Wie man nach der Wahrheit strebt (21) Abschnitt Vier
Da die Attribute der Menschen unterschiedlich sind, fallen auch ihre Reaktionen auf verschiedene Dinge unterschiedlich aus. Siehst du? Wenn jene bösen Menschen, jene, die Reinkarnationen von Teufeln sind, andere ausnutzen und jemand sie entlarvt, was ist dann ihre Reaktion? Sie werden sagen: „Wer nutzt andere denn nicht aus? Sind Vorteile nicht dazu da, dass man sie ausnutzt? Was ist schon dabei, sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen? Wenn sich einem ein Vorteil bietet und man ihn nicht nutzt, ist man dann nicht ein Dummkopf und ein Arsch?“ Das ist die Logik eines Banditen. Solche Menschen sind in ihrem Herzen ihrem Gewissen gegenüber taub, sie haben kein Schamgefühl und empfinden keine Scham. Weil sie kein Gewissen haben, haben sie keinen Maßstab dafür, das Ausnutzen anderer Menschen zu beurteilen. Ihr Grundsatz ist, dass Vorteile dazu da sind, an sich gerissen zu werden, und sobald du sie an dich gerissen hast, gehören sie dir. Sie nicht zu ergreifen, wäre eine Verschwendung und macht dich zu einem Dummkopf. Ist das nicht die Logik eines Banditen? Und wie betrachten Menschen, die Reinkarnationen von Tieren sind, das Ausnutzen anderer Menschen? Was denken sie, wenn du ihnen sagst: „Du nutzt hier gerade jemanden aus – es ist nicht gut, andere Menschen auszunutzen, und es ist nicht gut, ihnen etwas schuldig zu sein“? Sie denken bei sich: „Dieser Vorteil gehört mir. Ich schulde diesen Leuten nichts, wenn ich sie ausnutze. Was ist falsch daran, sich einen Vorteil zu verschaffen? Andere ausnutzen zu können, ist eine Fähigkeit; wenn du diese Fähigkeit nicht besitzt, wirst du das Nachsehen haben.“ Das ist die Logik eines Schurken. Solche Menschen kennen keine Grenzen, haben kein Schamgefühl und empfinden keine Scham, geschweige denn, dass sie irgendwelche Gewissensbisse verspüren. Sie haben keinen Maßstab, um irgendetwas zu beurteilen. Selbst wenn du ihnen sagst, was der korrekte Maßstab ist, betrachten sie diesen nicht als Maßstab und wissen nicht, dass dieser Maßstab korrekt ist. Ihnen fehlt die Rationalität eines normalen Menschen, und sie können nicht unterscheiden, was korrekt und was inkorrekt ist. Sie verbringen ihre Tage in einem benebelten Zustand; nichts, was man sagt, kann ihnen darüber Klarheit verschaffen oder sie dazu bringen, es zu verstehen. Sie sind schlicht und einfach wirrköpfige Menschen. Menschen mit Gewissen und Vernunft besitzen jedoch Eigenschaften der Menschlichkeit. Wenn sie unbeabsichtigt jemanden ausnutzen und du sie darauf hinweist, werden sie innerlich unruhig und äußerlich rot vor Scham: „Habe ich diese Person ausgenutzt? Wie konnte ich das nicht bemerken? Und dann noch von jemand anderem darauf hingewiesen zu werden – wie peinlich!“ Sie werden sagen: „Wie sehr ich sie auch ausgenutzt habe, ich muss ihr das vollständig zurückzahlen – ich könnte sogar noch ein paar Zinsen drauflegen.“ Sie müssen einen Weg finden, die Situation zum Guten zu wenden. Sie wollen keinen Ruf haben, der besagt, dass sie gerne andere ausnutzen. So ein Ruf wäre eine absolute Schande für sie. Sobald also jemand tatsächlich auf ihr Problem hinweist, werden sie nicht versuchen, sich zu rechtfertigen – sie werden nicht sagen: „Ich habe diese Person nicht ausgenutzt, und das wollte ich auch nicht.“ Sie werden nicht versuchen, sich mit einer solchen Schurkenlogik zu verteidigen und sich zu rechtfertigen. Weil sie ein Element von Rechtschaffenheit in sich tragen, werden sie sich dem auf korrekte Weise stellen, sobald jemand sie darauf anspricht, alles ihnen Mögliche tun, um es wiedergutzumachen und die andere Partei zu entschädigen, und solche Dinge nie wieder tun; und falls doch, werden sie sich selbst eine Ohrfeige geben. Sie empfinden es als zutiefst beschämend, wenn das, was sie getan haben, von jemandem entlarvt wird und die Leute sie dann hinter ihrem Rücken kritisieren und sie persönlich ausschimpfen. Sie wissen nicht, wohin mit ihrer Scham, und wünschten, sie könnten im Erdboden versinken; ihnen wäre es lieber gewesen, wenn sie ihr Leben ohne eine solche Sache verbracht hätten. Weil