Alle Wahrheitssuchenden sind herzlich dazu eingeladen uns zu kontaktieren

Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Seitenbreite

Array

Keine Ergebnisse gefunden.

`

4. Die Rückkehr des verlorenen Sohns

Wang Xin Harbin City

Im Jahre 1999 wurde ich zu einer Führungskraft, weil es die Kirchenarbeit erforderte. Ganz am Anfang fühlte ich mich tief in meinem Innersten unwürdig, dieser Tätigkeit nachzugehen. Jedoch aufgrund meiner arroganten und selbstgerechten Gesinnung verwandelte sich meine anfängliche Vorsicht nach einer Weile in Selbstverherrlichung und der Bezeugung meiner eigenen Person. Ich nahm Nahrung, Bekleidung und Vergnügen wichtig. Ich gab mich gierig den Segnungen meines Standes hin. Ich wollte sogar mit Gott auf gleicher Stufe stehen. Letzten Endes wurde ich schließlich entlassen und nach Hause geschickt. Erst nach diesem Vorfall wachte ich auf und mir wurde bewusst, dass mich mein „Stand“ dazu verleitet hatte, Gott und die Wahrheit aufzugeben; mein „Stand“ hatte mich dazu verleitet, mir mein persönliches Königreich aufzubauen; mein „Stand“ hatte mich zu einem Antichristen werden lassen; mein „Stand“ hatte mich auf die Straße des Todes geführt. Erst dann erkannte ich, dass ich viel zu weit vom richtigen Weg abgeschweift und bereits zu tief gefallen war.

Im Nachhinein betrachtet, begann meine Talfahrt, als meine Tätigkeit der Heilsverkündung erste Erfolge verzeichnete. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich wirklich, dass ich ein Jemand wäre, ich schwang große Reden und wurde selbstzufrieden, und ich sprach zu den Menschen im Rahmen meines Tätigkeitsbereichs in einem arroganten Ton. Eine Schwester, die mit mir im Zweierteam zusammenarbeitete, sprach mich auf die Unzulänglichkeiten in meinem Innersten an und sagte, dass ich eine gewisse, unbändige, arrogante Gesinnung an den Tag lege, wenn ich sprach. Ich konnte dem nur oberflächlich zustimmen, aber nicht in meinem Herzen. Letztendlich dachte ich mir immer noch alle möglichen Ausflüchte aus, wie ich die Unzulänglichkeiten, die sie erwähnt hatte, indirekt widerlegen könnte. In den nachfolgenden Tagen hielt ich Reden nur um meines Status willen. Auch wenn ich darin versagte, Gott zufriedenzustellen, hatte ich dabei nie ein unbehagliches Gefühl in meinem Herzen. Stattdessen war ich oft enttäuscht, weil andere Menschen nicht von mir überzeugt waren. Allmählich wurde meine Geist betäubt und empfindungslos. Gerade, als ich mir noch immer überhaupt nicht bewusst war, dass ich den falschen Weg beschritt, übergab mir eine Führungskraft eine Notiz. Sie besagte: „XX, jetzt, wo du eine große Nummer geworden bist, hat sich auch dein Tonfall geändert. Du ähnelst sehr den Regierungsbeamten draußen in der Welt. Du wirst bald ausgeschlossen werden.“ Was? Besagt das nicht, dass ich meine Zukunft und mein Schicksal verspielen werde? Nachdem ich diese Worte gelesen hatte, wurde ich von schmerzhaften Qualen heimgesucht, aber ich beleuchtete weder mein Gemüt, noch war meine Gesinnung dankbar für Gottes Fürsorge und Seine Denkweise. Darüber hinaus nahm ich die daraus resultierenden Konsequenzen nicht wahr, wenn ich mich weiterhin so verhalten würde wie bisher. In dieser Situation und in diesem Umfeld spürte ich, dass ich in tiefste Verzweiflung gefallen war. Dann wurde ich plötzlich von einer recht schweren Erkrankung befallen. Mein Verstand war verwirrt, und ich hatte Angst davor, meine Pflicht nicht mehr verrichten zu können. Ebenso befürchtete ich, dass ich ausgeschlossen werden könnte und keine Zukunft hätte, dass mir auch gekündigt und ich nach Hause geschickt würde. Ich war erfüllt von frevelhaften Bitten an Gott. Obwohl mir bewusst war, dass ich meinen Status zu wichtig nahm, war ich vollkommen unter Satans Kontrolle, und ich konnte mich nicht selbst befreien. Ich habe sogar meine Position als Führungskraft dazu genutzt, um meine Brüder und Schwestern soweit unter Kontrolle zu haben, dass sie für mich persönliche Dinge erledigten. Ich veranlasste sie dazu, mir bei der Suche nach einem Arzt zu helfen, sodass sich mir die Möglichkeit zu einer schnellen Genesung von meiner Krankheit bieten würde. Mein Herz war nur von einer Sache beherrscht: Ich darf meinen Status nicht verlieren, und ich kann meine Pflicht nicht aufgeben. Ich begann mich an besonderen Behandlungen zu erfreuen, ich nahm gute, gesunde, nährstoffreiche Nahrung zu mir und nahm ungefragt gutes Essen von meinen Brüdern und Schwestern an. Dennoch dachte ich absurderweise: Ich mache das alles nicht aus Vergnügen; ich mache das, um meine Krankheit zu heilen, sodass sie meine Arbeit nicht in Verzug bringen wird. Daher zählt das nicht als unverhältnismäßig. Letztendlich war ich nicht auf dem Weg der Genesung, sondern meine Krankheit verschlimmerte sich sogar.

