11. Gottes Worte schaffen die Wunder des Lebens

Von Yang Li, Provinz Jiangxi

Meine Mutter starb, als ich ein kleines Mädchen war, sodass ich die schwere Bürde der Haushaltspflichten schon in jungen Jahren tragen musste. Nach meiner Heirat wurden meine Pflichten so erdrückend, dass ich unter ihrer Last kaum atmen konnte. Ich hatte genug von der Mühseligkeit und dem Elend des Lebens und wurde mit der Zeit deprimiert und schwermütig, still und verschlossen; ich vertrödelte einen Tag nach dem anderen. Als einige Brüder und Schwestern im Jahr 2002 das Evangelium des Werks des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an mich weitergaben, nahm ich es glücklich an und brachte dann auch meinen Mann und meine Kinder vor Gott. Von da an kamen oft Brüder und Schwestern in unser Haus, um Versammlungen abzuhalten. Wir führten über Gottes Wort Gemeinschaft, sangen, tanzten und lobpreisten Gott; dies bereitete mir unglaubliche Freude und ich fühlte mich nicht mehr deprimiert oder bekümmert. Meine Kinder sagten, dass ich immer jünger und fröhlicher zu werden schien. Wir lasen in der Familie oft gemeinsam Gottes Worte und begannen, durch Seine Worte viele Wahrheiten sowie Gottes dringenden Willen, die Menschheit zu retten, zu verstehen. Ich reiste viel umher, verbreitete das Evangelium und legte Zeugnis für Gott ab, um Gottes Liebe zu vergelten und denjenigen, die wie ich Satans Qual erlitten hatten, zu ermöglichen, vor Gott zu kommen und baldmöglichst von Ihm errettet zu werden. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich aus diesem Grund zur Zielscheibe der grausamen Verfolgung durch die KPCh-Regierung werden würde.

Am 23. November 2005 gegen sieben Uhr abends hörte ich während eines Treffens mit zwei Schwestern plötzlich ein heftiges Klopfen an der Tür. Ich begriff, dass es die Polizei sein könnte, und sammelte hastig alle Bücher der Worte Gottes ein. Genau wie ich erwartet hatte, wurde die Eingangstür blitzschnell eingetreten; fünf Polizisten stürzten hektisch herein und umzingelten uns. Der Einsatzleiter schrie: „Es gibt kein Entkommen! Durchsucht das Haus!“ Innerhalb kürzester Zeit war das ganze Haus auf den Kopf gestellt und in ein heilloses Durcheinander verwandelt worden. Daraufhin beschlagnahmten sie unsere Taschen und ein Buch mit Lobliedern, legten uns dann Handschellen an und brachten uns auf die Polizeiwache. Ich hatte angesichts dieser Machtdemonstration schreckliche Angst und rief Gott verzweifelt um Schutz an. In diesem Augenblick kam mir eine Textstelle von Gottes Worten in den Sinn: „Du solltest wissen, dass alle Dinge in deinem Umfeld durch Meine Erlaubnis vorhanden sind, Ich ordne alles an. Sieh klar und stell Mein Herz in dem Umfeld zufrieden, das Ich dir gegeben habe. Fürchte dich nicht, der Allmächtige Gott der Heerscharen wird gewiss mit dir sein; Er hält euch den Rücken frei und Er ist euer Schild“ („Kapitel 26“ von Kundgebungen Christi am Anfang in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte verliehen mir unermessliche Kraft und Vertrauen, befreiten mich von meiner Ängstlichkeit, flößten mir Selbstsicherheit ein und gaben mir Halt. Es stimmte! Alle Geschehnisse und Dinge liegen in Gottes Händen und auch die Polizei befindet sich in Gottes Gewalt und unterliegt Seiner Orchestrierung. Mit Gott als meiner starken Stütze gab es nichts zu befürchten. Ich musste mich nur darauf konzentrieren, Gottes Willen zu suchen und auf Gott zu vertrauen, damit ich in jeder Situation, in die ich geraten würde, Zeugnis ablegen konnte.

Auf der Polizeiwache wechselten sich zehn Beamte der Städtischen Behörde für öffentliche Sicherheit und der örtlichen Wache ab, uns in Zweiergruppen zu verhören. Sie wollten unsere Namen und Adressen wissen und auch, wer die Leiter unserer Kirche waren. Als wir ihnen keine Antwort gaben, verwandelte sich ihre Frustration in Wut und sie fesselten unsere Hände an eiserne Tigerbänke. Die grimmigen Blicke dieser Polizisten ließen mein Herz ein wenig erzittern; ich fragte mich, welch grässlichen Methoden sie uns unterziehen würden und ich war mir nicht sicher, ob ich standhaft bleiben konnte. Da ich nicht redete, sagte einer der Beamten mit einem schmierigen Tonfall: „Es wird wirklich spät. Sag uns einfach deinen Namen und deine Adresse und wir schicken dich direkt nach Hause.“ Mein Geist war in diesem Augenblick sehr klar, da ich Gottes Schutz genoss und ich dachte: „Das ist einer von Satans Tricks. Wenn ich ihnen meinen Namen und meine Adresse nenne, werden sie bestimmt mein Haus durchsuchen, was der Kirche furchtbar schaden würde.“ Daher sagte ich kein Wort, ganz gleich, wie diese schrecklichen Polizisten mich verhörten, sondern betete nur zu Gott, dass Er mir die richtigen Worte, in den Mund legen möge. Am nächsten Tag kamen sie zurück und stellten mir dieselben Fragen. Wieder sagte ich nichts. Am selben Abend kam eine ziemlich unschicklich gekleidete Beamtin herein, funkelte mich wütend an und fragte grimmig: „Wie heißt du? Wo wohnst du?“ Ich antwortete ihr nicht und sie schrie mich wütend an: „Leute wie du, schlagen sich nur den Bauch voll, liegen auf der faulen Haut und kümmern sich nicht darum, Geld zu verdienen. Warum zur Hölle wollt ihr an irgendeinen Gott glauben?“ Damit machte sie einen Schritt auf mich zu und begann, mit ihren hochhackigen Schuhen meine Beine und Füße zu treten, während sie schrie: „Den Glauben praktizieren, dass ich nicht lache! Wenn du mir keine ehrliche Antwort gibst, lasse ich dich töten!“ Die Schmerzen in meinen Beinen und Füßen waren unerträglich und eine Welle der Schwäche überkam mein Herz, da ich nicht wusste, was sie mir als Nächstes antun würden. Eilig flehte ich Gott an und bat Ihn, mein Herz zu beschützen. Nachdem ich mein Gebet beendet hatte, ließ meine Angst nach. Da es ihnen nicht gelungen war, durch das Verhör Antworten zu erhalten, ließ die Polizei uns alle in eine Untersuchungshaftanstalt bringen.

