Zeugen des Christus der letzten Tage

Inhaltsverzeichnis

XII     Man muss in Gemeinschaft klar den Aspekt der Wahrheit überdie klugen Jungfrauen, die die Stimme Gottes hören, teilen

2. Was ist der Unterschied zwischen den Worten der Menschen, die von Gott im Laufe der Jahrhunderte benutzt wurden, die der Wahrheit und den Worten Gottes entsprechen?

Relevante Worte Gottes:

„Die Wahrheit kommt von der Welt des Menschen, aber die Wahrheit unter den Menschen wird von Christus weitergegeben. Sie stammt von Christus, das heißt von Gott Selbst und ist unerreichbar für den Menschen.“

aus „Erfolg und Misserfolg werden durch den Weg bestimmt, den der Mensch geht“ in Das Wort erscheint im Fleisch

„Die Wahrheit ist tatsächlich der realistischste aller Aphorismen des Lebens und der höchste dieser Aphorismen unter der ganzen Menschheit. Es ist die Anforderung, die Gott an den Menschen stellt und das Werk, das persönlich von Gott ausgeführt wird. Sie wird deshalb ‚Aphorismus des Lebens‘ genannt. Es ist kein Aphorismus, der aus etwas zusammengefasst wird; es ist auch kein berühmtes Zitat einer großen Persönlichkeit. Stattdessen ist es die Kundgebung an die Menschheit vom Meister der Himmel und der Erde und aller Dinge. Es sind keine Worte, die von Menschen zusammengefasst wurden, sondern das inhärente Leben Gottes. Deswegen wird sie ‚die größte aller Aphorismen des Lebens‘ genannt.“

aus „Nur diejenigen, die Gott und Sein Werk erkennen, können Gott zufriedenstellen“ in Das Wort erscheint im Fleisch

