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Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

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87. Urteil ist Licht

Zhao Xia     Shandong Provinz

Mein Name ist Zhao Xia. Ich wurde in einer gewöhnlichen Familie geboren. Aufgrund des Einflusses von Maximen wie „Eine Wildgans hinterlässt eine Stimme; ein Mensch hinterlässt einen Ruf“ und „Ein Baum lebt mit seiner Rinde; ein Mensch lebt mit seinem Gesicht“, wurden mir Ansehen und Anschein besonders wichtig. Alles, was ich tat, war, um Lob, Komplimente und Bewunderung von anderen Menschen zu verdienen. Nach der Heirat waren die Ziele, die ich mir setzte: Ich werde ein wohlhabenderes Leben führen als andere; ich darf niemanden negative Dinge darüber sagen lassen, wie ich ältere Menschen behandle, oder über mein Benehmen und Verhalten; und ich werde dafür sorgen, dass mein Kind an eine berühmte Universität kommt und gute Aussichten hat, um meinem Anschein mehr Glanz zu verleihen. Deshalb stritt ich nie mit meinen Schwiegereltern. Manchmal, wenn sie harte Dinge zu mir sagten, fühlte ich mich so gekränkt, dass ich mich versteckte und weinte, anstatt ihnen Haltung zu zeigen. Wenn ich sah, wie andere während des chinesischen Neujahrs und an anderen Feiertagen Kleidung für ihre Eltern kauften, ging ich sofort, etwas für meine Schwiegermutter zu kaufen, und es war auch von bester Qualität. Wenn Verwandte zu Besuch kamen, half ich, Lebensmittel einzukaufen und zu kochen. Selbst wenn es ein bisschen hart oder ermüdend war, war ich trotzdem gänzlich bereit. Aus Angst, dass es mir weniger gut gehen würde als anderen, ließ ich meine kleine Tochter einen Monat nach der Geburt zurück und ging sofort wieder zur Arbeit. Infolgedessen litt meine Tochter unter Mangelernährung und war nur noch Haut und Knochen, weil sie meine Muttermilch nicht trinken konnte. Ihre Situation verbesserte sich erst nach 100 Ernährungsspritzen, während ich so müde war, dass ich jeden Tag einen schmerzenden Rücken hatte. Obwohl es schwierig und ermüdend war ertrug ich die Not und gab unermüdlich um einen guten Rufs zu verdienen. In nur wenigen Jahren wurde ich eine bekannte Schwiegertochter im Dorf und meine Familie wurde wohlhabend und von den Menschen um uns herum beneidet. Infolgedessen waren meine Schwiegereltern, Nachbarn, Verwandten und Freunde voll des Lobes für mich. Angesichts des Lobes und der Komplimente von den Menschen meiner Umgebung war meine Eitelkeit sehr zufrieden. Ich fühlte, dass meine Nöte in den letzten Jahren nicht vergeblich waren und ich war innerlich sehr geschmeichelt. Mein ruhiges Leben wurde jedoch unterbrochen, nachdem mein Schwager geheiratet hatte. Seine Frau sprach immer sarkastisch mit mir und sagte, dass ich Hintergedanken bei der guten Behandlung unserer Schwiegermutter hätte, weil ich nur ihr Vermögen wollte. Sie sagte immer, dass unsere Schwiegermutter voreingenommen sei, weil sie uns mehr Dinge gebe als sie ihnen gebe, und wir stritten uns oft deswegen. Ich fühlte mich sehr gekränkt und wollte öffentlich mit ihr streiten, um meine Unschuld zu beteuern, aber es würde das gute Image ruinieren, das ich in den Herzen der Menschen aufgebaut hatte. Daher würde ich mich zwingen, mich zurückzuhalten, und wenn ich es nicht mehr ertragen könnte, würde ich insgeheim einen lauten Schrei ausstoßen. Danach überspannte die Schwägerin den Bogen, indem sie das Land besetzte, das auf meine Seite der Familie verteilt worden war, was mich vor Wut erbeben und tagelang nichts essen und trinken ließ. Ich wollte es sogar mit ihr ausfechten. Aber wenn ich daran dachte, dass es mich mein Gesicht verlieren lassen würde, mein Ansehen beschädigen würde und die Leute um mich herum auf mich herabschauen lassen würde, schluckte ich alles hinunter, aber im Inneren fühlte ich mich so unterdrückt, dass ich Qualen litt. Ich sah traurig aus und seufzte den ganzen Tag, fühlte mich, als ob es zu schmerzhaft und ermüdend sei, zu leben und nicht zu wissen, wann es ein Ende für ein solches Leben gäbe.

Das Ende des Menschen ist tatsächlich Gottes Anfang. Gerade als ich Schmerzen hatte und mich hilflos fühlte, streckte der Allmächtige Gott Seine Hände der Errettung nach mir aus. Eines Tages fragte mich meine Nachbarin: „Glaubst du an die Existenz Gottes?“ Ich antwortete: „Wer nicht? Ich glaube, dass Gott existiert.“ Sie sagte dann, dass der Gott, an den sie glaube, der eine und einzig wahre Gott sei, der das Universum und alle Dinge erschuf, und dass die Menschheit am Anfang in Gottes Segen lebte, weil sie Gott anbetete, aber nachdem sie vom Satan verdorben wurde, betete sie Gott nicht mehr an und lebte so unter Gottes Fluch und Schmerz. Der allmächtige Gott der letzten Tage kam, um den Menschen die Wahrheit zu schenken und sie vor dem Abgrund des Elends zu bewahren. Darüber hinaus kommunizierte sie auch ihre eigene Erfahrung des Glaubens an Gott. Nachdem ich ihrer Kommunikation zugehört hatte, fühlte ich, dass ich meine engste Vertraute gefunden hatte, und konnte nicht anders, als von all dem Schmerz in meinem Herzen zu erzählen. Danach las sie mir eine Passage von Gottes Wort vor: „Wenn du müde bist und du beginnst, die Trostlosigkeit der Welt zu fühlen, sei nicht verwirrt, weine nicht. Der Allmächtige Gott, der Wächter, wird deine Ankunft jederzeit umarmen. Er beobachtet dich an deiner Seite und wartet darauf, dass du umkehrst. Er wartet auf den Tag, an dem deine Erinnerung plötzlich wiederkommt: Du dir der Tatsache bewusst wirst, dass du von Gott kamst, irgendwie und irgendwo einmal verloren, ohne Bewusstsein am Straßenrand gestürzt und dann, unwissentlich, einen ‚Vater‘ habend. Du erkennst auch, dass der Allmächtige dich beobachtet und deine Rückkehr jederzeit erwartet hatte.“ („Das Seufzen des Allmächtigen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Gottes Worte flossen wie ein warmer Strom in mein Herz, trösteten mein schmerzvolles und trauriges Herz, und ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. In diesem Moment fühlte ich mich wie ein wanderndes Kind im Leiden, das plötzlich in die Umarmung seiner Mutter zurückgekehrt war. Es war eine unaussprechliche Begeisterung und ein unaussprechliches Gefühl in meinem Herzen. Ich dankte Gott immer wieder, denn Er nahm mich mit in Sein Haus und kümmerte Sich um mich, als ich nirgendwo sonst hingehen konnte. Ich werde Gott mit Herz und Seele folgen! Seitdem las ich Gottes Worte, betete zu Gott und sang Hymnen, um Gott jeden Tag zu preisen, was mich in meinem Herzen besonders entspannt fühlen ließ. Durch die Teilnahme an Versammlungen sah ich, dass Brüder und Schwestern ganz wie eine große Familie waren, auch wenn sie miteinander nicht blutsverwandt sind. Ihre Interaktionen waren einfach und offen, voller Verständnis, Toleranz und Geduld, und ohne Eifersucht, Konflikt und Intrige oder Anmaßung und Doppelzüngigkeit. Sie schikanierten nicht die Armen, während sie die Reichen liebten, und waren alle in der Lage, alle mit Aufrichtigkeit und Gleichheit zu behandeln. Mein Herz fühlte sich besonders frei, wenn wir Hymnen sangen und Gott gemeinsam priesen. Deshalb verliebte ich mich in dieses liebevolle und warme, faire und fröhliche Kirchenleben. Ich wurde überzeugt, dass der Allmächtige Gott der eine wahre Gott ist, und entschied mich, dass ich Ihm bis zum Ende folgen würde.

