Wie man nach der Wahrheit strebt (1) Abschnitt Vier
Ist euch nun, nachdem wir über diese Auffassungen und Vorstellungen, die Menschen über Gottes Werk hegen, Gemeinschaft gehalten und sie im Detail analysiert haben, etwas klarer geworden, wie ihr bestimmte Verhaltensweisen beurteilen sollt? Zum Beispiel, ob Menschen bei der Ausführung ihrer Pflichten Leid ertragen, einen Preis zahlen und sich zurückhalten, ob sie gerne gut essen und sich schön kleiden und dergleichen. Ist euch auch klarer, welche Grundsätze Gott von den Menschen verlangt und was genau das Ergebnis ist, das Gott mit Seinem Werk in den Menschen erreichen will? Das Ergebnis, das Gott in den Menschen erreichen will, ist nicht, ständig deine Leidenschaft für die Arbeit zu sehen. Das heißt, was Gott sehen will, ist nicht dein Enthusiasmus oder deine Entschlossenheit, Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen. Wenn du die Wahrheit nicht verstehst, sind diese Äußerungsformen in Gottes Augen nur ein augenblicklicher Impuls. Mit anderen Worten, sie sind nur dein Enthusiasmus. Was ist Enthusiasmus im Wesentlichen? Es ist deine Impulsivität, oder genauer gesagt, ein gefühlsbetontes Vorgehen. Was Gott will, ist nicht der Enthusiasmus der Menschen, ihr gefühlsbetontes Vorgehen, ihre vorübergehenden Impulse oder solch ein leidenschaftlicher Zustand. Was will Gott? (Er will, dass die Menschen die Wahrheit verstehen können.) Zumindest will Er, dass du die Wahrheit lieben und verstehen kannst. Er will, dass du dich, wenn du mit verschiedenen Angelegenheiten konfrontiert wirst, nicht an eine Vorschrift, eine Formalität oder ein Verhalten hältst, sondern stattdessen die Wahrheitsgrundsätze befolgst. Er will auch, dass du bei der Pflicht, die du tust, und bei allem die Wahrheitsgrundsätze suchen, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren und Gottes Worte und die Wahrheit zu deiner Wirklichkeit werden lassen kannst – das ist das Ergebnis, das Gottes Werk erreichen soll. Was dein Privatleben betrifft, ob du früh zu Bett gehen und früh aufstehen oder spät zu Bett gehen und spät aufstehen willst, welche Begabungen du hast oder wie redegewandt du bist, all das ist für Gott nicht von Belang. Unabhängig davon, ob du die Entschlossenheit hast, Leid zu ertragen, oder wie hoch der Preis ist, den du zahlst, Gott legt auf diese Dinge keinen Wert. Manche Leute sagen: „Um meines Glaubens an Gott willen habe ich mir seit Jahren keine schönen Kleider mehr gekauft, und ich war seit über zehn Jahren nicht mehr beim Friseur.“ Selbst wenn du dein ganzes Leben lang nicht gut isst, keine schönen Kleider trägst und sehr viele Mühsale erträgst, was soll’s? Ist es das, was Gott will? Ist der letztendliche Zweck von Gottes Predigen und Gemeinschaft, die Menschen mit einer Fülle von Wahrheiten zu versorgen, nur, um dich in einen Asketen zu verwandeln? Geht es nur darum, dich in einen erbärmlichen Wicht, einen Bettler oder einen zornigen jungen Menschen zu verwandeln? Nein. Was Gott tun will, ist, Seine Worte und die Wahrheitsgrundsätze in die Menschen hineinzuwirken. Wenn also viele glauben, dass Gott es gerne sieht, wenn Menschen mehr Mühsal erleiden und einen höheren Preis zahlen, und dass Er es gerne sieht, wenn sie ein extrem sparsames, hartes und schlichtes Leben führen, wenn sie extrem entschlossen, voller Bestrebungen und extrem leidenschaftlich sind oder wenn