Wie man nach der Wahrheit strebt (2) Abschnitt Eins
Die erste Praxis, um nach der Wahrheit zu streben: Loslassen
Die Barrieren zwischen sich und Gott und die eigene Feindseligkeit Ihm gegenüber loszulassen
I. Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gott loslassen: Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk loslassen
Seit einiger Zeit sprechen wir über den ersten wichtigen Punkt in der Praxis des Strebens nach der Wahrheit: das „Loslassen“. Letztes Mal haben wir über den dritten Punkt bezüglich des „Loslassens“ Gemeinschaft gehalten – das Loslassen der Barrieren zwischen sich selbst und Gott sowie der eigenen Feindseligkeit gegenüber Gott. Das war ein brandneuer Inhalt. Dieser Inhalt hat nicht nur einen Aspekt; er umfasst viele Punkte und Inhalte. Diese Inhalte sind das, was die Menschen im Prozess von Gottes Werk erfahren, und sie stehen in direktem Zusammenhang mit dem Leben und den Bestrebungen der Menschen. Daher müssen wir zuerst unbedingt über die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen über Gott Gemeinschaft halten. Dies ist ein Thema, das die Menschen auf dem Weg des Glaubens an Gott nicht vermeiden können. Ich habe letztes Mal über einen Teil dieses Inhalts Gemeinschaft gehalten. Jemand soll uns sagen, worüber Ich speziell Gemeinschaft gehalten habe. (Letztes Mal hat Gott über das Loslassen der Barrieren zwischen sich selbst und Gott sowie der eigenen Feindseligkeit gegenüber Gott Gemeinschaft gehalten. Gott hat zuerst unsere Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk aufgedeckt. Zum Beispiel haben wir Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Tag, und wir glauben auch, dass Gottes Werk sehr übernatürlich ist und dass die Menschen, solange der Heilige Geist wirkt und sie bewegt, alle Probleme lösen und ihre verdorbenen Dispositionen verwandeln können. Während Gott diese Auffassungen und Vorstellungen aufdeckte, sagte Er uns, dass das Ergebnis, das Er in Seinem Werk zu erzielen beabsichtigt, darin besteht, Seine Worte in uns hineinzuarbeiten, damit wir, wenn in unserem täglichen Leben etwas geschieht, in der Lage sind, gemäß Gottes Worten und den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren – das ist Gottes Anforderung an jeden von uns.) Wer kann dem noch etwas hinzufügen? (Letztes Mal hat Gott auch darüber Gemeinschaft gehalten, dass die Menschen glauben, Gott fälle Sein Urteil über sie auf der Grundlage ihrer vorübergehenden Äußerungsformen. Sie denken auch, dass sie Gott zufriedenstellen und Errettung erlangen können, indem sie sich an äußerliche Vorschriften und äußerlich gute Verhaltensweisen halten – all das sind menschliche Auffassungen und Vorstellungen. Außerdem glauben die Menschen, dass Gott sie disziplinieren und bestrafen wird, wenn sie schwach sind oder Auflehnung und Verdorbenheit offenbaren – auch das ist eine Auffassung und Vorstellung. Aus Gottes Enthüllung dieser Auffassungen und Vorstellungen der Menschen haben wir verstanden, dass Gott weder unsere äußerlich guten Verhaltensweisen will noch die Einhaltung bestimmter äußerlicher Praktiken und Vorschriften wünscht. Vielmehr hofft Er, dass wir, wenn etwas geschieht, das uns betrifft, in der Lage sind, die Wahrheitsgrundsätze zu suchen und in die Wahrheitsrealität einzutreten.) Jeder hat diese Auffassungen und Vorstellungen in unterschiedlichem Maße, nicht wahr? (Ja.) Bevor die Menschen beginnen, nach der Wahrheit zu streben, oder wenn sie die Wahrheit nicht verstehen und die