Wie man nach der Wahrheit strebt (9) Abschnitt Vier
Die Neigung zum Argwohn
Sprechen wir nun über die Neigung zum Argwohn. Welche der Äußerungsformen, über die wir gerade gesprochen haben, ähnelt der Neigung zum Argwohn in gewisser Hinsicht? (Sensibilität.) Was für ein Problem ist Sensibilität? (Sie ist ein Makel der Menschlichkeit.) Die Neigung zum Argwohn ist eine Stufe höher als Sensibilität; das Problem ist schwerwiegender. Sensibilität ist lediglich ein Zeichen einer etwas unreifen Menschlichkeit, wie bei einem Kind, während die Neigung zum Argwohn einige spezifische Gedanken und Sichtweisen beinhaltet – das ist es, was man gemeinhin als übermäßiges Grübeln bezeichnet, und es deutet auf einen schlechten Charakter hin. Jemand bittet zum Beispiel eine argwöhnische Person, ihm beim Kauf eines Artikels zu helfen, der zehn Yuan kostet, und betont besonders: „Du darfst auf keinen Fall mehr als zehn Yuan ausgeben. Wenn der Artikel zu teuer ist, kauf ihn nicht.“ Nachdem die Person das gehört hat, grübelt sie: „Bist du nur höflich? Eigentlich willst du einen Artikel, der hundert Yuan kostet, aber es ist dir zu peinlich, das zu sagen. Dann kaufe ich ihn für dich, um dich glücklich zu machen und dafür zu sorgen, dass du mir gegenüber positiv gestimmt bist.“ Als diese Person den Artikel dann zurückbringt, sagt die andere Person jedoch: „Er ist zu teuer. Ich habe nur zehn Yuan; ich habe nicht so viel Geld.“ Hat diese Person der anderen Person also am Ende nicht einen Verlust beschert, indem sie einen Artikel für hundert Yuan für diese Person gekauft hat? Dennoch kann sie die andere Person nicht verstehen und hegt stattdessen den Verdacht, dass diese Person nicht mehr Geld ausgeben will und versucht, sie auszunutzen. Sagt Mir, sind solche Menschen, die zu Argwohn neigen, nicht sehr problematisch? (Doch.) Inwiefern sind sie problematisch? (Ihre Gedanken sind zu kompliziert.) Es ist schwierig, mit Menschen Umgang zu pflegen, deren Gedanken übermäßig kompliziert sind. Sagt Mir, sind geradlinige Menschen bereit, mit solchen Leuten Umgang zu pflegen? (Nein.) Du weißt nicht, was in ihnen vorgeht oder in welche Richtung ihre Gedanken gehen, und du kannst ihre Absichten oder die Art, wie sie dir misstrauen, nicht durchschauen. Wenn du ihnen also etwas zur Erledigung anvertraust, machen sie es sehr kompliziert und umständlich, obwohl es sich eindeutig um eine sehr einfache, kleine Angelegenheit handelt. Durch ihre umständliche Vorgehensweise fühlst sogar du dich erschöpft und denkst, es wäre besser gewesen, es selbst zu tun. Du willst mit solchen Leuten keinen Umgang pflegen und möchtest ihnen einfach aus dem Weg gehen. Nehmen wir zum Beispiel an, du hast etwas, das du nicht mehr brauchst. Es einfach herumliegen zu lassen, wäre eine Verschwendung, und es wegzuwerfen, wäre schade, also gibst du es einer solchen Person. Sie weiß es nicht nur nicht zu schätzen, sondern zweifelt auch in ihrem Herzen: „Warum gibst du mir das? Dahinter muss etwas stecken. Versuchst du, mich glauben zu machen, dass du ein guter Mensch bist, damit ich dir einen Gefallen schulde, oder versuchst du, mich zu bitten, etwas für dich zu tun?“ Du hättest nie erwartet, dass sie sich über eine so kleine Angelegenheit so viele Gedanken machen würde, dass das Geben einer Kleinigkeit zu so viel Argwohn führen könnte. Du musst viele Worte machen, um ihre Zweifel zu zerstreuen. Ist das nicht sehr problematisch? Du beginnst, dich von dieser Person abgestoßen zu fühlen, und danach würdest du, wenn du etwas übrig hast, es lieber wegwerfen, als es ihr zu geben. Warum es ihr nicht geben? Nicht, weil du herzlos bist, sondern weil du keinen Ärger heraufbeschwören willst. Früher hatte jemand gerade eine Wohnung gemietet, in der es keinerlei Putzmittel gab. Also brachte Ich einige Reinigungsmittel von zu Hause mit; einige Flaschen waren voll, andere halbvoll. Die Person, die die Wohnung mietete, sah sie sich an und sagte: „Auch wenn Du mir diese Dinge umsonst gegeben hast, werde ich Dir nicht danken – sie sind gebraucht. Hättest Du sie mir gegeben, wenn sie neu gewesen wären?