Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (15) Abschnitt Zwei
2. Gegenseitiges Bloßstellen und gegenseitige Angriffe
Manche Menschen haben kein Begriffsvermögen beim Essen und Trinken von Gottes Wort und wissen nicht, wie sie über ihr erfahrungsbasiertes Verständnis von Gottes Wort Gemeinschaft halten sollen. Sie wissen nur, wie sie Gottes Worte, die die Menschen entlarven, auf andere beziehen können. Folglich haben sie, wann immer sie über die Wahrheit in Gottes Worten Gemeinschaft halten, immer persönliche Motive; sie wollen stets die Gelegenheit nutzen, um andere bloßzustellen und anzugreifen, was Unruhe in der Kirche verursacht. Wenn diejenigen, die bloßgestellt werden, mit diesen Situationen richtig umgehen können, sie als von Gott kommend verstehen und lernen können, sich zu unterwerfen und geduldig zu sein, wird es keine Streitigkeiten geben. Es ist jedoch unvermeidlich, dass jemand sich widerspenstig fühlen mag, wenn er hört, wie andere über seine Probleme Gemeinschaft halten und sie bloßstellen. Er denkt bei sich: „Warum teilst du, nachdem du Gottes Worte gelesen hast, nicht deine erfahrungsbasierten Verständnisse davon oder sprichst über Selbsterkenntnis, sondern greifst stattdessen ausschließlich mich an und nimmst mich ins Visier? Findest du mich unangenehm? Gottes Worte haben bereits klargemacht, dass ich eine verdorbene Disposition habe – musst du das wirklich sagen? Ich mag eine verdorbene Disposition haben, aber hast du nicht auch eine? Du nimmst mich immer ins Visier, nennst mich betrügerisch, aber dir mangelt es auch nicht an Gerissenheit!“ Erfüllt von Groll und Trotz mag er ein- oder zweimal Geduld üben, aber nachdem Zeit vergangen ist und sich sein Groll angesammelt hat, braust er auf. Und sobald er aufbraust, ist das katastrophal. Er sagt: „Wenn manche Menschen handeln und sprechen, geben sie an der Oberfläche vor, sehr ehrlich und offen zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie voller Intrigen aller Art und schmieden immer Pläne gegen andere. Niemand kann ihre Gedanken oder Absichten erfassen, wenn sie mit anderen sprechen; sie sind betrügerische Menschen. Wenn wir auf solche Personen treffen, können wir nicht mit ihnen reden oder interagieren; sie sind zu furchterregend. Wenn du nicht aufpasst, fällst du in ihre Falle und wirst von ihnen betrogen und benutzt. Solche Menschen sind die bösesten, die Art, die Gott am meisten verabscheut und von der Er am meisten angewidert ist. Sie sollten in den bodenlosen Abgrund geworfen werden, in den Feuer- und Schwefelsee!“ Nachdem die andere Person das gehört hat, denkt sie: „Du hast verdorbene Dispositionen, aber du lässt nicht zu, dass andere dich bloßstellen? Du bist so arrogant und selbstgerecht, also werde ich eine andere Passage aus Gottes Worten finden, um dich bloßzustellen, und dann sehen wir mal, was du dann zu sagen hast!“ Die andere Person wird noch wütender, nachdem sie bloßgestellt wurde, und denkt: „Also, du wirst diese Sache nicht auf sich beruhen lassen, was? Du lässt das immer noch nicht los? Du magst mich einfach nicht und denkst, ich habe eine verdorbene Disposition, stimmt’s? Gut, dann werde ich dich auch bloßstellen!“ Und so sagt sie: „Manche Menschen sind einfach Antichristen; sie lieben Status und das Lob anderer, sie lieben es, andere zu belehren, und benutzen dabei Gottes Worte, um andere bloßzustellen und zu verurteilen, und andere Menschen glauben zu machen, sie selbst hätten keine verdorbene Disposition. Sie sind ganz selbstherrlich und denken, sie seien geheiligt worden, aber sind sie nicht einfach nur unreine Geister? Sind sie nicht einfach nur Satane und böse Geister? Was sind Antichristen? Antichristen sind Satane!