Exkurs 3: Wie Noah und Abraham Gottes Worten gehorchten und sich Ihm unterwarfen (Teil 2) Abschnitt Eins
Bei der letzten Versammlung haben wir über Punkt zehn der verschiedenen Äußerungsformen von Antichristen Gemeinschaft gehalten: „Sie verachten die Wahrheit, setzen sich dreist über Grundsätze hinweg und ignorieren die Anordnungen von Gottes Haus.“ Über welche Einzelheiten haben wir konkret Gemeinschaft gehalten? (Gott hat hauptsächlich darüber Gemeinschaft gehalten, wie man mit Gottes Wort umgehen soll.) Steht das in Beziehung zu Punkt zehn? (Ja. Denn in dem Punkt „Sie verachten die Wahrheit, setzen sich dreist über Grundsätze hinweg und ignorieren die Anordnungen von Gottes Haus“ besteht eines der Verhalten von Antichristen darin, dass sie dem, was Christus sagt, lediglich zuhören, aber weder gehorchen noch sich unterwerfen. Sie gehorchen Gottes Worten nicht, und sie praktizieren auch nicht gemäß Gottes Worten. In der letzten Versammlung hat Gott darüber Gemeinschaft gehalten, wie man mit Gottes Wort umgehen soll, wie man Gottes Wort gehorchen soll und wie man Gottes Wort dann umsetzen und ausführen soll.) All das ist verstanden worden, richtig? Während unserer vorherigen Versammlung habe Ich zwei Geschichten erzählt: Eine war die Geschichte von Noah und eine die von Abraham. Das sind zwei klassische Geschichten aus der Bibel. Viele Menschen kennen und verstehen diese Geschichten, aber nachdem sie sie verstanden haben, wissen nur sehr wenige Menschen, wie sie mit den Worten und Anforderungen Gottes umgehen sollen. Was war also das Hauptziel unseres gemeinschaftlichen Austauschs über diese beiden Geschichten? Es war, die Menschen wissen zu lassen, wie sie als Mensch und als geschaffenes Wesen mit Gottes Worten und Anforderungen umgehen sollen – und die Position zu kennen, die ein geschaffenes Wesen einnehmen sollte, und die Haltung, die es haben sollte, wenn es mit Gottes Anforderungen konfrontiert wird und Gottes Worte hört. Das sind die Hauptpunkte. Das ist die Wahrheit, die die Menschen erfahren und verstehen sollten, als wir das letzte Mal über diese beiden Geschichten Gemeinschaft gehalten haben. Seid Ihr euch also jetzt, nachdem wir über diese beiden Geschichten Gemeinschaft gehalten haben, darüber im Klaren, wie man sich Christus unterwirft und Seinen Worten gehorcht, welche Haltung die Menschen haben sollten und was ihre Perspektive und Position gegenüber Christus und gegenüber den von Christus gesprochenen Worten sein sollte, sowie darüber, wie Menschen mit den Worten und Anforderungen umgehen sollten, die von Gott kommen, und welche Wahrheiten dabei verstanden werden sollten? (Erstens: aufrichtig gegenüber Christus zu sein, zweitens: lernen, Christus zu respektieren, und drittens: Seinen Worten zu gehorchen, den Worten Gottes mit unseren Herzen zuzuhören.) Ihr erinnert euch an die Regeln. Wenn Ich diese Regeln nicht ausgesprochen hätte, wärt ihr dann in der Lage gewesen, sie aus den beiden Geschichten, die Ich erzählt habe, herauszudestillieren? (Das Einzige, was wir schlussfolgern können, ist, dass wir allem gehorchen müssen, was Gott sagt.) Alles, was ihr herausdestillieren könnt, sind einfache, dogmatische und theoretische Handlungsweisen; ihr seid immer noch unfähig, die Wahrheiten darin zu verstehen oder zu kennen, die die Menschen suchen und verstehen sollten. Lasst uns also im Detail über die Geschichten von Noah und Abraham Gemeinschaft halten.
I. Noahs Haltung gegenüber Gottes Worten
Lasst uns zuerst über die Geschichte Noahs sprechen. Bei der letzten Versammlung haben wir die Ursachen und Folgen der Geschichte Noahs grob behandelt. Warum waren wir nicht spezifischer? Weil die meisten Menschen die Ursachen, Folgen und spezifischen Details dieser Geschichte bereits kennen. Wenn es irgendwelche Details gibt, über die ihr euch nicht ganz im Klaren seid, könnt ihr sie in der Bibel finden. Worüber wir Gemeinschaft halten, sind nicht die spezifischen Details dieser Geschichte, sondern wie Noah, der Protagonist der Geschichte, mit den Worten Gottes umging, welche Aspekte der Wahrheit die Menschen daraus verstehen sollten, und wie Gottes Haltung war, was Er dachte und wie Seine Beurteilung Noahs ausfiel, nachdem Er jede Handlung Noahs gesehen hatte. Das sind die Details, über die wir Gemeinschaft halten sollten. Gottes Haltung gegenüber Noah und Seine Beurteilung dessen, was Noah tat, reichen aus, um uns zu sagen, welche Maßstäbe genau Gott an die Menschheit stellt, an diejenigen, die Ihm folgen, an diejenigen, die Er rettet. Lässt sich hierin Wahrheit suchen? Wo sich Wahrheit suchen lässt, lohnt es sich, sie im Detail zu analysieren, darüber nachzusinnen und Gemeinschaft darüber zu halten. Wir werden die spezifischen Details der Geschichte Noahs nicht noch einmal durchgehen. Worüber wir heute Gemeinschaft halten werden, ist die Wahrheit, die sich in Noahs verschiedenen Haltungen gegenüber Gott suchen lässt, sowie die Anforderungen und Absichten Gottes, die die Menschen aus Gottes Beurteilung Noahs verstehen sollten.
