Wie man nach der Wahrheit strebt (8) Abschnitt Sechs
Die Neigung, gesellig oder zurückgezogen zu sein
Gesellig zu sein – was ist das für ein Aspekt? (Es ist eine angeborene Voraussetzung.) Das ist eine angeborene Voraussetzung, eine Methode für den Umgang mit weltlichen Belangen, während man sich in einer Gruppe von Menschen befindet. Manche Menschen genießen den Umgang mit anderen, sie werden dessen nie müde, und egal, welche Persönlichkeit die anderen Menschen haben, sie sind fähig und willens, mit ihnen Umgang zu pflegen. Manche Menschen hingegen meiden lieber Menschenmengen und sind nicht bereit, mit anderen Umgang zu pflegen. Das hängt in gewissem Sinne mit der angeborenen Persönlichkeit zusammen. Wenn es die Persönlichkeit betrifft, betrifft es definitiv die angeborenen Voraussetzungen. Gesellig zu sein, hängt mit der Persönlichkeit einer Person zusammen; es betrifft nicht die Vorzüge oder Mängel der Menschlichkeit, und es betrifft natürlich auch keine verdorbene Disposition. Das ist eine relativ einfache Äußerungsform. Zurückgezogenheit – welchem Aspekt ist das zuzuordnen? (Es ist ein Teil der angeborenen Persönlichkeit.) (Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Hier gibt es unterschiedliche Meinungen – was für ein Problem ist also die Zurückgezogenheit? (Zurückgezogenheit deutet auf eine schlechte Persönlichkeit hin.) Eine schlechte Persönlichkeit ist ein Makel der Menschlichkeit. Die Persönlichkeit selbst ist auch ein Aspekt der eigenen angeborenen Voraussetzungen, daher ist die Eigenschaft der Zurückgezogenheit sowohl eine angeborene Voraussetzung als auch ein Makel der Menschlichkeit. Das gehört nicht zu einer verdorbenen Disposition und betrifft nicht das eigene Verhalten. Zurückgezogenheit bedeutet, Menschen immer zu meiden, nicht bereit zu sein, seine Gedanken mit anderen zu teilen, es vorzuziehen, Dinge allein zu tun, den Umgang mit anderen nicht zu mögen und nicht gerne unter Menschen zu leben. Solche Menschen halten sich nur gerne in einer einsamen Umgebung oder in einer Ecke auf. Wenn viele Menschen anwesend sind, sind sie nicht bereit zu sprechen. Sie sind nicht gut darin, mit anderen zu kommunizieren. Wenn sie mit anderen kommunizieren, fühlen sie sich ängstlich und panisch oder geraten in peinliche und unangenehme Situationen. Das ist ein Persönlichkeitsproblem innerhalb der angeborenen Voraussetzungen und natürlich ist es auch ein Makel der Menschlichkeit, nicht wahr? (Richtig.)
Furchtsamkeit und Verwegenheit
Betrachten wir nun die Furchtsamkeit – was für ein Problem ist diese? (Sie ist eine angeborene Voraussetzung.) (Ein Makel der Menschlichkeit.) Sie ist eine angeborene Voraussetzung und auch ein Makel der Menschlichkeit. Sagt Mir, was bedeutet es, furchtsam zu sein? Angst zu haben, nachts auszugehen, Angst vor Mäusen, Tausendfüßlern und Skorpionen zu haben, sowie Angst davor, in Schwierigkeiten zu geraten, und nicht bereit zu sein, sich komplizierten Problemen zu stellen – das sind alles Äußerungsformen von Furchtsamkeit. Manche Menschen fallen vor Schreck in Ohnmacht, wenn sie eine Schlange sehen. Manche Menschen bekommen solche Angst, dass sie am ganzen Körper zittern, wenn sie von einem Autounfall hören. Manche Menschen bekommen solche Angst, wenn sie hören, dass Gläubige an Gott verfolgt und verhaftet, verurteilt und inhaftiert werden können, dass sie sich nicht mehr trauen zu glauben. Es gibt auch solche, die sich nicht trauen, Achterbahn zu fahren. Solche Menschen trauen sich nicht, an etwas teilzunehmen oder etwas auszuprobieren, wenn sie auch nur einen kleinen Teil dessen nicht durchschauen können oder es etwas ist, das sie noch nie zuvor getan haben. Sie trauen sich nicht nur nicht, gefährliche Arbeiten oder gefährliche Aktivitäten auszuprobieren, sondern sie haben auch Angst, Dinge zu tun, die normale Menschen im täglichen Leben tun sollten. Wenn man sie zum Beispiel bittet, Autofahren zu lernen, sagen sie: „Ich traue mich nicht zu fahren. Es gibt so viele Autos auf der Straße, und sie fahren so schnell – was, wenn ich angefahren werde?