9. Sie führen ihre Pflicht nur deshalb aus, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zufriedenzustellen; nie berücksichtigen sie die Interessen von Gottes Haus, sie verraten diese Interessen sogar und tauschen sie gegen persönlichen Ruhm ein (Teil 6) Abschnitt Eins
II. Die Interessen der Antichristen
Letztes Mal haben wir über Punkt 9 der verschiedenen Äußerungsformen von Antichristen Gemeinschaft gehalten: Sie führen ihre Pflicht nur deshalb aus, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zufriedenzustellen; nie berücksichtigen sie die Interessen von Gottes Haus, sie verraten diese Interessen sogar und tauschen sie gegen persönlichen Ruhm ein. Danach haben wir die Interessen von Antichristen in mehrere Punkte unterteilt. Der erste ist ihre eigene Sicherheit, der zweite ihr eigener Ruf und Status, und der dritte ihre Vorteile. Was umfassen diese Vorteile? (Erstens: die Veruntreuung der Güter von Gottes Haus; zweitens: Brüder und Schwestern ausnutzen, damit sie ihnen dienen und für sie arbeiten; und drittens: Ihre Position ausnutzen, um sich unter dem Deckmantel des Glaubens an Gott auf betrügerische Weise Essen, Trinken und andere begehrenswerte Dinge zu verschaffen.) Diese „anderen Dinge“ beinhalten eine bevorzugte Behandlung und die Erledigung ihrer persönlichen Angelegenheiten und dergleichen, richtig? (Ja.) Ist eine solche Gemeinschaft – also große Themen in Unterpunkte und diese wiederum in verschiedene Aspekte für die Gemeinschaft zu unterteilen – für euch verwirrend? (Nein, das ist sie nicht.) Tatsächlich sollten euch die Dinge, je mehr auf diese Art Gemeinschaft gehalten wird, nur noch klarer werden. Wir haben über drei Punkte der Interessen von Antichristen Gemeinschaft gehalten, aber es gibt noch einen weiteren, und der ist der wichtigste – der vierte Punkt der Interessen von Antichristen: ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal. Ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal sind wahrscheinlich das Hauptanliegen, das Antichristen in ihrem Glauben an Gott haben. Diese beiden Dinge sind auch die größten Träume, die sie in ihren Herzen hegen, und die wichtigsten Dinge, nach denen sie tief in ihrem Herzen streben. Ihr seid mit dem Thema Zukunftsaussichten und Schicksal höchstwahrscheinlich vertraut. Es geht dabei um die Frage, wo die Menschen in Zukunft oder im nächsten Zeitalter letztendlich landen werden, wohin sie gehen werden oder wohin sie unterwegs sind – kurz gesagt: um ihren künftigen Bestimmungsort. Ist das nicht die größte und wichtigste Sache im Herzen eines jeden Gottesgläubigen? (Ja.) Zukunftsaussichten und Schicksal sind für alle, die an Gott glauben, von enormer Wichtigkeit. Also versteht es sich von selbst, dass für Antichristen das Herzstück ihrer Interessen ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal sein müssen, sprich: ihr Bestimmungsort.
D. Ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal
Lasst uns auch aus verschiedenen Blickwinkeln und unter verschiedenen Aspekten über Zukunftsaussichten und Schicksal im Rahmen der Interessen von Antichristen Gemeinschaft halten, damit alles relativ klar wird. Die verschiedenen Interessen von Antichristen, über die wir zuvor Gemeinschaft gehalten haben, beinhalten sowohl materielle als auch immaterielle Interessen. Zum Beispiel sind die eigene Sicherheit, der eigene Ruf und der eigene Status allesamt immaterielle Interessen; das sind lediglich immaterielle Dinge in ihrer geistlichen Welt. Zu den materiellen Interessen hingegen gehören Güter, Essen und Trinken sowie Sonderbehandlungen, materieller Genuss und dergleichen. Was umfassen also Zukunftsaussichten und Schicksal, das Thema unseres heutigen gemeinschaftlichen Austauschs? Wenn wir sie aus der Perspektive menschlicher Auffassungen betrachten, handelt es sich dabei um greifbare oder um nicht greifbare Dinge? (Es sind nicht greifbare Dinge.) Daher müssen es Dinge sein, die in der geistlichen Welt der Menschen existieren, in ihren Auffassungen und Einbildungen sowie in ihren Gedanken. Für Menschen sind diese Dinge eine Art Hoffnung und Versorgung, und sie sind das, wonach Menschen ihr ganzes Leben lang streben. Auch wenn diese Dinge für Menschen unsichtbar und nicht greifbar sind, nehmen sie doch eine dominante Stellung in ihren Herzen ein, beherrschen ihr ganzes Leben und kontrollieren ihre Gedanken und Handlungen, ihre Absichten und die Richtung ihres Strebens. Deshalb sind die eigenen Zukunftsaussichten und das eigene Schicksal für jeden Menschen von äußerster Wichtigkeit! Auch wenn die eigenen Zukunftsaussichten und das eigene Schicksal wichtig sind, streben Antichristen auf eine Weise nach ihnen, die sich völlig von der Weise normaler, gewöhnlicher Menschen unterscheidet. Worin genau besteht der Unterschied? Welche Aspekte zeigen das auf und ermöglichen es den Menschen, deutlich zu sehen und zu erkennen, dass es sich dabei um die Methode des Strebens von Antichristen und das charakteristische Merkmal eines Antichristen handelt? Ist das nicht eine Diskussion und einen gemeinschaftlichen Austausch wert? Und natürlich ähneln die Äußerungsformen vieler Menschen in vielerlei Hinsicht denen von echten Antichristen und von Menschen mit dem Wesen eines Antichristen. Doch selbst wenn ihre Äußerungsformen und Dispositionen übereinstimmen, unterscheiden sie sich in ihrem Wesen. Lasst uns nun unter verschiedenen Aspekten über den vierten Punkt der Interessen von Antichristen – ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal – Gemeinschaft halten.
