20. Mein Traumberuf Regisseurin

Von Bai Xue, Südkorea

Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn der Mensch in seinem Leben gesäubert werden und Änderungen in seiner Disposition erreichen möchte, wenn er ein sinnvolles Leben ausleben und seine Pflicht als ein Geschöpf erfüllen möchte, dann muss er Gottes Züchtigung und Urteil akzeptieren und darf nicht zulassen, dass Gottes Disziplin und Gottes Schläge ihn verlassen, damit er sich von der Manipulation und dem Einfluss Satans befreien und im Licht Gottes leben kann. Wisse, dass Gottes Züchtigung und Urteil das Licht sind, und das Licht der Erlösung des Menschen, und dass es keinen besseren Segen, keine bessere Gnade oder keinen besseren Schutz für den Menschen gibt.“ („Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Urteil“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Früher hatte ich nie ein praktisches Verständnis dieser Passage. Ich dachte, Glaube bedeutet einfach, Gottes Wort oft zu lesen, fleißig meine Pflichten auszuführen und so zu praktizieren, wie Gott es uns sagt. Ich dachte, das wäre genug, um Gottes Anerkennung zu verdienen. Ich habe mich gefragt, warum wir das Gericht und die Züchtigung von Gottes Wort erfahren müssen. Wenn Gott die Menschen richtet, verurteilt Er sie dann nicht? Warum wird gesagt, dass Züchtigung und Gericht Rettung und Schutz sind? Erst nachdem ich persönlich ein gewisses Urteil und eine gewisse Züchtigung von Gottes Worten erfahren hatte, habe ich schließlich ein wenig persönliches Verständnis von dieser Passage erlangt.

Meine Pflicht war es früher, im Chor zu singen. Ich hatte einige Ideen, wie wir unsere Aufführungen inszenieren konnten, also hat mir unsere Vorgesetzte die Planung mit der Regisseur-Gruppe übertragen. Als ich die Neuigkeit gehört habe, war ich wirklich aufgeregt und dankbar dafür, dass Gott mich erhöht hat. Bei meinem ersten Treffen mit der Regisseur-Gruppe habe ich mich wirklich fehl am Platz gefühlt, deshalb habe ich ernsthaft zu Gott gebetet und mich auf Gott verlassen und ich war bei allem, was ich gesagt und getan habe, wirklich vorsichtig. Aber als meine Brüder und Schwestern nach einer Weile einige meiner Ideen gebilligt und akzeptiert haben, hatte ich das Gefühl, dass ich mich gut geschlagen habe, dass es vielleicht an der Zeit war, mit meinem Talent zu glänzen. Allmählich habe ich mich mehr zu Wort gemeldet und Selbstvertrauen gezeigt. Vor allem, wenn ich mit anderen über die Arbeit gesprochen habe, wollte ich mich wirklich hervortun und manchmal bin ich mit meinem Beitrag dazwischengeplatzt, bevor meine Kollegin gesprochen hat. Die Schwester, mit der ich zusammengearbeitet habe, hat sich durch mich etwas eingeschränkt gefühlt. Ich wusste davon, aber anstatt ihr aus Liebe zu helfen und sie zu unterstützen, sagte ich ihr in einem rigorosen, herablassenden Ton, sie soll über sich selbst nachdenken. Nachdem sie mich das hat sagen hören, hat sich nicht nur ihr Zustand nicht verbessert, sondern sie wurde auch negativer und sie sagte sogar, dass sie diese Pflicht nicht mehr tun wollte. Als ich von ihrem Zustand gehört habe, dachte ich: „Es ist besser so, dann kann ich deinen Platz einnehmen.“ Danach hat sich ihr Zustand aber allmählich durch das Essen und Trinken von Gottes Wort verbessert. Ich habe Gott mit meinen Worten gedankt, aber in meinem Herzen war ich nicht sonderlich erfreut. Ich hatte das Gefühl, dass mir eine gute Gelegenheit entgangen war. Ich war wirklich frustriert und habe mich gefragt, warum die Vorgesetzte mein Talent nicht erkannt hat und warum sie meine Fähigkeiten nicht gesehen hat. Um mich zu beweisen, wurde ich noch hartnäckiger und fleißiger und habe alles gegeben, um meine Fähigkeiten zu verbessern. Später hat ein Großteil des Teams einige meiner Ideen unterstützt und ich hatte das Gefühl, dass ich das Zeug zur Regisseurin hatte.

