7. Sie sind niederträchtig, heimtückisch und betrügerisch (Teil 3) Abschnitt Eins
Ergänzung: Geschenke
Bevor Ich zum Hauptthema dieses gemeinschaftlichen Austauschs komme, lasst Mich eine Geschichte erzählen. Was für eine Geschichte sollte Ich erzählen? Wenn sie keinen Einfluss auf die Menschen hat, oder wenn sie jene, die an Gott glauben, im Hinblick auf Lebenseintritt und Gotteserkenntnis nicht erbaut oder sie nicht davon profitieren, dann hat es keinen Sinn, diese Geschichte zu erzählen. Wenn Ich eine Geschichte erzähle, dann muss die Geschichte an sich ein wenig erbaulich sein – sie muss Wert und Bedeutung haben. Hört also der heutigen Geschichte zu, und seht, ob sie für euch erbaulich und hilfreich sein kann. Einige Geschichten sind wahr, während andere Erfindungen sind, die sich an realen Ereignissen orientieren; sie sind nicht wahr, kommen aber im Leben häufig vor, also sind sie nicht von der Realität getrennt. Egal, ob sie erfunden oder wirklich geschehen sind, sie sind eng mit dem Leben der Menschen verbunden. Warum sollte Ich euch also solche Geschichten erzählen? (Damit wir die Wahrheit verstehen können.) Das ist richtig: Sie sollen euch in die Lage versetzen, die Wahrheit zu verstehen – einige Wahrheiten, bei denen die Menschen im echten Leben Schwierigkeiten haben, sie zu verstehen. Lasst uns das Geschichtenerzählen nutzen, um das Wissen der Menschen über die Wahrheit und über Gott näher an die Realität heranzubringen und es ihnen zu erleichtern, die Wahrheit und Gott zu verstehen.
Wenn Ich über einen längeren Zeitraum viel Kontakt zu Menschen habe, sind seltsame und amüsante Zwischenfälle unvermeidlich. Dieser Zwischenfall geschah im Frühling dieses Jahres. Der Winter ging zu Ende und der Frühling nahte, das Wetter wurde immer milder und alle Arten von Pflanzen hatten zu sprießen begonnen. Im Sonnenlicht und im Regen wuchsen sie Tag für Tag. Einige dieser Pflanzen waren wildwachsend und andere angebaut; es gab solche, die Tieren als Futter dienen, solche für den menschlichen Verzehr und solche, die sowohl für Tiere als auch für Menschen eine Nahrungsquelle darstellen. Es war eine frühlingshafte Szenerie: eine grüne Landschaft voller Leben. Und hier beginnt die Geschichte. Eines Tages wurde Ich mit einem besonderen Geschenk überrascht. Was für ein Geschenk war das? Eine Tasche, gefüllt mit grünem Wildkraut. Die Person, die Mir die Tasche gegeben hatte, sagte: „Das ist Gewöhnliches Hirtentäschel. Es ist essbar und gut für Deine Gesundheit. Du kannst es Rühreiern zufügen.“ Also gut. Dann verglich Ich es mit dem Gewöhnlichen Hirtentäschel, das Ich zuvor gekauft hatte. Kaum hatte Ich das getan, gab es ein Problem. Könnt ihr es erraten? Ich bin auf ein „Geheimnis“ gestoßen. Was für ein Geheimnis? Das Gewöhnliche Hirtentäschel im Ausland sieht anders aus als das Gewöhnliche Hirtentäschel in China. Stimmt hier etwas nicht? (Ja.) Wenn es dasselbe gewesen wäre, dann hätte es gleich aussehen sollen. Was wäre also das Erste, das einem in den Sinn kommt, wenn man feststellt, dass es anders aussieht? Ist das Hirtentäschel oder nicht? Ich konnte Mir nicht sicher sein. Müsste Ich diese Person nicht fragen, was da los war? Also ging Ich später zu ihm und fragte ihn: „Bist du sicher, dass das Hirtentäschel ist?“ Er dachte darüber nach und antwortete: „Ach, ich bin mir nicht sicher, ob es Hirtentäschel ist oder nicht.“ Wenn er sich nicht sicher war, wie konnte er es Mir dann schenken? Warum hätte er es gewagt, es Mir zu geben? Glücklicherweise aß Ich es nicht einfach so. Zwei Tage später war Ich Mir sicher geworden, dass es tatsächlich kein Hirtentäschel war. Was sagte diese Person? Der Mann sagte: „Wie hast Du herausgefunden, dass es kein Hirtentäschel war? Ich bin mir nicht sicher, aber vergiss es: Iss es nicht.“ Kann man so etwas dennoch essen? (Nein.) Man kann es nicht essen. Wenn Ich sage, „Du bist dir nicht sicher, aber Ich werde das Risiko eingehen und es essen, da du so freundlich bist“, wäre das in Ordnung? (Nein.) Welcher Natur ist ein solches Verhalten? Wäre das dumm? (Ja.) Ja, das ist Dummheit. Zum Glück aß Ich es nicht, noch verfolgte Ich die Sache weiter, also wurde die Sache fallen gelassen.
