Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (27) Abschnitt Drei
I. Jederzeit gehen können
Die neunte Äußerungsform ist: „Jederzeit gehen können.“ Bei dieser Art von Menschen, die das Haus Gottes jederzeit verlassen können, handelt es sich nicht um Menschen, die erst dann gehen, wenn sie in eine spezielle Situation geraten oder wenn sie mit einer großen Katastrophe jenseits dessen, was ein durchschnittlicher Mensch ertragen kann, konfrontiert werden, die ihre Grenzen überschreitet. Vielmehr können solche Menschen jederzeit gehen – schon eine Kleinigkeit kann sie dazu bringen, zu gehen; schon eine Kleinigkeit kann dazu führen, dass sie ihre Pflicht nicht mehr tun, nicht mehr an Gott glauben wollen und das Haus Gottes verlassen wollen. Diese Art von Mensch ist auch enorm lästig. Oberflächlich betrachtet mögen solche Menschen etwas besser erscheinen als Menschen, die Judasse sind, aber sie können das Haus Gottes jederzeit und überall verlassen. Ob sie die Brüder und Schwestern verraten könnten, ist ungewiss. Haltet ihr diese Art von Menschen für zuverlässig? (Nein.) Folgen sie in ihrem Verhalten irgendwelchen Grundsätzen? Stützt sich ihr Glaube an Gott auf eine feste Grundlage? (Nein.) Zeigen sie irgendein Anzeichen von wahrem Glauben? (Nein.) Was sind das dann für Menschen? (Ungläubige.) Sie glauben an Gott und tun ihre Pflicht, als wäre das alles nur ein Scherz. Sie sind wie jemand, der sich nicht um seine eigentlichen Aufgaben kümmert und losgeht, um Sojasoße zu kaufen, dann aber Straßenakrobaten oder Künstler sieht, die ein lebhaftes Spektakel bieten. Die Person lässt sich von der Aufregung mitreißen, vergisst, die Sojasoße zu kaufen, wodurch letztlich wichtige Angelegenheiten verzögert werden. Menschen dieser Art bleiben nie lange bei irgendetwas dabei; sie sind halbherzig und wankelmütig. Ihr Glaube an Gott basiert zudem auf Interesse – sie finden es ziemlich unterhaltsam, an Gott zu glauben, aber wenn sie irgendwann das Interesse daran verlieren, werden sie sofort und ohne jedes Zögern gehen. Einige der Leute, die gehen, steigen sofort ins Geschäftsleben ein, andere schlagen eine Beamtenlaufbahn ein, wiederum andere lassen sich auf Liebesbeziehungen ein und bereiten sich auf die Ehe vor und einige, die schnell reich werden wollen, gehen direkt ins Kasino. Man sagt, dass man jemanden, den man drei Tage nicht gesehen hat, mit neuen Augen betrachten sollte. Bei Menschen, die das Haus Gottes jederzeit verlassen können, ist es so: Wenn du sie nur einen Tag nicht siehst und dann wiedertriffst, sind sie wie völlig andere Menschen. Gestern waren sie noch anständig und ordentlich gekleidet und wirkten wohlerzogen und ansehnlich. Sie beteten sogar unter Tränen zu Gott und sagten, sie wollten ihre Jugend darbringen und ihr Blut für Gott vergießen, für Gott sterben, bis in den Tod treu sein und in das Königreich eintreten. Sie gaben lautstark solch hochtrabende Parolen von sich, gingen aber kurz darauf ins Kasino. Gestern taten sie ihre Pflicht noch mit Freude, und während der Versammlung lasen sie Gottes Worte mit strahlendem Gesicht, sprudelten vor Begeisterung und waren so bewegt, dass sie bitterlich weinten. Wie kommt es also, dass sie heute ins Kasino gerannt sind? Sie spielten bis spät in die Nacht, ohne nach Hause gehen zu