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Zeugnisse der Erfahrung des Urteils Christi

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66. Eine wahre Partnerschaft

Fang Li     Anyang City, Provinz Henan

Vor Kurzem dachte ich, dass ich in eine harmonische Partnerschaft eingetreten wäre. Mein Partner und ich konnten über alles diskutieren, manchmal bat ich ihn sogar, auf meine Mängel hinzuweisen und wir stritten nie, so dachte ich, wir hätten eine harmonische Partnerschaft erreicht. Aber wie die Tatsachen offenbarten, entsprach eine wahrhaft harmonische Partnerschaft keineswegs dem, was ich angenommen hatte.

Eines Tages zeigte mein Partner bei einer Versammlung einige meiner Mängel vor unserem Vorgesetzten auf und sagte, ich wäre arrogant, würde die Wahrheit nicht akzeptieren, wäre kontrollierend, herrisch.... Ihn das sagen zu hören machte mich sehr ärgerlich und ich dachte: „Gestern fragte ich dich, ob du irgendwelche Meinungen über mich hättest, du sagtest nein, aber jetzt, vor unserem Vorgesetzten, sagst du so viel! Das ist so unaufrichtig!“ Ich dachte, mein Partner und ich hätten eine friedliche Beziehung, aber er hatte so viele Ansichten über mich, die bewiesen, dass es immer noch Missverständnisse zwischen uns gab und dass unsere Beziehung alles andere als friedlich war. Angesichts der Tatsachen konnte ich nicht anders, als mein eigenes Verhalten in der Partnerschaft noch einmal durchzugehen: Bei Versammlungen, obwohl mein Bruder auch an der Gemeinschaft teilnahm, sprach er wenig, denn ich sprach die meiste Zeit während der Versammlung und gab ihm kaum eine Gelegenheit zu reden, bei der Arbeit sprachen wir tatsächlich über alle Probleme, die aufkamen, aber wenn unsere Meinungen voneinander abwichen, hielt ich immer an meinen eigenen Anschauungen fest und lehnte seine ab, und die Probleme lösten sich einfach, wenn mein Bruder aufhörte, zu argumentieren. Äußerlich gab es keine Streitereien oder Konflikte zwischen uns, aber im Inneren fühlte es sich immer so an, als ob es ein Hindernis zwischen uns gab, etwas, das uns davon abhielt, vollkommen offen zu sein. An diesem Punkt erkannte ich, dass, während wir beide Partner zu sein schienen, die zusammenarbeiteten, ich eigentlich alle Anweisungen gab und er nie die Chance bekam, seine Pflichten wirklich zu erfüllen. Ich dachte, unsere Partnerschaft wäre eine von sich gegenseitig ergänzenden und gleichrangigen Partnern, aber sie war eigentlich die eines Anführers und eines Gefolgsmannes. Die Fakten offenbarten mir, dass das, was ich für eine harmonische Partnerschaft hielt, nur eine Reihe oberflächlicher Praktiken war. Was ist also eine wirklich harmonische Partnerschaft? Ich schaute in Gottes Wort nach Antworten auf meine Frage und fand diese Worte: „Ihr auf den höheren Stufen hört eine Menge Wahrheit und versteht eine Menge vom Dienen. Wenn ihr Leute, die ihr die Arbeit in den Kirchen aufeinander abstimmt, nicht voneinander lernt und kommuniziert, die Defizite des jeweils anderen ausgleicht, woraus könnt ihr Lektionen lernen? Wenn ihr auf irgendetwas stoßt, solltet ihr Gemeinschaft miteinander führen, damit dein Leben profitieren kann. Und ihr solltet sorgfältig Gemeinschaft über Dinge jeder Art führen, bevor ihr Entscheidungen trefft. Nur indem ihr so handelt, seid ihr der Kirche gegenüber verantwortlich und seid nicht oberflächlich. Nachdem ihr alle Kirchen besucht habt, solltet ihr zusammenkommen und Gemeinschaft über all die Fragen haben, die ihr erkennt, und Probleme, auf die ihr bei der Arbeit stoßt, und die Erhellung und Erleuchtung, die ihr empfangen habt, kommunizieren – das ist eine unverzichtbare Praxis des Dienstes. Ihr müsst eine harmonische Zusammenarbeit erreichen, im Sinne von Gottes Werk, zum Nutzen der Kirche, und um die Brüder und Schwestern weiter anzuspornen. Du stimmst dich mit ihm ab, und er stimmt sich mit dir ab, jeder ergänzt den anderen, und ihr erzielt ein besseres Arbeitsergebnis, um so für Gottes Willen Sorge zu tragen. Nur das ist wahre Zusammenarbeit, und nur solche Menschen haben wahren Eintritt.“ („Dient, wie es die Israeliten taten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Nachdem ich Gottes Worte sorgfältig abgewogen hatte, begriff mein Herz plötzlich. Eine wahre Partnerschaft bedeutet, dass die Partner die Arbeit der Gemeinde an die erste Stelle setzen, für die Interessen der Gemeinde und das Leben der Brüder und Schwestern, sie können miteinander Gemeinschaft haben und die Schwächen des anderen ausgleichen, so dass in ihrer Arbeit bessere Resultate erzielt werden können; sie haben keine Missverständnisse und Vorurteile gegeneinander und halten keinen Unterschied im Status aufrecht. Als ich mein eigenes Verhalten damit verglich, fühlte ich Scham und Bedauern, das nicht in Worte zu fassen war. Auf mein Verhalten zurückschauend wurde mir klar, dass ich niemals das Interesse der Gemeinde in Erwägung zog, ich setzte mich immer an die erste Stelle, ich führte, indem ich mich auf meinen Status stützte und meinen eigenen Ruf und meine Position pflegte und ich fürchtete nur, dass andere geringschätzig von mir denken oder auf mich herabsehen würden und meine Gemeinschaft mit meinen Brüdern und Schwestern war nicht ergänzend oder fand auf gleicher Ebene statt, daher erreichte sie nie den Zweck eines gemeinsamen, sich gegenseitig unterstützenden Eintritts in Gottes Wort. Während mein Partner und ich oberflächlich zu diskutieren schienen, wie wir unsere Arbeit tun sollen, akzeptierte ich in meinem Herzen seine Ideen nicht und am Ende hielt ich mich lieber an meine Ideen, anstatt zu bedenken, was das Beste für die Arbeit der Gemeinde wäre; auch wenn ich ihn manchmal bat, mich auf meine Mängel hinzuweisen, statt sie zu akzeptieren, stritt ich immer, rechtfertigte mich und verteidigte mich, was ihm Beschränkungen auferlegte und ihn zu sehr ängstigte, offen mit mir zu sprechen und nicht bereit machte, meine Mängel noch einmal anzusprechen, was zu Missverständnissen zwischen uns führte und uns die Fähigkeit nahm, die Arbeit der Gemeinde einmütig zu beenden. Unter meinen Brüdern und Schwestern verhielt ich mich sogar noch arroganter und überlegener und dachte immer, ich wäre ihr Anführer, weil mein größeres Verständnis der Wahrheit mich dazu qualifizierte, sie zu führen. Bei ihnen zeigte ich überhaupt keine Bescheidenheit oder wahre Suche, stattdessen betrachtete ich mich als den Meister der Wahrheit und bestand darauf, dass mir jeder zuhörte. … An diesem Punkt erkannte ich, dass meine Partnerschaft im Dienst nichts von einer Partnerschaft hatte, oder in noch schwerwiegenderen Worten, ich war ein Despot und ein Diktator. Sich als Anführer oder Partner so zu verhalten, ist nichts anderes als die Art und Weise, wie der große rote Drache seinen Griff auf die Macht aufrechterhält! Der große rote Drache übt Despotismus aus, besteht in allen Dingen auf die letzte Autorität, und in der Furcht auf die Massen zu hören oder durch politische Prinzipien zu regieren, die anders sind als seine eigenen. Und ich, mit dem geringen Status, den ich heute habe, möchte für das begrenzte Territorium, das ich kontrolliere, zuständig sein. Wenn ich eines Tages Macht haben werde, wie werde ich dann anders sein als der große rote Drache? Als ich über all das nachdachte, empfand ich plötzlich Furcht. So weiterzumachen wäre viel zu gefährlich und wenn ich mich nicht änderte, wäre mein Ende dasselbe, wie das des großen roten Drachens–von Gott bestraft.