Nach einiger Zeit begannen wilde Pflanzen aller Art, in den Feldern zu wachsen: hoch- und kleinwüchsige, blühende und nicht blühende, und Pflanzen aller Farbtöne und Beschreibungen. Sie wurden immer mehr, wurden dichter und immer formschöner. Eines Tages erhielt Ich eine weitere Geschenktasche. Jedoch war diese nicht eine Tasche gefüllt mit Gewöhnlichem Hirtentäschel. Stattdessen enthielt sie Chinesischen Beifuß, der von demselben Mann stammte. Er war so freundlich gewesen, eine weitere Tasche zu senden, zusammen mit der Anleitung: „Probiere dies. Das ist Chinesischer Beifuß: Er vertreibt die Kälte, und Du kannst ihn auch mit Rühreiern essen.“ Ich sah die Pflanze an: Handelte es sich nicht um einen einjährigen Beifuß? Der Chinesische Beifuß kann in vielen Gebieten Chinas gefunden werden und seine Blätter haben einen speziellen Duft. Jedoch war es nicht das, was der Mann gesendet hatte – wie konnte das als Chinesischer Beifuß durchgehen? Die Blätter waren ein bisschen ähnlich, aber war es Chinesischer Beifuß oder nicht? Ich fragte den Mann, der Mir den Beifuß gegeben hatte, aber er sagte, er wisse es nicht. Mit dieser Aussage schob er die Verantwortung völlig ab. Er fragte sogar: „Warum hast Du noch nichts davon gegessen? Obwohl ich mir nicht sicher bin, was es ist, musst Du ein bisschen davon essen. Ich habe ein bisschen davon gegessen und es schmeckt wirklich gut.“ Er war sich nicht sicher, aber er drängte Mich dazu, es zu essen. Was glaubt ihr, hätte Ich tun sollen? Hätte Ich Mich dazu zwingen sollen, es zu essen? (Nein.) Das hätte bestimmt nicht gegessen werden sollen, weil derjenige, der es gesendet hatte, nicht einmal wusste, was es war. Wenn Ich ein Risiko eingegangen wäre und es gegessen hätte, um was Neues zu probieren, wäre vielleicht nichts passiert, weil die Person, die es gegessen hatte, sagte, dass es in Ordnung sein würde. Was ist aber mit der Vorgehensweise wie z. B. anzunehmen, dass es in Ordnung ist und es unwissend zu essen? Ging man dabei nicht unüberlegt vor? Welche Art von Person tut so etwas unüberlegt? Nur jemand, der grob und leichtfertig ist, würde dies tun – jemand, der denkt: „Es spielt so oder so keine Rolle; mehr oder weniger reicht aus.“ Glaubt ihr, dass Ich dies tun sollte? (Nein.) Warum nicht? Es gibt so viele Dinge, die man essen kann; warum sollte man es riskieren, eine unbekannte Pflanze zu essen? In Zeiten der Hungersnot, wenn es wirklich nicht mehr zu essen gibt, kann man verschiedenes wildes Grünzeug ausgraben und versuchen, es zu essen und man kann ein paar Risiken eingehen. In Situationen wie diesen könnte man eine unbekannte Pflanze verspeisen. Handelt es sich jetzt aber um eine dieser Situationen? (Das tut es nicht.) Es gibt so viele Dinge, die man essen kann, warum sollte man also losziehen und wildes Grünzeug ausgraben? Ist es nötig, ein Risiko nur für einen kleinen Vorteil einzugehen, der unsichtbar, immateriell und imaginär ist? (Das ist es nicht.) Deshalb habe Ich Mich dazu entschieden, die Pflanze nicht zu essen. Zum Glück habe Ich sie nicht gegessen; Ich bin der Sache auch nicht weiter nachgegangen, und diese Angelegenheit wurde auch fallengelassen.
Einige Zeit später machte Mir der Mann noch ein Geschenk; dies war das dritte Mal. Diesmal war das Geschenk etwas ganz Besonderes: Es war weder aus der Erde gewachsen, noch an einem Baum gereift. Was war es? Zwei Vogeleier, ordentlich in eine Papiertüte eingewickelt, auf der die Worte „Vogeleier für Gott“ geschrieben standen. Komisch, oder? Als Ich die Papiertüte öffnete, sah Ich, dass die Schalen der beiden Eier wunderschön gefärbt waren. Ich hatte noch nie solche Eier gesehen, also konnte Ich nicht sagen, welche Art von Vogel sie gelegt hatte; Ich dachte daran, im Internet Informationen dazu zu suchen, aber Ich konnte keine Anhaltspunkte finden, denn es gab viele Eier mit demselben Muster und derselben Farbe, also gab es keine Möglichkeit, sie anhand von Größe und Farbe zu identifizieren. Glaubt irgendjemand von euch, dass es irgendeinen Sinn gehabt hätte, diesen Mann zu fragen, was für Vogeleier das waren? (Nein.) Warum nicht? (Er hätte es auch nicht gewusst.) Ihr habt es erraten; er hätte es auch nicht gewusst. Also fragte Ich ihn nicht. Hätte Ich es getan, hätte Ich seine Gefühle verletzt, und er hätte gedacht: „Ich bin so wohlmeinend und fürsorglich, aber trotzdem zweifelst Du an mir. Warum musst Du im Internet danach suchen? Da ich sie Dir zu essen gebe, iss sie einfach!“ Denkt ihr, Ich hätte die Eier essen sollen oder nicht? (Hättest Du nicht.) Wenn er sie euch gegeben hätte, hättet ihr sie gegessen? (Nein.) Ich auch nicht. Diese Eier sind für das Ausbrüten und die Fortpflanzung von Vögeln bestimmt. Wäre es nicht grausam, sie zu essen? (Ja.) Ich konnte das nicht tun, also wurde die Sache mit den Vogeleiern fallen gelassen, aber solche Dinge geschahen weiterhin.
