den Glauben an Gott auch nicht. In einigen Ländern werden Gläubige sogar von der Regierung verfolgt, und sie hindert die Menschen daran, an Gott zu glauben. Ist der Gott, an den wir glauben, also wirklich der wahre Gott? Ich weiß es nicht; es ist schwer zu sagen.“ In ihren Herzen findet sich immer ein riesiges Fragezeichen. Jedes Mal, wenn sie irgendeine Neuigkeit hören, fühlt es sich für sie wie ein „Erdbeben“ an, dessen Auswirkung weder gewaltig noch unmerklich ist und das sie wankelmütig werden lässt. Manche Leute sagen: „Sind sie immer wankelmütig, weil sie erst seit kurzer Zeit an Gott glauben?“ Das ist nicht der Fall – manche Menschen glauben seit drei, fünf oder sogar über zehn Jahren. Gilt das als eine kurze Zeit? Wenn jemand während des Werkes im Zeitalter der Gnade drei oder fünf Jahre lang geglaubt hätte, würde das nicht als lange gelten, denn er hätte Gottes Kundgebungen und Worte in den letzten Tagen nicht gehört; er verstand nur ein wenig biblisches Wissen und geistliche Theorien aus der Bibel und den Predigten der Menschen. Das ist ein viel zu geringer Gewinn. Anders sieht es aus, wenn jemand das Werk der gegenwärtigen Phase annimmt: Solange er seine Pflicht tut und Gott drei Jahre lang folgt, übertrifft das, was er erlebt, versteht und gewinnt, das, was jemand in zwanzig oder dreißig Jahren oder sogar in einem ganzen Leben des Glaubens an den Herrn im Zeitalter der Gnade hätte gewinnen können. Aber diese Menschen, die wankelmütig sind, können selbst nach drei, fünf oder sogar mehr als zehn Jahren des Glaubens immer noch nicht feststellen, ob diese Phase des Werkes von Gott verrichtet wird oder nicht, und sie zweifeln sogar an der Existenz Gottes. Würdest du sagen, dass solche Menschen sehr anstrengend sind? Sind sie in der Lage, die Wahrheit zu verstehen? (Nein.) Denken sie wie Menschen mit normaler Menschlichkeit? (Nein.) Sie sind unfähig, die Wahrheit zu verstehen. Ganz gleich, welche Situation in der Kirche auftritt: Es kann solche Leute immer wankelmütig werden lassen – das Fragezeichen in ihren Herzen löst ständig „Erdbeben“ für sie aus. Wenn Antichristen in der Kirche Störungen verursachen und einige Menschen in die Irre geführt werden, oder wenn jemand, den sie vergöttern, etwas Unerwartetes tut – wie Opfergaben zu stehlen oder sich sexuell freizügigen Aktivitäten hinzugeben – und entfernt wird, wird ihr Herz wankelmütig, und sie beginnen, an Gott zu zweifeln: „Ist das nicht der Strom von Gottes Werk? Wie können dann solche gesetzlosen Dinge in der Kirche geschehen? Wie konnte Gott zulassen, dass in der Kirche Antichristen und böse Menschen auftauchen? Ist das wirklich der wahre Weg?“ Alles, was in der Kirche geschieht und ihren Auffassungen widerspricht, lässt in ihnen Zweifel aufkommen und lässt sie hinterfragen, ob es sich wirklich um den wahren Weg handelt, ob es Gottes Werk ist und ob Gott wirklich existiert. Sie suchen einfach nicht die Wahrheit, um eine korrekte Sicht der Angelegenheit zu bekommen. Das allein reicht aus, um zu beweisen, dass sie von Anfang bis Ende im Grunde nie geglaubt haben, dass diese Phase des Werkes von Gott verrichtet wird. Von Anfang bis Ende haben sie nie gewusst, was die Wahrheit ist, noch warum Gott die Wahrheit kundtut. Gott hat so viele Worte gesprochen und so viel gewirkt – all das ist Gottes Tun. So viele Menschen haben es bestätigt und sind sich dessen sicher geworden, aber sie weigern sich, die Dinge auf der Grundlage dieser Tatsachen zu betrachten. Sie benutzen immer menschliche Perspektiven und den menschlichen Verstand, um Urteile zu fällen – sie setzen zu viel Vertrauen in sich selbst. Wenn es einige Hintertürchen oder Abweichungen in der Arbeit der Kirche oder im Kirchenleben gibt oder wenn die Kirche von der Regierung unterdrückt und verfolgt wird, bekommen sie wieder Zweifel: „Ist das wirklich der wahre Weg?