Wie man nach der Wahrheit strebt (6) Abschnitt Drei
Nummer 5: Die kognitive Fähigkeit
Die fünfte Fähigkeit ist die kognitive Fähigkeit. Worauf bezieht sich die kognitive Fähigkeit? Ihr Hauptaugenmerk liegt auf dem Grad des Verständnisses einer Person für die Dinge selbst. Um die kognitive Fähigkeit einer Person zu beurteilen, muss man ihren Grad des Verständnisses einer Sache und den Zeitrahmen betrachten, den sie benötigt, um das Wesen der Sache zu verstehen. Wenn der benötigte Zeitrahmen sehr kurz und ihr Grad des Verständnisses ausreichend tief ist und das Niveau des Verständnisses des Wesens der Sache erreicht, besitzt sie kognitive Fähigkeit. Wenn der Zeitrahmen, den eine Person benötigt, um eine Sache zu verstehen, im normalen Bereich liegt und sie das Wesen dieser Sache selbst verstehen kann, die Ursachen und Folgen sowie die Wurzel und das Wesen der Probleme darin klar sehen kann und dann ein Verständnis für diese Sache in ihrem Herzen hat – und, noch besser, wenn sie eine Definition geben und eine Schlussfolgerung über diese Sache ziehen kann –, wird dies als gutes Kaliber bezeichnet. Das heißt, unabhängig davon, ob du männlich oder weiblich bist, ob du gerade das Erwachsenenalter erreicht hast oder bereits ins mittlere oder hohe Alter eingetreten bist, gilt für dich als normale Person mit dem Denkvermögen der normalen Menschlichkeit Folgendes: Wenn du das Wesen der Sache selbst innerhalb des normalen Zeitrahmens verstehst, dann wird dein Kaliber als gut angesehen. Wenn du für das Verständnis dieser Sache mehr als das Drei- oder Vierfache des Zeitrahmens benötigst, den eine normale Person benötigt – das heißt, wenn eine Person mit gutem Kaliber drei Tage braucht, du aber zehn Tage oder sogar einen Monat –, und du erst dann die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit und ihre Wurzel und ihr Wesen erkennst, wenn du ihren gesamten Ablauf klar herausgefunden hast und der dadurch verursachte Schaden sowie die negativen Folgen bereits eingetreten sind, dann ist dein Kaliber bestenfalls durchschnittlich. Mit anderen Worten: Wenn diese Angelegenheit noch keine schwerwiegenden Folgen verursacht hat, aber einige negative Folgen bereits kontinuierlich aufgetreten sind, und du erst während dieses Prozesses allmählich die Wurzel und das Wesen dieser Angelegenheit erkennst und zu einer Definition und Schlussfolgerung gelangst, dann wird dein Kaliber als durchschnittlich angesehen. Wenn du jedoch erst dann eine plötzliche Erkenntnis hast und verstehst, worin die Natur einer Angelegenheit besteht, nachdem diese Angelegenheit bereits negative oder schwerwiegende Folgen gezeitigt hat, dann ist dein Kaliber äußerst schlecht. Wenn diese Angelegenheit bereits negative Folgen verursacht hat und du immer noch nicht weißt, worin bei dieser Angelegenheit das Problem besteht oder was die Wurzel des Problems ist, und du immer noch keine Schlussfolgerung darüber ziehen kannst, dann hast du kein Kaliber. Die kognitive Fähigkeit ist in diese vier Stufen unterteilt. Zuerst kommen Menschen mit gutem Kaliber. Das heißt, wenn eine Angelegenheit gerade erst aufgetaucht ist und erfordert, dass du innerhalb weniger Stunden sofort eine Schlussfolgerung ziehst – eine dringende Situation, in der es negative Folgen haben wird, wenn du nicht umgehend ein Urteil fällst, einen Plan zur Handhabung und Lösung der Angelegenheit entwickelst oder sogar einen Plan zur Schadensbegrenzung ausarbeitest, um ihre weitere Entwicklung zu stoppen – wenn du innerhalb dieses Zeitraums die Wurzel dieser Angelegenheit erkennen kannst und du sofort und entschlossen ein genaues Urteil fällen, eine genaue Entscheidung treffen und eine Schlussfolgerung ziehen und dann einen vernünftigen Plan zur Handhabung formulieren kannst, bedeutet das, dass du ein gutes Kaliber hast. Angenommen jedoch, du spürst nur, dass es ein Problem mit dieser Angelegenheit gibt, weißt aber nicht, wo das Problem liegt oder was seine Wurzel ist, und innerhalb des normalen Zeitraums für die Handhabung dieser Angelegenheit gelangst du zu keinen Schlussfolgerungen, Urteilssprüchen oder Plänen zur Handhabung. Stattdessen wartest du nur passiv und beobachtest ihre weitere Entwicklung, und erst durch ihre weitere Entwicklung versuchst du zu erkennen, was das Wesen dieser Angelegenheit tatsächlich ist, und fällst ein nicht sehr genaues Urteil. Danach wartest und beobachtest du weiter, und bevor die Angelegenheit sich vollständig