In dieser Nacht schneite es heftig und es war eiskalt. Diese wahnsinnigen Polizisten konfiszierten alle Winterkleider, die wir in unseren Taschen hatten, und zwangen uns, nichts als eine einzige Schicht dünner Kleidung zu tragen, sodass wir auf der gesamten Fahrt vor Kälte zitterten. Als wir an der Untersuchungshaftanstalt eintrafen, brachten sie uns in einen unterirdischen Gefängnistrakt, der düster und grauenerregend war. Ab und an drangen die Flüche und Schreie anderer Insassen herunter und ließen mir die Haare zu Berge stehen – ich hatte das Gefühl, eine Art Hölle auf Erden betreten zu haben. Wir drei wurden in eine Zelle mit etwa zwanzig anderen Häftlingen gestoßen, von der wellenartig ein übler Gestank ausging. Die Zelle war an allen Seiten mit Liegeflächen aus Zement eingefasst und alle Häftlinge saßen um einen langen Tisch und zogen Glühfäden für Lampen auf. Sowie wir eintraten, sagte der Beamte zur Zellenanführerin: „Sorge dafür, dass sie eine nette Begrüßung bekommen!“ Die Zellenanführerin, die wegen Drogendelikten verurteilt war, war nicht einmal dreißig Jahre alt; sobald sie die Befehle des Beamten gehört hatte, brachte sie mich mit brutalen Fußtritten zu Boden, noch bevor ich mich orientieren konnte. Es tat so sehr weh, dass ich mich schreiend auf dem Boden wälzte. Danach rissen sie uns alle Kleider vom Leib, zerrten uns in den Waschraum und zwangen uns, kalt zu duschen. Die stechende Kälte des eisigen Wassers drang mir bis ins Mark, löste in meinem ganzen Körper Schüttelkrämpfe aus und meine Zähne klapperten ohne Unterlass. Die Schmerzen in meinem ganzen Körper waren unerträglich. Es fühlte sich an, als wäre ich mit einem Messer aufgeschlitzt worden, und ich verlor schon bald die Besinnung. Als ich zu mir kam, bemerkte ich, dass ich schon zurück in die Zelle gezerrt worden war. Als die Zellenanführerin sah, dass ich bei Bewusstsein war, ließ sie dennoch nicht von mir ab, sondern fuhr damit fort, mich zu treten und zu schlagen. Erst als sie erschöpft war, warf sie mich auf die Seite. Die beiden Schwestern kamen zu mir und drückten mich eng an sich; ihre Tränen fielen auf mein Gesicht. Ich fühlte mich in meinem Herzen sehr schwach und dachte: „Warum lässt Gott mich nicht einfach sterben? Sowie ich sterbe, werde ich frei sein, wenn ich aber weiterlebe, wer weiß, wie diese Dämonen mich schlagen und foltern werden, und ob ich alldem standhalten kann oder nicht.“ Je länger ich darüber nachdachte, desto verzweifelter wurde ich und die Tränen strömten mir über das Gesicht. Inmitten meines Leids erleuchtete mich Gott und ließ mich an eine Hymne Seiner Worte denken: „Mit Seinem Licht, das euch führt, werdet ihr sicher durchbrechen von den Mächten der Finsternis. In der Welt umhüllt von Dunkelheit, werdet ihr das euch führende Licht nicht verlier’n. … Im Land Sinim werdet ihr stark und standhaft stehen, erbt Gottes Segen für eure Leiden. Das Universum wird in euch Gottes große Herrlichkeit seh’n!“ („Lied der Überwinder“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Mein Herz wurde sofort von Wärme durchströmt – Gottes Verheißung und Seine Liebe berührten mich zutiefst; sie ermöglichten es mir, einzusehen, dass Gott mich sicher führen würde, um die Unterdrückung der dunklen Mächte zu überwinden und ins Licht zu treten, selbst wenn Satan mir seine Grausamkeit auferlegte, solange ich nur aufrichtig auf Gott vertraute und zu Ihm aufsah. Das Leiden, das ich durchlebte, war kostbar und bedeutsam; es war Gottes Segen und ich musste dieses Leiden auf meinem Weg des Strebens nach der Wahrheit und der Erlangung von Gottes Errettung durchleben. Es war auch ein starkes Zeugnis für Gottes Sieg über Satan. Satan quälte und folterte mich in dem Versuch, mich dazu zu bringen, Gott zu leugnen und zu verraten; nur wenn ich in meiner Hingabe zu Gott stark blieb, all das Leid ertrug, das ich ertragen musste, und für Gott Zeugnis ablegte, konnte ich mich gegen Satans hinterhältige Verschwörung zur Wehr setzen und Satan erniedrigen, um Gott Ehre zu bringen. Nachdem ich mir das überlegt hatte, tat ich vor Gott nachhaltig Buße und fasste einen Entschluss: „O Allmächtiger Gott! Du hast mehr gelitten als ein gewöhnlicher Mensch ertragen könnte, um uns zutiefst verdorbenen Menschen die Rettung zu bringen. Du hast Dich so sehr für uns abgemüht und Deine Liebe zu uns ist wirklich zu groß! Ich sollte Dir Deine Liebe vergelten, doch heute, als ich mit einer Prüfung konfrontiert wurde und im Angesicht Satans Zeugnis abgelegen sollte, wählte ich die Flucht. Als mein Fleisch nur ein klein wenig litt, wurde ich negativ und widersetzte mich, ich wollte nichts lieber als sterben und alles hinter mir lassen. Wie feige ich doch bin und wie sehr es mir an Bewusstsein fehlt! Ich gelobe, von nun an Zeugnis für Dich abzulegen, ganz gleich, welchen widrigen Umständen ich begegne.“ Ich spürte, dass mein Glaube in diesem Augenblick stärker wurde und hielt die Hand meiner Schwester fest. Ich war bereit, weiterzuleben, um für Gott Zeugnis abzulegen.

