Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

Inhaltsverzeichnis

47. Die Geheimnisse, die im Streben verborgen liegen

Li Li Dezhou-Stadt, Provinz Shandong

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich von Gott erhoben und zur Regionsarbeiterin befördert. Als ich mich eines Tages mit meinen Arbeitskollegen traf, konnte ich diesen Gedanken nicht unterdrücken: Ich muss gut arbeiten. Wenn ich schlechte Leistung brachte, wie würden mich dann meine Führer und Arbeitskollegen sehen? Als Folge davon versuchte ich bei gemeinsamen Diskussionen über ein Thema, wenn ich das Thema auch nur ein wenig verstand, als erste etwas dazu zu sagen. Doch wenn ich das jeweilige Thema nicht verstand und nichts dazu sagen konnte, spürte ich, dass ich unruhig wurde. In diesen wenigen Tagen der Treffen fühlte ich mich sehr müde und besonders unruhig, als befände ich mich in einer Art Kampfarena. Später grübelte ich über das nach, was ich offenbarte, und mir wurde klar, dass solche Situationen nur auf meiner eigenen Eitelkeit beruhten und es kein echtes Problem gab.

Dann informierten mich die Führer eines Tages über ein Treffen, und ich war besonders aufgeregt, als ich erfuhr, dass der Leiter das Treffen leiten würde und dachte: Es sieht so aus, als sollte ich eine Fortbildung erhalten, wenn ich mich gut mache und einen guten Eindruck hinterlasse, werde ich vielleicht befördert, und wenn sich meine Verantwortung vergrößert, bewundern mich nicht nur meine Arbeitskollegen, sondern auch meine Brüder und Schwestern. Also sprach ich bei dem Treffen sehr zaghaft, denn ich fürchtete, dass unangemessene Worte einen schlechten Eindruck bei meinen Führern hinterlassen würden. Als das Treffen schließlich endete, fühlte ich mich ermutigt, obwohl ich in den Tagen zuvor ängstlich und müde gewesen war, und ich hatte das Gefühl, dass die Zukunft mir viel versprach. Von diesem Tag an hatte mein „Streben“ deutlich an Stärke gewonnen.

Bis die oben Genannten später die Predigt „Unser eigenes korruptes Wesen verstehen, bevor wir auf den richtigen Weg des Glaubens an Gott finden können“ herausbrachten, wozu ich dachte, dass man Folgendes sagen kann: „In der Vergangenheit konzentrierten sich die Menschen immer nur auf ihre vergangenen Verstöße, oder auf die Korruptionen, die sie offenbart hatten. Gleichzeitig unterließen sie es, jedes ihrer Worte und jede ihrer Taten zu analysieren: Welche zur Korruption des Satan gehören, welche zum Gift des großen roten Drachen gehören, welche in die Ebene der menschlichen Fantasie und Vorstellung gehören und welche zu Abweichungen oder Falschheiten gehören. Doch man muss auch den eigenen Geisteszustand und die innere Verfassung analysieren, die Dinge einfangen, die sich tief im Herzen verbergen, und vor Gott treten und die Wahrheit nutzen, um sie zu untersuchen, und dadurch die eigene Korruption zu kennen und das wahre Problem der Korruption zu erkennen. Dass keine großen Verstöße sichtbar sind bedeutet nicht, dass es in der Seele keine Probleme gibt. Es sind die versteckte Bösartigkeit, die Disposition und die Natur, die schwerer zu lösen sind. Menschen sterben nicht am Schnupfen, die ernsten Krankheiten sind es, die ihnen das Leben nehmen.“ Nachdem ich das gelesen hatte, konnte ich nicht anders, als an meine eigene Psyche bei den beiden vorhergehenden Treffen zu denken, und fragte mich innerlich: Welche Natur hat sie dominiert? An diesem Punkt begann ich, nach den entsprechenden Wahrheiten für meine eigene Situation zu suchen, damit ich sie untersuchen und analysieren konnte.