entwickelt hat, kannst du vielleicht gerade noch das Wesen des Problems durchschauen oder gerade noch eine Lösung finden, aber deine Handhabung ist immer noch nicht prompt. Wenn dies der Fall ist, dann ist dein Kaliber sehr durchschnittlich. Wenn sich diese Angelegenheit vollständig entwickelt hat, die Folgen bereits eingetreten sind und das Wesen des Problems bereits vollständig zum Vorschein gekommen ist, du aber erst dann erkennst, dass diese Angelegenheit schlecht ist und die Grundursache siehst – oder vielleicht kannst du die Wurzel überhaupt nicht erkennen, sondern erduldest die endgültigen Folgen dieser Angelegenheit lediglich passiv oder begegnest ihnen auf passive Weise – das bedeutet, dass dein Kaliber schlecht ist. Eine weitere Äußerungsform von Menschen mit schlechtem Kaliber ist, dass sie, wenn solche Angelegenheiten wieder auftreten, immer noch dieselbe Haltung und dieselbe Methode zur Handhabung haben und die Angelegenheit mit derselben Geschwindigkeit handhaben. Das heißt, jedes Mal, wenn solche Angelegenheiten auftreten, handhaben sie sie immer auf dieselbe Weise, mit derselben Geschwindigkeit und Effizienz. Egal wie viele Dinge passieren, sie sind weder in der Lage, ihr Wesen zu erkennen, noch ändern sie entsprechend ihre Meinungen oder Standpunkte zu weltlichen Angelegenheiten. Das sind Menschen mit schlechtem Kaliber. Gerade weil sie Menschen mit schlechtem Kaliber sind, fehlt ihnen die Fähigkeit, selbstständig zu leben; das heißt, sie haben keine Überlebens- oder Lebensanschauung. Dies ist ein Anzeichen für ein schlechtes Kaliber. Die Äußerungsform von Menschen ohne Kaliber ist diese: Wenn eine Angelegenheit bereits aufgetreten ist und vielleicht sogar schon Folgen eingetreten sind, wissen sie immer noch nicht, was geschehen ist, als ob sie träumen würden. Das bedeutet, kein Kaliber und keine kognitive Fähigkeit zu haben. Versteht ihr? (Ja.) Kognitive Fähigkeit bezieht sich hauptsächlich auf das Verständnis des Wesens verschiedener Menschen und Ereignisse und der Wurzeln ihrer Probleme; das ist es, was die kognitive Fähigkeit ausmacht. Es bedeutet, dass du, wenn du die Äußerungsformen, Offenbarungen und die Menschlichkeit einer bestimmten Art von Menschen siehst, die Probleme erkennen kannst, mit denen sie konfrontiert sind, sowie die Wurzel ihrer Probleme in der Umgebung, in der sie leben. Darüber hinaus kannst du erkennen, was das Wesen der Ereignisse ist, die du gegenwärtig beobachtest, und wo die Wurzel der Probleme in ihnen liegt. Die kognitive Fähigkeit bezieht sich hauptsächlich auf zwei Aspekte: das Wesen von Menschen, Ereignissen und Dingen zu durchschauen und die Wurzel ihrer Probleme zu durchschauen. Was versteht ihr sonst noch im Hinblick auf die kognitive Fähigkeit? Versteht sie jemand als die Fähigkeit, Wissen zu verstehen und zu lernen? (Nein.) Die kognitive Fähigkeit, von der wir sprechen, betrifft hauptsächlich die Fähigkeit, Menschen und Ereignisse zu betrachten. Wenn der Maßstab, nach dem du Menschen und Ereignisse betrachtest, sehr niedrig ist, dein Verständnis sehr oberflächlich ist oder du das Wesen von irgendwelchen Menschen, Ereignissen oder Dingen nicht verstehen kannst, dann ist deine kognitive Fähigkeit sehr schlecht oder sogar nicht vorhanden. Wenn du, ungeachtet dessen, wie viele offensichtlich falsche Worte oder falsche Standpunkte die Menschen um dich herum äußern, wie viele falsche Handlungen sie vornehmen oder wie viel offensichtliche Verdorbenheit sie offenbaren, das Wesen des Problems nicht entdecken kannst, nicht weißt, was für Menschen sie sind, ob sie Menschen vom richtigen Schlag sind, ob sie Menschen sind, die nach der Wahrheit streben, wie ihr Charakter ist oder was das Wesen solcher Menschen ist – wenn du nichts von alledem weißt –, dann hast du keine kognitive Fähigkeit. Wenn du mit irgendeiner Person oder Angelegenheit konfrontiert wirst, hast du keinen Maßstab zur Beurteilung. Nachdem die Angelegenheit vorüber ist, hast du keine Schlussfolgerung über das Wesen solcher Probleme, und noch weniger hast du irgendein Verständnis dafür; und natürlich hast du keine Grundsätze zur Handhabung solcher Angelegenheiten oder Wege der Praxis für sie – das ist es, was es bedeutet, keine kognitive Fähigkeit zu haben. Die kognitive Fähigkeit bezieht sich hauptsächlich auf die Fähigkeit einer Person, Menschen, Ereignisse und Dinge zu verstehen. Dies schließt unsere Diskussion über diese Fähigkeit ab.
