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Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

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15. Es ist nicht einfach, sich selbst wahrlich zu kennen

Zhang Rui    Hangzhou City, Provinz Zhejiang

Ich war eine hinterlistige Person. Anhand von Gottes Wort können wir sehen, dass hinterlistige Menschen von Gott nicht gerettet werden; nur aufrichtige Menschen werden Seinen Lobpreis erfahren. Also strebte ich danach, ein aufrichtiger Mensch zu sein; ich bemühte mich bewusst darum, mich genau auszudrücken, objektiv und praxisnah zu sein, und wenn ich über ein Thema Bericht erstattete, dann suchte ich nach der Wahrheit aufgrund von Fakten. Ob es nun ein Irrtum oder eine Auslassung war, auf die ich in meiner Arbeit stieß, so setzte ich meinen Vorgesetzten detailliert davon in Kenntnis. Ebenfalls analysierte und enthüllte ich bewusst meine eigene Verderbtheit. Jedes Mal, wenn ich diese Dinge praktizierte, spürte ich, dass ich einige Veränderungen erfahren und einen kleinen Eindruck davon gewonnen hatte, wie es sich anfühlt, ein aufrichtiger Mensch zu sein.

Vor kurzem sprachen wir während einer Versammlung der Mitarbeiter unserer Gemeinschaft darüber, dass wir lernen müssen, in unserem Dienst an Gott die verschiedenen Menschentypen zu unterscheiden, und mein Vorgesetzter fragte mich: „XX, was glaubst du, welche Art Mensch du bist?“ Ich dachte mir: Ich habe kürzlich einige Änderungen erfahren, also halte ich mich für einen recht einfachen, offenen Menschen. Im Hinblick auf ein schlechtes Gemüt bin ich gar nicht so verdorben. Im Hinblick auf ein gutes Gemüt verfüge ich nicht über alle Ausdrucksformen der Güte, aber ich spüre zumindest, dass ich einfach und aufrichtig bin und kein boshaftes Herz habe. Also gab ich ihm zur Antwort: „An und für sich würde ich sagen, dass ich mich für eine einfache, aufrichtige Person mit einer guten Wesensart halte.“ Mein Vorgesetzter sagte: „Du glaubst, dass du eine gute Wesensart besitzt, dass du recht einfach und aufrichtig bist. Also würdest du es wirklich wagen, dich zu öffnen und alles von dir preiszugeben? Du bist gegenüber Gott wirklich zu 100% zweifelsfrei? Du wagst es tatsächlich zuzugeben, dass deine Worte und Handlungen frei sind von jeglichen Absichten, die deinem persönlichen Zweck dienen?“ Nachdem ich das gehört hatte, fühlte ich mich herausgefordert und erklärte zu meiner Verteidigung: „Besagt das Obige nicht, dass gute Menschen auch lasterhafte Gemüter haben, dass sie alle Arten der Verwerflichkeit aufzeigen können – ist das nicht relativ?“ Ich war überhaupt nicht gewillt, mich von meiner Meinung zu lösen.

Nach diesem Vorfall dachte ich sorgfältig darüber nach, was der Vorgesetzte gesagt hatte: Würde ich es wirklich wagen, alles von mir preiszugeben? Ich würde es nicht. Die Dinge, über die ich offen sprach, waren nur unbedeutende Angelegenheiten, die weder Auswirkungen auf meinen Ruf, noch auf mein Eigeninteresse haben konnten. Meine persönliche Verderbtheit, über die ich offen sprach, war nur eine Ausdrucksform der normalen Verderblichkeit eines jeden Menschen, aber ich hatte es noch nie gewagt, mich zu öffnen und die schändlichen, schmutzigen Dinge tief in meinem Herzen preiszugeben. War ich gegenüber Gott wirklich zu 100% zweifelsfrei? Ich war es nicht. 