Bald darauf hat mich die Vorgesetzte das Filmteam begleiten lassen. Als ich das gehört habe, dachte ich: „Das ist genau das, was Regisseure tun! Es sieht so aus, als würden sie mich zur Regisseurin ausbilden!“ Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto glücklicher war ich. Als ich am Set war, habe ich nicht auf die Anweisungen der anderen gewartet. Ich habe das Megaphon genommen und, wie es für einen Regisseur typisch ist, allen gesagt, was sie tun sollten. Die Brüder und Schwestern dort haben mich auf einige Probleme beim Verständnis meiner Pflicht hingewiesen, aber ich wollte sie nicht beachten. Ich dachte sogar: „Denkt ihr, ihr seid besser als ich? Hattet ihr denn überhaupt schon mal gute Ideen?“ Mir war es nur wichtig, meine „einzigartige Vision“ auszudrücken. Ich wollte einfach den Dreh dieses Lieds abschließen, weil ich dachte, dass ich dann Regisseurin werden würde.

Die Vorgesetzte wollte nach dem Dreh mit mir reden und ich dachte: „Sie will mich bestimmt befördern.“ Zu meiner Überraschung war sie gekommen, um mich auf einige Probleme bei meinen Pflichten hinzuweisen. Sie sagte, dass ich arrogant, anmaßend und herrisch gewesen war, dass ich gar nicht auf den Rat meiner Brüder und Schwestern gehört hatte, und dass sich alle von mir sehr eingeschränkt gefühlt hatten. Als ich das gehört habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Es hat sich angefühlt, als wäre mein Eifer plötzlich komplett verflogen. Ich dachte: „Ich, arrogant? Ich nehme meine Pflichten offensichtlich nur ernst.“ Ich war so frustriert und unzufrieden. Die Vorgesetzte hat bemerkt, dass ich keine Anstalten gemacht habe, mich selbst zu verstehen, also hat sie mich gebeten, zum Chor zurückzukehren. Es war besonders ärgerlich, diese Neuigkeit zu bekommen. Erst vor ein paar Tagen dachte ich, mein Auftreten auf der Bühne wäre souverän, aber jetzt wurde ich kurzerhand in den Chor zurückversetzt. Was würden die Leute denken? Ich hatte auch Beschwerden über die Vorgesetzte. Ich dachte: „Warum kann ich nicht bei der Regisseur-Gruppe bleiben? Hatte ich nicht einen Preis bezahlt? Ich habe hart gearbeitet, auch wenn es nicht perfekt war.“ Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto benachteiligter habe ich mich gefühlt. Als ich wieder im Chor war, hatte ich keine Energie zum Üben. Mein Atmung hat nicht gestimmt und ich habe falsch gesungen. Ich dachte, ich komme damit klar, es nicht in die Regisseur-Gruppe geschafft zu haben, aber ich war das schlechteste Chormitglied geworden. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nie so sehr gescheitert war. Die anderen haben meinen Zustand gesehen und versucht, mir zu helfen und mich zu unterstützen. Aber das war mir sogar noch peinlicher. Ich wollte nur ein Loch finden und mich darin verkriechen. Während dieser Zeit habe ich mich sehr hilflos gefühlt und ich wusste nicht, welche Wahrheiten ich praktizieren sollte. Alles, was ich tun konnte, war vor Gott zu gehen und zu beten: „Gott, ich weiß nicht, wie ich all das ertragen soll und ich verstehe Deinen Willen nicht. Ich fühle mich so elend. Ich bitte Dich, mich zu führen, damit ich Deinen Willen dabei verstehen kann.“

