9. Sie führen ihre Pflicht nur deshalb aus, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zufriedenzustellen; nie berücksichtigen sie die Interessen von Gottes Haus, sie verraten diese Interessen sogar und tauschen sie gegen persönlichen Ruhm ein (Teil 5) Abschnitt Eins
II. Die Interessen der Antichristen
C. Das Schmieden von Plänen zu ihrem eigenen Vorteil
Heute werden wir unseren gemeinschaftlichen Austausch über Punkt neun der verschiedenen Äußerungsformen von Antichristen und den Teil dieses Punktes, der sich auf die Interessen der Antichristen bezieht, fortsetzen. Letztes Mal habe Ich über den dritten Punkt der Interessen der Antichristen Gemeinschaft gehalten: die Vorteile. In diesem Punkt habe Ich spezifische Äußerungsformen mehrerer Aspekte aufgelistet und Mich hauptsächlich mit dem Verhalten von Antichristen, ihren Gedanken und Ansichten sowie den verschiedenen Dingen beschäftigt, die sie unter der Kontrolle dieser Gedanken und Ansichten tun. Beim letzten Mal habe Ich über zwei Aspekte Gemeinschaft gehalten: Der erste war die Veruntreuung der Güter von Gottes Haus, und der zweite war, dass sie Brüder und Schwestern ausnutzen, damit sie ihnen dienen und für sie arbeiten. Das sind zwei spezifische Äußerungsformen von Plänen, die Antichristen für ihren eigenen Vorteil schmieden. Nachdem Ich nun darüber Gemeinschaft gehalten habe, habt ihr jetzt ein Verständnis der Wesensnatur von Antichristen? Tatsächlich gibt es, was die verschiedenen Äußerungsformen von Antichristen betrifft, keinen großen Unterschied zwischen verdorbenen Menschen, sei es nun in Bezug auf ihre Disposition oder ihre Wesensnatur. Ihre Ähnlichkeiten überschatten ihre Unterschiede; der einzige Unterschied liegt darin, ob sie eine gute oder böse Menschlichkeit haben, und wirklich deutlich unterscheiden sie sich nur in ihrer Haltung gegenüber der Wahrheit. Obwohl die verdorbenen Dispositionen der Menschen alle gleich sind, sind Antichristen fähig, die Wahrheit zu hassen, sich Gott zu widersetzen, Gott zu verurteilen und Gott zu lästern – und auch dazu, Böses zu tun und die Arbeit der Kirche zu stören. Das sind die Bereiche, in denen sich Antichristen deutlich von gewöhnlichen verdorbenen Menschen unterscheiden. Jeder Mensch hat die Disposition eines Antichristen, aber wenn jemand nichts Böses getan hat, die Arbeit der Kirche nicht gestört hat und sich nicht direkt Gott entgegengestellt hat, dann kann er nicht als Antichrist eingestuft werden. Obwohl verdorbene Menschen dieselben oder ähnliche Gedanken, Ansichten und verdorbene Dispositionen haben, ist das ein deutlicher Unterschied zwischen ihnen und Antichristen, wenn die Menschlichkeitsessenz von jemandem nicht die eines bösen Menschen ist. Die meisten Menschen können diesen Unterschied nicht erkennen und werfen Menschen mit der Disposition eines Antichristen und solche, die den Weg eines Antichristen gehen, in einen Topf und identifizieren sie als Antichristen – doch dabei passiert es leicht, dass man gute Menschen schädigt! Wenn ihr das Wesen von Antichristen nicht klar versteht, behindert das auch erheblich euer Verständnis von euch selbst. Wenn du erkennst, dass deine verdorbene Disposition dieselbe ist wie die eines Antichristen, wirst du denken, dass du ein Antichrist bist, und wenn du siehst, dass der Weg, dem du folgst, derselbe ist, wie der eines Antichristen, wirst du dich auch für einen Antichristen halten. Du wirst dich weiterhin als Antichrist einstufen, wenn du feststellst, dass deine Handlungsweise sowie deine Gedanken und Ansichten denen eines Antichristen gleichen. Wenn du dich in diesen drei Aspekten als Antichrist betrachtest, wirst du zu dem Schluss kommen, dass du ein Antichrist bist. Welche Folgen hat das? Du wirst mit Sicherheit bis zu einem gewissen Grad negativ werden und dich aufgeben. Ein solches Verständnis deiner selbst ist ein Stück weit verzerrt. Ist es dann also nicht notwendig, deine antichristliche Disposition zu verstehen? Doch, natürlich ist es notwendig. Der Zweck des gemeinschaftlichen Austauschs und der detaillierten Analyse der Disposition von Antichristen besteht darin, dass ihr euch selbst damit vergleichen könnt und den Punkt erreicht, an dem ihr euch wahrhaftig versteht. Wenn du nur verstanden hast, dass du eine durchschnittliche verdorbene Disposition hast, aber nicht erkennst, dass du die Disposition eines Antichristen besitzt, dann ist dein Verständnis deiner selbst sehr oberflächlich und einseitig – es ist nicht so, wie es sein sollte. Vielleicht seid ihr euch dessen im Augenblick nicht bewusst. Die meisten Menschen denken: „Ich folge nicht dem Weg eines Antichristen, ich bin kein Antichrist, und ich besitze nicht das Wesen eines Antichristen, also brauche ich nicht an den Punkt zu gelangen, an dem ich verstehe, dass ich die Disposition eines Antichristen habe, dass ich fähig bin, dem Weg eines Antichristen zu folgen, und dass ich ein Antichrist werden könnte. Wenn das mein Verständnis meiner selbst wäre, würde ich mich dann nicht selbst herabsetzen?