Wahrheit noch nicht gewonnen haben, neigen sie dazu, diese Auffassungen und Vorstellungen zu verwenden, um Vermutungen darüber anzustellen, wie Gott wirkt, oder um voreilige Schlüsse darüber zu ziehen, wie Gott wirken wird. Gleichzeitig neigen sie auch dazu, diese Vermutungen zu verwenden, um ein Urteil über sich selbst, ihr eigenes Ergebnis und darüber zu fällen, ob sie in Zukunft gesegnet sein oder Unglück erleiden werden. Daher sind diese Auffassungen und Vorstellungen im Prozess des Strebens der Menschen nach der Wahrheit in hohem Maße zu Hindernissen für die Annahme von Gottes Werk, für ihr Streben nach der Wahrheit und für ihr Gewinnen der Wahrheit geworden. Das heißt, wenn Menschen diese Auffassungen und Vorstellungen nicht loslassen können und sie stets als ihre Motivation und die Grundursache dafür betrachten, an Gott zu glauben und Ihm zu folgen, dann werden diese Auffassungen und Vorstellungen sie in hohem Maße daran hindern, nach der Wahrheit zu streben und sie zu gewinnen. Und am Ende können sie nur ihre Auffassungen und Vorstellungen verwenden, um ihren eigenen Wert, ihre Identität und ihren Status vor Gott zu bestimmen und um festzulegen, welche Art von Behandlung sie im Haus Gottes erhalten können, was ihr Bestimmungsort sein wird und welche Segnungen sie in Zukunft erlangen werden, wie viel Autorität sie haben werden und wie viele Städte sie regieren werden, und ob sie eine Säule oder eine Stütze im Himmel sein werden oder wie viel sie in diesem Leben und wie viel sie in der kommenden Welt gewinnen können. Da diese Auffassungen und Vorstellungen das Leben und die Bestrebungen der Menschen betreffen, beeinflussen sie die Wege, die die Menschen einschlagen, und natürlich beeinflussen sie auch das endgültige Ergebnis und den endgültigen Bestimmungsort der Menschen. Menschen leben und streben inmitten ihrer Auffassungen und Vorstellungen; daher betrachten und beurteilen und entscheiden sie unweigerlich alles auf der Grundlage dieser Auffassungen und Vorstellungen. Ganz gleich also, in welcher Form Gott die Wahrheit bereitstellt und den Menschen sagt, welche Ansichten sie vertreten und welchen Weg sie einschlagen sollten, solange die Menschen diese Auffassungen und Vorstellungen nicht loslassen, werden sie weiterhin nach ihnen leben, und diese Auffassungen und Vorstellungen werden ganz natürlich das Leben der Menschen und die Gesetze, durch die sie überleben, und sie werden unweigerlich die Wege und Methoden, nach denen sich die Menschen richten, um mit allen möglichen Ereignissen und Dingen umzugehen. Sobald die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen zu den Grundsätzen und Kriterien werden, in deren Licht sie andere Menschen und Dinge betrachten und nach denen sie sich verhalten und handeln, wird alles vergeblich sein, egal wie sehr sie an Gott glauben oder wie sie streben, und egal, wie viele Härten sie erleiden oder welchen Preis sie zahlen. Solange jemand nach seinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen lebt, widersetzt er sich Gott und steht Ihm feindlich gegenüber; er unterwirft sich nicht wirklich den von Gott eingerichteten Umgebungen oder Seinen Anforderungen. Letztendlich wird sein Ergebnis also sehr tragisch sein. Wenn du schon seit vielen Jahren an Gott glaubst und dich für Ihn aufgewendet hast, überall herumgerannt bist und einen hohen Preis gezahlt hast, und wenn aber der Ursprung und die Quelle von allem, was du tust, deine eigenen Auffassungen und Vorstellungen