Noah war ein normales Mitglied der Menschheit, die Gott anbetete und Ihm nachfolgte. Als Gottes Worte ihn erreichten, war seine Haltung nicht die, langsam vorzugehen, er schob nicht auf oder ließ sich Zeit. Stattdessen hörte er Gottes Worten mit großer Ernsthaftigkeit zu, er hörte jeder von Gottes Kundgebungen mit großer Sorgfalt und Aufmerksamkeit zu, hörte gewissenhaft zu und versuchte, sich alles zu merken, was Gott ihm gebot. Er wagte es nicht, auch nur im Geringsten unaufmerksam zu sein. In seiner Haltung zu Gott und Gottes Worten lag ein gottesfürchtiges Herz, das zeigte, dass Gott einen Platz in seinem Herzen hatte und dass er sich Gott unterwarf. Er hörte aufmerksam auf das, was Gott sagte, auf den Inhalt von Gottes Worten, auf das, was Gott von ihm verlangte zu tun. Er hörte aufmerksam zu – er analysierte nicht, sondern nahm es an. In seinem Herzen gab es keine Weigerung, Abneigung oder Ungeduld; stattdessen schrieb er sich jedes Wort und jede Sache, die mit Gottes Anforderungen zu tun hatte, ruhig, sorgsam und aufmerksam ins Herz. Nachdem Gott ihm jede Anweisung gegeben hatte, schrieb Noah alles, was Gott gesagt und ihm anvertraut hatte, detailliert und nach seinen eigenen Möglichkeiten auf. Dann legte er seine eigenen Arbeiten beiseite, brach mit der Routine und den Plänen seines alten Lebens und begann sich auf alles vorzubereiten, was Gott ihm zu tun anvertraut hatte, sowie all die Vorräte bereitzustellen, die für die Arche benötigt wurden, die Gott ihm aufgetragen hatte zu bauen. Er wagte es nicht, irgendeines von Gottes Worten oder irgendetwas von dem, was Gott verlangte, oder irgendein Detail von dem, was von ihm in Gottes Worten verlangt wurde, zu missachten. Mit seinen eigenen Mitteln schrieb er die wichtigsten Punkte und Einzelheiten zu allem nieder, was Gott verlangte und ihm anvertraute, dachte dann über sie nach und reflektierte darüber, wieder und wieder. Als Nächstes machte sich Noah auf die Suche nach all den Materialien, die Gott ihn gebeten hatte, bereitzustellen. Selbstverständlich machte er nach jeder Anweisung, die Gott ihm gab, auf seine eigene Art detaillierte Pläne und traf Vorbereitungen für alles, was Gott ihm anvertraut hatte und was er ihn zu tun unterwiesen hatte – und dann setzte er Schritt für Schritt seine Pläne und Vorbereitungen und jedes Detail und jeden einzelnen Schritt dessen, was Gott verlangt hat, um und brachte sie zur Ausführung. Während des gesamten Prozesses war alles, was Noah tat, ob groß oder klein, ob in den Augen der Menschen beachtenswert oder nicht, das, was Gott ihn zu tun unterwiesen hatte und wovon Gott gesprochen und was Gott verlangt hatte. Aus all dem, was Noah an den Tag legte, nachdem er Gottes Auftrag angenommen hatte, ist ersichtlich, dass seine Haltung zu Gottes Worten nicht nur aus Zuhören und sonst nichts bestand – geschweige denn war es der Fall, dass sich Noah, nachdem er diese Worte gehört hatte, einen Zeitpunkt aussuchte, zu dem er bei guter Stimmung war, das Umfeld passend war oder die Zeitplanung günstig war, um dieses Vorhaben auszuführen. Stattdessen legte er seine eigenen Arbeiten zur Seite, brach mit der Routine seines Alltags und machte von da an den Bau der Arche, den Gott angeordnet hatte, zur höchsten Priorität in seinem Leben und Dasein und setzte ihn entsprechend um. Er nahm zu Gottes Auftrag und Gottes Worten keine gleichgültige, oberflächliche oder launenhafte Haltung ein, geschweige denn eine ablehnende; stattdessen hörte er aufmerksam auf Gottes Worte und setzte alles daran, sich an sie zu erinnern und sie zu bedenken. Seine Haltung zu Gottes Worten bestand aus Akzeptanz und Unterwerfung. Für Gott ist nur das die Haltung, die ein wahres geschaffenes Wesen zu Seinen Worten haben sollte, die Er verlangt. Da gab es keine Weigerung, keine Oberflächlichkeit, keinen Eigensinn in dieser Haltung, noch war sie von menschlichem Vorsatz verfälscht; sie war ganz und gar die Haltung, die ein geschaffenes menschliches Wesen haben sollte.