“ Wie viele Runden hat sie gekämpft? Gibt es einen Gewinner? (Nein.) Hat sie irgendetwas gesagt, das andere erbauen könnte? (Nein.) Was sind diese Worte also? (Urteile, Verurteilungen.) Es sind Urteile. Sie spricht rücksichtslos, ohne Rücksicht auf die tatsächliche Situation oder die Fakten, urteilt und verurteilt andere willkürlich und verflucht sie sogar. Hat sie eine faktische Grundlage dafür, die andere Person einen Antichristen zu nennen? Welche bösen Taten und Äußerungsformen eines Antichristen hat diese Person gezeigt? Erreicht ihre verdorbene Disposition das Niveau des Wesens eines Antichristen? Wenn Gottes auserwähltes Volk hört, wie sie die andere Person bloßstellt, wird es das für objektiv und wahrheitsgemäß halten? Steckt in den Worten, die von diesen beiden Personen gesprochen werden, irgendeine Güte oder gute Absicht? (Nein.) Ist ihr Zweck, einander zu helfen, sich so schnell wie möglich selbst zu erkennen, und die andere Person zu befähigen, so schnell wie möglich ihre verdorbene Disposition abzulegen und in die Wahrheitsrealität einzutreten? (Nein.) Wofür tun sie das dann? Es dient dazu, ihrem persönlichen Groll Luft zu machen, die andere Partei anzugreifen und sich an ihr zu rächen, also beschuldigen sie sie willkürlich einer Sache, die überhaupt nicht den Tatsachen entspricht. Sie bewerten und charakterisieren einander nicht korrekt auf der Grundlage von Gottes Worten und den Offenbarungen und dem Wesen der anderen Person, sondern benutzen Gottes Worte, um sich gegenseitig anzugreifen, sich zu rächen und ihrem persönlichen Groll Luft zu machen; sie halten keineswegs Gemeinschaft über die Wahrheit. Das ist ein ernstes Problem. Sie greifen immer Dinge an der jeweils anderen Person auf, um sie anzugreifen und dafür zu verurteilen, dass diese eine arrogante Disposition hat – diese Haltung ist hinterhältig und böswillig, und das ist definitiv keine wohlwollende Bloßstellung. Folglich führt es nur zu gegenseitiger Feindseligkeit und Hass. Wenn die Bloßstellung mit der Haltung erfolgt, anderen aus Liebe zu helfen, können die Menschen dies spüren und richtig damit umgehen. Aber wenn jemand die arrogante Disposition eines anderen aufgreift, um ihn zu verurteilen und anzugreifen, geschieht dies rein, um diese Person zu schlagen und zu quälen. Jeder hat eine arrogante Disposition, warum also immer eine Person ins Visier nehmen? Warum sich immer auf eine Person konzentrieren, ohne von ihr abzulassen? Ständig die arrogante Disposition dieser einen Person bloßzustellen – ist der Zweck davon wirklich, ihr zu helfen, diese Disposition abzulegen? (Nein.) Was ist dann der Grund dafür? Es passiert, weil er die andere Person unangenehm findet, also sucht er nach Gelegenheiten, sie anzugreifen und es ihr heimzuzahlen, und will sie immer quälen. Wenn er also sagt, die andere Person sei ein Antichrist, ein Satan, ein Teufel, eine betrügerische und hinterhältige Person, ist das dann sachlich? Es mag die Tatsachen ein wenig berühren, aber sein Zweck bei diesen Worten ist nicht, der anderen Person zu helfen oder über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, sondern seinem persönlichen Groll Luft zu machen und sich zu rächen. Er wurde gequält und will deshalb Vergeltung