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Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

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74. Nur wenn ich selbst in die Wahrheit eintrete, kann ich anderen helfen

Du Fan    Provinz Jiangsu

Vor Kurzem hielt eine Gemeinde eine Wahl ab, um einen neuen Leiter zu bestimmen, aber die vorsitzende Leiterin wandte sich gegen die Prinzipien der Gemeinde und wandte ihre eigene Methode an, um die Wahl durchzuführen. Als einige andere Brüder und Schwestern ihre Meinung äußerten, erkannte sie sie nicht nur nicht an, sondern bestand darauf, auf ihre Weise fortzufahren. Die Gemeinde wurde infolgedessen durch die Handlungen der Leiterin durcheinander gebracht. Als ich das herausfand, verlor ich meine Fassung vollkommen. Wie konnte jemand so arrogant und selbstgerecht sein? Ohne Gott im Herzen die Aufgaben eines Leiters auszuführen, auf das Arbeitsverhältnis herabzusehen, die Vorschläge der Brüder und Schwestern anzufechten und abzulehnen – wer sonst ist an der Verwirrung der Gemeinde schuld außer dir! Ich sandte sofort jemanden hin, um mit der Gemeindeleiterin zu sprechen und las in der Zwischenzeit Gottes Wort durch und suchte nach ähnlichen Wahrheiten, die ich mit der Leiterin besprechen konnte, um sie vom Irrtum ihrer Methoden zu überzeugen. Später an jenem Abend ging ich und traf die Leiterin. Während des Austauschs sprach ich, unfähig meinen eigenen Zorn zu unterdrücken, in einem anklagenden Ton. Zu meiner Überraschung stand die Leiterin nach 10 Minuten, die unser Treffen schon dauerte, plötzlich auf und rannte mit Tränen in den Augen aus dem Raum. Ein Bruder, der ihr hinterher gegangen war, kam etwas später zurück und sagte: „Sie ist fort und sie weiß, dass sie falsch gehandelt hat.“ Ich war unerbittlich und rief ärgerlich aus: „Angesichts einer solch wichtigen prinzipiellen Angelegenheit, willst du die Dinge einfach ungeklärt lassen? Wie arrogant und selbstgerecht du bist! Du wendest dich gegen die Prinzipien der Gemeinde und lässt niemand anderen zu Wort kommen. Wie kannst du zukünftig etwas zustande bringen? Was für eine gefährliche Aussicht! Es reicht nicht, wenn du ohne Vorwarnung hinausstürmst, ich werde dir dann eben einen Brief schreiben müssen.“ Auf der Stelle setzte ich mich und schrieb ihr einen Brief, in dem ich symbolisch anerkannte, dass meine Haltung in der Gemeinschaft nicht ideal gewesen war und bat sie um Vergebung. In dem Brief sprach ich auch ihre Probleme an und zitierte die Prinzipien, um das Problem zu erleuchten. Ich dachte, dass ich die Angelegenheit ganz gut geregelt hatte. Einerseits zeigte ich, dass ich imstande war, mein eigenes Ego loszulassen und ein tieferes Verständnis meiner selbst zu erlangen, während ich gleichzeitig die Wahrheit anwandte, um Probleme zu lösen. Wenn sie sah, wie ich die Dinge regelte, wäre die Leiterin bestimmt überzeugt und würde ein neues Verständnis erlangen, dachte ich.