sie ein Gewissen haben, empfinden sie Scham in ihren Herzen, nachdem sie andere ausgenutzt haben. Die Sache ist ihnen zu peinlich, um sich dafür zu rechtfertigen; sie halten das, was sie getan haben, für zu beschämend, und so sind sie sprachlos und können nichts zu ihrer Verteidigung sagen; sie wollen nichts anderes, als die andere Partei zu entschädigen. Solche Menschen unterscheiden sich von bösen Menschen und Teufeln. Ganz gleich, wie beschämend die Dinge sind, die Teufel tun, sie empfinden keine Scham. Selbst wenn Menschen mit Eigenschaften der Menschlichkeit jemanden unbeabsichtigt ausnutzen, werden sie sofort rot vor Scham, sobald es jemand aufdeckt: „So viele Leute wissen davon; wie demütigend!“ Sie sind verlegen und fühlen sich aufs Äußerste blamiert, und in ihren Herzen fühlen sie sich enorm betrübt und unwohl. Wie du siehst, haben Menschen mit unterschiedlichen Attributen tief in ihren Herzen unterschiedliche Ansichten und Haltungen zu derselben Angelegenheit. Aufgrund von Unterschieden in den Eigenschaften ihrer Menschlichkeit haben verschiedene Arten von Menschen unterschiedliche Haltungen zu derselben Angelegenheit. Wenn jemand Scham empfindet, beweist das, dass er auch Schamgefühl hat, was wiederum beweist, dass er Eigenschaften der Menschlichkeit besitzt. Umgekehrt gilt: Wenn jemand kein Schamgefühl hat und nach dem Begehen böser Taten und beschämender Dinge versucht, sich zu seiner eigenen Verteidigung zu rechtfertigen, oder sich sogar weigert, zuzugeben, was er getan hat, und sich dumm stellt, ist diese Person ein Mensch ohne Eigenschaften der Menschlichkeit. Menschen, die keine Eigenschaften der Menschlichkeit haben, sind auf jeden Fall zumindest keine rechtschaffenen und gütigen Menschen; sie haben keine Menschlichkeit und keine Vernunft und sind es nicht wert, Menschen genannt zu werden. Wenn böse Menschen und Teufel schlechte Dinge tun und böse Taten begehen und ihre Feinde mit dem Finger auf sie zeigen und sie beschimpfen, schimpfen sie geradewegs zurück und fühlen sich vollkommen im Recht, das zu tun. Sie tun sogar ihr Möglichstes, um sich selbst zu rechtfertigen und zu verteidigen, indem sie verquere Logik als stichhaltig ausgeben, unverschämt daherreden und unaufhörlich plappern – Vernunft kann einfach nicht zu ihnen durchdringen und sie sind völlig schamlos! Was Menschen betrifft, die die Reinkarnationen von Tieren sind: Wenn sie andere Menschen ausnutzen und dafür kritisiert werden, fühlen sie sich innerlich ungerecht behandelt, und auch sie tun alles Mögliche, um Ausreden und Gründe vorzubringen. Wenn sie sich rechtfertigen, sind sie sehr zungenfertig und reden ohne Ende weiter, und genau wie böse Menschen empfinden auch sie keine Scham. Da sie Tiere ohne jegliches Gewissen sind, ihre Tage in einem benebelten Zustand verbringen und in keiner Angelegenheit Richtig von Falsch unterscheiden können, fehlt ihnen daher jegliches Bewusstsein, wenn es um Dinge dieser Art geht; sie bringen ein paar fadenscheinige Ausreden vor, um zu versuchen, das, was sie getan haben, zu beschönigen, und dann halten sie die Sache für erledigt. Sie denken nicht, dass das ein Problem mit ihrem Verhalten ist; sie denken, solange sie genug Ausreden vorbringen und Gründe liefern, können sie sich der Verantwortung entziehen und niemand wird von dem erfahren, was sie getan haben. Sie täuschen sich selbst und denken bei sich: „Die Sache ist schon erledigt. Ich habe so etwas nie getan; ich habe diesen Fehler nie gemacht. Denkt nicht, ich sei ein schlechter Mensch. Ich bin jedenfalls niemand, der andere ausnutzt. Schaut euch an, wie gutherzig und gütig ich bin und wie viel Verständnis ich für andere habe!“ Wie du siehst, ist das jemand, der wirrköpfig ist. Nur Menschen, die Eigenschaften der Menschlichkeit besitzen, sind besonders sensibel für Themen wie diese, die die Würde betreffen. Selbst wenn niemand weiß, was sie getan haben, werden sie sich innerlich unwohl und schuldig fühlen, wenn sie es selbst erkennen, und sogar das Gefühl haben, die Leute würden sie beobachten. Wenn ein paar Leute, die sie recht gut kennen, tatsächlich herausfinden, was sie getan haben, werden sie sich noch unwohler fühlen und sich zu sehr schämen, um zu versuchen, sich dafür zu rechtfertigen. Sie werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um es schnell wiedergutzumachen, und werden so etwas nie wieder tun, da sie es als viel zu peinlich empfinden! Das sind die verschiedenen Äußerungsformen von Menschen mit den drei Attributen in derselben Angelegenheit.