Wie können wir Zukunftsaussichten und Schicksal im Detail analysieren? Mit welcher Methode und anhand welcher Beispiele kann man im Detail analysieren, dass die Zukunftsaussichten und das Schicksal von Antichristen im Rahmen ihrer Interessen nicht mit der Wahrheit übereinstimmen und dass sie Offenbarungen des Wesens von Antichristen darstellen? Unter welchen Aspekten können sie im Detail analysiert werden? Das erfordert eine sorgfältige Untersuchung. Lasst uns das in mehrere übergeordnete Kategorien unterteilen, damit die Menschen das Wesen von Antichristen genauer und deutlicher verstehen können. Die erste ist, wie Antichristen mit Gottes Worten umgehen, die zweite ist, wie Antichristen mit ihrer Pflicht umgehen, die dritte ist, wie Antichristen damit umgehen, zurechtgestutzt zu werden, die vierte ist, wie Antichristen die Bezeichnung „Dienende“ betrachten, und die fünfte ist, wie Antichristen mit ihrem Status in der Kirche umgehen. Warum diese fünf Kategorien? Versucht es herauszufinden. Könnt ihr ein wenig Verständnis für jede dieser Kategorien erlangen? Könnt ihr einige entsprechende Äußerungsformen oder Dispositionen finden, die Antichristen zuzuordnen sind? Was genau sollte auf Grundlage dieser fünf Kategorien im Detail analysiert werden? Was sind in Bezug auf diese Kategorien die hauptsächlichen Merkmale von Antichristen und die primären Dispositionen, die sie zeigen, und was sind die Äußerungsformen normaler Menschen, die nach der Wahrheit streben, und gewöhnlicher verdorbener Menschen? Was sind die Unterschiede zwischen Antichristen und gewöhnlichen verdorbenen Menschen? Wo liegen diese Unterschiede? Wie unterscheiden sich die Wege, die sie gewählt haben? Wie unterscheiden sich ihre Äußerungsformen? Habt ihr ein gewisses Verständnis von diesen Kategorien? (In diesen fünf Kategorien betrachten Antichristen die Dinge in erster Linie nicht auf Grundlage der Wahrheit in Gottes Worten. Sie versuchen immer, anhand des äußeren Erscheinungsbilds bestimmter Dinge oder ihrer eigenen Situation Gottes Absichten auf Grundlage ihrer eigenen Auffassungen und Einbildungen zu erraten und zu sehen, ob sie irgendwelche Zukunftsaussichten und irgendein Schicksal haben. Zum Beispiel in Bezug auf ihre Pflicht: Wenn sie dabei im Rampenlicht stehen und ihre Sehnsüchte, ihre Eitelkeit und ihren Stolz befriedigen können, dann werden sie sich für nützliche Menschen in Gottes Haus halten, als ob sie Zukunftsaussichten und ein Schicksal hätten. Sobald sie zurechtgestutzt werden, haben sie das Gefühl, dass Gott ihnen nicht wohlgesonnen ist, dass Gott mit ihnen unzufrieden ist, und sie werden entmutigt und enttäuscht vom Glauben an Gott sein, und in ihnen werden Negativität und Widerstand entstehen.) Diese Zusammenfassung bringt etwas Licht ins Dunkel und berührt ein wenig die Wahrheit in dieser Angelegenheit. Nach der allgemeinen Bedeutung dessen zu urteilen, was ihr gesagt habt, habt ihr wahrscheinlich ein grundlegendes Verständnis dieser fünf Kategorien. Als Nächstes werden wir über jede von ihnen einzeln Gemeinschaft halten.