Eines Tages stieß Ich zufällig auf Beifuß, der auf irgendeinem Geländer trocknete und wie chinesischer Beifuß aussah. Also fragte Ich eine Schwester, wofür er gedacht sei. Sie antwortete: „Ist das nicht die gleiche Art von chinesischem Beifuß, die dieser Mann Dir letztes Mal gegeben hat? Chinesischer Beifuß kann Feuchtigkeit beseitigen und die Kälte vertreiben. Bist Du nicht kälteempfindlich? Der Mann sagte, sobald er trocken sei, würde er ihn für Dich aufbewahren, damit Du ihn für ein heißes Fußbad verwenden kannst, um die Kälte zu vertreiben.“ Was denkt ihr alle, war Meine Reaktion, als Ich das hörte? Ein Wort. (Sprachlos.) Das ist richtig, Ich war sprachlos. Hätte Ich unter solchen Umständen nicht darüber nachdenken sollen, wie fürsorglich diese Person war und wie sehr sie sich wirklich bemüht hatte? Wie konnte Ich da sprachlos gewesen sein? Es war nur so, dass diese Person zuvor in diesen Angelegenheiten ein paar Mal nicht scharfsinnig gewesen war und dann die Herangehensweise geändert hatte, als wollte sie sagen: „Ich gab Dir Wildkraut und Eier zu essen, aber Du hast sie nicht gegessen, also habe ich etwas chinesischen Beifuß für Dich für ein heißes Fußbad getrocknet, damit meine Bemühungen nicht vergeblich wären.“ Angesichts dieses Spektakels war Ich wirklich sprachlos. Später erzählte Ich jemand anderem, dass viele Apotheken jetzt chinesischen Beifuß führen. Man kann so viel kaufen, wie man will: Er ist in verschiedenen Verpackungen erhältlich, wird von verschiedenen Ländern hergestellt und wird hygienisch verarbeitet. Er ist viel besser als das, was der Mann Mir geschickt hatte, also ist es nicht vergeudete Mühe, ihn am Straßenrand zu pflücken und dann auf Geländer zu legen, um ihn in der Sonne zu trocknen? Wenn er ihn trocknet und Mir gibt, denkst du, Ich will ihn? (Du willst ihn nicht.) Ich will ihn nicht. Mit der Zeit lag kein Beifuß mehr auf den Geländern, denn was Ich gesagt hatte, war ihm zu Ohren gekommen, und er hörte auf, ihn Mir zukommen zu lassen. Später, als es mehr Wildkräuter auf dem Feld gab, wurden sie wohl nicht mehr als selten betrachtet, also ließ Mir niemand mehr Wildkräuter zukommen. Und Ich nehme an, dass aus den Vogeleiern mittlerweile Küken geschlüpft waren und sie nicht mehr gesammelt werden konnten, also habe Ich bislang keine weiteren Vogeleier oder Wildkräuter erhalten. Und das war Meine Geschichte.
Insgesamt gab es vier Vorfälle in der Geschichte, bei denen es immer darum ging, dass man Mir Dinge zukommen ließ: Bei zwei Vorfällen ließ man Mir unbekannte Wildkräuter zukommen, bei einem, unbekannte Vogeleier und bei einem weiteren sonnengetrocknete „traditionelle chinesische Medizin“. Es mag etwas lächerlich klingen, über diese Dinge zu sprechen, aber was die Vorfälle selbst betrifft, welche Eindrücke, wenn überhaupt, habt ihr, nachdem ihr von ihnen erfahren habt? Gibt es darin etwas, was ihr durch sie verstehen oder was ihr ihnen entnehmen solltet, irgendwelche Lektionen, die ihr lernen solltet? Woran habt ihr alle gedacht, als ihr zugehört habt? Waren die Dinge, die Ich erzählt habe, an eine bestimmte Person gerichtet? Sicherlich nicht. Aber wenn sie nicht an eine bestimmte Person gerichtet waren, warum spreche Ich dann darüber? Ist es sinnvoll? Oder ist es nur leeres Gerede? (Ist es nicht.) Da ihr es nicht für leeres Gerede haltet, wisst ihr, warum Ich darüber spreche? Warum tat dieser Mann solche Dinge? Welcher Natur war sein Verhalten? Was war sein Motiv? Was sind hier die Probleme? Müssen sie in Kontext gebracht werden? Ihr werdet die Wahrheit verstehen können, wenn ihr die Menschen und die Natur der Vorfälle selbst im Kontext durchschaut. Denkt ihr, dass der Mann, der diese Dinge tat, gute oder schlechte Absichten hatte? (Gute Absichten.) Zunächst einmal ist eines sicher: Er war wohlmeinend. Was war falsch an seinen guten Absichten? Bedeutet, Dinge mit guten Absichten zu tun, dass man fürsorglich ist? (Nicht unbedingt.) Wenn gute Absichten das Motiv für das Vorgehen eines Menschen sind, ist dann die Unreinheit einer verdorbenen Disposition zwangsläufig nicht vorhanden? Das ist nicht unbedingt so. Dann frage Ich euch alle: Wenn du deinen Eltern gegenüber respektvoll und gehorsam bist, warum würdest du ihnen diese Dinge nicht zukommen lassen, damit sie sie essen? Oder wenn du deine Chefs und Leiter magst und dir etwas an ihnen liegt, warum würdest du ihnen solche Dinge nicht zu essen geben? Warum würdest du das nicht wagen? Weil du Angst hast, dass etwas schiefgeht. Du hast Angst, deinen Eltern, deinen Leitern und deinen Chefs zu schaden. Hast du also keine Angst, Gott zu schaden? Was sind deine Absichten? Was verbirgt sich in deiner Freundlichkeit? Versuchst du, Gott zu täuschen? Versuchst du, mit Ihm zu spielen? Würdest du dich so etwas bei Gott als geistiges Wesen trauen? Wenn du sehen würdest, dass das Fleisch Gottes normale Menschlichkeit aufweist, und du es wagen würdest, so etwas zu tun, anstatt Ihn zu fürchten, hättest du dann ein gottesfürchtiges Herz? Wenn du kein gottesfürchtiges Herz hättest, wäre es dann wirklich fürsorglich von dir, so etwas zu tun? Das ist nicht fürsorglich: Es bedeutet, dass du Gott täuschst und mit Ihm spielst, und es ist extrem dreist von dir! Wenn du wirklich eine verantwortungsvolle Person bist, warum