9. Sie führen ihre Pflicht nur deshalb aus, um sich hervorzuheben und ihre eigenen Interessen und Ambitionen zufriedenzustellen; nie berücksichtigen sie die Interessen von Gottes Haus, sie verraten diese Interessen sogar und tauschen sie gegen persönlichen Ruhm ein (Teil 10) Abschnitt Zwei

Allem Anschein nach erscheinen die Worte der Antichristen besonders freundlich, kultiviert und vornehm. Ganz gleich, wer gegen Grundsätze verstößt oder die Kirchenarbeit stört und unterbricht, ein Antichrist stellt diese Leute nicht bloß oder kritisiert sie; er drückt ein Auge zu und lässt die Menschen glauben, er sei in allen Angelegenheiten großmütig. Es spielt keine Rolle, welche Verdorbenheiten die Menschen offenbaren und was für böse Taten sie begehen: Antichristen sind verständnisvoll und tolerant. Sie werden nicht zornig oder in Wut geraten, sie werden nicht böse und werden die Menschen nicht beschuldigen, wenn sie etwas Falsches tun und die Interessen des Hauses Gottes verletzen. Wer auch immer Böses tut und die Arbeit der Kirche stört, sie kümmern sich nicht darum, als ob das nichts mit ihnen zu tun hätte, und sie werden nie jemanden deswegen beleidigen. Womit beschäftigen sich die Antichristen am meisten? Damit, wie viele Menschen eine hohe Meinung von ihnen haben und wie viele Menschen sie sehen, wenn sie leiden, und sie dafür loben. Die Antichristen glauben, dass das Leiden niemals umsonst sein darf; egal, welche Not sie ertragen, welchen Preis sie zahlen, welche guten Taten sie vollbringen, wie fürsorglich, rücksichtsvoll und liebevoll sie anderen gegenüber sind, all das muss vor anderen ausgeführt werden, damit mehr Menschen es sehen können. Und was ist ihr Ziel, wenn sie so handeln? Sich die Gunst der Menschen zu erkaufen und mehr Menschen dazu zu bringen, in ihrem Herzen die Handlungen, das Verhalten und den Charakter der Antichristen zu billigen und ihnen anerkennend zuzunicken. Es gibt sogar Antichristen, die durch dieses äußerlich gute Verhalten für sich ein Image eines „guten Menschen“ aufbauen wollen, damit noch mehr Menschen zu ihnen kommen und sie um Hilfe bitten. Sagen wir zum Beispiel, jemand wird schwach und glaubt, dass die meisten Menschen keine Liebe in sich tragen, sehr egoistisch sind, anderen nicht gern helfen und nicht warmherzig sind, und dann denkt er an diesen „guten Menschen“, der in Wirklichkeit ein Antichrist ist. Oder jemand hat bei seiner Arbeit ein Problem und weiß nicht, wie er es bewältigen soll. Ihm fällt niemand ein, der helfen könnte, und der erste, an den er denkt, ist dieser „gute Mensch“, der in Wirklichkeit ein Antichrist ist. Jemand will seine Pflicht nicht mehr ausführen, er will nach der Welt und nach Macht und Reichtum streben und sein eigenes Leben führen, und obwohl er so negativ und schwach wird, betet er nicht zu Gott und hält mit niemandem Gemeinschaft, und in dieser Lage denkt er an diesen „guten Menschen“, der in Wirklichkeit ein Antichrist ist. Das läuft dann so weiter, und diese Menschen beten dann nicht mehr zu Gott und lesen nicht mehr Gottes Worte, wenn sie auf Probleme stoßen, sondern wollen sich stattdessen auf die Hilfe dieses „guten Menschen“ verlassen, der in Wirklichkeit ein Antichrist ist. Nur diesem Jasager öffnen sie ihr Herz und sie sagen ihm, was ihnen auf dem Herzen liegt, und sie bitten diesen Jasager, ihre Schwierigkeiten zu beseitigen; sie bestätigen diesen Antichristen und folgen ihm. Und ist das Ziel des Antichristen damit nicht erreicht? Wenn der Antichrist sein Ziel erreicht hat, hat er in der Kirche dann nicht einen höheren Status als gewöhnliche Menschen? Und wenn er die Nummer eins sein kann und der Platzhirsch in der Kirche wird, ist er dann wirklich zufrieden? Nein, er ist es nicht. Welches Ziel will er erreichen? Er will, dass ihn noch mehr Menschen billigen, schätzen und anbeten, dass er einen Platz in den Herzen der Menschen einnimmt, und ganz besonders, dass sich Menschen, wenn sie in ihrem Glauben an Gott auf Schwierigkeiten stoßen und keinen Ausweg sehen, zu ihm aufblicken, sich auf ihn verlassen und ihm folgen. Das ist noch viel ernster, als dass der Antichrist die Nummer eins und der Platzhirsch in der Kirche werden will. Warum ist das so ernst? (Er konkurriert mit Gott um einen Platz im Herzen der Menschen. Er will Gott direkt ersetzen.) (Solche Menschen sind schwer zu durchschauen. Sie führen