Einmal, als ich über diese Angelegenheit mit meinem Leiter sprach, fragte mich der Leiter, wie ich in die Wahrheit eingetreten war, als ich diese Angelegenheit regelte. „Wie ich in die Wahrheit eintrat? Habe ich es nicht richtig gemacht? Waren meine Handlungen unangemessen?“ Ich fühlte mich leicht verwirrt. Der Leiter fuhr fort: „Es geht nicht darum, wie gut du das Problem gelöst hast, sondern vielmehr darum, ob du deinen Status und deine Macht dazu gebraucht hast, um andere zu überzeugen oder hast du die Wahrheit gebraucht, um Gott zu erhöhen und zu bezeugen und hast anderen ermöglicht, ein tieferes Verständnis von sich selbst zu erlangen? Oberflächlich sieht es so aus, als ob du in Gottes Wort kommuniziert hättest, aber in Wirklichkeit hast du nur versucht, sie dazu zu bringen, sich deiner Ansicht zu beugen. Warum ist sie schließlich gegangen? Es ist klar, dass sie ging, weil sie dein Argument nicht akzeptieren konnte, sie war nicht überzeugt. Wenn wir nur darum besorgt sind, die Wahrheit mit anderen zu kommunizieren und es vernachlässigen, auf unsere eigene Verdorbenheit zu achten, nicht darauf achten, uns selbst zu kennen und nur um der Arbeit willen arbeiten, sind wir dazu bestimmt, nichts Neues zu lernen und haben keine Veränderung in unserer Disposition. Sind wir in diesem Sinn nicht wie Paulus, der andere leitete, der aber im Dienst für Gott immer mehr in seinen verdorbenen Wegen gefestigt wurde? In seiner Arroganz wurde er ein Mensch, der an Gott glaubte und dennoch Gott widerstand und sein Ende in der Verdammnis fand.“ Dieses Gespräch war wie ein Weckruf, der mich aus einem langen Schlaf holte. In der Tat, als Gott mir diese Situation vorlegte, suchte ich nicht nach der Wahrheit oder forschte nach Gottes Absicht, ich dachte nicht daran, selbst in die Wahrheit einzutreten oder über meine eigene emotionale Reaktion auf die Situation zu reflektieren. Alles, was ich tun konnte war, darüber nachzudenken, wie ich die Probleme anderer Menschen lösen konnte. Bedachte ich in diesem Sinn Gottes Wunsch, andere vor Ihn zu bringen? Oder gebrauchte ich vielmehr meinen Status, um andere zu zwingen, meine Ansicht zu akzeptieren? Ich war von Satan verdorben, ohne Wahrheit, Menschlichkeit oder Vernunft. Ich war auch ein Opfer. Inwiefern war ich besser als alle anderen? Ich hatte keine Selbstkenntnis, keine Ahnung von der Wahrheit. Ohne es zu merken, hatte ich einen harschen Ton angenommen und meine Fassung verloren und spielte meinen Status dabei auf, andere zu lehren. Meine satanische Arroganz und Einbildung waren enthüllt worden! Als meine Schwester weinend davonlief, dachte ich nicht über meine Handlungen nach, sondern nahm es ihr übel und geriet in Rage. Ähnelte mein Verhalten nicht den tyrannischen Taten des großen roten Drachen? Dank sei Gott für Seine Führung. Diese Erfahrung erleuchtete mich über die Wichtigkeit des Eintretens in die Realität der Wahrheit. Nur wenn wir in die Wahrheit eintreten, können wir Gottes Schutz erhalten und widerstehen Gott nicht. In der Gemeinschaft des Menschen wurde gesagt: „Viele Menschen werden zu falschen Leitern und Antichristen, weil sie unfähig sind, wirklich die Wahrheit zu suchen und, als Resultat haben sie nicht die geringste Realität der Wahrheit. Sobald sie Status erlangen und etwas Autorität haben, fangen sie an, sich dem Prinzip zu widersetzen, sich selbst für überlegen zu halten und erklären sich selbst, mit Verlangen nach dem Segen des Status, zum König. Am Ende werden solche Menschen von Gottes Auserwählten verabscheut und abgelehnt, und unterwerfen sich schließlich dem völligen Misserfolg. Könnte das vielleicht ein seltenes Ereignis sein? Warum können die Menschen keine Vernunft annehmen? Was nützt es, an Gott zu glauben, nur um Autorität zu erlangen, Macht auszuüben und in der Ausbeute von Status zu schwelgen? Dies ist das Verhalten egoistischer, niedriger und böser Menschen, es ist das niedrige Verlangen derer, die den Weg im Widerstand zu Christus gehen.