Nachdem Noah Gottes Auftrag angenommen hatte, begann er mit der Planung für den Bau der Arche, die Gott ihm anvertraut hatte. Er suchte nach verschiedenen Materialien sowie nach den Leuten und Werkzeugen, die für den Bau der Arche notwendig waren. Natürlich umfasste dies viele Dinge; es war nicht so leicht und einfach, wie es der Text andeutet. In jenem vorindustriellen Zeitalter, einem Zeitalter, in dem alles von Hand, mittels körperlicher Arbeit, getan wurde, ist es nicht schwer sich vorzustellen, wie schwierig es war, eine solche Arche, einen solchen Koloss zu bauen und die Aufgabe des Baus einer Arche zu vollenden wie von Gott anvertraut. Natürlich waren die Fragen, wie Noah verschiedene Dinge wie Materialien und Werkzeuge plante, vorbereitete, entwarf und fand, keine einfachen, und Noah hatte vielleicht noch nie ein so gewaltiges Schiff gesehen. Nachdem er diesen Auftrag angenommen hatte, zwischen den Zeilen von Gottes Worten gelesen hatte und anhand all dessen urteilte, was Gott gesagt hatte, wusste Noah, dass dies keine einfache Sache war, keine leichte Aufgabe. Dies war keine einfache oder leichte Aufgabe – was bedeutet das? Zum einen bedeutete es, dass Noah, nachdem er diesen Auftrag angenommen hatte, eine schwere Last auf seinen Schultern tragen würde. Darüber hinaus war dies, gemessen daran, wie Gott Noah persönlich zu sich rief und ihn persönlich anwies, wie er die Arche bauen sollte, keine gewöhnliche Sache, es war keine Kleinigkeit. Gemessen an den Details von allem, was Gott sagte, war dies nicht etwas, das irgendein gewöhnlicher Mensch ertragen könnte. Die Tatsache, dass Gott Noah zu sich rief und ihn beauftragte, eine Arche zu bauen, zeigt die Bedeutung, die Noah im Herzen Gottes hatte. Was diese Angelegenheit betraf, war Noah natürlich in der Lage, einige von Gottes Absichten zu verstehen – und nachdem er dies getan hatte, erkannte Noah die Art von Leben, die ihm in den kommenden Jahren bevorstand, und war sich einiger der Schwierigkeiten bewusst, denen er begegnen würde. Obwohl Noah erkannte und verstand, wie schwierig das, was Gott ihm anvertraut hatte, war, und wie groß die Prüfungen sein würden, mit denen er konfrontiert würde, hatte er nicht die Absicht abzulehnen, sondern war stattdessen Gott Jehova zutiefst dankbar. Warum war Noah dankbar? Weil Gott ihm unerwartet etwas so Bedeutendes anvertraut hatte und ihm persönlich jedes Detail mitgeteilt und erklärt hatte. Noch wichtiger ist, dass Gott Noah auch von Anfang bis Ende die ganze Geschichte erzählt hatte, warum die Arche gebaut werden sollte. Dies war eine Angelegenheit von Gottes eigenem Führungsplan, es war Gottes eigene Sache, aber Gott hatte ihm von dieser Angelegenheit erzählt, daher spürte Noah ihre Wichtigkeit. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Noah, gemessen an diesen verschiedenen Anzeichen, gemessen am Ton von Gottes Rede und den verschiedenen Aspekten dessen, was Gott Noah mitteilte, die Wichtigkeit der Aufgabe des Baus der Arche spüren konnte, die Gott ihm anvertraut hatte; er konnte dies in seinem Herzen würdigen und wagte es nicht, es leichtfertig zu behandeln, noch wagte er es, irgendein Detail zu übersehen. Daher machte Noah, sobald Gott Seine Anweisungen beendet hatte, seinen Plan, und er machte sich an die Arbeit, alle Vorbereitungen für den Bau der Arche zu treffen, suchte nach Arbeitskräften, bereitete alle Arten von Materialien vor und versammelte gemäß Gottes Worten nach und nach die verschiedenen Arten von Lebewesen bei der Arche.
Der gesamte Bauprozess der Arche war mit Schwierigkeiten verbunden. Lassen wir einmal beiseite, wie Noah Jahr für Jahr die peitschenden Winde, die sengende Sonne und den strömenden Regen, die glühende Hitze und die bittere Kälte sowie die vier wechselnden Jahreszeiten überstanden hat. Lasst uns zunächst darüber sprechen, was für ein kolossales Unterfangen der Bau der Arche war, und über Noahs Vorbereitung der verschiedenen Materialien und die unzähligen Schwierigkeiten, denen er beim Bau der Arche begegnete. Welche Schwierigkeiten gab es? Im Gegensatz zur Vorstellung der Menschen, klappten einige physische Tätigkeiten nicht immer auf Anhieb, und Noah musste viele Misserfolge erleben. Wenn er etwas fertiggestellt hatte und es falsch aussah, nahm er es auseinander, und nachdem er es auseinandergenommen hatte, musste er das Material vorbereiten und alles noch einmal machen. Es war nicht wie in der Neuzeit, wo jeder alles mit elektronischen Geräten macht, die eingestellt werden und die Arbeit nach einem eingegebenen Programm ausführen. Wenn solche Arbeiten heute ausgeführt werden, sind sie mechanisiert, und sobald eine Maschine eingeschaltet wird, kann sie die Arbeit erledigen. Aber Noah lebte in einem Zeitalter einer primitiven Gesellschaft, in dem alle Arbeit von Hand verrichtet wurde. Man musste alle Arbeiten mit seinen eigenen zwei Händen erledigen, die eigenen Augen und den eigenen Verstand zum Einsatz bringen sowie seine eigene Sorgfalt und seine eigene Kraft aufwenden. Natürlich mussten sich die Menschen vor allem auf Gott verlassen; sie mussten Gott überall und jederzeit suchen. Während Noah auf alle möglichen Schwierigkeiten stieß und in den Tagen und Nächten, die er mit dem Bau der Arche verbrachte, musste Noah sich nicht nur mit allen möglichen Situationen auseinandersetzen, die sich bei der Erledigung dieses kolossalen