üben. Wie übt er Vergeltung? Indem er die andere Person bloßstellt, verurteilt, sie einen Teufel, einen Satan, einen bösen Geist, einen Antichristen nennt – indem er ihr das ungeheuerlichste Etikett anheftet und ihr die schwerwiegendste Anschuldigung vorwirft. Ist das nicht willkürliches Urteilen und Verurteilen? Die Absicht, der Zweck und die Motivation beider Parteien bei diesen Worten ist nicht, der jeweils anderen Person zu helfen, sich selbst zu erkennen und die jeweils eigenen verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, und noch viel weniger, ihr zu helfen, in die Wirklichkeit von Gottes Wort einzutreten oder die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen. Stattdessen versuchen sie, die jeweils andere Person anzugreifen und zu attackieren, sie bloßzustellen, um ihr Ziel zu erreichen, ihrem persönlichen Groll Luft zu machen und sich zu rächen. Das ist es, was gegenseitige Angriffe und Wortgefechte ausmacht. Obwohl diese Methode, andere anzugreifen, vielleicht mehr Grundlage zu haben scheint als das gegenseitige Bloßstellen von Unzulänglichkeiten, und sie Gottes Worte auf die andere Person bezieht, um zu sagen, dass diese eine verdorbene Disposition hat und ein Teufel und ein Satan ist, und oberflächlich betrachtet ziemlich geistlich erscheint – ist die Natur dieser beiden Methoden dieselbe. Bei keiner dieser Methoden geht es darum, über Gottes Wort und die Wahrheit innerhalb der normalen Menschlichkeit Gemeinschaft zu halten; stattdessen geht es darum, die andere Person unverantwortlich und willkürlich aufgrund persönlicher Vorlieben zu beurteilen, zu verurteilen und zu verfluchen und persönliche Angriffe durchzuführen. Dialoge dieser Art verursachen auch Unterbrechungen und Störungen im Kirchenleben, und sie stören und schädigen den Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk.
Was solltet ihr tun, wenn ihr auf zwei Personen trefft, die sich gegenseitig angreifen, indem sie die verdorbenen Dispositionen des jeweils anderen bloßstellen? Ist es notwendig, auf den Tisch zu schlagen und sie zu belehren? Ist es notwendig, einen Eimer kaltes Wasser über sie zu schütten, um sie abzukühlen und sie dazu zu bringen, ihr Unrecht einzusehen und sich beieinander zu entschuldigen? Können diese Methoden das Problem lösen? (Nein.) Diese beiden Personen streiten sich bei jeder Versammlung, und nach dem Ende jeder Versammlung bereiten sie sich auf den nächsten Streit vor. Zu Hause suchen sie nach Gottes Worten und nach Grundlagen für ihre Angriffe; sie schreiben sogar Entwürfe und überlegen sich, wie sie die andere Partei angreifen können, welche Aspekte sie angreifen, wie sie sie beurteilen und verurteilen können, welchen Tonfall sie verwenden und welche Worte Gottes sie einsetzen sollen, um den überzeugendsten Angriff und die überzeugendste Verurteilung zu starten. Sie suchen auch nach verschiedenen geistlichen Begriffen und verwenden unterschiedliche Ausdrucksweisen, um die jeweils andere Partei zu verurteilen und anzugreifen, um zu verhindern, dass sie die Situation zu ihren Gunsten wendet; und sie streben danach, sie im nächsten Kampf niederzuringen und es ihr unmöglich zu machen, wieder aufzustehen. Diese Verhaltensweisen gehören alle zu gegenseitigen Angriffen und Wortgefechten. Sind solche Probleme leicht zu lösen? Was sollte getan werden, wenn sie nach Ratschlägen, Hilfestellungen von und dem gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit mit der Mehrheit der Menschen