1. Wie Antichristen mit Gottes Worten umgehen
Die erste Kategorie ist der Umgang der Antichristen mit Gottes Worten. Auch Antichristen sind Menschen, die an Gott glauben und Ihm folgen; auch sie halten Gottes Worte in ihren Händen, hören sich Predigten an, nehmen an Versammlungen teil und führen ein normales geistliches Leben. Für Antichristen ist das Lesen von Gottes Worten ebenfalls ein Teil ihres Lebens und etwas, das sie häufig tun. Obwohl sie beide Gottes Worte lesen, unterscheiden sich Antichristen von Menschen, die nach der Wahrheit streben; sie haben eine völlig andere Haltung gegenüber Gottes Worten. Wie also gehen Antichristen mit Gottes Worten um? Zuerst untersuchen und analysieren sie Gottes Worte und studieren sie aus einer seltsamen Perspektive und unter einem seltsamen Blickwinkel. Warum nenne Ich das „Studieren“? Aufgrund der objektiven Situation müssen Antichristen eingestehen, dass es sich bei diesen Worten um Gottes Worte handelt, und auch in ihren Herzen spüren sie, dass Gottes Worte so erhaben sind, dass gewöhnliche Menschen sie nicht kundtun könnten, und dass man diese Worte nirgendwo sonst finden könnte. Auf dieser Grundlage bleibt ihnen nichts anderes übrig, als anzuerkennen, dass es sich bei diesen Worten um Gottes Worte handelt – aber akzeptieren sie Gottes Worte als die Wahrheit? Das tun sie nicht. Also, warum lesen Antichristen trotzdem Gottes Worte? Weil es in Gottes Worten Dinge gibt, die sie brauchen, Dinge, die sie wissen wollen, und Dinge, die sie in ihrer geistlichen Welt nähren. Was sind das für Dinge? Sie stehen natürlich in engem Zusammenhang mit den Zukunftsaussichten und dem Schicksal der Antichristen. Wenn Antichristen Gottes Worte studieren, suchen sie ständig nach Worten über Bestimmungsorte und Ergebnisse und darüber, wo die Menschen künftig enden werden, und dergleichen. Deshalb wird das Lesen von Gottes Worten durch Antichristen als „Studieren“ bezeichnet – sie untersuchen, analysieren und beurteilen Gottes Worte, während sie sie lesen. Sie untersuchen Seine Worte, während sie lesen: „Gottes Tonfall nach zu urteilen, scheint Er diese Art von Menschen nicht zu mögen. Warum habe ich das Gefühl, dass ich zu diesen Menschen gehöre? Ich sollte herausfinden, welchen Bestimmungsort Gott diesen Menschen gibt.“ Wenn sie sehen, dass Gott davon spricht, solche Menschen in den bodenlosen Abgrund zu stoßen, denken sie bei sich: „Das ist nicht gut. In den bodenlosen Abgrund gestoßen zu werden, bedeutet doch, dass es um einen geschehen ist, oder? Menschen dieser Art haben keine Zukunftsaussichten, und sie haben keinen guten Bestimmungsort – was sollte ich also tun?“ Sie empfinden einen dumpfen Schmerz, Unruhe und Unbehagen in ihren Herzen. „Behandelt Gott solche Menschen wirklich auf diese Weise? Nein, ich darf nicht aufgeben.“ Und damit durchsuchen sie weiter Gottes Worte. Wenn sie dann sehen, dass Gottes Worte besagen: „Meine Söhne, Ich werde dies und jenes für euch tun, und euch wird dies und jenes geschehen“, fühlen sie sich nicht mehr schlecht. „Gottes Worte erwärmen mein Herz, sie sind wundervoll. Ich bin einer der ‚Söhne‘, von denen Gott spricht.“ Dann sehen sie Dinge wie „erstgeborene Söhne“ und „als Könige herrschen“ in Gottes Worten und denken sich: „Großartig! An Gott zu glauben bringt einem Vorteile und eine verheißungsvolle Zukunft. Ich habe den richtigen Weg gewählt. Ich habe auf das Richtige gesetzt. Ich muss gewissenhaft in meinem Glauben sein und mich an Gottes Rockzipfel hängen. Ich darf nicht aufgeben, nicht einmal im letzten Moment!“ Sie lesen weiter und sehen dann, dass in Gottes Worten steht: „Wer bis ganz zum Schluss folgt, wird mit Sicherheit gerettet.“ Wenn Antichristen das lesen, ist das für sie wie eine Rettungsleine, die sie ergreifen. „Ich werde gemäß diesen Worten praktizieren. Egal wo und wann, und egal, was geschieht: Selbst wenn das Meer austrocknet und Felsen zu Staub zerfallen, selbst wenn sich die blauen Meere in grüne Felder verwandeln – diese Worte werden sich nicht ändern. Selbst wenn Himmel und Erde vergehen, diese Worte bleiben bestehen. Werde ich nicht ein gutes Ergebnis haben, einen guten Bestimmungsort, solange ich mich an diese Worte halte? Werden meine Zukunftsaussichten und mein Schicksal dann nicht gesichert sein? Großartig! Ich muss jemand sein, der bis zum Schluss folgt!