Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst III

Diese verschiedenen Gemeinschaften haben einen großen Einfluss auf jede einzelne Person gehabt. Von nun an können die Menschen endlich die wahre Existenz von Gott wirklich fühlen und dass Gott ihnen sogar sehr nahe ist. Obwohl die Menschen viele Jahre lang an Gott geglaubt haben, haben sie nie wirklich Seine Gedanken und Ideen so verstanden, wie sie es jetzt tun; auch haben sie Seine praktischen Taten nie so erlebt wie jetzt. Ob es nun Wissen oder tatsächliche Praxis ist, die meisten Menschen haben etwas Neues gelernt und ein höheres Verständnis bekommen. Sie haben den Irrtum in ihren früheren Bestrebungen erkannt. Sie haben die Oberflächlichkeit ihrer Erfahrung erkannt und dass zu vieles nicht im Einklang mit Gottes Willen ist und haben erkannt, dass, was dem Menschen am meisten mangelt, Kenntnis von Gottes Disposition ist. Diese Kenntnis auf Seiten der Menschen ist eine Art emotionales Wissen; auf eine Ebene von rationaler Kenntnis zu gelangen verlangt eine schrittweise Vertiefung und Stärkung durch ihre Erfahrungen. Bevor der Mensch Gott wirklich versteht, könnte man subjektiv sagen, dass die Menschen in ihrem Herzen an die Existenz Gottes glauben; sie aber kein wirkliches Verständnis von spezifischen Fragen wie zum Beispiel was für ein Gott Er wirklich ist, was Sein Wille ist, was Seine Disposition ist und was Seine wirkliche Einstellung gegenüber der Menschheit ist. Dies beeinträchtigt den Glauben der Menschen an Gott erheblich – ihr Glaube kann Reinheit oder Perfektion einfach nicht erreichen. Auch wenn du von Angesicht zu Angesicht mit Gottes Wort bist, oder du meinst, Gott durch deine Erfahrungen erlebt zu haben, kann immer noch nicht gesagt werden, dass du Ihn vollständig verstehst. Weil du Gottes Gedanken nicht kennst, oder was Er liebt und was Er hasst, was Ihn verärgert, oder was Ihm Freude macht, verstehst du Ihn nicht wirklich. Dein Glaube ist auf einem Fundament von Unbestimmtheit und Phantasie aufgebaut, das auf deinen subjektiven Wünschen basiert. Dies ist immer noch weit von authentischem Glauben entfernt, und du bist noch weit davon entfernt, ein wahrer Nachfolger zu sein. Erklärungen der Beispiele aus diesen biblischen Erzählungen haben Menschen es ermöglicht, Gottes Herz zu kennen, was Er bei jedem Schritt in Seinem Werk dachte und warum Er dieses Werk tat, was Seine ursprüngliche Absicht und Sein Plan waren; als Er es vollbrachte, wie Er Seine Ideen realisierte; und wie Er Seinen Plan vorbereitete und entwickelte. Durch diese Erzählungen bekommen wir ein detailliertes, spezifisches Verständnis von jeder von Gottes konkreten Absichten und jedem wahren Gedanken während Seiner sechstausend Jahre währenden Führungsarbeit und Seine Einstellung gegenüber den Menschen zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Epochen. Verstehen, was Gott dachte, was Seine Einstellung war und die Disposition, die Er offenbarte, wenn Er jeder Situation gegenüberstand, kann jedem helfen, Gottes wahre Existenz tiefer zu erkennen, und Seine Echtheit und Authentizität tiefer zu fühlen. Wenn Ich diese Geschichten erzähle, beabsichtige Ich weder, dass die Menschen biblische Geschichte verstehen können, noch ihnen zu helfen, mit den Büchern der Bibel oder den Menschen darin vertraut zu werden, und besonders nicht, den Menschen zu helfen, dass sie den Hintergrund dessen, was Gott während des Zeitalters des Gesetzes tat, verstehen. Es dient dazu, den Menschen zu helfen Gottes Willen, Seine Disposition, und jede kleine Einzelheit von Ihm zu verstehen; und ein authentischeres und genaueres Verständnis für und Wissen über Gott zu erlangen. Auf diesem Weg können die Herzen der Menschen sich nach und nach Gott öffnen, Gott näher kommen, und sie können Ihn, Seine Disposition, Sein Wesen besser verstehen, und den wahren Gott Selbst besser kennen.

Die Kenntnis von Gottes Disposition und dem, was Er hat und ist, kann einen positiven Einfluss auf die Menschen haben. Sie kann ihnen helfen, mehr Vertrauen zu Gott zu haben und wahren Gehorsam und Ehrfurcht vor Ihm zu entwickeln. Dann sind sie nicht mehr nur blinde Nachfolger oder beten Ihn blind an. Gott will keine Narren oder solche, die einer Menge blind folgen. Er will eine Gruppe von Menschen, die in ihrem Herzen ein klares Verständnis und Kenntnis von Gottes Disposition haben und als Gottes Zeugen handeln können: Menschen, die Gott wegen Seiner Lieblichkeit, wegen dem, was Er hat und ist, und wegen Seiner gerechten Disposition niemals im Stich lassen würden. Solltest du als Gottes Nachfolger, in deinem Herzen immer noch Unklarheit, Zweideutigkeit oder Verwirrung über Gottes wahre Existenz haben, Seine Disposition, das, was Er hat und ist, und Seinem Plan zur Rettung der Menschheit, kann dein Glaube nicht Gottes Lob gewinnen. Gott will nicht, dass solch ein Mensch Ihm nachfolgt. Er will auch nicht, dass so ein Mensch vor Ihm erscheint, weil diese Art Mensch Gott nicht versteht; können sie ihr Herz Gott nicht geben – ihr Herz ist für Ihn verschlossen, somit ist ihr Glaube an Gott voller Unreinheiten. Ihre Nachfolge Gottes kann nur als blind bezeichnet werden. Menschen können nur wahren Glauben gewinnen und wahre Nachfolger sein, wenn sie ein wahres Verständnis und Kenntnis von Gott haben, was wahren Gehorsam und Ehrfurcht vor Ihm schafft. Sie können ihr Herz nur auf diesem Weg Gott geben, und es für Ihn öffnen. Das ist es, was Gott will, weil alles, was sie tun und denken, Gottes Test standhalten und Gott bezeugen kann. Alles, was Ich euch bezüglich Gottes Disposition mitteile, oder bezüglich dessen, was Er hat und ist, oder Seines Willens und Seiner Gedanken in allem, was Er tut; und aus welcher Perspektive oder welchem Blickwinkel auch immer Ich darüber spreche, ist alles dazu da, euch zu helfen, euch Gottes wahrer Existenz sicherer zu sein, Seine Liebe für die Menschheit wirklich zu verstehen und zu schätzen und Seine Sorge für die Menschheit wirklich zu verstehen und zu schätzen und Seinen aufrichtigen Wunsch, die Menschheit zu führen und zu retten.

Heute fassen wir zuerst Gottes Gedanken, Ideen, und jeden Schritt seit der Erschaffung der Menschen zusammen, und werfen einen Blick darauf welches Werk Er vollbrachte, angefangen bei der Schaffung der Welt bis zum offiziellen Beginn des Zeitalters der Gnade. Wir können dann herausfinden, welche von den Gedanken und Ideen Gottes dem Menschen unbekannt sind. Von da an können wir die Reihenfolge von Gottes Führungsplan klarlegen, den Zusammenhang genau verstehen, in dem Gott Seine Führungsarbeit, deren Quelle und Entwicklungsprozess geschaffen hat. Wir werden dann auch genau verstehen, welche Ergebnisse Er von Seiner Führungsarbeit erwartet – das heißt, den Kern und Zweck Seiner Führungsarbeit. Um diese Dinge zu verstehen, müssen wir zu einer weit entfernten, stillen und ruhigen Zeit zurückgehen, als es noch keine Menschen gab ...

Als Gott sich von Seinem Lager erhob, war Sein erster Gedanke dieser: eine lebendige Person zu schaffen, einen richtigen, lebendigen Menschen – jemanden, der mit Ihm zusammenlebt und der Sein ständiger Begleiter ist. Diese Person könnte Ihm zuhören, und Gott könnte Sich ihm anvertrauen und mit ihm sprechen. Dann nahm Gott zum ersten Mal eine Handvoll Erde, und gebrauchte sie um daraus die allererste lebende Person zu schaffen, die Er sich vorgestellt hatte. Und dann gab Er diesem Lebewesen einen Namen – Adam. Wie fühlte Sich Gott, nachdem Er dieses lebendige Wesen bekommen hatte? Zum ersten Mal fühlte Er Freude darüber, eine geliebte Person zu haben, einen Begleiter. Er fühlte auch zum ersten Mal die Verantwortung, ein Vater zu sein, und die Sorge die dies nach sich zieht. Diese lebendige und atmende Person bescherte Gott Glück und Freude; Er fühlte Sich zum ersten Mal getröstet. Dies war das erste Ding, das Gott jemals getan hat, was nicht durch Seine Gedanken oder sogar Worte vollbracht wurde, sondern mit Seinen eigenen beiden Händen getan wurde. Als dieses Wesen – eine lebende und atmende Person ­– vor Gott stand, geschaffen aus Fleisch und Blut, mit einem Körper und einer Gestalt – und in der Lage, mit Gott zu sprechen, erlebte Er eine Art Freude, die Er noch nie zuvor gefühlt hatte. Er fühlte wahrhaftig Seine Verantwortung und dieses Lebewesen berührte nicht nur Sein Herz, sondern jede kleinste seiner Bewegungen berührte Ihn und wärmte Sein Herz. Als dieses Lebewesen nun vor Gott stand, dachte Er zum ersten Mal daran, mehr Menschen wie diesen zu gewinnen. Dies war eine Reihe von Ereignissen, die mit diesem ersten Gedanken, den Gott hatte, begann. Für Gott geschahen alle diese Dinge zum ersten Mal aber während dieser ersten Ereignisse, egal was Er zu der Zeit fühlte – Glück, Verantwortung, Besorgnis – war niemand da, mit dem Er dies teilen konnte. Von diesem Moment an fühlte Gott wahrhaftig eine Einsamkeit und Traurigkeit, die Er nie zuvor gespürt hatte. Er hatte das Gefühl, dass die Menschen Seine Liebe und Sorge oder Seine Absichten für die Menschheit nicht akzeptieren oder begreifen konnten, darum fühlte Er immer noch Trauer und Schmerz in Seinem Herzen. Obwohl Er diese Dinge für den Menschen getan hatte, war der Mensch sich dessen nicht bewusst und verstand nicht. Außer dem Glück, der Freude und dem Trost, die der Mensch Ihm brachte, brachten sie auch schnell Seine ersten Gefühle von Trauer und Einsamkeit mit sich. Dies waren Gottes Gedanken und Gefühle zu dieser Zeit. Während Gott all diese Dinge tat, ging Er in Seinem Herzen von Freude zu Trauer und von Trauer zu Schmerz, alles gemischt mit Besorgnis. Alles, was Er wollte, war, sich zu beeilen und diese Person, diese menschliche Rasse wissen zu lassen, was in Seinem Herzen war und Seine Absichten schneller zu verstehen. Dann könnten sie Seine Nachfolger werden und mit Ihm im Einklang sein. Sie würden nicht länger Gott beim Sprechen zuhören, aber sprachlos bleiben; sie würden nicht länger ahnungslos sein, wie sie sich Gott bei Seinem Werk anschließen können; vor allem wären sie keine Menschen mehr, die Gottes Anforderungen gegenüber gleichgültig sind. Diese ersten Dinge, die Gott vollbrachte, sind sehr bedeutsam und haben einen großen Wert für Seinen Führungsplan und die Menschen heute.

Nachdem Er alle Dinge und die Menschen geschaffen hatte, ruhte Gott nicht. Er konnte weder abwarten, Seine Führung auszuüben noch konnte Er abwarten, die Menschen zu gewinnen, die Er von allen Menschen so liebte.

Als nächstes, nicht lange nachdem Gott die Menschen geschaffen hatte, sehen wir anhand der Bibel, dass eine große Flut über die ganze Welt hereinbrach. Noah wird in dem Bericht über die Flut erwähnt, und man kann sagen, dass Noah der erste Mensch war, der Gottes Ruf, mit Ihm zu arbeiten, um einen Auftrag Gottes zu erfüllen, erhalten hat. Dies war natürlich auch das erste Mal, dass Gott eine Person auf Erden aufgefordert hatte, etwas nach Seinem Befehl auszuführen. Nachdem Noah die Arche fertiggestellt hatte, überflutete Gott die Erde das erste Mal. Als Gott die Erde durch die Flut zerstört hatte, war es das erste Mal, seit Er sie geschaffen hatte, dass Er Sich von Abscheu vor den Menschen überwältigt fühlte. Dies ist, was Gott dazu gedrängt hat, die schmerzhafte Entscheidung zu treffen und diese menschliche Rasse durch die Flut zu zerstören. Nachdem die Flut die Erde zerstört hatte, schloss Gott Seinen ersten Bund mit den Menschen, der besagte, dass Er dies nie wieder tun würde. Das Zeichen dieses Bundes war ein Regenbogen. Dies war Gottes erster Bund mit dem Menschen; der Regenbogen war somit das erste Zeichen eines Bundes, das von Gott gegeben wurde. Dieser Regenbogen ist ein reales, sichtbares Gebilde, das existiert. Es ist genau diese Existenz des Regenbogens, die bewirkt, dass Gott oft Trauer um die frühere Menschheit empfindet, die Er verloren hat, und sie dient Ihm als ständige Erinnerung daran, was mit ihnen passierte... Gott verlangsamte Sein Tempo nicht – Er konnte nicht abwarten, den nächsten Schritt in Seiner Führung zu gehen. Später traf Gott in Abraham Seine erste Wahl für Sein Werk in ganz Israel. Dies war auch das erste Mal, dass Gott einen solchen Kandidaten auswählte. Gott beschloss, Sein Werk, die Menschheit zu retten, durch diese Person auszuführen, und Sein Werk unter den Nachkommen dieses Menschen weiterzuführen. Die Bibel zeigt uns, dass Gott dies mit Abraham getan hat. Danach machte Gott Israel zum ersten auserwählten Land, und begann Sein Werk des Zeitalters des Gesetzes durch Seine auserwählten Menschen, die Israeliten. Wiederum zum ersten Mal gab Gott den Israeliten ausdrückliche Regeln und Gesetze, denen die Menschheit folgen sollte und erklärte diese in allen Einzelheiten. Dies war das erste Mal, dass Gott den Menschen solche genauen Grundregeln dafür gab, wie sie opfern sollen, wie sie leben sollen, was sie tun und lassen sollen, welche Festtage und Tage sie halten sollten, und Grundsätze, denen sie in allem, was sie taten, folgen sollten. Dies war das erste Mal, dass Gott der Menschheit solche genauen Grundregeln und Bestimmungen für ihr Leben gegeben hatte.

Wenn Ich sage „zum ersten Mal“, bedeutet dies, dass Gott niemals zuvor ein Werk wie dieses vollbracht hatte. So etwas hatte zuvor nie existiert, und obwohl Gott die Menschheit und alle möglichen Kreaturen und Lebewesen geschaffen hatte, hatte Er niemals diese Art von Werk vollbracht. Dieses ganze Werk schloss Gottes Führung der Menschen mit ein, es hatte alles mit den Menschen, Seiner Rettung und der Führung der Menschen zu tun. Nach Abraham traf Gott noch einmal eine Entscheidung zum ersten Mal – Er erwählte Hiob, derjenige zu sein unter dem Gesetz, der den Versuchungen Satans widerstehen konnte, während er weiterhin Gott fürchtete, das Böse mied und Zeugnis für Ihn ablegte. Dies war auch das erste Mal, dass Gott Satan erlaubte, einen Menschen in Versuchung zu führen, und das erste Mal, dass Er eine Wette mit Satan einging. Letztendlich gewann Gott das erste Mal jemanden, der fähig war für Ihn Zeugnis abzulegen während er Satan gegenüber stand – eine Person, die für Ihn Zeugnis ablegen und Satan gründlich beschämen konnte. Seit Gott den Menschen geschaffen hatte, war dies der erste Mensch, den Er gewonnen hatte, der für Ihn Zeuge sein konnte. Nachdem Er diesen Mann gewonnen hatte, war Gott noch mehr bemüht, Seine Führung fortzusetzen und den nächsten Schritt in Seinem Werk zu vollziehen, Seine nächste Wahl und den Ort Seines Werks vorzubereiten.

Nachdem Ich euch dies alles mitgeteilt habe, habt ihr nun ein genaues Verständnis vom Willen Gottes? Gott sieht dieses Beispiel der Menschenführung, der Rettung der Menschen, als wichtiger an als alles andere. Er tut dies alles nicht nur mit Seinem Geist, auch nicht nur mit Seinen Worten, und vor allem tut Er es nicht gleichgültig – Er macht dies alles mit einem Plan, mit einem Ziel, mit Normen und mit Seinem Willen. Es ist eindeutig, dass dieses Werk, die Menschheit zu retten, sehr große Bedeutung für beide hat – Gott und den Menschen. Egal wie schwierig die Arbeit ist, egal wie groß die Hindernisse sind, egal wie schwach die Menschen sind, oder wie tiefgehend die Widerspenstigkeit der Menschheit ist, nichts davon ist schwierig für Gott. Gott beschäftigt Sich selbst, treibt Seine mühsamen Anstrengungen voran und steuert die Arbeit, die Er Selbst ausführen will. Er organisiert auch alles, herrscht über die Menschen und das Werk, das Er vollbringen will – nichts davon ist je zuvor getan worden. Es ist das erste Mal, dass Gott diese Methoden anwendete und einen hohen Preis für dieses große Projekt bezahlte – die Führung und Rettung der Menschheit. Während Gott dieses Werk ausführt, bringt Er vorbehaltlos Seine harte Arbeit gegenüber den Menschen nach und nach zum Ausdruck, das, was Er hat und ist, Seine Weisheit und Allmächtigkeit und jeden Aspekt Seiner Disposition. Er offenbart all dies der Menschheit vorbehaltlos Stück für Stück und enthüllt und äußert diese Dinge, wie Er es noch nie zuvor getan hatte. Im ganzen Universum also, abgesehen von den Menschen, die Gott führen und retten will, hat es nie irgendein Geschöpf gegeben, das Gott so nahe war und so eine enge Beziehung zu Ihm hat. In Seinem Herzen ist die Menschheit, die Er führen und retten will, das Wichtigste, und Er schätzt diese Menschheit über alles; obwohl Er einen hohen Preis für sie bezahlt hat, und obwohl Er von Ihnen ständig verletzt wird und sie Ihm nicht gehorchen. Er gibt sie nie auf, und führt unermüdlich Sein Werk fort, ohne Beschwerden oder Bedauern. Er weiß, dass früher oder später die Menschen eines Tages von Seinem Ruf aufwachen, von Seinen Worten bewegt werden, erkennen, dass Er der Herr der Schöpfung ist, und an Seine Seite zurückkehren ...

Nach allem, was ihr heute gehört habt, denkt ihr wahrscheinlich, dass alles, was Gott vollbringt, ganz normal ist. Es hat den Anschein, dass die Menschen immer etwas von Gottes Willen für sie in Seinen Worten und Seinem Werk gefühlt haben, aber da ist immer ein gewisser Abstand zwischen ihren Gefühlen oder ihrem Wissen und dem, was Gott denkt. Ich denke deshalb, dass es notwendig ist, mit allen Menschen darüber zu sprechen, warum Gott die Menschheit geschaffen hat, und den Hintergrund Seines Wunsches die Menschen zu gewinnen, auf die Er hoffte. Es ist sehr wichtig, dies mit allen zu teilen, damit jeder in seinem Herzen Klarheit hat. Denn jeder Gedanke und jede Idee von Gott, jede Phase und jeder Abschnitt Seines Werks knüpfen sich an und verbinden sich eng mit Seiner gesamten Führungsarbeit. Wenn du Gottes Gedanken, Ideen und Seinen Willen in jedem Schritt Seines Werkes verstehst, ist es dasselbe, wie die Quelle des Werks Seines Führungsplans zu verstehen. Auf dieser Grundlage vertieft sich dein Verständnis von Gott. Obwohl alles, was Gott tat, als Er die Welt am Anfang schuf, was Ich vorher erwähnte, für manche Leute heute nur Information ist und für das Streben nach der Wahrheit irrelevant zu sein scheint, wird im Laufe deiner Erfahrung ein Tag kommen, an dem du nicht mehr denkst, dass es etwas so einfaches wie bisschen Information ist, oder dass es so einfach wie ein Geheimnis ist. Während dein Leben weitergeht und wenn nur ein bisschen von Gottes Position in deinem Herzen ist, oder wenn du Seinen Willen genauer und tiefer verstehst, wirst du die Bedeutung und Notwendigkeit von dem, worüber Ich heute spreche, wirklich verstehen. Es spielt keine Rolle, bis zu welchem Ausmaß ihr dies akzeptiert habt, es ist notwendig, dass ihr diese Sachen versteht und kennt. Wenn Gott etwas vollbringt, Sein Werk ausführt, egal ob es mit Seinen Ideen oder Seinen eigenen Händen geschieht, egal ob es das erste Mal oder das letzte Mal ist, das Er es getan hat, Gott hat letztendlich einen Plan und Seine Absichten und Seine Gedanken sind in allem, was Er tut. Diese Absichten und Gedanken verkörpern Gottes Disposition, und sie verkünden das, was Er hat und ist. Diese zwei Dinge – Gottes Disposition und das, was Er hat und ist – müssen von jedem Einzelnen verstanden werden. Sobald jemand Seine Disposition und das, was Er hat und ist, versteht, kann derjenige nach und nach verstehen, warum Gott tut, was Er tut, und warum Er sagt, was Er sagt. Davon können sie mehr Glauben haben, Gott zu folgen, nach der Wahrheit zu streben, und eine Veränderung in der Disposition anzustreben. Das menschliche Verständnis von Gott und sein Glaube an Gott sind nämlich unzertrennlich.

Obwohl das, was die Menschen hören oder wovon sie Verständnis erlangen, Gottes Disposition ist, das, was Er hat und ist; was sie gewinnen, ist Leben, das von Gott kommt. Sobald dieses Leben in dir eingearbeitet ist, wird deine Ehrfurcht vor Gott immer größer werden und die Ernte dieser Früchte geschieht auf natürliche Weise. Wenn du Gottes Disposition oder Sein Wesen nicht verstehen oder kennen willst, wenn du nicht einmal darüber nachdenken oder dich darauf konzentrieren willst, kann Ich dir mit Sicherheit sagen, dass so, wie du momentan deinen Glauben an Gott ausübst, du Seine Willen niemals befriedigen oder Sein Lob gewinnen kannst. Mehr als das; du kannst nie wahrhaftig Erlösung erlangen – das sind die endgültigen Folgen. Wenn Menschen Gott nicht verstehen und Seine Disposition nicht kennen, können sich ihre Herzen nie wirklich für Ihn öffnen. Sobald sie Gott verstanden haben, werden sie auch beginnen zu verstehen und mit Interesse und Glauben würdigen, was in Seinem Herzen ist. Wenn du verstehst und würdigst, was in Seinem Herzen ist, wird dein Herz sich nach und nach, Stück für Stück, für Ihn öffnen. Wenn sich dein Herz für Ihn öffnet, wirst du empfinden, wie beschämend und verachtenswert dein Austausch mit Gott, deine Anforderungen an Gott, und deine eigenen übertriebenen Wünsche waren. Wenn sich dein Herz wirklich für Gott öffnet, wirst du verstehen, dass Sein Herz solch eine unendliche Welt ist, und du wirst ein Reich betreten, welches du noch nie zuvor erlebt hast. In diesem Reich gibt es keine Betrügerei, keine Täuschung, keine Dunkelheit und kein Übel. Es gibt nur Aufrichtigkeit und Treue; nur Licht und Rechtschaffenheit, nur Gerechtigkeit und Güte. Es ist voller Liebe und Fürsorge, voller Mitgefühl und Langmut, und durch dies fühlst du die Freude und das Glück, am Leben zu sein. Dies sind die Dinge, die Er dir zeigen wird, wenn du dein Herz für Gott öffnet. Diese unendliche Welt ist voll mit Gottes Weisheit und Seiner Allmacht und auch voll mit Seiner Liebe und Autorität. Hier kannst du jede Seite von dem, was Gott hat und ist, sehen, was Ihm Freude macht, warum Er Sich sorgt, warum Er traurig wird und warum Er zornig wird... Jeder Mensch, der sein Herz öffnet und Gott erlaubt, einzutreten, kann dies sehen. Gott kann nur in dein Herz eintreten, wenn du es Ihm öffnet. Du kannst nur sehen, was Gott hat und ist, und du kannst Seinen Willen für dich nur sehen, wenn Er in dein Herz gekommen ist. Dann wirst du entdecken, dass alles an Gott so wertvoll ist, dass das, was Er hat und ist, so sehr wert ist, geschätzt zu werden. Damit verglichen sind die Menschen deiner Umgebung, die Gegenstände und Ereignisse in deinem Leben, sogar deine Lieben, dein Partner, und die Dinge, die du liebst, fast nicht erwähnenswert. Sie sind so klein und gering, du wirst empfinden, dass kein materieller Gegenstand dich jemals wieder anziehen kann, und sie werden dir nicht mehr dazu bringen, jeden Preis für sie zu zahlen. In Gottes Demut wirst du Seine Größe und Überlegenheit erkennen. Darüber hinaus wirst du in etwas, das Er tat und wovon du dachtest, dass es sehr klein ist, Seine unendliche Weisheit und Langmut erkennen, und du wirst Seine Geduld, Seine Nachsicht und Verständnis für dich erkennen. Das wird in dir die Liebe für Ihn hervorbringen. An diesem Tag wirst du spüren, dass die Menschheit in einer schmutzigen Welt lebt, dass die Menschen an deiner Seite, die Dinge, die in deinem Leben geschehen, sogar die, die du liebst, ihre Liebe für dich und ihr sogenannter Schutz oder ihre Sorge um dich nicht einmal erwähnenswert sind – nur Gott ist dein Geliebter und es ist Gott allein, den du am meisten schätzt. Ich denke, wenn dieser Tag kommt, glaube Ich, dass es manche Leute geben wird, die sagen: „Gottes Liebe ist so groß und Sein Wesen ist so heilig – in Gott gibt es keinen Betrug, kein Übel, keinen Neid, keinen Streit, nur Rechtschaffenheit und Echtheit, und die Menschen sollten sich nach allem sehnen, was Gott hat und ist. Die Menschen sollten sich darum bemühen und danach streben. Auf welcher Basis ist die Fähigkeit des Menschen, dies zu erreichen, aufgebaut? Sie ist auf der Basis aufgebaut, dass die Menschen Gottes Disposition und Sein Wesen verstehen. Gottes Disposition und das, was Er hat und ist, zu verstehen, ist also für jeden eine lebenslange Lehre und es ist ein lebenslanges Ziel das von jedem, der danach strebt, seine Disposition zu ändern und Gott zu kennen, verfolgt wird.