sind, dann akzeptierst du Gott nicht wirklich und unterwirfst dich Ihm auch nicht wirklich. Ganz gleich, ob diese Auffassungen und Vorstellungen aus Büchern, aus der Gesellschaft oder aus deinen persönlichen Begierden und Interessen stammen – solange es sich um Auffassungen und Vorstellungen handelt, sind sie, kurz gesagt, nicht die Wahrheit; und solange sie nicht die Wahrheit sind, stehen sie der Wahrheit feindlich gegenüber, sind ein Stolperstein für die Annahme der Wahrheit durch die Menschen und ein Feind Gottes und der Wahrheit. Solange du also nach deinen Auffassungen und Vorstellungen lebst, wirst du alles nach diesen Auffassungen und Vorstellungen bemessen und betrachten, und ihretwegen wirst du dich letztendlich mit Sicherheit gegen die Umgebungen auflehnen, die Gott für dich einrichtet, und dich gegen Gottes Führung oder Herrschaft über dich auflehnen. Kurz gesagt, hier gibt es keine wahre Annahme und Unterwerfung. Warum ist das so? Weil, egal wie viele Härten du erleidest oder wie hoch der Preis ist, den du zahlst, die Härten, die du erleidest, und der Preis, den du zahlst, nicht im Einklang mit den Wahrheitsgrundsätzen stehen und nichts mit der Wahrheit zu tun haben, solange du nach deinen Auffassungen und Vorstellungen lebst; man könnte sagen, dass die Härten, die du erleidest, und der Preis, den du zahlst, auf menschlichen Auffassungen und Vorstellungen und auf deinen Vorlieben beruhen und dem Zweck dienen, deine fleischlichen Begierden zu befriedigen und bestimmte Ziele zu erreichen. Es ist genau wie bei Paulus: Er verrichtete viel Arbeit und ist viel herumgerannt und predigte das Evangelium im größten Teil Europas, aber egal, wie viele Härten er erlitt und wie hoch der Preis war, den er zahlte oder wie viel er herumrannte, er hatte nie Gedanken und Ansichten, die mit der Wahrheit übereinstimmten, er nahm die Wahrheit nie an, und er hatte nie die Haltung und die wirkliche Erfahrung der Unterwerfung unter Gott – er lebte immer in seinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen. Was genau war seine Auffassung und Vorstellung? Er glaubte, dass ihm nach dem vollendeten Lauf und dem guten Kampf die Krone der Gerechtigkeit zuteilwerden würde – das war Paulus’ Auffassung und Vorstellung. Was war die spezifische theoretische Grundlage seiner Auffassung und Vorstellung? Dass Gott das Ergebnis einer Person danach bestimmen würde, wie viel sie herumgerannt ist, welchen Preis sie gezahlt hat und wieviel Härte sie erlitten hat. Genau auf dieser theoretischen Grundlage seiner Auffassung und Vorstellung schlug Paulus unwissentlich den Weg der Antichristen ein. Als er das Ende des Weges erreichte, verstand er folglich weder sein Verhalten und seine Äußerungsformen des Widerstands gegen Gott noch sein Wesen des Widerstands gegen Gott, geschweige denn zeigte er irgendeine Reue. Er hielt immer noch an seiner ursprünglichen Auffassung und Vorstellung fest, während er an Gott glaubte, und hatte nicht nur nicht die geringste wahre Unterwerfung unter Gott, sondern im Gegenteil, er glaubte sogar, dass er im Gegenzug noch mehr berechtigt sei, ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort von Gott zu erhalten. „Im Gegenzug“ klingt zwar schön und zivilisiert, doch in Wirklichkeit handelte es sich weder um einen Austausch noch um einen Handel – er bat Gott direkt um diese Dinge, forderte sie geradezu von Gott. Wie forderte er sie von Gott? Genau wie er sagte: „Ich habe meinen Lauf vollendet, ich habe den guten Kampf gekämpft – die Krone der Herrlichkeit gehört jetzt mir. Das ist es, was ich verdiene und was Gott mir rechtmäßig geben sollte.