8. Sie wollen, dass die anderen sich nur ihnen unterwerfen, nicht der Wahrheit oder Gott (Teil 3) Abschnitt Fünf

Die Arbeit zur Verbreitung des Evangeliums umfasst verschiedene Projekte, die von den Menschen erfordern, sich verschiedene Fertigkeiten anzueignen und verschiedene Berufe zu erlernen. Doch manche Menschen verstehen Gottes Absicht nicht und kommen leicht vom rechten Weg ab. Sie erlernen nur berufliche Fachkenntnisse und Fertigkeiten, ohne dabei auch nur ein Quäntchen der Wahrheit zu akzeptieren. Was für eine Art von Mensch ist das? (Jemand mit der Disposition eines Antichristen, der sein Hauptaugenmerk auf Begabungen legt.) Richtig. Genau diese Art von Mensch entlarven wir; diese Art von Mensch hat die Disposition eines Antichristen und ist in schwerwiegenden Fällen ein Antichrist. So jemand will diese Gelegenheit nutzen, um sich diese Dinge anzueignen und dann unter all den Leuten, die in diesem Beruf oder dieser Fertigkeit bewandert sind, der absolut Beste zu sein, derjenige, der sich in diesem Bereich am besten auskennt und ihn am besten beherrscht, sodass sich die anderen Leute bei allem auf ihn verlassen müssen und anstatt die Wahrheit zu praktizieren, auf ihn hören müssen, während er in dieser Gruppe eine Führungsposition übernimmt. Darin liegt das Problem. Was für Menschen sind so? Menschen, die nur danach streben, sich allerlei Wissen und Gelehrtheit anzueignen und Erfahrungen zu sammeln und sich damit auszurüsten, und die sich bei allem auf ihr Kaliber, ihre Talente und ihre Begabungen verlassen. Früher oder später werden sie alle einen solchen Weg einschlagen. Das ist unvermeidlich; das ist der Weg des Paulus. Unabhängig davon, in welchem Bereich oder Beruf du tätig bist: Ein bisschen mehr Wissen und Erfahrung als andere zu besitzen oder ein paar mehr Lektionen als andere gelernt zu haben, reicht nicht als Beweis aus, dass du die Wahrheit verstehst oder in die Wahrheitsrealität eingetreten bist, geschweige denn, dass du die Wahrheit erlangt hast. Was reicht dann also aus, um das zu beweisen? Dass du im Laufe des Erlernens dieser Fachkenntnisse ein besseres Verständnis der Grundsätze für die Ausführung dieser Art von Pflicht und der von Gottes Haus geforderten Maßstäbe für diese Art von Pflicht erlangt hast. Bei manchen Leuten ist es so: Je mehr man von ihnen verlangt, sich Fachwissen anzueignen, desto mehr sträuben sie sich dagegen. Sie denken, dass es unmöglich ist, ihre Pflicht auszuführen, und sagen sogar: „An Gott zu glauben sollte bedeuten, sich von der nichtgläubigen Welt zu lösen. Warum sollten wir dann noch diese Fertigkeiten und dieses Wissen der nichtgläubigen Welt erlernen?“ Sie wollen es einfach nicht lernen. Das ist Faulheit; sie haben keine verantwortungsbewusste Haltung gegenüber ihrer Arbeit, ihnen fehlt es an Treue und sie wollen keine Mühe in so etwas investieren. Der Zweck davon, sich Fachkenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, ist es, seine Pflicht gut auszuführen. Es gibt eine Menge an Wissen und Grundkenntnissen, mit denen du dich noch nicht befasst hast, die du lernen musst. Das ist Gottes Anforderung und Sein Auftrag an die Menschen, also wird es nicht umsonst sein, diese Dinge zu lernen; das dient alles dazu, deine Pflicht gut auszuführen. Nachdem sie diese Fertigkeiten gelernt haben, so denken manche Menschen, können sie im Haus Gottes Fuß fassen. Führt eine solche Denkweise nicht zu Problemen? Diese Sichtweise ist falsch. Gibt es Menschen, die diesen Weg einschlagen könnten? Je mehr Macht solchen Menschen gegeben wird, je größer ihr Aufgabenbereich und ihre Verantwortung, desto gefährlicher wird es für sie. Was verursacht diese Gefahr? Sie rührt natürlich daher, dass diese Menschen eine verdorbene Disposition und die Disposition eines Antichristen haben. Wenn sie sich mit etwas befassen, konzentrieren sie sich nur auf die Vorgehensweise für diese Aufgabe und gehen diese mechanisch durch. Sie suchen nicht nach den Grundsätzen. Im Laufe ihrer Pflichtausführung erlangen sie weder ein Verständnis von Gottes Absichten noch ein besseres oder sattelfesteres Verständnis der Wahrheitsgrundsätze. Sie suchen nicht nach den Grundsätzen und prüfen oder überdenken auch nicht die Verdorbenheit, die sie bei der Ausführung ihrer Pflicht offenbaren, welche falschen Ansichten sie währenddessen entwickeln oder in welche falschen Zustände sie geraten. Sie konzentrieren sich nur auf externe Praktiken und achten nur darauf, sich die verschiedenen Arten von Wissen anzueignen, die für ihre Pflicht benötigt werden, und diese zu beherrschen. Sie glauben, dass Wissen über allem anderen steht, ganz egal, in welchem Berufsbereich man tätig ist; dass sie innere Stärke gewinnen und sich in einer Gruppe etablieren werden, wenn sie Wissen besitzen; und dass Menschen mit einem großen Wissensschatz und höheren akademischen Abschlüssen in jeder Gruppe, in der sie sich befinden, einen hohen Status genießen. Zum Beispiel ist in einem Krankenhaus der Direktor in der Regel in allen Aspekten seines Fachs der Beste und verfügt über die besten technischen Fertigkeiten, und solche Leute glauben, dass es im Haus Gottes genauso ist. Ist diese Sicht der Dinge richtig? Nein, ist sie nicht. Sie widerspricht dem Satz „Im Haus Gottes herrscht die Wahrheit.