32. Abschied von meinem Traum, ein Star zu sein

Von Zhang Fan, die USA

Der Allmächtige Gott sagt: „Als eines der Geschöpfe, muss der Mensch seine eigene Position beibehalten, sich gewissenhaft verhalten und pflichtgemäß das bewahren, was ihm der Schöpfer anvertraute. Und der Mensch darf nicht abweichend handeln oder Dinge tun, die jenseits der Reichweite seiner Fähigkeit liegen oder Dinge tun, die Gott verabscheut. Der Mensch darf nicht versuchen groß zu sein oder außergewöhnlich oder über anderen zu stehen, noch darf er anstreben Gott zu werden. So sollten die Menschen nicht sein wollen. Es ist absurd anzustreben, groß oder außergewöhnlich zu werden. Anzustreben, Gott zu werden, ist sogar noch schändlicher; es ist abstoßend und verachtenswert. Was lobenswert ist und an was sich die Geschöpfe mehr als an alles andere halten sollten, ist, ein wirkliches Geschöpf zu werden; das ist das einzige Ziel, das alle Menschen verfolgen sollten.“ („Gott Selbst, der Einzigartige I“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Diese Passage von Gottes Worten ist für mich ziemlich bewegend. Sie erinnert mich an einige Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Seit ich klein war, liebte ich es, aufzutreten, und habe immer Prominente bewundert. Ich war immer beeindruckt davon, wie sie die Bühne betraten und dort von allen bewundert wurden. Noch vor meinem Schulabschluss schrieb ich mich in der Schauspielschule ein und drei Jahre später war ich Schauspielerin. Bei jedem Auftritt war es für mich so erfüllend, all die Menschen im Publikum zu sehen, die sich auf unsere Auftritte konzentrierten. In meinem Glauben erfüllte ich meine Pflicht als Schauspielerin und spielte ein paar Rollen in von der Kirche produzierten Filmen. Wenn mich meine Brüder und Schwestern beglückwünschten, machte mich das so glücklich. Ich dachte: „Wenn ich in einem Film eine Hauptrolle spielen könnte, würden sie mich alle sehen und mich sicherlich bewundern. Wie wunderbar!“

Als die Kirche Vorbereitungen für ihren nächsten Film traf, schlug mich ein Bruder für eine Rolle vor. Da ich Schauspielerin war und Erfahrung hatte, dachte ich, dass ich die Rolle sicher bekommen würde. Ich wartete frohen Mutes darauf, dass mir die Leiterin sagen würde, ich hätte die Rolle bekommen. In den paar Tagen stellte ich mir vor, wie die Menschen mich voller Bewunderung anschauen würden. Der Gedanke machte mich so glücklich. Ein paar Tage später sagte mir die Leiterin, ich wäre nicht ausgewählt worden, aber ich sollte mich der Evangeliumsgruppe anschließen, da diese dringend Hilfe benötigte. Ich war so verblüfft, war widerwillig und fragte mich: „Warum wurde ich nicht ausgewählt? Ich habe schon Hauptrollen gespielt, und die anderen sagen, ich mache meine Arbeit gut. Warum wurde ich also nicht ausgewählt? Liegt da ein Irrtum vor? Bei der Evangeliumsarbeit kann ich nicht glänzen. Sie ist nicht ruhmreich.“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wehrte ich mich dagegen. Ich konnte das einfach nicht akzeptieren. Doch dann dachte ich, dass das Evangelium zu teilen, Gottes Wille ist, und ich mich deshalb fügen sollte. Ich musste mein Gewissen beruhigen und zur Vernunft kommen, also musste ich zustimmen. Obwohl ich das Evangelium weitergab, dachte ich immer daran, wie die Brüder und Schwestern mich zuvor bei der Schauspielerei zu bewundern schienen. Besonders wenn ich andere sah, mit denen ich in Filmen mitgespielt hatte, wurde ich neidisch. Ich dachte: „Ich will meine Pflicht wieder als Schauspielerin erfüllen. Dann wäre ich wie sie und könnte ständig in Filmen mitspielen. Die Brüder und Schwestern, die mich kennen, würden zu mir aufschauen. Warum wurde ich nicht ausgewählt?