Exkurs 6: Zusammenfassung – Der Charakter von Antichristen und ihre Dispositionsessenz (Teil 3) Abschnitt Eins
III. Die Dispositionsessenz der Antichristen
A. Niederträchtigkeit
2. Was Antichristen Gott gegenüber tun
Bei der letzten Versammlung haben wir vorrangig die Dispositionsessenz eines Antichristen im gemeinschaftlichen Austausch zusammengefasst und drei Merkmale aus den sechs Dispositionen der verderbten Menschheit gewählt, um diese im Detail zu analysieren. Diese drei Merkmale sind: der Wahrheit abgeneigt zu sein, Bösartigkeit und Niederträchtigkeit. Über die Niederträchtigkeit haben wir letztes Mal Gemeinschaft gehalten, und durch eine detaillierte Analyse der niederträchtigen Äußerungsformen von Antichristen, nämlich dass ihre Gedanken den ganzen Tag von Bösem erfüllt sind, haben wir Antichristen anhand dieser Äußerungsformen identifiziert und ihre niederträchtige Dispositionsessenz bestätigt. Wir sezieren die Tatsache, dass ihre Gedanken den ganzen Tag von Bösem erfüllt sind, unter zwei Aspekten: erstens, was in ihren Gedanken vorgeht, wenn sie andere behandeln, und welche Vorgehensweisen und Äußerungsformen sie in ihrem verderbten Wesen offenbaren; zweitens, was in ihren Gedanken über Gott vorgeht. Den gemeinschaftlichen Austausch darüber, wie sie Menschen behandeln, haben wir abgeschlossen. Was die Vorstellungen, Auffassungen, Standpunkte und Beweggründe betrifft, die Antichristen Gott gegenüber hegen, und sogar die in ihren Köpfen bereits festgelegten Handlungen, so haben wir darüber letztes Mal teilweise Gemeinschaft gehalten: zum Beispiel über Zweifel, das genaue Prüfen, und was noch? (Argwohn und Vorsicht.) Zweifel, das genaue Prüfen, Argwohn und Vorsicht. Lasst uns nun darüber Gemeinschaft halten, wie Antichristen Gott auf die Probe stellen.
e. Das Auf-die-Probe-Stellen
Was sind die Äußerungsformen des Auf-die-Probe-Stellens? Welche Vorgehensweisen oder Gedanken offenbaren einen Zustand oder ein Wesen des Auf-die-Probe-Stellens? (Wenn ich eine Verfehlung begangen oder etwas Böses getan habe, will ich immer versuchen, Gottes Haltung zu ergründen und eine klare Antwort von Ihm zu verlangen, um zu sehen, ob ich ein gutes Ergebnis oder einen guten Bestimmungsort haben werde.) Dies bezieht sich auf die Gedanken; welche ihrer Äußerungsformen ist also im Allgemeinen das Auf-die-Probe-Stellen, wenn jemand spricht oder handelt oder wenn er mit etwas konfrontiert wird? Wenn jemand eine Verfehlung begangen hat und meint, Gott könnte sich an seine Verfehlung erinnern oder sie verurteilen, und er sich selbst unsicher ist und nicht weiß, ob Gott ihn tatsächlich verurteilen wird oder nicht, denkt er sich eine Methode aus, um es zu prüfen, um zu sehen, wie Gottes Haltung wirklich ist. Er beginnt mit dem Gebet, und wenn keine Erleuchtung oder Erhellung erfolgt, denkt er darüber nach, seine bisherigen Methoden des Strebens vollständig abzubrechen. Früher hat er die Dinge immer oberflächlich getan und nur 30 % seiner Kraft aufgewendet, wo er 50 % hätte aufwenden können, oder 10 %, wo er 30 % hätte aufwenden können. Jetzt wird er, wenn er 50 % seiner Kraft aufwenden kann, dies auch tun. Er übernimmt schmutzige oder anstrengende Arbeiten, die andere meiden, erledigt sie immer vor den anderen und stellt sicher, dass die Mehrheit der Brüder und Schwestern es sieht. Wichtiger noch, er will sehen, wie Gott diese Angelegenheit betrachtet und ob seine Verfehlung wiedergutgemacht werden kann. Wenn er mit Schwierigkeiten konfrontiert wird oder mit Dingen, die die meisten Menschen nicht überwinden können, will er sehen, was Gott tun wird, ob Er ihn erleuchten und führen