Wie man nach der Wahrheit strebt (17) Abschnitt Vier

Folgendes ist ein offensichtliches Merkmal von Menschen, die keine Menschlichkeit haben: Wenn sie etwas tun oder sagen, wissen sie nicht, was korrekt und was inkorrekt ist; sie äußern immer völlig verquere Behauptungen. Wir sagen, sie wissen nicht, was korrekt und was inkorrekt ist, aber sie sagen oder tun schlichtweg nie das Korrekte. Sie sagen nur inkorrekte Dinge; sie sind in der Lage, alles zu sagen, egal wie inkorrekt es ist. Ein Beispiel: Ein solcher Mensch hat einmal ein Kleidungsstück gekauft, das ihm nicht passte. Als er sah, dass einer anderen Person ihre Kleidung gut passte, wurde er wütend und sagte: „Das hier passt mir nicht – wie kommt es, dass deine Kleidung dir so gut passt?“ Er wollte unbedingt, dass auch allen anderen ihre Kleidung nicht passt – dann wäre er glücklich gewesen. Selbst solche Dinge konnte er sagen – ist das nicht eine völlig verquere Logik? (Ja.) Wenn er nachts nicht einschlafen konnte und sah, dass du ziemlich fest schliefst, wurde er unglücklich und sagte: „Ich kann nicht einschlafen. Wie kannst du dann schlafen? Das ist nicht fair! Schläfst du so fest, weil du bei der Ausführung deiner Pflicht keine Last verspürst? Ich muss das dem Kirchenleiter melden, ja, dem Oberen!“ Ist das nicht eine völlig verquere Logik? (Ja.) Das ist kein Scherz – genau so sprechen Leute, die keine Menschlichkeit haben und nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist. Warum sage Ich, dass er nicht wusste, was korrekt und was inkorrekt war? Er hat Mir das gemeldet. Als Ich hörte, was er sagte, dachte Ich: „An dem, was diese Person sagt, stimmt etwas nicht; die Logik ist nicht schlüssig! Das ist nicht das, was jemand mit Menschlichkeit sagen sollte. Er ist keineswegs jung, und er glaubt seit mehr als zehn Jahren an Gott, und doch weiß er nicht einmal, ob das, was er sagt, korrekt ist oder nicht; er hält seine Logik sogar für schlüssig, um diese Person zu melden. Dieser Typ ist nicht nur unfähig, Richtig von Falsch zu unterscheiden – er weiß nicht einmal, was korrekt und was inkorrekt ist. Er ist kein guter Mensch.“ Wenn er euch von dieser Angelegenheit erzählt hätte, wärt ihr wirklich vielleicht nicht in der Lage gewesen, sie zu durchschauen, und einige von euch wären vielleicht auf das hereingefallen, was er sagte, und hätten geglaubt, seine Logik sei korrekt. Nachdem Ich es jetzt auf diese Weise beschrieben habe, könnt ihr nun sagen, ob es korrekt ist oder nicht? (Ja.) Sind solche Menschen nicht verdreht und absurd? (Ja.) Sie wissen nicht, ob das, was sie sagen, korrekt ist oder nicht, und doch sagen sie es. Sie nehmen eindeutig inkorrekte Aussagen, Denkweisen und Ansichten als positive Denkweisen und Ansichten, die sie ausdrücken und vermitteln. Solche Menschen wissen nicht, was korrekt und was inkorrekt ist. Sie täuschen weder Unwissenheit vor noch benutzen sie diese Worte, um Menschen in die Irre zu führen oder Kinder hinters Licht zu führen – es ist eindeutig, dass sie nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist. Deshalb sage Ich, dass sie keine Menschlichkeit besitzen. Sie können nicht einmal in einer so grundlegenden Angelegenheit unterscheiden, was korrekt und was inkorrekt ist – verfügen sie über wahre Vernunft? Können sie noch rechtschaffene Menschen sein? Sie sagen inkorrekte Dinge, als wären sie korrekt, was genauso ist, als würden sie sagen, dass Schwarz weiß ist. Können sie in ihren Handlungen noch rechtschaffen sein? Können sie Menschen fair behandeln? Da sie Menschen nicht