Wie man nach der Wahrheit strebt (7) Abschnitt Zwei
Wenn es um die Fähigkeit geht, Dinge bewerten und wertschätzen zu können – selbst wenn es nicht die Frage des Strebens nach der Wahrheit zur Ablegung verdorbener Dispositionen betrifft –, gilt für das menschliche Leben selbst Folgendes: Wenn du nicht die Fähigkeit besitzt, Dinge wertzuschätzen, du zu nichts, was du siehst, eine Sichtweise hast, und auch keinerlei Meinung auf der gedanklichen Ebene – wenn du alles so betrachtest, als läge ein Schleier über deinen Augen, unfähig zu sehen, dass es da ein Problem gibt –, und du nur den Ablauf des gesamten Ereignisses oder die beteiligten Menschen, Ereignisse und Dinge kennst, aber nicht weißt, was das Wesen des Problems ist oder was die damit verbundenen Gedanken und Sichtweisen der Menschen sind, dann deutet das darauf hin, dass du eine Person mit schlechtem Kaliber bist. Das liegt daran, dass du dir keinerlei Gedanken zu all den Problemen in deinem Leben machst. Du weißt nicht, wie du die Probleme auf der gedanklichen Ebene betrachten, durchdenken oder definieren sollst. Du weißt nicht, wie du auf der Grundlage deines eigenen Alters, der Reife deiner Menschlichkeit oder deiner vergangenen Erfahrungen überlegen sollst, um welche Art von Problem es sich tatsächlich handelt, was du daraus lernen und für dich mitnehmen solltest, welchen Einfluss es auf dich hat, welche Lektion es dir erteilt, aus welcher Perspektive du diese Art von Problem betrachten und handhaben solltest oder wie du handeln und was du vermeiden solltest, wenn du erneut auf eine solche Angelegenheit stößt. All diese Reflexionen fehlen dir. Egal, was dir zustößt, du bist so einfältig wie ein Tier und hast keine Standpunkte. Egal, wie alt du wirst oder wie viel du erlebt hast, du weißt immer noch nicht, wie man über Probleme nachdenkt. Du weißt nicht, wie du deine eigenen vergangenen Erfahrungen, deine Erkenntnisse und das, was du gelernt hast, nutzen sollst, um über Probleme bezüglich verschiedener Aspekte nachzudenken. Solche Menschen haben ein schlechtes Kaliber. Menschen mit schlechtem Kaliber können nicht nur nicht in die Wahrheit eintreten, sondern sind selbst in trivialen Angelegenheiten des täglichen Lebens nicht in der Lage, irgendwelche Muster abzuleiten. Selbst wenn sie vierzig oder fünfzig oder siebzig oder achtzig Jahre alt werden, sind sie immer noch wirrköpfige Menschen, die keine Erfahrungen teilen können. Solche Individuen sind begriffsstutzige Menschen, die sich keine Gedanken machen. Da ihr Kaliber schlecht ist und ihnen die Fähigkeit fehlt, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, betrachten solche Menschen, egal wie alt sie werden, niemals etwas auf der gedanklichen Ebene. Sie wissen nicht, wie man Dinge betrachtet, und können nichts durchschauen. Wenn man also das Kaliber von jemandem beurteilt, insbesondere ob er die Fähigkeit besitzt, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, sollte man nicht auf sein Alter oder seine vergangenen Erfahrungen schauen. Worauf solltet ihr stattdessen schauen? (Wir sollten darauf schauen, ob er sich Gedanken macht.) Das heißt, ihr solltet darauf schauen, ob er, nachdem er vierzig oder fünfzig Jahre lang verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge erlebt hat, irgendeine persönliche Erkenntnis auf der gedanklichen Ebene hat, und ob seine vergangenen Erfahrungen den Wert des menschlichen Lebens, den Weg, den die Menschen gehen, oder Dinge betreffen, die die Tiefen des menschlichen Denkens und ihre spirituelle Welt berühren. Wenn seine Erfahrungen nur bestimmte Angelegenheiten betreffen und keine Dinge auf der gedanklichen Ebene beinhalten, dann besitzt er nicht die Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen. Zum Beispiel sagen manche Leute oft: „In unserer Generation lebten wir von der Hand in den Mund. Es war nicht leicht, etwas Gutes zu essen; wir konnten nur an Neujahr oder anderen Feiertagen etwas Fleisch essen. Die Menschen aus unserer Generation waren einfach und arglos, und wir kleideten uns schlicht.