sie extrem zurückhaltend sind, sich an ihren Platz halten und sich anständig verhalten, dann sind das nur ihre Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk. Angenommen, du isst viele Jahre deines Lebens nur eine Mahlzeit am Tag und schläfst nur drei Stunden pro Nacht, kannst weder gut essen noch schöne Kleider tragen, tust viele Jahre lang, was du meinst, tun zu sollen, und hast unzählige Mühsale erlitten und unzählige Vorsätze gefasst. Mit euren eigenen Worten: Ihr „bleibt eurem ursprünglichen Bestreben treu“, ihr ertragt Mühsal, wendet euch für Gott auf und widmet euer ganzes Leben Gott. Wenn du jedoch trotz alledem niemals Mühe auf Gottes Worte oder die Wahrheit verwendest und nicht bei allem, was du tust, die Wahrheitsgrundsätze suchst, dann bist du dazu bestimmt, dass dir der Rücken gekehrt wird. Du willst die Errettung erlangen, indem du Mühsal erträgst und einen Preis zahlst, indem du deinem ursprünglichen Bestreben niemals untreu wirst, dich dein ganzes Leben lang für Gott aufwendest und Ihm alles darbringst, was du hast. Das ist nur ein Traum – es ist Wunschdenken. Selbst wenn du dein ganzes Leben lang Maismehl und gedämpftes Maisbrot isst und niemals gut isst oder schöne Dinge genießt, wird es nutzlos sein. Gott schaut weder jemals auf das Verhalten eines Menschen, noch schaut Er darauf, welche Regeln ein Mensch äußerlich befolgt oder ob er äußerlich ein schlichtes und einfaches Leben führt. Was Gott sehen will, ist, auf welchem Weg du bist, welche Grundsätze du bei jeder Angelegenheit, der du begegnest, befolgst und ob du im Umgang mit Problemen die Wahrheitsgrundsätze befolgst. Wenn du die Wahrheitsgrundsätze nicht befolgst, dann wird es, ganz gleich wie gut du diese festen Bestimmungen und Regeln befolgst, nichts nützen. Es wird nur darauf hindeuten, dass du eine Person bist, die in Auffassungen und Vorstellungen lebt, eine Person, die in ihren eigenen, rein subjektiven, schönen Wunschvorstellungen lebt, die rein gar nichts mit Gottes Werk und nichts mit der Art und Weise zu tun hat, wie Gott Sein Werk der Errettung an den Menschen ausführt – eine Person, die weit von Gottes Werk entfernt ist. Wenn du also etwas aus Gottes Werk gewinnen willst, musst du dich zuerst um die Wahrheit bemühen; du darfst keine Arbeit in deine eigenen Auffassungen und Vorstellungen stecken und keinerlei Anstrengung auf diese verwenden – das hat keinen Nutzen. Manche Leute fragen Mich: „Findest Du, dass ich mit langen oder kurzen Haaren anständiger und schicklicher aussehe?“ Ich frage sie daraufhin: „Trägst du dein Haar lieber lang oder kurz?“ Sie sagen: „Ich trage mein Haar gern lang. Aber ich denke, lange Haare sind nicht anständig und schicklich, und dass Gott sie nicht mag.“ Und Ich antworte: „Wann hat Gott das gesagt? Hat das etwas mit der Wahrheit zu tun?“ Es gibt andere, die Mich fragen: „Darf ich zwischendurch naschen?“ Und Ich antworte: „Ist Naschen ein Bedürfnis der normalen Menschlichkeit? Schreibt Gott vor, dass die Menschen nicht naschen dürfen? Verurteilt Gott es?“ Und sie sagen: „Ich denke, Gott verurteilt es, weil der Verzehr von Snacks ausschweifend ist.