“ Solche Menschen glauben, dass im Haus Gottes Wissen herrscht und dass jeder, der Wissen und Erfahrung hat, jeder, dessen Dienstalter ausreichend hoch ist und der genug Kapital vorweisen kann, im Haus Gottes eine etablierte Position einnehmen wird, und alle müssen auf diese Person hören. Ist diese Ansicht nicht falsch? Manche Menschen denken und handeln vielleicht unbewusst auf diese Weise; sie streben danach, und eines Tages werden sie vielleicht nicht mehr weiterkommen. Warum werden sie nicht mehr weiterkommen? Kann jemand, der die Wahrheit weder liebt noch nach ihr strebt und sie komplett ignoriert, ein Verständnis seiner selbst erlangen? (Nein.) Und ohne jegliches Verständnis seiner selbst hat er sich mit einer Menge Wissen ausgerüstet, mehrfach einen Preis für Gottes Haus bezahlt und einige Beiträge geleistet – und was hat er aus diesen Dingen gemacht? Er machte sie zu Kapital. Was ist dieses Kapital für ihn? Es sind die Aufzeichnungen seiner Praxis der Wahrheit, der Beweis dafür, dass er in die Wahrheitsrealität eingetreten ist und die Wahrheit versteht. Das hat er aus diesen Dingen gemacht. Die Wahrheit zu verstehen und in die Wahrheitsrealität einzutreten, ist im Herzen eines jeden Menschen eine gute und positive Sache. Für so jemanden ist das natürlich nicht anders. Nur hat er leider fälschlicherweise Wissen mit der Wahrheit verwechselt – und doch ist dieser Fehler für ihn ein Grund zur Zufriedenheit. Das ist ein Zeichen drohender Gefahr. Was für Menschen würden sich so verhalten? Menschen, die kein geistliches Verständnis haben, würden alle so handeln und, ohne es zu merken, den falschen Weg einschlagen. Und wenn sie diesen einmal eingeschlagen haben, kannst du sie nicht mehr davon abbringen. Wenn du mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, ihnen ihren Zustand aufzeigst und sie entlarvst, werden sie es nicht verstehen, sie werden es nicht auf sich beziehen können. Das ist ein gravierender Mangel an geistlichem Verständnis. So jemand betrachtet sein Wissen, seine Erfahrungen und die Lektionen, die er gelernt hat, ganz selbstverständlich als die Wahrheit. Und sobald er diese Dinge als die Wahrheit betrachtet, wird letztendlich eine bestimmte Situation eintreten. Das ist unvermeidlich. Nehmen wir an, Gott sagt eine Sache und diese Person sagt etwas anderes – ihre Sichtweisen wären mit Sicherheit unterschiedlich. Wessen Sichtweise würde diese Person dann für richtig halten? Sie würde ihre eigene Sichtweise für richtig halten. Kann sie sich dann Gott unterwerfen? (Nein.) Was wird sie tun? Sie wird an ihrer eigenen Sichtweise festhalten und das, was Gott gesagt hat, leugnen. Betrachtet sie sich damit nicht als die Verkörperung der Wahrheit? (Ja.) Sie glaubt, dass sie, genau wie die Buddhisten, endlich ihre Selbstkultivierung erfolgreich abgeschlossen hat; während sie Gott leugnet, bringt sie andere Menschen dazu, sie wie Gott zu behandeln, und glaubt, sie sei die Verkörperung der Wahrheit geworden. Das ist so absurd! Sagen wir zum Beispiel, dass sich jemand in einem bestimmten Wissens- oder Fachgebiet besonders gut auskennt. Da Ich ein Laie auf diesem Gebiet bin, stelle Ich ihm diesbezüglich Fragen, und wenn Ich das tue, fängt er an, anzugeben. Was ist das für ein Mensch? Sagt Mir: War es falsch von Mir, ihn zu fragen? (Nein.) Warum frage Ich ihn? Weil manche Angelegenheiten mit der Arbeit und gewissen Fachgebieten zu tun haben, und da Ich diese Dinge nicht verstehe, sollte Ich jemanden fragen. Außerdem weiß Ich, dass er in diesen Angelegenheiten Erfahrung hat und sie versteht. Es ist vollkommen angebracht, ihn zu fragen. Sind Meine Absicht und Meine Vorgehensweise richtig? (Ja.) Daran sollte nichts falsch sein, oder? Was wäre für diese Person also die richtige Art und Weise, damit umzugehen? Sie sollte Mir alles erklären, was sie von dieser Sache versteht. Und wie sollte sie dann über die Sache denken? Welche Denkweise dazu ist richtig? Welche ist falsch? Wie würde ein normaler, rationaler Mensch darüber denken? Wie würde jemand mit einer antichristlichen Disposition darüber denken? Es gibt Leute, die hören, dass Ich etwas nicht verstehe, und dann sagen: „Ah, du verstehst das nicht! Du weißt nicht, wie mühsam das für uns war! Du kennst dich damit nicht aus, und du verstehst das nicht!