“ Sie erzählen ständig von solchen Dingen. Worauf andere sagen: „Warum ist eure Generation so erinnerungswürdig? Gibt es Dinge, von denen wir jungen Leute lernen können und über die wir uns auf der gedanklichen Ebene austauschen können?“ Sie antworten: „Zu unserer Zeit, als wir auf das Schlachtfeld zogen, um zu kämpfen, schliefen wir tagelang nicht, weil wir ununterbrochen marschieren mussten. Manchmal bekamen wir den ganzen Tag keine einzige Mahlzeit. Wenn wir im Lager ankamen, gingen die neuen Rekruten direkt schlafen, aber wir Veteranen aßen zuerst und schliefen dann. Sonst hätten wir nach der Essenszeit wieder aufbrechen müssen und wären unterwegs hungrig geblieben.“ Die anderen sagen: „Das ist nur ein Vorfall; es zählt nicht als etwas, das auf der gedanklichen Ebene stattfindet. Erzähl etwas, das sich für uns junge Leute lohnt, zu lernen, oder teile einige Lektionen mit uns, die uns helfen können, Umwege zu vermeiden und uns davor bewahren, aus Dummheit Fehltritte oder elementare Fehler zu begehen.“ Sie sagen: „Damals waren wir nicht wie die jungen Leute heutzutage, die faul, verfressen und bequem sind und Arbeit hassen. Damals wollten wir einfach mehr Mühsal ertragen, mehr arbeiten und gute Leistungen erbringen, um die Aufmerksamkeit unserer Vorgesetzten zu erlangen und befördert zu werden.“ Steckt in diesen Worten irgendetwas, was zur gedanklichen Ebene gehört? (Nein.) Fühlt es sich für dich, nachdem du das gehört hast, an, als wären dies die Worte eines spirituellen Mentors, die Art von inspirierenden Worten, die Nichtgläubige sprechen? Erweitert es dein Denken, hebt es deine gedankliche Ebene, verbessert es deine Wahrnehmung oder hilft es dir, einige neue Dinge oder richtige Gedanken und Sichtweisen zu entdecken, an die du zuvor nie gedacht hattest? (Nein.) Haben solche Menschen also die Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen? Egal, wie du sie zu Angelegenheiten befragst, die die gedankliche Ebene betreffen, du wirst nichts Sinnvolles aus ihnen herausbekommen. Es ist nicht so, dass sie nicht sprechen wollen; sondern so, dass sie einfach nichts in sich haben. Das ist es, was es bedeutet, ein schlechtes Kaliber zu haben. Selbst wenn sie fünfzig oder sechzig Jahre alt werden, haben sie keine Gedanken oder Ansichten; sie leben einfach so vor sich hin. Sie wissen nicht, dass das Leben nicht nur darin besteht, nach Aussichten, einer guten Familie, einem guten Job oder einem guten Leben zu streben, sondern dass es auch Angelegenheiten auf der gedanklichen Ebene gibt, die Reflexion, Nachsinnen und ständiges Destillieren in den Tiefen des Herzens erfordern. Sie wissen weder, dass die Menschen auf dem Weg des menschlichen Lebens auf viele unbekannte Dinge stoßen werden, noch wissen sie, wie sie ihnen begegnen sollten. Wenn ihnen nichts zustößt, denken sie nicht im Voraus nach oder sinnen darüber nach, um Umwege oder falsche Wege zu vermeiden. Sie wissen auch nicht, warum sie bei einigen Dingen, die sie erlebt haben, auf eine bestimmte Weise gehandelt haben, ob dieses Handeln richtig oder falsch war oder wie sie den vor ihnen liegenden Weg