“ Was bedeutet „ausschweifend“? Wenn du denkst, dass Naschen ausschweifend ist, bedeutet dann der Verzicht darauf, dass du nicht ausschweifend bist? Bedeutet der Verzicht darauf, dass du die Wahrheit verstehst und die Wahrheit praktizierst? Wenn Ich es so sage, könnt ihr es verstehen, oder? (Ja.) Auffassungen und Vorstellungen sind nicht die Wahrheit, und sie haben nichts mit der Wahrheit zu tun. Wenn du klug bist, solltest du schnellstens prüfen, welche Auffassungen und Vorstellungen du noch hegst, welche Praktiken, Gedanken und Ansichten der Pharisäer du noch hast, und sie unverzüglich loslassen. Der Zweck dieses Loslassens besteht nicht darin, dich ausschweifend und zügellos werden zu lassen, sondern darin, dich dazu zu bringen, vor Gott zu treten, um die Wahrheitsgrundsätze zu suchen und die Wahrheit als dein Leben zu gewinnen. Gott möchte nicht, dass du ein Bettler bist und ein asketisches Leben führst. Manche Leute sagen: „Gott mag es nicht, wenn Menschen Bettler sind. Bedeutet das also, dass Er es mag, wenn sie reich sind?“ Gott mag es auch nicht, wenn Menschen reich sind. Manche sagen: „Es ist eine menschliche Auffassung und Vorstellung, dass Gott es mag, wenn Menschen körperliche Mühsal erleiden. Wenn Gott es also nicht mag, dass Menschen Mühsal erleiden, bedeutet das dann, dass Er es mag, wenn sie in Bequemlichkeit leben?“ Falsch, auch das ist deine Auffassung und Vorstellung. Was ist dann die richtige Vorgehensweise? (Gott mag es, wenn Menschen ungeachtet der Situation, in die sie geraten, fähig sind, vor Ihn zu treten und die Wahrheitsgrundsätze zu suchen.) Die Wahrheitsgrundsätze dürfen zu keiner Zeit vergessen werden. Manche Leute sagen: „Gott mag es, wenn Menschen vor Ihm Vorsätze fassen und die Entschlossenheit besitzen, Mühsal zu ertragen.“ Andere sagen: „Gott mag keine Menschen, die nicht bereit sind, Mühsal zu ertragen.“ Sind diese Aussagen richtig oder falsch? Welche ist richtig und welche ist falsch? (Sie sind beide falsch.) Manche Menschen ertragen ständig Mühsal um ihres eigenen Status, ihres Ruhms und ihres Gewinns willen – sie sind fest entschlossen, Mühsal zu ertragen. Gefallen Gott diese Äußerungsformen? (Nein.) Manche Menschen sind nicht bereit, Mühsal zu ertragen, wenn es um persönliche Angelegenheiten geht, sind aber bereit, dies um der Ausführung ihrer Pflicht und der Wahrheit willen zu tun; sie sind bereit, ein wenig Mühsal auf sich zu nehmen, um gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln. Welche dieser Äußerungsformen ist besser? (Mühsal um der Wahrheitsgrundsätze willen zu ertragen.) Was lässt sich daraus erkennen? Dass es richtig ist, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln und die Wahrheit zu praktizieren. Ob es sich nun um Angelegenheiten der Pflichtausführung oder um Dinge im Privatleben handelt – ob man Mühsal erträgt oder nicht, ist weder ein Maßstab noch ein Grundsatz. Was sind die Grundsätze? Die Grundsätze sind Gottes Anforderungen, Gottes Worte und die Wahrheit. Wenn du gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizierst, ist dein Handeln richtig, selbst wenn du dabei keine Mühsal erträgst, und Gott billigt es. Wenn du aber nicht gemäß den Wahrheitsgrundsätzen handelst, ist es vergebens, selbst wenn du dabei große Mühsal erleidest oder große Demütigung erfährst, und Gott billigt dein Handeln nicht. Es ist genau wie bei manchen Leuten, die einen Befehl von einem Antichristen hören und dann tun, was ihnen gesagt wird. Sie setzen die Arbeit gemäß den Vorlieben des Antichristen um, reden viel, leiden viel und sind überaus beschäftigt, bis ihr Körper von der körperlichen Erschöpfung gebeugt und gebrochen ist. Billigt Gott das? Wird Gott sich daran erinnern? (Er billigt es nicht, und Er wird sich nicht daran erinnern.) Was ist also Gottes Haltung? (Gott verabscheut solche Menschen.) Was hat Gott gesagt? „Weichet alle von Mir, ihr Übeltäter.