Wie man nach der Wahrheit strebt (2) Abschnitt Zwei
Wer an Gott glaubt, sollte verstehen, was genau Gottes Werk an den Menschen verändern will, wie Gott das Problem der menschlichen Verdorbenheit löst und was Er in den Menschen vollbringen will – das sind doch Fragen, über die klar und deutlich Gemeinschaft gehalten werden sollte, nicht wahr? Zusammengefasst sollte man genau verstehen, welche Wirkungen Gott mit Seinem Werk an den Menschen erzielen will. Erstens bringt Er in dieser Phase Seines Werkes die Wahrheit zum Ausdruck und versorgt die Menschen mit Leben. Die Arbeit, Menschen mit der Wahrheit zu versorgen, besteht darin, klar und deutlich über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft zu halten, an die sich die Menschen halten müssen, wenn sie im wirklichen Leben mit allen Arten von Menschen, Ereignissen und Dingen konfrontiert werden, damit sie Menschen und Dinge auf der Grundlage dieser Wahrheitsgrundsätze betrachten und sich dementsprechend verhalten und handeln können, nachdem sie sie verstanden haben. Auf dieser Basis werden ihre verdorbenen Dispositionen beseitigt, und sie werden befähigt, diese abzulegen und sich Gott wahrhaftig und absolut zu unterwerfen. Natürlich ist dies auch ein Zeichen der Errettung, und es ist eine wahre Äußerungsform der Errettung, die letztendlich in den Menschen sichtbar wird. Was sind die Hauptprobleme, die im gesamten Prozess, in dem Gott die Menschen mit der Wahrheit versorgt, gelöst werden müssen? Es sind hauptsächlich zwei Arten von Problemen zu lösen. Die erste, die es zu lösen gilt, sind die Auffassungen der Menschen. Die verschiedenen abwegigen und absurden, verdrehten und unnachgiebigen Gedanken und Ansichten der Menschen, die von Satan stammen, werden zusammenfassend als Auffassungen der Menschen bezeichnet. Diese fehlerhaften Gedanken und Ansichten kontrollieren die Gedanken und Verhaltensweisen der Menschen und sind bereits zu einer grundlegenden Theorie des Denkens geworden, nach der sie Menschen und Dinge betrachten und sich verhalten und handeln, und deshalb müssen sie gründlich beseitigt werden. Dies ist ein Problem, das die Gedanken der Menschen betrifft und gelöst werden muss. Die andere Art von Problem, die es zu lösen gilt, sind die verdorbenen Dispositionen der Menschen. Verdorbene Dispositionen sind ein Thema, über das im Kirchenleben oft Gemeinschaft gehalten und diskutiert wird und das im Detail analysiert wird. Einige verdorbene Dispositionen werden durch die abwegigen und absurden Gedanken und Ansichten der Menschen verursacht, während andere verdorbene Dispositionen rein satanische Dispositionen sind. Die beiden Dinge, die Gott durch Sein Werk und Seine Worte in den Menschen beseitigen will, sind ihre Auffassungen und ihre verdorbenen Dispositionen. Ersteres bezieht sich darauf, wie man Menschen und Dinge betrachtet, während Letzteres sich darauf bezieht, wie man sich verhält und handelt. Wenn diese beiden Dinge beseitigt sind und die Menschen die Wahrheit gewonnen haben und fähig sind, sich Gott zu unterwerfen und mit Ihm vereinbar zu werden, dann hat Gottes Werk seine Wirkung erzielt und ist zu seinem Ende gekommen. Doch während des gesamten Prozesses von Gottes Werk – sei es die Art und Weise, wie Gott wirkt, die spezifischen Schritte Seines Werkes oder jede der von Ihm zum Ausdruck gebrachten Wahrheiten – zielt nichts davon auf Aspekte wie die Persönlichkeit, das Kaliber, die Fähigkeiten, die Instinkte, die Lebensgewohnheiten und die Routinen der Menschen oder ihre Interessen und Hobbys ab. Mit anderen Worten, das Ziel, der Zweck und die Bedeutung von Gottes Werk bestehen nicht darin, das den Leuten innewohnende Kaliber und ihre Fähigkeiten, Instinkte, Persönlichkeit und so weiter zu verändern. Ganz gleich, über welches Kaliber und welches Arbeitsvermögen du verfügst oder wie deine angeborene Persönlichkeit, deine Lebensgewohnheiten, deine Instinkte und deine verschiedenen anderen Aspekte sich darstellen, Gott achtet auf nichts von alledem. Er achtet nur darauf, ob du ein Mensch mit normaler Menschlichkeit bist, und auf