“ Jemand sagt: „Warum machst du dir immer Sorgen wegen eines Autounfalls? Kannst du nicht einfach ein bisschen vorsichtiger fahren?“ Aber sie haben immer noch Angst: „Sobald das Auto fährt, habe ich es nicht mehr unter Kontrolle. Wenn es wirklich zu einem Unfall kommt, kann niemand etwas daran ändern!“ Sie denken immer in eine negative Richtung und können deshalb nichts erreichen. Furchtsamkeit ist eine angeborene Voraussetzung, und sie ist auch ein Makel der Menschlichkeit. Furchtsame Menschen sind bei allem, was sie tun, übervorsichtig und penibel. Sie machen normalerweise keine großen Fehler oder begehen große Verfehlungen. Aber aus keiner Perspektive kann dies als Vorzug angesehen werden – das ist ein Makel der Menschlichkeit. Und was ist mit Verwegenheit? Welche Begriffe werden üblicherweise mit Verwegenheit in Verbindung gebracht? (Törichte Kühnheit, rücksichtsloses Handeln aus Verwegenheit.) „Rücksichtsloses Handeln aus Verwegenheit“, „unverschämt verwegen sein“ und „tollkühn bis zur Waghalsigkeit“ beziehen sich alle auf Verwegenheit. Ist es also gut, verwegen zu sein oder nicht? (Es kommt auf die Angelegenheit an.) Es hängt von der Situation ab und davon, um was für eine Person es sich handelt. Wenn man es aus der Perspektive der Menschlichkeit betrachtet, kann Verwegenheit nicht als Vorzug oder Mangel eingestuft werden – wir werden es als eine angeborene Voraussetzung kategorisieren. Die Verwegenheit einer Person muss in Bezug auf die Angelegenheit betrachtet werden; zusätzlich muss man darauf achten, ob sie beim Handeln Grenzen kennt und wie ihr Charakter beschaffen ist. Wenn ihr Charakter schlecht ist, kann Verwegenheit sie dazu bringen, das Gesetz zu brechen, Böses zu tun und Verbrechen zu begehen, überall Vorteile auszunutzen, unrechtmäßige Gewinne zu erzielen und andere zu betrügen und zu täuschen. Wenn ihr jemand Geld anbietet, um Missetaten zu begehen, ist sie dazu fähig. Um sich Vorteile zu verschaffen, wagt sie es, jede noch so schlechte Tat zu begehen, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen oder auf andere. Ist es gut, aus Verwegenheit so rücksichtslos zu handeln? (Nein.) Manche Leute betrügen andere überall um ihres Geschäfts willen. Das Geschäft, das sie betreiben, ist illegal – es ist nur eine Briefkastenfirma ohne tatsächliche Geschäftstätigkeit. Aber aufgrund ihrer Verwegenheit in Kombination mit ihrer Fähigkeit zu täuschen, machen sie vorübergehend ein Vermögen, leben in Villen und fahren Limousinen – sie genießen ein sehr gutes Leben, aber das Geld und die materiellen Besitztümer, die sie genießen, wurden alle durch Betrug als Ergebnis ihrer Verwegenheit erlangt. Ist das eine gute Sache? Sag Mir, ist diese Verwegenheit gut? (Nein.) Deshalb muss man bei verwegenen Menschen darauf achten, welchen Weg sie einschlagen. Wenn sie es wagen, andere aufgrund ihrer Verwegenheit zu betrügen und zu täuschen, begehen sie ein großes Übel. Je mehr du betrügst und je mehr du andere ausnutzt, desto schwerer wird die Strafe sein, die du in Zukunft erhalten wirst, richtig? Bringt das nicht Unheil? (Doch.) Wenn du furchtsam