wird. Wenn er Gottes Gegenwart und Seine besondere Gunst spüren kann, glaubt er, dass Gott sich nicht an seine Verfehlung erinnert oder sie nicht verurteilt hat, was beweist, dass sie vergeben werden kann. Wenn er sich so aufwendet und einen solchen Preis zahlt, wenn sich seine Haltung erheblich ändert, er aber immer noch nicht Gottes Gegenwart spürt und schon gar keinen erkennbaren Unterschied zu früher wahrnimmt, dann ist es möglich, dass Gott seine frühere Verfehlung verurteilt hat und ihn nicht mehr will. Da Gott ihn nicht mehr will, wird er sich in Zukunft bei der Ausführung seiner Pflicht nicht mehr so sehr anstrengen. Wenn Gott ihn aber noch will, ihn nicht verurteilt und es noch Hoffnung für ihn gibt, Segnungen zu empfangen, wird er bei der Ausführung seiner Pflicht etwas Aufrichtigkeit an den Tag legen. Sind diese Äußerungsformen und Vorstellungen eine Form des Auf-die-Probe-Stellens? Ist dies eine bestimmte Vorgehensweise? (Ja.) Soeben habt ihr nur einen theoretischen Aspekt erwähnt. Ihr seid aber nicht konkret auf die detaillierte Äußerungsform des Auf-die-Probe-Stellens Gottes eingegangen, noch darauf, welche konkreten Vorgehensweisen und Pläne er in dieser Angelegenheit in seinem Herzen hegt. Ihr habt auch nicht die Standpunkte und Zustände von Antichristen entlarvt, wenn sie sich auf diese Weise verhalten.
Manchen Menschen fehlt beständig jegliche Erkenntnis oder Erfahrung von Gottes Allmacht und Seiner genauen Prüfung der Tiefen des menschlichen Herzens. Ihnen fehlt auch eine echte Wahrnehmung von Gottes genauer Prüfung des menschlichen Herzens, daher sind sie natürlich von Zweifeln in dieser Angelegenheit erfüllt. Obwohl sie sich subjektiv wünschen, zu glauben, dass Gott die Tiefen des menschlichen Herzens genau prüft, fehlt es ihnen an schlüssigen Beweisen. Folglich planen sie bestimmte Dinge in ihren Herzen und beginnen gleichzeitig damit, sie auszuführen und umzusetzen. Während sie diese umsetzen, beobachten sie kontinuierlich, ob Gott wirklich davon weiß, ob die Angelegenheiten aufgedeckt werden und ob, wenn sie schweigen, irgendjemand es herausfinden kann oder ob Gott es durch eine bestimmte Umgebung offenbaren kann. Gewöhnliche Menschen mögen natürlich mehr oder weniger einige Unsicherheiten bezüglich Gottes Allmacht und Seiner genauen Prüfung der Tiefen des menschlichen Herzens haben, aber Antichristen sind nicht einfach nur unsicher – sie sind von Zweifeln erfüllt und sind gleichzeitig Gott gegenüber voller Vorsicht. Daher entwickeln sie viele Vorgehensweisen, um Gott auf die Probe zu stellen. Weil sie an Gottes genauer Prüfung des menschlichen Herzens zweifeln und sogar die Tatsache leugnen, dass Gott sie genau prüft, denken sie oft über bestimmte Angelegenheiten nach. Dann verbreiten sie diese Gedanken mit ein wenig Angst oder einem unerklärlichen Gefühl des Schreckens heimlich im Privaten und führen bestimmte Menschen in die Irre. Währenddessen legen sie ihre Argumente und Vorstellungen nach und nach offen. Während sie diese offenlegen, beobachten sie, ob Gott ihr Verhalten behindern oder entlarven wird. Wenn Er es entlarvt oder charakterisiert, ziehen sie sich schnell zurück und wechseln zu einer anderen Vorgehensweise. Wenn es scheint, dass niemand davon weiß und niemand sie durchschauen oder in sie hineinsehen kann, werden sie in ihren Herzen noch völliger davon überzeugt, dass ihre Intuition richtig und ihre Erkenntnis über Gott richtig ist. Ihrer Ansicht nach existiert Gottes genaue Prüfung des menschlichen Herzens im Grunde nicht. Was für eine Vorgehensweise ist das? Dies ist die Vorgehensweise des Auf-die-Probe-Stellens.