“ („Ihr müsst erfahren, in die Realität der Wahrheit von Gottes Wort einzutreten, um Gottes Vervollkommnung zu erlangen“ in „Predigten für den Vorrat fürs Leben“). Durch diesen Abschnitt erkannte ich, dass diejenigen, die nicht in die Wahrheit eintreten, sich, nachdem sie Status erlangt haben, zum König erklären und ihren Status stolz dazu verwenden, andere zu unterdrücken, einzuschränken und zu kontrollieren. Sie werden letzten Endes falsche Leiter und Antichristen werden. Es ist nicht Macht, die diese Menschen ruiniert hat, sondern das unvermeidliche Ergebnis dessen, wenn man nicht nach der Wahrheit sucht! Obwohl es vielleicht so scheint, als wäre diese Erfahrung nicht so schlimm, spiegelten mein geistlicher Zustand und meine wahre Natur des Widerstands gegen Gott unbestreitbar wieder, dass ich den Weg der Opposition zu Christus ging. Wenn ich nicht die Wegweisung von Gott gehabt hätte, hätte ich meine Dummheit nicht erkannt und würde immer noch in Selbstgerechtigkeit leben. Wenn ich weiter auf diesem Weg ginge, würde ich schließlich enthüllt und abgebaut werden! Wenn ich daran denke, wie die Dinge sich hätten entwickeln können, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Welche gefährliche Wasser hatte ich betreten, obwohl ich so viele Jahre an Gott geglaubt hatte und war immer noch unfähig zu erkennen, wie man in die Realität eintritt, genau wie Paulus, der in einer eingebildeten Vorstellung der Wahrheit lebte, aber weiter an Gott glaubte und Ihm diente gemäß seines natürlichen Charakters und seiner verdorbenen Natur. Wenn ich die gegenwärtige Sachlage nicht umkehre, finde ich mich vielleicht selbst zur ewigen Verdammnis verdammt. Zukünftig muss ich mehr Wert auf den persönlichen Eintritt in die Wahrheit und das Streben nach ihr legen.

Kurz nachdem sich das ereignet hatte, erhielt ich einen Brief einer Schwester aus dem Evangeliumsteam der ersten Reihe, der damit begann, dass sie Probleme mit dem Verstehen der Wahrheit hätte und sie bat um meine Führung. Nachdem ich den Brief gelesen hatte, verlor ich erneut meine Fassung: Was für eine arrogante Person bist du doch! Du kannst nicht gut mit diesen Gemeindeleitern und Arbeitern zusammenarbeiten. Jedes Mal, wenn sie dir etwas vorschlagen, hast du eine Ausrede und machst eigenmächtig weiter. Die Evangeliumsarbeit, für die du verantwortlich bist, ist ohne Erfolg gewesen und die Gemeinden berichten immer über deine Lage. Heute schreibst du mir und bittest um Führung: Bist du sicher, dass du meine Weisung annehmen kannst? Du denkst, dass alles, was du getan hast, angemessen und richtig war und alle deine Fehler das Ergebnis anderer Leute sind, die unfähig sind, die Wahrheit zu praktizieren: Wie gut kennst du dich eigentlich selbst? …