“ Je mehr ich darüber grübelte, desto mehr litt ich. Ich vernachlässigte meine Pflicht und stattete mich nicht mit den Wahrheiten für die Evangeliumsarbeit aus. Wenn Leute, die Gottes Werk der letzten Tage suchten, Fragen stellten, wusste ich nicht, mit welchen Wahrheiten ich sie in der Gemeinschaft beantworten sollte. Allmählich fühlte ich mich Gott immer ferner. Wenn ich Gottes Worte las, fehlte es mir an Erleuchtung. Ich spürte Gottes Gegenwart nicht mehr, wenn ich betete, und meine Gedanken waren wirr. In meinem Leid wandte ich mich im Gebet an Gott und sagte: „Oh Gott, ich leide gerade sehr. Ich sehne mich danach, meine Pflicht als Schauspielerin zu tun und bewundert zu werden. Ich kann mich Deinen Plänen nicht unterwerfen. Bitte führe mich, um mich selbst zu kennen und Deinen Willen zu begreifen.“

Dann las ich diese Passagen von Gottes Worten: „Was ist wahre Unterwerfung? Gott tut etwas, das dir zusagt, und du hast das Gefühl, alles sei zufriedenstellend und angemessen und dass dir erlaubt worden sei, hervorzuragen. Du hast das Gefühl, dies sei recht glorreich, und du sagst ‚dank sei Gott‘ und kannst dich Seinen Orchestrierungen und Fügungen unterwerfen. Wann immer dir jedoch eine unbeachtliche Stelle zugewiesen wird, bei der du nie herausragen kannst und bei der dich nie irgendjemand würdigt, bist du nicht länger glücklich und es fällt dir schwer, dich zu unterwerfen. … Wenn die Umstände günstig sind, ist es normalerweise einfach, sich zu unterwerfen. Wenn du dich jedoch auch in widrigen Umstände fügen kannst – in denen nicht alles so läuft, wie du es dir wünschst, und deine Gefühle verletzt werden; Umstände, die dich schwächen, dich körperlich leiden lassen und in denen dein Ansehen Schaden nimmt, du in deiner Eitelkeit und deinem Stolz verletzt wirst und deine Psyche leidet – dann hast du wirklich geistliche Größe.“ (Gottes Gemeinschaft). „Sobald es um Stellung, Ansehen oder Ruf geht, hüpft das Herz eines jeden voller Erwartung, und jeder von euch möchte immer herausragen, berühmt sein und anerkannt werden. Niemand ist bereit, nachzugeben, möchte stattdessen immer wetteifern – obwohl wetteifern peinlich ist, und in Gottes Haus nicht erlaubt ist. Jedoch bist du noch immer nicht zufrieden, nicht zu wetteifern. Wenn du siehst, dass jemand herausragt, fühlst du dich neidisch, fühlst Hass und hast das Gefühl, dass es ungerecht ist. ‚Warum kann ich nicht herausragen? Warum ist es immer jene Person, die herausragt, und nie bin ich an der Reihe?‘ Du verspürst dann etwas Groll. Du versuchst, ihn zu unterdrücken, aber du kannst es nicht. Du betest zu Gott und fühlst du dich eine Zeit lang besser, doch dann, sobald du erneut auf eine solche Situation triffst, kannst du sie nicht überwinden. Zeigt das nicht eine unreife Statur auf? Ist es nicht eine Falle, wenn ein Mensch in solche Zustände gerät? Das sind die Fesseln von Satans verdorbener Natur, die die Menschen binden.“ („Du kannst Wahrheit erlangen, nachdem du dein aufrichtiges Herz Gott übergeben hast“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Als ich das gelesen hatte, wurde mir klar, dass ich mich Gottes Plänen nicht unterwerfen konnte, weil mein Verlangen nach Status zu stark war und ich nach Ruhm gierte. Als ich als Pflicht schauspielern durfte, konnte ich vor der Kamera angeben, also nahm ich sie voller Freude an. Doch nun sollte ich das Evangelium verbreiten, und allein der Gedanke, mich in meiner Pflicht nicht hervorheben zu können, dass niemand sehen würde, wie viel ich leistete, bewirkte, dass ich mich widersetzte und mich nicht unterwarf. Obwohl es so schien, als würde ich das Evangelium teilen, war mein Kopf voller Gedanken an meine ruhmreichen Tage als Schauspielerin. Und