Nach dem Beten habe ich eine Passage von Gottes Wort gelesen: „Obwohl ihr heute diese Stufe erreicht habt, habt ihr euren Status immer noch nicht losgelassen, sondern bemüht euch fortwährend, euch über ihn zu erkundigen, und ihr betrachtet ihn täglich, mit großer Furcht, dass euer Status eines Tages verloren sein und euer Name ruiniert sein wird. Die Menschen haben ihren Wunsch nach Mühelosigkeit nie zurückgestellt. … Jetzt seid ihr Anhänger, und ihr habt etwas Verständnis über dieser Stufe des Werkes gewonnen. Ihr habt jedoch immer noch nicht euer Verlangen nach Status abgelegt. Wenn euer Status hoch ist, sucht ihr ohne Weiteres, aber wenn euer Status niedrig ist, sucht ihr nicht mehr. Immer denkt ihr an die Segnungen des Status. Warum ist es so, dass der Großteil der Menschen sich nicht aus der Negativität befreien kann? Beruht die Antwort nicht unweigerlich auf düsteren Aussichten?“ („Warum bist du nicht bereit, eine Kontrastfigur zu sein?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich habe gefühlt, dass Gottes Wort meinen Zustand genau beschrieben hat. Waren meine Negativität, Beschwerden und Missverständnisse nach dem erneuten Beitritt zum Chor nicht nur auf meine Unzufriedenheit zurückzuführen, die Position nicht bekommen zu haben? Ich dachte auch an meine Zeit bei der Regisseur-Gruppe zurück. War meine Fähigkeit, mich aktiv auszudrücken, die Nächte durchzumachen, zu leiden und einen Preis zu zahlen, nicht darin begründet, dass ich auf Gottes Willen Rücksicht nehmen und meine Pflicht gut erfüllen wollte, um Gott zufriedenzustellen, sondern darin, dass mein einziges Ziel war, eine Position als Regisseurin zu erlangen. Als die Schwester, die mit mir zusammengearbeitet hat, sich eingeschränkt gefühlt hat und in einem schlechten Zustand war, habe ich nicht nur nicht versucht, ihr aus Liebe zu helfen und sie zu unterstützen, sondern ich konnte es kaum erwarten, sie zu verdrängen, damit ich ihren Platz einnehmen konnte. Während des Drehs war ich zu einer so wichtigen Zeit anmaßend und herrisch, habe mich geweigert, auf den Rat der Brüder und Schwestern zu hören, daher mussten wir viele Einstellungen noch mal drehen. Das hat den Fortschritt der Arbeit von Gottes Haus erheblich verzögert. Als ich wieder im Chor war, war ich negativ, hatte Beschwerden und Missverständnisse, weil ich nicht die Stelle bekommen hatte, die ich gewollt hat. Ich habe sogar daran gedacht, meine Arbeit aufzugeben und meine Pflichten nicht richtig auszuführen. Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, wie extrem unvernünftig ich war. Gottes Haus hatte mir durch die Zuweisung zur Regisseur-Gruppe eine Gelegenheit gegeben, zu praktizieren, doch anstatt dies zu schätzen, habe ich mich auf meinen eigenen Namen und meine eigene Position konzentriert. Ich habe nur für die Position Nächte durchgemacht, gelitten und einen Preis bezahlt und habe aus meinen Pflichten sogar eine Bühnenshow gemacht, um anzugeben. Diese Art von Anstrengung konnte nur dazu führen, dass Gott mir gegenüber abgeneigt ist und mich verachtet. Ich habe auch daran gedacht, dass ich keine fachlichen Fähigkeiten hatte, aber ich hatte die Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes nur mit einem Wunsch zu streben erlangt. Aber als ich einige magere Errungenschaften erzielt habe, habe ich, anstatt darüber nachzudenken, wie ich Gott danken konnte, diese Dinge für mich als Kapital genutzt und schamlos Gottes Herrlichkeit gestohlen. Je mehr ich nachgedacht habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass es mir völlig an Gewissen und Vernunft fehlt. Ich habe mich gefragt, wie sich meine Denkweise von der der Ungläubigen unterscheidet. Mit dieser Erkenntnis bin ich vor Gott auf meine Knie gefallen und habe Buße getan: „Gott, ich habe meine Pflicht nicht richtig erfüllt. Ich habe einen Namen und Titel gesucht, das Werk von Gottes Haus ernsthaft behindert und meinen Brüdern und Schwestern sehr geschadet. Gott! Ich hatte Unrecht und ich möchte nicht weiter danach streben. Ich will mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen und meine Pflichten ausführen.“