“ Sind diese Worte nicht verletzend? (Doch.) Warum sind sie verletzend? (Eine gute Absicht wurde von dieser Person auf diese Weise verdreht.) Sie hat Meine gute Absicht als böse Absicht ausgelegt. Ich habe dich weder gebeten, Mir zu danken, noch habe Ich dich gebeten, für die Sachen zu bezahlen. Es ist einfach so, dass du eine Wohnung mietest, in der es keine Putzmittel gibt, und es für dich umständlich ist, loszugehen und welche zu kaufen. Ich habe dir einfach etwas von dem gebracht, was Ich habe, um es dir bequemer zu machen. Ich habe nicht versucht, Mich bei dir einzuschmeicheln, indem Ich dir diese Sachen überlassen habe – Ich schulde dir nichts, und Ich habe auch nicht verlangt, dass du Mir einen Gefallen schuldest. Wegen einer so einfachen Angelegenheit wurde diese Person misstrauisch: „Hmpf! Was ist schon so toll daran? Du hast mir ein paar Sachen gebracht und denkst jetzt, ich schulde Dir einen Gefallen! Das Zeug, das Du gebracht hast, taugt sowieso nichts – wie könnte es gut sein, wenn Du es einfach verschenkst?“ Diese Person ist wirklich schwierig im Umgang. Ich habe nicht behauptet, dass es sich um irgendwelche seltenen Wundermittel handelt – es sind nur einige gewöhnliche Reinigungsprodukte. Wenn du sie nicht benutzen willst, musst du es ja nicht. Warum die Dinge so kompliziert machen? Mir wurde klar, dass es schwierig ist, mit dieser Person auszukommen und umzugehen. Wäre es nicht einfacher gewesen, wenn Ich gar nichts mitgebracht hätte? Nicht unbedingt. Gar nichts mitzubringen, hätte wahrscheinlich auch Ärger verursacht. Diese Person hätte vielleicht trotzdem gedacht: „Ich miete diese Wohnung, und Du hast mir nicht einmal Putzmittel gebracht. Wir sollen doch Brüder und Schwestern sein, und doch hast Du mir keinerlei Liebe gezeigt!“ Sie hätte trotzdem etwas auszusetzen gehabt. Der Charakter solcher Menschen ist sehr schlecht. Sie benutzen immer ihre eigenen Vorlieben und Maßstäbe, um zu beurteilen, ob andere gut oder schlecht sind. Sie prüfen andere ständig genau und beurteilen sie mit hartem Blick und halten sich selbst für moralisch überlegen. Ihrer Meinung nach haben alle anderen eine dunkle Seite und verfolgen unabhängig von ihrem Handeln eigene Motive. Sie allein sind vollkommen und nicht verdorben.
Menschen, die zu Argwohn neigen, haben einen schlechten Charakter. Da sie einen schlechten Charakter haben, werden sie unweigerlich unter der Herrschaft dieses Charakters handeln. Was sie offenbaren, werden verdorbene Dispositionen sein; es wird gewiss keine normale Menschlichkeit sein. Wenn es keine normale Menschlichkeit ist, was genau ist es dann? Dies steht im Zusammenhang mit verdorbenen Dispositionen. Was die Neigung zum Argwohn betrifft, so sind die repräsentativen verdorbenen Dispositionen, die solche Menschen in ihren Handlungen und Interaktionen mit anderen offenbaren, gewiss Niederträchtigkeit und Verlogenheit. Ihre Gedanken sind einfach so kompliziert, einfach so niederträchtig und heimtückisch. Da sie selbst keinen Finger rühren, wenn für sie nichts dabei herausspringt, gehen sie davon aus, dass alle anderen genauso sind. Selbst wenn du nicht diese Art von Mensch bist, werden sie es nicht glauben, und selbst wenn du versuchst, es zu erklären, wird es nichts nützen – so sehen sie dich einfach. Sie wenden eine niederträchtige Methode und eine niederträchtige Disposition an, um alle Dinge, Angelegenheiten und Menschen zu betrachten. Selbst wenn das, was du tust, angemessen ist, den Bedürfnissen der Menschlichkeit entspricht, mit der Rationalität der Menschlichkeit übereinstimmt oder den Wahrheitsgrundsätzen entspricht, werden sie eine Reihe von Fragezeichen dahinter setzen und dich fragen: „Warum tust du das? Was ist dein Motiv?