“ Das ist Gottes Haltung, nicht wahr? (Ja.) Ganz gleich, wie viel Mühsal du erlitten oder welch hohen Preis du gezahlt hast, auch wenn du dies benutzen magst, um mit deinen Beiträgen zu prahlen – Gott schaut nicht auf diese Dinge. Gott schaut nur darauf, ob du diese Dinge gemäß den Wahrheitsgrundsätzen getan hast und ob du Gottes Worte befolgt hast – Er benutzt diesen einen Grundsatz, um dich zu messen. Wenn du Gottes Worte nicht befolgst, sondern stattdessen nach deinen eigenen Vorstellungen handelst, dann wird alles vergeblich sein, egal wie viel Mühsal du erleidest oder welch hohen Preis du zahlst. Gott wird sich nicht nur nicht daran erinnern, sondern Er wird es auch verurteilen. Das hieße, deinen eigenen Untergang herbeizuführen, nicht wahr? (Ja.) Solche Menschen werden am Ende ausgemustert – das haben sie verdient, nicht wahr? (Ja.) Gott hat Tausende und Abertausende von Worten gesprochen und dir die Wahrheitsgrundsätze dargelegt, aber du hörst einfach nicht zu. Du hast immer deine eigenen Vorstellungen und hegst die trügerische Hoffnung, die Wahrheit durch deine eigenen Auffassungen und Vorstellungen zu ersetzen, um dadurch Gottes Billigung zu erlangen, ins Königreich einzutreten und gesegnet und belohnt zu werden. Ist das nicht ein Spiel mit dem Tod? Sind solche Menschen nicht vom gleichen Schlag wie Paulus? (Ja.) Wenn Menschen also die Barrieren zwischen sich und Gott und ihre Feindseligkeit Ihm gegenüber loslassen wollen, sollten sie ein zutreffendes Verständnis von Gottes Werk haben. Sie sollten nicht über Gott spekulieren, Sein Werk oder ihr eigenes Verhalten und ihre Praktiken anhand ihrer Auffassungen und Vorstellungen bemessen und dann alles auf dieser Grundlage handhaben. Das letztendliche Ergebnis dieses Ansatzes wird sein, dass er zu nichts führt. In schweren Fällen werden diese Menschen die Arbeit der Kirche unterbrechen und stören, Gottes Disposition verletzen und bestraft werden. Daher sollten die Menschen im Umgang mit Gottes Werk ihre verschiedenen Auffassungen und Vorstellungen über Gott loslassen. Das heißt, sie sollten ihre eigenen Auffassungen und Vorstellungen prüfen, im Detail analysieren und dann loslassen, um Gottes Absichten und die Wahrheit zu suchen und die Wahrheitsgrundsätze zu benutzen, um ihre Auffassungen, Vorstellungen, falschen Grundsätze und Praktiken zu ersetzen. Nur auf diese Weise kannst du den Weg der Errettung einschlagen. Andernfalls ist es für dich unmöglich, gerettet zu werden – das steht außer Frage! Dies ist eine Art von Auffassung und Vorstellung, die Menschen über Gottes Werk haben. Lasst uns unsere Gemeinschaft hier beenden.
C. Die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen darüber, wie Gott den Menschen reinigt und rettet