“ Daher seid ihr an diesen Themen über die Entlarvung von Antichristen nicht besonders interessiert. Unabhängig davon, ob du daran interessiert bist oder nicht, wenn du jemand bist, der nach der Wahrheit strebt, wird irgendwann der Tag kommen, an dem du diese Aspekte der Wahrheit und diese Sprüche allmählich zu verstehen beginnst. Ich habe einige Menschen reden gehört, die über ihr erfahrungsbasiertes Verständnis Gemeinschaft halten, dabei aber überhaupt nicht erwähnen, dass sie die Disposition eines Antichristen haben oder dass sie dem Weg eines Antichristen folgen. Es ist offensichtlich, dass ihre Gedanken, ihre Ansichten und ihre Disposition ganz genau wie die eines Antichristen sind – sie sind identisch, aber sie verstehen das nicht. Das beweist hinreichend, dass das Verständnis vieler Menschen von sich selbst sehr oberflächlich ist, da sie lediglich begreifen können, dass sie eine verdorbene Disposition haben, sich Gott widersetzen und sich gegen Ihn auflehnen, dass ihre Menschlichkeit nicht besonders gut ist und dass sie die Wahrheit nicht besonders lieben. Tatsächlich aber ist das, was sie manifestieren und offenbaren, die Disposition eines Antichristen, und der Weg, dem sie folgen, ist der eines Antichristen – doch sie verstehen das nicht. Warum verstehen sie es nicht? Weil sie die verschiedenen Äußerungsformen, die mit der Disposition eines Antichristen in Verbindung stehen, nicht verstehen, und es gibt sogar viele Menschen, die Angst davor haben, zu sagen, dass sie die Disposition eines Antichristen haben oder dem Weg eines Antichristen folgen. Selbst wenn sie das verstehen, wagen sie nicht, es auszusprechen; wenn sie es laut sagen würden, wäre es, als würden sie verflucht oder verdammt werden. Aber ist deine Situation nicht eigentlich dieselbe, ob du es nun aussprichst oder nicht? Kann das etwas an der Tatsache ändern, dass du die Disposition eines Antichristen besitzt? Nein, das kann es nicht. Die Tatsache, dass du das nicht verstehst, beweist, dass dein Verständnis der Wahrheit zu oberflächlich ist und dass du kein wahres Verständnis deiner selbst hast.
3. Ihre Position ausnutzen, um sich auf betrügerische Weise Essen, Trinken und andere begehrenswerte Dinge zu verschaffen
Als Nächstes werden wir über die dritte Äußerungsform Gemeinschaft halten, nämlich wie Antichristen Pläne für ihren eigenen Vorteil schmieden – indem sie ihre Position ausnutzen, um sich auf betrügerische Weise Essen, Trinken und andere begehrenswerte Dinge zu verschaffen. Natürlich kann „ihre Position ausnutzen“ auch als „betrügerisches Erlangen von Essen, Trinken und anderen begehrenswerten Dingen unter dem Deckmantel ihres Glaubens an Gott“ bezeichnet werden. Habt ihr schon einmal versucht, über diesen Punkt nachzudenken und euch Gedanken darüber gemacht? (Nein, haben wir nicht.) Habt ihr jemals einen solchen Menschen gesehen? Habt ihr eine Meinung zu dieser Art von Mensch? Empfindet ihr Abscheu oder Ekel gegenüber solchen Menschen? Verachtet ihr solche Menschen? (Ja.) Was für eine Art Mensch ist das? Wie ist die Menschlichkeit von so jemandem? Warum tut er diese Dinge? Welche Sichtweise hat er auf den Glauben an Gott? Ist so ein Mensch jemand, den Gott rettet? Was ist im Endeffekt das Ziel solcher Menschen in ihrem Glauben an Gott? Sie haben ihren Familien und Karrieren entsagt und sich bereit gezeigt, Mühsal zu erdulden und einen Preis zu zahlen, doch was ist letztlich ihr Ziel, wenn sie ihre Position ausnutzen, um sich auf betrügerische Weise Essen und Trinken zu verschaffen? Wissen sie, dass Gott es verabscheut und es Ihn verärgert, wenn sie das tun? Habt ihr jemals über diese Fragen nachgedacht? Ehrlich gesagt, die meisten von euch haben das nicht. Und warum nicht? Manche Leute sagen: „Solche Menschen gibt es in der Gesellschaft zuhauf, also ist es doch keine große Sache, wenn es davon auch ein paar in Gottes Haus gibt. Außerdem sind wir selbst ja auch nicht unbedingt komplett unbefleckt.“ Du hältst dich für jemanden, der nach der Wahrheit strebt, und doch versuchst du nie, zwischen deinen eigenen Taten, Gedanken und Ideen sowie den Taten und dem Verhalten anderer eine Verbindung mit der Wahrheit herzustellen und sie aus der Perspektive der Wahrheit zu betrachten und einzustufen. Bist du also immer noch jemand, der nach der Wahrheit strebt? Haben die Wahrheiten, die du im Glauben an Gott verstanden hast, für dich noch Wert und Bedeutung? Nein, haben sie nicht. Alle, die so tun, als seien sie geistlich, ohne aber geistliches Verständnis zu besitzen, haben nur eine falsche Geistlichkeit, und ihnen ist nichts anderes wichtig, als sich den ganzen langen Tag starr an Vorschriften zu halten oder Worte und Glaubenslehren von sich zu geben, was dem ähnelt, was die alten Gelehrten taten, die sich „ganz dem Studium der Schriften der Weisen widmeten und alles andere ignorierten.