fair behandeln können, schaden sie den Menschen dann nicht? (Ja.) Ist das gütig? (Nein.) Vielleicht wollen sie keine bösen Menschen sein, und sie wollen auch freundlich zu anderen sein, aber sie wissen nicht einmal, was korrekt und was inkorrekt ist, sie können nicht einmal Schwarz von Weiß unterscheiden – wie könnten sie also freundlich zu anderen sein? Das ist für sie unerreichbar. Nur wenn man über ein gesundes Gewissen und eine gesunde Vernunft verfügt und Urteilsvermögen besitzt und in der Lage ist, die korrekten Grundsätze der Praxis zu wählen, kann man gütig sein. Wenn du sagst, du seist rechtschaffen und gütig, wo sind die Äußerungsformen davon? Wenn du nicht einmal weißt, was korrekt und was inkorrekt ist, wie kannst du dann rechtschaffen und gütig sein? Mach dir nichts vor! Stimmt’s? Das nennt man, sich selbst und andere zu täuschen. Solche Menschen hegen auch enorme Bewunderung für sich selbst und denken, dass ihr Charakter rechtschaffen ist, dass sie gütig sind und keine Autorität fürchten und dass sie, wann immer sie jemanden sehen, der etwas Falsches getan hat, ihn sofort kritisieren können. Was ist deine Grundlage für eine solche Kritik? Wenn du sie auf der Grundlage deiner eigenen inkorrekten Denkweisen und Ansichten kritisierst, wirst du am Ende gute Menschen quälen und die Wahrheitsgrundsätze des Hauses Gottes verdrehen. Heißt das nicht, Menschen in die Irre zu führen? Wenn eine solche Person in der Kirche die Macht innehat, bedeutet das, dass Satan die Macht innehat. Wenn Satan an der Macht ist, profitieren dann die meisten Menschen davon oder leiden sie? (Sie leiden.) Die meisten Menschen werden ernsthaft geschädigt und haben keine Möglichkeit mehr zu überleben.

Die Themen, über die wir gesprochen haben, beziehen sich alle auf einige gängige Äußerungsformen im täglichen Leben der Menschen. Wie fühlt ihr euch, nachdem ihr das gehört habt? Haben diese Themen irgendetwas mit der Wahrheit zu tun? Wollt ihr euch das anhören? (Ja.) Ist das bloßer Klatsch? Lästern wir hier über Leute hinter ihrem Rücken? (Nein, das soll uns helfen, zu lernen, wie man Menschen durchschaut.) Könnt ihr nach diesem gemeinschaftlichen Austausch nun Menschen erkennen? (Ich habe das Gefühl, dass ich sie jetzt etwas besser erkennen kann als zuvor.) Ihr solltet nun in der Lage sein, Menschen einigermaßen zu erkennen. Wenn ihr, nachdem Ich auf diese Weise über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten und Beispiele erörtert habe, immer noch Menschen nicht erkennen könnt, dann ist euer Kaliber zu schlecht und ihr seid der Wahrheit nicht gewachsen. Natürlich gibt es solche Menschen, mit Sicherheit. Wie aufmerksam sie auch zuhören, sie verstehen es nicht und denken sogar: „Alles, worüber Du sprichst, sind nur Angelegenheiten des täglichen Lebens – ich höre mir das nicht an! Ich will die tiefgründigen Wahrheiten des dritten Himmels hören. Worüber Du Gemeinschaft hältst, ist nicht die Wahrheit, das ist alles nur Klatsch. Ich höre mir das nicht an!“ Wenn du dir das wirklich nicht anhören willst, musst du das nicht. Aber die Themen, die wir besprechen, müssen alle besprochen werden. Wer die Wahrheit in diesen Themen verstehen kann, wird in der Lage sein, Menschen zu erkennen. Wenn du es wirklich verstehen kannst, dann bist du ein gesegneter Mensch. Wenn du es aber, egal wie du zuhörst, nicht verstehen kannst und immer verworrener wirst, je mehr du davon hörst, und es dir immer mehr Kopfschmerzen bereitet, dann ist diese Äußerungsform weder ein gutes Zeichen noch ein gutes Omen für dich.

