Wie man nach der Wahrheit strebt (12) Abschnitt Eins

Die erste Praxis, um nach der Wahrheit zu streben: Loslassen

Die Barrieren zwischen sich und Gott und die eigene Feindseligkeit Ihm gegenüber loszulassen

I. Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gott loslassen: Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk loslassen

F. Gottes Werk verändert nicht die angeborenen Voraussetzungen der Menschen; es zielt darauf ab, ihre verdorbenen Dispositionen zu verändern

Über welches Thema haben wir das letzte Mal Gemeinschaft gehalten? Wir haben über einige konkrete Äußerungsformen von drei Aspekten Gemeinschaft gehalten: angeborene Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbene Dispositionen. Wir haben diese konkreten Äußerungsformen erörtert und auf diese Weise erkannt, zu welchem der drei Aspekte sie jeweils gehören. Wenn ihr diese Äußerungsformen, über die wir Gemeinschaft gehalten haben, im Alltag seht, könnt ihr sie im Grunde genommen charakterisieren und kategorisieren – ob sie zu den angeborenen Voraussetzungen, zur Menschlichkeit oder zu den verdorbenen Dispositionen gehören. Was aber die Äußerungsformen betrifft, über die wir keine Gemeinschaft gehalten haben: Wisst ihr, wie ihr sie anhand dieser Grundsätze oder aufgrund des Wesens, das sie manifestieren, kategorisieren könnt? (Wir haben das Gefühl, dass wir darin nun etwas besser sind als vorher – wir können unsere Gedanken in diese Richtung lenken, aber wir sind noch nicht so weit, dass wir sie komplett erkennen können.) Die Äußerungsformen, über die wir Gemeinschaft gehalten haben, könnt ihr im Großen und Ganzen erkennen, aber bei den Äußerungsformen, über die wir keine Gemeinschaft gehalten haben und die gar keine Verbindung zu denen haben, über die bereits zuvor Gemeinschaft gehalten wurde, wisst ihr nicht, ob ihr sie erkennen könnt. (Richtig.) In den letzten Predigten haben wir über einige Äußerungsformen von Interessen, Hobbys und Stärken innerhalb der angeborenen Voraussetzungen Gemeinschaft gehalten, ebenso wie über die Probleme, die sich bei den Menschen in diesen Bereichen zeigen. Wir haben auch über die Einstellung und den Weg der Praxis Gemeinschaft gehalten, die Menschen in Bezug auf diese Probleme haben sollten, sowie über Gottes Anforderungen an Menschen, die Interessen, Hobbys und Stärken besitzen. Dieser gemeinschaftliche Austausch dient hauptsächlich dazu, den Menschen die Gedanken und Sichtweisen zu vermitteln, die sie in Bezug auf Interessen, Hobbys und Stärken haben sollten, als auch den Weg der Praxis, den sie diesbezüglich verstehen müssen, sowie Gottes Absichten und Anforderungen in diesen Bereichen zu verdeutlichen. Zu den Themen Interessen, Hobbys und Stärken haben wir nur im Allgemeinen Gemeinschaft gehalten und nicht im Detail darüber, welche irrigen Gedanken und Sichtweisen die Menschen dazu haben, welche irrigen Wege der Praxis sie einschlagen könnten oder welche irrigen Verständnisse sie von Gottes Anforderungen in dieser Hinsicht haben. Lasst uns also nun gemäß diesen Problemen der Menschen im Detail über die konkreten Fragen Gemeinschaft halten, die man in Bezug auf Interessen, Hobbys und Stärken verstehen sollte.

7. Der Unterschied zwischen Interessen und Hobbys und Stärken

Habt ihr bei euch selbst schon abwegige und absurde Verständnisse in Bezug auf Interessen, Hobbys und Stärken bemerkt oder dass ihr diese Dinge auf eine verdrehte Weise begreift? Ist es bei den meisten Themen der Fall, dass ihr nur so viel versteht, wie Ich im gemeinschaftlichen Austausch darlege, und danach weder weiter darüber nachdenkt noch das Gesagte auf euer Leben bezieht, aber trotzdem meint, alles verstanden zu haben, und die Themen für ganz einfach haltet? Denkt zunächst einmal über folgende Frage nach: Gibt es einen Unterschied zwischen Interessen und Hobbys auf der einen und Stärken auf der anderen Seite? (Ja.) Worin besteht dieser Unterschied? Wenn du einen Unterschied erkennen kannst, worin liegt er? (Ein Interesse und ein Hobby zu haben, bedeutet nur, dass man eine bestimmte Sache sehr gern mag. Es heißt nicht zwangsläufig, dass man in diesem Bereich auch eine Stärke hat.) Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale wurden damit im Grunde genannt – das ist mehr oder weniger, wie es sich verhält. Aus der Perspektive der Menschlichkeit beziehen sich Interessen und Hobbys darauf, dass jemand an einer bestimmten fachlichen Tätigkeit oder einer bestimmten Sache interessiert ist und bereit ist, sich damit zu befassen oder zu beschäftigen. Das heißt, dass die persönlichen Vorlieben einer Person eine gewisse Neigung zu den Dingen aufweisen, die sie interessieren und für die sie eine Leidenschaft hat. Dieser Person gefallen diese fachlichen Fertigkeiten nicht nur ein bisschen, sondern sie besitzt ein großes Interesse an ihnen, das weit über das normale Maß an Gefallen oder Vorliebe, das sie zu gewöhnlichen Dingen haben mag, hinausgeht. Das sind Interessen und Hobbys. Was aber das Kaliber einer Person betrifft, so ist es in Bezug auf die fachliche Tätigkeit oder Sache, die sie interessiert und für die sie brennt, nicht sicher, ob sie darin geschickt ist, ob sie es gut machen kann und welches Niveau sie dabei erreichen kann. Interessen und Hobbys sind also die Dinge, die Menschen interessieren und mögen, mit denen sie sich im Alltag gerne häufig beschäftigen und für die sie bereit sind, Zeit und Energie aufzuwenden. Wie gut sie diese Dinge aber umsetzen können, hängt von ihrem Kaliber ab und davon, ob sie darin geschickt sind. Nehmen wir an, dass es sich dabei um etwas handelt, an dem sie besonders interessiert sind und für das sie eine Leidenschaft haben, und worin sie auch gleichzeitig geschickt sind – also, zusätzlich zu ihrem Interesse und ihrer Leidenschaft sind sie auch wirklich gut darin und können beachtliche Ergebnisse erzielen und große Leistungen erbringen. Mit anderen Worten: Ihr Geschick in diesem Interesse und Hobby übertrifft das eines Durchschnittsmenschen, und ihre Auffassungsgabe, Lerngeschwindigkeit und ihr Tempo beim Erfassen von Grundsätzen in diesem Bereich sind denen eines Durchschnittsmenschen überlegen. Zeigen sich solche Äußerungsformen, spricht man von einer Stärke. Andere Menschen müssen vielleicht erst durch eine formale, langfristige professionelle Ausbildung oder eine Schulung gehen, sich Wissen und Praxis aneignen und benötigen unter anderem Anleitung, Führung, Überprüfung, Standardisierung und Ratschläge von Fachleuten, bevor sie eine Sache selbstständig gut erledigen können. Menschen mit Stärken hingegen haben in den fachlichen Fähigkeiten, in denen sie geschickt sind, im Allgemeinen schon ohne professionelle Ausbildung oder ein systematisches Erlernen ein gewisses Maß an Auffassungsgabe. Sie verfügen über ein gewisses praktisches Verständnis, eigene praktische Erfahrungen oder persönliche Errungenschaften in diesem Bereich. Und mit einer professionellen Schulung kann ihre Stärke in diesem Bereich dann sogar ein noch höheres Niveau erreichen. Kurz gesagt: Eine Stärke zu haben bedeutet, in den Dingen, die einen interessieren und für die man eine Leidenschaft hat, geschickter zu sein, als ein Durchschnittsmensch. Was bedeutet „geschickt“ zu sein? (Eine Stärke in einem bestimmten Bereich zu haben, sich mit diesen Dingen relativ gut auszukennen und sie mit spielender Leichtigkeit erledigen zu können.) In etwas geschickt zu sein, bedeutet mehr als nur, sich damit auszukennen; es bedeutet vielmehr, eine überdurchschnittliche Veranlagung und ein relativ starkes angeborenes Talent in diesem Bereich zu haben. Selbst ohne Hinweise von anderen können sie Dinge erfassen, die andere nicht begreifen. In Verbindung mit einer formellen Ausbildung oder der Anleitung eines bekannten Lehrers können sie in diesem Bereich sogar noch besser werden. Wenn man von einer Stärke spricht, meint man damit, dass jemand in einem Interesse oder einem Hobby besonders gut ist und eine außergewöhnliche angeborene Begabung dafür hat. Das Begriffsvermögen, die Auffassungsgabe und die Lernfähigkeit dieser Menschen sind in diesem Bereich allesamt außergewöhnlich stark ausgeprägt, und sie begreifen diese Dinge sehr schnell. Im Vergleich zu einem Durchschnittsmenschen sind sie in diesem Bereich merklich geschickter. Das versteht man darunter, eine Stärke zu haben.

Jetzt, wo ihr versteht, was Stärken sind, lasst uns nun über Interessen und Hobbys sprechen. Worin besteht der Unterschied zwischen Interessen und Hobbys auf der einen und Stärken auf der anderen Seite? Sind Interessen und Hobbys dasselbe wie Stärken? (Das sind sie nicht.) Warum sind Interessen und Hobbys nicht dasselbe wie Stärken? (Weil ein Interesse an etwas nicht zwangsläufig bedeutet, dass man es gut machen kann, noch bedeutet es zwangsläufig, dass man darin geschickt ist; außerdem bedeutet es nicht zwangsläufig, dass man diese Sache besonders schnell begreifen kann.) Interessen und Hobbys zu haben bedeutet, dass du eine bestimmte Kategorie von Dingen magst. Ob das aber deine Stärke ist, hängt von deinem Begriffsvermögen, deiner Lernfähigkeit und deiner Auffassungsgabe in diesem Bereich ab, sowie von deiner natürlichen Veranlagung und davon, ob du von Natur aus darin geschickt bist. Bist du darin geschickt, dann ist es deine Stärke. Wenn du darin aber nicht geschickt bist und es lediglich eine persönliche Vorliebe ist – ein Bereich, der dich interessiert –, du aber von schlechtem Kaliber bist und es dir an natürlichem Geschick fehlt, du also in Bezug auf dieses Interesse und Hobby nur ein geringes Begriffsvermögen hast und darin nicht geschickt bist und dich dabei unbeholfen anstellst, es dir an Effizienz fehlt und du keine Ergebnisse erzielst, dann ist das nicht deine Stärke. Dann bleibt es für dich nur auf der Ebene eines Interesses und Hobbys. Warum ist es nur dein Interesse und Hobby und nicht deine Stärke? Weil du darin nicht geschickt bist. Manche Leute sagen zum Beispiel: „Ich liebe es wirklich, zu singen.