Wir haben gerade erwähnt, dass Menschen mit Eigenschaften der Menschlichkeit in der Regel Grundsätze dafür haben, wie sie andere behandeln. Wenn sie über die Situation von jemandem berichten oder darüber Auskunft geben oder wenn sie jemanden beurteilen, können sie diese Person gemäß ihrer rechtschaffenen und gütigen Menschlichkeit betrachten und behandeln. Selbst wenn sie die Wahrheit nicht verstehen, haben sie dennoch einige grundlegende Grenzen. Sie werden zum Beispiel einen durchschnittlichen Menschen wie folgt bewerten: „Er hat nichts Schlechtes getan. Er führt ein anständiges Leben. Er ist ein gewöhnlicher Mensch in der Welt und kann als ein argloser Mensch betrachtet werden.“ Wie du siehst, werden sie einen durchschnittlichen Menschen auf der Grundlage ihres eigenen Gewissens korrekt bewerten. Sie können sogar jene Menschen korrekt behandeln und bewerten, die sie in der Vergangenheit beleidigt, verletzt oder die ihren Interessen geschadet haben. Das offenbart umso mehr die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte, die diese Menschen in ihrer Menschlichkeit besitzen. Das heißt, sie können einen durchschnittlichen Menschen korrekt bewerten – wenn jemand gut ist, ist er gut, und wenn er nicht gut ist, dann bezeichnen sie ihn auch entsprechend. Wenn sie aufgefordert werden, zu lügen, können sie das nicht; sie haben das Gefühl, dass es gegen ihren Willen verstoßen würde. Sie sagen es einfach, wie es ist, und nennen die Dinge beim Namen. Sie können sich auch gegenüber Menschen, die sie beleidigt haben, gemäß diesem Grundsatz verhalten. Selbst wenn es jemanden gibt, den sie nicht mögen oder den sie abstoßend finden: Wenn von ihnen verlangt wird, Bericht über diese Person zu erstatten oder sie zu bewerten, beziehen sie lieber keine Stellung und sagen: „Ich fürchte, dass meine Bewertung dieser Person nicht objektiv ausfallen würde, weil ich eine persönliche Animosität gegen sie habe und Groll gegen sie hege, also enthalte ich mich. Ihr könnt sie aufgrund der Bewertungen aller anderen beurteilen.“ Das können Menschen mit Eigenschaften der Menschlichkeit im Grunde erreichen. Vor allem wenn jemand mit Status andere immer noch fair behandeln kann, offenbart das die Eigenschaften seiner Menschlichkeit umso mehr. An der Art und Weise, wie solche Menschen andere behandeln, wenn sie Status haben, können die Leute wirklich klar erkennen, ob sie die Eigenschaften der Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit besitzen. Wenn jemand keinen Status hat, scheint er in der Lage zu sein, andere fair zu behandeln, und seine Bewertungen dieser Leute sind relativ objektiv. Das an sich mag noch nichts bedeuten – schaut darauf, wie sie, wenn sie Status haben, die Leute behandeln, von denen sie beleidigt oder verletzt wurden, und wie sie die Leute behandeln, von denen sie zuvor ausgegrenzt und sogar absichtlich unterdrückt wurden. Weil Menschen, die wirklich Eigenschaften der Menschlichkeit haben, Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit aufweisen, können sie, wenn sie Status haben, auch die Leute, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt, verletzt oder sogar absichtlich unterdrückt wurden, korrekt behandeln. Es mag sein, dass sie die Menschen nicht ganz genau nach den Wahrheitsgrundsätzen behandeln können, wenn sie die Wahrheit nicht verstehen, aber sie haben auch ihre eigenen Grenzen und Grundsätze dafür, wie sie Menschen behandeln. Wenn zum Beispiel in der Kirche die anderen Brüder und Schwestern eine bestimmte Person als Kandidaten zum Leiter oder als Leiter wählen und diese Person zufällig jemand ist, der sie schon einmal beleidigt hat, werden solche Leute die Wahl definitiv nicht absichtlich stören oder behindern, wenn sie sehen, dass