Eine weitere Auffassung und Vorstellung, die Menschen über Gottes Werk haben, ist folgende: Wenn sie in ihrem täglichen Leben schwach sind, wenn verschiedene Arten von Aufsässigkeit gegenüber Gott in ihnen aufkommen oder wenn sie Dinge getan haben, die gegen Gott rebellieren und sich Ihm widersetzen, glauben sie in ihren Auffassungen und Vorstellungen, dass sie diszipliniert, gemaßregelt oder sogar bestraft und verflucht werden sollten. Zum Beispiel sagen Menschen manchmal etwas Falsches oder offenbaren einige Auffassungen, oder sie hegen bestimmte Meinungen und etwas Trotz gegenüber einer Sache, und nach einer Weile denken sie: „Ich habe diese Aufsässigkeit und diesen Verrat offenbart, aber warum bin ich nicht dafür diszipliniert worden? Ich habe keine Blasen auf der Zunge, habe nachts keine Albträume und fühle mich im Herzen nicht unruhig. Woran liegt das? Wie kommt es, dass ich das Wirken des Heiligen Geistes nicht spüre?“ In ihren Auffassungen und Vorstellungen glauben sie Folgendes: Da Gott gekommen ist, um sie zu erretten, und da Sein Werk sie nicht nur erobern, sondern auch verwandeln und reinigen und alle ihre wahrheitswidrigen Gedanken und Ansichten ändern muss, sollten sie diszipliniert, zurechtgewiesen oder sogar bestraft werden, wenn ihre Gedanken wahrheitswidrige, schmutzige, unreine oder niederträchtige Dinge enthalten. Sie denken: „Wie können sich Menschen ändern und wie können sie geheiligt werden, wenn sie nicht häufig diszipliniert werden?“ Was sind hier die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen? Diese sind nämlich, dass sie häufig diszipliniert, zurechtgewiesen, gemaßregelt, bestraft und sogar gezüchtigt und gerichtet werden sollten, und dass sie nur dann eine Änderung ihrer Disposition erreichen können. Im täglichen Leben offenbaren Menschen jedoch ganz natürlich Unreinheit, Niederträchtigkeit und Verdorbenheit; sie können es spüren, fühlen sich dabei sogar ruhig und haben nicht das Gefühl, dass sie diszipliniert oder bestraft werden, was sie als anormal empfinden. Wenn sie Verdorbenheit offenbaren, denken die Menschen, dass sie sich zumindest zurechtgewiesen fühlen sollten, oder krank werden, Blasen im Mund bekommen, sich beim Essen verschlucken oder auf die Zunge beißen sollten, und dass ihre Augen rot und geschwollen sein sollten, wenn sie etwas ansehen, was sie nicht ansehen sollten. Sagt Mir, tut Gott diese Dinge? (Nein.) Tut Er sie absolut nicht? (Wenn Menschen die Wahrheit nicht verstehen, mag Gott sie entsprechend ihrer Größe ein wenig disziplinieren und zurechtweisen, damit sie über sich selbst nachdenken und in die Wahrheit eintreten können. Wenn Menschen jedoch die Wahrheit verstehen und in ihren Herzen klar wissen, dass das, was sie getan haben, falsch ist, wird Gott sie in diesem Fall definitiv nicht disziplinieren, weil Er hofft, dass sie die Wahrheit suchen und Seine Worte und die Wahrheit benutzen können, um ihr eigenes Handeln und Verhalten zu messen.) Das habt ihr im gemeinschaftlichen Austausch sehr gut erklärt. In den Auffassungen und Vorstellungen der Menschen sollten sie von Gott diszipliniert werden, wann immer sie Verdorbenheit und Aufsässigkeit offenbaren. Insbesondere wenn böse Menschen Böses tun, sollte Gottes Bestrafung sie sofort ereilen, damit sie definitiv bestraft werden. Aber im wirklichen Leben sehen sie selten, dass diese Bestrafungen stattfinden. Einerseits werden die Menschen, wenn sie verschiedene Arten von Verdorbenheit und Aufsässigkeit offenbaren, nicht diszipliniert oder gemaßregelt, und andererseits werden böse Menschen, wenn sie Böses tun, nicht bestraft. Dies führt dazu, dass tief in den Herzen der Menschen bestimmte Auffassungen über Gottes Werk entstehen. Manche Menschen verlieren sogar ihren Glauben, bemessen