„Du musst den tatsächlichen Umfang der Wahrheit verstehen und du musst auch verstehen, was nicht zur Wahrheit gehört. Sag Mir, wenn einige Menschen ein paar Einsichten gewinnen und etwas Verständnis basierend auf ihren Erfahrungen aus den Worten der Wahrheit haben, zählt das dann als die Wahrheit? Bestenfalls können wir sagen, dass sie etwas Verständnis der Wahrheit haben. Alle Worte der Erleuchtung des Heiligen Geistes stellen nicht Gottes Wort dar, stellen nicht die Wahrheit dar, und sie gehören nicht zur Wahrheit. Man kann nur sagen, dass jene Menschen etwas Verständnis der Wahrheit und etwas Erleuchtung des Heiligen Geistes haben. … Zu sagen, ob eine Person die Wahrheit hat, ist zu sagen, ob sie Erfahrung mit dieser Wahrheit haben, ob sie Verständnis davon haben und ob sie sie ausüben können. Du kannst es verstehen, wenn es so gesagt wird. Jeder kann die Wahrheit erfahren, aber die Situationen ihrer Erfahrung werden unterschiedlich sein, und was jede Person aus derselben Wahrheit erhält, ist verschieden. Aber auch nach dem Kombinieren von jedermanns Verständnis kannst du diese eine Wahrheit noch immer nicht ganz erklären; derart tiefgründig ist die Wahrheit! Warum sage Ich, dass all die Dinge, die du erhalten hast, und all dein Verständnis kein Ersatz für die Wahrheit sein können? Wenn du dein Verständnis mit anderen in Gemeinschaft teilst, denken sie vielleicht zwei oder drei Tage darüber nach, und dann werden sie mit dem Erfahren fertig sein, aber ein Mensch kann die Wahrheit nicht einmal im Laufe eines Lebens erfahren, sogar alle Menschen zusammen können sie nicht gründlich erfahren. So zeigt sich, dass die Wahrheit sehr tiefgründig ist, es keinen Weg gibt, Worte zu benutzen, um die Wahrheit vollständig zur Sprache zu bringen. Die in die menschliche Sprache umgesetzte Wahrheit ist der Aphorismus des Menschen; die Menschheit wird sie niemals vollkommen erfahren, und die Menschheit sollte im Vertrauen darauf leben. Ein Stück Wahrheit kann die ganze Menschheit tausende von Jahre lang überleben lassen, und die Wahrheit ist das Leben von Gott Selbst, vertritt Seine eigene Disposition, vertritt Seine eigene Substanz und vertritt alles in Ihm. Wenn du sagst, du hast Wahrheit und dass einige Erfahrungen zu haben bedeutet, dass du die Wahrheit hast, kannst du dann die Disposition Gottes vertreten? Du kannst es nicht. Weißt du, eine Person hat vielleicht etwas Erfahrung oder Licht in Bezug auf einen bestimmten Aspekt oder einen bestimmten Teil einer Wahrheit, aber sie können andere nicht ewiglich damit versorgen, also ist ihr Licht nicht Wahrheit, es ist nur ein Grad, bis zu dem eine Person die Erfahrung – die richtige Erfahrung – erreicht hat, die eine Person haben sollte, das richtige Verständnis, die ein realistischer Aspekt des Erfahrens der Wahrheit ist. Dieses Licht, diese Erleuchtung und dieses auf Erfahrung basierende Verständnis kann niemals ein Ersatz für Wahrheit sein; auch wenn alle Menschen eine Wahrheit erlebt haben und wenn sie alle ihre Worte zusammentragen, kann dies nicht gleich dem einen Satz der Wahrheit sein. Wie in der Vergangenheit gesagt worden ist, ‚Ich fasste ein weiteres Sprichwort zusammen: Unter den Menschen gibt es niemanden, der Mich liebt.‘ Dies ist eine Aussage der Wahrheit, es ist das wahre Wesen des Lebens, es ist das Tiefste, es ist Gottes eigener Ausdruck; das ist eine Aussage der Wahrheit, du kannst sie erfahren. Wenn du sie drei Jahre lang erfährst, wirst du ein oberflächliches Verständnis haben, wenn du sie acht Jahre lang erfährst, wirst du mehr Verständnis erlangen, aber dein Verständnis wird niemals diese Aussage der Wahrheit ersetzen! Wenn jemand anderes sie zwei Jahre lang erfährt, werde sie ein wenig Verständnis haben; wenn sie sie zehn Jahre lang erfahren, werden sie ein größeres Verständnis haben, und wenn sie sie ein Leben lang erfahren, werden sie ein bisschen mehr Verständnis erlangen, aber wenn ihr eure beiden Verständnisse zusammenfügt, werden sie noch immer kein Ersatz für diese Aussage der Wahrheit sein. Ungeachtet dessen wie viel Verständnis, wie viel Erfahrung, wie viele Einsichten, wie viel Licht oder wie viele Beispiele ihr beide miteinander kombiniert, kann all das diese Aussage nicht vertreten. Was will Ich damit sagen? Nur, dass das Leben des Menschen immer das Leben des Menschen sein wird, und ganz gleich wie sehr dein Verständnis der Wahrheit entspricht, der Bedeutung Gottes entspricht, den Anforderungen Gottes entspricht, wird es niemals ein Ersatz für die Wahrheit sein können. Zu sagen, dass die Menschen Wahrheit haben bedeutet, dass sie etwas Wirklichkeit haben, dass sie etwas Verständnis von Gottes Wahrheit haben, dass sie etwas wirklichen Eintritt in Gottes Worte haben, dass sie etwas wirkliche Erfahrung mit Gottes Worten haben, und dass sie in ihrem Glauben an Gott auf dem richtigen Weg sind. Nur eine Aussage von Gott ist genug, damit eine Person, sie ein Leben lang erfährt, mehrere Leben lang erfährt oder mehrere tausend Jahre lang; Menschen können eine Wahrheit nicht ganz und gründlich erfahren.