Nummer 6: Die Urteilsfähigkeit
Die sechste Fähigkeit ist die Urteilsfähigkeit. Urteilsfähigkeit besteht darin, dass du, wenn dir eine Angelegenheit begegnet, beurteilen kannst, ob sie richtig oder falsch, recht oder unrecht und positiv oder negativ ist, und dann auf der Grundlage deines Urteils die angemessene Herangehens- und Handlungsweise festlegst. Wenn ein Mensch normalerweise auf etwas trifft, egal ob er es schon einmal gesehen oder erlebt hat oder nicht, und ob die Angelegenheit relativ positiv oder relativ negativ ist, welche Haltung sollte er dieser Angelegenheit gegenüber einnehmen? Sollte er sie ablehnen oder sie begeistert aufnehmen und akzeptieren? Wenn du, nachdem du die Sache klar erkannt hast, deinen eigenen Standpunkt und korrekte Ansichten hast, die mit den Wahrheitsgrundsätzen im Einklang stehen, beweist das, dass du Urteilsfähigkeit besitzt. Wenn du zum Beispiel hörst, wie ein Mensch etwas sagt, kannst du nach reiflicher Überlegung feststellen, was das bedeutet, welchen Zweck der Sprecher erreichen will, warum er diese Worte spricht, warum er eine solche Wortwahl und einen solchen Ton verwendet und warum er dabei einen bestimmten Blick in den Augen hat. Du kannst die dahinterliegenden Absichten, Zwecke und Motive erkennen. Unabhängig davon, wie du später mit diesen zugrunde liegenden Absichten und Motiven umgehst, kannst du bereits einige der zugrunde liegenden Probleme erkennen, die hinter dem Geschehen vor Ort stehen. Du weißt, was er tun will, warum er es so tun will, welchen Zweck er erreichen will, welche Wirkung seine Worte haben sollen und welche verborgenen Mittel, Machenschaften und Komplotte damit verbunden sind. Du kannst einige Anzeichen erkennen, dir bewusst werden, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches Problem handelt, und vielleicht sogar ein Gefühl der Wachsamkeit in deinem Herzen spüren. Das beweist, dass du Urteilsfähigkeit besitzt. Wenn du Urteilsfähigkeit besitzt, bedeutet das, dass du ein Mensch mit gutem Kaliber bist. Ganz gleich, wie angenehm jemand spricht, wie sehr er in Bezug auf die Glaubenslehre mit der Wahrheit übereinstimmt, wie aufrichtig seine Haltung auf andere wirkt oder wie tief sein Zweck verborgen ist, du kannst das Problem dennoch durch seine äußerlichen Offenbarungen, Phänomene oder das, was er sagt, beurteilen – das beweist, dass du ein gutes Kaliber und Urteilsfähigkeit besitzt. Wenn du zum Beispiel auf eine Angelegenheit triffst, kannst du, unabhängig davon, wie weit diese Angelegenheit fortgeschritten ist, ihr Wesen und die Wurzel des Problems durchschauen, indem du den Verlauf dieser Angelegenheit verstehst. Das bedeutet, Urteilsfähigkeit zu haben. Wenn es in der Kirche zum Beispiel Antichristen und böse Menschen gibt, die unterbrechen und stören, dann kannst du – indem du die grundlegenden Umstände dieser Angelegenheit verstehst – ein Urteil über die ganze Situation fällen: Wer unter diesen Leuten der Rädelsführer ist und wer die Mitläufer sind, wer in dieser Angelegenheit die treibende Kraft ist und wer passiv ist, sowie welche Art von Einfluss diese Angelegenheit selbst auf die Menschen haben wird und welche nachteiligen Konsequenzen entstehen werden, wenn sich diese Angelegenheit weiterentwickelt. Selbst wenn dein Urteil zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Abweichung vom tatsächlichen Ausgang der Angelegenheit aufweist, hast du zumindest einen Standpunkt, eine Haltung und korrekte Grundsätze für den Umgang mit dieser Angelegenheit. Das genügt, um zu beweisen, dass du in Bezug auf diese Angelegenheit Urteilsfähigkeit besitzt. Das heißt, du hast die Fähigkeit, zu beurteilen, wer der Rädelsführer oder Anstifter einer Angelegenheit ist oder in welchem Maße sich diese Angelegenheit in Zukunft entwickeln wird und welche Haltung und welche Grundsätze du anwenden solltest, um an sie heranzugehen und zu verhindern, dass sie zu nachteiligen Konsequenzen führt. Solange du die Fähigkeit zu urteilen hast, die Logik und Methode deines Urteils korrekt sind und die Grundlage deines Urteils zumindest mit der Menschlichkeit im Einklang steht, oder besser noch mit den Wahrheitsgrundsätzen, beweist das, dass du Urteilsfähigkeit besitzt. Selbst wenn dein Urteil in gewissem Maße von der Angelegenheit selbst abweicht, solange es eine Grundlage für dein Urteil gibt, dein Urteil den Entwicklungsmustern der Angelegenheit selbst entspricht und mit der Wurzel und dem Wesen ähnlicher oder vergleichbarer Probleme übereinstimmt – und darüber hinaus mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt –, kann man auch sagen, dass du Urteilsfähigkeit besitzt. Urteilsfähigkeit zu besitzen beweist, dass du über Probleme nachdenken kannst. Wenn deine Urteile mit der Wurzel, dem Wesen und allen anderen Aspekten der Angelegenheit selbst übereinstimmen, dann beweist das, dass du ein Mensch mit gutem Kaliber bist.