Später, aufgrund meines Zustands, ließen mich die Führungskräfte nach Hause gehen, damit ich über mich selbst nachdenken konnte. Sie sagten, dass meine Krankheit auf psychischen Problemen beruhte.

Als ich die Nachricht vernahm, dass sie mich nach Hause schicken würden, um über mich selbst nachzudenken, fühlte ich mich, als ob mich ein Blitz getroffen hätte. Meine Beine waren so schwach, dass ich nicht stehen konnte, und ich hatte fast noch nicht einmal die Kraft zu atmen. Ich dachte: Es ist vorbei. Sind all die Jahre der Gefolgschaft umsonst gewesen? Welche Perspektiven habe ich noch? Wie werde ich zukünftig überleben?

Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, war ich den ganzen Tag lang aufgewühlt. Meine ehemaligen Aspirationen und Gelübde waren verschwunden. Ich dachte an mein eigenes Alter und daran, wie sich meine Familie im Laufe der Jahre verändert hatte: All meine Geschwister waren verheiratet, während ich zu einem überflüssigen Sonderling geworden war, den die Menschen nicht verstehen konnten. An diesem Punkt spürte ich, dass ich in gewisser Weise einsam und hilflos war, und so war jeder meiner Tage erfüllt von Klagen, Enttäuschungen und Vorwürfen, ohne einen Schimmer des Trosts. Manchmal jedoch dachte ich zurück an die Anmut des Werkes des Heiligen Geistes und die herzerquickenden Momente, in denen ich Gottes Werk erfahren hatte. Je mehr ich darüber nachdachte, umso mehr litt ich und bedauerte mein Handeln. Dann weinte ich mir meine Augen aus und fragte mich: Wird der Weg meines Glaubens an Gott zu einem Ende wie diesem führen? Werde ich einfach auf diese Weise in meiner Betrübnis sterben? Das kann ich nicht! Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich nahezu den Tod dem Leben bevorzugte. Ich kniete nieder und weinte. Ich rief Gott mit lauter Stimme an und betete: „Oh Gott! Seitdem ich Dich verlassen habe, ist jede Minute so unerträglich. Tief in meinem Innersten verstehe ich jetzt, dass Du es bist, den ich brauche, und nicht die Dinge für das Fleisch wie Essen, Bekleidung, Status und Vergnügen. ... Diese Dinge bringen mir nur Schmerz und Züchtigung, psychische Qualen, Anschuldigungen gegen mein Gewissen, Verdammnis und Furcht. Oh Gott! Ich hasse und verachte mich dafür, die Gelegenheit nicht wertgeschätzt zu haben, die Du mir gewährt hast, um mich zu perfektionieren. Ich möchte Dich wirklich nicht verlassen! Oh Gott! Wie soll ich meinen zukünftigen Weg beschreiten? Was soll ich tun? Bitte weise mir den richtigen Weg. Wie kann ich unter diesen Umständen Deinen Absichten Genüge tun?“ Mein Herz weinte, und mein ganzer Körper zitterte. Tränen der Reue, des Schuldgefühls und des Bedauerns verwoben sich ineinander. In diesem Moment bekam ich eine leise Vorstellung davon, wie sich jemand fühlte, der von Gott erobert wurde, nachdem er von Gott verstoßen worden war, weil er gegen Seine Anordnungen gesündigt hatte! Inmitten meines Geschreis und Bedauerns spürte ich, dass sich Gott langsam zu mir wendete. Dann erleuchtete mich Gott: „Was würdest du machen, wenn du erneut Prüfungen durchleben müsstest, die denen der Kirchendiener ähnlich sind? Egal wann auch immer, du musst mit deinem ganzen Herzen und deinem Verstand Gefolgschaft leisten. ... und danach streben, deine Gesinnung zu ändern, bis dass das Werk des Universums vollendet sein wird.“ Dann erinnerte ich mich, dass Gott einst gesagt hatte: „Unabhängig davon, ob du dir selbst nicht helfen kannst, oder ob deine rebellische Gesinnung zum Vorschein kommt, vergiss nicht: Erwache schnell danach! Greife nach oben. Gleich was auch immer geschieht, greife nach oben. Gottes Werk ist die Rettung des Menschengeschlechts ...