andere mit oberflächlich gutem Verhalten in die Irre, was dazu führt, dass die Leute bei Problemen nicht mehr in Gottes Worten die Wahrheit suchen oder gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit halten. Stattdessen verlassen sie sich auf diese Antichristen, blicken zu ihnen auf, bringen sie dazu, ihre Probleme zu lösen, und betrachten ihre Worte als die Wahrheit, wodurch sich diese Menschen immer weiter von Gott entfernen. Das ist eine noch heimtückischere und bösartigere Vorgehensweise.) Das stimmt. Ihr habt das alle verstanden und den entscheidenden Punkt angesprochen, und zwar, dass Antichristen einen Platz im Herzen der Menschen einnehmen und dort Wurzeln schlagen und Gott ersetzen wollen. Jemand sagt: „Wenn ich Gott suche, finde ich Ihn nicht; ich kann Ihn nicht sehen. Wenn ich nach Gottes Worten suche, dann ist das Buch so dick, es sind zu viele Worte darin, und es ist schwer, Antworten zu finden. Aber wenn ich zu dieser Person gehe, bekomme ich sofort Antworten; es ist sowohl bequem als auch nützlich.“ Wie du siehst, hat ihr Handeln bereits dazu geführt, dass die Menschen sie in ihrem Herzen nicht nur anbeten, sondern ihnen dort auch einen Platz einräumen. Sie wollen Gott ersetzen – das ist das Ziel, das die Antichristen mit diesen Handlungen verfolgen. Es ist offensichtlich, dass die Antichristen aufgrund dieser Dinge bereits erste Erfolge erzielt haben; im Herzen der Menschen, die sie nicht durchschauen, nehmen sie schon einen Platz ein, und manche Menschen beten sie bereits an und blicken zu ihnen auf. Das ist das Ziel, das die Antichristen erreichen wollen. Wenn jemand ein Problem hat und zu Gott betet, anstatt sich an einen Antichristen zu wenden, missfällt den Antichristen das und sie denken: „Warum gehst du immer zu Gott? Warum denkst du immer an Gott? Warum siehst du mich nicht oder denkst an mich? Ich bin so demütig und geduldig, ich kann Dingen entsagen und mich so sehr aufwenden, und ich spende für wohltätige Zwecke, also warum kommst du nicht zu mir? Ich gebe dir so viel Hilfe. Warum bist du so gewissenlos?“ Sie sind unglücklich und betrübt, und sie sind wütend – wütend auf diese Person und wütend auf Gott. Um ihr endgültiges Ziel zu erreichen, machen sie mit ihrer Vortäuschung weiter, spenden weiterhin für wohltätige Zwecke und bleiben geduldig und duldsam; sie geben sich demütig, sind wohlwollend in dem, was sie sagen, und verletzen nie andere, und wenn jemand versucht, Selbsterkenntnis zu erlangen, trösten sie solche Leute oft. Sagt jemand: „Ich bin aufsässig; ich bin ein Teufel und ein Satan“, dann antworten sie: „Du bist weder ein Teufel noch ein Satan. Das ist nur eine Kleinigkeit. Rede nicht so schlecht über dich und unterschätze dich nicht. Gott hat uns erhöht; wir sind keine gewöhnlichen Menschen, und du darfst dich nicht selbst herabwürdigen. Du bist viel besser als ich; ich bin verdorbener als du. Wenn du ein Teufel bist, dann bin ich ein böser Teufel. Wenn du ein böser Teufel bist, dann muss ich in die Hölle stürzen und in Verdammnis leiden.“ Das ist die Hilfe, die sie den Menschen bieten. Wenn jemand zugibt, dass er den Interessen von Gottes Haus oder der Arbeit der Kirche geschadet hat, sagen die Antichristen zu ihm: „Bei der Ausführung deiner Pflicht, der Arbeit der Kirche zu schaden und ein wenig vom Weg abzukommen, ist keine große Sache. Ich habe früher viel größeren Schaden verursacht als du, und ich bin viel weiter auf die schiefe Bahn abgerutscht. Ändere einfach, wie du die Dinge in Zukunft tust; das ist kein Problem. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Gewissen es nicht ertragen kann, dann habe ich etwas Geld und werde den Schaden für dich gutmachen, also sei nicht betrübt. Wenn du in Zukunft irgendein Problem hast, komm einfach zu mir, und ich werde tun, was ich kann, um dir zu helfen, und zwar sofort.