“ Und während diese Person redet, fängt sie an, sich aufzuspielen. Was zeigt ihre Angeberei? Dass es hier ein Problem gibt. Normalerweise ist diese Person wirklich kultiviert und fromm – warum fängt sie plötzlich an, sich aufzuspielen? (Weil sie ein wenig Erfahrung gesammelt und einige Erkenntnisse verstanden hat, hält sie sich nun für die Wahrheit.) Richtig. Früher machte sie nicht viel Aufhebens darum, wenn andere sie etwas fragten. Aber wenn Ich diese Person etwas frage, denkt sie sich: „Bist du nicht die Wahrheit? Ich dachte, du solltest alles verstehen? Wie kommt es, dass du diese Sache nicht verstehst? Wenn du das nicht verstehst, dann bin ich dir überlegen.“ Sie will damit angeben. So denkt diese Person doch, oder? (Ja.) Sie fühlt sich nicht geehrt. Stattdessen bricht eine satanische Disposition aus ihr raus. Auf einmal denkt sie, dass sie doch enorm mächtig zwischen Himmel und Erde ist. Ist das nicht ein Irrglaube? Sind solche Menschen nicht Holzköpfe? (Ja.) Das denke Ich auch. Nur ein Holzkopf würde so etwas denken. Sie kennen sich doch einfach nur ein bisschen in diesem Fachgebiet aus, oder? Es gibt so vieles, was die Menschen nicht wissen; sie sollten ein wenig Selbsterkenntnis haben. Manche Leute kennen sich ein wenig mit Stoffen aus und können im Grunde schon beim Anfassen sagen, um welches Material es sich handelt. Wenn man sie lobt und sagt: „Du scheinst dich ja gut mit Stoffen auszukennen“, sagen sie: „Ja. Ihr kennt euch nicht damit aus, da ihr euch nicht damit beschäftigt habt. Ich habe mich damit beschäftigt, und ich kenne mich besser damit aus als ihr. Ich will euch nicht herabsetzen, aber ihr müsst euch wirklich mehr Wissen aneignen.“ Ist das nicht ziemlich abstoßend? Dann gibt es Leute, die hier und da mal ein bisschen was kochen und anfangen, damit anzugeben, wie viele Gerichte sie zubereiten und wie viele Speisen sie kochen können. Manche Menschen waren eine Zeit lang als Barfußarzt auf dem Land tätig. Wenn der Bruder oder die Schwester von so jemandem etwas krank werden und ihn bitten, sie zu massieren oder ihnen eine Akupunktur- oder Schröpfbehandlung zu geben, und ihn fragen, ob er sie heilen kann, sagt er: „Glaubt ihr, das zu behandeln ist so einfach? Ihr versteht das nicht. Mediziner wie wir wissen, dass der menschliche Körper kompliziert ist. Der Mensch, Gottes Schöpfung, ist voller Geheimnisse. Es hängt also von der Situation ab, ob man Akupunktur oder Schröpfen anwenden kann.“ Tatsächlich kennt auch er sich nur ein bisschen aus. Er kann keine Erkrankung genau erklären und nur wenige Krankheiten behandeln, aber um nicht an Ansehen zu verlieren, spielt er sich dennoch auf, wahrt er den Schein und gibt den Experten. Die Äußerungsformen dieser verschiedenen Arten von Menschen zeigen, dass die verdorbenen Menschen alle die Disposition Satans und die Disposition eines Antichristen besitzen. Aber es gibt noch schwerwiegendere Fälle, bei denen sich die Menschen bis zum bitteren Ende verstellen und etwas vortäuschen. Egal, ob die Leute sie loben oder nicht: Tief in ihrem Herzen hegen sie einen finsteren Gedanken. Welchen Gedanken? „Ich werde niemals zulassen, dass jemand meine wahre Identität und meine wahren Fähigkeiten kennt.“ Wenn so jemand zum Beispiel nur ein Barfußarzt ist, wird er immer versuchen, dass andere ihn für einen berühmten Arzt halten. Er will nicht, dass andere wissen, dass er nur ein Barfußarzt ist oder ob er wirklich Krankheiten behandeln kann. Er hat Angst, dass die Leute die Wahrheit über seine Umstände erfahren. Wie sehr rückt er sich in ein besseres Licht? So sehr, dass alle, die mit ihm zu tun haben, glauben, dass er niemals Fehler macht und keine Mängel hat, dass er alles, was er gelernt hat, beherrscht und dass er alles tun kann, was andere benötigen. Wenn ihn jemand fragt, ob er kochen kann, sagt er ja. Wenn ihn jemand fragt, ob er ein Mandschu-Han-Festmahl zubereiten kann, denkt er sich zwar: „Das kann ich nicht“, aber sagt dann trotzdem „Ja!“, wenn er nochmal gefragt wird. Doch wenn man ihn bittet, es zuzubereiten, findet er eine Ausrede, um abzusagen. Ist das nicht Betrug? Solche Menschen geben vor, alles zu wissen, alles zu beherrschen und zu allem in der Lage zu sein – sind das nicht Holzköpfe? Ob nun Holzköpfe oder Menschen mit etwas Kaliber, einigen Fähigkeiten oder einigen Begabungen: Welche eine Sache haben diese Antichristen gemeinsam? Das Verlangen, vorzutäuschen, dass sie alles verstehen, dass sie die Wahrheit sind. Obwohl sie nicht direkt behaupten, die Wahrheit zu sein, wollen sie vortäuschen, dass sie die Wirklichkeit aller positiven Dinge sind, dass sie alles tun können. Bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass sie die Verkörperung der Wahrheit sind? Sie halten sich selbst für die Verkörperung der Wahrheit und glauben, dass alles, was sie sagen, richtig und die Wahrheit ist.