bist und andere betrügen und täuschen willst, wirst du dich auf ein bisschen weniger Täuschung einlassen, und die Strafe, die du in Zukunft erhalten wirst, wird geringer sein. Ist es für solche Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, also besser, etwas furchtsam oder etwas verwegen zu sein? (Etwas furchtsam zu sein ist besser.) Für diese Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, die fähig sind, andere zu betrügen und zu täuschen, die das Gesetz missachten und immer versuchen, Gesetzeslücken auszunutzen, um unerwartete Gewinne zu erzielen, und die jederzeit das Gesetz brechen können, ist Verwegenheit ein Unheil – sie ist ein Makel und eine Schwäche ihrer Menschlichkeit. Furchtsamkeit erweist sich hingegen als gute Sache – sie ist sogar ein Schutz für sie. Furchtsame Menschen verdienen etwas Geld, damit sie für die Grundbedürfnisse ihrer Familie und für sich selbst sorgen können, und genießen auch einige Luxusgüter, und dabei belassen sie es. Die Strafe, die sie in Zukunft erwartet, wird milder ausfallen. Verwegene Menschen wagen es, rücksichtslos Missetaten zu begehen, andere zu betrügen und zu täuschen und sich zu nehmen, was anderen gehört, um selbst mehr genießen zu können. Sie nutzen andere aus – werden sie das in Zukunft nicht ausgleichen müssen? (Doch.) Wenn sie ein nächstes Leben haben, wird die Strafe, die sie dann erhalten, schwerwiegend sein – sie werden es vielleicht nicht einmal in ein oder zwei Leben vollständig ausgleichen können. Manche Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, Restaurants zu betreiben oder Geschäfte zu machen und ein oder zwei Millionen oder sogar zig Millionen an Vermögen anzuhäufen, können aber nichts davon selbst genießen, weil alles zur Schuldentilgung verwendet wird. Selbst wenn sie in ihren Siebzigern oder Achtzigern sind, haben sie die Schulden immer noch nicht vollständig zurückgezahlt. Was ist da los? Das ist die karmische Vergeltung – vielleicht liegt es daran, dass sie in ihren vergangenen Leben aus Gier zu viel von anderen genommen haben und nun über diese mehreren Leben hinweg Schulden abbezahlen. Waren sie in ihren vergangenen Leben nicht zu gierig, zu verwegen und haben andere zu sehr ausgenutzt, was nun in ihrem jetzigen Leben zu Vergeltung führt? (Doch.) Für Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, ist ein gewisses Maß an Furchtsamkeit ein Schutz, während Verwegenheit ein schlechtes Zeichen ist.
Ist Verwegenheit gut, wenn eine Person den richtigen Weg geht? (Ja.) Was ist gut daran? (Wenn sie verwegen ist, kann sie immer noch daran festhalten, an Gott zu glauben, wenn sie Verfolgung ausgesetzt ist.) Diese Verwegenheit bezieht sich nicht nur auf fleischlichen Mut. Wenn es die Art von Verwegenheit ist, bei der es sich um fleischlichen Mut handelt, dann ist es Rücksichtslosigkeit und Unbesonnenheit – es ist etwas impulsiv und blind. Angenommen, du bist kühn und wirst wegen deines Glaubens an Gott verhaftet – wirst du dann Angst haben, gefoltert zu werden? Wirst du Angst vor dem Tod haben? Wirst du Angst haben, zwanzig oder dreißig Jahre im Gefängnis zu verbringen? Wenn du Angst haben wirst, dann ist deine Aussage „Ich habe keine Angst“, zum Zeitpunkt als du anfängst, an Gott zu glauben, Rücksichtslosigkeit und keine wahre Verwegenheit. Welche Äußerungsform ist die Abwesenheit von Rücksichtslosigkeit? Es ist die, dass du, wenn du anfängst, an Gott zu glauben, einen gewissen Mut hast, aber du hast auch echten Glauben. Worauf bezieht sich dieser echte Glaube? Es bedeutet, dass du im Glauben an Gott Entschlossenheit besitzt: „Wenn ich wegen meines Glaubens an Gott verfolgt, verhaftet und gefoltert werde, muss ich bereit sein, mein Leben hinzugeben. Egal, wie ich gequält werde oder in welchem Ausmaß, ich werde die Kirche nicht verraten oder zum Judas werden – ich fürchte den Tod nicht!