gehen sollten, um glücklich und mit Seelenfrieden zu leben und ein wertvolles Leben zu führen, anstatt umsonst zu leben. Weil solche Menschen ein schlechtes Kaliber haben, denken sie nicht über diese Themen nach. Wenn diese Menschen sechzig Jahre alt werden, sitzen sie nur da und schwelgen in Erinnerungen: „Als ich jung war, war ich schön und talentiert; so viele Leute haben mich umworben! Ach, in meiner Jugend …“ Sie bringen immer nur Geschichten aus ihren glorreichen Tagen zur Sprache, Dinge, die nicht der Rede wert sind. Egal, wie alt sie werden, Menschen mit schlechtem Kaliber denken nicht über Themen nach, die das menschliche Leben, den Weg, den die Menschen gehen, oder die Art, wie die Menschen leben sollten, betreffen. Sie denken nicht darüber nach, welche Ansichten die Menschen im Umgang mit verschiedenen Angelegenheiten haben sollten. Infolgedessen wird sich ihre gedankliche Ebene unabhängig davon, wie sie leben, nicht verbessern, ihren Gedanken wird es an Substanz fehlen, ihre spirituelle Welt wird verarmt bleiben, und sie werden keine echte Lebenserfahrung haben. Das ist es, was es bedeutet, ein schlechtes Kaliber zu haben. Wenn du mit solchen Menschen umgehst, sind sie mit zwanzig Jahren ziemlich kindisch und einfach, voller jugendlicher Energie und haben ein aufbrausendes Temperament. Wenn sie dreißig sind, sind sie immer noch von der gleichen verdorbenen Art. Mit fünfzig ist die Art, wie sie sprechen, immer noch auf demselben Niveau – sie wissen nur, wie man ein paar einfache Sätze sagt. Ihre Gesichter haben mehr Falten und Altersflecken, und sie haben mehr weiße Haare. Sie haben sichtlich ein gewisses Alter, aber sie haben keine Gedanken oder Ansichten. Im Gespräch mit anderen haben sie nie etwas zu sagen. All diese Jahre ihres Lebens sind verschwendet worden, und sie haben keinen Fortschritt gemacht. Menschen mit schlechtem Kaliber sind im Leben so, und wenn sie an Gott glauben, sind ihre Äußerungsformen von Anfang bis Ende dieselben. Wenn sie in ihren Zwanzigern anfangen, an Gott zu glauben, sind sie so. Wenn sie dreißig oder fünfzig sind, sind sie immer noch so und haben keinerlei Fortschritte gemacht. Die Dinge, die sie sagen, sind immer noch dieselben wie zuvor. Es ist nur so, dass sie im Glauben an Gott einige Dinge erlebt und einige Worte und Glaubenslehren verstanden haben und geistliche Begriffe etwas vollständiger wiedergeben können. Sie haben jedoch kein wirkliches erfahrungsbasiertes Verständnis. Ihren Gedanken fehlt es immer noch an Tiefe, ihre Sichtweisen auf die Dinge haben sich nicht geändert, ihre Erkenntnis von Gott und der Wahrheit hat nicht zugenommen, und ihre Erkenntnis von sich selbst ist nicht gewachsen. Sie haben keine Veränderung durchgemacht, oder? (Richtig.) Das Anhäufen einiger Worte und Glaubenslehren oder einiger Begriffe der geistlichen Terminologie durch Auswendiglernen oder die Läuterung der Zeit ist keine Veränderung, kein Fortschritt und es ist gewiss kein Gewinn. Genau das ist die Äußerungsform von Menschen mit schlechtem Kaliber. Egal, wie viele große Höhen und Tiefen sie durchmachen oder wie viele Rückschläge, Misserfolge oder Frustrationen sie erleben, sie lernen keine Lektionen und sammeln keine Erfahrungen und können nichts Nützliches erlangen. Sobald etwas vorbei ist, ist es für sie einfach vorbei – sie durchlaufen nur den Prozess und erreichen letztendlich nichts. Solche Menschen kann man als sehr bemitleidenswert bezeichnen. Wir sagen, dass solche Menschen ein sehr schlechtes Kaliber haben, eben weil ihnen die Fähigkeit fehlt, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen. Noch weniger kann man sagen, dass sie die Fähigkeit haben, die Wahrheit zu begreifen, oder dass sie irgendeine Veränderung durchlaufen haben.