Gottes Werk anhand dieser äußerlichen Dinge und fällen ein Urteil über Sein Werk. Das sind die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen, nicht wahr? Wenn Menschen Verdorbenheit und Aufsässigkeit offenbaren, muss Gott sie dann disziplinieren oder züchtigen und richten? (Nein.) Manche Leute sagen: „Wenn Gott Menschen errettet, muss Er sie gründlich erretten. Was ist der Zweck von Gottes Werk? Ist es nicht, die Menschen zu reinigen? Wenn Menschen also Verdorbenheit und Aufsässigkeit offenbaren, sollte Gott sie disziplinieren und zurechtweisen – das bedeutet, ihnen gegenüber verantwortlich zu sein. Andernfalls kümmert Er sich nicht um die Menschen, liebt sie nicht wirklich und hat keine Barmherzigkeit ihnen gegenüber.“ Denken die Menschen nicht so? (Doch.) Welche Wahrheiten sollten hier verstanden werden? Sind Disziplinierung, Maßregelung und Bestrafung wesentliche Prozesse, damit Menschen die Wahrheit verstehen und in die Wahrheitsrealität eintreten können? Sind sie notwendige Mittel und Wege für Gott, um die Menschen zu erretten und zu verwandeln? Manche Leute können es nicht begreifen und denken: „Wenn Gott wirklich existiert und Sein Werk tut, um die Menschen zu erretten, warum diszipliniert Er die Menschen dann nicht, wenn sie Verdorbenheit offenbaren oder gegen Ihn rebellieren? Warum bestraft Gott böse Menschen nicht für ihre bösen Taten?“ Wenn Gott die Menschen nicht diszipliniert oder wenn böse Menschen nicht für ihre bösen Taten bestraft werden, wird das nicht dazu führen, dass manche Menschen die Existenz Gottes und die Ergebnisse Seines Werkes in Frage stellen? Wenn häufige Disziplinierung und Bestrafung das Suchen der Menschen nach der Wahrheit ersetzen oder sie befähigen könnten, in die Wahrheitsrealität einzutreten, dann wären Disziplinierung und Bestrafung die hauptsächliche Art und Weise, wie Gott wirkt, um die Menschen zu erretten, und ein notwendiges Mittel dafür. Aber könnte angesichts des gegenwärtigen Ausmaßes der Verdorbenheit der Menschen ihre satanische Natur durch Gottes Disziplinierung und Bestrafung sofort verwandelt werden? Könnten die Menschen sofort zu wahrer Reue gelangen? Könnten sie sofort in die Wahrheitsrealität eintreten? (Nein, das könnten sie nicht.) Dazu wären sie nicht in der Lage. In dieser Phase Seines Werkes tut Gott – während Er Wahrheiten ausdrückt, um die Menschen mit Leben zu versorgen, und abgesehen vom erleuchtenden und führenden Wirken des Heiligen Geistes – nichts Übernatürliches und wendet selbst Dinge wie Maßregelung, Disziplinierung oder Bestrafung nur selten an. Maßregelung, Disziplinierung und Bestrafung sind kein vorherrschender Teil von Gottes Werk, aber Er wendet sie dennoch an. Das heißt, im Falle bestimmter besonderer Menschen oder besonderer Angelegenheiten, in bestimmten besonderen Umgebungen, um bestimmte besondere Ergebnisse zu erzielen oder aus bestimmten besonderen Gründen, wird Gott das Werk der Disziplinierung, Maßregelung oder Bestrafung verrichten. Aber insgesamt besteht seine vorherrschende Wirkungsweise in dieser Phase Seines Werkes darin, zu sprechen und die Wahrheit auszudrücken, um das bereitzustellen, was die Menschen auf ihrem Weg des Strebens nach der Wahrheit benötigen. Der Zweck davon ist, sie zu befähigen, die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen und in die Wahrheitsrealität einzutreten. Nachdem Gott