Durch die Lektüre der Worte Gottes verstand ich Gottes dringenden Wunsch, die Menschheit weitestgehend zu retten, und sah, dass viele Brüder und Schwestern ihr Bestes taten, um für die Verbreitung des Evangeliums vom Königreich zu geben und aufzuwenden. So beteiligte auch ich mich aktiv an der Verkündigung des Evangeliums. Gottes Werk der letzten Tage ist es, die Menschheit zu retten und zu verändern. Um mich zu reinigen und zu verändern, nahm Gott meine verdorbene Natur ins Visier und führte Seine Züchtigung und Sein Urteil sowie Seine Barmherzigkeit und Errettung immer wieder an mir durch. Einmal ging ich hin, um einer möglichen Gläubigen das Evangelium zu predigen. Als ich herausfand, dass sie eine Leiterin war, entschied ich mich, mich mit Gott abzustimmen, um sie vor Ihn zu bringen, ganz gleich was auch passiert. Es war damals die geschäftige Landwirtschaftssaison. Nachdem ich gesehen hatte, wie sehr sie mit der Landarbeit beschäftigt war, ging ich und arbeitete neben ihr, während ich ihr Zeugnis von Gottes Werk der letzten Tage gab. Wer hätte gewusst, dass sie nach drei aufeinanderfolgenden Tagen der Kommunikation mit ihr sie nicht nur keine Absicht haben würde, es zu akzeptieren, sondern mich auch anschreien würde: „Wie unverschämt du bist! Ich sagte bereits, dass ich es nicht glaube, und doch hörst du nicht auf zu predigen.“ Ihre Worte trafen mich genau dort, wo es wehtut. Mein Gesicht brannte, als ob ich gerade mehrmals in der Öffentlichkeit geohrfeigt worden wäre, während mein Herz durch eine Welle nach der anderen von stumpfen Schmerzen wehtat. Ich dachte: Ich bin gekommen, um dir mit guten Absichten zu predigen, und erschöpfte mich, um dir bei deiner Arbeit zu helfen, bis mir der Rücken wehtat, und doch behandeltest du mich so, anstatt es anzunehmen. Wie herzlos du bist! Ich fühlte mich extrem gedemütigt und wollte nicht mehr mit ihr reden, aber ich fühlte auch, dass dies nicht in Übereinstimmung mit Gottes Absichten war, also betete ich still in meinem Herzen und unterdrückte meinen inneren Schmerz, um weiterhin mit ihr zu kommunizieren, während ich ihr bei ihrer Arbeit half. Doch ganz gleich, wie unnachgiebig ich kommunizierte, ich konnte trotzdem nicht zu ihr durchdringen. Ich fiel zusammen wie ein Gummiball, aus dem die Luft abgelassen worden war, als ich nach Hause zurückkehrte. Die Worte meines Predigtziels tauchten immer wieder in meinem Kopf auf. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr litt ich: Warum plage ich mich? Alles, was ich als Gegenleistung für meine guten Absichten bekam, waren Spott, Verleumdung und Missbrauch. Das ist wirklich zu ungerecht! Niemand hatte mich je so behandelt. Die Verbreitung des Evangeliums ist einfach zu schmerzhaft und schwierig! Nein, ich kann nicht mehr hinausgehen, um das Evangelium zu predigen! Wenn ich weiter predige, habe ich kein Gesicht mehr übrig, um jemanden zu sehen. Gerade als ich mich so ungerecht behandelt und schmerzhaft fühlte, dass ich nicht mehr bereit war, das Evangelium zu predigen, erleuchteten mich die Worte Gottes: „Ist dir die Last auf deinen Schultern bewusst, dein Auftrag und deine Verantwortung? Wo ist dein historischer Sinn für Mission? … Sie sind arm, erbarmungswürdig, blind und verloren und klagen in der Dunkelheit: ‚Wo ist der Weg?‘ Wie sie sich nach dem Licht sehnen, wie eine Sternschnuppe, um plötzlich die Kraft der Finsternis, die die Menschen über so viele Jahre hinweg unterdrückt hat, zu vertreiben. Wer weiß, wie begierig sie darauf hoffen, und wie sie sich Tag und Nacht danach sehnen? Diese Menschen, die schwer leiden, bleiben in den Kerkern der Finsternis gefangen, ohne Hoffnung auf Befreiung, selbst an dem Tag, an dem das Licht aufleuchtet; wann werden sie nicht mehr weinen? Diese zerbrechlichen Geister, denen nie Ruhe gewährt worden ist, leiden wirklich unter solchem Unglück. Sie sind seit langem durch die gnadenlosen Seile und die Geschichte, die festgefroren ist, abgeschottet. Wer hat je den Klang ihres Wehklagens gehört? Wer hat jemals ihr elendes Gesicht gesehen? Hast du jemals daran gedacht, wie traurig und bekümmert das Herz Gottes ist? Wie kann Er es ertragen zu sehen, wie die unschuldige Menschheit, die Er mit Seinen eigenen Händen schuf, solche Qualen erleidet? Schließlich sind die Menschen die Unglücklichen, die vergiftet worden sind. Wenngleich sie bis heute überlebt haben, wer hätte gedacht, dass sie schon lange von dem Bösen vergiftet worden sind? Hast du vergessen, dass du eines der Opfer bist? Aus deiner Liebe zu Gott, bist du nicht etwa bereit, danach zu streben, diejenigen zu retten, die überlebt haben? Bist du nicht bereit, alle deine Bemühungen darauf zu verwenden, dem Gott, der die Menschheit liebt wie Sein eigenes Fleisch und Blut, alles zurückzugeben?“ („Wie solltest du dich deiner zukünftigen Mission widmen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Die Zeilen zwischen den Worten Gottes offenbarten alle Seine Sorge und bange Trauer und Fürsorge für unschuldige Menschen. Gott kann es nicht ertragen, Menschen, die durch Seine eigenen Hände geschaffen wurden, von Satan getäuscht und verletzt zu sehen. Gott wartet bitterlich darauf, dass die Menschheit bald in Sein Haus zurückkehrt und die große Errettung empfängt, die Er ihr geschenkt hat. Doch als ich mit ein paar harten Worten von meinem Predigtziel konfrontiert wurde, fühlte ich mich ungerecht behandelt und gequält und beklagte mich über die Not und das Leiden. Ich war sogar nicht mehr bereit, zu kooperieren, weil ich mein Gesicht verloren hatte. Wo waren mein Gewissen und meine Vernunft? Um uns verdorbene Menschen in den letzten Tagen zu retten, wurde Gott von der Regierung ständig gejagt und verfolgt, von religiösen Kreisen verlassen, verurteilt, gelästert und verleumdet, und von uns Anhängern Gottes missverstanden und widerstanden. Der Schmerz und die Demütigung, die Gott erlitten hat, ist zu viel, zu groß! Doch Gott hat Seine Rettung der Menschheit nicht aufgegeben und weiterhin die Bedürfnisse der Menschheit im Verborgenen befriedigt. Gottes Liebe ist zu groß! Sein Wesen ist zu schön und gütig! Meine heutigen Nöte sind nichts im Vergleich zu dem Leiden, das Gott um der Rettung der Menschheit willen erduldet hat! Ich erinnerte mich daran, dass ich auch ein Opfer war, jemand, dem Satan jahrelang Schaden zugefügt hatte. Hätte Gott nicht Seine Hände der Errettung nach mir ausgestreckt, würde ich mich noch immer schmerzhaft im Dunkeln quälen, unfähig, das Licht und die Hoffnung auf Leben zu finden. Da ich Gottes Rettung genossen habe, sollte ich die Demütigung und den Schmerz ertragen, um mein Bestes zu tun, um mit Gott zu kooperieren, meine Pflicht richtig erfüllen und jene unschuldigen Menschen, die noch immer von Satan geschädigt werden, vor Gott bringen. Das ist wertvoller und sinnvoller als jede Arbeit in der Welt und lohnt sich, ganz gleich, wie viel Leid man ertragen muss! Als ich an das dachte, hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass die Verkündigung des Evangeliums eine schmerzhafte Sache ist, sondern ich fühlte mich glücklich, mich mit dem Evangelium des Königreichs abstimmen zu können. Das war meine Ehre und auch Gottes Erhöhung. Ich fasste den Vorsatz: Ganz gleich, welchen Schwierigkeiten ich in meinem Evangeliumsarbeit begegnen muss, ich werde mein Alles geben und immer mehr Menschen, die nach Gott hungern, vor Ihn bringen, um Sein Herz zu trösten! Danach stürzte ich mich wieder in das Evangeliumsarbeit.