“ Sie haben diesen Sinn für „persönliche Loyalität“, aber wofür tun sie das eigentlich? Helfen sie dir denn wirklich? Sie schaden dir, sie bringen dich in Schwierigkeiten – du bist Satans Versuchung zum Opfer gefallen. Sie graben dir eine Grube, und du springst direkt hinein; du tappst in die Falle und denkst trotzdem noch, wie schön es dort doch ist, und du wirst von diesen Antichristen zugrunde gerichtet, ohne es überhaupt zu merken – wie töricht! Auf diese Art behandeln und schädigen Satan und Antichristen die Menschen und führen sie in die Irre. Der Antichrist sagt: „Es reicht, wenn du einfach ein wenig Rücksicht auf die Interessen von Gottes Haus nimmst und in Zukunft etwas vorsichtiger bist. Diese Sache lässt sich wiedergutmachen, niemand würde so etwas absichtlich tun. Wer von uns kann schon ein vollkommener Mensch sein? Niemand von uns ist vollkommen; wir sind alle verdorben. Ich war früher viel schlimmer als du. Ermahnen wir uns in Zukunft gegenseitig. Außerdem: Selbst wenn Gottes Haus ein paar Verluste erleidet, wird Gott sie nicht in Erinnerung behalten. Gott ist dem Menschen gegenüber so vergebend und duldsam. Wenn wir einander gegenüber duldsam sein können, muss Gott dann nicht zu noch viel mehr Duldsamkeit in der Lage sein? Wenn Gott sagt, dass Er unsere Verfehlungen nicht in Erinnerung behalten wird, dann gibt es unsere Verfehlungen nicht mehr.“ Ganz gleich, wie groß der Fehler auch ist, den jemand macht: Die Antichristen spielen die Sache einfach mit einem Scherz herunter und ignorieren es, und zeigen so, wie großherzig, wie barmherzig, erhaben und duldsam sie sind. Und umgekehrt führt das dazu, dass die Menschen fälschlicherweise glauben, Gott würde in Seinen Äußerungen die Menschen ständig bloßstellen, ständig viel Wind um die verdorbenen Dispositionen der Menschen machen und ständig an ihnen rumnörgeln. Wenn jemand eine Verfehlung begangen hat oder aufsässig war, stutzt Gott ihn zurecht, richtet ihn und züchtigt ihn, und das wirkt so, als würde Gott die Menschen rücksichtslos behandeln. Antichristen hingegen können in jeder Situation Duldsamkeit zeigen und den Menschen vergeben; sie sind so erhaben und angesehen. So ist es doch, nicht wahr? Es gibt auch einige Antichristen, die sagen: „Nichtgläubige haben einen Spruch: ‚In einem großen und reichen Haushalt fällt ein bisschen Verschwendung nicht ins Gewicht.‘ Gottes Haus ist so groß und Gottes Segnungen sind üppig. Es ist keine große Sache, ein wenig verschwenderisch zu sein; Gott beschenkt uns so reichlich. Haben wir nicht schon viel verschwendet? Und was hat Gott mit uns gemacht? Hat er das nicht alles geduldet? Der Mensch ist schwach und verdorben, und Gott ist das schon lange bewusst, aber warum bestraft er uns dann nicht, wenn er es gesehen hat? Das beweist, dass Gott geduldig und barmherzig ist!“ Was ist das für eine Aussage? Der Antichrist benutzt Worte, die richtig zu sein scheinen und den Auffassungen der Menschen entsprechen, um die Menschen in die Irre zu führen und dazu zu bringen, der Versuchung nachzugeben, um ihren Blick zu trüben und sie fehlzuleiten und dazu zu bringen, Gott misszuverstehen, damit sie nicht den geringsten Wunsch oder das geringste Verlangen haben, sich Ihm zu unterwerfen. Durch die Antichristen aufgestachelt, in die Irre geführt und fehlgeleitet, verlieren die Menschen auch den letzten Rest ihres Gewissens und fangen alle an, den Antichristen zu gehorchen und sich ihnen zu unterwerfen.

Antichristen sind besonders geschickt darin, in Gesellschaft anderer Menschen Dinge vorzutäuschen. Genau wie die Pharisäer wirken sie nach außen hin sehr duldsam mit Menschen sowie geduldig, demütig und gutmütig – sie scheinen allen gegenüber so überaus nachsichtig und duldsam zu sein. Wenn sie sich um Probleme kümmern, zeigen sie immer von ihrer Position des hohen Status, wie überaus duldsam sie den Menschen gegenüber sind, und sie erscheinen in jeder Hinsicht großmütig und aufgeschlossen, sind nicht kleinlich mit anderen und zeigen den Menschen, wie großartig und gütig sie sind. Besitzen Antichristen diese Wesensarten tatsächlich? Sie gehen freundlich mit anderen um, sind duldsam mit Menschen und können ihnen in jeglichen Situationen helfen, aber welcher Beweggrund versteckt sich dahinter? Würden sie all das immer noch tun, wenn sie damit keine Menschen für sich gewinnen und sich ihre Gunst erkaufen wollten? Sind Antichristen hinter verschlossenen Türen wirklich so? Sind sie wirklich so, wie sie sich in der Gegenwart anderer Leute geben – demütig und geduldig, duldsam anderen gegenüber und ihnen liebevoll zur Seite stehend? Besitzen sie ein solches Wesen und eine solche Disposition? Entspricht das ihrem Charakter? Keineswegs. Alles, was sie tun, ist vorgetäuscht und dient dazu, Menschen in die Irre zu führen und sich ihre Gunst zu erkaufen, damit noch mehr Menschen in ihrem Herzen einen guten Eindruck von