wollen, hatten großen Spaß und sprudelten vor Begeisterung. Gestern nahmen sie noch an Versammlungen teil, aber heute sind sie ins Kasino gerannt – welche Äußerungsform ist also ihr wahres Ich? (Die letztere ist ihr wahres Ich.) Wenn man die Wahrheit nicht versteht, kann man wirklich nicht durchschauen, was für Menschen das eigentlich sind. Die beiden Äußerungsformen, sowohl die vorherige als auch die nachfolgende, werden tatsächlich von derselben Person an den Tag gelegt – wie kommt es also, dass es so scheint, als wären es zwei verschiedene Personen, die sie an den Tag legen? Solche Menschen werden von den meisten Leuten nicht durchschaut. Du siehst, dass sie als Gläubige an Gott oft an Versammlungen teilnehmen, nichts Böses tun und durchaus in der Lage sind, bei der Ausführung ihrer Pflicht Mühsal zu ertragen und einen Preis zu zahlen. Wenn sie vor dem Computer sitzen, sind sie konzentriert und gewissenhaft, strengen sich an und sind mit ganzem Herzen bei der Sache. Du würdest denken, dass sie als Gläubige an Gott doch kein Mahjong spielen sollten, oder? Aber nachdem du sie nur einen Tag nicht gesehen hast, sind sie in die Mahjong-Halle oder ins Kasino gerannt, um um Geld zu spielen. Und sie sind erstklassige Mahjong-Spieler – sie sehen überhaupt nicht wie Menschen aus, die an Gott glauben! Du wirst aus ihnen absolut nicht schlau – sind sie Menschen, die an Gott glauben, oder Ungläubige, die Mahjong spielen? Wie können sie so schnell die Rollen wechseln? Tragen sie denn, wenn sie an Gott glauben, Gott in ihrem Herzen? (Nein.) Sie glauben nur an Gott, um sich zu amüsieren und die Zeit zu vertreiben, um zu sehen, worum es beim Glauben an Gott überhaupt geht und ob er ihrem Leben Freude bringen kann. Wenn sie nicht glücklich sind, können sie jederzeit gehen. Sie hatten nie vor, ihr ganzes Leben lang zu glauben, geschweige denn, ihr ganzes Leben lang ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen. Wie sieht ihr Plan also aus? Wenn sie wirklich an Gott glauben sollen, so denken sie, ist das absolut Mindeste, dass der Glaube an Gott nicht ihre Fähigkeit beeinträchtigen darf, Spaß zu haben, keine Arbeit beinhalten darf und dennoch garantieren muss, dass sie ein glückliches Leben führen können. Wenn sie jeden Tag Gottes Worte lesen und Gemeinschaft über die Wahrheit halten müssen, dann wird sie das nicht interessieren oder glücklich machen. Sobald sie es satt haben, verlassen sie die Kirche und rennen zurück in die Welt. Sie denken: „Das Leben ist nicht einfach, also sollten die Menschen sich nicht selber schlecht behandeln. Wir müssen die Herren unseres eigenen Schicksals sein und unser Fleisch nicht schlecht behandeln. Wir müssen sicherstellen, dass wir jeden Tag glücklich sind – nur so kann man ungezwungen leben. Man sollte im Glauben an Gott nicht starrsinnig sein. Seht nur, wie locker ich bin – wo immer es Freude gibt, dort zieht es mich hin. Wenn ich nicht glücklich bin, gehe ich. Warum sollte ich mir das Leben unbequem machen? Die Möglichkeit, jederzeit gehen zu können, ist mein oberstes Credo für mein Verhalten als ‚freigeistiger Gläubiger‘ – so zu leben ist so angenehm und unbeschwert!“ Welche Art von Liedern singen solche Menschen oft? „Frag mich nicht, woher ich komme, meine Heimat liegt in weiter Ferne.