“ Du sagst: „Ich habe kein Motiv“, aber sie werden es einfach nicht glauben – sie bestehen darauf, dir ein Motiv zu unterstellen und dich dazu zu bringen, dieses zuzugeben. Sind solche Menschen nicht problematisch? (Doch.) Für Menschen, die zu Argwohn neigen, ist es schwierig, mit anderen auszukommen. Solche Menschen sind gewiss nicht einfach und offen, und natürlich sind sie keine ehrlichen Menschen. In ihrem Charakter fehlen die Elemente der Ehrlichkeit, Güte und Rationalität im Grunde vollständig. Was sind also die Hauptbestandteile ihres Charakters? Übertriebenes Misstrauen, Hinterlist, Niederträchtigkeit, mangelnde Einfachheit und Unehrlichkeit. Sie betrachten alle Menschen und alle Probleme als sehr kompliziert. Selbst wenn du ehrlich zu ihnen sprichst, werden sie analysieren und darüber nachdenken, warum du es gesagt hast. Selbst wenn sie lange Zeit mit dir interagiert haben und wissen, wie dein Charakter beschaffen ist, werden sie dir gegenüber dennoch oft eine argwöhnische Haltung einnehmen, wenn sie sich mit dir unterhalten, Angelegenheiten erledigen oder mit dir Umgang pflegen. Solche Menschen sind also sehr problematisch. Der Umgang mit ihnen bringt viele Lasten und Förmlichkeiten mit sich, und du musst auch viele Hausaufgaben machen und sie kennenlernen – herausfinden, welche Dinge sie nicht mögen und was sie nicht gerne tun oder worüber sie nicht gerne sprechen. Andernfalls könntest du sie, wenn du nicht aufpasst, beleidigen oder, aus ihrer Sicht, verletzen. Sie behandeln die Menschen auf diese Weise, wie behandeln sie also Gott? (Sie behandeln Gott auf die gleiche Weise.) Würden sie Gott mit Aufrichtigkeit behandeln? (Nein.) Wenn die Kirche zum Beispiel für sie arrangiert, eine Pflicht zu tun, beginnen sie zu grübeln: „Weiß Gott, dass ich diese Pflicht tue? Wird Er sich daran erinnern? Wie viel Mühe sollte ich aufwenden, um durchzukommen und Gott in Erinnerung zu bleiben?“ Nachdem sie ihre Pflicht eine Zeit lang getan haben, forschen sie auch nach, wie die Leiter und Mitarbeiter sie sehen und ob sie sie irgendwie negativ bewerten. Was für eine Menschlichkeit ist das nur? Gemessen an der Menschlichkeit, die sich in der Haltung zeigt, mit der sie Angelegenheiten behandeln, sind solche Menschen sehr problematisch, und es ist für sie nicht leicht, die Wahrheit anzunehmen. Warum ist das so? Weil es ihnen schwerfällt, ehrliche Menschen zu sein; ihrem Gewissen fehlt ein Gerechtigkeitssinn, ihre Vernunft ist nicht intakt, und ihre Art, Dinge zu beurteilen, ist irrational. Warum sage Ich, sie ist irrational? Weil sie relativ extrem und niederträchtig sind und dazu neigen, sich auf Dinge zu versteifen – sie betrachten die Dinge nicht mit der Denkweise normaler Menschlichkeit. Sie sind nicht offen und aufrichtig, sondern leben stattdessen auf eine besonders düstere Weise. Dennoch haben sie nie das Gefühl, dass sie auf eine düstere Weise leben, und denken sogar, dass sie klüger sind als andere und dass sie mit mehr Raffinesse und Liebe zum Detail leben als andere. Sie bewundern besonders ihre eigene Klugheit. Das nennt man, sich selbst