“ Wenn Antichristen und falsche Leiter in der Kirche auftauchen, kommen ebenfalls Zweifel in ihnen auf. Sie sagen: „Seht euch diese Pastoren und Ältesten in den religiösen Kirchen an – sie lieben den Herrn wirklich, und in ihren Kirchen gibt es keine Vorfälle mit Antichristen. So sieht der wahre Weg aus. Wenn das, was ihr hier habt, der wahre Weg ist, warum geschehen diese Dinge dann immer noch?“ Solche Vergleiche ziehen sie. Und was für Vergleiche ziehen einige andere Dummköpfe? Sie sagen: „Seht euch diese Leute an, die in der Drei-Selbst-Kirche an Gott glauben – sie sind vom Staat genehmigt, und er stellt ihnen sogar Zertifikate aus und gibt ihnen Land, um Kirchen zu bauen. Es ist alles legitim und legal. Habt ihr eine öffentliche Kirche? Sind eure Kirchen registriert? Der Staat weist den Drei-Selbst-Kirchen sogar Pastoren zu, und diese Pastoren haben Lizenzen. Haben eure Leiter und Mitarbeiter Lizenzen? Der Staat erlaubt euch nicht, an Gott zu glauben; er verhaftet und verfolgt euch. Ihr habt nicht einmal einen festen Ort für eure Versammlungen; ihr versammelt euch immer im Geheimen. Ist das wirklich der wahre Weg? Wenn das der wahre Weg wäre, warum würdet ihr euch immer auf so heimliche Weise versammeln und eure Pflicht im Geheimen tun?“ Selbst diese Angelegenheit können sie nicht durchschauen. Jede Situation kann sie wankelmütig werden und in ihnen Zweifel an Gott aufkommen lassen. Sagt Mir: Können solche Menschen standhaft bleiben? (Nein.) Obwohl sie die Kirche nach außen hin nicht verlassen haben, stehen sie in ihrem Herzen am Rande akuter Gefahr. Sie können sich über Gottes Werk und die von Gott kundgetanen Wahrheiten niemals sicher sein, und sie sind immer halb gläubig, halb zweifelnd; das macht es ihnen unmöglich, wahren Glauben zu haben. Sie können nicht erkennen, dass all die Verfolgungen, die Unterdrückung und die Verhaftungen, die in diesen Jahren von Gottes Werk stattgefunden haben, alle unter Gottes Herrschaft unterlagen und alle unter Gottes Orchestrierungen und Anordnungen fielen. Daher haben sie Auffassungen und sind in der Lage, zu hinterfragen, ob Gott über alle Dinge herrschen kann. Sie glauben immer, dass die ganze Arbeit des Hauses Gottes von Menschen getan wird, und sind nicht in der Lage, auch nur das geringste Anzeichen von Gottes Taten zu erkennen. Sind sie nicht Ungläubige? Wenn eine solche Person erst seit sechs Monaten oder einem Jahr glaubt und verschiedene Wahrheiten noch nicht klar erfasst hat, ist es verständlich, dass sie Zweifel hat und wankelmütig wird, wenn sie Dinge sieht, die ihren Auffassungen widersprechen. Aber manche Menschen glauben seit mehreren Jahren an Gott, haben sich viele Predigten angehört, und es wurde mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten, als sie Schwierigkeiten hatten. Damals haben sie das, was sie hörten, als Glaubenslehre verstanden. Wenn sie sich jedoch danach wieder gewissen Angelegenheiten gegenübersehen, stellen sie Gott und Gottes Werk immer noch infrage. Das zeigt, dass solche Menschen kein Begriffsvermögen für die Wahrheit haben, dass ihnen die Denkweise einer normalen Menschlichkeit fehlt und dass sie nicht dem Maßstab entsprechen, ein Mensch zu sein.