Unabhängig davon, welchen Menschen oder welchen Angelegenheiten man begegnet: Nur wenn man richtig denkt und nur unter der Voraussetzung, dass man beurteilt, ob eine Angelegenheit richtig oder falsch, recht oder unrecht bzw. positiv oder negativ ist, kann man anschließend einen Plan entwickeln, wie man damit umgeht und sie löst. Wenn ein Mensch nicht weiß, wie man über Probleme nachdenkt – genauer gesagt, wenn er Probleme nicht beurteilen kann –, dann kann er auch nicht mit Problemen umgehen, das heißt, ihm fehlt die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Jeder Umgang mit Problemen geschieht unter der Voraussetzung, dass man beurteilt, ob eine Angelegenheit richtig oder falsch ist; andernfalls fehlt dem Plan zur Lösung des Problems und dem Weg der Praxis eine Grundlage. Zum Beispiel berichtet dir jemand, dass in einer bestimmten Kirche das Kirchenleben nicht gut ist; die meisten Menschen sind negativ und gleichgültig, wollen sich weder versammeln noch ihre Pflicht tun. Wie beurteilst du ein solches Phänomen? Ist das ein Problem aus dem wirklichen Leben? (Ja.) Da es ein Problem aus dem wirklichen Leben ist, musst du einen konkreten Plan der Praxis entwickeln, um damit umzugehen und es zu lösen. Musst du nicht, bevor du das Problem löst, beurteilen, was die Wurzel und das Wesen dieses Problems sind und welche Menschen es verursachen? Musst du das nicht beurteilen? (Doch.) Nur durch Nachdenken kannst du zu einem Urteil kommen, und erst nach diesem Urteil kannst du die Wurzel des Problems erkennen. Auf der Grundlage der Wurzel und des Wesens des Problems kannst du dann angemessene und geeignete Methoden zum Umgang sowie Lösungspläne festlegen. Stell dir vor, du würdest erfahren, dass das Kirchenleben in einer bestimmten Kirche nicht gut ist, aber du würdest den Grund dafür nicht kennen. Wie würdest du dann beurteilen, wo die Wurzel des Problems liegt? (Ich würde zuerst denken, dass dieses Problem in direktem Zusammenhang mit dem Kirchenleiter steht. Wenn der Kirchenleiter kein geistliches Verständnis besitzt, seit Jahren an Gott glaubt, aber die Wahrheit nicht versteht, mit keinem Problem umgehen kann, das ihm begegnet, und nicht weiß, wie er Gottes auserwähltes Volk anleiten soll, Gottes Worte zu essen und zu trinken oder über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, dann wird eine Kirche mit einem solchen falschen Leiter zwangsläufig kein gutes Kirchenleben haben.) Das ist ein Urteil. Im Allgemeinen kann ein zutreffendes Urteil bei einfachen Problemen helfen, die Wurzel des Problems zu erfassen. Einige Probleme sind jedoch komplex, und wenn die Informationen, die du verstehst, nicht vollständig sind, ist es möglich, dass du mit deinem einzelnen Urteil die Wurzel des Problems nicht erfassen kannst. Gibt es also auch ein zweites und drittes Urteil? (Ja.) Nachdem man drei Urteile gefällt hat, ist es möglich, dass eines davon das zutreffendste ist. Welche anderen Urteile fallen euch ein? (Mir fällt ein, dass die Menschen in dieser Kirche im Allgemeinen ein schlechtes Kaliber und eine schlechte Fähigkeit haben, die Wahrheit zu begreifen, und dass sie die Wahrheit nicht lieben. Deshalb sind die Ergebnisse des Kirchenlebens dort schlecht.) Entspricht das der Realität der Situation? Das ist das zweite Urteil. Gibt es noch andere Urteile? (Ich würde auch darüber nachdenken, ob es böse Menschen gibt, die diese Kirche stören.) Das ist das dritte Urteil. Welches dieser drei Urteile entspricht eher der realen Situation und ist realistischer, und welches ist hohl? (Ich habe das Gefühl, dass das zweite Urteil etwas hohl ist. Tatsächlich wären die Ergebnisse des Kirchenlebens gut, wenn die Kirche eine geeignete Person als Leiter hätte, die für die Arbeit verantwortlich wäre. Durch das Essen und Trinken der Worte Gottes und das Verstehen der Wahrheit würden die Brüder und Schwestern sicherlich den Antrieb finden, ihre Pflichten zu tun. Ich halte das erste und das dritte Urteil für realistischer.) Das zweite Urteil ist eine hohle Glaubenslehre. Das erste und das dritte Urteil stimmen mit der realen Situation überein und sind zutreffend. Zum einen wenden diese beiden Urteile logisches Denken an; zum anderen basieren sie auf einigen Phänomenen, die im wirklichen Leben häufig vorkommen. Wenn du gängige Phänomene erfassen kannst, beweist das, dass dein Denken korrekt ist und der Logik entspricht. Wenn du die reale Situation nicht erfassen kannst und dein Urteil von der Realität losgelöst ist, beweist das, dass dein Denken unlogisch ist und Probleme aufweist und dass du Probleme auf eine unrealistische, nicht objektive Weise betrachtest. Das erste und das dritte Urteil sind objektiv. Eine Situation kann sein, dass der Kirchenleiter nicht weiß, wie er die Arbeit tun soll. Er selbst hat keinen Weg im Lebenseintritt, also hat er erst recht keinen Weg, wenn es darum geht, die Kirche und die Brüder und Schwestern zu leiten. Infolgedessen verbessert sich das Kirchenleben dort nicht. Tatsächlich glauben die meisten Menschen in der Kirche aufrichtig an Gott und haben Antrieb, aber das Kirchenleben trägt nicht wirklich Früchte. Jede Versammlung folgt der gleichen Routine: Singen, Beten, Gottes Worte lesen, und dann teilt der Leiter oder Diakon einige oberflächliche Erkenntnisse oder Glaubenslehren. Nur wenige Menschen dort können über wirkliches erfahrungsbasiertes Verständnis sprechen. Hinzu kommt, dass der Kirchenleiter ein schlechtes Kaliber und oberflächliche Erfahrung hat und nicht in der Lage ist, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, um Probleme zu lösen. Das Kirchenleben wirkt daher langweilig und freudlos. Es gab mehrere Versammlungen, aber niemand hat etwas daraus gewonnen, sodass die meisten Menschen das Gefühl haben, dass die Teilnahme an solchen Versammlungen weniger nützlich ist als das Lesen von Gottes Worten zu Hause, und sie