Es gibt Leute, denen wird vom Oberen eine besondere Aufgabe zugewiesen, und nachdem sie davon erfahren haben, denken sie bei sich: „Diese Aufgabe wurde mir vom Oberen anvertraut, demnach ist meine Macht gestiegen. Jetzt habe ich die Gelegenheit, meine Talente und meine Macht zu zeigen. Ich werde meine Untergebenen sehen lassen, wie beeindruckend ich bin.“ Im Umgang mit den Brüdern und Schwestern kommandieren sie sie herum und sagen: „Geh und erledige das für mich!“ Wenn sie gefragt werden, wie es zu tun ist, sagen sie: „Tust du es nun oder nicht? Wenn nicht, dann mache ich dich fertig! Das ist ein Befehl des Oberen. Kannst du es dir leisten, den Oberen zu verärgern, indem du die Ausführung aufhältst? Wenn der Obere Rechenschaft fordert, wer kann es sich dann leisten, diese Verantwortung zu tragen?“ Die Brüder und Schwestern antworten: „Wir möchten das nur klären und nach den Grundsätzen für die Ausführung suchen, anstatt planlos vorzugehen und irgendeine Methode anzuwenden, die wir für richtig halten. Alles muss nach Grundsätzen getan werden. Unabhängig davon, um welche Angelegenheit es sich handelt oder wie dringend oder wichtig sie sein mag, und unabhängig davon, wer sie einem anvertraut: Sich an die Grundsätze zu halten, ist eine unveränderliche Wahrheit. Das ist unsere Pflicht, und wir müssen Verantwortung zeigen. Nach den Grundsätzen zu suchen, ist das, was Gott von uns verlangt. Wir suchen und bitten mit einer verantwortungsbewussten Haltung um eine Erklärung. Daran ist nichts falsch. Du musst uns diese Angelegenheit erklären.“ Doch sie erwidern: „Was gibt es über diese Angelegenheit zu sagen? Kann das, was der Obere gesagt hat, falsch sein? Na los, erledigt es!“ Worauf die Brüder und Schwestern antworten: „Da der Obere es gesagt hat, werden wir es definitiv im Eiltempo erledigen. Aber kannst du uns genau erklären, wie es gemacht werden soll? Gibt es irgendwelche spezifischen Regeln oder Anweisungen?“ Sie sagen: „Macht es, wie ihr es für richtig haltet. Die Anweisungen des Oberen waren nicht so detailliert. Findet es selbst heraus!“ Was für Menschen sind das? Lassen wir für den Moment das Motiv und die Wurzel ihres Handelns beiseite; untersuchen wir stattdessen zuerst die Disposition eines solchen Menschen. Ist ihre Vorgehensweise gut? (Nein.) Wie konnten sie auf eine solche Vorgehensweise kommen? Ist diese Vorgehensweise normal? (Nein, ist sie nicht.) Sie ist nicht normal. Stellt das ein Problem mit seinem Geisteszustand oder seiner Disposition dar? (Ein Problem mit ihrer Disposition.) Richtig, ihre Disposition ist problematisch. Es gibt einen Ausdruck, der lautet: „auf die rechte Zeit warten“. Das heißt, dass er in der Vergangenheit nie die passende Gelegenheit hatte, seine Macht zu steigern; doch jetzt, da sich eine solche Gelegenheit geboten hat, ergreift er sie und nutzt sie als Vorwand, um zu handeln. Was für eine Disposition ist das? Egal, welche Pflicht du vom Oberen erhältst, die Grundsätze deines Handelns können sich nicht ändern. Wenn der Obere dir eine Arbeit oder Aufgabe anvertraut, ist das lediglich ein dir anvertrauter Auftrag. Ihn auszuführen, ist ebenso deine Pflicht. Kannst du jedoch, nachdem du einen Auftrag vom Oberen erhalten und die Arbeit übernommen hast, dann behaupten, du seist ein bevollmächtigter Botschafter und Experte in Sachen Wahrheit? Hast du jetzt die Autorität, andere herumzukommandieren und zu tun, was du willst? Darfst du einfach deinen eigenen Neigungen folgen und nach Belieben gemäß deinen Vorlieben und auf deine eigene Art und Weise handeln? Gibt es irgendeinen Unterschied zwischen der direkten Beauftragung durch den Oberen, etwas zu tun, und der normalen Ausführung deiner üblichen Pflicht? Es gibt keinen Unterschied; beides ist deine Pflicht. Da beides deine Pflicht ist, haben sich die Grundsätze für dein Vorgehen geändert? Nein, haben sie nicht. Es spielt also keine Rolle, von welcher Quelle du deine Pflicht erhältst: Das Wesen und die Natur deiner Pflicht sind dieselben. Was meine Ich damit? Dass du bei jeder Pflicht nach den Grundsätzen handeln musst. Es bedeutet nicht, dass du, nur weil der Obere dich direkt mit etwas beauftragt hat, es erledigen kannst, wie du willst, und dass alles, was du tust, richtig und gerechtfertigt ist. Selbst wenn du einige Fähigkeiten hast, kannst du den Weg des Suchens nach den Wahrheitsgrundsätzen verlassen? Du bist immer noch ein verdorbener Mensch. Du bist nicht Gott geworden; du gehörst keiner besonderen Gruppe an. Du bist du und wirst immer nur ein Mensch bleiben. In der Bibel gibt es viele Menschen, die von Gott persönlich berufen wurden: Mose, Noah, Abraham, Hiob und viele andere. Es gibt auch viele Menschen, die mit Gott gesprochen haben; jedoch hat sich keiner dieser Menschen für eine besondere Persönlichkeit oder ein Mitglied einer besonderen Gruppe gehalten. Unter diesen Menschen sahen einige mit eigenen Augen Gott in den Flammen eines Feuers erscheinen, andere hörten Gottes Kundgebung mit eigenen Ohren, manchen wurden Gottes Worte von Boten überbracht, während wiederum andere persönlich Gottes Prüfungen empfingen. Und gab es unter ihnen jemanden, der in Gottes Augen anders war als gewöhnliche Menschen? (Nein.) Nein. Gott sieht das nicht so. Aber wenn du es so verstehst und dich immer als besondere Persönlichkeit betrachtest, was für eine Disposition hast du dann? (Die Disposition eines Antichristen.) Es ist in der Tat die Disposition eines Antichristen, was erschreckend ist! Selbst wenn Gott