Wir haben eben über das ganze Werk gesprochen, das Gott vollendet hat, die Serie der Dinge die Er zum ersten Mal getan hat. Jedes dieser Dinge ist relevant in Gottes Führungsplan und in Gottes Willen. Sie sind auch relevant für Gottes eigene Disposition und Sein Wesen. Wenn wir besser verstehen wollen, was Gott hat und ist, können wir nicht beim Alten Testament oder beim Zeitalter des Gesetzes aufhören, sondern müssen den Schritten, die Gott bei Seinem Werk tat, folgen. Als Gott also das Zeitalter des Gesetzes beendete und das Zeitalter der Gnade begann, sind unsere eigenen Schritte zum Zeitalter der Gnade gelangt; ein Zeitalter voller Gnade und Erlösung. In diesem Zeitalter hat Gott wiederum etwas sehr Wichtiges zum ersten Mal getan. Das Werk in diesem neuen Zeitalter war für Gott und die Menschheit ein neuer Ausgangspunkt. Dieser neue Ausgangspunkt war wiederum ein neues Werk, das Gott zum ersten Mal ausführte. Dieses neue Werk, welches Gott vollbrachte, war beispiellos und weder die Menschen noch andere Lebewesen konnten es sich vorstellen. Es ist etwas, das mittlerweile allen Menschen gut bekannt ist, es war das erste Mal, dass Gott ein Mensch wurde, das erste Mal, dass Er in der Gestalt und Identität eines Menschen ein neues Werk begann. Dieses neue Werk bedeutete, dass Gott Sein Werk im Zeitalter des Gesetzes beendet hatte, Er würde betreffend die Gesetze nichts mehr tun oder sagen. Er sprach oder tat auch nichts mehr in der Form des Gesetzes oder bezüglich der Richtlinien und Regeln des Gesetzes. Das heißt, Sein ganzes auf dem Gesetz beruhendes Werk wurde für immer unterbrochen und nicht weitergeführt, da Gott ein neues Werk und neue Dinge beginnen wollte, und Sein Plan hatte wieder einmal einen neuen Ausgangspunkt. Gott musste die Menschheit also in das nächste Zeitalter führen.

Ob dies nun frohe oder bedrohliche Neuigkeiten für die Menschen waren, hing davon ab, wie ihr Wesen war. Man könnte sagen, dass es keine guten Neuigkeiten waren; aber für manche Menschen waren es bedrohliche Neuigkeiten. Denn als Gott Sein neues Werk begann, neigten die Menschen die nur dem Gesetz, den Regeln und der Lehre folgten, Gott aber nicht fürchteten, dazu, Gottes altes Werk zu gebrauchen, um Sein neues Werk zu verdammen. Für diese Menschen war dies eine bedrohliche Nachricht, aber für jeden, der unschuldig und offen war, der aufrichtig und Gott treu war, und bereit, Seine Erlösung zu empfangen, war Gottes erste Menschwerdung eine sehr erfreuliche Neuigkeit. Seit es Menschen gab, war dies das erste Mal, dass Gott erschienen war und unter den Menschen in Menschengestalt lebte – in einer Form, die nicht der Geist war. Stattdessen wurde Er von einem Menschen geboren und lebte unter den Menschen als der Menschensohn, und wirkte in ihrer Mitte. Dieses „erste Mal“ brachte die Menschen aus ihrem Konzept und ging auch über jede Vorstellungskraft. Des Weiteren erlangten alle Nachfolger Gottes einen greifbaren Vorteil. Gott beendete nicht nur das alte Zeitalter, Er beendete auch Seine alten Arbeitsmethoden und Seinen alten Arbeitsstil. Er erlaubte Seinen Gesandten nicht mehr, Seinen Willen zu verkünden, Er war nicht mehr länger in den Wolken verborgen und Er erschien und sprach nicht mehr zu den Menschen in Befehlston durch „Donner“. Wie niemals zuvor, durch eine Methode unvorstellbar für den Menschen und schwierig zu verstehen und zu akzeptieren – Fleisch zu werden –, wurde Er der Sohn des Menschen, um das Werk dieses Zeitalters zu entwickeln. Dieser Schritt hat die Menschheit überrascht, und es war sehr beunruhigend für sie, weil Gott wieder einmal ein neues Werk begann, das Er nie zuvor getan hatte. Heute sehen wir auf das, was Gott als neues Werk im neuen Zeitalter vollbrachte und was wir in diesem ganzen neuen Werk von Gottes Disposition, was Er hat und ist, verstehen können?

Das Folgende sind Worte die im Neuen Testament der Bibel aufgezeichnet wurden:

1. (Matthäus 12:1) Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.

2. (Matthäus 12:6-8) Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch größer ist denn der Tempel. Wenn ihr aber wüßtet, was das sei: „Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein HERR auch über den Sabbat.

Sehen wir uns zunächst diesen Abschnitt an: „Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.“

Warum haben wir diesen Abschnitt ausgewählt? Was für eine Verbindung hat er zu Gottes Disposition? In diesem Text ist das Erste, das wir wissen, dass es Sabbat war; dennoch zog der Herr Jesus los und führte Seine Jüngern durch die Getreidefelder. Was sogar noch „unerhörter“ ist, dass sie sogar „fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen“. Im Zeitalter des Gesetzes, besagten die Gesetze des Gottes Jehova, dass die Menschen nicht einfach am Sabbat ausgehen oder an irgendwelchen Aktivitäten teilnehmen konnten – es gab viele Dinge, die am Sabbat nicht erlaubt waren. Diese Aktion des Herrn Jesus war verwirrend für diejenigen, die lange unter dem Gesetz gelebt hatten und es rief sogar Kritik hervor. Ihre Verwirrung und wie sie über das sprachen, was Jesus tat, legen wir erst einmal beiseite und diskutieren zunächst darüber, warum Jesus dies ausgerechnet am Sabbat unternommen hat, und was Er den Menschen, die unter dem Gesetz gelebt hatten, mit dieser Aktion mitteilen wollte. Es ist die Verbindung zwischen diesem Abschnitt und Gottes Disposition, über die Ich reden möchte.

Als der Herr Jesus kam, gebrauchte Er Seine praktischen Handlungen, um mit den Menschen zu kommunizieren. Gott hatte das Zeitalter des Gesetzes hinter sich gelassen und mit einem neuen Werk begonnen, und dieses neue Werk verlangte die Einhaltung des Sabbats nicht; als Gott die Grenzen des Sabbats verließ, war dies nur ein Vorgeschmack auf Sein neues Werk, und Sein wahrhaft großes Werk setzte sich weiterhin fort. Als der Herr Jesus Sein Werk begann, hatte Er bereits die Fesseln des Zeitalters des Gesetzes hinter sich gelassen und war durch die Regeln und Richtlinien dieser Zeit durchgebrochen. In Ihm war keine Spur von irgendetwas, das auf das Gesetz hingewiesen hätte; Er hatte es vollkommen abgelegt und nicht länger eingehalten, und Er verlangte nicht mehr, dass der Mensch dieses einhält. Hier kannst du also sehen, dass der Herr Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder ging; der Herr ruhte nicht, sondern Er war draußen bei der Arbeit. Dieses Handeln Seinerseits war ein Schock für die Vorstellungen der Menschen und vermittelte ihnen, dass Er nicht länger unter dem Gesetz lebte, und dass Er die Grenzen des Sabbats verlassen hatte und vor der Menschheit und in ihrer Mitte mit einem neuen Bild erschien, mit einer neuen Arbeitsweise. Seine Aktion vermittelte den Leuten, dass Er ein neues Werk mit sich brachte, das damit anfing, das Gesetz und den Sabbat hinter sich zu lassen. Wenn Gott Sein neues Werk vollbrachte, hielt Er Sich nicht länger an der Vergangenheit fest, und Er kümmerte Sich nicht mehr um die Regeln des Zeitalters des Gesetzes Sein früheres Werk hat Ihn auch nicht beeinflusst; Er arbeitete wie gewohnt am Sabbat und wenn Seine Jünger hungrig waren, konnten sie Ähren zum Essen sammeln. In Gottes Augen war das alles normal. Gott konnte einen neuen Anfang haben für einen Großteil Seines Werks, das Er vollbringen wollte oder für die Dinge, die Er sagen wollte. Sobald Er einen neuen Anfang gemacht hat, erwähnt Er weder Sein voriges werk, noch setzt Er es fort. Denn Gott hat Grundsätze in Seinem Werk. Wenn Er ein neues Werk anfangen will, dann will Er die Menschheit damit in eine neue Etappe Seines Werkes bringen und dann hat Sein Werk eine höhere Stufe erreicht. Wenn die Menschen sich weiterhin nach den alten Überlieferungen und Regeln richten oder sich an ihnen festhalten, wird Er dies nicht würdigen oder loben. Das ist, weil Er bereits ein neues Werk gebracht hat und in eine neue Phase Seines Werks eingetreten ist. Wenn Er ein neues Werk beginnt, erscheint Er den Menschen in einem komplett neuen Bild, aus einem völlig anderen Winkel, und in einer völlig anderen Art und Weise, damit die Menschen die verschiedenen Gesichtspunkte Seiner Disposition und dessen, was Er hat und ist sehen können. Dies ist eines der Ziele Seines neuen Werkes. Gott klammert Sich nicht an das Alte oder geht den ausgetretenen Pfad; wenn Er arbeitet und wenn Er spricht, ist es nicht so untragbar, wie die Menschen es sich vorstellen. In Gott ist alles frei und befreit, es gibt kein Verbot, keine Einschränkungen – was Er der Menschheit bringt ist nur Freiheit und Befreiung. Er ist ein lebendiger Gott, ein Gott, der wirklich wahrhaftig existiert. Er ist keine Puppe oder Tonfigur, und Er unterscheidet Sich völlig von den Götzen, die die Menschen in einen Schrein schließen und verehren. Er ist lebendig und dynamisch und was Seine Worte und Taten den Menschen bringen, ist alles Leben und Licht, alles Freiheit und Befreiung, denn Er hat die Wahrheit, das Leben und den Weg – nichts schränkt Ihn in Seinem Werk ein. Egal, was die Menschen sagen; egal, wie sie Sein neues Werk sehen oder einschätzen, Er wird Sein Werk ohne Zweifel ausführen. Er wird Sich keine Sorgen über die Vorstellungen von irgendjemandem machen; oder darüber, wenn mit dem Finger auf Sein Werk und Seine Worte gezeigt wird oder sogar über ihren starken Widerspruch und Widerstand gegenüber Seinem neuen Werk. Niemand in der ganzen Schöpfung kann menschliche Vernunft oder menschliche Vorstellungskraft, Wissen oder Moral gebrauchen, um Maß nehmen oder zu beschreiben, was Gott vollbringt, um Sein Werk in Verruf zu bringen, zu stören oder zu sabotieren. Es ist kein Verbot in Seinem Werk und Er wird Sich weder von einem Menschen, Ding oder Objekt einschränken lassen, und wird nicht durch feindliche Mächte unterbrochen werden. In Seinem neuen Werk ist Er ein ewig-siegreicher König und jegliche feindlichen Mächte und alle Irrlehren und Irrtümer der Menschheit werden unter Seinen Schemel niedergetreten. Egal, welche Phase Seines Werkes Er ausführt, sie muss sich inmitten der Menschheit entwickeln und erweitern, und muss ungehindert im ganzen Universum ausgeführt werden, bis Sein großes Werk vollendet ist. Dies ist Gottes Allmächtigkeit und Weisheit; Seine Autorität und Macht. Jesus konnte daher offen am Sabbat hinausgehen und arbeiten, weil in Seinem Herzen keine Regeln waren und es gab weder Erkenntnis noch Lehre, die von den Menschen stammte. Was Er hatte, war Gottes neues Werk und Sein Weg; Sein Werk war der Weg, die Menschen zu befreien, sie loszulassen, ihnen zu erlauben, im Licht zu existieren und ihnen zu erlauben, zu leben. Diejenigen, die Idole oder falsche Götter verehren, leben jeden Tag von Satan gebunden, eingeschränkt von allen möglichen Regeln und Tabus – heute ist das eine verboten, morgen das andere – es ist keine Freiheit in ihren Leben. Sie sind wie Gefangene in Fesseln ohne nennenswerte Freude. Was verkörpert „Verbot“? Es verkörpert Fesseln, Gebundenheit und Übel. Sobald eine Person einen Götzen verehrt, verehrt sie einen falschen Gott, einen bösen Geist. Ein Verbot kommt folgendermaßen daher. Du kannst dies oder das nicht essen, heute kannst du nicht hinausgehen, morgen kannst du deinen Ofen nicht anmachen, am nächsten Tag kannst du nicht ins neue Haus einziehen, nur bestimmte Tage können für Hochzeiten und Beerdigungen und sogar für die Geburt eines Kindes gewählt werden. Wie nennt man das? Man nennt dies „Verbot“, es ist eine Gefangenschaft der Menschheit, und es sind die Fesseln des Satans und böser Geister, die sie kontrollieren und ihre Herzen und Körper einschränken. Existieren diese „Verbote“ bei Gott? Wenn du über die Heiligkeit von Gott sprichst, solltest du zuerst an dies denken: Bei Gott gibt es keine „Verbote“. Gott hat Grundsätze in Seinen Worten und Seinem Werk, aber es gibt keine „Verbote“, weil Gott Selbst die Wahrheit, der Weg und das Leben ist.

Lasst uns nun den folgenden Abschnitt ansehen: „Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch größer ist denn der Tempel! Wenn ihr aber wüßtet was das sei; ‚Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer‘, hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat.“ (Matthäus 12:6-8) Auf was bezieht sich „Tempel“ hier? Um es einfach zu erklären, „Tempel“ bezieht sich auf ein einzigartiges, hohes Gebäude, und im Zeitalter des Gesetzes war der Tempel ein Ort für die Priester, um Gott zu verehren. Wenn der Herr Jesus sagte „daß hier der ist, der auch größer ist denn der Tempel,“ worauf bezog sich „der“? Eindeutig, „der“ ist der Herr Jesus im Fleisch, weil nur Er größer als der Tempel war. Was sagten diese Worte den Menschen? Sie forderten die Menschen auf, den Tempel zu verlassen – Gott war bereits draußen und wirkte nicht mehr im Tempel, die Menschen sollten daher in Gottes Fußstapfen außerhalb des Tempels treten und Seinen Schritten in Seinem neuen Werk folgen. Der Hintergrund des Herrn Jesus, dies zu sagen, war, dass unter dem Gesetz die Menschen dazu übergegangen waren, den Tempel als etwas größeres als Gott selbst zu sehen. Das heißt, die Menschen haben eher den Tempel und nicht Gott verehrt, also warnte Jesus die Menschen, nicht Götzen, sondern Gott, zu verehren, denn Er ist der Höchste. Er sagte daher: „Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer“. Es ist offensichtlich, dass in den Augen des Herrn Jesus die meisten Menschen unter dem Gesetz Jehova nicht mehr verehrten, sondern lediglich den Prozess des Opferns vollzogen, und der Herr Jesus entschied, dass dies „Götzenanbetung“ sei. Diese Götzenanbeter sahen den Tempel als etwas größeres und höheres als Gott an. In ihren Herzen war nur der Tempel, nicht Gott, und wenn sie ihren Tempel verlören, würden sie ihren Wohnsitz verlieren. Ohne den Tempel hatten sie keinen Ort um anzubeten und konnten ihre Opfer nicht bringen. Ihr sogenannter „Wohnsitz“ ist, wo sie sich unter dem Banner der Anbetung Jehovas betätigten, sich selbst erlaubten, im Tempel zu bleiben, um ihren eigenen Geschäften nachzugehen. Ihr sogenanntes „Opfer bringen“ war nur dazu da, um ihre eigenen schändlichen Geschäfte auszuführen, unter dem Vorwand, ihren Gottesdienst im Tempel durchzuführen. Deswegen betrachteten die Menschen zu jener Zeit den Tempel als etwas größeres als Gott. Weil sie den Tempel als Tarnung und Opfergaben als Deckmantel gebrauchten, um die Menschen und Gott zu betrügen, sagte der Herr Jesus dies, um die Menschen zu warnen. Wenn ihr diese Worte auf die Gegenwart anwendet, sind sie immer noch gleichermaßen gültig und gleichermaßen relevant. Obwohl die Menschen in der heutigen Zeit ein anderes Werk Gottes erlebt haben, als die Menschen im Zeitalter des Gesetzes es erlebten, ist das Wesen ihrer Natur im Grunde genommen dasselbe. Im Zusammenhang mit dem heutigen Werk machen Menschen immer noch dasselbe wie „der Tempel ist größer als Gott“. Zum Beispiel sehen die Menschen das Erfüllen ihrer Pflicht als ihre Arbeit an, sie halten das Zeugnisgeben für Gott und den großen roten Drachen zu bekämpfen für eine politische Bewegung, um die Menschenrechte zu verteidigen, für Demokratie und Freiheit; sie drehen ihre Pflicht um und nutzen ihr Talent für ihre Karriere, aber sie behandeln die Gottesfurcht und das Meiden von Übel, nur als einen Teil von religiöser Lehre, die befolgt werden muss und so weiter. Sind nicht diese Ausdrucksweisen seitens der Menschen eigentlich dieselben wie „der Tempel ist größer als Gott“? Mit der Ausnahme, dass vor zweitausend Jahren die Menschen ihre persönlichen Geschäfte im realen Tempel abgewickelt haben, heute aber wickeln die Menschen diese in nicht greifbaren Tempeln ab. Diese Leute, die Regeln schätzen, betrachten Regeln als etwas größeres als Gott; jene Menschen, die Status lieben, betrachten Status als etwas größeres als Gott; jene, die ihre Karriere lieben, betrachten diese als etwas größeres als Gott und so weiter. Ihre ganzen Ausdrucksweisen bringen mich dazu, zu sagen: „Menschen preisen Gott als das Größte mit ihren Worten, aber in ihren Augen ist alles andere größer als Gott.“ Sobald die Menschen auf ihrem Weg, Gott zu folgen, eine Möglichkeit finden, ihre eigenen Talente zu zeigen, oder ihre eigenen Geschäfte abzuwickeln oder ihre eigene Karriere voranzubringen, distanzieren sie sich daher von Gott und werfen sich in die Karriere, die sie lieben. Bezüglich dem, was Gott ihnen anvertraut hat, und Seinem Willen – sind diese Dinge schon lange verworfen worden. Was ist nun der Unterschied in diesem Szenario zwischen diesen Menschen und denjenigen, die vor zweitausend Jahren ihre Geschäfte im Tempel tätigten?

Als nächstes sehen wir uns den letzten Satz des Abschnitts an: „Denn des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat“. Gibt es eine praktische Seite in diesem Satz? Könnt ihr die praktische Seite davon sehen? Alles, was Gott sagt, kommt aus Seinem Herzen – warum hat Er das also gesagt? Wie versteht ihr das? Ihr versteht den Sinn des Satzes jetzt vielleicht, aber zur damaligen Zeit verstanden es nicht viele, da die Menschheit gerade aus der Zeit des Gesetzes kam. Den Sabbat zu verlassen war für sie sehr schwierig, ganz zu schweigen, zu verstehen, was ein wirklicher Sabbat ist.

Der Satz „des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat“ sagt den Menschen, dass Alles von Gottes nicht materiell ist, und obwohl Gott all deine materiellen Bedürfnisse erfüllen kann, sobald diese erfüllt sind, kann die dadurch gewonnen Befriedigung dein Streben nach der Wahrheit ersetzen? Das ist ganz klar unmöglich! Gottes Disposition und das, was Er hat und ist und was wir einander mitgeteilt haben sind beide die Wahrheit. Es kann nicht mit dem hohen Preis von materiellen Dingen verglichen oder mit Geld aufgewogen werden, weil es nicht materiell ist und weil es die Bedürfnisse von jedermanns Herzen befriedigt. Der Wert dieser nicht greifbaren Wahrheiten sollte für jede Person größer sein als der Wert von irgendwelchen materiellen Dingen, die du für gut hältst. Richtig? Über diese Aussage solltet ihr eine Weile nachdenken. Der springende Punkt dessen, was ich gesagt habe, ist, dass das, was Gott hat und ist und Alles von Gott sind die wichtigsten Dinge für jeden einzelnen und können durch keine materiellen Dinge ersetzt werden. Ich gebe dir ein Beispiel: Wenn du hungrig bist, brauchst du Nahrung. Diese kann gut oder weniger gut sein; aber solange du satt wirst, wird das unangenehme Hungergefühl nicht mehr da sein– es wird weg sein. Du kannst in Ruhe dasitzen und dein Körper wird sich ausruhen. Der Hunger der Menschen kann mit Nahrung gestillt werden, wenn du aber Gott folgst und du fühlst, dass du Ihn nicht verstehst, womit kannst du die Leere in deinem Herzen füllen? Kann dies mit Nahrung gelöst werden? Oder wenn du Gott nachfolgst und du verstehst Seinen Willen nicht, was kannst du gebrauchen, um diesen Hunger in deinem Herzen zu stillen? Im Verlaufe deiner Erfahrungen mit Gottes Erlösung und während du einen Wechsel in deiner Disposition anstrebst; wenn du Seinen Willen nicht verstehst oder nicht weißt, was die Wahrheit ist; wenn du Gottes Disposition nicht verstehst; fühlst du dich dann nicht sehr unsicher? Fühlst du nicht einen starken Hunger und Durst in deinem Herzen? Verhindern diese Gefühle nicht, dass du Frieden in deinem Herzen fühlst? Was kannst du also gegen den Hunger in deinem Herzen tun – gibt es einen Weg, dies zu lösen? Manche Leute gehen einkaufen, manche suchen ihre Freunde auf, um sich ihnen anzuvertrauen, manche schlafen viel, andere lesen mehr von Gottes Wort oder arbeiten mehr und strengen sich mehr an, ihre Pflichten zu erfüllen. Können diese Dinge eure eigentlichen Schwierigkeiten lösen? Alle von euch verstehen diese Methoden völlig. Wenn ihr euch machtlos fühlt und ihr den starken Wunsch habt, die Erleuchtung durch Gott zu gewinnen, um euch zu ermöglichen, die Realität der Wahrheit und Seinen Willen zu kennen; was braucht ihr dann am meisten? Ihr braucht keine volle Mahlzeit und nicht ein paar nette Worte. Darüber hinaus ist es auch nicht die vorübergehende Behaglichkeit und Befriedigung des Fleisches, die ihr braucht – was ihr braucht ist, dass Gott euch klar und direkt sagt, was ihr tun sollt und wie ihr es tun sollt und euch klar sagt, was die Wahrheit ist. Nachdem ihr das verstanden habt, auch wenn es nur ein klein wenig ist, fühlt ihr euch dann in eurem Herzen nicht mehr befriedigt, als wenn ihr eine gute Mahlzeit gegessen hättet? Wenn euer Herz zufrieden ist, gewinnt dann nicht euer Herz, eure ganze Person, wahren Frieden? Versteht ihr nun durch diesen Vergleich und dessen Auswertung, warum ich den Satz „Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat“ mit euch teilen wollte? Seine Bedeutung ist, dass was von Gott kommt, was Er hat und ist und alles von Ihm größer sind, als alles andere; einschließlich der Sache oder Person, von der ihr einmal gemeint habt, ihr schätzt sie am meisten. Wenn eine Person nämlich keine Worte aus Gottes Mund hören kann oder sie Seinen Willen nicht verstehen, können sie keinen Frieden erlangen. In euren zukünftigen Erfahrungen werdet ihr verstehen, warum ich euch diesen Absatz heute gezeigt habe – das ist sehr wichtig. Alles, was Gott tut, ist Wahrheit und Leben. Die Wahrheit für die Menschheit ist etwas, das nicht in ihrem Leben fehlen darf, sie können niemals ohne sie zurecht kommen. Man könnte auch sagen; es ist die größte Sache. Obwohl ihr sie nicht sehen oder berühren könnt, könnt ihr ihre Wichtigkeit nicht ignorieren; es ist das einzige, was eurem Herzen Frieden bringen kann.