ihnen haben und bei Problemen zuerst an sie denken und bei ihnen Hilfe suchen. Um dieses Ziel zu erreichen, machen Antichristen bewusst Pläne, um sich vor anderen zur Schau zu stellen, um das Richtige zu sagen und zu tun. Bevor sie etwas sagen, filtern und durchdenken sie diese Worte, wer weiß wie oft, in ihrem Kopf. Ganz bewusst legen sie sich Pläne zurecht, zermartern sich den Kopf und denken über ihre Formulierungen, ihre Ausdrucksweise, ihre Tonlage und ihre Stimme nach und sogar darüber, wie sie die Menschen anschauen und in welchem Tonfall sie sprechen. Sie denken darüber nach, mit wem sie gerade sprechen, ob die Person alt oder jung ist, ob der Status dieser Person höher oder niedriger ist als ihrer, ob die Person sie schätzt oder insgeheim einen Groll gegen sie hegt, ob die Persönlichkeit dieser Person mit ihrer eigenen kompatibel ist, welche Pflicht die Person ausführt und welche Position sie in der Kirche und in den Herzen der Brüder und Schwestern hat. All diese Dinge beobachten sie ganz genau und denken aufmerksam über sie nach, und wenn sie damit fertig sind, denken sie sich Methoden für den Umgang mit jeglicher Art von Menschen aus. Ganz gleich, auf welche Weise Antichristen mit unterschiedlichen Menschen umgehen, ihr Ziel ist nur eins: Sie wollen die Menschen dazu bringen, sie zu schätzen und sie nicht mehr als Gleichgestellte zu betrachten, sondern zu ihnen aufzublicken; sie wollen, dass noch mehr Menschen sie bewundern und zu ihnen aufschauen, wenn sie sich äußern, sie unterstützen und ihnen folgen, wenn sie etwas tun, und sie von jeglicher Schuld freisprechen und verteidigen, wenn sie einen Fehler machen – und dass sich noch mehr Menschen auf ihre Seite schlagen und für sie kämpfen, sich ihretwillen vehement beklagen und für sie einstehen, um mit Gott zu diskutieren und sich Ihm zu widersetzen, wenn sie enthüllt und abgelehnt werden. Wenn sie ihre Macht verlieren, schaffen sie es, dass so viele Leute ihnen helfen, ihre Unterstützung bekunden und sich für sie einsetzen, was zeigt, dass der Status und die Macht, die die Antichristen sich durch gezielte Intrigen in der Kirche aufgebaut haben, bereits tief im Herzen der Menschen verwurzelt sind und dass ihre „gewissenhaften Bemühungen“ nicht umsonst waren.

Was ihren Status, ihr Ansehen, ihren Ruf und ihre Autorität bei den Menschen betrifft, so greifen Antichristen in ihrem Umgang mit und ihrer Pflege dieser Dinge zu allen Mitteln – sie lassen nicht locker, zeigen kein Mitleid und sind erst recht nicht leichtfertig. Sie studieren den Blick in den Augen aller anderen Leute, deren Persönlichkeiten, deren Routinen im Alltag, deren Streben, deren Haltung gegenüber positiven und negativen Dingen, und ganz besonders studieren sie das Vertrauen und die Treue, die alle anderen Leute in ihrem Glauben an Gott zeigen, sowie deren Einstellung dazu, sich für Gott aufzuwenden und ihre Pflichten zu tun, und so weiter – sie investieren sehr viel Mühe in diese Dinge. Aufgrund dieser Einstellung meiden sie Menschen, die nach der Wahrheit streben und sie durchschauen können, und hüten sich vor ihnen, und in Gegenwart solcher Menschen lassen sie in ihren Taten und Worten Vorsicht walten. Wenn sie sich aber unter Menschen mit relativ schwacher Persönlichkeit befinden, die oft negativ sind und die Wahrheit nicht verstehen, sowie unter bestimmten Menschen, die töricht sind und nur über ein schwaches Verständnis der Wahrheit verfügen, dann tun sie oft ihr Möglichstes, um sich selbst zu präsentieren, ziehen ständig eine Show ab, als wären sie in der Manege, und nutzen jede Gelegenheit dazu. Bei Versammlungen zum Beispiel werden sie von den meisten Menschen gebilligt; eine Minderheit findet sie abstoßend, und weit mehr Menschen können sie nicht durchschauen. Also beginnen sie, ihre Show abzuziehen, und suchen nach Gelegenheiten, Gemeinschaft zu halten. Sie halten Gemeinschaft über ihre eigenen Erfahrungen, über ihre „glorreiche Vergangenheit“, über die Verdienste, die sie im Hause Gottes errungen haben, und sogar darüber, wie sie vom Oberen geschätzt und persönlich zurechtgestutzt wurden – sie können sich keine einzige Gelegenheit dieser Art entgehen lassen. Ganz gleich, in wessen Gesellschaft sie sich befinden oder was der Anlass ist, Antichristen tun immer nur eines: Sie ziehen eine Show ab; das heißt, sie betreiben Selbstdarstellung. Das ist