Seine Hände auf dein Haupt legen und dir die Macht verleihen würde, Wunder mithilfe von göttlicher Macht zu wirken oder bestimmte Aufgaben zu vollbringen, würdest du dennoch immer ein Mensch bleiben; du könntest niemals die Verkörperung der Wahrheit werden. Was bedeutet das? Dass du niemals berechtigt sein wirst, den Namen Gottes zu benutzen, um gegen die Wahrheit zu verstoßen und nach Belieben zu handeln; das ist das Verhalten des Erzengels. Manchmal verwendet Gott besondere Methoden oder spezielle Wege, um bestimmte Menschen mit besonderen Dingen zu betrauen, besondere Arbeit zu verrichten oder besondere Aufgaben oder Informationen über besondere Ereignisse zu übermitteln. Der Grund dafür ist, dass Gott glaubt, dass diese Menschen fähig sind, eine solche Arbeit zu übernehmen, dass sie die ihnen von Gott anvertraute Arbeit durchführen können, dass sie Gottes Vertrauen würdig sind – und nichts weiter. Selbst wenn sie persönlich von Gott Selbst beauftragt wurden, die Kundgebungen aus Gottes Mund gehört oder mit Gott gesprochen haben, werden sie nicht zu etwas anderem als einem gewöhnlichen Menschen; noch werden sie von einem gewöhnlichen geschaffenen Wesen zu einem einzigartigen oder höheren geschaffenen Wesen erhoben. Das wird niemals geschehen. Unter den Menschen und im Haus Gottes spielt es also keine Rolle, wie besonders bestimmte Dinge wie die Talente, die Identität, der Status oder die Erfahrung eines Menschen sind oder welche Lektionen er gelernt hat: Nichts davon kann in die Verkörperung der Wahrheit verwandelt werden. Wenn jemand sich vollkommen mutwillig als die Verkörperung der Wahrheit ausgibt, dann ist diese Person zweifellos ein Antichrist. Obwohl manche Menschen gelegentlich eine solche Disposition offenbaren, können sie dennoch die Wahrheit annehmen und Buße tun. Solche Menschen haben die Disposition eines Antichristen und folgen dem Weg eines Antichristen; für sie besteht noch Hoffnung auf Errettung. Wenn jedoch jemand beständig vorgibt, die Verkörperung der Wahrheit zu sein, weiterhin glaubt, im Recht zu sein, und sich weigert, Buße zu tun, dann ist er ein echter Antichrist. Wer ein Antichrist ist, wird kein Quäntchen Wahrheit annehmen. Selbst wenn solche Menschen enthüllt und ausgemustert werden, erlangen sie immer noch keine Selbsterkenntnis, noch können sie wahre Reue zeigen. Einige Leiter und Mitarbeiter haben nur die Disposition eines Antichristen. Die Grundsätze, nach denen sie handeln, und der Weg, den sie einschlagen, sind dieselben wie die eines Antichristen. Auch ihnen fehlt es an Rationalität, und sie verstehen die Wahrheit nicht, sind sich der Natur und der Folgen ihres Handelns nicht bewusst und handeln rücksichtslos. Was sie jedoch unterscheidet, ist, dass einige von ihnen immer noch etwas von dem annehmen können, was Ich sage. Meine Worte können sie immer noch anspornen und ihnen als Warnung dienen. Obwohl sie die Disposition eines Antichristen haben, können sie dennoch einen Teil der Wahrheit annehmen; sie können ein gewisses Maß an Zurechtstutzen annehmen, sie können wahrhaft reuevoll sein und in gewissem Maße Buße tun. Das unterscheidet sie von Antichristen. Das sind Menschen, die nur die Disposition eines Antichristen haben. Menschen, die die Wesensnatur eines Antichristen besitzen, und Menschen, die die Disposition eines Antichristen besitzen, haben etwas gemein. Das ist im Grunde ein und dasselbe: Die Gemeinsamkeit zwischen einem Antichristen und jemandem mit der Disposition eines Antichristen besteht darin, dass beide die Disposition eines Antichristen haben. Jedoch können einige dieser Menschen die Wahrheit annehmen und aufrichtige Reue zeigen. So jemand ist kein Antichrist, sondern vielmehr jemand mit der Disposition eines Antichristen. Das ist der Unterschied zwischen einem Antichristen und Menschen mit der Disposition eines Antichristen. Jeder, der nicht einmal einen Funken Wahrheit annehmen kann und dem es an wahrer Reue mangelt, ist ein echter Antichrist. Jeder, der die Wahrheit annehmen kann und wahre Reue zeigt, ist jemand mit der Disposition eines Antichristen und kann gerettet werden. Ihr solltet in der Lage sein, zwischen diesen beiden Arten von Menschen klar zu unterscheiden und die Leute nicht blindlings zu charakterisieren. Zu welcher Art gehört ihr? Manche Leute sagen vielleicht: „Warum habe ich das Gefühl, dass ich genauso wie ein Antichrist bin? Da scheint es keinen Unterschied zu geben.“ Dieses Gefühl ist korrekt, da gibt es keinen offensichtlichen Unterschied. Wenn du die Wahrheit annehmen und wahre Reue zeigen kannst, dann ist das der einzige Unterschied; es besteht auch ein Unterschied in Bezug auf die Menschlichkeit. Das heißt, ein Antichrist ist ein böser Mensch. Jemand mit der Disposition eines Antichristen hingegen ist kein böser Mensch; er hat nur eine verdorbene Disposition. Das ist der einzige Unterschied. In Bezug auf ihre verdorbenen Dispositionen gibt es keinen Unterschied; in dieser Hinsicht sind alle Menschen gleich, das ist etwas, das sie alle gemein haben. Die verschiedenen durch Gottes Worte entlarvten Zustände der verdorbenen Menschheit sind vollkommen zutreffend und weichen nicht im Geringsten von der Realität ab. Wenn Gottes auserwähltes Volk Gottes Worte liest, empfinden sie alle dasselbe; sie teilen alle dasselbe Verständnis und unterscheiden sich nur in der Tiefe ihrer Erfahrungen. Sie alle erkennen ihre eigene Arroganz und ihren Mangel an Vernunft. Sie können alle erkennen, dass sie zu viele