Ist euer Verständnis der Wahrheit in eurer eigenen Situation eingebunden? Im wirklichen Leben müsst ihr erst einmal darüber nachdenken, welche Wahrheiten sich auf die Menschen, Dinge und Objekte, die euch begegnet sind, beziehen; unter diesen Wahrheiten könnt ihr Gottes Willen finden und damit verbinden, worauf ihr in Seinem Willen gestoßen seid. Wenn ihr nicht wisst, welche Gesichtspunkte der Wahrheit sich auf Dinge beziehen, auf die ihr gestoßen seid, sondern sucht Gottes Willen direkt, ist dies ein blindes Vorgehen und kann keine Ergebnisse erzielen. Wenn ihr die Wahrheit suchen und Gottes Willen verstehen wollt, müsst ihr zuerst schauen, auf welche Art von Dingen ihr gestoßen seid, mit welchen Gesichtspunkten der Wahrheit sie verbunden sind, und nach der Wahrheit im Wort Gottes suchen, welches mit euren Erfahrungen verbunden ist. Dann sucht ihr nach dem für euch richtigen Weg der Praxis in dieser Wahrheit; auf diesem Weg könnt ihr ein indirektes Verständnis für den Willen Gottes gewinnen. Nach der Wahrheit suchen und sie auszuüben heißt, nicht automatisch eine Lehre anzuwenden oder einer Formel zu folgen. Die Wahrheit ist keine Formel und auch kein Gesetz. Es ist nicht tot – es ist Leben, es ist ein Lebewesen und es ist die Regel, der ein Geschöpf folgen muss und die Regel, die ein Mensch in seinem Leben haben muss. Dies ist etwas, was ihr durch mehr Erfahrung verstehen müsst. Egal, welche Stufe ihr in eurer Erfahrung erreicht habt, ihr seid untrennbar von Gottes Wort oder der Wahrheit und was ihr von Gottes Disposition versteht und davon wisst, was Gott hat und ist, ist alles in Gottes Worten ausgedrückt; sie sind untrennbar mit der Wahrheit verbunden. Gottes Disposition und, was Er hat und ist, sind selbst die Wahrheit. Die Wahrheit ist eine authentische Offenbarung Gottes Disposition und dem, was Er hat und ist. Sie stellt, was Gott hat und ist konkret dar und drückt sie eindeutig aus; sie sagt euch unumwunden, was Gott gefällt, was Ihm nicht gefällt, was ihr nach Seinem Willen machen sollt und was Er euch nicht erlaubt, welche Menschen Er verachtet und an welchen Er sich erfreut. Hinter den Wahrheiten, die Gott äußert, können die Menschen Sein Wohlgefallen, Ärger, Leid und Glück sehen, und auch Sein Wesen – das ist die Enthüllung Seiner Disposition. Abgesehen davon, zu wissen, was Gott hat und ist und Seine Disposition durch Sein Wort zu verstehen, ist das Bedürfnis dieses Verständnis durch praktische Erfahrung zu erreichen das Wichtigste. Wenn eine Person sich aus dem realen Leben zurückzieht, um Gott kennen zu lernen, wird sie dies nicht erreichen können. Auch wenn es Menschen gibt, die ein wenig Verständnis durch das Wort Gottes gewinnen können, ist dieses auf Theorie und Worte beschränkt, und es besteht ein Unterschied dazu, wie Gott wirklich ist.

Worüber wir jetzt sprechen ist alles im Bereich der Aufzeichnungen in der Bibel. Durch diese Aufzeichnungen und durch Analyse dieser Dinge, die passiert sind, können Menschen Seine Disposition verstehen und was Er hat und ist, was er ausgesagt hat, ermöglicht ihnen, jeden Aspekt von Gott deutlicher, tiefer, umfassender und gründlicher zu verstehen. Ist dies nun der einzige Weg, jeden Gesichtspunkt Gottes durch diese Erzählungen kennenzulernen? Nein, er ist es nicht! Denn, was Gott im Zeitalter des Königreiches sagt und tut, kann dem Menschen besser helfen, Seine Disposition zu kennen und sie vollständiger zu erkennen. Ich denke jedoch, dass es einfacher ist, mit einigen Beispielen oder Aufzeichnungen aus der Bibel, die den Menschen vertraut sind, Gottes Disposition zu kennen und dadurch zu verstehen, was Er hat und ist. Wenn ich Worte des Gerichts und der Strafe nehme und die Wahrheiten, die Gott dieser Tage äußert, damit ihr Ihn Wort für Wort kennenlernt, werdet ihr es zu öde und zu langweilig finden und manche werden sogar das Gefühl haben, dass Gottes Worte wie Formeln sind. Wenn wir aber diese Bibelaufzeichnungen als Beispiele nehmen, um Menschen zu helfen, Gottes Disposition zu verstehen, werden sie es nicht langweilig finden. Man könnte sagen, dass während der Erklärungen dieser Beispiele die Einzelheiten dessen, was zu der Zeit in Gottes Herz war – Seine Laune, Empfindung, oder Seine Gedanken und Ideen – den Leuten in menschlicher Sprache erzählt wurden und das Ziel von alldem ist es, ihnen zu ermöglichen, zu schätzen und das zu fühlen, was Gott hat und ist, und das ist keine Formel. Es ist keine Legende oder etwas, das die Menschen nicht sehen oder berühren können. Es ist etwas, das wirklich existiert, das die Menschen fühlen und schätzen können. Das ist das endgültige Ziel. Man könnte sagen, dass die Menschen, die in dieser Zeit leben, gesegnet sind. Sie können auf die Geschichten der Bibel zurückgreifen, um ein breiteres Verständnis für Gottes früheres Werk zu gewinnen; sie können Seine Disposition durch Sein früheres Werk sehen. Und sie können durch die Dispositionen, die Er ausdrückte, Gottes Willen für die Menschheit erkennen, die konkrete Offenbarung Seiner Heiligkeit und Seine Fürsorge für die Menschen verstehen, um ein detaillierteres, tieferes Wissen von Gottes Disposition zu erlangen. Ich glaube, ihr alle könnt das spüren!

Am Umfang des Werks, das Jesus im Zeitalter der Gnade vollbracht hat, könnt ihr einen anderen Aspekt davon sehen, was Gott hat und ist. Es wurde durch Sein Fleisch ausgedrückt und durch Seine Menschlichkeit wurde es dem Menschen möglich gemacht, dies zu sehen und zu schätzen. Im Menschensohn sahen die Menschen, wie Gott im Fleisch Seine Menschlichkeit auslebte und sie sahen Gottes Göttlichkeit durch das Fleisch zum Ausdruck gebracht. Diese beiden Ausdrucksweisen ermöglichten dem Menschen, einen sehr reellen Gott zu sehen und sie konnten sich eine andere Vorstellung von Gott machen. Was von den Menschen jedoch in der Zeit zwischen der Erschaffung der Erde und dem Ende des Zeitalters des Gesetzes, also vor dem Zeitalter der Gnade, gesehen, gehört und erlebt wurde, war hingegen nur Gottes göttlicher Aspekt. Es war, was Gott in einem nicht greifbaren Bereich tat und sagte und die Dinge, die Er durch Seine reale Person ausdrückte, die nicht gesehen oder angefasst werden konnten. Die Menschen dachten deshalb oft, dass Gott so groß war und dass sie Ihm nicht nahe kommen konnten. Den Eindruck, den Gott den Menschen oft vermittelte, war, dass Er „auftauchte und wieder verschwand“. Die Menschen hatten sogar das Gefühl, dass jeder Seiner Gedanken und Ideen so mysteriös und schwer zu fassen ist und es keine Möglichkeit gab, sie zu erreichen, geschweige denn zu versuchen, sie zu verstehen und zu schätzen. Für die Menschen war alles, was Gott betraf, weit entfernt – so weit, dass die Menschen es nicht sehen konnten, nicht anfassen konnten. Es schien, Er sei oben im Himmel und es schien, Er existiere überhaupt nicht. So war für die Menschen Gottes Herz und Seinen Verstand oder irgendeinen Seiner Gedanken zu verstehen nicht erreichbar und sogar unmöglich zu erreichen. Obwohl Gott im Zeitalter des Gesetzes einiges an konkretem Werk schuf, und auch einige spezifische Worte sprach und spezifische Dispositionen verkündete, um den Menschen zu ermöglichen, Ihn zu schätzen und wahres Wissen über Ihn zu sehen, am Ende jedoch war es Gottes Ausdruck davon, was Er hat und ist und was in einem nicht greifbaren Bereich ist; und was die Menschen verstanden, was sie wussten, war immer noch der göttliche Aspekt dessen, was Er hat und ist. Der Mensch konnte sich keinen genauen Begriff davon machen, was Er hat und ist, und ihr Eindruck von Gott war immer noch innerhalb dessen festgefahren dass Er „ein Geist, dem man schwer nahe kommen kann, der auftaucht und wieder verschwindet“ ist. Weil Gott kein spezielles Objekt oder Bild im materiellen Reich gebrauchte, um Menschen zu erscheinen, sie konnten Ihn immer noch nicht mit Hilfe der menschlichen Sprache genau bezeichnen. In ihrem Herzen und ihrem Verstand wollten die Menschen für Gott immer ihre eigene Sprache gebrauchen, um einen Standard für Gott zu erstellen, um Ihn greifbar zu machen und um Ihn zu vermenschlichen; zum Beispiel, wie groß und schwer Er ist, wie Er aussieht, was Er besonders mag und was Er für eine spezifische Persönlichkeit hat. Tatsächlich wusste Gott in Seinem Herzen, dass die Menschen so dachten. Er kannte die Bedürfnisse der Menschen sehr genau und Er wusste natürlich, was zu tun war. Er führte also Sein Werk im Zeitalter der Gnade auf einem anderen Weg aus. Dieser Weg war sowohl göttlich also auch vermenschlicht. In der Zeit, als der Herr Jesus wirkte, konnte der Mensch sehen, dass Gott viele menschliche Ausdrucksweisen hatte. Er konnte zum Beispiel tanzen, auf Hochzeiten gehen, mit den Menschen kommunizieren, sich mit ihnen unterhalten und mit ihnen diskutieren. Zusätzlich vollbrachte Jesus viele Werke, die Seine Göttlichkeit zeigten, und natürlich war all Sein Werk ein Ausdruck und eine Enthüllung von Gottes Disposition. Während dieser Zeit, als Gottes Göttlichkeit in einem gewöhnlichen Körper, den die Menschen sehen und anfassen konnten, erkannt wurde, waren sie nicht länger der Meinung, dass Er bloß auftauchte und wieder verschwand, dass sie Ihm nicht näher kommen konnten. Ganz im Gegenteil, sie konnten versuchen, Gottes Willen oder Seine Göttlichkeit durch jede Bewegung, die Worte und das Werk des Menschensohns zu erfassen. Der fleischgewordene Sohn des Menschen drückte Gottes Göttlichkeit durch Seine Menschlichkeit aus und vermittelte der Menschheit den Willen Gottes. Durch den Ausdruck von Gottes Willen und Seiner Disposition offenbarte Er den Menschen auch den Gott, der im geistlichen Bereich nicht gesehen werden kann und nicht berührt werden kann. Was die Menschen sahen, war Gott selbst, greifbar, mit Fleisch und Knochen. Der fleischgewordene Menschensohn also machte Dinge wie Gottes Identität, Status, Bild, Disposition und was Er hat und ist konkret und menschlich. Obwohl die äußerliche Erscheinung des Menschensohnes ein paar Einschränkungen hatte in Bezug auf das Bild Gottes, waren Sein Wesen und was Er hat und ist vollkommen in der Lage, Gottes eigene Identität und Status zu repräsentieren – es waren lediglich ein paar Unterschiede in der Art der Ausdrucksweise. Egal, ob es die Menschlichkeit des Menschensohnes oder Seine Göttlichkeit ist, wir können nicht leugnen, dass Er Gottes eigene Identität und Status repräsentiert. Während dieser Zeit wirkte Gott jedoch durch das Fleisch, sprach aus der Perspektive des Fleisches, und stand vor der Menschheit mit der Identität und Status des Menschensohnes. Das gab den Menschen die Möglichkeit, den wahren Worten und dem Werk Gottes an der Menschheit zu begegnen und sie zu erleben. Es erlaubte den Menschen auch Einsicht in Seine Göttlichkeit und Seine Größe inmitten von Bescheidenheit und auch ein vorläufiges Verständnis und eine vorläufige Definition von der Authentizität und der Realität Gottes zu erlangen. Obwohl die Werke des Herrn Jesus, Seine Art zu arbeiten und die Perspektive, aus der Er sprach, unterschiedlich von Gottes wahrer Person im geistlichen Bereich sind, repräsentierte alles um Ihn Gott selbst. Dies hatten die Menschen nie zuvor gesehen – das kann nicht abgestritten werden. Das heißt, egal, in welcher Form Gott erscheint, egal aus welcher Perspektive Er spricht, oder in welchem Bild Er der Menschheit gegenüber steht, Gott vertritt nur Sich Selbst. Er kann keinen Menschen repräsentieren – Er kann keinen korrupten Menschen repräsentieren. Gott ist Gott selbst – dies kann nicht geleugnet werden.

Als nächstes sehen wir uns ein Gleichnis an, das von Jesus im Zeitalter der Gnade erzählt wurde.

3. Das Gleichnis des verlorenen Schafes

(Matthäus 18:12-14) Was dünkt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 

Und so sich's begibt, dass er's findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich darüber mehr denn über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. Also ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde.

Dies ist eine Metapher – welche Gefühle ruft diesen Abschnitt bei den Menschen hervor? Wie diese Metapher ausgedrückt ist, gebraucht sie eine Redewendung in menschlicher Sprache; etwas, das im Bereich des menschlichen Wissens ist. Wenn Gott im Zeitalter des Gesetzes etwas Ähnliches gesagt hätte, hätten die Menschen gedacht, dass es nicht wirklich im Einklang mit dem ist, wer Gott war – wenn aber der Sohn des Menschen diesen Absatz in Zeitalter der Gnade wiedergab, fühlte es sich beruhigend, warm und vertraut für die Menschen an. Als Gott Fleisch wurde, als Er in der Gestalt eines Menschen erschien, gebrauchte Er eine sehr geeignete Metapher, um die Stimme Seines Herzen bei der Menschheit zum Ausdruck zu bringen. Diese Stimme vertrat Gottes eigene Stimme und das Werk, welches Er in dieser Epoche erledigen wollte. Sie vertrat auch eine Einstellung, die Gott im Zeitalter der Gnade gegenüber den Menschen hatte. Aus der Perspektive von Gottes Einstellung gegenüber dem Menschen betrachtet, verglich Er jede Person mit einem Schaf. Wenn ein Schaf sich verirrt, wird Er alles Nötige tun, um es zu finden. Dies vertritt einen Grundsatz Seines jetzigen Werkes im Fleisch unter der Menschheit. Gott gebrauchte dieses Gleichnis, um Seine Entschlossenheit und Einstellung in diesem Werk zu beschreiben. Dies war der Vorteil von Gottes Menschwerden: Er konnte das Wissen der Menschheit als Vorteil nutzen um zu den Menschen zu sprechen, um Seinen Willen auszudrücken. Er erklärte oder „übersetzte“ den Menschen Seine tiefsinnige, göttliche Sprache, mit der die Menschen kämpften, um sie in ihrer menschlichen Sprache auf menschliche Art zu verstehen. Dies half den Menschen, Seinen Willen zu verstehen und zu erkennen, was Er tun wollte. Er konnte auch mit den Menschen Unterhaltungen aus der menschlichen Perspektive führen, die menschliche Sprache gebrauchen und mit den Menschen auf eine Weise kommunizieren, die sie verstanden. Er konnte auch sprechen und arbeiten während Er die menschliche Sprache und das menschliche Wissen nutzte, damit die Menschen Gottes Güte und Nähe fühlen konnten; damit sie Sein Herz sehen konnten. Was seht ihr darin? Dass kein „Verbot“ in Gottes Worten und Taten ist? So wie die Menschen es betrachten, ist es unmöglich, dass Gott menschliches Wissen, Sprache oder Redewendungen gebraucht, um darüber zu reden, was Gott selbst sagen will, das Werk, das Er vollbringen will, oder Seinen eigenen Willen auszudrücken; das ist falsches Denken. Gott hat diese Art Metapher gebraucht, damit die Menschen die Echtheit und Ernsthaftigkeit Gottes fühlen konnten, und Seine Einstellung gegenüber den Menschen dieser Zeitspanne sahen Dieses Gleichnis weckte die Menschen, die lange Zeit unter dem Gesetz lebten, aus einem Traum und inspirierte auch Generationen von Menschen im Zeitalter der Gnade. Wenn die Menschen den Abschnitt dieses Gleichnisses lesen, kennen sie Gottes Aufrichtigkeit, die Menschheit zu retten und verstehen die Last der Menschheit auf Seinem Herzen.

Lasst uns den letzten Satz des Absatzes nochmal ansehen: Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde. Waren dies Jesu eigene Worte oder die Worte Seines Vaters im Himmel? Oberflächlich sieht es so aus, als ob es der Herr Jesus ist, der spricht, aber Sein Wille repräsentiert den Willen Gottes Selbst, deswegen sagte er: Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde. Die Menschen dieser Zeit erkannten nur den Vater im Himmel als Gott an und die Person, die sie vor Augen hatten, war lediglich von Ihm gesandt worden; und Er konnte nicht den Vater im Himmel repräsentieren. Deswegen musste Jesus dies auch sagen, damit sie wirklich Gottes Willen für die Menschheit spüren und die Echtheit und Richtigkeit dessen was Er sagte, fühlen. Obwohl dies leicht zu sagen war, war es sehr fürsorglich und es zeigte die Demut und Verborgenheit des Herrn Jesu. Egal, ob Gott Fleisch wurde oder im spirituellen Reich wirkte, Er kannte das menschliche Herz am Besten, verstand Besten was die Menschen brauchten, wusste, worum sich die Menschen sorgen und was sie verwirrte und somit fügte Er diese Zeile hinzu. Diese Zeile unterstrich ein Problem, das im Menschen versteckt war: Menschen misstrauten dem, was der Menschensohn sagte, das heißt, wenn der Herr Jesus sprach, musste Er hinzufügen: „Also ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde.“ Nur unter dieser Voraussetzung konnten Seine Worte Früchte tragen, den Menschen von ihrer Richtigkeit zu überzeugen, und ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Dies zeigt, dass, als Gott ein normaler Sohn des Menschen wurde, Gott und die Menschen eine schwierige Beziehung hatten und die Situation des Menschensohnes sehr unangenehm war. Es zeigt auch, wie unwichtig der Status des Herrn Jesus unter den Menschen zu der Zeit war. Er wollte damit den Menschen eigentlich nur sagen: Ihr könnt sicher sein – dies repräsentiert nicht, was in Meinem eigenen Herzen ist, sondern es ist der Wille Gottes, der in euren Herzen ist. War das nicht ironisch für die Menschheit? Obwohl es für Gott viele Vorteile hatte, durch einen Körper zu wirken, die Er zuvor nicht hatte, musste Er ihren Zweifeln, ihrer Zurückweisung und auch ihrer Taubheit und Abgestumpftheit standhalten. Man konnte sagen, dass der Ablauf der Werke des Menschensohns ein Prozess war, die Zurückweisung der Menschheit zu erleben und ein Prozess der Erfahrung, dass die Menschen gegen Ihn wetteiferten. Darüber hinaus war es ein fortlaufender Prozess, daran zu arbeiten, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und die Menschheit durch das, was Er hat und ist – Sein eigenes Wesen – zu erobern. Es war nicht so sehr, dass der fleischgewordene Gott einen Bodenkrieg gegen Satan führte; es war vielmehr, dass Gott ein gewöhnlicher Mensch wurde und einen Kampf mit denen begann, die Ihm folgen und in diesem Kampf beendete der Menschensohn Sein Werk mit Seiner Bescheidenheit, mit dem, was Er hat und ist, und mit Seiner Liebe und Weisheit. Er gewann die Menschen, die Er wollte; Er gewann die Identität und den Status, den Er verdiente und kehrte zu Seinem Thron zurück.

Als nächstes sehen wir uns die folgenden zwei Abschnitte der Schrift an.

4. Vergib siebzigmal siebenmal

(Matthäus 12-21-22) Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist's genug Siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

5. Die Liebe des Herrn

Jesus aber sprach zu ihm: ‚Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte! Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich; du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.'

Eine dieser zwei Passagen spricht von Vergebung und die andere von Liebe. Diese beiden Themen heben effektiv das Werk hervor, das Jesus im Zeitalter der Gnade ausführen wollte.

Als Gott Fleisch wurde, brachte Er einen Abschnitt Seines Werks mit sich – Er brachte das spezifische Werk und die Disposition, mit die Er in dieser Epoche ausdrücken wollte. Alles, was der Menschensohn in diesem Zeitraum tat, drehte sich um das Werk, das Gott in dieser Epoche vollbringen wollte. Er würde nicht mehr und nicht weniger tun. Alles, was Er sagte und jedes Werk, das Er tat, war mit dieser Zeit verbunden. Egal, ob Er es in menschlicher Weise durch menschliche Sprache oder durch göttliche Sprache ausdrückte – egal, auf welche Art oder von welcher Perspektive aus– Sein Ziel war, den Menschen zu helfen, zu verstehen, was Er tun wollte, was Sein Wille war und was Seine Anforderungen an die Menschen waren. Er könnte verschiedene Mittel von verschiedenen Perspektiven gebraucht haben, um den Menschen zu helfen, Seinen Willen zu verstehen und zu erkennen und Sein Werk der Rettung der Menschheit zu verstehen. Im Zeitalter der Gnade sehen wir, also wie der Herr Jesus häufig die menschliche Sprache gebraucht, um das auszudrücken, was Er den Menschen vermitteln wollte. Mehr sogar; wir sehen, dass Er aus der Perspektive eines gewöhnlichen Führers zu den Menschen spricht, ihre Bedürfnisse befriedigt und ihnen das gab, worum sie gebeten hatten. Diese Art des Werks war im Zeitalter des Gesetzes, welches vor dem Zeitalter der Gnade kam, nie gesehen worden. Er wurde zunehmend vertrauter und barmherziger mit den Menschen und war auch besser in der Lage, praktische Ergebnisse sowohl in einer Gestalt, als auch mit einer Methode zu erzielen. Die Aussage, dem Menschen „siebzigmal siebenmal“ zu vergeben, macht diesen Punkt eindeutig klar. Der Zweck, der durch die Zahl in dieser Aussage erreicht werden sollte, war, den Menschen zu ermöglichen, die Absicht des Herrn Jesus in diesem Moment zu verstehen, als Er das sagte. Seine Absicht war, dass Menschen anderen vergeben sollten – nicht ein- oder zweimal, auch nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal. Was ist das für eine Idee mit diesen „siebzigmal siebenmal“? Es soll die Menschen dazu bringen, Vergebung zu ihrer eigenen Verantwortung zu machen etwas, das sie lernen und ein Weg, den sie einhalten müssen. Obwohl dies nur eine Redewendung war, diente sie als entscheidender Punkt. Sie half den Menschen, sehr zu schätzen, was Er damit meinte und geeignete Wege der Durchführung und die Grundsätze und Maßstäbe in der Praxis zu finden. Die Aussage hat den Menschen eindeutig geholfen und gab ihnen ein genaues Konzept, dass sie Vergebung lernen sollten – ohne Auflagen und Einschränkungen zu vergeben, aber mit einer Einstellung von Toleranz und Verständnis für andere. Was war in Seinem Herzen, als der Herr Jesus dies sagte? Meinte Er wirklich siebzigmal siebenmal? Nein, das meinte Er nicht. Gibt es eine Zahl dafür, wie oft Gott dem Menschen verzeihen wird? Es gibt viele Menschen, die sehr an dieser „Zahl“, die genannt wurde, interessiert sind, die wirklich die Herkunft und die Bedeutung dieser Zahl verstehen wollen. Sie wollen verstehen, warum diese Zahl aus dem Mund des Herrn Jesus hervorkam, sie glauben, dass eine tiefere Andeutung in dieser Zahl liegt. Eigentlich war dies nur Gottes menschliche Ausdrucksweise. Irgendeine Folgerung oder Bedeutung muss zusammen mit den Anforderungen des Herrn Jesus an die Menschheit erfolgen. Solange Gott nicht Mensch war, haben die Menschen nicht viel von dem verstanden, was Er sagte, weil es aus vollkommener Göttlichkeit kam. Die Perspektive und der Zusammenhang von dem, was Er sagte, war unsichtbar und für den Menschen nicht erreichbar; es kam aus einem geistlichen Bereich, den der Mensch nicht sehen konnte. Menschen, die im Fleisch lebten, konnten den geistlichen Bereich nicht durchdringen. Aber nachdem Gott Fleisch wurde, sprach Er zur Menschheit aus einer menschlichen Perspektive und Er kam aus dem geistlichen Bereich heraus und ging über dessen Reichweite hinaus. Er konnte Seine göttliche Disposition, Seinen Willen und Seine Einstellung durch Dinge ausdrücken, die die Menschen sich vorstellen konnten; und durch Dinge, die sie sahen und erlebt hatten und Er gebrauchte Methoden, die die Menschen akzeptieren konnten; in einer Sprache, die sie verstanden und durch Wissen, das sie begreifen konnten, um der Menschheit zu ermöglichen, Gott zu verstehen und Ihn zu kennen, Seine Absicht und Seine geforderten Standards; im Umfang ihrer Fähigkeit und nach dem Grad ihrer Möglichkeiten zu verstehen. Das war die Methode und der Grundsatz Gottes Wirken in Menschlichkeit. Obwohl Gottes Methoden und Seine Grundsätze des „im Fleisch Wirkens“ hauptsächlich durch Wirken der Menschlichkeit oder durch Menschlichkeit erzielt wurden, konnten wirklich Ergebnisse erzielt werden, die durch direktes Arbeiten in der Göttlichkeit nicht hätten erzielt werden können. Gottes Werk in der Menschlichkeit war konkreter, glaubwürdiger und gezielter, die Methoden waren flexibler und in einer Form, die das Zeitalter des Gesetzes übertrafen.