als ich daran dachte, dass sie vorüber waren, fühlte ich mich verärgert und ungerecht behandelt. Meine Pflicht erledigte ich nur mechanisch, ich war negativ und nachlässig. Mir war durchaus klar, dass es Gottes Wille war, das Evangelium zu verbreiten, und ob ich schauspielerte oder das Evangelium teilte, so legte ich doch immer Zeugnis für Gott ab, nur auf unterschiedliche Weise. Ich war für die Rolle nicht die Richtige, also teilte mir die Leiterin Evangeliumsarbeit zu. Die war jetzt meine Pflicht, also sollte ich sie akzeptieren und von ganzem Herzen tun. Aber ich nahm keine Rücksicht auf Gottes Willen. Ich wollte bei meiner Pflicht die Wahl haben und dachte nur daran, ob ich angeben und Lob einheimsen konnte. Ich dachte nur an meine eigenen Ziele. Ich übte meine Pflicht zwar aus, aber in Wirklichkeit strebte ich nach eigenem Ruhm, ohne mich Gott zu unterwerfen. War das nicht Widerstand und Betrug an Gott? Wie konnte das nicht Gottes Hass geweckt haben?

Danach betete ich zu Gott und fand einen Weg zur Praxis in Seinen Worten. Die Worte Gottes lauten so: „Wenn du ganz darin aufgehen willst, in allem, was du tust, Gottes Willen zu genügen, dann reicht es nicht, eine Pflicht ausüben; du musst jeden Auftrag annehmen, den Gott dir beschert. Ob er deinem Geschmack entspricht oder nicht und zu deinen Interessen zählt oder nicht oder ob es etwas ist, woran du keinen Gefallen findest oder was du nie zuvor getan hast, oder ob es etwas Schwieriges ist, du sollst ihn trotzdem annehmen und dich fügen. Du musst ihn nicht nur annehmen, sondern du musst proaktiv mitwirken und etwas darüber erfahren und Zutritt erlangen. Selbst wenn du leidest und nicht herausstechen und glänzen konntest, musst du dich der Aufgabe dennoch mit Hingabe widmen. Du musst sie als deine Pflicht erachten, die es zu erfüllen gilt; nicht als persönliche Angelegenheit, sondern als deine Pflicht. Was sollten die Menschen unter ihren Pflichten verstehen? Wenn der Schöpfer – Gott – jemandem eine Aufgabe zu tun gibt – an diesem Punkt entsteht die Pflicht dieser Person. Die Aufgaben, die Gott dir gibt, die Aufträge, die Gott dir gibt – das sind deine Pflichten. Wenn du sie als deine Ziele verfolgst und du wahrhaft ein Herz besitzt, das Gott liebt, kannst du dann immer noch Gottes Auftrag verweigern? Du solltest ihn nicht verweigern. Du solltest ihn annehmen, nicht wahr? Dies ist der Weg der Praxis.“ („Nur indem man ein ehrlicher Mensch ist, kann man wahrhaft glücklich sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Mir wurde durch Gottes Worte klar, dass eine Pflicht ein Auftrag von Gott ist und daher nicht umgangen werden kann. Ob sie uns gefällt oder wir damit angeben können oder nicht, wir sollten sie annehmen und uns unterwerfen, und wir sollten bei ihrer Erfüllung alles geben. Ich durfte meine Pflicht nicht als mein eigenes Vorhaben behandeln, um mein wildes Verlangen danach, zu glänzen, zu stillen. Ich musste die Interessen der Kirche und meine Pflicht an erste Stelle setzen; Ich musste meinen Platz beibehalten und mich Gottes Plänen unterwerfen. Danach strengte ich mich sehr an, die Prinzipien und Wahrheiten für die Evangeliumsarbeit zu verstehen und betete, wenn ich Schwierigkeiten hatte. Ich hielt mit Brüdern und Schwestern Gemeinschaft, wenn ich verwirrt war. Schon bald hatte sich mein Zustand verbessert. Ich erkannte Gottes Führung und Segnung bei meiner Pflicht und sah Ergebnisse. Nach diesem Erlebnis hatte ich das Gefühl, die Wahrheit ein wenig ausüben zu können, und mich davon abhalten zu können, Schauspielerin sein zu wollen. Ich glaubte, Gott gehorsam sein zu können. Doch dann geschah etwas anderes, und mein Verlangen nach Ruf und Status kehrte zurück.