“ Der Weg, den Paulus einschlug, war ein Weg des Widerstands gegen Gott, der ihn in die Zerstörung führte, und das endgültige Ergebnis, das ihn ereilte, war die Bestrafung. Dies war untrennbar mit seiner Auffassung und Vorstellung von Gott verbunden. Er hielt immer hartnäckig an seiner eigenen Auffassung und Vorstellung fest; er schob beiseite und ignorierte, was Gott sagte, die Wahrheiten – den Weg des Lebens – die Gott für die Menschen bereitstellte, und nahm sogar eine Haltung der Geringschätzung und Verachtung an. Er erkannte nicht einmal die Tatsache an, dass Jesus Christus die Menschwerdung Gottes war und akzeptierte sie nicht. Als er das Ende des Weges erreicht hatte, hielt er immer noch wie zuvor hartnäckig an seiner Auffassung und Vorstellung fest und stellte sich weiterhin gegen Gott, was schließlich unvermeidlich zum Ergebnis der Zerstörung führte. Wenn die Menschen also im Prozess des Glaubens an Gott in der Lage sind, all ihre verschiedenen negativen Emotionen loszulassen und einige Dinge im wirklichen Leben loszulassen, die sie daran hindern, nach der Wahrheit zu streben, aber die Barrieren zwischen sich und Gott oder ihre Feindseligkeit gegenüber Ihm nicht loslassen können, dann wird dies eine sehr bedauerliche und tragische Sache sein, und am Ende wird die Menschen dasselbe Ergebnis der Bestrafung ereilen wie Paulus. Das steht außer Frage. Daher ist in der Praxis des „Loslassens“ „das Loslassen der Barrieren zwischen sich selbst und Gott sowie der eigenen Feindseligkeit gegenüber Gott“ der entscheidendste und wichtigste Punkt und darf nicht übersehen werden. Folgendes musst du oft prüfen: Welche Auffassungen und Vorstellungen hast du in deiner Beziehung zu Gott und im Prozess der Erfahrung von Gottes Werk immer noch, die nicht mit der Wahrheit, Gottes Wünschen oder Gottes Anforderungen übereinstimmen und die zwischen dir und Gott stehen. Du solltest diese prüfen, sie mit Gottes Worten vergleichen und sie dann loslassen. Der Zweck des Loslassens ist nicht, einen Prozess zu durchlaufen, sondern die Wahrheit anzunehmen, die den Menschen von Gott vorgelegten Wahrheitsgrundsätze anzunehmen und diese Wahrheitsgrundsätze zu verwenden, um deine Auffassungen und Vorstellungen zu ersetzen und die Sichtweise hinter deinem Streben und die Richtung deines Strebens zu ändern, damit du in deinem Leben und im Prozess der Nachfolge Gottes mit Gott vereinbar sein kannst, anstatt mit deinen Auffassungen und Vorstellungen vereinbar zu sein. Gottes Werk dient dazu, die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen zu beseitigen, und Er versorgt die Menschen mit der Wahrheit, um auch ihre Auffassungen und Vorstellungen zu beseitigen. Indem Er ihre Auffassungen und Vorstellungen beseitigt, befähigt Gott die Menschen, korrekte Gedanken, Ansichten, Standpunkte und Sichtweisen zu haben, um jede Umgebung, die Er einrichtet, und jede Angelegenheit, der sie im Leben begegnen, anzugehen. Gott verrichtet Sein Werk und versorgt die Menschen durch Seine Worte mit der Wahrheit, nicht um ihre Auffassungen und Vorstellungen zu erfüllen, sondern um ihren Auffassungen und Vorstellungen entgegenzuwirken und sie letztendlich zu befähigen, ihre Auffassungen und Vorstellungen loszulassen und Erkenntnis über Gott zu erlangen.
D. Der Glaube der Menschen, dass Gottes Werk ihr Kaliber, ihre Instinkte, ihre Persönlichkeiten und so weiter verändern kann