“ Wie sehr lieben sie es, zu singen? Sobald sie morgens die Augen aufschlagen, legen sie Popmusik auf. Sie hören sich alle Arten von Liedern an, auch ausländische Lieder und westliche und chinesische Opern – alles, was als Musik zählt, hören sie sich gerne an. Sie möchten auch selbst singen, aber es gibt ein großes Problem: Sie treffen von Natur aus keinen Ton oder haben in diesem Bereich einfach keine Stärken. Es gibt auch Menschen, die selbst nach Jahren des Gesangsunterrichts die richtige Technik für sich nicht finden können. Sie wissen nicht, wie sie auf eine besonders ansprechende Art singen können, wie ihr Gesang die Menschen berühren kann oder wie sie durch ihren Gesang gute Ergebnisse erzielen können. Obwohl sie das Singen seit ihrer Kindheit lieben und es zu ihren Interessen und Hobbys zählt, bleibt es aufgrund der Grenzen ihrer angeborenen Voraussetzungen eben nur ein Interesse und Hobby – es ist keine Stärke. Ein Beispiel: Jemand, der versiert im Singen ist, lernt eine neue Hymne. Schon nachdem er sie ungefähr dreimal gesungen hat, kann er die Hauptmelodie singen. Nach vier oder fünf Malen kann er im Grunde das ganze Lied singen. Doch jemand, der sich gerne Lieder anhört, aber nicht versiert im Singen ist, kann sich vielleicht nach dreimaligem Hören noch nicht einmal die grobe Melodie merken. Auch nach fünf Malen kann er das Lied vielleicht immer noch nicht richtig singen und muss ständig auf den Text oder die Noten schauen. Wenn er es dann tatsächlich singt, kann er keinen Zugang zu dem Lied finden oder der richtige Stimmsitz entzieht sich ihm. Er vergisst auch den Text, und manchmal singt er sogar die Melodie falsch. Zudem gelingt es ihm beim Singen von eher gefühlvollen Liedern nie, den Ausdruck der Emotionen richtig zu beherrschen. Andere sagen dann, seinem Gesang zuzuhören sei unangenehm und bereite ihnen keine Freude. Aber er lässt sich weder entmutigen noch gibt er auf – er lernt und singt beharrlich weiter. Natürlich ist Singen eine persönliche Freiheit und ein persönliches Recht. Er wird von niemandem darin eingeschränkt. Aber das Thema, über das wir heute Gemeinschaft halten, ist der Unterschied zwischen Interessen und Hobbys auf der einen und Stärken auf der anderen Seite. Nach diesen Äußerungsformen zu urteilen, sind sein Interesse und Hobby kein Bereich, in dem er geschickt ist. Warum müssen wir also so deutlich darüber Gemeinschaft halten? Damit die Menschen verstehen können, dass ihre Interessen und Hobbys nicht dasselbe sind wie ihre Stärken. Selbst wenn es sich bei einem bestimmten Bereich um dein Interesse und Hobby handelt, wenn du aufgrund aller Aspekte deiner angeborenen Voraussetzungen in diesem Bereich nicht geschickt bist, dann bestimmen die Grenzen deiner angeborenen Voraussetzungen, dass dein Interesse und Hobby nicht deine Stärke sind. Auch wenn du es noch so gerne magst, es dir vielleicht sogar so viel wie dein eigenes Leben bedeutet, ist es leider einfach nichts, worin du geschickt bist. Manche Leute lieben es zum Beispiel, zu tanzen. Sobald sie Musik hören, beginnt ihr Körper, sich im Takt und zur Melodie zu bewegen, und sie genießen das sehr. Aber sie sind von Natur aus nicht gutaussehend, nicht besonders groß, ihre Arme und Beine sind nicht sonderlich lang und ihre Figur ist nicht gerade elegant. Alles in allem ist ihr Tanzen nicht sehr ansehnlich. Aber sie tanzen eben gern, und das manchmal sogar an öffentlichen Plätzen oder am Straßenrand, völlig selbstvergessen. Passanten finden das albern, doch sie tanzen, als wäre niemand da, ohne sich darum zu kümmern, was andere davon halten, als würden sie es gar nicht wahrnehmen. So besessen sind sie davon. Obwohl sie der Meinung sind, dass sie ziemlich gut tanzen, sind sie darin tatsächlich nicht versiert. Sie können die Essenz des Tanzens nicht erfassen, noch wissen sie, welche Bewegungen passend oder anmutig sind oder welche Bewegungen besser dazu geeignet sind, verschiedene menschliche Gefühle auszudrücken. Kurz gesagt: Viele Aspekte des Tanzens können sie nicht wirklich verstehen. Selbst mit der Anleitung eines professionellen Lehrers und der Ausbildung an einer Fachschule sind sie, was ihr angeborenes Kaliber betrifft, nicht versiert darin und können die Essenz des Tanzens nicht erfassen. Betrachtet man also alle Aspekte ihrer angeborenen Voraussetzungen, ist ihr geliebtes Tanzen nichts, worin sie versiert sind. Auch wenn sie es sehr mögen, davon berauscht sind und oft ihre Bewegungen und ihre Präsenz bewundern, wenn sie vor einer Kamera oder einem Spiegel tanzen – objektiv betrachtet sind sie im Tanzen nicht versiert. Mit anderen Worten: Tanzen ist nur ihr Interesse und Hobby, nicht ihre Stärke.