“ Menschen, die sich als geistlich ausgeben, denken, dass das, was andere tun, nichts mit ihnen zu tun hat, dass das, was andere denken, allein deren Angelegenheit ist, und sie weigern sich, zu lernen, wie man anhand von Gottes Worten Menschen erkennt, Dinge durchschaut und Gottes Absichten versteht. Die meisten Menschen sind so; wenn sie sich eine Predigt angehört oder Gottes Worte gelesen haben, machen sie sich Notizen, verinnerlichen es in ihrem Herzen und behandeln es als Glaubenslehren oder Vorschriften, denen sie in einer symbolischen Geste Beachtung schenken, und damit ist die Sache für sie erledigt. Inwiefern jedoch die Dinge, die um sie herum geschehen, oder die verschiedenen Verhaltensweisen und Äußerungsformen, die sie an Menschen in ihrer Umgebung sehen, mit diesen Wahrheiten in Verbindung stehen, darüber machen sie sich in ihrem Herzen nie Gedanken oder versuchen, das in ihrem Herzen zu ergründen, noch beten sie oder begeben sich auf die Suche. Das ist der Zustand des geistlichen Lebens der meisten Menschen. Deshalb treten viele Menschen nur langsam und oberflächlich in die Wahrheit ein; ihr geistliches Leben ist äußerst eintönig, sie befolgen lediglich Vorschriften, und ihrer Handlungs- und Vorgehensweise fehlen jegliche Grundsätze. Man kann sagen, dass das geistliche Leben vieler Menschen gehaltlos und von ihrem realen Leben völlig abgetrennt ist, und so haben sie selbst bezüglich der offensichtlichen Verhaltensweisen und Äußerungsformen böser Menschen und Antichristen keinerlei Vorstellungen, geschweige denn irgendwelche Definitionen, und sie haben weder Meinungen dazu noch zeigen sie irgendeine Form von Urteilsvermögen. Was die Verhaltensweisen, Äußerungsformen und Sprüche der Antichristen betrifft, die zu ihrem eigenen Vorteil Pläne schmieden, habt ihr vielleicht schon einiges gesehen, doch in euren Herzen habt ihr euch nie wirklich bemüht, darüber nachzudenken, was für Menschen sie sind, ob sie in ihrem Glauben an Gott die Wahrheit erlangen können, ob sie Menschen sind, die nach der Wahrheit streben, oder über ähnliche Fragen. Stattdessen treibt ihr den ganzen Tag lang ohne wirkliches Engagement durch eure Pflichten und geht bei allem, was ihr tut, nach Schema F vor, und ihr bemüht euch nicht, die Wahrheit erlangen zu können oder die Wahrheitsrealität zu verstehen und in sie einzutreten. Antichristen nutzen ihre Position, um Pläne für ihren eigenen Vorteil zu schmieden, und benutzen den Glauben an Gott als Vorwand, um sich in Gottes Haus auf betrügerische Weise allerlei begehrenswerte Dinge zu verschaffen. Diese begehrenswerten Dinge umfassen selbstverständlich Essen und Trinken sowie bestimmte materielle Annehmlichkeiten und so weiter. Das Wesen solcher Menschen ist dasselbe wie das materialistische Wesen der Antichristen, über das wir zuvor gesprochen haben – hier zeigt sich der Charakter derselben Art von Mensch. Solche Menschen streben lediglich danach, allerlei materielle Privilegien zu genießen; sie streben nicht nach der Wahrheit, geschweige denn, dass sie gute Taten vorbereiten. Sie geben lediglich vor, nach der Wahrheit zu streben, und lassen es nach außen hin so erscheinen. Doch das, wonach sie tief in ihrem Herzen wirklich streben, sind im Grunde die fleischlichen Vergnügungen – zu essen, zu trinken und von anderen gut behandelt zu werden –, an die sie ständig denken. Es gibt eine ganze Menge solcher Menschen; in jeder Kirche gibt es wahrscheinlich ein oder zwei, vielleicht sogar mehr. Heute werde Ich nicht in theoretischem Sinne über die Äußerungsformen, das Verhalten und das Wesen solcher Menschen sprechen. Ich werde zunächst ein paar spezifische, repräsentative Fälle schildern, damit ihr alle euch diese anhören könnt, euch daraus Erkenntnisse aneignet und seht, was solche Menschen mit dem Punkt, über den wir Gemeinschaft halten, zu tun haben und ob sie sowohl ihre Position als auch den Glauben an Gott als Vorwand ausnutzen, um sich auf betrügerische Weise Essen, Trinken, Geld und materielle Dinge zu verschaffen. Versucht, diese Art von Mensch zu erkennen und denkt dann darüber nach, ob die Menschen, mit denen ihr Kontakt habt, die Äußerungsformen zeigen, über die wir sprechen. Wenn euch dazu jemand einfällt, könnt ihr auch ein paar Beispiele nennen. Sagt Mir, ist es besser, Beispiele zu geben oder einfach allgemein auf diese Weise Gemeinschaft zu halten? (Es ist besser, Beispiele zu geben.) Was ist der Vorteil von konkreten Beispielen? Erst einmal sind die meisten Menschen bereit, sich solche Geschichten und solche realen Fälle anzuhören. Es gibt eine Handlung und Charaktere, und die meisten Menschen finden sie interessant. Es ist, als würdest du von deinen persönlichen Erfahrungen erzählen: Wenn du einen Bericht darüber schreibst, wird dieser von Leuten normalerweise nur ein- oder zweimal gelesen, und damit hat es sich, aber wenn du einen Film oder ein Theaterstück daraus machst, werden sich mehr Menschen das ansehen, und nicht nur einmal. Auf diese Weise werden sich die Menschen diesen Aspekt der Wahrheit oder die damit verbundenen Menschen, Ereignisse und Dinge gründlicher und mit größerer Klarheit anschauen, was einen tieferen Eindruck bei ihnen hinterlässt. Darüber hinaus helfen konkrete Beispiele den Menschen, die einzelnen Aspekte der Wahrheit genauer mit sich selbst zu vergleichen und in Verbindung zu bringen.