immer noch nicht bereuen oder ihren Kurs ändern – das heißt, wenn sie streiten und sich beschimpfen, sobald sie sich treffen, auf keinen Rat hören und es nicht akzeptieren, wenn jemand mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hält oder sie zurechtstutzt? Das ist einfach zu handhaben: Die Kirche sollte von ihnen gesäubert werden. Würde das nicht das Problem lösen? Ist das nicht einfach? Ist es notwendig, weiterhin mit ihnen Gemeinschaft zu halten? Ist es notwendig, ihnen weiterhin liebevoll zu helfen? Sagt Mir, ist es angemessen, solchen Menschen liebevoll Toleranz und Geduld zu zeigen? (Es ist nicht angemessen.) Warum ist es nicht angemessen? (Sie nehmen die Wahrheit nicht an – es hat keinen Sinn, mit ihnen Gemeinschaft zu halten.) Richtig, sie nehmen die Wahrheit nicht an. Sie nehmen nur an Versammlungen teil, um Wortgefechte zu führen. Sie glauben nicht an Gott, um nach der Wahrheit zu streben, und sie mögen es einfach, Wortgefechte zu führen. Ist das eine Offenbarung und Äußerungsform normaler Menschlichkeit? Besitzen sie die Rationalität, die eine normale Menschlichkeit besitzen sollte? (Nein.) Ihnen fehlt die Rationalität normaler Menschlichkeit. Während der Versammlungen lesen solche Menschen Gottes Worte nicht konzentriert und ordnungsgemäß, um die Wahrheit in Gottes Worten zu verstehen und zu erlangen und dadurch ihre verdorbenen Dispositionen und ihre Probleme zu lösen. Stattdessen wollen sie immer die Probleme anderer Menschen lösen. Ihr Fokus ist ständig auf andere gerichtet, um Fehler an ihnen zu suchen; sie zielen immer darauf ab, die Probleme anderer Menschen in Gottes Worten zu finden. Sie nutzen die Gelegenheit, Gottes Worte zu lesen und darüber Gemeinschaft zu halten, um andere bloßzustellen und anzugreifen, und sie benutzen Gottes Worte, um andere zu beurteilen, herabzusetzen und zu verurteilen. Sich selbst stellen sie dabei als getrennt von Gottes Worten dar. Was für eine Art von Mensch sind sie? Sind das Menschen, die die Wahrheit annehmen? (Nein.) Sie sind besonders gut in einer Sache und haben eine besondere Vorliebe dafür: Nachdem sie Gottes Worte gelesen haben, identifizieren sie häufig bei anderen die verschiedenen Probleme, Zustände und Äußerungsformen, die Seine Worte entlarven. Je mehr sie diese Probleme identifizieren, desto mehr fühlen sie, dass sie eine bedeutende Verantwortung tragen und glauben, dass es viel gibt, was sie tun können, und denken, sie sollten diese Probleme bloßstellen. Sie werden keine einzige Person, die diese Probleme hat, vom Haken lassen. Was für eine Art von Mensch sind sie? Besitzen solche Menschen Vernunft? Haben sie die Fähigkeit, die Wahrheit zu begreifen? (Nein.) Wenn solche Menschen in der Kirche nicht das Wort ergreifen oder Störungen verursachen, muss man sich nicht mit ihnen befassen. Wenn sie jedoch beständig auf diese Weise handeln, immer andere angreifen, beurteilen und verurteilen, dann sollte die Kirche entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sich mit ihnen zu beschäftigen und die Kirche von ihnen zu säubern. Was diejenigen betrifft, die von anderen bloßgestellt wurden und diese dann mit denselben Methoden und Mitteln angreifen, beurteilen und verurteilen: Wenn die Umstände schwerwiegend sind und sie das Kirchenleben unterbrochen und gestört haben, sollte die Kirche ebenfalls von ihnen gesäubert werden und sie sollten von Gottes auserwähltem Volk abgesondert werden – ihnen darf keine Nachsicht gezeigt werden.