“ Und wenn nicht, was singen sie dann? „Warum nicht ein einziges Mal ungezwungen leben?“ Wenn es ihnen langweilig wird oder sie etwas nicht mehr unterhaltsam finden, gehen sie schnell mit dem Gedanken: „Warum an einem Ort bleiben, wenn es in der Welt so viel mehr zu sehen gibt?“ Was ist ein anderer berühmter Spruch, den sie verwenden? „Warum den ganzen Wald für einen einzigen Baum aufgeben?“ Was meint ihr: Haben solche Menschen wahren Glauben? (Nein, sie sind Ungläubige.) Was Ungläubige angeht: Da wir gerade darüber sprechen, dass ihre Probleme alle in ihrer Menschlichkeit liegen, was genau ist denn mit der Menschlichkeit solcher Menschen nicht in Ordnung? Meint ihr, solche Menschen haben sich jemals gefragt, wie Menschen sich verhalten sollten, welchen Weg Menschen gehen sollten oder welche Art von Lebensanschauung und was für Werte Menschen im Leben haben sollten? (Nein.) Wo liegt also das Problem der Menschlichkeit solcher Menschen? (Menschen dieser Art fehlen das Gewissen und die Vernunft einer normalen Menschlichkeit; sie denken nicht über solche Fragen nach.) Das steht fest. Außerdem, um es genau zu sagen: Diese Art von Menschen hat keine Seele; sie sind nur wandelnde Leichen. Sie haben keine Anforderungen an ihr eigenes Verhalten oder an den Weg, den sie gehen sollten, noch denken sie über diese Dinge nach. Der Grund, warum sie nicht über diese Dinge nachdenken, ist, dass sie, obwohl sie nach außen hin wie Menschen erscheinen, in ihrem Wesen tatsächlich wandelnde Leichen sind, leere Hüllen. Wenn es um Fragen des menschlichen Lebens und Überlebens geht, ist die Haltung solcher Menschen, sich einfach durchs Leben treiben zu lassen. Genauer gesagt bedeutet „sich durchs Leben treiben lassen“, sich einfach nur durchzuwursteln und auf den Tod zu warten, ohne etwas zu lernen und in Unwissenheit zu bleiben und die Tage mit Essen, Trinken und Vergnügen zu verbringen. Sie gehen dorthin, wo sie glücklich sein können, und sie werden tun, was immer sie glücklich und fröhlich macht und ihrem Fleisch Wohlbehagen bereitet. Aber sie werden alles meiden, was ihrem Fleisch Leid zufügt oder inneren Schmerz bereitet, und sich davon fernhalten; sie wollen einfach nicht, dass ihr Fleisch Mühsal erträgt. Es gibt jedoch einige Menschen, die durch das Ertragen von Mühsal das Leben erfahren. Oder die ihrem Leben Inhalt geben, indem sie verschiedene Dinge durchmachen und erleben, sodass sie etwas daraus gewinnen können. Am Ende gelangen sie zu dem Schluss, welchen Weg man gehen und was für ein Mensch man sein sollte. Durch ihre Lebenserfahrungen gewinnen sie viel. Zum einen können sie bestimmte Menschen durchschauen; außerdem können sie schlussfolgern, welche Grundsätze und Methoden ein Mensch anwenden sollte, um mit verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen umzugehen, und wie ein Mensch sein ganzes Leben leben sollte. Unabhängig davon, ob das, was sie letztendlich schlussfolgern, mit der Wahrheit übereinstimmt oder ihr widerspricht, haben sie sich zumindest darüber Gedanken gemacht. Andererseits haben jene Menschen, die das Haus Gottes jederzeit verlassen können, bei ihrem Glauben an Gott kein Interesse daran, nach der Wahrheit zu streben oder ihre Pflicht zu tun. Sie halten immer nach Gelegenheiten Ausschau, ihre eigenen lüsternen Begierden und ihre Vorlieben