das Wesen der Antichristen: Sie sind der Wahrheit abgeneigt, niederträchtig und schamlos. Wie weit treiben sie es mit ihrer Show? Vielleicht habt ihr das selbst schon einmal erlebt. Bei manchen ist es klar ersichtlich, dass sie eine Show abziehen, sich profilieren, die Herzen der Leute für sich gewinnen und Gelegenheiten nutzen, andere dazu zu bringen, sie zu bewundern. Manche Menschen verabscheuen sie, andere ignorieren sie oder machen sich sogar über sie lustig, aber das ist ihnen egal. Was ist ihnen wichtig? Wichtig ist ihnen, dass ihre Show bei den Menschen einen bleibenden Eindruck hinterlässt, dass die Menschen erkennen, dass sie den Mut haben, sich zu äußern, dass sie kühn sind und das Flair und Talent eines Anführers besitzen, dass sie vor anderen Leuten kein Lampenfieber bekommen und vor allem, dass sie nicht in Panik geraten, wenn sie sich einer Angelegenheit annehmen. Wenn sie die Menschen dazu gebracht haben, diese Dinge zu verstehen und zu erkennen, dann sind sie zufrieden, und so tun sie ihr Möglichstes, um jedes Mal, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ihre Show abzuziehen, und sie führen diese ohne Hemmungen, ohne Skrupel und ohne jegliche Scham vor. Das ist es, was Antichristen tun. Wenn Ich bei Versammlungen ständig über das Hauptthema Gemeinschaft halte, werden manche Menschen schläfrig, während sie Mir zuhören. Oder Ich halte über das Hauptthema Gemeinschaft und die Leute sind in Gedanken noch bei etwas anderem, und es fällt ihnen schwer, sich auf das zu konzentrieren, was Ich sage. In solchen Momenten plaudere Ich ein wenig mit ihnen, erzähle eine Geschichte oder einen Witz. Diese Dinge und Geschichten haben üblicherweise mit bestimmten verdorbenen Dispositionen und Zuständen zu tun, die die Menschen in ihrem Leben offenbaren. Ich benutze Geschichten oder erzähle einen Witz, um die Menschen etwas wachzurütteln, damit sie besser verstehen können. Wenn Antichristen das sehen, denken sie: „Du erzählst bei deinen Predigten in den Versammlungen Witze. Das kann ich auch; ich bin genauso gut wie du. Ich erzähle einfach ganz zwanglos einen flachen Witz und bringe alle zum Lachen, und alle werden ihre Freude daran haben – wie großartig! Ich erzähle einfach ganz zwanglos eine Geschichte, und dann wird niemand mehr zu den Versammlungen gehen wollen, sondern sich nur noch meine Geschichten anhören wollen.“ Sie konkurrieren in dieser Angelegenheit mit Mir. Ergibt das irgendeinen Sinn, dass sie mit Mir in dieser Sache konkurrieren? Warum erzähle Ich Geschichten? Warum plaudere Ich mit den Leuten? Meine Plaudereien und Geschichten können die Menschen einige Dinge verstehen lassen, und das hilft ihnen dabei, die Wahrheit auf entspannte Weise zu begreifen – das ist Mein Ziel. Antichristen greifen das jedoch auf und versuchen, daraus Kapital zu schlagen, indem sie sagen: „Bei Versammlungen, gerade in dieser so wichtigen und entscheidenden Zeit, plauderst du nur mit den Leuten, also werde ich das auch.“ Ist Plauderei denn immer gleich? Antichristen, dieser Abschaum, verstehen nicht einmal die Wahrheit, also was kann ihre Plauderei einem schon bringen? Was können ihre Geschichten oder Witze einem bringen? Diese Tiere ohne geistliches Verständnis haben eine viel zu oberflächliche und lässige Einstellung zu den ernsthaften Themen des gemeinschaftlichen Austauschs über die Wahrheit und des Erzählens von Geschichten. Was sind das für Menschen, die so etwas tun? Antichristen, Menschen ohne geistliches Verständnis und Menschen, die nicht nach der Wahrheit streben, tun gerne solche Dinge.

Die Augen der Brüder und Schwestern, die Augen der meisten Menschen, können an dem, was die Antichristen vortäuschen, kaum einen Fehler erkennen. Warum ist das so? Weil Antichristen ihre Fehler vertuschen und verbergen und sie dich nicht sehen lassen; sie halten ihre niederträchtige Seite, ihre verkommene Seite und ihre schlechte Seite hinter verschlossenen Türen verborgen. Wo ist „hinter verschlossenen Türen“? Das sind die Orte, die du nicht sehen kannst, sprich: bei ihnen zuhause, in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz, vor Verwandten und Freunden. Das sind Bereiche, die du nicht sehen kannst und mit denen du nicht in Kontakt kommst. Ihre Worte und ihr Verhalten, die du erleben und mit denen du in Kontakt kommen kannst, sind ausschließlich ihre vorgetäuschte Seite, die