“ Das ist ein Aspekt. Der andere Aspekt ist, dass du, wenn du tatsächlich verhaftet und verfolgt wirst und der große rote Drache dich bedroht, um dich zum Verrat an der Kirche zu bewegen, Satans Pläne durchschauen kannst und nicht von ihm eingeschränkt wirst und in deinem Zeugnis standhaft bleibst und sagst: „Alles an einer Person, einschließlich ihres Lebens und ihres Todes, liegt in Gottes Händen. Ich habe keine Angst!“ Das ist weder Rücksichtslosigkeit noch bloßer Mut; das ist echter Glaube. Diesen echten Glauben zu haben und in der Lage zu sein, in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben, ist dein Vorzug. Angenommen, du hast keinen echten Glauben und sagst nur: „Ich habe keine Angst – schlimmstenfalls ist es nur der Tod“, aber wenn du mit Verhaftung konfrontiert wirst, hast du solche Angst, dass du dir in die Hosen machst. Nach der Verhaftung denkst du als Erstes: „Werde ich gefoltert werden? Wird mein Fleisch leiden? Werde ich es aushalten können, wenn ein elektrisches Brandeisen gegen meinen Körper gedrückt wird? Werde ich sterben, wenn die Folter schwer ist? Wird Gott mich in Erinnerung behalten, wenn ich sterbe? Werde ich nicht in der Lage sein, Errettung zu erlangen? Wenn ich es wirklich nicht ertragen kann, werde ich die Kirche verraten und zum Judas werden. Wenn ich bestraft und vernichtet werde, nachdem ich zum Judas geworden bin, dann sei es so – zumindest werde ich jetzt keinen Schmerz erleiden.“ Verlierst du in diesem Fall nicht dein Zeugnis? Angenommen, die Kommunistische Partei bedroht dich dann und erpresst dich mit deiner Familie – sie verwehrt deinen Kindern den Universitätsbesuch, verweigert deinen Eltern den Zugang zur Krankenversicherung, entzieht deiner Familie alle Rechte – dann wirst du Angst bekommen und keinen echten Glauben haben. Wo bleibt dann dein Mut? Bist du wirklich verwegen? Wenn du keinen echten Glauben hast, dann ist deine Verwegenheit nur Rücksichtslosigkeit. Nur wenn du echten Glauben hast, ist dein Mut echt. Wenn du vor der Verhaftung denkst: „Gott wird nicht zulassen, dass ich verhaftet werde“, und du durch diesen Gedanken ermutigt wirst, ist das weder wahre Standhaftigkeit noch wahrer Glaube. Angenommen, du hast vor der Verhaftung bereits alles durchdacht und sagst: „Das Leben und der Tod einer Person liegen in Gottes Händen. Wenn Gott mir wirklich mein Leben nehmen will, sollte ich mich unterwerfen. Mein zukünftiger Bestimmungsort wird durch ein einziges Wort Gottes bestimmt. Wie auch immer Gott mich behandelt und welchen Bestimmungsort Er mir auch gewährt, es ist allein Gottes Gerechtigkeit, und ich werde mich unterwerfen. Wenn Gott es so einrichtet, dass ich im Gefängnis sterbe, ist mir das eine Ehre – ich bin bereit, dieses Leben Gott zu opfern. Egal, wie groß mein Leid auch sein mag, ich werde ein unveränderliches Credo haben, nämlich, dass ich mein Leben in Gottes Hände lege, und egal, wie Satan mich quält, verwüstet oder foltert, ich werde ihm niemals nachgeben. Ich mache mir keine Sorgen darüber, ob ich sterben werde. Selbst wenn ich sterbe, geschieht es unter Gottes Herrschaft, und Er hat es vorherbestimmt. Ich werde Gott trotzdem danken und Ihn preisen!