zu befriedigen, und sind nie bereit, bei der Ausführung ihrer Pflicht gewissenhaft eine berufliche Fähigkeit zu erlernen, ihre Pflicht gut zu tun oder ein sinnvolles Leben zu führen. Sie wollen einfach nur wie Nichtgläubige sein, jeden Tag glücklich und fröhlich. Deshalb wollen sie, wohin sie auch gehen, einfach nur Spaß haben und sich vergnügen, um ihre eigenen Interessen und ihre Neugier zu befriedigen. Wenn sie ständig dieselbe Pflicht ausführen müssen, verlieren sie das Interesse und haben keine Motivation mehr, weiterzumachen. Die Lebenseinstellung solcher Menschen ist es, sich einfach nur durchzuwursteln. Nach außen hin scheint es, als würden sie ein sehr ungezwungenes und unbeschwertes Leben führen und sich dabei im Umgang mit anderen nicht an Kleinigkeiten aufhalten. Sie wirken jeden Tag fröhlich und sorglos und können sich, wo sie auch sind, den Umständen anpassen. Einige lassen sich scheinbar sogar von weltlichen Sitten oder den Konventionen zwischenmenschlicher Beziehungen nicht beeinträchtigen oder einschränken, was nach außen hin den Eindruck erweckt, sie seien außergewöhnlich und stünden über der gewöhnlichen Masse. Aber in Wirklichkeit ist ihr Wesen das einer wandelnden Leiche, einer Kreatur ohne Seele. Die Menschen, die an Gott glauben, aber die Kirche jederzeit verlassen können, halten bei nichts, was sie tun, lange durch – sie können ihre Begeisterung nur vorübergehend aufrechterhalten. Aber Menschen mit Gewissen und Vernunft sind anders. Ganz gleich, welche Pflicht sie ausführen: Sie wird von ihnen gewissenhaft erlernt und sie bemühen sich, sie gut zu machen. Sie sind in der Lage, etwas zu erreichen und einen Wert zu erbringen. Zum einen können sie die Anerkennung ihrer Mitmenschen gewinnen, und da sie sehen, dass sie in der Lage sind, etwas zu erreichen, und keine wertlosen, sondern nützliche Menschen sind, können sie gleichzeitig auch Selbstvertrauen haben. Das ist das Mindeste, was ein Mensch mit dem Gewissen und der Vernunft normaler Menschlichkeit erreichen kann. Aber diejenigen, die sich durchs Leben treiben lassen, denken nie über diese Dinge nach. Wohin sie auch gehen: Es geht ihnen nur um Essen, Trinken und Vergnügen. Nach außen hin mag es so aussehen, als hätten sie ein sehr ungezwungenes und unbeschwertes Leben, aber in Wirklichkeit haben solche Menschen keine Gedanken im Kopf. Sie sind bei nichts, was sie tun, ernsthaft bei der Sache; sie sind immer nachlässig, von einer kurzlebigen Begeisterung angetrieben und bringen nie etwas zustande. Sie wollen sich ihr ganzes Leben lang nur durchwursteln und legen genau diese Haltung an den Tag, wohin sie auch gehen – nicht einmal ihr Glaube an Gott bleibt verschont. Vielleicht wirst du sehen, dass sie während einer bestimmten Zeit scheinbar ihre Pflicht recht ernsthaft ausführen und in der Lage sind, Mühsal zu ertragen und einen Preis zu zahlen. Aber egal, wer ihnen ihre Probleme aufzeigt oder ihnen sagt, wie sie die Dinge tun sollten, sie nehmen es nie ernst und akzeptieren die Wahrheit überhaupt nicht. Sie tun die Dinge einfach, wie sie wollen – solange sie glücklich sind, ist es für sie in Ordnung. Und wenn sie nicht glücklich sind, ziehen sie los, um Spaß zu haben, und hören auf niemandes Rat. In ihrem Herzen denken sie: „Ich hatte sowieso nie vor, langfristig an Gott zu glauben.“ Wenn jemand sie zurechtstutzt, können sie sofort gehen. Das ist eine der Äußerungsformen von Menschen, die die Kirche jederzeit verlassen können.