Dank Gottes Erhebung bin ich nach kurzer Zeit aufgrund der Erfordernisse für die Kirchenarbeit zur Regisseur-Gruppe zurückgekehrt und habe mit diesen Brüdern und Schwestern weitergearbeitet. Diesmal habe ich mich bei der Regisseur-Gruppe ständig daran erinnert, dass ich an meinem Platz festhalten musste, dass ich nicht noch mal nach meinem Ruf und meiner Position streben durfte. Aber da ich meine eigene Natur kaum verstanden habe und weil ich die Essenz und die Folgen des Strebens nach Ruf und Status noch nicht durchschaut hatte, ist dieser Wunsch nach Status nach kurzer Zeit allmählich wieder in mir hochgekommen, als einige meiner Ideen wieder bei allen Zustimmung und Akzeptanz gefunden haben. Das ging bis zu dem Punkt, dass ich dachte: „Ich will mein großes Comeback feiern und etwas Großes tun, Ich möchte allen zeigen, wie begabt ich bin.“

Als bei einer Probe später alle nach meiner Anordnung in Formation aufgestellt waren, habe ich mich in diesem Moment wieder wie eine Regisseurin gefühlt, die allem vorsteht, und mein Wunsch nach Status ist allmählich gewachsen, bis ich kein Bedürfnis mehr hatte, zu beten oder mich auf Gott zu verlassen, und ich war völlig überwältigt von der Freude, andere anzuleiten. Es hat nicht lange gedauert, bis es bei meinen Aufgaben Probleme gab. Bei meinen Plänen sind immer wieder Hindernisse aufgetaucht und plötzlich wusste ich nicht mehr weiter, wie diese Probleme zu lösen waren. Ich hatte das Gefühl, in eine Sackgasse geraten zu sein, und ich konnte die Erleuchtung oder Führung des Heiligen Geistes überhaupt nicht spüren. Besonders, wenn meine Brüder und Schwestern mich auf einige Probleme bei der Ausführung meiner Pflichten hingewiesen haben, war ich sehr sensibel und habe mich gefragt, ob sie das Gefühl hatten, dass ich zu dieser Pflicht nicht imstande war. Als die Vorgesetzte bei mir nach dem Rechten gesehen hat, hatte ich das Gefühl, auf glühenden Kohlen zu sitzen. Ich habe mich gefragt, ob ich versetzt werde. Bedeutet das, dass ich diese Pflicht nicht mehr ausführen kann? Wenn Brüder und Schwestern einige Ideen hatten, die besser waren als meine eigenen, habe ich mich noch unwohler gefühlt. Würde jemand anderes anstelle von mir befördert werden? Ich war in den folgenden Tagen die ganze Zeit wie in Alarmbereitschaft und das war äußerst ermüdend. Mein Herz war überhaupt nicht bei meinen Pflichten. Die Schwierigkeiten bei meinen Pflichten sind geblieben, aber ich habe mich total verloren gefühlt und ich habe es nicht gewagt, meinen Brüdern und Schwestern davon zu erzählen, aus Angst, dass, wenn sie die Wahrheit über mich wüssten, sie denken würden, dass ich für diese Pflicht nicht geeignet wäre. Also habe ich es für mich behalten, es vertuscht und allen etwas vorgemacht und so konnte ich meine Rolle nicht erfüllen. Ich habe in einem Zustand der Suche nach Status gelebt, mich über das aufgeregt, was ich verlieren könnte, und mein Zustand hat sich verschlechtert, bis es sich schließlich direkt auf das Werk von Gottes Haus ausgewirkt hat, das Werk erheblich verzögert hat, und am Ende wurde ich versetzt. An dem Tag, an dem ich versetzt wurde, hatte ich das Gefühl, dass ich wieder von einer Rolle der Anleitenden in die einer der Angeleiteten gewechselt bin. Über Nacht war ich wieder von einer Position mit Status auf den Boden der Tatsachen geholt worden. An diesem Punkt konnte ich es einfach nicht verstehen. Ich habe mich gefragt, warum ich mich immer wieder in dieser Situation befinde. Ich wollte Regisseurin sein. War das wirklich so schwierig? War es wirklich unmöglich, mir eine Chance zu geben? Während ich mich damit befasst habe, wurde ich negativer und verzweifelter. Die anderen Brüder und Schwestern haben alle Lobeshymnen auf Gott gesungen. Aber angesichts des Verlusts meiner Position, der Demütigung und der Änderung meiner Pflichten und vor allem wegen dieser Qual der Sehnsucht nach etwas, was man nicht bekommen kann, haben sich diese wenigen Tage der Praxis für mich wie Jahre der Pein angefühlt. Mir sind sogar Gedanken gekommen, Gott zu verraten, dort nicht mehr meine Pflichten ausführen zu wollen. Ich habe mich in einer Art extremem Elend gefangen gefühlt, aus dem ich mich nicht befreien konnte. Ich wusste nicht, was ich tun konnte, um meinen Zustand zu ändern.