die Brüder und Schwestern alle sagen, diese Person sei nicht schlecht und habe sich verändert. Es mag sein, dass sie diese Person persönlich nicht besonders mögen, aber wenn das Haus Gottes diese Person einsetzt und die Brüder und Schwestern sie wählen, werden sie, unter Umständen, in denen sie diese Person noch nicht völlig durchschaut haben, alles sachlich und unparteiisch handhaben und gemäß den Grundsätzen handeln. Sie werden diese Person definitiv nicht unfair behandeln, weil sie eine persönliche Animosität gegen sie haben, und sie werden sie auch nicht absichtlich herumschubsen oder quälen. Gelegentlich – unter besonderen Umständen – könnten sie sie aufgrund ihrer verdorbenen Dispositionen oder der Schwäche ihrer Menschlichkeit mit Worten angreifen, die nicht gesagt werden sollten, denn jeder Mensch hat verdorbene Dispositionen und niemand ist makellos. Sie können jedoch grundlegende Grundsätze wahren; das heißt, sie werden Menschen, mit denen sie verfeindet sind, weder drangsalieren noch unterdrücken noch sich an ihnen rächen, nur weil sie selbst Status haben. Wenn das hier und da doch einmal geschieht, wird ihnen ihr Gewissen hinterher Vorwürfe machen und ihnen sagen: „Es war falsch von dir, das zu tun. Da du jetzt Status hast, hast du deine Macht missbraucht, um dich an diesen Leuten zu rächen – das ist unangemessen!“ Sie werden über sich selbst nachdenken, ihr Gewissen wird ihnen Vorwürfe machen, und obendrein wird ihre Vernunft sie davon abhalten, andere Menschen zu unterdrücken und sich an anderen zu rächen, ihr Verhalten regulieren und sie auch ständig erinnern: „Das ist unangemessen.“ Daher werden sie ihre Worte mit Bedacht wählen und bei den Dingen, die sie tun, nicht über die Stränge schlagen. Das sind einige grundlegende Äußerungsformen von Menschen mit dem Gewissen und der Vernunft einer normalen Menschlichkeit in Bezug darauf, wie sie andere Leute behandeln. Selbst wenn sie vorübergehend ihrer Laune nachgeben wollen und Leute ins Fadenkreuz nehmen, gegen die sie einen Groll hegen oder die ihnen in der Vergangenheit geschadet haben, und selbst wenn andere Leute das für völlig vernünftig halten würden, wenn sie sich jetzt rächen sollten, sind sie immer noch maßvoll in ihren Handlungen und haben eine Grenze, die sie absolut nicht überschreiten werden. Wenn sie ihre Grenze überschreiten und sich zügellos rächen könnten, wären sie keine Menschen, die die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit besitzen. Da sie die Schwächen der Menschlichkeit haben und Menschen sind, die in normaler Menschlichkeit leben, empfinden natürlich auch sie Hass und Wut auf diejenigen, von denen sie verletzt wurden, und wollen sich auch an diesen Leuten rächen. Weil jedoch ihre Menschlichkeit die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte besitzt und sie von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft zurückgehalten und reguliert werden, werden sie, wenn sie sich an jemandem rächen wollen, von ihrem Gewissen getadelt und von ihrer Vernunft kontrolliert und denken bei sich: „Vergiss es. Das wäre unangemessen. Was diese Person in der Vergangenheit getan hat, hat mich nicht wirklich verletzt, und selbst wenn ich mich jetzt an ihr räche, wird das keine Probleme lösen.“ Sie werden rationale Mittel anwenden, um sich unter Kontrolle zu bringen und sich im Zaum zu halten, während sie sich auch selbst gut zureden und sich zur Vernunft bringen. Wenn sie zudem auch noch einige Wahrheiten verstehen, dann wird ihr Verhalten in dieser Hinsicht noch besser werden und noch mehr den Wahrheitsgrundsätzen entsprechen. Kurz gesagt: Wenn es darum geht, wie sie andere behandeln, werden sie von Zeit zu Zeit die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit offenbaren und oftmals einige Gedanken und Verhaltensweisen offenbaren, die von den Eigenschaften der Menschlichkeit geleitet sind. Man hört sie oft sagen: „Vergiss es. Wenn ich mich auf ihr Niveau herablassen würde, wäre ich dann nicht genauso wie diese Person? Außerdem ist das, was passiert ist, Vergangenheit. Wir sind alle Erwachsene – hat es irgendeinen Sinn, es ihr mit gleicher Münze heimzuzahlen?