Antichristen sprechen oder handeln aufgrund ihrer von Natur aus niederträchtigen Disposition niemals direkt. Sie gehen die Dinge nicht mit einer ehrlichen Haltung und Aufrichtigkeit an, sprechen nicht mit ehrlichen Worten und handeln nicht mit einer von Herzen kommenden Haltung. Nichts, was sie sagen oder tun, ist offen und ehrlich, sondern vielmehr weitschweifig und verstohlen, und sie drücken ihre Gedanken oder Beweggründe niemals direkt aus. Denn sie glauben, wenn sie diese ausdrücken würden, würde man sie völlig verstehen und durchschauen, ihre Ambitionen und Begierden würden im Licht entlarvt, und sie würden unter anderen Menschen nicht als hoch oder edel angesehen oder von anderen bewundert und angebetet werden; daher versuchen sie immer, ihre anrüchigen Motive und Begierden zu verbergen und zu verstecken. Wie gehen sie also beim Sprechen und Handeln vor? Sie wenden verschiedene Methoden an. So wie es unter den Nichtgläubigen die Redewendung gibt, „einen Versuchsballon steigen zu lassen“, wenden Antichristen eine ähnliche Methode an. Wenn sie etwas tun wollen und einen bestimmten Standpunkt oder eine bestimmte Haltung dazu haben, drücken sie dies niemals direkt aus; stattdessen verwenden sie bestimmte Methoden, wie subtile oder fragende Methoden oder das Herauslocken von Informationen aus den Leuten, um die von ihnen gesuchten Informationen zu erhalten. Wegen ihrer niederträchtigen Disposition suchen Antichristen niemals nach der Wahrheit, noch wollen sie diese verstehen. Ihre einzige Sorge gilt ihrem eigenen Ruhm, Gewinn und Status. Sie engagieren sich in Aktivitäten, die ihnen Ruhm, Gewinn und Status verschaffen können, und meiden jene, die dergleichen nicht bieten. Sie unternehmen eifrig Aktivitäten, die mit Ansehen, Status, dem Herausragen und Ruhm zu tun haben, während sie Dinge meiden, die die Arbeit der Kirche schützen oder andere beleidigen könnten. Daher gehen Antichristen an nichts mit einer suchenden Haltung heran; vielmehr verwenden sie die Methode des Auf-die-Probe-Stellens, um die Dinge auszuloten, und entscheiden dann, ob sie fortfahren – so verschlagen und niederträchtig sind Antichristen. Wenn sie zum Beispiel wissen wollen, was für eine Art von Mensch sie in den Augen Gottes sind, beurteilen sie sich nicht anhand von Gottes Worten, indem sie zu Selbsterkenntnis gelangen. Stattdessen fragen sie herum und horchen auf angedeutete Rede, beobachten den Tonfall und die Haltung von Leitern und dem Oberen und suchen in Gottes Worten danach, wie Gott die Ergebnisse von Menschen wie ihnen festlegt. Sie benutzen diese Wege und Methoden, um zu sehen, wohin sie innerhalb des Hauses Gottes gehören, und um herauszufinden, was ihr zukünftiges Ergebnis sein wird. Beinhaltet dies nicht eine gewisse Natur des Auf-die-Probe-Stellens? Nachdem einige Leute zum Beispiel zurechtgestutzt wurden, prüfen sie nicht, warum sie zurechtgestutzt wurden, prüfen nicht die verderbten Dispositionen und Fehler, die sie im Laufe ihres Handelns offenbart haben, und in welchen Aspekten der Wahrheit sie suchen sollten, um sich selbst zu erkennen und ihre früheren Fehler zu berichtigen, sondern