für klug halten. Menschen, die sich selbst für klug halten, mangelt es sehr an der Vernunft ihrer Menschlichkeit und am Gerechtigkeitssinn in ihrem Gewissen. Daher ist die Menschlichkeit solcher Menschen schlecht, und andere meiden den Kontakt mit ihnen. Egal, wer etwas sagt, solche Menschen werden ein Problem daraus machen. Was sie interpretieren, sind alles extreme Dinge, die verdreht sind, von Hitzköpfigkeit und Emotionen zeugen und des Satans sind – es sind alles Dinge, die düster und negativ sind, Dinge, die der Wahrheit widersprechen und sich der Wahrheit widersetzen. Diese Dinge können die Menschen überhaupt nicht auf den richtigen Weg führen. Solche Leute sind also sehr abstoßend und widerlich. Sie leben in dunklen Ecken und in ihrer eigenen kleinen Welt. Sie sind besonders narzisstisch und selbstverliebt und denken, dass sie ein erleseneres, edleres, ehrenhafteres und würdigeres Leben führen als andere – niemand darf sie antasten. Tatsächlich ist der Charakter solcher Menschen sehr niedrig, und sie haben keine wirkliche Würde. Mit einem Mangel an wirklicher Würde ist gemeint, dass ihr Charakter besonders schlecht ist, denn aus ihrer Menschlichkeit entspringen nur düstere Dinge, die nicht ans Licht gebracht werden können, keine aufrechten und geradlinigen Dinge. Daher haben solche Menschen keine nennenswerte Würde. Welche Konsequenzen wird es wahrscheinlich nach sich ziehen, wenn Menschen zu Argwohn neigen? Um es einfach auszudrücken: Solche Menschen sind voller listiger Tricks. Zu Argwohn zu neigen bedeutet, dass diese Menschen viele listige Pläne hegen. Seht, wie die Teufelkönige Gottes auserwähltes Volk unterdrücken und verhaften – sie hegen so viele listige Pläne und schaden den Menschen letztendlich so sehr, dass ihre Familien zerbrechen, einige Mitglieder sterben und andere voneinander getrennt werden. Das ist das Werk von Dämonen und Teufelkönigen. Daher ist niemand, der zu Argwohn neigt, etwas Gutes. Gläubige an Gott sollten Menschen und Dinge auf der Grundlage der Wahrheitsgrundsätze betrachten; sie dürfen sich nicht auf willkürlichen Argwohn einlassen, und hinter dem, was sie sagen, müssen Beweise stehen. Die Gedanken, die du entwickelst, wenn du eine Person oder eine Angelegenheit betrachtest, sollten zumindest positiv und für andere annehmbar sein. Besser noch, sie sollten mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmen, anderen helfen und einen positiven Einfluss auf sie haben. Doch keiner der Gedanken und keine der Sichtweisen, die von Menschen, die zu Argwohn neigen, hervorgebracht werden, stimmen mit der Wahrheit überein; zumindest sind es keine positiven Dinge – das heißt, die Perspektive, aus der solche Menschen Probleme betrachten, und die Gedanken und Ideen, die sie hervorbringen, stimmen schlicht und einfach nicht mit der Wahrheit überein. Daher leben Menschen dieser Art in dunklen Ecken und haben keine nennenswerte Integrität oder Würde. Die Dinge, die aus ihren Gedanken entstehen, sind allesamt düster und niederträchtig – diese Dinge stimmen nicht mit den Wahrheitsgrundsätzen überein und werden keinen positiven Einfluss auf die Menschen oder ihr Leben haben. Wenn du die verschiedenen Gedanken und Sichtweisen annimmst, die aus dem Argwohn solcher Menschen entstehen, wirst du vergiftet und von ihnen heruntergezogen werden – das kommt einem Verderben durch Satan gleich. Wenn du jedoch Urteilsvermögen gegenüber solchen Menschen besitzt und sie als negatives Beispiel behandelst, kannst du im Verständnis negativer Dinge einige Fortschritte machen und etwas Urteilsvermögen erlangen. Damit schließen wir unsere Erörterung über die Neigung zum Argwohn ab.