Manche Leute lieben Literatur. Sie schreiben gerne Artikel und mögen es, Lyrik zu verfassen und vorzutragen, sie mögen literarische Foren und lesen auch gerne Romane und verschiedene literarische Werke, ob ausländisch oder inländisch, ob modern oder klassisch – all diese Werke gefallen ihnen. Sie mögen das unterschiedliche Vokabular und die verschiedenen sprachlichen Stile, die Autoren in ihren Werken verwenden, und auch die verschiedenen Ideen, die sie in diesen zum Ausdruck bringen. Ist das ihr Interesse und Hobby? (Ja.) Es ist eindeutig, dass das ihr Interesse und Hobby ist. Was ein Mensch mag, was das Interesse in seinem Herzen und Verstand einnimmt, ist angeboren – das ist nichts, was er sich später im Leben aneignet, geschweige denn etwas, das von Eltern oder Familie anerzogen wird. Manche Leute lieben Literatur und haben viele literarische Werke gelesen. Einige haben an der Universität systematisch Literatur studiert. Andere haben sogar als Literaturprofessoren gearbeitet oder waren in literarischen Berufen und Karrieren tätig und haben sogar lange Zeit in diesen Karrieren verbracht. Sie haben den größten Teil ihres Lebens mit Angelegenheiten verbracht, die mit ihrem Interesse und Hobby zu tun haben; Literatur, für die sie sich interessieren und für die sie eine Leidenschaft haben, war praktisch ein täglicher Begleiter. Aber bedeutet das, dass ihr Interesse und Hobby wirklich ihre Stärke sind? Nicht unbedingt. Man muss prüfen, ob sie in Bezug auf Literatur über Wissen oder Gedanken und Sichtweisen verfügen, die über die von gewöhnlichen Menschen hinausgehen oder sich von ihnen abheben. Wenn das, was sie in der Literatur erfasst und begriffen haben, nur aus Büchern stammt oder aus herkömmlichem Allgemeinwissen besteht, das jeder lernen und erfassen kann, dann zählt das nicht als Stärke. Wenn du sie zum Beispiel bittest, einen Artikel zu schreiben, so ist dieser grammatikalisch fehlerfrei, die Zeichensetzung stimmt, die Absätze sind gut gegliedert und der gesamte Aufbau des Artikels ist ziemlich gut. Es wurden sogar viele blumige Worte darin verwendet. Es gibt jedoch ein Problem: Wenn es darum geht, eine bestimmte Sache, eine bestimmte Sichtweise oder eine bestimmte Handlung darzustellen, fehlt ihnen sowohl eine einzigartige Ausdrucksweise als auch eine Ausdrucksweise, die kunstvoll oder raffiniert ist. Diese Qualitäten sucht man in all ihren Werken vergebens. Was heißen soll: Ihre Artikel wirken zwar gut strukturiert und hochgradig professionell, mit sorgfältig gewählten Worten, aber es fehlt ihnen diese besondere Art, Gedanken und Standpunkte, Phänomene oder Handlungen auszudrücken, die ein gewandter Literaturschaffender haben sollte. Die meisten ihrer Artikel sind eher mittelmäßig. Ihre Struktur und die Art, wie diese Artikel Ideen ausdrücken, sind besonders starr, steif und dogmatisch; sie sind weder innovativ noch einzigartig, es fehlt ihnen an Weisheit und Raffinesse, und man kann sie gewiss nicht als elegant bezeichnen. Worauf deutet das hin? (Sie sind nicht versiert im Schreiben und haben keine Begabung dafür.) Sie sind nicht versiert im Schreiben und können Geschichten nicht flexibel basierend auf den zugrundeliegenden Ereignissen oder der Urform einer solchen Geschichte gestalten. Wenn die Leute schließlich ihre Artikel und Werke lesen, wirken sie alle eintönig, wiederholen sich und sind nach dem gleichen Muster gestrickt. Warum sagen wir, dass sie sich wiederholen und eintönig sind? Insgesamt erscheinen ihre Artikel gut strukturiert, normgerecht und professionell; was die technischen Aspekte betrifft, hätte ein durchschnittlicher Leser wenig daran auszusetzen, selbst die Struktur ist im Grunde immer dieselbe. Obwohl sie verschiedene literarische Formen erlernen können, unter anderem auch ausländische Lyrik, Prosa oder Erzählungen, sind sie nie in der Lage, diese auf ihre eigenen Werke anzuwenden oder darin einzubringen. Das liegt daran, dass ihr literarisches Können und ihre literarischen Fähigkeiten immer auf der Ebene eines Interesses und Hobbys bleiben und nie das Niveau einer Stärke erreichen. Mag sein, dass sie ein enormes Wissen über Literatur besitzen, aber sie haben keine wirklichen literarischen Fähigkeiten. Anders gesagt: Sie zeigen keine literarische Innovation, können unmöglich irgendwelche eigenen, repräsentativen Werke schaffen und es fehlt ihnen an einzigartigen Gedanken und Sichtweisen und einer einzigartigen Ausdrucksweise. Das beweist, dass Literatur nicht ihre Stärke ist. Dass sie im Bereich der Literatur Kenntnisse und allgemeines Wissen besitzen, rührt nur daher, dass Literatur ihr Interesse und Hobby ist, aber es ist nicht ihre Stärke. Weißt du, viele Leute lesen Bücher und auch verschiedene literarische Werke. Viele Menschen bezeichnen sich als Literaturliebhaber oder -schaffende. Aber wie viele von denen, die literarisch tätig sind, haben wirklich eigene Werke verfasst? Wie viele haben literarische Werke geschrieben, die die Zeit überdauern und zu Klassikern werden? Nur sehr wenige, richtig? Die meisten dieser Leute haben ein gewisses angeborenes Interesse an Literatur und eine Leidenschaft dafür, und später lernen, studieren und praktizieren sie an Fachschulen und landen in einem Beruf, der mit Literatur zu tun hat. Auch wenn sie in einem literarischen Beruf arbeiten, was den Anschein