Das tägliche Wort Gottes | „Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II“ | Auszug 36

Gott muss Sodom zerstören

(Gen 18,26) Jehova sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort vergeben.

(Gen 18,29) Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man möchte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun.

(Gen 18,30) Abraham sprach: Man möchte vielleicht dreißig darin finden. Er aber sprach: So will ich ihnen nichts tun.

(Gen 18,31) Und er sprach: Man möchte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben.

(Gen 18,32) Und er sprach: Man möchte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben.

Gott kümmert sich nur um diejenigen, die in der Lage sind, Seine Worte zu befolgen und Seinen Anordnungen zu folgen

Die obengenannten Passagen enthalten mehrere Schlüsselwörter: Zahlen. Zuerst sagte Jehova, wenn Er fünfzig Gerechte innerhalb der Stadt fände, dann würde Er den ganzen Ort verschonen, das heißt, Er würde die Stadt nicht zerstören. Gab es also in Sodom wirklich fünfzig Gerechte? Die gab es nicht. Was sagte Abraham kurze Zeit später zu Gott? Er sagte: „Man möchte vielleicht vierzig darin finden?“ Und Gott sprach: „Ich werde es nicht tun.“ Als Nächstes sagte Abraham: „Man möchte vielleicht dreißig darin finden?“ Und Gott sprach: „Ich werde es nicht tun.“ „Und vielleicht zwanzig?“ „Ich werde es nicht tun.“ „Zehn?“ „Ich werde es nicht tun.“ Gab es tatsächlich zehn Gerechte in der Stadt? Es gab keine zehn – sondern es gab einen. Und wer war dieser Eine? Es war Lot. Zu der Zeit gab es nur einen gerechten Menschen in Sodom, aber war Gott sehr streng oder anspruchsvoll, was diese Zahl betraf? Nein, war Er nicht! Und als der Mensch weiter fragte: „Was ist mit vierzig?“ „Was ist mit dreißig?“, bis er zu „Was ist mit zehn?“ kam, sagte Gott: „Selbst wenn es nur zehn wären, würde Ich die Stadt nicht zerstören. Ich würde sie verschonen, und neben den Zehn, auch den anderen Menschen verzeihen.“ Zehn wäre erbärmlich genug gewesen, aber es stellte sich heraus, dass es in Sodom tatsächlich nicht einmal diese Anzahl von Gerechten gab. Ihr seht also, dass in den Augen Gottes die Sünde und das Böse der Menschen der Stadt derart waren, dass Gott keine andere Wahl hatte, als sie zu zerstören. Was meinte Gott, als Er sagte, dass Er die Stadt nicht zerstören würde, wenn es fünfzig Gerechte gäbe? Diese Zahlen waren nicht wichtig für Gott. Wichtig war, ob die Stadt die Gerechten barg, die Er haben wollte. Wenn die Stadt nur einen gerechten Menschen gehabt hätte, würde Gott es nicht zulassen, dass dieser Mensch durch Seine Zerstörung der Stadt zu Schaden käme. Dies bedeutet, dass ungeachtet dessen, ob Gott die Stadt zerstören würde oder nicht und unabhängig davon, wie viele Gerechte sich in ihr befanden, für Gott diese sündige Stadt verflucht und abscheulich war und zerstört werden würde, aus Gottes Augen verschwinden würde, während die Gerechten bleiben würden. Ungeachtet des Zeitalters, ungeachtet der Entwicklungsstufe der Menschheit, die Haltung Gottes verändert sich nicht: Er hasst das Böse und kümmert sich um diejenigen, die in Seinen Augen gerecht sind. Diese klare Haltung Gottes ist auch die wahre Offenbarung der Wesenheit Gottes. Da es nur einen gerechten Menschen innerhalb der Stadt gab, zögerte Gott nicht länger. Das Ergebnis war, dass Sodom unvermeidlich zerstört werden würde. Was seht ihr darin? Zu jener Zeit würde Gott keine Stadt zerstören, wenn es in ihr fünfzig Gerechte gäbe, auch nicht, wenn es zehn gäbe, was bedeutet, dass Gott sich entschließen würde zu verzeihen und der Menschheit gegenüber nachsichtig zu sein, oder das Werk der Führung durchführen würde, wegen wenigen Menschen, die imstande waren, Ihn zu huldigen und anzubeten. Gott legt großen Wert auf die gerechten Taten des Menschen, Er legt großen Wert auf diejenigen, die Ihn anbeten können und Er legt großen Wert auf diejenigen, die in der Lage sind, vor Ihm gute Taten zu vollbringen.