Fall Eins: So zu tun, als würden sie arbeiten, um sich Essen und Trinken zu erschnorren
Lasst uns mit einigen Beispielen beginnen, die unter Gottes auserwähltem Volk häufig vorkommen. Es gibt Leiter und Mitarbeiter, die kommen an einen neuen Arbeitsort, machen dort die Bekanntschaft verschiedener Brüder und Schwestern und sehen einige gute Sachen und denken: „Diese Sachen sind wirklich gut. Warum habe ich nichts davon?“ Hegen sie da nicht unangemessene Gedanken in ihrem Inneren? Ihre Gier hat sich geregt. Sobald sich ihre Gier regt, bleiben diese verachtenswerten und schamlosen Schurken an diesem Ort und finden jede erdenkliche Ausrede, um dort zu arbeiten und nicht weiterzuziehen. Warum wollen sie dort nicht weg? (Weil sie sich dort irgendwann einen Vorteil verschaffen wollen.) Genau, sie wollen sich einen Vorteil verschaffen. Wenn sie diesen Vorteil nicht bekommen, können sie nachts nicht ruhig schlafen. Sie fürchten, dass jemand anderes den Vorteil bekommen könnte, wenn sie weiterziehen, und dass sich ihnen diese Gelegenheit kein zweites Mal bieten wird, also suchen sie nach einem Vorwand, um an diesem Ort zu predigen und zu arbeiten. Tatsächlich denken sie in ihrem Herzen ständig an diese begehrenswerten Dinge, und ihre Augen sind immer auf solche Dinge gerichtet. Schließlich etablieren sie sich an diesem Ort, und die meisten Brüder und Schwestern mögen sie, wissen, dass sie Prediger sind, und verehren sie und schauen zu ihnen auf. Nun ist für diese Leiter und Mitarbeiter die richtige Gelegenheit gekommen, um zu erwähnen, dass es da etwas gibt, was sie gerne haben würden, also denken sie sich allerlei Methoden aus, um diese Sache anzusprechen. Doch je mehr sie sagen, desto unruhiger werden sie. Sie überlegen: „Wie sollte ich am besten danach fragen? Ich darf die Brüder und Schwestern nicht wissen lassen, dass es mir gefällt und ich es haben will. Ich muss sie dazu bringen, es mir von sich aus zu geben. Ich darf sie nicht denken lassen, dass ich darum bitte, sondern sie vielmehr davon überzeugen, dass sie es mir aus eigenem Antrieb geben wollen – und natürlich auch, dass es etwas ist, das ich verdiene.“ Danach fragen sie die Brüder und Schwestern: „Wie steht es in letzter Zeit um euren Lebenseintritt?“ Die Brüder und Schwestern sagen: „Seit du hier bist, hat sich unser Gemeindeleben verbessert, und alle sind voller Energie.“ „Dass ihr voller Energie seid, bedeutet, dass sich der Zustand eures Geistes verbessert hat. Und auch eure eigenen Geschäfte laufen gut. So Gott will, wird es bei euch in Zukunft noch besser laufen.“ Während sie reden, lenken die Leiter und Mitarbeiter das Gespräch auf die Sache, die sie haben wollen. Wenn den Brüdern und Schwestern klar wird, dass die Leiter und Mitarbeiter diese Sache wollen, sagen sie, die Leiter und Mitarbeiter sollen sich etwas davon mitnehmen, wenn sie gehen. Die Leiter und Mitarbeiter sagen: „Nein, ich kann mir davon nichts nehmen. Das entspricht nicht den Grundsätzen. Das würde Gott nicht gefallen.“ „Das ist kein Problem. Du hast es dir verdient, etwas davon zu haben.“ „Selbst wenn ich es verdient habe, kann ich es nicht annehmen.“ Sobald sie das gesagt haben, sorgen sie sich, dass die Brüder und Schwestern es ihnen am Ende doch nicht geben werden. Also sagen sie einige Dinge auf Umwegen, damit die Brüder und Schwestern ihnen für ihre Gutherzigkeit danken, erwähnen aber gleichzeitig aktiv die Sache, die sie haben wollen, damit die Brüder und Schwestern daran denken, ihnen etwas davon zu geben. Schließlich wird den Brüdern und Schwestern klar, worauf die Leiter und Mitarbeiter hinauswollen, und sie sagen: „Lass uns jetzt nicht darüber reden. Wir können das besprechen, wenn du uns verlässt.“ Wenn die Leiter und Mitarbeiter das hören, sind sie in ihrem Herzen überglücklich und denken: „Hervorragend! Endlich bekomme ich, was ich will!“ Dann denken sie sich: „Wenn ich hier gleich morgen verschwinde, ist das für die Leute zu offensichtlich, dass ich diese Sache will. Ich werde erst in zwei oder drei Tagen abreisen.