“ Das ist die Art von Glauben, die du haben musst; nur mit einem solchen Glauben kannst du wahren Mut haben. Angenommen, du hast diese Dinge bereits vor deiner Verhaftung, bevor dir das wirklich passiert, durchschaut, hast echten Glauben an Gott, echte Unterwerfung unter Gott und echtes Verständnis und echte Akzeptanz der Angelegenheiten von Leben und Tod, und du kannst dich vollständig in Gottes Hände begeben, und wenn du wirklich verhaftet wirst und dem Tod ins Auge siehst, bleiben diese Erkenntnisse in deinem Herzen unverändert – dann wird dein Glaube nicht wanken. Egal, unter welchen Umständen, wenn dein Glaube nicht gebrochen oder besiegt wird, wirst du immer Mut haben. Angenommen, du hast diese Dinge vor deiner Verhaftung, bevor dir das wirklich passiert, nicht durchdacht und denkst nur wünschend: „Ich bin bereit, mein Leben hinzugeben. Mein Leben wurde mir von Gott gegeben – schlimmstenfalls werde ich als Märtyrer für Gott sterben!“ Wenn der große rote Drache dich in diesem Fall foltert und dich dann zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, wirst du fassungslos sein: „Ich dachte, mit dem Tod wäre alles vorbei. Wenn ich als Märtyrer sterben würde, würde Gott sich an mich erinnern. Ich habe nicht erwartet, dass es mir nicht gelingen würde, dieses Zeugnis abzulegen, und dass ich am Ende zu zehn Jahren verurteilt werde. Zehn Jahre – das sind nicht zehn Tage oder zehn Monate! Wie soll ich das durchstehen?“ Da du vorher nicht über diese Dinge nachgedacht hast, wird es dir leichtfallen, sie zu diesem Zeitpunkt zu verstehen? Es wird etwas schwierig sein, richtig? (Ja.) Wenn Schwierigkeiten auftreten, denken die Leute nur daran, wie sie damit umgehen und wie sie ihnen entkommen können. Wenn dein Drang, Schwierigkeiten zu entkommen, stark ist, dann wird dein Drang, dich ihnen inmitten einer misslichen Lage anzupassen, extrem schwach sein. Daher wird es dir sehr schwerfallen, dich in einer solchen Umgebung zu unterwerfen, wenn du mit Schwierigkeiten konfrontiert wirst. Wie sollten solche Situationen also gelöst werden? Du musst unverzüglich die Wahrheit suchen und diese Angelegenheiten durchdenken; du musst dir auch genau den Weg überlegen, auf dem du die Wahrheit praktizieren solltest. Was wirst du beispielsweise denken, wenn du für zehn Jahre ins Gefängnis sollst? „Wird meine Frau (oder mein Mann) sich von mir scheiden lassen? Wie alt werden meine Kinder in zehn Jahren sein? Ich werde meine Verantwortung ihnen gegenüber nicht erfüllt haben – werden sie mich verstoßen und sich weigern, sich im Alter um mich zu kümmern? Wie werde ich nach meiner Entlassung leben? Nach zehn Jahren werden meine Eltern alt sein, und ich werde meine Pflicht als ihr Kind ihnen gegenüber nicht erfüllt haben – macht mich das ihnen gegenüber nicht undankbar? Wird Gottes Werk nach zehn Jahren beendet sein? Ich werde im Gefängnis nichts gewonnen haben – ich werde an keinen Versammlungen teilgenommen, keine Predigten gehört und die Wahrheit nicht verstanden haben. Werde ich in diesen zehn Jahren nicht zurückgefallen sein? Bedeutet das nicht, dass ich ausgemustert wurde? Wird Gott mich noch wollen? Wird Gott sich daran erinnern, wenn ich dieses Leid ertrage? Wenn Er sich nicht daran erinnert und ich keine Errettung erlangen kann, habe ich dann diese Zeit im Gefängnis nicht umsonst verbracht? In zehn Jahren wird sich viel ändern, und ich werde nichts gewinnen, sondern viel verlieren.