Nachdem ich einundzwanzig Tage lang im Untersuchungsgefängnis inhaftiert gewesen war, brachte mich die Polizei zur Bezirksbehörde für öffentliche Sicherheit. Sie banden mich auf eine „Tigerbank“ und verhörten mich. Da ich mich standhaft weigerte, auch nur ein Wort über die Lippen zu bringen, legten sie mir in dieser Nacht mit Nieten besetzte Handfesseln an und hängten mich am Eisengitter eines Fensters auf, sodass mein Körper in der Luft baumelte und ich den Boden mit meinen Zehenspitzen gerade so berühren konnte. Ein Polizist sagte in arrogantem Ton zu mir: „Wenn ich etwas habe, dann ist es Geduld. Ich werde dich dazu bringen, mich anzuflehen und mir freiwillig zu verraten, wer euer Leiter ist!“ Damit verließ er den Raum und knallte beim Hinausgehen die Tür zu. Schon bald begann ich einen stechenden Schmerz in meinen Handgelenken zu fühlen, der mich entsetzlich leiden ließ. In diesem Augenblick dachte ich plötzlich an eine Hymne von Gottes Worten: „Habt ihr jemals Gottes Segen angenommen, die Verheißungen gesucht, die Gott Selbst gab? Mit Seinem Licht, das euch führt, werdet ihr sicher durchbrechen von den Mächten der Finsternis. In der Welt umhüllt von Dunkelheit, werdet ihr das euch führende Licht nicht verlier’n. Meister werdet ihr sein, über die ganze Schöpfung, Überwinder vor Satan, Überwinder vor Satan! Beim Fall des großen roten Drachen steht ihr aufrecht da und werdet den Sieg Gottes bezeugen. Im Land Sinim werdet ihr stark und standhaft stehen, erbt Gottes Segen für eure Leiden. Das Universum wird in euch Gottes große Herrlichkeit seh’n!“ („Lied der Überwinder“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Mit Tränen in den Augen sang ich die Hymne immer wieder. Je länger ich sang, desto mehr wurde ich von Energie erfüllt und ich konnte die mächtige Lebenskraft von Gottes Worten spüren, die mein Herz stärkte und mir einen unerschütterlichen Glauben daran verlieh, dass Gott mich bestimmt führen würde, um die Unterdrückung durch die dunklen Mächte zu überwinden, und mir helfen, all diese grausame Folter zu erdulden, um an meinem Zeugnis festzuhalten. Mit der Ermutigung durch Gottes Worte verschwanden meine körperlichen Schmerzen und ich spürte tatsächlich, wie ich Gott näherkam und vertrauter mit Ihm wurde. Ich hatte das Gefühl, dass Gott direkt an meiner Seite war und mich begleitete. Seine Worte berührten mein Herz und ich beschloss, Zeugnis abzulegen, um Gott zufriedenzustellen und mich unter keinen Umständen Satan jemals zu ergeben!

Danach wurde ich in den Verhörraum gebracht, wo mein Blick gleich auf ein ganzes Sortiment von verschiedenen Folterwerkzeugen fiel: Eine Reihe von Polizeiknüppeln, große und kleine, hingen nebeneinander an der Wand. Daneben befanden sich Lederknüppel, Lederpeitschen und eine Tigerbank. Ein paar Polizisten waren gerade dabei, einen männlichen Häftling Mitte zwanzig mit Elektrostöcken und Lederpeitschen zu schlagen. Er hatte böse Schnittwunden und Prellungen und war fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Eine Polizistin kam herein. Ohne ein Wort zu sagen, begann sie mich mehrmals zu treten. Dann packte sie mich an den Haaren und knallte meinen Kopf gegen die Wand, was ein schreckliches, dumpfes Geräusch erzeugte. Vor meinen Augen drehte sich alles, mir war schwindelig und mein Kopf schmerzte so sehr, dass ich dachte, er würde aufplatzen. Als sie mich schlug, fauchte die Polizistin giftig: „Wenn du heute nicht auspackst, sorge ich dafür, dass du keinen Tag länger überlebst!“ Zwei weitere Polizisten mischten sich ein und drohten mir: „Wir haben Beamte aus allen umliegenden Polizeiwachen kommen lassen. Wir haben alle Zeit der Welt, um dich zu verhören. Einen Monat, zwei Monate … so lange, wie es dauert, um die Antworten zu bekommen, die wir von dir brauchen.“ Als ich ihre Worte hörte und zudem an die grausamen Methoden dachte, die dieses Pack an mir davor angewandt hatte, sowie an die Szene, die sich eben mit dem männlichen Gefangenen zugetragen hatte, begann mein Herz zu rasen und eine Welle an Furcht und Entsetzen nach der anderen brach über mich herein. Ich konnte nur eindringlich zu Gott beten. In diesem Augenblick leiteten mich Gottes Worte: „Wenn Menschen bereit sind, ihr Leben zu opfern, wird alles unbedeutend und niemand kann sich ihrer bemächtigen. Was könnte wichtiger sein als Leben? Auf diese Weise wird Satan unfähig, mehr in den Menschen zu tun, da gibt es nichts, was er mit dem Menschen tun kann. Dennoch wird in der Definition des ‚Fleisches‘ gesagt, dass alles Fleisch von Satan verdorben wurde, wenn Menschen sich wirklich selbst hingeben und nicht von Satan gesteuert werden, dann kann niemand sich ihrer bemächtigen – und in diesem Moment übt das Fleisch seine andere Funktion aus, und beginnt offiziell die Anweisung des Geistes Gottes zu empfangen“ („Kapitel 36“ von Interpretationen der Mysterien der Worte Gottes an das gesamte Universum in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte bereiteten mir einen Weg zum Ausüben. Ich dachte: „Satan hat sich wirklich meiner Schwäche, meiner Angst vor dem Tod, bemächtigt, damit ich Gott verrate, und Gott nutzt diese Situation, um die Aufrichtigkeit meines Glaubens an Ihn zu prüfen. Wenn ich gründlich darüber nachdenke, liegt mein Leben in Gottes Händen, weshalb also sollte ich Satan fürchten? Nun ist meine Zeit gekommen, für Gott Zeugnis abzulegen; nur indem ich mein Leben opfere und mich nicht vom Tod einschränken lasse, kann ich mich von Satans Einfluss befreien und für Gott Zeuge ablegen.“ Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, fürchtete ich den Tod nicht mehr und beschloss, mein Leben zu opfern, um Gott zufriedenzustellen. Als einer dieser bösen Polizisten sah, dass ich keine Angst hatte, schrie er wütend: „Wenn wir dir jetzt keine Lektion verpassen, denkst du, dass wir nicht wissen, was wir mit dir machen sollen!“ Daraufhin legten sie mir sofort wieder die nietenbesetzten Handfesseln an, hängten mich an ihnen hoch oben am Eisengitter des Fensters auf und begannen, mich mit einem Elektrostock zu stoßen. Ein starker elektrischer Strom durchfuhr augenblicklich meinen gesamten Körper und ließ mich unaufhörlich zittern und mich krümmen. Je mehr ich mich wehrte, desto enger schlossen sich die Handfesseln um meine Handgelenke; es war so schmerzhaft, dass ich dachte, meine Hände würde abfallen und entsetzliche Schmerzen peinigten meinen ganze Körper. Diese beiden bösen Polizisten folterten mich abwechselnd mit den Stöcken, die unaufhörlich knisterten. Jedes Mal, wenn mir ein Stromschlag versetzt wurde, zuckte und bebte mein ganzer Körper und ich wurde allmählich benommen. Nach und nach verlor ich das Bewusstsein und wurde schließlich ohnmächtig. Später, ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen war, wurde ich von der Kälte geweckt. Dieses Pack von hinterhältigen Polizisten hatte bemerkt, dass ich nur eine dünne Schicht Kleidung trug und absichtlich alle Fenster geöffnet, um mich der Kälte auszusetzen. Ein eisiger Wind blies unaufhörlich durch das Fenster hinein; ich fror so sehr, dass mein Körper steif geworden war, und ich merkte, wie ich wieder das Bewusstsein verlor, doch dann konnte ich einen klaren Gedanken fassen: „Ich darf nicht zusammenbrechen. Ich muss für Gott Zeugnis ablegen, selbst wenn es meinen Tod bedeutet!“ In genau diesem Augenblick stellte ich mir vor, wie der Herr Jesus gekreuzigt wurde, um die Menschheit zu retten: Der Herr Jesus wurde so zugerichtet, dass Er nur noch einer blutigen Masse glich, und dann ans Kreuz geschlagen, um das Werk der Erlösung der Menschheit zu vollenden. Wenn Gott Sein Leben geben konnte, um die Menschheit zu retten, warum konnte ich nicht ein wenig von Gottes Liebe vergelten? Gottes Liebe ermutigte mich und ich betete zu Gott: „O Gott! Du hast mir meinen Atem gegeben, solltest Du ihn mir also wieder nehmen wollen, füge ich mich bereitwillig. Es wäre mein größter Stolz und meine größte Ehre für Dich zu sterben!“ Dann kam ich langsam wieder zu vollem Bewusstsein. Als ich daran dachte, dass Petrus, Stephanus und die anderen Jünger den Märtyrertod starben, konnte ich nicht umhin, still dieses Kirchenlied zu singen, das ich gut kannte: „Durch Seine Souveränität und Seinen heiligen Plan, stelle ich mich meinen Prüfungen. Wie könnte ich da aufgeben oder mich verstecken? Zuerst kommt Gottes Herrlichkeit. In Zeiten von Elend und Not leiten mich Gottes Worte, mein Glaube wird vervollkommnet. Ich bin absolut und vollkommen ergeben, Gott ergeben ohne Angst vorm Tod. Sein Wille wird immer über Allem sein. Ohne Gedanken an meine Zukunft, Gewinne oder Verlust. Ich wünsche nur, dass Gott zufrieden ist. Ich lege lautes Zeugnis ab, beschäme Satan, um Gott zu ehren. Ich gelobe rückhaltslos, Gottes Liebe zu vergelten. Ich preise Ihn ohne Unterlass in meinem Herzen. Ich sah die Sonne der Gerechtigkeit, die Wahrheit lenkt alles auf Erden. Gottes Disposition ist gerecht (und verdient des Menschen Lobpreis). Mein Herz wird den Allmächtigen Gott für immer lieben, und Seinen Namen werde ich immer hochhalten“ („Ich bitte nur darum, dass Gott zufrieden ist“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Je länger ich sang, desto bewegter und ermutigter wurde ich und meine Stimme wurde von Tränen erstickt. Ich konnte Gott an meiner Seite spüren, wie Er aufmerksam lauschte, während ich mich Ihm anvertraute. In meinem Herzen war ein Gefühl von Wärme und ich wusste, dass Gott mich von Anfang an mit Seiner mächtigen Hand gestützt hatte, damit ich keine Angst vor der Kälte haben und meinen eigenen Tod nicht fürchten würde. In meinem Herzen fasste ich folgenden Entschluss: „Welche Art von Folter und Leid mich auch erwartet, ich schwöre bei meinem Leben, Gott bis ganz zum Ende treu zu bleiben und für Ihn Zeugnis abzulegen, um Ihm Seine Liebe zu vergelten!“