Für Menschen mit schlechtem Kaliber gilt in Bezug auf die Fähigkeit, Dinge bewerten und wertschätzen zu können, dass sie dem nicht gewachsen sind. Was diejenigen ohne jegliches Kaliber betrifft, so fehlt ihnen die Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen noch mehr – sie können Dinge nicht wertschätzen, und noch weniger können sie sie bewerten. Wenn du deine Gedanken und Sichtweisen zu etwas teilst, werden Menschen mit schlechtem Kaliber beim Zuhören fassungslos sein und keine Reaktion zeigen. In ihren Herzen denken sie: „Darin sind Gedanken und Sichtweisen enthalten? Wie kommt es, dass ich das nicht wahrgenommen habe?“ Selbst wenn sie ein wenig von dem verstehen, was du sagst, können sie es nur als Worte und Glaubenslehren oder als eine Formel wahrnehmen. Was Menschen ohne Kaliber betrifft, so können diese es nicht verstehen, wenn sie andere über die in etwas enthaltenen Gedanken und Sichtweisen Gemeinschaft halten hören, oder über das Wesen des Problems und die Haltung, die die Menschen dazu einnehmen sollten. Sie haben zwar das Gefühl, dass es etwas tiefgründig ist, aber es liegt außerhalb ihres Fassungsvermögens. Je mehr du über Gedanken und Verständnis Gemeinschaft hältst, desto verwirrter werden sie. Sie denken: „Wie ist diese gewöhnliche Angelegenheit so kompliziert geworden? Warum kann ich nichts verstehen, was mit Gedanken, Sichtweisen oder Haltungen zu tun hat? Welche Haltung? Wir müssen nur richtig an Gott glauben und unsere Pflichten gut ausführen, und Gott wird es gutheißen. Warum wird es umso komplizierter, je länger man an Gott glaubt? Wenn ich dir zuhöre, klingt es, als könne niemand in das Königreich eintreten!“ Kannst du mit solchen Menschen kommunizieren? (Nein.) Du kannst nicht nur nicht mit ihnen kommunizieren, sondern sie können auch einige unvernünftige Dinge sagen: „Sind diese Gedanken und Sichtweisen, die du erwähnt hast, wirklich so gut und so richtig? Ich glaube nicht! Menschen können niemals ohne Geld auskommen. Menschen sollten immer gut essen und gute Dinge genießen. Wie kann jemand ohne Geld oder gutes Essen seine Pflicht ausführen?“ Was für eine Logik ist das? Sie sagen: „Du redest immer über das menschliche Leben, über die Werte, Gedanken und Sichtweisen der Menschen und den Weg, den die Menschen gehen. Warum redest du nicht über Essen und Kleidung? Warum redest du nicht darüber, wie man auf seinen Körper achtet, damit man seine Pflicht gut ausführen kann?“ Sie denken über diese Dinge nach – können sie da noch die Wahrheit begreifen? Du kannst einfach nicht mit solchen Menschen kommunizieren. Wenn du versuchst, mit ihnen zu reden, reden sie nur übers Geldverdienen. Sie betrachten das Geldverdienen, das Leben selbst, das Streben nach Weltlichem und das Verbringen ihres Lebens mit Essen, Trinken und Genießen als die Hauptangelegenheiten des menschlichen Lebens und den Weg, den die Menschen im Leben gehen sollten. Wonach die Menschen durch den Glauben an Gott streben oder was sie dadurch gewinnen sollten, existiert in ihren Gedanken oder ihrem Bewusstsein nicht. Sie glauben, dass die Menschen, egal wie viele Jahre sie an Gott glauben, immer noch essen und leben müssen, und dass man, um gut zu leben, nicht ohne Geld auskommen kann – Geld zu haben bedeutet, ein gutes Leben zu haben, und ohne Geld kann das Leben nicht weitergehen. Das ist ihre Logik; solche Menschen neigen zu Verzerrungen. Menschen, die zu Verzerrungen neigen, haben keine richtigen Gedanken oder Sichtweisen; sie sind wie Menschen ohne Seele. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Leben solcher Menschen und dem Leben von Schweinen oder Hunden? (Es gibt keinen Unterschied.) Wenn du versuchst, einen Hund oder eine Katze zu erziehen, damit sie gehorsam sind und sich wie brave Kinder verhalten, können sie das verstehen? (Das können sie nicht.) Was kann ein Hund höchstens verstehen? Wenn du „Sitz“ zu ihm sagst und ihm dann ein Stück Fleisch gibst, wird er sich das merken. Danach wird er sich sofort hinsetzen, sobald du „Sitz“ sagst, und darauf warten, dass du ihm Fleisch fütterst, egal wie weit er entfernt ist. Ein Hund kann sich diese mechanische Handlung merken; solange du ihn wissen lässt, dass das Sitzen zu einer Belohnung führt, wird er gehorchen. Seine Gedanken sind so einfach. Wie groß ist also der Unterschied zwischen den Gedanken von Menschen ohne Kaliber und denen von Tieren? (Es gibt keinen wesentlichen Unterschied.) Nachdem Tiere jeden Tag gefressen haben, gehen sie draußen spielen. Wenn es wieder Zeit zum Fressen ist und du sie zurückrufst, kommen sie sofort angerannt. Ob du sie anleinst oder sie sitzen lässt, sie werden gehorchen. Warum ist das so? Weil es Futter gibt. Für dieses bisschen Futter gehorchen sie deinen Befehlen nur zu gerne. Die Gedanken von Tieren sind so einfach. Ihnen genügt es, sich an eine Vorschrift oder eine Formel zu halten, die ihnen nützt; an viel mehr denken sie nicht. Da die Instinkte, die Gott den Tieren gibt, auf die Dinge beschränkt sind, die ausreichen, um ihr Überleben zu sichern, und Gott ihnen keinen Auftrag gegeben hat, müssen Tiere nicht über das Leben, die Zukunft, ihren Bestimmungsort oder ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachdenken. Sie müssen sich auch keine Gedanken darüber machen, welchen Weg sie einschlagen oder wie sie ein sinnvolles Leben anstreben sollen und so weiter. Aber Menschen sind anders. Gott hat die Menschen mit verschiedenen Instinkten ausgestattet und ihnen auch die Wahrheit verliehen, die ihr Leben sein soll. Daher hat Gott Maßstäbe für die Menschen gefordert. Somit sollten die Menschen über diese Themen nachdenken; nur so ist es förderlich dafür, dass sie die Wahrheit als ihr Leben gewinnen. Das sind die Verantwortung und die Verpflichtung, die die Menschen haben sollten – und es ist natürlich auch ihr Recht. Aber wenn du dieses Recht nicht ausüben kannst oder dir die Fähigkeit fehlt, über Themen nachzudenken, beweist das, dass dein Kaliber sehr schlecht ist. Unter den Lebewesen auf menschlicher Ebene gehörst du zu der Kategorie derer mit schlechtem Kaliber. Du kannst nicht für dich selbst denken, und selbst wenn andere dir Dinge erklären, kannst du sie nicht verstehen. In schwerwiegenderen Fällen sträubst du dich, verspottest, verlachst oder kritisierst sogar andere. Wenn dein Kaliber in diesem Maße schlecht ist, bedeutet das, dass du überhaupt kein Kaliber hast. Zum Beispiel liest eine Person ohne Kaliber einen Erfahrungszeugnisartikel, und du fragst sie: „Ist dieser Artikel gut?“ Sie sagt: „Er ist ziemlich gut. Jeder Absatz ist genau aufgeteilt, und die Zeichensetzung ist größtenteils korrekt. Der erste Absatz erklärt Zeit und Ort, der zweite Absatz erklärt den Hintergrund der Personen, der dritte Absatz beginnt mit der Erzählung des Handlungsverlaufs, und dann geht es zum Höhepunkt und zum Schluss.“ Wenn du sie dann fragst, was die Gedanken und Sichtweisen des Autors sind, sagt sie: „Gibt es da Gedanken und Sichtweisen? Die vom Autor zitierten Worte Gottes sind die Gedanken und Sichtweisen.