Unterfangens ergaben, sondern auch mit den verschiedenen Umgebungen, um ihn herum, sowie mit dem Spott, der Verleumdung und den Beschimpfungen anderer. Auch wenn wir diese Szenen nicht persönlich miterlebt haben, als diese sich abspielten, kann man sich einige der Schwierigkeiten, mit denen Noah konfrontiert war und die er erlebte, sowie die verschiedenen Herausforderungen, denen er gegenüberstand, nicht vorstellen? Während des Baus der Arche musste sich Noah zuerst dem Unverständnis seiner Familie stellen, ihrer Nörgelei, ihren Beschwerden und sogar ihrer Verleumdung. Zweitens wurde er von seinem Umfeld – seinen Verwandten, seinen Freunden und allen möglichen anderen Leuten – verleumdet, verspottet und verurteilt. Aber Noah hatte nur eine Haltung: Gottes Worten zu gehorchen, sie bis zum Ende umzusetzen und niemals davon abzuweichen. Was hatte Noah beschlossen? „Solange ich lebe, solange ich mich noch bewegen kann, werde ich Gottes Auftrag nicht den Rücken kehren.“ Das war seine Motivation, als er das große Unterfangen des Archebaus durchführte, sowie seine Haltung gegenüber Gottes Befehlen und nachdem er Gottes Worte gehört hatte. Als Noah mit allen möglichen Schwierigkeiten, schwierigen Situationen und Herausforderungen konfrontiert war, zog er sich nicht zurück. Als einige seiner schwierigeren Ingenieursaufgaben wiederholt fehlschlugen und Schaden erlitten, fühlte sich Noah zwar betrübt und besorgt in seinem Herzen, doch wenn er an Gottes Worte dachte, wenn er sich an jedes Wort erinnerte, das Gott ihm befohlen hatte, und daran, wie Gott ihn erhöht hatte, dann fühlte er sich oft äußerst motiviert: „Ich darf nicht aufgeben, ich darf das, was Gott mir befohlen und anvertraut hat, nicht verwerfen; das ist Gottes Auftrag, und da ich ihn angenommen habe, da ich die Worte, die Gott gesprochen hat, und die Stimme Gottes gehört habe, und da ich diese Sache von Gott angenommen habe, sollte ich mich vollkommen unterwerfen – das ist es, was ein Mensch erreichen sollte.“ Ganz gleich also, welchen Schwierigkeiten er gegenüberstand, ganz gleich, welchem Spott oder welcher Verleumdung er begegnete, ganz gleich, wie erschöpft und müde sein Körper wurde, er gab das, was Gott ihm anvertraut hatte, nicht auf und hielt sich ständig jedes einzelne Wort, das Gott gesprochen und befohlen hatte, vor Augen. Ganz gleich, wie sich seine Umgebungen veränderten, ganz gleich, wie groß die Schwierigkeiten waren, denen er gegenüberstand, er vertraute darauf, dass das nichts von alledem ewig andauern würde, dass allein Gottes Worte niemals vergehen würden und dass allein das, was Gott befohlen hatte, mit Sicherheit vollbracht werden würde. Noah trug sowohl wahren Glauben an Gott in sich als auch die Unterwerfung, die er haben sollte, und er setzte seine Arbeit fort, die Arche zu bauen, die Gott ihm aufgetragen hatte zu bauen. Tag für Tag, Jahr für Jahr wurde Noah älter, doch sein Glaube ließ nicht nach, und seine Haltung und seine Entschlossenheit, Gottes Auftrag zu erfüllen, veränderten sich nicht. Auch wenn es Zeiten gab, in denen sein Körper müde und erschöpft war, er krank wurde und im Herzen schwach war, ließen seine Entschlossenheit und seine Beharrlichkeit, Gottes Auftrag zu vollenden und sich Gottes Worten zu unterwerfen, nicht nach. Während der Jahre, in denen Noah die Arche baute, praktizierte er, auf Gottes Worte zu hören und sich ihnen zu unterwerfen, und er praktizierte auch eine wichtige Wahrheit, nämlich dass ein geschaffenes Wesen und ein gewöhnlicher Mensch Gottes Auftrag erfüllen müssen. Allem Anschein nach bestand der gesamte Prozess tatsächlich nur aus einer Sache: die Arche zu bauen, das, was Gott ihm aufgetragen hatte, gut und vollständig auszuführen. Doch was war erforderlich, um diese Sache gut auszuführen und erfolgreich zu vollenden? Es erforderte weder den Eifer der Menschen noch ihre Parolen, geschweige denn irgendwelche aus einer flüchtigen Laune heraus geleisteten Schwüre oder die sogenannte Bewunderung der Menschen für den Schöpfer. Nichts davon war erforderlich. Angesichts von Noahs Bau der Arche sind die sogenannte Bewunderung der Menschen, ihre Schwüre, ihr Eifer und ihr Glaube an Gott in ihrer geistlichen Welt allesamt völlig nutzlos; angesichts von Noahs wahrem Glauben und wahrer Unterwerfung unter Gott erscheinen die Menschen so armselig, so bedauernswert, und die wenigen Glaubenslehren, die sie verstehen, erscheinen so gehaltlos, blass, schwach und kraftlos – ganz zu schweigen davon, dass sie beschämend, verachtenswert und verkommen sind.
Noah brauchte 120 Jahre für den Bau der Arche. Diese 120 Jahre waren nicht 120 Tage oder 10 Jahre oder 20 Jahre, sondern Jahrzehnte länger als die Lebenserwartung eines normalen Menschen heute. Wenn man bedenkt, wie lange es dauerte und wie schwierig es war, dieses Projekt zu Ende zu bringen, und wie gigantisch die damit verbundene Konstruktion war, wäre die Arche jemals fertiggestellt worden, wenn Noah keinen wahren Glauben besessen hätte, wenn sein Glaube nur ein Gedanke, eine Hoffnung, Feuereifer oder eine Art vager und abstrakter Glaube gewesen wäre? Wenn seine Unterwerfung gegenüber Gott nur ein mündliches Versprechen gewesen wäre, wenn es sich nur um eine schriftliche Notiz in Kugelschreiber gehandelt hätte, wie ihr sie heute macht, hätte die Arche dann gebaut werden können? (Nein.) Hätte die Arche gebaut werden können, wenn