Wir haben zuvor über einige der Auffassungen und Vorstellungen der Menschen über Gottes Werk Gemeinschaft gehalten. Zusätzlich zu diesen Auffassungen und Vorstellungen haben die Menschen auch einige andere Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk, die sie im Prozess des Strebens nach der Wahrheit loslassen sollten. Zum Beispiel glauben die Menschen, dass sie völlig erneuert werden, wenn sie nach der Wahrheit streben können, nachdem sie Gottes Werk angenommen haben, und dass sie ein völlig neues Leben haben und zu einem neuen Menschen wiedergeboren werden, sobald sie Gottes Worte als ihr Leben haben. Sie glauben, dass sich ihr Kaliber verbessert haben wird und dass sich auch ihre Instinkte in gewissem Maße verändert haben werden, sodass ihnen oft Dinge widerfahren, die sie niemals erwarten würden. Das heißt, sie werden nicht nur in der Lage sein, Dinge zu tun, die über ihr eigenes Kaliber und ihre eigenen Instinkte hinausgehen, sondern sie werden sie auch extrem mühelos und reibungslos tun können. Mehr noch, im Prozess des Glaubens an Gott haben manche Menschen sogar oft das Gefühl, dass sich seit Beginn ihres Strebens nach der Wahrheit ihre Persönlichkeit und ihr Temperament verbessert haben, ihre Augen strahlender sind als zuvor und ihr Gehör besser ist als zuvor. Von Zeit zu Zeit schauen sie in den Spiegel und haben das Gefühl, dass sie immer mehr wie Engel werden; sie haben das Gefühl, dass sie immer schöner aussehen und viel lebhafter sind als zuvor. Manche Menschen haben sogar das Gefühl, dass sich einige ihrer Lebensgewohnheiten und ihre Routinen verändert haben – früher gähnten sie unaufhörlich, wenn sie zu spät ins Bett gingen, aber seit sie begonnen haben, nach der Wahrheit zu streben, sind diese Reaktionen verschwunden, und sie finden das besonders wundersam. In ihren Auffassungen und Vorstellungen glauben die Menschen, dass Gott etwas an ihnen wirken wird, sobald sie anfangen, nach der Wahrheit zu streben, sodass sie unerwartete Verwandlungen durchmachen werden. Dazu gehört eine Verbesserung ihres Kalibers über Nacht – sie entwickeln sich von einem mittelmäßigen oder sehr schlechten Kaliber zu extrem scharfsinnigen, fähigen und erfahrenen Persönlichkeiten, werden zu Personen von Kaliber und Weisheit, und auch der Bereich ihres Denkens wird erhöht. Wenn die Menschen anfangen, an Gott zu glauben und sich entscheiden, nach der Wahrheit zu streben, haben sie maßlos übertriebene und unrealistische Vorstellungen über das Streben nach der Wahrheit. Kurz gesagt, keine dieser Vorstellungen entspricht wirklich der Realität. Die Menschen glauben, dass sich viele der sie betreffenden Aspekte verbessern und sprunghaft voranschreiten werden, solange sie nach der Wahrheit streben, und dass sie in einigen Bereichen sogar gewöhnliche Menschen übertreffen werden. Daher nennen sich manche Leute Lyu Chao, andere Ma Chao und wieder andere Niu Chao. Diese Namen bedeuten jeweils so viel wie „Esel, Pferde und Ochsen zu übertreffen“ – das heißt, schneller als ein Pferd laufen zu können und mehr Kraft als ein Esel oder ein Ochse zu haben. Esel sind im Allgemeinen sehr zugstark, Pferde haben sehr kräftige Beine, und Ochsen besitzen große Ausdauer. Daher nennen sich diese Leute Lyu Chao, Ma Chao und Niu Chao. Du siehst, sie legen also besonderen Wert auf die Namen, die sie wählen. An den Namen, die sich die Menschen selbst aussuchen, kann man erkennen, dass die Menschen ihr eigenes Verständnis