“ Wenn dann der dritte Tag endlich kommt, geben die Brüder und Schwestern ihnen beim Abschied ein sehr schweres Paket. Die Leiter und Mitarbeiter sehen, dass das Paket das ist, was sie wollten, tun aber so, als hätten sie das nicht bemerkt, und lehnen es nicht ab. Sie nehmen es einfach schweigend an. Was sind das für Menschen? Das sind Menschen, die ihre Arbeit als Mittel nutzen – und ihre Mühe als Währung –, um sich begehrenswerte Dinge zu erschleichen, und den Brüdern und Schwestern Dinge abnötigen. Ist das nicht eine Form von Betrug? Welchen Zweck verfolgen sie mit ihrer Arbeit? Ihnen geht es darum, sich begehrenswerte Dinge von anderen zu erschwindeln. Sobald sie einen Ort entdecken, an dem es etwas Begehrenswertes gibt, etwas, das sie haben wollen, bleiben sie dort und wollen nicht mehr weg. Sie nehmen jede gute Sache für ihr eigenes Zuhause mit. Nachdem sie einige Jahre lang als Leiter oder Mitarbeiter tätig waren, ist ihr Zuhause voll mit Dingen, die sie sich von Brüdern und Schwestern erschwindelt haben. Manche von ihnen haben sich geheime Familienrezepte oder Erbstücke von Brüdern und Schwestern erschwindelt, andere örtliche Spezialitäten. Nach außen sieht es so aus, als würden sie in ihrem Glauben an Gott von Ort zu Ort ziehen und dort arbeiten, ohne etwas dafür zu verlangen, doch in Wirklichkeit haben sie sich dadurch viel zu viele begehrenswerte Dinge von Brüdern und Schwestern erschwindelt.
Nachdem ein Leiter in einer bestimmten Kirche angekommen ist, sieht er, dass die Jujuben aus dieser Gegend im ganzen Land bekannt sind und denkt sich: „Ich liebe Jujuben. Wenn ich hier geboren wäre, könnte ich jeden Tag Jujuben essen, doch leider kann ich nicht sehr viele Tage bleiben, und die Jujuben sind noch nicht reif. Wann werde ich sie essen können? Ich hab’s – ich finde einen Grund, um so lange hierzubleiben, bis die Jujuben reif sind. Dann werde ich sie doch essen können, stimmt’s?“ Danach sagt er unter dem Vorwand, dass die meisten Brüder und Schwestern hier in einem schlechten Zustand sind und in ihrer Arbeit nichts erreichen, dass er langfristig hier stationiert bleiben und sich große Mühe geben muss, jede einzelne Arbeit in Gang zu bringen, bevor er weiterzieht. Denkt er in seinem Herzen jedoch wirklich so? (Nein.) In Wirklichkeit kalkuliert er in seinem Herzen: „Sobald die Jujuben reif sind und ich mir welche mitnehmen kann, werde ich weiterziehen.“ Dieser Gedanke erfüllt sein Herz und lässt ihn nicht weiterziehen, und er nistet sich dort ein. Während seiner Zeit dort predigt er einige Worte und Glaubenslehren und erledigt einige oberflächliche Dinge, doch in Bezug auf die Arbeit erreicht er nicht viel. Endlich werden die Jujuben reif, und sein Herz ist voller Freude: „Ich kann endlich Jujuben essen. Der Tag, von dem ich geträumt habe, ist endlich gekommen!“ Sobald die Jujuben reif sind, fängt er an zu essen. Gleichzeitig grübelt er aber in seinem Herzen: „Ich kann hier nicht einfach jeden Tag Jujuben essen. Ich kann nicht nur zum Jujubenessen hierbleiben. Was ist, wenn es den Brüdern und Schwestern auffällt? Ich muss mir eine Möglichkeit überlegen, wie ich sie dazu bringe, mir welche mitzugeben. Falls sie mir keine geben, muss ich mich anstrengen und etwas sagen, um die Sache voranzutreiben.“ Sobald die Brüder und Schwestern, die dort leben, merken, dass er gerne Jujuben isst, sagen sie, sie würden ihm welche mitgeben, wenn er abreist. Als er das hört, freut er sich, doch sein Mund sagt: „Das kann ich nicht annehmen. Das entspricht nicht den Grundsätzen. Gläubige dürfen so etwas nicht begehren. Würde ich euch so nicht ausnutzen? Ich kann das nicht annehmen, ohne euch etwas dafür zu bezahlen. Wenn ich abreise, werde ich euch dafür bezahlen.“ Aber die Worte, die er spricht, sind nur Worte. Wenn er sich so ziemlich satt gegessen hat und die Zeit des Abschieds naht, denkt er immer noch ständig in seinem Herzen: „Werden sie mir keine Jujuben geben oder nur einige schlechte? Ich will große, gute Jujuben essen.“ Zwei Tage vor seiner Abreise sagt er immer wieder: „Die meisten Jujuben sind jetzt wohl gepflückt, oder? Wann werden sie nächstes Jahr reif?“ Damit will er die Brüder und Schwestern daran erinnern, dass sie nicht vergessen sollen, ihm welche mitzugeben. Sobald sie es hören, verstehen die Brüder und Schwestern alle sofort: „So, wie es aussieht, müssen wir ihm unbedingt welche mitgeben, bevor er geht, und wir müssen ihm gute aussuchen, sonst macht er uns vielleicht das Leben schwer.“ Wenn sein Abschied schließlich gekommen ist, geben sie ihm drei große Kisten mit auf den Weg. Er kann sie nicht allein tragen und lässt sich von seinen Untergebenen helfen. Kurz vor seiner Abreise isst er noch einmal so viele wie möglich – selbst wenn ihm davon schlecht wird, das ist es ihm wert. Er fürchtet, dass er nach seiner Abreise keine mehr essen kann. Wenn er schließlich geht, tut er es nur widerwillig, und er denkt: „Dieses Mal waren es gerade genug für mich. Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wiederkommen. Ich muss nicht zu früh kommen, darf aber auch nicht zu spät kommen. Ich sollte genau dann kommen, wenn die Jujuben reif sind. Dann kann ich ein paar frische Jujuben essen, und wenn sie getrocknet sind, kann ich ein paar getrocknete essen. Außerdem kann ich mir noch mehr mitnehmen, wenn ich wieder abreise.“ Plant er das nicht alles bis ins kleinste Detail? Sein Herz denkt an nichts anderes als an diese Dinge. Er denkt ständig darüber nach, wie er sich einen Vorteil verschaffen und Pläne schmieden kann, sich begehrenswerte Dinge anzueignen, und wie er sich Dinge, die ihm nutzen, von den Brüdern und Schwestern erschwindeln kann. Wenn er etwas Begehrenswertes sieht, lässt er sich das nicht entgehen. Selbst wenn es nichts Besonderes ist, solange es ihm ins Auge fällt und es in seinem Gedächtnis haften bleibt, wird es am Ende garantiert in seinen Händen landen. Ist das nicht das Verhalten eines Antichristen? Sind die Menschlichkeit und der Charakter solcher Menschen nicht besonders verkommen? Ganz gleich, wie sehr sie nach außen hin Mühsal ertragen und einen Preis zahlen oder wie sehr sie ihrer Familie und Karriere entsagen können – kann man sagen, dass sie Menschen sind, die nach der Wahrheit streben? Definitiv nicht. Das ist die Art von Mensch, die sich unter dem Deckmantel des Glaubens an Gott auf betrügerische Weise Essen und Trinken verschafft.
Manche Menschen reisen an die verschiedensten Orte, um das Evangelium zu verbreiten und ihre Arbeit zu tun, und wenn sie nach Hause zurückkehren, bringen sie von jedem Ort verschiedene regionale Spezialitäten mit oder sogar Dinge, die sie Brüdern und Schwestern abgenötigt haben. Ob es sich dabei nun um Designerkleidung oder Elektrogeräte handelt – sobald ihnen etwas ins Auge fällt, lassen sie es sich nicht entgehen und fordern es ein. Wenn du es ihnen nicht gibst, werden sie sich alle möglichen Ausreden ausdenken, um dich zurechtzustutzen, sie werden dich dazu bringen, zu verstehen, warum sie dich zurechtstutzen, und sie werden nicht locker lassen, bis du es ihnen endlich gibst. Diese Menschen erschwindeln sich unter dem Vorwand ihrer Pflichtausführung alle möglichen begehrenswerten Dinge und sind in ihren Bemühungen, sie zu erlangen, unerbittlich. Manchmal bekommen sie von den Brüdern und Schwestern eine Kleinigkeit geschenkt, doch für diese Menschen sind diese Sachen nicht teuer genug, und sie sagen: „Nein, danke. Gott hat mich reich gesegnet. Mir mangelt es an nichts.“ Mit solchen Worten lehnen sie ab und bringen die Brüder und Schwestern mit Tricks dazu, sie gern zu haben und sie hoch zu schätzen. Doch wenn das, was die Brüder und Schwestern ihnen geben, etwas ist, wovon diese Menschen geträumt haben, etwas, das sie brauchen und an das sie ständig denken, dann wollen sie diese Dinge, wenn sie sie sehen, veruntreuen und halten sich in keiner Weise zurück. Manche Frauen ergaunern sich Kosmetika, schöne Kleidung und gute Schuhe von den Brüdern und Schwestern, und manche Männer erschwindeln sich von den Brüdern und Schwestern Haushaltsgeräte, Motorräder oder Elektrogeräte. Sie wollen alles Begehrenswerte ihr eigen machen. Ganz gleich, welche guten Sachen Brüder und Schwestern besitzen – solange es diesen Menschen ins Auge fällt, werden sie sich allerlei Methoden ausdenken, um es sich auf betrügerische Weise anzueignen. Darüber hinaus denken sie sich auch alle möglichen Vorwände aus und erfinden verschiedenste Ausreden für gemeinsame Mahlzeiten und stopfen sich dann mit Essen und Trinken voll. In welchem Ausmaß? Egal, wo sie hinkommen, schauen sie, welche Familie wohlhabend ist und welche Familie gut isst, und dann bleiben sie bei dieser Familie und nisten sich dort ein. Dann denken sie sich alle möglichen Vorwände aus, um Versammlungen für Mitarbeiter und gemeinsame Mahlzeiten zu organisieren. Und was sagen sie zu Beginn einer jeden Mahlzeit? „Unsere heutige Versammlung ist eine Versammlung des Königreichs. Diese Tafel gibt uns einen Vorgeschmack auf das Festmahl des Königreichs.“ Die Menschen, die ihre Stiefel lecken, sagen sofort: „Amen. Dank sei Gott!