“ Indem sie wieder und wieder suchen und solche Untersuchungen und Analysen anstellen, finden sie schließlich in Gottes Worten einen Rettungsanker und entdecken das größte „Geheimnis“. Sie sind überglücklich: „Endlich muss ich mir keine Sorgen mehr machen, ausgemustert zu werden, ich muss mir keine Sorgen mehr machen, in den Feuer- und Schwefelsee geworfen zu werden, ich muss mir keine Sorgen mehr machen, in die Hölle zu kommen. Ich habe endlich meinen Bestimmungsort gefunden, und ich habe endlich einen Weg in den Himmel gefunden, in den wunderschönen Bestimmungsort der Menschheit – wie wundervoll!“ Aber das hält nicht lange an, denn wenn sie das Kapitel „Über das Ziel“ in Gottes Worten lesen, denken sie sich: „Was sagen diese Worte über Bestimmungsorte aus? Gott scheint sich nicht besonders konkret über die Bestimmungsorte der verschiedenen Arten von Menschen zu äußern. Was genau meint Gott damit? Was soll ich tun? Ich sollte mir keine Sorgen machen; ich muss weiterlesen.“ Wenn sie dann sehen, dass Gott sagt: „Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor“, denken sie weiter darüber nach. „Wenn ich einen guten Bestimmungsort haben will, muss ich ausreichend gute Taten vorbereiten. Jetzt, wo Gott die Bedingungen dargelegt hat, ist es einfacher. Ich muss keine Zeit mehr mit nutzlosen Bemühungen verschwenden oder mich umsonst anstrengen – jetzt weiß ich, wofür ich meine Anstrengungen aufwenden muss.“ Durch gemeinschaftlichen Austausch erfahren Antichristen, was gute Taten sind, sie finden einen „Weg“ und haben eine Lösung. „Wie sich herausstellt, war es wirklich so einfach. Almosen zu geben und Opfer darzubringen sind gute Taten. Das Evangelium zu predigen und mehr Menschen zu gewinnen sind gute Taten. Die Brüder und Schwestern zu unterstützen, ist eine gute Tat. Dinge zu verschenken, an denen mir etwas liegt, ist eine gute Tat. Für meinen Bestimmungsort werde ich alles aufs Spiel setzen; ich werde all diese Dinge weggeben!“ Aber dann denken sie: „Nein. Wenn ich all mein Geld und meinen materiellen Besitz weggebe, wie soll ich dann künftig leben? Ich sollte erst einmal in Gottes Worten nachlesen, wann sein Werk enden wird und wann die Menschen diese Dinge in ihrem Leben auf Erden nicht mehr brauchen werden. Ich sollte nicht übereilt handeln. Aber wenn ich diese Dinge nicht darbringe, wie soll ich dann gute Taten vorbereiten? Einige Brüder und Schwestern zu beherbergen und das Evangelium zu predigen, um Menschen zu gewinnen, sind einfache Dinge. Das kann ich schaffen.“ Während sie gute Taten vorbereiten, zählen sie in ihrem Herzen ständig, wie viele gute Taten sie vorbereitet haben und wie wahrscheinlich es ist, dass sie einen guten Bestimmungsort bekommen werden. „Ich habe so viele gute Taten vorbereitet, aber warum bekomme ich von Gott keine Entschlusserklärung? Gottes Werk ist noch nicht abgeschlossen, also was soll ich tun? Nein, ich muss nachsehen, was Gottes Worte sonst noch über Zukunftsaussichten und Schicksal sagen und welche anderen konkreten Erklärungen sie enthalten.“ Dann suchen sie weiter in Gottes Worten, wieder und wieder. Wenn sie etwas finden, das ihren Zukunftsaussichten und ihrem Schicksal zugutekommt, freuen sie sich; wenn sie etwas finden, das im Konflikt mit ihren Zukunftsaussichten und ihrem Schicksal steht, quält sie das. Auf diese Weise fühlen sie sich über die Jahre, in denen sie Gottes Worte lesen, wegen dieser immer wieder negativ und schwach und immer wieder positiv, erfreut und überglücklich. Doch ganz gleich, welche Zustände oder Gefühle durch sie in ihnen entstehen – sie können ihrer Besessenheit von ihrem Bestimmungsort, ihren Zukunftsaussichten und ihrem Schicksal einfach nicht entkommen, und sie suchen weiterhin in Gottes Worten nach Festlegungen und Aussagen über die Ergebnisse der verschiedenen Arten von Menschen. Kurz gesagt: Sie stecken all ihre Mühe in Gottes Worte. Ganz gleich, wie sie Gottes Worte lesen: Sie wissen einfach nicht, dass in Gottes Worten die Wahrheit, der Weg und das Leben enthalten sind. Sie wissen nur, dass sie in Gottes Worten ihren Bestimmungsort und den Bestimmungsort der Menschheit finden können sowie einen Weg, nicht in die Hölle zu kommen und ihren Bestimmungsort nicht zu verlieren. Und was haben sie nach all den Jahren, in denen sie Gottes Worte auf diese Weise gelesen haben, gewonnen? Sie können sich über viele korrekte Glaubenslehren und geistliche Theorien äußern, sind aber absolut nicht in der Lage, Gottes Worte auf ihr Wesen, sich Gott zu widersetzen, sich gegen Ihn aufzulehnen, die Wahrheit nicht in die Praxis umzusetzen und die Wahrheit nicht im Geringsten zu lieben, zu beziehen.