Welche anderen Äußerungsformen gegenseitiger Angriffe und Wortgefechte sind von einer Natur, die das Kirchenleben unterbricht und stört? Das gegenseitige Bloßstellen von Unzulänglichkeiten und das Bloßstellen der verdorbenen Dispositionen des jeweils anderen, um persönlichem Groll Luft zu machen und sich aneinander zu rächen, sind offensichtliche Äußerungsformen der Unterbrechung und Störung des Kirchenlebens. Neben diesen beiden Äußerungsformen gibt es noch das Vorgeben, sich zu öffnen, sich offenzulegen und sich selbst im Detail zu analysieren, um andere absichtlich bloßzustellen und im Detail zu analysieren – auch diese Art von Angriff ist eine Äußerungsform der Unterbrechung und Störung des Kirchenlebens. Gilt also etwas, das eine Person sagt, bereits als Angriff, wenn es dabei nicht um ihre eigenen Probleme geht, sondern um die der anderen, unabhängig davon, ob es spitz oder indirekt im Vorbeigehen und auf taktvolle Weise gesagt wird? (Nein.) Welche Situationen stellen dann Angriffe dar? Das hängt von der Absicht und dem Zweck hinter dem Gesagten ab. Wenn etwas gesagt wird, um Menschen anzugreifen und sich an ihnen zu rächen oder um persönlichem Groll Luft zu machen, ist dies ein Angriff. Das ist eine Situation. Darüber hinaus ist es auch ein Ausdruck persönlichen Grolls und persönlicher Rachsucht sowie der Beurteilung und Verurteilung, wenn man die oberflächlichen Aspekte eines Problems aufbauscht, um Menschen entgegen den Tatsachen und der Wahrheit zu beurteilen und zu verurteilen, und wenn man unverantwortlich voreilige Schlüsse zieht, ohne sich überhaupt mit dem Wesen des Problems auseinanderzusetzen – und auch diese Situation stellt einen Angriff dar. Was noch? (Zählt haltlose Gerüchte über Menschen zu erfinden dazu?) Haltlose Gerüchte zu erfinden, zählt gewiss auch dazu, sogar noch mehr. Wie viele Situationen stellen also Angriffe dar? (Drei.) Fasst diese Situationen zusammen. (Die erste ist, andere mit einem bestimmten Zweck anzugreifen. Die zweite ist, andere auf eine Weise zu beurteilen und zu verurteilen, die den Fakten und der Wahrheit widerspricht, was bedeutet, andere Menschen auf unverantwortliche Weise willkürlich zu charakterisieren. Die dritte ist, haltlose Gerüchte über Menschen zu erfinden.) Die Natur jeder dieser drei Situationen qualifiziert sie als persönliche Angriffe. Wie unterscheiden wir, welche Situationen als persönliche Angriffe gelten und welche nicht? Was diejenigen betrifft, die angreifen: Welche Handlungen oder Worte stellen einen Angriff dar? Angenommen, die Worte einer Person haben einen etwas irreführenden Charakter, können andere fehlleiten und haben auch den Charakter des Erfindens von Gerüchten. Diese Person erschafft etwas aus dem Nichts und erfindet Gerüchte und Lügen, um Menschen irrezuführen und fehlzuleiten. Ihre Absicht und ihr Zweck ist es, mehr Menschen dazu zu bringen, anzuerkennen und zu glauben, dass das, was sie sagt, richtig ist, und zuzustimmen, dass es mit der Wahrheit übereinstimmt. Gleichzeitig will sie sich auch an jemand anderem rächen, ihn negativ und schwach machen. Sie denkt: „Du hast so einen verachtenswerten Charakter – ich muss deine wahre Lage bloßstellen und deine Arroganz niedertrampeln, und dann werden wir sehen, womit du noch prahlen und angeben kannst! Wie kann ich neben dir überhaupt hervorstechen? Mein Hass wird nicht gelindert sein, bis ich dich so weit gebracht habe, dass du negativ wirst und niedergeschlagen bist. Ich werde allen zeigen, dass auch du negativ sein kannst und auch du Schwächen hast!