isst und probierst du nicht zuerst selbst etwas, um sicherzustellen, dass alles damit in Ordnung ist, bevor du es Gott bringst? Wenn du es direkt Gott bringst, ohne es selbst gegessen und probiert zu haben, spielst du dann nicht mit Gott? Hast du nicht das Gefühl, dass du dadurch Gottes Disposition verletzt? Kann Gott so etwas vergessen? Selbst wenn du es vergisst, Gott wird es nicht vergessen. Was geht dir durch den Kopf, wenn du so etwas tust? Du hast es nicht probiert, und du hast keinen wissenschaftlichen Beweis, dennoch wagst du es, es Gott zu geben. Ist das ein verantwortungsvolles Verhalten? Wenn du Gott schaden würdest, welche Verantwortung würdest du tragen? Selbst wenn das Gesetz sich nicht mit dir befassen würde, Gott würde dich ewiglich bestrafen. Du würdest dieses Zeugs nicht einmal für gut genug halten, um es den nichtgläubigen Leitern und Beamten zu geben, und du würdest es für würdelos halten. Welche Art von Absicht hättest du also, wenn du es Gott geben würdest? Bin Ich so wenig wert? Was würde dein Chef denken, wenn du ihm eine Tüte Wildkräuter geben würdest? „Ist das alles, was ich wert bin? Die Leute geben mir Geld und Markenartikel, und du gibst mir eine Handvoll Unkraut?“ Wärst du fähig, das durchzuziehen? Sicherlich nicht. Aber wenn du es durchziehen würdest, worüber würdest du dir Sorgen machen? Woran du zunächst einmal denken musst, ist: „Was mag der Chef? Braucht er diese Sache? Wenn er sie nicht braucht und ich sie ihm trotzdem gebe, wird er mir dann Schwierigkeiten machen? Wird er mich bei der Arbeit schikanieren und quälen? Wenn es ernst wird, wird er mich dann entlassen, indem er einen Vorwand findet und mich bei etwas ertappt?“ Machst du dir über irgendetwas davon Gedanken? (Ja.) Wenn du deinem Chef eine Freude machen willst, was solltest du ihm zunächst einmal geben? (Etwas, was ihm gefällt.) Ihm einfach etwas zu geben, was ihm gefällt, reicht nicht aus. Wenn er zum Beispiel gerade eine Tasse braucht, kannst du dann einen oder zwei Euro ausgeben, um eine zu kaufen und sie ihm zu schenken? (Nein.) Du musst ihm etwas Goldenes, etwas Silbernes geben, etwas Vorzeigbares. Warum ihm etwas geben, was du nur widerwillig für dich selbst kaufen würdest? (Um ihm zu gefallen.) Was ist der Zweck, ihm zu gefallen? Zunächst einmal kann er dich mindestens unter seine Fittiche nehmen, und mit der Macht, die er hat, kann er dich verteidigen und deine Arbeit und dein Gehalt stabil und sicher machen. Zumindest wird er dir keine Schwierigkeiten machen. Also wirst du ihm niemals ein Büschel unbekannter Wildkräuter schenken. Ist das nicht so? (Ja.) Das kannst du nicht einmal bei deinem Chef tun, warum also sollte der Mann, der Mir das Unkraut gab, es bei Mir tun? Hat er an die Konsequenzen gedacht? Das hat er sicher nicht. Und warum nicht? Manche würden sagen: „Weil Du uns nicht quälen wirst.“ Ist das so einfach? Weil Ich ihm keine Schwierigkeiten machen werde, ist es das? Wie kommt es, dass er es gewagt hat, Mir so etwas zu schenken? (Er hielt seine Absichten für gut.) Das ist korrekt – er vertuschte all seine Hässlichkeit und Niederträchtigkeit durch gute Absichten, was bedeutet: „Ich habe Dir gegenüber gute Absichten, aber andere nicht! Sieh Dir all diese Wildkräuter an. Wer hat sie für Dich ausgegraben? War ich das nicht?“ Was für eine Haltung ist das? Was für eine Mentalität ist das? Stehen diese guten Absichten im Einklang mit der Menschlichkeit? Wenn sie nicht einmal mit der Menschlichkeit im Einklang stehen, können sie dann mit der Wahrheit im Einklang stehen? (Können sie nicht.) Sie könnten nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein! Was sind diese guten Absichten? Sind sie wirklich gute Absichten? (Sind sie nicht.) Welche Art von Haltung beinhalten sie dann? Welche Art von Unreinheiten und Wesenheiten enthalten sie? Selbst ihr jungen Leute, die ihr wenig von der Welt gesehen habt, versteht, dass man seinem Chef nicht einfach irgendwie Geschenke machen kann; man muss über die Konsequenzen nachdenken. Wenn also ein besonders erfahrener Mann in seinen Vierzigern oder Fünfzigern Mir solche Dinge schenkt, welcher Natur ist dies eurer Ansicht nach? Lohnt es sich, dass wir hier darüber diskutieren? (Ja.) Also, welcher Natur ist dies letzten Endes? Der Mann gab Mir achtlos irgendwelche Wildkräuter und wollte, dass Ich sie esse, ohne selbst zu wissen, worum es sich dabei handelte. Als Ich sagte, sie würden nicht wie diese Sorte von Wildkräutern aussehen, verlor er keine Zeit, Mir zu sagen, Ich solle sie nicht essen – und das ist nicht alles. Er ließ Mir eine andere Art Wildkräuter zukommen, damit Ich sie aß. Ich aß sie nicht, und er sagte: „Iss etwas davon, sie sind köstlich. Ich habe sie probiert.“ Was für eine Haltung ist das? (Sie ist respektlos und unverantwortlich.) Das ist richtig. Spürt ihr alle diese Haltung? (Ja.) Ist das wohlmeinend? Hier ist nichts wohlmeinend! Er hat sich wahllos etwas besorgt, was ihn noch nicht einmal etwas gekostet hat, es dann in eine Plastiktüte gesteckt und Mir geschenkt, und Mich gebeten, es zu essen. Selbst wenn du irgendwelche Wildkräuter pflücken würdest, um Schafe und Kaninchen zu füttern, müsstest du trotzdem folgende Überlegungen anstellen: „Können die Tiere vergiftet werden, wenn sie es fressen?