Diejenigen, die die Kirche jederzeit verlassen können, zeigen eine weitere Äußerungsform. Egal, wie viele Jahre sie an Gott geglaubt haben, egal, ob sie eine feste Grundlage zu haben scheinen oder nicht, und egal, welche Pflicht sie zuvor ausgeführt haben mögen: Manche Menschen können sich, sobald sie mit einer speziellen Situation konfrontiert werden, die ihre persönlichen Interessen betrifft, einfach auf und davon machen. Es kann jederzeit passieren, dass andere Menschen den Kontakt zu ihnen verlieren und sie nicht mehr in der Kirche sehen, ohne eine Ahnung zu haben, was bei ihnen los ist. Manche Menschen hören auf, ihre Pflicht zu tun, wenn sie jemandem des anderen Geschlechts begegnen, der versucht, sie zu verführen, gehen eine Beziehung ein und sind dann überhaupt nicht mehr zu erreichen. Dann gibt es andere, deren Kinder alt genug sind, um zu heiraten, und sie sind damit beschäftigt, die Hochzeiten ihrer Kinder zu arrangieren, tun ihre Pflicht nicht mehr und nehmen nicht mehr an Versammlungen teil. Egal, wer nach ihnen sucht, er wird an der Tür abgewiesen. Manche Menschen werden – vorausgesetzt, sie sind wahre Gläubige an Gott – eine Erklärung abgeben, wenn ihre Eltern oder ihr Ehepartner krank und im Krankenhaus sind oder wenn sich zu Hause ein größeres Ereignis zuträgt oder ein unerwartetes Unglück passiert, und sagen: „Es sind in letzter Zeit einige Angelegenheiten zu Hause aufgekommen, um die ich mich kümmern muss, deshalb kann ich nicht an den Versammlungen teilnehmen. Ich muss um eine Beurlaubung bitten, und wenn ihr jemanden Geeigneten finden könnt, lasst ihn bitte unverzüglich meine Pflicht vorübergehend übernehmen.“ Sie werden es zumindest auf irgendeine Weise mitteilen und erklären. Aber diejenigen, die die Kirche jederzeit verlassen können, brechen den Kontakt zur Kirche ab, ohne ein Wort zu sagen, und egal, wie sehr die Brüder und Schwestern sich auch bemühen, sie können sie nicht erreichen. Es ist nicht so, als ob ihnen die Möglichkeiten fehlen würden, kontaktiert zu werden – man könnte sie auf jedem Weg erreichen –, aber sie wollen schlichtweg keinen Kontakt mit Brüdern und Schwestern haben oder ihnen antworten. Sie sagen: „Warum sollte ich mich bei dir melden? Ich tue meine Pflicht freiwillig; ich werde nicht dafür bezahlt. Wenn ich gehen will, dann gehe ich! Wenn es zu Hause ein Problem gibt, ist das meine Privatsache. Ich bin nicht verpflichtet, dich zu informieren, und du hast kein Recht, es zu wissen!“ Manche Menschen verschwinden für ein oder zwei Monate und melden sich dann zurück, ohne jegliche Scham, und tun so, als wäre nichts passiert. Andere verschwinden für zwei oder drei Jahre und sind einfach nicht zu erreichen. Die Leute in der Kirche, die sich der Situation nicht bewusst sind, denken, da diese Person seit vielen Jahren an Gott glaubt, sei es unmöglich, dass sie die Kirche verlassen würde. Sie nehmen an, dass etwas Unerwartetes passiert sein muss, und machen sich Sorgen, ob sie von der KPCh verhaftet wurde. In Wirklichkeit ist es einfach so, dass die Person nicht mehr an Gott glauben will und gegangen ist, ohne den Brüdern und