Das tägliche Wort Gottes | „Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II“ | Auszug 50

Die Manifestationen von Hiobs Menschlichkeit während seiner Prüfungen (Hiobs Perfektion, Aufrichtigkeit, Gottesfurcht und Meidung des Bösen während seiner Prüfungen verstehen)

Als Hiob erfuhr, dass sein Eigentum gestohlen worden war, dass seine Söhne und Töchter ihr Leben verloren hatten und dass seine Diener getötet worden waren, reagierte er wie folgt: „Da stand Hiob auf und zerriß seine Kleider und raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an.“ (Hiob 1,20) Diese Worte sagen uns eine Tatsache: Nachdem er diese Nachricht vernommen hatte, war Hiob nicht in Panik geraten, er weinte nicht, oder beschuldigte die Diener, die ihm die Nachricht überbracht hatten, viel weniger inspizierte er den Schauplatz des Verbrechens, um das Warum und Weshalb zu untersuchen und zu überprüfen. Er zeigte weder Schmerz noch Bedauern über den Verlust seines Besitzes, noch brach er in Tränen aus, wegen dem Verlust seiner Kinder, seiner Lieben. Im Gegenteil, er zerriss seine Kleider, raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an. Hiobs Handlungen sind anders als die eines gewöhnlichen Menschen. Viele Menschen sind davon verwirrt und es lässt sie Hiobs „Kaltblütigkeit“ in ihren Herzen tadeln. Beim plötzlichen Verlust ihres Besitzes wären normale Menschen untröstlich oder verzweifelt – oder im Fall von manchen Menschen, verfielen sie sogar wahrscheinlich in eine tiefe Depression. Das liegt daran, dass das Eigentum der Menschen in ihrem Herzen ein lebenslanges Bemühen darstellt, es ist das, wovon ihr Überleben abhängt, es ist die Hoffnung, die sie am Leben hält; der Verlust ihres Eigentums bedeutet, dass ihre Bemühungen umsonst gewesen sind, dass sie ohne Hoffnung sind, und sogar, dass sie keine Zukunft haben. Dies ist die normale Einstellung eines jeden Menschen zu seinem Eigentum und die Beziehung, die er dazu hat, und dies ist in den Augen der Menschen auch die Wichtigkeit von Eigentum. Als solches ist die große Mehrheit der Menschen durch die kühle Haltung Hiobs in Hinsicht auf den Verlust seines Eigentums verwirrt. Heute werden wir die Verwirrung all dieser Menschen zerstreuen, indem wir erklären, was im Herzen Hiobs vor sich ging.

Der gesunde Menschenverstand diktiert, dass Hiob sich, weil ihm so viel Vermögen von Gott gegeben worden waren, vor Gott schämen sollte, da er diese Vermögenswerte verloren hatte, denn er hatte sich nicht um sie gekümmert oder sie gepflegt, er hatte nicht an den Vermögenswerten festgehalten, die ihm von Gott gegeben waren. Als er also erfuhr, dass sein Eigentum gestohlen worden war, hätte seine erste Reaktion sein sollen, zum Schauplatz des Verbrechens zu gehen und den Bestand von all dem aufzunehmen, was verschwunden war und dann vor Gott zu beichten, damit er Gottes Segen ein weiteres Mal empfangen würde. Hiob aber tat das nicht – und er hatte natürlich seine eigenen Gründe dafür. In seinem Herzen glaubte Hiob zutiefst, dass alles, was er besaß, ihm von Gott geschenkt worden und nicht auf seine eigenen Bemühungen zurückzuführen war. So sah er diese Segnungen nicht als etwas an, aus dem man Kapital schlägt, sondern hielt mit aller Macht, so, wie er sollte, an dem Weg als sein Lebensprinzip fest. Er schätzte Gottes Segen und dankte für sie, aber er war nicht verliebt, noch begehrte er mehr Segen. Das war seine Einstellung zum Eigentum. Er tat auch nichts deshalb, um Segen zu erlangen, noch sorgte er sich wegen des Mangels oder des Verlusts von Gottes Segen oder war deswegen betrübt; weder freute er sich unbändig und euphorisch über Gottes Segen, noch ignorierte er den Weg Gottes oder vergaß die Gnade Gottes wegen der Segen, die er oftmals genoss. Hiobs Einstellung zu seinem Eigentum offenbart den Menschen seine wahre Menschlichkeit: Erstens war Hiob kein gieriger Mensch und war anspruchslos in seinem materiellen Leben. Zweitens machte sich Hiob niemals Sorgen oder befürchtete, dass Gott alles, was er hatte, wegnehmen würde, was seine Haltung des Gehorsams gegenüber Gott in seinem Herzen war; das heißt, er hatte keine Anforderungen oder Beschwerden hinsichtlich dessen, wann und ob Gott von ihm nehmen würde und fragte nicht nach dem Grund, sondern er strebte nur danach, die Anordnungen Gottes zu befolgen. Drittens glaubte er nicht, dass sein Vermögen von seinen eigenen Bemühungen herrührte, sondern dass es ihm von Gott geschenkt war. Das war Hiobs Glaube an Gott und ist ein Hinweis auf seine Überzeugung. Werden Hiobs Menschlichkeit und sein wahres tägliches Streben in dieser aus drei Punkten bestehenden Zusammenfassung von ihm verdeutlicht? Hiobs Menschlichkeit und Streben, waren integraler Bestandteil seines kühlen Verhaltens, als er mit dem Verlust seines Eigentums konfrontiert wurde. Gerade wegen seines täglichen Bestrebens, hatte Hiob die Statur und die Überzeugung, um während der Prüfungen Gottes zu sagen „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“. Diese Worte wurden nicht über Nacht erlangt, noch tauchten sie einfach plötzlich in Hiobs Kopf auf. Sie waren das, was er in vielen Jahren der Lebenserfahrung erlebt und erlangt hatte. Verglichen mit all denen, die nur Gottes Segen suchen, und fürchten, dass Gott von ihnen nehmen wird und es hassen und sich darüber beschweren, ist Hiobs Gehorsam da nicht sehr real? Verglichen mit all denen, die glauben, dass es einen Gott gibt, die aber nie geglaubt haben, dass Gott über alle Dinge herrscht, besitzt Hiob da keine große Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit?