Antichristen untersuchen und durchsuchen Gottes Worte oft nach Seinen Enthüllungen über Geheimnisse. Sie durchsuchen Seine Worte auch nach neuen Begriffen, neuen Dingen und neuen Aussagen, und sie gehen sogar so weit, sie nach einigen Geheimnissen zu durchsuchen, die keinem Menschen, ob geistlich oder nicht, bekannt sind, wie etwa: Was ist die Feige? Welche Bedeutung haben die 144 000 männlichen Kinder? Was ist ein Überwinder? Und ebenso suchen sie nach gewissen Aussagen und Begriffen aus der Johannesoffenbarung, die die Menschen trotz so vieler Jahre des Forschens noch nicht verstehen. Sie wenden besonders große Anstrengungen für diese Dinge auf und suchen und untersuchen ständig, ob es in diesen Worten Aussagen oder deutliche Erklärungen über den Bestimmungsort der Menschen gibt. Aber ganz gleich, wie sehr sie suchen – ihre Mühen bleiben stets vergeblich. Daher fühlen Antichristen, während sie Gottes Worte lesen, Gott folgen und in der Kirche mit dem Strom schwimmen, in den Tiefen ihres Herzens immer Unruhe. Oft fragen sie sich: „Kann ich Segnungen empfangen? Wie genau sehen meine Zukunftsaussichten und mein Schicksal denn aus? Wird es für mich einen Platz in Gottes Königreich geben? Wenn mein Bestimmungsort kommt – werde ich dann in einen blauen Himmel blicken oder werde ich mich in einer Welt befinden, die so dunkel ist, dass ich nicht einmal meine Hand vor Augen sehen kann? Was genau ist mein Bestimmungsort?“ Während sie sich in ihrem Herzen immer wieder solche Fragen stellen, stellen sie im Stillen auch Gott tief in ihrem Herzen Fragen: „Bin ich qualifiziert, ins Himmelreich einzutreten? Kann ich vermeiden, in die Hölle zu kommen? Kann ich durch ein solches Streben in das Himmelreich eintreten? Kann ich zukünftige Segnungen empfangen? Werde ich in die kommende Welt eintreten? Wie ist Gottes Haltung dazu? Warum gibt Gott mir in dieser Angelegenheit keine genaue und konkrete Aussage, damit ich innere Ruhe habe? Was genau ist mein Ergebnis?“ Das ist es doch, was Antichristen tief in ihrem Herzen denken, während sie Gottes Worte studieren und mit dem Strom schwimmen und keine andere Wahl haben, als weiterzugehen, oder? Das ist die Haltung, die sie in Bezug auf ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal in den Tiefen ihres Herzens hegen: Ihre Gedanken sind ständig von diesen Dingen eingenommen, sie klammern sich verzweifelt daran und weigern sich, sie loszulassen.
Wenn Antichristen Gottes Wort studieren, gibt es etwas, das sie mehr interessiert als ihren Bestimmungsort herauszufinden und Geheimnisse zu untersuchen, nämlich die Frage, wann der menschgewordene Gott die Erde verlassen wird, wann Er Sein Amt beenden wird, wann Sein großes Unterfangen vollendet sein wird, wann Sein Werk enden wird und wann diejenigen, die Ihm folgen, große Segnungen genießen und Seine wirkliche Gestalt sehen werden. Ob sie es sehen werden, wenn Gott die Erde verlässt, ist auch ihre größte Sorge. Zusätzlich zu dem Tag, an dem Gottes Führungsplan erfolgreich abgeschlossen sein wird, beschäftigt sie noch mehr, wann Christus die Erde verlassen wird, wie es sein wird, wenn Christus die Erde verlässt, wie alt sie jetzt sind, ob sie in zehn oder zwanzig Jahren noch am Leben sein werden, um es zu sehen, wenn Christus die Erde verlässt, was geschieht, wenn sie es sehen, und was geschieht, wenn sie es nicht sehen können – solche Berechnungen stellen sie in ihren Köpfen an. Manche denken sich: „Ich bin schon 60 Jahre alt. Wenn ich in zehn Jahren noch am Leben bin, sollte ich sehen können, wie Christus die Erde verlässt, aber wenn ich schon tot bin, wenn Gottes Werk in zehn Jahren endet, was bringt mir dann mein Glaube an Gott? Obwohl Gott bestimmt hat, dass ich in diesem Zeitalter geboren werde – wenn ich, ein Anhänger Gottes, die Gelegenheit verpasse, ein so großartiges und gewaltiges Ereignis mitzuerleben, dann kann ich nicht als gesegneter Mensch gelten, und ich werde keine großen Segnungen empfangen haben!“ Solche Gedanken lassen in ihnen Unzufriedenheit und Missmut entstehen. In welchem Maße sind sie unzufrieden? „Ich bin schon so alt – warum hat Gott die Erde noch nicht verlassen? Warum ist Gottes Werk noch nicht beendet? Wann werden wir die Verbreitung des Evangeliums abschließen? Möge Gottes Werk bald enden, möge Gott sein großes Werk bald vollenden, mögen die Katastrophen schnell hereinbrechen, möge Gott sich beeilen, Satan zu vernichten und die bösen Menschen zu bestrafen!“ Was machen sie hier? Stellen sie hier nicht auf Grundlage ihres eigenen Willens Forderungen an Gott, in der Hoffnung, dass Er gemäß ihrem Willen handelt? Sind ihre eigenen Interessen nicht Teil dieses Willens? Aufgrund ihrer eigenen Interessen hoffen sie begierig, dass Gott Sein großes Unterfangen vollendet, dass die Katastrophen schnell hereinbrechen, dass Gott sich beeilt, die bösen Menschen zu bestrafen und die guten zu belohnen, und dass Gott Seine Herrlichkeit erhält. Welche Absichten hegen sie in ihrem Herzen? Nehmen sie Rücksicht auf Gottes Absichten? (Nein.) Was tun sie dann? (Sie hoffen darauf, Segnungen zu empfangen.) Sie wollen, dass das Werk von Gottes Führungsplan ihren Bestimmungsort in den Mittelpunkt stellt – um ihrer eigenen Interessen und ihres eigenen Bestimmungsortes willen. Ist das nicht verachtenswert und schamlos? Welches Wesen zeigen Antichristen, und zwar in allen Belangen? Sie stellen ihre eigenen Interessen an erste Stelle und ordnen alles andere ihren Interessen unter. Das heißt, dass sie nichts tolerieren, das mit ihren Interessen in Konflikt steht – nicht einmal Gottes Führungsplan. Wann Gottes Werk endet, wann Sein großes Unterfangen vollendet ist, wann Er Herrlichkeit erhalten wird und wann Er die Menschheit vernichten wird – bei all dem müssen ihre Interessen und ihr Bestimmungsort im Mittelpunkt stehen, all das muss sich auf ihren Bestimmungsort beziehen. Andernfalls werden sie Gott leugnen, ihren Glauben an Ihn aufgeben und Ihn sogar verfluchen.