Im Anschluss an eine Ausbildungszeit war ich, immer wenn ich auf ein Predigtziel traf, das eine schlechte Einstellung hatte oder während der Erfüllung meiner Pflicht harte Worte zu mir sprach, in der Lage, auf die richtige Art und Weise damit umzugehen und weiterhin mit einem liebenden Herzen zu kooperieren. Aus diesem Grund hatte ich das Gefühl, dass ich mich verändert hatte und mich nicht mehr so sehr um Anschein und Status kümmerte. Aber als Gott eine andere Umgebung einrichtete, um mich auf der Grundlage dessen zu testen, was ich im Leben brauchte, wurde ich erneut gründlich enthüllt. Eines Tages fragte mich die Leiterin der Kirche, wie es mir in letzter Zeit ergangen sei, und teilte mir auch Gottes gegenwärtige Absichten und Art der Praxis mit. Als ich während des Gesprächs erfuhr, dass sie in eine andere Gemeinde versetzt werden würde, um ihre Pflicht zu erfüllen, konnte ich nicht anders, als eine Welle der Aufregung zu spüren: Es ist möglich, dass ich nach ihrem Weggang zur Leiterin der Kirche gemacht werden könnte. Wenn ja, dann muss ich wirklich gut kooperieren! Gerade als ich mich insgeheim glücklich fühlte, sagte die Schwester, dass morgen eine andere Schwester in meinem Dorf vorbeikäme. Mein Herz schlug heftig, als ich es hörte: Wozu kommt sie? Wird sie zur neuen Leiterin der Kirche gemacht werden? Ich konnte nicht anders, als nervös zu werden: Sie hat nicht so lange an Gott geglaubt wie ich und sie kommt auch aus demselben Dorf wie ich. Wenn sie zur Leiterin gemacht wird, was ist dann mit meinem Gesicht? Wie würden Brüder und Schwestern mich sehen? Sie werden sicher sagen, dass ich die Wahrheit nicht so sehr verfolge wie sie. Ich konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken. Ich warf mich nachts im Bett hin und her, unfähig einzuschlafen. Während der Versammlung am nächsten Tag achtete ich ständig auf den Ton und die Haltung dessen, was die Leiterin sagte, denn ich wollte dringend wissen, wer als neue Leiterin der Kirche ausgewählt werden würde. Immer wenn die Leiterin mich ansah, während sie sprach, fühlte ich mich voller Hoffnung, zur Leiterin gemacht zu werden. Mein Gesicht füllte sich mit Freude und ich nickte und stimmte dem zu, was auch immer sie sagte. Immer wenn die Leiterin dagegen die andere Schwester ansah, während sie sprach, wurde ich mir sicher, dass die Schwester zur Leiterin ernannt werden würde, und ich fühlte mich deprimiert und infolgedessen in Qualen. In diesen paar Tagen wurde ich von Anschein und Status so sehr gequält, dass ich ängstlich und abgelenkt wurde. Ich verlor meinen Appetit und hatte sogar das Gefühl, dass die Zeit besonders langsam verging, als ob sie eingefroren wäre. Die Kirchenleiterin konnte die Situation sehen, in der ich mich befand, und so fand sie eine Passage von Gottes Wort, die ich lesen sollte: „Jetzt seid ihr Nachfolger, und ihr habt etwas Verständnis von dieser Stufe des Werkes. Ihr habt jedoch immer noch nicht euer Verlangen nach Status abgelegt. Wenn euer Status hoch ist, sucht ihr gut, aber wenn euer Status niedrig ist, sucht ihr nicht länger. Immer denkt ihr an die Segnungen des Status.“ „Obwohl ihr bis zu diesem Schritt heute gelangt seid, habt ihr euer Statusdenken immer noch nicht losgelassen, sondern habt immer Mühe damit, euch danach zu erkundigen und ihn täglich aufmerksam zu verfolgen… Je mehr du auf diese Weise suchst, desto weniger wirst du ernten. Je größer das Verlangen eines Menschen nach Status ist, desto ernster muss mit ihm umgegangen werden, und desto mehr muss er sich großer Läuterung unterziehen. Diese Sorte Mensch ist zu wertlos! Man muss mit ihnen umgehen und sie angemessen richten, damit sie das völlig loslassen. Wenn ihr diesen Weg bis zum Ende verfolgt, werdet ihr nichts ernten. Diejenigen, die das Leben nicht verfolgen, können nicht verwandelt werden; diejenigen, die nicht nach der Wahrheit dürsten, können die Wahrheit nicht erlangen. Du konzentrierst dich nicht darauf, persönliche Verwandlung und Eintritt anzustreben; immer richtest du dein Augenmerk auf diese ausgefallenen Wünsche und Dinge, die deine Liebe zu Gott einschränken und dich davon zurückhalten, Ihm nahezukommen. Können dich diese Dinge verwandeln? Können sie dich ins Königreich bringen?“ („Warum bist du nicht bereit, eine Kontrastfigur zu sein?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Jede Zeile von Gottes Worten klopfte an mein Herz, sodass ich das Gefühl hatte, dass Gott neben mir war und jedes Wort und jede Bewegung überwachte. Ich konnte nicht anders, als über meine Gedanken und Handlungen während der letzten zwei Tage nachzudenken. Ich erkannte, dass meine Auffassung von Streben zu niedrig war und beeinflusst von Maximen wie „Ein Baum lebt mit seiner Rinde; ein Mensch lebt mit seinem Gesicht“ und „Eine Wildgans hinterlässt eine Stimme; ein Mensch hinterlässt einen Ruf“. Ich wollte immer Status, damit ich mehr Lob von anderen gewinnen konnte, was dazu führte, dass ich von Anschein und Status so sehr gequält wurde, dass ich ängstlich und abgelenkt wurde, meinen Appetit verlor, nicht einschlafen konnte und mich wie ein Hanswurst zum Narren machte. Eine solche Umgebung wurde von Gott in Übereinstimmung mit meiner Situation geschaffen. Es war Gottes Liebe, die auf mich fiel. Gottes Werk heute war es, mich zu retten, mir zu helfen, den finsteren Einflüssen Satans zu entkommen, damit ich Errettung erlangen konnte. Die Art und Weise, wie ich strebte, stand im Widerspruch zu Gottes Werk und Seinen Anforderungen. Ich wäre nicht in der Lage gewesen, Gottes Zustimmung zu erhalten, selbst wenn ich bis zum Ende an Ihn geglaubt hätte. Ich wäre mit nichts zurückgelassen worden! Ich betete deshalb still zu Gott: „Oh Gott! Ich bin bereit, Deinem Wirken zu gehorchen, auf dem richtigen Weg des Glaubens an Gott gemäß Deinen Anforderungen zu gehen und mich um Dein Wort zu bemühen, um Verständnis für die Wahrheit zu erlangen und meine verdorbene Disposition loszuwerden. Unabhängig davon, ob ich zur Leiterin gemacht werde, werde ich der Wahrheit nachgehen und darauf achten, die Dinge an mir zu ändern, die Deine Absichten nicht zufriedenstellen.“ Nachdem ich Gottes Absichten verstanden hatte, fühlte ich mich in meinem Herzen besonders ruhig und genoss es, zu kommunizieren, ganz gleich, was der Inhalt war. Nach der Versammlung sagte die Kirchenleiterin, dass, basierend auf den Empfehlungen der Mehrheit der Brüder und Schwestern, die Schwester die neue Leiterin der Kirche sein würde und dass ich mich mit ihrer Arbeit koordinieren würde. Ich war innerlich sehr ruhig und akzeptierte bereitwillig, und stimmte zu, in Harmonie mit der Schwester zu arbeiten, um unsere Pflicht zu erfüllen.