Seite, die sie „aufbereitet“ haben. Die Seite von ihnen, die du nicht sehen kannst, ist ihr wahres Wesen, ihr wahres Gesicht. Und wie sieht dieses wahre Gesicht aus? In der Gesellschaft ihrer ungläubigen Familienmitglieder sagen sie alle möglichen schlechten Worte – Beschwerden und verbitterte Worte, feindselige Worte gegen andere, Worte, die Brüder und Schwestern verdammen und verurteilen, Beschwerden darüber, dass Gottes Haus ungerecht ist – all das sagen sie, lassen nichts aus und halten nichts zurück. Wenn sie unter Verwandten und Freunden sind, sprechen sie über die säkulare Welt und tratschen über die Familien anderer Leute, sie nehmen an allen weltlichen Aktivitäten der Nichtgläubigen teil und spielen sogar aktive Rollen bei Hochzeiten und Beerdigungen. Sie tratschen mit Nichtgläubigen, sie verurteilen und beschimpfen andere, verbreiten hinter ihrem Rücken haltlose Gerüchte über Menschen und verleumden sie – all das tun sie. Wenn sie unter Nichtgläubigen sind, sieht ihr Umgang mit anderen Leuten so aus: Sie betrügen die Menschen, bilden Cliquen und greifen andere an, und am Arbeitsplatz kann es sein, dass sie andere anschwärzen, schlechtmachen und niedertrampeln, um eine höhere Stellung zu erreichen – auch zu all diesen Dingen sind sie in der Lage. Wenn sie mit ihrer Familie oder mit Nichtgläubigen zusammen sind, sind sie nicht geduldig, nicht duldsam, nicht demütig, sondern offenbaren voll und ganz ihr wahres Gesicht. Im Haus Gottes sind sie Wölfe im Schafspelz, und wenn sie unter Nichtgläubigen sind, sprich Menschen, die nicht an Gott glauben, offenbaren sie allen ihre Wolfsfratze; sie konkurrieren mit den Nichtgläubigen um ihre eigenen Interessen, um ein Wort, um einen Spruch, und streiten sich endlos mit Nichtgläubigen selbst um den kleinsten Vorteil, bis sie rot im Gesicht werden. Wenn sie im Haus Gottes keinen Vorteil erhalten oder zurechtgestutzt werden, gehen sie nach Hause und machen Krawall und Ärger und benehmen sich so, dass ihre Familie sich vor ihnen fürchtet. Unter Nichtgläubigen zeigen sie keine christliche Anständigkeit, noch legen sie Zeugnis ab, wie Christen es tun sollten – sie sind durch und durch ein Wolf und nicht einmal mehr ein Mensch. Im Haus Gottes und vor Brüdern und Schwestern machen sie Versprechen, schwören Eide und bekunden ihre Entschlossenheit; sie scheinen willens, sich für Gott aufzuwenden, und es wirkt, als würden sie auf Gott vertrauen. Doch wenn sie unter Nichtgläubigen sind, sind ihr Streben und ihr Glaube genau wie die der Nichtgläubigen. Manche werden sogar wie die Nichtgläubigen zu Anhängern von Prominenten und imitieren jeden Tag deren Kleidung, entblößen ihren Oberkörper und tragen zerzaustes Haar und starkes Make-up – sie sehen weder wie ein Mensch noch wie ein Geist aus. Sie ziehen sich modisch an und gehen jeden Tag mit der Zeit, finden, dass das Leben voller Würze ist, und tief in ihrem Herzen verspüren sie keinerlei Abscheu gegenüber der Lebensweise der Nichtgläubigen. Antichristen tun viele Dinge und investieren große Mühen, um sich einen Platz in der Kirche zu sichern und Ansehen und Status im Herzen der Menschen zu haben. Diese Bemühungen dienen allein dazu, ihre Ziele zu erreichen und andere dazu zu bringen, sie zu schätzen und anzubeten. Verglichen mit ihrem Leben hinter verschlossenen Türen, präsentieren diese Verhaltens- und Vorgehensweisen und äußerlichen Offenbarungen einen deutlichen Kontrast, und ihr Verhalten und ihre Handlungen hinter dem Rücken der Leute entsprechen definitiv nicht dem Verhalten eines Christen. Anhand dieses eindeutigen Kontrasts können wir bestimmen, dass alles, was sie im Kreis der Brüder und Schwestern tun und offenbaren, reine Vortäuschung ist, dass es nicht echt ist und keine natürliche Offenbarung. Antichristen täuschen nur Dinge vor, um ihre Ziele zu erreichen, andernfalls würden sie sich nie dazu herablassen, so etwas zu tun. Urteilt man nach dem, was sie tun, nach den Offenbarungen ihrer Dispositionen hinter verschlossenen Türen und nach ihrem Streben, so lieben sie die Wahrheit nicht, lieben keine positiven Dinge, lieben weder Anständigkeit noch Aufrichtigkeit und erst recht lieben sie es nicht, Leid zu ertragen, einen Preis zu zahlen oder dem christlichen Weg zu folgen. Daher entspringen diese guten Verhaltensweisen, die sie zeigen, nicht ihrem Herzen, sie sind nicht freiwillig oder echt, sondern stehen im Widerspruch zu ihren eigenen Wünschen. Sie tun diese Dinge nur, damit andere Leute sie sehen, um sich bei den Menschen einzuschmeicheln und sich ihre Gunst zu erkaufen. Manche Leute sagen: „Welchen Vorteil bringt es ihnen, die Gunst der Menschen zu erkaufen?