dieser Grundlage versorgt Er dich mit der Wahrheit und wirkt an dir. Ganz gleich, mit welchen Aspekten der Wahrheit Gott dich versorgt oder welche Art von Werk Er an dir verrichtet, letztendlich geschieht dies nicht, um dein dir innewohnendes Kaliber und deine Instinkte zu verändern; es geschieht nicht, um dein Kaliber oder deine Instinkte zu erhöhen und zu verbessern oder sie besonders übernatürlich zu machen – Gott will mit Seinem Werk keinen dieser Aspekte verändern. Daher wird dein dir innewohnendes Kaliber, ganz gleich, wie viele Jahre du an Gott geglaubt, wie viele Predigten du gehört oder wie sehr du dich um Gottes Worte bemüht hast, gleich bleiben und sich nicht ändern. Es wird sich nicht ändern, weil du viele Jahre an Gott geglaubt, viele Jahre Predigten gehört und viele Jahre lang herumgelaufen und dich aufgewendet hast. Dasselbe gilt natürlich auch für deine Persönlichkeit, deine Instinkte, deine Lebensgewohnheiten, deine Interessen, deine Hobbys und so weiter; sie werden sich nicht ändern, weil du viele Jahre an Gott geglaubt und viele Jahre lang deine Pflicht ausgeführt hast. In den Auffassungen der Menschen bedeutet diese Veränderung sicherlich keine Herabsetzung, sondern eine Erhöhung – diese Dinge höher und besser zu machen als zuvor. Das heißt, ganz gleich, in welcher Phase sich Gottes Werk befindet oder welche Methode Er anwendet, um es auszuführen, Sein Werk verändert nicht das den Menschen innewohnende Kaliber, ihr Arbeitsvermögen, ihre Instinkte, ihre Persönlichkeit und so weiter. Wenn dein Kaliber also schlecht ist und du derzeit nicht das Kaliber besitzt, um ein Leiter, ein Mitarbeiter oder der Verantwortliche für eine bestimmte Arbeitsaufgabe zu sein, dann wirst du es auch in 20 oder 30 Jahren nicht besitzen; und selbst wenn du letztendlich aufgrund deines Strebens nach der Wahrheit errettet wirst, wirst du es auch dann nicht besitzen. Dein Kaliber wird sich nicht ändern. Werden sich dann deine Instinkte ändern? Jeder Mensch erlebt Geburt, Alter, Krankheit und Tod, und wenn er mit einschneidenden Ereignissen konfrontiert wird, wird er nervös, ängstlich, erschrocken und so weiter – auch diese Instinkte werden sich nicht ändern. Wenn die Menschen zum Beispiel ein besonders lautes Geräusch hören, werden sie sich alle ihre Köpfe bedecken und sich an einem sicheren Ort verstecken – das ist Instinkt. Wenn deine Hand eine Flamme oder etwas anderes Heißes berührt, wirst du sie instinktiv zurückziehen, oder wenn du eine schlechte Nachricht hörst, wirst du instinktiv innerlich zusammenzucken und dich entsetzt fühlen. Wenn du einer Gefahr gegenüberstehst, wird dein erster Gedanke instinktiv sein: „Bin ich in Sicherheit? Kommt diese Gefahr auf mich zu?“ Das ist Instinkt. Auch wenn jemand ausholt, um dich zu schlagen, wirst du instinktiv ausweichen, um dich zu schützen; wenn Staub oder Wasser in deine Augen gelangt, wirst du sie instinktiv schließen; und wenn du Zahnschmerzen hast, wirst du dir häufig an den Zahn fassen. Du wirst instinktiv reagieren – sei es durch einen natürlichen Reflex, eine bestimmte Äußerungsform oder eine instinktive Handlung. Die Menschen wurden mit diesen instinktiven Reaktionen geboren. Niemand kann sie ihnen nehmen, und auch Gott wird sie nicht ändern. Diese instinktiven Reaktionen wurden in den Menschen von Gott bei ihrer Erschaffung eingerichtet, um sie zu schützen. Sie sind etwas, das ein geschaffener Mensch besitzen muss. Gott wird diese Instinkte nicht wegnehmen, und du wirst sie auch nicht aufgrund deines Strebens nach der Wahrheit verlieren. Was meine Ich damit? Ich meine, dass es nicht so ist, dass du keine Angst haben wirst, wenn es brennt, oder dass du nicht spüren wirst, wie deine Hand verbrüht wird, wenn du sie in eine Pfanne mit heißem Öl legst, nur weil du nach der Wahrheit strebst, viele Wahrheiten verstanden hast und dich Gott wahrhaftig unterwirfst – das ist eine Unmöglichkeit. Was würdest du denken, wenn jemand ein solches Zeugnis ablegen würde? Würdest du ihn beneiden und bewundern? Wie würdest du das einschätzen und charakterisieren? Zumindest