erwecken mag, dass sie dieses Interesse und Hobby ihr Leben lang begleiten könnte: Wie viele Werke sie während ihrer Arbeit in diesem Bereich vollenden und wie viele literarische Beiträge und eigene Schöpfungen sie in dieser Zeit hervorbringen, hängt alles davon ab, ob Literatur ihre Stärke ist. Viele Menschen üben einen Beruf aus, den sie mögen und für den sie brennen. Er sichert ihnen den Lebensunterhalt oder bringt gewisse Vorteile, aber sie erzielen darin keine guten Ergebnisse. Das allein beweist, dass der Beruf, den sie lieben und für den sie brennen, nicht ihre Stärke ist. Andererseits gibt es Menschen, die, obwohl sie keinen Beruf ausüben, der mit einem Interesse und Hobby ihrerseits zu tun hat, darin echte Leistungen vollbringen können, weil dieser Beruf ihre Stärke ist. Dazu gehören zum Beispiel Erfinder, Menschen, die in verschiedenen Bereichen Herausragendes geleistet haben, Pioniere, die in ihren Branchen einen eigenen Stil geprägt haben, und andere führende Persönlichkeiten in verschiedenen Bereichen. Betrachtet man all diese Fälle, wird klar: In einem Bereich ein Interesse und Hobby zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig, dort auch eine Stärke zu haben. Manche Leute können jedoch nicht erkennen, in welcher Beziehung Interessen und Hobbys auf der einen und Stärken auf der anderen zueinander stehen. Sie halten ihre Interessen und Hobbys für ihre Stärken, doch obwohl sie sich viele Jahre in einem Bereich engagieren, der sie interessiert und für den sie eine Leidenschaft haben, erzielen sie keine wirklichen Ergebnisse. Nachdem man sich nun über diese Dinge im Klaren ist, wie sollten die Menschen mit ihren Interessen und Hobbys einerseits und ihren Stärken andererseits umgehen? Das ist ganz einfach – sie sollten richtig mit ihnen umgehen. Wenn es notwendig ist, dass du für Gottes Haus eine Pflicht in einem bestimmten Bereich tust, die Fachwissen, fachliche Fertigkeiten oder fachliche Talente erfordert, die mit deinen Interessen und Hobbys zu tun haben, dann solltest du mit dieser Pflicht nach den Grundsätzen der Pflichtausführung umgehen – und sie weder ablehnen noch hochtrabende Ideen von dir geben noch überstürzt handeln. Wenn es sich dabei um etwas handelt, worin du nicht geschickt bist, das deine Fähigkeiten übersteigt und was du nicht tun kannst, dann werde nicht negativ und beklage dich nicht über Gott; du solltest in der Lage sein, richtig damit umzugehen. Was ist mit „damit richtig umgehen“ gemeint? Wenn du dein Interesse und deine Leidenschaft für diesen Bereich für einzigartig hältst, aber bei der Ausführung der Arbeit feststellst, dass du die Anforderungen des Hauses Gottes nie erfüllen kannst und die von Haus Gottes geforderten Grundsätze nie erreichen kannst, dann solltest du so viel leisten, wie du kannst. Gott zwingt niemals Fische, an Land zu leben, oder Schweine zum Fliegen. Gott weiß, was du erreichen und welche Last du tragen kannst. Mit mehr Erfahrung wirst du das auch selbst erkennen. Tu einfach so viel, wie es dir deine tatsächlichen Umstände und deine angeborenen Voraussetzungen erlauben – mach es dir nicht unnötig schwer. Wenn du etwas kannst, dann halte nichts zurück. Wenn du etwas nicht kannst, dann werde nicht negativ und übernimm dich nicht – gehe richtig damit um.

Ihr glaubt schon so viele Jahre an Gott, und die meisten von euch führen ihre Pflicht seit mehr als drei Jahren aus. Ihr führt eine bestimmte Pflicht im Haus Gottes nicht erst seit ein oder zwei Jahren aus. Bist du dir dann bei der Pflicht, die du ausführst, oder bei bestimmten fachlichen Arbeiten, die du verrichtest, im Herzen klar darüber, wie viel du leisten und welches Niveau du erreichen kannst, wie viel du einbringen kannst und in welchem Maße? (Ja.) Im Grunde seid ihr euch über all das im Klaren. Manche Menschen haben bei einer bestimmten Pflicht noch keine Fertigkeit erreicht, weil sie zu wenig Praxis haben. Andere wiederum machen diese Arbeit seit vielen Jahren und haben viel Praxis darin, können aber trotzdem die vom Haus Gottes geforderten Grundsätze nicht erreichen. Sie sind in diesem Bereich nicht besonders geschickt. Obwohl sie diese Pflicht wirklich gerne und mit Leidenschaft ausführen und sich geehrt und glücklich fühlen, sie zu tun, sind sie darin einfach nicht geschickt. Egal, welche Anforderungen das Haus Gottes stellt, sie können sie einfach nicht erfüllen. Das liegt nicht daran, dass sie rebellisch oder ungehorsam sind, noch daran, dass sie ihre Schuldigkeit nicht tun, sondern daran, dass sie es mit ihren angeborenen Voraussetzungen nicht erreichen können und diese begrenzt sind. Was ist dann also zu tun? Lass den Dingen einfach ihren Lauf – sei nicht negativ, sei nicht schwach und beklage dich nicht in deinem Herzen oder empfinde es als unfair. Manche Leute sagen: „Ich tanze gerne, aber ich habe zwei linke Füße und bin nicht attraktiv. Ich möchte die Pflicht des Tanzens ausführen, kann es aber nicht. Was soll ich also tun? Ich will so gerne tanzen.