werden unwillig, daran teilzunehmen. Einige Menschen wollen Pflichten ausführen, nachdem sie ein oder zwei Jahre an Gott geglaubt und etwas Wahrheit verstanden haben. Einige Kirchenleiter wissen jedoch nicht, welche Menschen für welche Pflicht oder welche Art von Arbeit geeignet sind. Sie sind weder in der Lage, Menschen vernünftig einzuteilen oder einzusetzen, noch können sie ihre eigenen Erfahrungen nutzen, um Menschen zu unterstützen und ihnen bei der Erfüllung ihrer Pflichten zu helfen. Dies kann dazu führen, dass einige Menschen negativ werden und ihre Pflichten nicht mehr ausführen wollen. Tatsächlich können die meisten Menschen, die bereit sind, ihre Pflicht zu tun, ihre Pflicht gut tun; ihnen fehlt nur Unterstützung und Hilfe. Wenn Kirchenleiter und Diakone die Menschen gemäß Gottes Worten unterstützen und ihnen helfen können, wird die Zahl der Menschen in der Kirche, die bereit sind, ihre Pflicht zu tun, zunehmen, und sie werden in der Lage sein, ihre Pflicht normal zu tun. Dass Kirchenleiter und Diakone nicht wissen, wie sie die Arbeit tun sollen, führt zu schlechten Ergebnissen im Kirchenleben und dazu, dass einige Probleme lange ungelöst bleiben. Nach einer Weile werden viele Menschen negativ und haben keinen Antrieb mehr; dies beeinträchtigt Gottes auserwähltes Volk bei der Ausführung seiner Pflicht. Wenn die Ergebnisse des Kirchenlebens schlecht sind, liegt das hauptsächlich daran, dass Kirchenleiter und Diakone nicht wissen, wie sie die Kirchenarbeit tun sollen. Das ist eine Situation. Eine andere Situation ist, wenn Antichristen und böse Menschen in der Kirche die Macht haben und für Störungen sorgen, was von Zeit zu Zeit vorkommt. Wenn Kirchenleiter nicht wissen, wie sie die Arbeit tun sollen, und es auch Antichristen und böse Menschen gibt, die die Macht haben, ständig Cliquen bilden, unabhängige Königreiche errichten und andere quälen und unterdrücken, führt dies dazu, dass einige Brüder und Schwestern, die aufrichtig an Gott glauben und bereit sind, ihre Pflicht zu tun, unterdrückt, gequält und ausgegrenzt werden. Sie wollen ihre Pflicht tun, haben aber keine Gelegenheit dazu, was sie negativ und schwach macht. Diese Menschen, die aufrichtig an Gott glauben, haben keine Freude, wenn sie sich mit Antichristen und deren Gefolge versammeln. Antichristen wollen immer die Macht haben und sich selbst etablieren. Wenn diejenigen, die aufrichtig an Gott glauben, an Versammlungen teilnehmen, wollen sie mehr von der Wahrheit verstehen und ihre Erfahrungen teilen, aber die Antichristen unterdrücken sie und geben ihnen keine Gelegenheit. Infolgedessen gerät das Kirchenleben in Unordnung; die Menschen lösen sich in Wirrwarr auf und die Versammlungen machen keine Freude mehr. Die geringe Begeisterung und Liebe, die die Menschen einst hatten, gehen verloren, und sie sind nicht mehr bereit, ihre Pflicht zu tun. Die schlechten Ergebnisse des Kirchenlebens können auf beide dieser Ursachen zurückzuführen sein. Das ist es, was euch einfallen kann und worüber ihr urteilen könnt. Wenn die Schlussfolgerung, zu der du durch dein Urteil gelangst, mit der realen Situation zusammenhängt, ist dies dennoch eine Äußerungsform dafür, dass du Urteilsfähigkeit besitzt, selbst wenn sie nur teilweise damit zusammenhängt oder lediglich ein mögliches Problem aufzeigt. Zumindest stehen die Schlussfolgerung und die Meinung, zu der du durch dein Urteil gelangst, im Zusammenhang mit der realen Situation und sind keine Glaubenslehre, nichts Hohles und nichts, das niemals existiert. Das beweist, dass du Urteilsfähigkeit besitzt. Wenn die Schlussfolgerungen, die du zu jeder Angelegenheit ziehst, nicht mit den normalen Entwicklungsmustern der Dinge oder mit dem Ausgang irgendeiner Angelegenheit im wirklichen Leben übereinstimmen und rein eingebildet, hohl, unrealistisch und unwahr sind und keinen Bezug zu den realen Situationen haben, dann bedeutet das, dass du keine Urteilsfähigkeit hast oder häufig Fehlurteile fällst. Was ist dann mit dem zweiten Urteil, das ihr vorhin erwähnt habt, nämlich dass die schlechten Ergebnisse des Kirchenlebens darauf zurückzuführen sind, dass die Menschen in dieser Kirche ein schlechtes Kaliber haben und die Wahrheit nicht lieben – was für ein Urteil ist das? (Es ist ein Fehlurteil.) Das nennt man ein Fehlurteil fällen. Was beweist es, wenn du die Situationen, die bei solchen Angelegenheiten häufig auftreten – das heißt, die wenigen wahrscheinlichsten Situationen –, nicht vollständig erfassen kannst und du durch dein Urteil nur auf eine Situation kommst oder du dir mögliche, aber auch unmögliche Situationen ausdenken kannst? Es beweist, dass deine Urteilsfähigkeit durchschnittlich ist. Ein Mensch mit durchschnittlicher Urteilsfähigkeit hat einige Gedanken zu einer Angelegenheit, kann sich aber nicht sicher sein. In solchen Fällen ist das Urteil, das er fällt, ungenau. Wenn die Urteile einer Person mal richtig, mal falsch sind, manche der Realität entsprechen, andere nicht, die ungenauen aber relativ häufiger vorkommen, deutet dies darauf hin, dass ihre Urteilsfähigkeit schlecht ist. Angenommen, die Schlussfolgerungen, zu denen sie durch ihr Urteil gelangt, sind völlig hohl, entsprechen überhaupt nicht den Entwicklungsmustern der Dinge und stimmen erst recht nicht mit gängigen oder häufig auftretenden Phänomenen überein und haben überhaupt keinen Bezug zu den Fakten. Ihre Urteile sind nichts als Fantasien, sie haben keinerlei Verbindung zu den Entwicklungsmustern der Dinge oder zur Menschlichkeitsessenz selbst und sind völlig unvereinbar mit dem realen Kontext und der Umgebung. Das heißt, angenommen, ihre Urteile sind von der Realität losgelöst – was sie urteilt, könnte im wirklichen Leben niemals eintreten, und wovon sie spricht, trifft überhaupt nicht das Wesen des Problems. Wenn dies der Fall ist, dann hat dieser Mensch keine Urteilsfähigkeit.