Je mehr ich nachdachte, desto ärgerlicher wurde ich, ich konnte spüren, wie die Flammen des Zorns in meinem Herzen wüteten: Hast du mich nicht darum gebeten, dir Weisung zu geben? Ich wollte schon länger mit dir reden, heute habe ich endlich die Gelegenheit. Ich legte meine derzeitige Aufgabe nieder und machte mich an die Arbeit, nach Worten Gottes zu schauen, die zu ihrer Situation passten, damit ich sie zitieren konnte, um sie zu überzeugen. Es stellte sich heraus, dass ich, je mehr ich nach zutreffenden Passagen schaute, umso weniger fand – ich war verwirrt, wohin alle Passagen, von denen ich etwas verstand, verschwunden waren. Gerade, als ich anfing mich aufzuregen, sprach eine anklagende Stimme aus meinem Herzen: Wo suchst du in Gottes Wort? Hier ist diese Person vor dir, wie trittst du in die Wahrheit ein? Warum versuchst du immer, die Probleme anderer Menschen zu lösen? Was hast du in dir selbst enthüllt? Gottes Enthüllung und Führung löschten die Flammen, die in meinem Herzen wüteten und gaben mir etwas Einsicht: Hast du schon vergessen, was beim letzten Mal passiert ist? Arbeite nicht um der Arbeit willen – löse deine eigenen Probleme, bevor du versuchst, anderen zu helfen. An diesem Punkt dachte ich an diese Passage von Gottes Wort: „Du musst zuerst all die Schwierigkeiten in dir selbst beseitigen, indem du auf Gott vertraust. Beende deine entarteten Dispositionen und sei fähig, deine eigenen Situationen wirklich zu verstehen und wisse, wie du handeln sollst; habe ständig Gemeinschaft über alles, was du nicht verstehst. Es ist unakzeptabel, dass du dich nicht selbst kennst. Heile zuerst deine eigene Krankheit und indem du meine Worte mehr isst und trinkst, meine Worte betrachtest, das Leben gemäß meiner Worten lebst und gemäß meiner Worten handelst; ob du zuhause bist oder an einem anderen Ort, solltest du Gott erlauben, die Macht in dir zu ergreifen. … Kann das Leben von jemandem, der nicht durch Gottes Worte lebt, reifen? Nein, kann es nicht. Du musst die ganze Zeit durch Meine Worte leben. Im Leben müssen Meine Worte dein Verhaltenskodex sein. Sie werden dich dazu bringen, zu fühlen, dass Gott sich daran erfreut, wenn die Dinge auf eine bestimmte Art getan werden und was Gott hasst, ist, wenn die Dinge auf eine andere Art getan werden; kurz gesagt, du wirst auf den richtigen Weg kommen“(„Kundgebungen und Zeugnisse Christi am Anfang“). „Du musst ein Verständnis für die Menschen haben, mit denen du Gemeinschaft hast und dich über geistige Angelegenheiten des Lebens austauscht, nur dann kannst du den anderen Leben geben und ihre Defizite ausgleichen. Du solltest keinen belehrenden Ton ihnen gegenüber anschlagen, was grundlegend die falsche Position ist, die man haben kann. In der Gemeinschaft musst du ein Verständnis von geistigen Angelegenheiten haben. Du musst Weisheit haben und imstande sein zu verstehen, was in den Herzen anderer Menschen ist. Du musst eine korrekte Person sein, wenn du anderen dienen sollst und du musst das mit anderen teilen, was du hast“ („Kundgebungen und Zeugnisse Christi am Anfang“). Gottes Worte waren so klar wie ein Bergsee und halfen mir, meine eigenen Defizite zu erkennen: Wenn ich in irgendeine Situation gerate, bin ich mir niemals meiner selbst bewusst und messe dem, was ich in mir selbst enthülle, keine Bedeutung zu. Grundsätzlich habe ich Gott nicht in meinem Herzen und weiß nicht, wie ich auf Ihn vertrauen soll. Außerdem verstehe ich nicht allzu viele von Gottes Worten und bin unfähig, die Dinge Gottes Wort gemäß zu betrachten und zu handeln. Gott fordert, dass wir in jedem Augenblick jeden Tages gemäß Seines Wortes leben und dass wir Gottes Wort als Richtlinie für unser Verhalten nehmen. Er fordert, dass wir tun sollen, was Er liebt und das lassen sollen, was nicht mit Seiner Absicht übereinstimmt. Hasst