Schwestern Bescheid zu sagen. Manche Menschen verschwinden für etwa zehn Tage und kommen dann zurück; das bedeutet nicht, dass sie nicht mehr glauben. Manche Menschen verschwinden und sind dann für zwei oder drei Jahre einfach weg – würdet ihr sagen, dass sie aufgehört haben, zu glauben? (Ja.) Sie haben tatsächlich aufgehört zu glauben und ihre Namen sollten getilgt werden. Das ist kein gewöhnlicher Weggang; sie haben aufgehört zu glauben. Aus menschlicher Sicht nennt man das „nicht mehr zu glauben“. Wie sieht Gott das? In Gottes Augen bedeutet das, dass man Gott verleugnet, Gott nicht folgt, und Gott ablehnt. Aber aus ihrer Perspektive denken sie: „Ich habe Gott nicht abgelehnt; ich glaube in meinem Herzen immer noch an Gott!“ Seht ihr? Sie nehmen das komplett auf die leichte Schulter. Es gibt auch andere Menschen, die aufhören, an Versammlungen teilzunehmen und ihre Pflicht zu tun, nur weil sie schlechte Laune haben oder innerlich aufgebracht sind, weil sie denken, dass die Ausführung ihrer Pflicht zu hart und ermüdend ist, oder weil sie ein wenig zurechtgestutzt wurden. Sie verschwinden, ohne auch nur ein erklärendes Wort über die anstehende Arbeit zu verlieren, und sagen: „Niemand soll mich kontaktieren. Ich bin nicht glücklich, und ich will nicht mehr glauben!“ Wenn sie aufgebracht sind, kann das ein gutes Jahr andauern. Ihr Gemüt ist wirklich eine Nummer für sich – sie können ein gutes Jahr nicht darüber hinwegkommen! Manche Menschen übernehmen die Arbeit von Leitern und Mitarbeitern in der Kirche, aber sie scheitern nicht nur dabei, die Arbeit gut zu machen, sondern begehen auch rücksichtslos Missetaten und verursachen Unterbrechungen und Störungen bei der Arbeit der Kirche. Später wählen die Brüder und Schwestern sie nicht mehr und erkennen und entlarven sie zudem im gemeinschaftlichen Austausch. Also denken sie sich: „Soll das hier eine Kritikrunde gegen mich werden? Ich habe doch nur die Arbeit nicht gut gemacht, ist das wirklich so eine große Sache? Warum halten sie Gemeinschaft und entlarven mich auf diese Weise? In all meinen Jahren habe ich noch nie solches Unrecht erlitten! Bevor ich an Gott glaubte, war ich es immer, der andere zurechtwies; niemand hat mich je zurechtgewiesen. Wann musste ich je eine solche Mühsal ertragen? Ihr hackt alle auf mir herum und demütigt mich. Ich werde aufhören, zu glauben!“ Und sie hören einfach so auf, zu glauben. Bei denen, die das sagen, handelt es sich nicht nur um junge Leute – einige sind Menschen, die acht oder zehn Jahre an Gott geglaubt haben und in ihren Vierzigern oder Fünfzigern sind, und doch können auch sie solche Dinge sagen, wenn sie unglücklich sind. Haben solche Menschen einen Platz für Gott in ihren Herzen? Betrachten sie den Glauben an Gott als das Wichtigste im Leben? Es ist normal, sich ein wenig negativ und schwach zu fühlen, wenn man zurechtgestutzt wird, einem ein Unglück widerfährt oder man Rückschläge erlebt, aber diese Dinge sollten nicht dazu führen, dass man nicht mehr an Gott glaubt. Solche Menschen sind keine aufrichtigen Gottgläubigen. Aufrichtige Gottgläubige können an ihrem Glauben festhalten, selbst wenn sie verhaftet werden und Verfolgung erleiden – nur solche Menschen besitzen Zeugnis. Wenn manche Menschen eine kleine Naturkatastrophe erleben und die Brüder und Schwestern entweder nichts davon wissen oder es etwas zu spät erfahren und ihnen nicht rechtzeitig helfen, denken sie sich: „Ich stecke in Schwierigkeiten und niemand beachtet mich. Sie schauen also auf mich herab! An Gott zu glauben ist sinnlos. Ich werde aufhören, zu glauben!“ Sie können bereits wegen einer solchen Kleinigkeit aufhören, an Gott zu glauben. Das ist eine der Äußerungsformen von Menschen, die die Kirche jederzeit verlassen können.
