Wie man nach der Wahrheit strebt (8) Abschnitt Vier
Die erste Praxis, um nach der Wahrheit zu streben: Loslassen
Die Barrieren zwischen sich und Gott und die eigene Feindseligkeit Ihm gegenüber loszulassen
I. Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gott loslassen: Die eigenen Auffassungen und Vorstellungen über Gottes Werk loslassen
F. Gottes Werk verändert nicht die angeborenen Voraussetzungen der Menschen; es zielt darauf ab, ihre verdorbenen Dispositionen zu verändern
Sagt Mir, hat der Grad, in dem Menschen sich Gott widersetzen und sich gegen Ihn auflehnen, etwas damit zu tun, ob ihr Kaliber gut oder schlecht ist? Widersetzen sich Menschen Gott und lehnen sich gegen Ihn auf, weil sie ein schlechtes Kaliber besitzen? Habt ihr diese Frage jemals bedacht? Ist das eine Frage, die es wert ist, bedacht zu werden? (Ja.) Manche Leute sagen: „Wir widersetzen uns Gott sehr und lehnen uns stark gegen Ihn auf, weil wir ein schlechtes Kaliber haben und weil das Kaliber, das Gott uns gegeben hat, nicht gut ist.“ Ist diese Aussage korrekt? (Nein.) Zu welcher Kategorie gehört das Kaliber basierend auf unserer früheren Gemeinschaft über die Unterschiede zwischen angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen? (Angeborene Voraussetzungen.) Es gehört zu den angeborenen Voraussetzungen. Weißt du also, ob die verschiedenen Aspekte der angeborenen Voraussetzungen mit der Menschlichkeit und den verdorbenen Dispositionen der Menschen zusammenhängen? Beginnen wir mit dem Kaliber – bestimmt das Kaliber das Ausmaß, in dem eine Person sich gegen Gott auflehnt und sich Ihm widersetzt? (Nein.) Warum sagen wir, dass es nicht das Ausmaß bestimmt? Das hängt mit dem Grund zusammen, warum Menschen sich Gott widersetzen und sich gegen Ihn auflehnen. Lehnen sich Menschen wegen eines schlechten Kalibers gegen Gott auf und widersetzen sich Ihm? (Nein, es liegt daran, dass wir verdorbene Dispositionen haben.) Das ist richtig – das entspricht der Realität. Dein Widerstand und deine Rebellion gegen Gott und deine Unfähigkeit, dich der Wahrheit zu unterwerfen, sind nicht auf ein schlechtes Kaliber zurückzuführen, sondern darauf, dass du verdorbene Dispositionen hast. Und so kannst du dich nicht darüber beschweren, dass Gott dir ein schlechtes Kaliber gegeben hat, nur weil du in der Lage bist, dich Ihm zu widersetzen. Das Kaliber oder jeder andere Aspekt deiner angeborenen Voraussetzungen ist von Natur aus eine Voraussetzung, die du selbst hast; es handelt sich um eine intrinsische, angeborene Voraussetzung, die du als geschaffenes Wesen besitzt. Unabhängig davon, um welchen Aspekt der angeborenen Voraussetzungen es sich handelt, führt er nicht dazu, sich Gott zu widersetzen, und er hat keine Beziehung zu verdorbenen Dispositionen. Zum Beispiel bedeutet groß zu sein nicht, dass du weniger verdorbene Dispositionen hast. Schön zu sein oder helle Haut zu haben bedeutet nicht, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast. In eine Ethnie hineingeboren zu sein, die die Menschen schätzen und zu der sie aufblicken, bedeutet nicht, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast. Mit anderen Worten: Egal, welche angeborenen Voraussetzungen Gott einem Menschen gegeben hat, und egal, wie die angeborenen Voraussetzungen eines Menschen sind, sie haben keine Beziehung zu den verdorbenen Dispositionen dieser Person. Zum Beispiel führt das Aussehen einer Person an sich nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Da die Menschen jedoch verdorbene Dispositionen haben, könnte jemand, der gut aussieht, denken: „Ich bin schön, also sollte ich Status haben und respektiert werden.