Eines Tages sagte mir die Leiterin, dass ich für ein Musikvideo gebraucht würde. Es freute mich sehr, das zu hören. Ich dachte: „Wenn ich diesmal für eine Hauptrolle ausgewählt werde, werden mich Brüder und Schwestern sehen, wenn die Dreharbeiten fertig sind und das Video online gestellt wird. Was für eine große Chance, mich zu zeigen! So eine Chance gibt es selten. Ich muss mein Bestes geben.“ Ich war begeistert und ging voller Freude hin. Zu meiner Überraschung dauerte meine Szene nur ein paar Sekunden des gesamten Videos, und meine Rolle war, jemanden zu melden, der das Evangelium der letzten Tage weitergibt. Ich war davon am Boden zerstört. Wenn ich so eine böse Rolle spielte und kaum zu sehen war, fragte ich mich, was Brüder und Schwestern über mich denken würden. Während der Aufnahmen beklagte ich mich darüber bei einigen Brüdern und Schwestern. „Warum geben sie uns so furchtbare Rollen?“ Ich hatte gerade angefangen, als ein Bruder sagte: „Schwester, hierfür werden viele verschiedene Rollen gebraucht. Es muss auch Nebenrollen geben. Die Rollen werden so vergeben, dass sie zu den Schauspielern passen, und wir müssen uns fügen. Und dass wir spielen und unseren Teil für die Evangeliumsarbeit von Gottes Haus tun dürfen, ist erhebend, ungeachtet der Rolle!“ Mein Gesicht begann zu brennen, als ich ihn das sagen hörte. Unsere Pflicht war die gleiche, aber er hatte die richtige Einstellung. Warum konnte ich mich nicht unterwerfen? Aber ich fühlte mich immer noch irgendwie widerwillig und dachte: „Ihr wart nie Schauspieler, also seid ihr mit jeder Rolle zufrieden, aber bei mir ist das anders. Ich war vorher in einer Schauspieltruppe und hatte immer gute Rollen. Ich habe Hauptrollen in Gottes Haus gespielt, aber jetzt muss ich diese furchtbare Figur sein. Das ist wirklich erniedrigend!“ Als das Video endlich hochgeladen wurde, waren alle begeistert, aber ich konnte keine Begeisterung aufbringen. Mich diese schreckliche Rolle spielen zu sehen, verärgerte mich zutiefst. Was würden Leute, die ich kannte, von mir denken, dass ich diese Rolle gespielt hatte? Ich merkte, dass ich in einem sehr negativen Zustand war, also betete ich zu Gott: „Oh Gott! Ich bin so verärgert und fühle mich gequält, und das alles nur, weil ich eine Nebenrolle gespielt habe. Ich kann mich nicht unterwerfen. Bitte führe mich zur Selbsterkenntnis und dazu, mich Deinen Plänen zu unterwerfen.“

Nach dem Gebet las ich diese Worte Gottes: „Eine verdorbene satanische Disposition ist sehr tief in den Menschen verwurzelt; sie wird zu ihrem Leben. Was genau ist es, das die Menschen suchen und gewinnen wollen? Was sind die Ideale, Hoffnungen, Ambitionen, Lebensziele und Richtungen der Menschen unter der treibenden Kraft einer verdorbenen satanischen Disposition? Laufen sie positiven Dingen nicht zuwider? Zunächst einmal wollen Menschen immer Ansehen genießen oder Berühmtheiten sein; sie wollen großen Ruhm und großes Ansehen erlangen und ihren Vorfahren Ehre einbringen. Sind das positive Dinge? Sie stimmen nicht im Geringsten mit positiven Dingen überein; sie widersprechen ferner dem Gesetz, dass Gott über das Schicksal der Menschheit herrscht. Warum sage Ich das? Welche Art von Menschen will Gott? Will Er Menschen von Größe, Berühmtheiten, vornehme Menschen oder Menschen, die die Welt bewegen? (Nein.) Welche Art von Menschen will Gott also? Er will Menschen, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, die danach streben, qualifizierte Geschöpfe Gottes zu sein, die die Pflicht von Geschöpfen erfüllen können und die sich an die Stellung eines Menschen halten können. … Was bringt eine verdorbene satanische Disposition den Menschen demnach? (Widerstand gegen Gott.) Was wird durch Widerstand gegen Gott verursacht? (Schmerz.) Schmerz? Es ist Zerstörung! Schmerz ist längst nicht alles. Direkt vor deinen Augen siehst du Schmerz, Negativität und Schwäche sowie Widerstand und Missstände – welches Ergebnis werden diese Dinge herbeiführen? Vernichtung! Das ist keine geringfügige Sache und es ist kein Spiel.