“ Du fragst: „Sind die Worte Gottes, die er zitiert hat, relevant? Sind die Gedanken und Sichtweisen, die er ausdrücken will, korrekt?“ Sie sagt, sie wisse es nicht. Dann stellst du Fragen wie: „Ist das Verständnis, das der Autor geteilt hat, authentisch und praktisch? Ist das, was er versteht, eine Glaubenslehre oder ist es realitätsnah? Erbaut es andere oder ist es wertvoll für sie? Bietet es den Lesern Hilfe oder Nutzen?“ Sie weiß nichts von alledem und kann es nicht beurteilen. Das ist es, was es bedeutet, ein sehr schlechtes Kaliber zu haben. Wenn du mit ihr über die Fehler in den Gedanken und Sichtweisen im Artikel Gemeinschaft hältst, welche Teile praktisch und welche nicht praktisch sind, weiß sie das immer noch nicht und kann es nicht mit dem Artikel in Verbindung bringen. Zeigt das einen Mangel an Kaliber? (Ja.) Selbst wenn andere über die bestehenden Probleme Gemeinschaft halten, versteht sie es immer noch nicht. Zeigt das nicht einen Mangel an Kaliber? Es ist wie bei manchen Kirchenleitern: Wenn böse Menschen oder Ungläubige in der Kirche auftauchen, wissen sie nicht, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Nachdem du mit ihnen über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten hast, verstehen sie sie nicht und bitten dich, ein Beispiel zu geben. Nachdem du ein Beispiel gegeben hast, wissen sie immer noch nicht, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Sie sagen: „Bitte lehre es mich. Wie genau soll ich mit dieser Person umgehen? Soll ich sie in eine gewöhnliche Kirche einteilen, in eine B-Gruppe oder sie entfernen? Wie soll ich mit dieser Person Gemeinschaft halten? Bitte erkläre es mir Wort für Wort. Ich nehme es auf und befolge es dann wörtlich, um die Situation zu handhaben – so schaffe ich es.“ Welchen Sinn hat es bei ihnen also, über Grundsätze Gemeinschaft zu halten? Selbst wenn du Beispiele gibst, verstehen sie sie nicht und können die Angelegenheit nicht handhaben. Solche Menschen haben einfach kein Begriffsvermögen. Am Ende fragen sie immer noch: „Sag mir, was ich in dieser gegenwärtigen Angelegenheit tun soll, und ich werde es tun.“ Du sagst ihnen, wohin sie gehen sollen, um die Angelegenheit zu regeln, was sie zu wem sagen sollen, um die Sache zu erledigen, und in welchem Maße die Angelegenheit gehandhabt werden muss, um als vollständig gelöst zu gelten. Nachdem du mit der Erklärung fertig bist, scheinen sie es zu verstehen, aber sie können es immer noch nicht handhaben, und du musst jemanden finden, der mit ihnen zusammenarbeitet, um es zu erledigen. Solche Menschen sind extrem begriffsstutzig und haben kein Kaliber. Nehmen wir zum Beispiel an, du sagst Leuten, die Tanzen lernen, dass die Schritte eines bestimmten Tanzes sehr gut sind, und lässt sie diese anhand eines Videos lernen. Wenn du nach ein paar Tagen fragst, wie sie vorangekommen sind, werden einige begriffsstutzige Personen sagen, dass sie nicht erkennen konnten, welche Schritte gut waren. Obwohl sie über Lehrmaterialien verfügen, können sie es dennoch nicht lernen. Sie wissen nicht, welche Bewegungen gut oder nützlich sind, und sie wissen nicht, wie sie eine Auswahl treffen sollen. Was tun sie letztendlich? Sie haben eine Taktik; sie sagen: „Wähl einfach ein paar Tanzschritte für mich aus, die ich lernen soll, und ich werde sie nachahmen – fertig.