Hiobs Rationalität

Hiobs tatsächliche Erfahrungen und seine aufrichtige und ehrliche Menschlichkeit bedeuteten, dass er das vernünftigste Urteil und die vernünftigsten Entscheidungen traf, als er sein Vermögen und seine Kinder verlor. Solche rationalen Entscheidungen waren untrennbar von seinem täglichen Streben und den Taten Gottes, die er im Alltag kennengelernt hatte. Hiobs Ehrlichkeit ließ ihn imstande sein daran zu glauben, dass Jehovas Hand über alle Dinge herrsche; sein Glaube ließ ihn imstande sein, die Tatsache von Gott Jehovas Souveränität über alle Dinge zu kennen; seine Kenntnis machte ihn willens und fähig, Gott Jehovas Souveränität und Anordnungen zu gehorchen; sein Gehorsam ermöglichte es ihm, in seiner Gottesfurcht vor Jehova mehr und mehr wahrhaft zu sein; seine Ehrfurcht machte ihn immer wahrhaftiger in seinem Meiden des Bösen; schließlich wurde Hiob vollkommen, weil er Gott fürchtete und das Böse mied; und seine Perfektion machte ihn weise und verlieh ihm höchste Rationalität.

Wie sollen wir das Wort „rational“ verstehen? Eine wörtliche Interpretation ist, dass es bedeutet, einen guten Sinn zu haben, logisch und vernünftig in seinem Denken zu sein, vernünftige Worte, Handlungen und Urteile aufzuweisen und eine vernünftige und normale Moral zu besitzen. Doch die Rationalität Hiobs ist nicht so leicht zu erklären. Wenn hier gesagt wird, dass Hiob die höchste Vernunft besaß, so steht es im Zusammenhang mit seiner Menschlichkeit und seinem Verhalten vor Gott. Weil Hiob ehrlich war, konnte er an die Souveränität Gottes glauben und sie befolgen, was ihm eine Kenntnis vermittelte, die andere nicht erreichen konnten. Diese Kenntnis ließ ihn dazu in der Lage sein, das, was ihm widerfuhr genauer zu erkennen, zu beurteilen und zu definieren, was ihm ermöglichte, genauer und weitsichtiger zu entscheiden, was er tun sollte und an was er sich festhalten sollte. Das heißt, dass seine Worte, sein Verhalten, die Prinzipien hinter seinen Handlungen und der Kodex, nach dem er handelte, ordnungsgemäß, klar und spezifisch waren und nicht blind, impulsiv oder emotional. Er wusste mit was immer ihm auch widerfuhr, umzugehen, er wusste, die Beziehungen zwischen komplexen Ereignissen auszugleichen und handzuhaben, er wusste, sich an dem Weg festzuhalten, an den es sich festzuhalten galt, und darüber hinaus wusste er, mit dem Geben und Nehmen von Gott Jehova umzugehen. Das war genau die Rationalität Hiobs. Gerade weil Hiob mit solcher Rationalität ausgestattet war, sagte er „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ als er sein Vermögen und seine Söhne und Töchter verlor.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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