Gott nicht das, was ich heute über mich enthüllt habe? Auf welche Weise haben meine Taten heute meine Pflichten erfüllt? Nein, ich habe ganz eindeutig böse gehandelt. An diesem Punkt fand ich eine Passage aus dem 44. Prinzip, „das Prinzip, anderen mit einem liebenden Herzen zu helfen“, das besagt: „1.Du musst verschiedene Arten von Menschen gemäß des Wortes Gottes unterscheiden. Denjenigen, die wirklich an Gott glauben und die Wahrheit akzeptieren, musst du mit einem liebenden und ehrlichen Herzen helfen,“ Ich fand auch diese Worte Gottes: „Was verlangt Gottes Wort als Prinzip für den Umgang mit anderen? Liebe, was Gott liebt, hasse, was Gott hasst. Das heißt, die Menschen, die von Gott geliebt werden, die wirklich nach der Wahrheit streben und die Gottes Willen ausführen, sind die Menschen, die du lieben solltest. Diejenigen, die nicht Gottes Willen tun, Gott hassen, Gott nicht gehorchen und von Gott verachtet werden, sind Menschen, die wir verachten und zurückweisen sollten. Das ist, was Gottes Wort fordert“ („Selbsterkenntnis erfordert, deine tief verwurzelten Gedanken und Ansichten zu kennen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Weil Gott uns liebt, wird Er Fleisch und verbirgt Sich bescheiden, macht vor nichts Halt, um die Menschheit zu retten. Er hasst die verdorbenen Aspekte des Menschen, hat aber Mitleid mit ihren Schwächen, spricht die Menschen nie auf ihre Verdorbenheit an, aber ermutigt die Menschen immer mit ernsthafter Ermahnung, unermüdlichem Lehren und unermüdlicher Liebe, damit sie den Irrtum ihrer Wege erkennen und einen neuen Weg vorwärts finden. Gott gewährt mir Seine Gnade, erhöht mich und erlaubt mir, diese Pflicht zu erfüllen, damit ich liebe, was Gott liebt und meinen Brüdern und Schwestern mit einem liebenden Herzen helfe und sie unterstütze, wenn sie auf Schwierigkeiten treffen und damit ich alle Menschen mit einem aufrichtigen Herzen behandle. Ich jedoch handelte entgegen Seinen Prinzipien: Nur weil ich einen gewissen Status hatte und sah, dass andere etwas von ihrer Verdorbenheit enthüllt hatten, versäumte ich es, mit ihrer Schwäche Mitleid zu haben, stattdessen führte ich Gottes Wort wie eine Waffe, um sie zu unterdrücken und zwang sie, mir zuzustimmen. Ist das nicht ein Akt des Hasses? Plötzlich fühlte ich mich so peinlich berührt und beschämt wegen meiner Arroganz und Unwissenheit. Danach las ich eine Passage aus Gottes Wort aus dem 43. Prinzip, „das Prinzip des Teilens aus ganzem Herzen“: „In ‚Erfahrungen teilen und darüber kommunizieren‘ bedeutet teilen, über jeden Gedanken in deinem Herzen, deinem Zustand, deinen Erfahrungen und deiner Kenntnis von Gottes Worten zu sprechen, sowie über die verdorbene Disposition in dir – und danach, dass andere unterscheiden und das Positive akzeptieren und das, was negativ ist, erkennen. Nur das ist Teilen und nur das ist wahres Kommunizieren“ („Um ehrlich zu sein, solltest du dich selbst anderen öffnen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Durch das Essen und Trinken des Wortes Gottes lernte ich, wie ich mit meiner Schwester auf eine Weise kommunizieren konnte, die ihr nützlich war. Diesmal, als ich den Stift in die Hand nahm, fühlte ich eine Welle der Liebe in mir aufsteigen. Ich empfand ein starkes Verlangen, mein Herz in der Diskussion mit meiner Schwester offenzulegen. Diesmal nahm ich nicht Gottes Wort, um ihre Probleme zu lösen, sondern sprach vielmehr über meinen Einsichten in meine eigene arrogante und eingebildete Natur und mein unmenschliches