sie vermitteln anderen einen falschen Eindruck und benutzen indirekte Mittel, um die wahre Haltung des Oberen ihnen gegenüber herauszufinden. Zum Beispiel sprechen sie, nachdem sie zurechtgestutzt wurden, schnell ein unbedeutendes Thema an, um damit beim Oberen vorstellig zu werden und zu sehen, welchen Tonfall er hat, ob er geduldig ist, ob die Fragen, die sie stellen, ernsthaft beantwortet werden, ob er ihnen gegenüber eine sanftere Haltung einnimmt, ob er sie mit Aufgaben betraut, ob er sie immer noch hochschätzt und was der Obere wirklich über die Fehler denkt, die sie zuvor begangen haben. All diese Vorgehensweisen sind eine Art des Auf-die-Probe-Stellens. Kurz gesagt, wenn sie mit solchen Situationen konfrontiert werden und diese Äußerungsformen zeigen, wissen die Menschen dann in ihrem Herzen Bescheid? (Ja, das tun sie.) Wenn ihr also Bescheid wisst und diese Dinge tun wollt, wie geht ihr damit um? Erstens, auf der einfachsten Ebene: Kannst du dich gegen dich selbst auflehnen? Manche Menschen finden es herausfordernd, sich gegen sich selbst aufzulehnen, wenn die Zeit dafür gekommen ist; sie denken sich: „Vergiss es, dieses Mal geht es um meine Segnungen und mein Ergebnis. Ich kann mich nicht gegen mich selbst auflehnen. Nächstes Mal.“ Wenn das nächste Mal kommt und sie wieder mit einem Problem konfrontiert werden, das ihre Segnungen und ihr Ergebnis betrifft, sind sie immer noch nicht in der Lage, sich gegen sich selbst aufzulehnen. Solche Menschen haben ein Gefühl von Gewissen, und obwohl sie nicht die Dispositionsessenz eines Antichristen besitzen, ist es für sie dennoch ziemlich mühsam und gefährlich. Antichristen hingegen hegen oft diese Gedanken und leben in einem solchen Zustand, aber sie lehnen sich niemals gegen sich selbst auf, weil ihnen ein Gefühl von Gewissen fehlt. Selbst wenn jemand sie entlarvt und zurechtstutzt und auf ihren Zustand hinweist, beharren sie darauf und werden sich auf keinen Fall gegen sich selbst auflehnen, noch werden sie sich deswegen hassen oder diesen Zustand loslassen und auflösen. Nachdem einige Antichristen entlassen wurden, denken sie: „Entlassen zu werden scheint eine normale Sache zu sein, aber es fühlt sich irgendwie unehrenhaft an. Obwohl es keine bedeutende Angelegenheit ist, gibt es eine entscheidende Sache, die ich nicht loslassen kann. Wenn ich entlassen werde, bedeutet das, dass das Haus Gottes mich nicht mehr fördern wird? Was für ein Mensch werde ich dann in Gottes Augen sein? Werde ich noch Hoffnung haben? Werde ich im Haus Gottes überhaupt noch von Nutzen sein?“ Sie denken darüber nach und schmieden einen Plan: „Ich habe zehntausend Yuan zur Hand, und jetzt ist die Zeit, sie zu benutzen. Ich werde diese zehntausend Yuan als Opfergabe darbringen und sehen, ob sich die Haltung der Oberen mir gegenüber ein wenig ändern kann und ob sie mir etwas Gunst erweisen können. Wenn das Haus Gottes das Geld annimmt, bedeutet das, ich habe noch Hoffnung. Wenn es das Geld ablehnt, beweist das, dass ich keine Hoffnung habe, und ich werde andere Pläne machen.