Um zu beurteilen, ob jemand Urteilsfähigkeit besitzt, muss man hauptsächlich darauf achten, ob seine Urteile über verschiedene Arten von Menschen und verschiedene Arten von Dingen korrekt sind. Nehmen wir zum Beispiel an, du siehst einen Menschen weinen und weißt nicht, warum. Du kannst sehen, dass er sehr gekränkt und traurig weint, und er betet auch von Zeit zu Zeit und liest Gottes Worte, und er antwortet niemandem, der ihn anspricht. Du wirst gebeten zu beurteilen, was mit diesem Menschen los ist, und du sagst: „Er hat vielleicht Heimweh. Seine Mutter ist vor einiger Zeit krank geworden, also will er nach Hause.“ Ist dieses Urteil korrekt? Manche Leute sagen: „Er fühlt sich vielleicht negativ. Meistens weinen die Leute, weil ihre Gefühle verletzt wurden. Zum Beispiel weinen die Leute, wenn sie gemobbt oder betrogen werden. Wenn er mit einem Problem konfrontiert wird und ungerecht behandelt wurde, weint er immer und ist nicht bereit, mit anderen zu sprechen oder zu interagieren. Das ist eine Äußerungsform dafür, dass er sich negativ fühlt.“ Andere wiederum urteilen wie folgt: „Früher hat er oft draußen das Evangelium gepredigt und seine Pflicht getan, aber jetzt tut er seine Pflicht schon lange drinnen, und er ist es vielleicht nicht gewohnt und fühlt sich eingeengt.“ Gibt es noch andere Möglichkeiten? Manche Leute sagen: „Vielleicht hat er gestern kein Fleisch zu essen bekommen, was ihn aufgebracht hat, und deshalb weint er.“ Andere sagen: „Gestern kam er zu mir, um mit mir zu reden. Ich dachte, er würde nur vorbeigehen, also warf ich ihm einen Blick zu und sagte nichts. Könnte ihn das wütend gemacht haben? Könnte er deswegen weinen?“ Wie sollte diese Angelegenheit beurteilt werden, damit es der tatsächlichen Situation entspricht? Ist das leicht zu beurteilen? (Ich kann einige Urteile fällen. Die wenigen gerade genannten Gründe – Heimweh, verletzte Gefühle oder eine düstere, eingeengte Stimmung – diese Zustände können alle möglicherweise dazu führen, dass ein Mensch weint. Kleinigkeiten wie kein Fleisch zu essen zu bekommen oder ignoriert zu werden, wenn man mit jemandem spricht, sollten jedoch nicht ausreichen, um einen Menschen zum Weinen zu bringen.) Was sind die Gründe, die einen Menschen heftig weinen lassen können? Kränkungen, Traurigkeit, das Vermissen von jemandem oder etwas, ein Gefühl der Schuld. Du solltest ihn also fragen: „Warum weinst du? Weinst du, weil du ungerecht behandelt wurdest und dich traurig fühlst, oder weil du über dich selbst nachdenkst und das Gefühl hast, dass du Gott so viel schuldest?“ Durch ein solches herzliches Gespräch wirst du den Grund für seine Tränen erfahren. Kurz gesagt, es ist weder möglich, dass er weint, weil er nicht gut gegessen hat oder kein Fleisch essen konnte, noch ist es möglich, dass er weint, weil andere ihn ignoriert oder mit den Augen gerollt haben. Unter normalen Umständen würde ein wenig Leid natürlich keinen Menschen zum Weinen bringen, und gelegentlich in keiner so guten Stimmung zu sein, würde ihn auch nicht zum Weinen bringen. Die Dinge, die einen Menschen zum Weinen bringen können, sind für gewöhnlich nur diese wenigen zuvor genannten Situationen. Du kannst den Grund für sein Weinen anhand dieser üblichen Situationen beurteilen und dann ein Urteil auf der Grundlage seiner üblichen, beständigen Äußerungsformen fällen – wie zum Beispiel der Tatsache, dass er im Allgemeinen nur weint, wenn er etwas Traurigem begegnet oder etwas, das einen wunden Punkt trifft, dass er nicht leicht Tränen vergießt und dass er nur weint, wenn er von besonders aufwühlenden Angelegenheiten und Dingen spricht, die seine Seele besonders berühren, oder wenn er etwas Falsches getan oder einen schweren Fehler begangen hat und das Gefühl hat, dass er Gott etwas schuldet. Wenn du auf der Grundlage dieses Kontextes urteilst, kannst du mehr oder weniger herausfinden, warum er weint. Eine Situation wäre, dass er weinen würde, wenn ein Familienmitglied schwer krank würde oder sterben würde, eine andere ist, wenn er selbst an einer schweren Krankheit leiden und sich gequält fühlen würde. Alternativ könnte er weinen, weil er etwas Falsches getan und somit eine Verfehlung begangen hat und dadurch das Gefühl hat, dass er Gott etwas schuldet, und er sein Äußerstes tun will, um den Kurs zu ändern, dabei aber immer noch Schwächen hat und nicht in der Lage ist, sie zu überwinden; zusammengenommen würden diese komplexen Emotionen dazu führen, dass er weint. Diese Urteile stimmen relativ gut mit der tatsächlichen Situation überein. Indem du auf der Grundlage seiner beständigen Äußerungsformen und der Merkmale seiner Persönlichkeit urteilst, kannst du die eigentliche Ursache dafür herausfinden, warum er jetzt weint. Auf diese Weise wird das Urteil relativ präziser sein. Indem du einerseits die Größe solcher Menschen und einige der Probleme, die sie gerade erleben, verstehst und andererseits die Makel ihrer Menschlichkeit selbst sowie einige der Verdorbenheiten und Schwächen, die sie häufig offenbaren, erkennst, kannst du den Bereich im Grunde eingrenzen und innerhalb dieses Bereichs beurteilen, was die eigentliche Ursache für das Problem dieses Menschen ist. Ein auf diese Weise gefälltes Urteil wird relativ korrekt sein.