Soeben sprachen wir über dieses Merkmal der Menschlichkeit: zu wissen, was korrekt und was inkorrekt ist. Es gibt viele verschiedene Äußerungsformen von Menschen, wenn sie nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist. Würden die Menschen wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, wäre das gut. Dann bräuchten wir über dieses Thema nicht zu sprechen. Viele Menschen wissen aber nicht, was korrekt und was inkorrekt ist, also lohnt es sich, einige Beispiele anzuführen, um zu erkennen, warum Menschen dieser Art nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, und warum sie nicht in der Lage sind, so offensichtlich korrekte oder inkorrekte Dinge zu erkennen. Menschen dieser Art sind tatsächlich in der Lage, solch absurde Worte zu sagen und solch lächerliche Dinge zu tun – was geht hier wirklich vor sich? Darüber lohnt es sich, Gemeinschaft zu halten und es zu durchschauen. Zu wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, ist eine Voraussetzung dafür, dass eine Person Menschlichkeit besitzt. Nicht zu wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, ist etwas, das bei einem Menschen nicht vorkommen sollte. Wenn jemand wirklich nicht weiß, was korrekt und was inkorrekt ist, ist das äußerst bedauerlich; es bedeutet, dass dieser Person die Voraussetzungen fehlen, die ein Mensch haben sollte. Wir haben gerade über einige konkrete Beispiele und Äußerungsformen gesprochen, und bei manchen Menschen ist es tatsächlich so, dass sie eindeutig nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist. Wenn jemand nur unvernünftige, provokante Dinge oder gewisse abwegige und absurde Worte zu Menschen sagt oder einige verquere Logik äußert, muss das nicht extra erwähnt werden, um darüber Gemeinschaft zu halten und es zu durchschauen, denn diese Äußerungsformen richten sich gegen gewöhnliche, verdorbene Menschen. Aber die Äußerungsformen mancher Menschen, wenn sie nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, richten sich gegen Gott, gegen die Wahrheit und gegen positive Dinge. Wenn Ich für Menschen dieser Art, die nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, keine Beispiele anführe, um darüber Gemeinschaft zu halten, könntet ihr diese Menschen vielleicht immer noch nicht erkennen und werdet das Wesen und die Ernsthaftigkeit eines solchen Problems nicht durchschauen. Deshalb ist es notwendig, dass Ich darüber spreche. Viele Dinge sind geschehen – wenn sie die Wahrheit betreffen, muss Ich die Dinge beim Namen nennen und diese negativen Beispiele anführen, um den Menschen zu helfen, die Wahrheit zu verstehen und Urteilsvermögen zu erlangen, und auch, damit jeder daraus eine Lehre ziehen kann. Wenn eine Angelegenheit eine bestimmte Person betrifft, sollten sich die Leute, um die es geht, nicht schämen. Wenn du dich jetzt schämst, dann hättest du diese Dinge damals eben nicht tun sollen. Wie schwerwiegend ist die Unkenntnis mancher Menschen in Bezug darauf, was korrekt und was inkorrekt ist? Die Taten, die sie begehen – die eine Folge davon sind, dass sie nicht wissen, was korrekt und was inkorrekt ist, und die von sehr ernster Natur sind –, richten sich nicht gegen irgendeine Person, sondern gegen Mich. Ich bin mit den meisten Menschen in der Kirche nicht vertraut und kenne sie nicht. Es gibt einige Leiter und Mitarbeiter, die Ich nur ein- oder zweimal getroffen habe, aber Ich führe selten offene und vertrauliche Gespräche unter vier Augen, weil Ich nicht viel freie Zeit habe. Unter diesen Leuten komme Ich mit einigen ganz passabel aus, aber mit manchen kann Ich einfach nicht kommunizieren. Woran liegt das? Schauen wir uns als Nächstes ein paar Beispiele an.