“ Was für eine Vorgehensweise ist das? Es ist das Auf-die-Probe-Stellen. Kurz gesagt, das Auf-die-Probe-Stellen ist eine relativ offensichtliche Äußerungsform der niederträchtigen Dispositionsessenz. Die Menschen benutzen verschiedene Mittel, um die Informationen zu erhalten, die sie sich wünschen, um Gewissheit zu erlangen und dann Seelenfrieden zu finden. Es gibt mehrere Arten, auf die Probe zu stellen, wie zum Beispiel mit Worten zu versuchen, Gott auf den Zahn zu fühlen, Dinge zu benutzen, um Ihn auf die Probe zu stellen, oder in Gedanken nachzudenken und Pläne zu schmieden. Welches ist die gebräuchlichste Art und Weise, wie ihr Gott auf die Probe stellt? (Manchmal, wenn ich zu Gott bete, überprüfe ich Gottes Haltung mir gegenüber und schaue, ob ich Frieden in meinem Herzen habe. Ich benutze diese Methode, um Gott auf die Probe zu stellen.) Diese Methode wird ziemlich häufig angewendet. Eine andere Methode besteht darin, zu beobachten, ob man während des gemeinschaftlichen Austauschs bei der Versammlung etwas zu sagen hat, ob Gott Erleuchtung oder Erhellung schenkt, und dies zu benutzen, um auf die Probe zu stellen, ob Gott noch bei ihnen ist, ob Er sie noch liebt. Auch im Laufe der Pflichtausführung zu beobachten, ob Gott sie erleuchtet oder führt, ob sie irgendwelche besonderen Gedanken, Ideen oder Einsichten haben – dies zu benutzen, um auf die Probe zu stellen, welche Haltung Gott ihnen gegenüber hat. All diese Methoden sind ziemlich verbreitet. Gibt es noch weitere? (Wenn ich im Gebet einen Vorsatz vor Gott gefasst, ihn aber nicht erfüllt habe, beobachte ich, ob Gott mich gemäß dem Eid behandelt, den ich geleistet habe.) Auch das ist eine Art. Egal, welche Methode die Menschen anwenden, um Gott zu behandeln, wenn sie dabei ein schlechtes Gewissen haben und dann Erkenntnis über diese Handlungen und Dispositionen gewinnen und sie umgehend umkehren können, dann ist das Problem nicht so bedeutend – dies ist eine normale verderbte Disposition. Wenn jemand dies jedoch beständig und hartnäckig tun kann, selbst wenn er weiß, dass es falsch ist und von Gott verabscheut wird, und er dennoch darauf beharrt, sich niemals dagegen auflehnt oder es aufgibt, ist dies das Wesen eines Antichristen. Die Dispositionsessenz eines Antichristen unterscheidet sich von der gewöhnlicher Menschen darin, dass er niemals über sich selbst nachdenkt oder die Wahrheit sucht, sondern beständig und hartnäckig verschiedene Methoden anwendet, um Gott auf die Probe zu stellen – Seine Haltung gegenüber den Menschen, Seine Einordnung bezüglich einer Person sowie Seine Gedanken und Vorstellungen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Person. Er sucht niemals Gottes Absichten, die Wahrheit und schon gar nicht, wie er sich der Wahrheit unterwerfen kann, um eine Veränderung seiner Disposition zu erreichen. Der Zweck hinter all seinen Handlungen ist es, einen Einblick in Gottes Gedanken und Vorstellungen zu gewinnen – das ist ein Antichrist. Diese Disposition der Antichristen ist eindeutig niederträchtig. Wenn sie diese Handlungen vollziehen und diese Äußerungsformen zeigen, gibt es keine Spur von Schuld oder Reue. Selbst wenn sie sich darin wiedererkennen, zeigen sie