Das tägliche Wort Gottes – Gott kennen | Auszug 132

Jul 22, 2020

Hiobs Streben und Errungenschaften im Leben erlauben es ihm, dem Tod mit Ruhe zu begegnen

In der Schrift steht Folgendes über Hiob: „Und Hiob starb alt und lebenssatt.“ (Hiob 42,17) Das bedeutet, als Hiob dahinschied, hatte er nichts bereut und spürte keinen Schmerz, sondern er verließ diese Welt auf natürliche Weise. Wie jeder weiß, war Hiob ein Mensch, der, während er lebte, Gott fürchtete und das Böse mied. Seine Taten wurden von Gott gelobt und andere gedachten diesen, und es lässt sich sagen, dass sein Leben das aller anderen an Wert und Bedeutung übertraf. Hiob genoss Gottes Segnungen und wurde von Ihm auf Erden als gerecht bezeichnet und außerdem wurde er von Gott geprüft und von Satan getestet. Er legte für Gott Zeugnis ab und verdiente es, dass Er ihn als gerechten Menschen bezeichnete. Nachdem er von Gott geprüft worden war, lebte er mehrere jahrzehntelang ein Leben, das noch wertvoller, bedeutungsvoller, fundierter und friedlicher als zuvor war. Wegen seiner gerechten Taten prüfte Gott ihn, und es lag ebenso an seinen gerechten Taten, dass Gott ihm erschien und direkt zu ihm sprach. So verstand Hiob während der Jahre nach seiner Prüfung, den Wert des Lebens. Er verstand diesen auf konkretere Art und Weise, erreichte ein tieferes Verständnis von der Souveränität des Schöpfers und gewann ein genaueres und mehr definiertes Wissen davon, wie der Schöpfer Seine Segnungen gibt und entzieht. Das Buch Hiob berichtet, dass Gott Jehova Hiob sogar noch größere Segnungen zuteilwerden ließ als Er es zuvor getan hatte und Hiob in eine noch bessere Situation brachte, um die Souveränität des Schöpfers in Erfahrung zu bringen und dem Tod mit Ruhe entgegenzutreten. Als Hiob also alt wurde und mit dem Tod konfrontiert wurde, war er sicherlich nicht um sein Eigentum besorgt. Er hatte keine Sorgen, nichts zu bereuen und natürlich fürchtete er den Tod nicht, denn er verbrachte sein ganzes Leben damit, den Weg der Gottesfurcht und des Meidens des Bösen zu beschreiten, und hatte keinen Grund, sich um sein eigenes Ende Sorgen zu machen. Wie viele Menschen könnten heutzutage auf dieselbe Weise wie Hiob handeln, als er mit seinem eigenen Tod konfrontiert wurde? Warum ist niemand fähig, eine solch einfache äußere Haltung beizubehalten? Es gibt nur einen Grund: Hiob lebte sein Leben im subjektiven Streben nach Glauben, Anerkennung und Unterwerfung unter Gottes Souveränität und mit diesem Glauben, dieser Anerkennung und dieser Unterwerfung, durchschritt er die wichtigen Punkte im Leben und lebte seine letzten Jahre aus und begrüßte den letzten kritischen Punkt seines Lebens. Ganz gleich, was Hiob erlebte, seine Bestrebungen und Ziele im Leben waren nicht schmerzhaft, sondern glücklich. Er war nicht nur glücklich wegen der Segnungen oder des Lobs, die ihm der Schöpfer schenkte, sondern vor allem wegen seiner Bestrebungen und Ziele im Leben, wegen der zunehmenden Erkenntnis und des wahren Verständnisses der Souveränität des Schöpfers, die er dadurch erreichte, dass er Gott fürchtete und das Böse mied. Darüber hinaus war er glücklich aufgrund seiner persönlichen Erfahrung, als Zielperson der Souveränität des Schöpfers, der Wundertaten Gottes und der liebevollen jedoch unvergesslichen Erlebnisse und Erinnerungen an die Koexistenz, die Vertrautheit und das gegenseitige Verständnis zwischen Mensch und Gott. Hiob war glücklich wegen des Komforts und der Freude, die daraus hervorgingen, dass er den Willen des Schöpfers verstand, und wegen der Ehrfurcht, die aufkam, nachdem Hiob gesehen hatte, dass Er groß, wunderbar, liebenswürdig und treu ist. Hiob war imstande, dem Tod ohne jedes Leid zu begegnen, weil er wusste, dass er durch das Sterben an die Seite des Schöpfers zurückkehren würde. Es waren seine Bestrebungen und Errungenschaften im Leben, die es ihm erlaubten, dem Tod ruhig zu begegnen, die ihm erlaubten, der Perspektive ruhig entgegenzusehen, dass der Schöpfer sein Leben zurücknehmen würde, und ihm außerdem erlaubten, unbefleckt und sorglos vor dem Schöpfer zu stehen. Können die Menschen heutzutage die Art von Glückseligkeit erreichen, die Hiob besaß? Weist ihr dafür die nötigen Voraussetzungen auf? Da die Menschen heutzutage diese Voraussetzungen sehr wohl haben, warum sind sie dann außerstande, glücklich zu leben, wie Hiob es tat? Warum sind sie unfähig, dem Leid der Angst vor dem Tod zu entkommen? Wenn sie sich dem Tod gegenübersehen, urinieren manche Menschen unkontrollierbar; andere zittern, werden ohnmächtig, schimpfen gleichermaßen gegen den Himmel und den Menschen; einige jammern und weinen sogar. Dies sind keineswegs plötzlich auftretende natürliche Reaktionen, wenn der Tod naht. Menschen verhalten sich hauptsächlich deshalb so peinlich, weil sie tief in ihrem Herzen Angst vor dem Tod haben, weil sie kein klares Wissen und kein klares Verständnis von der Souveränität Gottes und Seinen Anordnungen haben, geschweige denn sich diesen wirklich fügen. Die Menschen reagieren auf diese Weise, weil sie nichts anderes wollen, als alles selbst anzuordnen und zu steuern, die Kontrolle über ihr eigenes Schicksal, ihr eigenes Leben und ihren eigenen Tod zu haben. Es ist also kein Wunder, dass die Menschen nie in der Lage sind, der Angst vor dem Tod zu entkommen.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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