“ Dein Verlangen zu tanzen ist dein persönliches Verlangen und deine Vorliebe, aber muss Gott deine Vorlieben erfüllen? Das muss Er nicht. Das Haus Gottes hat Grundsätze, die es fordert, und Bestimmungen. Die Auswahl, wer welche Arbeit übernimmt, geschieht anhand von Grundsätzen. Du kannst nicht aufgrund von persönlichem Verlangen, persönlichen Vorlieben oder deiner persönlichen Stimmung es erzwingen wollen, dass das Haus Gottes dich zufriedenstellt – das ist unangebracht. Wenn du für eine Pflicht in diesem Bereich nicht geeignet bist, dann wünsche denen, die sie ausführen können, in deinem Herzen im Stillen Segen. Tu einfach, was du kannst. Du kannst auch ein stiller Helfer im Hintergrund sein: bei der Führung und Kontrolle helfen, bei Proben oder der Nachbearbeitung und dem Schnitt von Tanzvideos, bei der Suche nach Material oder bei der Suche nach der Wahrheit. Es gibt eine Menge Arbeit, die in zahlreichen Bereichen getan werden kann, und der Umfang von Arbeit, die mit deinen Interessen und Hobbys zu tun hat, ist groß. Du musst nicht zwangsläufig derjenige sein, der auf dem Bildschirm erscheint – du kannst auch in Teilzeit Aufgaben hinter den Kulissen übernehmen. Auch das ist die Ausführung deiner Pflicht. So erfüllst du sowohl deine persönlichen Wünsche als auch den Grundsatz und Maßstab, Gott durch die Ausführung der eigenen Pflicht zufriedenzustellen – das ist wirklich großartig! Schlägt man da nicht zwei Fliegen mit einer Klappe? (Ja.) Da Gott dir im Rahmen deiner angeborenen Voraussetzungen keine Stärken in diesem Bereich gegeben hat, hast du keine Wahl. Du kannst dich nicht beklagen, murren oder Groll hegen, nur weil du von Natur aus in diesem Bereich nicht gut bist und den Maßstäben des Hauses Gottes für die Talentauswahl nicht entsprichst. Du darfst dann nicht den Willen verlieren, eine Pflicht in diesem Bereich auszuführen, und dich weigern, selbst wenn das Haus Gottes es von dir verlangt – das ist unangebracht. Das ist nicht die richtige Haltung bei der Ausführung der Pflicht. Tu einfach, was du tun kannst. Du kannst dich nicht weigern, etwas zu tun, nur weil du dafür nicht geeignet oder darin nicht geschickt bist, und es selbst dann ablehnen, wenn das Haus Gottes es von dir fordert. Wenn du das tust, führst du nicht deine Pflicht aus, sondern stellst dein persönliches Verlangen zufrieden und führst dein eigenes Vorhaben durch. Du führst deine Pflicht nicht mit einer Haltung der Unterwerfung unter Gott aus und auch nicht mit einer Haltung der Aufrichtigkeit und Treue Gott gegenüber. Das ist unangebracht. Das ist etwas, was die Menschen verstehen sollten. Einerseits müssen sie ein korrektes Verständnis von Interessen, Hobbys und Stärken besitzen, und andererseits müssen sie mit Interessen, Hobbys und Stärken richtig umgehen.

Manche Leute schreiben gerne Artikel und befassen sich gerne mit Arbeit, die mit Literatur zu tun hat. Sie wollen ständig Artikel überarbeiten und korrigieren, sich jeden Tag mit Artikeln befassen. Doch aus verschiedenen Gründen – sowohl subjektiven als auch objektiven – sind sie für diese Arbeit nicht geeignet. Zum einen fehlt es ihnen an Grundkenntnissen im Bereich der Literatur, zum anderen ist ihr Kaliber relativ schlecht und sie besitzen kein Begriffsvermögen. Selbst wenn sie sich also für Literatur begeistern und mehrere Jahre Praxis haben, können sie den Maßstab, gut schreiben zu können, immer noch nicht erreichen. Das Haus Gottes verlangt jedoch, dass die Menschen zumindest ein Mindestmaß an Kaliber besitzen, um Schriftarbeit zu verrichten. Wenn ihr Kaliber für die Schriftarbeit nicht geeignet ist und selbst ihre Überarbeitung und Korrektur von Artikeln nicht den Anforderungen entspricht, dann haben sie keine andere Möglichkeit, als eine andere Pflicht zu wählen. Vielleicht sind sie stattdessen relativ gut dafür geeignet, einige allgemeine Aufgaben zu erledigen oder etwas Material zu sammeln. Kurz gesagt: Die Schriftarbeit, die sie in ihrem Herzen mögen, können sie nicht ausführen – selbst wenn sie nicht von der Schriftarbeit entlassen werden würden, wären sie nur Statisten und würden keine tatsächlichen Ergebnisse erzielen. Wie sollten die Menschen eine solche Angelegenheit auf reine Weise begreifen? (Sie müssen lernen, sich den Anordnungen des Hauses Gottes zu unterwerfen und vernünftig zu sein.) Das ist die allgemeine Richtung – wie sollte man es konkret in die Praxis umsetzen? Wenn es sich um eine Person handelt, die zu verzerrten Vorstellungen neigt, würde sie sagen: „Alle sagen, dass Interessen und Hobbys von Gott gegeben sind, dass sie angeborene Voraussetzungen sind. Da Gott mir dieses Interesse und Hobby gegeben hat, hat Gott mich doch sicher dazu bestimmt, in einer Arbeit tätig zu sein, die damit zusammenhängt. Da es von Gott bestimmt ist, sollte im Haus Gottes die Arbeit, die mit diesem Interesse und Hobby zusammenhängt, mir gegeben werden – ich sollte daran beteiligt sein. Wenn ich nicht gebeten werde, diese Arbeit zu tun, dann ist das ein Problem mit den Leuten – es bedeutet, dass die Leute auf mich herabsehen, es bedeutet, dass die Leiter und Mitarbeiter nicht wissen, wie man Menschen einschätzt. Hier bin ich, ein begabter Mensch, doch es gibt keinen Talentscout mit gutem Auge, der mich entdeckt! Ich liebe Literatur so sehr und ich bin darin wirklich sehr bewandert – Artikel zu überarbeiten ist für mich viel zu simpel. Mich zum Predigen des Evangeliums oder zur Verrichtung körperlicher Arbeit zu schicken – ist das nicht, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen? Verschwendet man da nicht einen talentierten Menschen? Ist das nicht so, als würde man Gold unter Schmutz begraben? Ich kann nichts machen – unter einem niedrigen Dach hat man keine andere Wahl, als den Kopf zu beugen! Aber es gibt ein Sprichwort: Echtes Gold ist dazu bestimmt, dereinst zu glänzen. Wartet nur – vielleicht läutert Gott mich hier, prüft mich. Eines Tages werde ich sicher die Arbeit verrichten, die Gott für mich bestimmt hat, die Arbeit, die mit meinem Interesse zu tun hat. Auf gute Dinge lohnt es sich, zu warten. Wenn ihr alle ausgemustert seid, dann wird meine große Stunde schlagen – dann werde ich die Gelegenheit haben, meine Fähigkeiten einzusetzen! Wie die Sprichwörter sagen: ‚Für einen Ehrenmann ist es nie zu spät, Rache zu nehmen‘ und ‚Wo es Leben gibt, da ist Hoffnung‘.