Nachdem ich all das erkannte, hatte ich keinen Groll mehr gegen meinen Bruder. Stattdessen war ich Gott dankbar, dass Er mir half, mich selbst in solchen Umständen zu erkennen und mir die Gefahr in mir selbst zu zeigen. Später, wenn ich mit meinen Brüdern und Schwestern zusammengestellt wurde, lernte ich, mich selbst zu erniedrigen, das Herz zu haben, mich um Gottes Willen zu sorgen und in meiner Arbeit verantwortungsvoll zu sein und mehr auf die Meinungen der anderen zu hören und nach einiger Zeit erkannte ich, dass diese Art der Praxis mir nicht nur ein vollständigeres und gründlicheres Verständnis der Wahrheit gab, es brachte mich meinen Brüdern und Schwestern auch näher und erlaubte uns, offener miteinander zu teilen. Und nachdem ich diese Arten von Frucht zeigen konnte, verstand ich schließlich, wie gut es sein kann, partnerschaftlichen Dienst, gemäß den Anforderungen Gottes, zu tun!

Ich bin dankbar für diese Erleuchtung Gottes, die mir nicht nur half, eine wahrhaft harmonische Partnerschaft zu verstehen, sondern mehr noch mir half, die verborgenen Gefahren in meinem eigenen Dienst mit meinem Partner zu sehen, und sie zeigte mir, dass, wenn die verdorbene Menschheit die Macht ergreift, das Ergebnis das Gleiche ist wie der große rote Drache. Ich hoffe, ich kann die Gifte des großen roten Drachen in mir entfernen, in den wahren partnerschaftlichen Dienst eintreten und schließlich jemand werden, der Gott dient, der mit Gottes Herz kompatibel ist.

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