Nachdem ich diesmal Gottes Züchtigung und Urteil erfahren hatte, sammelte ich einige Kenntnisse über meine Tendenz, mich auf Anschein und Status zu konzentrieren, und war bereit, meinem Fleisch zu entsagen und an Gott zu glauben und meine Pflicht gemäß Seinen Anforderungen zu erfüllen. Allerdings war meine Verunreinigung durch die Gifte Satans zu tief. Die Tiefe meiner Seele wurde noch immer von Satans Einfluss kontrolliert. Um mich besser vor dem Schaden Satans zu bewahren, streckte Gott Seine Hände der Rettung erneut nach mir aus. Eines Tages wurde ich informiert, dass es in der Kirche eine Schwester gab, die sich nicht in einer guten Situation befand, und so beriet ich mich mit der Schwester, die ich zur Partnerin hatte, darüber, wie dieses Problem gelöst werden konnte. Da sich meine Partnerschwester nicht wohl fühlte, ging ich nach unserem Gespräch alleine los, um das Problem zu lösen. Ich suchte diese Schwester noch in dieser Nacht auf, um mit ihr zu kommunizieren, und das Problem wurde sehr schnell gelöst. Mein Herz war zu dieser Zeit voller Freude, weil ich dachte, dass der Leiter der oberen Ebene mich sicherlich loben würde, weil ich mir ziemlich viel Mühe gegeben hatte. Doch gerade als ich auf die gute Nachricht wartete, schrieb der Leiter der obersten Ebene einen Brief, weil er die Situation der Schwester verstehen wollte. Ich dachte, es wäre ein Lob für mich, also öffnete ich ihn fröhlich und las ihn. Aber als ich sah, dass der Inhalt des Briefes speziell war, meine Partnerschwester zu fragen, wie sie mit dem Problem umging, wurde ich sofort ungehalten: Ich war eindeutig diejenige, die das Problem gelöst hatte. Warum schrieb er nicht mir, um mich danach zu fragen? Es scheint, dass ich keinen Platz im Herzen des Leiters habe und man auf mich herabschaut. Ich bin nur ein Laufbursche. Ganz gleich, wie gut ich meine auch Sache mache, bekomme ich keine Anerkennung, weil niemand darauf achtet. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fühlte ich mich ungerecht behandelt und deprimiert. Ich hatte das Gefühl, mein ganzes Gesicht verloren zu haben. Zu dieser Zeit hatte meine Partnerschwester den Brief in der Hand und wollte gerade mit mir reden. Ich konnte die Gefühle, die ich in mir hatte, nicht zurückhalten, und schrie sie an: „Der Leiter der oberen Ebene weiß nicht, wie dieses Problem gelöst wurde. Bist du dir darüber nicht im Klaren? Ich arbeitete seit Ewigkeiten eifrig daran, aber niemand sagte ein gutes Wort darüber, und am Ende hast du dennoch alle Anerkennung bekommen. In den Augen aller bin ich nur jemand, der Besorgungen macht und Unterstützung anbietet. Ganz gleich, wie sehr ich mich auch anstrenge, niemand wird es zu schätzen wissen.“ Nachdem ich das gesagt hatte, fühlte ich mich so gekränkt, dass ich in Tränen ausbrach. In jenem Moment hallten mir die Worte Gottes in den Ohren wider: „3. Wenn du viel Mühe aufgewendet hast, Ich aber immer noch sehr kühl dir gegenüber bin, wirst du in der Lage sein, weiter für Mich in Unklarheit zu arbeiten? 4. Wenn Ich, nachdem du einiges für Mich aufgewendet hast, deine kleinlichen Forderungen nicht erfüllt habe, wirst du von mir entmutigt und enttäuscht sein oder gar wütend werden und laut schimpfen?“ („Ein sehr ernstes Problem: Verrat (2)“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Gottes anklagende Worte beruhigten mich langsam und auch mein Verstand klärte sich ziemlich auf. Die Szene, die gerade stattgefunden hatte, spielte sich in meinem Kopf immer wieder wie ein Film ab. Gottes Offenbarung ließ mich erkennen, dass meine Natur zu schrecklich und gefährlich ist, und dass mein Glaube an Gott und die Erfüllung meiner Pflicht nicht dazu dienten, Gott zufriedenzustellen oder Seine Zustimmung zu erlangen, sondern Lob und Komplimente von anderen Menschen zu erhalten. Sowie meine Sehnsüchte nicht befriedigt waren, wurde ich voller Groll; meine tierische Natur brach aus und Gott zu verraten, wurde außerdem zu einer äußerst einfachen Sache. Dieses Mal sah ich, dass ich zu weit gegangen war und dass ich unmenschlich war. Der Schmerz, den ich fühlte, war herzzerreißend. Da ich bereute, betete ich zu Gott: „Oh Gott, ich dachte, ich hätte mich verändert und lebte nicht mehr für Anschein und Status und könnte auch mit der Schwester auskommen. Aber in Deiner heutigen Offenbarung habe ich wieder einmal meine satanische Hässlichkeit enthüllt, da ich immer das Gefühl habe, als hätte ich keinen Status unter den Menschen, und leide, weil meine Bemühungen nicht von anderen gelobt wurden. Oh Gott, Satan hatte mir wirklich zu tief geschadet. Status, Ansehen und Eitelkeit wurden alle zu meinen Fesseln. Ich bete, dass Du mich wieder aus Satans Einfluss herausführen kannst.