Wir haben nun den gemeinschaftlichen Austausch über die Äußerungsformen von Menschen mit gutem, durchschnittlichem und schlechtem Kaliber in Bezug auf ihre Urteilsfähigkeit abgeschlossen, nicht wahr? (Ja.) Es gibt auch die Kategorie der Menschen mit dem schlechtesten Kaliber. Ganz gleich, was geschieht oder was sie jemanden tun sehen, solche Menschen wissen nicht, wie sie ein Urteil fällen sollen. Warum nicht? Weil ihr Kaliber sehr schlecht ist, sie keine Urteilsfähigkeit haben und nicht wissen, wie sie Dinge beurteilen sollen. Nehmen wir zum Beispiel an, sie hören jemanden etwas Negatives sagen. Wenn es darum geht, was das Wesen und die Natur dieser negativen Aussage sind, wissen sie nicht, worauf sie ihr Urteil stützen sollen; sie haben keine Ahnung. Das bedeutet, dass sie nicht wissen, wie man über Probleme nachdenkt und wie man Dinge beurteilt. Wenn sie jemanden etwas tun sehen, können sie nicht beurteilen, was die Natur dieser Angelegenheit ist oder wie der Charakter dieses Menschen basierend auf dem Wesen der Angelegenheit ist; sie wissen nicht, wie sie diese Dinge auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung im Sich-Verhalten beurteilen sollen, und erst recht nicht, wie sie sie auf der Grundlage von Gottes Worten beurteilen sollen. Daher haben sie keine Urteilsfähigkeit. Was ist die Grundursache dafür, dass man Dinge nicht beurteilen kann? Diese Art von Mensch weiß nicht, wie man über Probleme nachdenkt, und wenn es darum geht, Menschen und Dinge zu betrachten, weiß sie nicht, welchen Aspekt davon sie betrachten soll, wie sie sie betrachten soll oder auf welcher Grundlage sie sie betrachten soll. Und sie weiß nicht, welche Schlussfolgerungen sie danach ziehen soll, wie sie Schlussfolgerungen ziehen soll oder wie sie mit dieser Art von Mensch oder Angelegenheit umgehen soll, sobald sie zu einer Schlussfolgerung gekommen ist. Ihre Gedanken sind entweder leer oder benebelt. Das bedeutet, dass es ihr an Urteilsfähigkeit mangelt. Das Hauptproblem von Menschen, denen es an Urteilsfähigkeit mangelt, ist, dass sie keine der Grundsätze verstehen oder begreifen und ihnen sogar die Erfahrung im Sich-Verhalten fehlt. Daher wissen sie im Umgang mit verschiedenen Arten von Menschen nicht, mit welchen Arten von Menschen es sich lohnt, Umgang zu pflegen, und mit welchen nicht; sie wissen nicht, welche Menschen relativ freundlich sind und auch einige Stärken haben, von denen sie lernen können, um ihre Mängel auszugleichen, und die ihnen helfen und nützen können; welche Arten von Menschen man tolerieren und mit welchen Menschen man sich widerwillig arrangieren kann; und welche Arten von Menschen eine so unglaublich böse Menschlichkeit haben, dass der Umgang mit ihnen leicht Ärger oder Streit hervorrufen könnte und die daher auf Abstand gehalten werden sollten – all das wissen sie nicht. Kurz gesagt, diese Menschen, denen es an Urteilsfähigkeit mangelt, wissen nichts und können weder irgendwelche Menschen noch irgendwelche Angelegenheiten beurteilen. Aber sie haben auch ihre eigene Vorgehensweise, eine feste Regel, der sie folgen. Sie sagen: „Ganz gleich, mit wem ich zu tun habe oder mit wem ich spreche, ich wimmle ihn einfach mit Scherzen ab. Ich hege gegen niemanden Feindseligkeit. Ob es ein guter oder ein schlechter Mensch ist, ob er aufrichtig an Gott glaubt oder überhaupt nicht an Gott glaubt, ob er die Wahrheit liebt oder ihr abgeneigt ist – ich komme mit ihm aus, und ich beleidige niemanden. Wenn ich böse Menschen sehe, meide ich sie; wenn ich fügsame Menschen sehe, schikaniere ich sie.“ Genau das ist ihre teuflische Logik. Sie wissen nicht, mit welchen Arten von Menschen sie Umgang pflegen sollten, von welchen Arten von Menschen sie Abstand halten sollten und mit welchen Arten von Menschen sie niemals Umgang pflegen oder zu tun haben sollten. Sie wenden nicht das geringste Urteilsvermögen an und betrachten jeden als gleich und behandeln alle Menschen einheitlich. Ganz gleich, wer es ist, solange sie keine positive Meinung von dieser Person haben, werden sie sie als Außenseiter oder Feind betrachten. Ganz gleich, wie gut ein Mensch ist, solange er ihnen keinen Vorteil bietet, wird er von ihnen mit Vorsicht behandelt. Sie öffnen niemandem ihr Herz und begegnen jedem mit Vorsicht. Sind solche Menschen von gutem oder schlechtem Kaliber? (Von schlechtem Kaliber.) Wie können sie angesichts ihres schlechten Kalibers dann noch solche Gedanken haben? Solche Menschen sind einfach engstirnig. Was ist der Unterschied zwischen