“ Wenn dies ihr Zweck ist, dann stellen ihre Worte einen Angriff dar. Wenn ihre Absicht jedoch lediglich darin besteht, die Tatsachen und die Wahrheit in Bezug auf eine Angelegenheit klarzustellen – nachdem sie durch eine Zeit der Erfahrung ein genaues Verständnis davon erlangt und das Wesen des Problems entdeckt hat – meint sie, dass darüber Gemeinschaft gehalten werden sollte, damit die Mehrheit verstehen und wissen kann, welche Art von Verständnis dieser Angelegenheit rein ist. Ihr Ziel ist es also, die verdrehten oder einseitigen Ansichten von noch mehr Menschen zu dieser Angelegenheit zu korrigieren – ist das dann ein Angriff? (Nein.) Sie zwingt niemanden, ihre persönliche Meinung zu akzeptieren, und noch viel weniger hegt sie irgendeine Absicht persönlicher Rache. Stattdessen möchte sie nur die Wahrheit der Fakten klären; sie benutzt Liebe, um der anderen Partei zu helfen, zu verstehen und durch dieses Verständnis zu verhindern, dass sie vom Weg abkommt. Unabhängig davon, ob die andere Partei dies akzeptiert, ist sie in der Lage, ihre Verantwortung zu erfüllen. Und so ist dieses Verhalten, diese Vorgehensweise, kein Angriff. Anhand der Sprache, der Wortwahl sowie der Art, des Tons und der Haltung des Sprechens bei diesen beiden unterschiedlichen Äußerungsformen kann man erkennen, was diese Person beabsichtigt und bezweckt. Wenn eine Person beabsichtigt, die andere Partei anzugreifen, wird ihre Sprache gewiss scharf sein, und ihre Absicht und ihr Zweck werden in ihrem Sprechton, ihrer Intonation, ihrer Wortwahl und ihrer Haltung offensichtlich sein. Wenn sie die andere Partei nicht zwingt, das Gesagte zu akzeptieren, und sie sie gewiss nicht angreift, dann wird ihre Rede definitiv den Äußerungsformen des Gewissens und der Vernunft normaler Menschlichkeit entsprechen. Zusätzlich werden ihre Sprechhaltung, ihr Tonfall und ihre Wortwahl gewiss rational sein und in den Bereich normaler Menschlichkeit fallen.
Seid ihr nun, nachdem wir über die Grundsätze zur Unterscheidung dessen, was einen persönlichen Angriff darstellt und was nicht, Gemeinschaft gehalten haben, in der Lage, dies zu erkennen? Wenn ihr dies immer noch nicht erkennen könnt, dann werdet ihr nicht in der Lage sein, das Wesen des Problems zu durchschauen. Egal, wie angenehm der gemeinschaftliche Austausch von jemandem klingen mag – wenn er nicht gemäß den Grundsätzen praktiziert, nicht das Ziel hat, den Menschen zu helfen, die Wahrheit zu verstehen und ihre Pflichten gut auszuführen, sondern stattdessen nach Dingen sucht, die er gegen die Menschen verwenden kann, um sie unaufhörlich zu bedrängen, und sein Äußerstes tut, um sie zu beurteilen und zu verurteilen – und wenn er zwar oberflächlich so wirkt, als könne er Menschen erkennen, in Wirklichkeit aber seine Absicht und sein Ziel darin bestehen, andere zu verurteilen und anzugreifen –, dann handelt es sich bei einer solchen Situation um einen persönlichen Angriff. Die kleinen Dinge, die zwischen Menschen vor sich gehen, sind sehr einfach und offensichtlich; würde man in diesen Angelegenheiten über die Wahrheit Gemeinschaft halten, würde es weniger als eine Versammlung in Anspruch nehmen. Ist es dann notwendig, bei jeder Versammlung die Zeit der Brüder und Schwestern in Anspruch zu nehmen, indem man viel darüber spricht? Das ist nicht notwendig. Wenn Menschen andere immer unaufhörlich bedrängen, stellt das einen Angriff auf sie dar und verursacht Störungen. Was ist der Grund dafür, dass Menschen an einer Sache festhalten und endlos darüber reden? Der Grund ist, dass niemand bereit ist, seine eigenen Absichten und Ziele loszulassen, niemand versucht, sich