handelt es sich hierbei um ein übernatürliches Phänomen, und Gott würde es nicht vollbringen. Was die Instinkte betrifft, die Gott für die Menschheit geschaffen hat, so wird Gott dir diese deine Instinkte nicht nehmen, nur weil du nach der Wahrheit strebst, und Er wird diese Instinkte auch nicht in übernatürliche Kräfte verwandeln. Nehmen wir zum Beispiel an, du befindest dich in einem dunklen Raum und kannst nichts sehen; du wirst instinktiv die Hand ausstrecken, um deine Umgebung abzutasten, und mit deinen Ohren aufmerksam lauschen, um die Geräusche um dich herum zu unterscheiden, und dich instinktiv vorwärts tasten. Das Streben nach der Wahrheit allein führt nicht dazu, dass du über das Fleisch hinausgehst – es wird nicht so sein, dass sich deine Augen umso heller anfühlen, du die Dinge umso klarer sehen und dich umso leichter orientieren kannst, je dunkler es wird – das ist übernatürlich und etwas, das Gott nicht tut. Selbst wenn du viele Wahrheiten verstanden hast und in der Lage bist, dich der Wahrheit zu unterwerfen und die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, ist es schon großartig, wenn deine Instinkte in dieser Hinsicht gleich bleiben können und sich nicht zurückbilden, und doch willst du, dass sie übernatürlich werden – das ist eine Unmöglichkeit! Auch die Fähigkeit eines Menschen, Dinge zu betrachten, zu handhaben und Probleme zu lösen, will Gott mit Seinem Werk nicht verändern. Die Fähigkeit eines Menschen, Dinge zu handhaben, hängt einerseits von seinem Kaliber und andererseits von seinem angeborenen IQ ab, und sein IQ umfasst auch seine Begabungen. Manche Menschen besitzen von Geburt an besondere Fähigkeiten und Begabungen im Umgang mit äußeren Angelegenheiten, das heißt, sie sind gut im Denken und im Umgang mit Menschen, sie haben eine besondere angeborene soziale Kompetenz und wissen, wie man mit Menschen umgeht, Dinge betrachtet und bestimmte Angelegenheiten handhabt. Ihre Gedankengänge sind besonders klar und logisch, wenn es um alle möglichen Dinge geht. Wenn sie etwas betrachten, können sie den Kern der Sache ohne jegliche Abweichung oder Widersinnigkeit erfassen und Probleme relativ präzise lösen. Diese Art von Mensch besitzt die Fähigkeit, Angelegenheiten zu handhaben. Manche Menschen werden nicht mit dieser Fähigkeit geboren und lesen einfach gerne Bücher, pflanzen Blumen, säen Gras, halten Vögel und dergleichen. Wie nennt man das? Man nennt es eine kultivierte und gemächliche Lebensweise. Das sind Menschen, die nach Eleganz und Kultiviertheit streben. Sie sind nicht gut im Umgang mit Menschen oder im Erledigen äußerer Angelegenheiten; ihnen fehlt diese Fähigkeit. Wenn sie ausgehen und Angelegenheiten erledigen müssen, einen Anwalt konsultieren oder mit einer hochgestellten Persönlichkeit interagieren müssen, werden sie ganz schüchtern und ängstlich und wagen es nicht, dieser Person in die Augen zu sehen, und wenn ihnen Fragen gestellt werden, drucksen sie herum und wissen nicht, was sie sagen sollen. Sie sind zu nichts zu gebrauchen, nicht wahr? Wenn solche Menschen nicht mit einem Problem konfrontiert sind, können sie wirklich gut prahlen und sagen: „Ich habe dies und jenes getan, ich hatte eine glanzvolle Vergangenheit, ich habe einmal mit diesen und jenen Leuten verkehrt und diese und jene Berühmtheiten gekannt …“. Wenn sie jedoch tatsächlich geschickt werden, um etwas zu erledigen, verschwinden sie spurlos. Es stellt sich heraus, dass sie zu nichts anderem fähig sind als zu prahlen; sie haben kein wirkliches Talent und Wissen und sind nicht in der Lage, Angelegenheiten zu handhaben. Kann die Tatsache, dass jemand schlecht im Umgang mit Angelegenheiten ist, dadurch verändert werden, dass er nach der Wahrheit strebt? Leider nein, das kann sie nicht. Schau dir jene Personen an, die introvertiert sind und sich seit ihrer Kindheit davor fürchten, anderen Menschen zu begegnen. Wenn sie in ihren Zwanzigern oder Dreißigern sind, sind sie immer noch sehr nervös, wenn sie mit Menschen sprechen oder Angelegenheiten erledigen, die den Umgang mit Menschen erfordern. Wenn