“ Was haltet ihr von diesen Ansichten? Sie sind falsch, nicht wahr? Solche Leute machen sich wirklich Wunschvorstellungen und schmieden sogar langfristige Pläne, aber ob sie tatsächlich echte Fähigkeiten haben, weiß man nicht. Manche Leute fühlen sich sogar ungerecht behandelt und sagen: „Ich bin ein von Natur aus begabtes literarisches Talent, und doch wurde ich zur Verrichtung körperlicher Arbeit eingeteilt und bin den ganzen Tag mit Schlamm bedeckt. Und bei wem kann ich mich darüber beschweren? Ich kann nichts machen – so hat Gott es orchestriert. Was bleibt mir denn anderes übrig?“ Tatsächlich hat die Korrekturlesegruppe sie bereits geprüft, und ihre literarischen Fähigkeiten sind unzureichend. Sie haben keine literarische Grundlage und verwenden nicht einmal die korrekte Zeichensetzung. Überall, wo ein Satz unterbrochen oder eine Pause gemacht werden sollte, setzen sie ein Komma. Und doch halten sie sich immer noch für ein literarisches Genie und glauben, dass körperliche Arbeit eine Verschwendung ihres Talents ist. Ihr Herz ist voller Verbitterung: „Ich wurde mit einer Liebe zur Literatur geboren. Als Kind liebte ich es, Märchenbücher zu lesen. Als ich älter wurde, liebte ich es, die Werke berühmter Leute zu lesen. Ich habe viele literarische Klassiker von in- und ausländischen Autoren gelesen; ich habe viele Werke aus allen Genres gelesen, einschließlich Dramen, Prosa und Poesie. Schriftarbeit geht mir mühelos von der Hand; einen Artikel zu schreiben, ist für mich ein Kinderspiel. Aber seht mich jetzt an – ich bin darauf reduziert worden, schmutzige, anstrengende Arbeit zu verrichten. Meine Liebe zur Literatur, die mich mein halbes Leben lang begleitet hat, wurde im Haus Gottes verleugnet. All das Wissen, das ich mein ganzes Leben lang angesammelt habe, hat im Haus Gottes keine Verwendung gefunden – meine literarische Karriere ist zu Ende! Früher dachte ich, das Haus Gottes sei ein Ort, an dem die Wahrheit Macht hat, an dem Fairness und Gerechtigkeit Macht haben. Jemand wie ich – ein großes Talent, ein Literaturliebhaber – wurde in der Welt ignoriert und verachtet, ohne eine Chance, meine Fähigkeiten einzusetzen. Ich hatte gedacht, dass ich im Haus Gottes alles, was noch in mir steckt, einbringen könnte. Voller Begeisterung meldete ich mich für die Korrekturlesegruppe, nur um festzustellen, dass ich nicht ausgewählt wurde. Seht mich an – wie ich jetzt hier stehe, wer kann erkennen, dass ich ein Literaturliebhaber, ein literarisches Talent bin? Mein ganzes literarisches Gespür ist durch diese schmutzige, anstrengende Arbeit aufgerieben worden. Jetzt kommen nur noch grobe und ländliche Worte aus meinem Mund.“ Sie fühlen sich in ihrem Herzen sehr ungerecht behandelt. Obwohl sie zwar behaupten, dass sie sich Gottes Orchestrierung unterwerfen und alles tun werden, was das Haus Gottes von ihnen verlangt, haben sie in ihrem Herzen eine falsche Einschätzung von sich selbst. Sie halten ihre Interessen und Hobbys fälschlicherweise für ihre Stärken, für etwas, das für Gottes Verwendung geeignet ist, sie haben ihren Platz nicht gefunden und ihre tatsächliche Situation nicht erkannt, sie kennen ihre eigenen Fähigkeiten nicht und wissen nicht, ob ihre Interessen und Hobbys tatsächlich Dinge sind, in denen sie bewandert sind – über all diese Dinge sind sie sich nicht im Klaren und haben keine Ahnung davon, nennen sich aber dennoch ein literarisches Talent, ja, fast schon einen Meister des geschriebenen Wortes. Was ist das letztendliche Ergebnis davon? (Sie sind voller Beschwerden über die Anordnungen der Kirche und in ihrem Herzen sind sie nicht bereit, sich zu unterwerfen.) Sie fühlen sich in ihrem Herzen ständig ungerecht behandelt. Obwohl sie bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht faul sind und vollen Einsatz zeigen können – und sich gerade so unterwerfen –, fühlen sie sich aufgrund ihrer falschen Selbsteinschätzung ungerecht behandelt. Ein Gedanke geht häufig durch ihren Kopf: „Es gibt viele schnelle Pferde auf der Welt, aber nur wenige Pferdekenner.