“ Ist das nicht etwas, das du berücksichtigen solltest? Wenn du nicht bereit wärst, dieses Risiko einzugehen, wenn du Nutztiere fütterst, wie kannst du dann einfach irgendein altes Büschel Wildkräuter nehmen und Mir das schenken, damit Ich es esse? Was für eine Disposition ist das? Welcher Natur ist das Problem? Versteht ihr? Wenn ein solcher Mensch Mich so behandelt, wie denkt ihr, würde er seine Untergebenen behandeln oder jemanden, den er als gewöhnlichen Menschen betrachtet? Er spielt nur beiläufig herum. Welche Disposition ist das? Sie ist niederträchtig und bösartig. Kann er als guter Mensch betrachtet werden? (Nein, kann er nicht.) Er wird nicht als guter Mensch betrachtet. Die Körper und Leben von Menschen nicht ernst zu nehmen, sie aufs Spiel zu setzen und danach nichts zu empfinden und tatsächlich absolut keine Gewissensbisse zu haben, sondern fähig zu sein, dasselbe immer wieder zu tun: Das ist in der Tat merkwürdig.
Zu Beginn der Geschichte sagte Ich ein paar Worte, denen ihr vielleicht nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt habt. Ich sagte, dass manche dieser Wildkräuter für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, manche Tieren als Futter dienen und manche eine Nahrungsquelle sowohl für Menschen als auch für Tiere sind. Es handelt sich um eine „bekannte Redensart“, und sie hat einen Ursprung. Wisst ihr, woher sie kommt? Sie ist eine Anspielung auf eine Geschichte. Sie stammt von dem Mann, der in dieser Geschichte diese paar Geschenke gemacht hat. Dieser Mann war für den Anbau zuständig, und er hatte drei Sorten Mais angepflanzt. Welche drei Sorten? Eine Sorte, die von Menschen gegessen wird, eine Sorte, die als Tierfutter dient, und eine Sorte, die sowohl für Menschen als auch für Tiere als Nahrung Verwendung findet: diese drei. Diese drei Sorten Mais sind ziemlich interessant. Habt ihr schon einmal von ihnen gehört? Das habt ihr nicht, und es war auch das erste Mal, dass Ich davon gehört hatte, somit sind sie eine Seltenheit. Am Ende, weil die Leute, die sie anpflanzten, so verantwortungslos waren, wurden die drei Sorten Mais durcheinandergebracht: Die als Tierfutter bestimmten Sorten wurden Menschen zu essen gegeben, während die für den menschlichen Verzehr bestimmten an Tiere verfüttert wurden. Die Leute aßen den Mais, woraufhin sich alle beschwerten, dass der Mais ungenießbar ist, dass er nicht wie Getreide schmeckt und einen leicht grasigen Geschmack hat. Was haben die Leute, die den Mais anpflanzten, da getan? Weil sie ihre Pflicht so verantwortungslos ausgeführt hatten, brachten sie das, was für den menschlichen Verzehr bestimmt war, und das, was als Tierfutter dienen sollte, durcheinander, bis niemand mehr die beiden Sorten auseinanderhalten konnte. Sie mussten mehr Saatgut kaufen und alles von Neuem anpflanzen. Was meint ihr, wie diese Arbeit ausgeführt wurde? Haben solche Leute keine Grundsätze, wenn sie handeln? (Nein, haben sie nicht.) Suchen sie nach der Wahrheit, während sie handeln? (Nein, tun sie nicht.) Wenn solche Leute in ihren Handlungen eine derartige Haltung erkennen lassen, sie dabei allen gegenüber so respektlos und verantwortungslos sind, was halten sie dann vom Glauben an Gott? Wie gehen sie an die Wahrheit heran? Wie gewichtig ist die Wahrheit in ihrem Herzen? Wie bedeutsam ist Gottes Identität? Wissen sie es? (Nein, wissen sie nicht.) Sollten sie von so wichtigen Angelegenheiten nicht wissen? Warum wissen sie dann nicht davon? Es hat mit ihrer Disposition zu tun. Welche Disposition ist das? (Es ist Niederträchtigkeit.) Es ist Niederträchtigkeit und Abneigung gegen die Wahrheit. Sie sind sich der Natur ihrer Handlungen nicht bewusst, und sie versuchen nie, darüber nachzudenken oder zu suchen, noch prüfen sie sich selbst, nachdem sie etwas getan haben. Stattdessen tun sie, was immer sie wollen, und denken, dass sie, solange ihre Absichten gut und korrekt sind, niemanden brauchen, der sie beaufsichtigt oder kritisiert; sie halten ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen für erfüllt. Ist das so? Manche Leute sagen: „Wir verstehen die Geschichte, die Du uns erzählt hast, aber den Teil, der uns am meisten beschäftigt, verstehen wir immer noch nicht, und zwar: Was ist Deine Haltung zu einem solchen Vorfall? Was ist Deine Haltung zu der Person, die so etwas tut? Besteht sie in Zorn, Verschmähung und Abscheu? Oder magst Du diese Art von Person?“ (Sie besteht in Verabscheuung.) Sollte so etwas nicht verabscheut werden? (Das sollte es.) Was würdet ihr denken, wenn euch so etwas passieren würde? Angenommen, eine freundliche Person gibt dir immer wieder irgendwelche unbekannten Dinge und bemüht sich sehr, dich zu überreden: „Iss sie, sie sind gut für deinen Körper; iss sie, sie werden dich gesund halten; iss sie, sie werden dein Aussehen und deine Vitalität verbessern. Du würdest gut daran tun, auf mich zu hören!