sie im mittleren Alter sind, fühlen sie sich immer noch schüchtern und erröten, wenn sie vor einer Menschenmenge sprechen. Solche Menschen werden sich, solange sie leben, niemals der weiten Welt stellen können. Andere Menschen sind anders, denn sie haben es schon seit ihrer Jugend gemocht, mit Menschen zu plaudern und zu interagieren. Egal, mit welcher hochgestellten Persönlichkeit sie interagieren, sie haben keine Angst, und egal, was sie tun, sie werden nicht ängstlich oder panisch. Sie haben Verstand und leiden daher nicht unter Lampenfieber. Je mehr Menschen anwesend sind, desto glücklicher und energiegeladener werden sie und desto mehr wollen sie sich in Szene setzen. Können die Persönlichkeit und die Fähigkeit eines Menschen, Angelegenheiten zu handhaben, dadurch verändert werden, dass er Gottes Werk erfährt? (Nein.) Gott verändert diese Eigenschaften der Menschen nicht. Manche Menschen wissen, dass ihre mangelnde Fähigkeit, Angelegenheiten zu handhaben, ein Mangel ihrer Menschlichkeit ist, und arbeiten daher hart daran, ihn zu überwinden. Es mag sein, dass sie im mittleren oder hohen Alter, nach jahrzehntelanger Härtung und dem Sammeln umfangreicher Erfahrung, gerade so in der Lage sind, einige unmittelbare Angelegenheiten zu bewältigen; aber sie werden immer noch nicht die Fähigkeit haben, kritische, lebensbedrohliche Angelegenheiten zu handhaben. Insbesondere gibt es einige Menschen, die im Alter nichts mehr selbst erledigen können; was auch immer sie zu erledigen versuchen, sie richten ein komplettes Chaos an – sie können es einfach nicht schultern – und sie können nicht einmal die Last auf sich nehmen, sich um ihre eigenen Familienangelegenheiten zu kümmern. Und was tun sie dann? In einigen Fällen haben ihre Kinder die Fähigkeit, Angelegenheiten zu handhaben, also lassen diese Leute sich von ihren Kindern helfen, während sie sich ins gemachte Nest setzen. Sie denken: „Ich habe einen Beitrag geleistet; ich habe die Fähigkeit, Angelegenheiten zu handhaben“, aber tatsächlich haben sie diese Fähigkeit nicht. Es waren ihre Kinder, die jetzt erwachsen und fähig sind, die Verantwortung zu übernehmen, die diese Angelegenheiten übernommen haben. Diese Leute mögen jetzt nicht mehr so nervös und ängstlich sein, wenn sie Dinge in Angriff nehmen, wie sie es in ihrer Jugend waren, aber das bedeutet nicht, dass sich ihre Fähigkeit, Angelegenheiten zu handhaben, verändert oder verbessert hat. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass sie älter sind, Erfahrung gesammelt haben und keine Angst mehr vor Dingen haben. Worauf bezieht sich „keine Angst mehr vor Dingen haben“? Es bedeutet, dass sie in der Lage sind, Angelegenheiten aufgeschlossener zu betrachten, weil sie viel erlebt und die Gesetzmäßigkeiten der Dinge erkannt haben. Wenn sie also wirklich auf eine kleine Gefahr stoßen, werden sie keine Angst haben und denken: „Nun, hier bin ich. Wenn du Geld willst, habe ich keins; wenn du mein Leben willst, dann bitte schön – tu, was immer du willst!“ Haben solche Menschen irgendwelche Fortschritte gemacht? Sie haben überhaupt keine Fortschritte gemacht – sie sind immer noch ziemlich nachlässig und wirrköpfig, wenn es darum geht, Dinge zu handhaben. Sie sind genauso unüberlegt und ungeduldig wie zuvor. Sie haben die Dinge vorher nicht durchgezogen, und sie haben sich auch bis heute kein bisschen verändert. So sind sie eben. Sagt Mir, ist das nicht die Realität der Dinge? (Ja.)
Unter euch gibt es Menschen jeden Alters. Hast du bis jetzt jemals etwas Besonderes erlebt – hat sich im Prozess des Strebens nach der Wahrheit dein Kaliber völlig verändert und ist viel besser geworden als zuvor, oder haben sich deine Instinkte verändert? Hast du jemals eine solche Erfahrung gemacht? (Nein.) Nun denn, hat jemals jemand gesagt: „Früher war ich ziemlich nutzlos. Ich war nicht redegewandt, hatte keine besonderen Fähigkeiten oder Fertigkeiten und auch keine soziale Kompetenz. Jetzt, da ich Gottes Werk angenommen habe, bin ich redegewandt, habe soziale Kompetenz, und wenn es darum geht, Dinge zu handhaben, bin