“ Das sind Offenbarungen verdorbener Dispositionen. Manche Leute nutzen ihr gutes Aussehen, um ihre Stärken auszuspielen, und offenbaren daher viele inkorrekte Aussagen und Handlungen. Diese Aussagen und Handlungen werden alle durch ihre verdorbenen Dispositionen verursacht, nicht durch ihre angeborenen Voraussetzungen. Unabhängig davon, ob du ein gutes oder schlechtes Kaliber besitzt, führt das Kaliber an sich nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Wenn du ein gutes Kaliber hast, aber die Wahrheit nicht verstehst oder akzeptierst, wirst du dich Gott trotzdem widersetzen und dich gegen Ihn auflehnen, weil du verdorbene Dispositionen hast. Wenn du ein schlechtes Kaliber hast, aber die Wahrheit akzeptieren kannst, und sobald du verstehst, was Gott dir zu tun oder zu lassen gebietet, dich daran halten kannst und in der Lage bist, nicht auf der Grundlage deiner verdorbenen Dispositionen zu handeln, dann wirst du dich weder gegen Gott auflehnen noch wirst du aalglatt oder nachlässig, oberflächlich, eigenwillig oder willkürlich und rücksichtslos sein. Unabhängig davon, ob du ein schlechtes Kaliber hast oder nicht, solange du verdorbene Dispositionen hast, wirst du dich gegen Gott auflehnen und dich Ihm widersetzen, selbst wenn du Gottes Worte verstehen kannst. Weil du verdorbene Dispositionen als dein Leben hast, entwickelst du natürlich verschiedene satanische Gedanken und Sichtweisen und satanische Philosophien für weltliche Belange sowie satanische Sichtweisen, die deiner Betrachtung von Menschen und Dingen zugrunde liegen, und du wirst dich zur Schau stellen, dich verteidigen und ständig danach streben, dich hervorzutun und dich über andere zu stellen und sogar andere zu kontrollieren und zu beherrschen. Diese Äußerungsformen stammen alle aus der satanischen Natur der Menschen. Wenn du verschiedene Dinge auf der Grundlage deiner satanischen Natur und deines satanischen Lebens tust, dann wirst du dich Gott widersetzen, unabhängig davon, ob du ein gutes oder schlechtes Kaliber hast. Das Kaliber an sich führt nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Du hast ein schlechtes Kaliber, aber kannst du nach Gottes Worten handeln, solange du sie verstehst? Wenn du keine verdorbenen Dispositionen hast oder nicht nach deinen verdorbenen Dispositionen lebst, dann kannst du das absolut erreichen. Nehmen wir als Beispiel eine besondere Stärke – die Leute denken oft: „Da ich diese Stärke habe, bin ich anderen überlegen; ich sollte im Haus Gottes Status haben, ich sollte ein Leiter oder eine Säule im Haus Gottes sein.“ Diese Gedanken werden nicht durch eine Stärke verursacht, sondern durch verdorbene Dispositionen. Weil die Menschen verdorbene Dispositionen als ihr Leben haben, werden all die Dinge, die sie offenbaren, ausleben und zeigen, sowie ihre Perspektiven, Haltungen und Grundsätze bei der Betrachtung verschiedener Menschen, Ereignisse und Dinge, dadurch verursacht, dass sie verdorbene Dispositionen als ihr Leben haben. Diese werden nicht durch irgendeine angeborene Voraussetzung verursacht, die Gott ihnen gegeben hat. Verstehst du? (Ja.) Was bezwecke Ich damit, über diese Worte Gemeinschaft zu halten? Der Zweck dieser Gemeinschaft ist es, euch zu befähigen, eure tatsächliche Situation klarer zu verstehen und zu erkennen sowie euer Kaliber zu erkennen – sei kein Mensch ohne Vernunft und führe keine sinnlosen Kämpfe darüber, ein durchschnittliches oder schlechtes Kaliber zu haben, oder biete sogar sinnlose Ausreden an, um darzulegen, dass dein Kaliber nicht schlecht ist. Diese Handlungen sind wertlos. Diese Gemeinschaft soll dich befähigen, dein Kaliber und deine verschiedenen Fähigkeiten genau zu verstehen und dann deinen richtigen Platz zu finden und dich deinem richtigen Platz entsprechend zu verhalten. Dies wird dir mehr dabei helfen, ein richtiges