Eines Herbstes wurden die auf einem Bauernhof angebauten Kartoffeln geerntet, und die Person, die für das Kochen zuständig war, ging zum Hof und brachte einen Korb davon zurück. Die oberen Kartoffeln schienen ungefähr faustgroß zu sein und sahen in Ordnung aus. Die darunter waren jedoch alle klein, und einige waren verfault. Ich war erstaunt. „Wie konnten sie uns solche Kartoffeln geben? Sollten solche Kartoffeln nicht als Tierfutter dienen? Hat der Mann auf dem Hof sie aus Versehen mit eingepackt?“ Wenn es wirklich ein Versehen war, warum waren dann die oberen Kartoffeln gut und normal, während die darunter klein oder verfault waren? Dieser Vorfall hat bei Mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Äußerlich betrachtet hat der Mann, der die Kartoffeln eingepackt hatte, nicht geschielt und sah ganz gewöhnlich aus. Ich hatte ihn ein paar Mal gesehen und ein paar Worte mit ihm gewechselt, aber wir hatten keinen wirklichen Kontakt miteinander. Eigentlich könnte Ich fast sagen, dass Ich ihn gar nicht kannte, also konnte es hier nicht um Kritik, Zurechtweisungen oder Zurechtstutzen gehen. Warum also sollte er Mir gegenüber ein solches Verhalten zeigen und Mir solch kleine und verfaulte Kartoffeln geben? Wenn er nicht wusste, dass sie für Mich waren, warum packte er dann gute Kartoffeln obendrauf und die verfaulten nach unten? Es war ganz klar, dass er es wusste. Da er also wusste, dass sie für Mich waren, warum packte er dann trotzdem verfaulte Kartoffeln mit ein? War er zu der Zeit benommen? Oder kontrollierte ein Teufel seine Hände? Oder war er von einem bösen Geist besessen? Das ist nicht sehr wahrscheinlich. Wenn er wirklich von einem bösen Geist besessen gewesen wäre, wäre er völlig von Sinnen gewesen und hätte Mir einfach gar keine Kartoffeln gebracht. Wenn er also nicht von einem bösen Geist besessen war, warum sollte dieser Mann, der ziemlich normal erschien, so etwas tun? Wusste er nicht, dass es sich dabei um einen Akt der Täuschung handelte? Wenn er in seinem Herzen Hass gegen Mich hegte, dann hätte er das Haus Gottes verlassen sollen, anstatt hier seine Pflicht zu tun. Und außerdem: Wenn er Hass gegen Mich hegte, was war der Grund dafür? Welchen Grund gab es für ihn, Mich zu hassen? Wenn wir es aus der Perspektive der Menschlichkeit betrachten: Erstens hatte Ich ihn nur ein paar Mal gesehen; Ich wusste nicht, was für ein Mensch er war. Und zweitens hatte Ich nie wirklichen Kontakt oder Umgang mit ihm gehabt. Ich wusste nur, dass er das Land bestellte. Warum also zeigte er Mir gegenüber ein solches Verhalten? Es gibt nur eine Möglichkeit: Er konnte so etwas nur getan haben, wenn er sehr starke Auffassungen über Mich und eine Menge Vorurteile gegen Mich hatte oder wenn ihn jemand dazu angestiftet hatte. Dass dieser Mann so etwas tun konnte, dass er es über sich brachte – findet ihr das nicht unvorstellbar? Selbst wenn du es mit einer gewöhnlichen Person zu tun hättest, könntest du dich dazu durchringen, so etwas zu tun? Selbst wenn du einen Supermarkt betreiben würdest, könntest du die Leute nicht betrügen und prellen; du müsstest vertrauenswürdig sein, um deine Kunden zu behalten und dir nicht selbst den Weg zu verbauen. Und darüber hinaus tust du jetzt deine Pflicht, und so etwas zu tun, besonders Mir gegenüber – sagt Mir: Ist das zu rechtfertigen? (Nein.) Was ist dann die Natur eines solchen Menschen? Wusste er, was korrekt und was inkorrekt ist, als er das tat? Er war sich dessen nicht im Geringsten bewusst. Wäre er sich dessen wirklich bewusst gewesen, hätte er, als er im Begriff war, die verfaulten Kartoffeln aufzuheben, gedacht: „Nein, die verfaulten kann ich nicht nehmen, ich muss ein paar gute nehmen. Muss nicht jeder etwas Gutes essen?