keine Buße oder die Absicht aufzuhören, sondern verharren weiterhin in ihren Wegen. In ihrem Umgang mit Gott, ihrer Haltung und ihrer Vorgehensweise wird deutlich, dass sie Gott als ihren Gegner betrachten. In ihren Gedanken und Standpunkten gibt es keine Vorstellung oder Haltung, Gott zu erkennen, Gott zu lieben, sich Gott zu unterwerfen oder Gott zu fürchten; sie wollen lediglich die Informationen von Gott erhalten, die sie wollen, und ihre eigenen Methoden und Mittel anwenden, um Gottes genaue Haltung ihnen gegenüber und Seine genaue Definition von ihnen zu ermitteln. Was noch schwerwiegender ist: Selbst wenn sie ihre eigenen Vorgehensweisen mit Gottes Worten der Entlarvung in Einklang bringen, selbst wenn auch nur das geringste Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass dieses Verhalten von Gott verabscheut wird und nicht das ist, was ein Mensch tun sollte, werden sie es niemals aufgeben.
Früher gab es im Haus Gottes eine Regelung: Diejenigen, die ausgeschlossen oder entfernt worden waren, konnten wieder in die Kirche aufgenommen werden, wenn sie wahre Buße zeigten und beharrlich Gottes Worte lasen, das Evangelium predigten und für Gott Zeugnis ablegten, also wahrhaftig Buße taten. Es traf sich, dass jemand nach seiner Entfernung diese Kriterien erfüllte, und die Kirche sandte jemanden aus, um ihn zu finden, mit ihm Gemeinschaft zu halten und ihm mitzuteilen, dass er wieder in die Kirche aufgenommen worden sei. Als er dies hörte, war er ziemlich erfreut, doch er dachte bei sich: „Ist die Aufnahme aufrichtig, oder steckt eine andere Absicht dahinter? Hat Gott meine Buße wirklich gesehen? Hat Er mir wirklich Barmherzigkeit erwiesen und mir vergeben? Werden meine vergangenen Taten wirklich nicht mehr berücksichtigt?“ Er glaubte es nicht und dachte: „Auch wenn sie mich zurückhaben wollen, sollte ich mich zurückhalten und nicht sofort zustimmen. Ich sollte nicht so tun, als hätte ich in diesen Jahren nach meinem Ausschluss sehr gelitten und wäre so bemitleidenswert gewesen. Ich muss mich ein wenig reserviert geben und nicht sofort nach meiner Wiederaufnahme fragen, wo ich am Kirchenleben teilnehmen oder welche Pflichten ich ausführen kann. Ich darf nicht zu enthusiastisch erscheinen. Obwohl ich mich innerlich besonders glücklich fühle, muss ich ruhig bleiben und sehen, ob das Haus Gottes mich wirklich zurückhaben will oder nur unaufrichtig ist, um mich für bestimmte Aufgaben zu benutzen.“ Mit diesem Gedanken sagte er: „Während der Zeit nach meinem Ausschluss habe ich nachgedacht und erkannt, dass die Fehler, die ich begangen habe, zu bedeutend waren. Die Verluste, die ich den Interessen des Hauses Gottes zugefügt habe, waren immens, und ich kann sie niemals wiedergutmachen. Ich bin wahrlich ein Teufel und ein von Gott verfluchter Satan. Meine Selbstreflexion ist jedoch noch unvollständig. Da das Haus Gottes mich zurückbringen will, muss ich noch mehr von Gottes Worten essen und trinken und noch mehr über mich nachdenken und mich selbst erkennen. Gegenwärtig bin ich es nicht wert, in das Haus Gottes zurückzukehren, nicht wert, meine Pflicht im Haus Gottes zu tun, nicht wert, mich mit meinen Brüdern und Schwestern zu treffen, und ich schäme mich gewiss zu sehr, um Gott gegenüberzutreten. Ich werde erst in die Kirche zurückkehren, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Selbsterkenntnis und Reflexion ausreichen, damit alle von meiner Veränderung überzeugt sind.