“ Danach sah ich unter den Worten Gottes folgendes: „Jeder von euch ist zu den höchsten Höhen der Menschenscharen aufgestiegen; ihr seid hinaufgestiegen, um die Vorfahren der Menschenscharen zu sein. Ihr seid in höchstem Maße eigenwillig, und ihr lauft unter all den Maden Amok und sucht einen geruhsamen Platz, und versucht, die Maden zu verschlingen, die kleiner sind als ihr. In euren Herzen seid ihr niederträchtig und böse und übertrefft damit jene Geister, die auf den Grund des Meeres gesunken sind. Ihr lebt am Boden des Misthaufens und bringt die Maden von oben bis unten durcheinander, sodass sie keinen Frieden haben, eine Weile miteinander kämpfen und sich dann beruhigen. Ihr kennt euren eigenen Status nicht, dennoch kämpft ihr immer noch miteinander im Mist. Was könnt ihr von diesem Kampf gewinnen? Wenn ihr wahrlich ein Herz der Ehrerbietung für Mich hättet, wie könnt ihr hinter Meinem Rücken miteinander kämpfen? Egal wie hoch dein Status ist, bist du nicht immer noch ein stinkender kleiner Wurm im Mist? Wirst du dir Flügel wachsen lassen können und eine Taube am Himmel werden?“ („Wenn herabfallende Blätter zu ihren Wurzeln zurückkehren, wirst du all das Böse bereuen, was du getan hast“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Jedes Wort von Gottes Urteil stach schmerzhaft in mein Herz wie ein scharfes Schwert, weckte meinen Geist und ließ mich erkennen, dass ich meine Pflicht erfüllte, nicht um Gott zu erhöhen und Ihn zu bezeugen, sondern weil ich immer nur angeben und mich bezeugen wollte und davon träumte, bei den Menschen sehr hoch angesehen zu sein, damit sie mich bewundern und zu mir aufblicken würden. Gab es da irgendeine Furcht vor Gott in meinem Herzen? War das, was ich verfolgte, nicht genau dasselbe wie das des Erzengels, der Gott verriet? Ich bin ein von Satan zutiefst verdorbenes erschaffenes Geschöpf. Vor Gott bin ich wie Schmutz, eine Made. Ich sollte stets mit Furcht in meinem Herzen Gott anbeten und meine Pflicht erfüllen, aber ich habe nicht ehrliche Arbeit betrieben und wollte die Erfüllung meiner Pflicht immer als Gelegenheit verwenden, um mich zur Schau zu stellen und mich zu bezeugen. Wie könnte Gott das nicht hassen und verabscheuen? Gott ist so heilig und groß, voller Autorität und Macht, und doch bleibt Er demütig und verborgen, offenbart nie Seine Identität, um die Menschen dazu zu bringen, zu Ihm aufzuschauen und Ihn zu bewundern. Stattdessen gibt Er weiterhin still Sein Alles, um die Menschheit zu retten, ohne Sich Selbst zu rechtfertigen oder Anerkennung zu beanspruchen und ohne irgendetwas von der Menschheit zu verlangen. Gottes Demut, hohe Gesinnung und Selbstlosigkeit ließen mich meine eigene Arroganz, Niedrigkeit und Selbstsucht erkennen, sodass ich das Gefühl hatte, dass ich zu tief von Satan verdorben wurde und zu sehr auf die Errettung durch Gottes Urteil, Züchtigung, Prüfung und Verfeinerung angewiesen bin. Deshalb fiel ich wieder vor Gott nieder: „Oh, Allmächtiger Gott! Durch Deine Züchtigung und Dein Urteil kann ich meinen Ungehorsam noch deutlicher erkennen, ebenso wie Deine edle Gesinnung und Größe. Von nun an hoffe ich, wenn ich meine Pflicht erfülle, nur noch, mich wie ein richtiges menschliches Wesen zu verhalten, mit einem Herzen, das Dich fürchtet, und meine satanische Disposition zu beseitigen, indem ich mich auf Deine Worte verlasse.“

Nachdem ich Gottes Züchtigung und Urteil immer und immer wieder erfahren hatte, änderten sich allmählich meine Ansichten über das Streben, aber meine Lebensdisposition hatte noch keine wirkliche Veränderung erreicht. Um mich gründlicher zu säubern und mich zu führen, auf dem richtigen Lebensweg zu gehen, ließ mir Gott einmal mehr Seine Errettung zuteilwerden. Später wurde ich ausgewählt, eine Kirchenleiterin zu sein, und arbeitete mit einer anderen Schwester zusammen, um unsere Pflicht zu erfüllen. Aufgrund meiner früheren Misserfolge erinnerte ich mich immer wieder daran, dass ich mit der Schwester in einem Einvernehmen sein muss, um die Arbeit der Kirche richtig auszuführen. Am Anfang besprach ich alles mit der Schwester und strebte gemeinsam nach Gottes Führung, sodass wir in allen Facetten der Arbeit Ergebnisse erzielten. Aber nach einiger Zeit stellte ich fest, dass die Schwester gute innewohnende Qualitäten besaß, ihre Kommunikation der Wahrheit klar und erhellend war und dass ihre Arbeitsfähigkeiten stärker waren als meine. Während Versammlungen waren alle Brüder und Schwestern bereit, ihre Kommunikation zu hören, und alle befragten sie, wenn sie Probleme hatten. Angesichts einer solchen Umgebung wurde ich wieder einmal in Satans Falle gefangen und von ihr getäuscht: Die Schwester ist in jeder Hinsicht besser als ich und wird von Brüdern und Schwestern bewundert, ganz gleich, wohin sie geht. Von wegen! Ich muss sie auf jeden Fall übertreffen und Brüder und Schwestern sehen lassen, dass ich ihr nicht unterlegen bin. Aus diesem Grund lief ich jeden Tag pausenlos geschäftig in der Kirche hin und her, organisierte Versammlungen für Brüder und Schwestern, und ganz gleich, wer Probleme hatte, ich eilte zu ihnen, um bei der Lösung des Problems zu helfen. … Ich mag von außen treu und gehorsam