“ Davon, dass sie für Mich zum Essen waren, ganz zu schweigen: Der Gedanke, verfaulte Kartoffeln auszuwählen, hätte ihm nicht einmal in den Sinn kommen dürfen – und diesen Gedanken in die Tat umzusetzen erst recht nicht. Ist die Antwort jetzt nicht ganz klar? Warum war er in der Lage, das zu tun? Weil solche Menschen, ob sie nun die Reinkarnation eines Teufels oder einer Bestie sind, mit ihrer Menschlichkeit nicht verstehen können, was korrekt und was inkorrekt ist. In seiner Menschlichkeit gibt es nichts, was unterscheiden oder überprüfen könnte, welche Handlungen und Gedanken korrekt und welche inkorrekt sind. Wenn solche Menschen nicht die Reinkarnation eines Tieres oder eines Teufels sind, dann sind sie wandelnde Leichen. Welchen Sinn hat es dann, dass eine solche Person an Gott glaubt? Sie sagt: „Ich glaube an Gott. Du bist nur ein Mensch, was kannst du mir schon anhaben?“ Findet sich in diesen Worten auch nur ein Hauch von Vernunft? Ist das wahrer Glaube an Gott? Entspricht es Gottes Absichten, sich Gott gegenüber so zu verhalten? Gott will diese Art von Glauben nicht. Vielleicht sagt diese Person auch: „Ob Gott mich will oder nicht, hast du nicht zu entscheiden!“ Ich sage: „Was du sagst, ist nicht korrekt. Wenn die Worte, die Ich spreche, Gottes Worte sind, dann ist es ein Problem, dass du dich Mir gegenüber so verhältst. Dein Ergebnis wird durch Gottes Worte bestimmt.“ Sie sagt: „Ich werde in den dritten Himmel gehen und dich melden!“ Ich sage: „Wenn du wirklich in den dritten Himmel gehen kannst, dann los, geh.“ Sagt Mir: Sind solche Menschen nicht furchterregend? Wer wäre noch bereit, mit einer solchen Person Umgang zu pflegen? Lassen wir vorerst beiseite, gegen wen das gerichtet war. Wäre es nicht gegen Mich, sondern gegen einen Menschen gerichtet gewesen, hätte sein Handeln dann dem Maßstab des Gewissens entsprochen? (Nein.) Welche Art von Problem stellt es dar, dass er fähig war, so etwas Mir gegenüber zu tun? Da er fähig war, so etwas selbst Mir gegenüber zu tun, könnte er das dann nicht auch einer gewöhnlichen Person gegenüber tun? Wie sollte diese Angelegenheit bewertet werden? Ich war sehr erstaunt, dass dieser Mann so etwas tun konnte. Warum konnte er das tun? Wenn er das einer gewöhnlichen Person gegenüber getan hätte, hätte Ich auch eine Charakterisierung für ihn: Es war falsch von ihm, das zu tun. Es ist nicht so, dass es korrekt ist, so etwas anderen gegenüber zu tun, während es inkorrekt ist, es Mir gegenüber zu tun – eine solche Aussage ist weder fair noch haltbar. Wenn er das Mir gegenüber tun konnte, dann kann er es auch anderen gegenüber tun, jedem gegenüber. Was ist der Grund dafür? Darüber lohnt es sich, gründlich nachzudenken. Er sagte, er glaube an Gott und sei ein Mitglied des Hauses Gottes, warum also konnte er Mir gegenüber trotzdem ein solches Verhalten zeigen? Wie konnte er so etwas Gemeines tun? Wie konnte er etwas so Unfassbares tun? Er hielt sich selbst für sehr gütig – wie konnte er also anderen verfaulte Kartoffeln zu essen geben? Warum aß er sie nicht selbst? Diese verfaulten, kleinen und unterentwickelten Kartoffeln sind zum Verfüttern an Tiere da, warum also gab er sie Menschen