Eine der primären Äußerungsformen davon, wie Antichristen mit Gottes Wort umgehen, ist das Studieren. Das ist die Haltung, mit der ein wahrer Ungläubiger Gottes Wort behandelt. Was studieren sie? Sie studieren nicht die Wahrheit oder was Gott von der Menschheit verlangt, sie studieren nicht Seine Worte, die die Menschheit entlarven, oder Seine Worte, die die Menschheit richten, und sie studieren gewiss nicht Seine Absichten – sie studieren ihre eigenen Zukunftsaussichten und ihr eigenes Schicksal. Ganz gleich, welchen Teil von Gottes Wort sie lesen: Wenn er Worte enthält, die mit ihren Zukunftsaussichten und ihrem Schicksal zu tun haben – also mit dem, was sie am meisten beschäftigt –, dann studieren sie solche Stellen sorgfältig und markieren sie als wichtig. Wenn sie zum Beispiel Gottes Worte sehen, die Menschen wie sie entlarven und im Detail analysieren, oder wenn es Charakterisierungen von oder Aussagen über Menschen wie sie gibt, dann studieren sie solche Worte sehr sorgfältig und lesen sie sich immer wieder durch. Wonach suchen sie? Suchen sie nach einem Weg, wie sie Gottes Absichten verstehen und die Grundsätze für die Praxis finden können? Suchen sie nach einem Weg, wie sie sich selbst durch Gottes Wort verstehen können? Nein. Sie bemühen sich, zwischen den Zeilen zu lesen, um die Haltung, die Gott Menschen wie ihnen gegenüber hat, hinter diesen Worten klar erkennen zu können, ob Gott sie hasst und verabscheut oder ob Er sie retten wird. Sie prüfen nicht nur den Inhalt dieser Worte Gottes ganz genau, sondern auch den Tonfall und die Haltung in Seinen Worten sowie die Gedanken dahinter. Sobald sie alle Teile von Gottes Wort zusammengetragen haben, die mit dem Bestimmungsort von Menschen wie ihnen zu tun haben, und sie entdeckt haben, dass Gottes Haltung ihnen gegenüber eine Haltung der Verschmähung und nicht der Rettung ist, fällt ihr Eifer für ihren Glauben an Gott sofort um achtzig oder neunzig Prozent. Unglaube keimt sofort in ihrem Herzen auf, und ihre Haltung macht eine Kehrtwende. Was ist das Ausmaß dieser Wende? Sie wollen weder die Pflichten, die sie eigentlich tun wollten, ausführen noch wollen sie dem entsagen, dem sie eigentlich entsagen wollten. Obwohl sie ursprünglich ihren Familien das Evangelium predigen wollten, werden sie das nun nicht mehr tun – sie glauben ja jetzt nicht mehr, also steht es auch nicht mehr zur Debatte, dass ihre Familienangehörigen glauben. Kurzum, sie zerstören und verwerfen alle ihre ursprünglichen Pläne. Ist das nicht eine wesentliche Haltung, die Antichristen Gottes Wort gegenüber hegen? Ihr Ziel beim Studieren von Gottes Wort ist nicht, nach der Wahrheit zu streben und die Grundsätze dafür zu finden, wie man die Wahrheit in die Praxis umsetzt, um so Gottes Absichten zu verstehen und Ihm treu zu sein; ihr Ziel ist es, eine präzise Aussage darüber zu finden, wie Gott das Ergebnis und den Bestimmungsort für Menschen wie sie festlegt. Wenn sie einen Hoffnungsschimmer finden, klammern sie sich mit aller Kraft daran; für diesen Hoffnungsschimmer werden sie in der Lage sein, allem zu entsagen, und ihre Haltung wird sich drastisch ändern. Doch wenn jegliche Hoffnung auf das Erlangen von Segnungen zerplatzt, ändert sich ihre Haltung erneut radikal – bis zu dem Punkt, an dem sie ihren Glauben verlieren und auf Verrat zurückgreifen und sogar Gott in ihrem Herzen verfluchen. Das sind die Äußerungsformen von Antichristen.