Am Morgen des folgenden Tages wurde ich aggressiv von einem Polizisten bedroht: „Du hast Glück, dass zu letzte Nacht nicht erfroren bist, aber wenn du heute nicht redest, sorge ich dafür, dass dein Gott dich nicht retten kann!“ Ich lachte in mich hinein, von seinen Worten unbeeindruckt. Ich dachte: „Gott ist der Schöpfer der Himmel und der Erde und aller Dinge, Er herrscht über alles, ist allmächtig und voller Autorität. ‚Denn so Er spricht, so geschieht's; so Er gebeut, so stehet's da.‘ Auch mein Leben liegt in Gottes Händen; wenn Er mich jetzt retten wollte, wäre es nicht denkbar einfach für Ihn? Es ist nur so, dass Er dich benutzen will, du Dämon, um Dienst an Ihm zu erbringen.“ In diesem Moment stieß mich der böse Polizist wieder mit seinem Stock und ein starker elektrischer Strom durchfuhr meinen ganzen Körper und verursachte mir entsetzliche Schmerzen, die mich dagegen ankämpfen und mich gegen meinen Willen aufschreien ließen. Der Polizist lachte nur schallend und sagte: „Nur zu, schrei! Ruf nach deinem Gott, damit Er dich rettet! Wenn du mich darum anflehst, dich zu retten, verspreche ich, dich gehen zu lassen!“ Die ungeheure Unverfrorenheit des Polizisten, erfüllte mich mit tiefem Hass und ich betete im Stillen zu Gott: „Oh Gott! Wie barbarisch der Teufel Satan ist! Er beleidigt Dich und lästert Dir; er ist Dein unversöhnlicher Feind und vor allem mein Erbfeind. Ganz gleich, wie Satan mich foltert, ich werde Dich nicht verraten. Ich wünsche mir nur, dass Du mein Herz erlangst. Diese Dämonen können meinem Fleisch Leid zufügen, doch sie können niemals meinen Entschluss zunichtemachen, Dich zufriedenzustellen. Ich bitte Dich, mir Kraft zu geben.“ Dieser herzlose, wahnsinnige Polizist stieß mich unermüdlich mit seinem Stock; als die Batterien des ersten Elektrostocks leer waren, ging er zum nächsten über und fuhr damit fort, mir elektrische Stromschläge zu verpassen. Ich konnte nicht mehr zählen, wie viele Stöcke er insgesamt verbrauchte. Ich spürte, dass mir der Tod immer näherkam und dass es keine Hoffnung auf Überleben gab. Die Negativität und Mutlosigkeit verzehrten mich. Ich konnte Gott nur verzweifelt anrufen und Ihn anflehen, mich zu beschützen und zu retten. In diesem Augenblick fiel mir eine Textstelle von Gottes Wort ein: „Gottes Lebenskraft kann über jede Macht siegen; zudem übertrifft sie jede Macht. Sein Leben ist ewig, Seine Macht außergewöhnlich, und Seine Lebenskraft wird nicht leicht von irgendeinem Geschöpf oder irgendeiner feindlichen Macht überwältigt. Die Lebenskraft Gottes existiert und lässt ihr blendendes Strahlen leuchten, unabhängig von Zeit oder Ort. Himmel und Erde können große Veränderungen erfahren, aber Gottes Leben ist für immer dasselbe. Alle Dinge vergehen, aber Gottes Leben bleibt dennoch, denn Gott ist die Quelle der Existenz aller Dinge und der Ursprung ihrer Existenz“ („Nur Christus der letzten Tage kann dem Menschen den Weg ewigen Lebens schenken“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte gaben mir endlose Kraft und flößten mir inmitten meiner Schwäche ein unglaublich starkes Vertrauen ein. Ich dachte: „Ja, ich glaube an den einen und einzigen Allmächtigen Gott. Gottes Leben ist ewig und überirdisch und Gottes Lebenskraft übertrifft alles und erobert alle. Alles, was ist, entsteht durch Gottes Worte. Alles, was den Menschen betrifft, auch sein Leben und sein Tod, hängt von Gottes Entscheidung ab. Umso mehr liegt mein Leben in Gottes Händen, wie könnte es demnach überhaupt möglich sein, dass Satan die Kontrolle über meine Sterblichkeit hat? Zum Beispiel rief der Herr Jesus nach Lazarus, dessen Körper in seinem Grab bereits am verrotten war. Der Herr Jesus sagte: ‚Lazarus, komm heraus!‘ (Johannes 11,43) Und Lazarus kam aus dem Grab hervor, auferstanden von den Toten. Gottes Worte besitzen Autorität und Macht; Er schuf die Welt mit Seinen Worten und Er verwendet Seine Worte, um jedes Zeitalter zu führen. Heute verwendet Gott Seine Worte, um uns zu retten und zu perfektionieren. Ich darf die Dinge nicht länger nach meinen Auffassungen und meiner Vorstellung deuten, sondern muss nach Gottes Worten leben. Wenn Gott heute nicht zulässt, dass ich sterbe, kann Satan mir nicht mein Leben nehmen, unabhängig davon, welche grausamen Dinge er tut. Solange ich Gott Ehre bringen kann, werde ich glücklich und gerne sterben.“ Sobald ich begann, nach Gottes Worten zu leben, und aufhörte, mich um meine eigene Sterblichkeit zu sorgen, geschah ein Wunder: In welcher Weise auch immer mir der böse Polizist Stromschläge verpasste, ich verspürte kein Leid und keinen Schmerz mehr, und mein Geist war vollkommen klar. Ich war mir sicher, dass dies Gottes Schutz und Fürsorge waren – Gottes mächtige Hand war es, die mich stützte. Ich erlebte wahrhaftig die große Macht von Gottes Worten am eigenen Leib, sowie die überirdische und außerordentliche Natur der Lebenskraft Gottes. Gottes Worte sind die Wahrheit und die Wirklichkeit des Lebens. Seine Lebenskraft kann von keinen Mächten der Finsternis verdrängt werden. Auf welche Art und Weise die Polizisten mich auch Folter und Grausamkeit unterzogen und mich abwechselnd ihrer grausamen Bestrafung aussetzten, ich konnte es alles ertragen. Das war nicht meine eigene Fähigkeit, sondern ausschließlich Gottes Macht und Autorität. Hätten mir Gottes Worte nicht Kraft und Vertrauen gegeben, wäre ich schon längst zusammengebrochen. Ich hatte das tiefe Gefühl, dass Gott, als mein Fleisch am schwächsten war und ich in die Tiefen des Leids gestürzt war, sich immer an meiner Seite befand, mich mit Seinen starken und mächtigen Worten des Lebens stützte und mich jederzeit beschützte, sodass mein Glaube in mir stärker wurde und sich meine Entschlossenheit festigte.