zu essen? Selbst wenn Ich ihn nicht an der Wahrheit messe, waren seine Handlungen allein schon aus moralischer Sicht nicht akzeptabel. Daher sage Ich, dass er ein Nicht-Mensch ist. Ist diese Charakterisierung zutreffend? Ist sie fair? (Sie ist zutreffend und fair.) Er hat so etwas offensichtlich Falsches getan und war sich dessen dennoch nicht bewusst. Er fühlte sich sogar wohl dabei und machte sich nicht den geringsten Selbstvorwurf in seinem Herzen. Woran liegt das? Er hatte kein Gewissen, er hatte nicht einmal eine Seele; wie ein Teufel oder eine Bestie hatte er kein Bewusstsein. Er war kein Mensch, also hatte er auch kein Gewissen. Er wusste nicht, was korrekt und was inkorrekt ist, und egal wie schlimm ein Unrecht war, das er beging, er hatte immer das Gefühl, dass seine Handlungen vollkommen gerechtfertigt waren, gestand seine Fehler nie ein und bestand darauf, weiterhin auf die gleiche Weise zu handeln. Als andere ihn charakterisierten und sagten, dass das, was er tat, falsch war, dachte er immer noch, dass er komplett im Recht war, und fühlte sich unfair behandelt. Ich sage, dir wird damit überhaupt kein Unrecht getan. Du wirst hier nicht ohne Kenntnis der Tatsachen verurteilt oder als jemand ohne Menschlichkeit charakterisiert. Im Gegenteil: Wer könnte angesichts solch schwerwiegender und für alle erkenntlicher Fakten noch sagen, du hättest Menschlichkeit? Mit diesen Fakten als Beweis kann das niemand leugnen. Ich hätte gerne gesagt, dass du Menschlichkeit hast, dass du gütig und rechtschaffen bist, aber die Natur dessen, was du getan hast, ist allzu niederträchtig; es ist von derselben Natur wie Satans Spott gegenüber Gott, es verdreht Schwarz und Weiß, genau wie es Satan tat, indem er Gott die Reichtümer und die Herrlichkeit der Welt zeigte und zu Ihm sagte: „Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest.“ Alles in der Welt und alle Dinge wurden von Gott geschaffen. Gott schuf alle Dinge und alles, was existiert; Gott sollte das alles genießen, nicht du; du bist dazu nicht berechtigt. Was du genießt, ist das, was Gott dir verliehen hat. Du solltest Gott anbeten, nicht Gott dich anbeten lassen. Dieser Kerl verstand nicht einmal ein so offensichtliches und einfaches Konzept und dachte sogar, Ich müsste, nur um ein paar Kartoffeln zu bekommen, seine Laune einschätzen und sehen, ob er gut gelaunt war oder nicht. Wenn er schlechte Laune hatte, gab er Mir ein paar verfaulte Kartoffeln, als hätte er es mit einem Bettler zu tun. Ich sollte eine so schlechte Behandlung von ihm erdulden – kann das sein? Könnte Ich das hinnehmen? (Nein.) Wie sollte mit so jemandem verfahren werden? (Die Kirche sollte umgehend von so jemandem bereinigt werden.) Mit so jemandem sollte gemäß der Verwaltungsverordnungen verfahren werden. Und das ist tatsächlich nicht der einzige Vorfall dieser Art. Einige Leute sagen dazu: „Gibt es noch schwerwiegendere Vorfälle als diesen?“ Natürlich gibt es die, warum würde Ich denn sonst sagen, dass Menschen sich voneinander unterscheiden? Wenn jeder, der an Gott glaubt, Gott anbeten würde, dann gäbe es keine Notwendigkeit, dass jeder seiner Art entsprechend eingeordnet wird. Weil viele Menschen nicht aufrichtig an Gott glauben und weil es böse Menschen und wirrköpfige Menschen gibt, die die Arbeit der Kirche stören und zu jeder schlechten Tat fähig sind, wird, wenn die Arbeit der Kirche zum Abschluss kommt, jeder offenbart und seiner Art entsprechend eingeordnet.