Natürlich benutzen Antichristen während ihres Studiums von Gottes Worten diese auch, um einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen. Was für einen Vorteil? Während sie Gottes Worte studieren, fassen sie zusammen, nach welchen Regeln Gott spricht, welchen Tonfall Er anschlägt, wenn Er Menschen zurechtstutzt, wie Seine Ausdrucksweise ist, wenn Er die Menschheit entlarvt, wie Er Menschen tröstet und ermahnt, welche Methoden Er verwendet und welche Weisheit Er besitzt. Antichristen spezialisieren sich darauf, zu lernen und nachzuahmen, wie Gott spricht und arbeitet; gleichzeitig verwenden sie auch Worte, die Gott oft benutzt, um mit anderen zu sprechen und Gemeinschaft zu halten. Während sie Gottes Worte studieren, rüsten sie sich auch fortlaufend mit den Worten der verschiedenen Wahrheiten aus, machen sie sich zu eigen und benutzen diese Worte Gottes, um Arbeit zu verrichten und Kapital anzusammeln. Worauf bezieht sich dieses Kapital? Zum Beispiel glauben sie, dass[a] bei einer Versammlung derjenige, der mehr korrekte Worte und Glaubenslehren äußern kann, der mehr von Gottes Worten auswendig kennt, mehr von Gottes Worten zitiert und mehr von Gottes Worten erklärt, möglicherweise die Art von Mensch ist, die in der Kirche am ehesten Rettung erlangen kann. Ganz gleich, was Antichristen tun, es hat immer mit ihren Zukunftsaussichten und ihrem Schicksal zu tun. Sie werden Gottes Worte niemals einfach als Wahrheit in die Praxis umsetzen, noch werden sie je leiden oder einen Preis zahlen, um Gottes Worte zu praktizieren. Vielmehr benutzen sie Gottes Worte, um Menschen in die Irre zu führen, um ihren eigenen Ruf zu verbessern und um ausreichende Bedingungen für ihre Rettung vorzubereiten. Dementsprechend besteht das Wesen der Art und Weise, wie Antichristen mit Gottes Wort umgehen, darin, dass sie Gottes Wort zu keiner Zeit als Wahrheit ansehen oder als einen Weg, dem Menschen folgen sollten. Obwohl Antichristen Gottes Worte hochhalten und sie jeden Tag lesen, und obwohl sie sich die Lesungen von Gottes Worten anhören, steht eines fest: Sie praktizieren Gottes Worte nicht. Wenn es an der Zeit ist, Seine Worte zu praktizieren, verschwindet ihre Aufrichtigkeit – sie schmieden nur Pläne für ihre eigenen Zukunftsaussichten und ihr Schicksal. Nach außen hin präsentieren sie eine Fassade der Liebe zu Gottes Worten und ein Verlangen nach ihnen. Tatsächlich aber besteht ihr Ziel darin, durch das tägliche Lesen und Zusammenstellen von Gottes Worten die Bedingungen für ihre Rettung zu erfüllen; sie tun das in der Hoffnung, es für einen guten Eindruck bei Gott einzutauschen. Sie glauben nicht, dass Gott die Herzen der Menschen genau prüft – sie wissen nur, dass Menschen nur aufs Äußere schauen, also muss Gott auch nur aufs Äußere schauen, und deshalb tarnen sie sich in diesen Belangen, betrügen und greifen zu Tricksereien. Sie denken: „Ich muss das nur nach außen hin tun. Was ich im Herzen denke, spielt keine Rolle – die Menschen können es nicht sehen, und Gott auch nicht. Tatsächlich ist es doch so: Ganz gleich, wie ich Gottes Worte lese, tue ich es nicht, um irgendeine Art von wahrem geschaffenem Wesen zu werden. Wenn es dabei nicht um meine Zukunftsaussichten und mein Schicksal ginge, würde ich weder diese Mühsal auf mich nehmen noch diese Missstände erdulden!“ In ihren Köpfen glauben sie, dass Gottes Worte, wie gut sie auch klingen mögen, unmöglich Wirklichkeit werden können und dass Menschen sie unmöglich ausleben können. Und auch wenn eine Handvoll Menschen Gottes Worte ein wenig ausleben, glauben sie, dass diese Menschen das auch aus einem bestimmten Selbstzweck heraus tun. Wie die Nichtgläubigen sagen: „Es gibt nichts umsonst.“ Sie denken sich: „Wir nehmen solche Mühsal auf uns für unseren Glauben an Gott, jeden Tag hören wir uns Seine Worte an und lesen sie, und wir leben gemäß Seinen Worten – wofür das alles? Tun wir das nicht nur für dieses eine Ziel? Jeder weiß in seinem Herzen ganz genau, dass wir das alles nur für unsere Zukunftsaussichten und unser Schicksal tun; warum sonst sollten wir die wunderbaren Zeiten, nach der Welt zu streben, aufgeben, nur um hier zu leiden?“ Welche Tatsache leugnen sie in dieser Angelegenheit? Dass Gottes Wort die Wahrheit ist und dass die Wahrheit Menschen retten, sie verändern und ihnen dabei helfen kann, sich von ihren verdorbenen Dispositionen zu befreien. Ist das nicht das Resultat, das Gottes Wort bewirken kann? (Doch, das ist es.) Erkennen Antichristen diese Tatsache an? Sie leugnen sie und sagen: „Alle behaupten, Gottes Wort könne Menschen retten – aber wen hat es denn gerettet? Wer hat das schon einmal gesehen? Warum glaube ich das nicht?