……

Wenn du etwas Erfahrung mit einem Aspekt der Wahrheit hast, kann das die Wahrheit vertreten? Es kann absolut nicht die Wahrheit vertreten. Kannst du also voll und ganz die Wahrheit sagen? Viel weniger kannst du sie voll und ganz sagen. Kannst du die Disposition Gottes durch die Wahrheit entdecken und sehen? Du kannst sie nicht sehen. Kannst du das Wesen Gottes entdecken? Du kannst es nicht entdecken. Jedermanns Erfahrung der Wahrheit ist nur ein Aspekt von ihr, ein Teil, ein Bereich; dadurch, dass du sie in deinem eigenen begrenzten Bereich erlebst, kannst du nicht auf die gesamte Wahrheit eingehen. Die ursprüngliche Bedeutung der Wahrheit, die ausgedrückt wird – jene Quelle – enthüllt die gemeinsame Natur der Menschheit. Welchen Anteil macht dein bisschen Erfahrung daran aus? Ein Sandkorn am Strand, einen Tropfen Wasser im Ozean. Deshalb kann das, auch wenn du das Gefühl hast, dass das Verständnis das du aus Erfahrung gewonnen hast, kostbar ist, oder gar das Gefühl, hast, dass es äußerst, äußerst kostbar ist – nicht als Wahrheit zählen. Die Quelle der Wahrheit und die Bedeutung der Wahrheit decken ein sehr breites Gebiet ab! Nichts kann sie anfechten. … Die Dinge, die Menschen haben, das Licht der Menschen, sind nur für sie selbst oder für einige andere innerhalb eines bestimmten Rahmens geeignet, aber sie werden nicht in einem anderen Rahmen geeignet sein. Die Erfahrung einer Person ist so begrenzt, ganz gleich wie tief sie ist, und ihre Erfahrung wird niemals den Umfang der Wahrheit erreichen. Das Licht einer Person, das Verständnis einer Person, kann niemals mit der Wahrheit verglichen werden.“

aus „Weißt du, was Wahrheit wirklich ist?“ in Aufzeichnungen der Vorträge Christi

„Die Wege der Praxis und seine Kenntnis der Wahrheit sind nur in einem bestimmten Bereich anwendbar. Ihr könnt nicht sagen, dass der Weg, den der Mensch geht, ausschließlich dem Willen des Heiligen Geistes entspricht. Der Mensch kann vom Heiligen Geist nur erleuchtet werden, aber nicht komplett vom Heiligen Geist erfüllt sein. Die Dinge, die der Mensch erleben kann, sind alle im Bereich der normalen Menschlichkeit. Sie können die Reichweite der normalen menschlichen Gedanken nicht überschreiten. Alle jene, die Erfahrung mit dem praktischen Ausdruck haben, machen ihre Erfahrungen innerhalb dieses Bereiches. Wenn sie die Wahrheit erleben, erfolgt dies immer im normalen menschlichen Leben unter der Erleuchtung des Heiligen Geistes und nicht in einer Weise, die vom normalen menschlichen Leben abweicht. Vom Heiligen Geist erleuchtet erleben sie die Wahrheit aufgrund der Erfahrung in ihrem menschlichen Leben. Diese Wahrheit unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, und ihre Tiefe hängt vom Zustand der jeweiligen Person ab. Der Weg, den sie gehen, ist das Leben eines normalen Menschen, der nach der Wahrheit strebt. Es ist der Weg, der von einer normalen Person gegangen wird, die die Erleuchtung des Heiligen Geistes hat. Man kann nicht sagen, dass der Weg, den sie gehen, der Weg ist, den der Heilige Geist ging. Da unterschiedliche Menschen diesen Weg verfolgen, ist die Arbeit des Heiligen Geistes in der normalen menschlichen Erfahrung auch nicht dieselbe. Die Erfahrung dieser Menschen ist darüber hinaus in unterschiedlichem Ausmaß eine gemischte, weil das Umfeld und der Umfang ihrer Erfahrung unterschiedlich sind und wegen der Mischung aus ihrem Geist und ihren Gedanken. Jede Person versteht eine Wahrheit gemäß ihren individuellen und unterschiedlichen Verfassungen. Ihr Verständnis der wirklichen Bedeutung der Wahrheit ist nicht komplett und ist nur einer (oder wenige) Aspekte davon. Der Bereich, in dem die Wahrheit vom Menschen erfahren wird, basiert immer auf den verschiedenen Verfassungen der Einzelnen und ist deshalb nicht derselbe. Das Wissen, das von verschiedenen Menschen über die gleiche Wahrheit ausgedrückt wird, ist deshalb nicht dasselbe. Das heißt, die Erfahrung des Menschen ist immer beschränkt und kann den Willen des Heiligen Geistes nicht vollkommen repräsentieren. Die Arbeit des Menschen kann nicht für das Werk Gottes gehalten werden, auch wenn das, was der Mensch ausdrückt, dem Willen Gottes sehr nahekommt oder die menschliche Erfahrung der Arbeit der Vervollständigung durch den Heiligen Geist sehr nahe ist. Der Mensch kann nur Gottes Diener sein und die Arbeit tun, die Gott ihm anvertraut. Der Mensch kann nur das Wissen unter der Erleuchtung des Heiligen Geistes und die Wahrheiten, die er aus persönlicher Erfahrung gewonnen hat, ausdrücken. Der Mensch ist unqualifiziert und hat nicht die Voraussetzungen, das Betätigungsfeld des Heiligen Geistes zu sein. Er ist nicht dazu berechtigt zu sagen, dass die menschliche Arbeit das Werk Gottes ist.“