selbst zu erkennen, und niemand die Wahrheit oder die Fakten und das, was wahr ist, akzeptiert, und so bedrängen sie andere unaufhörlich. Was ist die Natur des unaufhörlichen Bedrängens anderer? Es ist ein Angriff. Es bedeutet, Dinge zu finden, die man gegen andere verwenden kann, an der Wortwahl anderer herumzumäkeln und die Unzulänglichkeiten anderer gegen sie zu verwenden, endlos bei nur einer Sache zu verweilen und zu streiten, bis man rot im Gesicht ist. Wenn Menschen innerhalb der normalen Menschlichkeit Gemeinschaft halten und sich gegenseitig unterstützen und helfen – das heißt, ihre Verantwortung erfüllen – dann wird die Beziehung zwischen ihnen immer besser werden. Wenn sie sich aber in gegenseitigen Angriffen und Auseinandersetzungen verwickeln, sich miteinander verstricken, um ihre eigenen Rechtfertigungen klarzustellen, immer die Oberhand haben wollen, keine Niederlage eingestehen wollen, keine Kompromisse eingehen und persönlichen Groll nicht loslassen, dann wird die Beziehung zwischen den beiden letztendlich immer angespannter und schlechter werden; es wird keine normale zwischenmenschliche Beziehung sein, und es kann sogar so weit kommen, dass ihre Augen rot werden, wann immer sie sich treffen. Denkt darüber nach: Wenn Hunde kämpfen, werden die Augen des wilden Hundes rot. Was hat es mit seinen roten Augen auf sich? Ist er nicht voller Hass? Ist es nicht dasselbe, wenn Menschen sich gegenseitig angreifen? Wenn Menschen bei der Gemeinschaft über die Wahrheit sich gegenseitig nicht angreifen, sondern stattdessen die Stärken des jeweils anderen nutzen, um die eigenen Schwächen auszugleichen, und sich gegenseitig unterstützen, könnte dann die Beziehung zwischen ihnen schlecht sein? Ihre Beziehung würde definitiv immer normaler werden. Wenn zwei Personen innerhalb des Gewissens und der Vernunft normaler Menschlichkeit sprechen, plaudern, Gemeinschaft halten oder sogar debattieren, wird ihre Beziehung normal sein, und sie werden nicht wütend werden oder anfangen zu kämpfen, sobald sie sich treffen. Wenn Hass und ein Anflug unerklärlicher Wut in den Menschen aufsteigen, obwohl sie sich noch nicht einmal gegenüberstehen, nur weil die andere Partei erwähnt wird, dann ist dies keine Äußerungsform des Besitzes der Vernunft und des Gewissens normaler Menschlichkeit. Menschen greifen einander an, weil sie verdorbene Dispositionen haben; das hat überhaupt nichts mit ihrer Umgebung zu tun. Es liegt alles daran, dass die Menschen die Wahrheit nicht lieben, die Wahrheit nicht annehmen können und die Wahrheit nicht praktizieren oder Angelegenheiten nicht auf der Grundlage von Grundsätzen behandeln, wenn Streitigkeiten auftreten, und so kommt es im Kirchenleben häufig zu Fällen von gegenseitigem Bloßstellen von Unzulänglichkeiten, Urteilen und sogar zu gegenseitigen Angriffen und Verurteilungen. Weil die Menschen verdorbene Dispositionen haben, sich oft in einem Zustand mangelnder Vernunft befinden und nach ihren verdorbenen Dispositionen leben, und es für sie, selbst wenn sie etwas von der Wahrheit verstehen, schwierig ist, diese zu praktizieren, entstehen leicht Streitigkeiten und verschiedene Arten von Angriffen zwischen ihnen. Wenn diese Angriffe gelegentlich auftreten, haben sie nur eine vorübergehende Auswirkung auf das Kirchenleben, aber diejenigen, die beständig zu gegenseitigen Angriffen neigen, verursachen ernsthafte Unterbrechungen und Störungen im Kirchenleben und beeinflussen und stören auch den Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk schwerwiegend.
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