Wie sollte mit Menschen umgegangen werden, die wankelmütig sind? Was ihre Menschlichkeit betrifft, so handelt es sich hier nicht um böse Menschen, aber sie sind in der Tat eine problematische Sorte von Menschen, weil ihnen das Begriffsvermögen für die Wahrheit fehlt und sie nicht wie Menschen denken, die eine normale Menschlichkeit besitzen. Am wichtigsten ist aber, dass sie die vielen Wahrheiten, die Gott kundgetan hat, nicht einmal bestätigen können, und sie wissen auch nicht, ob diese Worte die Wahrheit sind oder ob sie Gottes Ausdruck und Gottes Werk sind. Gemessen an ihrem Begriffsvermögen, was für Menschen sind sie? Es ist richtig, sie als Ungläubige zu bezeichnen, und es ist auch richtig, sie als wirrköpfige Menschen zu bezeichnen. Auch wenn Menschen dieser Art keine offensichtlich bösen Taten begangen haben und nicht als böse Menschen gelten, da sie so wirrköpfig sind und viele Dinge tun können, die Unterbrechungen und Störungen verursachen, sind sie dann keine Nichtsnutze? (Doch.) Ganz gleich, wie lange sie an Gott geglaubt oder wie viele Predigten sie sich angehört haben, sie werden nie in der Lage sein, die Wahrheit zu verstehen. Sie können nicht einmal Gottes Existenz oder Gottes Herrschaft bestätigen. Was für ein Kaliber ist das? Diese Menschen haben absolut kein Begriffsvermögen für die Wahrheit. Sie sind Menschen von sehr schlechtem Kaliber; oder man könnte sagen, dass sie überhaupt kein Kaliber haben – sie sind hirnlose Nichtsnutze. Sagt Mir: Welche Pflicht können Nichtsnutze tun? (Sie können gar keine Pflicht tun.) Sie können gar keine Pflicht tun und sind immer voller Zweifel und wankelmütig. Wie sollte man also mit solchen Menschen umgehen und mit ihnen verfahren? Die angemessenste Art, mit solchen Menschen zu verfahren, ist, sie keine Pflicht tun zu lassen. Selbst wenn sie darum bitten, eine Pflicht zu tun, sollte es ihnen nicht gestattet werden. Warum nicht? Denn sobald solche Menschen anfangen, ihre Pflicht zu tun – besonders dann, wenn sie Mühsal erduldet und einen gewissen Preis gezahlt haben –, werden sie früher oder später versuchen, mit dem Haus Gottes abzurechnen. Wenn sie verhaftet werden oder Naturkatastrophen oder von Menschen verursachten Katastrophen gegenüberstehen, werden sie es bereuen, sich für Gott aufgewendet zu haben; sie werden sich bitterlich beschweren und überall Dinge sagen wie: „Ich habe so viel für die Arbeit der Kirche und für meine Pflicht gelitten. Ich habe so viel weniger gegessen, so viel weniger geschlafen und so viel weniger Geld verdient. Wenn ich keine Pflicht getan hätte, hätte ich das Geld, das ich verdient habe, auf die Bank bringen können, und es hätte Zinsen gebracht! Ich habe so viele Risiken auf mich genommen – wie viel ist jede Stunde Risiko wert? Wie hoch ist der Arbeitslohn?“ Sie werden versuchen, mit dem Haus Gottes finanziell abzurechnen, und werden sogar damit drohen, dass sie, wenn das Haus Gottes sie nicht entschädigt, das Haus Gottes anzeigen werden. Würde es nicht endlosen Ärger bringen, solche Leute eine Pflicht tun zu lassen? Sich mit solchen niederen Menschen einzulassen, wird zu einer Verstrickung führen, aus der man sich nicht mehr lösen kann. Ganz gleich, wie viele Dinge sie für die Kirche erledigen, sie führen in ihren Herzen ein kleines Kassenbuch, und jede einzelne Abrechnung wird exakt notiert. Was sie auch für die Kirche tun, sie tun es niemals freiwillig. Weil sie es nicht freiwillig tun, fordern sie dafür Rechenschaft ein. Warum ist das