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Nachdem ich das gelesen hatte, dachte ich darüber nach, warum ich immer eine Hauptrolle haben wollte. Das lag daran, dass ich durch eine Hauptrolle andere dazu bekam, mich zu bewundern, ganz wie ungläubige Stars, die überall von einer Gefolgschaft umgeben sind, wobei jede ihrer Bewegungen verfolgt und kopiert werden. Ich hatte gedacht, dass das die einzige Art und Weise war, auf die sich zu leben lohnte. Ich hatte gedacht, dass es nutzlos war, Nebenrollen zu spielen. Durch sie würde ich nicht berühmt werden. Das war das, worunter ich litt, und darum konnte ich mich nicht Gottes Plan unterwerfen. Durch Reflexion erkannte ich, dass der Grund meines Strebens hauptsächlich war, dass mich Satans Gifte beinflussten, wie etwa: „Bringe der Familie Ehre ein“, „Wie ein Baum für seine Rinde lebt, lebt ein Mensch nur für sein Gesicht.“ Ich hatte diese für positive Bestrebungen gehalten und deshalb gedacht, es wäre wichtig, sich hervorzuheben und bewundert zu werden. Ich dachte, damit würde ich Ehrgeiz und Ideale zeigen. Besonders wenn ich Prominente auf der Bühne und der Leinwand sah, wenn sie von allen ihren Fans bewundert wurden, dachte ich, dass das wunderbar sein müsste, und wurde neidisch. Ich sehnte mich danach, genau wie sie zu sein. Darum wollte ich schon von klein auf Schauspielerin werden und hatte mich vor dem Abschluss der achten Klasse in der Schauspielschule eingeschrieben. Ich arbeitete hart, um meine Fähigkeiten zu verbessern und das Handwerk zu erlernen. Als ich auf der Bühne den lauten Applaus des Publikums hörte, sog ich ihn in mich auf und dachte, das Leiden hatte sich gelohnt. Nachdem ich zum Glauben gefunden hatte, konnte ich immer noch nicht aufhören, nach Ansehen und Status zu streben. Als mir die schauspielerische Pflicht aufgetragen worden war, sehnte ich mich nach Hauptrollen in guten Filmen, um von mehr Menschen erkannt und bewundert zu werden. In dem letzten Musikvideo hatte mir der Regisseur die Rolle eines Bösen gegeben, weil das Projekt genau das benötigte, aber ich dachte, das würde meinen Ruf schädigen und den Leuten einen schlechten Eindruck von mir vermitteln. Ich konnte mich dem also nicht unterwerfen und reagierte mit Beschwerden im Hinterzimmer. Ich war so arrogant, mein Verlangen nach Ruhm war so stark! Gott fordert von uns, qualifizierte geschaffene Wesen zu sein. Wir müssen alle nach der Wahrheit streben und unsere Pflicht gut tun und unsere satanische Disposition verwerfen. Aber ich strebte nicht nach der Wahrheit. Ich wollte immer die Hauptrolle spielen, ein Star sein und dass andere mich bewunderten. Ich wollte, dass andere sich um mich sammelten, und im Ruhm einer Hauptrolle baden. Mein Streben war das genaue Gegenteil von dem, was Gott fordert, und gegen den Willen des Himmels. Ich war wie diese Prominenten, die es lieben, dass man sie anbetet und ihnen nachfolgt, die in Wahrheit als Götter oder Göttinnen betrachtet werden wollen, die meinen, dass sie umschwärmt werden sollten. Sie haben einen bösen Weg gewählt. Gott ist der Schöpfer, die Menschheit sollte Gott verehren und Ihn als groß ansehen. Das