“ Es gibt einige sogenannte Leiter und Mitarbeiter, die sich überall, wo sie hingehen, mit Essen und Trinken vollstopfen. Jede Mahlzeit muss nahrhafte Zutaten enthalten, es muss Fisch und Fleisch geben, und die Gerichte müssen sogar jede Woche wechseln; sie dürfen sich nicht wiederholen. Nach dem Essen müssen sie edlen Tee trinken und entschuldigen das mit Worten wie: „Ohne Tee komme ich nicht aus. Ich habe jeden Tag eine hohe Arbeitsbelastung und muss bis in die Nacht hinein arbeiten. Wenn ich nicht etwas Tee trinke, um wach zu bleiben, kann ich nachts nicht arbeiten.“ Das sind die Worte, die aus ihrem Mund kommen, doch was denken sie in ihrem Herzen? „Es war nicht leicht, mir die Position, die ich heute habe, zu erarbeiten. Sollte ich nicht ein wenig Einfluss geltend machen? Außerdem habe ich schon immer davon geträumt, einige der schönen Dinge des Lebens zu genießen – sollte ich mir also nicht alle möglichen Methoden ausdenken, um diese Dinge jetzt zu genießen? Wenn ich meine Macht jetzt, wo ich sie habe, nicht nutze, werde ich, wenn sie eines Tages weg ist, keine Gelegenheit mehr dazu haben. Ich sollte so viel essen und trinken, wie ich kann. Wer weiß, vielleicht kommt einmal ein Tag, an dem ich diese Position nicht mehr habe und diese Dinge nicht mehr genießen kann. Dann werde ich keine Gelegenheit mehr dazu haben. Hätte ich dann nicht mein ganzes Leben vergeudet?“ Solche Menschen erlangen unter dem Vorwand, ihre Arbeit zu tun, auf betrügerische Weise Essen und Trinken. Sie erledigen ein bisschen Arbeit, predigen ein paar Worte und Glaubenslehren, und dann wollen sie sich begehrenswerte Dinge erschwindeln und gutes Essen genießen.
Es gab einmal jemanden, der an einem bestimmten Ort arbeitete, und die Brüder und Schwestern, die dort lebten, mussten jeden Tag ein Huhn für ihn schlachten. Es wurde für ihn zur Gewohnheit, jeden Tag ein Huhn zu essen, jeden einzelnen Tag. Wie fühlt ihr euch, wenn ihr das hört? (Angewidert.) Die Brüder und Schwestern hielten Hühner wegen der Eier, und schlachteten ein Huhn nur, wenn es alt war. Doch seit diese Person dort angekommen war, mussten sogar eierlegende Hühner geschlachtet werden, sodass es immer weniger Hühner gab und die Brüder und Schwestern schließlich nicht mehr weiterwussten. Später wurde diese Person entlassen und ging nach Hause, konnte aber diesen problematischen Makel trotzdem nicht ablegen. Er ließ seine Frau jeden Tag ein Huhn für ihn schlachten – wenn sie es nicht tat, gab es Streit. Was für eine Art Mensch ist das? Huhn zu essen war ein Teil von ihm geworden. Er aß jeden Tag Huhn, zu jeder Mahlzeit. Selbst nachdem er entlassen worden war, musste er es immer noch essen – er war davon abhängig geworden. Hat diese Person nicht ein Problem? Was meint ihr, sind Menschen dieser Art gute Menschen? (Nein.) Kurz gesagt, jeder, der sich auf die Fahne schreibt, an Gott zu glauben, und die Gelegenheiten nutzt, die sich durch seine Pflichtausführung ergeben, um Brüdern und Schwestern auf Schritt und Tritt ihr Eigentum abzunötigen und auf betrügerische Weise Essen und Trinken zu erlangen, ist kein guter Mensch. Das Wesen solcher Menschen ist das eines Antichristen. Egal, wo sie arbeiten oder welche Art von Arbeit sie tun, sie suchen sich als Erstes Gastgeberfamilien aus, die relativ wohlhabend sind und ein komfortables Leben führen, damit sie dort untergebracht werden. Was ist ihr Ziel, wenn sie sich solche Orte aussuchen? Gut zu essen und gut zu wohnen – ihr Fleisch zu befriedigen. Es gibt einige Orte, an denen sie aufgrund der widrigen Umstände nicht bleiben können, aber werden sie deswegen ihre Gier oder diese Gedanken aufgeben? Nein, das werden sie nicht. Sie werden sich einfach andere gute Orte suchen, die sie aufnehmen. So kommt es, dass diese Menschen, nachdem sie einige Jahre in fremden Gegenden gearbeitet haben, völlig verändert aussehen. Wenn sie nach Hause zurückkehren, erkennen die Brüder und Schwestern sie nicht wieder – ihre Gesichter sind voller geworden, ihre Bäuche runder, sie kleiden sich besser, sind wählerischer und machen sich wichtig. Und wie wird es mit ihrem Wachstum im Leben aussehen? Ihr Leben wird in keiner Weise gewachsen sein. Sie werden nur gut essen und sich gut kleiden, werden fett geworden sein und sich so vollgefressen haben, dass ihre Gesichter aufgedunsen sind und ihre Bäuche herausstehen. Unter schrecklichen Umständen wie auf dem chinesischen Festland spielt es keine Rolle, welche Pflicht jemand ausführt: Es ist immer eine nervenaufreibende Angelegenheit. Selbst wenn die Leute