geschaffenes Wesen zu sein, richtig in deiner Position als geschaffenes Wesen zu stehen und die Pflichten eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Natürlich wird es dir auch zu einem gewissen Grad mehr dabei helfen, deine verdorbenen Dispositionen abzulegen. Unabhängig davon, auf welchem Niveau dein Kaliber oder deine verschiedenen Fähigkeiten sich befinden, bestimmen sie nicht, in welchem Maße du dich Gott widersetzt und gegen Ihn auflehnst. Mit anderen Worten: Man könnte auch sagen, dass deine verdorbenen Dispositionen nicht vom Grad deines Kalibers abhängen, und noch weniger hängen sie von deinen angeborenen Voraussetzungen ab. Die verdorbenen Dispositionen der Menschen entstehen in ihrem angeborenen, ureigenen Fleisch. Nachdem die Menschen von Satan verdorben wurden, wurden ihre verdorbenen Dispositionen zu ihrem inneren Leben. Wenn du deine verdorbenen Dispositionen noch nicht abgelegt hast, nutzt du deine angeborenen Voraussetzungen aus, um auf der Grundlage dieses satanischen Lebens zu sprechen und zu handeln. Das bedeutet, dass du, bevor du deine verdorbenen Dispositionen ablegst, die verschiedenen angeborenen Voraussetzungen, die Gott dir gegeben hat, ausnutzt, um deine eigenen Zwecke zu verfolgen. Wir können also sagen: Wenn du deine verdorbenen Dispositionen nicht ablegst, nutzt du die verschiedenen angeborenen Voraussetzungen, die Gott dir gegeben hat, aus oder trittst sie mit Füßen; wenn du dich im Prozess des Strebens nach der Wahrheit und des Praktizierens der Wahrheit befindest, um deine verdorbenen Dispositionen abzulegen, machst du dir die verschiedenen angeborenen Voraussetzungen, die Gott dir gegeben hat, richtig und effektiv zunutze; wenn du dich von einem Leben der verdorbenen Dispositionen zu einem Leben der Wahrheit wandelst, verwendest du die angeborenen Voraussetzungen, die Gott dir gegeben hat, richtig und korrekt – mit anderen Worten, auf eine sinnvollere Weise. Verstehst du jetzt? Angeborene Voraussetzungen an sich sind nicht die Grundursache des Widerstands der Menschheit gegen Gott. Stattdessen sind die satanischen, verdorbenen Dispositionen der Menschen und das von Satan in die Menschen eingepflanzte Leben die Grundursache des Widerstands und der Rebellion der Menschheit gegen Gott. Ist das nicht der Fall? (Doch.) Ist dieses Thema dir jetzt im Grunde klar? (Ja.)
6. Verschiedene Äußerungsformen von angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen
Bevor wir über das Thema Kaliber Gemeinschaft hielten, hielten wir Gemeinschaft über einige Äußerungsformen in Bezug auf drei Aspekte: angeborene Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbene Dispositionen. Über welche Äußerungsformen hielten wir letztes Mal Gemeinschaft? (Die Äußerungsformen, über die wir letztes Mal Gemeinschaft gehalten haben, waren: fleißig bei der Erledigung von Dingen zu sein, Dinge methodisch zu erledigen, bei Dingen stark anzufangen, aber schwach zu beenden, umsichtig zu handeln, sowie große Reden zu schwingen und zu prahlen, nachlässig zu sein, sich gerne zur Schau zu stellen, Arme zu verachten und Reiche zu bevorzugen, sich bei Machthabern einzuschmeicheln, ein außergewöhnliches Gedächtnis zu haben und so weiter.) Über diese halten wir nicht weiter Gemeinschaft. Wir werden weiterhin über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und Offenbarungen verdorbener Dispositionen Gemeinschaft halten. Wenn diese Äußerungsformen auftreten, musst du wissen, zu welcher Art Äußerungsform sie gehören, und in der Lage sein, sie zu unterscheiden und zu erkennen; nur dann kannst du sie richtig angehen. Wenn sich eine Äußerungsform auf angeborene Voraussetzungen bezieht, die unveränderlich sind, brauchst du dich nicht damit zu befassen. Wenn eine