“ Sie werden einige Gedanken und Ansichten haben, die den Eigenschaften der Menschlichkeit entstammen, um sich im Zaum zu halten. Natürlich ist es auch der Fall, dass die Gedanken und Ansichten, die unter Leitung ihres Gewissens und ihrer Vernunft entstehen, ihre Worte und Handlungen ständig regulieren, zurückhalten, kontrollieren und zügeln. Danach werden in ihren Herzen jene über die Grenzen der Vernunft hinausgehenden Gedanken daran, sich an anderen Leuten zu rächen, immer schwächer werden. Unter der ständigen Korrektur durch Gewissen und Vernunft, gepaart mit dem Streben nach der Wahrheit und der zunehmenden Reife mit zunehmendem Alter, werden die Gedanken und Handlungen derjenigen, die in ihrer Menschlichkeit solche Eigenschaften wie Rechtschaffenheit und Güte besitzen – während diese Menschen nach der Wahrheit streben –, zunehmend zum Positiven tendieren, zunehmend den Wahrheitsgrundsätzen entsprechen und zunehmend reguliert werden. Das heißt, dass diese Menschen durch diesen Prozess allmählich Hass und Groll loslassen werden sowie verschiedene persönliche Probleme, die durch ihre eigene engstirnige Denkweise hervorgerufen wurden. Wenn man lediglich von Gewissen und Vernunft beherrscht und zurückgehalten wird, ist man nur in der Lage, Hass und Groll loszulassen, und man sagt einfach: „Vergiss es, das ist Schnee von gestern.“ Aber wenn man nach der Wahrheit streben und die Wahrheit verstehen kann, wird man nicht darauf beschränkt sein, einfach nur loszulassen, die Dinge auf sich beruhen zu lassen und damit abzuschließen; stattdessen wird man in der Lage sein, die Wahrheitsgrundsätze anzuwenden und, angetrieben von Gewissen und Vernunft, auf korrektere Weise zu leben und solche Angelegenheiten so zu handhaben und Menschen, gegen die man verschiedene Grollgefühle hegte, so zu behandeln, wie Gott es lehrt. Nur wenn man also grundlegende Grundsätze dafür hat, wie man andere behandelt, und auf dieser Grundlage auch die Wahrheit versteht, kann man allmählich in die Wahrheitsrealität eintreten und es schließlich schaffen, nach den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren.
Die Grundsätze, nach denen sich Menschen mit Gewissen und Vernunft in ihrem Umgang mit anderen richten, werden durch die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit im Zaum gehalten. Menschen, die diese Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte in ihrer Menschlichkeit nicht besitzen, haben demnach keine Grundsätze für den Umgang mit anderen Leuten. Wie du siehst, wirken einige Leute sehr fügsam, wenn sie keinen Status haben und jemand sie verletzt oder auf sie herabsieht und sie nicht in der Lage sind, sich zu rächen, als ob sie sich sehr großmütig verhalten würden. Du könntest denken, dass sie ziemlich gute Menschen seien, und wirst nie erlebt haben, dass sie sich an jemandem rächen, der sie beleidigt hat, aber dadurch kann nicht bestimmt werden, welche Attribute ihre Menschlichkeit tatsächlich besitzt. Sieh dir an, wie sie Menschen behandeln, wenn sie Status haben, wenn sie das Sagen und die Entscheidungsmacht haben. Können sie Menschen fair behandeln? Können sie diejenigen, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt wurden, auf der Grundlage von Gewissen und Vernunft behandeln? Können sie im Umgang mit Menschen Grundsätze haben? Das zeigt, was das Attribut von jemandem tatsächlich ist. Wenn Menschen ohne Eigenschaften der Menschlichkeit keinen Status haben, geben sie vor, jemand mit sehr gutem Benehmen zu sein. Wenn sie nicht in der Lage sind, sich an anderen zu rächen, wagen sie es nicht, sich darum zu bemühen, aber in ihren Herzen merken sie sich jede Kränkung. Ihre Gedanken sind voller Hass, Rachegelüste und Methoden, um Menschen zu quälen und gegen sie zu intrigieren. Sie lauern auf ihre Gelegenheit und suchen nach Möglichkeiten, sich zu rächen, suchen nach Gelegenheiten, andere sich zum Narren machen zu sehen, und sehen zu, wie die Menschen, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt wurden, ihren Niedergang erleben. Wenn sie einmal Status erlangt und diesen Status gefestigt haben, ist ihre Haltung gegenüber