“ Was würdest du denken, wenn du die Sache verifizierst und sich herausstellt, dass diese Dinge wertlos sind? (Wenn ich das wäre, würde ich mich wahrscheinlich nicht mehr mit dieser Art von Person abgeben wollen; ich wäre genervt von ihm und sprachlos – solche Gefühle hätte ich.) Man sollte solche Leute verabscheuen und sich von ihnen abgestoßen fühlen. Was noch? Sollte man sich ärgerlich, traurig oder gequält fühlen? (Das hat keinen Sinn.) Es hat keinen Sinn, nicht wahr? Gibt es nicht Leute, die sagen: „Diese Person hat das wahrscheinlich getan, weil sie die Wahrheit nicht versteht“? Die meisten Leute verstehen die Wahrheit nicht, aber wie viele von ihnen sind zu so etwas fähig? Sind die Menschen nicht von Person zu Person verschieden? (Das sind sie.) Die Menschen sind verschieden. Es ist genau wie beim Umgang der Menschen miteinander: Wenn es um einen Austausch von Sachgut geht, suchen manche darin Fairness und Angemessenheit. Selbst wenn diese Leute zulassen, dass der andere Beteiligte sie ein wenig ausnutzt, macht es ihnen nichts aus – auf diese Weise hält ihre Beziehung an; sie weisen Menschlichkeit auf und empfinden es nicht als große Not, geringfügig benachteiligt zu sein. Andere Leute haben keine Menschlichkeit und nutzen andere immer gerne aus: Ihr Umgang mit anderen dient rein dazu, andere auszunutzen und auf Kosten anderer zu profitieren. Wenn sie dir einige Vorteile abgewinnen können, werden sie dir gefällig sein und eine Beziehung zu dir aufrechterhalten, aber wenn nicht, dann werden sie dich wegstoßen. Sie zeigen dir gegenüber keine Aufrichtigkeit; solche Leute haben keine Menschlichkeit.
Was haltet ihr von derartigen Leuten, die Geschenke machen, wie in der heute erzählten Geschichte? Warum verschenken solche Leute Dinge? Ist das ein Zufall? Wenn es einmal im Verlauf vieler Jahre vorkommen würde, könnte es ein Zufall sein, aber kann man es noch als Zufall betrachten, wenn innerhalb einer Saison viermal dasselbe passiert? (Das kann man nicht.) Dieses Verhalten, das er an den Tag legte, war kein Zufall, und eine solche Disposition kann auch nicht als eine vorübergehende Offenbarung und Äußerung von Verdorbenheit bezeichnet werden. Was war dann die Natur seines Verhaltens? Wie schon vorher gesagt, war sein Verhalten respektlos, verantwortungslos, rücksichtslos, unüberlegt und impulsiv und zeugte von einer unzivilisierten Disposition. Warum hat er es also getan? Warum hat er diese Dinge niemand anderem gegeben, sondern nur Mir? Da Meine Identität und Mein Status andersartig sind, war Ich dazu qualifiziert, diese Geschenke zu empfangen. Macht das die Absicht des Mannes, der die Geschenke gab, und die Natur seiner Handlung, nicht offensichtlich? Was war sein Ziel? (Sich einzuschmeicheln.) Das ist richtig. Was ist das treffendste Wort, um dieses Einschmeicheln seinerseits zu beschreiben? Es ist ein billiger Trick: Einschmeicheln und Opportunismus. Es ist eine schlaue Art, sich bei dir einzuschmeicheln, dich in das Loch zu locken, das er gegraben hat, ohne dass du es merkst, und dir, was ihn betrifft, ein gutes Gefühl zu geben, obwohl er in Wirklichkeit nicht im Geringsten aufrichtig ist – er will seine eigenen Ziele erreichen, ohne einen Preis zu zahlen. Er hat das getan, ohne auch nur im Geringsten eingehende Überlegungen zu den Folgen anzustellen, und hat dir einfach etwas gegeben, das er umsonst aufgelesen hat, um dir das Gefühl zu geben, dass er fürsorglich ist, wobei er dich in einen Glückszustand eingelullt hat. Was bedeutet das wirklich? Es bedeutet, dass er dir das Gefühl vermittelt hat, durch ihn enorm profitiert zu haben, ohne dass er dafür auch nur einen einzigen Cent ausgegeben hat, womit er dich offensichtlich für einen Dummkopf hält. Bedeutet es das nicht? Er denkt sich: „Ich gebe keinen Cent aus, und ich mache mir keine Umstände; bei mir gibt es keine Aufrichtigkeit für Dich. Ich gebe Dir nur etwas, damit Du Dich an mich erinnerst, damit Du mich für freundlich, fürsorglich und treu hältst und denkst, dass in meinem Herzen Liebe für Dich vorhanden ist.“ Dich fälschlicherweise glauben zu lassen, dass er so ist, ist ein billiger Trick, und es ist auch Opportunismus. Es ist ein billiger Trick, von der billigsten sogenannten Freundlichkeit Gebrauch zu machen, um den größten Nutzen und Vorteil zu erlangen, ohne einen Preis zu zahlen oder irgendwie aufrichtig zu sein. Würde irgendjemand von euch das tun? Jeder tut es – es ist nur so, dass ihr nicht dasselbe getan habt wie er, aber ihr würdet es tun, wenn ihr die Gelegenheit hättet. Das ist der erste Schluss, zu dem Ich im Umgang mit dieser Art von Leuten gekommen bin, nämlich dass sie sehr gut darin sind, sich billiger Tricks zu bedienen. Es ist nicht Gott, an den sie glauben; wem sie folgen, ist jemand, von dem sie denken, dass er ihnen nützen wird, sie segnen wird und bei dem es sich lohnt, ihm zu folgen. Dieser eine Vorfall hat den Glauben dieser Art von Menschen und die Wahrheit darüber, wie sie wirklich sind, vollständig entlarvt. Das Verständnis solcher Leute von Liebe, Treue und Unterwerfung Gott gegenüber ist zu stark vereinfacht, und sie wollen die Methode anwenden, sich eines billigen Tricks zu bedienen, um Gottes Anerkennung und Segnungen zu erlangen. Sind sie Gott gegenüber aufrichtig? Sind sie in irgendeiner Weise gottesfürchtig? (Nein, sind sie nicht.) Dann kommen andere Dinge erst recht nicht infrage. Das ist die erste Schlussfolgerung, zu der Ich gekommen bin. Seid ihr der Ansicht, dass Ich recht habe? (Ja.) Stemple Ich ihn unfair ab? Mache Ich aus einer Mücke einen Elefanten? Absolut nicht. Wenn man von seinem Wesen ausgeht, ist es viel schlimmer als das. Zumindest betrügt er Gott und spielt mit Ihm.