“ Wenn du an diese Dinge denkst, treten Schwierigkeiten auf. Wie solltest du diesen Schwierigkeiten begegnen? Solltest du nicht darüber nachdenken, wie du jeden Tag überstehen kannst? Wenn du diese Dinge nicht durchdacht und nicht den Punkt erreicht hast, an dem du die Wahrheit verstehst und die Dinge klar siehst, dann werden im Falle einer Verhaftung dein Leben und dein Tod an einem einzigen Gedanken hängen: Ein Moment der Furchtsamkeit und Angst, ein einziger Gedanke oder eine einzige Idee können dazu führen, dass du zum Judas wirst, die Kirche verrätst und all deine bisherigen Bemühungen zunichte machst. Wenn du diese Angelegenheit nicht durchdenken oder durchschauen kannst, wird es dir sehr schwerfallen, dir keine Sorgen um deine Zukunftsaussichten und dein Schicksal zu machen, und es wird sehr schwierig für dich sein, dein Leben und deinen Tod in Gottes Hände zu legen und Ihm zu erlauben, die Dinge nach Seinem Willen zu orchestrieren. Wenn du die Angelegenheiten von Leben und Tod nicht durchschauen kannst und immer noch darauf hoffst, Glück zu haben, und du dich durchwursteln willst, dann wirst du offenbart werden, wenn eine solche Umgebung über dich hereinbricht. All jene, die bei ihrer Verhaftung zu Judassen wurden und die „Drei Erklärungen“ unterzeichneten, taten dies über Nacht, und sie wurden von Satan mit dem Malzeichen des Tieres gebrandmarkt. Das Leben und der Tod einer Person hängen manchmal an einem einzigen Gedanken. Ohne die Wahrheit ist es sehr schwierig, Krisen zu überstehen. Was also ist wahre Verwegenheit? Ist es wahre Verwegenheit, wenn jemand etwas durch einen Anfall blinden Eifers erreicht? Das ist es nicht – es ist Impulsivität. Eine wirklich mutige Person besitzt in ihrem Herzen ein gewisses Maß an Unterscheidungsvermögen bezüglich vieler positiver und negativer Dinge. Sie ist in der Lage, positiven Dingen innerlich zuzustimmen, sie anzunehmen und fest anzuerkennen und den Punkt zu erreichen, an dem sie sich der Wahrheit und der Herrschaft Gottes unterwerfen kann. Nur auf diese Weise kannst du wahren Mut haben. Wenn du diese Dinge nicht in deinem Herzen besitzt, ist deine Verwegenheit nur töricht – wie ein neugeborenes Kalb, das keine Angst vor einem Tiger hat. Daher erfordert es in einem Land, das Gott widersteht, nicht nur Mut, an Gott zu glauben und Ihm zu folgen, sondern vor allem Glauben. Du wagst es, an Gott zu glauben, nicht weil du verwegen bist, sondern weil du Glauben hast. Manche Leute sagen: „Ich denke, dass ich an Gott glaube, einfach weil ich verwegen bin und keine Angst vor Verfolgung habe.“ Diese Aussage mag richtig sein. Du glaubst aufgrund von Wagemut, aber angesichts deiner Torheit, Unwissenheit und Einfachheit erweist Gott dir besondere Gnade und schafft bestimmte Umgebungen für dich und bewässert und versorgt dich mit der Wahrheit. Dadurch kommst du dazu, eine ganze Reihe von Wahrheiten zu verstehen und zu gewinnen. Mit der Zeit gewinnt dein Wagemut Elemente echten Glaubens, und erst dann wächst dein Mut, und du wagst es mehr, dich zukünftigen Umgebungen oder Verfolgungen zu stellen. Wenn eine Person keinen echten Glauben hat und sich auf einen Kraftausbruch verlässt und sagt: „Ich wage es, an Gott zu glauben! Ich habe keine Angst vor Verfolgung oder davor, verhaftet und eingesperrt zu werden!“ – diese Art von Mut wird nicht lange anhalten. Ohne die Versorgung mit der Wahrheit, ohne dass Gott im wirklichen Leben Umgebungen schafft, um dich zu schulen, dich praktizieren zu lassen und dich zu lehren, wie du verschiedenen Dingen begegnen sollst, ist deine Verwegenheit reiner Wagemut, und sie ist überhaupt kein echter Glaube. Verstehst du? (Ja.) Wenn sie wirklich Wagemut ist, dann macht dich das zu einer rücksichtslosen, törichten, unwissenden Person. Manche Leute, die an Gott glauben, haben sehr einfache Gedanken und stellen sich die Dinge sehr