nun eine Fülle von Wahrheiten ausgedrückt hat, wendet Er das Werk der Disziplinierung, Maßregelung und sogar Bestrafung, das Er in der Vergangenheit ausübte, nur noch selten an. Worauf sich die Menschen also mehr konzentrieren sollten, sind die verschiedenen Wahrheitsgrundsätze, die sie im täglichen Leben bei allen anfallenden Angelegenheiten praktizieren sollten, anstatt sich darauf zu konzentrieren, ob Gott sie in einer bestimmten Sache diszipliniert, behindert oder ob Er die Dinge für sie reibungslos verlaufen lässt oder andere solche Wege und Praktiken. Da Gott Methoden wie Disziplinierung, Maßregelung und Bestrafung nur selten anwendet, heißt das nicht, dass Er sie nie anwendet – Er wendet sie eben nur selten an. Was meine ich mit „selten anwendet“? Gelegentlich, unter einigen besonderen Umständen, wird Er die Methoden der Disziplinierung, Maßregelung oder Bestrafung nutzen, um – auf eine leichte, repräsentative und symbolische Weise – eine Arbeit zu verrichten, die den Menschen hilft, die Wahrheit zu verstehen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren. Das heißt, Er nutzt diese Wege, um den Menschen zu helfen, in die Wahrheitsrealität einzutreten, aber das ist auch alles. Warum also wendet Gott diese Methoden in Seinem Werk nicht häufig an? Warum wirkt Er nicht vorwiegend auf diese Weise? Einerseits liegt es daran, dass Er in dieser Phase Seines Werkes den Menschen bereits die verschiedenen Wahrheiten, die sie verstehen sollten, dargelegt und bereitgestellt hat; sie haben diese Wahrheiten bereits gehört und sie im Rahmen ihres Verständnisses erfasst und erkannt. Das ist ein Grund. Der andere Grund bezieht sich auf die subjektiven Faktoren der Menschen. Die Menschen besitzen das Gewissen der normalen Menschlichkeit, und unter der Wirkung dieses Gewissens beurteilen sie, ob die verdorbenen Dispositionen, die sie offenbaren, oder ihre eigenen Handlungen, Gedanken und Ansichten positiv oder negativ sind. In den Menschen existiert zumindest der Maßstab des Gewissens, um all dies zu beurteilen. Wenn du dein Gewissen benutzt, um eine bestimmte Sache zu beurteilen und feststellst, dass sie positiv ist, dann solltest du sie tun, und du brauchst dich nicht selbst zu tadeln, wenn du dabei etwas langsam oder spät dran bist. Wenn du dein Gewissen benutzt, um diese Sache zu beurteilen und feststellst, dass sie negativ ist und nicht getan werden sollte, dann solltest du dich zurückhalten und sie nicht sagen oder tun. Wenn du jedoch keine Regungen deines Gewissens und deiner Vernunft verspürst, dann bist du kein menschliches Wesen. Wenn du nicht einmal Gewissen und Vernunft besitzt, kannst du unmöglich beurteilen, ob etwas richtig oder falsch, positiv oder negativ ist, und somit wäre es für Gott bedeutungslos, dich zu disziplinieren und zu bestrafen. Mit anderen Worten: Gott wirkt nicht an denen, die nicht der Wirkung eines Gewissens unterliegen, und Er errettet solche Menschen nicht. Was schließt „errettet sie nicht“ ein? Er will sie nicht einmal disziplinieren; Er diszipliniert sie nicht und maßregelt sie nicht. Es gibt jene, die fragen: „Wenn jemand Böses tut, wird Gott ihn bestrafen?