Das tägliche Wort Gottes | „Gott Selbst, der Einzigartige II“ | Auszug 104

Gen 19,1-11: Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber saß zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bückte sich mit seinem Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt über Nacht; laßt eure Füße waschen, so steht ihr morgens früh auf und zieht eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben. Da nötigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesäuerte Kuchen; und sie aßen. Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden, und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Führe sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen. Lot ging heraus zu ihnen vor die Tür und schloß die Tür hinter sich zu und sprach: Ach, liebe Brüder, tut nicht so übel! Siehe, ich habe zwei Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefällt; allein diesen Männern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen. Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich übler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tür aufbrechen, griffen die Männer hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tür zu. Und die Männer vor der Tür wurden mit Blindheit geschlagen, klein und groß, bis sie müde wurden und die Tür nicht finden konnten.

Gen 19,24-25: Da ließ Jehova Schwefel und Feuer regnen von Himmel herab auf Sodom und Gomorra und kehrte die Städte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.

Aus diesen Textstellen ist nicht schwer zu erkennen, dass Sodoms Schuld und Verderbtheit bereits einen Grad erreicht hatte, der für Mensch und Gott gleichermaßen abscheulich war, und dass die Stadt es deshalb in Gottes Augen verdient hatte, vernichtet zu werden. Aber was war in der Stadt passiert, bevor sie zerstört wurde? Was können die Menschen aus diesen Ereignissen lernen? Was zeigt uns Gottes Haltung zu diesen Ereignissen über Seine Disposition? Um die ganze Geschichte zu verstehen, lasst uns sorgfältig lesen, was in der Schrift aufgezeichnet wurde …

Sodoms Verderbtheit: Empörend für den Menschen, erzürnend für Gott

In dieser Nacht empfing Lot zwei Boten Gottes und er bereitete ihnen ein Fest. Nach dem Essen, bevor sie sich niedergelegt hatten, umgaben die Menschen aus der ganzen Stadt Lots Residenz und riefen Lot. Die Schrift hält fest, dass sie sagten: „Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Führe sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen.“ Wer sagte diese Worte? An wen waren sie gerichtet? Dies waren die Worte der Menschen von Sodom, die vor Lots Wohnsitz ausgerufen wurden und an Lot gerichtet waren. Wie fühlt es sich an, diese Worte zu hören? Bist du wütend? Machen dir diese Worte krank? Kochst du über vor lauter Wut? Stinken diese Worte nicht nach Satan? Kannst du durch sie das Übel und die Dunkelheit in dieser Stadt spüren? Kannst du die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Verhaltens dieser Menschen durch ihre Worte spüren? Kannst du die Tiefe ihrer Verderbtheit durch ihr Verhalten spüren? Durch den Inhalt ihrer Rede ist es nicht schwer zu sehen, dass ihre schändliche Natur und grausame Gesinnung ein Niveau jenseits der eigenen Kontrolle erreicht hatte. Abgesehen von Lot war jeder einzelne Mensch in dieser Stadt nicht anders als Satan; der bloße Anblick einer anderen Person verleitete diese Menschen dazu ihr Schaden zufügen zu wollen und sie zu verschlingen … Diese Dinge vermitteln einem nicht nur einen Sinn für die grässliche und erschreckende Natur der Stadt sowie für die Aura des Todes, die sie umgibt; sie vermitteln einem auch einen Sinn für ihre Schuld und Grausamkeit.

Als er sich Auge in Auge mit einer Bande von unmenschlichen Schlägern wiederfand, mit Menschen die mit seelen- verzehrendem Bestreben erfüllt waren, wie reagierte Lot da? Laut der Schrift, folgendermaßen: „Ach, liebe Brüder, tut nicht so übel! Siehe, ich habe zwei Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefällt; allein diesen Männern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen.“ Lot meinte das Folgende mit seinen Worten: Er war bereit, seine beiden Töchter aufzugeben, um die Boten zu schützen. Der Vernunft wegen hätten sie Lots Bedingungen zustimmen und die beiden Boten in Ruhe lassen sollen; schließlich waren die Boten wildfremde Leute für sie, die absolut nichts mit ihnen zu tun hatten; diese beiden Boten hatte nie ihren Interessen geschadet. Doch motiviert durch ihre schändliche Natur, beließen sie die Sache nicht dabei. Vielmehr verstärkten sie ihre Bemühungen noch. Hier kann der weitere Austausch zweifellos einen weiteren Einblick in diese wahre bösartige Natur dieser Menschen geben; zugleich lässt es einen den Grund wissen und verstehen, warum Gott diese Stadt zerstören wollte.

Also, was haben sie als Nächstes gesagt? Wie in der Bibel geschrieben steht: „Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich übler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tür aufbrechen.“ Warum wollten sie die Tür aufbrechen? Der Grund dafür ist, dass sie nur zu sehr darauf bedacht waren, diesen beiden Boten zu schaden. Was machten diese Boten in Sodom? Der Zweck ihres Besuchs bestand darin Lot und seine Familie zu retten; aber die Menschen in der Stadt dachten fälschlicherweise, dass sie gekommen waren, um offizielle Posten zu übernehmen. Ohne ihre Absicht zu erfragen, waren es nur Vermutungen, die die Stadt rigoros dazu trieben, diesen beiden Boten grausam schaden zu wollen; sie wollten zwei Menschen schaden, die überhaupt nichts mit ihnen zu tun hatten. Es ist klar, dass die Menschen dieser Stadt völlig ihre Menschlichkeit und Vernunft verloren hatten. Der Grad ihres Wahnsinns und ihrer Wildheit war genauso wie Satans bösartige Natur Menschen zu schaden und zu verschlingen.

Als sie diese Leute von Lot verlangten, was tat Lot? Aus dem Text wissen wir, dass Lot sie nicht aushändigte. Kannte Lot diese beiden Boten Gottes? Natürlich nicht! Aber warum war er in der Lage diese beiden Menschen zu retten? Wusste er wozu sie gekommen waren? Obwohl er den Grund ihres Kommens nicht kannte, wusste er, dass sie Diener Gottes waren und so empfing er sie. Dass er diese Diener Gottes „Herren“ nennen konnte, zeigt, dass Lot allgemein ein Anhänger Gottes war, im Gegensatz zu den anderen in Sodom. Deshalb riskierte er sein eigenes Leben, als Gottes Boten zu ihm kamen, um diese beiden Diener zu empfangen; darüber hinaus tauschte er auch seine beiden Töchter ein, um diese beiden Diener zu schützen. Dies ist Lots gerechte Tat; es ist auch ein konkreter Ausdruck von Lots Natur und Wesenheit und es ist auch der Grund, warum Gott Seine Diener schickte, um Lot zu retten. Als Gefahr drohte, schützte Lot diese beiden Diener, ohne Rücksicht auf alles andere; er versuchte sogar seine beiden Töchter im Gegenzug für die Sicherheit der Diener einzutauschen. Abgesehen von Lot, gab es jemand anderes in der Stadt, der so etwas hätte tun können? Wie die Tatsachen beweisen – nein! Daher ist es selbstverständlich, dass jeder in Sodom, abgesehen von Lot, ein Ziel der Zerstörung war, sowie ein Ziel, dass die Zerstörung verdient hatte.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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