verdorbene Dispositionen haben, dass Satans Verderbnis der Menschheit zu ausgeprägt ist und dass es für Gott nicht leicht ist, die Menschheit zu retten. Auch wenn bereits so viel gesagt wurde, ist damit noch lange nicht alles gesagt. Sie alle erkennen, dass die Menschheit erbärmlich und bemitleidenswert ist, blind und unwissend. Sie sind sich alle bewusst, dass die Menschheit durch Satan zu tief verdorben wurde, dass die Wurzel der Verdorbenheit und Niederträchtigkeit der Menschheit in Satans Verderbnis und seiner Kontrolle der Menschen liegt. Nachdem die Menschheit von Satan verdorben wurde, wurde sie von Satans Gift verunreinigt, wodurch sie die Disposition Satans entwickelte und die Rationalität, das Gewissen und die Vernunft normaler menschlicher Wesen verlor. Die Menschen waren nicht fähig, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden. Hätte Gott für die Menschheit keine Gesetze erlassen, wüssten die Menschen nicht, ob es richtig oder falsch ist, jemanden zu schlagen oder zu töten oder zu stehlen oder Unzucht zu treiben. Sie würden ihre Handlungen für gerechtfertigt halten und glauben, dass sie so handeln sollten. Nachdem Gott jedoch Gesetze und Gebote verkündet hatte, wurden sich die Menschen bewusst, dass es eine Sünde war, diese Dinge zu tun; ihre Rationalität wurde ein wenig normaler. Natürlich war das nur das oberflächlichste Niveau an Rationalität, das sich auf ganz natürliche Weise vertiefte, sobald sie die Wahrheit verstanden. Wenn die Menschen also in der Lage sind, ein tieferes Verständnis verschiedener Wahrheiten und Selbsterkenntnis zu erlangen, ihren angemessenen Platz zu finden und das Ausmaß ihres eigenen Kalibers, ihrer Auffassungsgabe und ihrer Fähigkeit, die Wahrheit zu begreifen, genau einzuschätzen, und wenn sie zudem in der Lage sind, die Wahrheit als Standard zu verwenden und sich auf Gottes Worte zu verlassen, um sich über Dinge klar zu werden wie: welche der verschiedenen Haltungen, die verdorbene Menschen Gott gegenüber einnehmen, positiv sind und welche nicht, welche davon Auffassungen und Einbildungen sind und davon welche mit der Wahrheit übereinstimmen, dann wird ihre Rationalität noch normaler werden. Daher kann nur die Wahrheit den Menschen ein neues Leben geben. Wenn du dich jedoch mit Wissen ausstattest, bestimmte Praktiken hervorhebst und immer angibst, dich immer zur Schau stellst und immer mit deinem Bisschen an unbeachtlichem und unbedeutendem Wissen oder Gelehrsamkeit prahlst und nicht nach der Wahrheit strebst, wirst du dann dieses neue Leben erlangen können? Nein, das wäre pures Wunschdenken. Nicht nur, dass du es nicht erlangen wirst, du wirst auch die Chance auf Rettung einbüßen, und das ist sehr gefährlich!

Jeder von euch hat viele Predigten über die Wahrheit gehört, und ihr habt jetzt mehr oder weniger ein gewisses Urteilsvermögen in Bezug auf verschiedene Arten von Menschen. Obwohl ihr böse Menschen und schlechte Menschen erkennen könnt, könnt ihr das bei falschen Leitern und Antichristen noch immer nicht. Gottes Haus ist dabei, nach und nach die Kirche von all jenen zu bereinigen, die nicht das geringste bisschen an Wahrheit annehmen, die immer noch rücksichtslos handeln und die Arbeit von Gottes Haus stören und unterbrechen. Das zeigt, dass Gottes Werk dieses Stadium erreicht hat und Gottes auserwähltes Volk zu erwachen beginnt. Wenn Ich in der Vergangenheit mit bestimmten Leuten in Kontakt kam, konnte Ich immer eine Art „Geruch“ wahrnehmen, die von ihnen ausging. Was für ein Geruch? Es war genau wie der Geruch von unzähmbaren Bestien und wilden Tieren, die ihr Fell sträuben und heulen, bevor man sich ihnen überhaupt nähert. Auch Menschen zeigen bestimmte Verhaltensweisen, die denen von Tieren ähneln. Wie entstehen diese Verhaltensweisen? Sie entstammen den verdorbenen satanischen Dispositionen, die die Menschen besitzen. Was meine Ich mit „Geruch“? Ich meine, dass du keine Aufrichtigkeit siehst, wenn du ihnen in die Augen schaust; stattdessen begegnet dir ein verlorener, unsteter Blick. Sie haben das Gefühl, dass sie dich nicht einschätzen können, und so schweifen ihre Augen umher, wenn sie dich ansehen. Du kannst auch in den Worten, die sie sprechen, keine Offenheit erkennen, weil sie tief im Inneren keine haben. Was meine Ich damit, wenn Ich sage, dass sie keine Offenheit haben? Ich meine, dass es tief in ihrem Inneren eine Verteidigungsbarriere gibt, ganz gleich, mit wem sie zu tun haben. Du kannst diese Verteidigungsbarriere am Blick in ihren Augen, am Tonfall ihrer Stimme und an ihrer Sprechweise erkennen. Das ist die Art von Geruch, die sie abgeben; sie vermittelt einem das Gefühl, dass sie, obwohl sie viele Predigten gehört haben, die Wahrheit immer noch nicht verstehen und auch nicht den Weg der Errettung eingeschlagen haben. Egal, wie du mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hältst oder die verdorbene Disposition der Menschheit entlarvst, egal, wie aufrichtig du sie behandelst, sie versorgst, sie weidest oder ihnen hilfst, du wirst dir damit von ihnen keine aufrichtige Haltung verdienen. Was tragen sie also in sich? Zurückhaltung und Zweifel – diese beiden Dinge sind am häufigsten; darüber hinaus gibt es auch eine Art Selbstschutz und den Wunsch, immer hoch angesehen zu werden. Daher enthüllen ihre Worte, der Blick in ihren Augen und ihr Gesichtsausdruck allesamt etwas ziemlich Unnatürliches. Das heißt, was du an ihren Augen und ihrem Gesichtsausdruck erkennst, unterscheidet sich von dem, was sie