Von den frühesten Zeiten bis heute, habt ihr jemals in der Bibel darüber gelesen, dass Gott irgendjemandem die Wahrheit kommuniziert oder über Gottes Weg spricht? Nein, niemals. Die Worte Gottes an den Menschen, über die wir lesen, sagen den Menschen nur, was sie tun sollten. Manche gingen und taten es, manche nicht; manche glaubten und manche nicht. Das war alles. So waren die Gerechten jener Zeit – jene, die in Gottes Augen gerecht waren – nur diejenigen, die Gottes Worte hören und den Anordnungen Gottes folgen konnten. Sie waren Diener, die Gottes Worte unter den Menschen durchführten. Könnten solche Menschen diejenigen genannt werden, die Gott kennen? Könnten sie Menschen genannt werden, die von Gott vollkommen gemacht wurden? Nein, das könnten sie nicht. Und so, ungeachtet ihrer Zahl, waren diese Gerechten in Gottes Augen würdig, die Vertrauten Gottes genannt zu werden? Könnten sie Gottes Zeugen genannt werden? Sicherlich nicht! Sie waren gewiss nicht würdig, Gottes Vertraute und Zeugen genannt zu werden. Wie hat Gott solche Menschen also genannt? In der Bibel, bis zu den Schriftstellen, die wir soeben gelesen haben, gibt es viele Beispiele, in denen Gott sie „Meine Diener“ nennt. Das heißt, in Gottes Augen waren diese gerechten Menschen damals Gottes Diener, sie waren die Menschen, die Ihm auf Erden dienten. Und wie kam Gott auf diese Bezeichnung? Warum hat Er sie so genannt? Hat Gott Normen dafür, wie Er Menschen in Seinem Herzen bezeichnet? Das hat Er gewiss. Gott hat Maßstäbe, unabhängig davon, ob Er die Menschen als gerecht, vollkommen, aufrecht oder Diener bezeichnet. Wenn Er jemanden Seinen Diener nennt, ist Er der festen Überzeugung, dass dieser Mensch in der Lage ist, Seine Boten zu empfangen und in der Lage ist, Seine Anordnungen zu befolgen und das durchzuführen, was von den Boten angeordnet wird. Und was führt diese Person aus? Das, was Gott dem Menschen anordnet, auf Erden durchzuführen. Konnte zu jener Zeit das, was Gott den Menschen zu tun und auf der Erde auszuführen gebot, der Weg Gottes genannt werden? Nein, das konnte es nicht. Denn damals verlangte Gott nur, dass der Mensch ein paar einfache Dinge tat; Er äußerte ein paar einfache Anordnungen und sagte dem Menschen nur, dies oder jenes zu tun, und nicht mehr. Gott wirkte nach Seinem Plan. Weil damals viele Zustände noch nicht vorhanden waren, die Zeit noch nicht reif war und es für die Menschheit schwer war, den Weg Gottes zu tragen, musste der Weg Gottes daher erst noch damit anfangen aus dem Herzen Gottes hervorzugehen. Gott erachtete die gerechten Menschen, von denen Er sprach, die wir hier sehen – seien es dreißig oder zwanzig – als Seine Diener. Als die Boten Gottes auf diese Diener herabkamen, konnten diese sie empfangen und ihre Anordnungen befolgen und nach ihren Worten handeln. Dies war genau das, was von den Dienern in Gottes Augen getan und erreicht werden sollte. Gott ist vernünftig mit Seinen Bezeichnungen für die Menschen. Der Grund, warum Er sie Seine Diener nannte, ist nicht, dass sie so waren wie ihr es jetzt seid – nicht, weil sie viele Predigten gehört hatten, wussten, was Gott tun würde, viel von Gottes Willen verstanden und Seinen Führungsplan begriffen hatten – sondern, weil ihre Menschlichkeit aufrecht war und sie in der Lage waren, Gottes Worte zu befolgen; als Gott sie befehligte, konnten sie das, was sie taten, beiseitelegen, und das durchführen, was Gott befohlen hatte. Und so ist für Gott die andere Bedeutungsschicht im Titel des Dieners, dass sie mit Seinem Werk auf Erden kooperierten und obwohl sie nicht die Boten Gottes waren, waren sie jene, die die Worte Gottes auf Erden umsetzten und durchführten. Ihr seht also, dass diese Diener oder gerechten Menschen eine große Bedeutung im Herzen Gottes hatten. Das Werk, das Gott auf Erden beginnen würde, konnte nicht ohne Menschen geschehen, die mit Ihm zusammenarbeiteten, und die Rolle, die von den Dienern Gottes übernommen wurde, war von den Boten Gottes nicht zu ersetzen. Jede Aufgabe, die Gott diesen Dienern anordnete, war für Ihn von großer Bedeutung, also konnte Er sie nicht verlieren. Ohne die Zusammenarbeit dieser Diener mit Gott, wäre Sein Werk unter den Menschen zum Stillstand gekommen, wodurch Gottes Führungsplan und Gottes Hoffnungen im Nichts geendet hätten.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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