Das tägliche Wort Gottes | „Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II“ | Auszug 43

Satan versucht Hiob einmal mehr (Wundgeschwüre brechen am ganzen Körper Hiobs aus)

a. Die von Gott gesprochenen Worte

(Hiob 2,3) Jehova sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe.

(Hiob 2,6) Jehova sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines Lebens!

b. Die von Satan gesprochenen Worte

(Hiob 2,4-5) Der Satan antwortete Jehova und sprach: Haut für Haut; und alles was ein Mann hat, läßt er für sein Leben. Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt’s, er wird dir ins Angesicht absagen?

c. Wie Hiob mit der Prüfung umgeht

(Hiob 2,9-10) Und sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die närrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.

(Hiob 3,3) Der Tag müsse verloren sein, darin ich geboren bin, und die Nacht, welche sprach: Es ist ein Männlein empfangen!

Hiobs Liebe zum Weg Gottes übertrifft alles andere

Die Schrift dokumentiert die Worte zwischen Gott und Satan wie folgt: „Jehova sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe.“ (Hiob 2,3) In diesem Austausch wiederholt Gott Satan die gleiche Frage. Es ist eine Frage, die uns Gott Jehovas bestätigte Beurteilung dessen zeigt, was von Hiob während der ersten Prüfung demonstriert und ausgelebt wurde, und eine, die sich von Gottes Einschätzung Hiobs, bevor er Satans Versuchung unterlag, nicht unterscheidet. Das heißt, bevor die Versuchung über ihn kam, war Hiob in Gottes Augen vollkommen und so schützte Gott ihn und seine Familie und segnete ihn; er war in Gottes Augen würdig, gesegnet zu werden. Nach der Versuchung sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen, weil er seinen Besitz und seine Kinder verloren hatte, sondern pries weiterhin den Namen Jehovas. Sein eigentliches Verhalten ließ Gott ihm applaudieren und Gott gab ihm Bestnoten. Denn in den Augen Hiobs reichten seine Nachkommen oder sein Besitz nicht für ihn aus, um Gott zu entsagen. Mit anderen Worten, konnte Gottes Platz in seinem Herzen nicht durch seine Kinder oder ein Stück Eigentum ersetzt werden. Während Hiobs erster Versuchung zeigte er Gott, dass seine Liebe zu Ihm und seine Liebe für den Weg der Gottesfurcht und Meidung des Bösen alles übertraf. Es ist einfach so, dass diese Prüfung Hiob die Erfahrung des Empfangens einer Belohnung von Jehova Gott gab und die Erfahrung dessen, wie ihm sein Eigentum und seine Kinder von Ihm weggenommen wurden.

Für Hiob war dies eine wahre Erfahrung, die seine Seele reinwusch, es war eine Taufe des Lebens, die seine Existenz erfüllte und außerdem war es ein prächtiges Fest, das seinen Gehorsam zu Gott und seine Gottesfurcht testete. Diese Versuchung verwandelte Hiobs Stellung von der eines reichen Mannes zu jemandem, der nichts hatte, und erlaubte ihm auch, Satans Misshandlung der Menschheit zu erfahren. Sein Elend veranlasste ihn nicht, Satan zu verabscheuen; vielmehr sah er in Satans niederträchtigen Taten, Satans Hässlichkeit und Verächtlichkeit, ebenso wie Satans Feindschaft und Aufsässigkeit gegenüber Gott und dies ermutigte ihn mehr, sich für immer an den Weg der Gottesfurcht und Meidung des Bösen zu halten. Er schwor, dass er Gott niemals entsagen und dem Weg Gottes aufgrund von äußeren Faktoren wie Eigentum, Kinder oder Verwandte, den Rücken kehren würde, noch würde er jemals ein Sklave Satans, eines Eigentums oder irgendeiner Person sein; abgesehen von Gott Jehova, konnte niemand sein Herr oder sein Gott sein. Das waren die Bestrebungen Hiobs. Andererseits hatte Hiob aus der Versuchung auch etwas erlangt: Er hatte großen Reichtum inmitten der Prüfungen gewonnen, der ihm von Gott gegeben wurde.

Während seines Lebens hatte Hiob in den vergangenen Jahrzehnten die Taten Jehovas erblickt und die Segnungen von Gott Jehova für sich erlangt. Es waren Segnungen, die ihm ein enormes Unbehagen und Schuldgefühl bereiteten, denn er glaubte, er habe nichts für Gott getan und sei dennoch mit so großen Segnungen und so viel Gnade beschenkt worden. Aus diesem Grund betete er oft in seinem Herzen, in der Hoffnung, dass er in der Lage sein würde, Gott etwas zu vergelten, in der Hoffnung, dass er die Gelegenheit haben würde, Zeugnis für die Taten und die Größe Gottes abzulegen, und hoffte, dass Gott seinen Gehorsam auf die Probe stellen würde und darüber hinaus, dass sein Glaube gereinigt werden könnte, bis sein Gehorsam und sein Glaube die Zustimmung Gottes erlangten. Und als die Prüfung über Hiob kam, glaubte er, dass Gott seine Gebete erhört hatte. Hiob schätzte diese Gelegenheit mehr als alles andere und so wagte er es nicht, sie auf die leichte Schulter zu nehmen, denn sein größter lebenslanger Wunsch konnte verwirklicht werden. Das Eintreffen dieser Gelegenheit bedeutete, dass sein Gehorsam und seine Gottesfurcht auf die Probe gestellt und rein gemacht werden konnten. Darüber hinaus bedeutete es, dass Hiob eine Chance hatte, Gottes Zustimmung zu erlangen und ihn so Gott näher zu bringen. Während der Prüfung ließen ein solcher Glaube und solches Streben zu, dass er mehr vervollkommnet wurde, und ein größeres Verständnis von Gottes Willen gewann. Hiob wurde auch dankbarer für Gottes Segen und Gnaden, in seinem Herzen überschüttete er Gottes Taten noch mehr mit Lob und er hatte mehr Ehrerbietung und Ehrfurcht vor Gott und sehnte sich mehr nach Gottes Lieblichkeit, Größe und Heiligkeit. Dennoch war Hiob zu dieser Zeit immer noch jemand, der Gott fürchtete und das Böse in Gottes Augen mied, Hiobs Glaube und Erkenntnis hatten im Hinblick auf seine Erfahrungen erstaunlich schnell Fortschritte gemacht: Sein Glaube hatte zugenommen, sein Gehorsam hatte Fuß gefasst und seine Gottesfurcht war tiefgreifender geworden. Obwohl diese Prüfung Hiobs Geist und Leben verwandelte, befriedigte eine solche Verwandlung Hiob nicht, und sie bremste auch nicht weiter seinen Fortschritt. Zur gleichen Zeit, als er berechnete, was er aus dieser Prüfung gewonnen hatte, und unter Berücksichtigung seiner eigenen Mängel, betete er leise und wartete auf die nächste Prüfung, die über ihn kommen sollte, weil er sich danach sehnte, dass sich sein Glaube, sein Gehorsam und seine Gottesfurcht während der nächsten Prüfung von Gott weiter erhoben.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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