denjenigen, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt wurden oder mit denen sie im Konflikt stehen, völlig anders als die Haltung, die Menschen mit Gewissen und Vernunft hätten. Sie können nicht anders, als sich zu rächen, und werden sich den Kopf über Methoden zerbrechen, das zu tun. Sie werden definitiv weder ihren Hass noch jeglichen Groll loslassen. Sie werden definitiv nicht so sein wie Menschen mit Eigenschaften der Menschlichkeit, die sagen würden: „Vergiss es. Es sind so viele Jahre vergangen. Ich komme ganz gut zurecht, und was diese Person getan hat, hat mich nicht wirklich verletzt. Außerdem: Was würde Rache schon bringen?“ Sie werden definitiv nicht sagen „Vergiss es“; in ihrem Herzen werden sie genau Buch führen. Wenn sie Status haben, sagen sie bei sich: „Dachtest du, ich hätte meinen Hass vergessen? Du hast mich früher beleidigt, verletzt und unterdrückt – dachtest du, das sei einfach Schnee von gestern? Niemals! Ich habe jetzt Status; die Dinge sind anders als zuvor – wie könnte ich mich da nicht an dir rächen? Ich werde die Macht, die ich habe, ausnutzen, um dir zu zeigen, wozu ich in der Lage bin, um dich wissen zu lassen, dass ich kein gewöhnlicher Mensch bin!“ Ihre innere Welt ist voller Hass, und ihre Gedanken sind voller Methoden, sich zu rächen und eine Niederlage in einen Sieg zu verwandeln, in dem Versuch, dafür zu sorgen, dass niemand vergisst, wie furchteinflößend sie sind, und dass die Leute sie nicht mehr wie früher herumschubsen, sondern sie stattdessen fürchten. Siehst du? Unterscheidet sich ein Mensch dieser Art nicht von jemandem mit Eigenschaften der Menschlichkeit? (Ja.) Worüber grübeln sie ständig in ihrem Kopf nach? Sie denken bei sich: „Ich werde dir zeigen, wie furchteinflößend ich bin. Ich werde dir zeigen, dass mit mir nicht zu spaßen ist. Ich werde dafür sorgen, dass du Angst bekommst, wenn du mich siehst, und dass du es nie wieder wagst, mich herumzuschubsen!“ Sagt Mir: Glaubt ihr, dass sie diese Gedanken in die Tat umsetzen können? (Ja.) Das können sie ganz gewiss. Ihr Herz ist voller Hass, und obendrein ist ihr Attribut das eines Teufels, und sie haben keinen Maßstab, an dem sie messen könnten, ob es richtig oder falsch ist, so zu denken. Wenn sie solche Gedanken haben, haben sie kein Gewissen und keine Vernunft, um sich selbst zurückzuhalten – nichts kann sie zurückhalten oder regulieren. Während diese niederträchtigen, bösartigen Dinge in ihnen ständig anschwellen und überhandnehmen, schmieden sie auch ununterbrochen Pläne und suchen nach Gelegenheiten, um zu tun, was sie tun wollen. Jetzt haben sie Status – ihre Gelegenheit ist endlich gekommen. Sagt Mir: Glaubt ihr, dass sie einlenken werden? Sie werden definitiv nicht einlenken. Sie werden diese Gelegenheit nutzen und die Macht, die sie jetzt haben, benutzen, um all ihre Ideen zu verwirklichen, diejenigen, von denen sie in der Vergangenheit verletzt wurden, und ihre Feinde dazu zu bringen, sie zu fürchten, ihnen allen zu zeigen, wie fähig sie sind, all diese Menschen dazu zu bringen, sie zu bewundern, und dafür zu sorgen, dass sie Status in deren Herzen haben. Als Nächstes werden sie diese Leute blamieren und sie mit Worten und Taten unterdrücken und drangsalieren. Sie werden schauen, wer sie in der Vergangenheit beleidigt hat, und bei sich denken: „Ich muss diese Person zum Predigen des Evangeliums an den beschwerlichsten und gefährlichsten Ort schicken, den es gibt. Wenn sie nicht gehen will, werde ich sie zurechtstutzen. Wenn sie danach immer noch nicht geht, werde ich sie in Verruf bringen und ausschließen! Und jedem, der für sie eintritt, wird das gleiche Schicksal blühen!