ist immer die Wahrheit. Als Gläubige betete ich Gott nicht an und erfüllte nicht die Pflicht eines geschaffenen Wesens. Ich war wie eine Ungläubige, hoffte stets berühmt zu sein, damit die Leute mich bewundern, anhimmeln, lieben und mir folgen würden. Hatte ich nicht nach Gottes Platz gestrebt, versucht, Seine Stellung in den Herzen der Menschen einzunehmen? War ich nicht eine Feindin Gottes gewesen? Das verletzt Gottes Disposition auf ernste Weise. Würde ich nicht Buße tun, würde mich Gottes gerechte Bestrafung treffen. An dem Punkt begriff ich endlich, wie böse und furchterregend all mein Bestreben, ein Star zu sein und mich hervorzuheben, wirklich war. Ich erkannte auch, dass keine Hauptrollen zu bekommen, nicht ausgewählt zu werden, meine Ziele nicht zu erreichen, Gottes Liebe und Sein Schutz für mich waren. Als ich das verstanden hatte, war ich so gerührt und betete zu Gott: „Oh Gott! Ich will mich Dir nicht mehr widersetzen, und Ruhm und ein Star zu sein, ist mir nicht mehr wichtig. Ich will mich nur Deinen Plänen unterwerfen, völlig nach der Wahrheit streben und meine Pflichten gut erfüllen.“

Dann las ich diese Passage von Gottes Worten: „Als eines der Geschöpfe, muss der Mensch seine eigene Position beibehalten, sich gewissenhaft verhalten und pflichtgemäß das bewahren, was ihm der Schöpfer anvertraute. Und der Mensch darf nicht abweichend handeln oder Dinge tun, die jenseits der Reichweite seiner Fähigkeit liegen oder Dinge tun, die Gott verabscheut. Der Mensch darf nicht versuchen groß zu sein oder außergewöhnlich oder über anderen zu stehen, noch darf er anstreben Gott zu werden. So sollten die Menschen nicht sein wollen. Es ist absurd anzustreben, groß oder außergewöhnlich zu werden. Anzustreben, Gott zu werden, ist sogar noch schändlicher; es ist abstoßend und verachtenswert. Was lobenswert ist und an was sich die Geschöpfe mehr als an alles andere halten sollten, ist, ein wirkliches Geschöpf zu werden; das ist das einzige Ziel, das alle Menschen verfolgen sollten.“ („Gott Selbst, der Einzigartige I“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte zeigten mir einen Weg auf. Ich sollte am Boden bleiben und meine Pflicht gut erfüllen, und ganz egal, welche Pflicht Gott mir auftrug, sollte ich sie annehmen und mich ihr unterwerfen und mein Bestes geben, um sie zu erfüllen. Die Kirche macht Musikvideos, um Zeugnis für Gott abzulegen, und ganz gleich, ob ich eine Haupt- oder Nebenrolle spiele, einen Helden oder Bösewicht, ist es das, was Gottes Haus braucht. Brüder und Schwestern weisen die Rollen nach dem Aussehen und Auftreten der Schauspieler zu. Gott lässt es zu, also sollte ich mich unterwerfen und in jeder Rolle mein Bestes geben. Gott ist es gleich, ob ich eine Haupt- oder Nebenrolle habe oder wie sympathisch meine Figur ist. Ihm ist wichtig, dass ich mich Ihm im Herzen völlig unterwerfen kann und dass ich die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfülle. Ich spürte, wie eine Last von mir fiel, als ich das begriff.

Danach trat ich in ein paar weiteren Produktionen auf. Jedes Mal war ich Statistin. Manchmal war ich verärgert, weil mein Verlangen nach Status unbefriedigt blieb, aber dann betete ich bewusst zu Gott und entsagte meinem Verlangen. Ich konnte mich unterwerfen und jede Rolle von ganzem Herzen spielen. Ich hörte auf, wie besessen danach zu streben, mich hervorzuheben und ein Star zu sein, und erfüllte stattdessen meine Pflicht mit Hingabe. All das wurde erreicht durch das Urteil von Gottes Worten, und ich danke Gott.

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