seine Unterwerfung im Hinblick auf die Annahme von Gottes Auftrag nichts weiter als Wille und Entschlossenheit gewesen wäre, ein bloßer Wunsch? Wenn Noahs Unterwerfung gegenüber Gott nur darin bestanden hätte, die Formalitäten des Verzichts, der Ausgaben und der Zahlung eines Preises zu erfüllen, oder einfach darin, theoretisch oder in Form von Slogans mehr Arbeit zu leisten, einen höheren Preis zu zahlen und Gott treu zu sein, hätte die Arche dann gebaut werden können? (Nein.) Das wäre zu schwierig! Wenn Noahs Einstellung dazu, den Auftrag Gottes anzunehmen, eine Art Handel gewesen wäre, wenn Noah ihn nur angenommen hätte, um gesegnet und belohnt zu werden, hätte die Arche dann gebaut werden können? Auf keinen Fall! Der Eifer eines Menschen kann 10 oder 20 Jahre, 50 oder 60 Jahre andauern, aber wenn er dem Tod nahe ist und feststellt, dass er nichts erreicht hat, wird er den Glauben an Gott verlieren. Dieser Eifer, der 20, 50 oder 80 Jahre lang anhält, wird nicht zur Unterwerfung oder zum wahren Glauben. Das ist sehr tragisch. Der wahre Glaube und die wahre Unterwerfung, die man bei Noah findet, sind unterdessen genau das, woran es den Menschen von heute mangelt. Sie sind genau das, was die Menschen von heute nicht sehen können, und das, was sie verachten, verschmähen oder worüber sie sogar die Nase rümpfen. Jedes Mal, wenn die Geschichte erzählt wird, wie Noah die Arche baute, löst dies eine Flut von Diskussionen aus. Jeder kann darüber sprechen, jeder hat etwas zu sagen. Aber niemand denkt darüber nach oder versucht herauszufinden, was Noah ausmachte, welchen Weg der Praxis er besaß, welche Art von gottgewollter Einstellung und welche Sichtweise gegenüber Gottes Befehlen er besaß oder welchen Charakter er hatte, wenn es darum ging, auf Gottes Worte zu hören und diese zu praktizieren. Deshalb sage Ich, dass die Menschen von heute sich nicht eignen, die Geschichte Noahs zu erzählen, denn wenn jemand diese Geschichte erzählt, sieht er in Noah nur eine legendäre Gestalt, ja sogar einen gewöhnlichen alten Mann mit weißem Bart. Sie fragen sich, ob es eine solche Person wirklich gegeben hat, wie er wirklich war, und sie versuchen nicht zu begreifen, wie Noah dazu kam, diese Äußerungsformen an den Tag zu legen, nachdem er Gottes Auftrag angenommen hatte. Wenn wir heute nochmals auf die Geschichte von Noahs Bau der Arche zurückkommen, haltet ihr dies dann für ein wichtiges oder für ein unbedeutendes Ereignis? Ist es nur eine gewöhnliche Erzählung von einem alten Mann, der in vergangenen Zeiten eine Arche baute? (Nein.) Unter allen Menschen war Noah das Abbild der Gottesfurcht, der Unterwerfung unter Gott und der Erfüllung des Auftrags Gottes, das am meisten nachahmenswert ist; er wurde von Gott anerkannt und sollte ein Vorbild für jene sein, die Gott heute nachfolgen. Und was war das Wertvollste an ihm? Er hatte nur eine einzige Haltung zu Gottes Worten: zuzuhören und anzunehmen, anzunehmen und sich zu unterwerfen und sich bis in den Tod zu unterwerfen. Es war diese Haltung, die unter allen am wertvollsten war, die ihm Gottes Anerkennung einbrachte. Wenn es um Gottes Worte ging, war er nicht oberflächlich, er handelte nicht nur nach Schema F, und er untersuchte sie nicht, analysierte sie nicht, widersetzte sich ihnen nicht oder lehnte sie in seinem Kopf ab, um sie dann in den Hintergrund zu drängen; stattdessen hörte er ernsthaft zu, akzeptierte sie nach und nach in seinem Herzen und dachte dann darüber nach, wie er sie in die Praxis umsetzen konnte, wie er sie umsetzen konnte, wie er sie ausführen konnte, so, wie sie ursprünglich beabsichtigt waren, ohne sie zu verdrehen. Und während er über Gottes Worte nachdachte, sprach er bei sich: „Das sind die Worte Gottes, sie sind Gottes Anweisungen, Gottes Auftrag, ich bin dazu verpflichtet, ich muss mich unterwerfen, ich darf keine Einzelheiten weglassen, ich darf nicht gegen Gottes Wünsche angehen, noch darf ich irgendein Detail von dem, was Er sagte, übersehen, ansonsten wäre ich nicht würdig, Mensch genannt zu werden, ich wäre Gottes Auftrags unwürdig und unwürdig, von Ihm erhoben zu werden. Wenn ich in diesem Leben nicht alles zu Ende bringe, was Gott mir gesagt und anvertraut hat, werde ich es bereuen. Mehr noch, ich werde Gottes Auftrag und der Erhöhung durch Ihn unwürdig sein und nicht die Stirn haben, vor den Schöpfer zurückzukehren.“ Alles, was Noah in seinem Herzen gedacht und erwogen hatte, jede seiner Ansichten und Haltungen, all das bestimmte, dass er schließlich in der Lage war, Gottes Worte in die Praxis umzusetzen und Gottes Worte Wirklichkeit werden zu lassen, Gottes Worte Früchte tragen zu lassen, sie durch seine harte Arbeit zu erfüllen und zu vollenden und durch ihn in Wirklichkeit zu verwandeln, so dass Gottes Auftrag nicht ins Leere lief. Nach dem zu urteilen, was Noah dachte, jedem Gedanken, der in seinem Herzen aufkam, und seiner Haltung zu Gott, war Noah Gottes Auftrags würdig, er war ein Mensch, dem Gott vertraute, und einer, der von Gott wohlwollend betrachtet wurde. Gott beobachtet jedes Wort und jede Tat des Menschen, Er beobachtet ihre Gedanken und Einfälle. In Gottes Augen hatte Er mit Noah, da er so denken konnte, keine falsche Wahl getroffen. Noah konnte Gottes Auftrag und Gottes Vertrauen schultern, und er war in der Lage, Gottes Auftrag zu erfüllen: Er war die einzige Wahl unter allen Menschen.