“ Einige Leute, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt wurden, wurden inzwischen zwar zu Leitern gewählt, sind aber immer noch ihre Untergebenen. Sie denken bei sich: „Welche Predigt kann ich halten, um ihr Ansehen völlig zunichtezumachen? Wenn sie sich gut benehmen und in allen Angelegenheiten auf mich hören, lasse ich das Vergangene ruhen. Aber wenn sie ungehorsam sind, mich abstoßend finden und unzufrieden mit mir sind und sogar meine Probleme melden wollen, werde ich ihnen eine Lektion erteilen! Ich werde alles Erdenkliche tun, um die Brüder und Schwestern dazu zu bringen, sie abzusetzen und zu entlassen, und es so einrichten, dass sie das Blatt niemals wenden können! Ich werde sie auf einen Bauernhof schicken, um das Land zu bestellen oder Schweine zu züchten. Wenn sie immer noch nicht hören, werde ich sie zur Ausführung ihrer Pflicht an den gefährlichsten Ort schicken, den es gibt, wo sie jederzeit von der Polizei verhaftet werden könnten!“ Allein schon solche Gedanken zu hegen, ist bereits sehr schwerwiegend; das ist bereits eine Grenzüberschreitung. Dass sie solche Gedanken haben können, beweist bereits, dass sie nicht wirklich Gewissen oder Vernunft haben. Und wenn sie diese Dinge tatsächlich tun können, dann tragen sie auch das Element einer dämonischen Natur in sich – davon, dass sie weder Gewissen noch Vernunft haben, ganz zu schweigen. In ihrem Herzen findet sich nicht nur keine Menschlichkeit, sondern auch eine dämonische Natur. Sind solche Menschen nicht Teufel? Wenn eine Person dieser Art keinen Status hat, ist sie ziemlich gut darin, sich zu verstellen und Dinge zu ertragen. Solche Leute sind Meister darin, „auf Reisig zu schlafen und Galle zu lecken“. Sie haben aus den Redewendungen „Für einen Ehrenmann ist es nie zu spät, Rache zu nehmen“, „Solange man am Leben ist, hat man eine Chance“ und „Das Herz eines Premierministers ist groß genug, dass ein Boot darin segeln kann“ Lektionen gezogen. Sie haben sich bis jetzt verstellt, und nun wird schließlich ihr wahres Gesicht enthüllt. Was für elende Kreaturen sind solche Leute? Sie sind keine Menschen, sie sind Teufel. Schaut euch an, welche Leute sich gut benehmen, wenn sie keinen Status haben, aber sobald sie Status bekommen, sofort wie ausgewechselt erscheinen. Sie erkundigen sich schnell danach, wo all die Leute, von denen sie beleidigt wurden, sind, in welcher Situation sie sich befinden und welche Pflichten sie derzeit tun. Dann suchen sie nach Gelegenheiten, mit diesen Leuten Ärger anzuzetteln und deren Probleme unverhältnismäßig aufzubauschen, und sie drangsalieren diese Leute so lange, bis sie hörig werden und sich ihnen ergeben, woraufhin sie glauben, dass die Arbeit der Kirche gut erledigt wurde. Solche Leute sind böse Dämonen und müssen so schnell wie möglich entlassen werden. Wenn sie nicht entlassen werden, werden du und alle anderen darunter leiden – früher oder später werden sie auch dich drangsalieren.
Was für Menschen sollten zum Kirchenleiter gewählt werden? Zum einen sollten sie eine Bürde dafür haben, ihre Pflicht zu tun, und von ausreichendem Kaliber sein. Zum anderen sollte ihre Menschlichkeit rechtschaffen und gütig sein, und sie sollten in der Lage sein, Menschen fair zu behandeln. Als sie keinen Status hatten, gab es tatsächlich einige Brüder und Schwestern, von denen sie beleidigt wurden oder mit denen sie im Konflikt standen, aber nachdem sie Leiter geworden sind, können sie diese Menschen korrekt behandeln, sie befördern, wenn sie befördert werden sollten, und sie einsetzen, wenn sie eingesetzt werden sollten. Manche Leute sagen zu ihnen: „Diese Person hat früher schlecht über dich gesprochen“, aber sie können das auf sich beruhen lassen. Sie räumen der Arbeit des Hauses Gottes Priorität ein und sagen: „Das Haus Gottes braucht jetzt Leute. Wenn sie dafür geeignet ist, diese Pflicht zu tun, sollten wir sie einsetzen.“ Ganz gleich, wer versucht, Zwietracht zu säen, sie lassen sich davon nicht beeinflussen. Selbst wenn es die Person ist, von der sie am schlechtesten behandelt wurden: Wenn diese Person den Grundsätzen des Hauses Gottes für den Einsatz von Menschen entspricht, werden diese Leiter sie nach Bedarf einsetzen. Davon abgesehen, ob solche Menschen Gottes Absichten berücksichtigen, was für ein Kaliber sie haben und ob sie die Arbeit gut machen können, sind sie in Bezug auf die Attribute der Menschen definitiv wahre Menschen. Sie können Menschen fair behandeln, besonders diejenigen, die mit ihnen im Konflikt standen, oder diejenigen, von denen sie in der Vergangenheit unterdrückt, verletzt oder sogar beleidigt oder herumgeschubst wurden – sie können sie alle korrekt und fair behandeln. Das genügt für uns, um zu sagen, dass eine solche Person ausreichend rechtschaffen und gütig ist; sie entspricht den Grundsätzen und erfüllt die Bedingungen, um von Gott vervollkommnet zu werden. Manche Leute sagen nun vielleicht: „Ist diese Person dann jemand, der nach der Wahrheit strebt? Wenn sie nicht nach der Wahrheit strebt, wäre sie dann nicht unfähig, Menschen auf diese Weise zu behandeln?