“ Was für schnelle Pferde? Was für Pferdekenner? Weil sie ein gewisses Interesse und eine Leidenschaft für einen bestimmten Bereich haben und ihn später systematisch studieren, halten sie sich für einmalig, halten sich für „schnelle Pferde“ und glauben, talentiert zu sein. Zeugt das nicht von einem völligen Mangel an Selbsterkenntnis? Sie glauben nur, dass Interessen und Hobbys von Gott gegeben sind, aber sie erkennen nicht, welches Kaliber Gott ihnen gegeben hat. Sie sind sich nicht im Klaren darüber, ob sie in den Dingen, die sie interessieren und für die sie brennen, tatsächlich geschickt sind und ob sie die Arbeit und Pflicht, die mit ihren Interessen und Hobbys zu tun haben, tatsächlich gut ausführen können, ob sie darin kompetent sind und ob sie sie schultern können. Darüber sind sie sich nicht im Klaren und wissen es nicht. Ist das nicht sehr problematisch? (Ja.) Weil sie ihren Platz nicht erkennen oder finden können, fühlen sie sich sehr ungerecht behandelt. Was zeigen sie nach außen? Sie stoßen oft tiefe Seufzer aus und bekunden häufig ihre Entschlossenheit vor Gott, in der Hoffnung, dass Gott eines Tages eine Gelegenheit für sie schaffen wird, dass Er ihr erlittenes Unrecht wiedergutmacht, ihnen Gerechtigkeit widerfahren lässt und ihnen erlauben wird, ihren Wunsch zu erfüllen, eine Pflicht zu tun, die mit ihren Interessen und Hobbys zu tun hat. Seht euch das Lied an, das sie oft singen: „Ich kümmere mich nicht um den Weg, der vor mir liegt.“ Wie lautet die nächste Zeile? („Meine einzige Pflicht und Schuldigkeit ist es, Gottes Willen zu befolgen.“) Für Menschen, die wirklich diese Größe haben, die wirklich diese Realität haben und die wirklich in der Lage sind, Gottes Willen zu befolgen, ist es vollkommen angebracht, dieses Lied zu singen – es ist genau richtig. Aber wenn Menschen dieser Art dieses Lied singen, in welchem emotionalen Zustand befinden sie sich dann? In welcher Situation singen sie es? (Wenn sie sich beschweren und ungerecht behandelt fühlen.) Wenn sie also singen, ist das, was sie singen, nicht voller Verbitterung? (Ja.) Was sie singen, ist voller Beschwerden, Trotz und Unzufriedenheit – nichts als Kummer und Verbitterung. Wenn du sie dieses Lied singen hörst, dann sind sie am melancholischsten. Es gibt ein Sprichwort in China – wie lautet es? „Der Mann singt seinen Kummer, die Frau weint ihn, und die alte Großmutter murmelt ihn unverständlich vor sich hin.“ Es ist so: Verschiedene Arten von Menschen drücken ihren Kummer auf unterschiedliche Weise aus. Manche Frauen fangen einfach an, zu weinen, wenn sie mit einer solchen Situation konfrontiert werden, und wischen sich ständig heimlich die Tränen weg. Sie können es nicht auf sich beruhen lassen, und jedes Mal, wenn sie daran denken, sind ihre Augen rot vor Tränen, und ihr Herz fühlt sich ungerecht behandelt und gekränkt. Sie können mit dieser Angelegenheit einfach nicht richtig umgehen. Tatsächlich ist diese Angelegenheit enorm simpel – Interessen und Hobbys einerseits und Stärken andererseits sind von Natur aus zwei getrennte Dinge. Wenn du eine bestimmte Stärke hast, bist du, unabhängig davon, ob es sich dabei um dein Interesse und Hobby handelt, gut für eine Arbeit geeignet, die mit dieser Stärke zu tun hat – sprich, dein angeborenes Kaliber, dein angeborenes Talent oder deine angeborene Veranlagung verleihen dir ein Geschick für diese Sache, und du kannst sie gut machen. In diesem Fall kannst du, wenn du diese Arbeit verrichtest, gewisse Ergebnisse erzielen, und es ist relativ passend für dich, sie zu tun. Wenn du jedoch nur ein Interesse und Hobby in diesem Bereich hast, aber es nicht deine Stärke ist, dann kannst du es vielleicht nicht unbedingt gut machen. Das ist eine enorm simple Angelegenheit. Wegen der Verbohrtheit und des verzerrten Verständnisses der Menschen, zusammen mit ihrer Torheit und Unwissenheit, verlieren sie, wenn sie nicht die Arbeit verrichten können, die sie interessiert, den Mut, werden niedergeschlagen und negativ, beschweren sich und sind von allerlei negativen Emotionen erfüllt. Daher besteht für die Menschen große Notwendigkeit, die tatsächliche Situation in Bezug auf ihre Interessen, Hobbys und Stärken zu verstehen. Sobald sie dieses Verständnis haben, müssen sie richtig mit diesen Dingen umgehen – das ist ein Aspekt. Der andere Aspekt ist, dass sie sich den Anordnungen des Hauses Gottes unterwerfen und ihre Pflicht gemäß den vom Haus Gottes geforderten Grundsätzen erfüllen müssen. Wenn das Haus Gottes von dir verlangt, deine Pflicht in einem bestimmten Bereich auszuführen, du aber in diesem Arbeitsbereich nicht geschickt bist, sondern dich dieser Bereich nur interessiert und begeistert und du diese Arbeit gerne machst, und du aber nach dem niedrigsten vom Haus Gottes geforderten Maßstab gerade so kompetent darin sein kannst, dann solltest du dich unterwerfen und dich bemühen, deine Schuldigkeit zu tun – suche dir nicht alle möglichen objektiven Ausreden, um dich zu weigern oder abzulehnen. Wenn natürlich deine angeborenen Voraussetzungen in verschiedenen Bereichen begrenzt sind oder du bestimmte tatsächliche Probleme hast und das Haus Gottes dir nicht erlauben kann, eine Pflicht in diesem Bereich auszuführen, dann solltest du keine Beschwerden haben und auch nicht negativ oder schwach werden. Tu einfach alles, was du tun kannst. Was deine Interessen und Hobbys betrifft, behalte sie für dich – die Leute der Kirche werden sich nicht einmischen, noch werden sie dir dein Recht nehmen, ein Interesse oder eine Leidenschaft für bestimmte Dinge zu haben. Das ist deine Privatangelegenheit. Wenn es jedoch um Pflichtausführung geht, musst du all die verschiedenen Fragen bezüglich Interessen, Hobbys und Stärken komplett durchschauen, und du musst in der Lage sein, mit ihnen allen richtig umzugehen – das ist der entscheidende Punkt. Verstehst du das? (Ja.)

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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