In dieser Nacht wendeten sie eine andere Foltermethode an mir an. Sie legten mich vor dem Fenster in Handschellen und setzten mich der eisigen Luft von draußen aus. Sie bewachten mich abwechselnd, um sicherzugehen, dass ich nicht einschlief. Sobald mir die Augen zufielen, schlugen sie mich ins Gesicht. Ich hatte seit zwei Tagen keinen Tropfen Wasser getrunken und keinen Bissen gegessen, mein ganzer Körper war kraftlos und meine Augen so geschwollen, dass ich sie kaum öffnen konnte. Ich spürte, wie eine Art unbeschreibliches Leid über mich kam, und fragte mich, wie lange die Folter noch andauern würde. Der klirrend kalte Wind wehte mir ununterbrochen entgegen und ich zitterte unaufhörlich vor Kälte. Die Polizisten trugen knielange Parkas. Sie saßen faul mit überschlagenen Beinen vor mir auf Stühlen und warteten darauf, dass ich mich ergeben würde. Mir kam es in diesem Moment so vor, als spielte sich eine Szene aus dem Hades vor mir ab, in der jemand von Dämonen gefoltert wird, und ich konnte meinen Zorn nicht unterdrücken: Der Mensch wurde von Gott geschaffen und es ist natürlich und richtig, Ihn anzubeten, doch die niederträchtige, schamlose KPCh-Regierung erlaubt den Menschen nicht, den wahren Gott anzubeten. Um eine atheistische Zone in der Welt zu errichten und ihr teuflisches Ziel zu erreichen, die Menschen ständig zu kontrollieren und sie dazu zu bringen, ihr zu folgen und sie anzubeten, widersetzt sie sich auf aggressive Weise Gottes Werk, stört und zerstört es. Dabei gebraucht sie jedes verachtenswerte Mittel, das ihr zur Verfügung steht, um die Anhänger des Allmächtigen Gottes grausam zu verfolgen. Dieser alte Dämon hat das ungeheuerlichste aller Verbrechen begangen – er sollte verflucht und verdammt sein! Plötzlich kam mir eine Hymne von Gottes Worten in den Sinn: „Seit Tausenden von Jahren ist dies das Land des Unrats, unerträglich dreckig, es wimmelt von Elend, Geister lungern in jeder seiner Ecken. Die Geister täuschen, betrügen, machen grundlose Vorwürfe, sind skrupellos, bösartig, trampeln diese Geisterstadt nieder, hinterlassen sie mit Leichen übersät. Der Gestank des Verfalls durchdringt alles. Das Land wird streng bewacht. Wer kann die Welt jenseits des Himmels sehen? Wie konnten die Menschen dieser Geisterstadt Gott sehen? Haben sie jemals Gottes Liebenswürdigkeit, Lieblichkeit genossen? … Warum ein undurchdringliches Hindernis für die Arbeit Gottes aufbauen? Warum Intrigen einsetzen, um Gottes Volk zu täuschen? Wo sind wahre Freiheit, Rechte und Interessen? Wo ist die Fairness? Wo ist der Trost und die Wärme? Warum Intrigen einsetzen, um Gottes Volk zu täuschen? Warum Gewalt einsetzen, um Gottes Kommen zu unterdrücken? Warum Gott jagen, bis Er keinen Ort mehr hat, wo Er Sein Haupt hinlegen kann? Wie könnte das keine Wut auslösen? Tausende von Jahren an Hass sind im Herzen konzentriert, Jahrtausende von Sündhaftigkeit sind im Herzen eingraviert. Wie könnte das keinen Hass erwecken? Räche Gott, lösche Seinen Feind vollkommen aus. Jetzt ist die Zeit: Seit langem hat der Mensch seine Kraft gesammelt, alle seine Anstrengungen eingebracht, um das abscheuliche Gesicht dieses Dämons abzureißen. Das erlaubt denen, die geblendet worden sind, die jede Art von Leiden und Elend ertragen hab’n, sich aus ihrem Schmerz zu erheben, wenden sich ab von diesem bösen alten Teufel“ („Die in der Dunkelheit sind, sollen sich erheben“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Ich sang die Hymne immer wieder in meinem Herzen. Während ich sang, kochte das Blut in meinen Adern und ein glühender Zorn wallte in mir auf; ich schwor bei meinem Leben, Satan, diesem alten Dämon, abzuschwören, und schrie in meinem Herzen: „Du Dämon! Wenn du glaubst, ich werde Gott verraten und den wahren Weg verlassen, wirst du dich noch umsehen!“ Ich wusste genau, dass es Gott war, der mir Kraft verliehen hatte, und dass die Worte des Allmächtigen Gottes meinen Geist gestärkt hatten.