Lasst uns nachfolgend darüber sprechen, Gott und euren Nächsten wie euch selbst zu lieben. Ist dies etwas, das direkt in Göttlichkeit ausgedrückt wird? Eindeutig nicht! Dies waren alles Dinge, die der Menschensohn in Menschlichkeit sagte; nur die Menschen würden so etwas sagen, wie „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Andere zu lieben ist dasselbe, wie dein eigenes Leben zu schätzen“, und nur Menschen würden in dieser Art und Weise sprechen. Gott hat nie auf diese Weise gesprochen. Zumindest hat Gott nicht diese Art der Sprache in Seiner Göttlichkeit, da Er diese Art von Lehre „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ nicht braucht, um Seine Liebe für die Menschheit zu regulieren denn Gottes Liebe für den Menschen ist eine natürliche Enthüllung von dem, was Er hat und ist. Wann habt ihr jemals davon gehört, dass Gott sagte: „Ich liebe die Menschen wie mich selbst“? Weil Liebe in Gottes Wesen ist und in dem, was Er hat und ist. Gottes Liebe für die Menschen, Seine Art, Menschen zu behandeln und Seine Einstellung sind ein natürlicher Ausdruck und eine Enthüllung Seiner Disposition. Er muss dies nicht absichtlich in einer bestimmten Weise tun oder absichtlich einer bestimmten Methode oder Moral folgen, um Seinen Nächsten wie sich selbst lieben zu können – Er besitzt diese Wesensart bereits. Was seht ihr darin? Als Gott als Mensch wirkte, waren viele seiner Methoden, Worte und Wahrheiten in einer menschlichen Weise formuliert. Zur selben Zeit aber wurden Gottes Disposition, was Er hat und ist und Sein Wille den Menschen gegenüber zum Ausdruck gebracht damit sie sie kennen und verstehen konnten. Was sie kannten und verstanden war genau Sein Wesen und was Er hat und ist, was die angeborene Individualität und den Status von Gott Selbst repräsentierte. Das heißt, der Menschensohn im Fleisch drückt die angeborene Disposition und das Wesen von Gott selbst im größtmöglichen Ausmaße und so genau als möglich aus. Die Menschlichkeit des Menschensohnes war weder Hindernis noch Hürde für die Kommunikation und das Zusammenwirken mit Gott im Himmel; sondern es war eigentlich der einzige Weg und die einzige Brücke für die Menschheit, sich mit dem Herrn der Schöpfung zu verbinden. Denkt ihr an diesem Punkt nicht auch, dass dies sehr viel Ähnlichkeit mit der Art und den Methoden des Werks hat, das der Herr Jesus im Zeitalter der Gnade vollbrachte und der jetzigen Phase des Wirkens? Die jetzige Phase des Wirkens gebraucht auch viel die menschliche Sprache, um Gottes Disposition zu erläutern und sie gebraucht viel von der Sprache und den Praktiken des täglichen Lebens des Menschen und des menschlichen Wissens, um Gottes eigenen Willen zu äußern. Wenn Gott zu Fleisch wird, egal, ob Er von einer menschlichen oder einer geistlichen Perspektive spricht; viel Seiner Sprache und Seiner Ausdrucksweise kommen alle durch das Medium der menschlichen Sprache und Praktiken. Das heißt, wenn Gott Fleisch wird, ist es die beste Gelegenheit für dich, Gottes Allmächtigkeit und Seine Weisheit zu sehen und jeden wahren Gesichtspunkt von Gott zu erkennen. Als Gott zu Fleisch wurde, hat er, während Er heranwuchs, angefangen zu verstehen, zu lernen und etwas von dem Wissen, dem gesunden Menschenverstand, der Sprache und der Ausdrucksweise der Menschheit zu erfassen. Der fleischgewordene Gott besaß diese Dinge, die von den Menschen kamen, die er geschaffen hatte. Sie wurden zu Werkzeugen für Gott im Fleisch, um Seine Disposition und Göttlichkeit auszudrücken und erlaubten Ihm, Sein Werk entsprechender, glaubwürdiger und genauer zu gestalten, als er unter den Menschen, aus Seiner menschlichen Perspektive und die menschliche Sprache gebrauchend, arbeitete. Dies machte es für die Menschen zugänglicher und besser verständlich, um somit die Ziele zu erreichen, die Gott wollte. Ist es nicht praktischer für Gott auf diese Art und Weise im Fleisch zu arbeiten? Ist es nicht Gottes Weisheit? Es war, als Gott Fleisch wurde, als Gottes Fleisch in der Lage war, die Werke zu tun, die Er ausführen wollte, dass Er Seine Disposition und Sein Werk am Boden zum Ausdruck brachte. Dies war auch die Zeit, zu der Er offiziell Sein Amt als Menschensohn beginnen konnte. Dies bedeutete, dass keine Kluft mehr zwischen Gott und Mensch war, dass Gott bald Seine Kommunikation durch Boten einstellen würde, und Gott selbst persönlich all die Worte, die er wollte, zum Ausdruck bringen und „im Fleisch“ arbeiten konnte. Es bedeutete auch, dass die von Gott geretteten Menschen Ihm näher waren und dass Seine Führungsarbeit ein neues Gebiet betreten hatte; und auch, dass die ganze Menschheit bald einem neuen Zeitalter gegenüberstehen würde.

Jeder, der die Bibel gelesen hat, weiß, dass viele Dinge geschahen, als der Herr Jesus geboren wurde. Eines der größten war, vom König der Teufel gejagt zu werden, sogar bis zu dem Punkt, dass alle Kinder in dieser Region, die zwei Jahre und jünger waren, ermordet wurden. Es ist offensichtlich, dass Gott ein großes Risiko auf sich nahm, um als Mensch unter die Menschen zu treten; der große Preis, den Er für die Vollendung der Rettung der Menschheit bezahlt hat, ist auch offensichtlich. Die großen Hoffnungen, die Gott für Sein Werk als Mensch unter den Menschen hatte, sind ebenfalls ersichtlich. Wie hat Gott sich gefühlt, als Er als Mensch in der Lage war, unter den Menschen zu arbeiten? Menschen sollten dies ein wenig verstehen können, nicht wahr? Zumindest war Gott glücklich, weil Er beginnen konnte, Sein neues Werk unter den Menschen zu entwickeln. Als der Herr Jesus getauft wurde und offiziell Sein Werk begann, Sein geistliches Amt zu erfüllen, war Gottes Herz mit Freude überwältigt, da Er nach so vielen Jahren des Wartens und Vorbereitens endlich Sein neues Werk beginnen konnte; im Körper eines durchschnittlichen Menschen; in der Form eines Menschen aus Fleisch und Blut, den die Menschen sehen und anfassen konnten. Er konnte endlich von Angesicht zu Angesicht und von Herz zu Herz zu den Menschen sprechen; mit der Identität eines Menschen. Gott konnte endlich Angesicht zu Angesicht mit den Menschen sein, in menschlicher Sprache und auf menschliche Art und Weise. Er konnte die Menschen versorgen, sie erleuchten und ihnen helfen, indem Er die menschliche Sprache gebrauchte. Er konnte mit ihnen am gleichen Tisch essen und im selben Raum mit ihnen leben. Er konnte auch die Menschen sehen, Dinge sehen und alles auf die Weise, in der die Menschen handelten, sehen, dies sogar durch ihre eigenen Augen. Für Gott war dies bereits Sein erster Sieg bei Seinem Werk im Fleisch. Man kann auch sagen, dass es eine Bewältigung eines großen Werkes war – darüber freute sich Gott am meisten. Danach war es das erste Mal, dass Gott eine Art Zufriedenheit bei Seinem Werk unter den Menschen fühlte. Diese ganzen Ereignisse waren so praktisch und so natürlich und die Zufriedenheit, die Gott fühlte, war so echt. Was die Menschheit betrifft, jedes Mal, wenn ein neuer Abschnitt in Gottes Werk vollbracht ist und jedes Mal, wenn Gott zufriedengestellt ist, ist es, dass die Menschheit Gott näher kommen kann und die Menschen sich der Rettung nähern können. Für Gott ist dies auch der Start Seines neuen Werks, wenn Sein Führungsplan einen Schritt vorangeht und, mehr noch, wenn Sein Wille sich der vollkommenen Vollendung nähert. Die Ankunft einer solchen Gelegenheit ist ein Glück und sehr gut für die Menschheit; für all diejenigen, die auf Gottes Erlösung warten, sind dies bedeutsame Neuigkeiten. Wenn Gott einen neuen Abschnitt in Seinem Werk ausführt, hat Er einen neuen Anfang und wenn dieses neue Werk und der neue Anfang startet und der Menschheit vorgestellt wird, ist das, wenn das Ergebnis dieses Abschnitts des Werks bereits feststeht und umgesetzt wurde und Gott bereits Seine endgültigen Auswirkungen und Früchte gesehen hat. Dies ist auch dann, wenn diese Auswirkungen Gott zufriedengestellt haben und Sein Herz, natürlich, glücklich ist. Denn in Seinen Augen hat Gott die Menschen, nach denen Er sucht, bereits gesehen und schon bestimmt, und Er hat diese Gruppe bereits gewonnen. Es ist eine Gruppe, die in der Lage ist, Seine Werke zum Erfolg zu bringen und Ihn zufrieden zu stellen. Gott fühlt sich beruhigt. Er legt Seine Sorgen beiseite und Er ist glücklich. Mit anderen Worten: Wenn das Fleisch Gottes in der Lage ist, neue Werke unter den Menschen zu beginnen und Er beginnt, ohne Behinderung das Werk zu tun, was er tun muss, und wenn Er spürt, dass alles vollbracht ist – hat Er bereits das Ende gesehen. Und wegen dieses Endes ist Er zufrieden und im Herzen glücklich. Wie drückt sich Gottes Freude aus? Könnt ihr euch dies vorstellen? Würde Gott weinen? Kann Gott weinen? Kann Gott in die Hände klatschen? Kann Gott tanzen? Kann Gott singen? Was wäre es für ein Lied? Natürlich könnte Gott ein wunderschönes, bewegendes Lied singen; ein Lied, das die Freude und das Glück in Seinem Herzen zum Ausdruck bringt. Er könnte es für die Menschheit, für sich selbst oder für alle Dinge singen. Gottes Freude kann auf jede Art ausgedrückt werden – das ist alles normal, Gott hat Freuden und Traurigkeiten und Seine unterschiedlichen Gefühle können auf verschieden Weise ausgedrückt werden. Das ist Sein Recht und ist das normalste aller Dinge. Ihr solltet nichts anderes darüber denken. Ihr solltet nicht eure eigenen Hemmungen auf Gott projizieren und Ihm sagen, Er sollte dies oder jenes nicht machen oder sich nicht so oder anders benehmen, um Seine Freude oder die Gefühle, die er hat, zu limitieren. In den Herzen der Menschen kann Gott nicht glücklich sein; Er kann keine Tränen vergießen; Er kann nicht weinen – Er kann keine Gefühle ausdrücken. Ich glaube aufgrund dessen, was wir diese beiden Male besprochen haben, werdet ihr Gott nicht mehr auf diese Weise sehen. Ihr werdet Gott ein bisschen Freiheit und Freilassung zugestehen. Das ist eine sehr gute Sache. In Zukunft, wenn ihr wirklich Gottes Traurigkeit fühlen könnt; wenn ihr hört, dass Er traurig ist und ihr in der Lage seid, Sein Glück wirklich zu fühlen; wenn ihr hört, dass Er glücklich ist, seid ihr wenigstens in der Lage, genau zu wissen und zu verstehen, was Gott glücklich und was Ihn traurig macht. Wenn ihr traurig sein könnt, weil Gott traurig ist und euch glücklich fühlt, weil Gott glücklich ist, wird Er euer Herz total gewonnen haben und es wird kein Hindernis mehr zu Ihm geben. Ihr werdet nicht mehr versuchen, Gott mit menschlichen Vorstellungen, Auffassungen und Wissen zu beschränken. Zu diesem Zeitpunkt wird Gott lebendig und lebhaft in deinem Herzen sein. Er wird der Gott deines Lebens sein und der Meister über alles in dir. Habt ihr diese Art von Sehnsucht? Habt ihr Zuversicht, dass ihr dies erreichen könnt?

Lasset uns als nächstes die folgenden Abschnitte lesen.

6. Die Bergpredigt

1) Die Seligpreisungen (Matthäus 5:3-12)

2) Salze und Licht (Matthäus 5:13-16)

3) Gesetz (Matthäus 5:17-20)

4) Zorn (Matthäus 5:21-26)

5) Ehebruch (Matthäus 5:27-30)

6) Ehescheidung (Matthäus 5:31-32)

7) Schwören (Matthäus 5:33-37)

8) Vergeltung (Matthäus 5:38-42)

9) Liebe deine Feinde (Matthäus 5:43-48)

10) Almosen (Matthäus 6:1-4)

11) Beten (Matthäus 6:5-8)

7. Die Gleichnisse des Herrn Jesus

1) Das Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13:1-9)

2) Das Gleichnis vom Unkraut (Matthäus 13:24-30)

3) Das Gleichnis vom Senfkorn (Matthäus 13:31-32)

4) Das Gleichnis vom Sauerteig (Matthäus 13:33)

5) Deutung des Gleichnisses vom Unkraut (Matthäus 13:36-43)

6) Das Gleichnis vom Schatz im Acker (Matthäus 13:44)

7) Das Gleichnis der Perle (Matthäus 13:45-46)

8) Das Gleichnis vom Netz (Matthäus 13:47-50)

8. Die Gebote

(Mt 22:37-39) Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Zuerst schauen wir uns jeden Teil der „Bergpredigt“ an. Was haben all diese Dinge gemeinsam? Es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass alle erhabener, konkreter und näher am Leben der Menschen sind, als die Regeln des Zeitalters des Gesetzes. Um es in heutiger Sprache auszudrücken, es entspricht mehr der tatsächlichen Praxis des Menschen.

Lesen wir den genauen Inhalt des Folgenden: Wie solltest du die Seligpreisungen verstehen? Was solltest du über das Gesetz wissen? Wie soll Zorn definiert werden? Wie sollte man mit Ehebrechern umgehen? Was wird über Ehescheidung gesagt und welche Regeln gibt es dafür und wer kann sich scheiden lassen und wer nicht? Was ist mit Schwören, Vergeltung, Liebe deine Feinde, Anweisung über das Geben von Almosen, usw.? All diese Dinge haben mit jedem Aspekt, wie die Menschheit ihren Glauben an Gott praktiziert, zu tun und wie sie Gott nachfolgen. Einige dieser Vorgehensweisen sind auch heute noch anwendbar, aber sie sind eher zurückgeblieben als aktuelle Vorschriften der Menschen. Es sind ziemlich einfache Wahrheiten, denen die Menschen in ihrem Glauben an Gott begegnen. Vom Beginn Seiner Arbeit an fing Jesus bereits an, an der Lebensdisposition der Menschen zu arbeiten, aber es basierte auf den Grundlagen des Gesetzes. Hatten die Regeln und Redewendungen dieser Themen irgendetwas mit der Wahrheit zu tun? Natürlich hatten sie das. Alle vorhergehenden Regeln, Grundsätze, und die Predigt im Zeitalter der Gnade standen in Beziehung zu Gottes Disposition und dem, was Er hat und ist und natürlich zur Wahrheit. Egal, was Gott äußert, in welcher Weise Er es ausdrückt oder welche Sprache Er verwendet, die Grundlage, der Ursprung und der Ausgangspunkt davon basieren alle auf den Prinzipien Seiner Disposition und dem, was Er hat und ist. Dies ist kein Versehen. Obwohl die Dinge, die Er sagte, jetzt etwas oberflächlich scheinen, kann man trotzdem nicht sagen, sie wären nicht die Wahrheit, weil sie Dinge waren, die für die Menschen des Zeitalters der Gnade unumgänglich waren, um Gottes Willen zu befriedigen um eine Veränderung in ihrer Lebensdisposition zu erzielen. Kann man sagen, dass irgendeine Sache aus der Predigt nicht mit der Wahrheit übereinstimmt? Kann man nicht! Jede Einzelne davon ist die Wahrheit, weil sie alle Gottes Anforderungen an die Menschheit waren und ein Rahmen, wie man sich verhalten soll, der von Gott gegeben wurde. Sie repräsentieren Gottes Disposition. Jedoch, basierend auf dem Wachstumslevel ihres Lebens zu dieser Zeit waren sie nur in der Lage, diese Dinge zu akzeptieren und zu begreifen. Weil es noch keine Lösung für die Sünde der Menschheit gab, konnte Jesus diese Worte nur äußern und Er konnte nur so einfache Lehren innerhalb dieses Bereiches verwenden um den Leuten jener Zeit zu erklären, wie sie handeln sollten, was sie machen sollten, innerhalb welcher Prinzipien und welchen Bereichs sie Dinge tun sollten, und wie sie an Gott glauben und Seinen Anforderungen entsprechen sollten. Dies war alles bestimmt auf der Grundlage der Statur des Menschen zu jener Zeit. Es war für die Menschen, die unter dem Gesetz gelebt hatten, nicht einfach, diese Lehren zu akzeptieren; deshalb musste, was Jesus lehrte, innerhalb dieses Bereiches bleiben.

Sehen wir uns nun an, was in den „Gleichnissen des Herrn Jesus“ steht.

Das Erste ist das Gleichnis vom Sämann; dies ist ein sehr interessantes Gleichnis – die Aussaat ist ein allgemein bekanntes Ereignis im Leben der Menschen. Das Zweite ist das Gleichnis vom Unkraut. Was das Unkraut betrifft, jeder, der etwas angepflanzt hat und die Erwachsenen werden es kennen, was das ist. Das Dritte ist das Gleichnis vom Senfkorn. Ihr wisst alle, was Senf ist, richtig? Falls nicht, könnt ihr die Bibel durchsehen. Bei dem Vierten, dem Gleichnis vom Sauerteig, wissen die meisten, dass Sauerteig zum Gären benutzt wird; es ist etwas, das der Mensch in seinem täglichen Leben nutzt. Alle Gleichnisse, inklusive des Sechsten, dem Gleichnis des Schatzes, des Siebten, dem Gleichnis von der Perle und des Achten, dem Gleichnis vom Netz, sind alle dem Leben der Menschen entnommen, sie kommen alle direkt aus dem realen Leben der Menschen. Was ergeben diese Gleichnisse für ein Bild? Es ist ein Bild davon, dass Gott eine normale Person geworden ist, mit der Menschheit lebt, die Sprache des normalen Lebens spricht, die menschliche Sprache gebraucht, um mit den Menschen zu kommunizieren und sie mit dem zu versorgen, was sie brauchen. Als Gott Fleisch wurde und lange unter den Menschen lebte, wurden, nachdem Er die verschiedenen Lebensstile der Menschen erlebt und ihnen beigewohnt hatte, diese Erfahrungen Sein Lehrbuch, um Seine göttliche Sprache in die menschliche Sprache umzuwandeln. Natürlich hat das, was Er im Leben sah und hörte, auch die menschliche Erfahrung des Menschensohnes bereichert. Wenn Er wollte, dass die Menschen einige Wahrheiten verstehen, dass sie etwas von Gottes Willen zu verstehen, konnte Er Gleichnisse ähnlich zu den obigen gebrauchen, um dem Menschen Gottes Willen und Seine Anforderungen an die Menschen zu vermitteln. Diese Gleichnisse waren alle mit dem Leben der Menschen verbunden, es gab nicht ein Einziges, das dem menschlichen Leben fremd war. Als der Herr Jesus unter den Menschen lebte, sah Er Bauern, die ihre Felder bestellten. Er wusste, was Unkraut und Sauerteig war. Er verstand, dass die Menschen Schätze mögen so gebrauchte Er die Metaphern vom Schatz und der Perle. Er sah ab und zu, wie die Fischer ihre Netze auswarfen usw. Der Herr Jesus sah diese Aktivitäten im Leben der Menschen und Er erlebte auch diese Art des Lebens. Er war wie jeder andere normale Mensch, hatte drei Mahlzeiten am Tag und tägliche Routinen. Er erlebte das Leben eines gewöhnlichen Menschen persönlich und Er erlebte die Leben anderer mit. Als Er dies alles sah und erlebte, dachte Er nicht daran, wie Er ein gutes Leben leben haben oder wie Er freier und komfortabler leben könnte. Als er ein authentisches menschliches Leben erlebte, sah der Herr Jesus die Not im Leben der Menschen. Er sah die Not, das Elend und die Traurigkeit der Menschen unter der Korruption Satans, die im Bereich Satans lebten und in Sünde lebten. Während Er persönlich ein normales Leben erlebte, erfuhr Er auch, wie hilflos die Menschen waren, die inmitten der Korruption lebten. Er sah und erlebte das Elend derjenigen, die in Sünde lebten, die in der Peinigung durch Satan, durch das Böse, verloren waren. Als der Herr Jesus diese Dinge sah, sah Er sie mit Seiner Göttlichkeit oder mit Seiner Menschlichkeit? Seine Menschlichkeit existierte wirklich – sie war sehr lebendig – Er konnte all dies erleben und sehen und sah es natürlich auch mit Seinem Wesen und Seiner Göttlichkeit. Das heißt, Christus Selbst, der Herr Jesus der Mensch, sah dies und alles, was Er sah, ließ ihn die Wichtigkeit und die Notwendigkeit Seiner Arbeit, die Er, diesmal im Fleisch, auf sich genommen hatte, erkennen. Auch wenn Er wusste, dass die Verantwortung, die Er im Fleisch auf sich nehmen musste, so immens war und wie grausam der Schmerz, der Ihm bevorstand, sein würde. Als Er die Hilflosigkeit der Menschen in Sünde sah, als Er das Elend ihres Lebens sah und ihre kläglichen Anstrengungen unter dem Gesetz, wurde Er immer trauriger. Sein Bestreben, die Menschheit zu retten, wurde immer größer. Egal, welche Schwierigkeiten oder Schmerzen Ihm bevorstanden, Er würde leiden. Er wurde immer entschlossener, die Menschheit, die in der Sünde lebte, zu erlösen. Man könnte sagen, dass der Herr Jesus während dieses Verlaufs mehr und mehr das Werk verstand, das Er tun musste und was Ihm anvertraut worden war. Er wurde auch immer ungeduldiger, das Werk, das Er auf sich nehmen musste, zu vollenden – alle Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen und für die Menschheit zu sühnen, damit sie nicht länger in Sünde lebten. Wegen dieser Opferung könnte Gott die Sünden der Menschen vergessen, was Ihm erlaubte, Sein Werk, die Menschen zu retten, weiterzuführen. Man könnte sagen, dass der Herr Jesus in Seinem Herzen bereit war, Sich Selbst für die Menschheit aufzuopfern, Sich Selbst zu opfern. Er war auch bereit, als Sündenopfer zu handeln, an das Kreuz genagelt zu werden; und Er war ungeduldig, Sein Werk zu vollenden. Als Er die erbärmlichen Lebensumstände der Menschen sah, wollte Er Seine Mission sogar noch schneller vollenden, ohne eine weitere Minute oder Sekunde zu verlieren. Als Er diesen Drang verspürte, dachte Er weder daran, wie groß Sein eigener Schmerz sein würde, noch dachte Er daran, wie viel Demütigung Er zu ertragen haben würde – Er hatte nur eine Überzeugung in Seinem Herzen: vorausgesetzt, dass Er Sich opferte, vorausgesetzt, dass Er als ein Sündenopfer an das Kreuz genagelt wurde, würde Gottes Wille durchgesetzt und Er wäre in der Lage, ein neues Werk zu beginnen. Die Menschheit lebt in Sünde, der Zustand ihres Lebens in Sünde würde total geändert werden. Seine Überzeugung und was Er entschlossen war, zu tun, waren mit der Rettung der Menschheit verbunden und Er hatte nur ein Ziel: Gottes Willen zu erfüllen, damit Er erfolgreich die nächste Etappe in Seinem Werk beginnen konnte. Das war das, was der Herr Jesus zu jener Zeit im Sinn hatte.