aus „Das Werk Gottes und die Arbeit des Menschen“ in Das Wort erscheint im Fleisch

„Das heißt, dass die Kommunikation des Menschen sich vom Wort Gottes unterscheidet. Was der Mensch kommuniziert, vermittelt sein individuelles Sehen und seine individuelle Erfahrung und drückt aus, was er auf der Grundlage von Gottes Werk sieht und erfährt. Nachdem Gott wirkt oder spricht, ist es seine Pflicht, herauszufinden, was er praktizieren oder in was er eintreten soll und dies dann den Nachfolgern zu übermitteln. Deswegen repräsentiert die Arbeit des Menschen seinen Eintritt und seine Praxis. Eine solche Arbeit ist natürlich mit menschlichen Lektionen und Erfahrungen oder einigen menschlichen Gedanken vermischt. Egal wie der Heilige Geist wirkt, ob er am Menschen oder im fleischgewordenen Gott wirkt, es sind immer die Arbeiter, die ausdrücken, was sie sind. Obwohl es der Heilige Geist ist, der wirkt, basiert das Wirken auf dem, was der Mensch von Natur aus ist, denn der Heilige Geist wirkt nicht ohne Grundlage. Mit anderen Worten, das Wirken wird nicht aus dem Nichts geleistet, sondern ist immer in Übereinstimmung mit tatsächlichen Verhältnissen und wahren Gegebenheiten. Nur auf diese Weise können die Disposition des Menschen und seine alten Vorstellungen und Gedanken geändert werden. Der Mensch drückt aus, was er sieht, erfährt und sich vorstellen kann. Auch wenn es Lehren oder Vorstellungen sind, das Denken des Menschen kann sie alle erreichen. Egal welche Größe die Arbeit des Menschen hat, sie kann nicht über den Umfang der Erfahrungen des Menschen hinausgehen, das heißt über das, was der Mensch sieht, sich vorstellen oder begreifen kann. Gott drückt das aus, was Gott Selbst ist und dies ist außerhalb der Reichweite des Menschen, das heißt, außerhalb der Reichweite des Menschdenkens. Er drückt Sein Wirken aus, die Menschen zu leiten und das ist nicht relevant für die Einzelheiten der menschlichen Erfahrung, sondern es geht stattdessen um Seine eigene Führung. Der Mensch drückt seine Erfahrung aus, während Gott Sein Wesen ausdrückt. Diese Wesenheit ist Seine angeborene Disposition und ist außerhalb der Reichweite des Menschen. Die Erfahrung des Menschen ist das Sehen und Wissen, das er sich basierend auf Gottes Ausdruck Seiner Wesenheit angeeignet hat. Dieses Sehen und Wissen werden die Wesenheit des Menschen genannt. Sie werden auf der Grundlage der angeborenen Disposition des Menschen und seines tatsächlichen Kalibers ausgedrückt; daher werden sie auch die Wesenheit des Menschen genannt. Der Mensch ist imstande, das, was er erfährt und sieht, zu kommunizieren. Was er nicht erfahren oder gesehen hat oder was sein Verstand nicht erfassen kann, das heißt, die Dinge, die er nicht in sich hat, kann er nicht kommunizieren. Wenn das, was der Mensch ausdrückt, nicht seine Erfahrung ist, ist es seine Vorstellung oder Lehre. Kurzum, in seinen Worten ist keine Realität. Wenn du die Dinge der Gesellschaft nie berührt hast, bist du nicht in der Lage, die komplizierten Beziehungen der Gesellschaft eindeutig zu kommunizieren. Wenn du keine Familie hast, aber andere Menschen über Familienangelegenheiten sprechen, verstehst du von dem, was sie sagen, das meiste nicht. Was der Mensch kommuniziert und die Arbeit, die er leistet, repräsentieren seine innere Wesenheit.“