Am fünften Tag waren meine Hände von den Handfesseln blutverschmiert, taub und schlimm angeschwollen. Ich fühlte mich, als ob mein Körper an seinen Nähten auseinanderfiele und als würden mich tausende von Insekten von innen her auffressen. Es gibt keine Worte, um den Schmerz und die Qual zu beschreiben. Ich betete ununterbrochen in meinem Herzen und flehte Gott an, mir die Kraft zu geben, um die Schwäche meines Fleisches zu überwinden. Die Zeit verging entsetzlich langsam und am Himmel wurde es allmählich dunkel. Ich hatte Hunger und Durst, mir war kalt und ich zitterte am ganzen Leib. Mir war auch das letzte Quäntchen Lebenskraft entzogen worden – ich spürte, dass ich es nicht viel länger aushalten konnte. Wenn das noch länger so weiterginge, würde ich bestimmt verhungern oder verdursten. Erst da verstand ich, was der böse Polizist gemeint hatte, als er gesagt hatte: „Ich werde dich dazu bringen, mich anzuflehen.“ Er versuchte, mich mit seinen abscheulichen Methoden dazu zu zwingen, Gott zu verraten. Ich durfte nicht auf seine Tricks hereinfallen; ich musste auf Gott vertrauen. Daher rief ich Gott wieder und wieder an: „O Allmächtiger Gott! Ich bitte Dich, mir Kraft einzuflößen, damit ich auf Dich vertrauen kann, um Satans grausame Bestrafung und Folter zu überstehen. Selbst wenn es meinen Tod bedeutet, darf ich Dich nicht verraten und zum Judas werden.“ In diesem Augenblick erleuchteten mich Gottes Worte: „Des Menschen Leben geht aus Gott hervor, der Himmel existiert Gottes wegen, und die Existenz der Erde rührt von der Kraft von Gottes Leben her. Kein Objekt, das Lebenskraft besitzt, kann die Souveränität Gottes übertreffen, und keine Sache mit Lebenskraft kann sich von dem Geltungsbereich von Gottes Autorität losreißen“ („Nur Christus der letzten Tage kann dem Menschen den Weg ewigen Lebens schenken“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes gebieterische Worte gaben mir Vertrauen und Kraft. „Es ist wahr“, dachte ich, „Gott ist die Quelle meines Lebens: Solange Gott mir nicht den Atem nimmt, werde ich nicht sterben, unabhängig davon, wie mich Satan foltert und ob er mich essen oder trinken lässt. Mein Leben liegt in Gottes Händen, was also habe ich zu befürchten?“ In diesem Moment schämte ich mich wegen meines mangelnden Vertrauens auf Gott und meines mangelnden Verständnisses von Ihm. Ich begriff auch, dass Gott dieses widrige Umfeld dazu nutzte, mir die folgende Wahrheit einzuflößen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.“ (Matthäus 4,4) Ich betete daher zu Gott: „Allmächtiger Gott, Herrscher über alles! Mein Leben liegt in Deinen Händen, damit Du es leitest, und ich bin bereit, mich Deinen Orchestrierungen und Fügungen zu unterwerfen. Ob ich lebe oder sterbe, ich will all Deine Orchestrierungen akzeptieren.“ Nachdem ich mein Gebet beendet hatte, spürte ich, wie mein Körper von Kraft durchflutet wurde, und ich fühlte mich nicht mehr so hungrig und durstig wie vorher. In dieser Nacht kam erst um acht Uhr abends einer dieser bösen Polizisten wieder. Er kniff mich ins Kinn und sagte mit einem finsteren Grinsen zu mir: „Na, wie geht‘s, hast du Spaß? Bist du bereit, mich anzuflehen und mir zu sagen, was ich wissen will? Wenn du nicht redest, ich kenne da noch viele Methoden, um mit dir fertig zu werden!“ Ich schloss meine Augen und ignorierte ihn, was ihn zornig werden ließ – er brüllte mir Beleidigungen und Flüche entgegen, während er mich mit einer Hand am Kragen packte und mich mit der anderen brutal auf beide Seiten des Gesichts schlug. Ich konnte spüren, wie mein Gesicht sofort anschwoll, und es brannte vor Schmerz. Die Grausamkeit des boshaften Polizisten ermöglichte es mir, sein dämonisches Wesen klar zu erkennen; ich hasste ihn noch mehr und war noch mehr angetrieben, mich Satans Tyrannei nicht zu ergeben. Meine Entschlossenheit, Zeugnis abzulegen und Gott zufriedenzustellen, festigte sich. In diesem Augenblick kümmerte ich mich nicht länger um meine fleischlichen Schmerzen, sondern warf dem Polizisten einen wütenden Blick zu und dachte bei mir: „Glaubst du, du kannst mich dazu zwingen, Gott zu verraten? Hör auf zu träumen!“ Unter Gottes Führung wurde mein Herz mit Vertrauen und Kraft erfüllt; wie sehr mich der Polizist auch schlug, ich gab ihm niemals nach. Schließlich ließ der Polizist erst von mir ab, als er völlig erschöpft war.