“ Genau hier unterscheiden sich Antichristen von gewöhnlichen Menschen; dieser Vorteil ist für sie von enormer Bedeutung. Was ist also dieser Vorteil? Er besteht darin, dass es, wenn sie unter den Menschen sind, niemanden gibt, der sie nicht kennt, niemanden, der sie nicht befürwortet, niemanden, der sie nicht lobt, und niemanden, der sie nicht anbetet. Wenn die Leute ein Problem haben, wenden sie sich nicht suchend an Gott und beten zu Ihm, sondern suchen den Antichristen auf. Und wenn alle den Antichristen anbeten und ihn in den Mittelpunkt stellen, wie fühlt sich der Antichrist dann? Er fühlt sich wie ein gottgleicher oder außergewöhnlicher Mensch; er fühlt sich, als würde er auf Wolken schweben, als wäre er im siebten Himmel, was nicht dem Leben eines gewöhnlichen Menschen entspricht. Wenn er sich unter Menschen befindet, überschütten ihn alle mit Lob und Bewunderung, preisen ihn in den höchsten Tönen, wie Sterne, die sich um den Mond scharen – das ist ein so herrliches Gefühl, und sein Herz ist von so viel Genuss, Behagen und Glückseligkeit erfüllt! Das ist genau das, was Antichristen wollen. Wenn jedoch in einer Gruppe von Menschen niemand dem Antichristen Beachtung schenkt, wenn nur wenige seinen Namen kennen, wenn niemand seine Stärken kennt, wenn er in den Augen der meisten Menschen als gewöhnlich gilt, als jemand ohne besondere Eigenschaften, ohne Stärken, ohne irgendetwas Außergewöhnliches an sich, ohne etwas, das andere schätzen oder respektieren würden, oder etwas, über das sie voller Bewunderung sprechen könnten, dann hat der Antichrist ein unwohles und schlechtes Gefühl im Herzen; dann fühlt er sich nicht wie eine Gottheit oder wie jemand, der auf Wolken schwebt. Ein solches Leben ist ihm zu langweilig, zu unangenehm, zu einengend, nicht erfüllend genug und nicht die Mühe wert. Wenn er sein ganzes Leben nur ein gewöhnlicher Mensch sein soll, der irgendeine Pflicht ausführt und ein geschaffenes Wesen wird, das dem Maßstab entspricht, so fragt er sich, welche Freude ihm ein solches Leben bringen soll. Wie kann der Glaube an Gott so wenig Freude bringen? Das ist für ihn ein zu niedriger Maßstab und muss angehoben werden. Doch wie soll der Maßstab angehoben werden? Er muss seine Beliebtheit steigern, damit die Menschen zu ihm aufblicken und ihn zutiefst schätzen und er ein prunkvolles Leben führen kann. Deshalb bleibt er, wenn er betet, nicht allein zu Hause, sondern muss in die Kirche gehen und dort in Versammlungen mit Brüdern und Schwestern beten, muss laut beten, grammatikalisch richtig und logisch beten, in geordneter und durchdachter Weise; er muss so beten, dass alle Anwesenden es hören können, dass alle Anwesenden seine Wortgewandtheit und klare Gedankenführung erkennen und wissen, dass er ein eigenes Streben hat. Auch die Worte Gottes liest er nicht allein zu Hause. Zuerst bereitet er sich zu Hause vor, und dann liest er sie vor anderen, damit die Leute sehen, dass die Worte Gottes, die er liest, alle wichtig und von entscheidender Bedeutung sind. Was er auch tut, er hat dafür hinter verschlossenen Türen seine Hausaufgaben gemacht, und erst wenn er vorbereitet ist, erst wenn andere Menschen ihn für ehrenwert halten und ihn billigen, tritt er vor andere Leute. Es gibt sogar Antichristen, die alles zu Hause vor dem Spiegel probieren und vorbereiten, bevor sie es vor anderen präsentieren. Wenn sie es dann anderen präsentieren, ist es nicht mehr in seinem ursprünglichsten Zustand, sondern wurde bereits viele Male aufbereitet, und zwar durch die Gedanken, Ansichten, verdorbenen Dispositionen, gerissenen Pläne und hinterhältigen Methoden des Antichristen. Es gibt keinen Preis, vor dem Antichristen zurückschrecken, um ihr Ziel von Status und Beliebtheit in der Kirche und unter den Menschen zu erreichen. Als was bezeichnet man also all diese Dinge? Sind es echte Offenbarungen? Sind es Praktiken, denen jemand, der nach einer Veränderung seiner Disposition strebt, nachgehen sollte? (Nein.) Sie entspringen alle der Vortäuschung; Antichristen täuschen so viel vor, dass einem davon übel wird!