“ Ist das korrekt? Sagt Mir: Selbst wenn jemand nicht nach der Wahrheit strebt, wird er dann, solange er von Natur aus die Eigenschaften von Rechtschaffenheit und Güte in seiner Menschlichkeit besitzt, einen grundlegenden Grundsatz für den Umgang mit anderen Menschen haben? (Ja.) Wenn solche Menschen Status haben, werden sie in der Lage sein, ihre persönliche Animosität loszulassen, den Leuten vergangenes Unrecht nicht nachzutragen und Menschen nicht basierend auf ihrer persönlichen Animosität zu behandeln? Sie werden in der Lage sein, das zu erreichen. Wenn du nicht einmal das erreichen kannst, wie kannst du dann überhaupt hoffen, die Wahrheit zu praktizieren und dich Gottes Worten zu unterwerfen? Wenn selbst das deine Fähigkeiten übersteigt, bist du kein rechtschaffener und gütiger Mensch; man könnte auch sagen, dass du niemand bist, der Eigenschaften der Menschlichkeit besitzt – du bist kein Mensch. Wenn du kein Mensch bist und weder Gewissen noch Vernunft besitzt, mit welchem Recht versuchst du dann, nach der Wahrheit zu streben? Wenn du nicht die grundlegenden Voraussetzungen dafür erfüllst, dich Gottes Worten zu unterwerfen und nach der Wahrheit zu streben, kannst du die Wahrheit nicht erlangen und bist es nicht wert, ein Mensch genannt zu werden. Wenn du Menschen nicht fair behandeln kannst, kannst du dann die Wahrheit lieben? Kannst du Gottes Worte praktizieren? Wenn du nicht einmal geringfügige persönliche Animositäten loslassen kannst und imstande bist, dich an jedem zu rächen, der dir schadet oder der dich früher beleidigt hat, und du nicht einmal irgendwelche Maßstäbe von Gewissen und Vernunft hast, wirst du dann in der Lage sein, Gottes Worte zu praktizieren? Auf keinen Fall! Daher solltest du bei der Wahl eines Leiters zuerst darauf schauen, wie eine Person andere Leute behandelt; das ist einer der Maßstäbe, an dem man bemessen kann, ob jemand Eigenschaften der Menschlichkeit hat. Das heißt, ganz gleich, wer sie in der Vergangenheit beleidigt hat, solche Menschen hegen keinen Groll und haben sich noch nie an jemandem gerächt, und sie bleiben auch, nachdem sie Status erlangt haben, dieselbe Person. Es mag sein, dass sie sich überlegen verhalten, ein gewisses Verlangen nach Status haben oder die Vorteile von Status genießen werden, aber sie setzen diejenigen, von denen sie in der Vergangenheit beleidigt wurden, nach Bedarf ein und gehen ganz normal mit ihnen um – vielleicht erinnern sie sich in ihrem Herzen an ihren Groll, aber sie tun nichts, um sich zu rächen. Das ist etwas, das niemand ohne Eigenschaften der Menschlichkeit schaffen kann; Bestien können das nicht schaffen und Teufel erst recht nicht. Nur Menschen, die ein Gewissen besitzen, können das schaffen. Wenn Menschen mit Gewissen irgendetwas tun, mahnt sie ihr Gewissen und reguliert ihr Verhalten von innen heraus, und ihre Vernunft zügelt nicht nur ihre Impulse und ihre Hitzköpfigkeit, sondern zügelt und reguliert vor allem auch ihre irrationalen Gedanken und Verhaltensweisen. Selbst wenn sie Status haben, werden sie nichts tun, um sich an anderen zu rächen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass jemand Eigenschaften der Menschlichkeit hat. Seht euch die Menschen um euch herum an – alle, die so sind, sind wahre Menschen. Es mag sein, dass ihr Kaliber durchschnittlich ist, sie nicht hochgebildet und noch ziemlich jung sind; es mag auch sein, dass sie äußerlich nicht sehr enthusiastisch wirken, noch scheinen sie in ihrem Streben allzu bemüht zu sein, und es mag sein, dass sie in Zukunft nicht nach der Wahrheit streben werden – aber solche Personen sind zumindest für dich zuverlässig, nicht wahr? (Ja.)