“ („Es ist Gottes Wille, das Menschengeschlecht bis zum größtmöglichen Ausmaß zu retten“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Mein Herz gesundete allmählich vor Gottes unermüdlichem Wort. Ich sah Hoffnung, ich verstand Gottes Absichten, und ich war mir nicht mehr im Unklaren, welchen vor mir liegenden Weg ich beschreiten sollte. Genau in diesem Augenblick wollte Gott, dass ich Ihm treue Gefolgschaft leiste, und dass ich dazu fähig bin, mich konkret auf die Suche nach dem Wandel meiner Gesinnung zu begeben. Er wollte, dass ich von diesem Moment an den Weg bis zum Ende beschreite, den ich als erschaffenes Geschöpf nicht bis zum Ende beschritten hatte, und dass ich Gott nicht mehr um irgendetwas bitte. An diesem Punkt dachte ich über die Worte Gottes nach, die Er nach den erwähnten Prüfungen der Kirchendiener gesprochen hatte. Die Bedeutung Seiner Worte ist: Der Mensch leidet tatsächlich nicht so sehr, wenn er wahrhaft dazu bereit ist, ein erschaffenes Geschöpf zu sein. ... Ja, die Quelle meines Leidens war meine Verderbtheit. Es war nicht Gottes ursprüngliche Absicht, das Menschengeschlecht so sehr leiden zu lassen. Ich wollte einfach kein erschaffenes Geschöpf sein. Ich versuchte immer, die Wahrheit zu meiden, meinen eigenen Weg zu beschreiten und die Menschen dazu zu veranlassen, mich wie Gott zu behandeln. Wie konnte ich denn dann nicht so sehr leiden? In diesem Moment erfuhr ich die Macht des Wort Gottes persönlich – sie könnte mich von den Toten auferstehen lassen, sie könnte mich alle Kräfte des Todes durchbrechen lassen. Durch Gottes Wort waren jetzt all meine Schwierigkeiten in meinem Herzen beseitigt. Alles war so frisch, so befreiend, so wundervoll – wie ein guter Regen nach einer langen Dürre. Ja! Gott, ich war von Anfang an ein von Dir erschaffenes Geschöpf. Da ich von Dir erschaffen wurde, soll ich Dir gehören und Dich verehren. Das ist meine Pflicht und meine Aufgabe. Ich sollte Dich um nichts anderes mehr bitten, und ich sollte vor Deiner rechtschaffenen Gesinnung ausschließlich Gehorsamkeit ausüben. Du hast mich nach Hause gehen lassen, so dass ich über mich selbst nachdenken konnte. Das war für mich das größte Geschenk Deiner Liebe und Deines Schutzes. Ich wurde von Krankheit gequält, weil ich Dir gegenüber ungehorsam war und gegen Deine Gesinnung verstoßen hatte. Aufgrund meiner Taten hätte ich schon vor langer Zeit von Dir verflucht werden müssen, aber dank Deiner Gnade hast Du mir erlaubt, heute am Leben zu sein.

Diese Erfahrung hat sich so tief in den Tiefen meiner Seele eingeprägt, dass ich unfähig bin, sie im Laufe meines Lebens jemals zu vergessen. Jedes Mal, wenn ich mir die vielen Vorfälle, die mich zu Boden gerissen hatten, ins Gedächtnis rufe, werde ich zutiefst vorsichtig und motiviert. Ich werde nie wieder gegen Gott sündigen und Gott betrüben. Ohne Gottes Großzügigkeit und Geduld würde ich heute nicht mehr atmen! Oh Gott! Ich danke Dir! In Deinem Werk habe ich mich bisher an dessen Anmut und Glückseligkeit erfreut, aber ich habe auch Deine unverwundbare Gesinnung geschmeckt. Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, wie es ist, ein verlorener Sohn zu sein und nach der Rückkehr wieder die Wärme Deiner Umarmung zu spüren. Wie könnten mich Deine Taten nicht dazu veranlassen, meine zutiefst empfundenen Preisungen zu bekunden?

Vorherig:Nachdem ich mein Ansehen verloren hatte...

Nächste:Gottes bester Schutz für das Menschengeschlecht

Dir gefällt vielleicht auch