Im Fleisch lebend, besaß der fleischgewordene Gott eine normale Menschlichkeit. Er hatte die Gefühle und Denkweise eines normalen Menschen. Er wusste, was Glück und Schmerz war und wenn Er die Menschen in dieser Art zu leben betrachtete, fühlte Er deutlich, dass den Menschen lediglich einige Lehren zu vermitteln, sie mit etwas zu versorgen, oder sie etwas zu lehren; sie nicht aus der Sünde herausführen konnte. Sie die Gebote beachten zu lassen, würde sie auch nicht von ihren Sünden erlösen – nur, wenn Er die Sünden der Menschheit auf sich nahm und Selbst zur fleischgewordenen Sünde wurde, konnte Er dies für die Freiheit der Menschen eintauschen und es für Gottes Vergebung für die Menschen eintauschen. Als der Herr Jesus also das Leben der Menschen in Sünde erlebt und mit angesehen hatte, entstand ein sehnlicher Wunsch in Seinem Herzen – den Menschen zu ermöglichen, sich von ihrem Leben des Kampfes mit der Sünde zu befreien. Dieser Wunsch brachte Ihn mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass er so bald und so schnell als möglich ans Kreuz gehen musste, um die Sünden der Menschheit zu übernehmen. Dies waren die Gedanken des Herrn Jesus zu dieser Zeit, nachdem Er mit den Menschen gelebt hatte und das Elend ihres Lebens in Sünde gesehen, gehört und gefühlt hatte. Dass der fleischgewordene Gott diesen Willen für die Menschheit haben konnte, dass Er diese Art Disposition ausdrücken und zeigen konnte – ist das etwas, was eine durchschnittliche Person haben könnte? Was würde eine durchschnittliche Person sehen, die in dieser Umgebung lebt? Was würden sie denken? Wenn eine Durchschnittsperson all dem gegenüber stehen würde, würden sie die Probleme aus einer erhöhten Perspektive betrachten? Mit Sicherheit nicht! Obwohl das Erscheinungsbild des fleischgewordenen Gottes genau dasselbe wie das eines Menschen ist, eignet Er sich menschliches Wissen an und spricht die menschliche Sprache. Manchmal erläutert Er Seine Ideen sogar durch menschliche Methoden oder ihre Ausdrucksweise; die Art, wie Er die Menschen und das Wesen der Dinge sieht und die Art, wie korrupte Menschen die Menschheit und das Wesen der Dinge sehen, sind absolut nicht dasselbe. Seine Perspektive und die Höhe, auf der Er steht, sind für den korrupten Menschen unerreichbar. Das ist, weil Gott die Wahrheit ist; das Fleisch, das er trägt, besitzt auch das Wesen Gottes, Seine Gedanken und was Er als Mensch ausdrückt, sind ebenfalls die Wahrheit. Für korrupte Menschen ist das, was Er im Fleisch ausdrückt, Versorgung mit Wahrheit und Leben. Diese Versorgung gilt nicht nur für eine einzelne Person, sondern für die ganze Menschheit. Für jede korrupte Person gilt, es sind nur wenige Menschen in seinem Herzen, die mit ihm verbunden sind. Es sind nur diese wenigen Menschen, um die er sich kümmert, über die er sich Gedanken macht. Wenn eine Katastrophe näher rückt, denkt er zuerst an seine eigenen Kinder, den Ehepartner oder seine Eltern. Eine menschenfreundlichere Person würde zumindest noch an ein paar Verwandte oder einen guten Freund denken; denkt er aber an mehr? Niemals! Denn die Menschen sind letztendlich immer noch Menschen, und sie können alles nur aus dem Blickwinkel und der Höhe einer Person aus betrachten. Der fleischgewordene Gott jedoch ist total anders als ein korrupter Mensch. Egal, wie gewöhnlich, normal und bescheiden der fleischgewordene Gott ist oder sogar wie tief die Menschen auf Ihn herabsehen; Seine Gedanken und Einstellung gegenüber den Menschen sind Dinge, die kein Mensch besitzen und kein Mensch imitieren könnte. Er wird die Menschen immer aus dem Blickwinkel der Göttlichkeit und der Höhe Seiner Position als Schöpfer betrachten. Er wird die Menschen mit dem Wesen und der Denkweise Gottes betrachten. Er kann auf keinen Fall die Menschen aus der Höhe einer normalen oder korrupten Person sehen. Wenn Menschen die Menschheit betrachten, tun sie dies aus der menschlichen Sicht und gebrauchen Dinge wie menschliches Wissen, menschliche Regeln und Theorien als Maßstab. Dies ist im Bereich, den Menschen mit ihrem eigenen Auge sehen können; es ist in dem Bereich, den korrupte Menschen erreichen können. Wenn Gott die Menschen betrachtet, geschieht dies aus göttlicher Sicht und als Maßstab gebraucht Er Sein Wesen und das, was Er hat und ist. Dies beinhaltet Dinge, die der Mensch nicht sehen kann und dies ist der Unterschied zwischen dem fleischgewordenen Gott und den korrupten Menschen. Dieser Unterschied ist durch die verschiedenen Wesen der Menschen und Gott bestimmt. Es sind diese verschiedenen Wesen, die ihre Identitäten und Positionen bestimmen und auch die Perspektive und Höhe, von wo aus sie die Dinge sehen. Seht ihr den Ausdruck und die Enthüllung von Gott Selbst in dem Herrn Jesus? Man könnte sagen, dass das, was der Herr Jesus tat und sagte, mit Seinem Amt und Gottes eigener Führungsarbeit verbunden war und das alles der Ausdruck und die Enthüllung von Gottes Wesen war. Obwohl Er eine menschliche Erscheinungsform hatte, können Sein göttliches Wesen und die Enthüllung Seiner Göttlichkeit nicht verneint werden. War diese menschliche Erscheinungsform wirklich eine Erscheinungsform der Menschlichkeit? Seine menschliche Erscheinungsform war in ihrem ganzen Wesen vollkommen unterschiedlich zu der Erscheinung korrupter Menschen. Der Herr Jesus war der fleischgewordene Gott. Hätte Er das Leben der Menschen in Sünde aus einem göttlichen Blickwinkel betrachten können, wenn Er wirklich einer der normalen, korrupten Menschen gewesen wäre? Ganz und gar nicht! Das ist der Unterschied zwischen dem Menschensohn und normalen Menschen. Alle korrupten Menschen leben in Sünde. Wenn jemand Sünde sieht, hat er deswegen kein besonderes Gefühl; sie sind alle gleich; wie ein Schwein, das im Dreck lebt und sich aber nicht unwohl oder schmutzig fühlt – es isst gut und schläft gut. Wenn jemand den Schweinestall sauber macht, fühlt sich das Schwein eigentlich nicht wohl und es bleibt nicht sauber. Es wird sich schnell wieder im Dreck wälzen und sich komplett wohlfühlen, weil es eine schmutzige Kreatur ist. Wenn Menschen ein Schwein sehen, empfinden sie es als dreckig und wenn man es sauber macht, fühlt sich das Schwein nicht besser – deswegen hält niemand ein Schwein im Haus. Wie der Mensch Schweine betrachtet wird immer anders sein als das Schwein sich selbst sieht, weil Menschen und Schweine nicht von derselben Art sind. Weil der fleischgewordene Sohn des Menschen nicht von derselben Art wie korrupte Menschen ist, kann nur der fleischgewordene Gott in einem göttlichen Blickwinkel stehen und von der Höhe Gottes aus die Menschen und alles andere sehen.

Wenn Gott zu Fleisch wird und unter den Menschen lebt, welchen Leiden ist Er ausgesetzt? Kann dies jemand wirklich verstehen? Manche Menschen sagen, dass Gott außerordentlich leidet und obwohl Er Gott selbst ist, verstehen Menschen Sein Wesen nicht und behandeln Ihn immer wie eine Person. Dies kränkt Ihn und Er fühlt sich ungerecht behandelt – sie sagen, Gottes Leiden ist wirklich außerordentlich. Andere sagen, Gott ist unschuldig und ohne Sünde, aber Er leidet genau wie die Menschheit und Er leidet zusammen mit der Menschheit Verfolgung, Verleumdung und Demütigungen. Sie sagen Er erträgt auch die Missverständnisse und den Ungehorsam Seiner Nachfolger – Gottes Leiden kann wirklich nicht gemessen werden. Es scheint, ihr versteht Gott nicht wirklich. Das Leiden, von dem ihr redet, zählt eigentlich nicht als wahres Leiden für Gott, weil es viel größere Leiden als dieses gibt. Was ist dann wahres Leiden für Gott? Was ist wahres Leiden für Gottes inkarniertes Fleisch? Dass die Menschen Ihn nicht verstehen, zählt für Gott nicht als Leiden und dass Menschen Ihn manchmal falsch verstehen oder Ihn nicht als Gott ansehen, zählt auch nicht als Leiden. Menschen denken aber oft, dass Gott eine große Ungerechtigkeit ertragen haben muss, dass Er während Seiner Zeit im Fleisch Seine Person dem Menschen nicht zeigen und ihnen erlauben kann, Seine Größe zu erkennen und dass Gott sich demütig in einem unscheinbaren Körper versteckt; dies muss Ihn sehr gequält haben. Menschen nehmen sich zu Herzen, was sie von Gottes Leiden verstehen und sehen können und drängen Gott alles mögliche an Mitgefühl auf und bieten oft sogar ein kleines Lob dafür an. In Wirklichkeit ist hier ein Unterschied, da ist eine Kluft zwischen dem, was Menschen von Gottes Leiden verstehen und was Er wirklich fühlt. Ich sage euch die Wahrheit – für Gott, ist egal, ob es Sein Geist oder Sein Mensch gewordenes Fleisch ist, dieses Leiden kein wahres Leiden. Was ist es nun, das Gott wirklich leiden lässt? Lasst uns über Gottes Leiden nur aus dem Blickwinkel des fleischgewordenen Gottes sprechen.

Wenn Gott zu Fleisch, zu einer durchschnittlichen, normalen Person wird, unter den Menschen lebt, Seite an Seite mit den Menschen; kann Er dann nicht die Methoden, Gesetze und Philosophien der Menschen, die sie für ihr Leben haben, sehen und fühlen? Was denkt Er über diese Methoden und Gesetze zum Leben? Fühlt Er Abscheu in Seinem Herzen? Warum würde Er Abscheu fühlen? Was sind die Methoden und Gesetze der Menschheit für das Leben? Auf welchen Grundlagen beruhen sie? Auf was basieren sie? Die Methoden, Gesetze usw. zum Leben, all dies basiert auf der Logik, dem Wissen und der Philosophie Satans. Menschen, die unter dieser Art von Gesetzen leben, haben keine Menschlichkeit, keine Wahrheit – sie alle widerstehen der Wahrheit und sind Gott feindlich gesinnt. Wenn wir uns Gottes Wesen ansehen, sehen wir, dass Sein Wesen das genaue Gegenteil der Logik, des Wissens und der Philosophie Satans ist. Sein Wesen ist voll mit Gerechtigkeit, Wahrheit und Heiligkeit und anderen Realitäten von allen positiven Dingen. Dieses Wesen zu besitzen und unter so einer Menschheit zu leben – was fühlt Gott in Seinem Herzen? Ist es nicht voller Schmerz? Sein Herz leidet Schmerz, und dieser Schmerz ist etwas, das niemand verstehen oder erkennen kann. Denn alles, was Er sieht, antrifft, hört, sieht und erlebt, ist die Korruptheit der Menschen, das Böse und ihre Rebellion und Widerstand gegen die Wahrheit. Alles, was vom Menschen kommt, ist der Ursprung für Sein Leiden. Sein Wesen ist nämlich nicht dasselbe als das der korrupten Menschen. Die Korruption der Menschen wird zum Ursprung Seines größten Leidens. Wenn Gott Fleisch wird, ist Er da in der Lage jemanden zu finden, der eine gemeinsame Sprache mit Ihm teilt? Dies kann nicht unter den Menschen gefunden werden. Niemand kann gefunden werden, der kommunizieren, der diesen Austausch mit Gott haben kann – was denkt ihr, wie Gott sich dabei fühlt? Die Dinge, über die die Menschen reden, was sie lieben, was sie erstreben und wonach sie sich sehnen, haben alle mit der Sünde zu tun, mit üblen Absichten. Wenn Gott das alles sieht, ist dies nicht wie ein Messerstich in Sein Herz? Konnte Er Freude in Seinem Herzen haben, wenn Er mit diesen Dingen konfrontiert war? Konnte Er Trost finden? Diejenigen, die mit Ihm leben, sind alles Menschen voller Aufsässigkeit und Bösem – wie könnte Sein Herz nicht leiden? Wie groß ist dieses Leiden eigentlich und wen interessiert es? Wer schenkt dem Beachtung? Und wer könnte es schätzen? Die Menschen haben keine Möglichkeit Gottes Herz zu verstehen. Sein Leiden ist etwas, das die Menschen nicht besonders schätzen können und die Kälte und Gefühlslosigkeit der Menschheit lässt Gott noch mehr leiden.

Es gibt einige Menschen, die häufig mit der Not Christi sympathisieren, weil es einen Vers in der Bibel gibt, der sagt: „Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hin lege“. Wenn Menschen dies hören, nehmen sie es sich zu Herzen und glauben, dass dies das größte Leiden ist, das Gott erduldet und das größte Leiden, das Christus erduldet. Wenn man dies nun aus der Perspektive der Tatsachen betrachtet, ist dies wirklich der Fall? Gott glaubt nicht, dass diese Schwierigkeiten Leiden sind. Er hat nie gegen die Ungerechtigkeiten wegen der Schwierigkeiten des Fleisches aufgeschrien und Er hat die Menschen nie gezwungen, Ihn mit irgendetwas zu bezahlen oder zu belohnen. Wenn Er jedoch alles an der Menschheit miterlebt, ihre korrupten Leben und das Böse der korrupten Menschen; wenn Er erlebt, dass die Menschheit in den Fängen Satans ist, von Satan gefangen und nicht flüchten kann; dass die Menschen, die in Sünde leben, nicht wissen, was die Wahrheit ist – kann Er alle diese Sünden nicht ertragen. Seine Abscheu für den Menschen wächst mit jedem Tag, aber Er muss all dies ertragen. Das ist das große Leiden Gottes. Gott kann die Stimme Seines Herzens und Seine Gefühle nicht einmal Seinen Nachfolgern gegenüber vollständig ausdrücken und nicht einer unter Seinen Nachfolgern kann Sein Leiden wirklich verstehen. Niemand versucht überhaupt, zu verstehen oder Sein Herz zu trösten – Sein Herz erträgt diese Leiden Tag für Tag, Jahr für Jahr, immer wieder. Was seht ihr in all diesem? Gott verlangt nichts zurück vom Menschen, für das, was Er gegeben hat – aber wegen Seines Wesens kann Er das Schlechte, die Korruption und Sünde der Menschheit absolut nicht tolerieren, sondern empfindet extreme Abscheu und Hass. Dies hat zur Folge, dass Gottes Herz und Sein Körper unendliche Leiden ertragen. Könnt ihr dies alles erkennen? Wahrscheinlich kann keiner von euch dies erkennen, weil keiner von euch Gott wirklich versteht. Mit der Zeit könnt ihr es langsam selbst erleben.

Als nächstes sehen wir uns die folgenden Passagen der Heiligen Schrift an.

9. Jesus wirkt Wunder

1) Die Speisung der Fünftausend

(Johannes 6:8-13) Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, dass sich das Volk lagert. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, wieviel sie wollten. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die übrig blieben denen, die gespeist worden.

2) Die Auferweckung des Lazarus verherrlicht Gott.

(Johannes 11:43-44) Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen und sein Angesicht verhüllt mit dem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen!

Wir haben von den Wundern, die Jesus vollbracht hat, nur diese beiden ausgewählt, da diese ausreichend sind, um zu demonstrieren, worüber Ich hier sprechen will. Diese beiden Wunder sind wirklich erstaunlich und repräsentieren sehr gut die Wunder des Herrn Jesus im Zeitalter der Gnade.

Lasst uns zunächst die erste Passage anschauen: Die Speisung der Fünftausend

Was für ein Konzept ist das „fünf Laibe und zwei Fische“? Für wie viele Menschen wären fünf Brotlaibe und zwei Fische normalerweise genug? Wenn ihr den Appetit einer durchschnittlichen Person in Betracht zieht, wäre es nur für zwei Menschen genug. Das ist das grundlegende Konzept von fünf Brotlaiben und zwei Fischen. In der Passage wird aber geschrieben, dass die fünf Brotlaibe und zwei Fische wie vielen Menschen zu essen gegeben haben? Es ist in der Heiligen Schrift wie folgt niedergeschrieben: „Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann“. Ist fünftausend eine hohe Zahl verglichen zu fünf Laib Brot und zwei Fischen? Was bedeutet es, dass diese Zahl so hoch ist? Aus der Perspektive eines Menschen wäre es unmöglich, fünf Laib Brot und zwei Fische unter fünftausend Menschen zu verteilen, weil die Differenz zu groß ist. Auch wenn jede Person nur einen ganz kleinen Bissen hätte, wäre es immer noch nicht genug für fünftausend Menschen. Aber Jesus hat hier ein Wunder vollbracht – Er hat nicht nur ermöglicht, dass fünftausend Menschen satt wurden, es war auch noch etwas übrig. Die Heilige Schrift sagt: „Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die übrig blieben denen, die gespeist worden.“ Dieses Wunder erlaubte den Menschen, die Identität und den Status Jesu zu sehen und sie konnten auch sehen, dass für Gott nichts unmöglich ist – sie sahen die Wahrheit Seiner Allmächtigkeit. Fünf Laibe Brot und zwei Fische waren genug, um Fünftausend zu speisen. Wären aber keine Lebensmittel dagewesen, wäre Gott trotzdem in der Lage gewesen, fünftausend Menschen zu speisen? Natürliche wäre Er das gewesen! Es war ein Wunder, so unabwendbar, dass die Menschen fühlten, dass es unfassbar, unglaublich und mysteriös war, aber für Gott war das gar nichts. Da dies etwas Gewöhnliches für Gott war; warum wurde es zur Deutung ausgewählt? Weil, was hinter diesem Wunder steht, den Willen des Herrn Jesus enthält, welcher von der Menschheit nie zuvor entdeckt wurde.

Zuerst müssen wir verstehen was für Menschen diese Fünftausend waren. Waren sie Nachfolger des Herrn Jesus? Von der Heiligen Schrift wissen wir, dass sie nicht Seine Nachfolger waren. Wussten sie, wer der Herr Jesus war? Bestimmt nicht! Sie wussten zumindest nicht, dass die Person, die vor ihnen stand, Christus war; manche kannten Seinen Namen, wussten etwas oder hatten von den Dingen, die Er getan hatte, gehört. Sie waren lediglich auf den Herrn Jesus aus den Erzählungen neugierig. Man konnte aber sicherlich nicht sagen, dass sie Ihm nachfolgten oder Ihn gar verstanden. Als der Herr Jesus diese fünftausend Menschen sah, waren sie hungrig und konnten nur daran denken, ihren Magen zu füllen. Es war also in diesem Kontext, dass Jesus ihren Wunsch erfüllte. Als Er ihre Wünsche erfüllte, was war da in Seinem Herzen? Was war Seine Einstellung gegenüber jenen Menschen, die sich nur satt essen wollten? Zu dieser Zeit hatten die Gedanken des Herrn Jesus und Seine Einstellung mit Gottes Disposition und Wesen zu tun. Diesen fünftausend Menschen mit leeren Mägen gegenüberstehend, die nur eine volle Mahlzeit haben wollten, die voller Neugierde und Hoffnung auf Ihn waren, dachte der Herr Jesus nur daran, dieses Wunder dazu zu verwenden, ihnen Seine Gnade zu Teil werden zu lassen. Er ließ jedoch keine Hoffnungen in Sich aufkommen, dass sie Seine Nachfolger würden. Er wusste, sie wollten sich nur am Spaß beteiligen und ihre Mägen füllen. Er machte also das Beste aus dem, was Er hatte und gab fünftausend Menschen zu essen – mit fünf Brotlaiben und zwei Fischen. Er öffnete die Augen dieser Menschen, die die Unterhaltung genossen, die Wunder sehen wollten und sie sahen mit eigenen Augen die Dinge die der fleischgewordene Gott vollbringen konnte. Obwohl der Herr Jesus etwas nicht Greifbares gebrauchte, um ihre Neugierde zu befriedigen, wusste Er in Seinem Herzen, dass diese fünftausend Menschen nur eine gute Mahlzeit haben wollten; deswegen sagte Er nichts und predigte auch nicht zu ihnen – Er ließ sie nur sehen, wie das Wunder geschah. Er konnte diese Menschen auf keinen Fall genauso behandeln wie Seine Jünger, die Ihm wirklich nachfolgten, aber in Gottes Herz standen alle Kreaturen unter Seiner Herrschaft. Und falls nötig, würde Er jeder Kreatur in Seiner Sichtweite erlauben, sich an Gottes Gnade zu erfreuen. Obwohl diese Menschen nicht wussten, wer Er war, sie Ihn nicht verstanden oder irgendeinen speziellen Eindruck von Ihm hatten oder Ihm dankbar waren, sogar nachdem sie die Laibe und Fische gegessen hatten, war dies nichts dem Gott widersprach – Er gab diesen Menschen eine wundervolle Gelegenheit, Gottes Gnade zu genießen. Manche sagen, Gott hat Grundsätze in dem, was Er tut und Er wacht nicht über die Ungläubigen oder beschützt sie nicht und vor allem lässt Er sie nicht Seine Gnade genießen. Ist das wirklich der Fall? Solange es in Gottes Augen Lebewesen sind, die Er Selbst geschaffen hat, wird Er sie führen und Sich um sie kümmern; Er wird Sich mit ihnen befassen, für sie planen, und auf verschiedene Art und Weise über sie herrschen. Dies sind die Gedanken und Einstellung Gottes zu allen Dingen.

Obwohl die fünftausend Menschen, die die Brotlaibe und den Fisch aßen, nicht planten, Jesus zu folgen, war Er nicht streng ihnen gegenüber. Wisst ihr was der Herr Jesus tat, nachdem alle satt waren? Hat Er zu ihnen gepredigt? Wohin ging Er danach? Die Heilige Schrift sagt nichts darüber, ob Jesus überhaupt etwas zu ihnen gesagt hat. Nachdem Er Sein Wunder vollbracht hatte, ist Er leise gegangen. Hat Er irgendwelche Anforderungen an diese Menschen gestellt? Gab es da Hass in irgendeiner Form? Da war nichts dergleichen – Er wollte nur keinen weiteren Gedanken an die Menschen verschwenden, die Ihm nicht folgen würden. Sein Herz hat zu dieser Zeit gelitten. Weil Er die Verdorbenheit der Menschheit gesehen und Ihre Zurückweisung gespürt hatte und als Er die Menschen sah oder unter ihnen war, machte Ihn die menschliche Stumpfheit und Ignoranz sehr traurig und hinterließ Schmerzen in Seinem Herzen, so wollte Er diese Menschen so schnell wie möglich verlassen. Der Herr hatte keinerlei Anforderungen an sie in Seinem Herzen; Er wollte nicht an sie denken. Insbesondere wollte Er nicht Seine Energie an sie verschwenden, und Er wusste, sie würden Ihm trotz allem nicht nachfolgen. Seine Einstellung ihnen gegenüber war immer noch eindeutig. Er wollte sie nur gut behandeln und ihnen Gnade erweisen – das war Gottes Einstellung zu jedem Lebewesen unter Seiner Herrschaft: behandle jedes Lebewesen freundlich, sorge für sie, nähre sie. Gerade weil der Herr Jesus der fleischgewordene Gott war, hat Er auf sehr natürliche Weise Gottes eigenes Wesen offenbart und diese Menschen freundlich behandelt. Er behandelte sie freundlich, mit Gnade und Toleranz im Herzen. Egal, wie diese Menschen den Herrn Jesus betrachteten, egal, was das Ergebnis sein würde; Er behandelte einfach jede Kreatur basierend auf Seiner Position als der Herr aller Schöpfung. Was Er offenbarte, war ohne Ausnahme Gottes Disposition und das, was Er hat und ist. Der Herr Jesus hatte also schweigend etwas getan und ist dann schweigend gegangen – welcher Aspekt von Gottes Disposition ist das? Könnte man sagen, dass das Gottes Liebenswürdigkeit ist? Könnte man sagen, dass Gott selbstlos ist? Könnte eine normale Person dies tun? Mit Sicherheit nicht! Wer waren eigentlich diese fünftausend Menschen, die der Herr Jesus mit fünf Brotlaiben und zwei Fischen gespeist hat? Könnte man sagen, dass sie kompatibel zu Ihm waren? Könnte man sagen, dass sie Gott alle feindlich gesinnt waren? Es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass sie mit dem Herrn absolut nicht kompatibel waren und dass ihr Wesen Gott gegenüber absolut feindlich war. Wie hat Gott sie aber behandelt? Er gebrauchte eine Methode, um die Feindseligkeit der Menschen Gott gegenüber zu besänftigen – diese Methode nennt sich Güte. Das heißt, obwohl Jesus sie als Sünder sah, waren sie in Gottes Augen trotzdem Seine Schöpfung und so behandelte Er die Sünder freundlich. Das ist Gottes Toleranz. Seine Toleranz ist festgelegt durch Gottes eigene Identität und Sein Wesen. Dies ist also etwas, was kein von Gott geschaffener Mensch tun kann – nur Gott kann dies tun.