ich intelligent, habe den Dreh raus und weiß, wie man mit Dingen umgeht“? Hat jemand diese Art von Erfahrung gemacht? (Nein.) Einige sagen: „Obwohl mir diese Dinge nicht passiert sind, habe ich im Laufe meiner Erfahrungen mit Gottes Werk, nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen bin, das Gefühl, dass sich meine Persönlichkeit verändert hat. Früher habe ich langsam gesprochen, und alle nannten mich ‚Schlafmütze‘. Ich hatte auch einen anderen Spitznamen, nämlich ‚Trantüte‘. Seit ich an Gott glaube, sind meine Reaktionen schneller geworden, und ich spreche und handle schneller. Ich erledige die Dinge auch schneller und effizienter.“ Passieren solche Dinge? (Nein.) Es gibt einen Fall, in dem es möglich sein könnte. Wenn manche Leute beispielsweise eine Fremdsprache lernen und anfangs üben, sie zu sprechen, dann sprechen sie sehr langsam, Wort für Wort. Andere denken, dass diese Leute vielleicht so langsam sprechen, weil sie von Natur aus langsam sind. Weil diese Leute in häufigem Kontakt mit Sprechern dieser Fremdsprache waren, sprechen sie sie nach drei oder fünf Jahren schließlich sehr fließend, genauso schnell wie ihre Muttersprache, und andere, die es nicht besser wissen, denken: „Die Persönlichkeit dieser Person hat sich verändert. Früher sprach sie langsam, und die Zuhörer wurden ungeduldig, aber jetzt spricht sie sehr fließend – sie ist zu einer sehr flinken Person geworden. An ihrer direkten und klaren Art zu sprechen erkennt man, dass sie Angelegenheiten zügig erledigt und eine gute Persönlichkeit hat.“ Hat sich in diesem Fall ihre Persönlichkeit verändert? (Nein.) Tatsächlich ist dies ein normales Muster. Es ist der normale Lernprozess in einem Beruf – es ist kein Prozess der Persönlichkeitsveränderung. Ob es sich um Kaliber, Fähigkeit und Instinkte oder um Persönlichkeit, Gewohnheiten, Interessen und Hobbys handelt – Gott möchte durch Sein Wirken keinen dieser Aspekte verändern. Wenn du immer glaubst, dass Gottes Wirken und Sprechen, um die Menschen mit der Wahrheit zu versorgen, darauf abzielt, all diese angeborenen Eigenschaften der Menschen zu verändern, und dass man nur dann als ein völlig wiedergeborener, wahrhaft neuer Mensch im Sinne Gottes gelten kann, dann irrst du dich gewaltig. Dies ist eine menschliche Auffassung und Vorstellung. Nachdem du dies verstanden hast, solltest du solche Auffassungen, Vorstellungen, Vermutungen oder Gefühle loslassen. Das heißt, im Prozess des Strebens nach der Wahrheit solltest du dich nicht immer auf Gefühle oder Vermutungen verlassen, um diese Dinge zusammenzufassen: „Hat sich mein Kaliber verbessert? Haben sich meine Instinkte verändert? Ist meine Persönlichkeit immer noch so schlecht wie zuvor? Haben sich meine Routinen verändert?“ Denke nicht über diese Dinge nach; solch ein Nachdenken ist vergeblich, denn dies sind nicht die Aspekte, die Gott zu verändern beabsichtigt, und Gottes Worte und Werk haben diese Dinge nie zum Ziel gehabt. Gottes Werk hat nie darauf abgezielt, das Kaliber, die Instinkte, die Persönlichkeit und so weiter der Menschen zu verändern, noch hat Gott jemals gesprochen, um diese Aspekte der Menschen zu verändern. Das bedeutet, dass Gottes Werk die Menschen auf der Grundlage ihrer ihnen innewohnenden Bedingungen mit der Wahrheit versorgt, mit dem Ziel, die Menschen dazu zu bringen, die Wahrheit zu verstehen und sie dann anzunehmen und sich ihr zu unterwerfen. Mit anderen Worten: Unabhängig von deinem Kaliber, deiner Persönlichkeit und deinen Instinkten möchte Gott die Wahrheit in dich hineinwirken, um deine alten Auffassungen und verdorbenen Dispositionen zu verändern, anstatt dein dir innewohnendes Kaliber, deine Instinkte und deine Persönlichkeit zu verändern. Du verstehst es jetzt, oder? Was genau beabsichtigt Gottes Werk zu verändern? (Gottes Werk beabsichtigt, die alten Auffassungen und verdorbenen Dispositionen in den Menschen zu verändern.) Jetzt, da du diese Wahrheit verstehst, solltest du jene Vorstellungen und Auffassungen loslassen, die unrealistisch sind und sich mit übernatürlichen Dingen befassen, und