“ Warum wird gesagt, dass Gottes Wort Menschen retten, sie verändern und ihnen dabei helfen kann, sich von Satans verdorbener Disposition zu befreien? Weil Gottes Wort die Wahrheit ist und das Leben der Menschen sein kann. Wenn Menschen Gottes Wort als ihr Leben haben, können sie gerettet werden; sie werden zu jenen, die gerettet werden. Diese Tatsache wird von den Antichristen nicht anerkannt. Sie glauben, dass die Menschen es nur deshalb dorthin geschafft haben, wo sie heute sind, um Segnungen und einen guten Bestimmungsort zu erlangen, und dass das der einzige Grund ist, warum Menschen ihre Pflicht im Haus Gottes ausführen. Sie leugnen die Früchte von Gottes Wort, sie leugnen die Resultate, die die Wahrheit in den Menschen erzielt, und sie leugnen, dass die Wahrheit Menschen erobern, Menschen verändern und Menschen retten kann. Sie glauben, dass Menschen Gott nur um ihres Strebens für ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal willen folgen und weil sie sich um diese sorgen. Sie glauben nicht, dass Gottes Wort Menschen verändern und sie dazu bringen kann, Gott treu zu sein, sich Gott bedingungslos zu unterwerfen oder ihre Pflicht als geschaffene Wesen im Haus Gottes auszuführen – sie glauben nichts davon. Deshalb streben Antichristen, die ihre eigenen Interessen an erste Stelle setzen, nicht selbst nach der Wahrheit; sie behandeln Gottes Worte als eine Art Rhetorik, eine Art Aussage, und glauben dabei nicht, dass diese Worte Gottes die Menschen retten können. Sie glauben, dass alle, die Gott gegenüber aufrichtig und treu sind, nur Heuchler sind, denen es um ihre eigenen Interessen geht. Ganz gleich, wie viele Worte Gottes oder wie viele Predigten Gottes sie sich anhören: Was letztlich in ihrem Herzen verbleibt, sind nur diese beiden Worte: Zukunftsaussichten und Schicksal. Das heißt, Gottes Worte, Gottes Werk und Gottes Führungsplan können Menschen gute Zukunftsaussichten und ein gutes Schicksal bringen und ihnen einen guten Bestimmungsort verschaffen. Für Antichristen ist das das Echteste, die höchste Wahrheit. Wäre das nicht so, dann würden sie erstens nicht an Gott glauben; zweitens würden sie nicht solche Missstände ertragen, nur um im Haus Gottes zu bleiben; drittens würden sie keinerlei Pflichten im Haus Gottes ausführen; viertens würden sie keine Mühsal im Haus Gottes ertragen; und fünftens wären sie längst in ihr weltliches Leben zurückgekehrt, um sich Reichtum und Prunk hinzugeben, nach der Welt zu streben, nach Ruhm und Gewinn zu streben, nach Geld zu streben und nach niederträchtigen Trends zu streben. Der einzige Grund, warum sie sich derzeit vorübergehend im Haus Gottes aufhalten, ist, dass ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal involviert sind. Sie haben eine entschlossene Haltung in Bezug darauf, ihre Zukunftsaussichten und ihr Schicksal zu sichern, während sie gleichzeitig eine Geisteshaltung von „Ich versuche es einfach mal“ hegen, in der Hoffnung, dass sie, wenn Gottes Werk endet, in den Reihen der Menschen stehen werden, die in das Himmelreich eintreten und große Segnungen empfangen. Was ist das für eine Mentalität? Sie wollen sich von Gott einen Nutzen verschaffen, um ihre Ziele zu erreichen, aber sie wollen sich Ihm nicht unterwerfen; zudem glauben sie nicht einmal all die Worte, die Gott gesprochen hat, und sie glauben auch nicht, dass Gott über alle Dinge herrscht. Ist das nicht ein wenig niederträchtig? Was ihre Haltung zum Studieren von Gottes Wort betrifft, so sind sie Ungläubige. Dass Antichristen mit einer solchen Haltung Gottes Worte untersuchen, lesen und mit ihnen umgehen können, zeigt, dass sie regelrechte Musterbeispiele von Ungläubigen sind – durch und durch echte Ungläubige. Warum also können sie trotzdem noch etwas oberflächliche Arbeit im Haus Gottes tun und Gott weiter folgen, ohne zurückzufallen? Ganz gleich, wie sie zurechtgestutzt werden – warum können sie bleiben und sogar am Kirchenleben teilnehmen und weiterhin Gottes Worte hören und lesen? Warum ist das so? (Sie wollen Segnungen empfangen.) Es ist, weil sie Segnungen empfangen wollen. Wie die Nichtgläubigen sagen: „Wer auch immer mich ernährt, ist meine Mutter, und wer auch immer mir Geld gibt, ist mein Vater.“ Was ist das für eine Logik? Ist diese Logik nicht erfüllt von Satans Philosophie für weltliche Belange? Ihr Glaube an Gott ist vom Einfluss dieser satanischen Philosophie geprägt: „Es ist mir egal, was für außergewöhnliche Arbeit du geleistet hast – ganz gleich, was deine Disposition oder dein Wesen sein mag, solange du mir Segnungen, einen guten Bestimmungsort und eine gute Zukunft verschaffen kannst und mir große Segnungen zuteilwerden lässt, werde ich dir folgen und dich vorerst als Gott betrachten.“ Findet sich hier irgendein Element von wahrem Glauben? (Nein.) Deshalb ist es, was ihren Umgang mit Gottes Worten betrifft, absolut zutreffend, solche Menschen als Antichristen und Ungläubige zu charakterisieren!
Fußnoten:
a. Die Worte „sie glauben, dass“ sind im ursprünglichen Text nicht enthalten.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?