Lasst uns über ein weiteres Beispiel sprechen. Der Mais auf einem Bauernhof war reif, und jemand wollte Mir etwas davon bringen. Eine Person in der Nähe sagte zu ihm: „Über den Mais sind Ratten gekrabbelt. Nimm ihn nicht!“ Er dachte kurz nach und sagte: „Es sind Ratten über den Mais gekrabbelt? Und wenn schon. Kann man ihn nicht trotzdem essen? Es ist schon in Ordnung, wenn ich ihn mitnehme!“ Er wusste eindeutig, dass Ratten über den Mais gekrabbelt sind und er nicht für menschlichen Verzehr geeignet war, und doch bestand er darauf, ihn Mir zu bringen. Was ist die Natur davon? Hat so jemand Menschlichkeit? (Nein.) Was für eine Art Mensch ist das dann? (Kein Mensch, sondern ein Teufel.) Sagt Mir: Wäre er damit einverstanden, den Mais, über den Ratten gekrabbelt sind, seinen Eltern oder seinem Kind zu essen zu geben? (Nein.) Warum nicht? (Er wusste, dass er nicht sauber war und es gesundheitsschädlich wäre, ihn zu essen. Er wäre nicht bereit gewesen, seine Familie davon essen zu lassen.) Er wusste, dass er ihn seiner Familie nicht geben konnte, und doch bestand er darauf, ihn Mir zu bringen – und ließ sich von anderen Leuten nicht davon abhalten. Wusste er also, ob das korrekt oder inkorrekt war? (Er wusste es nicht.) In Wirklichkeit wusste er in seinem Herzen, dass es inkorrekt war. Warum wollte er Mir den Mais dann trotzdem bringen? Bin Ich sein Feind? Hatte Ich ihn gequält oder ihm geschadet? Nein, Ich hatte nichts von alledem getan. Ich kannte ihn nicht näher, und doch bestand er darauf, Mir Mais zu bringen, über den Ratten gekrabbelt waren. Sagt Mir: Was ist die Natur davon? Jemand, der an Gott glaubte, hat das wirklich getan. Es öffnet einem wirklich die Augen und erweitert den Horizont, es lässt einen wirklich Urteilsvermögen erlangen und erkennen, dass es wirklich nichts gibt, das zu bizarr für diese riesige Welt ist. Sagt Mir, als er diesen Mais für Mich herrichtete, regte sich da in seinem Herzen sein Gewissen? Wusste er, dass das, was er tat, inkorrekt war, dass er guten Mais hätte bringen sollen – oder zumindest Mais, über den keine Ratten gekrabbelt waren? Hatte er solche Gedanken? (Er hatte keine Gewissensregung.) Bei solchen Dingen regte sich sein Gewissen nicht. Aber wenn so ein verunreinigter Mais seiner Mutter oder seinem Kind gebracht worden wäre, dann würde sich sein Gewissen melden. Sein Gewissen regte sich nicht, obwohl es sich bei jemandem mit Menschlichkeit hätte regen müssen – hatte er dann also Menschlichkeit? Was für eine Kreatur war er? (Kein Mensch.) Wie du siehst, tat er in seinem Glauben an Gott seine Pflicht, ertrug Leid und zahlte einen Preis, konnte körperliche Arbeit verrichten und nahm auch an Versammlungen teil und las Gottes Worte – aber warum war er Mir gegenüber so unfreundlich? Warum empfand er einen solchen Widerwillen gegen Mich? Ich hatte nie mehr als ein paar Worte mit ihm gewechselt, also inwiefern hatte Ich ihn beleidigt? Einige der Menschen, mit denen Ich Kontakt hatte, sind ziemlich gut, und sie sind Mir gegenüber ziemlich freundlich. Nicht jeder ist so wie dieser Mann. Aber Ich hatte ihn nicht beleidigt, noch hatte Ich ihm geschadet. Warum also hasste er Mich so sehr? Ihr habt die Antwort darauf in euren Herzen. Er hasste nicht nur Mich; er verhält sich jedem gegenüber so. Genau so eine Kreatur ist er. Wenn er ein Geschäftsmann wäre, würde er die Leute definitiv betrügen und prellen und alle möglichen schlechten Taten begehen. Sein Gewissen legt ihm keine Grenzen auf und er hat keine Grundsätze für seinen Umgang mit anderen Menschen; sein Herz ist von diesen finsteren Dingen erfüllt. Es ist sehr offensichtlich, dass es sich hierbei um seine beständige Vorgehensweise und seinen beständigen Grundsatz für den Umgang mit anderen Menschen handelte; mit diesen Methoden und auf diese Art und Weise erledigte er die Dinge. Einige Leute sagen: „Die Tatsache, dass er das tun konnte, bedeutet, dass er Gott nicht als Gott behandelt hat.