Unfähigkeit
Als Nächstes wollen wir über Unfähigkeit sprechen. Jeder versteht, was Unfähigkeit bedeutet – es bezieht sich darauf, nichts gut erledigen zu können, ohnmächtig zu erscheinen, genau wie wenn die Leute oft sagen: „Warum bist du so unfähig? Du hast wirklich keine Zukunft!“ Ist Unfähigkeit gut? (Nein.) Dann lasst uns sie kategorisieren – was ist sie? (Sie ist ein Makel der Menschlichkeit.) Unfähigkeit ist eindeutig ein Makel der Menschlichkeit. Unfähigkeit bedeutet, dass eine Person eine sehr geringe Intelligenz im Umgang mit Angelegenheiten sowie schlechte Überlebensfähigkeiten hat – das wird als Unfähigkeit bezeichnet. Manche Menschen sprechen auf eine unbeholfene Weise und können sich nicht ausdrücken; manche haben sogar eine schüchterne, introvertierte Persönlichkeit – wenn sie vor vielen Menschen sprechen oder im Rampenlicht stehen müssen, bekommen sie Lampenfieber, fühlen sich ängstlich und wagen nicht zu sprechen, und sie werden oft von anderen schikaniert. Einige böse Menschen glauben, dass es gerechtfertigt ist, solche Leute zu schikanieren, und dass es sehr lustig und unterhaltsam ist – sie machen sich jeden Tag über Menschen dieser Art lustig und hänseln sie. Unfähigen Menschen mangelt es an der Fähigkeit, Angelegenheiten zu erledigen. Es mag sein, dass einige von ihnen auch schlechte Überlebensfähigkeiten haben, kein Geld verdienen können und in der Gegenwart anderer immer sehr furchtsam und übervorsichtig sind. Wenn sie einschüchternde Menschen sehen, meiden sie sie und wagen nicht zu sprechen. Selbst wenn sie schikaniert werden, wagen sie nicht, sich zu wehren, aus Angst, andere vor den Kopf zu stoßen. Gemessen an den Äußerungsformen der Unfähigkeit in der Menschlichkeit von Menschen dieser Art, ist dies lediglich eine Art Makel der Menschlichkeit. Niemandes Unfähigkeit hat jemals dazu geführt, dass er irrige Gedanken und Sichtweisen entwickelt oder negative Auswirkungen auf sich selbst oder andere gehabt hat; daher ist Unfähigkeit nur ein Makel der Menschlichkeit. Möchte irgendjemand unfähig sein? (Nein.) Niemand möchte unfähig sein – warum ist das so? Unfähige Menschen werden schikaniert, und jeder blickt auf sie herab, nicht wahr? (Richtig.) Wenn du gebeten würdest, zwischen böse und unfähig zu wählen, würdest du dich gewiss eher für böse als für unfähig entscheiden. Du würdest bei dir denken: „Ich werde niemals eine unfähige Person sein! In dieser Gesellschaft werden unfähige Menschen schlecht behandelt und schikaniert, sie sind unbeliebt; egal wohin sie gehen, sehen andere auf sie herab und treten sie mit Füßen. Sie haben nicht nur nicht das Gefühl, von anderen wahrgenommen zu werden, sondern sogar ihr Recht auf Überleben könnte ihnen genommen werden. Aber eine böse Person zu sein, ist anders – wohin auch immer böse Menschen gehen, fürchten andere sie und behandeln sie mit großem Respekt. Niemand wagt es, sie zu provozieren. Wohin sie auch gehen, genießen sie Privilegien und können sogar rücksichtslos über andere hinweggehen. Böse Menschen gedeihen überall auf der Welt.“ Wenn ihr jetzt vor die Wahl gestellt würdet, würde keiner von euch wählen, unfähig zu sein – ihr würdet alle wählen, böse Menschen zu sein. Ist diese Sichtweise richtig? (Nein.) Warum ist sie nicht richtig? Welchem Wahrheitsgrundsatz widerspricht dies? Unfähigkeit ist ein Makel der Menschlichkeit. Am häufigsten äußert sich dies darin, nichts gut erledigen zu können, diskriminiert und ausgegrenzt zu werden. Weil unfähige Menschen schikaniert und in der Gesellschaft mit Füßen getreten werden, ist niemand bereit, unfähig zu sein. Die Menschen beneiden alle