unkompliziert vor, ohne überhaupt zu ahnen, welche Gefahren mit der Nachfolge Gottes verbunden sein werden. Aber erst wenn sie auf Rückschläge stoßen, erkennen sie, dass die Nachfolge Gottes keine unkomplizierte Angelegenheit ist. Wenn die Verwegenheit einer Person ein Vorzug der Menschlichkeit ist, dann ist diese Person zumindest einfach und geradlinig, nicht kompliziert, und sie macht sich keine Sorgen um dies und das. Aber angenommen, deine Verwegenheit wird von der Absicht angetrieben, Segnungen zu erlangen, und du denkst: „Wenn man an Gott glaubt, kann man in den Himmel kommen, große Segnungen erlangen und den Katastrophen entkommen und dem Tod entgehen, also werde ich glauben, komme was wolle!“ Mit anderen Worten: Dein Glaube wird von einem Ausbruch wagemutiger roher Kraft angetrieben; es ist nicht so, dass du auf einfache Weise begehrst, an Gott zu glauben; stattdessen jagst du Segnungen nach. In diesem Fall ist deine Verwegenheit bestenfalls Wagemut und kann nicht als ein Vorzug der Menschlichkeit eingestuft werden. Daher muss man bei verwegenen Menschen auf ihre Menschlichkeitsessenz achten. Wenn sie kein Gewissen und keine Vernunft haben und nur wagemutig sind, dann haben sie wenig Wert und können nichts Sinnvolles erreichen. Aber wenn sie in der Lage sind, an Gott zu glauben und die Wahrheit anzunehmen, dann besitzen solche Leute Wert. Wenn eine Person verwegen ist, aber kein Begriffsvermögen hat, die Wahrheit nicht verstehen kann und nur, um Segnungen zu erlangen, an Gott glaubt, bereit ist, ihre Familie und ihre Karriere aufzugeben und keine Verfolgung fürchtet, um Segnungen zu erlangen, dann ist das kein Vorzug der Menschlichkeit, sondern ein falscher Gedanke und eine falsche Sichtweise. Stimmen falsche Gedanken und Sichtweisen mit Gottes Absichten überein? (Nein.) Ob jemand furchtsam oder verwegen ist, betrifft seine angeborenen Voraussetzungen und hat wenig mit seiner Menschlichkeitsessenz zu tun.
Wenn wir nicht über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft halten würden, könntet ihr sie dann von euch aus erkennen? (Wir könnten es vielleicht bei einfachen Äußerungsformen, aber bei komplexeren nicht.) Könnt ihr sie jetzt erkennen, wo wir über die Unterschiede zwischen angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft gehalten haben? (Wir können sie ein bisschen besser erkennen als zuvor.) Wenn ich euch also noch einige ungewöhnlichere Beispiele gebe, werdet ihr sie dann auf der Grundlage dessen, worüber ich Gemeinschaft gehalten habe, erkennen können? Schwer zu sagen, richtig? Dann werden wir das nächste Mal weiterhin über Fragen zu diesem Thema Gemeinschaft halten. Wenn wir mehr Gemeinschaft halten, werdet ihr einige Regeln zur Erkennung verschiedener Arten von Problemen identifizieren. Was die verschiedenen Äußerungsformen von Menschlichkeit, angeborenen Voraussetzungen und verdorbenen Dispositionen betrifft, könnt ihr im Allgemeinen die Äußerungsformen erkennen, über die Gemeinschaft gehalten wurde. Diejenigen, über die nicht Gemeinschaft gehalten wurde, können nur Leute, die über geistliches Verständnis verfügen, oder diejenigen, die wissen, wie man die Wahrheit sucht, erkennen. Diejenigen mit schlechtem Kaliber könnten unzulänglich sein und sie möglicherweise nicht erkennen und müssen daher mehr zuhören und mehr Fragen stellen. Wenn wir nicht über diese Fragen Gemeinschaft halten, werden sie für euch immer vage bleiben, und was ihr sagt, wird auch unklar sein; es wird immer eine Lücke zwischen eurem Verständnis und dem reinen Verständnis der Wahrheit geben, richtig? (Ja.)