Eines Abends bin ich dann auf der Treppe mit dem Fuß umgeknickt. Meine Brüder und Schwestern haben zu dieser Zeit an den Proben teilgenommen, während ich nur bewegungsunfähig im Bett liegen konnte. Ich konnte überhaupt keine Pflichten ausführen. Ich war im Grunde nutzlos. Ich konnte nicht anders, als daran zurückzudenken, was von meinem Innern offenbart worden war, als ich diese Pflicht zum ersten Mal angefangen hatte, dass ich ein Comeback feiern und etwas richtig Großes machen wollte, aber jetzt war ich an so einem beschämenden Tiefpunkt angelangt … Mein Herz tat mir weh, als ich daran gedacht habe, und ich habe mich unweigerlich gefragt: Warum war mein Leben so elend? Warum konnte ich nicht aufhören, nach Name und Status zu streben?

Dann kam mir eine Passage von Gottes Wort in den Sinn. „Also benutzt Satan den Ruhm und den Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, bis sie an nichts anderes mehr denken, außer an Ruhm und Gewinn. Sie mühen sich für Ruhm und Gewinn ab, erleiden für Ruhm und Gewinn Schwierigkeiten, erdulden für Ruhm und Gewinn Erniedrigungen, opfern für Ruhm und Gewinn alles, was sie haben, und sie werden jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung für Ruhm und Gewinn treffen. Auf diese Weise bindet Satan den Menschen mit unsichtbaren Fesseln. Diese Fesseln sind den Menschen angelegt und sie haben weder die Kraft noch die Courage, sie von sich zu werfen. Und so tragen Menschen unwissentlich diese Fesseln und stapfen unter großen Schwierigkeiten immer weiter voran. Wegen Ruhm und Gewinn meidet die Menschheit Gott und verrät Ihn und sie wird immer frevelhafter. Auf diese Weise wird deshalb eine Generation nach der anderen im Ruhm und Gewinn Satans vernichtet.“ („Gott Selbst, der Einzigartige VI“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Als ich diese Passage von Gottes Wort gelesen habe, habe ich verstanden, dass Satan Ruhm und Gewinn nutzt, um Menschen zu täuschen und zu kontrollieren und dass, je mehr Menschen nach Ruhm und Gewinn streben, sie desto elender und verdorbener werden. In der Vergangenheit dachte ich nie, dass daran irgendetwas falsch wäre und dass satanische Philosophien wie „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“, „Der Mensch kämpft nach oben; Wasser fließt nach unten“ und „Ein Mann hinterlässt dort, wo er Zeit verbracht hat, seinen Namen; so wie eine Gans dort, wo sie fliegt, gellend schnattert“ Dinge waren, die ich als Mottos erachtet habe, um danach zu leben. Ich dachte, das war das Streben, das Menschen zu eigen sein sollte, und dass sie die einzigen mit Antrieb waren. Deshalb habe ich in der Schule und bei meinen Pflichten in Gottes Haus nach diesen satanischen Philosophien gelebt, Hals über Kopf nach Ruf und Status gestrebt und andere dazu gebracht, zu mir aufzusehen. Ich habe versucht, mich abzuheben, etwas Besseres zu sein. Ich konnte es nicht ertragen, ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Als ich also wieder die Chance hatte, in der Regisseur-Gruppe zu arbeiten, war ich davon besessen, eine Position als Regisseurin zu bekommen, weil ich dachte, dass das die einzige Möglichkeit wäre, dass andere zu mir aufsehen würden und ich andere Leute herumkommandieren könnte. Deshalb habe ich es so sehr genossen, als ich wieder vor dem Monitor gestanden habe und andere herumkommandiert habe. Ich dachte, es hat sich gelohnt, jegliches Leid zu ertragen oder jeglichen Preis für Name und Gewinn zu bezahlen, doch ohne Name oder Gewinn habe ich mich elend gefühlt, als ob das Leben nicht lebenswert wäre. Ich dachte wirklich, ich war durch unsichtbare Bande von der Idee gefesselt worden, einen Namen zu haben, und ich wollte sie ablegen, konnte es aber nicht. Ich konnte unmöglich in Harmonie mit meinen Brüdern und Schwestern in einem derartigen Zustand arbeiten. Ich konnte nur das Werk von Gottes Haus stören und behindern. Immer öfter habe ich gesehen, dass das Streben nach Namen und Gewinn nicht wirklich der richtige Weg ist. Gott ist Menschen abgeneigt, die in diesem Zustand leben, und andere Menschen sind auch davon angewidert. Wenn ich an meinen zweimaligen Aufstieg und Fall zurückdenke, erkenne ich tatsächlich, dass dies Gottes große Rettung für mich war. Mein Wunsch nach Status war zu stark, ich musste diese Prüfungen und Läuterungen erfahren, um mich dazu zu zwingen, vor Gott zu gehen, um über mich selbst nachzudenken, mich selbst zu kennen und vor Gott Buße zu tun. Erst dann konnte ich nach der Wahrheit streben und diesen verdorbenen satanischen Dispositionen entkommen. Das war Gottes Rettung für mich. Ich habe persönlich erfahren, wie Gottes Züchtigung, Gericht, Zurechtstutzung, Umgang, Prüfungen und Läuterung wahrlich Seine größte Rettung und Sein größer Schutz für die Menschen sind! Obwohl diese Prozesse bis zu einem bestimmten Punkt schmerzhaft waren, waren sie so förderlich für die Änderung meiner Lebensdisposition. Sobald ich das erkannt habe, bin ich auf die Knie gefallen, um zu beten und zu Buße zu tun: „Gott! Ich lag falsch, ich lag wirklich falsch. Ich habe das Elend und die Qual gekannt, unter Satans Einfluss zu leben und nach Name, Gewinn und Status zu streben. Du hast mich gerichtet, mich diszipliniert, mich auf diese Weise aufgeweckt. Das war alles Deine große Rettung und Liebe zu mir. Gott, ich möchte nicht mehr nach Name, Gewinn und Status streben. Ich werde nicht mehr kämpfen. Egal, welchen Auftrag oder welche Pflicht mir in Zukunft zukommt, ich mich unterwerfen.“ „Ich möchte nur die Pflichten eines erschaffenen Wesens ausführen.“