Wenn du in der Lage bist, Gottes Gedanken und Einstellung gegenüber der Menschheit wahrhaftig zu schätzen; wenn du wirklich Gottes Empfindungen und Sorge für jedes Lebewesen verstehen kannst; dann wirst du in der Lage sein, die Hingabe und Liebe zu verstehen, die für jeden einzelnen vom Schöpfer geschaffenen Menschen aufgewendet wurde. Wenn es soweit ist, wirst du zwei Worte gebrauchen, um Gottes Liebe zu beschreiben – was für Worte sind dies? Manche sagen „selbstlos“, manche sagen „menschenfreundlich“. Von diesen beiden passt „menschenfreundlich“ am wenigsten, um Gottes Liebe zu beschreiben. Dies ist ein Wort, das Menschen benutzen, um die weitherzigen Gedanken und Gefühle einer Person zu beschreiben. Ich verabscheue dieses Wort wirklich, weil es sich darauf bezieht, Barmherzigkeit willkürlich zu verteilen – wahllos und ohne Rücksicht auf irgendwelche Prinzipien. Es ist ein überemotionaler Ausdruck von törichten und verwirrten Menschen. Wenn dieses Wort gebraucht wird, um Gottes Liebe zu beschreiben, ist dies zwangsläufig eine blasphemische Absicht. Ich habe zwei Worte, die Gottes Liebe treffender beschreiben – was sind diese beiden Worte? Das erste ist „gewaltig“. Ist dieses Wort nicht sehr ausdrucksvoll? Das zweite ist „unermesslich“. Hinter diesen Worten, die Ich gebrauche, um Gottes Liebe zu beschreiben, ist eine wirkliche Bedeutung. Wortgetreu beschreibt „gewaltig“ das Volumen oder die Kapazität einer Sache; es ist egal, wie groß diese ist – es ist etwas, das die Menschen anfassen und sehen können, weil es existiert. Es ist kein unbekanntes Objekt und gibt Menschen das Gefühl, dass es relativ genau und praktisch ist. Es ist egal, ob ihr es aus einem flachen oder dreidimensionalen Winkel betrachtet; ihr braucht euch seine Existenz nicht vorstellen, weil es etwas ist, das wirklich existiert. Das Wort „gewaltig“ zu gebrauchen, um Gottes Liebe zu beschreiben, kann aber auch den Eindruck hinterlassen, Seine Liebe in Zahlen auszudrücken; es gibt einem aber auch das Gefühl, dass sie nicht zu messen ist. Ich sage, Gottes Liebe kann gemessen werden, weil Seine Liebe nicht eine Art des Nichts ist – sie kommt auch nicht von einer Legende. Es ist eher etwas, das von allen Dingen unter Gottes Herrschaft geteilt wird und etwas, das von allen Lebewesen in unterschiedlichem Ausmaße und aus verschiedenen Perspektiven genossen wird. Obwohl Menschen es nicht sehen oder anfassen können, bringt diese Liebe Nahrung und Leben zu allen Dingen, während sie Stück für Stück in ihrem Leben enthüllt wird; sie zählen und sind Zeuge für jeden einzelnen Moment, in dem sie Gottes Liebe genießen. Ich sage, dass Gottes Liebe nicht messbar ist, weil das Mysterium Gottes, für alle Dinge zu sorgen und sie zu hegen, etwas ist, das der Mensch sich schlecht vorstellen kann; wie auch Gottes Gedanken für alle Dinge, speziell die für die Menschheit. Deshalb kennt niemand das Blut und die Tränen, die der Schöpfer für die Menschheit vergossen hat. Niemand kann es begreifen; niemand kann die Tiefe oder das Gewicht der Liebe verstehen, die der Schöpfer für die Menschheit hat, die Er mit eigenen Händen geschaffen hat. Die Liebe Gottes als gewaltig zu beschreiben soll den Menschen helfen, Seinen Umfang und die Wahrheit Seiner Existenz zu verstehen. Es dient auch dazu, dass die Menschen die wirkliche Bedeutung des Wortes „Schöpfer“ besser verstehen, so dass die Menschen ein besseres Verständnis der wahren Bedeutung der Bezeichnung „Schöpfung“ bekommen. Was beschreibt das Wort „unermesslich“ üblicherweise? Es wird im Allgemeinen für das Meer oder Universum gebraucht, wie das unermessliche Universum oder das unermessliche Meer. Das Ausmaß und die ruhige Tiefe des Universums übersteigt das menschliche Verstehen und ist etwas, das die Fantasie der Menschen anregt – und sie sind voller Bewunderung dafür. Sein Mysterium und Seine Tiefe sind sichtbar, aber nicht erreichbar. Wenn du an das Meer denkst und an seine Weite, sieht es grenzenlos aus und du kannst seine Rätselhaftigkeit und Inklusivität spüren. Deswegen wählte Ich das Wort „unermesslich“, um Gottes Liebe zu beschreiben. Es dient dazu, den Menschen zu helfen, zu empfinden, wie kostbar es ist, die tiefgreifende Schönheit Seiner Liebe zu fühlen und dass Macht von Gottes Liebe unendlich und umfassend ist. Es soll ihnen helfen, die Heiligkeit Seiner Liebe, Gottes Erhabenheit und Unverletzbarkeit, welche durch Seine Liebe offenbart werden, zu fühlen. Denkt ihr nun, dass „unermesslich“ ein angemessenes Wort ist, um Gottes Liebe zu beschreiben? Kann Gottes Liebe diesen beiden Worten „gewaltig“ und „unermesslich“ gerecht werden? Absolut! Nur diese beiden Worte der menschlichen Sprache sind relativ treffend und kommen der Beschreibung von Gottes Liebe einigermaßen nahe. Denkt ihr nicht? Wenn Ich euch Gottes Liebe beschreiben lassen würde, würdet ihr diese beiden Worte gebrauchen? Wahrscheinlich könntet ihr das nicht, da euer Verständnis und eure Wertschätzung von Gottes Liebe auf eine flache Perspektive beschränkt ist und sich noch nicht zu einem dreidimensionalen Bereich erhoben hat. Wenn Ich euch also Gottes Liebe beschreiben lassen würde, würdet ihr das Gefühl haben, dass euch die Worte fehlen; ihr würdet sogar sprachlos sein. Die beiden Worte über die Ich heute gesprochen habe, sind für euch vielleicht schwierig zu verstehen – oder ihr seid einfach anderer Meinung. Dies kann nur die Tatsache bestätigen, dass eure Wertschätzung und euer Verständnis für Gottes Liebe oberflächlich und in einem kleinen Rahmen sind. Ich habe schon erwähnt, dass Gott selbstlos ist – ihr erinnert euch an das Wort selbstlos. Könnte man sagen, dass Gottes Liebe nur als selbstlos bezeichnet werden kann? Ist dies nicht ein zu kleiner Rahmen? Ihr solltet etwas mehr darüber nachdenken, um etwas daraus zu gewinnen.

Das zuvor Erwähnte ist, was wir von Gottes Disposition und Seinem Wesen am ersten Wunder sahen: Obwohl es eine Geschichte ist, die die Menschen seit mehreren tausend Jahren lesen, hat sie eine einfache Handlung und erlaubt den Menschen, ein einfaches Phänomen zu sehen; und doch können wir in dieser einfachen Handlung etwas Wertvolleres erkennen: Gottes‘ Disposition und was Er hat und ist. Diese Dinge, die Er hat und ist, repräsentieren Gott Selbst und sind ein Ausdruck von Gottes eigenen Gedanken. Wenn Gott Seine Gedanken zum Ausdruck bringt, ist es ein Ausdruck der Stimme Seines eigenen Herzens. Er hofft, dass es Menschen gibt, die Ihn verstehen können, Ihn kennen und Seinen Willen begreifen und Er hofft, dass es Menschen geben wird, die die Stimme Seines Stimme Herzens hören können und die in der Lage sein werden, aktiv mitzuwirken, um Seinen Willen zu befriedigen. All diese Dinge, die der Herr Jesus vollbrachte, waren ein stiller Ausdruck von Gott.

Nun sehen wir uns den folgenden Abschnitt an: Die Auferweckung des Lazarus.

Was ist euer Eindruck, nachdem ihr diesen Abschnitt gelesen habt? Die Bedeutung dieses Wunders, das der Herr Jesus vollbracht hat, war viel größer als die des vorigen, da kein Wunder verblüffender ist, als jemanden von den Toten zurück zu bringen. Dass der Herr Jesus so etwas getan hat, war zu jener Zeit von außerordentlicher Bedeutung. Da Gott Fleisch geworden war, konnten die Menschen nur Seine körperliche Erscheinung, Seine praktische und Seine unbedeutende Seite sehen. Auch wenn manche Menschen etwas von Seinem Charakter oder Seinen Stärken sehen und verstehen konnten; niemand wusste, wo der Herr Jesus herkam, was Sein Wesen wirklich war und was Er noch alles vollbringen konnte. All dies war der Menschheit unbekannt. Zu viele Menschen wollten einen Beweis dafür haben und die Wahrheit wissen. Konnte Gott etwas tun, um Seine eigene Identität zu beweisen? Für Gott war dies kinderleicht – ein Kinderspiel. Er konnte überall und jederzeit etwas machen, um Seine Identität und Sein Wesen zu beweisen, aber Gott tat Dinge mit einem Plan und Schritt für Schritt. Er tat nichts wahllos; Er wartete auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Gelegenheit, um etwas sehr Bedeutungsvolles zu vollbringen, das die Menschheit sehen konnte. Dies bewies Seine Autorität und Seine Identität. Konnte nun die Auferweckung des Lazarus die Identität des Herrn Jesus beweisen? Sehen wir uns diesen Abschnitt in der Heiligen Schrift an: „Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus.“ Als Jesus dies tat, sagte Er nur eines: „Lazarus, komm heraus!“ Lazarus kam dann aus seiner Gruft – dies wurde durch einen Satz erreicht, den der Herr aussprach. Während dieser Zeit baute der Herr Jesus keinen Altar und Er führte keine weiteren Tätigkeiten aus Er sagte nur Eines. Würde man dies ein Wunder oder einen Befehl nennen? Oder war es eine Art Zauberei? Oberflächlich betrachtet könnte man es ein Wunder nennen, aus einer moderneren Perspektive betrachtet könnte man es natürlich immer noch ein Wunder nennen. Es kann allerdings auf keinen Fall als ein Zauberspruch bezeichnet werden, um eine Seele von den Toten zurück zu holen und schon gar nicht als Zauberei. Es ist richtig, zu sagen, dass dieses Wunder die normalste und kleinste Demonstration der Autorität des Schöpfers war. Das ist die Autorität und die Fähigkeit Gottes. Gott hat die Macht, eine Person sterben zu lassen; dass seine Seele den Körper verlässt und in die Unterwelt zurückkehrt oder dahin, wo immer sie hingehen soll. Wann jemand stirbt und wo derjenige nach seinem Tod hingeht, wird von Gott bestimmt. Er kann dies jederzeit und überall tun. Er ist nicht durch Menschen, Ereignisse, Objekte, Raum oder Ort eingeschränkt. Wenn Er es will, kann Er es machen, weil alle Dinge und Lebewesen unter Seiner Herrschaft sind und alles lebt und stirbt durch Sein Wort, Seine Autorität. Er kann einen Toten wiederauferstehen lassen – das ist auch etwas, das Er jederzeit und überall tun kann. Das ist die Autorität, die nur der Schöpfer besitzt.

Als der Herr Jesus so etwas tat, wie Lazarus von den Toten aufzuerwecken, war dies, um den Menschen den Beweis zu liefern und damit Satan es sieht; um die Menschen und Satan wissen zu lassen, dass alles von der Menschheit, ihr Leben und Tod von Gott bestimmt sind. Auch als Er Fleisch war, behielt Er wie immer die Herrschaft über die physische Welt, die sichtbar ist, und auch über die geistliche Welt, die für den Menschen unsichtbar ist. Dies war, um die Menschen und Satan wissen zu lassen, dass alles von der Menschheit nicht unter Satans Gewalt ist. Dies war eine Offenbarung und Demonstration der Macht Gottes und es war auch ein Mittel für Gott, allen die Nachricht zu senden, dass das Leben und der Tod der Menschheit in Gottes Hand sind. Die Wiederauferstehung von Lazarus durch den Herrn Jesus – diese Art der Vorgehensweise, war einer der Wege für den Schöpfer, den Menschen zu lehren und zu unterweisen. Es war eine handfeste Handlung, in welcher Er Seine Fähigkeit und Macht gebrauchte um die Menschheit zu unterweisen und die Menschen zu versorgen. Es war eine Möglichkeit für den Schöpfer, den Menschen die Wahrheit sehen zu lassen; dass Er die Herrschaft über alle Dinge hat, ohne dass Er Worte gebrauchte. Auf diesem Weg konnte Er den Menschen durch praktische Handlungen erklären, dass es keine andere Erlösung als durch Ihn gibt. Diese stille Art, mit der Er die Menschheit unterweist, wird für immer sein – sie ist unauslöschlich und sie brachte dem menschlichen Herzen einen Schock und Erleuchtung, die niemals verblassen wird. Die Wiederauferstehung des Lazarus verherrlichte Gott – dies hat eine große Auswirkung auf jeden einzelnen Nachfolger Gottes. Es verankerte in jeder Person, die dieses Ereignis zutiefst versteht, das Verständnis und die Vision, dass nur Gott das Leben und den Tod der Menschheit beherrschen kann. Obwohl Gott diese Art der Macht hat und obwohl Er durch Lazarus Wiederauferstehung eine Botschaft Seiner Souveränität über Leben und Tod der Menschheit gesandt hat, war dies nicht Seine wichtigste Arbeit. Gott tut nie etwas ohne Bedeutung. Jede einzelne Tat hat einen großen Wert; alles ist ein klassischer Schatz. Er würde nie eine Person, die aus ihrem Grab gekommen ist, zum erstrangigen, einzigen Ziel oder zum Gegenstand Seines Werks machen. Gott macht nichts, was ohne Bedeutung ist. Eine Wiederauferstehung von Lazarus ist ausreichend, um Gottes Macht zu demonstrieren. Sie ist ausreichend, um die Identität Jesu zu beweisen. Deswegen hat der Herr Jesus diese Art Wunder nicht wiederholt. Gott tut die Dinge nach Seinen eigenen Prinzipien. In menschlicher Sprache ausgedrückt, würde dies bedeuten: „Gott ist achtsam bei Seinem ernsthaften Werk“. Das heißt, dass wenn Gott Dinge tut, Er nicht vom Zweck Seines Werks abweicht. Er weiß, welche Arbeit Er in dieser Etappe erledigen will, was Er erreichen will und Er wird strengstens nach Seinem Plan arbeiten. Wenn eine korrupte Person diese Fähigkeit hätte, würde sie nur darüber nachdenken, wie sie ihre Fähigkeit zeigen könnte, damit andere wissen, wie beeindruckend sie ist und sie würden sich vor ihr beugen, damit sie sie kontrollieren und verschlingen kann. Das ist das Übel, das vom Teufel kommt – man nennt dies Korruption. Gott hat keine derartige Disposition und Er hat kein derartiges Wesen. Er will mit Seinen Aktionen nicht angeben, sondern die Menschheit mit mehr Offenbarung und Führung versorgen. Die Menschen sehen daher sehr wenig Beispiele dieser Art in der Bibel. Dies bedeutet nicht, dass die Fähigkeiten des Herrn Jesus limitiert waren, oder dass Er diese Dinge nicht tun konnte. Es ist einfach so, dass Gott diese Dinge nicht tun wollte, weil die Wiederauferstehung Lazarus durch den Herrn Jesus eine sehr praktische Bedeutung hatte und auch deswegen, weil die vorrangige Arbeit von Gott im Fleisch nicht das Vollbringen von Wundern war, es war nicht Menschen von den Toten auferstehen zu lassen – sondern die Erlösung der Menschheit. Deswegen war vieles von Jesus Werk, was Er vollbrachte, die Menschen zu lehren, für sie zu sorgen und ihnen zu helfen und Dinge wie die Wiederauferstehung von Lazarus waren lediglich kleine Teilbereiche des Amtes, den der Herr Jesus ausführte. Erst recht könnte man sagen, dass „angeben“ kein Teil von Gottes Wesen ist, keine weiteren Wunder zu vollbringen war also nicht absichtliche Zurückhaltung und auch keine Einschränkung durch die Umwelt und auf keinen Fall war es mangelnde Fähigkeit.

Als Jesus Lazarus von den Toten auferweckte, gebrauchte Er nur einen Satz „Lazarus, komm heraus!“. Er hat nichts anderes gesagt! Was bedeuten diese Worte? Sie bedeuten, dass Gott durch Worte alles erreichen kann, sogar einen Toten wiederauferstehen zu lassen. Als Gott alle Dinge schuf, als Er die Welt schuf, tat Er dies mit Worten. Er gebrauchte ausgesprochenen Befehle, Worte mit Autorität und genauso wurde alles geschaffen. Es wurde so vollbracht. Dieser einzelne Satz, den der Herr Jesus sprach, war genauso, wie die Worte, die Gott bei der Erschaffung von Himmel und Erde und allen anderen Dingen sprach; Er hielt gleichermaßen die Macht von Gott, die Fähigkeit des Schöpfers. Alle Dinge wurden geformt und standen fest durch die Worte aus Gottes Mund und genau deswegen – wegen der Worte aus dem Mund des Herrn Jesus kam Lazarus aus seiner Gruft. Dies war Gottes Macht, demonstriert und verwirklicht durch Sein inkarniertes Fleisch. Diese Art von Macht und Fähigkeit gehörte dem Schöpfer und dem Menschensohn, in welchem der Schöpfer erkannt wurde. Das ist das Verständnis, das die Menschheit von Gott gelehrt wurde, indem Lazarus von den Toten wiederauferstand. Das ist alles zu diesem Thema, lasst uns nun die Heilige Schrift lesen.

10. Das Urteil der Pharisäer über Jesus

(Markus 3:21-22) Und da es die Seinen hörten, gingen sie aus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus.

11. Jesus Zurechtweisung der Pharisäer

(Matthäus 12:31-32) Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben, aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben werden, weder in dieser noch in jener Welt.

(Matthäus 23:13-15) Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, daß ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid! 

Wir haben oben zwei verschiedene Absätze. Sehen wir uns zuerst den ersten an: Das Urteil der Pharisäer über Jesus.

Die Einschätzung der Pharisäer von Jesus Selbst und den Dingen, die Er tat, sind in der Bibel wie folgt beschrieben: „sie sprachen: Er ist von Sinnen ... Er hat den Beelzebub, und durch den obersten Teufel treibt er die Teufel aus“ (Markus 3:21-22). Das Urteil der Schriftgelehrten und Pharisäer über Jesus war kein Nachplappern und keine Einbildung, die aus der Luft gegriffen war – es war deren Schlussfolgerung über den Herrn Jesus aus dem, was sie von Seinen Taten gehört und gesehen hatten. Obwohl ihre Schlussfolgerung anscheinend im Namen des Gesetzes getroffen wurde und sie den Menschen als gut begründet erschien, war die Arroganz, mit der sie über Jesus urteilten, sogar für sie schwer zu bändigen. Die fieberhafte Energie ihres Hasses auf den Herrn Jesus entblößte ihre eigenen wilden Ambitionen, ihre bösen, satanischen Haltungen, und ihr bösartiges Wesen, Gott zu widerstehen. Die Dinge, die sie in ihrem Urteil über den Herrn Jesus behaupteten, waren angetrieben von ihren wilden Ambitionen, Eifersucht und dem hässlichen und bösartigen Wesen ihrer Feindseligkeit gegenüber Gott und der Wahrheit. Sie prüften weder die Quelle von Jesus Taten, noch prüften sie das Wesen dessen, was Er sagte und tat. Aber sie attackierten blindlings, ungeduldig, verrückt und mit absichtlicher Bosheit und brachten in Verruf, was Er getan hatte. Dies ging sogar soweit, willkürlich Seinen Geist zu entehren, das heißt, den Heiligen Geist – Gottes Geist. Das ist, was sie meinten, als sie sagten: „Er ist von Sinnen,“ „Beelzebub und oberster Teufel.“ Das heißt, sie sagten, dass der Geist von Gott der Beelzebub und oberste Teufel sei. Sie beschrieben das Werk des Fleisches, mit dem sich Gottes Geist gekleidet hatte, als Wahnsinn. Sie lästerten nicht nur, dass Gottes Geist der Beelzebub und oberste Teufel sei, sondern verurteilten auch Gottes Werk. Sie verurteilten und verlästerten den Herrn Jesus Christus. Das Wesen ihres Widerstandes und ihrer Gotteslästerung war genau dasselbe, wie das Wesen Satans und des Teufels Widerstand und Gotteslästerung. Sie repräsentierten nicht nur korrupte Menschen, sie waren mehr noch die Verkörperung Satans. Sie waren ein Kanal Satans inmitten der Menschheit und waren die Komplizen und Boten Satans. Das Wesen ihrer Lästerung und Verunglimpfung des Herrn Jesus Christus war ihr Kampf mit Gott um ihren Status; ihr Wettkampf mit Gott, ihre nicht endende Versuchung Gottes. Das Wesen ihres Widerstandes und ihre feindliche Einstellung Ihm gegenüber sowie ihre Worte und Gedanken lästerten und verärgerten Gottes Geist direkt. Gott legte daher ein angemessenes Urteil fest über das, was sie sagten und taten und entschied, dass ihre Handlungen eine Sünde der Gotteslästerung gegen den Heiligen Geist sind. Diese Sünde kann nicht vergeben werden, weder in dieser Welt noch danach; wie der folgende Abschnitt aus der Heiligen Schrift sagt: „Die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben werden, und wer aber etwas wider den Heiligen Geist redet, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ Lasset uns heute über die wahre Bedeutung dieser Worte Gottes sprechen. „dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ Dies entmystifiziert, wie Gott Sein Wort erfüllt. „dem wird's nicht vergeben werden, weder in dieser noch in jener Welt.“