Heute haben wir über Fragen des Kalibers Gemeinschaft gehalten. Könnt ihr jetzt das Kaliber von Menschen erkennen? (Wir können es grob erkennen.) Wenn ihr es nicht erkennen könnt, dann nehmt euch Zeit und macht Erfahrungen. Im täglichen Leben werdet ihr auf diese Angelegenheiten stoßen. Lerne, die Worte aus unserer Gemeinschaft auf das wirkliche Leben anzuwenden und gleiche sie Stück für Stück mit den Äußerungsformen der Menschen ab. Erkenne dich selbst und andere, lerne dich selbst und andere kennen. Allmählich wirst du in der Lage sein, diese Dinge einzuschätzen und einen Maßstab dafür entwickeln. Die Grundsätze zur Betrachtung von Menschen und Dingen sowie für dein Verhalten und Handeln werden immer klarer werden. Wir haben viel über die verschiedenen Aspekte der Erkennung von angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft gehalten. Ganz gleich, über welche Äußerungsformen oder welche Offenbarungen der Menschlichkeit wir Gemeinschaft halten, nichts davon sind leere Worte – diese Dinge können alle im wirklichen Leben angetroffen, gesehen und gespürt werden. Daher musst du lernen, verschiedene Dinge und verschiedene Arten von Leuten zu betrachten, indem du Gottes Worte zu ihnen in Beziehung setzt. Nur indem du lernst, die verschiedenen Zustände und Angelegenheiten aus unserer Gemeinschaft mit dem wirklichen Leben abzugleichen, kannst du allmählich Fortschritte bei der Betrachtung von Menschen und Dingen sowie bei deinem Verhalten und Handeln machen, ein genaues Verständnis für verschiedene Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wahrheit erlangen und allmählich die verschiedenen Wahrheitsgrundsätze erfassen. Verstehst du? (Ja.) Obwohl die besprochenen Angelegenheiten hauptsächlich dazu dienen, die verschiedenen Zustände und Offenbarungen, die von den Menschen an den Tag gelegt werden, zu erkennen und dich nicht direkt befähigen, die Wahrheit zu verstehen und in sie einzutreten, werden diese Angelegenheiten alle dein Verständnis der Wahrheit sowie deinen Eintritt in die Wahrheitsrealität beeinflussen. Obwohl diese Angelegenheiten in den Auffassungen der Menschen nur die Menschlichkeit, die angeborenen Voraussetzungen oder einige offensichtlich verdorbene Dispositionen zu betreffen scheinen, steht jede Angelegenheit und jede Aussage in Zusammenhang mit dem Eintritt der Menschen in die Wahrheit. Und so sind diese Angelegenheiten solche, denen du dich auf dem Weg des Eintritts in die Wahrheit stellen musst – du kannst ihnen nicht ausweichen. Die verschiedenen Angelegenheiten und Äußerungsformen der Menschlichkeit, ob positiv oder negativ, werden dir alle in verschiedenen Umgebungen des täglichen Lebens begegnen und von dir zu bewältigen sein. Wenn du, wenn du mit verschiedenen Angelegenheiten konfrontiert bist, keine davon erkennen kannst und sie alle verallgemeinerst und die Wahrheitsgrundsätze aus unserer Gemeinschaft als Vorschriften oder Glaubenslehren betrachtest, dann wirst du niemals in die Wahrheitsrealität eintreten können. Warum ist das so? Weil du niemals verstehen wirst, was die Wahrheit ist.
Also gut, das ist alles für die heutige Gemeinschaft. Auf Wiedersehen!
25. November 2023
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?