Das Zweite, was ich schlussfolgere, was man an solchen Menschen erkennen kann, ist: Das menschliche Herz ist furchtbar! Sagt Mir, worin das Furchtbare daran besteht? Warum sage Ich, dass das menschliche Herz furchtbar ist? (Diese Person schmeichelt sich bei Gott ein, um ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen zu erlangen, zu befriedigen, und dann ist sie verantwortungslos und berücksichtigt nicht, wie es Gottes Körper nach dem Verzehr dieser Dinge ergehen wird oder welche Folgen das haben wird. Was auch immer er seiner eigenen Familie zu essen gibt, dabei berücksichtigt er immer die Folgen, aber wenn er Gott etwas gibt, berücksichtigt er die Folgen überhaupt nicht. Er tut es ausschließlich, um seine eigenen Ziele zu erreichen, indem er sich mit allen Mitteln bei Gott einschmeichelt; man kann sehen, dass er besonders egoistisch und verachtenswert ist, dass er keinen Platz für Gott in seinem Herzen hat, und dass er Gott nicht als Gott behandelt.) Impliziert das nicht, dass man Mich nicht wie einen Menschen behandelt? Kann man das so sagen? (Ja.) Was für eine furchtbare Absicht! (Ja, er würde Gott nicht täuschen, selbst wenn er Gott wie einen Verwandten behandeln würde.) Das ist wirklich furchtbar. Wenn jemand dein Freund wäre, würde er dich so behandeln? Das würde er nicht. Er würde dir sagen, was gut zu essen ist, und wenn der Verzehr von etwas Nebenwirkungen hätte, würde er dir eindringlich davon abraten, es zu essen; das ist etwas, was sogar Freunde tun können. Aber ist dieser Mensch dazu in der Lage? Nein. Da er Mir so etwas angetan hat, würde er es euch gewiss auch antun. Worin besteht seine Schrecklichkeit noch? (Er ist zutiefst berechnend. Er vertuscht es mit einer oberflächlichen Warmherzigkeit, doch im Inneren heckt er Pläne aus und versucht, aus der billigsten Sache den größten Nutzen zu ziehen, und das fühlt sich furchtbar an.) Das ist eine gute Sichtweise. Worauf ihr euch vorhin bezogen habt, war seine egoistische Seite, während sich dies auf seine Machenschaften bezieht. Ausgehend von dem, was ihr alle gesagt habt: Woher kommen diese Dinge, die tief im Inneren eines Menschen sind, diese Dinge, die sich aus seiner Menschlichkeit offenbaren, die Dinge, die er berühren kann oder nicht, und die andere vielleicht sehen oder nicht sehen oder nicht deuten können? Werden sie von den Eltern gelehrt? Werden sie in der Schule gelehrt? Oder werden sie von der Gesellschaft anerzogen? Wie entstehen sie? Eines ist sicher: Sie sind etwas Angeborenes. Warum sage Ich das? Womit hängen angeborene Dinge zusammen? Sie hängen mit der Wesensnatur eines Menschen zusammen. Also, dass er so denkt – war das nach reiflicher Überlegung oder aus einer plötzlichen Laune heraus? Wurde er durch etwas inspiriert, das er jemand anderen hatte tun sehen, oder musste er es unter bestimmten Umständen tun? Oder habe Ich ihn dazu angewiesen? Nichts von alledem. Obwohl diese kleinen Dinge nach außen hin gewöhnlich erscheinen mögen, ist die Natur, die jedem dieser Dinge zugrunde liegt, alles andere als gewöhnlich. War die Person, die diese Dinge tat, in der Lage, die Konsequenzen ihres Handelns zu erkennen? Nein, war sie nicht. Warum nicht? Angenommen, du kaufst an einem Straßenstand einen billigen Gegenstand, um ihn deinem Chef zu schenken. Musst du, bevor du ihn verschenkst, nicht erst die Sache abwägen und dich fragen: „Kann der Chef diesen Gegenstand am Straßenstand finden? Kann er online gehen und den Preis herausfinden? Kann ihm jemand verraten, wie viel er kostet? Was wird er von mir denken, wenn er ihn gesehen hat?“ Musst du diese Dinge nicht abwägen? Du würdest es zuerst abwägen und es danach kaufen. Wenn du nach dem Abwägen das Gefühl hättest, dass das Verschenken dieses Gegenstandes ungünstige Folgen hätte, würdest du ihn dann trotzdem verschenken? Das würdest du gewiss nicht. Wenn du dächtest, dass es kostengünstig wäre, diesen Gegenstand deinem Chef zu schenken, und es deinen Chef glücklich machen würde, dann würdest du ihn gewiss verschenken. Aber dieser Mann in der Geschichte hat nichts von alledem abgewogen. Woran dachte er also? Er dachte nur daran, dass dies der einzige Weg sei, seine Absichten zu verwirklichen. Durch die Analyse tritt nun die Natur dieser Angelegenheit hervor. Was lässt sich durch die Natur dieser Angelegenheit erkennen? Das