Alles, worüber wir gesprochen haben, ist mit Gottes Disposition verbunden, Seiner Einstellung gegenüber den Menschen, den Angelegenheiten und den Dingen. Natürlich sind die beiden obigen Absätze keine Ausnahme. Ist euch etwas an diesen beiden Schriftstellen aufgefallen? Manche Menschen sagen, sie erkennen Gottes Zorn. Manche sagen, sie sehen die Seite von Gottes Disposition, die die Beleidigung durch die Menschheit nicht toleriert und wenn die Menschen etwas tun, was Gott lästert, werden sie Seine Vergebung nicht erlangen. Trotz der Tatsache, dass die Menschen in diesen beiden Schriftstellen Gottes Zorn über und Intoleranz für die Beleidigung durch die Menschheit sehen, verstehen sie Seine Einstellung immer noch nicht. Diese beiden Abschnitte beinhalten eine Andeutung Gottes wahrer Einstellung und Vorgehensweise gegenüber denen, die Ihn lästern und erzürnen. Diese Stelle in der Heiligen Schrift beinhaltet die wahre Bedeutung Seiner Einstellung und Vorgehensweise: „wer aber redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt“ Wenn die Menschen Gott lästern und Ihn erzürnen, fällt Er ein Urteil, und dieses Urteil ist Sein endgültiges Fazit. Es ist in der Bibel wie folgt beschrieben: Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. (Matthäus 12:31), und „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler“ (Matthäus 23:13). Ist es aber in der Bibel niedergeschrieben, was das Resultat war mit diesen Pharisäern, Schriftgelehrten und mit den Leuten, die sagten, Er sei verrückt, nachdem der Herr Jesus diese Dinge sagte. Ist es niedergeschrieben, ob sie bestraft wurden? Es ist sicher, dass es keine Bestrafung gab. Zu sagen, „es gab keine Bestrafung“ soll nicht bedeuten, dass es nicht niedergeschrieben wurde. Tatsache war, dass für das menschliche Auge kein Ergebnis sichtbar war. Dieses „gab es nicht“ brachte etwas ans Licht, und zwar Gottes Einstellung und Prinzipien, bestimmte Dinge zu handhaben. Gottes Behandlung der Menschen, die Ihn verlästern oder Ihm widerstehen oder sogar jene, die Ihn in Verruf bringen – Menschen, die Ihn absichtlich angreifen, verleumden und verfluchen – Er drückt kein Auge zu oder stellt sich taub. Er hat denen gegenüber eine klare Einstellung. Er verachtet diese Menschen und verdammt sie in Seinem Herzen. Er erklärt sogar öffentlich die Folgen für sie, damit die Menschen wissen, dass Seine Einstellung gegenüber den Menschen, die Ihn lästern, eindeutig ist und sie wissen, wie Er deren Ende bestimmt. Nachdem Gott dies erklärte, konnten jedoch die Menschen immer noch kaum die Wahrheit dessen erkennen, wie Gott solche Menschen behandeln würde und sie konnten die Prinzipien hinter Gottes Resultaten, Sein Urteil über sie, nicht verstehen. Die Menschheit kann nämlich nicht die bestimmte Einstellung und Methoden Gottes sehen, mit denen Er sie handhabt. Dies hat mit den Prinzipien zu tun, nach denen Gott arbeitet. Gott nutzt das Emporkommen von Tatsachen, um sich mit dem üblen Verhalten von manchen Menschen zu beschäftigen. Das heißt, Er gibt ihre Sünden nicht bekannt oder bestimmt ihr Ende; Er nutzt direkt das Emporkommen der Tatsachen, um zu gewährleisten, dass sie bestraft werden und ihre verdiente Vergeltung bekommen. Wenn dies geschieht, ist es der Körper des Menschen, der diese Strafe erleidet. Das alles ist etwas, das mit dem menschlichen Auge gesehen werden kann. Gott verflucht die Menschen nur mit Worten, wenn Er mit deren bösen Benehmen handelt. Zur selben Zeit trifft sie aber auch Gottes Zorn und ihre Strafe kann etwas sein, das die Menschen nicht sehen können. Das Resultat kann aber ernsthafter sein als das Resultat, das Menschen sehen können, wenn sie bestraft oder getötet werden. Die Umstände, unter denen Gott beschlossen hat, diese Art Person nicht zu retten, nicht mehr Gnade oder Toleranz für sie zu zeigen, ihnen keine Möglichkeiten zu bieten, waren Seine Einstellung ihnen gegenüber sie „beiseite zu legen“. Was bedeutet „beiseite zu legen“? Die Bedeutung dieses Ausdrucks ist, etwas zur Seite zu legen und somit diesem Etwas keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Wenn aber Gott „beiseite legt“ gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der Erklärung dafür: Die erste ist, dass Er das Leben dieser Person – Alles dieser Person – dem Teufel gegeben hat und dieser sich darum kümmert. Gott wäre nicht mehr verantwortlich und würde es nicht länger führen. Ob diese Person wahnsinnig war, oder dumm, ob im Leben oder im Tod oder ob sie zu ihrer Strafe zur Hölle gefahren ist; das hätte nichts mit Gott zu tun. Das würde bedeuten, dass diese Kreatur keine Beziehung zum Schöpfer hat. Die zweite Möglichkeit ist, dass Gott entschieden hat, dass Er Selbst mit dieser Person eigenhändig handeln wird. Es ist möglich, dass Er den Dienst dieser Person gebrauchen will oder dass Er diese Art Person als Kontrast gebrauchen will. Es ist möglich, dass Er einen speziellen Weg des Umgangs mit dieser Art Person hat; eine spezielle Art, sie zu behandeln – wie Paulus. Das ist das Prinzip und die Einstellung in Gottes Herzen, wie Er beschlossen hat, mit einer derartigen Person zu verfahren. Wenn Menschen also Gott widerstehen, Ihn verleumden und verlästern, Seine Disposition erschweren oder sie das Ende Seiner Geduld erreichten, sind die Konsequenzen unvorstellbar. Die schwerwiegendste Konsequenz ist, dass Gott ihr Leben und ihr Alles ein für alle Mal Satan übergibt. Ihnen wird nicht vergeben – in alle Ewigkeit. Das bedeutet, diese Person ist Nahrung für den Teufel, ein Spielzeug in seiner Hand geworden und von da an hat Gott nichts mehr mit ihnen zu schaffen. Könnt ihr euch vorstellen, was für ein Elend das war, als der Teufel Hiob versuchte? Unter der Voraussetzung, dass es Satan nicht erlaubt war Hiobs Leben anzutasten, litt Hiob dennoch sehr. Ist es nicht sogar noch schwieriger, sich vorzustellen, welchem Wüten Satans eine Person ausgesetzt ist, die Satan total ausgehändigt wurde, die total in seinem Griff ist, die Gottes Fürsorge und Gnade total verloren hat, die nicht länger unter der Herrschaft des Schöpfers ist, der alle Rechte Ihn zu ehren entzogen worden sind, das Recht ein Lebewesen unter Gottes Regeln zu sein, deren Beziehung mit dem Herrn der Schöpfung komplett abgeschnitten ist? Hiobs Verfolgung durch Satan war etwas, das der Mensch sehen konnte. Wenn Gott aber das Leben einer Person Satan übergibt, sind die Folgen für den Menschen unvorstellbar. Es ist, als würden manche Menschen als Kuh oder Esel wiedergeboren werden oder Menschen, die von unreinen und bösen Geistern besessen sind, usw. Das ist das Resultat – das Ende von manchen Menschen, die von Gott Satan übergeben werden. Es sieht von außen so aus, als ob die Menschen, die Jesus verhöhnt, verleumdet, verurteilt und gelästert haben, keine Konsequenzen erdulden mussten. Die Wahrheit ist jedoch, dass Gott eine Einstellung hat, sich mit allem zu befassen. Er wird vielleicht den Menschen nicht eindeutig erklären, was das Resultat Seiner Handlungsweise mit jeder einzelnen Person ist. Manchmal spricht Er nicht direkt, aber Er handelt direkt. Wenn Er nicht darüber spricht, bedeutet dies nicht, dass es kein Resultat gab – es ist möglich, dass das Resultat sogar noch ernsthafter war. Es hat den Anschein, dass Gott zu manchen Menschen nicht spricht, um Seine Einstellung zu offenbaren; vielmehr hat Er lange Zeit keinen Gedanken an sie verschwenden wollen. Er will sie nicht mehr sehen. Wegen der Dinge, die sie taten, ihrem Verhalten, wegen ihres Charakters und ihres Wesens will Gott nur, dass sie aus Seinem Anblick verschwinden. Er will sie direkt Satan aushändigen. Er will ihren Geist, ihre Seele und ihren Körper Satan geben, Satan erlauben, zu tun, was immer er will. Es ist klar, wie sehr Gott sie hasst; wie sehr Er von ihnen angewidert ist. Wenn eine Person Gott bis zu dem Punkt erzürnt, dass Er sie nie mehr sehen will, dass Er sie komplett aufgibt, sich selbst überhaupt nicht mehr mit ihr befassen will – wenn es dazu kommt, dass Er sie dem Teufel übergibt und dieser machen kann, was er will; Satan erlaubt, sie in jeder Weise zu kontrollieren, zu verzehren und zu behandeln, ist diese Person erledigt. Ihr Recht, Mensch zu sein, ist für immer widerrufen worden und ihr Recht als Lebewesen hat geendet. Ist dies nicht die allerschwerste Strafe?

Alles, was gerade erwähnt, wurde ist eine vollständige Erklärung der Worte: „dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ und es ist auch ein einfacher Kommentar zu diesen Abschnitten in der Heiligen Schrift. Ich denke, ihr habt jetzt ein Verständnis dafür bekommen.

Lasst uns nun die folgenden Abschnitte der Heiligen Schrift lesen.

12. Jesu Worte zu Seinen Jüngern nach Seiner Wiederauferstehung

(Johannes 20:26-29) Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein HERR und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! 

(Johannes 21:16-17) Spricht er wider zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: HERR, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! 

Was diese Abschnitte erzählen, sind einige der Dinge, die der Herr Jesus tat und was Er zu Seinen Jünger nach Seiner Wiederauferstehung sagte. Sehen wir uns erst jegliche Unterschiede von Jesus vor und nach der Wiederauferstehung an. War Er immer noch derselbe Jesus der vergangenen Tage? Die Heilige Schrift beinhaltet die folgende Beschreibung von Jesus nach der Wiederauferstehung: „Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!“ Es ist klar, dass Jesus zu dieser Zeit nicht länger ein Fleisch war, sondern ein geistiger Körper war. Er hatte die Begrenzungen des Fleisches überschritten, und als die Tür verschlossen war, konnte Er trotzdem in die Mitte der Menschen treten und ihnen erlauben, ihn zu sehen. Das ist der größte Unterschied zwischen dem Herrn Jesus nach der Wiederauferstehung und dem Herrn Jesus, der vor der Wiederauferstehung in einem Körper gelebt hatte. Obwohl es in dem Moment keinen Unterschied zwischen der Erscheinung des geistlichen Körpers und der vorigen Erscheinung des Herrn Jesus gab, wurde Jesus in dem Moment zu einem Jesus, der wie ein Fremder für die Menschen war. Nach Seiner Wiederauferstehung von den Toten wurde Er zu einem geistlichen Körper. Verglichen mit Seinem vorigen Körper war dieser geistliche Körper verblüffender und verwirrender für die Menschen. Es schaffte auch mehr Distanz zwischen dem Herrn Jesus und den Menschen und die Menschen fühlten in ihren Herzen, dass der Herr Jesus in dem Moment rätselhafter geworden war. Dieses Verstehen und diese Gefühle von Seiten der Menschen brachte sie plötzlich zurück zu einem Zeitalter des Glaubens, in dem Gott nicht gesehen und nicht berührt werden konnte. Das erste, was der Herr Jesus also nach Seiner Wiederauferstehung tat, war, jedermann zu erlauben, Ihn zu sehen; zu bestätigen, dass Er existiert und die Tatsache Seiner Wiederauferstehung zu bestätigen. Dazu kam, dass dies Sein Verhältnis mit den Menschen wiederherstellte, welches Er mit ihnen hatte, als Er „im Fleisch“ arbeitete und Er der Christus war, den sie sehen und anfassen konnten. Ein Resultat davon war, dass die Menschen keinen Zweifel mehr daran hatten, dass der Herr Jesus von den Toten wiederauferstanden war, nachdem Er ans Kreuz genagelt worden war und es gab keinen Zweifel an Seinem Werk, die Menschheit zu erlösen. Ein anderes Resultat war, dass die Tatsache, dass der Herr Jesus den Menschen erschien nach Seiner Wiederauferstehung und den Menschen erlaubte, Ihn zu sehen und zu berühren, die Menschheit im Zeitalter der Gnade stark gefestigt hat. Ab diesem Zeitpunkt konnten die Menschen nicht mehr zum vorigen Zeitalter, dem Zeitalter des Gesetzes, zurückkehren, weil der Herr Jesus „verschwunden war“ oder „sie verlassen hatte“. Sie konnten aber vorangehen und den Lehren und den Werken von Jesus folgen. Auf diese Weise öffnete sich offiziell eine neue Phase der Arbeit im Zeitalter der Gnade. Die Menschen, die förmlich unter dem Gesetz gewesen waren, kamen von da an aus dem Gesetz heraus und betraten ein neues Zeitalter mit einem neuen Anfang. Dies sind die vielfältigen Bedeutungen der Erscheinung des Herrn Jesus vor der Menschheit nach der Wiederauferstehung.

Nachdem Er ein geistlicher Körper war, wie konnten die Menschen Ihn anfassen, Ihn sehen? Dies hat mit der Bedeutung der Erscheinung der Herrn Jesus vor der Menschheit zu tun. Ist euch in den Abschnitten der Schrift etwas aufgefallen? Im Allgemeinen können geistliche Körper nicht gesehen oder angefasst werden und das Werk, das Er übernommen hatte, war nach der Wiederauferstehung bereits erledigt. Es war also theoretisch nicht notwendig, dass Er in Seinem ursprünglichen Aussehen in die Mitte der Menschen zurückkehrt, um sich mit ihnen zu treffen. Aber die Erscheinung des Herrn Jesus vor Menschen wie Thomas in Seinem geistlichen Körper bestärkte aber die Bedeutung davon und dies drang tiefer in die Herzen der Menschen ein. Als Er zu Thomas kam, ließ Er den zweifelnden Thomas Seine Hand berühren und sagte zu ihm: „reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Diese Worte, diese Handlungen, waren nicht Dinge, die der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung sagen und tun wollte, sondern es waren Dinge, die Er tun wollte, bevor Er ans Kreuz genagelt wurde. Es ist offensichtlich, dass der Herr Jesus, der noch nicht ans Kreuz genagelt worden war, bereits ein Verständnis für Menschen wie Thomas hatte. Was können wir also daraus erkennen? Er war nach der Wiederauferstehung immer noch der gleiche Herr Jesus. Sein Wesen hatte sich nicht geändert. Thomas Zweifel hatten nicht gerade erst angefangen, sie hatten ihn die ganze Zeit, während er dem Herrn Jesus gefolgt war, begleitet. Er war aber der Herr Jesus, der von den Toten wiederauferstanden ist und in Seinem ursprünglichen Ebenbild aus der geistlichen Welt zurückkehrte. Er kam zurück mit Seiner ursprünglichen Disposition und mit dem Verständnis für die Menschheit aus Seiner Zeit im Fleisch. Er suchte zuerst nach Thomas, um Thomas Seine Rippe anfassen zu lassen, um ihn nach der Wiederauferstehung nicht nur Seinen geistlichen Körper sehen zu lassen, sondern um ihn die Existenz Seines geistlichen Körper anfassen und zu fühlen zu lassen und alle seine Zweifel auszuräumen. Bevor Jesus ans Kreuz genagelt wurde, zweifelte Thomas immer daran, dass Er Christus ist und konnte es nicht glauben. Sein Glaube an Gott baute nur darauf auf, was er mit seinen eigenen Augen sehen konnte, was er mit seinen Händen berühren konnte. Jesus verstand den Glauben dieser Art Menschen sehr gut. Sie glaubten nur an Gott im Himmel und glaubten oder würden keinesfalls den „Einen“ akzeptieren, der von Gott gesandt war oder den Christus im Fleisch. Damit er den Herrn Jesus anerkannte und an Seine Existenz glaubte und daran, dass dieser wirklich der fleischgewordene Gott war, erlaubte Er Thomas seine Hand auszustrecken und Seine Rippe anzufassen. Waren Thomas' Zweifel vor und nach der Wiederauferstehung des Herrn Jesus verschieden? Er hatte immer gezweifelt. Außer der Erscheinung des geistlichen Körpers des Herrn Jesus vor ihm persönlich und Thomas zu erlauben, die Nagelmale an Seinem Körper zu fühlen, konnte niemand seine Zweifel beseitigen und niemand konnte ihn dazu bringen, diese abzulegen. Von dem Zeitpunkt an also, als Jesus ihm erlaubte, Seine Rippe anzufassen und ihn Existenz der Nagelmale wirklich fühlen ließ, waren Thomas' Zweifel verschwunden und er wusste wahrhaftig, dass der Herr Jesus wiederauferstanden war. Er erkannte an und glaubte, dass der Herr Jesus der wahre Christus war, dass Er der fleischgewordene Gott war. Obwohl Thomas zu dieser Zeit nicht mehr zweifelte, hatte er für immer die Gelegenheit verloren, Christus entgegenzukommen. Er hatte für immer die Chance verloren, mit Ihm zusammen zu sein, Ihm zu folgen, Ihn zu kennen. Er hatte die Gelegenheit verloren, dass Christus ihn vollkommen macht. Die Erscheinung und die Worte des Herrn Jesus führten zu einer Schlussfolgerung und einem Urteil über den Glauben derjenigen, die voller Zweifel waren. Er gebrauchte Seine realen Worte und Handlungen, um den Zweiflern zu sagen, sie sollen denjenigen, die nur an Gott im Himmel und nicht an Christus glauben, das Folgende sagen: Gott hat weder ihren Glauben gelobt, noch hat Er ihr Folgen, das voller Zweifel war, gelobt. Der Tag, an dem sie völlig an Gott und Christus glaubten, konnte nur der Tag sein, an dem Gott sein großes Werk vollendete. Dies war natürlich auch der Tag, an dem ihr Zweifel verurteilt wurde. Ihre Einstellung gegenüber Christus bestimmte ihr Schicksal und ihr hartnäckiger Zweifel bedeutete, dass ihr Glaube in nichts resultierte. Ihre Starrheit bedeutete, dass ihre Hoffnungen umsonst waren, weil ihr Glaube an Gott im Himmel von Illusionen genährt wurde und ihre Zweifel gegenüber Christus ihre eigentliche Einstellung gegenüber Gott waren. Obwohl sie die Nagelmale am Körper des Herrn Jesus berührten, war ihr Glaube immer noch nutzlos und konnte nur als „vergebliches Ankämpfen gegen den Wind“ beschrieben werden. Was der Herr Jesus zu Thomas sagte, erklärte auch jedem anderen sehr deutlich: Der wiederauferstandene Herr Jesus ist der Herr Jesus, der zunächst dreiundreißigeinhalb Jahre damit verbracht hat, mitten unter den Menschen zu leben. Obwohl Er ans Kreuz genagelt wurde, das „Tal des Schatten des Todes“ und die Wiederauferstehung erlebt hat, hat sich Seine Perspektive in allem nicht geändert. Obwohl Er nun die Nagelmale an Seinem Körper hatte; obwohl Er wiederauferstanden und aus dem Grab gestiegen war, hatten sich Seine Disposition, Sein Verständnis für die Menschheit und Seine Absichten gegenüber den Menschen nicht im geringsten geändert. Er erklärte den Menschen auch, dass er vom Kreuz herab gestiegen war und über die Sünde, die Not und den Tod triumphiert hatte. Die Nagelmale waren der Beweis für Seinen Sieg über Satan, der Beweis, ein Sündenopfer zu sein, um die ganze Menschheit erfolgreich zu erlösen. Er sagte den Menschen, dass Er bereits die Sünden der Menschheit auf sich genommen hatte und Sein Werk der Erlösung vollbracht hatte. Als Er zurückkehrte, um Seine Jünger zu sehen, sagte Er ihnen mit Seinem Erscheinen: „Ich lebe noch, Ich existiere; Ich stehe heute wahrhaftig vor euch, damit ihr Mich sehen und berühren könnt. Ich werde immer mit euch sein.“ Der Herr Jesus wollte das Beispiel von Thomas auch als Warnung für die zukünftige Menschheit verwenden: Obwohl ihr an den Herrn Jesus glaubt, könnt ihr Ihn weder sehen noch berühren; ihr könnt jedoch durch euren wahren Glauben gesegnet sein und ihr könnt den Herrn Jesus durch euren wahren Glauben sehen; diese Art von Mensch ist gesegnet.

Die Worte, die der Herr Jesus zu Thomas sprach, als Er ihm erschien, und die in der Bibel niedergeschrieben sind, sind für alle Menschen des Zeitalters der Gnade eine große Hilfe. Seine Erscheinung und Seine Worte an Thomas haben eine tiefe Auswirkung auf zukünftige Generationen gehabt und sie beinhalten eine unvergängliche Bedeutung. Thomas repräsentiert einen Typ Mensch, der an Gott glaubt und dennoch an Gott zweifelt. Sie haben einen argwöhnischen Charakter, sie haben böse Herzen, sind betrügerisch und glauben nicht an die Dinge, die Gott vollbringen kann. Sie glauben nicht an Gottes Allmächtigkeit und Seine Herrschaft und sie glauben nicht an den fleischgewordenen Gott. Die Wiederauferstehung des Herrn Jesus jedoch war ein Schlag ins Gesicht für sie; sie gab ihnen auch die Gelegenheit, ihre eigenen Zweifel zu entdecken und ihren eigenen Verrat anzuerkennen. Somit konnten sie wirklich an die Existenz und Wiederauferstehung Jesu glauben. Was mit Thomas passierte, war eine Warnung und Ermahnung für spätere Generationen, damit mehr Menschen sich davor selbst warnen konnten, nicht wie Thomas zu zweifeln; und wenn sie zweifeln sollten, würden sie in der Dunkelheit versinken. Wenn du Gott folgst, aber, wie Thomas, ständig die Rippen des Herrn berühren und die Nagelmale fühlen willst, um zu bestätigen, zu beweisen, zu mutmaßen, ob Gott existiert oder nicht, wird Gott dich verlassen. Jesus verlangt daher von den Menschen, nicht wie Thomas zu sein und nur zu glauben, was sie mit eigenen Augen sehen können; sondern, rein und ehrlich zu sein, keine Zweifel gegen Gott zu hegen, sondern nur an Ihn zu glauben und Ihm zu folgen. Diese Art Mensch ist gesegnet. Dies ist eine äußerst geringe Anforderung, die Jesus an die Menschen stellt und eine Warnung für Seine Nachfolger.

Das ist die Einstellung des Herrn Jesus denen gegenüber, die voller Zweifel sind. Was sagte Jesus nun zu denjenigen, die wirklich an Ihn glauben und Ihm folgen können, und was tat Er für sie? Wir sehen uns dies als nächstes an, dies bezieht sich auf etwas, das Jesus zu Petrus gesagt hat.

In diesem Gespräch hat der Herr Jesus Petrus immer wieder das Eine gefragt: „Petrus, liebst du mich?“. Dies ist ein höherer Maßstab, den Jesus nach Seiner Wiederauferstehung von Menschen wie Petrus verlangte; diejenigen, die wahrlich an Christus glauben und danach streben, Gott zu lieben. Diese Frage war eine Art Untersuchung und Verhör; darüber hinaus war es eine Forderung und Erwartung an Menschen wie Petrus. Er gebrauchte diese Art der Befragung, damit Menschen über sich selbst nachdenken und in sich gehen würden. Was sind Jesus Anforderungen an die Menschen? Liebe ich den Herrn? Bin ich eine Person, die Gott liebt? Wie sollte ich Gott lieben? Obwohl der Herr Jesus nur Petrus diese eine Frage stellte; ist die Wahrheit, dass Er – in Seinem Herzen diese Gelegenheit, bei der Er Petrus fragte, gebrauchen wollte, mehr Menschen, die danach streben, Gott zu lieben, dieselbe Frage zu stellen. Petrus war lediglich damit gesegnet, als der Vertreter dieser Menschen zu dienen und diese Frage aus dem eigenen Mund des Herrn Jesus zu empfangen.

Verglichen mit „Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“, was Jesus zu Thomas nach Seiner Wiederauferstehung sagte, seine dreimalige Frage an Petrus: „Simon Jona, hast du mich lieb?“ erlaubt den Menschen sowohl den Ernst der Einstellung des Herrn Jesus, als auch die Dringlichkeit, die Er während Seiner Befragung spürte, besser zu verstehen. Bezüglich des zweifelnden Thomas mit seinem schlauen und trügerischen Wesen – erlaubte der Herrn Jesus ihm, seine Hand auszustrecken und die Nagelmale zu berühren. Dies ließ Thomas glauben, dass der Herr Jesus der wiederauferstandene Menschensohn war und er bestätigte die Identität des Herrn Jesus als Christus. Obwohl der Herr Jesus Thomas nicht streng zurechtgewiesen hat oder Er ihn mit Worten klar verurteilte, ließ Er ihn durch praktische Taten wissen, dass Er ihn verstand, während Er gleichfalls Seine Einstellung und Entschlossenheit gegenüber derartigen Personen zeigte. Die Anforderungen und Erwartungen des Herrn Jesus an solche Personen kann nicht durch das, was Er sagte, erkannt werden. Menschen wie Thomas haben nicht die geringste Spur von wahrem Glauben. Die Anforderungen des Herrn Jesus an sie beziehen sich nur auf dies; die Haltung, die Er jedoch gegenüber Menschen wie Petrus zeigte, ist total anders. Er verlangte nicht, dass Petrus seine Hand ausstreckte und Seine Nagelmale berührte; Er sagte auch nicht zu Petrus: „sei nicht ungläubig, sondern gläubig“. Stattdessen stellte Er Petrus wiederholt dieselbe Frage. Dies war eine bedeutungsvolle und zum Nachdenken anregende Frage, die jeden Nachfolger Christi nur dazu bringt, Reue zu fühlen und Furcht, aber auch die bange und traurige Stimmung des Herrn Jesus zu fühlen. Wenn sie in großer Pein sind und leiden, sind sie eher in der Lage das Anliegen und die Fürsorge des Herrn Jesus zu verstehen; sie erkennen Seine ernsthaften Lehren und strengen Anforderungen an reine, ehrliche Menschen. Die Frage des Herrn Jesus erlaubt den Menschen, zu spüren, dass Seine Erwartungen, die Er mit diesen einfachen Worten den Menschen enthüllt, nicht nur dazu da sind, an Ihn zu glauben und Ihm zu folgen; sondern zu erreichen Liebe zu haben – deinen Herrn zu lieben und deinen Gott zu lieben. Diese Art von Liebe ist fürsorglich und gehorsam. Es sind Menschen, die für Gott leben, für Gott sterben, alles Gott widmen und alles für Gott aufwenden und geben. Diese Art von Liebe gibt Gott Trost; erlaubt Ihm, das Zeugnis für Ihn zu genießen und auszuruhen. Dies ist die Erwiderung der Menschheit an Gott, ihre Verantwortung, Verpflichtung und Aufgabe. Es ist ein Weg, dem die Menschen ihr Leben lang folgen müssen. Diese drei Fragen waren eine Forderung und Mahnung von Jesus an Petrus und alle Menschen, die Perfektion erlangen würden. Es waren diese drei Fragen, die Petrus leiteten und motivierten, seinen Weg im Leben zu vollenden. Es waren Jesus Fragen bei Seinem Scheiden, die Petrus dazu brachten, seinen Weg zu beginnen und Perfektion zu erlangen, die ihn dazu führten, wegen seiner Liebe zum Herrn, für das Herz des Herrn zu sorgen, dem Herrn zu gehorchen, Ihm Trost anzubieten; und wegen dieser Liebe sein ganzes Leben und sein ganzes Sein anzubieten.

Während des Zeitalters der Gnade war Gottes Arbeit hauptsächlich für zwei Arten von Menschen. Die erste war die Art Person, die an Ihn glaubte und Ihm folgte, die Seine Gebote einhielte die das Kreuz tragen und sich an den Pfad des Zeitalters der Gnade halten konnte Diese Art Person gewann Gottes Segen und genoss Seine Gnade. Die zweite Art war wie Petrus; jemand der vollkommen gemacht würde. Nachdem Jesus also wiederauferstanden war, hat Er zuerst diese beiden sehr bedeutungsvollen Dinge getan. Das eine war für Thomas und das andere für Petrus. Wofür stehen diese beiden Dinge? Vertreten sie Gottes wahre Absichten, die Menschheit zu retten? Stehen sie für Gottes Aufrichtigkeit gegenüber der Menschheit? Sein Werk an Thomas bezweckte, die Menschen zu warnen, nicht zu zweifeln. Sie sollten einfach glauben. Sein Werk an Petrus bezweckte den Glauben von Menschen wie Petrus zu stärken und klare Anforderungen an diese Art Mensch zu stellen; um ihnen zu zeigen, welche Ziele sie verfolgen sollten.