Danach überwachten mich die Polizisten noch strenger. Sie arbeiteten in Schichten, behielten mich ständig im Auge und wenn sich meine Lider auch nur leicht senkten, schlugen sie mich mit einer zusammengerollten Zeitschrift wach. Ich verstand genau, dass sie dies taten, um meine Entschlossenheit zu zermürben und meinen beeinträchtigten geistigen Zustand auszunutzen, um mir Informationen über die Kirche zu entlocken. Zu diesem Zeitpunkt war ich körperlich schon äußerst schwach und wurde langsam benommen. Die Kombination aus Kälte, Hunger und Müdigkeit war so überwältigend, dass ich den Tod herbeiwünschte. Ich hatte das Gefühl, nicht viel länger durchzuhalten; ich hatte Angst, dass ich nicht in der Lage sein würde, den Schmerz zu erdulden, und dass ich Gott unabsichtlich verraten würde. Bei diesem Gedanken sehnte ich mich nach dem Tod. Ich dachte, wenn ich wenigstens sterben würde, würde ich der Kirche nicht untreu werden und Gott nicht verraten. Also betete ich zu Gott: „Lieber Gott, ich kann es nicht mehr ertragen. Ich habe Angst, dass ich aufgeben und Dich verraten werde. Ich bete, dass Du mein Herz beschützt. Lieber will ich sterben, als zum Judas werden.“ Danach verlor ich allmählich das Bewusstsein und in dieser Benommenheit fühlte sich mein Körper plötzlich sehr leicht an, als hätte der kalte Wind ihn trockengeweht. Die Fesseln um meine Handgelenke schienen sich zu lockern und ich wusste nicht, ob ich tot oder lebendig war. Erst am frühen Morgen des sechsten Tages wurde ich von einem der Polizisten wieder zur Besinnung geohrfeigt. Ich stellte fest, dass ich noch am Leben war und nach wie vor an meinen Handfesseln hing. Der böse Polizist brüllte mich an: „Du hast uns wirklich fertiggemacht. Kein einziger von uns konnte ordentlich schlafen, weil wir dich die ganze Zeit bei diesem Spielchen begleiten mussten. Wenn du den Mund heute nicht aufmachst, werde ich zusehen, dass du deinen Mund nie wieder aufmachst!“ Da ich nur noch sterben wollte, fauchte ich ihn furchtlos an: „Wenn du mich umbringen oder mich in Stücke hacken willst, leg los!“ Dieser böse Polizist aber grinste nur und sagte: „Du willst also sterben? Keine Chance! Da würden wir es dir viel zu einfach machen! Ich werde dich hübsch langsam foltern, bis du den Verstand verlierst, damit alle wissen, dass man vom Glauben an den Allmächtigen Gott verrückt wird; und dann werden alle sich von deinem Gott abwenden!“ Als ich hörte, wie er diesen dämonischen Dreck ausspie, war ich entgeistert und absolut sprachlos: Dieser Teufel war unglaublich skrupellos und böse! Unmittelbar danach befahl der böse Polizist einem Untergeordneten, eine Schale mit einer dunklen, schwarzen Flüssigkeit zu holen. Mir schlug das Herz bis zum Halse, als ich sie sah und ich betete eilig zu Gott: „O Allmächtiger Gott! Dieser boshafte Polizist will mich unter Drogen setzen, damit ich den Verstand verliere. Ich flehe Dich an, mich zu beschützen. Lieber würde ich an der Vergiftung sterben, als wahnsinnig zu werden.“ In diesem Augenblick erschienen Gottes Worte in meinem Geist: „Sein Tun ist überall, Seine Kraft ist überall, Seine Weisheit ist überall und Seine Autorität ist überall. … Alle Dinge existieren unter Seinem Blick, und überdies leben alle Dinge unter Seiner Herrschaft. Sein Tun und Seine Kraft lassen der Menschheit keine andere Wahl, als die Tatsache anzuerkennen, dass Er tatsächlich existiert und die Herrschaft über alle Dinge hat. Nichts außer Ihm kann das Universum befehligen, geschweige denn unaufhörlich für diese Menschheit sorgen“ („Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte flößten mir abermals Vertrauen und Kraft ein. Ich begriff, dass Gottes Autorität, Seine Macht und Seine Taten allesamt allgegenwärtig sind. Er waltet über das gesamte Universum und herrscht zudem über die Fruchtbarkeit aller Geschöpfe im Universum. Gott ist der ewige Herrscher über alle Dinge und die Macht, die Er zeigt, wenn Er über alle Dinge herrscht, ist für einen bloßen Menschen unbegreiflich. Das Leben, das Gott dem Menschen zuteilwerden lässt, wird nicht durch Zeit und Raum eingeschränkt. Der Teufel Satan kann nur dem Fleisch der Menschen Leid zufügen, doch er hat keinerlei Kontrolle über unser Leben und unseren Geist. Während Hiobs Prüfung konnte Satan Hiob nur quälen und seinem Fleisch Leid zufügen, doch da Gott es nicht zuließ, dass er ihm das Leben nahm, war Satan dazu nicht in der Lage. Ich überlegte: „Heute versuchen die Teufel Satans, seine unheilvollen Methoden zu verwenden, um mein Fleisch zu vernichten und mich dazu zu bringen, Gott zu verraten und mich von Gott abzuwenden. Er hofft vergeblich darauf, mich mithilfe von Drogen in eine rasende Wahnsinnige oder in einen Schwachkopf zu verwandeln, damit ich Gottes Namen Schande mache, doch welche Autorität hat Satan? Ohne Gottes Zustimmung hat keine seine Taten eine Wirkung – Satan ist dazu verdammt, durch Gottes Hand besiegt zu werden!“ Als ich das begriff, wurde ich ruhig und gelassen. Genau in diesem Moment packte der wahnsinnige Polizist meinen Kiefer und zwang die Droge, die sowohl bitter als auch sauer schmeckte, meine Kehle hinunter. Sie begann schnell zu wirken: Es fühlte sich an, als würden sich all meine inneren Organe verkrampfen und sich aneinanderpressen, als ob sie auseinandergerissen würden. Dieser Schmerz spottet jedem Vergleich. Ich bekam Probleme mit der Atmung, nahm lange, tiefe Atemzüge und schnappte nach Luft. Ich konnte meine Augen nicht bewegen und begann doppelt zu sehen. Kurz darauf verlor ich das Bewusstsein. Einige Zeit später, wer weiß wie lange, kam ich endlich zu mir und schien jemanden undeutlich sagen hören: „Diese Schlampe wird entweder verrückt oder zu einem Schwachkopf werden, nachdem sie diese Droge genommen hat.“ Als ich das hörte, wusste ich, dass ich wieder einmal überlebt hatte. Ich war sehr angenehm überrascht, dass ich überhaupt nicht verrückt geworden war; im Gegenteil, mein Geist war vollkommen klar. Dies war gewiss der Allmacht und Wunderbarkeit Gottes zu verdanken. Ich spürte, dass es die Worte des Allmächtigen Gottes waren, die in mir wirkten, und dass Gott einmal mehr Seine allmächtige Hand ausgestreckt und mich den Klauen des Teufels entrissen hatte, um es mir zu ermöglichen, diese gefährliche Situation zu überleben. In diesem Augenblick erlebte ich die Glaubhaftigkeit und Echtheit der Worte Gottes am eigenen Leib und wurde Zeuge Seiner allwaltenden Macht und Autorität. Außerdem erkannte ich, dass Gott der Schöpfer aller Dinge ist und der eine und einzige Gott Selbst, Herrscher über alle Dinge. Ich erkannte, dass mein Leben, mein Alles, bis zum letzten Nerv in meinem Körper, allesamt Gottes Kontrolle unterliegen. Ohne Gottes Zustimmung kann mir kein Haar gekrümmt werden. Gott ist mein Halt und mein Heil in jedem Augenblick, an jedem Ort. An diesem Tag, im dunklen Nest des Dämons, entfalteten die Worte des Allmächtigen Gottes ihre erstaunliche Macht. Sie zeigten mir, wie Gott immer wieder die Wunder des Lebens schafft und ließen mich dem Abgrund des Todes entkommen. In meinem Herzen sang ich dem Allmächtigen Gott innig Lobpreis und gelobte, auf Gott zu vertrauen, um während dieses ganzen Kampfes um Leben und Tod Zeugnis abzulegen.