zweite Ergebnis, das man beim Kontakt mit Menschen sieht, ist, dass ihre Herzen furchtbar sind. Kann man über die verderbte Disposition, die solche Menschen offenbaren – sei sie beabsichtigt oder unwillkürlich –, eine Schlussfolgerung ziehen? Was ist die Ursache dafür, dass das menschliche Herz so furchtbar ist? Liegt es daran, dass es zu abgestumpft ist? Ein abgestumpfter Mensch ist jemand, dem es an Wahrnehmung mangelt. Wäre es zutreffend, ihn als abgestumpft zu beschreiben? (Nein, wäre es nicht.) Liegt es also an Unwissenheit? (Nein, ist es nicht.) Worauf sollte die Ursache also letztlich zurückgeführt werden? Sie sollte auf die niederträchtigen Dispositionen der Menschen zurückgeführt werden. Ich muss euch sagen, worin das Furchtbare am Menschen liegt: Es liegt in der Tatsache, dass Dämonen in ihren Herzen wohnen. Wie denkt ihr alle darüber? Warum sage Ich, dass Dämonen in den Herzen der Menschen wohnen? Was ist euer Verständnis davon? Findet ihr nicht, dass das eine furchtbare Aussage ist? Erschreckt ihr nicht, wenn ihr das hört? Ihr habt früher nicht gedacht, dass Dämonen in euren Herzen wohnen; ihr dachtet nur, ihr hättet eine verderbte Disposition, wusstet aber nicht, dass Dämonen in euch wohnen. Jetzt wisst ihr es. Ist das nicht ein ernstes Problem? Denkt ihr, dass Ich das richtig erkannt habe? (Ja, das hast Du.) Geht das nicht an die Wurzel des Problems? (Ja, tut es.) Denkt darüber nach, warum Ich sagte, dass Dämonen in den Herzen der Menschen wohnen. Denkt darüber nach: Würde ein Mensch mit Gewissen und Vernunft Gott auf diese Weise betrügen? Ist das Unterwerfung unter Gott? Das heißt, sich Gott sehenden Auges zu widersetzen und Ihn überhaupt nicht als Gott zu behandeln. Da Gott nun auf die Erde gekommen ist, um die Menschheit zu retten, wie ist die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott? Ist es eine Beziehung zwischen Vorgesetztem und Untergebenem? Freundschaft? Verwandtschaft? Was für eine Beziehung ist es wirklich? Wie handhabst du diese Beziehung und wie gehst du sie an? Welche Geisteshaltung solltest du haben, wenn du mit Gott in Kontakt trittst und mit Ihm Umgang hast? Was solltest du in deinem Herzen bewahren, um mit Gott auszukommen? (Ehrfurcht.) Ehrfurcht scheint für jeden unrealistisch zu sein. (Furcht.) Furcht kann nicht erreicht werden. Wenn du Mich wie einen gewöhnlichen Menschen behandelst – nur als einen Bekannten, den man noch nicht gut kennt und der noch kein Freund ist –, wie kann dann die Beziehung zwischen uns harmonisch und freundschaftlich sein? Ein Mensch mit einem Sinn für Gewissen sollte wissen, wie man so etwas angemessen tut. (Es braucht Respekt.) Das ist das Mindeste, was du haben solltest. Angenommen, zwei Menschen treffen sich: Sie sind noch nicht miteinander vertraut und kennen nicht den Namen des anderen. Wenn einer von ihnen sieht, dass der andere arglos ist und mit ihm Spielchen treibt, ist das nicht Schikane? Wenn es nicht einmal ein Mindestmaß an Respekt gibt, gibt es dann noch irgendeine Menschlichkeit? Damit Menschen miteinander auskommen, müssen sie sich zumindest gegenseitig respektieren, ganz gleich, welche Streitigkeiten oder Konflikte aufkommen mögen. Respekt ist der elementare gesunde Menschenverstand im Verhalten, und zwischen allen Menschen besteht ein Mindestmaß an Respekt. Gibt es diesen Respekt also, wenn Menschen mit Gott interagieren? Wenn du nicht einmal diesen Punkt erreichen kannst, was ist dann in deinem Kopf wirklich die Beziehung zwischen Gott und dir? Dann gibt es überhaupt keine Beziehung – nicht einmal die eines Außenstehenden. Deshalb konnte die Person, die die Geschenke gab, Gott auf diese Weise behandeln: Sie respektierte Gott nicht nur nicht, sondern sie wollte Ihn auch noch betrügen. In ihrem Herzen hatte sie nicht das Gefühl, dass Gott respektiert werden sollte oder dass man sorgfältige und akribische Rücksicht auf Seine Gesundheit und auf die Folgen des Verzehrs der Geschenke nehmen sollte – diese Dinge lagen außerhalb ihrer Überlegungen. Es reichte ihr aus, lediglich Tricks anzuwenden, um Gott zu täuschen und Seine Gunst zu erlangen; das Beste für sie war, Gott täuschen zu können. So war ihr Herz. Ist es für einen Menschen nicht furchtbar, ein solches Herz zu haben? Es ist entsetzlich!
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?