Eine wahre Partnerschaft

Feb 25, 2011

Von Fang Li, Provinz Henan

Vor Kurzem hatte ich gedacht, ich sei in eine harmonische Partnerschaft eingetreten. Mein Partner und ich konnten über alles reden, manchmal bat ich ihn sogar, mich auf meine Mängel hinzuweisen, und wir stritten nie, so dachte ich, wir hätten eine harmonische Partnerschaft erreicht. Aber wie die Tatsachen offenbarten, entsprach eine wahrhaft harmonische Partnerschaft keineswegs dem, was ich angenommen hatte.

Eine wahre Partnerschaft

Eines Tages zeigte mein Partner bei einer Versammlung einige meiner Mängel vor unserem Vorgesetzten auf und sagte, ich sei arrogant, würde die Wahrheit nicht akzeptieren, sei kontrollierend, herrisch … Ihn das sagen zu hören, machte mich sehr ärgerlich und ich dachte: „Gestern fragte ich dich, ob du irgendwelche Meinungen über mich hättest, du sagtest nein, aber jetzt, vor unserem Vorgesetzten, sagst du so viel! Das ist so unaufrichtig!“ Ich dachte, mein Partner und ich hätten eine friedliche Beziehung, aber er hatte so viele Ansichten über mich, was bewies, dass es immer noch Missverständnisse zwischen uns gab und dass unsere Beziehung alles andere als friedlich war. Angesichts der Tatsachen konnte ich nicht anders, als mein eigenes Verhalten in der Partnerschaft noch einmal durchzugehen: Bei Versammlungen, obwohl mein Bruder auch an der Gemeinschaft teilnahm, sprach er wenig, denn ich sprach die meiste Zeit während der Versammlung und gab ihm kaum eine Gelegenheit, zu reden; bei der Arbeit sprechen wir tatsächlich über alle Probleme, die aufkamen, aber wenn unsere Meinungen voneinander abwichen, hielt ich immer an meinen eigenen Anschauungen fest und lehnte seine ab, und die Probleme lösten sich einfach, wenn mein Bruder aufhörte, zu argumentieren. Äußerlich gab es keine Streitereien oder Konflikte zwischen uns, aber im Inneren fühlte es sich immer so an, als ob es ein Hindernis zwischen uns gebe, etwas, das uns davon abhielt, vollkommen offen zu sein. An diesem Punkt erkannte ich, dass, während wir beide Partner zu sein schienen, die zusammenarbeiteten, ich eigentlich alle Anweisungen gab und er nie die Chance bekam, seine Pflichten wirklich zu erfüllen. Ich dachte, unsere Partnerschaft sei eine von sich gegenseitig ergänzenden und gleichrangigen Partnern, aber sie war eigentlich die eines Anführers und des Gefolgsmannes. Die Fakten offenbarten mir, dass das, was ich für eine harmonische Partnerschaft hielt, nur eine Reihe oberflächlicher Praktiken war. Was ist also eine wirklich harmonische Partnerschaft? Ich suchte in Gottes Wort nach Antworten auf meine Frage und fand diese Worte: „Ihr habt zahlreiche Predigten gehört und eine gewisse Erfahrung darin, Dienst zu tun. Wenn ihr nicht voneinander lernt, einander nicht helft und eure Mängel bei der Arbeit in den Kirchen nicht gegenseitig ausgleicht, wie könnt ihr daraus dann Lehren ziehen? Immer wenn ihr auf ein Problem stoßt, solltet ihr miteinander Gemeinschaft führen, damit euer Leben davon profitieren kann. Außerdem solltet ihr sorgfältig über Dinge jeglicher Art Gemeinschaft führen, bevor ihr irgendwelche Entscheidungen trefft. Nur so übernehmt ihr Verantwortung für die Kirche, anstatt einfach nur oberflächlich zu handeln. Nachdem ihr alle Kirchen besucht habt, solltet ihr euch versammeln und über alle Probleme Gemeinschaft führen, die ihr feststellt, und über alle Probleme, auf die ihr bei eurer Arbeit stoßt. Und dann solltet ihr über die Erleuchtung und Erhellung sprechen, die ihr erhalten habt – das ist eine unverzichtbare Praxis des Dienstes. Ihr müsst eine harmonische Zusammenarbeit erreichen: zum Zweck von Gottes Werk, zum Wohle der Kirche und um eure Brüder und Schwestern anzutreiben. Ihr solltet euch miteinander abstimmen, wobei jeder den anderen verbessern sollte und ein besseres Arbeitsergebnis erzielt werden sollte, um für Gottes Willen Sorge zu tragen. Das macht echte Zusammenarbeit aus und nur diejenigen, die sich daran beteiligen, werden wahren Eintritt gewinnen.“ („Diene wie die Israeliten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Nachdem ich Gottes Worte sorgfältig abgewogen hatte, verstand mein Herz plötzlich. Eine wahre Partnerschaft bedeutet, dass die Partner die Arbeit der Kirche an die erste Stelle setzen; für die Interessen der Kirche und das Leben der Brüder und Schwestern können sie miteinander Gemeinschaft haben und die Schwächen des anderen ausgleichen, sodass in ihrer Arbeit bessere Resultate erzielt werden können; sie haben keine Missverständnisse und Vorurteile gegeneinander und halten keinen Unterschied im Status aufrecht. Als ich mein eigenes Verhalten damit verglich, fühlte ich Scham und Bedauern, das nicht in Worte zu fassen war. Auf mein Verhalten zurückschauend wurde mir klar, dass ich niemals das Interesse der Kirche in Erwägung zog, ich setzte mich immer an die erste Stelle, ich führte, indem ich mich auf meinen Status stützte, pflegte meinen eigenen Ruf und meine Position und ich fürchtete nur, dass andere geringschätzig von mir denken oder auf mich herabsehen würden, und meine Gemeinschaft mit meinen Brüdern und Schwestern war nicht ergänzend oder fand auf gleicher Ebene statt, daher erreichte sie nie den Zweck eines gemeinsamen, sich gegenseitig unterstützenden Eintritts in Gottes Wort. Während mein Partner und ich oberflächlich zu diskutieren schienen, wie wir unsere Arbeit tun sollten, akzeptierte ich in meinem Herzen seine Ideen nicht und am Ende hielt ich mich lieber an meine Ideen, anstatt zu bedenken, was das Beste für die Arbeit der Kirche sei; auch wenn ich ihn manchmal bat, mich auf meine Mängel hinzuweisen, statt sie zu akzeptieren, stritt ich immer, rechtfertigte mich und verteidigte mich, was ihm Beschränkungen auferlegte und ihn zu sehr ängstigte, offen mit mir zu sprechen, und nicht bereit machte, meine Mängel noch einmal anzusprechen, was zu Missverständnissen zwischen uns führte und uns die Fähigkeit nahm, die Arbeit der Kirche einmütig zu beenden. Unter meinen Brüdern und Schwestern verhielt ich mich sogar noch arroganter und überlegener und dachte immer, dass ich ihr Anführer sei, weil mein größeres Verständnis der Wahrheit mich dazu qualifizierte, sie zu führen. Bei ihnen zeigte ich überhaupt keine Bescheidenheit oder wahre Suche, stattdessen betrachtete ich mich als den Meister der Wahrheit und bestand darauf, dass mir jeder zuhörte … Da erkannte ich, dass meine Partnerschaft im Dienst nichts von der Wesensart einer Partnerschaft hatte, oder in noch schwerwiegenderen Worten, ich übte Despotismus und Diktatur aus. Sich als Anführer oder Partner so zu verhalten, ist nichts anderes als die Art und Weise, wie der große rote Drache seinen Einfluss auf die Macht aufrechterhält! Der große rote Drache setzt Despotismus in die Praxis um, besteht in allen Dingen auf die letzte Autorität, und hat Angst, auf die Massen zu hören oder durch politische Prinzipien zu regieren, die anders sind als seine eigenen. Und ich, mit dem geringen Status, den ich heute habe, möchte für das begrenzte Territorium, das ich kontrolliere, zuständig sein. Wenn ich eines Tages Macht haben werde, wie werde ich dann anders sein als der große rote Drache? Als ich über all das nachdachte, empfand ich plötzlich Furcht. So weiterzumachen wäre viel zu gefährlich, und wenn ich mich nicht änderte, wäre mein Ende dasselbe, wie das des großen roten Drachen – von Gott bestraft.