Die Polizisten folterten mich sechs ganze Tage und Nächte lang. Da ich während dieser ganzen Zeit keinen Bissen gegessen und keinen Tropfen getrunken hatte, war ich völlig erschöpft. Als sie sahen, dass ich meinem letzten Atemzug nahe war, schlossen sie mich in eine Gefängniszelle ein. Diese sechs Tage der Folter waren wie eine Fahrt durch die Hölle und dass ich überleben konnte, war allein Gottes Gnade und Schutz zu verdanken; es war eine Verkörperung der Macht und Autorität Seiner Worte. Nach einigen Tagen kam die Polizei, um mich wieder zu verhören. Da ich mehrmals Zeuge der wundersamen Taten Gottes geworden war und außerdem am eigenen Leib erfahren hatte, dass Gott meine Stütze ist und alle Dinge in Gottes Händen liegen, war ich angesichts eines weiteren Verhörs ruhig und furchtlos. Im Verhörraum erfuhr ich von einem Beamten, dass sie meinen Namen und meine Adresse bereits herausgefunden und mein Haus durchsucht hatten. Da mein Mann jedoch längst unsere Kinder genommen hatte und aus unserem Haus geflohen war, fanden sie nichts. Er versuchte dann wieder, mich dazu zu zwingen, Informationen über die Kirche preiszugeben, als ich aber immer noch nichts sagte, wurde er zornig und sagte: „Du bist ein Anführer und eine harte Nuss noch dazu! Deinetwegen habe ich seit sechs Tagen nicht gut geschlafen und du hast uns immer noch nichts verraten, mit dem wir arbeiten können.“ Als er merkte, dass er aus mir nichts herausholen konnte, schien er das Interesse zu verlieren und führte den Rest des Verhörs hastig und nachlässig durch. Danach konnten sie nichts weiter tun, als mich zurück in meine Zelle zu schicken. Zu sehen, dass Gott gesiegt hatte und Satan bezwungen worden war, versetzte mich in Hochstimmung – ich dankte und lobpreiste Gott. Ich wusste, warum ich imstande gewesen war, vor Satan Zeugnis abzulegen: Gott hatte mich Schritt für Schritt geführt und Gottes Wort hatte mich immer wieder erleuchtet, gestärkt, mir Weisheit geschenkt und mir die Kraft verliehen, Satan zu überwinden und mich seiner Tyrannei nicht zu ergeben.

Nachdem ich vier Monate lang im Untersuchungsgefängnis festgehalten worden war, erfand die KPCh-Regierung eine Anklage wegen Glaubens an einen Xie Jiao und verurteilte mich zu eineinhalb Jahren Gefängnis. Im März 2006 wurde ich in ein Frauengefängnis überführt, um meine Strafe abzuleisten. Im Gefängnis schaffte ich es, obwohl ich wie ein Tier behandelt wurde und oft sah, wie andere Häftlinge ohne ersichtlichen Grund zu Tode geprügelt wurden, mit Gottes Schutz und Beistand sowie der Führung durch Seine Worte, eineinhalb Jahre der Folter zu überleben und lebendig aus diesem höllischen Gefängnis herauszukommen. Nach meiner Entlassung fuhren die bösen Polizisten damit fort, Beamte zu entsenden, um mich zu überwachen. Sie kamen oft zu meinem Haus, um mich zu schikanieren, weshalb keiner in meiner Familie wie sonst seinen Glauben praktizieren oder seine Pflichten erfüllen konnte. Später konnten wir, dank der Fürsorge und Unterstützung unserer Brüder und Schwestern in der Kirche, unser Haus verlassen und in ein neues Haus umziehen, das einer der Schwestern gehörte. Indem wir auf die Weisheit vertrauten, die uns Gott gewährt, konnten wir unsere Pflichten wieder erfüllen.

Die Erfahrung der grausamen Verfolgung durch die KPCh-Regierung gab mir ein deutliches und genaues Bild von Satans dämonischem Wesen der brutalen Tyrannei, des bösen Verrats und wahnsinnigen Widerstands gegen Gott. Außerdem hatte ich Gottes überirdische und großartige Lebenskraft am eigenen Leib erlebt. Obgleich die böse Polizei mich immer wieder unerbitterlich Prügeln und Folter sowie grausamen Bestrafungen und Verletzungen ausgesetzt hatte, um mir mein Leben zu nehmen, offenbarten die Worte des Allmächtigen Gottes ihre überirdische Lebenskraft und ermöglichten es mir auf wundersame Weise, zu überleben. Inmitten all dieser Schwierigkeiten und dieser Verfolgung erfuhr ich wirklich, dass Gott die Quelle meines Lebens ist und dass Gottes Gnade und Nahrung die Wurzel meines weiteren Lebens sind. Ohne Gottes mächtige Hand, die mich stützt, wäre ich längst von diesen Dämonen verschlungen worden. Gott begleitete mich die ganze Zeit und leitete mich an, um Satan immer wieder zu überwinden und für Ihn Zeugnis abzulegen! Obgleich mich diese Dämonen einer unmenschlicher Folter ausgesetzt hatten und mein Fleisch entsetzlich gelitten hatte, war all das im Grunde für mein Leben sehr nutzbringend. Es ermöglichte mir zu erkennen, dass Gott nicht nur die Lebensgrundlage der Menschheit ist, sondern Er uns auch fortwährend mithilfe und Unterstützung beisteht. Solange wir nach Gottes Worten leben, können wir jede dunkle satanische Macht überwinden. Gottes Worte sind in der Tat die Wahrheit, der Weg und das Leben! Sie besitzen die höchste Autorität und die erfurchtgebietendste Macht und können Wunder des Lebens schaffen! Aller Ruhm, alle Ehre und alles Lob sei dem Gott der allmächtigen Weisheit!

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