Nach kurzer Zeit hat die Kirche mich informiert, dass, solange es nicht die Heilung meines Knöchels beeinflussen würde, ich wieder an den Proben teilnehmen könnte. Diese Neuigkeit zu hören, war so aufregend und ich habe meine Chance wertgeschätzt, diese Pflicht zu tun. Selbst wenn es nur ein winziger Teil war, für mich war es so kostbar und schwer zu bekommen. Dies kam insbesondere in einer Szene zur Geltung, an der ich gearbeitet habe: Eine Gruppe von Gläubigen lebt ein elendes Leben, verfolgt vom großen roten Drachen, umgeben von allen Arten satanischer Gifte, dermaßen unterdrückt, dass sie kaum atmen können. Sie schreien auf, sie kämpfen, aber nichts hilft, und erst, als Gottes Licht auf dieses dunkle Land fällt, kann jeder frei sein von der Knechtschaft der Mächte der Finsternis, denn sie hören Gottes Stimme und empfangen Gottes Rettung. Die Arbeit an dieser Szene war wirklich bewegend für mich, weil ich gefühlt habe, dass ich in einem ähnlichen Zustand war. Ich hatte so lange in der Knechtschaft an einem dunklen Ort verbracht, ich hatte so sehr unter den Fesseln von Name, Gewinn und Status gelitten. Jedes Mal, wenn dieser Lichtstrahl herabgescheint hat, war ich deshalb so bewegt, Gott so dankbar dafür, dass Er mich geführt hat, um der Knechtschaft von Name, Gewinn und Status zu entkommen.