Verhalten – ich hatte Brüder und Schwestern nicht richtig behandelt, es versäumt, ihnen Liebe und Mitleid zu zeigen. In dem Brief schrieb ich folgendes: Ich danke Gott wirklich, dass Er dich vor mich gestellt hat und mir erlaubt hat, die Bösartigkeit in meinem Herzen zu sehen. Als ein Leiter habe ich weder Wahrheit noch Realität. Ich verdiene es nicht, ein Leiter zu sein, weil ich nicht die Verantwortung für die Aufgabe, die mir Gott gab, übernommen habe – ich versagte, wie ein Diener vor Gott zu handeln. Stattdessen nahmt ich meine Aufgabe als eine Position von Macht und Status und dachte, dass ich über anderen stünde. Als ich deinen Brief sah, war ich voller Verachtung und Verurteilung und glaubte sogar, dass ich die Autorität hatte, dich zu beschneiden und an dir zu handeln. Wie arrogant und eingebildet war ich doch! In Wahrheit waren deine Defizite auch meine Defizite und Fehler. Wenn ich und meine Brüder und Schwestern nicht harmonisch zusammenarbeiten können, ist es Gott, der die Tatsache enthüllte, dass dieses ganze Debakel das Ergebnis meiner Unfähigkeit, in die Wahrheit einer harmonischen Zusammenarbeit einzutreten ,war. Gott sei Dank für diese Offenbarung, die mir half, zu erkennen, dass ich, obwohl ich seit vielen Jahren an Gott glaube, immer noch Einsicht in Gottes Rettung der Menschheit erlangen muss. Ich muss auch noch Gottes Absicht bei der Rettung der Menschheit verstehen. Ich weiß nicht, durch welche Methode der Mensch gerettet und vervollkommnet werden muss. Als Resultat bin ich, welche Situation mir auch begegnet, bisher unfähig, Gottes Gericht und Züchtigung, Handeln und Beschneidung zu akzeptieren. Stattdessen mache ich mir mehr Sorgen um den Schutz der Interessen des Fleisches und suhle mich in oberflächlichen Angelegenheiten. Wenn du mir diesen Brief, der mich enthüllt, nicht geschickt hättest, hätte ich die Natur meines Problems nicht gesehen. Lass uns beide zukünftig in die Realität der Wahrheit eintreten.

Als ich mein Ego tatsächlich losließ, mich erkannte und analysierte und den eigentlichen Zustand, den ich beim Kommunizieren und gemeinsamen Eintreten in die Wahrheit mit meiner Schwester erfahren habe, fühlte ich mich äußerst bodenständig und friedlich und hatte das Gefühl, dass es zwischen uns keine Distanz und Entfremdung gab. Ich sah wirklich das Zeichen von Gottes Segen in Situationen, in denen ich die Wahrheit praktizierte. Nur durch Gottes andauernde Führung und Erleuchtung begann ich, der ich nur über die Wahrheit sprechen, aber sie nicht anwenden konnte, der passiv durch Erfahrungen ging, ohne in die Realität der Wahrheit einzutreten, mich langsam zu bessern. Ich sah die heilige und gerechte Disposition Gottes in meinen vergangenen Erfahrungen. Genau wie die Kommunikation der Oberen sagt: „Wo es Verdorbenheit gibt, wird es Gericht geben, wo immer es Böses gibt, da wird es Züchtigung geben.“ Ich wurde mir auch immer mehr bewusst, dass Gottes Gericht und Züchtigung genau das ist, was wir brauchen. Gottes Gericht und Züchtigung zu erfahren, ist ein Geschenk tiefgreifender Rettung und Gnade. Nur wenn wir dieses Gericht und diese Züchtigung empfangen, können wir dem dunklen Einfluss Satans entrissen werden, die Dunkelheit abwerfen, das Licht und die Wahrheit suchen, in die Wahrheit eintreten und die Wahrheit praktizieren. Ich bete, dass Gottes Gericht und Züchtigung mir dahin folgen, wohin ich gehe, so dass ich Reinheit erreichen und als ein wahrer Mensch leben kann.

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