dort manchmal gut essen und von wohlhabenden Familien beherbergt werden, werden sie nicht zunehmen können. Was für eine Art Mensch muss also jemand sein, der so viel essen kann, dass sein Gesicht aufquillt und sein Bauch dick wird? (Jemand, der die Vorteile von Status begehrt.) Es sind diejenigen, die ständig darüber nachdenken, was sie bei ihren drei täglichen Mahlzeiten essen, trinken und genießen werden. Wenn Menschen dieser Art nichts Gutes zu essen bekommen, haben sie keine Lust zu arbeiten oder ihre Pflichten zu tun. Wenn ihr Magen nicht zufrieden ist, sind sie im Geiste nicht ausgeglichen: „Heute habe ich so schlecht gegessen. Es gab überhaupt kein Fleisch, und nach dem Essen habt ihr mir keinen Tee angeboten. Also werde ich euch ignorieren. Wenn ihr über die Arbeit der Kirche Gemeinschaft haltet, werde ich nichts sagen. Ich werde mich an euch rächen. Wer hat gesagt, es sei in Ordnung, mir kein gutes Essen zu servieren? Ich muss mich mit so einer Mahlzeit zufriedengeben, und trotzdem erwartet ihr, dass ich mit euch Gemeinschaft halte? Auf keinen Fall!“ Das ist es, was sie in ihrem Inneren denken, doch das können sie nicht laut aussprechen. Sie sagen einfach: „Ich habe gestern Nacht zu lange gearbeitet und muss deshalb heute Nachmittag ein Nickerchen machen.“ Ist so jemand nicht ein schrecklicher Hochstapler? Solche Menschen schlafen bis vier oder fünf Uhr nachmittags, während viele Menschen auf sie warten, aber sie wollen nicht aufstehen. Dann riechen sie plötzlich Äpfel und springen aus dem Bett, weil sie sich sorgen, dass sie nichts abbekommen. So verhalten sie sich in ihrer Arbeit, und so führen sie ihre Pflichten aus. Es spielt keine Rolle, wo diese Menschen hingehen und wie sie Gottes Worte essen und trinken oder wie sie Predigten anhören: Sie werden weder ihre Absichten und Ziele ändern noch ihre Ambitionen und Sehnsüchte loslassen. Alle materiellen Dinge sind das Ziel ihres Strebens in diesem Leben; gut zu essen, sich gut zu kleiden und eine gute Behandlung zu genießen, sind die Ziele ihres Glaubens an Gott in diesem Leben. Sie denken, wenn sie durch ihren Glauben an Gott in diesem Leben kontinuierlich gutes Essen haben, schöne Kleidung tragen, in schönen Häusern leben und von Brüdern und Schwestern unterstützt werden können – wenn sie diese Dinge auf betrügerische Weise erlangen können –, dann werden sie in diesem Leben zufrieden sein. Wenn man sich in dieser Welt bei einem gewöhnlichen Job anstrengt, verdient man nicht viel Geld, und mit einem eigenen Unternehmen Geld zu verdienen, ist auch nicht leicht – so können sie solche Dinge nicht genießen. Nachdem sie darüber eingehend nachgedacht haben, denken sie immer noch, dass der Glaube an Gott der beste Weg ist, weil sie sich so nicht besonders anstrengen müssen. Sie müssen nur ein paar Worte sagen, ein bisschen durch die Gegend rennen und ein gewisses Risiko eingehen, und dann können sie gut essen, sich gut kleiden, sich sogar von vielen Menschen bedienen lassen und es genießen, wie ein VIP behandelt zu werden. Sie denken, dass es wunderbar ist, so zu leben, und dass sie durch ihren Glauben an Gott reich gesegnet wurden. Deshalb sagen sie oft vor Brüdern und Schwestern unaufrichtige Dinge wie: „Gott hat uns zu viel, zu reichlich beschenkt und uns mehr gegeben, als der Mensch je erbeten oder sich gewünscht hat.“ Diese Worte sind zwar richtig, aber völlig unvereinbar mit ihrem persönlichen Streben, ihrem Charakter sowie ihren Gedanken, Absichten und Zielen. Alles, was sie sagen, dient dazu, die Menschen hinters Licht zu führen. Auch dass sie nach außen hin den Anschein erwecken, geschäftig durch die Gegend zu rennen und sich aufzuwenden, dient nur dazu, Menschen zu täuschen. Nur ihre Berechnungen, ihre Absichten und die Gier in ihren Herzen sind wahr. Das ist der Charakter dieser Menschen. Egal, was sie tun oder wohin sie gehen, diese materiellen Vergnügungen nehmen in ihren Herzen den höchsten Stellenwert ein, und sie werden sie niemals loslassen und niemals vergessen. Egal, wie du über die Wahrheit Gemeinschaft hältst und egal, wie du über Gottes Absichten Gemeinschaft hältst, sie werden bei der Ausführung ihrer Pflichten immer noch hartnäckig an dieser Gier und diesen Sehnsüchten festhalten und diese Absichten und Ziele in sich tragen. Und egal, ob sie Status haben oder nicht, ihre Absichten werden sich nicht ändern.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?