tief im Inneren denken. Kurz gesagt: Unabhängig davon, ob eine Person schüchtern oder vorsichtig ist oder Schwierigkeiten in sich trägt – wenn du ihre Offenheit nicht sehen kannst, wäre das nicht problematisch? (Ja.) Das ist in der Tat ein Problem. Wie können wir das also erkennen? Wir können es an ihrem Verhalten oder an der Art, wie sie sprechen, erkennen. Sie sagen nicht, was sie denken; vielmehr wählen sie Worte, die sie für angemessen halten, und halten mit dir Gemeinschaft über Dinge, die sie bereits durchdacht haben. Das ist eine Taktik zum Selbstschutz, die Nichtgläubige anwenden. Wann immer ihnen etwas widerfährt, sträuben sie sich zuerst wie ein Igel und schützen sich. Ihre tatsächliche Situation, ihre Fähigkeiten und Talente, die Fehler, die sie gemacht haben, ihre Verwirrung – sogar ihre Täuschung und Heuchelei – sind alle in ihre Stacheln gehüllt, verborgen vor dem Blick der Außenwelt und selbst vor Meinem. Sie unternehmen große Anstrengungen, um sich zu verbergen und in ein gutes Licht zu rücken, und auch, um sich selbst zu schützen. Woher kommen diese Dinge? Die Menschheit eignete sich diese Dinge an, nachdem sie von Satan verdorben worden war. Am Anfang, nachdem Gott Adam und Eva erschaffen hatte, führte Er sie in den Garten Eden, um dort zu leben; Er sagte ihnen, welche Früchte von welchen Bäumen sie essen durften und welche nicht. Sie waren vor Gott nackt und ohne Scham. Und was dachten sie darüber? Sie dachten, dass Gott sie so erschaffen hatte, dass sie hatten, was Gott ihnen gab, und dass sie sich nicht vor Gott zu verstecken brauchten – das kam ihnen nie in den Sinn. Daher waren sie immer offenherzig, ganz gleich, wie sie vor Gott erschienen. Man konnte die Aufrichtigkeit in ihren Augen sehen; sie hatten tief in ihrem Herzen keine Schutzmaßnahmen oder Schutzmauern gegen Gott. Sie brauchten sich vor Gott nicht zu schützen, weil sie tief in ihrem Herzen wussten, dass Gott keine Bedrohung für sie darstellte; sie waren dort vollkommen sicher. Gott will nichts anderes, als sie zu beschützen, sie zu lieben und sie zu hegen und zu pflegen. Gott würde ihnen niemals schaden. Das war, tief in ihrem Inneren, ihr grundlegendster und beständigster Gedanke. Aber wann begann sich das zu ändern? (Als sie von der Frucht des Baumes der Kenntnis von Gut und Böse aßen.) Vom Baum der Kenntnis von Gut und Böse zu essen, ist tatsächlich symbolisch zu verstehen. Es bedeutete, dass sie von dem Moment an, als Satan Eva zum ersten Mal zu etwas verführte, beide nach und nach von Satan verführt wurden, Sünden begingen, falsche Dinge taten und dem falschen Weg folgten; dann drang Satans Gift in sie ein. Schon bald versteckten sie sich häufig vor Gott, bevor Er kam, und wollten nicht, dass Er sie fand. Warum taten sie das? Sie spürten eine Kluft zwischen sich und Gott. Und wie entstand diese Kluft? Dadurch, dass sie etwas anderes in sich trugen. Satan gab ihnen bestimmte Gedanken und Ansichten; er gab ihnen eine Art Leben, das sie dazu veranlasste, an Gott zu zweifeln und sich vor Ihm in Acht zu nehmen. Sie begannen dann sofort, sich zu fragen, ob Gott sie auslachen würde, wenn Er sie nackt sähe. Woher kam diese Idee? (Von Satan.) Warum dachten sie nicht so, bevor Satan sie verführt hatte? Zu der Zeit besaßen sie Leben in seiner ursprünglichsten Form, das Gott ihnen gegeben hatte; sie fürchteten nicht, dass Gott sie auslachen würde, noch kam ihnen das in den Sinn. Doch nachdem sie von Satan verführt worden waren, begann sich alles zu ändern. Zuerst dachten sie: „Wir haben nichts an. Wird Gott uns nicht auslachen? Bedeutet das, dass wir keine Scham haben?“ Eine Reihe von Fragen tauchte in ihren Köpfen auf. Und sobald diese Gedanken aufkamen, konnten sie nicht anders, als sich vor Gott zu verstecken. Sie dachten sicherlich bei sich: „Wann kommt Gott? Wenn Er kommt, was soll ich dann tun? Ich muss mich schnell verstecken!“ Sie hatten das Bedürfnis, sich ständig zu verstecken. Ist das eine verdorbene Disposition? (Ja.) Satans Verführung ist die Wurzel dieser verdorbenen Disposition. Wenn sie sich vor Gott in Acht nahmen und sich vor Ihm versteckten, würden sie Ihm in ihren Herzen dann noch vertrauen? Würden sie sich noch auf Ihn verlassen? (Nein.) Was also blieb übrig? (Zurückhaltung.) Das Einzige, was übrig blieb, waren Zurückhaltung und Misstrauen sowie Distanz, Furcht und Zweifel – all das kam auf. Sie dachten sogar: „Würde Gott uns schaden? Wir sind nackt und haben nichts, womit wir uns verteidigen könnten. Könnte Gott uns schlagen? Könnte Er uns töten?“ Es kam ihnen nie in den Sinn, dass ihnen ihr Leben von Gott gegeben worden war und Er sie sicherlich nicht einfach so töten würde. Ihre Gedanken waren komplett durcheinander und sie waren verwirrt. Satans Verderbnis der Menschheit dauert bis heute an; die Haltung der Menschheit gegenüber Gott ist in den Augen der Menschen zu sehen und hat sich nie geändert. Die Aufrichtigkeit ist verschwunden; der wahre Glaube und das wahre Vertrauen sind verschwunden und die Menschen verlassen sich nicht mehr wirklich auf Gott. Was ist die Wurzel von alledem? (Satans Verderbnis.) Richtig, es liegt an der Verderbnis durch Satan. Satan hat der Menschheit schrecklichen Schaden zugefügt! Die Menschen mögen vielleicht denken, dass die Zeit, bevor Satan die Menschheit verdarb, ziemlich gut war. Aber verglichen mit der Zeit, nachdem sie gerettet wurden und die Wahrheit verstanden und Gotteskenntnis erlangt haben, war es damals trotzdem nicht so gut wie nach ihrer