du solltest diese Auffassungen und Vorstellungen nicht verwenden, um dich selbst zu messen oder Anforderungen an dich selbst zu stellen. Stattdessen solltest du die Wahrheit auf der Grundlage der verschiedenen dir innewohnenden Bedingungen suchen und annehmen, die dir von Gott gegeben wurden. Was ist das letztendliche Ziel dabei? Es ist, dass du auf der Grundlage deiner dir innewohnenden Bedingungen die Wahrheitsgrundsätze verstehst, jeden einzelnen Wahrheitsgrundsatz verstehst, der angesichts verschiedener Situationen, denen du begegnest, praktiziert werden sollte, und du Menschen und Dinge gemäß diesen Wahrheitsgrundsätzen betrachten und dich entsprechend verhalten und danach handeln kannst. Dies zu tun, erfüllt Gottes Anforderungen. Denn der Zweck von Gottes Worten und Werk ist es, Wahrheiten in die Menschen hineinzuarbeiten, damit sie zu ihren Grundsätzen und Kriterien der Praxis sowie zu den Grundlagen werden, nach denen sie Menschen und Dinge betrachten und sich verhalten und handeln, und damit sie zu ihrem Leben werden, anstatt sie in übermenschliche Wesen oder Menschen mit übernatürlichen Kräften zu verwandeln. Was meine Ich mit „übermenschlichen Wesen“ und „Menschen mit übernatürlichen Kräften“? Die eigenen Instinkte zu überwinden, den Rahmen der eigenen Fähigkeiten zu überwinden, das eigene Kaliber zu überwinden und sogar das eigene Geschlecht zu überwinden und in der Lage zu sein, jenseits des eigenen Geschlechts zu leben – sind das nicht übernatürliche Kräfte? (Ja.) Zum Beispiel können manche Menschen mehrere oder sogar mehr als zehn Sprachen sprechen, ohne sich spezialisierten Sprachstudien gewidmet zu haben. Ist das übernatürlich? (Ja.) Diese Übernatürlichkeit geht über das menschliche Kaliber, die menschliche Fähigkeit und den menschlichen Instinkt hinaus, nicht wahr? (Ja.) Mehr noch: Wenn sie die verschiedenen Sprachen sprechen, können sie sogar flexibel verschiedene männliche und weibliche Stimmen nachahmen. Ist das nicht noch übernatürlicher? (Ja.) Egal, wie viele Sprachen sie sprechen, sie bringen sie nicht durcheinander, und sie fühlen sich nicht müde, egal wie lange sie sprechen, und selbst wenn sie kein Wasser trinken, fühlen sie sich nicht durstig. Je mehr sie sprechen, desto heller leuchten außerdem ihre Augen, desto mehr erstrahlt ihr Gesicht, und sie strahlen am ganzen Körper. Ist das nicht übernatürlich? (Doch.) Selbst wenn sie während des Sprechens angeschossen werden, sind sie unverletzt und reden einfach weiter. Das ist noch übernatürlicher, nicht wahr? (Ja.) Wenn sie die Kugel sehen, versuchen sie nicht einmal, ihr auszuweichen, sondern stellen sich ihr direkt entgegen. Die Kugel durchdringt ihre Brust, aber sie bleiben standhaft und wanken nicht. Sie sind in keiner Weise beeinträchtigt, und nicht einmal ein Haar auf ihrem Kopf ist gekrümmt. Das übersteigt den Instinkt, nicht wahr? (Ja.) All diese Phänomene übersteigen den menschlichen Instinkt. Das Schlimmste von allem ist, dass sie zu einer seltsamen Person geworden sind, das heißt, zu jemandem, der sich von gewöhnlichen Menschen unterscheidet, der das Kaliber und die Fähigkeiten normaler Menschen übertrifft und der auch die Instinkte normaler Menschen übertrifft. Ihre Äußerungsformen in allen Aspekten unterscheiden sich von denen gewöhnlicher Menschen und sind besonders übernatürlich. Das bedeutet Ärger. Sind sie noch normale Menschen? (Nein.) Was sind sie dann? (Böse Geister.) Sie sind böse Geister. Wollt ihr das anstreben? (Nein.) Keiner von euch will das, also denkst du, Gottes Werk würde die Menschen in diesem Maße verändern? Ist der Zweck von Gottes Werk, Individuen in seltsame Menschen zu verwandeln? (Nein.) Der Zweck ist, dass du im Rahmen der normalen Menschlichkeit die Wahrheit annimmst und die Umgebungen erfährst, die Er für dich eingerichtet hat, damit du daraus die mühevollen und gewissenhaften Absichten erkennen kannst, mit denen Gott Sein Werk tut, oder deine eigenen Unzulänglichkeiten und Mängel, oder deine eigenen verdorbenen Dispositionen, und damit du dann, auf der Grundlage dieses Verständnisses, die Wahrheit suchst und sie in die Praxis umsetzt und dazu kommst, schrittweise in die Wahrheit einzutreten – dieser Prozess ist langsam und überhaupt nicht übernatürlich. Wenn manche Leute negativ sind, sagen sie gerne Folgendes: „Was habe ich daraus gewonnen, so viele Jahre an Gott zu glauben?