so? Weil sie in ihren Herzen die Existenz Gottes nicht anerkennen und nicht daran glauben. Sie erkennen nicht an, dass Gottes Worte die Wahrheit sind oder dass Gottes Werk die Menschen retten kann. Welche Art von Belohnung wäre also nötig, damit sie zufrieden sind, dass sie einen kleinen Preis gezahlt, ein wenig gelitten, ein wenig Pflicht getan und einige menschliche und materielle Ressourcen für den sogenannten Gott aufgewendet haben, den sie sich in ihrem Kopf vorstellen? Wenn sie dafür keine Gegenleistung erhielten, wären sie dann zufrieden? Wenn sie eines Tages erkennen, dass sie ausgemustert wurden, weil sie nicht nach der Wahrheit strebten, welche Folgen wird das haben? Sie werden denken, dass das Haus Gottes sie ausgetrickst hat, dass die Leiter und Mitarbeiter sie ausgetrickst haben und dass man sie im Dunkeln hat tappen lassen und sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Dann werden sie mit dem Haus Gottes ein Hühnchen zu rupfen haben und eine Entschädigung fordern und die Sache endlos in die Länge ziehen. Glaubt ihr, das Haus Gottes möchte sich mit einer solchen Person einlassen? So etwas Dummes wird das Haus Gottes auf keinen Fall tun! Die Mitglieder von Gottes auserwähltem Volk tun ihre Pflicht, um die Verantwortlichkeit geschaffener Wesen zu erfüllen – das ist einzig und alleine ihre eigene Entscheidung, es ist etwas, das sie bereitwillig tun. Das Haus Gottes wird niemals jemanden zu etwas zwingen oder nötigen. Aber sobald Ungläubige anfangen, eine Pflicht zu tun, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Ärger gibt. Wenn sie schlecht gelaunt sind, werden sie definitiv anfangen zu murren und sich zu beschweren und zu anderen sagen: „Ihr habt alle so schöne Dinge gesagt und mich ausgetrickst, indem ihr gesagt habt, dass der Glaube an Gott mir erlauben würde, die Wahrheit und das ewige Leben zu erlangen. Aber keiner von euch hat erwähnt, dass es in der Kirche Antichristen geben würde, die die Menschen in die Irre führen, und böse Menschen, die die Kirchenarbeit unterbrechen und stören, oder dass die Kirche Menschen entfernen oder ausschließen würde. Ihr habt mir nie gesagt, dass irgendetwas davon in der Kirche passieren würde!“ Sie können sogar den Spieß umdrehen und euch beschuldigen und sagen: „Ihr habt mir diese Dinge nie klar erklärt. Ich habe es euch einfach gleichgetan und an Gott geglaubt und meine Pflicht getan. Und deswegen habe ich jetzt keine Zukunftsaussichten in der Welt; ihr habt mich davon abgehalten, das große Geld zu verdienen. Ihr müsst mich für meine Verluste entschädigen!“ Findest du es nicht widerlich, wenn sie anfangen, von dir Rechenschaft einzufordern? Wärst du bereit, dich mit ihnen einzulassen? (Nein.) Wer könnte solchen Leuten klarmachen, wie es ist? Sie nehmen die Wahrheit nicht an, können nicht sehen, dass Gott existiert, und können die Existenz Gottes nicht durch ihre Erfahrungen spüren. Sagt Mir: Wer könnte diese Tatsache in ihre Köpfe zwängen? Niemand könnte das. Sie haben nicht die Fähigkeit, die Wahrheit anzunehmen. Sie also aufzufordern, nach der Wahrheit zu streben, würde ihnen das Leben ziemlich schwer machen und sie in eine schwierige Lage bringen – das ist einfach unrealistisch. Sie glauben nur an Gott, um Segnungen zu erhalten. Solange sie eine kleine Pflicht tun, verlangen sie eine Belohnung. Wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, fangen sie an, mit Beleidigungen um sich zu werfen: „Ich wurde ausgetrickst und betrogen! Ihr seid alle Betrüger!