aus „Das Werk Gottes und die Arbeit des Menschen“ in Das Wort erscheint im Fleisch

„Somit sind die Paulusbriefe des Neuen Testaments Epistel, die Paulus für die Kirchen schrieb und es handelt sich bei ihnen weder um Inspirationen des Heiligen Geistes, noch um unmittelbare Aussagen des Heiligen Geistes. Es sind lediglich Worte der Ermahnung, des Trosts und der Ermutigung, die er für die Kirchen im Laufe seiner Arbeit niederschrieb. So verhält es sich auch mit dem Großteil der Aufzeichnungen der derzeitigen Werke Paulus. Sie wurden für alle Brüder und Schwestern im Herrn geschrieben, damit die Brüder und Schwestern aller damaligen Kirchen seinem Rat und allen Wegen des Herrn Jesus Christus folgen konnten. … All das Aufbauende und Positive, was er den Menschen mitteilte war richtig, aber es verkörperte nicht die Aussagen des Heiligen Geistes, und er konnte Gott nicht verkörpern. Es ist ein ungeheuerliches Verständnis und eine gewaltige Blasphemie der Leute, wenn sie Aufzeichnungen menschlicher Erfahrungen, und die von einem Menschen verfassten Epistel, als die an die Kirchen gerichteten Worte des Heiligen Geistes abhandeln! … Aus diesem Grunde konnte er nicht im Namen des Heiligen Geistes sprechen. Seine Worte waren nicht die des Heiligen Geistes, noch weniger könnte man behaupten, sie seien die Worte Gottes gewesen, weil Paulus nichts weiter als eine Kreatur Gottes, und gewiss kein zum Mensch gewordener Gott war. Seine Identität war nicht die gleiche wie die des Jesu Christi. Die Worte Jesu waren die Worte des Heiligen Geistes, sie waren die Worte Gottes, denn Seine Identität war die des Christus – des Sohnes Gottes. Wie könnte Paulus Ihm gleich sein? Wenn die Menschen die Epistel oder Worte, wie die des Paulus, als die Kundgebungen des Heiligen Geistes anerkennen, und sie wie Gott verehren, dann kann man nur sagen, dass sie zu unkritisch sind. Ist das, mit strengeren Worten ausgedrückt, nichts anderes als Blasphemie? Wie könnte ein Mensch im Namen Gottes reden? Und wie könnten Menschen sich vor den Aufzeichnungen seiner Epistel und vor den Worten die er sprach verneigen, als seien sie ein heiliges Buch, oder ein himmlisches Buch? Können die Worte Gottes etwa beiläufig von einem Menschen ausgesprochen werden? Wie könnte ein Mensch in Gottes Namen sprechen? … Zum Beispiel schrieb Paulus eine Epistel an die Kirchen Galatiens, die eine bestimmte Meinung enthielt, und Petrus schrieb eine andere, die eine andere Ansicht vertrat. Welche von den beiden kam vom Heiligen Geist? Keiner kann das mit Sicherheit sagen. Somit kann nur behauptet werden, dass beide eine Last für die Kirchen trugen, dennoch stehen ihre Briefe für ihr Format, sie repräsentieren ihre Fürsorge und Unterstützung gegenüber ihren Brüdern und Schwestern, und ihre Last gegenüber der Kirchen, und sie verkörpern nichts weiter als menschliche Arbeit; sie stammten nicht vollständig vom Heiligen Geist. Wenn du behauptest, dass seine Epistel die Worte des Heiligen Geistes sind, dann bist du absurd und begehst Blasphemie! Die Paulusbriefe und andere Epistel des Neuen Testaments sind vergleichbar mit den Memoiren spiritueller Persönlichkeiten aus jüngerer Zeit. Sie sind ebenbürtig mit den Büchern von Watchman Nee oder den Erfahrungen des Lawrence, und so weiter. Es ist nur so, dass die Bücher neuerlicher spiritueller Persönlichkeiten nicht in dem Neuen Testament mit eingefasst sind, trotzdem ist die Substanz dieser Menschen die Gleiche: Sie waren Menschen, die vom Heiligen Geist während einer gewissen Zeitspanne verwendet wurden, die jedoch Gott nicht direkt verkörpern konnten.“