“ Diesen Trick kennen sie; obwohl sie keine Grundsätze verstehen, besitzen sie ein bisschen Gerissenheit. Sind sie nicht einfach wie Roboter? Sie mögen Wissen und Bildung haben, aber ihnen fehlt die Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen – das ist es, was es bedeutet, kein Kaliber zu haben. Sie wissen nicht, warum sie lernen sollten, was du ihnen zu lernen aufträgst. Bei den Dingen, von denen du ihnen abrätst, sie zu lernen, wissen sie nicht, was daran falsch ist oder warum sie diese nicht lernen sollten. Selbst nachdem man es ihnen gesagt hat, können sie es immer noch nicht sehen. Sagt Mir, haben solche Menschen Kaliber? (Nein.) Nicht die Fähigkeit zu haben, Dinge von sich aus zu erkennen, unabhängig zwischen Recht und Unrecht zu urteilen und zu unterscheiden – das ist es, was es bedeutet, kein Kaliber zu haben. Wie Rinder oder Pferde brauchen sie immer jemanden, der sie führt – sind sie dann nicht einfach nur Werkzeuge? Wenn du Kaliber hättest, bräuchtest du dann immer noch jemanden, der dich führt? Wozu hast du dann ein Gehirn? Dein Gehirn ist nutzlos. Um es auf den Punkt zu bringen: Du hast kein Kaliber. Du musst auf andere hören und dich von ihnen führen lassen – du bist nur ein Werkzeug. Egal, wie lange Menschen wie diese einen bestimmten Beruf studieren oder wie viele damit zusammenhängende Grundsätze sie hören, sie können sie immer noch nicht verstehen oder erfassen. Am Ende wissen sie nicht, wie sie diese Grundsätze anwenden oder umsetzen sollen. Das sind die Menschen mit dem schlechtesten Kaliber – diejenigen, die kein Kaliber haben. Manche Leute sagen: „Denk nicht, nur weil ihnen die Fähigkeit fehlt, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, und sie bei der Ausführung ihrer Pflicht immer deiner Führung folgen, dass das bedeutet, sie hätten ein schlechtes Kaliber. Tatsächlich fehlt es ihnen nur an Kaliber, wenn es darum geht, die Wahrheit zu begreifen. Wenn es um Angelegenheiten geht, die ihre eigenen Interessen betreffen, denken sie sich jede erdenkliche Möglichkeit aus, um sich vor Verlusten zu schützen. In diesen Dingen sind sie scharfsinnig – sie sind definitiv keine begriffsstutzigen Menschen. In der Kirche scheinen sie begriffsstutzig zu sein, aber wenn sie in die Welt zurückkehren würden, wären sie nicht begriffsstutzig. Bei den Dingen, die ihnen Spaß machen, haben sie Gedanken und erschaffen Werke; vielleicht könnten sie einigen Erfolg haben.“ Es gibt auch Menschen, die in der Kirche rücksichtslos Missetaten begehen, und jeder sagt, sie hätten ein schlechtes Kaliber, aber sie selbst sind nicht überzeugt: „Du sagst, ich hätte ein schlechtes Kaliber, aber wenn ich in der nichtgläubigen Welt wäre, könnte ich immer noch Geld verdienen und meinen Lebensunterhalt bestreiten. Ich könnte immer noch erfolgreich sein – es ist keineswegs gesagt, dass ich es schlechter machen würde als andere!“ Misst die nichtgläubige Welt alles an den Wahrheitsgrundsätzen? Stützt sie sich auf Gottes Worte als Grundlage? Wenn nicht, dann beweist es nicht, dass sie Kaliber haben, selbst wenn ihre geschaffenen Werke in der nichtgläubigen Welt bestehen können. Zum Beispiel malen manche Leute, und auf den ersten Blick scheinen die Farben, die Komposition, die Beleuchtung, die Proportionen der Figuren und andere Aspekte ihrer Gemälde ziemlich gut zu sein. Wenn sie jedoch bestimmte alte Heilige in Gottes Haus malen, treten Probleme auf. Ich sage: „Die Werke dieses Malers verkauften sich früher unter Nichtgläubigen ziemlich gut, und die Leute schätzten sie. Aber warum finde Ich seine Darstellungen von Abraham, Hiob und Noah so merkwürdig? Wie kommt es, dass diese drei Personen aus verschiedenen Epochen am Ende aussehen, als gehörten sie alle zu einer Familie? Das waren alte Israeliten, und die Knochenstruktur ihrer Gesichtszüge sollte die Merkmale dieser ethnischen Gruppe widerspiegeln. Selbst wenn er nicht die Persönlichkeit jeder Figur kennt, sollte er zumindest verstehen, wie sich die Skelettstruktur und die Merkmale dieser Ethnie darstellen. Ungeachtet der Epoche, aus der die gemalte Person stammt, sollten ihre ethnischen Merkmale durch ihre Haare, Gesichtszüge, Augenfarbe und Gesichtsform betont und deutlich gemacht werden.