ausgesehen haben, aber wie könnte mein innerer Ehrgeiz etwa den Augen Gottes entgehen? Mein Ungehorsam erregte Gottes Zorn, und so fiel ich in die Dunkelheit. Ich erhielt keine Erleuchtung beim Lesen von Gottes Worten, hatte beim Beten nichts zu sagen, kommunizierte trocken während Versammlungen und hatte sogar Angst vor Versammlungen mit Brüdern und Schwestern. Ich wurde völlig gefesselt von Anschein und Status. Ich durchlebte jeden Tag ohne einen Hinweis, als ob ich eine große Last auf meinem Rücken trüge und vom Druck nicht atmen könnte. Ich konnte auch einige Themen der Kirche nicht mehr durchschauen, und meine Arbeitseffizienz fiel drastisch ab. Angesichts einer solchen Offenbarung von Gott versuchte ich nicht, mich selbst zu kennen, und ich war auch nicht bereit, mich Brüdern und Schwestern über meine Situation zu öffnen und die Wahrheit zu suchen, um sie zu lösen, aus Angst, dass sie auf mich herabschauen würden. Später kam Gottes Züchtigung und Disziplinierung über mich. Mein Bauch begann plötzlich so stark zu schmerzen, dass ich nicht mehr in Ruhe sitzen oder stehen konnte. Die Qualen von Krankheit und die Unzufriedenheit darüber, keinen Status zu erreichen, ließen mich zwischen Leben und Tod schweben. Aufgrund meiner Weigerung, meine Probleme und meine Unfähigkeit anzuerkennen, mit der Arbeit der Kirche zu kooperieren, konnte die Kirche mich nur ersetzen und zur geistlichen Hingabe und Selbstreflexion nach Hause schicken. Nachdem ich meinen Status verloren hatte, fühlte ich mich, als sei ich zur Hölle verdammt worden. Gefühlsmäßig fiel ich auf meinen tiefsten Punkt und hatte das Gefühl, dass ich mein ganzes Gesicht verloren hatte. Ich wurde innerlich noch mehr gequält, besonders wenn ich sah, wie Brüder und Schwestern alle aktiv ihre Pflichten erfüllten, während ich das Wirken des Heiligen Geistes verloren hatte und nicht in der Lage war, irgendeine Pflicht zu erfüllen. Im Schmerz konnte ich nicht anders, als mich selbst zu fragen: Warum glauben andere an Gott und verstehen immer mehr Wahrheit, während ich immer wieder ungehorsam bin und mich Gott immer wieder über Anschein und Status widersetze? Ich flehte Gott viele Male an, mich zu führen, um die Wurzel meiner Misserfolge zu finden. Eines Tages sah ich unter Gottes Worten folgendes: „Manche Menschen z.B. verehren Paulus besonders: Sie halten gerne Reden und arbeiten gerne draußen. Sie treffen sich gerne und reden; sie mögen es, wenn ihnen die Leute zuhören, sie verehren, sie umgeben. Sie haben in den Augen der Anderen gerne Format und schätzen es, wenn andere ihre Profilierung wertschätzen. Was können wir über die Natur eines Menschen durch diese Art von Benehmen ersehen? Lasst uns seine Natur analysieren: Welche Art von Natur hat diese Art von Person mit dieser Art von Benehmen? Wie könnte man das in Worten zusammenfassen? Gewöhnliche Menschen können dies nicht durchschauen, sondern können nur das Verhalten sehen. In welcher Beziehung stehen das Verhalten und die Natur dieser Person? Was ist ihre Natur? Du kannst es nicht identifizieren, oder? Wenn sie sich wirklich auf diese Weise benimmt, dann ist das genug um zu zeigen, dass sie arrogant und eingebildet ist. Sie verehrt Gott überhaupt nicht; sie sucht nur ein hohes Ansehen und möchte Autorität über andere haben, sie besitzen und in ihren Augen wichtig sein. Das ist ein klassisches Bild Satans.“ („Wie man die Natur des Menschen kennt“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Außerdem heißt es in „Predigten und gemeinschaftlicher Austausch über den Eintritt in das Leben“: „Das Wesen und die Natur von Satan ist Verrat. Er betrog Gott von Anfang an und nachdem er Gott betrogen hatte, täuschte, narrte, manipulierte und kontrollierte er die von Gott erschaffenen Menschen auf Erden und versuchte, mit Gott als ebenbürtig dazustehen und ein eigenes Königreich zu errichten. … Seht ihr, ist Satans Natur nicht eine, die Gott betrügt? Aus all dem, was Satan an der Menschheit getan hat, können wir deutlich erkennen, dass Satan ein wahrer sich Gott widersetzender Dämon ist und dass Satans Natur eine Natur ist, die Gott betrügt. All dies ist absolut.“ („Wie du Wissen über deine eigenen verdorbene Wesensart erlangst“ in „Predigten und gemeinschaftlicher Austausch über den Eintritt in das Leben (I)“) Als ich diese Worte betrachtete, konnte ich nicht anders, als vor Angst zu zittern. Ich sah, dass das, was ich ausgelebt hatte, ganz nach dem Ebenbild Satans war, und ich war die wahre Verkörperung Satans – arrogant und eingebildet, und ich betete Gott überhaupt nicht an. Gott erhöhte mich, um meine Pflicht in der Kirche zu erfüllen, damit ich Brüder und Schwestern mit der Furcht vor Ihm in meinem Herzen vor Gott bringen konnte und die Menschen dazu bringen konnte, einen Platz für Gott in ihren Herzen zu haben, sowie Gott zu fürchten und Ihm zu gehorchen. Aber angesichts Gottes Erhöhung war ich bei der Erfüllung meiner Pflicht nicht rücksichtsvoll