Das tägliche Wort Gottes | „Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II“ | Auszug 35

0 |Jun 29, 2020

Gottes Verheißung an Abraham

(Gen 22,16-18) Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht Jehova, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, darum daß du meiner Stimme gehorcht hast.

Diejenigen zu gewinnen, die Gott kennen und in der Lage sind Zeugnis für Ihn abzulegen, ist der unveränderliche Wunsch Gottes

Zur selben Zeit da Er zu Sich Selbst sprach, redete Gott auch zu Abraham, aber abgesehen von dem Hören der Segnungen, die Gott ihm gab, war Abraham in der Lage, Gottes wahre Wünsche in all Seinen Worten, in jenem Augenblick zu verstehen? Er war es nicht! Und so war in jenem Augenblick, als Gott bei Sich Selbst schwor, Sein Herz immer noch einsam und traurig. Es gab immer noch keinen Menschen, der erkennen oder verstehen konnte, was Er beabsichtigte und plante. Zu dem Zeitpunkt konnte niemand – auch nicht Abraham – vertraulich mit Ihm sprechen, geschweige denn war irgendjemand imstande mit Ihm an dem Werk, das Er verrichten musste, mitzuarbeiten. Oberflächlich betrachtet hatte Gott Abraham gewonnen und hatte jemanden gewonnen, der Seine Worte befolgen konnte. Aber in Wirklichkeit war die Gotteserkenntnis dieser Person kaum mehr als nichts. Obwohl Gott Abraham gesegnet hatte, war Gottes Herz immer noch nicht zufrieden. Was bedeutet es, dass Gott nicht zufrieden war? Es bedeutet, dass Seine Führung gerade erst begonnen hatte, es bedeutet, dass die Menschen, die Er gewinnen wollte, die Menschen, die Er zu sehen ersehnte, die Menschen, die Er liebte, noch weit weg von Ihm waren; Er brauchte Zeit, Er musste warten, Er musste geduldig sein. Denn damals gab es außer Gott Selbst niemanden, der wusste, was Er brauchte oder was Er zu erlangen wünschte oder wonach Er Sich sehnte. Und so war Gott sehr erfreut und zugleich auch schweren Herzens. Dennoch hielt Er Seine Schritte nicht auf und fuhr fort, die nächste Stufe für das zu planen, was Er tun musste.

Was seht ihr in Gottes Verheißung an Abraham? Gott ließ Abraham großen Segen zuteilwerden, einfach weil er Gottes Worte befolgt hatte. Obwohl dies oberflächlich betrachtet normal und natürlich erscheint, sehen wir darin Gottes Herz: Gott schätzt vor allem den Gehorsam des Menschen Ihm gegenüber und schätzt das menschliche Verständnis von Ihm und ihre Aufrichtigkeit Ihm gegenüber. Wie sehr schätzt Gott diese Aufrichtigkeit? Ihr versteht wahrscheinlich nicht, wie sehr Er sie schätzt, und es gibt wahrscheinlich auch niemanden, der es erfasst. Gott gab Abraham einen Sohn und als dieser Sohn erwachsen geworden war, bat Gott Abraham, seinen Sohn Gott zu opfern. Abraham befolgte Gottes Anordnung wortwörtlich, er gehorchte Gottes Wort und seine Aufrichtigkeit bewegte Gott und wurde von Gott geschätzt. Wie sehr hat Gott sie geschätzt? Und warum hat Er sie geschätzt? In einer Zeit, in der niemand Gottes Worte begriff und Sein Herz verstand, tat Abraham etwas, das den Himmel und die Erde erzittern ließ und es gab Gott ein beispielloses Gefühl der Befriedigung und brachte Gott die Freude, jemanden zu erlangen, der Seinen Worten gehorchen konnte. Diese Befriedigung und Freude kam von einem Geschöpf, das von Gottes Hand gemacht wurde und war das erste „Opfer“, das der Mensch Gott dargebracht hatte und das von Gott seit der Erschaffung des Menschen am meisten geschätzt wurde. Gott war es sehr schwergefallen, auf dieses Opfer zu warten und Er behandelte es als das wichtigste Geschenk des Menschen, den Er geschaffen hatte. Es zeigte Gott die erste Frucht Seiner Bemühungen und des Preises, den Er bezahlt hatte und ließ Ihn Hoffnung in der Menschheit sehen. Danach hatte Gott eine noch größere Sehnsucht nach einer Gruppe solcher Menschen, damit sie Ihm Gesellschaft leisten, aufrichtig mit Ihm umgehen und Ihm aufrichtig dienen. Gott hoffte sogar, dass Abraham weiterleben würde, denn Er wollte, dass ein solches Herz Ihn begleitete und bei Ihm war, während Er Seine Führung fortsetzte. Ganz gleich, was Gott wollte, es war nur ein Wunsch, nur eine Idee – denn Abraham war nur ein Mensch, der imstande war Ihm zu gehorchen und hatte nicht das geringste Verständnis von Gott oder Gotteskenntnis. Er war jemand, der weit hinter den Maßstäben der Ansprüche Gottes an den Menschen zurückblieb: Gott zu kennen, in der Lage zu sein, für Gott Zeugnis abzulegen und eins mit Gott zu sein. Und so konnte er Gott nicht begleiten. In Abrahams Opfer von Isaak sah Gott Abrahams Aufrichtigkeit und Gehorsam und sah, dass er Gottes Test für ihn standgehalten hatte. Obwohl Gott seine Aufrichtigkeit und seinen Gehorsam akzeptierte, war er immer noch unwürdig Gottes Vertrauter zu werden, jemand zu werden, der Gott kannte und Gott verstand und über die Disposition Gottes Bescheid wusste. Er war weit davon entfernt, eins mit Gott zu sein und den Willen Gottes auszuführen. Und so war Gott in Seinem Herzen immer noch einsam und besorgt. Je einsamer und besorgter Gott wurde, desto mehr musste Er mit Seiner Führung so bald wie möglich fortfahren und in der Lage sein, eine Gruppe von Menschen auszuwählen und zu erlangen, um Seinen Führungsplan zu verwirklichen und Seinen Willen so bald wie möglich durchzusetzen. Das war Gottes brennender Wunsch und er ist von ganz zu Beginn bis heute unverändert geblieben. Seit Er den Menschen ganz am Anfang erschuf, hat Gott sich nach einer Gruppe von Überwindern gesehnt, einer Gruppe, die Ihn begleiten wird und in der Lage ist zu verstehen, zu begreifen und Seine Disposition zu kennen. Dieser Wunsch Gottes hat sich nie geändert. Unabhängig davon, wie lange Er noch warten muss, unabhängig davon, wie schwierig der Weg nach vorne ist, ganz gleich, wie weit weg die Ziele liegen, nach denen Er sich sehnt, hat Gott Seine Erwartungen an den Menschen nie geändert oder aufgegeben. Jetzt, da Ich das gesagt habe, erkennt ihr etwas in Gottes Wunsch? Vielleicht ist das, was ihr erkannt habt, nicht sehr tiefgründig – aber es wird allmählich kommen!

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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