Nachdem ich all das erkannt hatte, vertrat ich keine Ansicht mehr gegen meinen Bruder. Stattdessen war ich Gott dankbar, dass Er mir geholfen hatte, mich selbst in solchen Umständen zu erkennen und mir die Gefahr in mir selbst zu zeigen. Später, wenn ich Partner von Brüdern und Schwestern war, lernte ich, mich selbst zu erniedrigen, das Herz zu haben, mich um Gottes Willen zu sorgen und in meiner Arbeit verantwortungsvoll zu sein, und mehr auf die Meinungen der anderen zu hören, und nach einiger Zeit erkannte ich, dass diese Art der Praxis mir nicht nur ein vollständigeres und gründlicheres Verständnis der Wahrheit gab, sie brachte mich meinen Brüdern und Schwestern auch näher und erlaubte uns, offener miteinander zu teilen. Und nachdem ich diese Arten von Frucht zeigen konnte, verstand ich schließlich, wie gut es sein kann, partnerschaftlichen Dienst gemäß den Anforderungen Gottes zu erbringen!

Ich bin dankbar für diese Erleuchtung von Gott, die mir nicht nur half, eine wahrhaft harmonische Partnerschaft zu verstehen, sondern mir noch mehr half, meine verdorbene, arrogante Disposition in meinem eigenen Dienst mit meinem Partner offenbart zu sehen, und sie zeigte mir, dass, wenn die verdorbene Menschheit die Macht ergreift, das Ergebnis das gleiche ist wie bei dem großen roten Drachen. Ich hoffe, ich kann die Gifte des großen roten Drachen in mir beseitigen, in den wahren partnerschaftlichen Dienst eintreten und schließlich jemand werden, der Gott dient, der mit Gottes Herz vereinbar ist.

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