“ Während er dies sagte, war er auch nervös und dachte: „Ich sage das nur zum Schein. Was ist, wenn die Leiter sich einig sind, mich nicht wieder in die Kirche aufzunehmen? Wäre ich dann nicht erledigt?“ In Wirklichkeit war er ziemlich besorgt, aber er musste trotzdem so sprechen und vorgeben, nicht allzu eifrig zu sein, in die Kirche zurückzukehren. Was meinte er damit, als er diese Dinge sagte? (Er stellte auf die Probe, ob die Kirche ihn wirklich wieder aufnehmen würde.) Ist das notwendig? Ist das nicht etwas, was Satane und Teufel tun würden? Würde sich ein normaler Mensch so verhalten? (Nein, würde er nicht.) Ein normaler Mensch würde das nicht tun. Angesichts einer so wunderbaren Gelegenheit ist es niederträchtig, dass er einen solchen Schachzug machen konnte. Wieder in die Kirche aufgenommen zu werden, ist ein Ausdruck von Gottes Liebe und Barmherzigkeit, und er sollte über seine eigene Verderbtheit und seine Mängel nachdenken und sie erkennen und nach Wegen suchen, vergangene Schulden wiedergutzumachen. Wenn jemand Gott immer noch auf diese Weise auf die Probe stellen und Gottes Barmherzigkeit auf diese Art behandeln kann, dann weiß er Seine Güte wahrlich nicht zu schätzen! Dass Menschen solche Vorstellungen und Vorgehensweisen entwickeln, wird durch ihr niederträchtiges Wesen bewirkt. Im Grunde genommen beziehen sich die Äußerungsformen und Offenbarungen, die Menschen zeigen, wenn sie Gott auf die Probe stellen, theoretisch immer darauf, unter anderem Gottes Gedanken sowie Seine Ansichten und Definitionen von Menschen auf die Probe zu stellen. Wenn Menschen nach der Wahrheit suchen, werden sie sich gegen solche Praktiken auflehnen und sie aufgeben und nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln und sich verhalten. Personen mit der Dispositionsessenz eines Antichristen können solche Praktiken jedoch nicht nur nicht aufgeben und finden sie nicht abscheulich, sondern sie bewundern sich oft selbst dafür, dass sie über solche Mittel und Methoden verfügen. Sie mögen denken: „Schaut, wie klug ich bin. Ich bin nicht wie ihr Narren, die nur wissen, wie man sich Gott und der Wahrheit unterwirft und gehorcht – ich bin überhaupt nicht wie ihr! Ich versuche, Mittel und Methoden anzuwenden, um diese Dinge herauszufinden. Selbst wenn ich mich unterwerfen und gehorchen muss, werde ich der Sache trotzdem auf den Grund gehen. Denkt nicht, ihr könntet etwas vor mir verbergen oder mich täuschen und zum Narren halten.“ Das ist ihr Gedanke und ihr Standpunkt. Antichristen zeigen in ihrer Behandlung des menschgewordenen Gottes niemals Unterwerfung, Ehrfurcht oder Aufrichtigkeit und schon gar keine Treue. Hiermit beenden wir unsere Gemeinschaft über die Äußerungsformen, die mit dem Auf-die-Probe-Stellen zusammenhängen.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?