diejenigen, die fähig und geschickt sind, und sie alle wünschen sich sogar, sich von anderen abzuheben, Macht und Einfluss zu erlangen und rücksichtslos über andere hinwegzugehen, in jeder Gruppe Privilegien und Ansehen zu genießen und nicht nur zu vermeiden, von anderen schikaniert zu werden, sondern auch in der Lage zu sein, andere nach Belieben zu schikanieren. Ist diese Denk- und Sichtweise richtig? Stimmt sie mit der Wahrheit überein? (Nein.) Ihr habt so viele Wahrheiten gehört, und doch billigt ihr selbst jetzt noch böse Menschen – das bedeutet, dass eure Disposition auch ziemlich niederträchtig ist. Jede böse Person, die ihr seht, beneidet und bewundert ihr. Du weißt in deinem Herzen ganz genau, dass böse Menschen schlecht sind, und doch kannst du nicht anders, als ihnen zu folgen, weil du das Gefühl hast, dass dir das eine Stütze gibt und dich davor bewahrt, schikaniert zu werden. Wenn du unfähige Menschen siehst, fühlst du dich von ihnen abgestoßen, blickst auf sie herab und willst sie sogar mit Füßen treten. Aber hast du jemals bedacht, wie viel Böses du begehen und wie viel Vergeltung du erfahren würdest, wenn du bösen Menschen folgst? Wie hoch wären die Chancen, dass du Errettung erlangst, wenn du bösen Menschen folgst? Könntest du es vermeiden, Böses zu tun, wenn du bösen Menschen folgst? Nehmen wir an, du folgst bösen Menschen, dienst ihnen treu und agierst als ihr Untergebener. Sie mögen ein Stück vom Kuchen mit dir teilen, und du magst in der Lage sein, ihnen zu folgen, um rücksichtslos über andere hinwegzugehen und die besten Speisen und Getränke zu genießen, großes Vergnügen zu erleben, nicht schikaniert zu werden und in diesem Leben Ansehen unter anderen zu erlangen. Aber du musst viel Böses tun, um diese Dinge zu genießen! Weißt du, wie viel Vergeltung du erfahren wirst und wie schwer die Strafe sein wird, die du erhalten wirst? Ist das der richtige Weg? (Nein.) Seid ihr also immer noch bereit, das Opfer zu bringen, euch dafür zu entscheiden, Böses zu begehen und die Strafe auf euch zu nehmen, nur um nicht unfähig zu sein und zu vermeiden, schikaniert zu werden – euren Bestimmungsort und euer Schicksal im Austausch für Vergnügen in diesem Leben zu opfern? Ist das euer Gedanke und eure Sichtweise? Einige Leute vertreten tatsächlich diese Art von Sichtweise – sie würden lieber wählen, böse Menschen zu sein, als unfähig zu sein und schikaniert zu werden. Ist das nicht der Wunsch, den Weg der bösen Menschen zu gehen? Unfähigkeit ist lediglich ein Makel der Menschlichkeit – was ist daran so schlimm? Ist es wirklich die bessere Wahl, andere zu schikanieren und Böses zu begehen? Wenn Gott dich nicht verhungern lässt und dir Nahrung zum Essen gibt, könntest du dann wirklich verhungern? Wenn Gott dir erlaubt, mit Freude, Freiheit, Glück, Wonne und Frieden zu leben, wird es dir an keinem dieser Dinge mangeln. Was macht es also aus, wenn andere dich schikanieren? Niemand kann dir diese Dinge wegnehmen – was Gott dir gewährt, kann dir niemand wegnehmen. Wenn du bösen Menschen folgst und den Weg der bösen Menschen gehst, werden die Vergnügungen, die du genießt, allesamt sündhafte Vergnügungen sein. Darüber hinaus wird jeglicher finanzielle oder materielle Genuss, den du durch das Begehen von Bösem erlangst, durch gewaltsame Aneignung erlangt werden. Der Genuss, den du in diesem Leben erfährst, wird das übersteigen, was Gott dir gegeben hat, und so wirst du es in Zukunft in mehreren Leben zurückzahlen müssen. Die Freuden des Fleisches in diesem Leben auf Kosten des Empfangens von Strafe zu erlangen – ist das nicht ein Abweichen vom richtigen Weg? Ihr würdet lieber