Der Vorgesetzte kam später, um mich zu sehen, und hat mich gebeten, für eine Schwester zu inszenieren. Zuerst dachte ich: „Es ist in Ordnung, dass ich nicht auf die Bühne gehen kann, aber jetzt muss ich für jemand anderen inszenieren.“ Aber dann habe ich erkannt, dass mein Wunsch nach Status wieder aus der Vergessenheit aufgetaucht ist. Also habe ich zu Gott gebetet und dann ist mir der Text einer Hymne eingefallen. „Oh Gott! Ob ich Status habe oder nicht, jetzt verstehe ich mich selbst. Wenn mein Status hoch ist, ist er es wegen Deiner Erhöhung, und wenn er niedrig ist, ist er es wegen Deiner Verordnung. Alles ist in Deinen Händen. Ich habe weder irgendeine Wahl, noch irgendwelche Klagen. Du hast verordnet, dass ich in diesem Land und unter diesem Volk geboren werden würde, und alles, was ich tun sollte, ist, unter Deiner Herrschaft vollkommen gehorsam zu sein, denn alles ist in Deinen Verordnungen.“ („Ich bin bloß ein winziges Geschöpf“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Ich war bei den folgenden Proben komplett involviert und habe für diese Schwester viele Vorschläge gemacht. Ich dachte bei mir: Vielleicht bewirke ich nicht viel, aber ich habe mich sehr sicher gefühlt, meine Pflicht auf diese Weise auszuführen. Die Vorgesetzte hat später veranlasst, dass ich für eine andere Schwester inszeniere. Ich musste nicht nur die Positionierung richtig hinbekommen, sondern auch die Bewegungen für sie erstellen. Als ich diese Pflicht bekommen habe, habe ich gefühlt, dass es Gottes Test für mich war. Es gab keinen Namen, keinen Gewinn und keinen Status. Gott wollte sehen, ob ich mich voll und ganz meiner Pflicht widmen würde. Also habe ich ernsthaft zu Gott gebetet und unter Seiner Führung ist alles sehr reibungslos und sehr schnell verlaufen. Als ich meine Pflicht an meine Schwester übergeben habe, habe ich erkannt, dass ich mich bei meinen Pflichten noch nie so sicher gefühlt hatte. Es gab kein Schachern um meiner selbst willen und die Pflicht war nicht durch meine eigenen Absichten verunreinigt. Alles hat auf meinem Verständnis von Gottes Wort gegründet und weil ich die Wahrheit praktizieren wollte, habe ich diese Pflicht angenommen. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr gerecht war, meine Pflichten auf diese Weise auszuführen.

Einige Zeit später haben einige Brüder und Schwestern zu mir gesagt: „Du scheinst bei deinen Pflichten viel bodenständiger zu sein. Du bist nicht so reizbar und arrogant wie davor.“ Als ich das gehört habe, war mir zutiefst bewusst, dass dies die Ergebnisse waren, die durch Gottes Züchtigung und Urteil in mir erreicht worden waren. Es war Gott, der mich Schritt für Schritt dabei geführt hat, den Fesseln von Name, Gewinn und Status zu entkommen. Nicht lange danach hat mir die Vorgesetzte mitgeteilt, dass mir die Pflicht als Regisseurin übergeben wird. Ich kann nicht beschreiben, wie aufgeregt ich war, als ich die Neuigkeit gehört habe. Ich habe gefühlt, dass ich nicht so stolz und zufrieden mit mir selbst war, wie ich es ein Jahr zuvor gewesen war, als mir diese Pflicht zugewiesen worden war, und ich konnte verstehen, dass es ein Auftrag war, eine Verantwortung, die mir von Gott gegeben wurde, und ich war besser in der Lage, Gottes gute Absichten zu verstehen. Ich habe erkannt, dass das Ziel des ganzen Prozesses nicht gewesen war, mir das Leben schwer zu machen oder mich zu zerstören. Dadurch sollten meine verdorbene Natur und meine verunreinigten Motive gereinigt werden. Durch das, was Gottes Wort enthüllt hat und was die Tatsachen offenbart haben, habe ich wirklich erkannt, wie dermaßen ich von Satan verdorben worden war, und dass ich ohne das Gericht, die Züchtigung, den Umgang und die Disziplinierung der Worte Gottes nie in der Lage gewesen wäre, diesen satanischen Dispositionen zu entkommen oder vor allem den dunklen Mächten und der Knechtschaft Satans zu entkommen. Erst da habe ich wirklich erfahren, dass Gottes Züchtigung, Gericht, Prüfungen und Läuterung wirklich Gottes größter Schutz und Gottes größte Rettung für mich sind.

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