von Gottes Werk haben; leider entspricht dieses Verständnis nicht der Wahrheit und ist nicht positiv – es ist eine Auffassung und Vorstellung der Menschen. Unabhängig davon, ob diese Auffassung und Vorstellung verdreht oder extrem ist, ist sie, kurz gesagt, unvereinbar mit den Tatsachen und mit der Wahrheit; sie ist sehr hohl und befasst sich mit übernatürlichen Dingen. Der Grundsatz, nach dem Gott an den Menschen wirkt, ist folgender: Ganz gleich, welche Art von Kaliber oder welche Art von Arbeitsvermögen oder Fähigkeit, mit den Dingen umzugehen, die Menschen haben, ganz gleich, was ihre angeborenen Instinkte sind, und ganz gleich, was ihre Persönlichkeit, ihre Gewohnheiten, ihre Routinen, ihre Interessen und Hobbys sind, oder sogar was ihr Geschlecht ist – kurzum, Gottes Werk dient dazu, das Ergebnis zu erzielen, die Menschen zu befähigen, die Wahrheit zu verstehen, die Wahrheit anzunehmen, sich der Wahrheit zu unterwerfen und dann in die Wahrheitsrealität einzutreten. Dies geschieht auf der Grundlage ihres ihnen innewohnenden Kalibers, ihrer Instinkte, ihrer Persönlichkeit, ihrer Gewohnheiten, ihrer korrekten Routinen sowie ihrer legitimen Interessen und Hobbys und so weiter. Auf welcher Grundlage wird also dieses Ergebnis erzielt? Es wird auf der Grundlage erzielt, dass die Menschen die Fähigkeit haben, die Wahrheit zu verstehen und zu begreifen, und auf der Grundlage, dass sie eine normale Menschlichkeit haben. Es wird nicht auf der Grundlage einer sogenannten erhöhten Menschlichkeit erzielt, noch wird es auf der Grundlage einer übernatürlichen Menschlichkeit erzielt. Daher dienen alle Aspekte der Wahrheit, über die wir Gemeinschaft halten, dazu, dich zu befähigen, in diese einzutreten, vorausgesetzt, du besitzt eine normale Menschlichkeit und die Fähigkeit, die Wahrheit zu begreifen. Die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen stehen jedoch genau im Widerspruch dazu. Die Menschen glauben, dass das Ergebnis, das durch Gottes Werk und Seinen Ausdruck der Wahrheit in den Menschen erzielt wird, ihrem innewohnenden Kaliber und ihren Instinkten und auch ihrer Persönlichkeit, ihren Gewohnheiten, ihren Interessen und ihren Hobbys widerspricht. Die Menschen hoffen oft, dass ihnen ein Wunder widerfährt, dass ihnen etwas Übernatürliches oder etwas Unerwartetes widerfährt, etwas, das ihr eigenes Kaliber und ihre eigenen Instinkte übersteigt, anstatt sich die Mühe zu machen, auf bodenständige Weise nach der Wahrheit zu suchen. Was beweist diese Tatsache? Ist es nicht so, dass die Menschen das Streben nach der Wahrheit als etwas besonders Übernatürliches und Hohles betrachten? Ist es nicht so, dass sie die Art und Weise, wie Gott an den Menschen wirkt, als besonders übernatürlich und hohl betrachten? (Doch.) Die Menschen hoffen oft, dass ihr Kaliber umso besser wird, je mehr sie nach der Wahrheit streben, oder dass ihr Kaliber besser sein wird als zuvor, nachdem sie viele Predigten gehört und viel von der Wahrheit angenommen und verstanden haben. Das ist eine Auffassung und Vorstellung, nicht wahr? (Ja.) Nehmen wir zum Beispiel das Erlernen eines Berufs: Als du in der Schule warst, musstest du, wenn du einen Beruf meistern wolltest, das Wissen dieses Berufs auswendig lernen und von früh bis spät lernen und deine Freizeit damit verbringen, dich anzustrengen, um ihn zu erlernen. Seit du angefangen hast, an Gott zu glauben, denkst du, dass sich das Kaliber der Menschen verbessern wird, sie sich verwandeln und anders