Rettung. Wenn ihr wählen könntet, für welches Szenario dieser beiden würdet ihr euch entscheiden? (Für die Zeit nach der Errettung.) Tatsächlich ist keine der Wahlen für die Menschen geeignet; die Menschen können nicht wählen. Das ist von Gott vorherbestimmt, es ist das Schicksal der Menschheit. Bevor sie von Satan verdorben wurden, hatten die Menschen zwar Vertrauen in Gott und verließen sich auf Ihn, aber die ersten Menschen verstanden die Wahrheit nicht und wussten nicht, wer Gott war. Heutzutage haben die Menschen zumindest eine Vorstellung davon; sie wissen, dass die Menschheit von Gott kommt, dass sie geschaffene Wesen sind und Gott ihr Schöpfer ist. Sie wissen, dass alles Gottes Kontrolle unterliegt. Aber die Menschen damals haben diese Dinge nicht verstanden. Sie waren ziemlich unkompliziert, sprich, sie hatten keine Angst davor, dass Gott sie sah oder auslachte, und sie wandten sich mit allem an Gott. So unkompliziert war ihr Glaube. Doch wussten sie, wer Gott war? Nein. Daher hat das gesamte Werk, das Gott getan hat, einen tiefgreifenden Wert und eine große Bedeutung für die Menschheit. Alles davon ist gut. Wenn wir von der Geschichte der Rebellion der Menschheit gegen Gott sprechen, macht euch das recht traurig? Die einst so enge Beziehung zwischen der Menschheit und Gott ist so distanziert geworden. Gott schützt und liebt die Menschen auf aufrichtige Weise, doch die Menschen zweifeln an Gott; sie verstecken sich vor Gott und distanzieren sich von Ihm, betrachten Gott sogar als ihren Feind. Es bringt in der Tat viel Kummer, das zu sagen. Aber wir dürfen unseren Hass nur auf Satan richten; es war Satan, der die Menschheit so schrecklich verdorben hat. Obwohl Satan die Menschheit in einem solchen Ausmaß verdorben hat, hat Gott einen Weg, die Menschheit zu retten. Egal, wie sehr Satan stört, Gottes Werk der Rettung der Menschheit wird das nicht beeinträchtigen. Das ist Gottes Allmacht, Gottes Autorität.

Antichristen geben vor, die Verkörperung der Wahrheit zu sein, sobald sie ein wenig Erfahrung und Wissen erworben und einige Lektionen gelernt haben. Im Großen und Ganzen haben wir über dieses Thema nun genug Gemeinschaft gehalten. Welche Informationen habt ihr daraus ziehen können? Welche Wahrheiten versteht ihr? (Wir sollten Wissen nicht schätzen.) Das ist ein Aspekt. Gibt es noch andere? (Menschen sind niemals die Wahrheit und sollten nicht vorgeben, Gott zu sein.) Vorzugeben, die Wahrheit zu sein, ist an sich nichts Positives. Die Wahrheit ist nichts, was man vorgeben kann, zu sein; sie ist das Wesen Gottes. Gott versorgt dich mit etwas Wahrheit – und ein bisschen Wahrheit zu erlangen, reicht bereits aus. Doch manche Leute wollen zur Verkörperung der Wahrheit werden. Das ist unmöglich. Solche Behauptungen sind völlig haltlos. Außerdem: Wenn die Menschen durch den Glauben an Gott gerettet werden wollen, müssen sie lernen, sich auf bodenständige Weise zu verhalten und nicht nach Vollkommenheit zu streben. Obwohl das Wort „Vollkommenheit“ existieren mag, ist die Vorstellung, dass geschaffene Menschen vollkommen werden, nicht haltbar. Vollkommenheit ist allein in Gott zu finden. Wer ist unter den Menschen, die voller Verdorbenheit sind, denn vollkommen? Alles, was Gott erschafft, ist makellos. Das ist es, was wir „Vollkommenheit“ nennen. Schau dir die Fische im Meer an, die Vögel am Himmel, das Federvieh und die wilden Tiere auf der Erde – sie alle sind vollkommen. Kannst du welche finden, die nicht gut sind? Dann gibt es das Ökosystem, das von allen Lebewesen gebildet wird – wie vollkommen es ist! Verdorbene Menschen können nur Zerstörung verursachen und machen sie unvollkommen, fehlerhaft und mangelhaft. Wie selbstsüchtig und verachtenswert! Alles, was Gott erschafft, ist gut. Blätter an Bäumen gibt es in allen Formen; große und kleine Tiere gibt es mit jeder Art von Körperbau, jedes mit seiner eigenen Funktion. Gott nimmt so große Rücksicht auf die Menschheit; die Menschheit jedoch, von Satan verdorben, hat es versäumt, sich um alles zu kümmern. Stattdessen hat die Menschheit die Dinge ruiniert und Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht zunichte gemacht. Die Menschen haben all das nicht geschätzt; vielmehr haben sie es energisch ruiniert und jegliche Ressourcen bis zum Äußersten verschwendet und zerstört. Und was ist das Ergebnis davon? Was ist das endgültige Ergebnis? Sie ernten, was sie säen! Die Umwelt ist zerstört, die Nahrungskette gestört, die Luft verschmutzt und das Wasser verseucht. Es gibt keine natürliche Nahrung mehr, geschweige denn sauberes Trinkwasser. Daher existiert das Konzept der „Vollkommenheit“ unter den von Satan verdorbenen Menschen nicht. Jede Person, die unter dem Deckmantel des Strebens nach der Wahrheit behauptet, vollkommen zu sein oder nach Vollkommenheit zu streben, macht eine Behauptung, die nicht haltbar ist – es ist eine trügerische, irreführende Lüge. Und doch wollen solche verdorbenen Menschen vorgeben, die Verkörperung der Wahrheit zu sein! Sie haben so viele schlechte Dinge getan und denken immer noch, sie könnten vorgeben, die Verkörperung der Wahrheit zu sein! Bedeutet das nicht, dass ihre satanische Natur unveränderlich ist? (Ja.) Überhaupt keine Wahrheit zu besitzen und dennoch vorgeben zu wollen, die Verkörperung der Wahrheit zu sein – wie schamlos Menschen von Satans Schlag doch sind!

20. November 2019

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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