wählen, böse Menschen zu sein, als schikaniert zu werden – dies spiegelt eure Wahrnehmung und Wertschätzung des Bösen in den Tiefen eurer Seele wider. Was ist also so schlimm daran, unfähig zu sein? Aus der Perspektive der Menschlichkeit betrachtet, ist es eine Art Makel, aber es ist auch eine angeborene Voraussetzung, etwas, das die Menschen nicht ändern können. Unfähige Menschen sind nicht aus eigener Wahl unfähig geworden. Obwohl es ein Makel ist, ist es keine verdorbene Disposition, es ist kein Problem des eigenen Charakters. Was ist also so schlimm daran? Wenn du aufgrund deiner Unfähigkeit und deines niedrigen Status oft schikaniert wirst und die Ungerechtigkeit und das Böse dieser Welt und die Dunkelheit dieser Gesellschaft tiefgründig verstehen kannst und infolgedessen aufrichtig vor Gott trittst, um Gottes Herrschaft anzunehmen, und dich bereitwillig Gottes Herrschaft und Orchestrierungen unterwirfst und Gott die Verantwortung für dein Schicksal überlässt – ist diese Unfähigkeit dann nicht eine Form des Schutzes für dich? Unfähigkeit ist keine negative Sache; sie ist lediglich eine Art Makel der Menschlichkeit. Worauf bezieht sich Makel? Es ist eine Unzulänglichkeit, ein geringfügiges Problem, ein Schönheitsfehler – es ist lediglich etwas, das unvollkommen und etwas mangelhaft ist, nicht ganz nach dem eigenen Geschmack oder nicht ideal, aber es deutet nicht auf einen schlechten oder verabscheuungswürdigen Charakter hin. Warum könnt ihr also diesen geringfügigen Makel nicht tolerieren? Darüber hinaus kann dieser geringfügige Makel große Vorteile für deinen Lebenseintritt bringen. Man könnte auch sagen, dass manche Menschen aufgrund dieses Makels der Menschlichkeit, dieser angeborenen Voraussetzung, eher in der Lage sind, Gott von ganzem Herzen bis zum Ende zu folgen. Letztendlich können sie, weil sie die Wahrheit annehmen, sich Gott unterwerfen und ein gottesfürchtiges Herz besitzen, ihre verdorbenen Dispositionen ablegen und die Errettung empfangen. Aus dieser Perspektive ist es ein Segen – die Menschen sollten sich nicht weigern, unfähig zu sein. Was ist so schlimm daran, unfähig zu sein? Die verdorbene Disposition einer Person wird sich aufgrund von Unfähigkeit nicht verschlimmern. Gott wird weder auf jemanden herabblicken oder sich weigern, ihn zu retten, weil er unfähig ist, noch wird die Unfähigkeit diesen Menschen daran hindern, die Wahrheit anzunehmen oder gerettet zu werden. Eure Gedanken und eure Sichtweise müssen sich also ändern – sie liegen noch weit daneben. Einige Leute sagen: „Ich wäre lieber eine böse Person als eine unfähige Person. Unfähige Menschen haben keine Zukunft, sie werden von allen verachtet, und sogar sie selbst blicken auf sich herab. Unfähig zu sein ist sinnlos; böse zu sein ist großartig – du kannst tun, was du willst, jeden schikanieren, der leicht zu schikanieren scheint, und niemand wagt es, sich dagegen zu sträuben. Wie glamourös ist es, so zu leben!“ Welchen Nutzen hat Glamour? Wenn du in der Welt erfolgreich bist und glamourös lebst, werden deine Zukunft und dein Bestimmungsort ruiniert sein. Du wirst nicht mehr in der Lage sein, vor Gott zu treten, und du wirst dich nicht mehr zu Gott hingezogen fühlen; Gott wird dich nicht mehr reizen, und die Lebens- und Arbeitsumgebung des Hauses Gottes wird dich nicht mehr ansprechen. Du wirst Gott verlassen und nach einer Lebensumgebung suchen, in der du deine Stärken zur Geltung bringen und deinen Wert verwirklichen kannst. Das Haus Gottes schränkt die bösen Taten der Menschen ein, und keine böse Person kann im Haus Gottes Erfolg haben oder bestehen. Kannst du noch im Haus Gottes