sein werden als zuvor, solange der Heilige Geist wirkt. Also bestimmst du, dass man, egal wie Gott wirkt, nur mitwirken muss und dass es nicht nötig ist, sich anzustrengen, um nach der Wahrheit zu streben und Fachwissen zu erwerben; es reicht aus, wenn man seine Pflicht tut – man wird auf diese Weise immer noch Fortschritte im Glauben an Gott gemacht haben. Stellen sich die Menschen das nicht so vor? (Doch.) Sagt Mir, ist das der richtige Weg des Strebens? Kann das Streben auf diese Weise zu einer wahren Verwandlung führen? (Nein, das kann es nicht.) Es kann unmöglich eine Verwandlung geben. Zum Beispiel denken manche Leute, dass sie, um gut singen zu können, von früh bis spät üben, sich die Techniken anderer abschauen und alle Arten von Liedern hören müssen, um von den Vorzügen anderer Leute zu lernen, und dass sie nur auf diese Weise Erfolge erzielen können. Im Gegensatz dazu glauben manche Leute, das Singen hänge vom Talent ab; sie denken, dass eine Person gut singen kann, wenn sie eine Begabung zum Singen hat und gerne singt, und dass jemand, der weder eine Begabung zum Singen noch eine Vorliebe für das Singen hat, sich darauf verlassen muss, vom Heiligen Geist bewegt zu werden, um gut zu singen, um mit Gefühl zu singen, sodass das Hören seines Gesangs anderen Freude bereitet. Folglich hegen die meisten Menschen immer diese Art von Illusion; sie verlassen sich darauf, dass der Heilige Geist sie bewegt, sonst öffnen sie ihren Mund nicht zum Singen. Das ist eine Auffassung und Vorstellung, nicht wahr? Manche Leute denken, dass es nicht nötig ist, sich so sehr anzustrengen, um Fachwissen zu erlernen, und dass Gott wirken wird, solange die Menschen nach der Wahrheit streben. Sie denken, es sei nutzlos und vergeblich, wenn die Menschen solche sinnlosen Opfer bringen. Sie denken, dass Gottes Wirken, sobald Er handelt, nützlicher sei als jede noch so große menschliche Anstrengung; daher glauben sie, dass, solange Menschen ihre Pflicht aufrichtig tun und bereit sind, Gott ihr Herz zu widmen, der Heilige Geist in ihnen wirken wird, und dass ihr Kaliber und ihre Fähigkeiten sofort über den Rahmen der normalen Menschlichkeit hinaus erhöht werden – sie werden in der Lage sein, Dinge zu verstehen, bei denen es vorher nicht Klick gemacht hat, und obwohl sie vorher nicht einmal zwei Zeilen Text am Stück lesen konnten, werden sie, nachdem sie angefangen haben, an Gott zu glauben, in der Lage sein, zehn Zeilen am Stück zu lesen und sich alle zu merken. Aber egal, wie sehr sie üben, sie können dies immer noch nicht erreichen, also grübeln sie: „Gewährt Gott mir keine Gnade? Bin ich nicht fleißig genug und aufrichtig genug in der Ausführung meiner Pflicht?“ Ist das der Fall? (Nein.) Du denkst, je mehr du in der Lage bist, Übernatürliches zu erreichen und den Bereich deines eigenen Kalibers und deiner eigenen Fähigkeiten zu übertreffen, desto mehr beweist es, dass es sich um das Werk Gottes handelt; dass Gott umso stärker in dir wirkt und dein Kaliber und deine Fähigkeiten wachsen werden, wenn deine Aufrichtigkeit und dein Wille zur Mitwirkung immer größer werden. Ist das nicht eine Auffassung und Vorstellung, die die Menschen haben? (Doch.) Seid ihr besonders geneigt, so zu denken? (Ja.) Was ist die Folge dieser Denkweise? Ist es nicht immer ein Scheitern und das Ausbleiben der Verwirklichung? Manche Leute werden sogar negativ und sagen: „Ich habe Gott meine äußerste Aufrichtigkeit entgegengebracht – warum gewährt Gott mir kein gutes