Nachdem Jesus wiederauferstanden war, erschien Er den Menschen, bei denen Er es nötig fand, sprach mit ihnen, stellte Anforderungen an sie und ließ Seine Absichten und Erwartungen an den Menschen zurück. Das heißt: Als fleischgewordener Gott, spielt es keine Rolle, ob es während Seiner Zeit im Fleisch war oder als geistlicher Körper, nachdem Er ans Kreuz genagelt worden und wiederauferstanden war – Sein Anliegen für die Menschheit und Seine Anforderungen an die Menschen änderten sich nicht. Er machte sich um diese Jünger Gedanken, bevor Er am Kreuz war. In Seinem Herzen war die Situation jedes einzelnen Menschen deutlich. Er verstand die Schwächen von jedem. Natürlich war dieses Verständnis für jede Person dasselbe nachdem Er starb, wiederauferstand und ein geistlicher Körper wurde, wie zuvor, als Er noch im Fleisch war. Er wusste, dass sich die Menschen nicht ganz sicher über Seine Identität als Christus waren, aber während Seiner Zeit im Fleisch stellte Er keine strengen Anforderungen an die Menschen. Nachdem Er aber wiederauferstanden war, erschien Er ihnen und Er machte ihnen eindeutig klar, dass der Herr Jesus von Gott gekommen war; dass Er der fleischgewordene Gott war. Er nutzte die Tatsache Seiner Erscheinung und Wiederauferstehung als bedeutendste Vision und Motivation für das lebenslange Streben der Menschheit. Seine Wiederauferstehung von den Toten stärkte nicht nur alle, die Ihm folgten, sondern setzte auch Sein Werk des Zeitalters der Gnade unter den Menschen völlig um. Auf diese Weise verbreitete sich das Evangelium von der Erlösung durch den Herrn Jesus in jede Ecke der Menschheit. Würdest du sagen, dass die Erscheinung des Herrn Jesus nach Seiner Wiederauferstehung irgendeine Bedeutung hatte? Wenn du zu jener Zeit Thomas oder Petrus gewesen wärst und du hättest diese eine Sache, die so bedeutungsvoll war, erlebt, was für einen Einfluss würde das auf dich haben? Würdest du es als die beste und bedeutendste Vision deines Lebens im Glauben an Gott sehen? Wäre es eine treibende Kraft für deine Nachfolge Gottes, danach zu streben, Ihn zu befriedigen und die Liebe zu Gott in deinem Leben zu verfolgen? Würdest du ein Leben lang alle Bemühungen dafür aufbringen, diese größte aller Visionen zu verbreiten? Würdest du das Verbreiten der Erlösung durch den Herrn Jesus zu einem Auftrag, den du von Gott akzeptierst, machen? Obwohl ihr es nicht persönlich erlebt habt, sind die beiden Fälle von Thomas und Petrus für den modernen Menschen schon genug, um ein klares Verständnis von Gott und Seinem Willen zu haben. Man könnte sagen, dass nachdem Gott Fleisch wurde, nachdem Er ein menschliches Leben und das Leben unter den Menschen persönlich erlebt hatte, nachdem Er die Verdorbenheit der Menschheit und den Zustand des menschlichen Lebens sah; dass Gott im Fleisch die Hilflosigkeit, Traurigkeit und Erbärmlichkeit der Menschheit tiefer empfand. Durch Seine Menschlichkeit, während Er im Fleisch lebte, empfand Gott mehr Mitgefühl mit der menschlichen Situation, wegen Seiner Instinkte im Fleisch. Dies führte dazu, dass Er sich um Seine Nachfolger größere Sorgen machte. Dies sind wahrscheinlich Dinge, die ihr nicht verstehen könnt. Ich kann aber die Besorgnis und die Fürsorge, die Gott im Fleisch für Seine Nachfolger empfand, mit dem Ausdruck „starke Besorgnis“ beschreiben. Obwohl dieser Begriff aus der menschlichen Sprache kommt und obwohl es eine menschliche Ausdrucksweise ist, beschreibt es wahrhaftig Gottes Gefühle für Seine Nachfolger. Bezüglich Gottes „starker Besorgnis“ für die Menschen – im Verlauf eurer Erfahrungen werdet ihr dies nach und nach fühlen und einen Vorgeschmack davon bekommen. Dies kann jedoch nur durch das schrittweise Verstehen von Gottes Disposition erreicht werden, auf der Basis, eine Änderung in der eigenen Disposition anzustreben. Die Erscheinung des Herrn Jesus verkörperlichte Seine „starke Besorgnis“ für Seine Nachfolger in der Menschheit und übergab sie Seinem geistlichen Körper; oder man könnte auch „Seiner Göttlichkeit“ sagen. Seine Erscheinung erlaubte den Menschen, ein weiteres Erlebnis und Gefühl von Gottes Bedenken und Gottes Fürsorge zu erfahren. Es war auch ein machtvoller Beweis dafür, dass Gott der Eine ist, der eine Epoche beginnt, der sie entwickelt und Er ist der Eine, der sie beendet. Mit Seiner Erscheinung stärkte Er den Glauben aller Menschen. Durch Seine Erscheinung bewies Er der Welt die Tatsache, dass Er Gott Selbst ist. Dies gab Seinen Nachfolgern ewige Gewissheit. Durch Seine Erscheinung öffnete Er auch einen Abschnitt Seines Werkes im neuen Zeitalter.

13. Jesus isst Brot und erklärt die Schriften nach Seiner Wiederauferstehung

(Lukas 24:30-32) Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? 

14. Die Jünger geben Jesus gebratenen Fisch zu essen

(Lukas 24:36-43) Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und fürchteten sich, meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hände und meine Füße: ich bin's selber. Fühlet mich an und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. Da sie aber noch nicht glaubten, vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fisch und Honigseim. Und er nahm's und aß vor ihnen.

Als nächstes sehen wir uns die obigen Absätze aus der Heiligen Schrift an. Der erste ist eine Erzählung über den Herrn Jesus, als Er nach Seiner Wiederauferstehung Brot isst und die Schrift erklärt. Der zweite ist eine Erzählung über den Herrn Jesus, als er gebratenen Fisch isst. Was für eine Art Hilfe bieten diese beiden Absätze, wenn es darum geht, Gottes Disposition zu kennen? Könnt ihr euch vorstellen, was für ein Bild diese Beschreibungen des Herrn Jesus, der Brot und dann gebratenen Fisch isst, in euch entstehen lassen würde? Könnt ihr euch vorstellen, wie ihr euch fühlen würdet, wenn Jesus vor euch stünde und Brot äße? Oder wenn Er mit euch am selben Tisch sitzen würde und mit Menschen Fisch und Brot äße? Was würdest du zu diesem Zeitpunkt fühlen? Wenn du fühlen würdest, dass du dem Herrn sehr nahe wärst, dass Er mit Menschen sehr vertraut ist, dann fühlst du das Richtige. Das sind genau die Früchte, die Jesus hervorbringen wollte, als Er nach Seiner Wiederauferstehung Brot und Fisch vor den Mengen gegessen hat. Wie hätten sie sich gefühlt, wenn Jesus nach Seiner Wiederauferstehung nur mit den Menschen gesprochen hätte, Sein Fleisch und Seine Knochen nicht hätten fühlen können und stattdessen gefühlt hätten, dass Er ein unerreichbarer Geist war? Wären sie nicht enttäuscht gewesen? Wenn Menschen enttäuscht wurden, fühlen sie sich dann nicht verlassen? Würden sie nicht eine Kluft zwischen sich und dem Herrn Jesus Christus fühlen? Was für eine negative Auswirkung würde diese Kluft auf die Beziehung der Menschen zu Gott schaffen? Die Menschen hätten mit Sicherheit Angst sodass sie es nicht wagen würden, Ihm näher zu kommen und sie würden dann eine Einstellung entwickeln, Ihn in respektvoller Entfernung halten. Von da an würden sie ihre vertraute Beziehung mit dem Herrn Jesus Christus abbrechen und zu einer Beziehung zwischen Menschheit und Gott im Himmel zurückkehren; wie es vor dem Zeitalter der Gnade der Fall war. Der geistliche Körper, den die Menschen nicht berühren oder sehen konnten, würde zur Vernichtung ihrer Vertrautheit mit Gott führen. Es würde auch die vertraute Beziehung, die während der Zeit von Jesus Christus im Fleisch entstanden war und die keine Kluft zwischen den Menschen und Ihm kannte, beenden. Die Gefühle der Menschen dem geistlichen Körper gegenüber sind nur Furcht, Vermeidung und ein wortloses Starren. Sie wagen nicht sich zu nähern, oder ein Gespräch mit Ihm zu führen, ganz zu schweigen davon, Ihm zu folgen, zu vertrauen oder Hoffnung auf Ihn zu haben. Gott zögerte davor, diese Gefühle, die die Menschen für Ihn hatten, zu sehen. Er wollte nicht erleben, dass die Menschen Ihn mieden oder sich von Ihm abwandten. Er wollte nur, dass die Menschen Ihn verstanden, Ihm nahe kamen und Seine Familie waren. Wenn deine eigene Familie, deine Kinder dich sähen, aber nicht erkennen würden und es nicht wagten, dir näher zu kommen, sondern dich immer mieden, wenn du nicht ihr Verständnis für alles, was du für sie getan hast, gewinnen könntest – wie würdest du dich dann fühlen? Wäre es nicht schmerzlich? Wärst du nicht untröstlich? Dies ist genau, was Gott fühlt, wenn die Menschen Ihn meiden. Nach Seiner Wiederauferstehung erschien der Herr Jesus den Menschen also immer noch in Seiner Form in Fleisch und Blut erschienen und aß und trank mit ihnen. Gott sieht die Menschen als Familie und Er möchte, dass die Menschheit Ihn genauso sieht. Nur auf diesem Weg kann Gott die Menschen gewinnen und die Menschen können Gott wirklich lieben und Ihn ehren. Könnt ihr nun meine Absicht verstehen, warum Ich diese beiden Absätze ausgewählt habe, in denen der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung Brot isst und die Schriften erklärt und die Jünger geben Ihm gebratenen Fisch zu essen?

Man kann sagen, dass die Reihe der Dinge, die der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung sagte und tat, umsichtig waren und mit guten Absichten gemacht wurden. Sie waren voll von Gottes Güte und Warmherzigkeit für die Menschheit. Sie waren voller Wertschätzung und genauer Sorgfalt, die Er für die vertraute Beziehung empfand, welche Er während Seiner Zeit im Fleisch zu der Menschheit aufgebaut hatte. Mehr noch sogar; sie waren gefüllt mit der Nostalgie und der Hoffnung, die Er für das Leben des Essens und das Zusammenleben mit Seinen Nachfolgern während Seiner Zeit im Fleisch empfand. Gott wollte also nicht, dass die Menschen eine Kluft zwischen Gott und den Menschen fühlten. Er wollte auch nicht, dass sich der Mensch von Gott distanziert. Schon gar nicht wollte Er, dass die Menschheit das Gefühl hatte, dass der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung nicht mehr der Herr war, der so vertraut mit den Menschen war; dass Er nicht mehr länger unter den Menschen war, weil Er in die geistliche Welt zurückgekehrt war zu dem Vater, den die Menschen nie sehen und nie erreichen konnten. Er wollte nicht, dass die Menschen das Gefühl hatten, dass irgendein Unterschied in der Stellung zwischen Ihm und Mensch wäre. Wenn Gott Menschen sieht, die Ihm folgen wollen, Ihn aber auf respektvolle Distanz halten, schmerzt Sein Herz, weil es bedeutet, dass ihre Herzen weit von Ihm entfernt sind. Es bedeutet, dass es für Ihn sehr schwierig sein wird, ihre Herzen zu gewinnen. Wenn Er also den Menschen in einem geistlichen Körper, den sie nicht sehen oder berühren können, erschienen wäre, hätte dies wieder einmal die Menschen von Gott entfernt. Es hätte dazu geführt, dass die Menschheit fälschlicherweise Christus nach Seiner Wiederauferstehung als erhaben und nicht mehr als einer der ihren betrachtet hätte; sondern als jemand, der nicht mehr länger mit dem Menschen essen und einen Tisch mit Ihm teilen kann, weil die Menschen sündig und schmutzig sind und sie Gott niemals näher kommen können. Um diese Missverständnisse seitens der Menschheit aus dem Weg zu räumen, tat der Herr Jesus einige von den Dingen, die Er oft im Fleisch tat, wie es in der Bibel niedergeschrieben wurde „nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen“. Er erklärte ihnen auch die Schriften, wie Er es früher getan hatte. All dies, was der Herr Jesus tat, gab jeder Person, die Ihn sah, das Gefühl, dass der Herr sich nicht verändert hatte, dass Er immer noch derselbe Herr Jesus war; und obwohl Er ans Kreuz genagelt worden war und den Tod erfahren hatte, war Er wieder auferweckt worden, und Er hatte die Menschheit nicht verlassen. Er kehrte unter die Menschen zurück und nichts an Ihm hatte sich geändert. Der Menschensohn, der vor den Menschen stand, war immer noch derselbe Herr Jesus. Seine Haltung und Gespräche mit den Menschen fühlten sich so vertraut an. Er war immer noch voller Liebenswürdigkeit, Gnade und Geduld. Er war immer noch der Herr Jesus, der andere genauso liebte wie sich selbst; derjenige der der Menschheit siebzigmal siebenmal vergeben konnte. Wie gewöhnlich aß Er mit den Menschen und diskutierte die Schriften mit ihnen. Was aber viel wichtiger war: Genau wie zuvor war Er aus Fleisch und Blut und konnte berührt und gesehen werden. Auf diesem Weg hat der Menschensohn den Menschen ermöglicht, diese Vertrautheit zu spüren, sich behaglich zu fühlen und die Freude, etwas wiedergewonnen zu haben, was verloren gewesen war. Sie fühlten sich wohl genug, um tapfer und zuversichtlich zu beginnen, sich auf den Menschensohn zu verlassen, der der Menschheit ihre Sünden vergeben konnte, und zu Ihm aufzuschauen. Sie begannen, ohne zu zögern, zu dem Namen – des Herrn Jesus zu beten. Sie beteten um Seine Gnade, Seinen Segen, um Frieden und Freude von Ihm zu erhalten; und um Fürsorge und Schutz von Ihm zu erlangen und fingen an, im Namen des Herrn Jesus zu heilen und Dämonen auszutreiben.

Während der Zeit als der Herr Jesus „im Fleisch“ arbeitete, konnten die meisten Seiner Nachfolger Seine Identität und was Er sagte, nicht vollständig bestätigen. Als Er zum Kreuz ging, war die Haltung Seiner Nachfolger eine erwartungsvolle; als Er ans Kreuz genagelt wurde und den ganzen Weg, bis Er ins Grab gelegt wurde, war die Einstellung der Menschen Ihm gegenüber eine Enttäuschung. Während dieser Zeit hatten die Menschen im Inneren bereits begonnen, in ihren Herzen vom Zweifeln zur Ablehnung überzugehen bezüglich der Dinge, die Jesus während Seiner Zeit „im Fleisch“ gesagt hatte. Als Er dann aus dem Grab stieg und den Menschen jeweils einzeln erschien, verwandelte sich bei der Mehrheit der Menschen, die Ihn mit eigenen Augen sah oder die Neuigkeiten Seiner Wiederauferstehung gehört hatten, ihre Ablehnung nach und nach in Skepsis. Sie akzeptierten die Tatsache, dass der Herr Jesus der Christus „im Fleisch“ ist. wahrhaftig erst, nachdem der Herr Jesus Thomas seine Hände in Seine Seite legen ließ; nachdem der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung das Brot brach und vor der Menge aß und danach gebratenen Fisch vor ihnen gegessen hatte. Es hatte den Anschein, als ob der geistliche Körper aus Fleisch und Blut, der vor diesen Menschen stand, dann jeden aus einem Traum erweckte: Der Menschensohn vor ihnen war der Eine, der seit Urzeiten existierte. Er hatte eine Form und Fleisch und Knochen und Er hatte bereits mit der Menschheit seit langer Zeit gelebt und gegessen... In diesem Moment spürten die Menschen, dass Seine Existenz so wirklich, so wundervoll war; sie waren froh und glücklich und zur selben Zeit voller Emotion. Sein Wiedererscheinen ermöglichte den Menschen, Seine Demut wirklich zu sehen, Seine Nähe, Sein Verlangen und Seine Verbundenheit mit den Menschen zu fühlen. Diese kurze Wiedervereinigung gab den Menschen, die den Herrn Jesus sahen, das Gefühl, als ob ein ganzes Leben vorbeigegangen wäre. Ihre verlorenen, verwirrten, ängstlichen, erwartungsvollen, sehnsuchtsvollen und tauben Herzen fanden Trost. Sie zweifelten nicht mehr und waren auch nicht mehr enttäuscht, denn sie spürten, dass es nun Hoffnung gab und etwas, worauf sie sich verlassen konnten. Der Menschensohn vor ihnen würde für alle Ewigkeit hinter ihnen stehen. Er würde für immer ihr starker Turm und ihre Zuflucht sein.

Obwohl Jesus wiederauferstanden war, hatten Sein Herz und Sein Werk die Menschheit nicht verlassen. Mit Seinem Erscheinen vermittelte Er den Menschen, dass, egal, in welcher Form Er existierte; Er würde die Menschen begleiten, mit ihnen gehen und immer und überall mit ihnen sein. Er würde immer und überall für die Menschen sorgen und sie behüten, ihnen erlauben, Ihn zu sehen und zu berühren und Er würde sicherstellen, dass sie sich nie wieder hilflos fühlen. Der Herr Jesus wollte auch, dass die Menschen Folgendes wissen: Ihr Leben in dieser Welt ist nicht allein auf sich gestellt. Die Menschheit hat Gottes Fürsorge, Gott ist mit ihnen; die Menschen können sich immer an Gott anlehnen. Er ist die Familie jedes einzelnen Seiner Nachfolger. Wenn sie sich an Gott anlehnen kann, wird die Menschheit nicht länger alleine oder hilflos sein und diejenigen, die Ihn als ihr Sündopfer akzeptieren, werden nicht länger in der Sünde gebunden sein. Aus menschlicher Sicht betrachtet, waren die Abschnitte seines Werks, die Jesus nach Seiner Wiederauferstehung vollbrachte, sehr klein. Wie Ich sie aber sehe, war jedes einzelne dieser Dinge so bedeutungsvoll, so wertvoll; und sie waren alle so wichtig und gewichtig.

Obwohl die Zeit, in der der Herr Jesus im Fleisch gewirkt hat voller Not und Leiden war, vollbrachte Er durch Seine Erscheinung in Seinem geistlichen Körper aus Fleisch und Blut Sein damaliges Werk, die Menschheit zu erlösen, vollständig und vollkommen. Er begann Sein Amt, indem Er Fleisch wurde und beendete Sein Amt, indem Er der Menschheit in Seiner fleischlichen Form erschien. Er kündigte das Zeitalter der Gnade an; Er begann das Zeitalter der Gnade durch Seine Identität als Christus. Durch Seine Identität als Christus führte Er die Arbeit im Zeitalter der Gnade aus und Er stärkte und führte alle Seine Nachfolger im Zeitalter der Gnade. Man kann von Gottes Werk sagen, dass Er wirklich beendet, was Er beginnt. Es gibt Stufen und einen Plan und das ganze ist voll von Gottes Weisheit, Seiner Allmächtigkeit und Seiner wunderbaren Taten. Es ist auch voll von Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Der rote Faden, der durch Gottes ganze Arbeit läuft, ist natürlich Seine Fürsorge für die Menschheit. Er ist durchdrungen von Seinen Gefühlen der Besorgnis, die Er nie ablegen kann. Die unveränderten Hoffnungen und das Anliegen für die Menschheit und Gottes pedantische Sorge und Sein Wertschätzen der Menschheit sind in diesen Versen der Bibel und in jedem einzelnen Ding, das der Herr Jesus nach Seiner Wiederauferstehung tat, wiedergegeben. Nichts von dem hat sich bis jetzt geändert – könnt ihr dies sehen? Wenn ihr dies erkennt, kommt euer Herz nicht automatisch Gott nahe? Wenn ihr in diesem Zeitalter gelebt hättet und der Herr Jesus wäre euch nach Seiner Wiederauferstehung erschienen, in einer greifbaren Form – für euch erkennbar; und säße Er vor euch, äße Brot und Fisch und würde euch die Schriften erklären, mit euch sprechen – wie würdet ihr euch dann fühlen? Wärt ihr glücklich? Was ist mit Schuld? Die vorigen Missverständnisse und das Meiden von Gott, die Konflikte mit Gott und die Zweifel an Ihm – würden diese nicht alle einfach verschwinden? Würde die Beziehung zwischen Gott und Mensch nicht besser werden?

Konntet ihr durch die Deutung dieser eingeschränkten Kapitel aus der Bibel irgendwelche Fehler in Gottes Disposition entdecken? Habt ihr irgendeine Verfälschung von Gottes Liebe entdeckt? Habt ihr irgendeine List oder Übel in Gottes Allmächtigkeit oder Weisheit gesehen? Mit Sicherheit nicht! Könnt ihr nun mit Sicherheit sagen, dass Gott heilig ist? Könnt ihr mit Sicherheit sagen, dass Gottes Gefühle eine Offenbarung Seines Wesens und Seiner Disposition sind? Ich hoffe, dass, nachdem ihr diese Worte gelesen habt, nachdem was ihr davon verstanden habt, es euch helfen wird und Nutzen bringt, bei eurem Streben nach einem Wechsel in eurer Disposition und Ehrfurcht vor Gott zu bekommen. Ich hoffe auch, dass diese Worte bei euch Früchte tragen, die jeden Tage für euch wachsen werden und euch im Verlaufe dieses Strebens immer näher zu Gott bringen, immer näher zu dem Maßstab, den Gott verlangt; damit euch das Streben nach der Wahrheit nicht langweilt und ihr nicht länger das Gefühl habt, dass das Streben nach der Wahrheit und nach einem Wechsel in der Disposition mühevoll oder gegenstandslos ist. Es ist eher der Ausdruck Gottes wahrer Disposition und das heilige Wesen Gottes, die euch dazu motivieren, euch nach dem Licht zu sehnen, euch nach Gerechtigkeit zu sehnen und danach zu trachten, die Wahrheit zu verfolgen, anzustreben, Gottes Willen zufrieden zu stellen und ein Mensch zu werden, der von Gott gewonnen wurde; und ein wahrer Mensch zu werden.

Wir haben heute über einige Dinge gesprochen, die Gott im Zeitalter der Gnade vollbrachte, als Er das erste Mal zu Fleisch wurde. Durch diese Dinge haben wir Seine Disposition gesehen, die Er durch „Sein Fleisch“ offenbarte und ausdrückte und auch jeden Gesichtspunkt davon, was Er hat und ist. All diese Gesichtspunkte dessen, was Er hat und ist, erscheinen sehr vermenschlicht. Die Wahrheit ist aber, dass das Wesen von allem, was Er offenbarte und ausdrückte, untrennbar von Seiner eigenen Disposition ist. Jede Methode, jeder Gesichtspunkt, mit dem der fleischgewordene Gott Seine Disposition menschlich ausdrückt, ist untrennbar mit Seinem eigenen Wesen verbunden. Es ist also sehr wichtig, dass Gott auf dem Weg der Menschwerdung zu den Menschen kam; die Arbeit, die Er „im Fleisch“ vollbrachte, ist ebenfalls sehr wichtig. Die Disposition, die Er offenbarte und der Wille, den Er ausdrückte, sind für jede lebende Person sogar noch wichtiger, für jede Person, die in der Korruption lebt. Ist dies etwas, was ihr verstehen könnt? Nachdem ihr Gottes Disposition und was Er hat und ist, verstanden habt, habt ihr im Bezug darauf, wie ihr Gott behandeln solltet, irgendwelche Schlussfolgerungen gezogen? Als Antwort auf diese Frage möchte Ich euch abschließend folgende Ermahnungen geben: Erstens: Stellt Gott nicht auf die Probe. Egal, wie viel du von Gott verstehst, egal, wie viel du über Seine Disposition weißt, stell Ihn auf keinen Fall auf die Probe. Zweitens: wetteifere nicht mit Gott um deinen Status. Egal, welche Art von Status Gott dir gibt oder welche Art von Arbeit Er dir anvertraut, zu welcher Pflicht Er dich erhebt, die du durchführen sollst und egal, wie viel du für Gott gegeben und geopfert hast, wetteifere auf keinen Fall mit Gott um deinen Status. Drittens: Konkurriere nicht mit Gott. Egal, ob du verstehst oder dem gehorchen kannst, was Gott mit dir tut, was Er für dich arrangiert und die Dinge, die Er dir bringt. Versuch auf keinen Fall mit Gott zu konkurrieren. Wenn du diese drei Ermahnungen befolgen kannst, bist du relativ sicher und du wirst Gott nicht leicht verärgern. Das ist alles, was Ich heute mit euch teilen möchte!

23. Juli 2014

Fußnote:

a. der Originaltext lässt „der Ausdruck von“ aus