In Gottes Augen war Noah Seine einzige Wahl für die Bewältigung eines so großen Unterfangens wie den Bau einer Arche. Was fand man in Noah also vor? Zwei Dinge: wahren Glauben und wahre Unterwerfung. In Gottes Herzen sind dies die Maßstäbe, die Er von den Menschen verlangt. Einfach, oder? (Ja.) Die „einzige Wahl“ besaß diese beiden Dinge, die so einfach sind – doch außer in Noah, konnte man sie in niemandem sonst vorfinden. Einige Menschen sagen: „Wie kann das sein? Wir haben unseren Familien und Karrieren entsagt, haben Arbeit, Perspektiven und Bildung entsagt, wir haben unserem Besitz sowie unseren Kindern den Rücken gekehrt. Siehe, wie groß unser Glaube ist, wie sehr wir Gott lieben! Wieso sind wir Noah unterlegen? Würde Gott uns auffordern, eine Arche zu bauen – nun, die moderne Industrie ist hoch entwickelt, haben wir nicht Zugriff auf Holz und reichlich Werkzeug? Auch wir können unter der heißen Sonne arbeiten, wenn wir Maschinen benutzen; auch wir können von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang arbeiten. Was ist so besonders daran, so eine kleine Arbeit wie diese durchzuführen? Noah brauchte 100 Jahre, aber wir würden es in kürzerer Zeit schaffen, damit Gott nicht beunruhigt ist – wir bräuchten nur zehn Jahre. Du hast gesagt, Noah sei die einzige Wahl, aber heute gibt es viele perfekte Kandidaten; Menschen wie wir, die ihren Familien und Karrieren entsagt haben, die einen wahren Glauben an Gott haben, die sich wirklich aufwenden – sie alle sind perfekte Kandidaten. Wie konntest Du sagen, dass Noah die einzige Wahl war? Du hältst zu wenig von uns, nicht wahr?“ Gibt es ein Problem mit diesen Worten? (Ja.) Einige Leute sagen: „Damals, zu Noahs Zeiten, waren Wissenschaft und Technik noch sehr unterentwickelt. Er hatte keine Elektrizität, keine modernen Maschinen, nicht mal die einfachsten elektrischen Bohrer und Kettensägen oder gar Nägel. Wie um alles in der Welt schaffte er es, die Arche zu bauen? Heute verfügen wir über all diese Dinge. Wäre es nicht unglaublich einfach für uns, diesen Auftrag zu erfüllen? Würde Gott aus dem Himmel zu uns sprechen und von uns verlangen, eine Arche zu bauen, so könnten wir nicht nur eine, sondern mit Leichtigkeit gleich zehn bauen. Das wäre gar nichts, ein Kinderspiel. Gott, befiehl uns, was immer Du willst. Was auch immer Du verlangst, sag es uns. Für so viele von uns wäre es überhaupt nicht schwierig, eine Arche zu bauen! Wir könnten 10, 20, sogar 100 bauen. So viele, wie Du willst.“ Sind die Dinge so einfach? (Nein.) Sobald Ich sage, dass Noah die einzige Wahl war, wollen sich manche mit Mir anlegen, sie sind nicht überzeugt: „Du hast von den Menschen des Altertums eine gute Meinung, weil sie nicht hier sind. Die Menschen heute befinden sich direkt vor Deiner Nase, doch, was an ihnen so gut ist, kannst Du nicht erkennen. Für all das Gute, was die Menschen von heute getan haben, für alle ihre guten Taten, bist Du blind. Noah hat nur eine einzige Kleinigkeit vollbracht; ist der Grund dafür, dass Du das, was er getan hat, für erinnerungswürdig hältst, dass Du ihn für ein Beispiel, ein Vorbild hältst, und für das Leid der heutigen Menschen und den Preis, den wir für Dich gezahlt haben, und für unseren heutigen Glauben blind bist, nicht der, dass es damals keine Industrie gab und jede körperliche Arbeit schwer war?“ Ist dies der Fall? (Nein.) Unabhängig vom Zeitalter oder der Epoche, ganz gleich, welche Bedingungen die Umgebung, in der die Menschen leben, aufweist, diese materiellen Dinge und die allgemeine Umgebung zählen nichts, sie sind nicht wichtig. Was ist wichtig? Das Wichtigste ist nicht das Zeitalter, in dem du lebst, oder ob du eine Art Technologie gemeistert hast, noch wie viele von Gottes Worten du gelesen oder gehört hast. Das Wichtigste ist, ob die Menschen wahren Glauben besitzen oder nicht, ob sie wahre Unterwerfung haben oder nicht. Diese beiden Dinge sind am wichtigsten, und keines von beiden darf fehlen. Wenn ihr in die Zeit Noahs versetzt würdet, wer von euch könnte diesen Auftrag erfüllen? Ich wage zu behaupten, dass selbst wenn ihr alle zusammenarbeiten würdet, ihr dies nicht vollbringen könntet. Ihr könntet nicht einmal die Hälfte davon schaffen. Noch bevor alle Vorräte überhaupt vorbereitet wären, wären viele von euch weggelaufen, hätten sich über Gott beklagt und an Ihm gezweifelt. Eine kleine Anzahl von euch wäre in der Lage, mit großer Mühe durchzuhalten, aufgrund eurer Hartnäckigkeit, eures Eifers und eurer Gedanken durchzuhalten. Aber wie lange könntet ihr durchhalten? Welche Art von Motivation braucht man, um weiterzumachen? Wie viele Jahre würdet ihr ohne wahren Glauben und wahre Unterwerfung durchhalten? Das hängt vom Charakter ab. Diejenigen mit besserem Charakter und ein wenig Gewissen könnten acht oder zehn Jahre durchhalten, zwanzig oder dreißig, vielleicht sogar fünfzig. Aber nach 50 Jahren würden sie bei sich denken: „Wann kommt Gott? Wann wird die Flut kommen? Wann wird das von Gott gegebene Zeichen erscheinen? Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, eine Sache zu tun. Was, wenn die Flut nicht kommt? Ich habe mein ganzes Leben lang viel gelitten, ich habe 50 Jahre lang durchgehalten – das ist gut genug, Gott wird sich nicht daran erinnern oder es verurteilen, wenn ich jetzt aufgebe. Also werde ich mein eigenes Leben leben. Gott spricht nicht und reagiert nicht. Ich verbringe den ganzen Tag damit, den blauen Himmel und die weißen Wolken anzusehen und sehe nichts. Wo ist Gott? Der Eine, der einst gedonnert und gesprochen hatte – war das Gott? War es eine Illusion? Wann wird das enden? Gott kümmert sich nicht. Egal wie ich um Hilfe rufe, ich stoße nur auf Schweigen, und Er erleuchtet oder führt mich nicht, wenn ich bete. Vergiss es!