“ Gott wird ihn nicht direkt bestrafen, denn die Kirche hat Verwaltungsverordnungen. Wenn es sich um eine böse Person handelt, die Störungen oder Unterbrechungen verursacht, ist mit ihrer Entfernung oder ihrem Ausschluss die Sache erledigt. Selbst wenn sie die Bedingungen für eine Entfernung oder einen Ausschluss nicht erfüllt, wird sie in eine B-Gruppe geschickt. Wenn jemand Gottes Opfergaben verschwendet, ist das schwerwiegender; er muss alles zurückerstatten, was er zurückerstatten sollte, und danach muss angemessen mit ihm verfahren werden. Das ist der Grundsatz von Gottes Werk und der Grundsatz, nach dem Er die Menschen behandelt. Es ist einfach, nicht wahr? (Ja, das ist es.) Denkst du, dass Gottes Erwählung bedeutet, dass Er dich vervollkommnen muss und nicht aufhören wird, bis Er es getan hat? Das gilt nur für jene, die ein Gewissen und Vernunft haben und die nach der Wahrheit streben – es gilt nur für jene, die gerettet werden können. Was jene betrifft, die nicht einmal das Bewusstsein des Gewissens haben, so müssen sie nur gemäß den Verwaltungsverordnungen der Kirche behandelt werden und es muss sich entsprechend mit ihnen befasst werden – Gott wird sie nicht disziplinieren. Welchen Sinn hätte es, sie zu disziplinieren? Menschen zu disziplinieren, denen es an normaler Menschlichkeit und Gewissen mangelt, ist gleichbedeutend mit dem Versuch, einen Fisch an Land zu zwingen oder ein Schwein zum Fliegen zu bringen; es ist dasselbe, wie Perlen vor die Säue zu werfen und Heiliges den Unreinen zum Essen hinzuwerfen – Gott tut das gewiss nicht. Daher sollten die Menschen in dieser Angelegenheit nicht denken: „Ich wurde von Gott auserwählt, ich bin eines von Gottes Schafen, und selbst wenn ich Fehler mache und Böses tue, wird Gott mir nicht den Rücken kehren.“ Diese Aussage ist nicht stichhaltig – es ist schwer zu sagen, ob du ein Schaf oder ein Wolf bist. Wie beurteilst du, ob du eines von Gottes Schafen bist? Es hängt davon ab, ob du dir dessen bewusst bist und ob dein Gewissen sich getadelt und gerügt fühlt, wenn du etwas getan hast, das gegen die Menschlichkeit und das Gewissen verstößt. Wenn es sich gerügt fühlt, wirst du umkehren, und selbst wenn du die Wahrheit nicht verstehst, wirst du fähig sein, nach dem Maßstab des Gewissens zu handeln. Zumindest wirst du fähig sein, in Übereinstimmung mit der normalen Menschlichkeit zu handeln. Wenn du diese Äußerungsformen zeigst, dann bist du eines von Gottes Schafen. Wenn du auf etwas stößt, das gegen das Gewissen der normalen Menschlichkeit und die moralische Gerechtigkeit verstößt und du dabei nicht den geringsten Sinn für Gerechtigkeit hast, keinen Abscheu oder Hass für das Böse empfindest, das du getan hast, oder für die Störung, die von bösen Menschen verursacht wird, und dein Gewissen sich überhaupt nicht gerügt fühlt, dann bist du keines von Gottes Schafen. Du bist ein Wolf, ein Tier, ein Teufel. Das ist der Maßstab, um zu beurteilen, ob du eines von Gottes Schafen oder ein Wolf bist. Wenn du keines von Gottes Schafen bist und dennoch ständig mit Ideen, Auffassungen und Vorstellungen wie: „Ich habe Verdorbenheit und Aufsässigkeit offenbart, doch Gott hat mich nicht diszipliniert; Gott sollte mich disziplinieren“ Gottes Werk misst, dann bist du dumm. Du bist überhaupt keines von Gottes Schafen, und Gott hat nicht die Absicht, dich zu erretten. Bist du also qualifiziert, Gottes Werk zu bemessen und zu beurteilen? Wenn das keine Dummheit ist, was ist es dann? Du kannst diese Angelegenheit beurteilen, nicht wahr? (Jetzt kann ich es.)
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?