“ Doch wie kommt es, dass die Figuren, die er aus diesen verschiedenen Epochen gemalt hat, trotz ihres unterschiedlichen Alters alle Knochenstrukturen aufweisen, die nicht denen ihrer ethnischen Gruppe ähneln? Sie alle haben rechteckige Gesichter; die Jüngeren haben lediglich weniger Falten und dunkleres Haar, während die Älteren mehr Falten, dunklere Haut und mehr weiße Haare haben. Die Merkmale dieser Figuren sind im Grunde alle gleich: breite, rechteckige Gesichter, große Statur und besonders kräftige Körper. Ich frage: „Warum sehen all diese Figuren gleich aus? Sie sind sich zu ähnlich und haben keine individuellen Merkmale.“ Der Maler selbst bemerkt das Problem nicht. Vielleicht hat er zu viele Werke dieser Art gemalt, seine Technik ist zu routiniert und sein Stil ist festgefahren. Wann immer er Figuren malt, haben die Männer fast immer die gleiche Gesichtsform, und er kann die einzigartigen Gesichtszüge verschiedener Charaktere nicht erfassen. Ist seine Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, nicht ein wenig schlecht? (Doch.) Nach Fertigstellung des Gemäldes weiß er nicht, ob die von ihm dargestellten Gesichtszüge mit den Skelettmerkmalen dieser ethnischen Gruppe übereinstimmen; er ist sich dieser Merkmale nicht sicher. Würdet ihr sagen, sein Kaliber in diesem Bereich ist durchschnittlich oder schlecht? (Schlecht.) Kann er es korrigieren, nachdem andere ihm Vorschläge gemacht haben? Einmal habe Ich ihm Vorschläge gemacht, aber als Ich später sein Werk sah, war es immer noch dasselbe. An diesem Punkt gibt es nichts mehr zu sagen – weitere Erklärungen würden sein Verständnis weiterhin übersteigen.
Wenn es um Fragen geht, die die Fähigkeit betreffen, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, sind dies die Äußerungsformen von Menschen auf den verschiedenen Kaliberebenen. Menschen mit gutem Kaliber können Dinge nicht nur wertschätzen, sondern auch bewerten. Diejenigen mit noch besserem Kaliber werden, wenn sie auf richtige Gedanken und Sichtweisen stoßen, für sie eintreten und sie mit anderen teilen oder sie an sie weitergeben, und wenn sie auf falsche Gedanken und Sichtweisen stoßen, können sie diese erkennen und korrigieren. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber haben eine gewisse Fähigkeit, Dinge wertzuschätzen, aber es fehlt ihnen die Fähigkeit, Dinge zu bewerten – sie können Dinge auf der gedanklichen Ebene nicht erkennen. Menschen mit schlechtem Kaliber verstehen die Dinge auf der gedanklichen Ebene nicht, daher kann man nicht sagen, dass sie irgendeine Fähigkeit haben, Dinge zu erkennen. Menschen ohne Kaliber können diese Angelegenheiten überhaupt nicht verstehen. Selbst wenn jemand sie ihnen erklärt, können sie immer noch nicht verstehen, was die besprochenen Gedanken und Sichtweisen tatsächlich sind. Für sie ist es, als hörten sie eine Geschichte über einen anderen Planeten – es liegt völlig außerhalb ihres Fassungsvermögens. Dies sind die unterschiedlichen Merkmale, die Menschen mit unterschiedlichem Kaliber in Bezug auf die Fähigkeit, Dinge zu bewerten und wertzuschätzen, an den Tag legen.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?