bleiben, wenn du böse Menschen magst und selbst ein böser Mensch werden willst? Früher oder später wird das Haus Gottes von dir gesäubert werden. Du wirst nicht nur keinen guten Bestimmungsort erlangen, sondern nach dem Tod wirst du auch die Strafe für das Böse empfangen, das du begangen hast. Obwohl Unfähigkeit also ein Makel der Menschlichkeit ist, ist sie weder eine verdorbene Disposition, noch bedeutet sie, dass die eigene Menschlichkeit böse ist. Wer hat nicht einige Schwächen? Unfähigkeit ist wie das Stottern oder das etwas hässliche Aussehen, mit dem manche Menschen geboren werden – das sind alles angeborene Makel. Menschen haben unterschiedliche Hautfarben – manche Menschen werden weiß geboren, manche mit gelber Haut und manche mit schwarzer Haut. Das ist eine angeborene Voraussetzung. Menschen mit gelber Haut mögen nicht so gesund aussehen und haben einen weniger schönen Teint – das ist ein geringfügiger Makel. Menschen mit schwarzer Haut erscheinen robuster, und doch möchte niemand schwarze Haut haben. Menschen mit weißer Haut werden im Allgemeinen beneidet, aber selbst unter ihnen gibt es einige, die das Gefühl haben, dass zu blasse Haut unvorteilhaft ist, und die sich daher gerne bräunen, um einen bronzenen Teint zu erlangen. Sie glauben, dies lasse sie gesund aussehen und verleihe ihrer Haut ein Strahlen. Ihr seht, Unfähigkeit ist dasselbe wie die verschiedenen angeborenen Voraussetzungen der Menschen – es ist nur so, dass sie eine Art Makel ist. Ist sie also ein großes Problem? (Nein.) Obwohl dieses Problem also ein Makel der Menschlichkeit ist, beeinträchtigt es weder deine Annahme der Wahrheit noch dein Verständnis der Wahrheit. Sträubt ihr euch also immer noch dagegen, unfähig zu sein? (Nicht mehr.) Werdet ihr unfähige Menschen immer noch schikanieren, wenn ihr sie seht? (Nein.) Ihr habt sie früher ziemlich oft schikaniert, nicht wahr? Werdet ihr jetzt, wenn ihr unfähige Menschen seht, immer noch auf sie herabblicken und sie herabsetzen? (Nein.) Wenn du selbst eine unfähige Person bist, solltest du erst recht nicht auf dich herabblicken. Wenn du unfähig bist, dann sei es so – praktiziere, gemäß Gottes Worten ein ehrlicher Mensch zu sein. Auch wenn du unfähig sein magst, solltest du ehrlich und nicht hinterlistig sein, und Gott mag diese Art von Mensch. Was mag Gott? Es ist nicht deine Unfähigkeit. Es ist die Tatsache, dass du aufgrund deiner Unfähigkeit bereit bist, ein ehrlicher Mensch zu sein; es ist die Tatsache, dass du, weil auf dich herabgeblickt wird und du bei den Menschen keine Anerkennung finden kannst, nach Wegen suchst, ein ehrlicher Mensch zu sein, um Gott glücklich zu machen und Ihn zufriedenzustellen, und du tust, was auch immer Gott sagt. Auf diese Weise wird deine Unfähigkeit zu einem Vorteil, nicht wahr? (Ja.) Hat sich eure Sichtweise jetzt geändert? (Ja.) Natürlich sind nicht alle unfähigen Menschen zwangsläufig in der Lage, die Wahrheit anzunehmen. Einige Menschen haben zusätzlich zum Makel der Unfähigkeit in ihrer Menschlichkeit auch Probleme mit ihrem Charakter. Dies kann nicht verallgemeinert werden. An sich ist Unfähigkeit kein großes Problem, aber du musst auch darauf achten, wie der Charakter von jemandem beschaffen ist. Wenn jemand hinterlistig ist oder einen verabscheuungswürdigen Charakter hat – wenn er schamlos dickhäutig, argwöhnisch, sensibel und halsstarrig ist oder sogar eine bösartige Disposition hat – dann taugt diese Person nichts. Eine unfähige Person ist also nicht unbedingt jemand mit gutem Charakter. Gut, das ist alles zu unserer Erörterung über Unfähigkeit.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?