gegenüber Gottes Absichten und fühlte keine Bürde, Brüdern und Schwestern zu helfen, Eintritt ins Leben zu erreichen. Stattdessen wollte ich immer Menschen dazu bringen, dass sie mir Aufmerksamkeit schenkten und zuhörten, und um meiner eigenen Wünsche willen versuchte ich immer, mich zu erhöhen, ganz gleich, wohin ich ging. Ich war sogar eifersüchtig auf die Guten und neidisch auf die Starken und wetteiferte hartnäckig mit anderen um Überlegenheit. Von außen wetteiferte ich mit den Menschen, aber in Wirklichkeit kämpfte ich gegen Gott und kämpfte mit Gott um Status und Macht. Das ist etwas, das Gottes Disposition schwer verletzt, und es ist ein Verhalten, das von Gott bestraft werden sollte! Aber Gott ging mit mir nicht in Übereinstimmung damit um, was ich getan hatte. Er richtete und züchtigte, strafte und disziplinierte mich nur und enthielt mir Status vor, um mich zur Selbstreflexion und Reue zu bringen. Ich sah, dass Gottes Liebe zu mir zu tief und zu groß war! Ich konnte nicht anders, als Bedauern und Selbstvorwürfe in mir zu verspüren, und außerdem hasste ich, dass meine Verdorbenheit so tief war. Ich folgte Gott, aber verfolgte nicht die Wahrheit, sondern rackerte mich nur blind nach Status und Anschein ab. Ich hatte es wirklich versäumt, Gottes Liebe und Errettung gerecht zu werden. Je mehr ich mich selbst prüfte, desto deutlicher sah ich, dass die Maximen, nach denen ich lebte, wie „Ein Baum lebt mit seiner Rinde; ein Mensch lebt mit seinem Gesicht“ und „Eine Wildgans hinterlässt eine Stimme; ein Mensch hinterlässt einen Ruf“ Lügen waren, die Satan benutzte, um die Menschheit zu verderben und zu schädigen. Ich erkannte, dass Satan diese Dinge benutzte, um die Seelen der Menschen zu lähmen, ihren Verstand zu verzerren und sie dazu zu bringen, falsche Aussichten auf das Leben zu entwickeln, was sie dazu brachte, bitterlich danach zu streben, leere Dinge wie Status, Ruhm, Reichtum und Anschein zu verfolgen, und schließlich von Gott abzuweichen und Ihn zu verraten, sodass sie alle an seinen Irrtümern festhalten und für ihn arbeiten und von ihm nach Belieben verwüstet und geschädigt werden konnten. Ich war eine von jenen Menschen, die auf der Grundlage von Satans Lügen die falsche Lebensanschauung entwickelten, die arrogant, eingebildet, hochmütig wurden und keinen Platz für Gott in ihren Herzen hatten. Ich lebte in der Verdorbenheit und behandelte Gott als den Feind. Jetzt darf ich nie wieder gegen Gott handeln, während ich Seine Barmherzigkeit genieße. Ich werde mich vollkommen reformieren, Satan gründlich entsagen, mein Herz ganz Gott hingeben und das Ebenbild eines wahren Menschen ausleben, um das Herz Gottes zu trösten. Danach suchte ich, wie ich meinen zukünftigen Weg fortsetzen und die Wahrheit verfolgen konnte, um den Willen Gottes zufriedenzustellen. Gott sei Dank, dass Er mich erneut führte. Dann sah ich Gottes Worte: „Sogar heute, auch wenn du kein Arbeiter bist, solltest du fähig sein, deine Aufgabe als Geschöpf Gottes zu erfüllen und danach streben, dich allen Orchestrierungen Gottes zu unterwerfen. Du solltest in der Lage sein, Gott in allem, was er sagt, zu gehorchen und alle Arten der Drangsal und der Verfeinerung erfahren, und obwohl du schwach bist, solltest du in deinem Herzen weiterhin fähig sein, Gott zu lieben. Jene, die für ihr eigenes Leben Verantwortung übernehmen, sind bereit, die Aufgabe als Geschöpf Gottes zu erfüllen, und der Standpunkt solcher Menschen gegenüber dem Bestreben ist der richtige. Das sind die Menschen, die Gott benötigt. … Als Geschöpf Gottes sollte der Mensch versuchen, seine Aufgabe als Geschöpf Gottes zu erfüllen und anstreben, Gott zu lieben ohne andere Entscheidungen zu treffen, denn Gott ist des Menschen Liebe würdig. Jene, die danach streben, Gott zu lieben, sollten keine persönlichen Vorteile oder die Dinge, nach denen sie sich sehnen, anstreben. Das ist das richtigste Mittel des Bestrebens.“ („Erfolg und Misserfolg werden durch den Weg bestimmt, den der Mensch geht“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Wie ein Leuchtfeuer erleuchteten Gottes Worte mein Herz und zeigten mir den Weg, den ich gehen sollte. Gott hofft, dass Menschen, ohne Rücksicht darauf, ob sie einen Status haben und welche Umgebungen ihnen widerfahren sind, ihr Möglichstes tun können, um der Wahrheit nachzugehen, und dass sie Gottes Orchestrierung und Vorkehrungen gehorchen und danach streben können, Gott zu lieben und zufriedenzustellen. Dies ist die korrekteste Art des Strebens sowie der richtige Lebensweg, den ein geschaffenes Geschöpf gehen sollte. So entschied ich mich vor Gott: Oh Gott, danke, dass Du mir den richtigen Lebensweg gezeigt hast. Mein Status in der Vergangenheit war bedingt durch Deine Erhöhung. Heute ohne Status zu sein, ist auch durch Deine Gerechtigkeit bedingt. Ich bin nur ein winzig kleines Geschöpf. Von nun an möchte ich nur noch der Wahrheit nachgehen und allen Deinen Vorkehrungen gehorchen.