Menschen ohne Kaliber und geistig Behinderten? Menschen ohne Kaliber sind geistig zurückgeblieben und idiotisch. Abgesehen davon, dass sie sich ernähren und kleiden, ihr Gesicht wahren und einige Berechnungen anstellen können, um Vorteile zu nutzen und keine Verluste zu erleiden, haben sie keinerlei Kaliber. Geistig behinderte Menschen hingegen stellen nicht einmal irgendwelche Berechnungen an, um ihre eigenen Interessen zu schützen oder Vorteile zu nutzen – sie haben einfach überhaupt keine Gedanken. Geistig zurückgebliebene und idiotische Menschen besitzen, abgesehen von einigen Berechnungen, absolut keine Überlebensfähigkeit, kein Kaliber und keine Urteilsfähigkeit. Daher gibt es keine Grundsätze dafür, wie sie irgendeinen Menschen behandeln sollten; sie gehen nur nach ihren Gefühlen. Solange sie das Gefühl haben, dass du nicht gut zu ihnen bist, werden sie dich meiden, sich dir gegenüber widerständig fühlen und dich in ihren Herzen hassen und dich ablehnen. Ganz gleich, wie viel Wohlwollen du ihnen entgegen bringst oder wie du ihnen hilfst, solange sie es nicht klar wahrnehmen können, werden sie nicht spüren, dass du ihnen gegenüber freundlich bist oder dass du ihnen überhaupt nicht schadest. Sie können nicht erkennen, ob Menschen, Ereignisse und Dinge richtig oder falsch, recht oder unrecht, positiv oder negativ sind – sie können diese Dinge nicht beurteilen. Sie verfügen lediglich über einige Berechnungen. Wenn sie einen Vorteil erlangt haben, fühlen sie sich glücklich; wenn sie keinen Vorteil erlangt haben, haben sie das Gefühl, einen Verlust erlitten zu haben und ungerecht behandelt und von anderen ausgelacht worden zu sein, und sie beschließen, dass sie beim nächsten Mal anderen nicht erlauben werden, sie auszunutzen oder vor ihnen anzugeben oder die Oberhand zu gewinnen – sie werden anderen keine Gelegenheiten geben. Sagt Mir, zählt es als Kaliber, nur diese Berechnungen im Kopf zu haben? Es ist nur geringfügig besser als geistig behindert zu sein, aber wenn es um Fähigkeiten geht, haben sie keine – sie haben keine der verschiedenen Fähigkeiten, um mit verschiedenen Arten von Angelegenheiten umzugehen. Sie sind einfach idiotisch und geistig zurückgeblieben. Solche Menschen haben kein Kaliber. Versteht ihr? (Ja.) Das Einzige, was diese Menschen im Gegensatz zu geistig behinderten Menschen haben, sind diese Berechnungen; geistig behinderte Menschen haben nicht einmal diese. Wenn solche Menschen das hören, sind sie nicht überzeugt; sie sagen: „Du behauptest, ich hätte keine Urteilsfähigkeit? Leg ein paar US-Dollar und Gold nebeneinander und schau, ob ich sie nicht erkennen kann. Ich kann sie unterscheiden! Gold ist gelb, und US-Dollar sind Papiergeld! Leg Platin und Silber zusammen und schau, ob ich kein Urteil fällen kann! Platin und Silber haben verschiedene Weißtöne – das kann ich erkennen!“ Ist das nicht töricht? Das ist ziemlich töricht. Sie sind nur in der Lage, zwischen diesen Dingen zu unterscheiden, und doch wollen sie damit angeben und beweisen, dass sie nicht töricht sind. Sie haben so viele törichte Dinge getan, so viele Dinge, die einen Mangel an Kaliber beweisen – warum reden sie nicht darüber und versuchen, diese zu verstehen? Gerade weil ihnen das Kaliber fehlt, weil ihr Kaliber so schlecht ist und sie diese Dinge nicht erkennen oder unterscheiden können, bringen sie ein oder zwei Dinge zur Sprache, die geistig behinderte Menschen nicht tun können, um zu beweisen, dass sie nicht geistig behindert sind, um zu beweisen, dass sie etwas Verstand und Kaliber haben. Ist das nicht töricht? Das beweist ihre Torheit nur noch mehr. Unser gemeinschaftlicher Austausch über die Äußerungsformen von Menschen, die kein Kaliber haben, ist nun ebenfalls abgeschlossen. Was ist das Hauptkriterium dafür, ob jemand Urteilsfähigkeit besitzt? Es ist, ob er das Denken einer normalen Menschlichkeit hat. Wenn du nicht das Denken einer normalen Menschlichkeit hast, wirst du nichts beurteilen können. Wenn du das Denken einer normalen Menschlichkeit hast, können deine Urteile immer noch danebenliegen, aber zumindest zeigt es, dass du Urteilsfähigkeit und die Denkfähigkeit einer normalen Menschlichkeit besitzt. Die Urteile, die du fällst, sind keine Spekulationen, Annahmen, Hypothesen oder Folgerungen. Vielmehr sind es die verschiedenen Schlussfolgerungen und Meinungen, zu denen man gelangt, indem man alle Aspekte einer Angelegenheit berücksichtigt. Das nennt man Urteilsfähigkeit.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?