Äußerungsform zu einigen Makeln oder Fehlern der Menschlichkeit gehört, die überwunden, korrigiert oder geändert werden können, dann solltest du versuchen, sie zu korrigieren und zu ändern. Wenn es keine Notwendigkeit gibt, sie zu überwinden, und sie weder deine Pflichtausführung noch dein Streben nach der Wahrheit beeinträchtigen, dann brauchst du ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn eine Äußerungsform weder ein Problem der angeborenen Voraussetzungen noch ein Problem der Menschlichkeit ist, sondern verdorbene Dispositionen betrifft, dann muss sie geändert werden. Wenn du sie nicht wandelst oder änderst, dann wird eine von verdorbenen Dispositionen beherrschte Lebensart in dir Wurzeln schlagen und Macht ausüben. Das, was du dann auslebst und offenbarst, werden nicht nur geringfügige Probleme sein, wie zum Beispiel Schwierigkeiten, mit anderen auszukommen oder für andere unangenehm und nicht erbaulich zu sein. Stattdessen erreicht das, was du auslebst und offenbarst, das Niveau, die Wahrheit zu verletzen, die Wahrheitsgrundsätze zu verletzen, sich Gott zu widersetzen, Gott abzulehnen, Gott feindselig gegenüberzustehen und – man kann sogar sagen – in Opposition zu Gott zu stehen. Gerade weil verdorbene Dispositionen dieser Natur sind, musst du, sobald diese Äußerungsformen verdorbene Dispositionen betreffen, diese verdorbenen Dispositionen erkennen und dann die Wahrheit suchen, die Grundsätze der Praxis der Wahrheit verstehen und erfassen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren, um diese verdorbenen Dispositionen zu ersetzen, sodass sie nicht länger dein Leben beherrschen und an ihrer Stelle die Wahrheit zu deinem Leben wird und dein tägliches Leben und das, was du auslebst, beherrscht.
Vergesslichkeit
Wir halten weiterhin über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Voraussetzungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft. Die letzte Äußerungsform, über die wir beim letzten Mal Gemeinschaft hielten, war ein gutes Gedächtnis, richtig? (Ja.) Zu welchem Aspekt gehört dann Vergesslichkeit? (Angeborene Voraussetzungen.) Sie ist eine angeborene Voraussetzung und auch ein Makel der Menschlichkeit – sie betrifft nur diese beiden Aspekte. Ist Vergesslichkeit eine verdorbene Disposition? (Nein.) Offensichtlich nicht. Manche Menschen sind vergesslich, weil sie von Natur aus ein schlechtes Gedächtnis haben, während andere vergesslich werden, weil das Gehirn altert und das Gedächtnis mit zunehmendem Alter nachlässt. Wenn Vergesslichkeit angeboren ist, gehört sie zu den angeborenen Voraussetzungen; wenn sie erworben ist, dann ist sie ein Makel der Menschlichkeit. Von Natur aus vergesslich zu sein, wird natürlich auch als Makel angesehen, richtig? (Ja.)
Die Fähigkeit, Dinge im Voraus zu planen und besonders berechnend zu sein
Die Fähigkeit, Dinge im Voraus zu planen – zu welchem Aspekt gehört das? (Das ist ein Vorzug der Menschlichkeit.) Das ist ein Vorzug der Menschlichkeit. Bevor Menschen, die fähig sind, Dinge im Voraus zu planen, etwas tun, planen sie ihre Handlungen und folgen dann den Schritten, ohne impulsiv, unbedacht oder unüberlegt zu handeln. Sie handeln besonnen, stürzen sich nicht aus einer Laune heraus auf die Dinge, sondern überlegen vorher, wie sie vorgehen sollten, mit wem sie gehen sollten, was in besonderen Umständen zu tun ist, welche Dokumente oder Gegenstände mitgebracht werden müssen, ob je nach Umgebung einige wesentliche Dinge des täglichen Bedarfs mitgebracht werden müssen und so weiter. Sie sind in der Lage, all diese Dinge zu berücksichtigen. Bevor sie Dinge tun, treffen sie gründliche Vorbereitungen, berücksichtigen zusätzliche Faktoren und sind in ihren Überlegungen sorgfältiger. Sie schätzen im Voraus den Unterschied zwischen günstigen und ungünstigen Voraussetzungen ab und unterscheiden zwischen dem bestmöglichen Fall und den schlimmstmöglichen Konsequenzen. Sie treffen vernünftige Vorkehrungen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Weil sie fähig sind, zu planen und vernünftige Vorkehrungen zu treffen, ist ihre Handhabung von Angelegenheiten in der Regel gründlicher. Bei den von ihnen arrangierten Dingen und Reiseplänen treten seltener unerwartete Komplikationen auf, und die Ergebnisse ihrer Arbeit sind tendenziell besser. Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten, sind nicht besorgt, sondern fühlen sich entspannter. Kann man dann sagen, dass die Fähigkeit, im Voraus zu planen, relativ gesehen zu den Vorzügen der Menschlichkeit gehört? (Ja.) Das deckt die Fähigkeit zur Vorausplanung ab. Ist es also gut oder schlecht, berechnend zu sein? (Es ist nicht gut. Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Die Fähigkeit, im Voraus zu planen, ist ein Vorzug und eine Stärke der Menschlichkeit – sie ist positiv –, während berechnend zu sein ein Makel der Menschlichkeit ist. Wenn zum Beispiel zwei Personen eine Mahlzeit essen, die insgesamt zehn Yuan kostet, und beim Bezahlen eine berechnende Person fünf Yuan und fünfzig Cent zahlt, während die andere Person vier Yuan und fünfzig Cent zahlt, denkt sie: „Das ist nicht richtig – er hat fünfzig Cent weniger bezahlt. Jeder sollte fünf Yuan zahlen, damit es fair und vernünftig ist.“ Sie berechnet sogar einen so kleinen Betrag. Wenn sie das Gefühl hat, einen Verlust erlitten zu haben, fühlt sie sich unwohl und sucht immer nach einer Gelegenheit, ihre Verluste durch List wieder hereinzuholen. Wenn sie ihre Verluste auf diese Weise nicht wieder hereinholen kann, kann sie nicht gut essen oder schlafen. Berechnend zu sein ist ein Makel der Menschlichkeit. Wenn dies ernst wird und eine solche Person sogar in wichtigen Angelegenheiten berechnend ist, immer versucht, aus anderen Nutzen zu ziehen oder andere auszunutzen, oder häufig auf Intrigen zurückgreift, um ihre Berechnungen anzustellen, dann ist dies nicht mehr nur ein Makel der Menschlichkeit, sondern hat mit einer verdorbenen Disposition zu tun. Wenn das berechnende Verhalten andere nicht beeinträchtigt oder deren Interessen nicht schädigt und sich nur in trivialen Angelegenheiten des täglichen Lebens zeigt, letztendlich aber zu häufigen Misserfolgen oder schlechten Ergebnissen bei der Erledigung von Angelegenheiten führt, ist dies ein Makel der Menschlichkeit.
Was für ein Problem ist Geiz? (Ein Makel der Menschlichkeit.) Welche Äußerungsformen machen Geiz aus? Wenn zum Beispiel eine geizige Person im Begriff ist, irgendwohin zu fahren, und jemand sagt: „Es liegt zufällig auf dem Weg, kannst du mich mitnehmen? Es dauert nur fünf Minuten, und ich kann dir etwas Geld für den Sprit geben“, fürchtet sie, dass die Person nach der Fahrt nicht bezahlen könnte, und findet eine Ausrede, um ihr die Mitfahrgelegenheit zu verweigern – das ist Geiz. Es gibt auch solche, die, wenn sich jemand etwas von ihnen leihen möchte, und sie es nicht verleihen wollen, sagen: „Ich benutze es gerade. Es passt mir im Moment leider nicht, es dir zu leihen. Du solltest jemand anderen fragen.“ Sie sind extrem knauserig und kleinlich; sie pflegen keine normalen zwischenmenschlichen Beziehungen und fürchten sich sehr davor, von anderen ausgenutzt zu werden, während sie selbst immer darauf hoffen, andere ausnutzen zu können. Das nennt man Geiz. Es gibt auch solche, die, wenn du dir von ihnen zehn Yuan leihen möchtest, um eine Mahlzeit und einige andere Dinge zu kaufen, darüber nachdenken: „Ich leihe dir nur fünf Yuan für die Mahlzeit – keinen Cent mehr!