Unter Gottes Führung sah ich das Wort Gottes:„Manche Menschen z.B. verehren Paulus besonders: Sie halten gerne Reden und arbeiten gerne draußen. Sie treffen sich gerne und reden; sie mögen es, wenn ihnen die Leute zuhören, sie verehren, sie umgeben. Sie haben in den Augen der Anderen gerne Format und schätzen es, wenn andere ihre Profilierung wertschätzen. Was können wir über die Natur eines Menschen durch diese Art von Benehmen ersehen? Lasst uns seine Natur analysieren: Welche Art von Natur hat diese Art von Person mit dieser Art von Benehmen? Wie könnte man das in Worten zusammenfassen? Gewöhnliche Menschen können dies nicht durchschauen, sondern können nur das Verhalten sehen. In welcher Beziehung stehen das Verhalten und die Natur dieser Person? Was ist ihre Natur? Du kannst es nicht identifizieren, oder? Wenn sie sich wirklich auf diese Weise benimmt, dann ist das genug um zu zeigen, dass sie arrogant und eingebildet ist. Sie verehrt Gott überhaupt nicht; sie sucht nur ein hohes Ansehen und möchte Autorität über andere haben, sie besitzen und in ihren Augen wichtig sein. Das ist ein klassisches Bild Satans. Was in ihrer Natur überwiegt, sind Arroganz und Hochmut, Widerwille Gott anzubeten und ein Wunsch nach der Anbetung durch andere. Ist das nicht ihre Natur? Durch diese Verhaltensweisen kann man einen klaren Einblick in ihre Natur erhalten“ („Wie man die Natur des Menschen kennt“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Ich versuchte mehrmals, jedes einzelne Wort Gottes zu verstehen, und verglich sie mit meinen eigenen Gedanken, Worten und Taten und erst dann sah ich die Wahrheit. War der Grund dafür, dass ich bei den Treffen besonders nervös war und der Kontrolle unterlag, etwa nicht, dass ich wollte, dass andere mir Aufmerksamkeit schenkten oder mir Wertschätzung entgegenbrachten? Wollte ich nicht einfach einen höheren Status und mehr Menschen, die zu mir aufschauten? Wenn ich spürte, dass die Vorgesetzten viel von mir hielten, glaubte ich, dass meine Zukunft mir viel versprach, und fühlte mich sogar noch selbstzufriedener und energiegeladener. Daran sah ich die Natur meiner eigenen Arroganz, ich wollte immer höher stehen, Menschen leiten, einen Platz im Herzen der Menschen haben, ich wollte dasselbe wie Paulus. Im Wesentlichen strebte ich nicht danach, Gott anzubeten und ihn zufrieden zu stellen, sondern danach, den Status, der mir von Gott verliehen wurde, dafür zu nutzen, meine eigenen Wünsche und Ambitionen zu befriedigen. War das nicht genau die Art und Weise, wie der Erzengel seine Arroganz ausdrückte? Ging ich nicht den Weg des Antichristen?

Wenn ich früher an Treffen teilnahm, geriet ich schnell unter Druck, doch ich dachte einfach, dass ich zu eitel war, und analysierte nicht die tiefergehenden Gründe dafür. Nach meiner Analyse erkannte ich nun, dass ich von einer arroganten und eingebildeten Natur angetrieben wurde, hinter der persönliche Pläne und arrogante Ambitionen steckten. Ich wurde von meiner eigenen Arroganz dominiert und handelte viel gegen Gott: Ich lief geschäftig hin und her, erledigte meine Pflichten und wollte mich unbedingt ausdrücken, um einen höheren Status zu erreichen und die Bewunderung meiner Brüder und Schwestern zu erlangen. Wenn ich mich meinen Brüdern und Schwestern offenbarte, analysierte ich nie wirklich die Dinge, die tief in mir verborgen waren, sondern sprach über meine äußerlich sichtbaren Taten, um mich zu preisen und mich selbst zu bezeugen. Wenn ich das Wort Gottes aß und trank, tat ich dies nicht, um mein Verständnis zu verbessern oder die Wahrheit zu erfahren, sondern um vor meinen Brüdern und Schwestern anzugeben. … Als ich daran dachte, schauderte ich: Ich diente Gott nicht, ich war völlig in meine eigenen Angelegenheiten verstrickt und widerstand Gott. Doch wenn Gott mir nicht erlaubt hätte, meine eigene arrogante Natur zu erkennen und mich selbst als die Verkörperung Satans zu sehen, ginge ich weiter meinen arroganten Weg und täte vielleicht böse Dinge, die Gott widerstehen und verraten, und so Gottes Strafe unterliegen.

Ich danke Gott für die rechtzeitige Erleuchtung und Führung, die mich dazu brachten, das Wesen meiner eigenen arroganten Natur zu erkennen, und es mir erlaubten, zu sehen, dass ich den Weg des Antichristen ging. Dieses Erlebnis hat mich ganz besonders erkennen lassen, dass ich meiner Erfahrung nach nicht nur darauf achten sollte, meine eigenen Offenbarungen und Verstöße zu erkennen, sondern sie auch mit der Wahrheit zu vergleichen und die Dinge zu analysieren, die tief im Innern verborgen sind, um meine eigene Natur besser zu verstehen und meine Disposition zu ändern. In Zukunft möchte ich meinen eigenen Geisteszustand und meine innere Verfassung sorgfältig analysieren und mein eigenen korruptes Wesen verstehen, nach dem rechten Weg zu Gottes Erlösung suchen und ihn gehen.