“ Sagt Mir, würdet ihr eine solche Beschimpfung ertragen wollen? (Nein.) Wer hat sie ausgetrickst? Ist es nicht so, dass sie selbst Ambitionen und Begierden haben und Segnungen erhalten wollen? War das Erhalten von Segnungen nicht gerade der Grund, warum sie an Gott geglaubt haben? Bis jetzt haben sie keine Segnungen erhalten, aber liegt das nicht daran, dass sie nicht nach der Wahrheit streben? Liegt das Problem nicht bei ihnen selbst? Sie glauben nicht einmal an Gott, wollen aber trotzdem Segnungen von Gott erhalten – wie könnte es so einfach sein, Segnungen zu erhalten? Wurden ihnen diese Angelegenheiten nicht lange, bevor sie anfingen, eine Pflicht zu tun, deutlich erklärt? (Ja.) Aber könnt ihr mit ihnen vernünftig reden? Das könnt ihr nicht – sie werden nur sagen, dass ihr sie ausgetrickst habt. Sagt Mir: Unabhängig davon, wie lange die Brüder und Schwestern an Gott geglaubt haben, wer von ihnen tut im Haus Gottes nicht freiwillig seine Pflicht? Obwohl es in seltenen Fällen vorkommt, dass Kinder nicht an Gott glauben und von ihren Eltern oder Verwandten zum Glauben und zur Ausführung einer Pflicht gedrängt werden, sind diese Fälle dennoch sehr wenige. Selbst wenn deine Eltern dich dazu drängen, ist es zu deinem eigenen Wohl – das solltest du verstehen. Aber das ist deine Familie, die dich dazu drängt – die Brüder und Schwestern des Hauses Gottes werden dich nicht dazu drängen und dich auch nicht dazu zwingen. An Gott zu glauben und eine Pflicht zu tun, ist komplett freiwillig. Momentan kann jeder, der gehen will, gehen; die Ausgänge des Hauses Gottes stehen immer offen. Wenn du jedoch einmal gegangen bist, wird es nicht so einfach sein, zurückzukommen. Die Menschen, die im Haus Gottes eine Vollzeitpflicht tun, werden sorgfältig ausgewählt – da wird nicht jeder angenommen. Es gibt erforderliche Maßstäbe und Grundsätze, und nur diejenigen, die die Qualifikationen erfüllen, können in der Kirche mit Vollzeitpflicht bleiben. Menschen, die wankelmütig sind, denken: „Ihr habt mir eine so wichtige Angelegenheit nicht deutlich erklärt. Ich habe damals nur eine Pflicht getan, weil ich verwirrt war.“ Was wurde nicht deutlich erklärt? Die Brüder und Schwestern halten bei der Ausführung ihrer Pflicht jeden Tag gemeinsam über die Wahrheit Gemeinschaft – wenn diese Leute es nicht verstanden haben, liegt es daran, dass sie wirrköpfig und blind sind. Dafür können sie niemand anderem die Schuld geben. Aber sie werden darüber nicht mit euch vernünftig reden; sie sind einfach der Meinung, dass sie einen riesigen Verlust erlitten hätten, und wollen vom Haus Gottes Rechenschaft einfordern und mit ihm streiten. Sind solche Menschen nicht unvernünftig und äußerst widerlich? Sobald ihr also erkannt habt, wie solche Menschen wirklich sind, und klar sehen könnt, dass sie wirrköpfig und völlig nutzlos sind, dass sie keine Pflicht tun können, ständig darauf aus sind, Segnungen zu erhalten, ihre Herzen von Gedanken an das Erlangen von Segnungen verzehrt sind und dass sie nur wissen, dass das Ausführen einer Pflicht Segnungen, Errettung, Eintritt ins Königreich und Unsterblichkeit bringen kann, und sie nur diese wenigen Phrasen kennen, ohne etwas anderes zu verstehen – sie nicht wissen, was die Wahrheit ist, wie man die Wahrheit praktiziert oder wie man sich Gott unterwirft – kann man sie dann, selbst wenn sie eine Pflicht tun wollen oder darum bitten, eine Pflicht zu tun, dazu einteilen? (Nein.)

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