“ Am nächsten Tag, wenn sie dich sehen, fragen sie sogar: „Wie war die Mahlzeit? Hast du die ganzen fünf Yuan ausgegeben?“ Ihre Worte deuten subtil an: „Beeil dich und zahl mir das Geld zurück! Du schuldest mir noch was für diese Mahlzeit. Wenn du es mir nicht zurückzahlst, musst du mich zum Essen einladen!“ Menschen dieser Art sind in ihrem Verhalten extrem kleinlich und berechnend. Sie sind nicht nur berechnend, wenn es um materielle Dinge geht, sondern auch besonders berechnend in zwischenmenschlichen Beziehungen. Egal, was jemand zu ihnen sagt, sie lesen immer etwas hinein und grübeln über die Bedeutung dahinter. Wenn die Worte sie verletzen oder ihre Interessen beeinträchtigen, schlagen sie sofort zurück. Selbst in Gesprächen versuchen sie, sich Vorteile zu verschaffen und weigern sich hartnäckig, Verluste hinzunehmen. Das ist nicht mehr nur kleinlich oder geizig – es ist eine verdorbene Disposition. Wenn es nur darum geht, in täglichen materiellen und finanziellen Angelegenheiten immer zu versuchen, Vorteile zu erlangen und Verluste zu vermeiden, ist dies lediglich ein Makel der Menschlichkeit und erreicht nicht das Niveau einer verdorbenen Disposition. Wenn es jedoch die Grundsätze des Sich-Verhaltens und Handelns betrifft, dann ist es kein Makel der Menschlichkeit mehr, sondern hat das Niveau einer verdorbenen Disposition erreicht. Wozu gehört dann Großzügigkeit? (Sie ist ein Vorzug der Menschlichkeit.) Sie kann als ein Vorzug der Menschlichkeit eingestuft werden. Im Umgang mit anderen sind großzügige Menschen nicht sehr um Gewinne und Verluste bedacht. Wenn andere sich kleine Vorteile verschaffen oder ihnen etwas Kleines wegnehmen, oder wenn ihnen jemand manchmal geliehenes Geld nicht zurückgibt, sind sie bei solchen Dingen nicht wirklich berechnend. Sie sind relativ großzügig und tolerant gegenüber anderen – das ist ein Vorzug der Menschlichkeit.
Kleinlichkeit
Was für ein Problem ist Kleinlichkeit? (Sie ist ein Makel der Menschlichkeit.) Sie ist ein Makel der Menschlichkeit. Was ist die Äußerungsform von Kleinlichkeit? (Eine Neigung, sich über Kleinigkeiten aufzuregen.) Wenn du zum Beispiel während einer Mahlzeit zu einer kleinlichen Person sagst: „Du hast einen wirklich großen Appetit – du isst mehr als die meisten Leute“, wird sie wütend: „Nennst du mich einen Vielfraß?“ Du hast eine Bemerkung gemacht, die sie versehentlich verletzt oder verärgert hat, und sie nimmt es sich zu Herzen und lässt es nicht los. Sie kann einen halben Monat lang wütend auf dich sein und sich weigern, mit dir zu sprechen, und du wirst keine Ahnung haben, was der Grund dafür ist. Eigentlich hast du nur eine beiläufige Bemerkung gemacht, ohne die Absicht, sie zu verspotten, aber sie bauscht diesen Kommentar unerwartet auf und glaubt, dass sie ausgelacht wurde. Sie nimmt sich selbst diese kleine Angelegenheit zu Herzen und übertreibt sie maßlos, macht aus einer Mücke einen Elefanten und zeigt überhaupt keine Nachsicht – das ist Kleinlichkeit. Wie kleinlich kann eine solche Person sein? Sie kann so eigensinnig sein wie Kinder – niemand wagt es, sie zu provozieren. Im Umgang mit solchen Personen muss man immer vorsichtig sein; man wagt es nicht, normal mit ihnen zu sprechen, denn wenn du das tust, könnte alles, was du sagst, sie beleidigen oder verletzen, und das wird Konsequenzen haben – beim nächsten Treffen werden sie ein finsteres Gesicht machen, den Blickkontakt meiden und sogar Dinge zerschlagen. Wenn du versuchst, mit ihnen zu reden, werden sie dich ignorieren. Weder ein Gespräch über die Angelegenheit noch gutes Zureden wird helfen. Wenn du in ihrer Nähe sitzt, werden sie dich meiden und ignorieren. Egal, wie alt sie sind, sie bekommen immer kindische Wutanfälle und handeln eigensinnig – ist das nicht Kleinlichkeit? (Doch.) Das ist ein Makel der Menschlichkeit. Mit solchen Leuten ist es sehr schwierig, auszukommen. Wenn die Brüder und Schwestern mit offenen Herzen Gemeinschaft halten und sich gegenseitig auf ihre Mängel hinweisen, wagt es niemand, solche Leute darauf anzusprechen. Aber wenn sie nicht in die Gemeinschaft einbezogen werden, werden sie unzufrieden und fangen an, sich Gedanken zu machen: „Ihr alle haltet gemeinsam mit offenen Herzen Gemeinschaft und helft einander, aber ihr behandelt mich nicht wie einen Bruder oder eine Schwester.