“ Hätten sie dann noch wahren Glauben? Mit der Zeit würden sie wahrscheinlich zweifeln. Sie würden darüber nachdenken, eine Veränderung herbeizuführen, sie würden nach einem Ausweg suchen, Gottes Auftrag beiseiteschieben und ihrem vergänglichen Eifer und ihren vergänglichen Gelübden den Rücken kehren; sie wollen ihr eigenes Schicksal kontrollieren und ihr eigenes Leben führen und würden Gottes Auftrag in den Hintergrund drängen. Und wenn Gott eines Tages persönlich käme, um sie anzutreiben, wenn Er nach dem Fortschritt beim Bau der Arche fragen würde, würden sie sagen: „Ah! Gott existiert wirklich! Es gibt also wirklich einen Gott. Ich muss mit dem Bauen beginnen!“ Wenn Gott nicht spräche, wenn Er sie nicht antriebe, würden sie dies nicht als eine dringende Angelegenheit ansehen; sie würden denken, dass es warten könnte. Solch eine wankelmütige Denkweise, diese Haltung des widerwilligen Sich-Durchwurstelns – ist das die Haltung, die Menschen mit wahrem Glauben an den Tag legen sollten? (Nein.) Es ist falsch, eine solche Haltung zu haben, es bedeutet, dass sie keinen wahren Glauben besitzen, geschweige denn wahre Unterwerfung. Wenn Gott persönlich zu dir spräche, würde dein kurzlebiger Eifer auf deinen Glauben an Gott hinweisen, aber wenn Gott dich beiseitestellen und dich nicht drängen oder beaufsichtigten oder irgendwelche Nachforschungen anstellen würde, verschwände dein Glaube. Die Zeit verginge, und wenn Gott nicht zu dir spräche oder dir erschiene und keine Inspektionen deiner Arbeit durchführte, verschwände dein Glaube vollständig; du würdest dein eigenes Leben leben und deine eigenen Vorhaben durchführen wollen, und Gottes Auftrag würde in Vergessenheit geraten; dein Eifer, deine Schwüre und deine Entschlossenheit von damals wären nichts mehr wert. Glaubt ihr, Gott würde es wagen, solch einer Person ein großes Unterfangen anzuvertrauen? (Nein.) Warum nicht? (Sie sind nicht vertrauenswürdig.) Das ist richtig. Ein Begriff: nicht vertrauenswürdig. Du besitzt keinen wahren Glauben. Du bist nicht vertrauenswürdig. Und so bist du nicht geeignet, dass Gott dir irgendetwas anvertraut. Manche Leute sagen: „Warum bin ich ungeeignet? Ich werde jeden Auftrag ausführen, den Gott mir anvertraut – wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja!“ Ihr könnt Dinge in eurem täglichen Leben nachlässig erledigen, und es spielt keine Rolle, wenn die Ergebnisse ein wenig zu wünschen übrig lassen. Aber Dinge, die von Gott anvertraut werden, das, was Gott vollbracht sehen möchte – wann sind diese jemals einfach? Wenn sie einem Dummkopf oder einem Betrüger anvertraut würden, jemandem, der bei allem, was er tut, oberflächlich ist, jemandem, der, nachdem er einen Auftrag angenommen hat, jederzeit und überall treulos handeln kann, würde das nicht ein großes Unterfangen verzögern? Wenn ihr wählen könntet, wenn ihr jemandem ein großes Unterfangen anvertrauen würdet, was für einer Person würdet ihr es anvertrauen? Was für eine Person würdet ihr wählen? (Eine vertrauenswürdige Person.) Zumindest muss diese Person zuverlässig sein, Charakter haben, und egal wann oder wie groß die Schwierigkeiten sind, denen sie begegnet, sie würde ihr ganzes Herz und ihre ganze Energie darauf verwenden, das zu vollenden, was du ihr anvertraut hast, und dir Rechenschaft abzulegen. Wenn das die Art von Person ist, die Menschen wählen würden, um ihr eine Aufgabe anzuvertrauen, um wie viel mehr ist das dann der Fall für Gott! Wen würde Gott also für dieses große Ereignis, die Zerstörung der Welt durch die Sintflut, auswählen – ein Ereignis, das den Bau einer Arche erforderte und jemanden, der würdig war zu überleben und übrig zu bleiben? Zuerst würde Er theoretisch jemanden auswählen, der geeignet wäre, übrig zu bleiben, der geeignet wäre, im nächsten Zeitalter zu leben. In Wirklichkeit muss diese Person vor allem anderen in der Lage sein, Gottes Worten zu gehorchen, sie muss wahren Glauben an Gott haben und alles, was Gott sagte – egal, was es beinhaltete, ob es mit ihren eigenen Auffassungen übereinstimmte, ob es ihrem Geschmack entspräche, ob es mit ihrem eigenen Willen übereinstimmte – als Gottes Worte behandeln. Egal was Gott von ihnen verlangte, sie sollten niemals die Identität Gottes leugnen, sie müssten sich immer als geschaffene Wesen betrachten und das Gehorchen gegenüber Gottes Worten immer als heilige Pflicht behandeln; das ist die Art von Person, der Gott dieses besondere Unterfangen anvertraut. In Gottes Herzen war Noah genau solch eine Person. Er war nicht nur jemand, der würdig war, im neuen Zeitalter übrig zu bleiben, sondern er war auch jemand, der eine schwere Verantwortung tragen konnte, der sich Gottes Worten kompromisslos bis zum Äußersten unterwerfen konnte und der sein Leben einsetzen würde, um das zu vollenden, was Gott ihm anvertraut hatte. Das war es, was Er in Noah fand. Von dem Moment an, als Noah Gottes Auftrag annahm, bis zu dem Moment, als er jede einzelne Aufgabe vollendete, die ihm anvertraut worden war – während dieser gesamten Zeit spielten Noahs Glaube und seine Haltung der Unterwerfung gegenüber Gott eine absolut entscheidende Rolle; ohne diese beiden Dinge hätte das Werk nicht vollendet werden können, und dieser Auftrag wäre nicht erfüllt worden.