aus „Bezüglich der Bibel (3)“ in Das Wort erscheint im Fleisch

„Es gibt jedoch eine Sache, die du wissen solltest: Das Wort Gottes kann nicht als das Wort des Menschen gesprochen werden, geschweige denn kann das Wort des Menschen als das Wort Gottes gesprochen werden. Ein Mensch, der von Gott gebraucht wird, ist nicht der Mensch gewordene Gott, und der Mensch gewordene Gott ist nicht ein von Gott gebrauchter Mensch; darin besteht ein wesentlicher Unterschied. Vielleicht akzeptierst du nach dem Lesen dieser Worte nicht, dass sie die Worte Gottes sind, und akzeptierst sie nur als die Worte eines Menschen, der erleuchtet worden ist. In diesem Fall bist du von Unwissenheit geblendet. Wie können die Worte Gottes dieselben sein wie die Worte eines Menschen, der erleuchtet worden ist? Die Worte des Mensch gewordenen Gottes leiten ein neues Zeitalter ein, führen die ganze Menschheit, offenbaren Geheimnisse und zeigen dem Menschen die Richtung voraus in ein neues Zeitalter. Die vom Menschen erlangte Erleuchtung ist nur einfache Praxis oder Erkenntnis. Sie kann nicht die ganze Menschheit in ein neues Zeitalter führen oder das Geheimnis von Gott Selbst offenbaren. Gott ist schließlich doch Gott, und der Mensch ist Mensch. Gott hat das Wesen von Gott, und der Mensch hat das Wesen des Menschen. Wenn der Mensch die von Gott gesprochenen Worte als simple Erleuchtung des Heiligen Geistes ansieht und die Worte der Apostel und Propheten als persönlich von Gott gesprochene Worte aufnimmt, dann ist der Mensch im Irrtum. Trotzdem solltest du niemals Recht in Unrecht verkehren oder von dem Hohen als dem Niedrigen sprechen oder von dem Tiefgründigen als dem Seichten reden; trotzdem solltest du niemals absichtlich anfechten, wovon du weißt, dass es die Wahrheit ist. Jeder, der glaubt, dass es einen Gott gibt, sollte dieses Problem von dem richtigen Standpunkt aus betrachten und sollte Sein neues Werk und Seine Worte als ein Geschöpf Gottes annehmen – oder aber von Gott eliminiert werden.“

aus „Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden“ in Das Wort erscheint im Fleisch