Wenn meine Arbeit keine Früchte trug, wenn ich negativ und schwach war, missverstand ich Gott und glaubte, dass ich gerade eine Dienstleistung erbracht hatte, die sich nicht lohnt, sie weiterhin auf diese Weise zu verfolgen. Und ich glaubte nicht zu 100% an Gottes Worte, an Gottes Gesinnung. Ich glaubte nicht, dass Gott die Menschen gemäß Seinen Worten belohnen oder bestrafen würde. Also stellte ich Seine Gesinnung häufig auf die Probe. Wenn ich unterwegs war und meiner Arbeit nachging, so war das nichts anderes als die Abwicklung eines Geschäfts mit Gott, um in Zukunft gesegnet zu werden und um Unheil abzuwenden; es war nicht die Erfüllung der Pflicht, die jedes Geschöpf erfüllen sollte. Obwohl ich äußerlich ein gutes Verhalten an den Tag legte, sodass andere Menschen es sehen konnten und ich bei ihnen einen guten Eindruck hinterlassen würde ... Ich dachte ein wenig darüber nach, was dieses Verhalten offenbarte. War das nicht alles eine hinterlistige Zurschaustellung? Allerdings dachte ich, dass ich ein recht einfacher und aufrichtiger Mensch sei – bedeutete das, dass ich mich selbst nicht wirklich kannte? Denk an Gottes Worte: „Es gibt immer einen großen Unterschied zwischen der Kenntnis der Menschen über ihre eigene Wesensart und Gottes Enthüllung über ihre Wesensart. Gottes Enthüllung ist unmissverständlich. Der menschlichen Kenntnis über die eigene Gesinnung ermangelt es an Tiefe. Die Erkenntnis der Menschheit über sich selbst kommt nicht aus ihrem tiefsten Innern heraus; die Menschen nehmen ihre Handlungen viel zu wichtig; sie investieren viel Zeit und Energie in sie und in das, was dabei zum Vorschein kommt. Auch wenn manche Menschen zuweilen sagen können, dass sie eine gewisse Kenntnis über sich selbst besitzen, so ist sie nicht sehr tiefgreifend. Niemand würde jemals vermuten, dass – wenn die Menschen diese Fähigkeit besäßen oder wenn irgendetwas von ihnen offenbart würde – sie diese Art Menschen wären und diese Art Gemüt hätten. Das, was Gott offenbart, ist die Wesensart des Menschengeschlechts, der Wesenskern des Menschengeschlechts; aber das, was die Menschen erkennen, sind die Fehler oder Unzulänglichkeiten in ihren Handlungen oder Worten. Aus diesem Grund ist es für die Menschen recht anstrengend, die Wahrheit in die Tat umzusetzen. Die Menschen glauben, dass ihre Fehler eine vorübergehende Repräsentation sind, die durch ihre Nachlässigkeit offengelegt wird, und nicht, dass sie die Offenbarung ihrer Wesensart darstellen. ... Wenn sie also die Wahrheit in die Tat umsetzen, dann befolgen sie die Regeln nur oberflächlich, und das war's. Wenn die Menschen ihre eigene Wesensart in Augenschein nehmen, dann sehen sie diese nicht als allzu schlecht an. ... In Wirklichkeit, basierend auf der Norm, ermanglt es ihr an vielem. Der Grund dafür ist, wenn man es von außen betrachtet, dass nur einige Taten der Menschen nicht im Gegensatz zu der Wahrheit stehen, aber sie haben die Wahrheit nicht in die Tat umgesetzt“ („Das Erkennen deiner Wesensart und die Umsetzung der Wahrheit in Taten“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi “). Aufgrund der Erleuchtung durch Gottes Worte erkannte ich erst jetzt, dass meine Kenntnis über mich selbst sehr oberflächlich war – ich versuchte mich anhand meiner eigenen Auffassung und Denkweise selbst zu erkennen, ohne sie mit Gottes Worten zu vergleichen, um meine verdorbene Wesensart durch Seine Worte zu erkennen. Ich glaubte, dass ich einfach und aufrichtig war und über eine gute Wesensart verfügte; aber ich hatte mich nur von außen in Augenschein genommen, und ich hatte nichts getan, was Gottes Gesinnung ernsthaft erzürnen könnte. Ich hielt mich für einen aufrichtigen Menschen, weil ich nicht weiterdachte, als bis zu dem äußeren Erscheinungsbild, und ich war der Meinung, dass es den Standard einer aufrichtigen Person erfüllen würde, wenn ich ein wenig von der Wahrheit erzählen und mich um einige anstehenden Dinge kümmern würde. Ich war wirklich zu arrogant; ich kannte mich wirklich nicht! Ich wusste so wenig darüber, dass ich in keinster Weise über den Wesenskern einer aufrichtigen Person verfügte. Ich war weit von Gottes Standard entfernt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich an Petrus, der sich selbst in Seinen Worten erkannte. Rigoros verglich er sich immer mit Gottes Worten, mit denen Er die Menschen entlarvte. Daher kannte Petrus seine eigene Verkommenheit besser als jemand anderer, und durch seine Erfahrungen war er am erfolgreichsten. Ich folge Gott seit einigen Jahren, aber ich kenne mich immer noch nicht. Meine Fähigkeit, in mich einzudringen, ist immer noch zu unzulänglich. Ich bin wahrlich beschämend.

Ich danke Gottes Erleuchtung und Seiner Führung, die mich meine eigene Armseligkeit und Erbärmlichkeit haben erkennen lassen. Sie haben mir auch zu verstehen gegeben, dass es nicht einfach ist, mich selbst wahrhaft zu kennen. Mich durch Gottes Worte selbst zu erkennen, ist die einzige, objektive Wirklichkeit. Von diesem Tag an bin ich gewillt, mich durch Gottes Worte selbst zu erkennen, und jedes Mal, wenn Gottes Worte die verdorbene Wesensart der Menschen offenbaren, bin ich gewillt, mich rigoros damit zu vergleichen. Ich werde mich selbst nicht mehr anhand meiner eigenen Meinung einschätzen, ich werde nach einer Veränderung meiner Gesinnung streben, und ich werde Gottes Herz besänftigen, indem ich ein wahrhaft aufrichtiger Mensch bin.

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