Es gibt eine weitere Situation für diejenigen, die die Kirche jederzeit verlassen können. Um sie auf ihre Seite zu ziehen, bietet die KPCh ihnen einen guten Job an und sagt zu ihnen: „Du verdienst nichts durch deinen Glauben an Gott. Was für Zukunftsaussichten könntest du denn haben? Wir haben dir eine Stelle in einem ausländischen Unternehmen mit einem hohen Monatsgehalt, guten Sozialleistungen und einer Arbeitsversicherung gefunden. In deinem Glauben an Gott hast du keine Zukunft; es ist besser, zu arbeiten, Geld zu verdienen und ein gutes Leben zu führen.“ Letztendlich verlassen sie die Kirche und gehen arbeiten. Jemand sagt: „Gestern hat diese Person noch ihre Pflicht in der Kirche getan. Warum hat sie heute ihre Sachen gepackt und ist gegangen?“ Sie geht arbeiten und Geld verdienen; sie glaubt nicht mehr an Gott. Sie geht, ohne ein Wort zu sagen, und von da an folgt sie einem anderen Weg als die Brüder und Schwestern und wird zu einem Menschen auf einem anderen Pfad. Sie will nach Ruhm und Gewinn streben, Karriere machen und sich hervortun, und sie glaubt nicht mehr an Gott. Es gibt auch Menschen, die beim Predigen des Evangeliums jemanden treffen, den sie mögen, sich mit dieser Person einlassen und dann gemeinsam mit ihr den Rest ihres Lebens verbringen. Nicht nur, dass sie aufhören, ihre Pflicht zu tun, sie hören sogar auf, an Gott zu glauben. Ihre Eltern zu Hause wissen noch gar nichts davon und denken, dass sie ihre Pflicht im Hause Gottes tun. In Wirklichkeit sind sie schon lange verschwunden – wer weiß, vielleicht haben sie inzwischen sogar Kinder bekommen. Es ist so wichtig, seine Pflicht zu tun, und doch können diese Menschen sogar eine so entscheidende Arbeit wie das Predigen des Evangeliums aufgeben. Wenn sie jemanden treffen, den sie mögen, oder jemanden, der sie mag, genügen ein paar einfache verführerische und verlockende Worte von dieser Person, um sie wegzulocken. Sie sind wirklich leichtfertig und gleichgültig und in der Lage, Gott jederzeit und überall zu verlassen und Ihn zu verraten. Egal, wie viele Jahre solche Menschen an Gott geglaubt oder wie viele Predigten sie sich angehört haben: Sie verstehen noch immer kein bisschen von der Wahrheit. Für sie ist der Glaube an Gott einfach nicht wichtig, und ihre Pflicht zu tun, spielt auch keine Rolle – sie denken, um Segnungen zu erlangen, müssten sie diese Dinge tun. Sobald es eine persönliche Angelegenheit oder ein Familienproblem gibt, können sie einfach so gehen. Wenn sie auf eine kleine Naturkatastrophe stoßen, können sie einfach so aufhören zu glauben. Alles kann ihren Glauben an Gott stören; jede Angelegenheit kann dazu führen, dass sie negativ werden und ihre Pflicht aufgeben. Was für Menschen sind das? Über diese Frage sollte man wirklich gründlich nachdenken!
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