“ Gar nichts zu ihnen zu sagen ist auch nicht gut – man muss zumindest eine Kleinigkeit zu ihnen sagen: „Du bist großartig, aber manchmal ist dein Temperament nicht so gut. Allerdings haben wir auch unsere Fehler und achten oft nicht darauf, was wir sagen.“ Wenn du es nicht so formulierst und nur sagst, dass sie ein schlechtes Temperament haben und kleinlich sind, wird es nicht funktionieren – sie werden wütend werden. Im Umgang mit ihnen musst du besonders vorsichtig sein und sorgfältig sprechen. Wenn du etwas Unangebrachtes sagst, wirst du die Konsequenzen tragen müssen. Daher ist der Umgang mit ihnen besonders anstrengend. Nichtgläubige haben dafür einen Begriff, sie sagen, Menschen dieser Art hätten „Herzen aus Glas“, was bedeutet, dass sie besonders leicht verletzlich sind. Bei der geringsten Kleinigkeit fühlen sich solche Menschen gekränkt, fangen an zu weinen, weigern sich zu essen, können nicht schlafen und werden negativ. Sie sagen: „Ihr alle sagt, dass ich nichts tauge. Keiner von euch mag mich, keiner von euch unterhält sich mit mir, und ihr alle meidet mich und wollt nicht in meiner Nähe sein.“ Ist das nicht kindisch? (Doch.) Jemand sagt: „Dein Herz ist so zerbrechlich wie Glas – es zerspringt bei der geringsten Verletzung. Wer würde es wagen, dich zu entlarven? Wer würde es wagen, mit dir zu tun zu haben? Jeder hat Angst davor.“ Zu sagen, dass Menschen dieser Art eine böse Menschlichkeit haben, wäre nicht objektiv – sie begehen wirklich keine bösen Taten. Es ist nur so, dass sie besonders launisch sind – sie sind eigensinnig, pingelig und haben das Temperament eines Kindes. Man darf nicht mit ihnen aneinandergeraten oder sie provozieren. Wenn du nachsichtig mit ihnen bist, sagen sie, dass du auf sie herabsiehst und sie nicht ernst nimmst; wenn du es ernst mit ihnen meinst, sagen sie, dass du pingelig mit ihnen bist – egal, was du tust, es ist falsch. Wenn du mit Menschen dieser Art Umgang hast und dein Ansatz geeignet ist und du es schaffst, sie zufriedenzustellen, können sie, selbst wenn ihr Kaliber etwas schlecht ist, ihre Pflicht gut tun. Aber wenn dein Ansatz nicht geeignet ist und etwas sie verärgert, werden sie negativ, und du musst dir den Kopf zerbrechen, um Wege zu finden, sie zu besänftigen. Kleinliche Menschen sind sehr anstrengend. Wegen einer trivialen Angelegenheit können sie ewig weinen, bis ihre Augen ganz rot sind. Wenn eine triviale Angelegenheit nicht nach ihren Vorstellungen läuft, können sie stundenlang schmollen. Wenn sie in Wut geraten, kann es sein, dass sie einen halben Monat lang niemanden beachten und nicht mit anderen sprechen. Menschen dieser Art haben ein schlechtes Temperament und sind kleinlich, aber sie erledigen trotzdem die Arbeit, die sie tun sollen – nur eben wütend. Sobald sich ihre Stimmung verbessert, können sie wieder gut arbeiten. Insgesamt sind dieser Makel und dieses Problem ihrer Menschlichkeit schwerwiegend. Sie neigen dazu, eine angespannte Atmosphäre zu schaffen und sowohl sich selbst als auch anderen Ärger zu bereiten und Lasten aufzuerlegen. Menschen dieser Art haben nicht die Großmut von Erwachsenen oder die Haltung von Erwachsenen für weltliche Belange. Sie sind