Wenn Noah im Prozess der Annahme von Gottes Auftrag seine eigenen Vorstellungen, Pläne und Auffassungen gehabt hätte, wie hätte sich das gesamte Unterfangen dann verändert? Zunächst einmal, angesichts jedes Details, das Gott ihm mitteilte – die Spezifikationen und Arten der Materialien, die Mittel und Methoden des Baus der gesamten Arche sowie ihre Größe und Abmessungen –, hätte Noah, als er all das hörte, gedacht: „Wie viele Jahre würde es dauern, etwas so Großes zu bauen? Wie viel Mühe und Not würde es kosten, all diese Materialien zu finden? Ich wäre erschöpft! Würde eine solche Erschöpfung nicht mein Leben verkürzen? Seht nur, wie alt ich bin, und doch gönnt Gott mir keine Pause und bittet mich, etwas so Forderndes zu tun – könnte ich das ertragen? Nun, ich werde es tun, aber ich weiß mir zu helfen: Ich werde einfach im Großen und Ganzen tun, was Gott sagt. Gott sagte, ich solle eine Art wasserdichtes Kiefernholz finden. Ich habe von einem Ort gehört, wo ich welches bekommen kann, aber er ist ziemlich weit weg und ziemlich gefährlich. Es wird viel Mühe kosten, es zu finden und zu beschaffen, also wie wäre es, wenn ich eine ähnliche Art in der Nähe als Ersatz fände, eine, die mehr oder weniger gleich ist? Es wäre weniger riskant und würde weniger Mühe kosten – das wäre doch auch in Ordnung, oder?“ Hatte Noah solche Pläne? Wenn er sie gehabt hätte, wäre das wahre Unterwerfung gewesen? (Nein.) Zum Beispiel: Gott sagte, die Arche solle 100 Meter hoch gebaut werden. Hätte er, als er das hörte, gedacht: „Hundert Meter sind zu hoch, da könnte niemand hinaufgelangen. Wäre es nicht lebensgefährlich, hinaufzuklettern und daran zu arbeiten? Also werde ich die Arche etwas niedriger machen, sagen wir 50 Meter. Das ist weniger gefährlich und für die Menschen leichter zu besteigen. Das wäre doch in Ordnung, oder?“ Hätte Noah solche Gedanken gehabt? (Nein.) Wenn er sie gehabt hätte, glaubt ihr, Gott hätte die falsche Person ausgewählt? (Ja.) Noahs wahrer Glaube und seine Unterwerfung unter Gott erlaubten ihm, seinen eigenen Willen beiseitezuschieben; selbst wenn er solche Gedanken gehabt hätte, hätte er niemals danach gehandelt. In diesem Punkt wusste Gott, dass Noah vertrauenswürdig war. Erstens würde Noah keine Änderungen an den von Gott festgelegten Details vornehmen, noch würde er eigene Ideen hinzufügen, geschweige denn würde er irgendwelche von Gott festgelegten Details zu seinem eigenen persönlichen Vorteil ändern; stattdessen würde er alles, was Gott verlangte, buchstabengetreu ausführen, und ungeachtet dessen, wie schwer es war, Materialien für den Bau der Arche zu beschaffen, ungeachtet dessen, wie schwer oder anstrengend die Arbeit war, würde er sein Bestes tun und all seine Energie einsetzen, um sie gewissenhaft zu vollenden. Ist es nicht das, was ihn vertrauenswürdig machte? Und war dies eine reale Äußerungsform seiner wahren Unterwerfung unter Gott? (Ja.) War diese Unterwerfung absolut? (Ja.) Und sie war nicht mit irgendetwas befleckt, sie enthielt keine seiner eigenen Neigungen, sie war nicht mit persönlichen Plänen verfälscht, geschweige denn mit persönlichen Auffassungen oder Interessen; stattdessen war es reine, einfache, absolute Unterwerfung. Und war dies leicht zu erreichen? (Nein.) Einige Leute könnten widersprechen: „Was ist daran so schwer? Geht es nicht einfach darum, nicht selbstständig zu denken, sondern wie ein Roboter alles zu tun, was Gott sagt – ist das nicht einfach?“ Wenn es an der Zeit ist zu handeln, treten Schwierigkeiten auf; die Gedanken der Menschen ändern sich ständig, sie haben immer ihre eigenen Neigungen, und so neigen sie dazu, daran zu zweifeln, ob Gottes Worte vollbracht werden können; Gottes Worte sind für sie leicht anzunehmen, wenn sie sie hören, aber wenn es an der Zeit ist zu handeln, wird es schwierig; sobald die Mühsal beginnt, neigen sie dazu, negativ zu werden, und es ist nicht leicht für sie, sich zu unterwerfen. Es ist also offensichtlich, dass Noahs Charakter und sein wahrer Glaube und seine Unterwerfung wirklich nachahmenswert sind. Ist euch nun also klar, wie Noah reagierte und sich unterwarf, als er mit Gottes Worten, Befehlen und Anforderungen konfrontiert wurde? Diese Unterwerfung war nicht mit persönlichen Ideen befleckt. Noah verlangte von sich selbst absolute Unterwerfung, Gehorsam und Umsetzung von Gottes Worten, ohne vom Weg abzukommen, ohne kleine schlaue Tricks anzuwenden, ohne den Versuch, sich klug zu dünken, ohne eine hohe Meinung von sich selbst zu haben und zu denken, er könne Gott Vorschläge machen, er könne Gottes Befehlen eigene Ideen hinzufügen, und ohne seine eigenen guten Absichten beizusteuern. Ist es nicht das, was praktiziert werden sollte, wenn man versucht, absolute Unterwerfung zu erreichen?
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?