Manche Menschen halten bei Versammlungen keinen gemeinschaftlichen Austausch, wenn sie nicht vorher einen Entwurf vorbereitet haben. Sie müssen hinter verschlossenen Türen zunächst einen Entwurf vorbereiten, ihn viele Male überarbeiten, ihn aufbereiten, ihn polieren, und erst wenn der Entwurf fertig ist, halten sie vor den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft. Jemand sagt zu ihnen: „Wir sind hier doch alle Brüder und Schwestern. Sprich bei Versammlungen einfach offen und ehrlich. Sag einfach, was dir in den Sinn kommt. Das ist am besten.“ Sie antworten: „Nein, das kann ich nicht. Wenn ich das tue, werden die Brüder und Schwestern auf mich herabschauen.“ Wie du siehst, sagen sie unbewusst etwas Wahres. Sie tun durchweg Dinge, um ihren Ruf und ihren Status zu wahren. Manche Menschen, die in der Gesellschaft herausragende Talente, Professoren, Universitätsstudenten, Doktoranden oder wissenschaftliche Forscher sind, verwenden im Umgang mit anderen bestimmte vorgetäuschte und aufbereitete Verhaltensweisen, um sich zu beweisen und ihren Status und ihren Ruf zu wahren. Sprich, sie setzen im Umgang mit anderen eine Maske auf, und man kann nie wissen, worauf sie es in Wirklichkeit abgesehen haben, ob sie irgendwelche Schwächen haben und was genau sie hinter verschlossenen Türen anstellen. Und in Bezug auf ihr Privatleben, ihr Verhalten und die Art und Weise, wie sie mit der Welt umgehen, gibt es immer einen Hauch von Zweifel, immer Fragezeichen. Sind die Handlungen dieser Menschen nicht von enormer Vortäuschung geprägt? Wie also solltet ihr mit solchen Menschen umgehen? Da sie euch gegenüber falsch sind, solltet ihr ihnen gegenüber auch falsch sein? Ein Beispiel: Wenn ihr euch trefft, sagen sie nichts als höfliche Floskeln, also bist du auch ständig höflich zu ihnen – ist das akzeptabel? (Nein.) Was ist dann die angemessene Art für den Umgang mit solchen Menschen? (Wenn man entdeckt, dass sie diese Äußerungsformen zeigen, sollte man sie zunächst bloßstellen und mit ihnen über die Wesensnatur dieser Art von Disposition Gemeinschaft halten und darüber, von welcher Absicht sie beherrscht wird. Wenn sie das, was man ihnen sagt, nicht annehmen, sollte man nicht weiter mit ihnen Gemeinschaft halten.) Ihr müsst sie bloßstellen, und wenn sie das, was ihr sagt, nicht annehmen, dann meidet sie. Gibt es unter euch jemanden, der noch immer von ihnen irregeführt werden und sie verehren könnte? Mit der Größe, die ihr jetzt besitzt, seid ihr im Grunde in der Lage, diese offensichtlichen Pharisäer ein wenig zu durchschauen, aber wenn ihr auf jemanden fähigeren trefft, der euch etwas vortäuschen kann, der sich komplett bedeckt hält, werdet ihr dann in der Lage sein, ihn zu durchschauen? Wenn jemand immer nur das Richtige sagt und tut, wenn er scheinbar makellos ist und nie Fehler macht, wenn du manchmal bei gewissen Angelegenheiten negativ und schwach wirst, er aber nie – und sollte er, wenn es doch einmal passiert, das Problem selbst lösen und schnell darüber hinwegkommen können, du aber nicht, dann wirst du solche Menschen, wenn du ihnen begegnest, gutheißen und verehren, von ihnen lernen und ihnen folgen; wenn du nicht in der Lage bist, solche Menschen zu erkennen, dann ist es schwer zu sagen, ob sie dich in die Irre führen werden oder nicht.

Über wie viele Aspekte haben wir im Rahmen des Themas der Vortäuschung Gemeinschaft gehalten? Ein Aspekt ist, dass sie das Ertragen von Leid nutzen, um anderen etwas vorzutäuschen. In ihrem Herzen wollen sie eigentlich gar nicht leiden, und sie sträuben sich enorm dagegen. Doch um ihre Ziele zu erreichen, ertragen sie dennoch sehr widerwillig Leid, entsagen Dingen und zahlen einen Preis. Nachdem sie gelitten haben, finden sie sich trotzdem nicht damit ab und haben das Gefühl, dass sich dieses Leiden nicht gelohnt hat, weil viele Menschen ja nichts davon mitbekommen haben. Deshalb verkünden sie es an jeder Ecke und erzählen es vielen Menschen, die nichts davon wussten. Schließlich hören einige Menschen, was passiert ist, und es hinterlässt bei ihnen einen tiefgreifenden Eindruck. Sie fangen an, die Antichristen zu schätzen und zu verehren, und so erreichen die Antichristen ihre Ziele. Es gibt auch Leute, die sich als gute Menschen darstellen, als folgsam und pflichtbewusst, und mit anderen auf Grundlage dieses Images, dieser Identität und dieser Persönlichkeit verkehren wollen, damit die Menschen glauben, sie seien gute Menschen, und ihnen näherkommen. Sie machen es sich zum Ziel, ein guter Mensch dieser Art zu sein, um die Bewunderung von noch mehr Menschen zu gewinnen, damit die Menschen sie schätzen und sie ihre Beliebtheit steigern können. So ist es doch, oder? (Ja, so ist es.) Mithilfe bestimmter Vorgehensweisen, die Antichristen anwenden, haben wir soeben nicht nur die verborgenen Absichten hinter ihrem vorgetäuschten Verhalten und das Wesen ihrer Vortäuschung entlarvt und im Detail analysiert, sondern auch, was sie tun und sagen und welche Äußerungsformen sie an den Tag legen, die beweisen, dass sie sich in Vortäuschung ergehen. Hiermit werden wir unseren gemeinschaftlichen Austausch über diesen Aspekt abschließen.

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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