ein wenig wie etwa zehnjährige Kinder – man kann nicht sagen, dass sie vernünftig sind, weil sie nicht wirklich vernünftig sind, aber man kann auch nicht sagen, dass sie unreif sind, weil sie immer wie Erwachsene sprechen. Wenn du sie wie Erwachsene behandelst, dann ist es möglich, dass alles, was du sagst, ihnen missfällt und sie sich eingeschränkt fühlen, was dazu führt, dass sie plötzlich einen Wutanfall wie ein Kind bekommen. Aber wenn du sie wie Kinder behandelst, haben sie das Gefühl, dass du auf sie herabsiehst. Kurz gesagt, sie verhalten sich sehr abnormal. Das ist ein Makel der Menschlichkeit. Wenn jemand diese Art von Problem hat, sollte er sich ändern und danach streben, zu lernen, tolerant und nachsichtig zu sein, zu lernen, Probleme auf die richtige Weise und mit der richtigen Haltung anzugehen und zu handhaben und mit anderen auf die rationale Weise normaler Menschen umzugehen. Selbst wenn die meisten Menschen die Wahrheit oder die richtige Vorgehensweise nicht akzeptieren, solltest du dich davon weder einschränken oder beeinflussen lassen, noch solltest du dich dadurch einengen oder binden lassen. Du solltest trotzdem darauf bestehen, die Dinge auf die richtige Weise zu tun. Gib nicht auf, selbst wenn du es als schwierig empfindest – das ist auch Teil des Lernprozesses. Allmählich werden deine Menschlichkeit, deine Einsicht und andere Aspekte reifen, und du wirst wachsen. Was ist das Zeichen des Wachstums? Es ist die Fähigkeit, mit den meisten Menschen harmonisch auszukommen; es bedeutet, es ertragen, verstehen und richtig damit umgehen zu können, wenn jemand etwas Unangenehmes sagt, einen Witz macht oder etwas Verletzendes zu dir sagt. Wenn das, was andere sagen, unangenehm klingt, aber deine tatsächliche Situation widerspiegelt, solltest du es akzeptieren und anerkennen. Wenn jemand versehentlich etwas sagt, das dich beleidigt, und du siehst, dass es unbeabsichtigt war, solltest du Toleranz üben. Wenn jemand dich absichtlich ins Visier nimmt und einige sehr verletzende Dinge sagt, dann musst du dich beruhigen, zu Gott beten und suchen: „Warum nimmt er mich so ins Visier? Was ist seine Absicht? Ist er ein böser Mensch, oder ist dies eine Offenbarung einer verdorbenen Disposition? Wenn er ein böser Mensch ist, dann muss ich ihm gegenüber unterscheidungsfähiger und wachsamer sein. Wenn das, was er sagt, richtig ist und mit der Wahrheit übereinstimmt, werde ich es akzeptieren; wenn es falsch ist, dann gibt es auch keine Notwendigkeit, mit ihm zu streiten. Wenn er eine verdorbene Disposition offenbart, werde ich sehen, ob er die Wahrheit akzeptieren kann. Wenn er die Wahrheit akzeptieren kann, dann werde ich mit ihm über die Wahrheit Gemeinschaft halten. Wenn er die Wahrheit nicht akzeptiert, dann kann ich nur Nachsicht üben.“ Löst das nicht das Problem? Auf diese Weise kannst du, wenn du mit allen Arten von Menschen Umgang pflegst, dies mit gegenseitiger Toleranz und gegenseitiger Hilfestellung tun und harmonisch mit ihnen auskommen – das ist immer besser, als eine kleinliche Person zu sein. Kleinliche Menschen bereiten anderen einerseits erhebliches Unbehagen und andererseits finden sie in keiner Gruppe Anschluss und wirken sehr isoliert und fehl am Platz. Einige gutherzige Menschen werden Mitleid mit dir haben, und jeder wird dir eigentlich helfen wollen, weil ihr alle Brüder und Schwestern seid, aber findest du nicht, dass du befremdlich auf andere wirkst, wenn du dich immer so isolierst und allein bleibst? (Doch.) Warum bist du fehl am Platz? Es liegt daran, dass du diesen Makel der Menschlichkeit hast, also solltest du daran arbeiten, ihn zu überwinden und dich allmählich zu ändern, richtig? (Ja.)
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?