Kaliber? Warum gibt Gott mir keine übernatürlichen Fähigkeiten? Warum bin ich immer noch ständig schwach? Mein Kaliber hat sich nicht verbessert, ich kann nichts klar sehen, und ich werde verwirrt, wenn ich mit komplexen Angelegenheiten konfrontiert werde. Früher war es so; warum ist es jetzt immer noch so? Und warum kann ich in der Ausführung meiner Pflicht und im Umgang mit Problemen niemals mein Fleisch überwinden? Ich verstehe einige Glaubenslehren, aber trotzdem kann ich die Dinge nicht klar sehen; und wenn es darum geht, mit Angelegenheiten umzugehen, bleibe ich unentschlossen und weiterhin hinter denjenigen mit gutem Kaliber zurück. Mein Arbeitsvermögen ist ebenfalls schlecht, und die Ausführung meiner Pflicht ist ineffizient. Mein Kaliber hat sich überhaupt nicht verbessert! Was ist los? Könnte es sein, dass meine Aufrichtigkeit gegenüber Gott unzureichend ist? Oder mag Gott mich nicht? Wo liegt mein Mangel?“ Manche Leute suchen nach verschiedenen Gründen und haben viele Ansätze ausprobiert, um diese Tatsache zu ändern; sie hören zum Beispiel mehr Predigten, lernen mehr von Gottes Worten auswendig, schreiben mehr geistliche Andachtsnotizen, hören den Leuten mehr zu, wenn sie über die Wahrheit Gemeinschaft halten, und suchen mehr, aber das Endergebnis ist immer noch enttäuschend. Ihr Kaliber und ihr Arbeitsvermögen bleiben unverändert, ohne jede Verbesserung, selbst nachdem sie drei bis fünf Jahre an Gott geglaubt haben. Sie werfen dann einen Blick auf ihre eigene Persönlichkeit und stellen fest, dass sie immer noch so feige sind wie zuvor, so träge wie eine alte Kuh, oder dass sie immer noch eine ungeduldige Persönlichkeit haben und alles auf hektische Weise handhaben – es hat keine Verwandlung stattgefunden! Andere beobachten, dass sich ihre Interessen und Hobbys in letzter Zeit anscheinend nicht verändert haben und dass sich auch einige ihrer Mängel, Gewohnheiten und Fehler nicht gebessert haben. Wieder andere, die gerne spät ins Bett gehen und spät aufstehen, bemerken, dass auch diese Lebensgewohnheiten unverändert geblieben sind. Also fragen sich alle: „Was ist los? Könnte es sein, dass der Heilige Geist nicht an mir wirkt? Hat Gott mir den Rücken gekehrt? Ist Gott nicht mit mir zufrieden? Bin ich auf dem falschen Weg? Strebe ich auf die falsche Weise? Habe ich mein Herz nicht genug in die Ausführung meiner Pflicht investiert? Habe ich keinen genügenden Preis gezahlt?“ Sie suchen nach allen möglichen Gründen, aber am Ende kommen sie zu keinem Ergebnis. Was ist der Grund für ihr Ausbleiben von Ergebnissen? (Der Grund ist, dass sie immer in ihren eigenen Auffassungen und Vorstellungen gelebt haben. Sie denken, dass sich, solange sie Ihm gegenüber aufrichtig sind, mit dem Beginn von Gottes Wirken sofort ihr Kaliber und ihr Arbeitsvermögen verbessern werden, nachdem sie anfangen, an Ihn zu glauben – solche Ideen entspringen ihren eigenen Auffassungen und Vorstellungen.) Die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen bestimmen die Ziele und Methoden ihres Strebens und die Wege, die sie gehen, und entscheiden letztendlich über das, was sie gewinnen sowie ihre Ergebnisse. Was werden die Menschen erlangen, wenn sie solche Auffassungen und Vorstellungen haben? Werden sie die Wahrheit gewinnen? Werden sie wahren Glauben an Gott und wahre Liebe zu Gott erlangen? Werden sie wahre Unterwerfung unter Gott erlangen? (Nein.) Sie werden nichts von alledem erlangen.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?