“ Ist diese Aussage korrekt? (Nein.) Warum ist sie inkorrekt? Selbst wenn du Mich wie eine gewöhnliche Person behandeln würdest, hättest du das nicht tun dürfen. Selbst wenn du dich nur an Moralvorstellungen halten würdest, hättest du das nicht tun dürfen. Wenn Ratten tatsächlich über Lebensmittel gekrabbelt sind oder sie von einem Tier angenagt wurden und Bakterien aufweisen, dürfen sie nicht einmal im Supermarkt verkauft werden. Was, wenn jemand sie isst und ihm etwas passiert? Unabhängig davon, ob andere es wissen oder nicht, würde dir dein Gewissen deswegen keine Ruhe lassen. Da du das weißt, solltest du nicht zulassen, dass Menschen diese Lebensmittel essen. Hier geht es um die eigene Natur eines Menschen und die Grundsätze für sein Verhalten. Du besitzt nicht einmal die grundlegendsten moralischen Maßstäbe für dein Verhalten, und doch hältst du dich für einen Menschen. Du bist kein Mensch, nicht im Geringsten. Selbst ein Tier weiß, dass es denjenigen beschützen sollte, der es füttert und aufzieht. Nehmen wir zum Beispiel einen Hund – wenn du ihn immer fütterst, wird er dir freundlich gegenüber sein. Wenn ein Fremder ins Haus kommt und etwas nehmen will, wird er ihn aufhalten und dich auf Schritt und Tritt beschützen. Selbst ein Hund kann seinem Herrn treu sein und ihn beschützen – wie war es also möglich, dass dieser Mann dieses Niveau nicht erreichen konnte? Ist er nicht schlechter als ein Hund? (Ja.) Wenn man sagt, dass er ein Teufel ist, würde er das vielleicht wirklich nicht akzeptieren. Stellen wir es also jetzt ganz objektiv fest: So jemand hat keine Menschlichkeit – denn er hat etwas so Absurdes, etwas so moralisch Verdorbenes getan, und doch regt sich sein Gewissen nicht, er bereut es auch nicht und ist deswegen nicht bekümmert. Selbst wenn sich jemand gegenüber einer gewöhnlichen Person so verhält, sollte sich sein Gewissen melden, er sollte innerlich bekümmert sein, und er sollte wissen, dass das, was er tat, falsch war, und er sollte damit aufhören. Das gilt umso mehr, wenn er ein solches Verhalten Mir gegenüber zeigt, was noch weniger zu rechtfertigen ist. Natürlich war Ich nicht verletzt, weil er Mich so behandelt hat. Mein Herz ist nicht so leicht zu verletzen. Ich habe eben erkannt, dass der Grundsatz, der sein Vorgehen bestimmte, allzu niederträchtig war. Er entsprach nicht nur nicht dem Maßstab des Gewissens, sondern war auch allzu niedrig und widerlich. Diese Person hatte absolut keine Menschlichkeit! Er beging eine solche Missetat auf eine so selbstgerechte und offene Art und Weise und ließ sich von niemandem davon abhalten. Wenn Ich sage, er habe keine Menschlichkeit, tue Ich ihm damit nicht im Geringsten Unrecht, denn es sind genau solche Taten – Taten jenseits von Menschlichkeit –, die jene Menschen begehen, die keine Menschlichkeit haben. Das entspricht alles ganz genau seinem Wesen und seiner Identität. Wenn jemand angemessen vorgeht und Menschlichkeit besitzt und ein Gewissen hat, dann tut man ihm Unrecht, wenn man sagt, er habe keine Menschlichkeit. Aber wenn er wirklich Taten begeht, die jeder Menschlichkeit entbehren, dann entspricht die Aussage, er habe keine Menschlichkeit, sehr wohl seinem Wesen. Damit tut man ihm kein Unrecht, oder? (Nein.) Manche Leute denken sich ihren Teil, wenn sie Mich diese Worte äußern hören, und sagen: „Du sprichst immer über solche Dinge, und wir verlieren dadurch das Gesicht. Aber wer macht nie einen Fehler?“ Ist es richtig, so zu denken? (Nein.) Jeder macht Fehler, aber die Natur dieser Fehler ist sehr unterschiedlich. Viele Fehler stehen mit Problemen der Menschlichkeit in Verbindung, und viele Fehler stehen mit der Wesensnatur einer Person in Verbindung. Manche Fehler sind nur Offenbarungen der verdorbenen Disposition einer Person und bedeuten nicht, dass es ein Problem mit ihrem Wesen gibt.

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