Danach kehrte meine Situation schnell wieder zur Normalität zurück, indem ich Gottes Worte las und das Kirchenleben lebte. Die Kirche richtete wieder eine geeignete Aufgabe für mich ein. Außerdem konzentrierte ich mich darauf, der Wahrheit in der Erfüllung meiner Pflicht nachzugehen, immer wenn irgendetwas geschah, suchte ich Gottes Absichten, versuchte, mich selbst zu kennen, und fand die entsprechenden Worte Gottes, um es zu lösen. Wenn ich mit Dingen konfrontiert wurde, die mit Anschein und Status zu tun hatten, suchte ich, obwohl ich einige Gedanken in meinem Kopf hatte, durch Gebet und Gottes Wort die Wahrheit und entsagte mir selbst, und allmählich war ich in der Lage, nicht von diesen Dingen kontrolliert zu werden, und konnte meine Pflicht mit Seelenfrieden erfüllen. Wenn ich einige Brüder und Schwestern sah, die nicht an Gott glaubten, war ich, solange wie ich mit Aufträgen betraut war, in der Lage, durch die Suche nach der Wahrheit zu verstehen, dass, welche Pflicht man erfüllt, von Gott vorherbestimmt ist und dass ich Gottes Vorkehrungen gehorchen sollte. Dadurch war ich in der Lage, es richtig zu behandeln. Wenn Brüder und Schwestern mit meiner Natur und meinem Wesen umgingen und sie enthüllten, war ich, obwohl ich das Gefühl hatte, mein Gesicht verloren zu haben, in der Lage, durch Gebet gehorsam zu werden. Das liegt daran, dass die Liebe Gottes auf mich gefallen ist, und es hat mir sehr geholfen, meine Lebensdisposition zu ändern. In der Vergangenheit konzentrierte ich mich zu sehr auf meinen Anschein und war nicht bereit, mich jemandem zu öffnen, aus Angst, dass andere auf mich herabschauen würden. Jetzt praktiziere ich, ein ehrlicher Mensch in Übereinstimmung mit den Anforderungen Gottes zu sein, und wenn ich irgendwelche Probleme habe, werde ich mich den Brüdern und Schwestern öffnen, was mich in den Tiefen meiner Seele besonders erleichtert und glücklich fühlen lässt. Als ich diese Veränderungen in mir sah, konnte ich nicht anders, als Gott zu danken und zu preisen, denn diese Veränderungen werden mir durch Gottes Wirken der Züchtigung und des Urteils der letzten Tage gebracht.

Ich folge dem Allmächtigen Gott nun schon seit mehreren Jahren. Wenn ich zurückdenke, waren es Satans Gifte, die meine Seele ausgehöhlt hatten. Ich hatte unter der Domäne Satans gelebt und wurde viele Jahre lang von ihm verwüstet und genarrt. Ich kannte den Wert und den Sinn des Lebens nicht. Ich konnte weder das Licht sehen, noch konnte ich wahres Glück und Freude finden. Ich sank in den Abgrund des Elends und war unfähig, mich zu befreien. Jetzt, durch Gottes wiederholte Züchtigung und Urteil schaffte ich es, die Schädigung Satans loszuwerden und Erleichterung und Freiheit zu erlangen. Ich habe mein Gewissen und meine Vernunft wiedererlangt und ich habe auch das richtige Ziel, das ich verfolge, Gott auf dem hellen und rechten Lebensweg zu folgen. Durch Gottes Züchtigung und Urteil erfuhr ich wahrhaftig Gottes selbstlose und aufrichtige Liebe, genoss den Segen und empfing die Liebe, die die Welt des Menschen nicht genießen kann. Nur Gott kann den Menschen von Satans Meer des Elends erretten und nur Gottes Werk der Züchtigung und des Urteils kann die Menschheit von den satanischen Giftstoffen in ihrem Inneren säubern und sie dazu bringen, das Ebenbild eines wahren Menschen auszuleben und auf dem rechten Lebensweg zu gehen. Gottes Züchtigung und Urteil ist das Licht. Es ist die größte Gnade, der beste Schutz und der wertvollste Reichtum des Lebens, den Gott dem Menschen schenkte. Genau wie die Worte des Allmächtigen Gottes sagen: „… dass Gottes Züchtigung und Urteil der beste Schutz und die größte Gnade des Menschen seien. Nur durch Züchtigung und Urteil durch Gott könnte der Mensch erwachen und das Fleisch hassen und Satan hassen. Gottes strenge Disziplin befreit den Menschen von Satans Einfluss, sie befreit ihn von seiner eigenen, kleinen Welt und erlaubt ihm, im Licht von Gottes Gegenwart zu leben. Es gibt keine bessere Errettung als Züchtigung und Urteil!“ („Die Erfahrungen Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Urteil“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Dank Gottes Züchtigung und Urteil, um mich zu erretten und mir zu erlauben, wiedergeboren zu werden! Auf meinem zukünftigen Weg des Glaubens an Gott werde ich keine Mühe scheuen, der Wahrheit nachzugehen, mehr von Gottes Züchtigung und Urteil zu empfangen und Satans Gifte gründlich loszuwerden, um Reinigung zu erreichen, eine wahre Kenntnis Gottes zu erreichen und eine Person zu werden, die Gott wirklich liebt. Alle Ehre sei Gott. Amen!

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