“ Du behauptest, nichts gewonnen zu haben, aber du solltest sorgfältig über Folgendes nachdenken: Siehst du jetzt viele Dinge klar, nachdem du so viele Jahre an Gott geglaubt hast? Ist es so, dass du dich umso friedlicher und geerdeter fühlst, je länger du glaubst, und umso mehr spürst, dass dies der richtige Weg im Leben ist? Wenn du so empfindest, bedeutet das, dass du tatsächlich etwas gewonnen hast. Auch wenn du keine materiellen Dinge gewonnen hast; auch wenn du kein Geld, keinen Status, keinen Ruhm, keinen Gewinn erlangt hast – Dinge, die du in der Hand greifen oder mit deinen Augen sehen kannst – hast du dennoch einige Wahrheiten in deinem Herzen verstanden. Du hast ein gewisses Verständnis für Gottes tatsächliche Existenz und Seine Herrschaft über alles gewonnen. Darüber hinaus hast du auch Gottes Absichten und Seine Anforderungen an die Menschen verstanden, und du weißt, was ein geschaffenes Wesen ist und welche Pflicht du tun solltest. Und wenn dir jetzt die Ausführung einer Pflicht verwehrt würde, würdest du dich gequält fühlen und dein Leben als leer empfinden. Zeigt all dies nicht, dass du bereits etwas aus dem Glauben an Gott gewonnen hast? Was du gewonnen hast, ist mehr wert als jeder materielle Besitz. Dies sind die Wirkungen, die Gottes Werk in den Menschen erzielt. Er beabsichtigt nicht, die Menschen zu befähigen, einige übernatürliche, unrealistische Veränderungen zu durchlaufen, die über die Menschlichkeit, die menschlichen Instinkte oder die normalen Bedürfnisse und normalen Äußerungsformen des Fleisches hinausgehen. Stattdessen beabsichtigt Er, die Menschen zu befähigen, im Rahmen der normalen Menschlichkeit alle Arten von Umgebungen zu erfahren und in diesem Prozess schrittweise und langsam alle Arten von Verständnissen und Erfahrungen zu gewinnen. Kurz gesagt, verändern sich im Laufe dieses schrittweisen und langsamen Prozesses die Gedanken und Auffassungen der Menschen nach und nach, die Perspektiven, aus denen sie Menschen und Dinge betrachten, verändern sich, ihre Ansichten über alle Arten von Menschen, Ereignissen und Dingen und ihre Art, mit diesen umzugehen, verändern sich, einige ihrer verdorbenen Dispositionen sind nicht mehr so offensichtlich wie zuvor, und ihr Gewissen und ihre Vernunft werden zu einem gewissen Grad wiederhergestellt. Sie erlangen diese wirklichen Gewinne anstelle von unrealistischen, illusorischen, leeren, hohlen oder gar übernatürlichen Dingen.
Gott führt das Werk der Errettung der Menschheit schrittweise aus, und natürlich gibt es einen weiteren, noch wesentlicheren Grundsatz, nämlich dass Gott bei der Ausführung Seines Werkes den Dingen ihren Lauf lässt. Dieser Grundsatz, „den Dingen ihren Lauf zu lassen“, mag für die Menschen etwas schwer zu verstehen sein. Was bedeutet es, den Dingen ihren Lauf zu lassen? Es bedeutet, dass Gott niemals jemanden zu etwas zwingt, ganz gleich, ob Er am Menschen wirkt oder zu den Menschen spricht. Gott richtet für dich Umgebungen ein und versorgt dich mit der Wahrheit, genau wie Er es bei anderen Menschen tut. Hinsichtlich der Frage, wie du die von Ihm eingerichteten Umgebungen betrachten und verstehen solltest und mit welchem Standpunkt und welcher Haltung du an sie herangehen solltest, hat Gott eindeutige Worte und hat dir klare Wahrheitsgrundsätze mitgeteilt. Wie du jedoch an sie herangehst, das ist deine eigene freie Entscheidung. Du kannst dich dafür entscheiden, die Wahrheit anzunehmen und dich selbst zu erkennen, oder du kannst dich dafür entscheiden, die Wahrheit abzulehnen; du kannst dich dafür entscheiden, die Offenbarung deiner selbst durch die von Gott orchestrierten Umgebungen anzunehmen, oder du kannst dich dafür entscheiden, Gottes Werk zu ignorieren – du hast Entscheidungsfreiheit und kannst frei wählen. Wenn es zum Beispiel um die Pflicht geht, die du tun solltest, kannst du dich dafür entscheiden, sie mit ganzem Herzen und all deiner Kraft auszuführen, oder du kannst dich dafür entscheiden, sie mit einer oberflächlichen Haltung auszuführen. Dies beruht gänzlich auf deiner persönlichen Entscheidung und natürlich auch auf deinem eigenen Kaliber, deinen Fähigkeiten, deinen Instinkten und so weiter. Gott leistet keine zusätzliche Arbeit – das heißt, unter normalen Umständen leistet Gott keine zusätzliche Arbeit des Drängens oder Nötigens. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Gott für dich Umgebungen einrichtet – es ist, als hätte Er für dich ein Festmahl mit kalten und warmen Speisen, Reis und Suppe, Obst, Getränken und so weiter und so fort zubereitet. Und wenn es darum geht, was du wählst, lässt Gott dir die Freiheit – ganz gleich, welche Wahl du triffst, du hast die Freiheit dazu, und Gott mischt sich nicht ein. Er konzentriert sich nur darauf, die Wahrheit zum Ausdruck zu bringen, um die Menschen zu versorgen. Manche Menschen werfen nur einen flüchtigen Blick auf das Festmahl, ohne selbst von den köstlichen Speisen zu kosten. Sie kommentieren das Festmahl nur, sprechen einige Glaubenslehren aus und gehen dann. Andere entscheiden sich dafür, das Festmahl lediglich anzusehen, ignorieren seine köstlichen Speisen und gehen, ohne irgendeine Haltung oder Meinung zu haben. Wieder andere haben es persönlich gekostet und seine köstlichen Gerichte erlebt und haben auch gelernt, wie man eine der schmackhaften Speisen zubereitet. In der von Gott eingerichteten Umgebung spielt es für Gott keine Rolle, welche Haltung du einnimmst – ob du die Umgebung willkommen heißt, sie ablehnst und verleugnest oder sie verachtest und ihr feindselig gegenüberstehst und so weiter – all dies sind aus Gottes Sicht Haltungen. Wie geht Gott mit den verschiedenen Haltungen der Menschen um und wie behandelt Er sie? Nachdem Er die Menschen mit einer Vielzahl von Wahrheiten versorgt hat, besteht Gottes Haltung ihnen gegenüber lediglich darin, zu beobachten und Aufzeichnungen zu führen. Was die Menschen wählen oder wie ihre Haltung ist, da greift Gott nicht ein – diese Angelegenheit hat nichts mit Gott zu tun. Womit hat diese Angelegenheit dann zu tun? Sie hat damit zu tun, welchen Weg du wählst, was du letztendlich gewinnst und was dein eigenes endgültiges Ergebnis ist. In dieser Angelegenheit leistet Gott keine zusätzliche, fördernde Arbeit; Er erfüllt nur die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen, die Er erfüllen sollte. Nachdem Er dich mit der Wahrheit versorgt und dir die Grundsätze für den Umgang mit allen Arten von Menschen, Ereignissen und Dingen mitgeteilt hat, ist es möglich, dass Er auch Umgebungen für dich einrichtet. Gott greift jedoch nicht in deine endgültigen Entscheidungen oder deinen eingeschlagenen Weg ein – Er lässt dich selbst wählen. Wenn du zum Beispiel zum Leiter oder Mitarbeiter gewählt wirst, kannst du dich dafür entscheiden, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen und den Arbeitsanordnungen von Gottes Haus zu handeln oder willkürlich und rücksichtslos nach deinen eigenen Vorlieben. Wenn du dich dafür entscheidest, alles gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handhaben und deine Pflicht gemäß den Arbeitsanordnungen auszuführen, wird Gott dies beobachten und aufzeichnen, und schließlich wirst du die Wahrheit gewonnen und dich Gott unterworfen haben – das ist ein Ergebnis. Wenn du die Dinge nach deinem eigenen Willen tust und willkürlich und rücksichtslos handelst und dabei gegen die Arbeitsanordnungen von Gottes Haus und die Wahrheitsgrundsätze verstößt, ist dies ebenfalls eine Entscheidung, und sie repräsentiert den Weg, den du einschlägst. Gott wird dies ebenfalls beobachten und aufzeichnen, und es versteht sich von selbst, was dein Ergebnis sein wird. Wenn du die Wahrheit und das Leben gewonnen hast, wird dir dies auch ermöglichen, Gottes Anerkennung zu erlangen und dir einen guten Bestimmungsort zu sichern.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?